Verlieben für Fortgeschrittene 28/36 🔥 Snamione - FanFiction - Harry Potter Hörbuch
Über diese Folge
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Das ist der zweite Teil der "Verlieben für"-Reihe. Hier kannst du den ersten anhören: https://youtu.be/tldZi-M2o-M?feature=shared
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mit der neuen Folge "Blomos".
Verlieben für Fortgeschrittener von Eva Imst-Tochter, Kapitel 28, der Lotus-Trank.
"Emoji of the Day", eine Lotus-Blume, postet sie gerne unten in die Kommentare.
Danke euch.
Es waren wirklich eine Menge denkwürdiger Dinge geschehen, in diesem ganz besonderen
zweiten Jahr ihrer Meisterzeit, aber das Animalischste, an das er sich erinnern konnte, trug
sich im Spätherbst Ende Oktober zu.
Als einer ihrer Abschlusstränke in ihrer Meisterzeit war nämlich der Lotus-Trank vorgesehen.
Ein Trank aus der Gruppe der Illusionstränke.
Er hatte die wunderbare Eigenschaft, vollkommen unberechenbar zu sein, jedenfalls was seine
Nebenwirkungen während des Brauvorganges betraf.
Es gab belegte Berichte, dass er in seltenen Fällen ohne jede bemerkenswerte Auswirkung
sein konnte, dass er aber genau, gut, stark, berauschende und belebende Eigenschaften besitzen
konnte oder Trauer und Wut hervorzurufen vermochte oder aber, dass er 100 weitere gefürchtete
oder ersehnte Effekte beim Brauer erreichen konnte.
Es hing immer mit dem Brauer zusammen, mit seiner Psyche, seinem Charakter, seiner
Libido, seiner ganzen Persönlichkeit eben.
Zudem war er irrsinnig kompliziert und bedurfte einer hohen Konzentration und fachlichen
Geschicklichkeit und Kompetenz.
Daher stellte er für alle Meisterschüler eine besondere Belastungsprobe da, wer den
Lotus-Trank richtig oder gar perfekt brauen konnte, hatte im Grunde schon sein Meisterstück
abgelegt.
Sein Gelingen, unter welchen Bedingungen und Herausforderungen auch immer er entstand,
konnte man sehr einfach an der nach einer Reifung von zwölf Stunden Eintretenden goldgelben
Farbe und seinem wundervollen Effekt erkennen.
Mit nur einem Tropfen richtig gebrautem Lotus-Trank hafteten keinerlei Rückstände mehr an den
damit behandelten Kesseln für die Dauer mindestens eines Jahres.
Also wer in seiner Meisterlehrzeit einen gelungenen Trank herstellen konnte, brauchte
sich die nächsten 10 oder 20 Jahre keine Gedanken mehr um die Reinigung seiner Gerätschaften
zu machen.
Er hatte schon Wochen vor dem eigentlichen Brautermin ein mulmiges Gefühl gehabt, was
diesen Trank anging.
Dies aber natürlich tunlichst vor Hermine zu Verbergen versucht.
Mit seiner Verdrängungstaktik war es allerdings endgültig vorbei, als sie ihn eines Abends
zaghaft gefragt hatte, wie denn seine Reaktion auf den Trank gewesen war.
Sie hatten sich gerade zärtlich geliebt und erheb sie noch immer fest in seinen Armen,
als ihre Frage ihn bis ins Innerste traf.
Lange hatte er sie durch das Halbdunkel des Zimmers gemustert und wollte bereits eine
ausweichende oder abwiegelnde Antwort geben, als er sich besannen und ihm mit leiser Stimme
davon erzählte, wie er es beinahe nicht mehr geschafft hatte, gegen diese Tiefe, sich
selbst verachtende Traurigkeit in sich anzukämpfen, die nicht wusste, ob sie zu grenzenloser
Wut oder zu einem alles zerstörenden Selbsthass werden sollte.
Sie hatte sich schließlich für die Wut entschieden und, dass das Labor seines Meisters
heil geblieben war und nicht in Schutt und Asche gelegen hatte, war ein wirkliches Wunder.
Der Trank war gelungen, er allerdings konnte zwei volle Wochen nicht arbeiten, seine Hände
hörten nicht auf zu zittern und eine dauernde Übelkeit durchdrehen seinen ganzen Körper.
