Verlieben für Fortgeschrittene 28/36 🔥 Snamione - FanFiction - Harry Potter Hörbuch
Über diese Folge
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🪄 Autorin: Efraimstochter 👀 Link zur Geschichte: https://www.fanfiktion.de/s/d/4cbf15540000e29f067007d0/Verlieben-fuer-Fortgeschrittene
Das ist der zweite Teil der "Verlieben für"-Reihe. Hier kannst du den ersten anhören: https://youtu.be/tldZi-M2o-M?feature=shared
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"Emoji of the Day", eine Lotus-Blume, postet sie gerne unten in die Kommentare. Danke euch. Es waren wirklich eine Menge denkwürdiger Dinge geschehen, in diesem ganz besonderen zweiten Jahr ihrer Meisterzeit, aber das Animalischste, an das er sich erinnern konnte, trug sich im Spätherbst Ende Oktober zu. Als einer ihrer Abschlusstränke in ihrer Meisterzeit war nämlich der Lotus-Trank vorgesehen. Ein Trank aus der Gruppe der Illusionstränke. Er hatte die wunderbare Eigenschaft, vollkommen unberechenbar zu sein, jedenfalls was seine Nebenwirkungen während des Brauvorganges betraf.
Es gab belegte Berichte, dass er in seltenen Fällen ohne jede bemerkenswerte Auswirkung sein konnte, dass er aber genau, gut, stark, berauschende und belebende Eigenschaften besitzen konnte oder Trauer und Wut hervorzurufen vermochte oder aber, dass er 100 weitere gefürchtete oder ersehnte Effekte beim Brauer erreichen konnte. Es hing immer mit dem Brauer zusammen, mit seiner Psyche, seinem Charakter, seiner Libido, seiner ganzen Persönlichkeit eben. Zudem war er irrsinnig kompliziert und bedurfte einer hohen Konzentration und fachlichen Geschicklichkeit und Kompetenz.
Daher stellte er für alle Meisterschüler eine besondere Belastungsprobe da, wer den Lotus-Trank richtig oder gar perfekt brauen konnte, hatte im Grunde schon sein Meisterstück abgelegt. Sein Gelingen, unter welchen Bedingungen und Herausforderungen auch immer er entstand, konnte man sehr einfach an der nach einer Reifung von zwölf Stunden Eintretenden goldgelben Farbe und seinem wundervollen Effekt erkennen. Mit nur einem Tropfen richtig gebrautem Lotus-Trank hafteten keinerlei Rückstände mehr an den damit behandelten Kesseln für die Dauer mindestens eines Jahres.
Also wer in seiner Meisterlehrzeit einen gelungenen Trank herstellen konnte, brauchte sich die nächsten 10 oder 20 Jahre keine Gedanken mehr um die Reinigung seiner Gerätschaften zu machen. Er hatte schon Wochen vor dem eigentlichen Brautermin ein mulmiges Gefühl gehabt, was diesen Trank anging. Dies aber natürlich tunlichst vor Hermine zu Verbergen versucht. Mit seiner Verdrängungstaktik war es allerdings endgültig vorbei, als sie ihn eines Abends zaghaft gefragt hatte, wie denn seine Reaktion auf den Trank gewesen war.
Sie hatten sich gerade zärtlich geliebt und erheb sie noch immer fest in seinen Armen, als ihre Frage ihn bis ins Innerste traf. Lange hatte er sie durch das Halbdunkel des Zimmers gemustert und wollte bereits eine ausweichende oder abwiegelnde Antwort geben, als er sich besannen und ihm mit leiser Stimme davon erzählte, wie er es beinahe nicht mehr geschafft hatte, gegen diese Tiefe, sich selbst verachtende Traurigkeit in sich anzukämpfen, die nicht wusste, ob sie zu grenzenloser Wut oder zu einem alles zerstörenden Selbsthass werden sollte.
Sie hatte sich schließlich für die Wut entschieden und, dass das Labor seines Meisters heil geblieben war und nicht in Schutt und Asche gelegen hatte, war ein wirkliches Wunder. Der Trank war gelungen, er allerdings konnte zwei volle Wochen nicht arbeiten, seine Hände hörten nicht auf zu zittern und eine dauernde Übelkeit durchdrehen seinen ganzen Körper. Er ekelte sich vor sich selbst. Den Trank hatte er nicht angerührt, ihn vielmehr bei der erst besten Gelegenheit in der Noctur und Gasse für sehr viele Galeonen verkauft.
