Verlieben für Fortgeschrittene 29+30/36 🔥 Snamione - FanFiction - Harry Potter Hörbuch
Über diese Folge
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Das ist der zweite Teil der "Verlieben für"-Reihe. Hier kannst du den ersten anhören: https://youtu.be/tldZi-M2o-M?feature=shared
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vorlesen #harrypotter #hörbuch #einschlafen
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Disclaimer: Die Rechte an allen Charakteren, Orten und allem aus den Harry Potter Büchern bekanntem liegen bei J. K. Rowling / Pottermore.
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"Blomos".
Hey ihr Lieben, heute gibt es gleich zwei Folgen von Verlieben für Fortgeschrittene. Davor habe ich aber noch eine kleine Ankündigung, wie immer, wenn ein neues Hörbuch von mir rauskommt, ihr wisst das ja schon.
Und zwar gibt es jetzt die Sturmtochter von Florence Winter zu hören, ein sehr, sehr spannender Roman auf zwei Zeitebenen mit dunklen Familiengeheimnissen, Thriller-Elementen und natürlich einer Liebesgeschichte, die nicht fehlen darf.
Super, super spannend, kann ich euch nur empfehlen, wenn ihr Lust habt, hört euch das gerne an. Der Link dazu ist natürlich wie immer unten in der Beschreibung.
Und ja, ich freue mich über eine Bewertung, wenn ihr es euch angehört habt und ansonsten wünsche ich euch jetzt ganz viel Spaß mit Verlieben für Fortgeschrittene, Kapitel 29 und 30.
Der heutige Emoji ist ein Brief. Was für eine erfahrt ihr, wenn ihr gleich weiter hört? Postet also schnell noch den Brief in die Kommentare und viel Spaß.
Kapitel 29 - Ängste und Zweifel
Was er gleich nach schwarzmagischen Despoten und zu engen Unterhosen am meisten hasste, waren Festvorbereitungen.
Was wohl einzig und allein daran lag, dass er feste an sich nicht leiden konnte, also waren die dafür nötigen Vorbereitungen ebenfalls völlig unnötig und lästig.
Sie waren sich zwar schon darin einig, dass ihre Hochzeit keinesfalls pompös oder übertrieben groß und ausufern sein sollte, aber wenn es nach Ihnen gegangen wäre, hätten sie sich Minerva, Kingsley, ihre Eltern und wenn es denn unbedingt sein musste, auch Mrs. Potter geschnappt und hätten irgendwo, Wüste oder Mond, geheiratet.
Aber Hermina fand diese Idee schlichtweg unmöglich. Ohne ihre Freunde und ohne einen Ball würde er ihr Jahr nicht bekommen, stellte sie klar.
Tja, ohne Braut war Heiraten schwierig, auch in Wüsten und auf dem Mond. Daher fügte er sich in sein hartes Schicksal und das Unglück nahm seinen Lauf.
Nie hätte er sich träumen lassen, was für umfängliche Vorbereitungen eine Hochzeit bedurfte. Jedenfalls war das Hermines Meinung und leider nicht nur ihre.
Alle Welt hatte anscheinend nichts Besseres zu tun, als ihre Hochzeit zu planen und alles komplizierter zu machen, als es eh schon war.
Schon nach kurzer Zeit war er ziemlich entnervt von der ganzen Hektik, den ärgerlichen Störungen und den vielen Entscheidungen, die fast täglich gefühlsmäßig sogar stündlich zu treffen waren und die sich irgendwie nur um Farben und Formen von Nekorationen und Kleidern über die Auswahl an Speisen und Gästen treten und somit aus seiner Sicht alle vollkommen unnütz waren.
Wie gesagt, Hermine sei das leider völlig anders, war aber selbst ziemlich eingespannt in ihren Arbeiten zum Abschluss ihrer Meisterzeit und so kam es zu mancher Meinungsverschiedenheit und zu einigem Ärger über Nichtigkeiten.
Seine Laune sank mit jedem Punkt auf Hermines erlen Langer Tudul, ist der in altbekannte Tiefen, wobei gleichzeitig sein Wunsch nach Ruhe und Einsamkeit stetig zunahm und in ihm der Zweifel über die Richtigkeit sich zu binden irgendwann Mitte November nicht mehr zu verscheuchen war.
Vielleicht bekam er auch nur kalte Füße, vielleicht hatte er lediglich Lampenfieber, vielleicht war es auch nur die Sorge vor dem Unbekannten und der Frust über die vielen Unnötigkeiten. Egal, die Auswirkungen blieben die gleichen.
Hermine hatte ihn mehrfach gefragt, was er denn habe, er wäre schweigsam und übel launig und sie hätte das Gefühl, dass er sich immer mehr von ihr zurückziehe.
Anfangs war seine einzige Antwort ein finsteres Brummen gewesen, was man mit viel Fantasie als nichts identifizieren konnte. So zog sich die erste Novemberhälfte hin bis dann ein regnerischer Tag Ende November kam, wo alles wirklich alles schief lief.
Der Morgen begann schon furchtbar, er hatte sehr schlecht geschlafen, von Fesseln und Gefangenschaft geträumt, mit einer herrischen Frau als gnadenlose Werterin. Und nein, er wollte überhaupt nicht über den Sinn bzw. Unsinn dieses Wirntraumes nachdenken. Hätte er vielleicht besser tun sollen, aber er kam auch nicht wirklich dazu.
