#227-228 Geliehene Zeit, zwei Umdrehungen - Severus & Hermine - Harry Potter FanFiction
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Ich freue mich über eine positive Bewertung von dir und wünsche dir nun ganz viel Spaß
mit der neuen Folge "BloomOS".
Kapitel 227 - Kurios, aber nicht durchführbar.
Heute gebe ich mal kein Emoji vor und ihr müsst einem passenden Emoji finden für das
Wahlfach Nummer 1, was jetzt dieses Wochenende in Hogwarts angeboten wird.
Ich bin gespannt, was ihr findet.
In der großen Halle hätte man eine Stecknadel fallen hören können, obwohl außerhalb der
hohen Mauern von Hogwarts ein Schnee sturmtobte, der seinesgleichen suchte.
Immer wieder richteten sich die ängstlichen Augen der Schüler und Lehre auf die verzauberte
Decke, an der sich Wolken fetzen mit erstaunlicher Geschwindigkeit jagten.
Schneeflocken wirbelten so dicht, dass man teilweise die Wolken gar nicht mehr erkennen
konnte, aus denen sie fielen.
Unten an den vier Haustischen kam jedoch keine einzige Flocke an.
Über allem lag ein Heulen, schlimmer als das eines Rudels Wehrwölfe, ein Brüllen,
welches man durch die meterdicken Außenmauern des Schlosses glücklicherweise kaum wahrnahm.
Er bis Dumbledore stellte eine imposante Erscheinung dar, dort oben auf der Empore.
Er zwirbelte sich mit der linken Hand, den langen grauen Bart, und sah dabei wohlwollend
auf seine Schülerschaft herab, ein langes Stück Pergament in seiner Rechten haltend.
In den Gläsern seiner halbmondförmigen Brille spiegelte sich bisweilen das chaotische Wolkenrennen
über seinem Kopf.
Bislang sieht es so aus, als sei unsere Schule weitgehend verschont geblieben von dem angekündigten
Jahrhundertsturm.
Allerdings sagen die Wetterfrösche auch, dass wir das Schlimmste noch lange nicht überstanden
haben.
Ihrer Meinung nach geht es gerade erst los.
Er blickte salbungsvoll in die Runde.
Kommen wir jetzt zu etwas anderem, etwas schönerem und interessanterem, wie ich hoffe,
Dumbledore winkte mit dem Stück Pergament in seiner Hand.
Die Teilnahmebereitschaft war überwältigend.
Das Kästchen in der großen Halle musste aufgrund ihres, verzeihen sie mir die Ironie, anstürmes
magisch vergrößert werden, allgemeines Gemurmel erhob sich.
Doch nun hat ihr Warten ein Ende.
Hier auf dieser Liste habe ich jeden einzelnen Vorschlag notiert und wie oft für ihn abgestimmt
wurde.
Ich werde nicht alle vorlesen, nur die, die in die engere Wahl gekommen sind.
Die Schüler hingen an seinen Lippen.
Der Schulleiter reusperte sich.
"Ich beginne mit Punkt 10 auf der Liste", begann er mit einem Augenzwinkern.
"Es freut mich, dass auch ich es auf die besten Liste geschafft habe.
Wer Interesse hat, darf sich nämlich gerne zu dem von mir angeleiteten Kaligrafiekurs
melden."
Vom Hufflepuff-Tisch her erklang Lautos Jubelgeschrei.
Jean musste zugeben, dass das eine gute Idee gewesen war, auf die sie selbst nie im Leben
gekommen wäre.
Dumbledore hatte in der Tat solch eine schöne Schrift und es war toll, dass er auch andere
davon profitieren lassen wollte.
Auf Platz 9 landet eine Einführung in die lateinische Sprache bei Professor Flittwick.
Gut für alle, die das Wahlfach nicht belegt und Schwierigkeiten damit haben, sich an
die richtigen Zaubersprüche zu erinnern, mäßige Applaus.
Platz 7 und 8 haben dieselbe Anzahl Stimmen erreicht.
Dabei handelt es sich einmal um magische erste Hilfe bei Madame Pomfrey und den Schachworkshop
von Professor Slakhorn samt organisiertem Schachturnier am Sonntag.