Wenn man außenreichend Schüler hatte, brauchte man sich keine besonderen Gedanken, um die Reinheit seiner Kessel zu machen. Sie hatte still seinen Ausführungen gelauscht, dabei immer wieder Sachte über seinen Arm gestreichelt und schließlich sehr leise gefragt, ob er zu dieser Zeit schon zu den Todessern gegangen war oder erst danach zu ihnen Kontakt gesucht hatte. Nein, musste er zugeben, es war kurz nachdem ich das Mal erhalten hatte. Ihre Augen hatten sich verdunkelt und sie hatte leicht genickt, ja, das hatte ich mir gedacht.
Dies war ihr einziger Kommentar hierzu gewesen, wenn man davon absaar, dass sie sich fest an ihn geschmiegt hatte. Er wog die noch leere Flasche, auf der schon das Etikett angebracht war, Gedanken verloren in seinen Händen. Er war unangefochten einer der kompliziertesten und vertracktesten Tränke, die sie bis dahin durchgenommen hatte. Zum Beispiel mussten alle Zutaten selbst gesammelt und zusammengestellt werden, da man vermutete, dass auch dies Auswirkungen auf das Ergebnis habe. Wie gut, dass sie im Sommer viele der Bestandteile geschnitten oder gesammelt hatten und der Best war in einem Ausflug in den verbotenen Wald relativ einfach zusammenzutragen.
Nun ging es an das Rezept und Termine verbrachte volle zwei Wochen mit akribischen Recherchen und verglich die unterschiedlichsten Befunde Sorgsa miteinander. Darüber legte sie Severus einen detaillierten Bericht vor, der von ihm tatsächlich sehr wohlwollend aufgenommen wurde, was ja schon mal ein guter Anfang war. Besonders würdigte er ihre sehr interessanten Thesen, womit sie die Unberechenbarkeit dieses Trankes zu erklären versuchte und, sofern diese Thesen in die richtige Richtung gingen, etwas berechenbarer zu machen vermochte.
Sollte der Trank bei ihr nicht in einem ähnlichen Fiasco wie bei ihm enden, würde sie gewiss an ihren Überlegungen weiterarbeiten, da war er sich sicher. Der Braufvorgang sollte circa einen Tag in Anspruch nehmen und um Ruhe zu haben, wählte sie einen Samstag Mitte Oktober aus, an dem zudem die Möglichkeit für die älteren Schüler bestand nach Hoxmie zu gehen. "Wenige Schüler, wenige Ärger", meinte Severus dazu. Nach einem guten Frühstück begaben sie sich ins Labor und Hermine begann die Zutaten bereitzustellen.
Severus schnappte sich derweil ein Buch, sah ihr aber immer mal wieder kritisch über die Schulter. Bis Mittag dauerte es alle Zutaten zu portionieren und zu zerkleinern, daher fiel die Mittagspause denkbar kurz aus und ein kleiner Snackmuster ausreichen, um die knurrenden Mägen der beiden zu füllen. Kurz bevor sie mit dem eigentlichen Braufvorgang beginnen wollte, steckte Poppy ihren Kopf durch den Kamin des Labours und bat einringlich. "Ach Severus, gut, dass du da bist. Hallo, Hermine", grüßte sie erfreut, als sie die noch kauernde Meisterschülerin entdeckte.
"Ich bräuchte ziemlich dringend neues Anti-Blesour-Theonikum, hast du noch was davon vorätig?" Severus zog erstaunt die Augenbrauen hinauf. "Ich hatte dir doch erst nach dem letzten Quidditch-Match Slytherin gegen Griffen nur eine ganze Flasche gebraut. An dieser Stelle schaute er sehr selbstzufrieden zu Hermine herüber, die seinem Blick zunächst noch stoisch gelassen erwiderte. Immerhin war das Spiel unentschieden ausgegangen." Als er sie dann aber mit einem sehr anzüglichen Grinsen daran erinnerte, dass sie aber leider leider auf Sieg gesetzt hatte, kam ihr anscheinend auch der Wetteinsatz wieder in den Sinn, denn wenn er sich nicht ganz versah, senkte sie zwar nicht den Blick, errötete aber, was aus seiner Sicht sehr wohl begründet war.