Er ekelte sich vor sich selbst.
Den Trank hatte er nicht angerührt, ihn vielmehr bei der erst besten Gelegenheit in der Noctur
und Gasse für sehr viele Galeonen verkauft.
Wenn man außenreichend Schüler hatte, brauchte man sich keine besonderen Gedanken, um die
Reinheit seiner Kessel zu machen.
Sie hatte still seinen Ausführungen gelauscht, dabei immer wieder Sachte über seinen Arm
gestreichelt und schließlich sehr leise gefragt, ob er zu dieser Zeit schon zu den Todessern
gegangen war oder erst danach zu ihnen Kontakt gesucht hatte.
Nein, musste er zugeben, es war kurz nachdem ich das Mal erhalten hatte.
Ihre Augen hatten sich verdunkelt und sie hatte leicht genickt, ja, das hatte ich mir
gedacht.
Dies war ihr einziger Kommentar hierzu gewesen, wenn man davon absaar, dass sie sich fest
an ihn geschmiegt hatte.
Er wog die noch leere Flasche, auf der schon das Etikett angebracht war, Gedanken verloren
in seinen Händen.
Er war unangefochten einer der kompliziertesten und vertracktesten Tränke, die sie bis dahin
durchgenommen hatte.
Zum Beispiel mussten alle Zutaten selbst gesammelt und zusammengestellt werden, da man vermutete,
dass auch dies Auswirkungen auf das Ergebnis habe.
Wie gut, dass sie im Sommer viele der Bestandteile geschnitten oder gesammelt hatten und der
Best war in einem Ausflug in den verbotenen Wald relativ einfach zusammenzutragen.
Nun ging es an das Rezept und Termine verbrachte volle zwei Wochen mit akribischen Recherchen
und verglich die unterschiedlichsten Befunde Sorgsa miteinander.
Darüber legte sie Severus einen detaillierten Bericht vor, der von ihm tatsächlich sehr
wohlwollend aufgenommen wurde, was ja schon mal ein guter Anfang war.
Besonders würdigte er ihre sehr interessanten Thesen, womit sie die Unberechenbarkeit dieses
Trankes zu erklären versuchte und, sofern diese Thesen in die richtige Richtung gingen,
etwas berechenbarer zu machen vermochte.
Sollte der Trank bei ihr nicht in einem ähnlichen Fiasco wie bei ihm enden, würde sie gewiss
an ihren Überlegungen weiterarbeiten, da war er sich sicher.
Der Braufvorgang sollte circa einen Tag in Anspruch nehmen und um Ruhe zu haben, wählte
sie einen Samstag Mitte Oktober aus, an dem zudem die Möglichkeit für die älteren Schüler
bestand nach Hoxmie zu gehen.
"Wenige Schüler, wenige Ärger", meinte Severus dazu.
Nach einem guten Frühstück begaben sie sich ins Labor und Hermine begann die Zutaten
bereitzustellen.
Severus schnappte sich derweil ein Buch, sah ihr aber immer mal wieder kritisch über
die Schulter.
Bis Mittag dauerte es alle Zutaten zu portionieren und zu zerkleinern, daher fiel die Mittagspause
denkbar kurz aus und ein kleiner Snackmuster ausreichen, um die knurrenden Mägen der beiden
zu füllen.
Kurz bevor sie mit dem eigentlichen Braufvorgang beginnen wollte, steckte Poppy ihren Kopf
durch den Kamin des Labours und bat einringlich.
"Ach Severus, gut, dass du da bist.
Hallo, Hermine", grüßte sie erfreut, als sie die noch kauernde Meisterschülerin
entdeckte.
"Ich bräuchte ziemlich dringend neues Anti-Blesour-Theonikum, hast du noch was davon vorätig?"
Severus zog erstaunt die Augenbrauen hinauf.
"Ich hatte dir doch erst nach dem letzten Quidditch-Match Slytherin gegen Griffen
nur eine ganze Flasche gebraut.
An dieser Stelle schaute er sehr selbstzufrieden zu Hermine herüber, die seinem Blick zunächst
noch stoisch gelassen erwiderte.
Immerhin war das Spiel unentschieden ausgegangen."