Auf Platz 6 landete moderner Tanz bei Gretchen Geist, der jüngsten Lehrkraft der Schule.
Eigentlich war sie Referendarin für Zauberkunst und unterstützte Professor Flittwick, der
nebenbei ja noch latein lehrte.
Nummer 5 sollte die angemessen Auseinandersetzung mit dem Zauberer Krieg werden und Jean war
erleichtert zu erfahren, dass McGonagall damit betraut worden war, sich den kritischen Fragen
der verunsicherten Schülerschaft zu stellen.
Auf den nächsten beiden Plätzen landeten Indoor Quidditch für alle bei Madame Hooch
und Duellzaubern bei dem jungen Boris Besovsky.
Damit landete mediterranes Kochen mit Professor Sprout auf dem zweiten Platz.
Geräuschvolles Murmeln kündete den Sieger der Ausweitung an und schluckte sogar die
Sturmböen, die gegen die Schlossmauern brandeten und die alten Holztüren zum Knarren brachten.
Platz 1 hat mich gelindegesagt überrascht, ließ sich der Schulleiter vernehmen und
es hat seine Zeit gedauert, bis wir darüber übereingekommen waren, ob und wie man dem
Wunsch entsprechen kann.
Da die Workshops über den ganzen Tag gehen und das an allen drei Tagen kann kein Lehrer
zweimal angespannt werden und da unsere über alles geschätzte gute Seele Poppy bereits
einen Kurs leitet, mussten wir nach jemand anderem Ausschau halten für unseren Aufklärungsunterricht
in Sexualkunde.
In der darauf folgenden Stille war der Sturm draußen plötzlich wieder ganz deutlich zu
hören.
Etwas was nach Mauer oder Ziegelstein-Klang rumpelte über das Dach und endete in einem
haarsträubenden Splittern.
Viele schragen zusammen und blickten nach oben, als ob sie erwarteten, dass die magische
Decke einen Riss bekommen habe.
Niemand klatschte.
Ich freue mich, Ihnen allen mitteilen zu dürfen, dass unsere Astronomie-Professorin
Miss Himmels Stürmer sich bereit erklärt hat, den Unterricht zu leiten, fuhr Dumbledore
mit einem breiten Lächeln fort.
Ich freue mich über Ihr aufrichtiges Interesse und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen,
denn die Wichtigkeit dieser Art des Unterrichts ist zweifelsfrei gegeben.
Endlich klatschten vereinzelte Schüler, verschämt zwar und mit roten Bangen, aber sie klatschen.
Jean verbarg ihren Kopf in den Armen.
Bis zuletzt hatte sie befürchtet, dass sich so viele fürs Aktmalen gemeldet hätten, dass
dieser Kurs unter die zehn beliebtesten gewählt worden sein könnte.
Aber außer den Gryffindors hatte glücklicherweise wohl kaum jemand mitbekommen, dass der überhaupt
zur Diskussion gestanden hatte.
Er fiel ein zentner schwerer Stein vom Herzen.
Das wäre doch alles wieder auf Sie zurückgefallen und die verklemmten Slytherins hätten ihr
das Leben noch saurer gemacht.
Prof. Dumbledore erklärte noch, wie man sich zu den unterschiedlichen Kursen anmeldete
und was passierte, wenn es zu viele oder zu wenig Interessenten gab.
Am Ende legte er die Spitzen seiner langen, wirklich schlanken Finger zusammen und zog
folgendes Resümee.
Ja, meine lieben Gryffindors, Ravenclaws, Hufflepuffs, Slytherins und Darmstrengs, das
Collegium und ich waren teils basserstaunt, teils amüsiert über all die eingereichten
Vorschläge.
Teilweise waren sie recht fantasievoll, abenteuerlich und erbaulich, kurios, aber schlichtweg nicht
durchführbar.
Nun hoffe ich, dass wir eine gute Auswahl für Sie getroffen haben und wünsche Ihnen
ein langes, lehrreiches und vor allem lustiges Wochenende.
Machen Sie sich keine allzu großen Sorgen wegen des Wetters, nach einer gründlichen
Inspektion des ganzen Schlosses, um sicherzustellen, dass es keine schweren Sturmschäden gibt,
können wir gegen zehn Uhr loslegen.
