Another love - Albus & Minerva - FanFiction - Harry Potter Hörbuch
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Ich muss zuerst anhören, unten in der Beschreibung habe ich Ihnen verlinkt, "Another Love" von Tom Odell. Viel Spaß!
Als Elvis Dumbledore in seinem Bett erwachte, war es ein Morgen wie jeder in seinem tristen Leben.
Tief atmete er durch, unterdrückte ein erschöpftes Seufzen und starte für einen momentlang leer auf den Baldachien des Himmelbettes.
Kühle Sonnenstrahlen kämpften sich durch die geschlossenen Vorhänge und er führte sich so leer und kalt, wie er es schon so lange tat.
Nichts konnte seinen Zustand heilen, nichts bessern oder ihm ein wunderschönes Trugbild vorgaukeln.
Es war Dezember 1945 und bitterkalt häufte sich der Schnee auf den Ländereien von Hogwarts und auch sein Herz war von der Kälte ergriffen und wurde nicht mehr losgelassen.
Noch vor einem Monat hatte er es nach einem bitterlichen und langjährigen Kampf endlich geschafft, den größten schwarzen Magier der jüngsten Geschichte zu besiegen.
In seinem Kampf gegen Gellert Grindelwald war er weit über seine Grenzen hinausgegangen, hatte Magie entfesselt, von der er noch nicht einmal er selbst gewusst hatte, dass er dazu im Stande war, sie zu nutzen.
Er hatte sich selbst und ihn übertroffen und ihn zur Strecke gebracht. Ein andauernder Krieg zwischen den Welten war endlich mit einem Schlag beendet und die Magische, aber auch die Mugglwelt, begannen nun langsam damit zu heilen.
Als er Gellert am Boden gesehen hatte, ihm den Elderstab genommen, seinen Sieg für einen kurzen Moment in einem süßen Genuss gekostet hatte, kam der bittere Geschmack sofort und brannte widerlich in seiner Kehle.
All seine Gefühle waren zerstört, sein Herz zerschmettert. Alles hatte dieser Mann und diese verzweifelte und zukunftslose Liebe aus ihm herausgepresst, bis nichts mehr in ihm übrig geblieben war als eine gebrochene Seele und ein verwundetes Herz.
Tatenlos, schon nah zu ihm schock, hatte er zu gesehen, wie Gellert abgeführt und für immer in seinem eigenen Schloss Nomengard weggesperrt wurde. Und all das war so plötzlich so abrupt, er hatte nicht mit seinem Überleben gerechnet und er hatte sich verloren gefühlt, fühlte sich immer noch, als würde er in tiefster Schwerze wandeln und seinen Weg nicht finden.
Er sah nichts mehr, nur Dunkelheit und das Ungewisse. Die Welt heilte, doch wer halte ihn? Es gab nichts und niemanden.
Eine leichte Bewegung neben ihm holte ihn aus seinen trüben Gedanken und er wandte seine blauen Augen auf sie, Minerva McGonagall, oder besser Minerva Dumbledore.
Es hatte nicht einmal eine Woche nach seinem Sieg gewährt, da hatte er sie sich zu seiner Frau genommen. Es kam nicht nur für jeden den Erkannte und der medialen Presse überraschend, sondern auch für Minerva selbst.
Er hatte schon immer bemerkt, dass sie mehr für ihn fühlte, schon damals zu ihrer Schulzeit.
Als Kollegen und im gemeinsamen Kampf gegen die dunklen Mächte war sie ihm näher gekommen, als sie es sollte, obwohl er die Distanz zwischen ihnen immer bewahrt hatte.
Da war immer dieser schmale Grad zwischen ihnen gewesen, der sie einander nie näher hatte treten lassen, als lediglich vertraute Freunde.
Als er dann um ihre Hand angehalten hatte, erinnerte er sich gut daran, dass sie ihn nahezu verunsichert angesehen hatte, als würde sie es nicht glauben.
Doch sie hatte ihm das Jahrwort und ihr Versprechen geschenkt, weil sie ihn wahrlich und aus tiefstem Herzen liebte.