Noch vor dem Frühstück lief Ersebel Tologni über die Füße, die ihn in ein ewig langes, völlig unstrukturiertes Gespräch mit obskurem Inhalt verwickelte, das sie nur knapp überlebte, weil die Schulglocke ihn und sie trennte.
Dann bekam er eine Eule des Ministeriums, worin ihm freundlich mitgeteilt wurde, dass es mindestens zwei weitere Anträge mit Durchschlag bedürfte, um seinen letzten Trank patentieren zu lassen.
Das Formular lag netterweise nicht bei, sondern musste in der Abteilung C im fünften Untergeschoss persönlich abgeholt werden, allerdings nur zwischen 10 und 11 Uhr morgens.
Zu diesem Fanplet geselten sich noch zahlreiche andere Briefe, die sich wieder einmal ausschließlich um diese vermalle Deite Hochzeit treten.
Er drückte sie alle, begleitet von einigen unflädigen Flüchen Hermine in die Hände und rauschte in seinen Klassenraum, wo das nächste Unglück auf ihn wartete, und das hieß Miss Corgram, und war in der vierten Klasse Hufflepuff.
Sie ließ in den letzten Jahren das Schreckensbild Longbottom fast gänzlich verblassen, denn gegen ihre Tollpatschigkeit kam nichts und niemand an.
Bereits viermal hatte sie beinahe seinen Klassenraum abgefackelt und ihm trat bereits der Schweiß auf die Stirn, wenn er sie den Raum betreten sah.
Dabei war sie die Fröhlichkeit in Person und er musste sich wirklich sehr am Riemen reißen, um ihr nicht täglich den Hals umzudrehen.
An diesem Tag war es dann auch noch besonders schlimm mit ihr. Er musste jeden ihrer farigen Handgriffe mit Argus Augen bewachen und trotzdem hatte er am Ende der Doppelstunde zwei flammneue Kessel abzuschreiben.
Dieses Mädchen war ein Fluch, definitiv.
Das es zum Mittagessen Leber und Niere gab und der dieses Gericht fast mehr hasste als Miss Corgram, war seinem hungrigen Magen und seiner Laune auch nicht zuträglich.
Hermine schaute ihn mitleidig von der Seite heran und schob ihm ihre Nachtisch zu. Aber so ein kleiner Pudding war nicht ausreichend, um diesen energieverzehrenden Vormittag auch nur annähernd auszugleichen.
Der Nachmittag brachte dann eine stinkend langweilige Lehrerbesprechung und seinen Slytherins volle 30 Punkte Abzug. Den wird der Strafpredigt, die er ihnen hielt, nicht mit einbezogen.
Wer konnte nur so blöd sein, aus Professor Sprouts Gewächshäuser unbekannte Pflanzen zu klauen, sie im Schlafraum zu verstecken und damit fast den gesamten zweiten Jahrgang Slytherins ins Koma zu versetzen?
Okay, er kannte die Namen Pambroke und Sotheby.
Peinlich und ärgerlich war es trotzdem, vor allem da Poppy ihm keine Hoffnungen machte, dass die sieben Jungen vor Ablauf von acht bis zehn Tagen aus dem Tiefenschlaf erwachen würden, in denen sie der Duft der komaneose Aurelius versetzt hatte.
Und da das Spiel Slytherin gegen Gryffindor in drei Tagen stattfinden würde, hatte er keinen Sucher, denn der Idiot verschlief das Spiel im Krankenflügel.
Um ein Haar hätte er einen hysterischen Schrei-Anfall bekommen.
Zu allem Übel musste er den besorgten Eltern der Jungs Rede und Antwort stehen, was den ganzen Abend den Anspruch nahm und ihn um sein Abendessen brachte.
Der Tag war so grauenhaft, dass er um 21 Uhr total erschöpft in seinen Sessel fiel und sich ein Glas Feuerwieske herbeizauberte, was er sonst nie tat.
Die Erinnerung an seinen ständig betrunkenen Vater reichte zur lebenslangen Abschreckung.
Das erste Mal an diesem Abend begann er sich zu entspannen.
Er dachte gerade über die alternative Buch- oder Bett nach, als Hermine hereinschneite und ihn mit weiteren Berichten der Hochzeitsplanung überschüttete.
Er kratzte das letzte bisschen Selbstbeherrschung zusammen und schaffte es auf ihrer Fragen irgendwie mit unverfänglichen Antworten zu reagieren.
Dabei merkte er, dass er von einsamen Stunden an seinem Kamin, von ruhigen Tagen im Labor und einem guten Buch träumte.
Und so bekam er auch nicht mit, dass Hermine ihn bereits zum dritten Mal fragte, ob er lieber Rosen oder lieber Malben im Blumen-Schmuck haben wollte.
"Was?" fragte er erschrocken, als ihm auffiel, dass sie schon eine Zeit lang schwieg und ihn seltsam ansahm.
Sie klappte daraufhin demonstrativ ihre dicke Klatte, in der sie alle Hochzeitsvorbereitungen feinsäuberlich notierte zu und forderte wütend "Severus, du sagst mir jetzt endlich, was mit dir in letzter Zeit los ist."
Das hatte er dann auch leider getan. Alles war einfach aus ihm herausgeplatzt, seine ganze Genervtheit, sein Ärger und seine Sehnsucht nach Zeiten der Ruhe und Stille nach früheren Zeiten eben.