Als er sie dann aber mit einem sehr anzüglichen Grinsen daran erinnerte, dass sie aber leider
leider auf Sieg gesetzt hatte, kam ihr anscheinend auch der Wetteinsatz wieder in den Sinn,
denn wenn er sich nicht ganz versah, senkte sie zwar nicht den Blick, errötete aber,
was aus seiner Sicht sehr wohl begründet war.
Sein Grinsen wurde daraufhin diabolisch und herausfordernd.
Sie blieb aber fest und schaute ihn weiter ungerührt an, und er fort mit ihr einen netten, stillen,
unerbittlichen Disput aus, wer wohl als erster den Blickkontakt abbrechen würde und er hätte
bestimmt gewonnen, wenn Poppy sich nicht ungeduldig geräuspert hätte.
Verdammt.
Die Flasche ist leider leer, denn ein ganzer Trupp Drittklässler aus Hufflepuff ist
einer Wildschweinrotte über den Weg gelaufen, und die Schweine haben gewonnen.
Beinahe hätte Severus gefragt, wozu sie dann noch das anthieble Suchentonikum brauchte,
aber Hermine, die neue Dings, wo seine Gedanken lesen konnte, schaute ihn warnend an.
"Wann brauchst du den Nachschub?", war daher das einzige, wonach er sich erkundigte.
Da am nächsten Samstag das erste Training auf dem Plan steht, sobald als möglich.
"Gut", säufzte er, "ich fange noch heute an, danke dir, Poppy schien hochzufrieden."
Sie unterhielt sich noch kurz mit Hermine und wollte einige Details des aktuellen
Trankers wissen, bevor sie sich von den beiden verabschiedete.
Da das Anti-Blesuren-Tonikum eine lange Reifezeit hatte, setzte Severus für den Grundsuit
neben Hermines Kessel für den Lotus-Trank einen mittleren Kessel auf die zweite Feuerstelle.
Hermine entzündete das Feuer unter beiden Kesseln und begann, die ersten Zutaten des
Lotus-Trankes in der vorgeschriebenen Reihenfolge und Weise hinzuzugeben.
Er sammelte schnell die nötigen Bestandteile des Anti-Blesuren-Trankes aus den Regalen
und sorgte binnen weniger Minuten dafür, dass auch sein Kessel sachte vor sich herblubberte.
Hermine schaute ihnen, wie es ihm erschien, ein klein wenig bewundernd an, mit gutem
Grund, denn so schnell und mit einem solch perfekten Ergebnis konnte fast keiner den
Sud ansetzen. Sehr gut. Er erwiderte ihren Blick sehr selbstzufrieden und widmete sich
wieder voll und ganz seine Lektüre.
Sie war gerade bei der violetten Sonnenschlinge angelangt, als er in ihrem Verhalten eine
winzig kleine Veränderung zu bemerken meinte. Ihm war, als ob sie ihre Hüften irgendwie
aufreizender schwang und dass sie sich häufiger über die Lippen legte als üblich. Atmete
sie nicht auch schneller als vorhin? Er war sich nicht sicher. Insgesamt wirkte sie auf
ihn aber deutlich lasziver und sinnlicher. Sollte er sich auch irren, das endete nichts
daran, dass ihm ziemlich warm wurde.
Vielleicht lag es aber auch daran, dass ein Blick immer an ihrem wohlgeformten Hinterteil,
an ihren sich langsam hebenden, unsenkenden Brüsten oder an ihrem verheißungsvollen Mund,
der gerade konzentriert die Tropfen der gemeinen Wolfsmischgabe abmaß hängen blieb.
Er löste unbewusst seinen Binder und knöpfte den Laborumhang auf, Hermine schaut ihn sehr
erstaunt an.
"Ist dir heiß?" fragte sie, und beim Klang ihrer Stimme rannen ihm erregende Schauer
den Rücken hinunter. "Ein wenig!" krecht der Heiser und senkte etwas verwirrten Blick.
Aber immer wieder wanderte sein Blick zu ihr und ihren weiblichen Reizen hinüber und
immer weniger kümmerten ihn seine Bücher. Daher merkte er auch nicht, dass die Schwaden
beider Tränke sich über ihren Köpfen vereinigten und sich in einem pulsierenden Lilannebel
im gesamten Labor verteilten.
Was er aber schon bemerkte, war seine stetig wachsende Erregung.
