Verlieben für Fortgeschrittene 26/36 🔥 Snamione - FanFiction - Harry Potter Hörbuch
Über diese Folge
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Das ist der zweite Teil der "Verlieben für"-Reihe. Hier kannst du den ersten anhören: https://youtu.be/tldZi-M2o-M?feature=shared
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mit der neuen Folge "Bloomers".
Weiter geht es mit verlieben für fortgeschrittener Kapitel 26 "Zuhause" - "Emoji of the Day",
"Der Regen" oder "Grau".
Irgendwas deprimierend ist auf jeden Fall.
Hermine?
Sie schaut etwas zerstreut von ihren Aufzeichnungen auf, an denen sie schon den ganzen Vormittag
gearbeitet hatte.
"Ich würde dir gerne etwas zeigen, hättest du Lust, mich zu begleiten?"
erhielt ihr ihre Regenjagd entgegen.
"Ja, gerne, ich glaube, ich könnte eine Pause vertragen", beschloss Hermine, "streckte
sich und rieb sich dann die Augen.
Wo willst du denn hin?"
"Stellen sie nicht immer so viele unnötige Fragen, Miss Granger, schnaute Severus.
Sie werden es noch früh genug erfahren."
"Du weißt, dass ich für mein Leben gern fragen stelle", lächelte sie ihn frech an,
legte die Schreibfeder beiseite und packte ihre Unterlagen zusammen.
"Und daher kommt hier auch schon die nächste.
Muss ich irgendetwas mitnehmen?"
Severus schüttelte den Kopf.
"Nein, diese Reise bedarf keinerlei Vorbereitungen."
Außer einer nicht unerheblichen Überwindung meinerseits ging es ihm durch den Sinn.
"Gib mir wenigstens einen kleinen Tipp", betelte Hermine, als sie ihrem Stumm vor sich
herbrütenden Tränkemeister schnellen Schrittes durch Hogwarts leere Gänge Richtung Apparierpunkt
folgte.
"Nein, du überaus neugierige Graffendor", Severus legte noch etwas Tempo zu, jetzt wo
er sich entschieden hatte, wollte er es auch hinter sich bringen.
"Du bist mindestens genauso neugierig mein Lieber", keuchte Hermine und tächtete hinter
ihm her.
Als sie das große Portal-Tor aufstießen, wehte ihnen ein kalter Wind entgegen.
Schnell errichteten sie mit ihrem Zauberstab über Severus und sich einen kleinen Regenschutz
schirm, denn schon den ganzen Tag nieselte es in diesem trüben Augustag stetig vor
sich hin.
Er schaute kurz angewidert zum Himmel hinauf.
Das Wetter in Südfrankreich war um Klassen besser, aber dieses Wetter hier passte immerhin
prima zu seinem Ausflugsziel, dachte Severus akastisch, zog die Augenbrauen eng zusammen
und stimmte schon wieder in einem Höllentempo los.
Schon während ihrer herrlichen kleinen Reise nach Bordeaux hatte er mit sich gerungen,
ob er sie wirklich damit konfrontieren wollte.
Aber wie konnte man seine Zukunft, ja sein Leben mit jemandem teilen, wenn man ihn nicht
mit in seine Vergangenheit nahm?
Sie hatte es ihm schon vorgemacht, da war es doch nur fair, wenn er es auch tat.
Als sie wenig später auf dem Apparierpunkt angelangt waren, schöpfte er noch einmal
tief Luft, streckte seinen Rücken durch und schaute seine japsende verlobte Finster an.
Du wolltest doch wissen, wo ich normalerweise meinen Urlaub verbringe, ich werde es dir
zeigen.
Dann zückte er seinen Zauberstab und griff nach ihrem Arm.
Mit einem leisen Plopp materialisierten sie sich wieder und standen in einer trostlosen,
verkommenen Gegend, in der es nur eine einzige Farbe zu geben schien, grau.
Alles war grau, der Himmel, die Ruinen der Fabriken, die Straßen voller Unrat, der schmutzige
Fluss, der Träge an diesen heruntergekommenen Mietskasernen vorbeifloss und selbst das
wenige Grün, das sich gegen dieses alles beherrschende Grau hier und da anzustämmen wagte, schien
fahl und bleich.
Wo sind wir hier, fragte Hermine und schaute sich besorgt um.
