Staffel 2 Geliehene Zeit, zwei Umdrehungen #7-32 ⎮Snarmione ⎮ Harry Potter FanFiction⎮Hörbuch
Über diese Folge
Harry Potter FanFiction⎮HörbuchHermine Granger ist eine hochintelligente vierzehnjährige Hexe, die sich schulisch unterfordert fühlt. Mit Professor McGonagalls Hilfe gelangt sie an einen Zeitumkehrer, der es ihr ermöglicht, zeitgleich mehrere Fächer zu belegen. An Halloween geschieht jedoch ein Unglück und Hermine findet sich plötzlich zwanzig Jahre in der Vergangenheit wieder. Ihr erster Impuls ist Flucht aus dem Internat, doch Albus Dumbledore kann sie davon überzeugen, dass Hogwarts noch immer der sicherste Ort für sie ist, wenn sie nur eines beherzigt: dass Zeit möglichst nicht verändert werden darf. Hermine fügt sich in ihr Schicksal, nimmt sogar einen neuen Namen an. Doch kann sie tatenlos zusehen, wie ihre beste Freundin einem sicheren Tod entgegengeht, Seite an Seite mit einem zukünftigen Massenmörder leben oder ihre Gefühle für jemanden unterdrücken, der dunkler, geheimnisvoller und verhasster nicht sein könnte?
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Speaker 0: zu einer neuen Folge Jana liest.
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Speaker 0: Und jetzt?
Speaker 0: Viel Spaß mit der Geschichte.
Speaker 0: Ein abgeschnittenes Haar, das unter ihrer Nase hing, brachte sie zum Niesen, wobei ihr fast die Brille von der Nase gerutscht wäre.
Speaker 0: Das Metallgestell engte ärgerlicherweise ihre Sicht ein, außerdem verursachte es eine Druckstelle auf ihren Nasenrücken.
Speaker 0: Doch Hermine war fest entschlossen, die gefundene Brille aufzubehalten.
Speaker 0: Vor dem nächsten Blick in den Spiegel graute ihr, war sie doch schon unter normalen Umständen nicht gerade eine Schönheit mit ihren vorstehenden Zähnen und dem viel zu dratigen, fliegendem Haar.
Speaker 0: Doch jetzt musste sie wahrhaft hässlich aussehen, mit einem Haarschnitt, der einem rostigen Kessel nicht ganz unähnlich war.
Speaker 0: Potschnitt hatte man dazu in Hermines Muckelschule immer gesagt.
Speaker 0: Und eine Brillenschlange war sie oben drein.
Speaker 0: Wie viel Zeit vergangen war, wusste sie nicht, als auf dem Gang plötzlich die schnellen Schritte zweier unterschiedlicher Personen laut wurden.
Speaker 0: Hermine trat die am Boden liegenden Haarstränen mit dem Absatz ihres rechten Fußes unter das nächststehende Regal.
Speaker 0: Nur eine Sekunde später wurde der Riegel zurückgeschoben, die Tür aufgestoßen und über die Schwelle schritt Filsch, dicht gefolgt von einem kleinen, fetten Mann mit einem grauen Schnauzbad wie ein Walrus.
Speaker 0: und einem kranzdünnen graublönten Haars auf dem Schädel, der eine ähnliche Plette aufwies wie die Filsch in den neunziger Jahren.
Speaker 0: Hermine, die auf etwas Ähnliches wie den asketischen Snape gefasst gewesen war, fiel fast die Kinlade herunter.
Speaker 0: An diesem Mann war nichts, aber auch gar nichts asketisch.
Speaker 0: Im Gegenteil, er sah so aus, als wäre er kulinarischem Genüssen durchaus nicht abgeneigt.
Speaker 0: Sein enormer Bauch hatte den Umfang eines Weinfasses, und Hermine glaubte, Wein ebenfalls in seinem Atem zu riechen.
Speaker 0: Seine Kleidung wirkte nicht so, als habe er sie sich hastig übergeworfen.
Speaker 0: Nein, er machte der Professor den Eindruck, als sei er gerade von einer Party geholt worden, was sie wunderte, denn Slakorn ging entweder auf die Sechzig zu oder hatte sie bereits überschritten.
Speaker 0: Sollte ein so alter Lehrer noch in solcher Partilöwe sein?
Speaker 0: Jedenfalls trug er einen Festumhang aus roter und silberfarbener Seide, und darunter ein grünes samtendes Bams mit eingewebten Silberstreifen.
Speaker 0: Der Mann sah aus wie ein verfrühtes, noch ungeöffnetes Weihnachtsgeschenk.
Speaker 0: Das spärliche Haar war übrigens wohl frisiert und sah nicht aus, als wäre es in dieser Nacht schon mit einem Kopfkissen in Berührung gekommen.
Speaker 0: Für Hermine hatte es den Anschein, als habe dieser Mann seine höchsteigene Halloween-Party veranstaltet und dem Feuer Whiskey oder anderen Alkoholiker ordentlich zugesprochen.
Speaker 0: Plötzlich fühlte sich das Büro noch kleiner an als bereits zuvor.
Speaker 0: Hast wohl gedacht, ich hätte dich vergessen.
Speaker 0: Filzton beim Eintreten war höhnisch.
Speaker 0: Keine Bange, es hat nur etwas gedauert, bis sich den Herrn Professor auswendig gemacht hatte.
Speaker 0: Tushé, dachte Hermine.
Speaker 0: Sie ignorierte den schmierigen Hausmeister und heftete ihre Augen stattdessen auf Slakorn, welcher genauso interessiert auf sie zurückstarte.
Speaker 0: Ebenfalls abschätzend, jedoch nicht bohrend oder sogar verächtlich wie Filch.
Speaker 0: Nein, der Slytherin wirkte eher neugierig als argwünnisch.
Speaker 0: Das ist sie also, schnaufte er und blieb keuchend stehen.
Speaker 0: Seine Nase war gerötet und Schweißperlen standen ihm auf der Stirn, als ob er gerade exzessiv Sport getrieben hätte.
Speaker 0: Hatte er wahrscheinlich auch, so wie Filch ihn durch Schloss getrieben haben musste, Das Schicksal meint es gut mit mir, dachte Hermine.
Speaker 0: Diesem ungelenken Kerl würde sie auch mit einem zersplinterten Bein noch davonlaufen können.
Speaker 0: Und sobald sie erst mal eine Mauer, einen Felsen oder Ähnliches zwischen ihnen und sich gebracht hätte, würden auch seine Flüche sie nicht mehr treffen können, ganz gleich wie ausgeklügelt sie waren.
Speaker 0: Wieder fragte sie sich im Stillen, welches Fach er wohl unterrichten mochte.
Speaker 0: Slughorns, mehralgengrüne Augen, blitzten, als der Hermines Antlitz in sich aufnahm.
Speaker 0: Beide waren sie ungefähr auf Augenhöhe, doch Slakorn wirkte genauso breit wie hoch.
Speaker 0: Das ist sie, bestätigte Filch.
Speaker 0: Nun?
Speaker 0: Wie meinen?
Speaker 0: Professor Slakorn schien ganz in einen Bann gezogen zu sein, den weder Hermine noch Filch nachverziehen konnten.
Speaker 0: Erkennen Sie sie, Professor?
Speaker 0: Filch klang aufgesetzt geduldig.
Speaker 0: Begierig suchte er in Slakorns teigigen Gesicht nach einer Bestätigung seines Verdachts.
Speaker 0: So, so, nun ja, ließ Lackorn sich vernehmen, machte noch einen Schritt auf Hermine zu und sah sie prüfend an, als wäre sie ein seltenes magisches Geschöpf, welches man nicht verschrecken durfte.
Speaker 0: Interessant, mummelte er, überaus interessant.
Speaker 0: Hermine hatte das Gefühl, allmählich etwas sagen zu müssen.
Speaker 0: Guten Abend, Professors Lackorn, begangen sie deshalb höflich.
Speaker 0: Oder eher guten Morgen.
Speaker 0: Es tut mir unendlich leid, Ihnen diese Unannehmlichkeit bereiten zu müssen, doch ich fürchte, ich bin das Opfer eines feigen Vergessenszaubers geworden.
Speaker 0: Während Sie bitte so freundlich mich in den Krankenflügel zu begleiten, Mr.
Speaker 0: Filch hier, bei diesen Worten, wie Sie mit der Hand auf den mit seinem Galoschen über den bodenscharenden Hausmeister, weigert sich nämlich dies zu tun.
Speaker 0: Ich brauche jedoch schnellstens Hilfe und vor allem Ruhe.
Speaker 0: Stellen Sie sich vor, ich habe sogar meinen Namen vergessen.
Speaker 0: Mit Augen, von denen sie hoffte, Slacorn könnte sie als pittend interpretieren, sah sie den Hauslehrer des Niddorons an.
Speaker 0: — Guten Morgen, meine Liebe, — antwortete der Lehrer.
Speaker 0: Er klang einigermaßen verblüfft.
Speaker 0: — Ich ... hier zögerte er kurz, habe nicht damit gerechnet, ihnen hier zu begegnen, miss ... ähm ... Er sah Hermine mitleidheischend an, doch die war nicht bereit, ihn zu helfen.
Speaker 0: Ich habe mein Gedächtnis verloren, sagte sie sich innerlich vor wie ein Mantra.
Speaker 0: Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts.
Speaker 0: Aha, ergriff Filz das Wort.
Speaker 0: Sie kennen sie also auch nicht.
Speaker 0: Das nun würde ich so pauschal nicht sagen, sagte Slakkon.
Speaker 0: Tut mir leid, ich glaube alle hier im Schloss wissen, dass ich es nicht so mit Namen habe.
Speaker 0: Doch dieses junge Fräulein hier... Nun, ich denke, ich kann ihr helfen.
Speaker 0: Es geht nicht darum, ob sie ihr helfen können oder nicht, grunzte Filch.
Speaker 0: Die Frage ist, ob sie überhaupt Schülerin hier ist.
Speaker 0: Und ich wage zu behaupten, dass nein.
Speaker 0: Sind sie nicht erst seit wenigen Monaten hier anwesend, fragte der Dicke.
Speaker 0: Filch liefer Wutrot an.
Speaker 0: Was glauben sie, wie lange man braucht, ein paar Hundert Schüler auseinanderzuhalten, die man jeden Tag bei den Mahlzeiten sieht?
Speaker 0: Zischte er.
Speaker 0: Dieses Mädchen hier ist keine Schülerin.
Speaker 0: Sie hat sich hier eingeschlichen und auf einer Toilette versteckt.
Speaker 0: Hm.
Speaker 0: Slakorn kratzte sich seinen blonden Walrus schnauzbart.
Speaker 0: Dann drehte er sich so fisch um und klopfte ihm gönnerhaft auf die Schulter, obwohl der Hausmeister ihn fast um hauptus Länge überragte.
Speaker 0: Danke, Argus.
Speaker 0: Ich regle das hier.
Speaker 0: Und seine Hermine gewandt, komm, Kind.
Speaker 0: W-w-w-was soll das heißen Sie, regeln das?
Speaker 0: Belte Filch, die da muss bestraft werden, sie ist keine von uns.
Speaker 0: Keine von uns, wiederholte Slaquern-Milde.
Speaker 0: Es war der zweite Schlag unter die Gürtellinie und Filch verstand die Demütigung sofort.
Speaker 0: Als Gwip war man eben kein Zauberer, bloß deren Handlanger.
Speaker 0: Was lässt sie eigentlich glauben, mein Guter?
Speaker 0: Fuislaccon ohne der Steifenhaltung und dem puderroten Gesicht des größeren Mannes, das seine eigene, ungesunde Gesichtspfarbe noch übertraf, auch nur die geringste Beachtung zu schenken fort.
Speaker 0: Dass man diese Mädchen nicht übel mitgespielt hat.
Speaker 0: Ihr Aussehen wurde verändert, das ist für mich so klar wie Felix Felicis.
Speaker 0: Sehen sie sich ihre Haare an, ihre Zähne.
Speaker 0: Wenn da kein Den Saugio im Spiel war, fress ich meinen Besen.
Speaker 0: Auf Aufwälsch!
Speaker 0: schnappen sie sich ihren eigenen und kehren sie ein bisschen herum.
Speaker 0: Mich deucht, die Hauselfen werden immer schlampiger.
Speaker 0: Die halbe Eingangshalle klebt vor Butterbier.
Speaker 0: Und zu Herminas großer Überraschung und unendliche Erleichterung hakte der kleine Fettemann sich bei ihr ein, vollführte eine rasche Kehrtwendung und zog sie mit sich aus dem klaustrophobischen Büro.
Speaker 0: Filsch, der sich anscheinend große Hoffnungen gemacht hatte, bei dem nun folgenden Verhör dabei sein zu können, schäumte vor Wut.
Speaker 0: — Setzen Sie ihr wenigstens ordentlich zu!
Speaker 0: — schrie er ihnen nach.
Speaker 0: — Das riecht doch nach Verrat!
Speaker 0: Sie könnte eine Spionin sein, angeheuert von sie wissen schon wem.
Speaker 0: Darauf erwiderte Slakkon nichts, eralte bloß mit Termine am Arm den Gang entlang und auf verschlungenen Wegen, die sie noch nie zuvor gegangen war, hinunter in die Kerke.
Speaker 0: Sie hätte nicht sagen können, dass sich in Hogwarts viel verändert hatte im Vergleich zu in zwanzig Jahren.
Speaker 0: Das alte Gemäuer kam ihr vor wie immer, dunkler Stein, flackende Fackeln, ein immer kühler Luftzug, egal wo man sich aufhielt.
Speaker 0: Man hätte genauso gut im Mittelalter sein können.
Speaker 0: Da der dicke Professor nur sehr kleine Schritte machte, konnte die Fußlame Hermine ihm ohne große Probleme folgen.
Speaker 0: Aus irgendeinem Grund war sie selbst so verblüfft, dass sie sogar vergaß, Slacorn zu bitten, mit ihr als erstes in den Krankenflügel zu gehen.
Speaker 0: Als sie schon längst die Orientierung verloren hatte, öffnete Slacorn mit dem Zauberstab eine Tür zu ihrer Rechten und Schopamine hindurch.
Speaker 0: Der Raum war für das Büro eines Lehrers überaus großzügig geschnitten, sogar das von McGonagall war kleiner, dabei war sie stellvertretender Schulleiterin und Snaps wirkte dagegen wie ein begehbarer Kleiderschrank.
Speaker 0: Durch die niedrige Decke büßte es allerdings ein wenig von dem Prunk ein, mit dem der Inhaber es ausgestattet hatte.
Speaker 0: Ein halbes Dutzend Fackeln hatte schon gebrannt, bevor sie eingetreten waren.
Speaker 0: Also war der Professor höchstwahrscheinlich noch wach gewesen.
Speaker 0: Im Gegensatz zu viel Spesenkammer von einem Büro verfügte dieses hier über einen großen Kamin, in dem ein Feuer loderte, so dass der ganze riesige Raum mollig warm war.
Speaker 0: Ebenfalls an den Wänden hingeln dicke, teils orientalisch anmutende Teppiche, überwiegend in grün und silber, den Hausfarbens Lederins, die jedoch das laute Lachen und Schwarzen, das aus einem angrenzenden Raum zu kommen, schien, lediglich dämpften.
Speaker 0: Hermine bemerkte eine Tür hinter dem wuchtigen Schreibtisch, die nur angelehnt war.
Speaker 0: Ihr Körper versteifte sich.
Speaker 0: Sie durfte niemandem begegnen.
Speaker 0: Und der noch waren bereits ein Geist, ein geiler Hausmeister und ein adipöser Lehrer ihrer Ansichtig geworden.
Speaker 0: Professor Slokorn schien ihr Zögern zu spüren.
Speaker 0: — — — — — — — — — — — — — Sprass und schritt durch die Tür hinter dem massiven Schreibtisch, die er hinter sich ins Schloss zog.
Speaker 0: Befürchtungen, dass Hermine sich absetzen könnte, schien er keine zu haben.
Speaker 0: Das ist deine Chance zu fliehen, wissberte eine Stimme in Hermine's Hinterkopf.
Speaker 0: Vielleicht die Letzte, die du kriegen kannst, nutze sie.
Speaker 0: Und obwohl die Stimme ihr Dringlichkeit einzureden versuchte, konnte sie sich nicht dazu durchringen, auch nur einen einzigen Schritt Richtung Tür zu machen.
Speaker 0: Stattdessen trat sie wie ein artiges kleines Mädchen ans Lackhorns Ungetüm von einem Schreibtisch heran und entnahm der darauf ruhenden Konfektschachtel eine kandierte Ananas, bevor sie sich in den grünen Sessel am Kamin zurückzog und sich die Süßigkeit in den Mund steckte.
Speaker 0: Vor dem dicken Lehrer würde sie auch später noch davon rennen können, Erstmal musste sie ihre Vorkelte wie erstarten Glieder aufwärmen, und wenn er ein guter Zauberer war, würde es Lackorn vielleicht auch etwas für ihr Bein tun können.
Speaker 0: Als sie sich vorbeugte, um es noch einmal in Augenschein zu nehmen, konnte sie den Zeitumkehrer durch das breite Loch in ihrem Pullover golden Glitzern sehen.
Speaker 0: Sie nahm die Kette und legte sie sich doppelt um den Hals.
Speaker 0: Dann sah sie sich in Ruhe im Zimmer um.
Speaker 0: Auf dem breiten Kamin Sims standen eine Menge gerahmter, zauberer Fotos.
Speaker 0: Slughorn mit einem jungen Mann im Quidditch-Umhang an seiner Seite, der ihr Wage bekannt vorkam.
Speaker 0: Ron hätte ihr sofort sagen können, um wen es sich da behandelte.
Speaker 0: Der Gedanke an Ron und Harry versetzte ihr einen Stich.
Speaker 0: Vornebenan war ein vielstimmiges Stöhnen zu hören.
Speaker 0: Erst klang, als wollten die geladenen Gäste nur sehr ungern schon gehen.
Speaker 0: Wie viele es waren, konnte Hermine schwerlich sagen, ein halbes Dutzend oder mehr vielleicht.
Speaker 0: Sie hörte Slakorn glucksend lachen und ihnen mit auf den Weg geben, es sei ja nicht das letzte Mal gewesen.
Speaker 0: Außerdem gebe es ja noch immer den Weihnachtsball in noch nicht einmal zwei Monaten.
Speaker 0: Hermines Blick fiel auf ein Bild, auf dem Slakorn von zwei jungen Mädchen in Schulumhängen und mit Spitzhüten auf dem Kopf flankiert wurde, beide überaus hübsch.
Speaker 0: Die Linke hatte rotes, langes Haar, auch sie kam Hermine bekannt vor.
Speaker 0: Dann fiel es hier ein.
Speaker 0: Die Schülerin erinnerte auf verblüffende Weise Jenny Weasley.
Speaker 0: Nur schien sie auf dem Bild ein oder zwei Jahre älter zu sein.
Speaker 0: Das andere Mädchen hatte mittelbraunes, gelocktes Haar bis zum Kinn und hübsche dunkle Augen.
Speaker 0: Daneben stand ein Bild, auf dem jemand zu sehen war, den Hermine zweifellos wiedererkannte.
Speaker 0: Vor etwas mehr als einem Jahr war sie ihm bei Flourish und Blotz in der Winkelgasse begegnet.
Speaker 0: Sogar ihre Mutter, die so gut wie jeden Menschen mochte, hatte ihr später gesagt, dass sie selten in ihrem Leben jemanden begegnet war, der eine solche Kälte ausstrahlte.
Speaker 0: Lucius Malfoy.
Speaker 0: Ein Schauer lief ihr miede den Rücken herunter.
Speaker 0: Sie wusste nicht, wann Dracus Vater geboren war.
Speaker 0: Wenn er jetzt, in gerade diesem Moment, irgendwo hier unten im Kerker schlief, nur wenige Meter von ihr entfernt, dann … er dann gute Nacht, dachte sie.
Speaker 0: Er standen noch ein Dutzend oder mehr Bilder auf dem Kamin, mit Gesichtern, die manchmal etwas wie eine Erinnerung in ihr auslösten, meistens jedoch nicht.
Speaker 0: Die Gäste verließen den hinteren Raum nicht durchs Lackorns Büro-Tür, sondern glücklicherweise durch eine andere und schnell kehrte wieder Stelle ein.
Speaker 0: Als der Professor zurückkam, fand er Hermine mit angezogenen Beinen in seinem bauchigen Sessel am Kamin sitzend vor.
Speaker 0: Einem Moment lang musterte er ihr zerrissenes Hosenbein, dann fragte er sie, ob sie wirklich in den Krankenflügel wollte oder ob er sich ihre annehmen dürfe.
Speaker 0: Hermine überlegte kurz, dann meinte sie, wenn sie mir helfen können, bitte.
Speaker 0: Alle guten Dinge sind drei.
Speaker 0: Warum noch eine vierte Person behältigen, wenn dieser Mann ihr auch helfen konnte?
Speaker 0: Niemand darf dich sehen.
Speaker 0: Drei hatten es schon getan.
Speaker 0: Welches Fachunterrichten Sie, Prof.
Speaker 0: Slakkon, fragte Hermine.
Speaker 0: Zaubertränke, gab der dicke Mann zurück.
Speaker 0: Aber dies ist Prof.
Speaker 0: Mary Thoughts altes Büro.
Speaker 0: Sie hat schon vor fast dreißig Jahren aufgehört, in Hogwarts zu arbeiten.
Speaker 0: Und ich konnte es nach ihrem Weggang übernehmen.
Speaker 0: Darf ich mal sehen.
Speaker 0: Als Hermine wortlos nickte, hob er ihr Blutbefleck des Hosenbein an und begutachtete die Streamen.
Speaker 0: Das war doch wohl nicht etwa Mrs.
Speaker 0: Miller, oder?
Speaker 0: erkundigte er sich überrascht.
Speaker 0: Ich habe noch nie davon gehört, dass sie einen Schüler angegriffen hätte.
Speaker 0: Oder stammt das von einem anderen magischen Wesen?
Speaker 0: Die Antwort könnte wichtig sein.
Speaker 0: Nicht Mrs.
Speaker 0: Miller gab Hermine zurück.
Speaker 0: Eine gewöhnliche Katze, die mir über den Weg gelaufen ist.
Speaker 0: Warten Sie, ich hab da was.
Speaker 0: Er ging zu einem Regal, hantierte mit ein paar Flaschen und zog dann eine hervor.
Speaker 0: Legen Sie das Bein auf den Schemel dort.
Speaker 0: Hermine Tatwiege heißen, zog einen dreibeinigen Schemel mit roter Samtsitzfläche heran und Slakorn träufelte ein paar Tropfen einer gelblichen Flüssigkeit auf die tiefen Kratzer.
Speaker 0: Dampf stieg auf und die Wunden krippelten, doch es war kein unangenehmes Gefühl.
Speaker 0: Sie konnte quasi dabei zusehen, wie die Wunden sich schlossen.
Speaker 0: Ich glaube, ich habe auch eine Bänderdehnung am Knöchel, meinte Hermine, die etwas Ähnliches schon einmal nach dem Sportunterricht an ihrer alten Schule gehabt hatte.
Speaker 0: Ich muss umgeknickt sein, doch ich kann mich nicht richtig daran erinnern.
Speaker 0: Mit Sehnen und Bändern kenne ich mich leider nicht aus, sagte Professor Slakorn und schenkte ihr ein entschuldigendes Lächeln.
Speaker 0: Ich kann Ihnen einen stabilisierenden Verband machen, das ist erste Hilfe Zauberrei, die jeder Lehrer können muss.
Speaker 0: Er hob den Zauberstab, mummelte etwas undeutliches und aus dessen Spitze brach weißes Verbandsmaterial hervor, eine breite Fixierbinde, die sich fest um Ihren linken Knöchel und Ihren Unterschenkel wickelte.
Speaker 0: Poppy wird sich freuen, nach der Halloweenfeier nicht direkt wieder aus dem Bett geworfen zu werden, sagte der Professor gutmütig.
Speaker 0: Ich bin sehr müde, sagt der Hermine und gähnte wie auf Kommando.
Speaker 0: Slackhorn sah recht harmlos aus, doch das konnte täuschen.
Speaker 0: Einer Befragung wollte sie sich möglichst entziehen.
Speaker 0: Sie hob die Hand, um sich eine ihrer langen Haarstränen um den Finger zu wickeln, was sie immer tat, wenn sie nervös war.
Speaker 0: Doch da war nichts.
Speaker 0: Ihre Hand fuhr hoch zu ihrer Wange, wo die Haare jetzt endeten und dabei schlug sie sich fast die Brille von der Nase.
Speaker 0: Hermine zuckte zusammen und setzte sie sich möglichst unauffällig wieder gerade auf.
Speaker 0: Ja, das sehe ich, sagte Slakorn langsam.
Speaker 0: Aber bevor sie sich ausruhen gehen, hätte ich da ein paar Fragen an sie miss.
Speaker 0: Hermine sagte nichts.
Speaker 0: Sie erinnern sich also wirklich nicht an ihre Namen?
Speaker 0: Nein.
Speaker 0: Je kürzer eine Lüge, desto glaubhafter ist sie, dachte Hermine.
Speaker 0: Filch hat recht.
Speaker 0: Ich kenne sie tatsächlich nicht.
Speaker 0: Was nichts heißen will.
Speaker 0: Er hat mir erzählt, sie hätten ihm erzählt, dass sie jemand während des Halloweenfestes mit einem Gedächtnis Zauber belegt hat.
Speaker 0: Stimmt das?
Speaker 0: Sie nickte nur.
Speaker 0: Aber der Zauber kann ja nicht richtig gewirkt haben, sonst wären sie sich dessen nicht bewusst, dass jemand es versucht hat.
Speaker 0: Oder nicht?
Speaker 0: Slakorn sah sie aufmerksam an.
Speaker 0: Zu aufmerksam, wie sie fand.
Speaker 0: Hermine zuckte mit den Schultern.
Speaker 0: Ja, es war weiß ich auch nicht, oder warum es geschah.
Speaker 0: Hat sich jemand an ihren Haaren zu schaffen gemacht, ihre Zähne magisch verlängert?
Speaker 0: Wieder zuckte Hermine mit den Schultern.
Speaker 0: Ich hab keine Ahnung.
Speaker 0: Sind meine Zähne wirklich so hässlich, fragte sie sich bekümmert.
Speaker 0: Ihr Aussehen miss ist... Verzeihung, wenn ich das so offen sage, ziemlich ungewöhnlich.
Speaker 0: Alle in Hogwarts haben lange Haare, so kommt das mir vor, alle außer mir und ihnen.
Speaker 0: Schande, die Siebziger wieder, dachte Hermine und hätte sich am liebsten mit der flachen Hand vor die Stirn geschlagen.
Speaker 0: Wirklich alle hatten lange Haare, selbst die Jungen.
Speaker 0: Selbst mein Vater hat sie sich damals wachsen lassen.
Speaker 0: Ich habe Fotos gesehen.
Speaker 0: Ich hätte nachdenken sollen, bevor ich Gebrauch von dieser Schere machte.
Speaker 0: Tarnung war schön und gut, wenn man an die Zukunft dachte.
Speaker 0: Doch im Hier und Jetzt war das Ergebnis nicht die beste Entscheidung gewesen, die sie bis hierhin getroffen hatte.
Speaker 0: Mit kurzen Haaren und ulkigen Zähnen würde sie überall auffallen.
Speaker 0: Sobald es möglich war, sollte sie sich nach einem Haarwuchs-Zauber erkundigen und die Haare danach färben.
Speaker 0: Und falls sie in absehbarer Zeit noch immer keinen Zauberstab haben würde, sich wenigstens eine Perücke besorgen.
Speaker 0: Gedächtnis Zauber werden an dieser Schule nicht gelehrt.
Speaker 0: Sie sind äußerst manipulativ.
Speaker 0: Viele Lehrer beherrschen sie, aber bei weitem nicht alle.
Speaker 0: Hermine bemühte sich, um einen leeren Gesichtsausdruck und versuchte Slakvans prüfendem Blick auszuweichen.
Speaker 0: Da Slakvans Kerker beru nur unzureichend erleuchtet war, nahm der Professor seinen Zauberstab zur Hand und leuchtete in Hermine's Gesicht.
Speaker 0: Sie zuckte zurück.
Speaker 0: Verzeihung, meine Liebe!
Speaker 0: Wenn jemand unter einem Gedächtnis Zauber steht, auch nur parziell kann man das in der Regel sehen.
Speaker 0: Es ist noch leichter zu erkennen, als bei Leuten, die unter dem Imperiosflug stehen.
Speaker 0: Was das ist, wissen Sie vielleicht?
Speaker 0: Sehr langsam nickte Hermine.
Speaker 0: Seit sie vor zweieinhalb Jahren erfahren hatte, dass sie eine Hexe war, hatte sie so ziemlich alles über Zauberei gelesen, was sie in die Hände bekommen hatte.
Speaker 0: Ihr Blick ist nicht matt, trüb oder glasig miss.
Speaker 0: Ihr Verstand ist wach und ihre Reaktionen sind nicht etwa verlangsamt, sondern schnell.
Speaker 0: Außergewöhnlich schnell, wenn Sie mich fragen.
Speaker 0: Auf mich machen Sie den Eindruck eines ziemlich hellen Köpfchens.
Speaker 0: Wer sind Sie und wie sind Sie hierherein gekommen?
Speaker 0: Das will ich von Ihnen wissen.
Speaker 0: Hermine änderte ihre Sitzposition auf dem Sessel, reusperte sich und wusste nicht, wohin sie schauen sollte.
Speaker 0: Hitze stieg ihr in die Wangen und sie fühlte sich höchst unwohl.
Speaker 0: Sie hatte diesen dicken, kurzartigen Slytherin-Professor unterschätzt.
Speaker 0: Er war alles andere als ein harmloser, gemütlicher Mann.
Speaker 0: Traue niemals einer Schlange.
Speaker 0: Aber genau das hatte sie getan.
Speaker 0: Ich weiß es doch nicht, sagte sie atemlos und rang die Hände.
Speaker 0: Kommen sie aus Hawksmeade?
Speaker 0: Fehlschält sie für ein Mädchen aus dem Dorf, das sich in der Halloween-Nacht mit einem Jungen treffen wollte, um ein bisschen Spaß zu haben?
Speaker 0: Sind sie nicht noch ein bisschen jung dafür?
Speaker 0: Nein, auf mich wirken sie nicht wie ein solches Mädchen.
Speaker 0: Wie ich sehe, haben sie keinen Zauberstab bei sich.
Speaker 0: Nein.
Speaker 0: Besitzen sie überhaupt einen?
Speaker 0: Was waren sie damit sagen, Sir?
Speaker 0: Sie könnten ein Muggel sein.
Speaker 0: Ein eingeschmuckelter Muggel sozusagen.
Speaker 0: Schlackhorn grinste.
Speaker 0: Etwas sagte Hermine, dass der Zaubertranklehrer der Siebziger nicht allzu viel von Halbblutzauberern hielt.
Speaker 0: Dann wäre es wirklich interessant zu erfahren, wie sie hierher gekommen sind.
Speaker 0: Wir haben nämlich einen ziemlich hohen Sicherheitsstandard hier in Hogwarts.
Speaker 0: War es ein geheimer Gang womöglich?
Speaker 0: Ich glaube, dass ich eine Hexe bin, stammelte Hermine.
Speaker 0: Ich weiß, was der Imperiusfluch ist.
Speaker 0: Aber an alles andere erinnere ich mich eben nicht.
Speaker 0: Was wirklich merkwürdig ist, sagte Slakorn langsam.
Speaker 0: Würden Sie einwilligen, wenn ich Sie auf mögliche dunkle Magie hinuntersuche?
Speaker 0: Und also Ihren entsetzten Blick sah, keine Angst, ich brauche dafür nur meinen Zauberstab, und es sollte auch nicht wehtun.
Speaker 0: Hermine fiel der Zeitumkehrer ein, fiel der unter dunkle Magie?
Speaker 0: Eigentlich nicht, aber vielleicht konnte Slakons Zauberstab seine Anwesenheit trotzdem spüren.
Speaker 0: Das war überhaupt nicht gut.
Speaker 0: Warum haben alle Angst, ich könnte gefährlich sein, fragte Hermine, um Zeit zu schinden.
Speaker 0: Filsch sagte eben, ich könnte eine Spionin für jemanden sein, dessen, dessen Name er nicht aussprechen wollte.
Speaker 0: Verdammt, dachte Hermine, was war in den Siebzigerjahren über Tom Riddle alias Lord Voldemort bekannt?
Speaker 0: Hatte er diesen Namen zu dem Zeitpunkt überhaupt schon geführt?
Speaker 0: Sie erinnerte sich nicht.
Speaker 0: Und es war schwierig, unter Zeitdruck zu rechnen.
Speaker 0: Ich bin keine Anhängerin von ... Tom Riddle, wenn Sie das glauben, sagte sie dann mit fester Stimme.
Speaker 0: Es gibt einige grundlegende Dinge, an die ich mich erinnere, Zaubersprüche und dergleichen.
Speaker 0: Aber mein Name und woher ich komme, kann ich nicht sagen.
Speaker 0: Slakorn betrachtete sie ernst.
Speaker 0: Sie können es nicht sagen, mein Kind.
Speaker 0: Das ist etwas anderes, als es nicht zu wissen, wie sie eben noch behauptet haben.
Speaker 0: Hermine, bis sich auf die Lippen.
Speaker 0: Sie hatte das nicht mit Absicht so ausgedrückt.
Speaker 0: Doch sie war immer eine anständige Seele gewesen und das wiederholte Lügen setzte ihr zu.
Speaker 0: Außerdem war sie dabei, sich immer tiefer in die Sch- in den Schlamassel hineinzureiten.
Speaker 0: Wenn man sie wirklich für eine Spionin Voldemort zielt, würde sie von hier nicht mehr wegkommen.
Speaker 0: Oder doch.
Speaker 0: Einen Ort gab es noch, auch für solche Leute.
Speaker 0: Askaban.
Speaker 0: Kapitel XIX.
Speaker 0: Du schon wieder.
Speaker 0: Sie könnten es sich aussuchen, Mädel, sagte Slakorn seufzend.
Speaker 0: Ich kann sie prüfen, oder Elbes Dumbledore.
Speaker 0: Ich verstehe immer noch nicht, setzte Hermine an, doch Slakorn unterbrach ihren Redefluss.
Speaker 0: Niemand kann einfach so ins Schloss oder auch nur auf das Schlossgelände kommen.
Speaker 0: Man kann auch nicht hierher apparieren.
Speaker 0: Mächtige Zauber sind am Werk, die uns alle hier schützen.
Speaker 0: Das muss so sein, weil, weil es durchaus Leute gibt, die, sagen wir, erpicht darauf sind, eine magische Ausbildungsstätte zu infiltrieren.
Speaker 0: Weil man es ihnen in der Vergangenheit verwehrt hat, hierher zurückzukommen, mehrfach verwehrt hat.
Speaker 0: Slakorn machte eine Kunstpause.
Speaker 0: Von wem redete er da?
Speaker 0: Ich würde mich gern davon überzeugen, ob sie wirklich eine Schülerin sind, deren äußeres Magisch verändert wurde oder eine Hexe, die sich hier eingeschlichen hat.
Speaker 0: Oder ein Muckel, doch dann müsste ihnen jemand von hier drinnen geholfen haben.
Speaker 0: Er reusperte sich kurz.
Speaker 0: «Aber, um es kurz zu machen, ich brauche Ihre Einwilligung für die Feststellung nicht.
Speaker 0: Also versuche ich einfach mein Glück.».
Speaker 0: Und bevor Hermine etwas sagen konnte, richtete er den Zauberstab auf ihren Kopf und mummelte «Venite».
Speaker 0: Nichts geschah.
Speaker 0: Die Brille auf Hermine's Nase vibrierte ganz leicht, blieb aber an Ort und Stelle.
Speaker 0: «Also gut, dann wissen wir das.».
Speaker 0: «Wissen was, Sir?».
Speaker 0: Dein Äußeres wurde nicht magisch verändert.
Speaker 0: Du bist keine Hochwortschülerin.
Speaker 0: Ich unterrichte alle hier, jeden Einzelnen.
Speaker 0: Man sagt über mich, ich könne mir keine Namen merken.
Speaker 0: Das stimmt.