Ihm brachte er Schweiß aus, bei Merlin, er musste sich ganz dringend seines Umhanges
und des Gerochs entledigen, denn die Hitze im Raum brachte ihn um.
Hermine hingegen rührte weiterhin konzentriert mit festem Blick, tief gefurchter Stirn und
vielleicht arbeitenden Kieferknochen und gab eine Zutat nach der anderen hinzu.
Dazwischen folgten präzises Zauberstabbewegungen.
Sie braute bei aller sichtbaren Anspannung souverän und wie eine Meisterin, er war
wirklich stolz auf sie.
In der kleinen Pause von fünf Minuten, die sie mit dem Stundenglas exakt abmaß, entledigte
sie sich allerdings ebenfalls ihres Umhanges und erlaubte sich zudem, die Ärmel hochzukrempeln
und zwei Knöpfe ihrer Bluse zu öffnen.
Dabei schaute sie ihn verlangend an, jedenfalls schien es ihm so.
Zauberst musste schlucken und sein Blick rutschte zügig von ihren Augen zu ihrem Brustansatz
hinunter und er musste seine gesamte Willenskraft aufbringen, damit er seine Augen von ihrem
Ausschnitt lösen konnte.
Hoffentlich war sie bald fertig, auf dem Zutatentisch lagen nur noch wenige Inkredenzen, Merlin
sei Dank.
Weniger gut war allerdings, dass Hermine eindeutig einen Hang zu engen Blusen hatte, er würde
mit ihr ein ernstes Wort sprechen müssen, egal was ihr Vater dachte und egal ob es Stretch
gab oder nicht.
Es war unerträglich, dass ihre Kleidung ihn dermaßen ablenken musste.
Unübersehbar waren ihre Rundungen und unübersehbar die aufgerichteten Brustspitzen, die ganz
bestimmt danach riefen, nein, falsch, danach schrien, von ihm und seinem Mundblut groß
zu werden.
Seine Fantasie explodierte, ein tiefes Grollen entrang sich seiner Brust und ließ Hermine
etwas verwirrt zu ihm hinblicken.
Leider hatte sie nicht die Zeit, sich dem leidenden Tränkemeister zu widmen, denn die
letzten beiden Beigaben mussten noch in den Kessel.
Dann endlich war alles, was in den Kessel musste drinnen und er konnte ein erleichtern
das Seufzen nicht unterdrücken.
Wieder ein schneller Blick seiner Meisterschülerin und jetzt war er sich sicher, dass auch sie
die Stimmung im Raum alles andere als kalt ließ, denn ihr standen eindeutig ebenfalls
kleine Schweißperlen auf der Stirn.
Dann bemerkte er erschüttert, dass einer dieser Tropfen sich löste, langsam ihre rechte
Wange hinunterfluss, ihren Hals hinabglitt, um letztlich in das Tal zwischen ihren Brüsten
zu verschwinden.
Er musste hart schlucken und hätte sich beinah wie ein unbeherrschter Teenager in seine Hose
ergossen, als er der kleinen Perle wie gebannt folgte.
Bei Merlin was war hier nur los?
Hermine der Wall rührte mit zusammen gebissenen Zähnen ein letztes Mal konzentriert dreimal
in die eine und viermal in die andere Richtung, schlug mit dem Rührstab gegen den Kessel,
sodass sich ein leiser, dunkler Ton im Raum ausbreitete und legte ihn dann über den Rand
des noch blubbernden Gefäßes, um endlich, endlich das Feuer zu löschen.
Und dann brachen alle Dämme ihrer Beherrschung.
Mit wenigen schnellen Schritten eilte sie auf ihn zu und er bemerkte gerade noch irritiert,
dass ihre Augen ein tiefes, dunkles Braun angenommen hatten, als sie ihn schon mit wildem
Blick am Kragen packte und heftig gegen die Wand drückte, dabei gingen einige Glasflakons
zu Bruch.
Aber egal, sie presste ihre Lippen leidenschaftlich auf seine und während sie ihn schier um den
Verstand küsste, waren ihre Hände überall auf seinem Körper, rissen an seinen Hemdknöpfen,
zerten an seinem Gürtel und vergruben sich fast schmerzhaft in seinen Haaren.
Nur kurz war er von ihrem Verhalten überrascht, dann tat er es ihr gleich, zerriss mit einem
kräftigen Ruck ihre sowieso viel zu enge Bluse und zerte den Behaar von ihren Brüsten.