Das Miss Granger ist Spinners End.
Er getraute sich nicht, sie anzusehen, sondern richtete schnell seine langen Schritte nach
rechts, um sie durch übel riechende Gassen und enge Durchgänge in einem Labyrinth der
Tristess zu einem Häuschen zu führen, das sich in kansterweise von all den ganzen anderen
zweifelhaften Unterkünften in dieser gottverlassenen Gegend unterschied, außer vielleicht, dass
es noch etwas heruntergekommener war und etwas abseits, ganz am Ende der Sackgasse lag.
Dort angelangt, schaute er sich kurz um, bevor er einen kleinen silbernen Schlüssel
aus der Tasche zog und ihn in das vorher nicht sichtbare Schloss steckte.
Ein leises Klicken zeigte den Besuchern, das sie eintreten konnten.
Fast hektisch zog er sie in den winzigen Flur und schloss sofort die Türe hinter sich ab,
dunkel war es und es roch muffig und mutrig.
Er konnte ihren Atem hören, der noch schnell ging von dem WK her und spürte ihre Wärme
und Nähe.
Eine Haarsträhne streifte sein Gesicht, als sie sich zackhaft umsa.
"Wo hast du mich hingebracht, Severus", besperrte sie erneut.
Er musste schlucken, aber immerhin hatte er es begonnen, sie herzubringen, also musste
er es auch beenden.
"Nach Hause, Hermine, in mein Zuhause."
Und er zog sie kurz eng an sich heran, weil er ihr leichtes Zittern spürte, griff dann
aber nach seinem Zauberstab und sorgte für Licht.
"Tritt bitte näher, es ist zwar alles etwas staubig, aber das ist ja kein Wunder, immerhin
komme ich nur ein, zweimal im Jahr her her und das auch nur sehr ungern."
Er bedeutete ihr, ihm in den Raum zu seiner Rechten zu folgen.
Es war ein Wohnzimmer, alte, fadenscheinige Bezüge spannten sich über die wenigen heruntergekommenen
Möbel, Morten zerfressene Teppiche bedeckten einen stumpfen Holzboden und flackante Petroleum-Lampen
schenken ein gnädiges Licht auf die Armseligkeit dieses Raumes.
Auf der Bank huschte sein Blick zu ihr herüber.
Die junge Frau, deren Elternhaus eine so ganz andere Atmosphäre ausstrahlte, schaute
sich aufmerksam und mit fast ehrfürchtigem Gesichtsausdruck um.
Ihr Blick fand nicht das speckige Sofa oder die fleckige Tapete, sah nicht die zerbrochene
Fensterscheibe, welche notdürftig repariert worden war, oder die Spinnebeben an den Decken
und die Toten fliegen auf der Fensterbank, sondern blieben an den drei Porträts hängen,
die zwischen all den nur noch sperrlich bestückten Bücherregalen wie eingesperrt hingen.
Fotografien seiner Mutter und seines Vaters und auch eines von ihm als Kind.
Lange stand sie davor, schien sich jede einzelne Falte, jedes Detail der kleinen Familie einprägen
zu wollen, dann drehte sie sich langsam zu ihm um und bat leise, zeigst du mir auch
den Rest-Cervoirs?
Er nickte stumm und führte sie nach und nach durch alle Räume des bescheidenen Hauses,
schielte er auch den öden Garten und die Waschküche nicht vor und blieb schließlich
in einem kleinen Zimmer im ersten Stock stehen.
Hermine hatte seit ihrer Bitte im Wohnzimmer kein Wort mehr gesagt, keinen Kommentar abgegeben,
kein Urteil gesprochen.
Jetzt schaute sie ihn scheu an und fragte leise, das ist dein Zimmer nicht wahr?
Er nickte stumm und trat vor das Fenster, dessen Scheiben von Staub und Dreck der letzten
Jahre blind waren und schob es energisch nach oben.
Auch hier fiel jetzt ein feiner Nieselregen vom Himmel und wuscht trotzdem nichts von
all dem staubigen Schleier der Umgebung ab, sondern schenkte diesem Ort noch eine Spur
mehr Trostlosigkeit, als er sowieso schon vertragen konnte.
Aber immerhin besserte der leichte Wind, der von draußen herein wehte den muffigen Geruch
des Raumes und machte das Atmen etwas leichter.