Ein sehr dummer Fehler war es sicherlich, dass er ihr einige Sequenzen aus seinem letzten Traum an den Kopf warf.
Jedenfalls ließen diese Eröffnungen ihre Augen erst ganz groß und dann sehr schmal werden und anstatt ihn anzuschreien oder sich mit ihm auf ein Streitgespräch einzulassen,
bekam ihr Blick etwas immens gekränktes und trauriges.
Sie schaute ihn lange schweigend und nachdenklich an, dann stand sie langsam auf und verließ mit einer kurzen, gemurmelten Entschuldigung das Zimmer.
Er überlegte, ob er ihr nachgehen sollte, konnte sich aber nicht rechter zu aufraffen.
Daher blieb er mit schlechtem Gewissen und seiner noch schlechter gewordenen Laune müde auf dem Sessel sitzen.
Ein weiteres Glas Feuerbiskel folgte und dann ein drittes, viertes und fünftes und das erste Mal seit vielen, vielen Jahren trank sich der Tränkemeister von Hogwarts ins Delirium.
So bekam er auch nicht mit, dass Hermine zurückkam, ihn ins Bett levitierte, dieses aber in dieser Nacht leider nicht mit ihm teilte.
Als er in den frühen Morgenstunden des nächsten Tages aufwachte, brummte sein Schädel mörderisch und eine entsetzliche Übelkeit überschwemmte seinen Körper geradezu.
Wie war er eigentlich in sein Bett gekommen? Er konnte sich nicht mehr daran erinnern, nur noch, dass er mit Alkohol versucht hatte, den gestrigen Tag aus seinem Leben zu streichen.
Wenig erfolgreich stellte er resigniert fest. Es kostete ihn eine schier übermenschliche Kraftanstrengung mit geschlossenen Augen vorsichtig in sein Labor zu tappen und sich dort einen Antikartertrank und einen Schmerztrank zu besorgen.
Völlig erschöpft fiel er danach wieder in sein Bett.
Wenn das nicht bald aufhörte, musste Hermine ihn für heute krank melden.
Etwas, was es auch schon ewig nicht mehr gegeben hatte, ersäubte tief.
Ein Blick auf seinen magischen Wecker zeigte ihm, dass er nur noch knapp zwei Stunden Zeit hatte, bis er diese Entscheidung treffen musste.
Dankbar schloss er seine Augen und schlief tatsächlich fast sofort wieder ein.
Er erwachte, als sein Wecker ihm verkündete, dass es Zeit für eine Dusche und ein gutes Frühstück wäre. Tatsächlich war der Umfang seines Kopfes auf ein fast normales Maß geschrumpft und er konnte sogar ohne größere Schmerzen seine Augen öffnen.
Nach der Dusche und einer frischen Garniturkleidung, er hatte tatsächlich in seiner Robbe geschlafen, fühlte es sich schon fast wieder fit.
Er machte sich auf den Weg zum Frühstück, als er das wachsende Gefühl irgendetwas Wichtiges vergessen zu haben, urplötzlich identifizieren konnte. Hermine fehlte.
Sofort drehte er reuch um und alte zu seinen Räumen. In seinem Wohnzimmer blieb er erschrocken stehen. Sie war nicht da, weder in seinen noch in ihren Räumen.
Dafür lag ein dicker Brief auf dem Estisch und daneben saß unschuldig schuhuend eine sehr kleine Eule. Er war auf dem Winzling einen vernichtenden Blick zu, was diese etwas verängstig zurückköpfen ließ.
Mit zitternden Händen nahm er den Brief und riss den Umschlag auf.
Lieber Severs, ich bin im Laufe der Nacht zu der Erkenntnis gekommen, dass wir beide eine Auszeit voneinander und von all der Planerei brauchen.
Daher habe ich mich entschlossen, den mir noch zustehenden Jahresresturlaub von drei Wochen zu nehmen und damit dir und auch mir etwas Ruhe und Abstand zu ermöglichen.
Distanzen können helfen, Dinge wieder ins rechte Licht zurück und Prioritäten neu zu definieren.
Sollten wir nach dieser Zeit zu der Erkenntnis gelangen, dass eine Heirat nicht der Beste aller möglichen Wege für einen von uns beiden ist, dann sollten wir gemeinsam die Konsequenzen ziehen.
Mir wäre es unerträglich, mit einem Mann verheiratet zu sein, der sich im Grunde seines Herzens nach etwas anderem sehnt und zu nur zu Ehren voll ist, von seinem Antrag zurückzutreten.
Damit du keinen Stress mit mir näher war, meiner Familie und meinen Freunden hast, habe ich Ihnen allen einen Brief geschrieben und mich für die nächsten drei Wochen zu einem Studienaufenthalt für meine Meisterarbeit verabschiedet.
Die Möglichkeit dazu habe sich überraschender geben und ich hätte ohne große Vorbereitungen treffen zu können zugesagt.
Dies ist wirklich nicht geschwindelt, denn tatsächlich möchte ich mich endlich meinen Studien widmen, die Meisterarbeit abschließen und an einer Idee weiterarbeiten, die mir vor einigen Tagen kam.
Vor allem aber möchte ich Zeit für mich haben, es ist im letzten Jahr so viel passiert, ich bin mir nicht sicher, ob ich alles verarbeitet habe.