Ein erregtes Keuchen war ihm zustimmende Antwort genug.
Endlich waren ihre steil aufragenden Brustspitzen frei spürbar für seine Hände und kurz darauf
auf für seine Lippen, seine Zunge und seine Zähne.
Der ganze Raum war erfüllt von erregten Lauten.
Er war wenig rücksichtsvoll, sondern sehr fordernd und bestimmend, als er sie mit dem
letzten bisschen anverstand, dass er noch mühsam zusammenkratzen konnte, durch die
Verbindungstür in seine Privaträume drängte, einen Mofliatorsprach und die Tür versiegelte.
Noch lange nach diesem denkwürdigen Samstag Nachmittag stieg ihm die Schamesröte ins
Gesicht, wenn er sich an die wilden Szenen erinnerte, die sich damals in seinen Räumen
abgespielt hatten.
Sie waren wie von Sinnen gewesen, keine beherrscht hat, keine Selbstkontrolle, nur Trieb, nur
Verlangen und Lust, pure Geilheit, denen sie sich willendos, hemmungslos und ekstratisch
hingaben.
Irgendwann waren sie da, wo sie gerade den letzten von unzähligen Akten vollzogen hatten,
völlig am Ende ihrer Kräfte übereinander liegend zusammengebrochen.
Als er am nächsten Morgen etwas desorientiert und vor kälte Zittern vor dem erloschenen
Kamin erwachte, schmerzte ihn jeder einzelne verdammte Knochen und er konnte sich nur mit
enormer Kraftanstrengung von Hermines, ebenfalls von einer Gänsehaut überzogenen Körperrollen,
auf dem er halb gelegen hatte, was auch sie leider stönend erwachen ließ.
Mit einem kleinen Zauber spruch entfachte er die Fackeln im Raum, sah sich erstaunt um
und hätte sie im gleichen Augenblick am liebsten wiedergelöscht.
Durch sein Wohnzimmer zog sich eine breite Spur der Verwüstung.
Die Heimsuchung eines Trolls konnte nicht viel schlimmer enden als der letzte Abend.
Auch Hermine hatte sich aufgerichtet und sah sich ziemlich verstört um, dann entkam
ihr ein entsetzter Laut.
"Severus, wie siehst du denn aus?"
"Wie sehe ich denn aus?"
wollte er fragen, als sein Blick auf sie fiel und die Worte ihm im Halsestecken blieben.
Seine Verlobter hatte ein blaues Auge und eine aufgesprungene Lippe.
Ihr immer noch zitternder Körper, wie es an einigen Stellen deutliche Reste von diversen
Körperflüssigkeiten auf und war von etlichen Blutergüssen gezeichnet.
Sie sah, aus als wäre sie bei der Heimsuchung des Trolls hautnah dabei gewesen.
"Oh, großer Merlin, schoss es ihm entsetzt durch den Kopf.
Ich bin der Troll."
Hermines Hand hatte sich derweil zärtlich an seine Wange gelegt und ihre Fingerspitzen
fuhren, sachte zu seiner Augenbraue, die, als sie sie vorsichtig betastete, ziemlich
schmerzte.
"Du blutest!
Du siehst auch nicht gut aus," mummelte er entsetzt.
Mühsam erhob er sich, reichte ihr seine Hand und bat leise.
"Komm, ich denke, wir könnten ein Bad gebrauchen."
Hermine nickte nur und er griff dankbar seine Hand, denn auch ihr Körper schien sich so
anzufühlen wie seiner.
Langsam führte er sie ins Badezimmer, ließ heißes Wasser in das große Becken und wollte
gerade etwas von Hermines Lieblingsbadeöl hinzugeben, als ihr erschrecktes Keuchen
durch den Raum halte.
Sie hatte ihr Gesicht im Spiegel entdeckt und Severus konnte ihre Reaktion nur zu
gut verstehen.
"Mein Gott!" stammelte sie, "wir sehen aus, als wenn wir unter einen Zug gekommen
wären."
"So fühle ich mich auch," entschlüpfte es dem Tränkermeister, und er ließ sich
stönend in das warme Nass gleiten.
Hermine folgte ihm vorsichtig und auch ihr schien das Wasser gut zu tun, denn sie softste
erleichtert auf, als sie sich neben Severus legte.