Für sie ging ein Traum in Erfüllung, und nun war sie an seiner Seite. Und doch gab es niemanden, niemanden für ihn nicht einmal sie.
Er beugte sich langsam zu ihr hinab und küsste ihre Schläfe, doch wie immer konnte er einfach nichts empfinden, so sehr er sich auch bemühte.
Er mochte ihren Duft, ihre Wärme und Nähe, und doch sein Herz ließ sie nicht herein, und das schmerzte ihm so sehr, dass er meinte, daran verbluten zu müssen.
Jeden Tag versuchte er sich etwas anderes einzureden. Er wollte sie lieben, er wollte etwas für sie fühlen.
Doch alles, was er sah und woran er denken konnte, war er gelert. Doch ihm wurde keine Zeit gegeben, darüber hinweg zu kommen.
Und Minerva hatte das nicht verdient, ihn nicht verdient oder gar seine verlogene Liebe.
Und sie war nicht dumm, natürlich merkte und spürte sie, dass diese Distanz selbst jetzt noch zwischen ihnen stand, obgleich sie Mann und Frau waren, so wie es erwartet wurde, so wie es vorgesehen war.
Doch bis auf diese eine Nacht nach ihrer Hochzeit hatte er sie nie wieder angerührt, und sie war jung, während er auf seine Mitte der Sechzig zuschritt, kein Alter für einen Zauberer, und obgleich sein dunkles Haar und sein Vollbad grauer durchwachsen waren, so hatte es seinem attraktiven Aussehen keinen Abbruch getan.
Doch sie war so jung im Vergleich zu ihm, und er wollte sie doch glücklich machen. Doch wer machte ihn glücklich? Sie bemühte sich jeden Tag um seine Gunst, und er konnte ihr das einfach nicht zurückgeben, noch nicht.
So öffzend wandte er sich von ihr ab und setzte sich auf die Bettkante von ihr abgewandt, während er sein Gesicht müde in seinen Händen vergrub.
Die Pflicht rief, und seine Arbeit als Professor und stellvertretender Schulleiter nahmen ihn so sehr ein, dass er ihr kaum begegnete, dass er vor ihr fliehen konnte, und sie ihn nur sah, wenn er es musste.
Musste er das wirklich? Nein, er wollte das. Er wollte sie sehen, doch es war nicht das, was er brauchte, oder?
Elbers flüsterte ihre sanfte Stimme, und er blickte auf, als er ihre Hand auf seiner Schulter spürte, spürte, wie sie sich von hinten so warm an ihn schmiegte, und ihm zum Morgen einen zarten Kuss auf seine Wange hauchte, den er zuließ, doch nicht wirklich genoss, obwohl er es mochte.
Es ist auch noch so früh und kalt, komm doch noch etwas zu mir. Er lächelte schwer, während er in ihre so schönen grünen Augen blickte. Sie hatte das nicht verdient.
Das geht nicht, Minerva, tut mir leid. Ich muss heute noch einiges erledigen und schaffen, meinte er ausweichend, und stand auf, sodass ihre Wärme von ihm glitt und ihn die Kälte sofort wieder einholte. Versuch noch etwas Schlaf zu finden.
Besorgt sah sie zu ihm auf, wie so oft, wenn er sie in dieser Art abwies. Er konnte den Schmerz und die Enttäuschung in ihren Augen erkennen, und das tat ihm so weh. Er wollte das nicht. Doch es war seine Entscheidung gewesen.
Er wusste, dass sie weinen würde, sobald er nicht mehr da war. Er wusste, dass sie trotz allem ihren eigenen Schmerz hinten anstellen würde, ihn fragen würde, geht es dir gut, Elvis? fragte sie leise. Es ist doch irgendwas. Du weißt, dass du mit mir reden kannst, und das nicht mit dir selbst ausmachen musst.
Ich weiß, sagte er mattlächelt, aber mir geht es gut. Lügen. Immer nur waren es Lügen, mit denen er sie vertröstete. Und das hatte sie nicht verdient. Aber er konnte es ihr nicht sagen, er schämte sich so sehr für seine wahren Gefühle.