Wenn du willst, treffen wir uns am Sonntag den zweiten Advent um 17 Uhr am Apparierpunkt von Hogwarts, ansonsten schicke Pig mit einer Nachricht, er wird mich sicherlich finden.
Nutze die Zeit und vergiss nie, dass ich dich von Herzen liebe, egal zu welcher Erkenntnis du kommen wirst, Hermine.
Er musste sich setzen, dann las er den Brief erneut und dann wieder und wieder, bis er ihn im Schlaf hätte auch sagen können.
Mittlerweile war die Frühstückszeit vorbei und er musste zum Unterricht.
Da er wusste, dass er sich heute auf nichts und keinen konzentrieren könnte, ließ er diese Klasse und auch die beiden nächsten einen Test schreiben und verbrachte den Schultag mit dem Anstarren einer einzigen Buchseite, die er sich pro Forma immer wieder vor's Gesicht hielt.
Sie war weg, einfach weg.
Bei genauerem Hinsin bemerkte er auch, dass sie eine große Anzahl an Kleidern und Büchern mitgenommen hatte, nur noch wenig erinnerte an die Frau, die noch bis gestern hier mehr oder weniger offiziell gewohnt hatte.
Nur ihr Duft hing noch in seinen Kleidern und in der Bettwäsche und auch der zweite Sessel und die Decke, die dort über der Lene hing, waren noch da. Sie ließ ihm wirklich die Wahl.
[Musik]
Kapitel 30 – Ängste und Zweifel 2
Er hatte die ersten Tage damit verbracht, Wüten zu sein, sich die Haare zu raufen und Dinge an die Wände zu werfen, die nächsten Tage damit sich in Selbstmittler zu ergießen, welches ihm innerhalb von wenigen Tagen den zweiten Feuerwiske geschwängerten Abend bescherte und dann viele in eine Adletagie.
Alles war egal. Sollte sie doch bleiben, wo sie war, er war vor ihr zurecht gekommen und würde es auch jetzt können.
Am nächsten Morgen schwor er sich, endlich wie ein Mann und wie ein abgeklärter und beherrschter Slidderin an die Dinge heranzugehen. Er würde sie einfach vergessen und endlich wieder zu seinem ruhigen und beschaulichen Leben zurückkehren, ohne Hochzeitsplanungsstress. Jawohl!
Leider fand er plötzlich so gar nichts mehr an seinem ruhigen und beschaulichen früheren Leben. Er fand es eher fahrt, öde und einsam. Sein Bett war so kalt wie sein Herz, und das einzige, was er an sich lebendig erlebte, war die stündlich wachsende Sehnsucht nach der jungen Frau, mit ihrem wilden Haar, in das man so wunderbar seine Hände vergraben und seine Nase hineinstecken konnte.
Er vermisste sie schmerzlich, ihre Fachdiskussionen und Streitgespräche, ihre körperliche Nähe und Zugewandheit, ihr Sorgen und Kümmern und vor allem ihr Lachen, ihre warmen, strahlenden Augen und ihrem brillanten Verstand.
Er vermisste sie, verdammt, und er wollte sie zurück, sofort. Der arme Pick hatte in dieser zweiten Woche ihre Abwesenheit, eine Menge zu tun. Fast ununterbrochen wurde er von ihm auf den Weg zu ihr geschickt. Der Inhalt der Botschaft war immer ähnlich. Komm zurück. S-Punkt, S-Punkt. Und immer war die Antwort gleich. Nutze die Zeit. Bis Sonntag, 2. Advent, 17 Uhr, Apparierpunkt, H-Punkt, G-Punkt.
Wie sollte er das nur aushalten? Es waren noch über zehn Tage. Er musste sich ablenken. Nutze die Zeit. Als wenn er das nicht immer täte. Dann fiel sein emperter Blick auf den immensen Stapel ungeöffneter Hochzeitsplanpost.
Ein tiefes, vernichtendes Grollen füllte den Kärker. Diese Dinge waren immerhin schuld, dass sie weg war. Irgendwie. Er hatte schon den Zauberstab gezückt, um sie in ein armseliges Häufchen Asche zu verwandeln, als er innehielt.
Mit zusammengekniffenen Augen fixierte er die Briefe, bis er zu einem unerwarteten Entschluss kam. Bei Merlin, er würde die Zeit nutzen.
Mit einem kleinen Schlenker des immer noch erhobenen Zauberstabes landeten alle Briefe in einem kleinen Korb auf seinem Schreibtisch. Dazu noch ein wohlgefülltes Glas guten Rotweins.
So verging ein weiterer Tag, in dem er zwei Pläne schmiedete, alle Postsichtete und in verschiedene Aufgabenbereiche einteilte. Dann verfasste er drei kurze Briefe und war fürs Erste mit sich ziemlich zufrieden.
Noch zufriedener war er, als er am nächsten Tag drei positive Antworten erhielt. Die Zeit war reif für Plan A.
Ihm war schnell klar geworden, dass er mit der Planung eine Hochzeit heilos überfordert war. Aber wofür war er ans Slytherin?