Kursräume und Inhalte werden gut sichtbar auf Pegamenten in der Eingangshalle angeschlagen
sein.
Jean driftete in Gedanken ab, sie saß dort, wo sie immer saß und konnte daher einmal durch
den ganzen Raum bis hin zum Slytherin-Tisch blicken.
Severus würdigte sie keines Blickers.
Wie schon am Abend zuvor, war er in Gespräche mit Leuten wie Muldzipper, Avery und Wilkes
vertieft.
Sie fragte sich, ob die ihn fertig gemacht hatten am gestrigen Abend, weil sie sich
nach ihm erkundigt hatte.
Augenscheinlich war das nicht der Fall.
Self rückte ganz locker und die anderen Schienen ihn ernst zu nehmen, statt sich über ihn
lustig zu machen.
All das konnte sie an der Körpersprache und den Gesichtsausdrücken der Jungen drüben
am Tisch ablesen.
Sie hatte Severus am gestrigen Abend einfach stehen gelassen.
Er war so erbärmlich, wie er sich da ein Mädchen-Klo vor ihr versteckt hatte.
Jedes Mal, wenn sie daran zurückdachte, hätte sie ihm am liebsten noch mal ins Gesicht geschlagen,
dass sie die Fassung verloren hatte, ärgerte Jean, doch verlor sie momentan nicht ständig
die Fassung?
Wie viel Hermine steckte eigentlich noch in ihr?
Im Gegensatz zu vielen anderen Mädchen, die sich in der Pubertät befanden, hatte sie
sich als Hermine so gut wie nie in Frage gestellt.
Das Jungen sich nicht für sie interessierten, war ihr gleichgültig gewesen.
Mehr noch, sie hatte darüber gestanden.
Ihre unschuldigen Gefühle für Ron kamen ihr jetzt lächerlich vor.
Wieso hatte sie sich eingebildet, in einen Weasley verliebt zu sein?
Was hatte er je für sie getan?
Er hatte ihre Gefühle nicht verstanden, wahrscheinlich würde er die Gefühle eines Mädchens überhaupt
nie nachempfinden können.
Hunger war für ihn dasselbe wie Angst, Unsicherheit und Langweile.
Typisch Junge hätte man jetzt sagen können, wenn man oder in diesem Fall sie nicht den
jungen Cerberus Snape kennengelernt hätte.
Cerberus war kein Gefühlsgrüppel wie Ron, er besaß emotionale Tiefe, ähnlich wie Harry.
Doch wenn Harry schon vielschichtig war, so war Cerberus eindeutig von noch komplexerer
Art.
Dunkler, geheimnisvoller, anziehender.
Beide Jungen hatten jeder für sich eine herzzerreißende Vergangenheit.
Lily hatte Jean auf dem Weg zum Frühstück einringlich dazu geraten von Self-Abstand
zu nehmen.
Du bist gerade ziemlich verwirrt und dadurch verletzbar, hatte sie gesagt.
Ihr wolltet euch doch sowieso an diesem Wochenende aus dem Weg gehen oder habe ich das falsch
verstanden?
Das stimmte, doch jetzt fragte Jean sich wie sie das am besten anstellen sollte.
Warum hatte sie ihn nicht doch danach gefragt, welche von den Wunschkursen er besuchen wollte?
Schach, daran erinnert er sie sich.
Auf gar keinen Fall Quidditch.
Tanzen und Kochen nie im Leben.
Latein?
Nein, er besuchte bereits das Wahlfach Latein wie Jean Buste.
Und was war mit Calligraphie?
Warum nicht?
Der Kurs wurde von Dumbledore unterrichtet.
Doch wie stand Cerberus eigentlich mittlerweile zu Dumbledore?
Der Schulleiter hatte ihm neulich eine klare Anweisung erteilt, was Jean und das Geheimnis
volle um ihre Person anging, dass er den Mund zu halten habe, um keinerlei Gerüchte über
sie in Umlauf zu bringen, bezüglich ihres Aufenthaltes in Hogwarts.
Außerdem war Cerberus bereits fürs Petsen und sicher auch für die Glorifizierung Voldemorts
von ihm gerügt worden.
Vor dem gestrigen Abend hatte Jean sich nicht vorstellen können, Seth wirklich aus dem Weg
gehen zu können.