Speaker 0: Mein Kopf sieht unwichtig aus.
Speaker 0: Sie jedoch.
Speaker 0: Es ist Zeit, dass wir zum Schulleiter gehen, junge Maid.
Speaker 0: Ich will nicht zu Dumbledore.
Speaker 0: Ich weiß doch auch nicht, warum ich hier bin.
Speaker 0: Hermines Augen füllten sich mit Tränen.
Speaker 0: Sie musste von hier fort, bevor alles zu spät war, bevor sie mit jemandem zusammen traf, der wichtig war.
Speaker 0: Bevor sie, durch was auch immer, die Vergangenheit so weit veränderte, dass, nun ja, dass sie Zukunft, wie sie sie kannte, nicht mehr stattfinden würde.
Speaker 0: Slakorn sah sie lange an.
Speaker 0: Sie machen auf mich auch nicht den Eindruck einer kriminellen, doch in der magischen Welt muss man sich noch mehr vorsehen als in der Muckelwelt.
Speaker 0: Vieles ist oft nicht so, wie es scheint.
Speaker 0: Hermine's Gedanken rasten.
Speaker 0: Mein Fuß tut sehr weh.
Speaker 0: Ich möchte jetzt wirklich auf die Krankenstation, sagte sie dann.
Speaker 0: Gut, wiegelt es Lackern ab.
Speaker 0: Wir gehen dorthin.
Speaker 0: Aber im Anschluss daran sofort zum Schulleiter.
Speaker 0: Darauf erwiderte Hermine nichts.
Speaker 0: Sie würde nicht warten, einem zwanzig Jahre jüngeren Dumbledore entgegenzutreten.
Speaker 0: Das würde doch alles noch viel komplizierter machen.
Speaker 0: Der Stützverband um ihr Bein führte sich einigermaßen vertrauenserweckend an.
Speaker 0: Sie würde versuchen abzuhauen, noch bevor Slakorn sie zu Madame Pomfrey brachte.
Speaker 0: Auch wenn es noch lange nicht heller morgen war, würde sie sich nach Hoxmead durchschlagen.
Speaker 0: Fuhre der Hogwarts-Express auch an normalen Tagen Richtung London sozusagen als Linienzug?
Speaker 0: Ach nein, heute war ja Feiertag.
Speaker 0: Aber vielleicht fuhr er dann ja erst recht.
Speaker 0: wenn Hunderte von Hexen und Zauberern im Land am langen Halloween-Wochenende ihrer Verwandten im Süden besuchen wollten.
Speaker 0: Aber wofür gab es dann?
Speaker 0: Portschlüssel und Flopulver?
Speaker 0: Egal, ich muss einfach nur weg, dachte Hermine.
Speaker 0: Ein einfaches Leben in der Muckelwelt fristen, wo es nicht auffallen wird, wenn ich die Zeit verändere, weil es dort nicht zählt.
Speaker 0: Und wer untersucht deinen Zeitumkehrer in der Muckelwelt, flüsterte die Stimme, die sie mittlerweile schon kannte, ihr zu.
Speaker 0: Wie wirst du je wissen, wann jemand dich holen kommt, denn das Einzige, was man sicher weiß, das mit dir geschehen ist, ist, dass du dich nach ein Hochworts befinden musst.
Speaker 0: Hermine schüttelte heftig den Kopf, um die Stimme darin loszuwerden.
Speaker 0: Sie muss in kleineren Schritten denken.
Speaker 0: Hawksmied, Ruhe, Schlaf.
Speaker 0: Das sollte vorerst reichen.
Speaker 0: Slakorn schien ihr vehementes Kopf schütteln, als erneuerliches Weigern ihrer Satzverstanden zu haben und erhob sich daraufhin murmelt.
Speaker 0: Hermine nahm ihr Bein vom Schemel, stand ebenfalls auf und spannte jede einzelne Faser ihres Körpers an.
Speaker 0: Wie ein scheues Tier des Waldes war sie bereit zur Flucht.
Speaker 0: Sie musste nur die günstigste Gelegenheit abpassen.
Speaker 0: Sollte sie jetzt sofort zur Tür rennen?
Speaker 0: Bei dem Gedanken zuckte ein Muskel in ihrem Oberschenkel heftig und sie musste sich an der Armlehne des Sessels festhalten.
Speaker 0: Hat des Lackhorn die Tür versperrt, nachdem er hinter ihr eingetreten war?
Speaker 0: Plötzlich hörte sie dem Professor leise aufstöhnen, riss ihren Blick von der Tür los und richtete ihn auf den Lehrer.
Speaker 0: – Ach, wo bleiben bloß meine Manieren, grummelte der Tränkemeister.
Speaker 0: Kandierte Ananas habe ich ihnen angeboten, Kind, aber nicht das naheliegendste, etwas zu trinken.
Speaker 0: Also, wie wär's?
Speaker 0: Mit dem Zauberstab wies Lakorn auf eine Karaffe mit Wasser, die auf einem Beistelltisch zwischen Schreibtisch und Kaminstand.
Speaker 0: Hermine überlegte Blitz schnell.
Speaker 0: Was würde Slughorn aus seinem Büro in das Hinterzimmer locken und möglichst lange dort verweilen lassen?
Speaker 0: – Danke, sir, antwortete sie brav.
Speaker 0: – Äh, ich hätte gern einen Baldrian T. mit einem Schuss Ingwer, bitte.
Speaker 0: Innerlich ist mir nämlich immer noch ganz kalt.
Speaker 0: – Sollte der Kerl ruhig glauben, sie habe vor Bald schlafen zu gehen.
Speaker 0: Eigentlich hätte Hermine auch nichts lieber getan, doch alle Zeichen standen auf Flucht.
Speaker 0: Ihr Körper war nahezu elektrisiert von dem ganzen Adrenalin, das er jetzt schon zum wiederholten Male ausschüttete.
Speaker 0: Kein Aufwand, meine Liebe, gar kein Aufwand, beeilte sich der dicke Mann zu sagen.
Speaker 0: Und warten Sie mal, war nicht neulich die junge Miss Bones hier und hat ihre Jacke liegen lassen?
Speaker 0: Sehen Sie mal dort hinten an dem Kleiderständer nach, während ich hinten herumwirble.
Speaker 0: Das ließ sich Hermine nicht zweimal sagen, denn der Kleiderständer befand sich direkt links neben der Bürotür.
Speaker 0: Vorsichtig verlagerte sie ihr Gewicht auf den verletzten Fuß.
Speaker 0: Von dem Brennen der Kratzer am Schienbein war nichts mehr zu spüren, doch dafür schien der Schmerz, um den Knöchel herum zugenommen zu haben.
Speaker 0: Kein Wunder, so wie Philsch und Slakorn sie hinter sich hergezärt hatten.
Speaker 0: Ohne Stützverband hätte die Verletzung aber vermutlich noch mehr geschmerzt.
Speaker 0: Brennen würde sie mit dem Ding zwar nicht können, aber zumindest ein schnelles Hoppeln sollte drin sein.
Speaker 0: Vorsichtig und ganz bewusst langsam Wobei sie bei jedem Schritt ein kleines Seufzen ausstieß, näherte sie sich humpelnd dem Ständer, an dem eine schwarze Jacke mit gelben Ärmeln hing, den farben Hufflepuffs.
Speaker 0: Hermine fühlte sich wie eine flügelame Hornisse, als sie sie sich überstreffte.
Speaker 0: Noch immer spürte sie Slakkons Blick im Rücken, deswegen drehte sie sich direkt wieder um, als wollte sie zu dem grünen Sessel zurückgehen.
Speaker 0: Der Professor nickte ihr am Muntern zu, dann kehrte auch er ihr den Rücken zu und verschwand im Hinterzimmer, wo vorhin noch die ominöse Privatparty stattgefunden hatte.
Speaker 0: Die Tür ließ er offen stehen und sie konnte ihn mit sich selbst reden hören.
Speaker 0: «Waldrian sollte doch noch genug!
Speaker 0: Ah, hier!
Speaker 0: Und wo hat Mack am Blahäupt wieder den Ingwer hingestellt?
Speaker 0: Sogleich ging Hermine auf Leisensohlen rückwärts zurück bis zur Tür, dessen Klinke sie im Zeitlubentempo herunterdrückte.
Speaker 0: Nicht knarren, bitte nicht knarren, dachte sie, und bis vor Aufregung die Zähne fest zusammen.
Speaker 0: Sie hatte Glück.
Speaker 0: Die Tür zu Professor Haas Lackhorns Büro, so stand es auf der Vorderseite, schien die Einzige im Ganzen schloss zu sein, die nicht knarzte.
Speaker 0: Auf dem kalten, zugigen Flur stehend, Schloss Hermine sie genauso sagte, wie sie sie geöffnet hatte.
Speaker 0: Trippelte dann ein paar Meter nach rechts und fing als bald an zu laufen.
Speaker 0: Oder besser zu traben.
Speaker 0: Bevor sie merkte, dass dies nicht die Richtung war, aus der sie mit Zlackhorn gekommen war.
Speaker 0: Unterdrückt fluchend hinkte sie weiter.
Speaker 0: Umkehren hatte in ihren Augen keinen Sinn, da sie sich den Weg im labyrintheitigen Kerker von Hogwarts ohnehin nicht hatte merken können.
Speaker 0: und auch nicht Gefahr laufen wollte, von Slacorn abgefangen zu werden.
Speaker 0: Verdammt, hoffentlich führte von hier aus ein Weg in die Eingangshalle.
Speaker 0: Hermene war hoffnungslos verloren.
Speaker 0: Sie wusste ja nicht einmal, wo sich der Gemeinschaftsraum des Slytherins befand.
Speaker 0: An der nächsten Ecke wandte sie sich nach links und hatte zum zweiten Mal in dieser Nacht das Zweifelhafte Vergnügen, sich einer kalten, allerdings trockenen Dusche unterziehen zu müssen und gab einen leisen, angeekelten Laut von sich.
Speaker 0: Schon wieder war sie in den blutigen Baron hinein, beziehungsweise durch ihn hindurch gelaufen.
Speaker 0: – Passt doch auf, wo du hindrätzt!
Speaker 0: meckerte der Geist zurück und dann – Ach, du bist es schon wieder!
Speaker 0: Was machst du denn noch immer hier unten?
Speaker 0: – Was glauben sie denn, was ich hier mache?
Speaker 0: blaffte Hermine zurück, so leise es ging.
Speaker 0: Ich habe mein Verfluch des Gedächtnis verloren und finde nicht in die große Halle zurück.
Speaker 0: Haben sie ihres etwa auch verloren?
Speaker 0: – Nein, nein, nein, nein, nicht so unhöflich!
Speaker 0: Wie ist die Erscheinung, sie beleidigt zurecht?
Speaker 0: Bei unserer letzten Begegnung beteuertest du den Weg zum Krankenstationsflügel noch zu kennen.
Speaker 0: Der befindet sich aber nicht in den Kerkern, sondern im ersten Stock, ich weiß, zischelte Hermine verärgert.
Speaker 0: Warum bist du dann nicht schon längst dort?
Speaker 0: Können vor Lachen, antwortete Hermine kryptisch.
Speaker 0: Bitte Herr Baron, zeigen Sie mir den Weg in die Eingangshalle, ich habe mich schon wieder verlaufen.
Speaker 0: Der silberig, bläulich, schimmernde Schemen rollte übertrieben, pikiert mit den Augen.
Speaker 0: Sie hat doch wohl nicht etwas zu tief ins Glas geschaut, wollte er wissen.
Speaker 0: Ich trinke kein Alkohol, ich bin minderjährig, gab Hermine in Trüste zurück.
Speaker 0: Als ob das hier jemanden interessieren würde, solch zittergeist.
Speaker 0: An Tagen wie heute kommt mir das Schloss vor wie ein gemeiner Schnapsladen.
Speaker 0: Also gut, mir nach.
Speaker 0: Und vergiss nicht, dass ich durchsichtig bin.
Speaker 0: Ich kann also auch nach hinten sehen.
Speaker 0: Und wenn du schwankst, sehe ich das sofort.
Speaker 0: Ich schwanke sowieso.
Speaker 0: Mein Fuß ist verstaucht.
Speaker 0: Oder Schlimmeres.
Speaker 0: Ja, tragen kann ich dich nicht.
Speaker 0: Du musst schon alleine taumeln.
Speaker 0: Ja, vielen Dank, entgegnete Hermine Patzig.
Speaker 0: Können wir jetzt... Und ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mich nicht alle zwei Minuten gegen einen Wand laufen lassen würden wie Nebel Longbotten, als er sich neulich nach der Strafarbeit für Zaubertränke auch hier unten verirrt hat.
Speaker 0: Der Baron drehte sich um, sah sie an und seine blutigen, buschigen Augenbrauen zogen sich suchstark zusammen, das sie einander fast berührten.
Speaker 0: Wer fragte er gedehnt?
Speaker 0: Kapitel zwanzig.
Speaker 0: Wo war dies?
Speaker 0: Äh, niemand.
Speaker 0: mummelte Hermine und fühlte sich ertappt.
Speaker 0: Heiliger Bim-Bam, du musst sofort hier weg, bevor du weiter so dämlich daherlaberst, du hinlose, dummer Torte.
Speaker 0: Du meinst sicher, Frank Longbotten, dotzierte der Geist hochnässig, während Hermine durch mal breitere, mal engere Gänge voranschwebte.
Speaker 0: Der ist aber schon ein paar Jahre nicht mehr an dieser Schule.
Speaker 0: Außerdem ist mir nicht ganz klar, wieso du mir so etwas Kruhdes unterstellst.
Speaker 0: Ich kannte diesen Schüler kaum.
Speaker 0: Doch er war zweifellos einer der helleren Facken hier.
Speaker 0: Du dagegen?
Speaker 0: Errümpfte affektiert die Nase, was Hermine auch hinter ihm gehen sehen konnte, eben, weil er durchsichtig war.
Speaker 0: Erinnere mich daran, dass ich dir in neunzehn Jahren einen Basilisken auf den Hals hetze, dachte sie säuerlich.
Speaker 0: Mal sehen, wie es dir gefällt, zur Abwechslung mal Blick dicht, stumm und schwer wie Blei zu sein.
Speaker 0: Und ob du deine Nase dann immer noch so hochträgst?
Speaker 0: Was ist mit deinen Haaren passiert?
Speaker 0: erkundigte sich der Geist weiter vorn.
Speaker 0: Er sieht wirklich nicht besonders vorteilhaft aus, weißt du, teuerste?
Speaker 0: Wolltest du nicht vorhin von mir wissen, in welchem Jahr wir uns befinden?
Speaker 0: Dann lass mich dir sagen, dass du mit dieser Frisur im Jahr neunzehntundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund.
Speaker 0: Alles ändert sich und trotzdem wiederholt sich das Ganze über die Jahre immer wieder.
Speaker 0: Werst du so alt wie ich, dann wüsstest du das.
Speaker 0: Danke, mir reicht schon, dass ich, wenn alles schieflöcht zu eben zwanzig Jahren Nachsätzen aufgebrunt bekommen habe, hätte Hermine am liebsten erwidert.
Speaker 0: Dabei war ihr gar nicht zum Scherzen zumute.
Speaker 0: Sie würde doch auch altern in der Zwischenzeit, oder?
Speaker 0: Würde es irgendwann zwei Hermines geben, eine in Hogwarts und eine... Was wusste sie denn wo, eine alt und eine jung?
Speaker 0: Ach, was für ein verdammtes Kuddelmuddel!
Speaker 0: So, da wären wir schon, näselte der Blutige Baron, als sie an der Gemeinschaftstolette, der Hermine im Stillen den Namen das Tor zur Hölle verliehen hatte, vorbei hinauf in Richtung Eingangstüren gingen bzw.
Speaker 0: schwebten.
Speaker 0: Hier entlasse ich dich, ich habe Wichtigeres zu erledigen.
Speaker 0: Verbindlichsten Dank, sagte Hermine höflich, da sie das Gefühl hatte, doch ein bisschen kesk gewesen zu sein.
Speaker 0: Von hier aus finde ich mich allein zurecht.
Speaker 0: Ja, soweit waren wir schon, entgegnete der Geist säufzend.
Speaker 0: Unter normalen Umständen würde ich dich nun doch begleiten, da ich tatsächlich den Eindruck habe, dass du einen kleinen Ratsch im Kessel hast.
Speaker 0: Aber leider, leider….
Speaker 0: Sir Nicholas hat sich die ganze Nacht eingeretet, dieser unsägliche Club der Kopflosen würde wieder vorbeikommen und ihm endlich die Mitgliedschaft antragen.
Speaker 0: Ich kann das gar nicht erwarten, sein dummes Gesicht zu sehen, wenn sie ihn zum nächsten Mal
Speaker 0: versetzen.".
Speaker 0: Jedem das Seine meinte Hermine Schulterzuckend und schickte sich an, vorsichtig die breiten Treppenstufen in den ersten Stock zu erklimmen.
Speaker 0: Gute Nacht, eure Durchlaucht!
Speaker 0: Sobald das Schlossgespenst hinfortgeglitten war, machte Hermine sofort wieder kehrt und begann den Guseisernen-Riegel am Eingangstor hochzudrücken.
Speaker 0: Ein bisschen wunderte es sie schon, dass Lackorn nicht aufgetaucht war, um sie einzuholen, Leibesfülle hin oder her.
Speaker 0: Warum hat er ihr von ausgefeierten Sicherheitsvorkehrungen das Schloss betreffend erzählt, wenn er noch nicht mal in der Lage war, eine vierzehnjährige daran zu hindern, vor ihm davon zu laufen?
Speaker 0: Stöhnen stemmte sie zum zweiten Mal in dieser Nacht den schweren Riegel hoch und schob sich durch den Spal zwischen den Doppeltüren.
Speaker 0: Der Nachthimmel war noch immer dunkel, auch im Osten war noch kein heller Streif zu erkennen.
Speaker 0: Nur dort, wo sich der volle Mond hinter den Wolken verborgen hielt, waren sie bleulich grau statt schwarz.
Speaker 0: Bis zum Morgengrauen schien es noch lange hin zu sein.
Speaker 0: Die Nächte im Norden Großpartaniens waren im November schon lang klar und kalt.
Speaker 0: Und Hermine schlug den Kragen der von ihr entführten Hufflepuffjacke mit dem gestickten Dachs auf der Brust hoch.
Speaker 0: Eine Hand immer auf der Begrenzungsmauer humpelte sie die Freitreppe hinunter.
Speaker 0: Von hier aus waren es nur wenige Minuten bis zu dem schmiede, eisernen Tor in der Mauer, das von den mächtigen Staturen zweier geflügelter Eber flankiert wurde und die Grenze der Ländereien in Richtung des Dorfes markierte.
Speaker 0: Dort angekommen wäre sie schon ein gutes Stück den Hügel herunter.
Speaker 0: Durch ihr zerrissenes Hosenbein hindurch konnte sie die Kühle der Herbstnacht aus dem Erdreich aufsteigen spüren.
Speaker 0: Das Gefühl flößte ihr unbehagend ein.
Speaker 0: Sie musste an die unsichtbare, dünne Decke zwischen den Toten und den Lebenden in dieser Samhainacht denken.
Speaker 0: Ohne Zauberstab fühlte sie sich ungewöhnlich schutzlos und ihr Hals und Nacken waren unangenehm kühl und exponiert, weil sie daran gewöhnt war, dort ihr langes Haar auf der Haut zu spüren.
Speaker 0: Dafür beschlug das Glas ihrer Brille bei jedem Atemzug, was sie störte, denn sie konnte schon so kaum etwas sehen.
Speaker 0: Ungeduldig nahm sie sie ab.
Speaker 0: Die einzige Lichtquelle, die ihr zur Verfügung stand, wären die Fackeln am Schlossportal in ihrem Rücken, deren Lichtkegel sie schon längst verlassen hatte.
Speaker 0: Mit den Spitzen ihrer Stiefel tastete sie vorsichtig an der Graskante entlang nach dem Weg.
Speaker 0: Auf der baumlosen Rasenfläche führte sie sich noch vergleichsweise sicher, doch sobald sie das Unterholz erreichte, würde jede Phase ihrer Haut zu Priegeln anfangen.
Speaker 0: Auch wenn sie schon des öfteren bei Nacht hier draußen gewesen war, so war sie es doch nie allein gewesen.
Speaker 0: Immer waren Harry und Ron an ihrer Seite gewesen, mit denen sie sich so sicher gefühlt hatte, wie es eben ging.
Speaker 0: Was dachten die beiden jetzt?
Speaker 0: Suchten sie nach ihr?
Speaker 0: War es Serious Black gelungen, das Schloss zu verlassen, ebenso unbehelligt wie sie gerade?
Speaker 0: Hermine hatte den Gedanken noch nicht einmal ganz zu Ende gedacht, als ein helles, pointiertes Licht sie ohne jede Vorwarnung frontal blendete.
Speaker 0: Sie grub ihre Stiefelabsetze in den Kies und kam schlittern zum Stehen, knifft die Augen zusammen und drissreflexartig die linke Hand hoch.
Speaker 0: Welch ein Schock!
Speaker 0: Jemand stand mit erleuchtetem Zauberstab nur wenige Meter vor ihr auf der Auffahrt und versperrte den Weg.
Speaker 0: Mir war doch als hätte ich etwas gehört.
Speaker 0: Vernahm sie die leise, vergnügte Stimme eines älteren Mannes, Denn nicht die Bohne erschrocken klang darüber, mitten in einer klirrend kalten Hallowienacht einem anderen Geschöpf auf dem wie ausgestorbenen Gelände über den Weg zu laufen.
Speaker 0: Und übrigens auch nicht besonders überrascht.
Speaker 0: Das erste Gefühl, das Hermine nach dem Schreck empfand, war durchaus Erleichterung, doch die hielt nicht lange an.
Speaker 0: Vor ihr stand kein geringerer als Elvis Dumbledore.
Speaker 0: Der Restwiederschein der Fackeln an der Treppe spiegelte sich in den Gläsern seiner silbernen Halbmondbrille und sie konnte sein langes Haar sehen, wie es vom plötzlich aufkommenden Wind zerzaust wurde.
Speaker 0: Es war nicht schlurweiß, wie sie es gekannt hatte, sondern eher hellgrau.
Speaker 0: Schnell setzte sie sich ihre eigene Brille wieder auf und machte einen Schritt rückwärts.
Speaker 0: Ihr schmerzender Knöchel protestierte und sie schwankte.
Speaker 0: Guten Morgen, Miss.
Speaker 0: Nun, ihren Namen kenne ich leider nicht.
Speaker 0: Ist das nicht ein schöner Morgen?
Speaker 0: Ein wenig früh vielleicht.
Speaker 0: Sehen Sie nur das Gras, wie flüssiges Silber garniert mit Diamantensplittern.
Speaker 0: In solchen Nächten geht doch nichts über einen kleinen Spaziergang im Untenschein.
Speaker 0: Finden Sie nicht, meine gute?
Speaker 0: Wie aufs Stichwort brach im selben Moment der Vollmond hinter den Wolken hervor und in der Ferne ertönte aufs Neue derselbe, langgezogene Heulton, den Hermine schon vor gut zwei Stunden vernommen hatte.
Speaker 0: Nun, sie konnte die romantischen Gefühle des Schuldirektors bezüglich dieser eiskalten, gruseligen Nacht nicht so ganz teilen.
Speaker 0: Slakorn musste ihm irgendwie Bescheid gegeben haben.
Speaker 0: Wie er das angestellt hatte, hätte Hermine zu diesem Zeitpunkt nichts sagen können.
Speaker 0: Doch sie glaubte nicht, dass Dumbledore rein zufällig hier draußen Lust wandelte.
Speaker 0: Hermines Meinung nach tat er bis Dumbledore nichts rein zufällig, obwohl er das gern behauptete.
Speaker 0: – Guten Morgen, Sir, erwiderte sie schlicht, jedoch mit Herzklopfen.
Speaker 0: Je weniger ihr über die Lippen kam, desto besser.
Speaker 0: – Wohin des Wegs?
Speaker 0: erkündigte sich Dumbledore heiter.
Speaker 0: Er klang nicht dem Mindesten müde oder erschöpft, obwohl er schon so alt und die halbe Nacht wach gewesen war.
Speaker 0: Dafür muss der Hermine ihm unbesehene Respekt zollen.
Speaker 0: Sie war gerade erst vierzehn geworden und hätte im Stehen einschlafen können, wäre sie nicht so mit Adrenalin abgefüllt gewesen.
Speaker 0: Ich, ich möchte nach Hoxmead, sagt der Hermine, schüchtern.
Speaker 0: So, so, und was haben sie im Schloss gemacht?
Speaker 0: Sie müssen wissen, Miss, ich kenne jeden Schüler dieser Schule mit Namen.
Speaker 0: Aber zu ihrem Gesicht fällt mir keiner ein, weil es noch nicht meine Zeit ist.
Speaker 0: Hermine wählt ihre nächsten Worte mit, bedacht.
Speaker 0: Mr.
Speaker 0: Dumbledore, sir, ich ... ich weiß, wer sie sind, doch sie wissen nicht, wer ich bin.
Speaker 0: Glauben Sie mir, es ist besser, wenn Sie es nicht wissen.
Speaker 0: Nicht, weil ich Ihnen im Böses will, oder weil jemand anders mir aufgetragen hat, mich hier einzuschleichen und Böses anzurichten.
Speaker 0: Ich bin einfach hier gelandet, und jetzt ... jetzt gehe ich.
Speaker 0: Professor Dumbledore nickte gemächlich.
Speaker 0: Seine hellblauen Augen blitzten im Mondlicht.
Speaker 0: Aha.
Speaker 0: Wir können ein Stück zusammengehen, wenn es ihnen nichts ausmacht, sagte er gleichmütig.
Speaker 0: Eigentlich war das Hermine gar nicht so recht, doch sie hatte großen Respekt vor Dumbledore und wollte ihn nicht proskieren.
Speaker 0: Also zuckte sie bloß mit den Schultern und hinkte vorwärts in die Richtung, wo sie hinter der kompakten Dunkelheit das Tor vermutete.
Speaker 0: Der Schulleiter leuchtete ihnen beiden den Weg.
Speaker 0: Geh um, geh, geh einfach weg, dachte Hermine verzweifelt.
Speaker 0: Du musst doch damit rechnen, dass ich ein Feind bin.
Speaker 0: Niemand kann einfach so hier eindringen, sagt man.
Speaker 0: Aber hier bin ich, direkt unter deiner langen, krummen Nase.
Speaker 0: Gibt dir das nicht zu denken?
Speaker 0: Warum willst du mich begleiten, wenn du mich eigentlich direkt zurück zum Schloss zurückschleifen müsstest?
Speaker 0: Aber Dumbledore war bekannt dafür, dass er Dinge auf Umwegen anging.
Speaker 0: Das machte ihn ja so besonders.
Speaker 0: Eine Zeit lang gingen sie nebeneinander her.
Speaker 0: Der Schulleiter schritt langsam und weit aus, während Hermine ihren linken Fuß nachzog und neben ihm hertrippelte.
Speaker 0: Daraufhin ging er noch langsamer.
Speaker 0: Weshalb hinken sie, erkundigte er sich beiläufig.
Speaker 0: Ich bin umgeknickt, als ich ohnmächtig wurde, erwiderte Hermine wahrheitsgemäß in einer Toilettenkabine.
Speaker 0: Nun, das passiert jungen Mädchen bisweilen, habe ich mir sagen lassen, meinte Dumbledore ruhig.
Speaker 0: Wir sollten vielleicht besser den Krankenflügel aufsuchen, was meinen Sie?
Speaker 0: fragt er, sein rundzliges Gesicht Hermine zu gewandt.
Speaker 0: Es geht schon, flüsterte sie, ohne ihn anzusehen.
Speaker 0: Verzeihung, Sir, aber ich kann mich nur wiederholen.
Speaker 0: Ich will niemanden etwas Böses, aber ich muss jetzt gehen.
Speaker 0: Ich darf nicht bleiben.
Speaker 0: Ich darf es noch nicht mal erklären.
Speaker 0: Bitte vertrauen Sie mir, Sir, bitte.
Speaker 0: Dumbledore sagte lange nichts.
Speaker 0: Sie traten von der Rasenfläche in den von Dichten, Büschen und Bäumen gesäumten Bereich ein, der die Grenze des Schlossgeländes anzeigte.
Speaker 0: Das helle Licht, das aus der Spitze seines Zauberstabes hervorquoll, beleuchtete sowohl den gekießten Weg zu ihren Füßen, als auch das dichte Gehölz ringsum.
Speaker 0: Die geflügelten Eber kamen in Sicht.
Speaker 0: Hermine konnte sie deutlich auf ihren Steinpfeilern Drohnen sehen und wie sie sich gegen den silberschlierigen Himmel dahinter abhoben.
Speaker 0: Sie können mit mir reden, wenn sie möchten, bot Dumbledore ihr an.
Speaker 0: Das wird ihnen vielleicht gut tun.
Speaker 0: Sie wirken sehr angespannt auf mich, meine Liebe.
Speaker 0: Sie verstehen nicht, Sir.
Speaker 0: Brauch es aus Hermine heraus.
Speaker 0: Ich kann nicht reden.
Speaker 0: Es wird nicht gut ausgehen.
Speaker 0: Das, was ich Ihnen sagen könnte, würde Sie nie im Leben vergessen können.
Speaker 0: Es würde Ihren Untergang bedeuten und den meinen ebenfalls.
Speaker 0: Es war kein schönes Gefühl, den gutmütigen Dumbledore so anzuschreien.
Speaker 0: Sie verehrte den alten Schulleiter, kannte eigentlich niemanden, der das nicht tat, wenn man Haus Slytherin mal ausklammerte.
Speaker 0: Doch sie musste Dumbledore davon überzeugen, dass das hier bitterer Ernst war und er trotz allem keine Erklärung von ihr verlangen konnte.
Speaker 0: «Reden Sie nie wieder mit mir!« setzte Hermine den Deustoß an.
Speaker 0: «Vergessen Sie, dass ich da bin!
Speaker 0: Und ich meine wirklich vergessen!«.
Speaker 0: Dumbledore blieb stehen und obwohl sie beinahe das Tor erreicht hatten, die Freiheit also schon in greifbarer Nähe war, hier Termine ebenfalls im Gehen inne.
Speaker 0: Als sie ihm ins Gesicht sah, schmunzete er.
Speaker 0: «Vergessen?«.
Speaker 0: Nichts leichter als das, wozu ist man ein Zauberer?
Speaker 0: Kapitel XXI Eine bequeme Art des Vergessens.
Speaker 0: Wie stellen sie sich das vor, Sir?
Speaker 0: Sie standen sich jetzt gegenüber und da sie ziemlich nah beieinander standen, musste Hermine ein ganzes Stück zu Dumbledore aufschauen.
Speaker 0: Ich kann ihnen schwerlich mein Herz ausschütten und sie hernach mit einem Gedächtnis Zauber belegen, das ist kein Stoff für eine Drittglässlerin.
Speaker 0: Ich habe auch nicht an einen Gedächtniszauber gedacht, Miss, erwiderte Dumbledore Sanft.
Speaker 0: Ich nehme an, dass sie die sind, die sie zu seinen Scheinen, gleichgültig wie sie heißen mögen.
Speaker 0: Ich gehe da ganz nach meinem Gefühl.
Speaker 0: Eines der wichtigsten und für mich kostbarsten Bücher, das sich in meinem Besitz befindet, besagt, man sehe nur mit dem Herzen gut.
Speaker 0: Sortexuperie, sagte Hermine Leise, Den mag ich auch sehr gern.
Speaker 0: Exakt.
Speaker 0: Was glauben Sie, woher ich all meine Weisheiten habe?
Speaker 0: Dumbledore Gluckste.
Speaker 0: Ich nehme also an, ich habe Recht damit, dass Sie nichts Böses im Schilde führen.
Speaker 0: Wie könnte ich einer jungen Hexe, die ganz offensichtlich Hilfe braucht, diese verwehren?
Speaker 0: Ist Ihnen schon mal Folgen der Satz begegnet?
Speaker 0: Wer immer in Hogwarts um Hilfe bittet, wird sie auch bekommen.
Speaker 0: Ja, hauchte Hermine.
Speaker 0: Ihr war leicht schwindelig.
Speaker 0: Der sagt mir was.
Speaker 0: Mit diesem Spruch hatte Harry vor einem halben Jahr buchstäblich etwas aus dem Hut gezaubert, dem sprechenden Hut.
Speaker 0: Das Schwert von Gryffindor, nämlich im Kampf gegen den riesigen Basilisken, dem Monster aus der Kammer des Schreckens.
Speaker 0: Aber davon konnte sie Dumbledore ja wohl kaum etwas erzählen.
Speaker 0: Bei ihm würde noch nicht einmal bei dem Namen Harry Potter etwas leuten.
Speaker 0: Ist es so?
Speaker 0: Benötigen sie Hilfe miss?
Speaker 0: Hellblaue Augen wirken oft kalt und distanziert.
Speaker 0: Hermine wusste nicht, wie Dumbledore es schaffte, dass die Seinen immer gütig aussahen.
Speaker 0: Tränen brannten hinter ihren Augenlidern und ein dicker, fetter Kloß saß er im Hals.
Speaker 0: Er hatte recht, sie konnte das hier nicht allein stemmen.
Speaker 0: Hatte nicht Dumbledore immer für alles eine Lösung gehabt, aber die Zukunft.
Speaker 0: Wenn sie ihm auch nur den Zeitumkehrer zeigte, würde das Lawinen lostreten, die sie nie wieder würde einholen, geschweige denn ungeschehen machen könnte.
Speaker 0: Ja, brach es plötzlich aus ihr heraus.
Speaker 0: Ja, das tue ich.
Speaker 0: Ich brauche Hilfe.
Speaker 0: Ich benötige alle Hilfe, die ich kriegen kann.
Speaker 0: Fein, sagte Dumbledore und strahlte sie an.
Speaker 0: Gehen wir dann?
Speaker 0: Ich möchte ihnen nämlich gerne etwas zeigen.
Speaker 0: Während sie langsamen Schrittes zurück zum Schloss wanderten, wurde Hermine das Gefühl nicht los, einen riesigen Fehler begangen zu haben.
Speaker 0: Jedoch strahlte Dumbledore einfach so viel Vertrauen, Zuversicht und positive Energie aus, dass sie sich dieser einfach nicht erwehren konnte, nicht in ihrer derzeitigen desolaten Situation.
Speaker 0: Dumbledore redete mit ihr, wie er immer mit ihr geredet hatte, wenn etwas zwischen ihnen hatte gesagt werden müssen.
Speaker 0: was nicht mehr als eine Handvoll Male vorgekommen war.
Speaker 0: Als einmal mehr das kaum wahrnehmbare Geheul in der Ferne erklang, schien es ihn jedoch entweder nicht weiter zu beunruhigen oder aber er hörte es gar nicht.
Speaker 0: Jedenfalls reagierte der Schulleiter nicht darauf.
Speaker 0: Er redete einfach weiter über den Zufall, dass Termine eine Brille mit runden Gläsern wie der volle Mond trug, während seine eigenen wie kleine Halbmunde geformt waren.
Speaker 0: Normalerweise war ihr der Weg in den siebten Stock des Schlosses immer ewig lang vorgekommen, was vor allem daran lag, dass die Treppen ständig in Bewegung waren, spontan die Richtung wechselten und man so eine Menge Umwege in Kauf nehmen musste.
Speaker 0: In dieser Nacht jedoch schienen die Treppen ihr und ihrem Begleiter freundlich gesinnt.
Speaker 0: In jeder Etage gab es sofort Anschluss an die nächste Höhere.
Speaker 0: Das zwanzig Jahre jüngere Schloss kam Hermine vor wie immer.
Speaker 0: Die Ölfarben in manchen Bildern wirken ein bisschen kräftiger.
Speaker 0: Einige Rüstungen standen an anderen Stellen, als sie es gewohnt war, mehr nicht.
Speaker 0: An einem imposanten steinernen Wasserspeier machte Dumbledore schließlich Halt, um ihm ein Passwort zu zuflüstern.
Speaker 0: Daraufhin machte das schwere Ding Platz und gab eine relativ enge Wendeltreppe frei, die sich selbst gemächtlich nach oben wandte, ohne dass die auf ihr stehenden auch nur einen einzigen Schritt tun mussten.