Er würde sich kompetente Hilfe holen und wer war besser im Ausrichten von Slytherin?
festen, als jemand, der sein ganzes Leben nichts anderes getan hatte, als solche zu planen
und dazu praktischerweise noch in seiner Schuld stand. Daher war er ziemlich sicher, dass
die Antwort von Narcissa Malphoi positiv ausfallen würde, sie würde die Planung mit Stil und
Eleganz in die Hand nehmen. Damit sie aber nicht über ihr Ziel hinaus schießen würde,
bedurfte es der Bodenhaftung, dafür sollte Ginny Weasley, die er seit einiger Zeit Potter
hieß, sorgen. Auch sie sagte sofort zu, anscheinend hatte sie ebenfalls Sorge, dass die Hochzeit
zwar rauschend, aber nicht in Hermines Sinne ablaufen würde, sollte man Madame Malphoi
damit allein lassen. Vielleicht wollte sie auch mal wieder etwas anderes als Windeln
und Babynahrung sehen, denn sie hörte zu Hermines unbeschreiblicher Freude vor wenigen
Wochen einen Sohn geboren. So saßen einen weiteren Tag später zwei sich misstrauisch
beäugende sehr unterschiedliche Frauen in seinem Wohnzimmer. Es wurde Zeit, dass er
für klare Verhältnisse sorgte. Meine Damen, ich danke Ihnen sehr, dass Sie sich die Zeit
und die Mühe gemacht haben, hierherzukommen. Ich gebe zu, dass ich auf Ihre Hilfe angewiesen
bin. Wie ich bereits sagte, hat meine zukünftige Frau die günstige Gelegenheit genutzt, Ihre
Studien zu intensivieren und Ihre meiste Arbeit noch vor der Hochzeit abzuschließen. Ich
erwarte sie nicht vor nächsten Sonntagabend zurück. Bis dahin möchte ich ihr und mir eine
Freude machen und alle nötigen Hochzeitsplanungen abgeschlossen haben. Sie kann dann selbstverständlich
noch Ihre abschließende Zustimmung erteilen oder Wünsche äußern. Die ganzen Vorbereitungen
sollten aber fertig sein. Dafür benötige ich Ihre kompetente Hilfe. Dich, meine lieben
Erzisser? Er verbeugte sich leicht vor der eleganten Blondine, weil ich keine kenne,
die kreativer, niveauvoller und stilsicherer im Organisieren von Festen ist und sie verehrte
Mrs. Porter. Auch hier eine kleine Verbeugung vor der jungen Frau, die Ihren Sohn erhieß
zu allem Unglück James Sirius und war Ron Weasley's Patenkind, sanft wiegte, sollen
bei all dem die Interessen meiner Braut und mir vertreten. Er bedachte beide Frauen mit
einem wohlwollenden Blick, den zumindest Jenny noch nicht so oft in dieser Deutlichkeit zu
sehen bekommen hatte. Ich weiß, dass ich für diese Aufgaben die richtigen gewählt habe,
alle Vorschläge und Ideen bedürfen Ihrer Beider Zustimmung. Mrs. Porter wären Sie
so freundlich, die zur Verfügung stehenden Mittel zu verwalten? Er reichte Jenny ein
gut gefülltes Ledersäckchen, was Narcissa Malfeuille einen etwas sauren Blick entlockte.
Ich habe mit der Schulleiterin vereinbart, dass Ihnen beiden adäquate Räume für ihre
Arbeit zur Verfügung stehen. Gebt es noch Fragen? Beide schüttelten den Kopf.
Gut, dann erwarte ich Ihre ersten Ergebnisse in zwei oder drei Tagen. Gutes Gelingen.
Damit drückte er Narcissa alle Post und seine und Hermines Aufstellungen in die Hand und
verließ bester Laune seine Räume, um den Nachmittagsunterricht zu gestalten.
Er hatte wirklich eine gute Wahl getroffen. Zwar hörte und sah man beide Frauen lauthalz
streiten und diskutieren und am Ende des ersten Tages schworen ihm beide mit beben
der Stimme, dass sie unter keinen Umständen weiter zusammenarbeiten könnten. Er ließ
sich davon aber nicht beirren und erinnerte die eine an ihre Schuld, die andere an die
Freude, die sie Hermine damit machen würde. Und tatsächlich wurde das Streiten weniger.
Das diskutieren mehr und am dritten Tag sah er sich zwei eifrigen Damen gegenüber,
die ihm mit roten Wangen ihre ersten Überlegungen vortrugen. Er war mehr als einverstanden
mit ihren Ideen und den Planungsschritten und ließ sich tatsächlich dazu verleiten,
einen Termin bei Madame Marken zu machen, um mit den beiden seinen Anzug und auch ihr
Kleid auszusuchen. Als sie ihm am Samstagmorgen ihren Abschlussbericht vorlegten und ihm
eine kurze Zusammenfassung überreichten, war er ihnen wirklich dankbar und versprach,
dass sie sich noch vor Weihnachten mit Hermine zusammensetzen würden, um die letzten Entscheidungen
zu treffen. Jetzt konnte er sich plan B widmen.
Der dritte Brief war nämlich ein mandanges Flötscher gegangen, einen Mann, den er eigentlich
aus vollem Herzen verabscheute. Er traute ihm nicht und fand ihn in seiner Art abstoßend.
Aber er war der beste Mann, wenn es darum ging, etwas zu bekommen, was man nicht so leicht
finden konnte. Nachdem er ihm sein Anliegen mitgeteilt hatte, für ihn eine bestimmte
Person zu orten, dauerte es nicht sehr lange, dass eine Nachricht auf einem schmierigen
Zettel bei ihm landete, auf dem die Adresse eines kleinen Ferienhauses in Südfrankreich
stand. Ein sehr zufriedenes Grinsen breitete sich daraufhin auf seinem Gesicht aus.