Sie war zu jung, um zu begreifen, was emotionale Abhängigkeit bedeutete.
Seine höfliche Zurückweisung, was das lange Wochenende anging, hatte sie sehr beschäftigt.
Seitdem ihr jedoch klar geworden war, wie feige er sich vor ihr versteckt gehalten hatte,
war ihr Gefühl ein anderes.
Auf der einen Seite war sie schockiert und fühlte sich innerlich noch immer ein wenig
so, als wäre sie gegen eine dieser Staturen gelaufen, die hier alle paar Meter im Weg
rum standen.
Es würde Lilly sicher freuen, wenn sie ihr berichten konnte, dass sie sich bis auf weiteres von
Cerberus fernzuhalten gedacht hat.
Der Grad seiner Unreife passte ganz und gar nicht zu dem, was sie dieser Tage durchmachte.
Abgesehen davon waren Mädchen und gleichaltrigen Jungen in der Entwicklung fast immer um den
volle drei Jahre voraus, hatte die Wissenschaft festgestellt.
Das galt für Murgl wie für Magier.
Es würde ihr nichts als Frust bringen, sich von Seth zu erhoffen, dass er ihr körperlich
näher kam.
Aber was war es denn eigentlich, was sie sich von ihm erhoffte?
Selten hatte sie weiter gedacht, als daran ihn wieder zu küssen.
Er küste gut und war sich dessen wahrscheinlich überhaupt nicht bewusst.
Sie selbst war 14, laut ihrer falschen Identität noch immer 13 Jahre alt, und fing gerade erst
an, sich Gedanken darüber zu machen, was außer Küssen und Händchen halten sonst noch
so möglich war, zwischen zwei Menschen, die sich mehr als nur mochten.
Auch wenn gewisse Slytherins behaupteten, sie sei spitz wie ein in die Erde gerammter
Garten genommen, wenn eine Holunderhexe zu sein bedeutete, dass sie sich jeden einzelnen
Tag so fühlen würde, dann rückte die Überlegung, den älter Stab als Brennholz zu verwenden,
doch wieder in den Bereich des Möglichen.
"Wollen wir zusehen, dass wir unsere Kurse kombiniert kriegen?" fragte Lily, und holte
Jean so wieder an den Gryffindor-Tisch zurück.
"Ich meine, weil die anderen werden bestimmt wieder hässlich zu dir sein."
"Ja, das werden sie."
Jean suchte in ihren Hosentaschen nach einem Taschentuch und schneutste sich ausgiebig.
"Aber daran kannst du auch nichts ändern.
Du musst dich mir nicht anpassen.
Du willst tanzen, dich aufklären lassen und McGonagall wegen des Krieges trießen.
Mir reicht es, wenn wir eins von den drei zusammen machen."
"Also die sexuelle Aufklärung," meinte Lily grinsend.
"Ich hatte eher an die Kriegerische gedacht."
Jean grinste ebenfalls.
"Weiß ich doch.
Ob man auch an allen drei Tagen dasselbe machen darf?"
"Nein," sagte Phoebe kategorisch, die plötzlich neben ihnen aufgetaucht war.
Sie umarmte Lily zur Begrüßung und berührte Jean leicht am Arm.
Es gefiel Jean, dass sie in Phoebe's Augen anscheinend keine Aussätze war.
"Aber warte mal, bis Sonntag, da ändert sich bestimmt nach was.
Wie findet ihr es, dass die Himmelsstürmer die Aufklärungsstunden übernehmen will?"
"Super," erwiderte Lily sogleich, "die ist jung und aufgeschlossen.
Nichts gegen Poppy, aber sie wechselte einen vielsagenden Blick mit Jean."
"Ich hab ihr nichts gesagt," hieß das.
"Hm, machte Jean.
Ganz interessant.
Noch interessanter wäre es allerdings, wenn Nielsen an diesem Wochenende auch anwesend
wäre, dachte sie.
Er würde sich den Aufklärungsunterricht bei seiner heimlichen Geliebten ganz sicher
nicht entgehen lassen."
Kapitel 228 – Dinge, die sich verselbstständigen In der Eingangshalle ging es hoch her – und
das nicht etwa, weil der Sturm Schnee unter den schweren Eichentüren durchtrieb.