Speaker 0: Diese Art der annehmlichen Fortbewegung hatte Hermine zuletzt im Muggelkaufhaus Harrods genossen, doch auf diesen, sie immer im Kreis befördernden Stufen, wurde ihr ein bisschen schwummerig.
Speaker 0: Als sie sich Augenblicke später vor einer Tür mit einem Türklopfer in Form eines Greifen widerfand, war sie ziemlich erleichtert.
Speaker 0: Der Schulleiter, der ihr höflicherweise den Vortritt gewährt hatte, ließ sie eintreten.
Speaker 0: Obwohl sie von Harry wusste, wie das Schulleiterbüro ungefähr aussah und was sich alles darin befand, war Hermine zu Anfang vollkommen überwältigt von dem Anblick, der sich ihr bot.
Speaker 0: Da war Fox der riesige, lebendige Phönix mit dem scharlachroten Gefieder und den langen goldenen Schwanzfedern auf seiner Stange direkt neben der Tür, die Dutzenden von Porträts an der Wand dahinter, die allesamt ehemalige Schulleiterinnen und Schulleiter zeigten.
Speaker 0: Des Weiteren schien Dumbledore eine Vorliebe für komplizierte, astronomische und andere Gerätschaften, gleich welchen Alters zu haben, die auf diversen Tischchen standen, leise Geräusche von sich gaben und teilweise sogar Rauch ausstießen.
Speaker 0: Der Raum an sich war riesig und zu dem Rund, was ihr sagte, dass er sich in einem der Schlosstürme befinden musste.
Speaker 0: Und da die Wände rund waren, mussten es die zahlreichen Bücherregale ebenfalls sein.
Speaker 0: Nehmen Sie doch Platz, Miss.
Speaker 0: Dumbledore zeigte auf den einzelnen Besucherstuhl vor seinem ausladenden Schreibtisch, den er umrundete.
Speaker 0: Er wartete, bis Hermine sich gesetzt hatte und ließ sich dann auf seinem eigenen Stuhl nieder.
Speaker 0: Mit einem nonchalanten Schlenker seines Zauberstabes brachte er den großen Kamin auf der anderen Seite des Turmzimmers dazu, von jetzt auf gleich ein gemütlich vor sich hinprasselndes Feuer zu entfachen.
Speaker 0: Der sprechende Hut Entfuhr es Hermine, als sie die alte, ausladende Kopfbedeckung auf dem obersten Regalbrett gleich hinter dem Schulleiter entdeckte.
Speaker 0: Daneben steckte das wundervolle, aufwendig gearbeitete Schwert von Gryffindor wahrgerecht in einem Halter.
Speaker 0: Dumbledore drehte den Kopf.
Speaker 0: Ah, ja, den kennen sie also.
Speaker 0: Hermine wartete ab, ob er eine Frage stellen würde, beispielsweise, woher sie den Hut kannte.
Speaker 0: Doch das tat er nicht.
Speaker 0: Also führte sie sich nach einer Weile bemüßigt, selbst etwas zu sagen.
Speaker 0: Ich hatte ihn auch schon auf dem Kopf, Sir.
Speaker 0: Vor zwei Jahren hatte mich House Gryffindor zugeteilt.
Speaker 0: Ihre Stimme zitterte bedenklich, als sie das sagte.
Speaker 0: Darauf erwiderte Dumbledore zunächst nichts.
Speaker 0: Er warf nur einen vielsagenden Blick auf die gelb-schwarze Jacke mit dem aufgestickten Dachs, die Hermine trug.
Speaker 0: Forks neben der Tür krächzte leise wie im Traum.
Speaker 0: Es war ja schließlich auch noch mitten in der Nacht.
Speaker 0: Abgesehen von dem Klopfen und Pfeifen der im Raum verstreut stehenden Geräte war nur das Knacken und Prasseln des Kaminfeuers zu hören.
Speaker 0: Vor zwei Jahren sagten sie, dann müssten sie ja im selben Jahrgang sein wie der junge Serious Black.
Speaker 0: Beim Klang dieses Namens wäre Hermine fast vom Stuhl gefallen.
Speaker 0: Was ging hier bloß vor sich?
Speaker 0: Serious Black hatte vor wenigen Stunden versucht in den Gryffindor Turm einzubrechen, um Harry zu töten, auf das laut Voldemort wieder erstarken sollte.
Speaker 0: Und nun begegnete sie demselben Namen wieder in genau derselben Nacht nur zwanzig Jahre zuvor.
Speaker 0: Nun, das, was alle Zauberer einte, zumindest in diesem Teil von Europa, war, dass sie alle die Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei besucht hatten.
Speaker 0: Wenn Tom Riddle schon hier unterrichtet worden war, wieso dann nicht auch sein treuer Anhänger Sirius?
Speaker 0: Aber dass sie selbst sich jetzt anscheinend im selben Alter befinden musste, wie der angeblich dreizehnfache Mörder?
Speaker 0: War das nun Zufall oder?
Speaker 0: Sagt Ihnen der Name etwas?
Speaker 0: fragte Dumbledore gleichmütig.
Speaker 0: Obwohl ich sie nie mit ihm zusammen am Tisch der Gryffindors in der großen Halle habe sitzen sehen, obwohl ich ganz sicher weiß, dass der sprechende Hut in meiner Zeit als Schuldirektor nie auch nur ihren Scheitel berührt hat.
Speaker 0: Er mene nickte und schluckte.
Speaker 0: Vorsichtig jetzt, ganz vorsichtig.
Speaker 0: Nervös rutschte sie auf dem Besucherstuhl hin und her.
Speaker 0: Es war sehr warm im Zimmer und ihre ausgekühlten Gliedmassen hatten sich rasch aufgewärmt, deshalb öffnete sie jetzt den Reißverschluss ihrer Jacke mit einem brickelnden Gefühl in den Händen.
Speaker 0: Sir, Sie meinten vorhin, als wir vor dem Tor zur Schule standen.
Speaker 0: Nun ja, ich hatte Ihre Worte so interpretiert, dass ich Ihnen meinen Herz ausschütten könnte und Sie danach einfach dafür sorgen würden, dass Sie sich daran nicht mehr erinnern.
Speaker 0: Das ist wahnsinnig wichtig.
Speaker 0: Wenn dies nicht gegeben ist, kann ich nicht riskieren, auch nur ein Sterbenswörtchen über meine Lippen kommen zu lassen.
Speaker 0: Und es geht hier nicht um mich, zumindest nicht nur.
Speaker 0: Es geht auch um sie, um Professor McGonagall, viele andere Schlossbewohner und um ein paar sehr wichtige Personen, die sie noch ... äh, die sie gar nicht kennen.
Speaker 0: Können sie ein Gedächtniszauber an sich selbst vollziehen?
Speaker 0: Ich kann so etwas nämlich nicht.
Speaker 0: Bei mir selbst?
Speaker 0: Wiederholte Dumbledore Ernst.
Speaker 0: Das wäre eine riesige Dummheit.
Speaker 0: Solange man kein Vergiss mich ist, stellt es immer ein großes Risiko da, einen solchen Zauber anzuwenden, meinte Dumbledore Ernst.
Speaker 0: Schlimme Sachen können passieren, teilweise bleibt das Erinnerungsvermögen irreparabel geschädigt, auch wenn man nur eine Zeit lang etwas vergessen wollte und später versucht, den Gedächtnisversuch rückgängig zu machen.
Speaker 0: Das St.
Speaker 0: Mungo-Hospital ist voll von Zauberern, bei denen so etwas schief gelaufen ist.
Speaker 0: Ich weiß, sagte Hermine, ohne nachzudenken.
Speaker 0: Man denke nur an Gilderoy Lockhart.
Speaker 0: Wie er ist?
Speaker 0: Gilderoy Lockhart, fragte Dumbledore Milde, aber durchaus interessiert.
Speaker 0: Hermine hätte sich am liebsten die Zunge abgebissen.
Speaker 0: Egal, nuschelte sie und betrachte die ihre Stiefelspitzen.
Speaker 0: Muss man nicht kennen.
Speaker 0: Also, wenn es so gefährlich ist, so, wie wollen sie es dann hinbekommen, dass sie unser kleines Gespräch komplett vergessen werden?
Speaker 0: Dumbledore lächelte.
Speaker 0: Wenn sie so nett wären, miss, einen blickenden Schrank dort vorn zu werfen, zögern erhob sich Hermine.
Speaker 0: Ja, genau der da, öffnen sie ihn, forderte der Professor sie auf.
Speaker 0: Neugierig trat Hermine an den Schrank heran und öffnete auf Dumbledos Anweisungen beide Türen.
Speaker 0: Darin befand sich ein flaches, steinernes Becken.
Speaker 0: Es war mit einer durchsichtigen Flüssigkeit gefüllt, die entweder hellblau war oder nur so wirkte, weil das Gestein am Boden es war.
Speaker 0: Ein geheimnisvolles weiches Licht ging von ihm aus.
Speaker 0: An seinem Rande war das Becken mit hübschen Gravuren geschmückt, die Runen enthielten.
Speaker 0: Als Sächsische, soviel konnte Hermine aufgrund ihrer zweimonatigen Erfahrung im Fach alte Runen problemlos bestimmen.
Speaker 0: Was ist das, fragte sie, und es gelang ihr kaum, ihre Aufregung zu verbergen.
Speaker 0: Das, erklärte Dumbledore feierlich, ist ein Denkarium.
Speaker 0: Hermine legte ihre Fingerspitzen in die Vertiefungen der Runenschrift und betastete sie voller Erfurcht.
Speaker 0: Wie gebraucht man es, Sir?
Speaker 0: Ein Denkarium ist dafür da, dass man Gedanken, Ideen und Erinnerungen in ihm aufbewahren kann.
Speaker 0: Überflüssige, Unangenehme.
Speaker 0: Das klingt auf Anhieb ganz einfach, ist aber ein sehr komplexer Zauber.
Speaker 0: Nicht viele Magier wissen, wie man damit umgeht und deswegen gilt das Handtieren mit Denkarien nicht gerade als ungefährlich.
Speaker 0: Dieses Exemplar ist, davon geht man aus, so alt wie die Schule selbst.
Speaker 0: Es ist sozusagen das kollektive Gedächtnis aller Schulleiterinnen und Schulleiter, die bisher hier gewirkt haben.
Speaker 0: Ich benutze es bisweilen, um einen überladenen Kopf auszulehren.
Speaker 0: Dumbledore stand nun ebenfalls auf, ging abermals um seinen Schreibtisch herum und stellte sich neben Hermine.
Speaker 0: Er führte die Spitze seines Zauberstabes an seine linke Schläfe, und Termine beobachtete fasziniert, wie sich ein silbrig schimmernder, durchsichtiger Faden aus der Schläfe des Schulleiters zu entspinnen und sich mit seinem Zauberstab zu verbinden schien.
Speaker 0: Als Dumbledore ihn fortnahm, blieb der glitzende Faden daran Hängen, einem sich windenden Wurm an einer Angel nicht ganz unähnlich.
Speaker 0: Danach hielt er den Zauberstab über das Becken, und sobald das untere Ende des Fadens die Oberfläche der im Becken befindlichen Flüssigkeit berührte, löste er sich in silberne Schlieren auf, die sich weiter unten schwarz aufwächerten und sich letztendlich verloren.
Speaker 0: Hermine entfuhr ein leises, oh, war das wirklich.
Speaker 0: Dumbledore schenkte ihr ein aufmuntendes Lächeln.
Speaker 0: Ja, das war ein Gedanke.
Speaker 0: Ein unwichtiger, nur zu Demonstrationszwecken.
Speaker 0: Er will in meinem Kopf noch kurze Zeit nachglimmen und dann verschwunden sein.
Speaker 0: Im Denkarium existiert er jedoch weiter und ist jederzeit abrufbar.
Speaker 0: Hermine zog die Stirn in nachdenkliche Falten.
Speaker 0: Aber wie erinnert man sich an einen Gedanken, den man wieder hervorholen möchte, wenn man ihn doch vergessen hat?
Speaker 0: Gut gedacht, sagte Dumbledore Anna Kent und hob seinen Zauberstab.
Speaker 0: Der hier ist man zweites Gedächtnis.
Speaker 0: Wenn ich eines Tages, Jahre später, das Gefühl habe, mich an etwas erinnern zu müssen, was in einem bestimmten Zusammenhang wichtig war, kommt es zu einem komplizierten Zwischenspiel zwischen meinem Kopf, meinem Zauberstab und dem Denkarium hier.
Speaker 0: Gedanken verloren, nickte Hermine.
Speaker 0: Heißt das, ich kann mit ihnen ein Gespräch führen, mir Rat von ihnen einholen, und danach werden sie die Erinnerung daran in diesem Denkarium einschließen?
Speaker 0: Der große haagere Mann sah mit ernster Mene auf sie herunter.
Speaker 0: Ich behalte mir vor, anderes zu tun, wenn ich den Eindruck habe, dass es von nöten sein wird.
Speaker 0: Doch um das zu entscheiden, ist es unerlässlich, erst ihre Geschichte zu hören, Miss.
Speaker 0: Das werden sie doch sicher verstehen, nicht wahr?
Speaker 0: Ja, aber ich möchte, ich möchte einen Augenblick darüber nachdenken, erwiderte Hermine ebenfalls entschieden und setzte sich wieder hin.
Speaker 0: Dumbledore nickte bedächtig, ging zurück zu seinem eigenen Stuhl und nahm ebenfalls wieder Platz.
Speaker 0: Von einem Stapelschriftstücke nahm er eine Zeitschrift für Häkelmuster, die verdächtig nach einem Muckelprodukt aussah und vertiefte sich scheinbar darin.
Speaker 0: Hermine wippte nervös mit dem Fuß auf und ab und heftete ihren Blick auf eines der filigranen Instrumente auf einem Beistelltischchen links von ihr, das leise vor sich hin fiebte.
Speaker 0: Diese Lösung schien ihr eine Gute zu sein.
Speaker 0: Sie würde Dumbledore berichten, dass sie eine Zeitrase unternommen hatte und ihm den Zeitumkehrer zeigen.
Speaker 0: Doch sollte sie wirklich alle möglichen Details erwähnen?
Speaker 0: Ihren Namen?
Speaker 0: Das genaue Datum, an dem sie verschwunden war, Serious Black?
Speaker 0: Harry Potter?
Speaker 0: Nein, entschied sie.
Speaker 0: Wenn der Direktor sich danach doch weigerte, seine Gedanken dem Denkarium zu beantworten, konnte sie sie nicht mehr zurücknehmen.
Speaker 0: Sie durfte sich nicht in Sicherheit wiegen und mir nichts, dir nichts, ihr Herz ausschütten.
Speaker 0: Zur Abwechslung musste sie einmal an Dumbledores Schutz denken, nicht umgekehrt.
Speaker 0: Irgendwann holte sie tief Luft.
Speaker 0: Ich bin soweit, sagte sie gepresst.
Speaker 0: Dumbledore klappte die Zeitschrift zu und legte sie beiseite.
Speaker 0: Der Augenblick der Wahrheit war gekommen.
Speaker 0: Kapitel XXII.
Speaker 0: Das zaubrische Zeugenschutzprogramm.
Speaker 0: Hermine griff nach der goldenen Kette, die sie sich doppelt um den Hals geschlungen hatte, zog deren Anhänger unter ihrem durchlöcherten Pullover hervor und hielt ihn Dumbledore hin.
Speaker 0: Sie wissen, was das ist, nicht wahr, Sir?
Speaker 0: Der Professor, der in der Zwischenzeit all seine ehemaligen Kolleginnen und Kollegen in den zahlreichen Porträts hinter seinem Arbeitsplatz mit einem Ohrstöpselzauber belegt hatte, weil einige von ihnen zwischendurch aufgewacht waren und lautstark ihre Missbilligung angesichts dieser nächtlichen Konversation kundgetan hatten, warf jetzt einen langen Blick auf den Zeitumkehrer.
Speaker 0: Seine Augen weiteten sich kaum merklich hinter den halben und förmigen Brillengläsern.
Speaker 0: Ja, das weiß ich.
Speaker 0: Wie ungewöhnlich ein solch seltenes und über ausgefährliches Instrument im Besitz eines so jungen Mädchens zu sehen.
Speaker 0: Darf ich fragen, wie Sie dazu gekommen sind?
Speaker 0: Ich bekam ihm sozusagen mit ihrer Einwilligung, Sir, sagte Hermine Sachlich, und der des Zaubereiministeriums.
Speaker 0: Um ein größeres Spektrum an Schulfächern abdecken zu können, das war der einzige Grund.
Speaker 0: Die Augen des Schulleiters leuchteten auf.
Speaker 0: Sie müssen eine vorzügliche Schülerin sein, Miss.
Speaker 0: Wie alt sind Sie?
Speaker 0: Vierzehn.
Speaker 0: Dumbledore spitzt überrascht die Lippen.
Speaker 0: So weit ich mich erinnern kann, ist das nur einmal zuvor geschehen.
Speaker 0: Dazu muss man nicht nur herausragende Leistungen im Unterricht vorweisen können, sondern auch ein ungewöhnlich vertrauenswürdiger Mensch sein.
Speaker 0: Leise klopfte er mit seinem Zauberstab gegen sein Knie.
Speaker 0: Ich hatte also recht mit meiner Annahme, was ihren Charakter betrifft.
Speaker 0: Wollen Sie mir nicht vielleicht doch Ihren Namen verraten?
Speaker 0: Ich ... ich weiß nicht, sagt der Hermene unsicher.
Speaker 0: Es tut mir leid zu, aber ich möchte Ihnen so wenig Einzelheiten wie möglich zumuten.
Speaker 0: Und damit haben Sie vollkommen recht.
Speaker 0: Die Stimme des Schulleiters klang jetzt ebenfalls sehr ernst.
Speaker 0: Sehen wir fürs Erste darüber hinweg.
Speaker 0: Doch was passiert ist, muss ich genau wissen.
Speaker 0: Das ist es ja, wissbar der Hermene mit Trennen erstickter Stimme.
Speaker 0: Ich bin mir nicht ganz sicher.
Speaker 0: Freunde von mir haben in der Hallowienacht ein vollkommen unscheinbares Tischfeuerwerk gezündet, ein Massenprodukt aus dem Laden für Zauberscherze in Hoxmead.
Speaker 0: Der Besitzer heißt Zonko und ich kenne ihn persönlich, Dumbledore Nikte wissend.
Speaker 0: Ja, in der Zukunft heißt er auch noch so.
Speaker 0: Der Professor fragte nicht nach dem Jahr von Hermines verschwinden.
Speaker 0: Wurde der Zeitumkehrer durch den Scherzartikel beschädigt, wollen sie das damit sagen?
Speaker 0: Ermine zog den Stoff ihres Pullovers lang und zeigte ihm das halbe Dutzend eingebrannter Löcher darin.
Speaker 0: Sie tippte auf das mit dem breitesten Durchmesser.
Speaker 0: Hierunter lag er, als ich ihn das nächste Mal benutzte.
Speaker 0: Wofür sie ihn hatte benutzen wollen, würde sie schön für sich behalten.
Speaker 0: Drehte der innere Ring mit dem Stundenglas endlos durch.
Speaker 0: Vorher war das gar nicht möglich gewesen.
Speaker 0: Es gab so etwas wie eine Sperre nach zwei Umdrehungen.
Speaker 0: Ich nehme an, dass sie vom Zabereimenisterium nachträglich eingebaut wurde, um mich zu schützen.
Speaker 0: Letzte Nacht jedoch, Hermine brach ab und errötete.
Speaker 0: Dumbledore würde sich zweifellos fragen, warum sie den Zeitumkehrer mitten in der Nacht benutzt hatte, obwohl er doch nur für den Unterricht vorgesehen war.
Speaker 0: Er geriet also außer Kontrolle.
Speaker 0: Der alte Zauberer strich sich nachdenklich über den langen grauen Bad, dessen Spitze ihm fast bis zum Mitte der Brust reichte.
Speaker 0: Innerhalb der nächsten zwanzig Jahre würde er noch ein gutes Stück länger werden.
Speaker 0: Hermine nickte unglücklich.
Speaker 0: Und das war ebenfalls in der Hellowinacht, sagten sie.
Speaker 0: Wieder nickte Hermine.
Speaker 0: Sie hingerade zu an den Lippen des alten Zauberers.
Speaker 0: Hoffentlich, hoffentlich würde er ihr helfen können, schon in dieser Nacht.
Speaker 0: Sonst wusste sie nicht, ob sie ihr altes Leben je wiedersehen würde.
Speaker 0: Elvis Dumbledore säufzte vernämlich.
Speaker 0: Die Nacht des kältischen Festes Samhain ist eine wirklich besondere, voller Mystik, voller Magie, die wir teilweise immer noch nicht ganz ergründet haben.
Speaker 0: Davon abgesehen, er wies aus dem Fenster, haben wir vollmund, eine äußerst komplizierte und somit für uns ungünstige Konstellation.
Speaker 0: Vielleicht sind hier ein paar Dinge auf unglücklichste Art und Weise zusammengekommen, er strengte die Hand aus.
Speaker 0: Darf ich das Artefakt einmal sehen?
Speaker 0: Natürlich.
Speaker 0: Hermine streckte ihm vorsichtig den goldenen Anhänger hin.
Speaker 0: Passen sie auf damit, Sir.
Speaker 0: Er ist, wie gesagt, ziemlich beweglich.
Speaker 0: Keine Angst, ich werde mir die Kette nicht umlegen.
Speaker 0: Und sie sollten ihn auch nicht mehr tragen, Miss.
Speaker 0: Ich habe mittlerweile auch große Angst davor, klagte Hermine.
Speaker 0: Aber meine hohen Taschen sind nicht tief genug.
Speaker 0: Ich hätte Angst, ihn zu verlieren.
Speaker 0: Sie durchwüllte beide Taschen und zog einen anderen kleinen Gegenstand hervor.
Speaker 0: Deswegen habe ich mir auch das hier besorgt.
Speaker 0: Der Zauberer warf einen Blick darauf.
Speaker 0: »Muggeldraht?«.
Speaker 0: »Ja.
Speaker 0: Hermine lächelte an technisch das Heilblechen.
Speaker 0: Den habe ich aus Mr.
Speaker 0: Filts Büro, äh, sagen wir, mitgenommen.«.
Speaker 0: »Man muss sich eben zu helfen, wissen, meinte Darmbilder mit leichtem Schulterzucken.
Speaker 0: Und die Jacke?«.
Speaker 0: »Die habe ich mir aus Professor Slakhorns Büro ausgeliehen, mit seiner Erlaubnis wohlgemerkt.
Speaker 0: Sie sind also schon unserem allsatzbeliebten Hausmeister einer Lehrkraft und meiner Wenigkeit über den Weg gelaufen.
Speaker 0: Sonst noch jemandem?«.
Speaker 0: Hermine zögerte.
Speaker 0: Ja, ähm, den blutigen Baron.
Speaker 0: Langsam, fast abwesend, strich sich Dambel durch den dichten Bad.
Speaker 0: Nun, ich war nicht ganz zufällig auf meinem kleinen Mondscheinspaziergang gestand der Hermine.
Speaker 0: Aber ich hatte fest vorzugehen, um, sagen wir, die berüchtigte Halloween-Nacht in Ruhe und Gemütlichkeit ausklingen zu lassen.
Speaker 0: Horace's Kopf in meinem Kamin hat mich sozusagen nur davon überzeugt, dass es eine gute Idee wäre, es möglichst bald zu tun.
Speaker 0: Also hatte Slughorn den Schulleiter tatsächlich alarmiert.
Speaker 0: Emine hatte ohnehin fest damit gerechnet.
Speaker 0: Sie sind also drei Personen begegnet, meinte Dumbledore nachdenklich.
Speaker 0: Das ist Merlin sei dank einer überschaubare Anzahl.
Speaker 0: Da ich zugegebenermaßen ein wenig beunruhigt war nach dem kurzen Gespräch mit unserem Zaubertrank-Lehrer, habe ich bereits veranlasst, dass er sich um Ergos kümmert.
Speaker 0: Ich werde dafür den Slytherin Geist der Liste von Personen hinzufügen, deren Gedächtnisse besser einer leichten Modifizierung erfahren sollten.
Speaker 0: Bei Horace wird es reichen, wenn ich mich morgen mit ihm befasse.
Speaker 0: Er hat die Gefahr bereits erkannt.
Speaker 0: Doch erst mal muss er seinen leichten Rausch ausschlafen.
Speaker 0: Und sie, Professor, fragte Hermine Bekloppen und scharrte ungeduldig mit den Füßen über den Steinboden unter ihrem Stuhl.
Speaker 0: Wann werden sie ihre Gedanken in das Denkarium legen?
Speaker 0: Möglicherweise bereits recht früh, meine Liebe.
Speaker 0: gab Dumbledore zur Antwort.
Speaker 0: Ich bin kein Experte in Zeitreisen, das muss ich mir und ihnen ganz klar eingestehen.
Speaker 0: Ich habe ein, zwei alte Freunde, die ich kontaktieren und zu dem Thema befragen könnte, ohne in die Tiefe gehen zu müssen.
Speaker 0: Allerdings, sie hatten recht mit dem, was sie sagten.
Speaker 0: Sie sollten möglichst die Füße stillhalten, wenn ich das mal so sagen darf.
Speaker 0: Hermine hatte sofort mit dem Scharen auf und Dumbledore lächelte.
Speaker 0: Sie wissen, wie ich das meine.
Speaker 0: Ihre Überlegungen von hier fortzugehen kann ich verstehen, doch ein vierzehnjähriges Mädchen fällt nicht einfach durch die Maschen.
Speaker 0: Denken Sie sich, was Sie für ein Leben führen würden in Großbritannien der Siebzigerjahre.
Speaker 0: Die ersten vier würden Sie in einem Weisenhaus der Muckel verbringen, und ich weiß aus leidvoller Erfahrung, dass das einem Menschen nicht unbedingt zum Guten gereicht.
Speaker 0: Sie dürften weder ihre Eltern ins B noch andere Familie mit Lieder oder Bekannte aufsuchen.
Speaker 0: Das hieße, sie von allem Gewunden und Hoffnungsspendenden abzuschneiden, vor allem von der Chance wieder zurück in ihre Zeit zu finden.
Speaker 0: Es sind zwei Jahrzehnte, schluchzt der Hermine auf, und noch sechs Jahre, bis ich überhaupt geboren werde.
Speaker 0: Kann ich wirklich zweimal existieren in der Zukunft?
Speaker 0: Das ist doch völlig unlogisch und….
Speaker 0: vor allem ist es gefährlich.
Speaker 0: Ich hoffe, dass die magische Welt innerhalb von zwanzig Jahren Fortschritte gemacht haben wird, was das Rückholen von verirrten Zeitreisenden betrifft.
Speaker 0: Was das angeht, sind die Muggel uns Haus hoch überlegen.
Speaker 0: Den Fortschritt meine ich nicht aus Zeitreisen.
Speaker 0: Sie erfinden Patente am laufenden Band.
Speaker 0: Die industrielle Entwicklung zwischen heute und den Fünfzigern ist gerade so phänomenal.
Speaker 0: Doch wir Zauberer und Texen lieben unsere Rückständigkeit, wie sie wissen.
Speaker 0: Ich befürchte momentan kann ich nicht viel für sie tun, außer ihnen für einige Zeit zu einer neuen Identität zu verhelfen.
Speaker 0: Sie meinen wie im Zeugenschutzprogramm?
Speaker 0: Hermine rutschte aufgeregt bis zum äußersten Rand der Sitzfläche ihres Stuhls heran, sodass dieser gefährlich zu kippeln anfing.
Speaker 0: Dumbledore zog fragend eine Augenbraue hoch.
Speaker 0: Nun, wenn Muggle gegen gefährliche und einflussreiche Kriminelle aussagen, können die Behörden ihnen neue Identitäten verschaffen zu ihrem Schutz.
Speaker 0: Ja, senierte Dumbledore, so ähnlich wird es wohl laufen.
Speaker 0: Allerdings ist Hogwarts ein wirklich sensibles Terror.
Speaker 0: Andererseits sieht das in anderen Einrichtungen nicht besser aus.
Speaker 0: Wir stehen in guten Beziehungen zur Bogsburton-Akademie im französischen Obron und im Durmstrang-Institut im östlichen Finnland.
Speaker 0: Nun ja, zumindest im Moment noch.
Speaker 0: Doch dorthin kann ich sie auch nicht schicken, denn sie würden an diesen Orten ebenfalls unbewusst Schicksal spielen, beispielsweise Freundschaften schließen oder Beziehungen eingehen, die so niemals vorgesehen waren.
Speaker 0: ganz gleich, ob sie in ihrer jetzigen Gegenwart dort Leute kennen oder nicht.
Speaker 0: Zeit darf nicht verändert werden.
Speaker 0: Das ist ein wichtiges magisches Gesetz überall auf der ganzen Welt.
Speaker 0: Irgendwann fällt alles auf uns zurück.
Speaker 0: Eine Weile herrscht der Schweigen zwischen ihnen.
Speaker 0: Der Schuldirektor starte aus einem der Fenster, wo am Horizont ganz allmählich ein zarter, rosiger Streifen erschienen war.
Speaker 0: Hermine fragte vorsichtig, warum sagten sie Zumindest am Moment noch.
Speaker 0: Puddo, erwandte sich ihr wieder zu.
Speaker 0: So, sie sagten gerade, die jeweiligen Schulen stünden in gutem Kontakt zueinander, aber als sie dieses Institut in Finnland erwähnten, oh, das, tja, erschien einen Moment zu zögern.
Speaker 0: Ist den Hexen und Zauberern in zwei Dekaden noch der Name Lord Voldemort bekannt?
Speaker 0: Hermine startete Dumbledore an, als wäre dieser nicht ganz bei Trost.
Speaker 0: Sie sprang auf.
Speaker 0: »Sir, Sie können sich nicht vorstellen, was dieser...«.
Speaker 0: Dumbledore brachte Hermine mit einer einzigen, schnellen Handbewegung zum Schweigen und bat sie, sich wiederzusetzen.
Speaker 0: »Sprechen Sie es nicht aus.
Speaker 0: Bei Merlins meterlangem Bad behalten Sie Ihr Wissen für sich.«.
Speaker 0: Hermine druckte sich unbewusst auf ihrem Besuchersessel.
Speaker 0: »Verzeihen Sie meinen Ton, Junge.
Speaker 0: Mir noch unbekannte Dame.« Entschuldigte sich der Professor gleich nach seinem Ausbruch.
Speaker 0: »Aber selbst ich bin verführbar.«.
Speaker 0: Stellen Sie sich bloß vor, wenn ich auf meine alten Tage der fixen Idee verfehle, der zauberer Welt von unbequemen Individuen sozusagen säubern zu wollen.
Speaker 0: Nein.
Speaker 0: Seien Sie bloß vorsichtig mit Aussagen über die Zukunft.
Speaker 0: Sie soll genau so geschehen, wie sie gerade geschieht oder bereits geschehen ist.
Speaker 0: Können Sie mir folgen?
Speaker 0: Dumbledoreichte Hermene den Zeitumkehrer zurück und sie nickte gleichzeitig als Dank und als Antwort auf seine Frage.
Speaker 0: Sie sollten ihn weiterhin bei sich tragen.
Speaker 0: Aber entschärfen sie ihn.
Speaker 0: Gewisse Vorkehrungen haben sie ja bereits getroffen.
Speaker 0: Er nickte zu der Rolle Draht hinüber, die Hermine auf die Kante seines Schreibtischs gestellt hatte.
Speaker 0: Und wenn sie ihn jemandem zeigen wollen?
Speaker 0: Hermine nahm den Draht, wickelte ein gutes Stück davon ab und der Schulleiter trennte ihn mit einer kurzen Bewegung seines Zauberstabs vom Rest der Rolle.
Speaker 0: Daraufhin zurte sie alle drei Ringe fest aneinander, bis das Ensemble sich keinen Millimeter mehr bewegen ließ.
Speaker 0: Als das geschehen war, hängte sie sich die Kette wieder zweifach zusammengelegt um ihren schlanken Hals.
Speaker 0: Ehrlich gestanden war mein erster Gedanke, als ich meine Befürchtungen bezüglich des Zeitumkehrers bestätigt sah, der meine Gedanken sofort im Denkarium hinzuzufügen und alles einen Gang gehen zu lassen, teilte Dumbledore Hermine mit.
Speaker 0: Vielleicht gibt es eine fähige Hexe oder einen fähigen Zauberer in der Zukunft die oder der sie bald schon wieder zurückholen kann.
Speaker 0: Und wenn dem so ist, dann würde es ein vielleicht halbstündiges Gespräch zwischen ihnen und mir gegeben haben, an das ich mich erinnern könnte.
Speaker 0: Oder, ich bin wie gesagt kein Experte, was Zeitreisen betrifft, unsere Zeit zusammen im Jahr neunzehntelhundertundseinhalbzig löst sich in Wohlgefallen auf.
Speaker 0: Zugegeben, ich war immer mehr an der Vergangenheit interessiert als an der Zukunft.
Speaker 0: Ich lasse Dinge gerne auf mich zukommen.
Speaker 0: Vielleicht kann der Erbes Dambelder der Zukunft mir zurückhelfen, sagte Hermine, mit einem halbherzigen Schulterzucker.
Speaker 0: Der Schulleiter schenkte ihr an Leises jedoch bekümmertes Lächeln.
Speaker 0: Die Hoffnung stirbt zuletzt, tapfere junge Hexe.
Speaker 0: Aber auf dieses Szenario würde ich an ihrer Stelle nicht bauen.
Speaker 0: Doch nun, er klatschte so laut in die Hände, dass die tapfere junge Hexe vor ihm wie ein scheues Rhe zusammenzuckte, brauchen sie einen Namen.
Speaker 0: Ich möchte sie ungern länger nur missnennen.
Speaker 0: Hermine strich sich nervös über ihre von plötzlicher Gänsehaut überzogenen Unterarme.
Speaker 0: Das hier war wie ein Neuanfang.
Speaker 0: Eine Geburt und eine Taufe in einem.
Speaker 0: Mein Name ist Jean, sagte sie nach einem kurzen Moment der Überlegung mit fester Stimme.
Speaker 0: Jean Pearlman.
Speaker 0: Kapitel XXIII.
Speaker 0: Jean Pearlman wird geboren.
Speaker 0: Freut mich, ganz enorm sie kennenzulernen, Miss Pearlman.
Speaker 0: sagte Professor Dumbledore feierlich und mit Vorbegeisterung.
Speaker 0: gerade zusprühen den Augen.
Speaker 0: Er strahlt über das ganze faltige Gesicht und nickte seiner neuen Schülerin enthousiastisch zu.
Speaker 0: Und ich freue mich, nun sie immer noch zu kennen, erwiderte Hermine mit einem scheuen Lächeln.
Speaker 0: Ihr neuer Name weckte eine gewisse Wehmut in ihr.
Speaker 0: Jean war der Name ihrer geliebten Oma gewesen, der Mutter ihrer Mom.
Speaker 0: Er war außerdem Hermines zweiter Taufnahme.
Speaker 0: Jean hatte einen Mann mit Namen Wyatt Pearlman geheiratet, aus dem ein erfolgreicher Zahnarzt wurde.
Speaker 0: Der Name hatte sicher dazu beigetragen, dass Dr.
Speaker 0: Pearlman eine gut besuchte Praxis im Norden von London sein Eigen genannt hatte.
Speaker 0: Und so war Jeans und Wyatt's Tochter in die Fußstapfen ihres Vaters getreten und ebenfalls Zahnärztin geworden.
Speaker 0: Nicht, dass ihre eigene Tochter vorgehabt hätte, diese Familientradition fortzuführen, vielleicht lag es auch daran, dass Hermine ihren Eltern immer noch ein wenig zurnte, da diese sich strikt geweigert hatten, ihre überlangen Schneidezähne vor ihrem sechzehnten Lebensjahr aus rein kosmetischen Zwecken zu behandeln.
Speaker 0: Sprechen sie französisch, Miss Pearlman?
Speaker 0: Riss-Professor Dumbledore Hermine abrupt aus ihren Gedanken.
Speaker 0: Er klang mit einem Mal hochkonzentriert, fast schon geschäftsmäßig.
Speaker 0: Die Frage überraschte sie.
Speaker 0: Zufälligerweise ja, antwortete sie nicht ohne Stolz.