Sein Grinsen wurde daraufhin diabolisch und herausfordernd. Sie blieb aber fest und schaute ihn weiter ungerührt an, und er fort mit ihr einen netten, stillen, unerbittlichen Disput aus, wer wohl als erster den Blickkontakt abbrechen würde und er hätte bestimmt gewonnen, wenn Poppy sich nicht ungeduldig geräuspert hätte. Verdammt. Die Flasche ist leider leer, denn ein ganzer Trupp Drittklässler aus Hufflepuff ist einer Wildschweinrotte über den Weg gelaufen, und die Schweine haben gewonnen. Beinahe hätte Severus gefragt, wozu sie dann noch das anthieble Suchentonikum brauchte, aber Hermine, die neue Dings, wo seine Gedanken lesen konnte, schaute ihn warnend an.
"Wann brauchst du den Nachschub?", war daher das einzige, wonach er sich erkundigte. Da am nächsten Samstag das erste Training auf dem Plan steht, sobald als möglich. "Gut", säufzte er, "ich fange noch heute an, danke dir, Poppy schien hochzufrieden." Sie unterhielt sich noch kurz mit Hermine und wollte einige Details des aktuellen Trankers wissen, bevor sie sich von den beiden verabschiedete. Da das Anti-Blesuren-Tonikum eine lange Reifezeit hatte, setzte Severus für den Grundsuit neben Hermines Kessel für den Lotus-Trank einen mittleren Kessel auf die zweite Feuerstelle.
Hermine entzündete das Feuer unter beiden Kesseln und begann, die ersten Zutaten des Lotus-Trankes in der vorgeschriebenen Reihenfolge und Weise hinzuzugeben. Er sammelte schnell die nötigen Bestandteile des Anti-Blesuren-Trankes aus den Regalen und sorgte binnen weniger Minuten dafür, dass auch sein Kessel sachte vor sich herblubberte. Hermine schaute ihnen, wie es ihm erschien, ein klein wenig bewundernd an, mit gutem Grund, denn so schnell und mit einem solch perfekten Ergebnis konnte fast keiner den Sud ansetzen.
Sehr gut. Er erwiderte ihren Blick sehr selbstzufrieden und widmete sich wieder voll und ganz seine Lektüre. Sie war gerade bei der violetten Sonnenschlinge angelangt, als er in ihrem Verhalten eine winzig kleine Veränderung zu bemerken meinte. Ihm war, als ob sie ihre Hüften irgendwie aufreizender schwang und dass sie sich häufiger über die Lippen legte als üblich. Atmete sie nicht auch schneller als vorhin? Er war sich nicht sicher. Insgesamt wirkte sie auf ihn aber deutlich lasziver und sinnlicher.
Sollte er sich auch irren, das endete nichts daran, dass ihm ziemlich warm wurde. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ein Blick immer an ihrem wohlgeformten Hinterteil, an ihren sich langsam hebenden, unsenkenden Brüsten oder an ihrem verheißungsvollen Mund, der gerade konzentriert die Tropfen der gemeinen Wolfsmischgabe abmaß hängen blieb. Er löste unbewusst seinen Binder und knöpfte den Laborumhang auf, Hermine schaut ihn sehr erstaunt an. "Ist dir heiß?" fragte sie, und beim Klang ihrer Stimme rannen ihm erregende Schauer den Rücken hinunter.
"Ein wenig!" krecht der Heiser und senkte etwas verwirrten Blick. Aber immer wieder wanderte sein Blick zu ihr und ihren weiblichen Reizen hinüber und immer weniger kümmerten ihn seine Bücher. Daher merkte er auch nicht, dass die Schwaden beider Tränke sich über ihren Köpfen vereinigten und sich in einem pulsierenden Lilannebel im gesamten Labor verteilten. Was er aber schon bemerkte, war seine stetig wachsende Erregung. Ihm brachte er Schweiß aus, bei Merlin, er musste sich ganz dringend seines Umhanges und des Gerochs entledigen, denn die Hitze im Raum brachte ihn um.