Er wollte sie lieben. Er wollte sie lieben. Sie sollte bei ihm ein schönes Leben führen. Und das sollte ihr an nichts fehlen. Und doch verwerte er ihr die einzige Sache, die sie wirklich wollte. Ihnen.
And I wanna kiss you, make you feel alright. I'm just so tired to share my nights. I wanna cry, and I wanna laugh, but all my tears have been used up. On another love.
Als er den Eberkopf betrat, war es bereits sehr spät, und es war beinah schon eine schreckliche Routine für ihn. Er hatte seine Arbeit hinter sich gebracht, und dennoch konnte er nicht zu ihr. Er wollte ihr nicht begegnen und tat das, was er in seinem ganzen Leben schon immer am besten konnte, vor seinen eigenen Gefühlen und Problemen weglaufen.
Als er den düsteren Schankraum betrat, war zur heutigen Stunde keine Menschen Seele an den Tischen. Einzig sein jüngerer Bruder Aberforth, der diese schaurige Spellunke bewirtete, stand hinter seinem Tresen und hatte den Tagespropheten aufgeschlagen vor sich liegen. Er blickte nur kurz auf, als er eintrat und sich zu ihm gesellte.
"Wließt du vor dem Ruhm der Presse oder vor deiner Frau?" fragte er knurrig, während er ungefragt eine Flasche öffnete und seinem Bruder ein Getränk einschinkte. Mit einem finsteren Blick schoep er ihm die klare Flüssigkeit etwas derb über den Tresen zu, sodass sich der Inhalter ein wenig auf dem Holz verteilte.
Aber es fing das Glas ab und wicht den Blick seines Bruders aus. Normalerweise sprachen sie nicht sonderlich viel miteinander, doch scheinbar war Aberforth heute in streitsüchtiger Laune. Zu seinem Leidwesen wollte er doch nur ein paar Gläser genießen, um diese verfluchte Zeit zu überbrücken.
"Ich bin lediglich für einen ruhigen Abend bei dir, wich er ihm leicht aus und drehte das Glas in seinen Händen. Es gibt momentan viel zu tun. Das rechtfertigt natürlich, warum Nominerva ständig allein lässt, meinte er wie nebenbei und blätterte in der Zeitung herum. Macht sich ja einen guten Eindruck in einer frischen Beziehung."
"Ich lass sie nicht allein und bin danach gleich bei ihr", sagte Elbis nun ein wenig gereizter, als er es üblich war, und sein Bruder hob seinen Blick, um ihm einen unglaubigen Blick zuzuwerfen. Er solft das schwer und stemmte sich etwas auf.
"Ich bin ehrlich zu dir, Elbis. Minerva ist eine wahnsinnig tolle Frau, und sie liebt dich schon seit ich denken kann. Diese Frau hat alles für dich gemacht und dir mehr als einmal den Arsch gerettet. Und bei dir habe ich nie den Anschein erkennen können, dass diese Gefühle auf Gegenseitigkeit beruhnend.
Na, oh Wunder, du hast sie geheiratet, als die Presse in deiner dreckigen Vergangenheit gerührt hat, da man deinen glorreichen Sieg ja nicht ohne etwas Gossip stehen lassen kann. Und rate mal, welchem Pflichten du nicht nachkommst nach deiner plötzlichen Ehe."
Elbis hatte seinen Blick stur auf sein Glas gesenkt und antwortete seinem Bruder nicht. Sein Herz zog unangenehm in seiner Brust und ein miserables Gefühl brodelte in seinem Magen.
"Ihm war schlecht und sein Stressgefühl stieg auf ein ungesundes Niveau an, ein Zustand, in dem er sich selbst nicht gern sah, da es die einzigen Momente waren, in denen er sein Gesicht verlieren konnte. Er konnte kaum ein Wort von dem ertragen, was sein Bruder davon sich gab, und dennoch konnte er sein eigenes Wort nicht gegen ihn erheben. Was auch sollte er dem noch entgegensetzen? Es gab keine Argumente."