Speaker 0: Meine Großmutter mütterlicherseits wurde in Frankreich geboren und meine Mutter hat in ihrer Jugend nur Französisch gesprochen.
Speaker 0: Sie hat es mir beigebracht.
Speaker 0: Man merkt allerdings, dass ich keine Muttersprachlerin bin, wohin gegen meine Mutter Englisch ohne jeden Akzent spricht.
Speaker 0: Es ist nicht schlimm, wenn sie die Sprache nicht perfekt beherrschen, teilte der Professor ihr mit.
Speaker 0: Ich habe nur gerade darüber nachgedacht, wie eine talentierte Schülerin mit mehr als zwei Jahren Verspätung an diese Schule gelangen könnte.
Speaker 0: Gegenwärtig befindet sich nur eine einzige Austauschschülerin von Box Bettens in Hogwarts, eine Spanierin namens Konzept John Morale Malpensas, während wir ein gutes Halb bis Dutzend Durmstranks beherbecken.
Speaker 0: Das Mädchen wurde dem Haus Liderin zugeordnet.
Speaker 0: Ein Elternteil stammt, soweit ich informiert bin, sogar aus Italien.
Speaker 0: Sie besucht die sechste Klasse.
Speaker 0: Vielleicht sollten wir es wagen, sie als muggelstämmige englische Diplomaten-Tochter auszugeben, Miss Pearlman.
Speaker 0: Diplomaten und ihre Kinder bleiben nie besonders lange an einem Ort.
Speaker 0: Das könnte uns in die Hände spielen.
Speaker 0: Allerdings könnte die junge Miss Morals es seltsam finden, ihnen in Frankreich nie begegner zu sein.
Speaker 0: Keine Angst, ich denke mir bis heute Abend etwas aus.
Speaker 0: Danke, Sir, gab Hermine geschmeichet zurück.
Speaker 0: Es erfüllte sie mit Rührung und Ehrfurcht.
Speaker 0: zugleichen Teilen, dass der große Albus Percival Brian Wolfrick Dumbledore sich so große Mühe bei der Verschleierung ihrer Herkunft gab.
Speaker 0: Es….
Speaker 0: es geht mir schon viel besser, wissen Sie?
Speaker 0: Ich bin froh, dass ich nicht einfach weggelaufen bin.
Speaker 0: Dabei hatte ich mir schon alles Mögliche zurechtgelegt.
Speaker 0: Verlegen wollte sie sich eine ihrer langen Haarstränen um den Finger wickeln, merkte jedoch dann, dass da keine Haare mehr zum Wickeln waren.
Speaker 0: Ich hatte schon an den fahrenden Ritter gedacht, von dem hat mir diesen Sommer mein Freund he... Also, ein Freund hat mir davon erzählt, dass der für gestrandete Zauberer da sei.
Speaker 0: Und genau das bin ich ja, gestrandet, gestrandet in der Vergangenheit.
Speaker 0: Das kann man wohl so sagen.
Speaker 0: Um den fahrenden Ritter anzuhalten, brauchen sie allerdings seinen Zauberstab, gab der Schulleiter zu bedenken.
Speaker 0: Und Horace sagte mir, sie hätten keinen dabei.
Speaker 0: Ganz umsonst ist dieser Bus übrigens auch nicht.
Speaker 0: Als ich das letzte Mal gestrandet bin, und das meine ich wortwörtlich in Blackpool der dreißiger Jahre, wollte der Schaffner ganze fünf Sickle von mir, das muss man sich mal vorstellen, führen sie Geld mit sich, Miss Perlman.
Speaker 0: Beschämt senkte Hermine den Kopf, echt einen Knut.
Speaker 0: Wofür gibt es die Pendien für besonders talentierte Schüler?
Speaker 0: meinte Dumbledore unbekümmert und mit einem leichten Schulterzucken.
Speaker 0: Ich komme mir vor wie amputiert, murmelt der Hermine.
Speaker 0: Wie konnte ich nur meinen Zauberstab zurücklassen?
Speaker 0: das Wichtigste, was man in der magischen Welt überhaupt besitzen kann.
Speaker 0: Wir machen alle Fehler, das ist nur menschlich.
Speaker 0: Der weise Zauberer besah sich seinen eigenen Zauberstab und fuhr mit seinen langen Fingern fast liebevoll, das durch jahrelangen Gebrauch glattpolierte Holz entlang.
Speaker 0: Aber eine wahre Hexe braucht einen Zauberstab, fuhr er dann fort.
Speaker 0: Wir haben zwar ein, zwei Schulzauberstäbe für absolute Notfälle, aber mit denen ist es dasselbe wie mit dem Schulbesen fürs Quidditch.
Speaker 0: Sie hören nicht wirklich auf ihren Benutzer und bauen auch keine persönliche Beziehung zu ihm auf.
Speaker 0: Aber ich verspreche ihnen auch dafür finden wir eine Lösung.
Speaker 0: Dumbledore riep sich die Hände und seine hellblauen Augen glänzten wie die undefinierbare Flüssigkeit in seinem Denkarium.
Speaker 0: Wenn das Ganze nicht im Grunde tot traurig für sie wäre, würde die Situation mir einen heiden Spaß machen.
Speaker 0: Waren sie schon einmal in Hoxmead, außer am Bahnhof natürlich?
Speaker 0: Ja.
Speaker 0: bestätigte Hermine.
Speaker 0: Gestern zum ersten Mal so richtig, der traditionelle Halloween-Ausflug.
Speaker 0: Gut, so war es auch hier.
Speaker 0: Dumbledore legte die Spitzen seiner Finger aneinander und sein Blick verlor sich in der Ferne.
Speaker 0: Sir?
Speaker 0: Hermine hopfragend die Augen braun.
Speaker 0: Pläne spieden macht großen Spaß, sagte Dumbledore träumerisch.
Speaker 0: Was betrübt mich der Gedanke, dies alles demnächst im Denkarium verschwinden zu lassen?
Speaker 0: Doch es muss sein.
Speaker 0: Bolton.
Speaker 0: Die beiden redeten noch eine ganze Weile miteinander über weitere Details zur Hermines neuer Identität und die junge Hexe hätte darüber hinaus noch eine Menge anderer Fragen gehabt.
Speaker 0: Ob Dumbledore sich vorstellen könne, dass Crumbine ebenfalls die Gegenwart verlassen hatte?
Speaker 0: Was er persönlich von dem Drittklässler Sirius Black halte?
Speaker 0: Wen der Direktor wegen der verhunsten Zeitreise um Ratzufragen gedenke?
Speaker 0: Und und und.
Speaker 0: Der helle Streifen am Horizont vor den Fenstern wurde immer breiter und rosiger.
Speaker 0: Hermine wurde Tee angeboten und sie nahm an.
Speaker 0: Irgendwann erhob sich der Schulleiter von seinem Platz hinter dem Schreibtisch.
Speaker 0: Ich muss mich vielmals bei Ihnen entschuldigen, Miss Pearlman.
Speaker 0: Es ist offenkundig, dass Ihr Knöchel Ihnen noch immer Schmerzen bereitet.
Speaker 0: Deshalb werde ich Sie jetzt in den Krankenflügel zu Madame Pomfrey begleiten.
Speaker 0: Ist die Dame Ihnen bekannt?
Speaker 0: Hermine nickte eifrig.
Speaker 0: Wunderbar, freute sich der Schulleiter.
Speaker 0: Man hört gern, dass sich die Kollegen auch noch in zwanzig Jahren bester Gesundheit erfreuen, doch bevor wir uns dorthin begeben, müssen wir noch etwas Wichtiges hinter uns bringen.
Speaker 0: Und das wäre, erkundigte sich Hermine Ackwünisch.
Speaker 0: Der ohnehin schon groß gewachsene Professor stellte sich auf die Zehenspitzen und nahm den sprechenden Hut vom obersten Regalbrett hinter seinem Schreibtisch und trug ihn zu seinem Besucherstuhl, auf dem Hermine noch immer saß.
Speaker 0: Bass erstaunt.
Speaker 0: Ich bin eine Gryffindor, das habe ich doch bereits erwähnt.
Speaker 0: Sie verschränkte abwährend ihre Arme vor der Brust.
Speaker 0: Die junge, namenlose Hexe mag eine Gryffindor sein, gab Dumbledore Augenzwinkern zurück.
Speaker 0: Was Jean Pearlman betrifft, bin ich mir da nicht so sicher.
Speaker 0: Und mit diesen Worten drückte er Hermine den alten, ausgebeulten Hut ohne viel Federlesens aufs Haut.
Speaker 0: Als diese den Hut vor zwei Jahren von Professor McGonagall aufgesetzt bekommen hatte, war ihr Kopf zur Gänze darunter verschwunden.
Speaker 0: Sie erinnerte sich noch allzu gut an den Geruch nach altem Leder und Schweiß und ihre abgrundtiefe Erleichterung, als der Hut nach relativ kurzer Überlegung laut Gryffindor ausgerufen hatte.
Speaker 0: Als Jean Pearlman jedoch den entsprechenden Hut von Dumbledore in Empfang nahm, rutschte er ihr nicht einmal mehr über die Augen.
Speaker 0: Natürlich war er immer noch hässlich, viel zu groß und rochkomisch, Doch sie könne noch die Hälfte aller Porträts an der gegenüberliegenden Wand sehen und deren Bewohner, die sich mittlerweile immer lauter über den Ohrstöpselflug erregten, mit dem Dumbledore sie alle belegt hatte.
Speaker 0: Doch dann trat das Allgemeine Lamentieren in den Hintergrund und Jean hörte nur noch eine einzige, tiefe und wohlbekannte Stimme.
Speaker 0: Welch ungewohnte Stunde an einem ungewohnten Tag, so mitten im Schuljahr?
Speaker 0: Aber ich will mal nicht so sein.
Speaker 0: Der Direktor wird sich schon etwas dabei gedacht haben.
Speaker 0: Also, wen haben wir denn da?
Speaker 0: Ich sehe ja viel Erfahrung.
Speaker 0: Überdurchschnittlich viel.
Speaker 0: Ein heller Kopf, in den ich hier hinein blicke.
Speaker 0: Eine Untertreibung für war.
Speaker 0: Ravenclaw würde sich zutiefst glücklich schätzen, obgleich du nicht nach Individualität strebst, und Kreativität ist auch nicht eine deiner großen Stärken, nein.
Speaker 0: Hm, tja, was würde Madame Sproud wohl zu deinem Sinn für Gerechtigkeit und deiner unerschütterlichen Loyalität sagen?
Speaker 0: Zweifellos würde sie sich die erdverkrusteten Finger danach lecken.
Speaker 0: Der sprechende Hut höstete vielsagend.
Speaker 0: Hm, auch scheiß du keine harte Arbeitmädchen doch.
Speaker 0: Oh nein, Geduld ist hier ebenfalls eher sperrlich gesät, fürchte ich.
Speaker 0: Nun denn, wie ist das dann wohl, um deine Tapferkeit bestellt?
Speaker 0: Sehen wir doch gleich mal nach.
Speaker 0: Aha!
Speaker 0: So, so, vertrefflich und noch dazu höchst ambivalent.
Speaker 0: Ich sehe Mut.
Speaker 0: Besser noch Mut für zwei.
Speaker 0: Warum nicht gleich drei?
Speaker 0: Doch ebenfalls den festen Vorsatzregeln einzuhalten.
Speaker 0: Gleichwohl scheint es da auch eine versteckte Veranlagung für ein gewisses Draufgängertum zu geben.
Speaker 0: Hm, das ist wahrlich keine leichte Aufgabe für mich.
Speaker 0: Schlussendlich jedoch, nach genauer Betrachtung, würde ich mich zu weit aus dem Turmfenster lehnen, wenn ich an dieser Stelle verkündete.
Speaker 0: Harry hatte Hermine mehr als einmal erzählt, dass der sprechende Hut es durchaus in Erwägung gezogen hatte, ihn nach Slytherin zu schicken, wogegen ihr Freund sich natürlich zur Wehr gesetzt hatte.
Speaker 0: Sie selbst hatte auch nichts gegen Hufflepuff und Ravenclaw, Und dann in Augenblick lang überlegte sie, ob sie sich wirklich die Mühe machen sollte, den sprechenden Hut davon zu überzeugen.
Speaker 0: Sie wäre im selben Haus, wie ein verschlagener Mörder der Zukunft, bestimmt richtig gut aufgehoben, als ihr A. einfiel, dass sie solche Gedanken vor einem Gegenstand, der ihr einfach mal ebenso in den Kopf gucken konnte, besser verbergen sollte.
Speaker 0: Ava Weasley hatte einmal den folgenden, denkwürdigen Satz gesagt.
Speaker 0: Traue nie etwas, das selbst denken kann, wenn du nicht sehen kannst, wo es sein Hirn hat.
Speaker 0: Und B, das es vielleicht ohnehin besser wäre, dem Schicksal seinen Lauf zu lassen, besonders in ihrer Situation.
Speaker 0: Wenn man die Zeit nicht verändern durfte, war es ratsam mit dem Strom zu schwimmen und nicht dagegen.
Speaker 0: Graffendor brüllte der Hut so laut, dass die arme Hermine zusammenzuckte und ihre Ohren unangenehm zu Klingeln begannen.
Speaker 0: Verzüglich!
Speaker 0: Lächent nahm Dumbledor den Hut wieder an sich und stellte ihn zurück.
Speaker 0: Ich hatte wahrlich nichts anderes erwartet.
Speaker 0: Warum, traute Hermine sich nachzufragen, wären sie dezent mit dem kleinen Finger in ihrem schmerzenden Gehörgang Borte.
Speaker 0: Sie haben schon mehr als einmal erwähnt, dass sie von meiner für sie offenkundigen Intelligenz angetan sind.
Speaker 0: Wieso rechneten sie trotzdem damit, dass der sprechende Hut mich dem Hause Gryffindor zuweist, nicht Ravenclaw?
Speaker 0: Konnten sie hören, was er sagte?
Speaker 0: Ich habe selbstverständlich demonstrativ weggehört.
Speaker 0: Der große graubärtige Mann strahlte.
Speaker 0: Doch was soll ich von einer minderjährigen Hexe halten, die gleich ein halbes Dutzend Zaubereigesetze, nicht Schulregeln, bricht, weil sie mitten in einer Halloween Nacht den ihr anvertrauten Zeitumkehrerzweck entfremdet?
Speaker 0: Daraufhin errötete Hermine zutiefst.
Speaker 0: Wir hatte sie auch nur annehmen können, dass Dumbledore dieser Teil des Satzes von vorhin entgangen wäre.
Speaker 0: Nun.
Speaker 0: wo jener in versöhnlichem Tonfall fort.
Speaker 0: Denken Sie immer daran, dass Sie diese Person nicht mehr sind, Gryffindor hin oder her.
Speaker 0: Sie sind ab jetzt Jean Pearlman.
Speaker 0: Vergessen Sie das nie.
Speaker 0: Und Jean Pearlman nickte zum Zeichen, dass sie es verstanden hatte.
Speaker 0: Kapitel Vierundzwanzig im Krankenflügel.
Speaker 0: Hermine blieb nichts anderes übrig, als sich von Forks zu verabschieden, der während der letzten Stunde, als seine entfernten Verwandten draußen angefangen hatten, voller Inbrunst in den gerade anbrechenden Morgen hinein zu singen, viel munterer geworden war.
Speaker 0: Der prächtige Phönix, der die Größe eines Schwarns hatte, knapperte mit Hingabe an ihrem rechten Zeigefinger, als sie ihn ihm hinstreckte und machte Geanstalten, Tränen in Richtung ihres schmerzenden Knöchels zu vergießen, doch sie hielt ihn sanft zurück.
Speaker 0: Vielleicht beim nächsten Mal, Fox.
Speaker 0: Heute kümmert sich Madame Pomfrio meine Verletzung.
Speaker 0: Während sie sich mit dem zahmen Vogel unterhielt, bekam sie nur am Rande mit, wie sich Albus Dumbledore zum Kamin begab und, nachdem er einen ihr unbekannten Zauberspruch gemummelt hatte, seinen Kopf in die Flammen steckte und ein kurzes Zwiegespräch mit jemandem führte, den oder die Hermine nicht sehen konnte.
Speaker 0: höchstwahrscheinlich Madame Pomfrey, der Schulkrankenschwester, um Hermine im Krankenflügel anzukündigen.
Speaker 0: Gemeinsam mit ihrem neuen alten Schuldirektor verließ sie anschließend sein Büro und stieg langsam die Treppen in den ersten Stock hinunter.
Speaker 0: Es hat sich nicht viel verändert, sagte sie in beiläufigen Tonen an ihren Begleitergewand, während sie darauf wartete, dass eine Treppe, die kurz nach ihrem Betreten die Richtung geändert hatte, im dritten Stock andockte.
Speaker 0: Das werde ich als gutes Zeichen.
Speaker 0: Meinte Dumbledore fröhlich, doch Hermine meinte eine Spur Erleichterung hinter seiner Fasade des Frohsins unter immerwährenden Heiterkeit entdeckt zu haben.
Speaker 0: Ganz so, als habe er sich bereits Sorgen um Hogwarts Zukunft gemacht.
Speaker 0: Gab es da etwas, was Hermine nicht wusste?
Speaker 0: Einiges bestimmt.
Speaker 0: Doch, weil sie nicht von gestern, auch nicht von vorgestern, sondern aus eben dieser Zukunft war, hatte sie bereits mehr als eine leichte Vorahnung, was eine etwaige, dunkle Betrohung betraf, und diese fing mit V an und hörte mit T auf.
Speaker 0: Ich bin zwar nicht für Stillstand, aber manche Dinge sollten besser einfach so bleiben, wie sie sind, vor der Große Mann an ihrer Seite unterdessen fort.
Speaker 0: Das Schloss an sich und seine Ländereien gehören für mich dazu.
Speaker 0: Natürlich gibt es jedes Jahr ein paar kleine Änderungen, die im Gesamtbild nicht wesentlich auffallen.
Speaker 0: Beispielsweise haben wir in den letzten Jahren ein paar neue Bäume gepflanzt und den zwei Gewächshäuser in ein Drittes hinzugefügt.
Speaker 0: Dafür haben wir unsere Erstklässler Bootsflotte verkleinert.
Speaker 0: Die geburtenstarken Jahrgänge liegen hinter uns.
Speaker 0: Vor einigen Jahren noch, das war noch vor meiner Zeit als Schulleiter, hatten wir an jedem ersten September bis zu einhundertdreißig Neuzugänge.
Speaker 0: Dieses Jahr waren es lediglich achtundsechzig.
Speaker 0: Das bedeutet absoluter Tiefstand.
Speaker 0: Die Hexenverfolgungen einmal ausgenommen, und fast die Hälfte davon sind Slytherins.
Speaker 0: Hermine lauschte den Worten Dumbledores mit wachsender Besorgnis.
Speaker 0: Doch sie teilte seine Ansicht, was Hogwarts anging.
Speaker 0: Die Schule war buchstäblich ein Urgestein und sollte sich auch in ihren Augen tunlichst nicht verändern, so absolut genial wie sie bereits war.
Speaker 0: Hermine war erst in ihrem dritten Jahr und hatte noch lange nicht alles erforscht, was es hier zu erforschen gab.
Speaker 0: Davon abgesehen waren Harry und Ron noch viel Erkundungs- und Experimentierfreudiger als sie.
Speaker 0: Der Gedanke an die beiden, ihr so nahestehenden, erwischte die arme Hermine kalt wie eine unerwartete Lawine.
Speaker 0: Ganz sicher waren ihre beiden besten Freunde in dieser Nacht genauso wenig zur Ruhe gekommen wie sie selbst.
Speaker 0: Doch während Hermine's inneres Auge nach wenigen Stunden durchaus einen Silberstreif am Horizont erahnen konnte, war sie sich dabei den beiden anderen nicht so sicher.
Speaker 0: Im Gegensatz zu ihnen wusste sie nämlich genau, wo sie sich befand.
Speaker 0: Das war schon mal etwas, obwohl es ihr zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht viel half.
Speaker 0: Ron und Harry jedoch mussten völlig im Dunkeln tappen, sie wussten ja nichts von ihrem Zeitdilemma.
Speaker 0: Im letzten Jahr war Ron fix und fertig gewesen, als der Basilisk Ginny in die Kammer des Schreckens entführt hatte.
Speaker 0: Hermine war zwar nicht Ron's Schwester, das wollte sie auch nicht sein, ganz bestimmt nicht.
Speaker 0: Doch sie war sich sicher bzw.
Speaker 0: hoffte, dass er sich auch um sie große Sorgen machen und Todesängste ausstehen würde.
Speaker 0: Genauso Harry.
Speaker 0: Weiterhin erfuhr sie von Dumbledore, dass er sich Sorgen darüber gemacht hatte, dass es sich bei ihr, Hermine oder Jean, wie sie sich von jetzt abzunennen hatte, um eine wiederauferstandene Verstorbene hätte handeln können, die durch den Schleier des Todes, der an Samhain, wie gesagt, recht dünn sein konnte, wiederauferstanden war, um nach Hause zurückzukehren.
Speaker 0: Auch diese Möglichkeit hätte ihn als Verantwortlichen für die Schüler und Lehrerschaft von Hogwarts auf eine ernsthafte Probe stellen können.
Speaker 0: Endlich gelanken sie zum Eingang der Krankenstation, wo die ältliche Madame Promfree von den Lehrern im Allgemeinen nur Poppy genannt, sie bereits erwartete und das in voller Montur, also komplett mit Blütenweiser Schürze, nebst Häubchen.
Speaker 0: Dumbledore entschuldigte sich abermals für die frühe Störung, stellte die neue Schülerin vor und besprach im Flüsterton ein paar Einzelheiten mit Poppy, während Hermine sich neugierig umsah.
Speaker 0: Dann eilte die Schwester davon, um etwas aus ihrem Kapuff zu holen und ließ das Mädchen wieder mit dem Schulleiter zurück.
Speaker 0: Ab jetzt wird es ernst, Miss Perlman.
Speaker 0: Darf ich sie Jean nennen?
Speaker 0: Hermine nickte und leckte sich nervös die Lippen.
Speaker 0: Ich werde sie jetzt verlassen, sagte Professor Dumbledore ruhig.
Speaker 0: Ruh'n sie sich aus, versuchen sie zu schlafen.
Speaker 0: Heute Abend werde ich noch einmal vorbeikommen und nach ihnen sehen, und bis dahin werde ich entschieden haben, wie der nächste Schritt aussieht.
Speaker 0: Jedoch werde ich das Gefühl nicht los, dass sie ab dann auf sich allein gestellt sein werden.
Speaker 0: Sie wissen schon, die Zeit.
Speaker 0: Sie kann angeblich nicht nur alle Wunden heilen, sie sollte auch nicht verändert werden.
Speaker 0: Will mein, ich darf nicht alle Hebel für sie in Bewegung setzen, so gar nicht das auch täte.
Speaker 0: Wir beide, sie und ich, Jean, müssen darauf vertrauen, dass es da in der Zukunft jemanden gibt, der sie hier herausholen kann.
Speaker 0: Mit anderen Worten, abwarten und Tee trinken.
Speaker 0: Hermine nickte beklommen, ich möchte ihn danken, Sir, brach sie hervor, bevor sie es vergessen.
Speaker 0: Ich verstehe, wie sie das meinen, dass sie mir helfen wollen, ihnen aber die Hände gebunden sind und sie warten möchten, bis dass jemand aus der Zukunft mir zu Hilfe eilt.
Speaker 0: Kann ich davon ausgehen, dass sie ihre Gedankenfäden wieder aus dem Denkarium zurückbekommen, wenn die Zeit dafür reif ist?
Speaker 0: Auch dazu werde ich mir etwas überlegen, Jean.
Speaker 0: Wie gesagt, ich komme auf sie zurück.
Speaker 0: Noch heute.
Speaker 0: Gut.
Speaker 0: Fürs Erste war Hermine beruhigt.
Speaker 0: Dumbledore würde sein Wort halten.
Speaker 0: Sophie war sicher.
Speaker 0: Das tat er immer.
Speaker 0: Sie verabschiedeten sich und der große Weise Zauberer schloss die Tür des Schlafsaals hinter sich.
Speaker 0: Hermine sah sich um.
Speaker 0: und stellte mit leisem Aufatmen fest, dass sie allein war.
Speaker 0: Es gab keine anderen Patienten.
Speaker 0: Noch immer Humpeln steuerte sie das Bett an, das Madame Pomfrey ihr zugewiesen hatte.
Speaker 0: Als sie sich die Stiefel von den Füßen zerrte und ihren geschwollenen Knöchel das erste Mal so richtig in Augenschein nahm, erinnerte sie sich daran, dass sie vergessen hatte, den Schulleiter um neue Kleidung zu bitten.
Speaker 0: Die zerrissene schwarze Hose und den angesenkten Pullover konnte sie einfach nicht mehr tragen.
Speaker 0: Als die Schulschwester sich ihr mit einem einfachen Frühstück auf einem Tablett näherte, fragte sie sie danach, obwohl es hier unangenehm war.
Speaker 0: Was mochte die ältere Dame von ihr denken?
Speaker 0: Dass sie eine mittellose Diplomaten-Tochter war?
Speaker 0: Das allein stellte einen Widerspruch in Sicht dar.
Speaker 0: Madame Promfris antwort jedoch überraschte sie.
Speaker 0: Das ist dir überhaupt kein Problem, ist Perlman.
Speaker 0: Professor Dumbledore hat mich über alles informiert.
Speaker 0: Wie sie sich beim Seite an Seite apparieren, nach Hoxmead den Knöchel verstaut haben oder sogar Schlimmeres.
Speaker 0: Ich werde mir das gleich mal ansehen, danach wissen wir mehr.
Speaker 0: Und es ist ganz sicher keine Schande, dass ihr Schrankhoffer nicht rechtzeitig angekommen ist.
Speaker 0: Aus Frankreich.
Speaker 0: Drückte sie Kopfschütteln hinzu, als würde das alles sagen.
Speaker 0: Jeder zweite Austauschschüler kommt mit demselben Problem hier an.
Speaker 0: Ich bin das gewohnt.
Speaker 0: und da unsere Hauselfen von allein nichts herausgeben dürfen, kümmere ich mich selbst darum.
Speaker 0: Ich bin sozusagen Hauswirtschafterin und kranken Schwester in
Speaker 0: einem.".
Speaker 0: Madame Promfri errötete kaum mehrlich.
Speaker 0: »Nun, ich sollte das Lob dafür nicht für mich allein beanspruchen.
Speaker 0: Agus hilft mir, wann immer ich hier oben so viel zu tun habe.
Speaker 0: Haben Sie ihn zufällig schon kennengelernt?«.
Speaker 0: Hermine startete sie an und urplötzlich wurde ihr einiges klar.
Speaker 0: Vor allem die Bedeutung des Blütenbeißenstückstoffs in einer der Schubladen von Fils Schreibtisch.
Speaker 0: – Oh, entfuhr es ihr.
Speaker 0: Ja, äh, ja, rein zufällig habe ich das sogar.
Speaker 0: Er scheint sehr ähm, tüchtig zu sein.
Speaker 0: – Nicht wahr?
Speaker 0: – Madame Promfrey strahlte sie an, wurde dann aber unvermittelt wieder ernst.
Speaker 0: Hermine überlegte, ob die schulkranken Schwester nicht vielleicht, wie Professor Slakhorn zum Beispiel, noch unter dem Einfluss von ein paar nächtlichen Halloween-Schneppsen stand, Koboldblut oder was es da alles gab.
Speaker 0: Im Allgemeinen war Madame Promfree nämlich nicht so redselig, sondern eher verschwiegen.
Speaker 0: Und sie lächelte auch nicht zu oft.
Speaker 0: Der Gedanke, dass sich zwischen ihr und dem einsamen Hausmeister etwas abgespielt haben konnte, das in der Zukunft keinen Bestand gehabt hatte, stimmte Hermine traurig.
Speaker 0: Vielleicht war Filch ja deswegen so verbiestert und Poppy Pomfrey so schweigsam, wenn es um andere Dinge ging als das Heilen von Wunden und irgendwelche magischen Krankheiten.
Speaker 0: Die große Uhr über der Tür zum Gang zeigte nach acht an.
Speaker 0: Hermine konnte es kaum glauben.
Speaker 0: Wahrscheinlich hatte Dumbledore selbst einen Zeitumkehrer und daran gedreht, hat sie gerade nicht hingesehen hatte, und zwar nach vorn.
Speaker 0: Sie war so unglaublich müde.
Speaker 0: Zum Glück lag auf ihrem Bett ein einfaches Nachthemd aus Baumwolle für sie bereit.
Speaker 0: Schnell zog sie sich bis auf die Unterwäsche aus, streifte es sich über den Kopf und schlüpfte dann unter die wunderbar weiche Bettdecke.
Speaker 0: Doch nicht bevor sie ihre neue Nickelbrille sorgfältig zusammengelegt und auf dem Nachtisch zu ihrer Linken deponiert hatte.
Speaker 0: Auf ihren Nasenflügeln waren jetzt eindeutig zwei Druckstellen zu fühlen.
Speaker 0: Hätte ich bloß meinen Zauberstab, dachte sie, während Termine die geröteten Flecke vorsichtig massierte.
Speaker 0: Nur wenig später wurde sie von ihrem heftigen Magenknurren abgelenkt.
Speaker 0: In Windeseile hatte sie das am Bett stehende Frühstückstablett auseinandergeklappt und sich ein noch ofenwarmes Brötchen geschmiert und mit Käse belegt.
Speaker 0: Während sie frühstückte und gleichzeitig darauf wartete, dass Madame Promfray mit den Medikamenten oder was auch immer es brauchte, um ihren Knöchel zu heilen, zurückkam, wanderte ihr Blick weiter durch den Raum.
Speaker 0: Auch hier hatte sich nicht viel verändert.
Speaker 0: Wie in Krankenhäusern üblich herrschte Blenden des Weis vor.
Speaker 0: Ein halbes Jahr zuvor hatte sie wochenlang als Hermine Granger hier gelegen, nicht, dass sie da viel die Wände angestarrt hätte.
Speaker 0: Versteinerte Staaten nicht, sie lagen einfach da wie tot.
Speaker 0: Nachdem sie aufgewacht war, hatte sie sicher nichts erinnern können.
Speaker 0: Das letzte, was sie noch einigermaßen vor Augen hatte, war dass sie mit einem Kosmetikspiegel bewaffnet von der Bibliothek aus aufgebrochen war.
Speaker 0: Danach Sense.
Speaker 0: Nachdem der Alraunensaft gewirkt hatte, war sie ziemlich schnell wieder fit gewesen.
Speaker 0: Ihre Muskeln und Bänder hatte sie ein wenig trainieren müssen, wegen der langen Phase des Nichtgebrauchens, dann hatte sie aufstehen dürfen.
Speaker 0: Sie hatte sich beinahe erfrischt gefühlt.
Speaker 0: Plötzlich fielen zwischen all dem Weiß ein rotes Stück Stoff auf.
Speaker 0: Es lag auf dem Bett genau gegenüber, in der Mitte, Dort, wobei ihr das Nachthemd gelegen hatte.
Speaker 0: Worum es sich dabei genau handelte, konnte sie nicht sehen.
Speaker 0: Einen Pyjama vielleicht?
Speaker 0: Und dann erschien Madame Pomfrey mit einem zweiten Frühstückstablett, das sie vorsichtig auf dem Beistelltisch neben dem Bett von gegenüber platzierte.
Speaker 0: Kommt noch jemand, wollte Hermine wissen.
Speaker 0: Sie ließ sich nicht anmerken, wie sehr dieser Aussicht sie störte.
Speaker 0: Klar, früher oder später musste sie anderen Schülern gegenübertreten, doch das hätte sie gerne noch eine Weile hinausgezögert.
Speaker 0: Bis sie das, was zwischen ihr und er bis Dumbledore beschlossen worden war, schriftlich vorliegen hatte und auswendig lernen konnte wie eine Theaterrolle.
Speaker 0: Madame Pomfrey überquerte den Mittelgang und kam mit gezücktem Zauberstab auf sie zu.
Speaker 0: Ja, ich rechne mit einem weiteren Patienten im Laufe des Tages.
Speaker 0: Das soll sie aber nicht weiter stören, Kind.
Speaker 0: Sie können diese Vorhänge hier... Sie wies auf die langen, momentan zurückgezogenen weißen Vorhänge, die links und rechts von Hermine an einer Stange, die einmal um das ganze Bett herum verlief, hingen.
Speaker 0: Zuziehen, wenn sie mögen.
Speaker 0: Wir haben keinen noch jungen und Mädchen getrennten Schlafsaal.
Speaker 0: Das ergibt wenig Sinn, denn nur selten muss jemand überhaupt über Nacht hier bleiben.
Speaker 0: Doch nur für den Fall, dass es ihnen unangenehm ist, haben sie ja die Vorhänge, um ihre Intimsphäre zu wahren.
Speaker 0: Intimsphäre?
Speaker 0: Aha.
Speaker 0: dachte Hermine Jean Granger, fast ein wenig erheitert.
Speaker 0: Die Person, für die das Bett gegenüber bestimmt ist, ist also ein Junge.
Speaker 0: Wer ist hier auf den Kopf gefallen?
Speaker 0: Die eigentliche Behandlung ihres Knöchels erfolgte fast nebenbei.
Speaker 0: Madame Pomfray gab Hermine, alias Jean, eine goldgäbe Flüssigkeit zu trinken, die entfernt nach Aprikosenroch, jedoch Gelinde gesagt ekelhaft schmeckte.
Speaker 0: und hielt ein paar Augenblicke lang ihren Zauberstab über die geschwollene Stelle, dabei leise Beschwörungen murmelt.
Speaker 0: Mehr geschah nicht.
Speaker 0: Und trotzdem ging es der Patientin schlagartig besser.
Speaker 0: Nachdem die Krankenschwester sich wieder in ihr klaustrophobisch anmutendes Büro zurückgezogen hatte, ars Hermine die Scheibe Vollkornbrot und den Früchtejoghurt, die sich ebenfalls auf ihrem Frühstückstablett befunden hatten.
Speaker 0: Dazu trank sie zwei Tassen Berührungstee, dessen Inkredenzchen sie nicht herausschmecken konnte.
Speaker 0: Das machte jedoch nichts, denn er tat, was er sollte.
Speaker 0: Und wie?
Speaker 0: Nach nur wenigen Minuten war sie so müde, dass sie immer wieder die Augen zufielen, obwohl sie noch aufrecht im Bett saß.
Speaker 0: Wahrscheinlich würde sie irgendwann um die Mittagszeit aufwachen und dringend aufs Klo müssen, doch das war ihr egal.
Speaker 0: Der separate Waschraum befand sich nur wenige Meter von ihrem Bett entfernt am Ende des Zimmers.
Speaker 0: Madame Promfray hatte Hermine geraten, mindestens zwei Stunden zu warten, bis sie das erste Mal wieder normal auftrat, nur um sicher zu gehen.
Speaker 0: Als die Schwester noch einmal vorbeikam, um noch ihr zu sehen, nahm Hermine ihre Anwesenheit kaum noch wahr.
Speaker 0: Sie wandte sich vom Fenster ab, zog sich das nach Lavendel duftende Kissen halb über den Kopf und ließ sich in den Schlaf sinken.
Speaker 0: wollte, dass ihre letzten Gedanken Ron galten, doch dann konnte sie nur nach einem Krummbahn denken und sich dafür bedauern, dass ihr wunderbar weicher, flauschiger Liebling beim Einschlafen nicht mehr an ihrer Seite lag.
Speaker 0: Es waren nur wenige Wochen gewesen, die der rote Kater sie des Nachts in den Schlaf geschnurrt hatte, doch sie reichten allemal, um ihn tierisch zu vermissen.
Speaker 0: Als sie irgendwann erwachte, geschah es voller Panik.
Speaker 0: Wo war sie?
Speaker 0: Was war passiert?
Speaker 0: Dann erkannte sie den Krankenflügel und diese Erkenntnis tröstete sie zunächst.
Speaker 0: Dass sie Ron und Harry hier aufwachten, geschah inzwischen mit einer gewissen Regelmäßigkeit, die sie eigentlich hätte beunruhigen sollen.
Speaker 0: Erst als sie sich gähnend und sich räkend von einer Seite auf die andere rollte und der Zeitumkehrer dabei unter ihrem Nachthemd hin und her rutschte, fuhr sie jäh auf.