Hermine hingegen rührte weiterhin konzentriert mit festem Blick, tief gefurchter Stirn und vielleicht arbeitenden Kieferknochen und gab eine Zutat nach der anderen hinzu. Dazwischen folgten präzises Zauberstabbewegungen. Sie braute bei aller sichtbaren Anspannung souverän und wie eine Meisterin, er war wirklich stolz auf sie. In der kleinen Pause von fünf Minuten, die sie mit dem Stundenglas exakt abmaß, entledigte sie sich allerdings ebenfalls ihres Umhanges und erlaubte sich zudem, die Ärmel hochzukrempeln und zwei Knöpfe ihrer Bluse zu öffnen.
Dabei schaute sie ihn verlangend an, jedenfalls schien es ihm so. Zauberst musste schlucken und sein Blick rutschte zügig von ihren Augen zu ihrem Brustansatz hinunter und er musste seine gesamte Willenskraft aufbringen, damit er seine Augen von ihrem Ausschnitt lösen konnte. Hoffentlich war sie bald fertig, auf dem Zutatentisch lagen nur noch wenige Inkredenzen, Merlin sei Dank. Weniger gut war allerdings, dass Hermine eindeutig einen Hang zu engen Blusen hatte, er würde mit ihr ein ernstes Wort sprechen müssen, egal was ihr Vater dachte und egal ob es Stretch gab oder nicht.
Es war unerträglich, dass ihre Kleidung ihn dermaßen ablenken musste. Unübersehbar waren ihre Rundungen und unübersehbar die aufgerichteten Brustspitzen, die ganz bestimmt danach riefen, nein, falsch, danach schrien, von ihm und seinem Mundblut groß zu werden. Seine Fantasie explodierte, ein tiefes Grollen entrang sich seiner Brust und ließ Hermine etwas verwirrt zu ihm hinblicken. Leider hatte sie nicht die Zeit, sich dem leidenden Tränkemeister zu widmen, denn die letzten beiden Beigaben mussten noch in den Kessel.
Dann endlich war alles, was in den Kessel musste drinnen und er konnte ein erleichtern das Seufzen nicht unterdrücken. Wieder ein schneller Blick seiner Meisterschülerin und jetzt war er sich sicher, dass auch sie die Stimmung im Raum alles andere als kalt ließ, denn ihr standen eindeutig ebenfalls kleine Schweißperlen auf der Stirn. Dann bemerkte er erschüttert, dass einer dieser Tropfen sich löste, langsam ihre rechte Wange hinunterfluss, ihren Hals hinabglitt, um letztlich in das Tal zwischen ihren Brüsten zu verschwinden.
Er musste hart schlucken und hätte sich beinah wie ein unbeherrschter Teenager in seine Hose ergossen, als er der kleinen Perle wie gebannt folgte. Bei Merlin was war hier nur los? Hermine der Wall rührte mit zusammen gebissenen Zähnen ein letztes Mal konzentriert dreimal in die eine und viermal in die andere Richtung, schlug mit dem Rührstab gegen den Kessel, sodass sich ein leiser, dunkler Ton im Raum ausbreitete und legte ihn dann über den Rand des noch blubbernden Gefäßes, um endlich, endlich das Feuer zu löschen.
Und dann brachen alle Dämme ihrer Beherrschung. Mit wenigen schnellen Schritten eilte sie auf ihn zu und er bemerkte gerade noch irritiert, dass ihre Augen ein tiefes, dunkles Braun angenommen hatten, als sie ihn schon mit wildem Blick am Kragen packte und heftig gegen die Wand drückte, dabei gingen einige Glasflakons zu Bruch. Aber egal, sie presste ihre Lippen leidenschaftlich auf seine und während sie ihn schier um den Verstand küsste, waren ihre Hände überall auf seinem Körper, rissen an seinen Hemdknöpfen, zerten an seinem Gürtel und vergruben sich fast schmerzhaft in seinen Haaren.