Eulen waren eben zu leicht zurück zu verfolgen und abzufangen. Diese Unvorsichtigkeit wäre
ihr im Krieg nicht unterlaufen, dabei er sich sicher.
Direkt nach der Abschlussbesprechung mit seinem Hochzeitsplanungsteam machte er sich
auf, um über zwei Stationen in das milde Mittelmeerklima Südfrankreichs zu operieren.
Kurz darauf stand er gut geschützt hinter einer dicken Pinier nahe eines kleinen, abgeschiedenen
Anwesens, das direkt am Meer lag, und genoss einige Atemzüge lang die warme, milde Luft
des Südens, die nicht nach Schnee und eisiger, kälte Roch wie die in Hogwarts.
Als er sich sicher war, dass sein Erscheinen unbemerkt geblieben war, streckte er den Rücken
durch und schritt zügig zur Haustüre, um dort energisch anzuklopfen. Von drinnen
hörte er es auf Französisch rufen "Homme, c'est beau plait, j'ai vie tout de suite".
Sein Herz beschleunigte seine Taktfrequenz beim Klang ihrer Stimme und begann hart gegen
seine Brust zu erhämmern.
Dann wurde die Tür je aufgerissen und eine etwas erhitzte Hermine stand ihm lächend
gegenüber. Anscheinend hatte sie aber mit jemand anderen gerechnet, denn als sie ihn
erkannte, wurden ihre Augen groß vor Erstaunen. Das Lächeln verschwand fürs Erste aus ihrem
Gesicht, und das Einzige, was sie herausbrachte, war ein verwirrtes "Du", "offensichtlich,
Miss Granger", ließ er in bester Lehrermanie vernehmen, dexierte sie mit vernichtendem
Blick und musterte sie von oben bis unten. Es ist sehr beruhigend, dass sie sich noch
meiner zu erinnern scheinen.
Hermine öffnete schon den Mund, um ihm eine entsprechende Antwort zukommen zu lassen,
als sie innehielt, den Kopf schüttelte und ihn perplex fragte, wie kommst du hierher?
Ihre Fragen wie ihre Feststellungen waren auch schonmal intelligenter, wie ich zu meinem
großen Bedauern bemerken muss. Sie musste wenigstens ein bisschen für all die Kopfschmerzen
leiden, die er sich in den vergangenen Wochen wegen ihr beschert hatte. Willst du vielleicht
zu freundlich sein und mich herein bitten, oder störe ich dich gerade bei wichtigen
Dingen? Seine Augenbraue schob sich elegant Fragen nach oben.
Wortlos trat sie beiseite und ließ ihn hinein. Als sie die Türe leise geschlossen hatte,
hatte sie sich anscheinend wieder ein wenig gefangen, denn sie verschränkte ihre Arme
vor der Brust und fragte noch einmal, wie hast du mich gefunden? Das war sehr einfach,
wenn man die simpelsten Sicherheitsvorkehrungen nicht beachtet, ließ er sie vorwurfsvoll wissen,
dabei schaute er sich gelangweilt im Raum um. Es war keinesfalls ungemütlich, hier stellte
er fest. Ich habe gar keine Sicherheitsvorkehrungen getroffen, ärgerlich blickte sie ihn an,
weil ich nicht dachte, dass ich so etwas je wieder brauchen würde. Ich hatte auch nicht
damit gerechnet, dass ich jemals wieder mit Mandangus reden geschweige, denn ihn um einen
Gefallen bitten müsste. Severus ließ sich elegant in einen Sessel gleiten und legte
die Fingerspitzen aufeinander. Du hast tatsächlich den armen Pick verfolgen lassen? Kombinierte
Hermina schüttert. Warum? Vielleicht um jemanden zu finden, der sich Klamheim nicht aus dem
Staub gemacht hat? Sein Tonfall wurde deutlich kälter. Ich habe mich nicht aus dem Staub
gemacht, stellte Hermina empört fest. Ich habe dir lediglich Zeit gegeben, in Ruhe nachzudenken
und um dir die Wahl zu lassen. Komisch. Er stand wieder auf und ging drohend auf sie zu. Für
mich fühlte sich das irgendwie anders an. Er merkte, dass er wütend wurde. All der Ärger
der letzten Wochen schwemmte über ihn herein und er wollte in diesem Augenblick nur jemanden
dafür leiden lassen. Daher wählte er seine weiteren Worte auch mit kalter Berechnung.
Wenn es sich nicht um eine achso-heldenhafte edle Gryffindor handeln würde, könnte man
denken, ihr Verhalten wäre feige gewesen. Hermina lief rot an und walte ihre Hände zu
fäusten. Ich bin nicht feige, stellte sie klar. Und eigentlich hatte ich gedacht, dass jemand
wie du es am besten wüsste, dass manches anscheinend feige Verhalten sehr, sehr viel
Mut benötigt. Das hatte gesessen. Auch Severus' Gesicht überzog sich nun mit einer feinen
Röte, als er sehr beherrscht zischte. Das war etwas ganz anderes. Ach ja, das sehe ich
nicht so, aber vielleicht kannst du ja in einer ruhigen Minute darüber nachdenken. Sie
konnte schon fast so sakastisch sein wie er. Nicht gut. Ich habe behaftlich genug nachgedacht
nach deinem Verschwinden und ich weiß, dass du einfach abgehauen bist mit Sack und Pack.