Speaker 0: Verflucht noch eins!
Speaker 0: Was war das bloß für ein abartiger Traum gewesen, der sie da vorherige Nacht heimgesucht hatte?
Speaker 0: Sie hatte doch tatsächlich geträumt, dass ihr Zeitumkehrer defekt gewesen und sie zwanzig Jahre in die Vergangenheit katapultiert worden war.
Speaker 0: Der Ort, an dem sie es im Traum verschlagen hatte, hatte zwar fast genauso ausgesehen wie das Hogwarts der Gegenwart, doch aus irgendeinem unerfindlichen Grund hatte sie Ron und Harry hinter sich gelassen.
Speaker 0: und das scheinbar für immer.
Speaker 0: An ihrer Stelle hatte sie sich mit Leuten wie Argus Filsch und dem blutigen Baron herumschlagen müssen.
Speaker 0: Personen, denen sie normalerweise aus dem Weg ging.
Speaker 0: Dann war da so ein seltsamer Zaubertrank Lehrer gewesen, den ihr vernebeltes Hirn erfunden hatte.
Speaker 0: Wie konnte man nur auf einen so lächerlichen Namen kommen?
Speaker 0: Slughorn.
Speaker 0: Den Mann an sich hätte sie zwar liebend gern gegen Snape ausgetauscht, Doch nicht zum Preis ihrer zwei fehlenden besten Freunde.
Speaker 0: Und Last But Not Least war ihr auch noch Dumbledore erschienen.
Speaker 0: Ein Dumbledore, der mehrmals angedeutet hatte, ihr bei etwas sehr Wichtigem vielleicht nicht helfen zu können.
Speaker 0: Schon allein deswegen konnte das nur ein äußerst perfider Albtraum gewesen sein.
Speaker 0: Er bis.
Speaker 0: Dumbledore war für sie der größte Zauberer aller Zeiten und konnte immer helfen.
Speaker 0: Außerdem würde er sicher nicht auf die Idee kommen, sie mit ihrem zweiten Vornamen anzureden.
Speaker 0: Er hatte Hermine, im Gegensatz zu Harry, noch kein einziges Mal mit Vornamen angeredet.
Speaker 0: Was sollte das also?
Speaker 0: Noch immer Schlaftrunken richtete Hermine sich auf und stützte sich mit den Ellbogen ab.
Speaker 0: Es war sehr hellem Raum und das Licht, das durch das große, geteilte Fenster rechts von ihr fiel, blendete sie unangenehm.
Speaker 0: Davon abgesehen waren ihre Augen völlig verklebt.
Speaker 0: Sie wischte sich mit dem Ärmel ihres Nachthemdes darüber und zwinkerte ein paar Mal.
Speaker 0: Was war nur passiert, dass sie sich dermaßen benommen fühlte?
Speaker 0: An dem Butterbier aus Hoxmead vom Nachmittag konnte es nicht liegen.
Speaker 0: Das Butterbier, das an Schüler ausgeschenkt wurde, enthielt kein Alkohol.
Speaker 0: Hatte sie auf der Halloweenfeier etwas zu sich genommen, das sie nicht vertragen hatte?
Speaker 0: War sie verhext worden, nur so aus Spaß?
Speaker 0: Sie glaubte, sich waage an etwas in der Art erinnern zu können.
Speaker 0: Hatten Fred und George es diesmal übertrieben?
Speaker 0: Rasche Schritte näherten sich.
Speaker 0: Madame Promfray kam aus dir zu und schenkte ihr ein kurzes Fragen des Lächeln, das so typisch für sie war.
Speaker 0: Wie geht es ihnen, mein Kind?
Speaker 0: Sie haben sehr lange geschlafen.
Speaker 0: Hermine warf einen Blick auf die Uhr über der Eingangstür.
Speaker 0: Sie zeigte kurz vor halb vier an.
Speaker 0: Da begriff sie, dass die Sonne deswegen sie so blendete, weil sie schon wieder im Sinken begriffen war.
Speaker 0: Ich, mir geht es gut, nur mein Kopf ist so, so schwerfällig.
Speaker 0: Wie bin ich hierher gekommen?
Speaker 0: Was ist mit mir?
Speaker 0: Professor Dumbledore hat sie heute früh hierher gebracht.
Speaker 0: Sie waren ziemlich erschöpft, weil sie die ganze Nacht auf waren, die weite Reise.
Speaker 0: Sowas stecken jugendliche Zauberer und Hexen noch nicht so leicht weg wie unser eins.
Speaker 0: Und verletzt hatten sie sich auch.
Speaker 0: Schmerz der Fuß noch sehr?
Speaker 0: Die weite Reise?
Speaker 0: Und warum sollte mich ausgerechnet der Schulleiter höchstpersönlich im Krankenflügel abliefern, wunderte sich Hermine.
Speaker 0: Probeweise bewegte sie beide Füße, konnte jedoch nichts außergewöhnliches feststellen.
Speaker 0: Ihr Kopf war es, der sich anfühlte, wie in Watte gepackt, nicht einer ihrer Füße.
Speaker 0: Und dann fiel bei ihr der Silbersickel.
Speaker 0: Ihre Hand fuhr hoch zu ihrer Kehle, ein klares Zeichen von Angst, dessen sie sich aber gar nicht bewusst war.
Speaker 0: Madame Promfrey hat man ... hat man ihn erwischt?
Speaker 0: Die schulkranken Schwester legte den Kopf leicht schräg und sah Hermine erstaunt an.
Speaker 0: Von wem reden sie da, meine Liebe, fragte sie, wer soll erwischt worden sein und bei was?
Speaker 0: Hermine setzte sich jetzt ganz auf, gräuschvoll nach luftschnappend.
Speaker 0: Na, wer wohl?
Speaker 0: Serious Black natürlich.
Speaker 0: Er ist gestern Nacht ins Schloss eingedrungen, während alle in der großen Halle gesessen und gefeiert haben.
Speaker 0: Er hat versucht, der fette Dame mit einem Messer zu Leibe zurück, um sich mit Gewalt zutritt, zum Gryffindor-Turm zu verschaffen.
Speaker 0: Wie kann es sein, dass sie nichts davon wissen?
Speaker 0: Poppy Pomfrey startte Hermine jetzt an, als würde diese französisch mit ihr reden.
Speaker 0: Sie öffnete den Mund, um etwas zu sagen.
Speaker 0: Doch die Stimme, die letztendlich ertönte, kam nicht aus ihrem Mund, sondern von der anderen Seite des Mittelganges.
Speaker 0: Das ist doch völliger Schwachsinn!
Speaker 0: Warum sollte Serious sowas Hirnverbranntes tun?
Speaker 0: Wenn er in den Gemeinschaftsraum will, braucht er doch einfach nur das Passwort zu sagen.
Speaker 0: Hermines Kopf zogte von Madame Pomfrey zu dem Jungen im Bett direkt gegenüber.
Speaker 0: dessen Blasses Gesicht ein gutes Dutzend Schnitt und Schürfwunden und außerdem ein in abenteuerlichen Farben schillerndes Hemmatom am rechten Unterkiefer aufwies.
Speaker 0: Ui, den hatte es aber ganz schön erwischt.
Speaker 0: Wahrscheinlich redete er deswegen so wirres Zeug.
Speaker 0: Er musste zusätzlich zu seinem zerschundenen Gesicht eine Aage-Gehirnerschütterung davon getragen haben, was auch immer er angestellt hatte, um so auszusehen.
Speaker 0: Immer soll er an allem Schuld sein.
Speaker 0: Vor der Knabe wären dessen Hitzig fort.
Speaker 0: Seine Augen waren außerdem mit dunklen Schatten gerendert, ganz so, als hätte er eine Woche nicht geschlafen.
Speaker 0: Wer bist du eigentlich, dass du solche Lügen über ihn verbreitest?
Speaker 0: Ich kenne dich nämlich nicht.
Speaker 0: Empört wandte Hermine den Blick zurück zur Krankenschwester, wobei sie ganz am Rande bemerkte, dass mit ihren Haaren etwas nicht stimmte.
Speaker 0: Sie hingen ihr nicht im Gesicht herum wie sonst immer.
Speaker 0: Doch das war gerade nebensächlich, also schenkte sie dem Umstand zunächst keine weitere Beachtung.
Speaker 0: Sie erwartete, dass Madame Pomfray ihr Beipflichten und den Jungen, der sich jetzt sein Kissen ins Kreuz stopfte, um sich aufzurichten und so besser zu Hermine herübersehen zu können, zurechtweisen würde.
Speaker 0: Oder ihm zumindest irgendwie Medizin verabreichte, die dazu führte, dass er weniger Unsinn redete.
Speaker 0: Jedoch... täuschte sie sich oder war sie selbst es, die die Schulschwester jetzt beunruhigt musterte?
Speaker 0: Ihr Gesicht war jedenfalls ein einziges Fragezeichen.
Speaker 0: In Hermines Bauch ziebte es unangenehm.
Speaker 0: Geht das ihnen wirklich gut, Miss Pearlman?
Speaker 0: fragte Madame Pomfrey nun vorsichtig.
Speaker 0: War der Tee vielleicht zu stark?
Speaker 0: Und an den Jungen gewandt.
Speaker 0: Ich habe dir schon hundertmal gesagt, du sollst deinen Vorhand zu zehn junger Mann.
Speaker 0: Du willst doch nicht wieder auf die Quarantäne-Station, oder?
Speaker 0: Der angesprochene reagierte nicht, startte nur mit zusammengekniffenen Augen Hermine an.
Speaker 0: Sein Haar war braun, schlecht gekämmt und fiel ihm weit über die Ohren.
Speaker 0: Und steckte wirklich eine Klette darin?
Speaker 0: Wo hatte der abgerissene Kerl sich letzte Nacht nur rumgetrieben?
Speaker 0: Wieso ich denn?
Speaker 0: regte sich Hermine auf, obwohl tief in ihrem Hinterkopf etwas wie eine Alarmsirene leise zu Klingeln anfing.
Speaker 0: Gleichzeitig breitete sich ein flaues Gefühl in ihrem Magen aus.
Speaker 0: Da war die Sein Name schon wieder, den sie letzte Nacht so oft im Traum gehört hatte.
Speaker 0: Und was zum Teufel war mit ihren Haaren passiert?
Speaker 0: Sie wollte sich eine Strähne um den Finger wickeln und fest daran ziehen, doch da war nichts.
Speaker 0: Nichts, was lang genug dafür gewesen wäre, zumindest.
Speaker 0: Sie wandte sich an den vorlauten Jungen, der sich ohne jeden Zweifel schlimm mit jemandem geprügelt haben musste.
Speaker 0: Kein Wunder bei seiner Frechheit.
Speaker 0: Ich kenne dich auch nicht, schoss sie mit ein paar Augenblicken Verspätung verärgert zurück, obwohl sie im selben Moment, da sie das sagte, Das seltsame Gefühl beschlich ihm vielleicht doch schon einmal irgendwo begegnet zu sein.
Speaker 0: Ihnen gar nicht zu kennen wäre schon allein deswegen komisch gewesen, weil sie doch alle Hogwarts-Schüler zumindest vom Seen her kannte.
Speaker 0: Die Schule hatte nicht mehr als vierhundert Schüler, die man jeden Tag mindestens dreimal zu den Mahlzeiten zu sehen bekam.
Speaker 0: Da prägten sich einem auch die Gesichter der Erstklässler aus den anderen Häusernrasch ein.
Speaker 0: Dieser vorlaute Bängel jedoch war kein Erstklässler, Das zumindest war klar ersichtlich.
Speaker 0: Wenn Hermine hätte raten sollen, so hätte sie ihn auf ihr Alter geschätzt, also mindestens dreizehn.
Speaker 0: «Gemach, Gemach, Kinder!« schaltete Madame Pomfrey sich jetzt ein.
Speaker 0: «Ich bin mir sicher, Miss Perlman hat das nicht so gemein dremus.
Speaker 0: Sie hatte eine lange Nacht, genau wie...».
Speaker 0: Sie beendete den Satz nicht, sondern wandte sich stattdessen Hermine zu.
Speaker 0: Hat gestern Nacht jemand schlecht über Mr.
Speaker 0: Black gesprochen?
Speaker 0: Es ging ja ziemlich hoch her beim Festmal, möchte ich behaupten.
Speaker 0: Aber das, was sie da eben gesagt haben, passt nicht so richtig zu ihm.
Speaker 0: Obwohl er nun wirklich kein Kind von Traurigkeit ist.
Speaker 0: Nach Remus ist er bestimmt derjenige, den ich am zweithäufigsten immer hier zusammenflicken muss.
Speaker 0: Sie schnalzte mitleidig mit der Zunge.
Speaker 0: Aber nein, meine Liebe, das mit der fetten Dame, das müssen sie geträumt haben.
Speaker 0: Bestimmt haben sie die Geschichte von Hogwarts gelesen, um sich vorzubereiten, und dann haben sie in ihrer Aufregung im Traum alles durcheinander geworfen.
Speaker 0: Hermine verstand nicht.
Speaker 0: Wieso sich vorbereiten?
Speaker 0: Sie kannte das Buch die Geschichte von Hogwarts in und auswendig.
Speaker 0: Und warum sollte Sirius Black Stammgeist auf der Krankenstation sein?
Speaker 0: Er war hier eingebrochen, hatte nichts im Schloss zu suchen.
Speaker 0: Und warum ausgerechnet Remus?
Speaker 0: Sie kannte nur eine einzige Person diesen Namens und der war ein gestandener Mann von bestimmt vierzig oder mehr Jahren und außerdem bei Merlin's Bart, was für ein Blödsinn!
Speaker 0: Hermine konnte spüren, wie ihr Ärger ihr Sauer aufstieß.
Speaker 0: Zu allem Überfluss duzte Madame Pomfrey den seltsamen Jungen im Bett gegenüber, was sie zwar bei Schülern gelegen bicht hat, aber eher nur dann, wenn sie wütend auf einen der kleinen Patienten war, oder außergewöhnlich viel Stress hatte.
Speaker 0: Beides schien gerade jedoch nicht der Fall zu sein.
Speaker 0: Hermines Gedanken purzelten wild durcheinander.
Speaker 0: Warum gab man ihr hier das Gefühl, dass etwas mit ihr nicht stimmte?
Speaker 0: Gut, da war ihr Watte-Kopf und die unbestreitbare Tatsache, dass sie gerade keine klare Erinnerungen an den Ausgang des vergangenen Abends hatte.
Speaker 0: Doch das musste ja nicht zwangsläufig heißen, dass sie ... halt.
Speaker 0: War in ihrem so lebendig nachwirkenden Traum von letzter Nacht nicht auch die Rede von einem jungen Serious gewesen, der hier im Schloss lebte und die dritte Klasse besuchte?
Speaker 0: Das hatte irgendjemand erwähnt.
Speaker 0: Ja, Dumbledore.
Speaker 0: Was bei Merlins meterlangem Backenbad ging hier eigentlich vor?
Speaker 0: Bist du vielleicht auf den Kopf gefallen?
Speaker 0: wollte der Junge, den Madame Prom Frey Remus genannt hatte, von ihr wissen.
Speaker 0: Und du hast zu dich etwa vor einem Hippogreif nicht tief genug verbeugt, konterte Hermine Schnippisch.
Speaker 0: Sie hätte dem blöden Kerl eigentlich ganz genau dasselbe fragen können, doch es konnte nicht schaden, potenziellen Gegnern von vornherein klarzumachen, mit wem sie sich anlegten.
Speaker 0: Und wer immer es war, der Hermine Granger, der Lüge bezichtigte, war für sie ein potenzieller Gegner.
Speaker 0: Das, was der Typ da eben von sich gegeben hatte, stellte einen Affront gegen ihre unumschränkte Ehrlichkeit dar.
Speaker 0: Die Augen des Jungen verengten sich noch mehr.
Speaker 0: Ein Hippogreif?
Speaker 0: Nee, ich hab mir ein paar saftige Ohrfeigen von einem Baum eingehandelt.
Speaker 0: Remus, sagte Madame Pomfrey, die sich gerade zu Hermine hatte umdrehen wollen, mit Tadeln der Stimme, als hätte der Junge etwas Verwerfliches gesagt.
Speaker 0: Ihr Stechen der Blick versuchte ihm offenbar, etwas mitzuteilen.
Speaker 0: Was es war, konnte Hermine nicht deuten, doch es schien zu wirken, denn der Angesprochene bissig auf die Lippen und hielt ab da den Mund.
Speaker 0: Geht es Ihnen nicht gut, Liebes?
Speaker 0: Wiederholte die Krankenschwester beunruhigt, jetzt wieder an Hermine gewandt.
Speaker 0: Sie haben tief und fest und vor allem ruhig geschlafen.
Speaker 0: Ich nahm an mit ihnen, würde es keine Probleme geben.
Speaker 0: Doch sie scheinen mir ein wenig durcheinander zu sein.
Speaker 0: Sie trat einen Schritt näher an Hermines Beterran und murmelte mit trösten der Stimme.
Speaker 0: Keine Angst, das gibt sich sicher im Laufe der nächsten Stunden.
Speaker 0: Professor Dambelder möchte, dass sie auch die nächste Nacht noch hier verbringen.
Speaker 0: Morgen wird dann sicher wieder alles beim Alten sein.
Speaker 0: Vom Bett gegenüber ertönte ein klackender Laut.
Speaker 0: Der verwahrloste Junge hatte mit einem Ruck die Vorhänge vor seinem Bett zugezogen, sodass Hermine sein unappetitlicher Anblick hoffentlich fürs Erste erspart bleiben würde.
Speaker 0: Die schulkranken Schwester senkte ihre Stimme noch ein wenig mehr und flüsterte nachsichtig lächend, Sie müssen ihren Bettnachbarn entschuldigen, Miss Perlman.
Speaker 0: Die meiste Zeit über ist er ein ganz zauberhafter, ausgeglichener Junge und hat seine Worte sicher nicht so gemeint, wie sie bei ihnen angekommen sind.
Speaker 0: Sie wissen das natürlich nicht, denn sie sind ja neu hier, aber wenn jemand etwas gegen seine besten Freunde sagt, kann Mr.
Speaker 0: Lupin ziemlich vuxig werden.
Speaker 0: Das war dann der Moment, als Hermine um die Spuckschale bat.
Speaker 0: der Lehrer vom Bett gegenüber.
Speaker 0: Leider, leider, jedoch kam ihre Bitte zu spät und, als sie sich schwallartig auf ihre strahlend weiße Betthecke übergab, waren darunter nicht bloß ihr halbverdautes Frühstück vom Morgen, sondern sicher auch noch Reste eines Halloween-Festmals von zwanzig Jahren in der Zukunft, was Madame Pomfray glücklicherweise jedoch nie erfahren würde, denn sie war schon ohne diese Information halbwegs geschockt.
Speaker 0: Würgen der Wasserspeier, was ist denn bloß los, Miss Perlman?
Speaker 0: Vertragen Sie keine Schlafboden?
Speaker 0: Reagieren Sie vielleicht allergisch darauf?
Speaker 0: Die Schulschwester raufte sich die Haare, wobei ihr fast das Häubchen vom grau gelockten Harp trutschte.
Speaker 0: Aber das hätte ich doch schon heute Morgen bemerkt.
Speaker 0: Mit einer schnellen Handbewegung wollte Hermine nach ihrem Zauberstab greifen, der sonst immer von ihr ausgesehen links griffbereit auf ihrem Nachtschränkchen im Mädchenschlafsaal der dritten Klasse im Gryffindorturm lag.
Speaker 0: Poppy Pomfray, die wohl annahm sie Tastete nach ihrer Brille, griff danach und hielt sie Hermine hin.
Speaker 0: Die junge Hexe startte einen Augenblick darauf, als hätte sie sie nie gesehen.
Speaker 0: Dann setzte sie sich auf die Nase und stieß gleichzeitig einen neuen Schwall erbrochenes aus, und die Schwester trat unbequirlig einen Schritt zurück.
Speaker 0: Verzeihen Sie vielmals, wirkte Hermine zusätzlich zu den letzten Bröckchen hervor.
Speaker 0: Die Panik hatte sie hinter Rücks überfallen, zusammen mit der Erkenntnis, dass sie wohl leider doch nicht geträumt hatte.
Speaker 0: Der Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste ins B vom Bett gegenüber war der beste Beweis dafür.
Speaker 0: Madame Pomfray schwang frenetisch ihren Zauberstab, der Hermines Erbrochenes einfach wegsaugte wie ein Muckelstoppsauger.
Speaker 0: Prompt war die strahlend weiße Bettthecke wieder strahlend weiß, Obwohl der Saure Geruch noch einige Zeit in der Luft hing, nachdem die Schwester gegangen war, um Hermine etwas Beruhigendes für den Magen zu holen.
Speaker 0: Diese hätte eher etwas für ihr Rasen des Herz- oder den dröhnenden Kopfschmerz gebraucht, der sich Zeitgleich zu ihrem Unwohlsein eingestellt hatte.
Speaker 0: Nicht nur, dass Serious Black und Dremus Lupin beide in Hogwarts und demselben Alter, wie sie waren, die beiden waren auch noch miteinander befreundet.
Speaker 0: Nein!
Speaker 0: Dachte sie bis aufs Äußerste verstört.
Speaker 0: Das kann einfach nicht wahr sein.
Speaker 0: Der Remus Lupin der neunziger Jahre war sowohl ein feiger Lehrer als auch sonst ein ziemlich angenehmer Zeitgenosse.
Speaker 0: Er war witzig, klug und gerecht.
Speaker 0: Wohingegen Sirius Black... nun... nun, sie wusste nicht viel über Black, außer dass er ein feiger Mörder war.
Speaker 0: Doch die Bilder, die sie von ihm in der Winkelgasse und im Tagespropheten gesehen hatte, sagten doch schon alles, oder?
Speaker 0: Allerdings war Lupin wohl eher ebenfalls mit Vorsicht zu genießen, das musste sie sich deutlich vor Augen führen.
Speaker 0: Der Mann trug sein Herz nicht gerade auf der Zunge, er hatte durchaus seine Geheimnisse, doch das konnte sie verstehen, er war schließlich eine Respektsperson und nicht der beste Freund seiner Schüler.
Speaker 0: Doch was war eigentlich genau mit ihm los?
Speaker 0: Die ramponierten Klamotten des Professors passten jedenfalls zu dem Gesicht des Knaben vom Bett gegenüber, der Hermine jetzt heimlich So dachte er zumindest, durch einen Spalt in seinen Vorhängen beobachtete.
Speaker 0: Wie hinterhältig, und das in einer für sie so kompromittierenden Situation.
Speaker 0: Jedoch hatte sie den Lehrer Lupin noch nie mit derartigen Verletzungen im Gesicht oder an den Händen gesehen.
Speaker 0: Er sah nur einfach immer so übernächtigt und allgemein fertig aus.
Speaker 0: Plötzlich kam Hermine ein schrecklicher Verdacht.
Speaker 0: Was wenn... Was, wenn Serious Black schon als Kind ein gefährlicher Mensch gewesen war, es nur keiner bemerkt hatte?
Speaker 0: Was, wenn Black seinem angeblichen Freund Remus Lupin das mit dessen Gesicht angetan hatte?
Speaker 0: Ein verbotener Feuervisky zu viel und schon ging's los.
Speaker 0: Der Junge dort drüben sah so aus, als hätte er sich die halbe Nacht buchstäblich um die Ohren gehauen.
Speaker 0: Oder aber Serious Black hatte sie ihm um die Ohren gehauen.
Speaker 0: Aber nein, überlegte sie dann, das kann nicht sein.
Speaker 0: Der junge Lupin hätte Black sicher nicht so vehement verteidigt, wenn er von ihm zusammengeschlagen worden wäre.
Speaker 0: Seine Verteidigungsrede hatte so echt geklungen.
Speaker 0: Aber was war mit Drogen?
Speaker 0: Hatte man nicht in den Siebzigern am laufenden Spinnrad Drogen genommen?
Speaker 0: Lupins Augenringe würden zu dem Verdacht passen.
Speaker 0: Der Kerl schläft nicht, pfeift sich stattdessen irgendwelches Zeug rein.
Speaker 0: Ich muss aufhören damit, dachte Hermine.
Speaker 0: Ich muss aufhören zu denken.
Speaker 0: Das alles ist mir zu viel, es bringt mich um.
Speaker 0: Was mache ich mir Gedanken über einen Kerl mit zerkratztem Gesicht?
Speaker 0: Ich bin diejenige, die in der Scheiße sitzt.
Speaker 0: Sie ließ sich aufs Bett zurückfallen und zog die Knie an, damit der Junge von gegenüber nicht sehen konnte, was sie als nächstes tat.
Speaker 0: Dann zog sie den Zeitumkehrer unter ihrem Nachthemd hervor und als sie ihn sah, wusste sie mit einem Schlag wieder, was letzte Nacht alles passiert war.
Speaker 0: Die drei voneinander unabhängigen Ringe waren mit einem Stück Draht fest aneinander gebunden.
Speaker 0: Das war sie selbst gewesen.
Speaker 0: Und sie hatte sich auch, ihre Hände ließen das Instrument wieder fallen und tasteten nach ihren langen Strähnen, vergeblich die Haare abgeschnitten.
Speaker 0: Ein irrationales Verhalten fragte sie sich jetzt.
Speaker 0: Falls es ihr in den nächsten Tagen gelingen würde, wieder ins Jahr nineteenhundertneunzig zurückzukehren, würde sie dann überhaupt jemand mit einem Mädchen in Verbindung bringen, das sich nur kurze Zeit in Hogwarts der Siebziger aufgehalten hatte?
Speaker 0: Wie genau funktionierte Zeit?
Speaker 0: Das war ein komplexes Thema und sie und Professor McGonagall hatten es lediglich angerissen, weil sie natürlich geglaubt hatten, der Zeitumkehrer wäre sicher.
Speaker 0: Verflucht!
Speaker 0: Was hatte sie sich damit nur angetan?
Speaker 0: Und wie war sie auf die Schnapsidee gekommen, nach seriös Black-Ausschau halten zu wollen?
Speaker 0: Harry hätte sowas getan und Ron hätte mitgemacht, aber doch nicht sie, Hermine Granger.
Speaker 0: Doch dann fiel ihr ein, was der sprechende Hutletzte nach zu ihr gesagt hatte.
Speaker 0: Stichwort drauf ging atum.
Speaker 0: Sie säufzte leise.
Speaker 0: Diesen Trank hatte sie sich selbst eingebrockt.
Speaker 0: Folglich würde sie den ganzen Kessel auslöffeln müssen.
Speaker 0: Mehr noch.
Speaker 0: Mehr noch.
Speaker 0: Jean Perlman würde ihn auslauffeln müssen.
Speaker 0: Von der anderen Seite des Ganges war Leises rascheln zu hören und als Hermine in die Richtung schaute, konnte sie sehen, dass Remus Lupin noch immer auf der Lauer lag und sie durch die Vorhänge hindurch beobachtete.
Speaker 0: Sie wollte schon eine entsprechend gepfefferte Bemerkung machen, doch glücklicherweise erschien im selben Moment Madame Pomfray mit einer Tasse T für sie.
Speaker 0: Zumindest hielt Hermine das Gebräu dafür.
Speaker 0: Hier, meine Liebe, das sollte Ihren Magen und Ihre Nerven fürs Erste beruhigen.
Speaker 0: War wohl doch alles ein bisschen viel für Sie gestern.
Speaker 0: Allein der Ortswechsel.
Speaker 0: Nichts für Ungut.
Speaker 0: Ich weiß ja nicht, wer Sie als Ihr Vormut noch Hoxmead begleitet hat.
Speaker 0: Aber ich werde nie verstehen, warum so viele Erwachsene darauf bestehen, mit noch minderjährigen Seite an Seite zu operieren.
Speaker 0: Wie oft mussten Sie das tun von Frankreich aus bis hierher?
Speaker 0: Oder waren Sie bereits im Lande?
Speaker 0: Nein, wirklich.
Speaker 0: Wie unverantwortlich.
Speaker 0: Zersplintern hätten sie können oder ernsthaften Schwindelschaden nehmen.
Speaker 0: Ein, zweimal apparieren tut nicht weh.
Speaker 0: Man übergibt sich höchstens.
Speaker 0: Wie sie eben.
Speaker 0: Die Nachwirkungen, das liegt doch auf der Hand.
Speaker 0: Aber man sollte warten, bis die Kinder mindestens fünfzehn sind.
Speaker 0: Sie sind ja auch so ein zartes Persönchen.
Speaker 0: Hier misst, trinken sie.
Speaker 0: Das Tattermine.
Speaker 0: Sie hätte es nicht für möglich gehalten, doch schon nach wenigen Schlucken legte sich so etwas wie eine gemütliche Decke über sie, dicker noch als die unter der sie geschlafen hatte.
Speaker 0: Ihr Verstand führte sich plötzlich seltsam abgestumpft und taub an, aber auf eine höchst angenehme Weise.
Speaker 0: Fast augenblicklich sehnte sie sich nach einer Blumenwiese.
Speaker 0: Die immer schwächer werdenden Sonnenstrahlen, die durch die hohen Seitenfenster in den Krankensaal fielen, schienen jetzt aus flüssigen Gold zu bestehen, und alle Farben im Raum, sofern es sie in diesem sterilen Ambiente überhaupt gab, waren mit einem Mal hell und freundlich.
Speaker 0: Gedanken verloren, Strichermine sich durch ihr Haar oder was davon noch übrig war.
Speaker 0: Jetzt erinnerte sie sich wahrhaftig wieder an alles, was in der Nacht zuvor geschehen war, auch wenn die Erinnerungen nicht mehr so scharf waren an den Ecken, sich stattdessen rund und weich anfühlten, keine neuen Wunden mehr schlugen.
Speaker 0: Eigentlich hätte sie jetzt weinen müssen, oder?
Speaker 0: Weinen, schreien, um sich treten, komplett ausrasten.
Speaker 0: Runs und Harrys wegen, und wegen ihrer Eltern.
Speaker 0: Wegen allem, was sie hinter sich gelassen, was sie verloren hatte, fallen gelassen, wie ihren unglücklichen Zauberstab.
Speaker 0: Und ah, Krumbein!
Speaker 0: Wie sollte sie ohne all die Menschen, ihren Kater und Dinger, die sie lieb gewonnen hatte, nur bestehen?
Speaker 0: Sie stellte sich Krumbein auf der Blumenwiese vor, auf der sie selbst gern gesessen hätte.
Speaker 0: Und ja.
Speaker 0: Da war sie schon.
Speaker 0: Das Gras war so weich.
Speaker 0: Krummweins Fell noch weicher.
Speaker 0: Vögel, Sangen, Ware, Opern und dicke freundliche Hummeln summen ihr zu, dass alles gut würde.
Speaker 0: Dumbledore, er würde kommen.
Speaker 0: Das hatte er versprochen.
Speaker 0: Er würde gute Nachrichten bringen.
Speaker 0: Das musste er.
Speaker 0: Der Vorhang vom Bett gegenüber klackerte wieder.
Speaker 0: Geht's wieder, Wasserspeier?
Speaker 0: Ja, Sir.
Speaker 0: mummelte Hermine träumerisch.
Speaker 0: Das Klackern wurde lauter.
Speaker 0: – Hä?
Speaker 0: Warum nennst du mich Sir?
Speaker 0: Du hast dir wirklich was am Scheitel angefangen, oder?
Speaker 0: – Scheiße!
Speaker 0: Mit einem Ruck war sie wieder im Hier und Jetzt, im Jahr neunzenhundertdreiundsiebzig.
Speaker 0: – Ich sagte nicht Sir, sondern sehr, stotterte Hermine, wie ihn.
Speaker 0: es geht mir sehr viel besser.
Speaker 0: Meine Zunge ist nur so schwer, weil du ein starkes Beruhigungsmittel bekommen hast, deswegen.
Speaker 0: Es haut den stärksten Hypograf um.
Speaker 0: Magst du Hypogreife, weil du vorhin einen erwähnt hast?
Speaker 0: Nicht besonders.
Speaker 0: Kennst du dich mit Halbpflanzen aus?
Speaker 0: Verzweifelt versucht der Hermine an der Oberfläche zu bleiben.
Speaker 0: Wenn Lupin sie jetzt ausfragte, konnte das fortale Folgen für sie beide haben.
Speaker 0: Für alle.
Speaker 0: Mit der Zeit spielt man nicht.
Speaker 0: Ich bin kein Streber, ich bin nur oft hier.
Speaker 0: Sie fragte sich, ob man ein Streber sein musste, um sich für Kräuterkunde zu interessieren.
Speaker 0: Neville war ganz sicher kein Streber, eher das Gegenteil, doch er mochte Pflanzen.
Speaker 0: Einen längeren Satz über Hypepflanzen zusammen zu basteln, dazu führte sich Hermini jedoch momentan nicht in der Lage.
Speaker 0: Wie das fragte sie deshalb nur.
Speaker 0: Ich bin eben kränklich.
Speaker 0: Die Antwort kam etwas zu schnell für Hermines Geschmack.
Speaker 0: Sie öffnete ein halbes Auge und schielte damit über den Gang zum Bett gegenüber.
Speaker 0: Zugegeben, der junge Lupin sah wirklich nicht nur verletzt, sondern zusätzlich krank aus.
Speaker 0: Diese aufhändige Blesse.
Speaker 0: Und sein Gesicht wirkte irgendwie spitz, als hatte er schnell viel an Gewicht verloren, dabei war er so schon recht schmal, zumindest seine Schultern.
Speaker 0: Jedenfalls glaubte sie, dass vorhin, als die Vorhänge noch weit geöffnet gewesen waren, gesehen zu haben.
Speaker 0: Ich dachte, du hättest vielleicht was anstecken, das meinte Hermine und gähnt der Herzhaft.
Speaker 0: Können Schnittwunden anstecken sein und blaue Flecke?
Speaker 0: Weiß nicht, wieso ansteckend?
Speaker 0: Hermine musste sich furchtbar anstrengen, um bei dem langen Satz nicht zu lallen.
Speaker 0: Weil Madame Pompré vorhin meinte, du sollst sie vorhin hinzumachen, sonst sorgt sie dafür, dass du wieder ins Quarantänezimmer kommst.
Speaker 0: Remus, dessen Gesicht sie jetzt vollständig zwischen den beiden Teilen des Vorhangs ausmachen konnte, grinst eschwach.
Speaker 0: Nach das.
Speaker 0: Sie will nur nicht, dass ich mit anderen rede, weil die da nicht zur Ruhe kommen, sagt sie.
Speaker 0: Obwohl Hermine gerade so etwas wie eine Rosa Brille aufhatte, kam es ihr wieder so vor, als würde der junge Zauberer nicht ganz die Wahrheit sagen.
Speaker 0: Der Lehrer dachte sie und fast wäre sie in hysterisches Kichern ausgebrochen, als sie den Satz zu Ende gedacht hatte.
Speaker 0: Der Lehrer vom Bett gegenüber.
Speaker 0: Also, wer bist du nun?
Speaker 0: fragte Remus.
Speaker 0: Du heißt Paul Mann und kommst aus Frankreich?
Speaker 0: Bist du eine Austauschschülerin?
Speaker 0: Hermine schüttelte langsam den Kopf.
Speaker 0: Sie musste jetzt ganz vorsichtig sein, denn der Beruhigungstrang, der ihr die Panik genommen hatte, machte sie gleichzeitig viel zu sorglos.
Speaker 0: Also blieb es bei dem Kopfschütteln und sie schub ein lang gezogene Scanen hinterher.
Speaker 0: Remus blieb in das Hartnäckig.
Speaker 0: Bist du heute erst gekommen?
Speaker 0: Sie nickte.
Speaker 0: Dann hast du das fest verpasst?
Speaker 0: Erst wollte Hermine den Kopf schütteln, doch sie verbesserte sich schnell und nickte erneut.
Speaker 0: Ich auch.
Speaker 0: Remus seufzte frustriert.
Speaker 0: Bist du schon in einem Haus zugeordnet worden?
Speaker 0: Wechselte er dann ab?
Speaker 0: Rup das Thema.
Speaker 0: Hm, griff, gähnt der Hermine.
Speaker 0: Wunder.
Speaker 0: Bestes Haus von allen, da bin ich auch.
Speaker 0: Und in welche Klasse kommst du?