"Diese Frau ist kein verdammtes Ass, es war, welches dazu dient, deinen polierten Ruf zu retten und mir den Gerüchten aufzuräumen, dass du eigentlich, und im Grunde eines kranken Herzens selbst in den Arsch gefickt werden willst, flüsterte er aber vor, nun angebietet.
"Ich war da, Erbis, ich weiß, was zwischen dir und Grindelwald war, ich weiß, was ihr getan habt, und ich weiß, dass es nicht minerva ist, die du liebst und willst. Aber du warst schon immer ein so verdammtes schrecklicher Egoist, dass es dir doch egal sein kann, wenn eine andere Person unglücklich wird und jeden verdammten Tag um dich weint, wenn sie nur da ist, um das Bild eines perfekten Mannes aufrecht zu erhalten und ab und an deinen Druck zu meldern.
"Oder gehst du je in deine Abwesenheit auch noch fremd und lässt dich von irgendwelchen Kernen vögeln."
"Hör auf!" flüsterte Erbis bebend und seine Stimme war brüchig. Er drohte zu zerbrechen, an all den Worten, an all den Wahrheiten, und dennoch stimmte nicht alles.
Wie verzweifelt er auch war, er würde nicht losziehen, um bei jemand anderem im Bett zu schlafen.
Doch was tat das noch zur Sache, wenn sein Bruder im Grunde recht hatte? "Du bist widerlich, Erbis," flüsterte erber fort, und Erbis nickte und er hob sich, ohne sein Getränk angerührt zu haben.
"Ich weiß."
"Wenn du ein Mann von Anstand wärst, würdest du sie verlassen," legte er noch nach, da hatte Erbis sich schon abgewandt und war an der Tür stehen geblieben.
"Es wird dir weh tun, doch sie wird über den Schmerz hinwegkommen und sehen, was für ein verlogener Stück Scheiße du warst."
Nun brannte in seiner Kehle eine unerträgliche Wut, und ein Druck keimte in seiner Brust auf, den er immer und zu jeder Zeit versuchte, unter Verschluss zu halten.
Er wollte nicht so sein, wenn seine schrecklichsten Seiten zum Vorschein kam.
Doch er konnte seine Worte einfach nicht mehr halten, und sie kamen wie purest Gift von seinen Lippen.
Es steckte immer unter seiner Haut und wollte nun endlich ans Licht. "Zuh!" Das sagt genau der Richtige, der ein Mädchen schwengert und sie deswegen in Schande fortgeschickt wird.
Jämmerlich er säuft und ein Sohn so misshandelt wird, dass er qualvoll an seinem Obskurus verreckt, stieß er zornig hervor und würbelte zu seinem Bruder herum, der ihm star entgegenblickte.
Auf Elbas flüsterte er, doch Elbas dachte nicht daran. Er wollte seinen Bruder verbal verletzen, denn er wusste, dass er ihm anders nicht gewachsen war.
Weswegen? Die eigene Wahrheit ins Gesicht gesagt zu bekommen, ist schwer, oder? Was war das für ein Gefühl für dich, dass auch du nur ein verdammter Versager warst und deine Taten meinen in nichts nachstehen?
Als Maul, schrie er aber fort, und seine Faust traf ihn mit ganzer Wucht und ungezügelt. Elbas schmeckte das Blut und den Schmerz, doch kein Laut kam von seinen Lippen.
Er blickte lediglich mit einem schweren Lächeln zu seinem Bruder hinab, der nur schwer atmen konnte.
Es war jedoch nur eine kurze Genugtuung, für einen schwachen Moment. Er wandte sich von ihm ab und verließ den Eberkopf ohne ein weiteres Wort, trat an die eisig kalte Luft, die seinen Verstand abkühlte, und er sah, wie widerlich er wirklich gewesen war.
Doch sein Zorn war noch lange nicht verraucht, und noch in diesem Zustand machte er sich auf den Weg zurück nach Hogwarts.
Als er seine Wohnung in Hogwarts betrat, war Minerva noch wach und las ein Buch vor dem brennenden Kamin. Er warf ihr ohne Begrüßung einen knappen Blick zu und seinen Umhangforsch über den Kleiderhaken.