Auch hier schaute sich Hermine intensiv um, das schmiede eiserne Bett mit dem braunen
Überwurf, der schlichte Kleiderschrank, die Kommode aus Romholz, der dunkle Schreibtisch
und der wackelige Stuhl davor.
Er folgte mit den Augen ihrem Blick.
Hatte er früher eigentlich schon bemerkt, wie schäbig und geschmacklos das Ganze war?
Wohl kaum, so hatte es nämlich hier immer schon ausgesehen, Bett, Schrank, Tisch, alles
war ihm seit Kindertagen so vertraut und wirkte auf eine seltsame Art und Weise gleichzeitig
so abstoßend auf ihn, dass er sich wieder der aussichtslosen Umgebung außerhalb des Raumes
zuwandte.
Hermine setzte sich vorsichtig auf das Bett, das daraufhin jämmerlich quiechte und nahm
tief Atem.
"Erzählst du mir, wie es war?"
Er schaute sie nicht an, aber seine Hände kreiften sich an das Fensterbrett.
"Was willst du hören?", schnaubte er schließlich höhnisch.
Wie schrecklich deprimierend es war zu sehen, wie Mutter sich wieder und wieder etwas vormachte,
oder wie grauenhaft und ängstigend es sein konnte, wenn Vater betrunken nach Hause kam
und sich seine Missgeburt von Frau vorknöpfte und am besten auch gleich dem Sohn diesen
ganzen magischen Schwachsinn aus dem Sinn prügeln wollte.
"Welst du wirklich wissen, wie demütigend und einsames als Kind ist, ohne Freunde
und Spielkameraden aufzuwachsen, weil man für die einen zu seltsam und für die anderen
unter ihrer Würde war?"
"Wenn du es mir erzählen willst, gerne, aber eigentlich", flüsterte Hermine, "möchte
ich gerne hören, wie du hier überlebt hast."
Er rückte herum und hob überrascht an der Augenbraue.
"Bitte Severus", sie sahen ihn mit ihren großen braunen Augen an.
"Erzähl mir, wann du glücklich warst."
Sein finsterer Blick zog über die zusammengewürfelte Einrichtung und blieb dann an dem Papp-Bild
hängen, das über dem kleinen Nachttisch hinhängt.
Es war das von ungeschickter Kinderhand gezeichnete Wappen des Hauses Slytherin.
"Ich war glücklich, so kann er leise und musste schlucken.
Ich war glücklich, als ich meine Magie entdeckte, und mir meine Mutter erklärte, dass es ganz
normal für einen Zauberer sei, mehr zu können als andere.
Er bemerkte, dass Hermine leicht nickte, denn auch für sie war dieser Zeitpunkt eine wichtige
Wendemark in ihrem Leben gewesen.
Und ich war immer dann glücklich, wenn mir meine Mutter von den großen Zauberern und
Hexen der Vergangenheit erzählte, von Merlin und Zürze, von Sallasas Slytherin und den
anderen Gründern Hogwarts.
Er machte eine unbestimmte Gäste in den Raum hinein.
Ich war wie in einer anderen besseren Welt, wenn sie die alten Sagen und Märchen vorlaß,
aus diesen wunderschönen, ganz besonderen Büchern, die sie immer versteckte und nur
herausholte, wenn mein Vater zur Arbeit war.
Er zückte seinen Zauberstab und klopfte dreimal gegen das Fensterbrett, so öffnete
sich eine kleine Lade, aus der er einen abgegriffenen Brief herauszog, dessen Adresse mit grüner
Tinte geschrieben war.
Aber ich hätte besten können vor Glück, als er in meinem elften Geburtstag mein Brief
kam, und ich wusste, ich durfte endlich weg von ihr.
Er öffnete vorsichtig den Umschlag und überflog mit einem minzigen Lächeln den wohlbekannten
Inhalt, bevor er zärtlich über das Papierstrich und ihn wieder in die Hülle steckte, um ihn
in das Versteck zurückzulegen.
Dann schaute er erneut hinaus auf den alten Schornstein und die Abbruchhalde, den schmutzigen
Fluss und die Krähen am Himmel.
Ich gestehe, ich war auch immer dann sehr glücklich, wenn ich dieses wunderschöne, rothaarige
Mädchen sah, das manchmal hinter dem Hügel spielte.