Nur kurz war er von ihrem Verhalten überrascht, dann tat er es ihr gleich, zerriss mit einem kräftigen Ruck ihre sowieso viel zu enge Bluse und zerte den Behaar von ihren Brüsten. Ein erregtes Keuchen war ihm zustimmende Antwort genug. Endlich waren ihre steil aufragenden Brustspitzen frei spürbar für seine Hände und kurz darauf auf für seine Lippen, seine Zunge und seine Zähne. Der ganze Raum war erfüllt von erregten Lauten. Er war wenig rücksichtsvoll, sondern sehr fordernd und bestimmend, als er sie mit dem letzten bisschen anverstand, dass er noch mühsam zusammenkratzen konnte, durch die Verbindungstür in seine Privaträume drängte, einen Mofliatorsprach und die Tür versiegelte.
Noch lange nach diesem denkwürdigen Samstag Nachmittag stieg ihm die Schamesröte ins Gesicht, wenn er sich an die wilden Szenen erinnerte, die sich damals in seinen Räumen abgespielt hatten. Sie waren wie von Sinnen gewesen, keine beherrscht hat, keine Selbstkontrolle, nur Trieb, nur Verlangen und Lust, pure Geilheit, denen sie sich willendos, hemmungslos und ekstratisch hingaben. Irgendwann waren sie da, wo sie gerade den letzten von unzähligen Akten vollzogen hatten, völlig am Ende ihrer Kräfte übereinander liegend zusammengebrochen.
Als er am nächsten Morgen etwas desorientiert und vor kälte Zittern vor dem erloschenen Kamin erwachte, schmerzte ihn jeder einzelne verdammte Knochen und er konnte sich nur mit enormer Kraftanstrengung von Hermines, ebenfalls von einer Gänsehaut überzogenen Körperrollen, auf dem er halb gelegen hatte, was auch sie leider stönend erwachen ließ. Mit einem kleinen Zauber spruch entfachte er die Fackeln im Raum, sah sich erstaunt um und hätte sie im gleichen Augenblick am liebsten wiedergelöscht. Durch sein Wohnzimmer zog sich eine breite Spur der Verwüstung.
Die Heimsuchung eines Trolls konnte nicht viel schlimmer enden als der letzte Abend. Auch Hermine hatte sich aufgerichtet und sah sich ziemlich verstört um, dann entkam ihr ein entsetzter Laut. "Severus, wie siehst du denn aus?" "Wie sehe ich denn aus?" wollte er fragen, als sein Blick auf sie fiel und die Worte ihm im Halsestecken blieben. Seine Verlobter hatte ein blaues Auge und eine aufgesprungene Lippe. Ihr immer noch zitternder Körper, wie es an einigen Stellen deutliche Reste von diversen Körperflüssigkeiten auf und war von etlichen Blutergüssen gezeichnet.
Sie sah, aus als wäre sie bei der Heimsuchung des Trolls hautnah dabei gewesen. "Oh, großer Merlin, schoss es ihm entsetzt durch den Kopf. Ich bin der Troll." Hermines Hand hatte sich derweil zärtlich an seine Wange gelegt und ihre Fingerspitzen fuhren, sachte zu seiner Augenbraue, die, als sie sie vorsichtig betastete, ziemlich schmerzte. "Du blutest! Du siehst auch nicht gut aus," mummelte er entsetzt. Mühsam erhob er sich, reichte ihr seine Hand und bat leise. "Komm, ich denke, wir könnten ein Bad gebrauchen."
Hermine nickte nur und er griff dankbar seine Hand, denn auch ihr Körper schien sich so anzufühlen wie seiner. Langsam führte er sie ins Badezimmer, ließ heißes Wasser in das große Becken und wollte gerade etwas von Hermines Lieblingsbadeöl hinzugeben, als ihr erschrecktes Keuchen durch den Raum halte. Sie hatte ihr Gesicht im Spiegel entdeckt und Severus konnte ihre Reaktion nur zu gut verstehen. "Mein Gott!" stammelte sie, "wir sehen aus, als wenn wir unter einen Zug gekommen wären." "So fühle ich mich auch," entschlüpfte es dem Tränkermeister, und er ließ sich stönend in das warme Nass gleiten.
Hermine folgte ihm vorsichtig und auch ihr schien das Wasser gut zu tun, denn sie softste erleichtert auf, als sie sich neben Severus legte. Nach einer kleinen Weile griff er nach dem Bade Schwamm und begann sie vorsichtig zu waschen. Was er gestern Abend an Zärtlichkeit hatte missen lassen, das ließ er ihr jetzt ausgiebig zuteil werden. Sie genossen es beide, doch nachdem er wirklich jede nur erdenkliche Stelle an ihrem maltretierten Leib behutsam gesäubert hatte, schnappte sie sich den Schwamm und kniete sich zwischen seine Beine.