Ihre grünen Augen weiteten sich ansetzt, als sie sein Blut an der Nase sah, legte ihr Buch weg und stand eilig auf.
"Albass, wo Merlin was ist denn geschehen?" fragte sie, sorgenvoll.
Doch er schob sie von sich weg, sodass sie sogar etwas taumeln musste.
"Nichts, ich geh zu Bett", gab er ihr nur unwischt zur Antwort.
Er hatte keinen Bedarf an noch einer Konfrontation und wollte nur das Blut abwaschen und zu Bett.
Als er schon die Tür erreicht hatte, hörte er ein leises Schluchzen
und blieb in einer unbewusst rohe vollen Haltung stehen.
Er wollte nicht, und dennoch drehte er sich halb zu je zurück,
sah wie sie da stand, wo er sie weggestoßen hatte.
Sah wie heftig sie versuchte, ihre Haltung und ihre Beherrschung zu bewahren,
sie jedoch klärglich scheiterte.
Sah wie ihr Schmerz über Hand nahm und sich nicht mehr hinten anstellen lassen wollte.
Tränen funkelten endlos auf ihren Wangen.
"W-Warum?" flüsterte sie Schluchzen.
"Warum tust du das alles? Warum tust du mir das jeden Tag an?
Was mache ich falsch? Warum hast du mich überhaupt geheiratet, wenn du nicht doch offensichtlich gar nicht liebst?"
Sie kniff ihre Augen zusammen und er konnte sie nicht so sehen.
Es tat weh. Es tat ihm weh, denn er wusste, dass er schuld an ihrem Schmerz war.
Er wollte zu ihr und sie trösten, doch alles, was er tat, war seine Mauer nur zu erhöhen
und sie noch mehr zu verletzen, obwohl sie es nicht verstand.
"Was erwartest du von mir, Minerva? Dass nach all dem, was geschehen ist,
alles sofort auf normal zurückgehen kann und das Leben schön und einfach ist?" fragte er aufgebracht.
"Liebst du mich?" fragte sie leise und das machte ihn nur zorniger.
"Was ist das für eine Frage?"
"Eine Berechtigte!" schrie sie ihn nun so heftig an, dass er tatsächlich vor ihr zurückzuckte und seine Lippen erschrocken schloss.
"Verdammt, Albus! Ich habe dich immer geliebt und nie dachte ich, dass du meine Gefühle erwidern könntest.
Als dann aber dein Antrag kam, dachte ich, du hättest es dir verboten aufgrund der drohenden Gefahren.
Ich war so verdammt glücklich. Aber wir sind nicht einmal einen Monat verheiratet
und du hältst mich genauso weit von dir wie vor unserer Ehe, wenn nichts gar noch mehr.
Warum hast du mich geheiratet? Warum, Albus? Liebst du mich überhaupt?"
Albus starte sie nur schweigsam an und er war wie er start.
Noch nie hatte er Minerva so aus der Haut fahren sehen, sich in ihrer Wut verlieren sehen, noch nie hatte sie ihn angeschrien.
Er bebte, doch nicht mehr im Zorn, es war Angst.
"Ich, ich, ich!" bekam er kaum ein Wort über seine Lippen,
obgleich es ihm zuvor so leicht gefallen war, sie zu verletzen.
Und das wollte er doch nicht, er wollte nicht, dass sie wegen ihm litt und dennoch tat er es immer und immer wieder.
Er machte sie täglich unglücklicher und hoffte, dass sie das schon irgendwie ertragen würde.
Aber das ertrug niemand auf Dauer und er war so blind und scheißlich.
"Liebst du mich?" schrie sie ihn noch heftiger an.
"Sag es mir, liebst du mich! Ich versuche es doch!" schrie er nun heftig aus
und warf seine Arme in einer verzweifelten Wut über seinen Kopf.
"Ich versuche es wirklich, Minerva, ich, ich, ich will dich, lieben Minerva!
Verdammt, verdammt, verdammt!"
Seine Faust traf das Holz der Tür und er stemmte sich daran ab, vergruppen seine anderen Hand sein Gesichterin.