Die Schüler umschwärmten die zehn breiten Pergamentrollen, die an hölzernen Gestellen
hängend nähere Auskünfte über das Kursangebot gaben, wie Motten das Licht.
Sie dienten ebenfalls dazu, sich für den jeweiligen Kurs einzuschreiben. Fibi hatte recht behalten,
die Liste für den Aufklärungsunterricht umfasste schon dutzende Namen. Es war den
Schülern freigestellt, sich heute, morgen oder erst am Sonntag einzutragen, doch da die meisten
Kurse eine begrenzte Teilnehmerzahl hatten, wollten fast alle es jetzt schon hinter sich bringen.
Am liebsten hätte Jean sich gar nirgendwo eingetragen und sich stattdessen in ihr Bett
verzogen. Oder wäre ziellos durchs Schloss gewandert, um hoffentlich einen Blick auf den
scheuen Kniesel werfen zu können. Mit Lilly hatte sie ausgemacht, am morgigen Samstag zusammen
zu McGonagals Veranstaltung zu gehen. Am Vormittag würde die stellvertretende Schulleiterin die
Zeitachse des ersten Zauberer Krieges erläutern. Am Nachmittag gäbe es dann die allseits mit
Spannung erwartete Diskussionsrunde. Alles in allem waren die Workshops viel kürzer als der
normale Unterricht. Die Lehrer, die keine Workshops leiteten, mussten Omnipräsenz sein, sie durften
das Schloss nicht verlassen, immer auf dem Sprung sein und nach Sturmschäden Ausschau halten.
In Kürze würden die ersten Kurse beginnen und Jean stand immer noch da wie ein Erumpend vor
dem Berge. Sexualkunde war voll, wie auch sonst, aber sie hätte den Kurse ohnehin nicht machen
wollen. Schade, dass sich dein Aktkurs nicht durchgesetzt hat. Überrascht schautet Jean zur
Seite, schon wieder Phoebe. Normalerweise hielt sie sich von Jean eher fern. Die beiden Mädchen
fanden sich nicht unsympathisch, doch der Funke wollte nicht zur Richtung überspringen. Vielleicht
war die Ravenclaw auch ein wenig eifersüchtig auf sie, dachte Jean. Oh, danke, sie versuchte ein
Lächeln. Aber das war eher ein Scherz, ja, ein Witz. So was wird man an einer Schule nie
durchführen können, zumindest nicht bei Minderjährigen. Und welcher Professor würde sich
dafür hergeben? Du. Hahahaha, platzte Jean heraus und hielt sich refleksartig eine Hand vor
den Mund. Was? Du hast richtig gehört, Jean. Mach doch den Kurs einfach selbst, wenn du Bock drauf
hast. Phoebe, ich sagte doch schon, es war nicht ernst gemeint. Peinlich berührt seit Jean sich
oben, ob ihr vermeintlicher Heiterkeitsausbruch aufsehen erregt hatte. Lilly glaubt, dein Zauberstab
hätte da vielleicht aus dir gesprochen. Jean säufzte. Das befürchte ich auch. Aber das ist
doch nicht weiter schlimm. Im Gegenteil, sobald wir wieder Eulen verschicken dürfen, werde ich
meiner Mutter berichten, was bei dir gerade so abgeht. Oder ist dir das unangenehm? Jeder anderen
wäre es das wohl gewesen, aber Jean war bereits jenseits der Scham. Ganz hockworts weiß Bescheid
über meine kleine Mastopationszene, warum solltest du es nicht auch deiner Mutter erzählen,
weinte sie großmütig. Klasse. Die Ravencloser aufrichtig zufrieden aus. Aber jetzt mal ernsthaft,
Jean zupfte an ihren Haaren herum. Hättest du denn Interesse an Akmalerei? Na klar, Phoebe
strahlte. Und nicht nur ich. Wir Ravenclaw-Mädchen haben gestern in unserem Aufenthaltsraum darüber
diskutiert. Viele von uns sind interessiert. Und wenn es in jedem Haus welche gibt, die das
eben so interessant finden, wie wir dann der das höchste Zeit, das du anfängst, es zu organisieren.