Nach einer kleinen Weile griff er nach dem Bade Schwamm und begann sie vorsichtig zu
waschen.
Was er gestern Abend an Zärtlichkeit hatte missen lassen, das ließ er ihr jetzt ausgiebig
zuteil werden.
Sie genossen es beide, doch nachdem er wirklich jede nur erdenkliche Stelle an ihrem maltretierten
Leib behutsam gesäubert hatte, schnappte sie sich den Schwamm und kniete sich zwischen
seine Beine.
Mit einem schiefen Grinsen revogierte sie sich und begann nun mehr seinen Körper abzusäifen,
dabei schaute sie ihn scheu an.
"Das war wirklich heftig gestern."
"Wohl war," neckte er und wich ihrem Blick aus.
Er schämte sich, denn er war ein Schwein, ein Troll, ein Wilder, da durfte sie ihn nicht
auch noch verwöhnen, fand er.
Mit finsteren Blick ergriff er ihre Hand, die den Schwamm hielt.
"Hermine, ich begann erstockend."
"Du hast recht, ich fand auch, es war der Wahnsinn," fiel ihm Hermine beeindruckt
ins Wort.
Und als er erstaunt in ihre Augen schaute, brannte ihn ihnen ein Begehren, das ihn wirklich
beunruhigte.
Sollte sie an diesem, diesem Treiben, ihm viel gerade kein passenderes Wort ein, tatsächlich
Gefallen gefunden haben, das war doch nicht zu fassen.
"Der Wahnsinn," echote er daher nur unglaublich und startete sie an.
"Ja, der echte, absolute, vollkommen wahnsinnige Wahnsinn," nickte Hermine heftig.
Sie legte sich wieder neben ihn und presste den Schwamm andächtig auf ihre Brust.
"Ich hätte nie gedacht, dass ich zu sowas fähig wäre," überlegte sie laut.
"Und dass mir sowas wirklich enorm gut gefällt auch nicht," ergänzte sie.
"Ich auch nicht," bestätigte Severus.
Dabei war es für ihn nichts Besonderes, dabei so wild zu sein, für Tod ess er eher eine
Verpflichtung.
Für ihn war es aber ein absolutes Novum, dass er sich seinen Treiben so willenlos ergeben
hatte und dies auch noch genossen hatte.
Zudem hätte er an solches Verhalten auch dieser jungen Frau nicht zugetraut, aber bei ihr wusste
man halt nie.
Dann war es eine lange Zeit sehr still im Badezimmer des Tränkemeisters.
Beide hingen ihren Gedanken nach, es gab immerhin einiges, worüber es sich lohnte, nachzudenken.
Der Lothus-Trank war übrigens perfekt gewesen, das Antiblesuren-Tonikum, das sie sofort ausprobierten,
hatte allerdings solch seltsame Nebenwirkungen, dass Poppy sich zum ersten Mal in all den
Jahren bei Severus beschwerte und den Trank zum Entsorgen zurückgab.
Es war auch wirklich nicht zu verantworten, dass sich ihre jungen Patienten nach dessen
Einnahme derart ungebürlich und unsichtlich benahmen.
Hermine hatte einen Lachanfall bekommen, als Severus ihr von Poppys Reklamation erzählt
hatte und gefragt, ob sie die Flasche behalten dürfte, falls sie es mal für sich oder für
ihn benötigen würde.
Denn einen solchen reizvollen Nebeneffekt könnte ihnen durchaus wieder gefallen.
Worauf ihr Verlobter geknurrt hatte, dass um in den Genuss seiner Leidenschaft zu kommen,
sie sich keine Bäulen zu holen brauchte.
"Gut", hatte sie darauf hingestrahlt, "dann kann ich ihn ja untersuchen, denn ich glaube
damit kommen wir meiner Theorie, was den Lothus-Trank betrifft, einen großen Schritt
näher."
Sie hatte ihm einen schnellen Kuss gegeben und war mit der Flasche ins Labor verschwunden.
Die Abhandlung, die sie ein Jahr später über den Trank in Poison Today veröffentlicht
hatte, fand in der Fachwelt große Beachtung und wurde sogar in einigen Fachbüchern zitiert.
Nox
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Ich danke dir herzlich und bis zur nächsten Geschichte, Leine Jana.
Podbean