Er säufzte tief.
Ich habe sie wochenlang beobachtet, und alle ihre Gewohnheiten notiert, bevor ich es mit
viel Überwindung eines Tages gewagt habe, sie anzusprechen und ihr zu sagen, dass sie
so ist wie ich.
War das Lily Evans, fragte Hermine, sagte.
Ja, Lily, er lachte freudlos auf, sie fand mich am Anfang ebenfalls seltsam.
Na, wahrscheinlich empfand sie das bis zum Schluss so, aber sie war der einzige Freund
in meinem Leben, der diese Bezeichnung überhaupt verdiente.
Matt wischte er einige Spinnweben aus der Fensterbank-Ecke.
In der Zeit vor, Lily mochte ich die Winterliebe als die Sommer, in der Zeit vor ihr war mir
mein Dachbodenliebe als sonst ein Ort auf dieser Welt.
Unvermittelt drehte er sich um und alter aus dem Zimmer, komm mit dich, zeige ihn dir,
forderte er sie ihm vorbeigehen auf.
Direkt hinter seinem Zimmer führte eine steile Stiege hinauf und das Dach des Hauses.
Auch hier benutzte er seinen Zauberstab, um den Verschlag am Ende der Treppe zu öffnen.
Mit offener Mund späte Hermine hinter die alte Türe.
"Ihr war noch niemand außer mir und meiner Mutter", sagte er leise, fastte ihre Hand
und sorgte mit einem weiteren Zauberstab wischwüllig.
"Wow!", entfuhr es ihr überrascht.
Dieser Raum war so gänzlich anders als alles drumherum, ihnen wie außen.
voller Magie, voller wunderbarer und ungewöhnlicher Objekte, Gerätschaften und Gegenstände.
Er war voller Licht und voller Farbe.
Da war beispielsweise die beeindruckende, völlig realistische Miniaturgalaxie, die
sich glitzand über ihren Köpfen in einem hohen, eleganten Deckengewörbe drehte, das
nur magisch sein konnte, denn der tatsächliche First musste nur wenige Inches über ihren
Köpfen liegen.
Da stand ein grüner, sehr einladender Ohrensessel mit dazugehörigem Schemel vor einem breiten
Kamin.
Es fand sich ein schweres, magisches Radio, wie es Hermine schon von den Wiesnies kannte,
und tatsächlich befand sich in der Ecke links vom Kamin sogar ein einfach eingerichtetes
Labor, mit Kesseln, Zutaten, Schrank und Tisch und einem Regal mit Fachliteratur.
Hermine machte einige Schritte in den Raum hinein und fuhr ihm vorbeigehen vorsichtig
über das große Teleskop, das nahe dem Eingang vor einem Dachfenster stand.
Dann klopfte sie leicht mit den Knöcheln auf das Feinglas, das Recht daneben schwebte
und schaute Severus fragend an.
Damit wir wussten, wann mein Vater nach Hause kam, oder die alte neugierige Nachbarin von
gegenüber mal wieder an unsere Fensterspähte, erklärte er.
Er ging zu dem Sessel hinüber und strich sagte über die Leene.
"Meiner Mutter las mir hier immer vor, oder sie braute dort ihre kleinen Heiltränke
oder Heilposten.
Ich schaute ihr so gerne dabei zu."
Er wischte etwas Staub von der Glaskugel, die auf schwarzem Samt gebettet, auf einem
eigenen Ständer in der Nähe stand.
Sie hatte übrigens seine heimliche Leidenschaft für das Wahrsagen, er grinst etwas spöttisch,
eine Vorliebe, die ich nie verstanden habe.
"Dein erster Besen?" fragte Hermine und zeigte auf einen sehr demolierten und antiquierten
Rennbesen in der Ecke.
"Ja, er war noch von meinem Onkel Emerald.
Er ging nicht sehr gut mit seinen Sachen um, aber besser wie nichts.
"Du hast einen Onkel?"
"Ich habe drei Onkel, oder um genau zu sein, ich hatte drei Onkel."
"Was ist mit ihnen geschehen?"
"Sie waren alle bedeutend älter als meine Mutter, sie war eine Nachzüglerin und meine
Großeltern waren schon ziemlich alt, als sie sie bekamen."