Jean startet Phoebe an. Das wird Dumbledore niemals erlauben, du hast ihn doch gehört
vorhin. Oh, natürlich wird er das nicht. Du musst es im Geheimen auf die Beine stellen.
Ich höre immer nur du, Jean war irritiert. Wer sonst? Du wirst das Aushängescheld des
Kurses sein. Jean schüttelte den Kopf. Nee, denkt gar nicht erst dran. Sag mir lieber,
wofür ich mich heute anmelden soll. Doch den gefallen tat Phoebe ihr nicht.
Lilly und ich werden heute tanzen, verkündete sie stolz. Bei Gretchengeist. Ich bin total
gespannt darauf. Sie hat eine tolle Figur, schlank und doch durchtrainiert. Sicher verausgabt
sie sich völlig beim Tanzen. Begleite uns doch. Nein, danke, ich habe noch nie geingetanzt.
Jean verschränkte beide Arme fest vor der Brust. Dann lernst du es eben jetzt.
Langsam war Jean genervt. Ihr Blick fiel auf die am nächsten hängende Pergamentrolle. Sie trat
darauf zu und überflug die Namen der Schüler, die sich für den Kurs eingetragen hatten.
Severus' Name stand nicht auf der Liste. Ich gehe zur magische erste Hilfe. Das findet
im Krankenflügel statt. Wir sehen uns beim Mittagessen. Bis dann. Sie drehte sich um und
erklommen im Laufschritt die Marmortreppe. Bloß weg von hier.
Es brauchte nur wenige Minuten, bis Jean klar wurde, dass sie die richtige Wahl getroffen hatte.
Magische erste Hilfe war ein richtiger Glücksgriff. Der Kurs fasste komm 20 Teilnehmer und fasst
alle davon waren 6 oder 7 Klässler. Die Zahl der Hexen überbucht war weitem, doch es waren
auch ein paar Jungs dabei. Vernünftige Jungs. Aus dem Haus ist Litterin oder aus Dermstraing war
niemand anwesend. Dafür waren ungewöhnlich viele Hufflepuffs vertreten. Das war Jean mit
am meisten an dem Kurs gefiel war, dass sie Kontakte zu älteren Schülern knüpfte. Nur zwei
Teilnehmer waren jünger als sie, einen Gryffinde aus der ersten und einen Hufflepuff aus der zweiten
Klasse. Klar wurden sie am Anfang ein wenig angestarrt bzw. beobachtet, doch das gab sich
schnell. Niemand machte eine dumme Bemerkung, niemand lachte über sie und Madame Pomfray,
die in Jean's Augen oft so spröde und humorlos war, führte ihre Schützlinge auf
höchst unterhaltsame Art und Weise an diverse erste Hilfe-Praktiken heran. Für viele brauchte
man nicht mal einen Zauberstab und nicht selten ging es um Tincturen, die man auf einfacher
Art und Weise herstellen konnte, manchmal direkt aus der Natur.
Viele Übungen wurden paarweise ausgeführt und Madame Pomfray achtete darauf, dass sie
jedermal mit jedem zusammengespannt wurde. Jean hätte nie gedacht, dass sie so viel Spaß haben
und so viel lernen würde. Alle waren nett zu ihr und sie wurde so viele private Dinge gefragt,
woher sie stammte, wie ihr bisheriges Leben verlaufen bei etc., dass sie Angst bekamen,
irgendetwas Falsches zu erzählen. Trotzdem genoss sie es sehr, dass andere Interesse an ihr
zeigten, schlichtweg Interesse für die Person, die sie war.
Die Mittagspause kam und niemand wollte aufhören. Poppy musste ihre Gruppe buchstäblich zum Essen
scheuchen. Dort berichtete Jean Lily mit glänzenden Augen, was sie alles gemacht hatten und erst
hat sie schon gute zehn Minuten am Tisch saß, fiel ihr auf, dass sie noch kein einziges Mal nach
Severus Ausschau gehalten hatte. Sie wusste nicht einmal für welchen Kurs das Lydren sich
entschieden hatte. Gleichzeitig merkte sie, dass es sie nicht die Brechbohne interessierte.
"Wie ist tanzen so?" erkundlichte sie sich mit volle Mund bei ihrer Sitznachbarin.