Speaker 0: Dritt, mummelt der Hermine mit geschlossenen Augen.
Speaker 0: Würde der Typ doch bloß nicht so viel fragen.
Speaker 0: Dann sind wir in derselben.
Speaker 0: Es klang nicht danach, als würde Remus Lupin sie als großen Zugewin für sein Haus sehen.
Speaker 0: Zumindest brach er nicht in Begeisterungsstürme aus, wie auch sie beide trennten Welten.
Speaker 0: Herzlichen Glückwunsch, dachte Hermine bei sich.
Speaker 0: Sie haben soeben den Hauptgewinn gezogen oder besser gesagt ins Klo gegriffen.
Speaker 0: Verdammter Mist, wenn sie wirklich nicht Träumte und Black und Lupin hier waren, wer war denn dann noch alles hier?
Speaker 0: Eine dunkle Ahnung beschlich sie, als ihr das Bild wieder einfiel, das sie unten in den Kerkern ins Larkhons Büro Oh ja, den gab es ja also wirklich, hatte Stehen sehen, und eine eiserne Faust schien sich um ihr Herz zu schließen.
Speaker 0: Hätte jemand sie gefragt, was wohl das Beste am Hogwarts der Siebzigerjahre wäre, so hätte sie höchstwahrscheinlich spontan geantwortet, dass es dort keinen Mellfall gab.
Speaker 0: Doch leider war sie sich da plötzlich nicht mehr so sicher.
Speaker 0: Kapitel siebenundzwanzig Als Hermine das nächste Mal erwachte, war es dunkel draußen.
Speaker 0: Der Schlafsaal war jedoch noch einigermaßen hell erleuchtet und ein kurzer Blick auf die Uhr über der Tür zeigte ihr an, dass es halb acht war.
Speaker 0: Sie schloss die Augen wieder und versuchte tief und gleichmäßig zu atmen.
Speaker 0: War sie noch immer im Jahr nineteenhundertdreiundsiebzig?
Speaker 0: Konnte es nicht sein, dass sie einfach nur einen sehr langen Traum gehabt hatte?
Speaker 0: Plötzlich kamen ihr mühsam unterdrückte Stimmen in ihrer Nähe zu Ohren, die beide verärgert klangen.
Speaker 0: Sie konzentrierte sich und lauschte.
Speaker 0: Nicht auch noch das Abendessen verpassen, flüsterte eine helle jungen Stimme in Anklagen im Tonfall.
Speaker 0: Ich bin nicht Davy Gartgen, mir geht es gut.
Speaker 0: Ach, schmeckt es dem Herrn hier oben bei mir etwa nicht mehr?
Speaker 0: Das war eindeutig Madame Pomfrey's Stimme.
Speaker 0: Sie klang tödlich beleidigt.
Speaker 0: Das wollte ich damit nichts sagen, ma'am, ich möchte doch nur... So schnell wie möglich zu deinen kleinen Freunden zurück und wieder Unsinn anstellen.
Speaker 0: Ich weiß.
Speaker 0: Und er brach die Schulkranken-Schwestern den Redefluß ihres Gesprächspartners.
Speaker 0: Der kleine Paddygroover übrigens eben hier um nach dir zu fragen.
Speaker 0: Du solltest wirklich vorsichtiger sein Freundchen.
Speaker 0: Auch das habe ich dir schon hundertmal gesagt.
Speaker 0: Es werden zu viele.
Speaker 0: Du musst ... Ich hab es doch überhaupt niemand.
Speaker 0: ... fuhr der Junge wütend auf und gab sich keine Mühe mehr seine Stimme zu dämpfen.
Speaker 0: Oh ja.
Speaker 0: Die hatte Hermine heute schon einmal vernommen.
Speaker 0: «Schst!« machte Madame Pomfrey und klang dabei wie eine angriffsschlustige Baumnatter.
Speaker 0: Es folgte ein kurzer Moment der Stille.
Speaker 0: «Ah, Miss Pearlman wird wach!« rief die kranken Schwester dann gezwungen laut fröhlich aus und breitete damit den Streitgespräch ein Ende.
Speaker 0: Jedenfalls kam es dennoch ziemlich bedröppelten Hermine so vor, als sei ihre Heiterkeit nur gespielt.
Speaker 0: «Kann ich etwas Wasser haben?
Speaker 0: mummelte Hermine und schlug die Augen auf.
Speaker 0: Remus Lupin, der Jüngere, war noch da.
Speaker 0: Mist, hab's geahnt.
Speaker 0: Selbstverständlich!
Speaker 0: Die Schwester eilte in Richtung ihres Kapufs.
Speaker 0: Kommt sofort!
Speaker 0: Wer hat dir das von Sirius erzählt?
Speaker 0: Wollte Lupin ohne jede Einleitung von Hermine wissen.
Speaker 0: Er lag nicht mehr im Bett, sondern saß jetzt darauf, fertig angekleidet.
Speaker 0: Seinen roten Pyjama hatte er sich zwischen die Beine geklemmt.
Speaker 0: Seine Jeans, die hochgerutscht war und seine dünnen Fesseln entblöste, hatte ein Loch am Knie und war nicht gerade sauber.
Speaker 0: Äh, was?
Speaker 0: Hermine war noch nicht ganz wach und konnte sich nur mit Mühe in eine sitzende Position hieben.
Speaker 0: Na, das, was du heute Nachmittag gesagt hast, du kennst Sirius doch gar nicht, also muss es dir jemand erzählt haben.
Speaker 0: Remus Stimme klang nun gerade zu hasserfüllt.
Speaker 0: Ich wette, es war schniefelos.
Speaker 0: Hermine bekam einen Schreck.
Speaker 0: Was sollte sie darauf antworten?
Speaker 0: Dann jedoch hatte sie einen Geistesblitz im wahrsten Sinne des Wortes sozusagen.
Speaker 0: Also begangen sie gedehnt.
Speaker 0: Da war so ein hässlicher kleiner Mann, der spät abends, als ich ankam, noch im Schloss unterwegs war.
Speaker 0: Er trug so einen komischen, gelockenartigen Hut und eine gelbe Fliege.
Speaker 0: Und ja, er hing irgendwie mitten in der Luft, war aber keiner von den Geistern.
Speaker 0: Den blutigen Baron kenne ich nämlich schon, schub sie schnell hinterher.
Speaker 0: Remus, der während sie Sprach seine Backen aufgeblasen hatte, liest die Luft in einem einzigen, geräuschvollen Stoß entweichen.
Speaker 0: Wieso hast du das nicht gleich gesagt?
Speaker 0: Das war nur Piefs, unser Poltergeist.
Speaker 0: Der redet eh immer nur Blödsinn und versucht alle, Schüler und Lehrer gleichermaßen gegeneinander auszuspielen.
Speaker 0: Gibt es in Frankreich keine Poltergeister?
Speaker 0: Du warst auch in Burgsbataar, oder?
Speaker 0: Mist, was sage ich denn jetzt?
Speaker 0: Äh, vielleicht gibt es welche, ich war da nur so kurz.
Speaker 0: Ach, springst du von einer Schule zur nächsten, oder was?
Speaker 0: Warst du auch schon in Dormstrang?
Speaker 0: Das ging Hermine alles viel zu schnell.
Speaker 0: Nein, ich bin, äh, Muggelstämmig und meine Familie ist vieler Freisen.
Speaker 0: Ich wurde meist zu Hause unterrichtet.
Speaker 0: Ach so.
Speaker 0: Remus Interesse flaute Schlagartig wieder ab.
Speaker 0: Klink langweilig.
Speaker 0: War es auch.
Speaker 0: Lässt sie dich nicht gehen?
Speaker 0: fragte Hermine mit einem Kopfnicken zu Madame Pomfray hinüber, die in ihrem Büro herum werkelte.
Speaker 0: Zumindest hatte sie Hermine nicht vergessen, denn ein Krugwasser und ein Glas schwebten gerade heran.
Speaker 0: Sie schenkte sich vorsichtig ein, wobei ihre Hände leicht zitterten.
Speaker 0: Sie macht jedes Mal so einen Aufstand.
Speaker 0: Es ist buchstäblich zum Heulen.
Speaker 0: Remus säufzte übertrieben und rieb sich die Kehle.
Speaker 0: Ein diabolisches kleines Lächeln mahlte sich auf sein spitzes Gesicht.
Speaker 0: Ich habe einen leichten Fluchschaden, weißt du?
Speaker 0: Nichts Ernstes.
Speaker 0: Es passiert, als ich noch ein Kind war.
Speaker 0: Er streckte sich, als wolle er ihr beweisen, dass er das schon lange nicht mehr war, obwohl er noch immer recht schmächtig und kindlich auf Hermine wirkte.
Speaker 0: Was für ein Angeber.
Speaker 0: Wie alt bist du denn?
Speaker 0: Dreizehn.
Speaker 0: Dann bist du immer noch ein Kind, meinte Hermine Lapida.
Speaker 0: Bei euch muggeln vielleicht, ätzte der Zauberlehrling zurück.
Speaker 0: Bei Magien ist das was anderes.
Speaker 0: Wenn du meinst... Ziemlich slytherineske Ansichten für einen, der augenscheinlich stürzt, darauf ist ein Gryffindor zu sein.
Speaker 0: Gut, dass der Remus Lupin der Vergangenheit so vorlaut und arrogant war.
Speaker 0: Den Remus Lupin ihrer Gegenwart mochte Hermine nämlich.
Speaker 0: Sehr sogar.
Speaker 0: Sie hatte schon fast ein bisschen für ihn geschwärmt.
Speaker 0: Doch das wäre im Jahr nineteenhundertdreiundsiebzig gefährlich, also war es besser so.
Speaker 0: Warum hatte Dumbledore kein Machtwort gesprochen, als der sprechende Hut sie Gryffindor zugewiesen hatte?
Speaker 0: wäre sie dem Hause Hufflepuff oder Ravenclaw zugeordnet worden, in die sie ja anscheinend auch ohne Weiteres gepasst hätte, dann würde es doch viel einfacher werden, Lupin und Black aus dem Weg zu gehen.
Speaker 0: Wer hat dir eigentlich deine Visage poliert?
Speaker 0: Das war doch nie und nimmer ein Baum.
Speaker 0: Außer vielleicht du warst im verbotenen Wald, wo du gar nicht hin darfst.
Speaker 0: Eine Sekunde später hätte sie sich am liebsten selber geurfallt.
Speaker 0: Sie war Jean Pearlman, sie war angeblich neu hier und plauderte mal eben so aus dem Näckkästchen.
Speaker 0: Hoffentlich würde Lupin es nicht bemerken.
Speaker 0: Falls sein Ärger ihn übermannte, hätte sie zumindest gute Chancen.
Speaker 0: Glaubst du mir oder glaubst du mir nicht?
Speaker 0: Er musterte Hermine mit kalten roten Augen.
Speaker 0: Warum waren ihr die geplatzten Älterchen darin nicht schon vorher aufgefallen?
Speaker 0: Ach, und was weißt du schon vom Verbotenen Wald?
Speaker 0: Immerhin hängt mir nicht die Hälfte davon in den Haaren, entgegnete Hermine Hönisch.
Speaker 0: Die Vorlage war einfach zu stahl gewesen, als dass sie sie hätte vorbeiziehen lassen können.
Speaker 0: Dabei verdrängt er sie, dass sie selbst sich durchaus auch schon im Verbotenen Wald aufgehalten hatte, und der Anlass dafür keineswegs ein Zufälliger gewesen war.
Speaker 0: In ihrem ersten Jahr hatte Professor McGonagall Ear, Ron und Harry den Besuch sozusagen als Erziehungsmaßnahme und Strafarbeit gleichzeitig auferlegt.
Speaker 0: Und nur wenige Monate zuvor wäre sie hundertprozentig auch mit von der Partie gewesen, als ihre Freunde diesem äußerst fragwürdigen Forst einen Besuch abstatteten, der bei Ron übrigens eine astreine Spinnenphobie beschert hatte, wo er die Tierchen vormals einfach nur nicht besonders hatte leiden können.
Speaker 0: Hätte sie nicht strack wie ein Stein an der Gartenknum auf einen bieser Betten hier gelegen.
Speaker 0: Remus Lupin hob eine Hand und fuhr sich damit über den Kopf, wo tatsächlich noch immer die Klette in seinen Haaren hängen.
Speaker 0: Er zog sie heraus und warf sie nach Hermine.
Speaker 0: Zornesröte stieg ihm ins Gesicht.
Speaker 0: Immerhin habe ich eine Frisur, elfte ihren Tonfall nach.
Speaker 0: Du dagegen siehst aus, als hätte Flitwicknen in Angora-Hasen aus seinem Hut gezaubert, ihm dem Hut anschließend übergestülpt und einmal drum rumgeschnippelt.
Speaker 0: Hältst dich wohl für oberschlaubendes Hasenzahn.
Speaker 0: Halt mal schönen Quaffel flach, wenn du hier klarkommen willst.
Speaker 0: So langsam gehste mir nämlich echt gegen den Strich.
Speaker 0: Dann duillier dich doch mit mir, schnaubt dein Minewut entbrannt.
Speaker 0: Ist übrigens auch französisch.
Speaker 0: Ist leck mich nicht auch französisch?
Speaker 0: Also wirklich Kinder!
Speaker 0: Madame Promfray musste ihren Streit mitbekommen haben und war aus ihrem Büro getreten.
Speaker 0: Was sind denn das für Ausdrücke?
Speaker 0: Die immer etwas altbacken wirkende Krankenschwester war vollkommen fassungslos.
Speaker 0: Raus mit die Eremus!
Speaker 0: Das nächste Mal!
Speaker 0: Wenn es denn ein Nächstes mal geben sollte, dann….
Speaker 0: Quarantäne schon klar.
Speaker 0: Nass die Sprang der junge Lupin von seinem Bett auf.
Speaker 0: Der Umhang den Ertrug hatte auch schon bessere Tage gesehen.
Speaker 0: So hatte er noch mehr Ähnlichkeit mit dem Lehrer der neunziger Jahre.
Speaker 0: Vielleicht solltest du besser nach Slytherin gehen, Brillenschlange.
Speaker 0: Meinte er ihm vorbeigehen mit einer solchen Nonchalance, dass Hermine, hätte sie ihren Zauberstab bei sich gehabt, in Versuchung gekommen wäre, ihm etwas entsprechendes hinterherzuschicken.
Speaker 0: Doch sie hatte keinen Zauberstab.
Speaker 0: Du hast keinen Fluch, sondern einen Dachschaden, zischte sie ihm wütend nach.
Speaker 0: Und du nicht nur Hasen, sondern auch Giftzähne, rief der braunhaarige Junge zurück, ohne sich noch einmal umzudrehen, um sich davon zu überzeugen, ob seine Spitze getroffen hatte.
Speaker 0: Doch das hatte sie.
Speaker 0: Warte nur bis ich!
Speaker 0: Hermine machte tatsächlich Anstalten aus ihrem Bett zu klettern, aber ihr zukünftiger Verteidigungslehrer hatte schon mit einem lauten Türenknallen das Krankenzimmer verlassen.
Speaker 0: Tut mir leid, Miss Pearlman, das ist allein meine Schuld, sagte Madame Pomfrey, unglücklich.
Speaker 0: Ich hätte Remus in den Quarantäne-Raum schicken sollen, nicht hierher zu ihnen.
Speaker 0: Ich habe ihn nicht nachgedacht.
Speaker 0: Wenn er in diesem Zustand ist, kann er unausstellig sein.
Speaker 0: Aber das gibt sich schnell wieder.
Speaker 0: Er ist normalerweise wirklich ein angenehmer, ausgeglichener und vor allem höflicher junger Bursche.
Speaker 0: Was für einen Fluchschaden hatte eigentlich, erkundigte sich Hermine.
Speaker 0: Darüber werde ich ihnen keine Auskunft erteilen, Mademoiselle.
Speaker 0: Ich habe selbstverständlich Schweigepflicht.
Speaker 0: Die kranken Schwester klang jetzt streng.
Speaker 0: Und ich bin keine Französin, gab Hermine unwirsch zurück.
Speaker 0: Ich habe nur eine Weile in Frankreich gelebt.
Speaker 0: Wollte nicht, Professor Dambel, da eigentlich kommen?
Speaker 0: Wir haben noch etwas Wichtiges miteinander zu besprechen.
Speaker 0: Ich habe auch noch etwas Wichtiges mit dem Direktor zu besprechen, entgegnet im Promfrey Schnippisch.
Speaker 0: Außerdem wollte er erst kommen, wenn sie wieder alleine sind.
Speaker 0: Sprass drehte sich um und verschwand wieder in ihrem Büro.
Speaker 0: Als hätte man einen Schalter umgelegt, dachte Hermine.
Speaker 0: Sie säufzte innerlich.
Speaker 0: Das mit Lupin war wirklich komisch.
Speaker 0: Als Erwachsener war er so viel freundlicher.
Speaker 0: Doch irgendwie hatte sie den kleinen Schlagabtausch auch genossen.
Speaker 0: wenn man das überhaupt so ausdrücken konnte in ihrer verfahrenen Situation.
Speaker 0: Doch in der vergangenen Halt war sie eindeutig viel schlagfertiger als im Jahre threehundneinzig.
Speaker 0: Trotzdem hoffentlich kam Dumbledorbald.
Speaker 0: Und das mit guten Nachrichten.
Speaker 0: Weil sie längere Zeit hier zubringen sollte, könnte das Heikel werden.
Speaker 0: Aber bis sie wieder zurückkehren konnte, musste sie ihren Aufenthalt hier eben als Herausforderung sehen.
Speaker 0: Hatte sie jemals eine Herausforderung abgelehnt?
Speaker 0: Nein.
Speaker 0: ihres Wissens nie.
Speaker 0: Sie war ja schließlich intelligent, fleißig und eine fähige Hexe dazu.
Speaker 0: Dumbledore erschien keine Stunde später, als sie bereits etwas gegessen hatte und schon unruhig zu werden begann.
Speaker 0: Doch wenn sie geglaubt hatte, dass der Schulleiter die Lösung für ihr kleines Problem brachte, dann hatte sie sich noch tiefer geschnitten als Remus Lupin, der sich angeblich von einem Baum hatte verprügeln lassen.
Speaker 0: Nachdem er den Krankensaal betreten hatte, zog der Schulleiter sich zunächst mit Madame Pomfrey ins Büro zurück, um sich mit ihr zu unterhalten, wobei die Krankenschwester seltsamerweise eine Art Agentensprache benutzte, da sie anscheinend befürchtete Hermine könnte sie belauschen.
Speaker 0: Was diese auch tat.
Speaker 0: Das Paket hat das Postamt verlassen, weil das Gebäude beim letzten Herbststurm beschädigt wurde.
Speaker 0: Das Paket wurde ebenfalls beschädigt.
Speaker 0: Wir brauchen einen fähigen Handwerker, der auch das Postgeheimnis zu wahren weiß.
Speaker 0: Ich habe verstanden, hörte Hermine Dumbledore in ernsten Ton antworten.
Speaker 0: Argus oder Hagrid werden sich kümmern.
Speaker 0: Damit schien mir dem Pomfray sich zufrieden zu geben.
Speaker 0: Als der große, hagere Zauberer schließlich vor Hermines Bett stand, sah er nicht minder ernst aus.
Speaker 0: Ehrlich gesagt, konnte Hermine sich kaum erinnern, ihn je ernster gesehen zu haben oder betrübter.
Speaker 0: Ich will und muss es kurz machen, Jean.
Speaker 0: Leider bringe ich keine guten Nachrichten.
Speaker 0: Ganz im Gegenteil.
Speaker 0: Er säufzte tief und drehte sich kurz um, um sich zu vergewissern, dass Madame Pomfrey außer Hörweite war und sie auch nicht sehen konnte.
Speaker 0: Dann reichte er Hermine einen Zettel.
Speaker 0: Hier, lesen sie das und lernen sie es auswendig, aber erst wenn sie allein sind.
Speaker 0: Danach vernichten sie es.
Speaker 0: Und jetzt hören sie gut zu.
Speaker 0: Ich weiß, es klingt hart, doch ich wurde gewarnt.
Speaker 0: Es sei der einzige Weg.
Speaker 0: Ich werde gleich zurück in mein Büro gehen und unsere gesamte Begegnung ad actor legen, sprich ins Denkarium.
Speaker 0: Ab jetzt sind sie auf sich gestellt.
Speaker 0: Sie sind Jean Perlman, die muggelstämmige Diplomatentochter.
Speaker 0: Und was sagt man zu muggeln?
Speaker 0: Bleiben sie unterm Radar, wenn sie so wenig schaden wie möglich anrichten wollen.
Speaker 0: Versuchen sie es uns allen zur Liebe und verzagen sie nicht.
Speaker 0: Vielleicht ist die Hilfe, die sie brauchen, schon näher als sie denken.
Speaker 0: Doch ich kann, ich darf nichts mehr für sie tun.
Speaker 0: Begreifen Sie das?
Speaker 0: Nein, das tat sie nicht.
Speaker 0: Leben Sie wohl, Jean.
Speaker 0: Es tut mir leid.
Speaker 0: Bitte nehmen Sie es mir nicht übel.
Speaker 0: Es ist nur zu Ihrem besten, und eines Tages werden Sie es, so Merlin will, verstehen.
Speaker 0: Ich hoffe, wir erkennen uns in der Zukunft, und das sollte denn nicht so sein, trotzdem alles gutgegangen ist.
Speaker 0: Gerade dann.
Speaker 0: Mit offener Mund startte Hermine zu dem Mann hoch, in den sie all Ihre Hoffnungen gesetzt hatte.
Speaker 0: Doch dieser Mann blickte sie nur noch einmal todtraurig an, dann wandte er sich um und verließ mit langen, schnellen Schritten den Raum.
Speaker 0: Die Tür schloss sich hinter ihm, bevor das im Bett sitzende Mädchen auch nur ein einziges Wort denken konnte.
Speaker 0: Bleiben sie unterm Radar, wenn sie so wenig Schaden wie möglich anrichten wollen.
Speaker 0: Das hatte heute schon einmal jemand zu ihr gesagt, nur mit anderen Worten.
Speaker 0: Kapitel achtundzwanzig.
Speaker 0: Ein kleiner Ausflug.
Speaker 0: Es dauerte lange, bis Hermine die Worte Dumbledores auch nur halbwegs verdaut hatte.
Speaker 0: Sie war genauso schockiert wie nach dem Aufwachen aus dem vermeintlichen Albtraum, nein, schockierter.
Speaker 0: Wie kurz angebunden der Schulleiter ihr gegenüber gewesen war und wie endgültig seine Worte.
Speaker 0: Er ließ sie im Stich, ließ sie fallen wie eine aggressive Alraune.
Speaker 0: Völlig egal, dass er sich entschuldigt hatte, denn im selben Atemzug hatte er sich von ihr verabschiedet.
Speaker 0: Wenn sie ihm das nächste Mal über den Weg lief, würde er sie zwar als die Quereinsteigerin Jean Pearlman wiedererkennen, die mitten im ersten Trimester neu in Hogwarts angefangen hatte, mehr jedoch nicht.
Speaker 0: Wenn sie sich noch einmal wegen ihres kleinen Zeitreiseproblems an ihn wandte, was sie allerspätestens jetzt ganz gewiss nicht tun würde, würde er ganz einfach nicht kapieren, wovon sie da redete.
Speaker 0: Wie stellte er sich eigentlich die Zukunft vor?
Speaker 0: Nicht seine, die ihre?
Speaker 0: Und was sollte das heißen, Hilfe aus der Zukunft sei vielleicht schon auf dem Weg?
Speaker 0: Würde jemand ihr nachreisen, um sie zu retten?
Speaker 0: Wer sollte das sein und wie sollte das vonstatten gehen?
Speaker 0: Hätte er ihr nicht ein klein wenig mehr davon erzählen können, damit sie sich sicherer fühlte?
Speaker 0: Dann fiel ihr der Zettel ein, den der Schulleiter ihr zugesteckt hatte.
Speaker 0: Weil sie keinen Zauberstab hatte, bat sie Madame Promfraim eine Kerze, denn diese hatte die Fackeln im Raum bereits ausgetünnt.
Speaker 0: Nachdem sie sich davon überzeugt hatte, dass die Krankenschwester wieder brav in ihrem Büro saß, holte Hermine das Stück Pergament hervor und begann aufmerksam zu lesen.
Speaker 0: Ganz zu Anfang fand Hermine eine kleine Auflistung mit Eckdaten, die sie mehr oder weniger schon mit Dumbledore in seinem Büro durchgesprochen hatte, von wegen um herreisende Diplomaten-Tochter, die sich zuletzt in Frankreich aufgehalten hatte.
Speaker 0: Als ihr Geburtsort war seltsamerweise eine ihr vollkommen unbekannte Stadt im Süden von Griechenland angegeben, Wahrscheinlich deswegen, weil das für wen auch immer in einer so von Merlin verlassenen Gegend schwerer zu überprüfen war.
Speaker 0: Zauberer in diesen breiten Graden kannten einander viele sogar persönlich.
Speaker 0: Das durfte man nicht unterschätzen.
Speaker 0: Auch Ried Dumbledore dringend den Muckelstatus zu wahren, da Lügen, die sich nahe an die Wahrheit anlehnen, immer die besten sind.
Speaker 0: Außerdem müsse sie sich in ihrer Rolle wohlfühlen, um sie glaubhaft spielen zu können.
Speaker 0: Wenn sie jedoch geglaubt hatte, eine nähere Erläuterung zu den Gründen, aus denen Dumbledore so und nicht anders gehandelt hatte zu erfahren, wurde sie enttäuscht.
Speaker 0: Der weise alte Zauberer hielt sich kurz und knapp, ließ sie lediglich wissen, dass er Horace Loughhorns Gedächtnis, wie abgesprochen, modifiziert hatte.
Speaker 0: Was die Zeugen ihrer höchst unfreiwilligen Ankunft betraf, war für diese jedenfalls gesorgt worden.
Speaker 0: Des Weiteren erklärte er Hermine, dass am nächsten Morgen um sieben Uhr jemand kommen und sie abholen würde.
Speaker 0: Wer das sein sollte und warum so früh, darüber schwieger sich aus.
Speaker 0: Es war der Freitag nach Halloween, also unterrichtsfrei, und die Schüler schliefen in der Regel aus.
Speaker 0: Wahrscheinlich genau deshalb.
Speaker 0: Niemand darf dich sehen.
Speaker 0: Sie hatte Schwierigkeiten gehabt, einzuschlafen.
Speaker 0: Teils, weil sie über den Tag verteilt schon so viel geschlafen hatte, teils war ihr Sorgenberg immer weiter Anwuchs.
Speaker 0: Sie war hier gestrandet und der einzige Strohhalm, an den sie sich hatte klammern können, war ihr schon wieder aus den Händen gerissen worden.
Speaker 0: Davon einmal ganz abgesehen hatte sie Dumbledos wichtigsten Satz nicht beherzigt, unter dem Radar zu bleiben.
Speaker 0: Stattdessen hätte sie sich fast mit ihrem zukünftigen Lehrer in Verteidigung gegen die dunklen Künste dueliert.
Speaker 0: Remus Lupin hasste sie jetzt wahrscheinlich.
Speaker 0: Sie selbst hasste ihn nicht, hatte sich bereits kurz nach seinem Abgang wieder abgeregt.
Speaker 0: Der Junge schien ja wirklich nichts für seinen Zustand zu können, was auch immer es war, woran er litt.
Speaker 0: Doch wahrscheinlich würde er jetzt zu seinen Freunden gehen und über sie herziehen.
Speaker 0: Und was würde Sirius Black von ihr denken wegen der angeblichen Lügen, die sie über ihn erzählt hatte?
Speaker 0: Hatte Lupin ihr das mit Piefs wirklich abgekauft?
Speaker 0: Sie hatte den Eindruck gehabt, dass dem so gewesen wäre.
Speaker 0: Doch wenn nicht, hatte sie sich dann gerade einen zukünftigen Mörder zum Feind gemacht.
Speaker 0: Black musste einen noch je erzäunigeres Gemüt haben als sein komischer, zerkratzter Freund, und der war schon nicht ohne gewesen.
Speaker 0: In seiner Gegenwart hatte sie sich an jemanden mit Tourette-Syndrom erinnert gefühlt, so heftig und laut und vulgär.
Speaker 0: Aber im Grunde harmlos, wie auch Madame Pomfrey mehr als einmal betont hatte.
Speaker 0: Wieso aber waren Lupins Sachen so schmutzig und zerrissen?
Speaker 0: Ach, egal, dachte sie irgendwann.
Speaker 0: Lupin war nicht ihr Problem.
Speaker 0: Er war ein kleines, armeisen großes Ärgernis im Vergleich zu dem, was sie auf der Platte hatte.
Speaker 0: Noch nie in ihrem ganzen Leben hatte sie sich so gefühlt.
Speaker 0: Doch zu ihrem Glück erschöpfte ihre Verzweiflung sie irgendwann so, dass sie letzten Endes doch einschlief.
Speaker 0: Früh am nächsten Morgen wurde sie von Madame Pomfray geweckt.
Speaker 0: Sie durfte duschen und konnte sich umziehen.
Speaker 0: Ein stapel frischer Wäsche materialisierte sich am Fuße ihres Krankenbettes, dazu ein frisch gebügelter Schulumhang in passender Größe.
Speaker 0: Nach dem Anziehen frühstückte sie und war anschließend bereit, die Krankenstation zu verlassen.
Speaker 0: Ihr Fuß war wieder vorkommen in Ordnung.
Speaker 0: Was sie jedoch erschüttert hatte, war der Blick in den Spiegel im stationseigenen Waschraum.
Speaker 0: Remus Lupin hatte recht gehabt, ihr Haar sah einfach nur furchtbar aus.
Speaker 0: Filzschere musste vorkommen stumpf gewesen sein, jedenfalls waren ihre Haarspitzen vorkommen ruiniert.
Speaker 0: So fand sie, fielen ihre überlangen Zähne noch mehr auf als vorher schon.
Speaker 0: Was die Runde Brille anbetraf, so trug diese auch nicht sonderlich zur Verbesserung des Gesamtbildes bei.
Speaker 0: Obwohl sie gerade größere Probleme hatte, als ihr aussehen, wäre Hermine bei ihrem Anblick fast in Tränen ausgebrochen.
Speaker 0: Um Punkt sieben klopfte es an der Tür zum Krankensaal und ein absolut durchschnittlich aussehender, ganz in grau gekleideter Mann trat ein und winkte sie zu sich heran, nachdem er ein paar wenige Worte mit Madame Pomfrey gewechselt hatte.
Speaker 0: Dann nahm der Mann Hermine mit hinaus auf den Gang und führte sie bald darauf die Marmorstufen hinab in die Große Halle und von dort aus durch die Eingangstüren hinaus ins Freie.
Speaker 0: Es war noch stockdunkel.
Speaker 0: Weder stellte der Mann sich ihr vor, noch redete er sonst viel mit ihr außer Folgen Sie mir bitte hier oder hier entlang miss.
Speaker 0: Der Typ sah durch und durch unauffällig aus, gar nicht, wie man sich einen Zauberer vorstellte.
Speaker 0: Er war weder dick noch dünn, weder klein, noch groß, hatte straßenköterfarbenes Haar.
Speaker 0: Augen von undefinierbarer Farbe und ein Gesicht, das er minisch und nach wenigen Minuten ohne den Kerl in einer Menge wahrscheinlich nicht mehr wiedererkannt hätte.
Speaker 0: Auch als beide eine der pferdellosen Kutschen, mit denen die Schüler vor den Ferien immer zum Bahnhof gekart wurden, bestiegen und über eine Viertelstunde lang Gendorf schaukelten, äußerte der Mann kein einziges persönliches Wort.
Speaker 0: Und erst da dämmerte es Hermine.
Speaker 0: Dieser Mann war ein Vergiss mich.
Speaker 0: Ein Zauberer, der hinter denen, die gegen die Regeln verstießen, aufräumten.
Speaker 0: Sie kümmerten sich größtenteils um Muggel, die Zeuge von meist unerlaubten magischen Vorgängen oder Kreaturen geworden waren, die in ihrer Welt nicht existierten.
Speaker 0: Vor ziemlich genau einem Jahr hatten so einige Vergesmichts losgeschickt werden müssen, um einen hellblauen Ford Anglia- onehundertfünfe Deluxe aus einigen Dutzend Muggelgedächtnissen rund um den Bahnhof Kings Cross herumzulöschen.
Speaker 0: Wo die Besitzer eben jener Gedächtnisse sich nichts ahnend aufgehalten hatten, als Ron und Harry wegen Dobby dem Hauselfen den Hogwarts-Express verpasst hatten.
Speaker 0: Als die Kutsche schließlich vor den drei Besen in Hoxmie zum Stehen kam, fing es leicht an zu regnen.
Speaker 0: Und in dem Moment, da sie das Pub betraten, war es ein komisches Gefühl für Hermine, weil sie doch gerade erst zwei Tage zum ersten Mal hier gewesen war.
Speaker 0: Natürlich war der Schankraum zu dieser frühen Stunde vollkommen verweist und nur eine junge, dralle Hexe.
Speaker 0: Es war wirklich die zwanzig Jahre jüngere Rosmerta und sie sah wirklich wahnsinnig attraktiv aus, wie Hermine Neid voll zugeben musste, stand hinter dem Tresen und schenkte Hermine und dem grauen Mann an ihrer Seite keinerlei Beachtung.
Speaker 0: Im Hinterzimmer des Papst gab es, genau wie vorne, einen geräumigen Kamin, so breit, dass zwei Personen nebeneinander aufrecht darin stehen konnten.
Speaker 0: Der graue Zauberer zur Kamine am Zipfel ihres Umhangs hinter sich her in den Kamin, wo er in der Innentasche seines grauen Umhangs herumwühlte, ein kleines Einmachglas zutage förderte und diesem eine Faustvoll Flopulver entnahm, das er in die fast gänzlich heruntergebrannten Flammenbaf, die schon dabei waren, an Hermines Stiefeln zu lecken.
Speaker 0: Dann endlich sprach der Mann das erste und einzige Wort, seitdem sie zusammen das Gelände von Hogwarts verlassen hatten.
Speaker 0: Winkelgasse.
Speaker 0: Zu Hermines Erstaunen landeten sie nicht irgendwo in der Winkelgasse, sondern tatsächlich im tropfenden Kessel.
Speaker 0: Auch dieses Pap war noch fast leer.
Speaker 0: Nur ein alter Gin saß grübelnd an einer Ecke der Theke und schüttete eine rötliche Flüssigkeit in sich hinein, als Hermine und der graue Zauberer im hauseigenen Kamin aufschlugen.
Speaker 0: In Hermines Fall sogar wortwörtlich, denn sie schürfte sich im Fallen ihr Knie auf und zerriss dabei auch ihre neue Hose.
Speaker 0: Ihr schweigsamer Begleiter verlor selbst darüber kein Wort, sondern scheuchte das noch immer von der kalten Asche hustende Mädchen, das sich an der Bar liebend gern ein Glas Leitungswasser bestellt hätte, durch den weitläufigen düsteren Raum über den Hinterhof und durch die verzauberte Mauer hindurch auf die von Nieselregen glänzende Winkelgasse.
Speaker 0: Hier war es nass kalt und neblich und nachdem sich beide nach rechts gewandt hatten und eine Weile über das rutschige Pflaster durch die gerade erst erwachende Einkaufsstraße gelaufen waren, ging Hermine auf, wohin sie unterwegs waren.
Speaker 0: Nur kurze Zeit später öffnete der Vergiss mich ihr die Tür zu dem nach Jahrhunderten alten Staub riechenden Verkaufsraum von Oliwenders Zauberstabladen.
Speaker 0: Der Kreisezauberer mit dem schloweisen, dratigen Haar war jedoch nicht anwesend, wohl aber eine rustiker grauhaariger Mann mit sappierblauen, die sie an Dumbledors erinnerten, und der nicht überraschte darüber zu sein schien, dass eine vierzehnjährige Hexe so mitten im Schuljahr bei ihm hereinschneite und um einen neuen Zauberstab bat.
Speaker 0: Wahrscheinlich war er, ähnlich wie Hermines stiller Begleiter, vom Schuldirektor informiert worden.
Speaker 0: Garrick Ollivander fragte nicht einmal, welche Art von Stab sie bis dahin benutzt hatte.