Mit einem schiefen Grinsen revogierte sie sich und begann nun mehr seinen Körper abzusäifen, dabei schaute sie ihn scheu an. "Das war wirklich heftig gestern." "Wohl war," neckte er und wich ihrem Blick aus. Er schämte sich, denn er war ein Schwein, ein Troll, ein Wilder, da durfte sie ihn nicht auch noch verwöhnen, fand er. Mit finsteren Blick ergriff er ihre Hand, die den Schwamm hielt. "Hermine, ich begann erstockend." "Du hast recht, ich fand auch, es war der Wahnsinn," fiel ihm Hermine beeindruckt ins Wort.
Und als er erstaunt in ihre Augen schaute, brannte ihn ihnen ein Begehren, das ihn wirklich beunruhigte. Sollte sie an diesem, diesem Treiben, ihm viel gerade kein passenderes Wort ein, tatsächlich Gefallen gefunden haben, das war doch nicht zu fassen. "Der Wahnsinn," echote er daher nur unglaublich und startete sie an. "Ja, der echte, absolute, vollkommen wahnsinnige Wahnsinn," nickte Hermine heftig. Sie legte sich wieder neben ihn und presste den Schwamm andächtig auf ihre Brust. "Ich hätte nie gedacht, dass ich zu sowas fähig wäre," überlegte sie laut.
"Und dass mir sowas wirklich enorm gut gefällt auch nicht," ergänzte sie. "Ich auch nicht," bestätigte Severus. Dabei war es für ihn nichts Besonderes, dabei so wild zu sein, für Tod ess er eher eine Verpflichtung. Für ihn war es aber ein absolutes Novum, dass er sich seinen Treiben so willenlos ergeben hatte und dies auch noch genossen hatte. Zudem hätte er an solches Verhalten auch dieser jungen Frau nicht zugetraut, aber bei ihr wusste man halt nie. Dann war es eine lange Zeit sehr still im Badezimmer des Tränkemeisters.
Beide hingen ihren Gedanken nach, es gab immerhin einiges, worüber es sich lohnte, nachzudenken. Der Lothus-Trank war übrigens perfekt gewesen, das Antiblesuren-Tonikum, das sie sofort ausprobierten, hatte allerdings solch seltsame Nebenwirkungen, dass Poppy sich zum ersten Mal in all den Jahren bei Severus beschwerte und den Trank zum Entsorgen zurückgab. Es war auch wirklich nicht zu verantworten, dass sich ihre jungen Patienten nach dessen Einnahme derart ungebürlich und unsichtlich benahmen.
Hermine hatte einen Lachanfall bekommen, als Severus ihr von Poppys Reklamation erzählt hatte und gefragt, ob sie die Flasche behalten dürfte, falls sie es mal für sich oder für ihn benötigen würde. Denn einen solchen reizvollen Nebeneffekt könnte ihnen durchaus wieder gefallen. Worauf ihr Verlobter geknurrt hatte, dass um in den Genuss seiner Leidenschaft zu kommen, sie sich keine Bäulen zu holen brauchte. "Gut", hatte sie darauf hingestrahlt, "dann kann ich ihn ja untersuchen, denn ich glaube damit kommen wir meiner Theorie, was den Lothus-Trank betrifft, einen großen Schritt näher."
Sie hatte ihm einen schnellen Kuss gegeben und war mit der Flasche ins Labor verschwunden. Die Abhandlung, die sie ein Jahr später über den Trank in Poison Today veröffentlicht hatte, fand in der Fachwelt große Beachtung und wurde sogar in einigen Fachbüchern zitiert. Nox Jetzt noch schnell ein Like, die Eule mit einem Kommentar los schicken und abonnieren. Und für alle, die von magischen Hörbüchern nicht genug bekommen können, gibt es die Mitgliedschaft bei Patreon oder YouTube. Wenn du meine Arbeit unterstützen möchtest, kannst du das per Paypal oder mit der Wischlist machen.
Ich danke dir herzlich und bis zur nächsten Geschichte, Leine Jana.
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