"Der absolute Wahnsinn!" schwärmte Lily. "Vieb und ich können von Glück sagen,
dass wir überhaupt in den Kurs reingekommen sind. Gretchen hat ein Grammophon und sogar
einen batteriebetriebenen Plattenspieler. Sie spielt für uns die Beatles unter anderem.
Wir sind fast 30 Mädchen und die Stimmung ist bombastisch."
Die Stimmung am Gryffindor-Tisch war eben so bombastisch. Da konnte man schon mal vergessen,
dass draußen ein Jahrhundert Unwetter tobte. Immer wieder starten Schüler wie Lehrer
ängstlich hoch an die verzauberte Decke. Für gewöhnlich war die Mittagszeit die hellste Zeit
in der großen Halle, doch die Wolken, die über ihren Köpfen dahin trieben, wirken wie grauer
Qualm. Es ging das Gerücht eine gigantische Schneewehe, hätte die Türen zum Schloss beinahe
vollständig unter sich begraben. Wie würde es bloß Sonntagabend aussehen? Wahrscheinlich
würde man den Schnee und das Eis mit hundertfeuerspeilenden Zauberstäben wegbrennen müssen."
Pst! machte Bredika Jean auf sich aufmerksam. "Diese Mädchen sagt, dass du machst diese
Kurs. Und ich will auch da sein, vergiss mich nicht, Jean."
"Verzeihung wer?" Jean war sich nicht sicher, ob sie richtig verstanden hatte, was Bredika
ihr mitteilen wollte. Erst dachte sie, es drehe sich um den erste Hilfekurs.
"Fibi! Da drüben sitzt bei Ravenclaw's. Ich will auch mal nackt."
Jean fass das Besteck aus der Hand. Ihre erste Empfindung war Zorn. Wie oft mußte sie Fibi
dennoch verklickern, dass sie nicht vor hatte, einen Aktmalkurs auszurichten, zumal der
von Dumbledore quasi schon verboten worden war? Niemals. Sie hatte nicht einmal Interesse
an einem Aktmalkurs. "Dann will ich auch mitmachen," zischt eine
Viertklässlerin namens Carla Jean zu. Und was noch seltsamer war, ihre Klassenkameradin
Amanda, die die mitbekommen hatte, was Jean allein in ihrem Schlafseiltrieb und darauf
hin den Tratsstrang Brüh warm an Bertha Jorkens weitergereicht hatte, nickte eifrig und
sagte das gleiche. "Lässt du mich auch mitmachen, Jean?"
flötete Lily übertrieben lieblich. "Bitte, bitte, ich bin doch deine Freundin."
Nur Brühe erstierte demonstrativ in Richtung Lehrertisch, und Mary, der Mann an sah, dass
sie sich auch gern für den Kurs anusgesprochen hätte, sah ganz unglücklich dreien. Jean war
sprachlos. "So ein Quatsch!" meinte sie irgendwann, nachdem sie halbwegs begriffen
hatte, dass ihre Hausgenossinnen sie nicht veralbern wollten. "Wann und wo sollte die
große Schau denn stattfinden?" Ihr lag wie gesagt nichts an der Sache nur. Falls es
so etwas gäbe, dann stellte sie sich ein hübsches, weibliches Modell mit atemberaubenden
Rundungen bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen auf dem Steg am großen See vor,
oder so ähnlich. "Wie wäre es mit Sonntag Nachmittag?" fragte Lily in die Mädchenrunde,
als wäre es das selbstverständlichste auf der Welt. "Wir haben doch nachmittags ehefreie,
weil wir zum Ausgleich morgens früher anfangen." "Und wo?" kwiegte Carla und trampelte mit
den Füßen vor Aufregung. Daraufhin so an sich alle ratlos an. "Es muss irgendwo sein, wo nicht
ständig jemand vorbeikommt, weder Lehrer nach Schüler. Im Nordturm vielleicht?" schlug Lily vor.
"Zwischen den aus den Gewächshäusern evakuierten Pflanzen?" fragte Amanda,
zweifelnd. "Nah, ich weiß ja nicht." "Ein Turm wäre aber nicht schlecht."
"Oder der hinterletzte Kaka!" meinte Tessa. "Blos nicht da unten!" widersprach Lily erschrocken.