Tränen ranne nun über seine Wangen, vermischten sich mit seinem Blut und sein ganzer Leib wurde in Gram und Schande geschüttelt.
"Ich habe deine Gefühle schon so lange bemerkt und ich habe so gehofft, dass, wenn mich jemand heilen kann,
wenn mir jemand helfen kann, nicht ich zu sein, du es wärst.
Ich, ich habe so sehr versucht dich zu lieben, etwas zu fühlen, aber immer wenn du meine Nähe suchst,
mich berührst, küsst und mehr willst als ich es will, da fühle ich, dass es nicht das ist, was ich fühlen soll.
Da ist nichts, nicht dieses Kribbeln, nicht diese Freude und dennoch liebe ich dich, deine Nähe und Wärme.
Ich bin so verwirrt, ich fühle mich so verloren und gefangen in den Gefühlen, die mich widerlich und unnatürlich machen.
Weil es er ist, der mein Leben jagt, er ist es, der mein Herz irreparabel beschädigt hat, wegen dem ich nicht lieben kann,
nicht fühlen kann, was richtig wäre, nämlich die Liebe zu dir.
Ich liebe dich, Minerva, aber nicht, noch nicht so, es tut mir so leid."
Aufgelöst in seinen Tränen stand er einfach nur da und konnte sie nicht mehr ansehen.
Die Wahrheit schmerzte ihn, wie würde sie sich dann fühlen? Er konnte sie nicht ansehen.
Er schämte sich so schrecklich für das, was er war und was er getan hatte,
dass er in seiner verzweifelten Hoffnung normal fühlen zu können, ihr Leben bewusst zerstörte und ihre Gefühle im vollen Wissen mit seinen Füßen getreten hatte.
Einzig, weil er nicht wahrhaben wollte, dass er anders fühlte, anders liebte.
Doch stimmte das? Er wusste es doch selbst nicht. Er mochte ihre Nähe, ihre Arme, ihren Trost.
Merlin, selbst diese eine Nacht war wunderschön und doch so falsch. Er liebte sie, aber nicht, wie es von ihm erwartet wurde.
Und das tat ihm so verdammt weh, dass er sie in seine persönliche und verruchte Agenda hineingezogen hatte.
Und wenn jemand dich zerstört, will ich dich fressen.
Aber meine Hände haben mich verbraucht, zu viele times.
Also werde ich meine Stimme verarschen. Ich werde so verdammt weh, dass sie immer gewinnt sind, aber ich weiß nicht, was ich lose.
Und ich würde ein Song singen, das nur wir sind.
Aber ich habe ihn alle zu einem anderen Herz gesagt.
Und ich möchte kreieren. Ich möchte lernen, zu lieben.
But all my tears have been used up on another love.
Als er ihre warme Hand an seiner Wange spürte, war es keinen Schlag, der ihn traf, obgleich er diesen mehr als nur verdient hätte.
Bebend öffnete er seine brennenden Augen und blickte voller Kummer und Schuld auf sie hinab.
Sie weinte immer noch stumm, doch ihr Blick zeugte von etwas, was er nicht meinte, verdient zu haben. Verständnis.
Er sah immer noch, dass sie schwer verletzt war und dass sich er nicht mit einer Erklärung wieder geheilt werden könnte,
doch er hatte sich ihr endlich geöffnet und ihr ehrlich offenbart, was er wahrlich fühlte und was eben nicht.
All die Differenzen und verhärteten Fronten waren aufgebrochen und er fühlte, dass auch sein Herz in Trümmern vor ihr lag und sie einfach eintreten konnte.
Zittent hob er seine Hand und wischte ihre Tränen fort, dann senkte er seinen Blick.
"Es tut mir so. So leid mir Nerva", wimmerte er bitte.
"Ich hatte wirklich gehofft es."
"Nicht", flüsterte sie leiser. "Ich verstehe es nun endlich, Albus. Ich verstehe."
Sie strüch über seine Wange, seinen Bad und nahm schließlich seine Hände in ihre hinein.