So einfach gab er sich nicht geschlagen. Ohne ein Wort, ohne die Möglichkeit mich zu erklären.
Seine lange Nasenspitze berührte fast die Ehre. Ich habe dir einen Brief geschrieben.
Aha, sie war so eben in die Defensive geraten. Sehr gut.
Einen Brief. Was ist schon ein Brief? schnaubte er verächtlich. Ich will, dass du mir die
Sachen sagst, die dich stören oder belasten. Das sind übrigens deine eigenen Worte, Miss
Granger. Ich will, dass wir uns streiten, dass wir miteinander ringen und wenn es sein
muss, darfst du auch kreischen und heulen, kratzen und beißen oder was Frauen sonst so
tun, wenn ihnen die Argumente ausgehen. Mir gehen nicht die Argumente aus. Hermines Stimme
wurde schrill. Na dann ist es ja gut. Schau sehr giftig zurück. Es ist mir egal, wie du
reagierst. Ich ertrage alles. Aber geh nie mehr. Einfach so weg.
Sie schaute ihn lange mit zusammengepressten Lippen schweigend an. Ihre Funken sprühen
den Augen, bohrten sich in seine und man sah es hinter ihrer Stirn arbeiten. Schließlich
fragte sie sehr leise und mühsam beherrscht. Warum bist du hierher gekommen?
Er brauchte nicht lange zu überlegen. Das ist ganz einfach. Sein Ton war immer noch
schneidend und von kühler Beherrschung durchdrängt. Weil ich keinen einzigen verfluchten Augenblick
mehr länger ohne dich aushalte. Verdammt. Ich brauche dich und ich will dich mehr als
mein Leben, Hermine Granger. Und wenn ich dich nicht augenblicklich wiederhaben kann, dich
halten und küssen kann, werde ich verrückt. Das schwöre ich bei allem, was mir heilig
ist. Hermines Augenbrauen wanderten vor Erstaunen nach oben. Aber nur so lange wie es dauerte
seine Worte und sein Tonfall voneinander zu trennen, dann wurde ihr Blick weich und bekam
etwas warmes, glitzendes. Und deine Zweifel, murmelte sie fragend und schaute ihn unsicher
an. Zweifel, erfuhr sich müde über die Augen. Zweifel, was uns beide angeht, werde ich immer
haben. Ich werde es nie verstehen, dass sich jemand wie du mit einem wie mir abgibt. Ich
werde immer wieder ratlos, unsicher und misstrausch sein, weil ich keinerlei Erfahrungen mit solchen
Beziehungen habe, weil wir so unterschiedlich sind und leider auch in vielem sogleich. Sie
grinste ihn schief an, nickte einige Male verstehend, bevor sie sich schließlich einen
Ruck gab und ihre Arme fest um ihn herumschloss, ihren Kopf an seine Brust legte und tief sorgte.
Ich habe auch keine Erfahrungen mit einer so engen Beziehung Severus, flüsterte sie.
Und auch mir macht dieses Glück, dass ich im letzten Jahr erfahren durfte, manchmal
ziemlicher Angst. Sie säufzte nochmal. Es tut mir leid. Das war eigentlich alles,
was er hören wollte. Wenn sie ihre Fehler zugeben konnte, dann durfte er es auch. Mir tut es
auch leid. Ich hätte dich mir unterstützen und meine Gedanken mit dir teilen sollen.
Er küsste zärtlich ihren Nacken und lächelte in sich hinein, als er die feine Gänsehaut
bemerkte, die diese Liebkosung bei ihr auslöste. In ihm bereitete sich ein sehr angenehmes Gefühl
der Zufriedenheit aus, als wenn es völlig ausreichen würde, dass sich ihr schmaler warmer Körper
fest an seinen Presse, dass er endlich wieder ihren Duft tief einatmen durfte und so die
Gewissheit hatte, dass er zu Hause angekommen war.
Ihr schien es ähnlich zu gehen, denn eine ganze Weile war es sehr still, nur das Nah
Meeresrauschenbar zu hören, bis dass sie sich vorsichtig von ihm wegschob und ihm in die Augen
sah. Möchtest du einen Tee mit mir trinken, Severus? Sehr gerne. Wenn du es vorher einrechnen
könntest, mich endlich zu küssen. Sie lachte hell auf, was nun wiederum ihm eine wohlige
Gänsehaut verschaffte. Dann stellte sie sich auf die Zehenspitzen und schlange ihre Arme
um seine Nacken. Es ist mir ein Vergnügen. Sie schmeckte immer noch so gut, wie sie
roch und sich anfühlte. Schnell war der Kurs voller Leidenschaft und Verlangen.
Das mit dem Tee warf Severus ein, nachdem sie bereits auf das Sofa gesunken waren.
Welcher Tee fragte Hermine verwirrt und schob sich einige wilde Haarstrennen aus dem Gesicht.
Du hast mir einen Tee angeboten, weißt du noch, half Severus, ihr auf die Sprünge,
bevor er seine Hände unter ihr Top gleiten ließ.
Ach ja, ich glaube, ich erinnere mich wieder, gab Hermine zu, die gerade ihre ganze Aufmerksamkeit,
den vielen Hemdknöpfen widmen musste. Was ist mit dem Tee? Ich glaube, wir sollten
ihr noch etwas verschieben, wenn es dir recht ist. Severus hatte bereits das dünne Top überwunden
und nestelte an ihrem BH-Verschluss.