"Das sind doch die ganzen Slytherins und Durmstranks nicht weit. Entschuldigung,
Bredika." Die angesprochene zog lediglich eine Augenbraue hoch.
"Was ist mit den Jungs?" fragte jemand. "Oder ist der Kurs nur für Mädchen."
"Es gibt keinen Kurs," sagte Jean laut und deutlich. "Pst!" machten die anderen Mädchen wie aus
einem Mund. "Welcher Junge würde damit machen?" ereiferte sich Tessa. "Nennt mir auch nur einen."
"Es gibt keinen Kurs," trellerte Jean, aber niemand hörte ihr zu. "Wir sollten Jungs nicht
explizit ausschließen," war Lily ein. "Remus zum Beispiel, der würde vielleicht mitmachen,
wie ich ihn kenne." Remus sah es wie üblich bei den anderen Rundtreibern. Sie hatten den
ganzen Tag Indokviditsch gespielt und waren dementsprechend überdreht. Von dem allgemeinen
Getuschel am Tisch hienen sie rein gar nichts mitbekommen zu haben. "Ihr spinnt doch alle
miteinander." Jean legte einen Tropfen Bratensauce von ihrer Gabel und legte das Besteck klapphand auf
den Teller. "Ich gehe ja zurück zum Krankenflügel." Ohne die Reaktionen am Tisch abzuwarten,
stand sie auf und ging. Aus den Augenwinkeln sah sie das Severus ebenfalls auf die Tür zur
Eingangshalle zusteuerte und legte einen Zahn zu, um vor ihm dort zu sein, was ihr auch gelang.
So schnell sie konnte, rannte sie in den ersten Stock hinauf und wartete vor dem Krankenflügel,
bis Madame Pomfrazy von innen einläs. Doch auch später am Abend bruttisch konnte sie sich dem
Ansturm ihrer Mitschüler auf ihre Person nicht entziehen. Zudem gab es ein paar Schüler aus den
übrigen Häusern, die unabhängig voneinander ebenfalls auf sie zutraten, um sie nach dem
Aktchmalkurs zu fragen. Eine von ihnen, eine Hufflepuff namens Chastity Burbage,
bei der Jean meinte etwas in ihrem Gesicht wieder zu erkennen, dass sie an die neue
Lehrerin für Muggle-Kunde aus der 90er-Jahre erinnerte, auch eine Burbage, die Querelle
ersetzt hatte, erzählte Jean lang und breit, wie sehr sie das Malen liebte und flehte sie
geradezu an, den Kurs stattfinden zu lassen. "Wieso ich?" regte sich Jean innerlich auf.
Phoebe war es doch, die unbedingt wollte, dass dieser Kurs stattfand. Warum organisierte sie
ihn da nicht selber? Niemand brauchte sie, Jean dafür. Nach dem Abendessen ging sie zum
Ravenclaw-Tisch und sprach Lilies Freundin ohne Umschweife darauf an. "Hey, Phoebe, wenn
dir so viel an Aktmalerei liegt, dann sorge doch selbst dafür, dass ein Kurs zustande kommt. Ich
möchte da nicht mitmachen, es war eine Schnapsidee." In Wirklichkeit fragte sie sich noch immer,
wie das Ganze überhaupt entstanden war. Wirklich nur durch einen dummen Spruch in einem Glückskeks?
Nur mal angenommen, der Spruch hätte tatsächlich eine Bedeutung, was ihre Zukunft betraf. Und es
wäre wirklich der Holunderstab gewesen, der das Wort aufs Pergament gezaubert hatte. Lohnte es
sich dann nicht, ihm nachzugehen? "Das könnte ich gewiss," erwiderte Phoebe mit einem mysteriösen
Lächeln. "Aber ich habe gerade ein bisschen viel um die Ohren." Jean erinnerte sich daran,
wie Lily angedeutet hatte, Phoebe habe eventuell einen Freund. "So, so. Und außerdem finde ich es
besser, wenn du dich kümmerst, weil du da mit dem Ansehen der anderen Mädels hier steigen würdest.
Dagegen konnte auch Jean nicht sagen." Nox Jetzt noch schnell ein Like,
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deine Jana.
Podbean