Sie fühlten sich warm an und sicher. Nie hatte er offen über das gesprochen, was er fühlte.
Es war immer gegen die Natur, es war gegen alles, was von einem Mann erwartet wurde.
Es war verboten und er wollte nicht ausgestoßen werden, doch er konnte seine Gefühle nicht ändern.
"Ich bin widerlich", flüsterte er bitter.
"Das bist du nicht", sagte sie nun bestimmt und drückte seine Hände.
Gefühle fragen nicht danach, ob jeder damit einverstanden ist.
Liebe fragt nicht danach, ob sie gestattet ist. Sieh mich bitte an, Albus.
Schwer nur hob er seinen Blick und begegnete ihrem so schönen Lächeln
und diesen tiefgrünen Augen, in denen er sich immer schon verlieren konnte.
Er konnte sehen, dass all das bei ihr sicher war. Sie ihn nicht verurteilte und ihn verstand, ausgerechnet ihn.
"Du hättest dich mir anvertrauen können, dann wären wir sicher zu einer anderen Lösung gekommen, als dich in etwas zu zwingen, was du nicht willst.
Was für eine Qual muss es gewesen sein, mit mir zu schlafen und diese Fassade aufrecht zu erhalten.
Aber was ich hätte es verstanden, wenn du es mir gesagt hättest.
Ich wollte dich nicht verletzen und habe dabei genau das getan.
Mehr als einmal, zu oft, flüsterte er beschämt.
Ich hatte nur so eine schreckliche Angst und gehofft, dass eine Ehe mich heilen könnte.
Dass ich deine Gefühle irgendwie erwidern und all das hinter mir lassen könnte, was mich so schrecklich verfolgt.
Ich weiß nun, dass ich mir selbst hätte Zeit geben müssen.
Aber ich stand unter einem solchen Druck.
Ich hatte Angst, dass alle Welt herausfinden würde was, was ich wirklich fühle.
Du bist eine so wundervolle Frau, Minerva, so wunderschön und hast für meine größten Fehler Verständnis.
Und irgendwo tief in mir drin sind Gefühle da, aber es geht noch nicht.
Tief atmete er durch.
Ich möchte dir nicht noch mehr wehtun.
Es ist genug.
Wenn du gehen möchtest, darfst du das tun.
Ich setze dich frei.
Du sollst dich nicht gezwungen fühlen, bei mir zu bleiben.
Schwer wandte er sich von ihr ab, doch sie griff nach seiner Hand und hielt ihn zurück.
Er schöpft, drehte er sich zu ihr um und war wie er start, als sie zu ihm trat und ihn warm und innig in ihre Arme hinein zog.
Für einen Moment wusste er einfach nicht, wie er reagieren sollte, doch die Tränen brannten erneut so stark und er bekam kaum Luft.
Schlurzend erwiderte er die Umarmung und vergrub seinen Gesicht an ihrer Schulter.
Und er weinte all die Tränen, die er unter Verschluss gehalten hatte, die er nie zugelassen hatte,
denn er wusste, dass sie bei Minerva sicher waren und sie sie auffangen würde.
Es tut mir so leid, wiederholte er leise und Tränen erstickt.
Wirklich, Minerva, ich liebe dich wirklich irgendwie.
Ich kann nur nicht, ich verlass mich nicht.
Ich verlasse dich nicht, Erbus, flüsterte sie und strich beruhigend über seinen Rücken und seine Nacken.
Ich bin da, es ist schon gut.
Er wollte widersprechen, er wollte sie daran hindern, den größten Fehler ihres Lebens zu begehen.
Er wollte, dass sie ihn verließ und glücklich wurde mit einem anderen Mann, der sie wirklich wahrlich lieben könnte.
Ihe eine Zukunft, eine Familie schenkte, vielleicht auch Kinder, all das, was sie vermutlich mit ihm niemals haben würde.
Doch er blieb stumm, denn noch größer wuchs eine Angst davor, dass sie ihn wirklich endgültig verließ und aus seinem Leben verschwand.
Er hatte Angst, er war ein Feigling, als sie sich löste und zu ihm aufsah, lächelte sie erschöpft.