Speaker 0: Hermine erinnerte sich noch gut daran, wie sie vor zwei Jahren zum ersten Mal diesen Laden betreten hatte.
Speaker 0: Außerdem wusste sie von Harry, dass der Zauberstabmacher sich an jeden einzelnen Zauberstab erinnerte, den er je verkauft hatte.
Speaker 0: Umso seltsamer war der der Gedanke, dass das bei dem Ihrem nicht der Fall sein würde.
Speaker 0: Und dass Ollivander sie, Hermine erst recht nicht erkennen würde.
Speaker 0: Doch jetzt würde es spannend werden.
Speaker 0: Welcher seiner Hunderten von Stäben würde sich für sie entscheiden?
Speaker 0: Kapitel neunundzwanzig.
Speaker 0: So, liebe Jean, welcher soll nun dein Herzstab sein?
Speaker 0: Hermine hätte Oliwanda einen Wink geben können, doch das wäre zu auffällig gewesen.
Speaker 0: Sie war ja schon froh, dass er sie nicht ausfragte, wo sie ihren alten Zauberstab gekauft hatte und was mit ihm geschehen war.
Speaker 0: Auf die Schnelle hatte sie sich eine halb gare Geschichte zurechtgelegt, während sie darauf wartete, dass Oliwenda eine etwa vierzigjährige Hexe bediente, deren Zauberstab beim Rühren in einem Zaubertrank Veretzungen erlitten hatte.
Speaker 0: Gute Frau, dazu sind sie aber doch nun wirklich nicht gedacht.
Speaker 0: Sie war jedoch froh, ihre Lügenmärchen nicht zum Besten geben zu müssen.
Speaker 0: Mit Unwahrheiten oder Ausschmückungen hatte sie sich schon immer schwer getan, ganz im Gegensatz zu Ron.
Speaker 0: Ron.
Speaker 0: Nein, sie durfte jetzt nicht an ihn denken, sie musste sich konzentrieren.
Speaker 0: Oliwende hörte sich ihre Bitte kommentarlos an und ging anschließend sofort zu Werke.
Speaker 0: Als bald häuften sich auf dem Verkaufsdresen alle möglichen Schachteln samt Inhalt.
Speaker 0: Eiche, Buche, Weißdorn, Stechpalme, Eibe, ja sogar Kirsche, was Sermine ein wenig zu extravagant für sich fand.
Speaker 0: Manche Stäbe waren biegsam, andere höchst regide.
Speaker 0: Der kürzeste war neun-einhalb Zoll, der längste zwölf Zoll lang.
Speaker 0: Und auch die Kerne unterschieden sich deutlich voneinander.
Speaker 0: Hermines Zauberstab, der im Jahre nineteenhundertdreiundneinzig zurückgeblieben war, hatte einen Kern aus Drachenherzfaser gehabt und war aus dem Holz einer Weinrebe geschaffen worden.
Speaker 0: Sie vermisste ihn wie einen treuen alten Freund.
Speaker 0: Der erste Stab, den sie pro Beschwang und dem ebenfalls einen Drachenherz Faserkern ine wohnte, zerschmetterte als bisher einziger nicht die halbe Inneneinrichtung des Ladens, was Hermine ausgesprochen erleichtert zur Kenntnis nahm.
Speaker 0: Beim allerersten, den sie zur Hand genommen hatte, wurde sie sogar von einer Box, die irgendwo ganz oben in einem Regal gelegen haben musste, höchst empfindlich an der Stirn getroffen und fast wäre dabei ihre Brille zerbrochen.
Speaker 0: Es bildete sich eine Staubwolke um Hermines Kopf herum und sie musste zusätzlich zu dem rasenden Schmerz auch noch nießen.
Speaker 0: Oliwenda begutachtete ihre Stirn, sagte es sei nichts Ernstes, reichte ihr ein Papiertaschentuch und weiter ging's im Text.
Speaker 0: Um sie beide herum, häuften sich Zauberstäbe, Schachteln und Schachteldeckel in beunruhigender Zahl an.
Speaker 0: Zwar ließ sich das Chaos, das ihre vorhergehenden Versuche veranstaltet hatten, jedes Mal mit einem geübten Schwenk von Oli Wenders eigenem Zauberstab wieder beseitigen, doch Hermine schrack jedes Mal zusammen, wenn wieder eine kleine Explosion stattfand.
Speaker 0: Zwei Jahre zuvor war ihr schnell aufgefallen, dass sie mit einer Stärke, die irgendwo in der Mitte zwischen biegsam und Brett hart lag, besser zurechtkam.
Speaker 0: Diesmal jedoch tendiere sie ganz eindeutig zu Hartholz, war Olivendas fachkundige Meinung.
Speaker 0: Als der Ladenbesitzer sich nach ungefähr einer Stunde nur auf ihre ausdrückliche Bitte doch dazu herabließ, ihr Sterbe aus Weinrebenholz anzubieten, sie lagen ganz unten auf dem ersten Brett relativ weit links hinter dem Tresen von Hermine ausgesehen, erhöhte sich ihr Puls.
Speaker 0: Da war er.
Speaker 0: Zehn drei Viertel Zoll, derselbe... oder der gleiche Stab, den sie bis vorgestern benutzt hatte.
Speaker 0: Pegiri steigte sie die Hand danach aus und konnte es kaum erwarten, wieder das Kribbeln zu verspüren, das sie zwei Jahre und zwei Monate zuvor verspürt hatte, als sie ihren späteren Leib- und Magen-Zauberstab von Oliwenda in die Hand gedrückt bekommen hatte.
Speaker 0: Ihr langes, leichtes Haar hatte sich wie mit Elektrizität aufgeladen und war um ihren Kopf herumgeschwebt, als wäre sie unter Wasser.
Speaker 0: Der Stab selbst hatte scharlachrote und goldene Funken gesprüht.
Speaker 0: Doch, als sie ihn diesmal in die Hand nahm, geschah rein gar nichts.
Speaker 0: Ratlos betrachtete sie ihn von allen Seiten.
Speaker 0: – Schwingen Sie ihn!
Speaker 0: – forderte der grauhaarige Zauberstabmacher sie ungeduldig auf.
Speaker 0: Was Hermine auch tat, sie versuchte sich an dem ersten Zauberspruch, den Professor Flitwick ihr im ersten Jahr beigebracht hatte.
Speaker 0: – Wingardium Leviosa!
Speaker 0: Oh, was hatten sie und Ron sich wegen dieses Zauberspruchs gezankt?
Speaker 0: Ein sattes, dutzend offene und geschlossene Schachteln hob sich für ein paar Augenblicke von der Theke, dümpelte eine Handbreit darüber vor sich hin, bevor alle bis auf eine wieder zurückfielen.
Speaker 0: Nicht schlecht, sagte Olivernder anerkennt.
Speaker 0: Mit meinem Alten nicht zu vergleichen, solch der Hermine enttäuscht.
Speaker 0: Wieder wartete sie, dass der Mann sich bei ihr nach dem Vorgängermodell erkundigte, doch von ihm kam rein gar nichts in diese Richtung.
Speaker 0: Also fragte sie ein wenig ungeduldig nach, ob es für ihn gar nicht von Belang sei.
Speaker 0: Vielleicht könnte man das Ganze hier ja auf diese Weise ein wenig abkürzen.
Speaker 0: Seufzen trieb sie sich die Stirn an der Stelle, wo die eine Box sie getroffen hatte und eine gut fühlbare Beule entstanden war.
Speaker 0: Sie wünschte sich, dieses Trauerspiel möge bald ein Ende haben.
Speaker 0: Nein, und zwar deswegen, weil es bei jungen Leuten wie ihnen oft irrelevant ist, bekam sie daraufhin von Oliwender zu hören.
Speaker 0: Wie lange ist es her, dass ihr erster Zauberstab sich sie ausgesucht hat, Miss?
Speaker 0: Etwas über zwei Jahre, antwortete Hermine der Wahrheit entsprechend.
Speaker 0: Gerade junge Menschen verändern sich oft innerhalb sehr kurzer Zeit.
Speaker 0: ließ der Zauberstabmacher sie wissen, während er einen Teil der Schachteln um sie herum mittels Schwebezauber, der eindeutig sehr viel besser funktionierte als der von Hermine, zurück in die Regale beförderte.
Speaker 0: Meist bleibt der Kern dergleiche.
Speaker 0: Ich habe es nur wenige Male erlebt, dass ein Zauberer, der aus welchem Grund auch immer einen neuen Zauberstab benötigte, einen mit einem unterschiedlichen Kern als der davor mit nach Hause nahm.
Speaker 0: kratzte sich unter seiner grauen Mähne die Kopfhaut.
Speaker 0: Aber das Holz wechselt schon mal, das ist wie gesagt gerade in jungen Jahren nichts Ungewöhnliches.
Speaker 0: Vielleicht haben sie in den letzten zwei Jahren einschneidende Erlebnisse gehabt, die ihren Charakter geprägt und verändert haben.
Speaker 0: Das können minimale Veränderungen sein, die ihnen selbst gar nicht auffallen.
Speaker 0: Schon ihr vielleicht ihren Freunden, den Menschen, die ihnen am nächsten stehen, oder ihren Eltern, die sie am längsten kennen.
Speaker 0: Ollivanders Experten wissen beruhigte Hermina ein wenig, also galt es weiter zu suchen.
Speaker 0: Sie probierte Walnusholz, Birnbaum und sogar Rubinia aus.
Speaker 0: Ein wunderbarer, schwarz glänzender Stab aus.
Speaker 0: Ebenholz lag gut in ihrer Hand, doch das elektrisierende Kribbeln blieb trotzdem aus.
Speaker 0: So langsam verlor Hermine die Geduld, während Ollivander vollkommen in seiner Funktion als ihr Berater aufging.
Speaker 0: Ebenholz habe ich fast noch nie an einem Minderjährigen verkauft, sagte der Zauberstabmacher Im Plaudaton, als er wieder einmal ein paar bereits ausgetestete Zauberstäbe auf den Weg zurück in die Regale schickte.
Speaker 0: Ein ganz besonderes Holz für ganz spezielle Zauberer.
Speaker 0: Personen, die eigen sind.
Speaker 0: Eigen?
Speaker 0: Ich wurde Hermine zerstreut.
Speaker 0: Im Sinne von eigensinnig?
Speaker 0: Sie hörte Olivendas weit schweifigen Ausführungen nicht wirklich zu, sondern fragte sich stattdessen immer wieder, auf welchem dieser meterhohen Regale wohl ihr persönlicher Herzstab liegen mochte und ob man den mit einem simplen Aufrufe Zauber nicht einfach herbeihächsen konnte.
Speaker 0: Bloß mit welchem Zauberstab.
Speaker 0: Ja, so ungefähr, meinte Olivendah.
Speaker 0: Unangepasste Eigenbrötler.
Speaker 0: Das findet man höchst selten bei elf oder zwölfjährigen Knaben und Mädchen.
Speaker 0: Hier bei Erwachsenen, vielfach bei älteren Menschen.
Speaker 0: Ein junger Bursche jedoch war vor ein paar Jahren hier, der von einem solchen Stab erwählt wurde.
Speaker 0: Hermine interessierte sich im Grunde herzlich wenig dafür, welche Hexen oder Zauberer von welchen Zaubersterben ausgesucht worden waren.
Speaker 0: Geduld war im Allgemeinen nicht gerade ihre Stärke.
Speaker 0: Vor allem nicht Geduld mit sich selbst.
Speaker 0: Und vor allem jetzt nicht.
Speaker 0: Sie wollte endlich wieder einen einwandfrei funktionierenden Zauberstab in ihrer Hand halten.
Speaker 0: Ihren Herzstab, wie sie ihn nannte, wegen des Drachenherzfaserkerns.
Speaker 0: Meinen sie wirklich, ich sollte bei Drachenherzfaser bleiben, Sir?
Speaker 0: fragte sie irgendwann zweifelnd.
Speaker 0: Unbedingt, Kindchen, der Kern ist das Wichtigste und er kristallisiert sich als erstes heraus, dann das Holz und erst am Schluss die Länge.
Speaker 0: Sie sind für Drachenherzfaser bestimmt, da verwette ich meinen Laden drauf.
Speaker 0: Mein früherer Stab hatte auch einen solchen Kern.
Speaker 0: Genau wie meine!
Speaker 0: Oliwenda tätschelte liebevoll seinen eigenen Stab, der vor ihm auf einem Kisten aus rotem Samtrute Allzeit griffbereit.
Speaker 0: Das sah doch schon einiges aus.
Speaker 0: Diese Sterbelernen, schnell und zauberer, die von einem Stab mit Drachenherzfaserkern ausgewählt wurden, sind zu ganz außergewöhnlichen Zaubersprüchen fähig.
Speaker 0: Sie und ich, meine Liebe, sind also in unseren eigenen Herzen miteinander verwandt.
Speaker 0: Dieser Gedanke gefiel Hermine sogar.
Speaker 0: Kennen sie viele andere Zauberer, die auch so einen Kern in ihrem Zauberstab haben?
Speaker 0: Ollivander wiegte sein weißherriges Haupt hin und her.
Speaker 0: Eigentlich gebe ich Kunden darüber keine Auskunft, was andere Kunden erworben haben, aber unter uns Drachenherz-Faserstabbesitzern will ich mal nicht so sein.
Speaker 0: Behalten Sie es bitte für sich, doch Ihre stellvertretende Schuldirektorin nennt ebenfalls einen solchen Zauberstab ihr Eigen.
Speaker 0: Professor McGonagall?
Speaker 0: Oh, der junge Malfoy ebenfalls.
Speaker 0: Lucius Malfoy?
Speaker 0: Hermine hielt den Atem an.
Speaker 0: Ist der nicht auch in Hogwarts?
Speaker 0: Nicht mehr.
Speaker 0: Er war bis vorletzt das Jahr Vertrauensschüler im Hause Slytherin, dann hat er die Schule beendet.
Speaker 0: Es fehlte nicht viel und Hermine hätte laut aufgesäuft vor Erleichterung.
Speaker 0: Wenigstens dieser Kälch war an ihr vorübergegangen.
Speaker 0: Oliwenders Gesicht verdüsterte sich.
Speaker 0: Leider jedoch besitzen auch ein paar Personen, deren Name nicht aussprechen werde, einen solch feinen Zauberstab.
Speaker 0: Warum wollen sie sie nicht aussprechen, Sir?
Speaker 0: Weil sie auf die dunkle Seite gewechselt sind?
Speaker 0: Zu Voldemort?
Speaker 0: Ein schrecklicher Name, nicht wahr?
Speaker 0: Ich bevorzuge doch immer, Tom, Forlust Riddle.
Speaker 0: Er ist dabei, tot und verderben über unsere Gemeinschaft zu bringen.
Speaker 0: Hermine musste schlucken.
Speaker 0: Äh, ja, äh, jetzt, äh, auch schon?
Speaker 0: Ich hatte sie eigentlich für ein aufgewecktes Mädchen gehalten, Miss, wunderte sich, Ole Wender.
Speaker 0: Muss ich wirklich betonen, dass wir uns seit fast drei Jahren im Krieg befinden?
Speaker 0: Nun, äh, nein, äh, natürlich nichts, stottete Hermine.
Speaker 0: Ich war nur vier mit meinen Eltern unterwegs und habe deswegen nicht immer alle Neuigkeiten aus Großbritannien mitbekommen.
Speaker 0: Verdammt, wie hatte sie nur vergessen können, dass der erste Zauberer Krieg gleich zu Beginn der siebziger Jahre seinen Anfang genommen hatte?
Speaker 0: Professor Bins hatte das in Geschichte der Zauberer lang und breit mit ihnen durchgekaut.
Speaker 0: Sie räusperte sich verlegen.
Speaker 0: Und was bedeutet es, einen Stab aus Weinrebenholz zu besitzen?
Speaker 0: Fragte sie schnell, um vom Thema abzulenken.
Speaker 0: Sie erinnerte sich noch ganz gut daran, was diese Art Holz über sie selbst und ihren Charakter aussagte, wollte es aber noch einmal aus Ollivander's Mund bestätigt wissen.
Speaker 0: Sie meinen, von einem solchen Stab in Besitz genommen zu werden, meinte Ollivander mit einem nachsichtigen Lächeln.
Speaker 0: Wenn sie so wollen?
Speaker 0: Der Zauberstab will es so, bekräftigte Ollivander noch einmal.
Speaker 0: Nun, es verhält sich wie folgt.
Speaker 0: Weinrebenstäbe suchen sich Zauberer, die Tiefe besitzen verborgene Qualitäten.
Speaker 0: Jetzt könnte man meinen, dass das bei jungen Zauberern ja oft vorkommen müsste, dass man verborgene Talente in sich trägt.
Speaker 0: Man ist ja noch unfertig, fängt gerade erst mit der Grundausbildung an.
Speaker 0: Nichtsdestotrotz kommt die Weinrebe verhältnismäßig selten vor.
Speaker 0: Auf die Kombination von Charaktereigenschaften kommt es an, Zauberer, die einen Stab aus Weinrebenholz benutzen, haben eine besonders gute Intuition.
Speaker 0: Das heißt, sie können oft im Voraus erahnen, was auf sie zukommt.
Speaker 0: Sie sind schnell im Kopf, haben oft Geistesplätze.
Speaker 0: Hermine nickte.
Speaker 0: Ja, das klang nach ihr.
Speaker 0: Warum nur hatte es da nicht funktioniert?
Speaker 0: Wollen wir weitermachen, Meste Olivernder?
Speaker 0: fragte sie schließlich säufzend.
Speaker 0: In eine Minute, liebes, erwiderte der Zauberstabmacher.
Speaker 0: Dies hier hat länger gedauert, als ich angenommen hatte.
Speaker 0: Normalerweise öffne ich meinen Laden erst um neun Uhr.
Speaker 0: Für sie habe ich eine Ausnahme gemacht, weil Professor Dumbledore mich darum gebeten hat.
Speaker 0: Und das hat Hortensia dann mitgekriegt und ausgenutzt.
Speaker 0: Damit bezog er sich wohl auf die Hexe, die ihren Zauberstab gern als Rührlöffel benutze.
Speaker 0: Jetzt ist es zehn Minuten vor und ich habe um Punkt neun einen Termin mit einem sehr wichtigen Kunden.
Speaker 0: Wenn es ihnen nichts ausmacht, schaffe ich nebenbei schon mal ein bisschen Ordnung.
Speaker 0: Normalerweise tue ich das nie.
Speaker 0: Ich bin der Meinung, die Auswahl eines Zauberstabes ist ein wichtiger Einschnitt im Leben einer Hexe oder eines Zauberers, auch wenn es mehr als einmal geschieht.
Speaker 0: Da sollte man durchweg aufmerksam sein.
Speaker 0: Es konnte Hermine Granger, alias Jean Perlman, nur recht sein.
Speaker 0: Wenn Oliwender nicht hundertprozentig bei der Sache war, so würde er ihr nicht allzu viel Beachtung schenken.
Speaker 0: Wobei sie sich keine Illusionen über die Anwesenheit des namenlosen, grau gekleideten Zauberers machte, der sie hierher geführt hatte.
Speaker 0: Nachdem sie den Laden verlassen hätte, würde dieser hinter ihr aufräumen.
Speaker 0: Aber nicht so, wie Olivander es tat, der gerade wieder ein paar Deckel auf Schachteln steckte und diese auf ein Regal hinter der Theke schickte, sondern anders.
Speaker 0: Der vergieß mich, würde sein Gedächtnis löschen.
Speaker 0: Wo war der Typ überhaupt?
Speaker 0: Zu Beginn ihres Ausflugs war er keinen Schritt von ihrer Seite gewichen, doch jetzt war er nirgends zu sehen.
Speaker 0: Am Ende entdeckte sie ihnen eine Ecke des Ladens, die wohl für Etweige Begleitpersonen von Kaufwähligen gedacht war, an einem kleinen runden Tisch sitzend die Nase in ein Buch über berühmte Zauberstäbe gesteckt.
Speaker 0: Da ein paar Schachteln nicht hinter, sondern vor den Verkaufsdresen gefallen waren, entschloss sich Hermine dazu, dem alten Ladenbesitzer ein wenig unter die Arme zu greifen.
Speaker 0: Sie hob diverse Kartons auf, drückte abgefallene Deckel wieder in ihren Platz.
Speaker 0: Eine der Boxen war zu Hälfte unter ein Regal gerutscht, der Deckel war abgefallen und der Inhalt nirgends zu sehen.
Speaker 0: Als Hermine die Schachtel aufhob, bemerkte sie sofort die Delle an einer Ecke.
Speaker 0: Es musste sich um diejenigen handeln, die sie vorhin am Kopf getroffen hatte.
Speaker 0: Wenn allein schon die Verpackung so hart war, dass sie ihr eine solche Beule bescherte, dann wollte sie gar nicht wissen, aus welchem Holz der Inhalt geschnitzt war.
Speaker 0: Wahrscheinlich Betonbürke.
Speaker 0: Säufzend ließ Hermine sich auf die Knie sinken, beugte sich vor und späte unter das Regal, wobei sie feststellen musste, dass der zu boxgehörige Stab in den Nebengang gerollt war.
Speaker 0: Sie erhob sich, bock um die Ecke, wo sie sich nach zwei Schritten bückte, um den unscheinbaren hellbraunen Stab, dem nur am Ende des Griffes ein paar unauffällige Schnitzereien hinzugefügt worden waren, aufzuheben.
Speaker 0: Hab ich dich, murmelte sie, und im selben Augenblick durchfuhr es ihren Körper wie ein Stromstoß.
Speaker 0: Das heftige Zucken fuhr ihr nicht nur in den Magen hinein, sondern auch weiter hinunter, bis zwischen ihrer Beine, um dort ein Ziehen auszulösen, das sie später nur als sündhaft und verboten gut hätte beschreiben können und welches sie beim ersten Mal ganz sicher nicht so erlebt hatte.
Speaker 0: Denn daran, hui, hätte sie sich erinnert.
Speaker 0: Das war jedoch nicht alles.
Speaker 0: Die Enden ihrer kurzen, verhunsten Haare richteten sich steil auf, ja, sie standen ihr buchstäblich zu Berge, Und aus der Spitze des Stabes selbst stoben nicht bloß rote und goldene, sondern auch silberfarbene, grüne und blaue Funken, ein ganzes Farbenspiel.
Speaker 0: Am Schluss quoll schwarzer Rauch hervor, erst dann war Ende.
Speaker 0: Keine Sekunde später, und Garrick Ollivander stand über ihr.
Speaker 0: Seltsam, sagte er und rieb sich den Nacken.
Speaker 0: Äußerst seltsam.
Speaker 0: Kapitel dreißig Das Trelawny-Trauma.
Speaker 0: Sogar der Vergiss mich war aus seiner stillen Ecke gekommen, um nach dem Rechten zu sehen.
Speaker 0: Nachdem er sich vergewissert hatte, dass Hermine nichts passiert war, zog er sich wortlos wieder dorthin zurück.
Speaker 0: Was?
Speaker 0: Echtste Hermine, die noch immer in gebeugter Haltung im Gang stand, ist denn so seltsam?
Speaker 0: Dabei fühlte gerade sie sich seltsamer als je zuvor in ihrem ganzen Leben, von ihrem einschneidenden Erlebnis mit dem Zeitumkehrer einmal abgesehen.
Speaker 0: Dieses höchst eigenartige Gefühl, dass sie soeben an einer unaussprechlichen Stelle ihres Körpers gefühlt hatte, war das normal für eine Hexe, die sich einen neuen Zauberstab suchen musste?
Speaker 0: Sie hatte jedoch nie eine kennengelernt, die das hatte tun müssen, bloß Ron hatte vor einem halben Jahr einen neuen Zauberstab bekommen, doch sie konnte sich noch nicht einmal daran erinnern, was er über die Auswahlzeremonie gesagt hatte.
Speaker 0: Tja, sie musste einstweilen, davon ausgehen, dass es normal war.
Speaker 0: Mit knapp zwölf hatte sie dieses wundervolle, leicht verstörende Gefühl jedenfalls nicht gehabt.
Speaker 0: Langsam kam sie hoch, sich mit der linken Hand am nächststehenden Regal festhaltend, während ihre Rechte den ominösen Zauberstab hielt, der sie gerade für sich außer Koren hatte.
Speaker 0: Nun, das Holz, mummelte Oli Wender radlos und besah sich den Stab in ihrer Hand, als hätte er ihn auch nie zuvor gesehen, dabei musste er ihn doch selbst angefertigt haben, oder?
Speaker 0: Das ist Hollunder.
Speaker 0: Das seltenste Holz für Zauberstäbe.
Speaker 0: Ich habe in meinem ganzen Leben nur eine Hand voll daraus geschnitzt.
Speaker 0: Eine Hand voll.
Speaker 0: Zwei davon befinden sich noch immer irgendwo hier.
Speaker 0: Er machte eine ausladende Handbewegung, die den ganzen Verkaufsraum mit einschloss.
Speaker 0: Dieser hier mit Drachenherzfaser, zehn, drei Viertel Zoll, unflexibel.
Speaker 0: Und also dieses Holz, das hätte ich... Am wenigstens bei ihnen erwartet.
Speaker 0: Sie scheinen, verzeihen sie er, nicht der Typ.
Speaker 0: Kirsch oder Rosenholz hatte für Hermine extravagant geklungen, irgendwie nach Lippenstift und Sexappeal, etwas, was sie in ihren Augen nicht besaß und nie besitzen würde.
Speaker 0: Welche Frau oder welches Mädchen würdischen auf die Idee kommen, ihre Hasenzähne auch noch zu betonen, indem sie einen roten Kreis herumzog.
Speaker 0: Doch Lunder klang doch eigentlich ausgesprochen normal.
Speaker 0: Sie konnte nicht nachvorziehen, weswegen der alte Zauberstabmacher sich so genierte.
Speaker 0: Wofür steht dieses Holz denn, wollte sie wissen.
Speaker 0: Wiederwand Oliwender sich sichtlich.
Speaker 0: Man erzählt sich Geschichten über diese Zauberstäbe.
Speaker 0: Es heißt, dass Holunderholz-Stäbe nur von ganz außergewöhnlichen Persönlichkeiten beherrscht werden können, denen – ich wage es kaum auszusprechen – hier unterbrachte Zauberstabmacher sich selbst und kratzte sich noch heftiger im Nacken.
Speaker 0: denen ein ganz besonderes Schicksal vorhergesagt wird.
Speaker 0: Innerlich säuft's der Hermine genervt auf.
Speaker 0: Vorhergesagt wird.
Speaker 0: Allein schon dieses Wort brachte sie geht es mal auf die Stechpalme.
Speaker 0: Was für ein Unsinn.
Speaker 0: Und das wissen sie genau.
Speaker 0: Ich meine, für mich klingt das ziemlich nach Hörensagen.
Speaker 0: Das weiß ich so genau, wie ich weiß, dass man auf einem Hart-Riegel-Zauberstab nicht herumkauen sollte.
Speaker 0: Gab Olivander ebenso würdevoll wie deutlich zurück.
Speaker 0: Aber wer sagt denn sowas, bohrte Hermine, die noch immer zweifelte weiter?
Speaker 0: Nicht zufällig eine gewisse Professor Trelawney aus Hogwarts, oder?
Speaker 0: Der Grimm, sagt ihn an das was?
Speaker 0: Der große, schwarze, böse Grimm?
Speaker 0: Ollivander blinzete verständnislos, dann sagte er, es gibt keine Professor Trelawney in Hogwarts miss.
Speaker 0: Wie war noch gleich ihr Name?
Speaker 0: Perlman, Sir, Jean Perlman.
Speaker 0: Scheiße, schallte Hermine sich selbst.
Speaker 0: So viele Fettnäppchen kann man gar nicht aufstellen, dass du da nicht reintrittst.
Speaker 0: Gut, dass ich den grauen Kahl ohne Namen zum Aufräumen mit dabei habe.
Speaker 0: Nun, Miss Pearlman, erklärte Ollivander ihr so langsam und bedächtig, als spreche er mit einer geistig Minderbemittelten.
Speaker 0: Sie verwechseln da was.
Speaker 0: Es gab zwar mal eine berühmte Seherin dieses Namens, aber das war im vorherigen Jahrhundert und sie lehrte an keiner Schule.
Speaker 0: Das mit dem besonderen Schicksal, da behandelt es sich um altes Wissen von Generation zu Generation weitergereicht und somit bis in unsere Gegenwart überliefert.
Speaker 0: Demnach soll Hollunder Unglück magisch anziehen.
Speaker 0: Sein Zauber ist in dess ein Über ausmächtiger.
Speaker 0: Hexen, die von einem Zauberstab aus Hollunderholz ausgewählt wurden, sollen über außergewöhnliche Kräfte verfügen.
Speaker 0: Er zog ein Stück Pergament aus seiner Brusttasche hervor und notierte mit seinem Zauberstab etwas darauf, bevor er es wieder wegsteckte.
Speaker 0: Sie sind gewissreien Blüterin?
Speaker 0: Hermine drehte sich nach ihrem Wachhund in der Ecke um.
Speaker 0: Er würde es schon richten, selbst wenn sie Olivander weiterhin Quatsch erzählte, von Sybil Trelawney beispielsweise, oder dass sie von Maß kam und ganz dringend einen Zauberstab rauchte, weil dort oben keine Bäume wuchsen.
Speaker 0: Ganz im Gegenteil, meine Eltern sind beide Muggel.
Speaker 0: Ihr Gegenüber erbleichte, das konnte sie selbst in diesem düsteren Geschäft eindeutig erkennen.
Speaker 0: Das, das kann nicht stimmen.
Speaker 0: Keine Muckelgeborene, die hier einen Zauberstablerben betreten hat, ist mit einem Holunderholzstab in der Hand wieder hinausgegangen, weder hier noch sonstwo in Europa oder der ganzen Welt.
Speaker 0: Tja, dann bin ich wohl die erste, meinte Hermine Bemühtsalopp, doch ihre Nervenenden überall am Körper vibrierten noch immer vor Erregung.
Speaker 0: Es fühlte sich gut an, etwas Besonderes zu sein, auch mit ruinierte Frisur und Hasenzähnen.
Speaker 0: Über was für Kräfter reden wir denn hier?
Speaker 0: Und warum gerade Hexen?
Speaker 0: Gilt dasselbe nicht auch für Zauberer?
Speaker 0: Oliwende Reusperte sich umständlich und begangen mit etwas fahrig wirkenden Schlenkern seines Zauberstabes, die letzten verbliebenen Schachteln mittels schwebe Zauber zurück in die Regale zu befördern.
Speaker 0: Mehrere Kartons eckten irgendwo an und zwar stürzten sogar zu Boden, doch der Ladenbesitzer schien es gar nicht zu bemerken.
Speaker 0: Schwerlich.
Speaker 0: Nicht was dieser eine besondere Gabe betrifft, die sich meist erst später im Leben zeigt.
Speaker 0: Sie sind noch sehr jung, Miss Pearlman.
Speaker 0: An ihrer Stelle würde ich dem Gerede keine Beachtung schenken und alles auf mich zukommen lassen.
Speaker 0: Welchen Gerede, Mr.
Speaker 0: Olivander?
Speaker 0: Über welche Gabe?
Speaker 0: Verflucht, warum ließ der eben noch so mütternungsfreudige Zauberstabmacher sich jetzt plötzlich alles aus der Nase ziehen?
Speaker 0: Wie, schon so spät, rief Garrick Ollivander plötzlich aus.
Speaker 0: Übertrieben laut, wie Hermine fand, die einmal mehr zusammenzuckte, was sie aber nicht einmal ansatzweise solch ein süßes Ziehen im Leib bescherte wie noch fünf Minuten zuvor.
Speaker 0: Und schaute auf die alte Schwarzwälder Kuckucks Uhr über der Eingangstüre.
Speaker 0: Das tut mir jetzt furchtbar leid für Ärteste, aber ich habe es ihnen ja gesagt.
Speaker 0: Mein Termin.
Speaker 0: Ihr Begleiter wird die Rechnung freundlicherweise begleichen, ja?
Speaker 0: Leben sie wohl und passen sie gut auf diesen Stab auf.
Speaker 0: Besser als auf ihren Letzten.
Speaker 0: Mit diesen Worten eilte Hermine voraus zur Tür, riss diese geradezu auf, sodass das altmodische Glöckchen darüber heftigst zu bimmeln begangen und hielt sie ihr dann voll falscher Höflichkeit auf.
Speaker 0: Der Mann war froh, sie loszuwerden.
Speaker 0: Sie war zwar erst vierzehn, doch ihre Menschenkenntnis reichte hierfür vollkommen aus.
Speaker 0: Eine letzte Frage, Sir, sagte Hermine Atemlos.
Speaker 0: Wissen Sie, ob es sein kann, dass zwei Zauberer von der gleichen Art von Zauberstab außerwelt werden?
Speaker 0: Ich kenne einige Zwillinge, und selbst die haben unterschiedliche Zauberstäbe.
Speaker 0: Das passiert, erwiderte Ollivander kurz angebunden.
Speaker 0: Aber selten.
Speaker 0: Energisch schub er sie aus dem Laden hinaus auf die Straße, Und Hermine konnte durch die Butzenscheiben, der sich direkt vor ihrer Nase schließenden Tür beobachten, wie der unscheinbare Zauberer aus seiner Ecke nach vorn zum Tresenschritt, etwas aus derselben Umhänge innen Tasche, die auch das Glas mit dem Flow-Pulver enthalten hatte, zog und eine beträchtliche Anzahl an Galeonen auf den Verkaufsdresen legte, hinter dem Oliwender sich jetzt wieder eingefunden hatte.
Speaker 0: Sie konnte nicht sehen, ob ihr seltsame Begleiter seinen Zauberstab überhaupt in der Hand hielt, da er mit dem Rücken zu ihr stand und sein Umhang seine Arme verdeckte.
Speaker 0: Garrick Oliver in das Blick wurde jedoch für eine Zehntelsekunde ausdruckslos, wie bei einem Tick, nachdem er das Geld in die Kasse gelegt und Wechselgeld herausgegeben hatte.
Speaker 0: Dann sah Hermine, wie er den Mann vor sich geschäftsmäßig anlächerte und verabschiedete.
Speaker 0: Was bei Merlins ältester Feinrippen unter Hose.
Speaker 0: hat er mir denn damit sagen wollen, sagte Hermine mehr zu sich selbst als ihrem grauen Begleiter, als dieser wieder draußen neben ihr auf der Gasse im Nieselregen stand.
Speaker 0: Damit bezog sie sich auf das seltsame, sich umherwindendes Zauberstabmacher, das dem Verhalten eines Flupperwurms nicht ganz unähnlich gewesen war.
Speaker 0: Trotz oder gerade wegen ihres Kraftausdrucks zuckte der Mann im grauen Umhang nur kurz mit den Achseln und wies als Nächstes mit seinem Zauberstab stumm in Richtung Gringots, der Zauberer Bank.
Speaker 0: Hermine war sichtlich erfreut, denn wie es aussah, war ihr Ausflug noch nicht beendet.
Speaker 0: Aber natürlich, sie brauchte Geld, und die Bank öffnete erst um neun ihre Pfoten.
Speaker 0: Beherz stiefelte sie los, immer im Schlepptau des Vöggismis.
Speaker 0: Wie hatte sie nun annehmen können, dass Elvis Dumbledore sich einfach so zurückgezogen hatte, ohne wenigstens die grundlegendsten Dinge für sie zu regeln.
Speaker 0: Im Innern der Bank präsentierte ihr rätselhafter Schatten, dem am nächsten bei der Tür sitzenden Kobold einen Schlüssel Und er und Hermine wurden umgehend mit Analoere zu dem entsprechenden Verlies gebracht.
Speaker 0: Von dem Hermine-Annamen, das es der Schule gehöre, und das Harry-Schneimer mit Hagrid hier gewesen war.
Speaker 0: Wie viele Galionen der graue Zauberer ihm entnahm, konnte sie nicht sehen, doch es klimperte danach, vernämlich in seinen Taschen.
Speaker 0: Als sie wieder auf der Straße standen und Hermine darüber nachdachte, was jetzt wohl aus ihrem eigenen Miniverlies im ersten Untergeschoss der Bank werden würde, Es lag ohnehin nicht viel darin, doch ihre Eltern hatten einiges an Muggelgeld für sie getauscht.