Gibt es denn dann etwas anderes, das sich dir anbieten kann, wollte Hermine leicht
atemlos wissen, als er mit seinem Vorhabenerfolg hatte.
Schön, dass du es ansprichst, ich habe da etwas ganz Bestimmtes im Sinn, dafür sollten
wir aber einen Ortswechsel vornehmen.
Und einen Stelle Zauber über das Schlafzimmer legen, denn der Hausmeister wollte heute
noch vorbeikommen und die Schlüsselübergabe morgen klären, Hermine zog ihn bereits vom
Sofa hoch.
Den hast du also vorhin so freudig erwartet. Ein eifersüchtiger Stich in Severus' Brust
war nicht zu ignorieren.
Aber natürlich, er ist ein Bild von einem Mann und ich arbeite schon die ganzen drei
Wochen daran, ihn rumzukriegen. Sie schenkte ihm einen verschwörerischen und eindeutig
verruhten Blick.
Was ist das denn für ein Idiot, der dir drei Wochen lang widerstehen kann, wollte
Severus wissen und küsste sie mal kurz schwindlig.
Du hast mir fast ein Jahr widerstanden, erinnerte ihn Hermine, als sie wieder zum Atem gekommen
war und endlich die Tür zum Schlafzimmer erreicht hatten.
Ich bin ja auch Meister der Selbstbeherrschung. Ein arrogantes Grinsen zupfte an seinen
Lippen und erfasste sie kurze Hand unter den Knien und unterm Nacken und nahm sie auf
seine Arme, um sie nach wenigen Schritten schwungvoll auf das Bett zu werfen.
Severus, du Meister aller Klassen, das ist kein magisches Bett, rief Hermine lachend
und hielt ihm lockend ihre Hand entgegen.
Komm, ich hab dich vermisst.
Bestimmt nicht so wie ich dich, murmelte der Tränkemeister und folgte der Einladung
aus vollem Herzen.
Als sie nach geraumer Zeit tatsächlich teetrinkend im Wintergarten saßen, erzählten sie sich
gegenseitig die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Wochen.
Hermine hatte wie angekündigt ihre Meisterarbeit beendet und sogar schon einiges für ihr Zauberkunst-Praktikum
vorgearbeitet.
Sie war zufrieden mit sich, denn sie hatte die Zeit genutzt, war viel geschwommen und
gewandert und hatte ihre Gedanken geordnet.
"Kein Wunder, dass du so braun bist und man all deine Sommersprossen sehen kann",
war Severus' neidischer Kommentar.
Zur Strafe musste er fast jeden einzelnen der kleinen frechen, braunen Fleckchen auf
ihrer Nase küssen.
Dann erzählte er ihr Stolz von seinen strategischen Glanzpunkten, was die Hochzeit anging.
Sie war sprachlos, was ihn etwas unsicher machte, daher musste er sich schnell vergewissern
"Du willst mich doch noch heiraten, oder?"
Sie schluckte schwer und austraten ihr Tränen in die Augen, als sie leise antwortete "Mehr
als sie immer zuvor, Severus.
Aber nur wenn du es auch willst", sie schaute ihn mit bangem Blick an.
"Ach, zu Not", sorgte er theatralisch, was ihm einen dicken Knuffer und einen noch
dickeren Kuss einbrachte, als er über ihren Gesichtsausdruck lachen musste.
"Vielleicht sollte ich doch den Hausmeister fragen", schmolte Hermine.
"Nein, das kann ich nicht zulassen, denn wenn es der alte Mann ist, der da unten den
Hügel hinauf keucht, dann wird dein Temperament ihn noch vor der Hochzeit ins Grab bringen.
Bisher war ich der Ansicht, dass ich auf ältere Männer einen eher belebenden Eindruck habe,
empörte sich Hermine gespielt und ließ ihren Blick provozierend zu seiner Mitte wandern.
Ich kann leider nicht für alle alten Männer sprechen, aber ich gebe zu, bei mir wirkst
du sehr anregend", gab Severus zu und küsste sie zärtlich auf ihren lachenden Mund.
"Wenn du ihm aufmachst, frag ihn doch, ob wir noch bis Montag früh hier bleiben können.
Ich müsste erst zum Nachmittagsunterricht zurück sein."
Hermine schaute ihn erstaunt an und hob amüsiert einer Augenbraue, dann nickte sie zustimmend
und ein breites Grinsen breitete sich in ihrem Gesicht aus, bevor sie aufstand, um dem Hausmeister
die Tür zu öffnen.
Sie verbrachten eine sehr angenehme und abwechslungsreiche Zeit in dem kleinen Ferienhaus am Meer.
Es gehörte übrigens Freunden ihrer Eltern und wurde von diesen nur zu den großen Ferien
genutzt.
Sie waren sich einig, dass dies nicht der letzte Besuch am Mittelmeer war, vor allem,
da Minerva am Montagabend begeistert feststellte, dass ihr Tränkemeister Farbe bekommen hatte,
richtig erholt außer und nur noch halb so übel lau nicht wie in den letzten Wochen birgte.
Meine Tatsache, die aber vor allem Hermine zuzuschreiben war, denn mit ihr an seiner Seite waren sogar
Hogwarts kalte Winter deutlich wärmer, ihr fand.
[Musik]
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