Wenn du es wünschst, Erbus, halten wir diese Fassade aufrecht. Doch du musst nichts tun, was du nicht willst, flüsterte sie ernst und so tapfer.
Sie tat das wirklich für ihn. Er wusste, dass sie ihn so verdammt liebte und das alles aufgeben würde, nur um ihn zu schützen und bei ihm zu sein.
Langsam beugte er sich zu ihr hinab und Minerva zuckte etwas zurück, als sie bemerkte, was er vorhatte.
Doch ihr Widerstand war nicht sonderlich standhaft, als er sie vorsichtig küsste.
Der Kuss war warm und er fühlte sich anders an als die Male zuvor, vielleicht weil er nun endlich sein durfte, wie er war und sie das verstand.
Erbus hauchte sie unsicher gegen seine Lippen und sah verzweifelt zu ihm auf.
Du musst das nicht. Ich weiß, aber ich wollte es, mummelte er traurig.
Meine Gefühle sind für mich so schrecklich verwirrend. Minerva, ich mag es so sehr, wenn du bei mir bist, wenn wir beieinander schlafen und ich dich neben mir fühlen kann.
Das alles ist echt. Ich mag deinen Duft, deinen Geschmack. Ich bin nur so unsicher und habe Angst dir weh zu tun.
Ich verstehe mich selbst nicht. Doch bitte, du musst dir das nicht antun.
Ich weiß, wie er holte sie läch in seine eigenen Worte, aber ich will es.
Ich möchte ein Song singen, das nur uns ist, aber ich singe ihn allen zu einem anderen Herz.
Und ich möchte schreien, ich möchte ein Lauf fallen, aber alle meinen Tieren wurden auf einem anderen Lauf verwendet.
Erbis wusste nicht, ob er richtig gehandelt hatte. Er lag mit Minerva nach diesem kraftraubenden Geständnis gemeinsam im Bett, doch obgleich sein Körper dringend Schlaf verlangte, konnte er ihn nicht finden.
Er hielt sie eng umschlungen und nah bei sich, damit er all ihre Wärme für sich aufnehmen und ihr diese Zeit gleich spenden konnte.
So lange hatte er sie von sich gehalten und ihr nie die Wärme gegeben, die sie gebraucht hatte.
Es war vermutlich auch erneut eine egoistische Entscheidung gewesen, zuzulassen, dass sie sich dieser seltsamen Ehe und Beziehung verschrieb, nur um ihn nicht zu verlassen.
Doch er wollte alles tun, damit sie sich nun glücklich fühlte. Er wollte sie nicht mehr von sich halten, zumindest bis zu seiner eigens komfortablen Grenze.
Bereit mit ihr intim zu werden, das schaffte er einfach noch nicht, obgleich er es versuchen wollte, dass es irgendwann vielleicht geschehen könnte, ungezwungen und wenn die Zeit es zuließ.
Seine Gefühle waren an Gellert verbraucht und er benötigte Zeit, sein Herz wieder heilen zu können.
Er hatte in einem Monat einfach zu viel von ihr und von sich selbst erwartet, was nicht realistisch umsetzbar gewesen war.
Wie sollte es in so kurzer Zeit möglich sein, was mehrere Jahrzehnte zerbrochen hatten?
Dabei hatte er ihr so heftig weh getan, dass er sich immer noch schuldig fühlte und diese Schuld auch nie vergehen würde.
Doch er mochte Minervas Nähe, er liebte ihre Hände, wenn sie ihm Zuneigung schenkte, er wollte sie um sich herum haben, es konnte nicht alles in ihm verloren sein.
Nur hatte er so viele Jahre seines Lebens gelitten, an einer Liebe, die ihn zerstört hatte und die Minerva mit ihm gemeinsam wieder aufbauen wollte.
So öffzend schloss er seine Augen und schmiegte sein Gesicht in ihr Haar hinein. Sie war seine andere Liebe und vielleicht gab es nicht die Liebe auf den ersten, aber auf den zweiten Blick.
Ich liebe dich, Minerva.
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