Der älteste Bruder Edwin ist im Zuge der Auseinandersetzungen mit Grindelwald getötet worden, er war im
Ministerium.
Der zweite Ernest war ein bedeutender Heiler in Irland, dessen Ehe mit einer reinblütigen
Schönheit der dortigen Oberklasse leider kinderlos blieb, er nahm sich das Leben, als
sie ganz unerwartet an einem Herzinfarkt starb.
Und Emerald, als Dritter, war ein Braufgänger und Lebemann, er hat sich immer mal wieder
die Finger an heikligen Geschäften verbrannt und ist schließlich eines Tages spolos verschwunden.
Keiner hat je wieder etwas von ihm gehört.
"Send sie das?" fragte Hermine und ging näher an die Bilder, die auf dem Kamin standen
heran.
"Ja, das sind sie und das," Severus zeigte auf das rechte Bild, "das sind meine Großeltern,
Severin und Essel, Prinz."
Hermine nahm den silbernen Bilderrahmen in die Hand und studierte die beiden alten Deute
darauf eingehend.
"Die Nase hast du von deinem Großvater, die Augen und die Haare aber von deiner Großmutter."
"Wahrscheinlich," seufzte Severus.
Auf jeden Fall war die Familie Prinz nicht dafür bekannt, besonders gut aussehende Nachkommen
hervorzubringen.
Sie haben mehr Wert auf anderes gelegt.
"Und das war was?" erkundigte sich Hermine interessiert und nahm das Bild mit den Söhnen
in die Hand.
"Macht, Wissen und Galeonen," ersetzte sich auf den Sessel und stug die Beine übereinander.
Die Familie Prinz hatte ihre Finger über Generationen von Zauberern und Texen in allem
drin, was bedeutsam war auf dem Gebiet der Wissenschaft und in der Welt der Politik und
des Goldes.
"Aber ich habe nie den Namen Prinz in den Listen der Minister oder der Wissenschaft
gefunden," wunderte sich Hermine.
"Das ist doch so gewollt."
Ein dünnes Lächeln legte sich auf seine Lippen.
Das Hauptanliegen der Familie war es immer Macht und Einfluss zu haben, aber nie wirklich
in Erscheinung zu treten.
"Mir sind Slytherins immer schon.
Außerdem haben wir einen viel zu großen Hang zu den dunklen Künsten, da hält man sich
besser bedeckt, wie du verstehen wirst."
"Ja, das läutet mir ein," nickte Hermine, "die geborenen Spione."
Sie deutete auf den schwarzen Staben neben den Bildern.
"Ist das der Zauberstadt deiner Mutter?"
"Ja, Schwarzton, zwölf Zoll mit Drachenherzfaser.
Sie hat die nur hier oben benutzt, Vater wurde schrecklich wütend, wenn sie irgendwelche
Magie im Haus wirkte."
Hermine nahm auf dem Schimmelplatz und sah sich noch einmal um.
"Das ist ein ganz besonderer Ort, Severus, und das bedeutet mir sehr viel, dass du mich
hierher mitgenommen hast."
"Es musst du sein," sagte er, abweisend und überkreuzte die Arme vor der Brust.
"Warum?" hackte sie nach.
"Weil, weil…" er brach ab und schloss kurz die Augen.
"Ich weiß nicht recht, warum, Hermine, ich weiß nur, dass ich es tun musste, vielleicht
weil du es auch getan hast, vielleicht weil ich gespürt habe, dass es wichtig war."
Sie stand auf und setzte sich auf seinen Schoß, zog seine Arme auseinander und schmiegte
sich an ihn heran.
"Egal warum, Severus, ich bin froh und danke dir."
Er ließ seine Hände über ihren Rücken streichen und drückte sie noch etwas näher an sich
heran.
Dann wollte er sie gerade küssen, als das Feindglas über ihrem Kopf anfing zu summen.
"Werdammt!" fluchte Severus heftig.
"Wer ist das?"
"Das ist diese verdammte vorwitzige Nachbarin."
"Liebt die denn immer noch?"
fragte Hermine erstaunt und wollte sich wieder an ihn schmiegen, aber er hatte sie schon von
sich geschoben und war aufgestanden.
"Nein, das ist ihre Tochter Chrysler, sie ist noch schlimmer," rollte er düster.
"Lass sie doch, sie geht bestimmt wieder."
"Nein tut sie nicht, sie ist die Penetranz in Person," knurte Severus.
"Sie hat uns bestimmt kommen sehen und will jetzt wissen, wer du bist und so weiter."
Er schritt Richtung der Treppe und Hermine folgte ihm bedauern.
Auf der Stiege versiegelte er den Raum mit mehreren Sicherheitszaubern und stürzte
die Treppe hinunter.
Ein durchdringendes Klopfen war durch das ganze Haus zu hören.
"Geh ins Wohnzimmer," badte Hermine schroff.
Unten riss er die Haustüre auf und sah sich eine etwa 40- bis 50-jährigen, drallen Frau
in engen Rosa Leggins gegenüber, die ihn Kaugummi-Count angranzte.
"Hallo, Sev, da bist du ja wieder," flürtete sie und wollte sie schon an ihm vorbeidrängen,
aber der Tränkemeister stellte sich ihr in den Weg.
"Offensichtlich," antwortete er kalt, sie musterte ihn von oben bis unten.
"Gut scharst du aus?"
"Was willst du?" blaffte er sie an.
"Wer ist die junge Lady?"
Crystal späte unauffällig auffällig an ihm vorbei ins Haus.
"Das geht dich gar nichts an," zischte er betont gelangweilt und musste sich doch
am Riemen reißen, um ihr nicht ein Wüten, das niemand entgegenzuschleudern, denn das
hätte Hermine bestimmt nicht gefallen.
"Ach, tut es das nicht?"
Crystal stemmte ihre kurzen Arme auf die ausladenden Hüften.
"Wer hat dich denn als erstes an mein allerheiligstes ran gelassen?
Wer hat diese komischen Typen angelogen, die ihr immer mal wieder auftauchen?
Und wer hat deine Mutter in ihrer letzten Not gepflegt?"
Ihre Stimme wurde immer schriller und lauter und die Taktik war zwar durchschaubar, aber
doch sehr wirkungsvoll, denn Severus zog die keifende Frau mit einem Ruck in den kleinen
Flur und schloss die Tür hinter ihr.
"Du weißt, ich bin dir für alles dankbar, was du für Mutter und mich getan hast, aber
das gibt dir kein Recht an mir," knischte er und beugte sich bedrohlich über die
kleine dicke Gestalt.
"Mag sein, aber ich will trotzdem wissen, wer sie ist," ließ Crystal nicht locker.
Severus wollte ihr gerade einige sehr beleidigende Worte an den Kopf werfen, als seine Meisterschülerin
die Wohnzimmertüre öffnete und freundlich sagte, "Ich bin Hermine Granger, und wer
sind Sie, Madame?"
Crystal starte die junge Frau an, als wenn sie ein solches Wesen zum ersten Mal zu Gesicht
bekommen würde, und ihr Blick ging zweifeln zwischen ihr und Severus hin und her.
Dann fasste sie sich aber wieder, und nachdem sie sich einige Male kurz geräuspert hatte,
regte sie Hermine die Hand entgegen.
"Ich bin Crystal Chiki, eine alte Freundin von unserem lieben Sev hier.
Wie schön Sie kennenzulernen," behauptete Hermine höflich.
"Send Sie seine Freundin?" fragte Crystal wenig diplomatisch, anscheinend war das
bei dem grad ihrer Neugier nicht mehr machbar.
"Nein," winkte Hermine energisch ab, "wo denken Sie hin?
Ich bin seine verlobte, und genoss sichtlich Crystal's entgleißende Gesichtszüge."
"Seine verlobte?"
echote sie und bekam den Mund nicht mehr zu.
"Sehr richtig," nickte Hermine und blickte demonstrativ auf ihre Armbanduhr, "und
wenn wir mehr Zeit hätten, würden wir sie natürlich gerne zu einem Tee einladen, Miss
Chiki, aber bedauerlicherweise müssen wir uns schon wieder verabschieden."
Sowohl Crystal als auch Severus starten Hermine staunend an, die lüß sich aber gar nicht
bremsen und drängte die Nachbarin geschickt nach draußen, während sie unablässig auf
sie einredete.
"Es ist ja so schade, dass wir keine Zeit mehr für Sie haben, Miss Chiki, aber das
nächste Mal wird das anders sein, das verspreche ich."
Der Professor sagt immer wieder, wie wichtig diese Zeit hier mit Ihnen und Ihrer Mutter
für ihn war, welch große Einsichten er hier gewonnen hat und welch entscheidende Erfahrung
er sammeln durfte.
Sie beugte sich konspirativ zu der doch recht überrumpelten Crystal.
"Ein Bild von Ihnen und Ihrer Werden, Frau Mutter steht sogar auf unserem Kamin.
Ich persönlich, noch näher, kam sie ihr, wenn besonders dankbar für die speziellen
Erfahrungen, die mein Verlobter bei Ihnen sammeln durfte.
Sie wissen, was ich meine?"
Sie zwingerte ihr zu und schüttelte ihr heftig die Hand.
"Gern geschehen," stammelte Crystal.
"Machen Sie es gut und bis zum nächsten Mal."
rief Hermine ihr fröhlich zu und alter die Straße herunter.
Immerhin regnete es immer noch.
"Was war das denn gerade?"
fragte Severus ärgerlich und zog sie eine Abzweigung weiter.
"Ich hatte den Eindruck, dich retten zu müssen," antwortete Hermine.
"Schon wieder?
Immer mal wieder," grinst der Hermine, "besonders gern im Sommer."
So, so machte Severus grummelt und schaute sich ein letztes Mal finster um, bevor er
sie in eine noch düsterere Seitengasse zog und mit ihr zurück nach Hogwarts apparierte.
Befreit atmet er er auf, als er die klare schottische Luft um sich herum spürte, Hermine tat es
ihm gleich.
"Gorm, ich will heim," murmelte er und zog sie hinter sich her.
Ähnlich schnell und taktisch wie der Hinweg war auch ihr Rückweg und als sie in den Kerkern
angekommen waren, musste Hermine sich erst einmal in einen der Sessel fallen lassen und
durchatmen.
Sein Weg führte ihn aber direkt ins Badezimmer.
Er hatte, wie immer nach seinem Besuchen zu Hause, das drängende Gefühl sofort all
die Erinnerung an das Grau abzuwaschen, von seinem Körper, von seinem Gemüt, von der
Seele.
Als ich sein schneller Atem unter dem warmen Strahl des Wassers einigermaßen beruhigt
hatte, spürte er, wie sich ein weicher Körper vorsichtig an seinen Rücken schmiegte.
Abruppt drehte er sich um, Hermine stand da und sah ihn mit undefinierbarem Gesichtsausdruck
an.
Dann griff sie nach dem Schwamm und der Seife und begann ihn, ohne ein Wort zu verlieren
zu waschen.
Sie ließ sich Zeit.
Erst als er ruhiger wurde und sein Blick nicht mehr so verkniffen und drohend war, stellte
sie das Wasser ab und angelte sich von draußen zwei Handtücher.
Sturm reichte sie im Einus und beide trockneten sich ab.
Als sie trocken waren, nahm sie ihm das Handtuch aus den Händen und legte es zusammen mit
ihrem auf den Rand der Wanne.
Dann fasste sie ihn an der Hand und sagte leise, komm.
Nackt führte sie ihn ins Schlafzimmer und dort geradewegs ins Bett.
Kuschelte sich tief in die Lagen und zog ihn ganz dicht an sich heran.
Dann küste sie ihn zärtlich.
Seine Lippen, seine Wangen, seine Augen, Lieder, sein ganzes Gesicht, streichete über
seine Schulter durch sein feuchtes Haar, wo seinen Rücken hinab zu seinem Po.
Natürlich bemerkte sie, wie sein Atem sich schnell wieder beschleunigte, dieses Mal aber
aus einem völlig anderen Grund, einem guten Grund, wie sie fand.
Und seine Leidenschaft, die er ihr und ihrem Körper anschließend schenkte, war wohl Antwort
genug.
Dass sie aber nach ihrer Vereinigung noch sehr lange wach nebeneinander lagen und
er ihr zählte, wie es damals gewesen war, im Grau von Spinners End, das war ein großer
Liebesbeweis und mehr als sie je zu hoffen gewagt hatte.
Nox
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Ich danke dir herzlich und bis zur nächsten Geschichte, deine Yanna.
Podbean