Speaker 0: Wie ist der Vergiss mich, ihr erneut mit seinem Zauberstab den Weg?
Speaker 0: Fast alle Geschäfte schienen jetzt geöffnet zu haben.
Speaker 0: Auch die Winkelgasse hatte sich in Hermines Augen nicht großartig verändert, obwohl sie auf dem zweiten Blick feststellte, dass es ein paar der Geschäfte, die sie und Ron am letzten Tag im August besucht hatten, in der jetzigen Gegenwart noch gar nicht gab.
Speaker 0: Qualität für Quidditch befand sich jedoch an seinem angestanden Platz und dasselbe galt für Madame Markins und Flawish und Lotz.
Speaker 0: Fast vergass sie den neuen Zauberstab in der Innentasche ihres ebenfalls neuen, warmen Umhangs, während sie durch die geschäftige Gasse schlenderte.
Speaker 0: Nun ja, sie selbst versuchte zu schlendern, doch der Vergiss mich trieb sie immer wieder mit ungeduldigen Gesten zur Eile an, seinen Zauberstab teilweise wie einen Hirtenstab schwingend, Während Hermine das Blökende scharf war, das es weiterzutreiben galt.
Speaker 0: Auch gab er ihr nicht das Geld, sondern bezahlte selbst für den Kessel, die Zaubertrankzutaten, ein paar Bücher und Kleinkram wie Federn, Tinte und Pergament.
Speaker 0: Dinge, die sie nicht mehr besaß, aber im Unterricht benutzen musste.
Speaker 0: Als sie die magische Managerie entdeckte, wurde Hermine's Herz zentner schwer.
Speaker 0: Wo war bloß Krumbein abgeblieben?
Speaker 0: Hoffentlich in der Zukunft, zusammen mit Ron und Harry.
Speaker 0: Und auch wenn Ron bestimmt keinen Finger krumm machen würde, um sich das Kart das anzunehmen, wegen seiner alten vergibten Ratte, so setzte sie doch all ihre Hoffnungen auf Harry.
Speaker 0: Wenn krummbein überhaupt noch bei ihnen war, ihr Herz hoffte es, doch ihr Verstand erzählte ihr etwas anderes.
Speaker 0: Ich habe ihm nicht die Kette umgelegt.
Speaker 0: Am liebsten hätte sie dem emsigen, effizienten Kerl, der ständig hinter oder neben ihr herlief und sie zu Eile antrieb, ein Bein gestellt.
Speaker 0: Es war langes Wochenende, kein Grund zu hetzen.
Speaker 0: Die Winkelgasse füllte sich stetig.
Speaker 0: Klar, nach dem Feiertag mussten die Leute ihre Vorräte auffüllen.
Speaker 0: Aber der graue Mann ließ ihr noch nicht einmal Zeit, sich ordentlich umzusehen.
Speaker 0: Bei Flourish und Blotz machte Hermina an einem Zeitungsständerhalt, während er die Bücher für sie kaufte.
Speaker 0: Sie versuchte, so viele von den Überschriften in sich aufzusaugen wie nur möglich, doch dieser so absolut unauffällige Kerl schaffte es seltsamerweise immer als erster Bedient zu werden.
Speaker 0: Wie machte er das nur?
Speaker 0: Sicher war der Magie mit dem Spiel, mit seinem gräulichen Äußeren und dem fehlenden Charme wickelte der sicher keine von den Verkaufshexen um den Finger.
Speaker 0: Die Artikel aus dem Tagespropheten, die Hermini überflog, hatten wen wundert es, vor allem den Krieg zum Thema.
Speaker 0: Wieder schämte sie sich dafür, nicht schon viel früher begriffen zu haben, wie es um die magische Welt außerhalb von Hogwarts bestellt war.
Speaker 0: Sie, die sich immer für die Geschichte der Zauberei interessiert hatte, hatte über ihrem eigenen Drama völlig vergessen, sich in die Zeit, in der sie gelandet war, auch mit ihrem Grips hineinzuversetzen, nicht bloß mit ihrem Gefühl.
Speaker 0: Was mochte sie noch alles übersehen haben?
Speaker 0: Aber bei näherem Menachdenken ging er auf, dass er gar nicht richtig möglich gewesen war, ihr neues Umfeld richtig wahrzunehmen.
Speaker 0: Zu viel anderes Aufregendes war mit ihr passiert.
Speaker 0: Für den Kultur-Schock war noch eine Menge Zeit.
Speaker 0: Jetzt musste sie erst mal den eigenen Schock verdauen, was schlimm genug war.
Speaker 0: Am liebsten hätte sie sich jetzt in Florine Fortes Cues Eissalon gesetzt, anstatt durch die Geschäfte zu hetzen und diesmal kein Eis, sondern eine heiße Schokolade bestellt.
Speaker 0: Gegen das nasskalte Wetter und um darüber nachzudenken, was vorhin in Ollivendas Zauberstabladen eigentlich wirklich passiert war.
Speaker 0: Doch der Gedanke, mit dem durch und durch grauen Mann an ihrer Seite Eisessen zu gehen, war einfach lächerlich.
Speaker 0: Zumal es kein graues Eis gab, nicht mal bei Mr.
Speaker 0: Fortes Q. Doch dann sah Hermine aus den Augenwinkeln das Ladenschild mit der einen langen roten Haarsträhne und der auf- und zuschnappenden Schere daneben.
Speaker 0: Das Hexenhaar, so hieß der Friseursalon, der es anscheinend nicht bis in die neunziger Jahre geschafft hatte.
Speaker 0: Egal.
Speaker 0: Hermine brauchte jetzt handwerkliche Kompetenz, nicht erst in zwanzig Jahren.
Speaker 0: Hermine fragte ihren grauen Schatten gar nicht erst, ob er es sich vorstellen könnte, Geld für die äußere Erscheinung seines Schützlings auszugeben.
Speaker 0: Sie bog einfach scharf nach rechts ab und betrat hastig das Friseurgeschäft.
Speaker 0: Da hatte der ihr wohl oder übel zu folgen.
Speaker 0: Dumbledore musste einfach gewisse Vorkehrungen getroffen haben, was sie betraf.
Speaker 0: Das merkte man ja schon allein daran, dass er sie zu Oliwenda geschickt hatte.
Speaker 0: Und zu Gringots.
Speaker 0: Wenn der Schuldirektor wollte, dass sie sich unterm Radar bewegte, wie er es ausgedrückt hatte, würde er ihr sicher auch keinen neuen Haarschnitt verwehren.
Speaker 0: Denn so, wie sie jetzt aussah, würde sie sich zum Gespött der Schule machen.
Speaker 0: Das war so sicher wie ein Henke-Punk im Sumpf.
Speaker 0: Den Vergiss mich, um Hilfe zu bitten, hatte kein Zweck, da ihr die Haare auf höchst unmagische Weise abhandengekommen waren.
Speaker 0: Haare wachsen zu lassen, war ähnlich wie Knochen, sich neu bilden zu lassen.
Speaker 0: Dafür brauchte man einen bestimmten Zusatz zur magischen Grundausbildung.
Speaker 0: Die Ladeninhaberin Eine Hexe in den Dreißigern, mit leicht schräg stehenden Augen und einem rostroten Haarschopf, voller Schleifchen und Spangen, die während der Arbeit drubels besten Blas-Kaugumikaute, wollte Hermine einen Termin für den kommenden Nachmittag geben.
Speaker 0: Doch als diese die Kapuze ihres Umhangs zurückschlug, die sie sich wegen ihres Malleurs tief ins Gesicht gezogen hatte, quollen ihrem Gegenüber die Augen aus den Höhlen wie bei einem Hauselfen.
Speaker 0: Zum Glück hatte der Vergiss mich vor dem Betreten der Bank wenigstens die Bäule an ihrer Stirn verschwinden lassen.
Speaker 0: Bei Merlin's Meter langer Mathe keuchte die Frisexe und schlug sich gleich darauf eine Hand vor den Mund.
Speaker 0: Lass mich raten, Kleine!
Speaker 0: Da ist der Harwuchs Zauber aber ganz schön nach hinten losgegangen, was?
Speaker 0: Sie hob die Stimme und wandte sich an die Linke ihrer zwei Kundinnen.
Speaker 0: Schaust ihr nur an, Augusta!
Speaker 0: Sieht das nicht furchtbar aus!
Speaker 0: Die so angesprochene, eine Hexe um die sechzig, saß unter einer freischwebenden Wärmehaube und blätterte in der Hexenwoche.
Speaker 0: Sie hatte kaum aufgesehen, als Hermine nebst Begleitung den Laden betrat.
Speaker 0: Doch jetzt starte auch sie das Mädchen mit dem Kesselschnitt an, mitleidig mit der Zunge schnalzend.
Speaker 0: Ja je, das ist ja wie beim Zersplintern.
Speaker 0: Schrecklich.
Speaker 0: Aber man kann einfach nicht weggucken.
Speaker 0: Armesding.
Speaker 0: Nimm sie gleich als nächstes dran, die wartu ihr den Gefallen.
Speaker 0: Eine dritte Frau saß im rechten Friseurstuhl.
Speaker 0: Den langen schwarzen Stränen auf dem Lenoliumboden nachzuurteilen, hatte sie gerade eine vollkommen neue Frisur verpasst bekommen.
Speaker 0: Um ihren Kopf herum rotierte ein Zauberstab, der ihr mittels Blaszauber, die noch feuchten Haare trocken füllte.
Speaker 0: Sie nickte Hermine nur kurz zu, Dann widmete sie sich wieder dem Tagespropheten, den sie mit beiden Händen festgreifen musste, damit der eifrig umherwirbelnde Zauberstab ihn nicht zu Boden wiede.
Speaker 0: Da Hermine ihre Haarsträubende Geschichte natürlich nicht zum Besten geben konnte, nickte sie nur unglücklich, zog die Nase hoch, als wollte sie gleich in Tränen ausbrechen.
Speaker 0: Die rothaarige Diva spitzte die Lippen.
Speaker 0: Das kann man schlecht so lassen, da haste schon rechte Augusta.
Speaker 0: Sie zögerte kurz.
Speaker 0: Gut, du bist also als Viertes dran, Mädchen.
Speaker 0: Kann aber eine Weile dauern.
Speaker 0: Nummer drei ist nämlich noch gar nicht da.
Speaker 0: Dann erst registrierte die Friseurinnenhexe den grauen Zauberer, der still und stumm an Hermine's Seite stand und runzete leicht die Stirn.
Speaker 0: Sie gehören zusammen?
Speaker 0: fragte sie neugierig.
Speaker 0: Offenbar hielt auch sie Hermine und den Vergiss mich für eine ziemlich seltsame Kombination.
Speaker 0: Ja.
Speaker 0: sagte Hermina ein wenig zu schnell und fest hätte sie ein Leider hinzugefügt.
Speaker 0: Es wäre ihr Lieber gewesen, allein in dem engen, stickigen Friseursalon zu sitzen, wo es nach Kräuterschampo und Farbenroch und zu warten, bis sie an die Reihe kamen.
Speaker 0: Egal ob Frisexen oder Muckelfriseurinnen, sie hatte den Eindruck, dass die einen wie die anderen oft ziemlich neugierig waren.
Speaker 0: Wahrscheinlich guckte ihr wach und deswegen etwas unwirsch.
Speaker 0: Dambildor musste dem guten Mann jedoch eingeschäft haben, Hermine nur ja nicht aus den Augen zu lassen.
Speaker 0: Die Frisexe und ihre ältere Kundin unterheten sich über das geräuschvolle Surren des Föhnstabs hinweg, als würden sie sich schon lange kennen.
Speaker 0: Er nicht noch zu jung dafür, sich so fest zu binden.
Speaker 0: Ich meine, wir leben schließlich nicht mehr in den Fünfzigern.
Speaker 0: Man muss da doch immer noch unbedingt sofort heiraten.
Speaker 0: Ein nettes Mädchen, seine erste.
Speaker 0: Wer bin ich denn, sie aufhalten zu wollen?
Speaker 0: Vielleicht wirst du ja bald schon Großmutter, was meine Liebe?
Speaker 0: Schlechter Zeitpunkt, hat sie gemeint, wegen du weißt schon was.
Speaker 0: Die schwarzhaarige, ganz rechts außen, beäugte Hermine durch den Spiegel hindurch kritisch und reusperte sich dann übertrieben laut, woraufhin die beiden anderen Frauen sofort verstummten.
Speaker 0: Eine Weile war nur, der noch immer luftpumpende Zauberstab zu hören, dann machte Diva eine Kaugummiblase, ließ sie platzen, und begann dann ein oberflächliches Gespräch über den neuesten Liebestrank, von dem ihr eine andere Kundin erzählt hatte.
Speaker 0: Hermine saß wie auf heißen Kohlen.
Speaker 0: Das Verhalten der Frauen war seltsam, bei genauerem Nachdenken aber auch wieder nicht.
Speaker 0: Niemand kannte sie Hermine hier und sie wusste, dass in den Siebzigerjahren ein Klima des Misstrauns und der Angst unter den Zauberen geherrscht hatte.
Speaker 0: Dass sie von einem Vergiss mich begleitet wurde, trug sich ja auch nicht gerade dazu bei, dass man sich wohl fühlte in ihrer Gegenwart.
Speaker 0: Oder sogar offensprach.
Speaker 0: Auch nicht in einem Friseursalon, wo Klatsch und Tratsch das A und O waren, fast noch wichtiger als das Haareschneiden selbst.
Speaker 0: Die ganze Zeit über überlegte Hermine, wie sie ihren Schatten loswerden konnte.
Speaker 0: Doch ihr wollte einfach nichts einfallen, was wichtig genug für ihn gewesen wäre, sich von ihr loszueisen.
Speaker 0: Sie ignorierte den Vergiss mich also und schnappte sich ein Frisurenmagazin, in dem sich Hexen mit unbändiger, kaskadenartiger Haarpracht im Kreis treten und demonstrativ ihre Mähne schwingen ließen.
Speaker 0: Weniger erschwinglich dagegen waren die Preise für Haarverlängerungen, die ebenfalls angegeben waren.
Speaker 0: Hermine säufzte hingerissen, aber gleichzeitig auch enttäuscht, während sie die Zauberfotos betrachtete.
Speaker 0: Das, was sie hier sah, kam für sie nicht in Frage, weil es erstens zu teuer und zweitens viel zu auffällig war.
Speaker 0: Als die jüngere Kundin sich kurze Zeit später aus ihrem Stuhl erhob, einen prüfenden Blick in den Spiegel warf, bezahlte und schließlich den Laden verließ, bedeutete Diva Hermene mit einem kurzen Blick auf die Uhr, ihren Platz einzunehmen.
Speaker 0: Wer zuerst kommt, mal zuerst.
Speaker 0: Mein zehn Uhr-Termin verspätet sich anscheinend, aber das ist nichts Neues.
Speaker 0: Dann muss sie halt warten, was?
Speaker 0: fragte sie an die ältere Dame gewandt.
Speaker 0: Diese brummte Zustimmend, ohne den Kopf zu heben.
Speaker 0: Die nimmt sich ohnehin viel so viel raus, wenn du mich fragst, obwohl sie noch nicht ganz trocken hinter den Ohren ist.
Speaker 0: Und das Mädchen ist ja nun wirklich ein Notfall.
Speaker 0: Apropos trocken hinter den Ohren, könntest du bitte die Haube etwas runterhexen.
Speaker 0: Das ist heiß wie Drachenatem hier drunter.
Speaker 0: Sicher hat doch meine Liebe!
Speaker 0: Ein wenig peinlich berührt, trippelte Hermine nach vorn und setzte sich neben die ältere Frau, von der die Ladenbesitzerin als Augusta gesprochen hatte.
Speaker 0: Obwohl ihr an diesem Ort so viele verschiedene Düfte um die Nase wehten, meinte die junge Hexe einen leichten Geruch nach Mottenkugeln wahrzunehmen.
Speaker 0: Vielleicht war ihre Sitznachbarin ja auch älter als sie aussah.
Speaker 0: Sie machte jedenfalls einen resoluten Eindruck.
Speaker 0: Ihr Gesicht war faltig, besonders um den Mund herum.
Speaker 0: Aber eher von der Art, als wären diese Falten erst in jungster Zeit entstanden.
Speaker 0: Sorgen falten.
Speaker 0: Ein Blick in den Spiegel zeigte Hermine, dass der Vergiss mich hinter ihr beinahe mit dem hellgrauen Sofa verschmolz, auf dem er saß.
Speaker 0: Die war, stellte sich hinter sie und fing ihren Blick im Spiegel auf.
Speaker 0: Na, was machen wir denn heute?
Speaker 0: fragte sie, als ob Hermine eine ihrer Stammkundinnen wäre.
Speaker 0: Ich hätte gern, begangen diese, unterbrach sich aber gleich selbst wieder.
Speaker 0: Verzeihung, aber hatten sie nicht gerade noch rote Haare?
Speaker 0: Wie haben sie das gemacht, so ganz ohne Zauberstab?
Speaker 0: Der zum Föhn umfunktionierte Stab lag vor Hermine auf der Ablage und hatte sich nicht bewegt.
Speaker 0: Woher kam aber dann so plötzlich das kräftige Algengrün auf dem Kopf der Frau hinter ihr?
Speaker 0: Die Frisexe lächerte stolz.
Speaker 0: Ich bin ein Metamorph Magus, das heißt, ich kann meine Haarfarbe allein durch die Kraft meines Willens verändern.
Speaker 0: Ist erblich, ich hab's von meiner Oma.
Speaker 0: Heißen tu ich übrigens Diva.
Speaker 0: Ah, ja, das hab ich mitgekriegt, meint der Hermine ein wenig verwundert.
Speaker 0: Auch wenn sie sich schon seit über zwei Jahren in der magischen Welt bewegte und sich dort auch zu Hause führte, vermochten manche Dinge und Wesen sie noch immer zu überraschen.
Speaker 0: Äh, angenehm, Jean.
Speaker 0: Die Länge meiner Haare kann ich leider nicht beeinflussen, fuhr Diva schulterzuckend fort.
Speaker 0: Und auch sonst nix an meinem Körper, was echt schade ist, sie kicherte.
Speaker 0: Aber wenn einer Kundin eine bestimmte Farbe vorschwebt, kann ich sie ihr gleich vorführen.
Speaker 0: Das macht manches leichter.
Speaker 0: Dann widmete sie sich wieder ganz ihrer Kundin.
Speaker 0: Lang, ganz ohne Frage.
Speaker 0: Schulter lang, würde ich sagen.
Speaker 0: Nix auffällig ist von der Farbe her.
Speaker 0: Auch nicht so dunkel.
Speaker 0: Ich hatte Schulter langes Haar.
Speaker 0: Unterbrach Hermene, die war's wohl gemeinte Ratschläge.
Speaker 0: Und würde gern mal was Neues ausprobieren.
Speaker 0: Außerdem kann ich mir leider keine Haarverlängerung leisten.
Speaker 0: Ich gehe noch zur Schule.
Speaker 0: Die war nickte.
Speaker 0: Hab deinem Schulumhang gesehen, will ja gar nicht neugierig sein, aber wie kunst, dass du nicht in Hogwarts bist, Kleine?
Speaker 0: Hinter Hermine reusperte sich der Vergiss mich und rutschte auf seinem grauen Sofa herum.
Speaker 0: Er hatte sich den Tagespropheten der Schwarzharigen geschnappt und sich dahinter verschanzt.
Speaker 0: Ein kleiner Unfall, sagte Hermine kurz und bündig und deutete auf ihr verschnittenes Haar.
Speaker 0: Halloween Scherz, ich brauche erste Hilfe.
Speaker 0: Verstehe, meinte Diva und nickte wieder.
Speaker 0: Als sie übrigens glückt, dass ich heute Vormittag überhaupt aufgemacht habe, wurde gewissermaßen dazu gedrängt.
Speaker 0: Sie und Augusta warfen sich einen kurzen Blick zu und beide säufzten.
Speaker 0: Also meinte sie dann, was hast du dir denn vorgestellt?
Speaker 0: Hermine erklärte es ihr, so gut sie konnte.
Speaker 0: Jetzt schüttelte Diva verwundert den Kopf.
Speaker 0: Damit wirst du aber schon auffallen, ich hoffe, ihr ist das klar.
Speaker 0: Ich kenn keine Hexe mit kurzen Haaren, die nicht mindestens siebzig ist.
Speaker 0: Sogar Augusta hier trägt ihr Haar noch lang.
Speaker 0: Außerdem solltet dein Haarschnitt ein bisschen von, äh, nix für ungut, von deinem Überbiss ablenken, und das ist bei kurzen Haaren schwierig.
Speaker 0: Ich hab keinen Überbiss, gab Hermine beleidigt zurück.
Speaker 0: Meine Vorderzähne sind etwas zu lang, das ist alles.
Speaker 0: Und jetzt, da sie sozusagen elternlos war, würde sich daran vielleicht auch niemals etwas ändern.
Speaker 0: Aller spätestens zum achtzehnten Geburtstag hätte sie sich von ihrem Vater eine Zahnkorrektur gewünscht, doch ob daraus noch etwas werden würde, stand in den Sternen.
Speaker 0: Oder im Cafésatz.
Speaker 0: Vielleicht lohnt es sich allein deswegen schon, Wahrsagen noch einmal eine Chance zu geben.
Speaker 0: – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – Hermine säufzte.
Speaker 0: Die Situation war einfach zu vertrakt.
Speaker 0: Sie wollte auf gar keinen Fall wieder so aussehen wie vorher.
Speaker 0: Niemand sollte sich an sie erinnern, falls es ihr Gelänge bald wieder in ihre Zeit zurückzukehren.
Speaker 0: Solang sie aber nicht genau wusste, wie Zeit in ihrem Fall funktionierte, musste sie sehr, sehr vorsichtig sein.
Speaker 0: Sich jetzt von der Masse abzuheben, war wahrscheinlich aber auch nicht besonders klug.
Speaker 0: Was sie brauchte, war ein absolut unauffälliger, nicht zu hässlicher Haarschnitt.
Speaker 0: Ungefähr wie bei dem Typen hinter ihr.
Speaker 0: Sie wollte Diva gerade dahingehend instruieren, als die Tür des Friseursalons mit einem Ruck aufgerissen wurde.
Speaker 0: Ein spürbarer Schwall feucht kalter Luftwete herein.
Speaker 0: Hermine, die eben noch im Spiegel die Frisur ihres Vergissmichts studiert hatte, sein grauer Zylinder lag neben ihm auf dem Boden, nahm seine Reaktion als erstes wahr.
Speaker 0: Er fuhr zusammen und das heftig.
Speaker 0: Der sonst so nicht sagend aussehende Mann wirkte mit einem Mal alarmiert, was Termines empfinden nach jedoch weniger mit dem überfallartigen Auftauchen des Neuankömlings einer noch recht jungen blonden Hexe zusammenhängen, sondern eher mit der Person an sich.
Speaker 0: Seine Blicke flogen in rascher Abfolge zwischen ihr und Hermine hin und her, als befände er sich als Zuschauer bei einem Tischtennis-Turnier.
Speaker 0: Ganz eindeutig war ihr Begleiter beunruhigt, deshalb sah Hermine nach links und musterte die Blonde im Spiegel.
Speaker 0: Sie war Anfang zwanzig, ganz hübsch eigentlich, mit hoch aufgetümmter Haarbracht, aus der sich ein paar vorwitzige Locken gelöst hatten und ihr, wohl eher ungewollt, Kek ins spitze Gesicht fielen.
Speaker 0: Sie wirkte ziemlich abgehetzt.
Speaker 0: Die mit Juwelen besetzte Brille saß ihr schief auf der Nase und war im Gegensatz zu Hermine's runden Modell wie ein Schmetterling geformt.
Speaker 0: Über ihrer Schulter baumelte eine aus allen Nähtenplatzende an den Kanten ziemlich abgewetzte Krokodil-Lederhandtasche aus der bündelweise angefeuchtetes Pergament hervorquoll, dazu mehrere Bücher.
Speaker 0: Ein halbes Dutzend verschiedene Schreibfedern steckten in einem Seitenfach, von denen eine giftig Grüne geradezu zu vibrieren schien.
Speaker 0: Hermine zählte des Weiteren zwei Pfauen, eine Phönix und mindestens eine Schwanfeder.
Speaker 0: Bei Merlin spart.
Speaker 0: was für ein ekelhaftes Wetter, aber so typisch für London.
Speaker 0: Morgen saufen wir garantiert alle ab, sage ich euch.
Speaker 0: Und mein Imperius Zauber hat nicht richtig gewirkt.
Speaker 0: Meine ganzen Notizen und Mitschriften sind nass.
Speaker 0: Ach was, nass, völlig durchweicht sind sie, nicht mehr zu gebrauchen.
Speaker 0: Wie soll ich das bloß wieder richten?
Speaker 0: Die Frist für die Abendausgabe fliegt mir davon, ihr wisst schon.
Speaker 0: Die Blondine holte einmal kurz Atem und nickte anschließend sofort einen theatralischen Stoßseufzerk in Himmel.
Speaker 0: Dieses Volontariat verlangt einem aber auch einiges ab.
Speaker 0: Hallo Augusta, länger nicht gesehen, wie geht's deinem Frank?
Speaker 0: Du musst mir unbedingt etwas von dieser geheimnisumwitterten Gesellschaft erzählen, von der man gerade überall munkelt.
Speaker 0: Eben schon wieder im tropfenden Kessel.
Speaker 0: Ich frage mich, was es damit auf sich hat.
Speaker 0: Aber keiner lässt so richtig was raus.
Speaker 0: Gut also, dass ich ausgerechnet dich hier treffe.
Speaker 0: Die ältere Hexe verzog ihren Mund zu einem schmalen Strich, was die Blonde im Spiegel hätte sehen können, hätte sie nicht gerade so hektisch in ihrer übervollen Tasche gewühlt.
Speaker 0: Können wir anfangen, Diva?
Speaker 0: Dann erst sah sie zum ersten Mal richtig auf und bemerkte, dass beide Friseurstühle besetzt waren.
Speaker 0: Auf ihrer glatten Stirn bildete sich eine steile Falte.
Speaker 0: Also wirklich, Divergentscher, schnappte sie pikiert.
Speaker 0: Ich hatte dir doch extra gesagt, dass es eilt.
Speaker 0: Ich muss um halb zwölf wieder in der Redaktion sein oder der Herausgeber Avada Kedavrat mich.
Speaker 0: Und für dieses Interview mit dem Minister muss ich einfach wie aus dem Ei gefällt aussehen.
Speaker 0: Das ist dir doch klar, oder?
Speaker 0: Die war wirkte ebenso wie Augusta nicht gerade glücklich über das Erscheinen dieser hyperaktiven Hexe.
Speaker 0: Jetzt hol doch erst mal Luft, Rita, meinte sie gereizt.
Speaker 0: Du hattest deinen Termin um zehn und gleich ist es viertel nach, also bist du selber schuld.
Speaker 0: Ja, ja, ich weiß, du hältst dich und deine Schreiberei für unheimlich wichtig, fuhr sie der anderen über den Mund, die gerade zu einer empörten Erwiderung ansetzte.
Speaker 0: Aber ich kann nicht alle zwei Wochen um sich herumtanzen wie in der Walpurgis Nacht.
Speaker 0: Augusta, hier braucht nur ungefähr fünf Minuten, dann kann ich dir schon mal die Vela-Packung draufmachen.
Speaker 0: Aber ich scheuche jetzt keinen hoch.
Speaker 0: Setz dich bitte zu dem Herrn aufs Sofa und kümmere dich meinetwegen um deine Unterlagen.
Speaker 0: Ich mach so schnell wie's geht, aber ich kann nicht hexen.
Speaker 0: Demonstrativ schnippte Diva mit ihrer Schere herum.
Speaker 0: Die sogenannte Rita zog einen Flunsch wie eine eingeschnappte Zehnjährige, schälte sich dann aber brav aus ihrem smaraktgrünen Umhang und warf ihn über den Kleiderständer neben dem Sofa, wobei ihr Blick auf Hermines Begleiter fiel, der sich hinter seiner Zeitung versteckt hatte.
Speaker 0: Ihre gekränkte Eitelkeit, wiech Neugierde, das war deutlich zu sehen.
Speaker 0: machte sie dann in triumphierendem Tonfall und Termine, die die Ankunft der mitteilsamen jungen Frau mit einem gewissen Argwohn verfolgt hatte, bespürte plötzlich den dringenden Wunsch nach Harrys Unsichtbarkeitsumhang.
Speaker 0: Wenn hier nicht jemand was zu verbergen hat!
Speaker 0: Kapitel thirty-two Eine Haar sträubende Verwandlung.
Speaker 0: Bei diesen Worten stellten sich Hermines noch nicht geschnittenen Nackenhaare auf.
Speaker 0: Instinktiv spürte sie, dass von dieser Frau, die sie nicht kannte, eine Bedrohung für sie ausging, obwohl sie noch nicht genau hätte sagen können, worin diese bestand.
Speaker 0: Die Reaktion des Vergissmichts war ihr jedoch Bestätigung genug.
Speaker 0: Gerade überlegte sie, ob sie irgendetwas sagen, irgendetwas tun sollte, als ihr unverhofft die wahr zur Hilfe kam.
Speaker 0: Es reicht, Rita, sagte dieser Streng.
Speaker 0: Ich will nicht, dass du meine Kunden belästigst.
Speaker 0: Setz dich um Merlins Willen einfach hin und halte eine Rand, ja?
Speaker 0: Ich sagte schon, ich mach so schnell, ich kann, damit du frisch frisiert und pünktlich deinem Interviewtermin nachkommen kannst.
Speaker 0: Also tu mir den Gefallen und bring keine Unruhe rein, klar?
Speaker 0: Die Blonde lese ich wieder strebend auf dem Sofernieder und dann saßen sie unter graue Zauberer Seite an Seite und beäuten sich gegenseitig misstrauisch im Spiegel an der gegenüberliegenden Wand.
Speaker 0: Niemand sagte ein Wort.
Speaker 0: Auch Augusta hielt sich zurück.
Speaker 0: Kurze Zeit später waren ihre Haare zur Gänze getrocknet.
Speaker 0: Diva nahm die Trockenhaube fort und die alte Dame erhob sich echtstens aus ihrem Stuhl, wobei Hermine sehen konnte, dass sie größer war, als es den Anschein gehabt hatte.
Speaker 0: Darauf hindern die Frauen namens Rita augenblicklich neben Hermine Platz und zog das rollbare Waschbecken zu sich heran.
Speaker 0: Ich habe übrigens nichts dagegen, wenn Diva sich erst um sie kümmert, sagte Hermine scheinbar großmütig.
Speaker 0: In Wahrheit führte sie sich neben der übereifrigen Blondine nicht wohl.
Speaker 0: Etwas sagte ihr, dass es sicherer wäre, diese so schnell wie möglich loszuwerden.
Speaker 0: Die Ladenbesitzerin wollte protestieren, doch Rita kam ihr zuvor.
Speaker 0: Genau so sollte es sein.
Speaker 0: Ich bin wirklich sehr in Eile und außerdem hatte ich einen Termin.
Speaker 0: Ich schreibe für den Tagespropheten, musst du wissen, Süße.
Speaker 0: Die Reporterin redete ziemlich von oben herab und ohne sich zu bedanken mit Termine, obwohl sie selbst noch ziemlich jung war.
Speaker 0: Das musste Augusta ihr auch so gleich unter die Nase reiben.
Speaker 0: Rita, sagte sie leise säufzend, du bist Volontärin.
Speaker 0: Ich kann ja verstehen, dass du dich beim Propheten unersetzbar machen willst.
Speaker 0: Aber es gibt Dinge, über die du tun liest, nicht schreiben solltest in diesen Zeiten.
Speaker 0: Du weißt, warum.
Speaker 0: Aber es ist wichtig für meine Leser, er eiferte sich die junge Journalistin.
Speaker 0: Wenn es im Kampf gegen du weißt schon, wen hilft dann, ist es ein Grund mehr, darüber stillschweigend zu bewahren.
Speaker 0: sagte Augusta mit ernster Stimme.
Speaker 0: Ihre Worte überraschten Hermine.
Speaker 0: Augusta war ihr bis hierhin genau wie Diva eher einfältig vorgekommen, doch wahrscheinlich war sie einfach nur vorsichtig.
Speaker 0: Diva nannte ebenfalls ihre Bedenken und die drei Hexen diskutierten.
Speaker 0: Diva und Augusta mit gesenkten Stimmen, rieter, laut und vergleichsweise herrisch, hin und her über das, was ihrer Meinung nach in der Medienberichterstattung schief lief.
Speaker 0: Nur der Vergiss mich äußerte sich mit keinem Wort zu der bestehenden Meinungsverschiedenheit.
Speaker 0: Er hatte sich bereits wieder hinter seiner Zeitung verschanzt und kein Wort von sich gegeben, obwohl Hermine deutlich gesehen hatte, dass er nach seinem Zauberstab gegriffen hatte, als Rita losschvatronierte.
Speaker 0: Eine Hogwarts-Schülerin ließ sich diese plötzlich vernehmen.
Speaker 0: Was machst du dann in der Winkelgasse?
Speaker 0: Halloween ist zwar ein gesetzlicher Feiertag, aber die Schüler bleiben trotzdem in der Schule.
Speaker 0: Was führt dich also her?
Speaker 0: Sie betrachtete ihre kamissienroten lackierten Fingernägel, die so lang waren, dass sie den Klauen eines ausgewachsenen Hippogreifen zur Ehre gereicht hätten und schnippste erwartungsvoll damit herum.
Speaker 0: Gleichzeitig konnte Hermine sehen, dass die grüne Feder, die in der Handtasche der Blonden steckte und die diese auf ihrem Schoß stehen hatte, wie verrückt zitterte.
Speaker 0: Als sie einen Blick in den Spiegel warf, bemerkte sie, wie der Vergiss mich sich im Hintergrund seinen Zauberstab in einer eindeutigen Geste einmal quer über den Hals zog.
Speaker 0: Sag ums Verreck'n jetzt nichts Falsches, sollte das heißen.
Speaker 0: Ich bin eigentlich noch gar keine Schülerinnen-Hockworts, wie der Sprachheimine mit Hermann dem Herzen und Tisch der Rita anschließend die Kurzversion dessen auf, was sie und Dumbledore gemeinsam ausgeknobelt hatten.
Speaker 0: Wie interessant, sagte Rita freundlich kathaischend.
Speaker 0: Was dagegen, wenn ich mir Notizen mache, da könnte eine gute Reportage draus werden.
Speaker 0: Das ist mir eigentlich nicht so recht, sagte Hermine ausweichend.
Speaker 0: Mein Vater arbeiteten einer sehr exponierten Stellung, es wäre ihm sicher nicht recht, wenn ich mit einer Reporterin spreche, egal für welche Zeitung sie schreibt.
Speaker 0: Außerdem dürfen sie mich auch gar nicht interviewen, ich bin minderjährig.
Speaker 0: Man muss doch nicht alles so eng sehen, meinte Rita mit falscher Unbekümmertheit und zwirbelte versonnen, eine Haarsträhne zwischen ihren roten Klauen nägeln, etwas, was Hermine früher auch immer getan hatte und jetzt nicht mehr konnte.
Speaker 0: Nicht nur aus diesem Grund hätte sie Rita am liebsten gesagt, sie solle sich nach Albanien scheren.
Speaker 0: Lass es gut sein, Rita, seufzte auch Diva zum Wiederholten Male, während sie Augustas Graus Haupt von zwei Dutzend altmodischen Lockenwicklern befreite.
Speaker 0: Ich kümmere mich jetzt um dich, gib mir noch eine
Speaker 0: Minute.".
Speaker 0: Nachdem sie Augusta abkassiert hatte, half sie der würdevollen älteren Dame in Mantel und Umhang.
Speaker 0: Zum Schluss setzte diese sich noch einen voluminösen Hut mit einem Geier darauf auf den Kopf, was die Frisexe eindeutig weniger zu schätzen wusste, den.
Speaker 0: jetzt konnte man Augustas frisch gewaschenes und gelegtes Haar nicht mehr sehen.
Speaker 0: Der Geier schien jedoch Augustas Blin zu sein, denn er wirkte schon ein bisschen zerrupft.
Speaker 0: Diva ließ Augustas Familie größer ausrichten und hielt ihr die Ladentür auf.
Speaker 0: Als sie hinter ihr ins Schloss fiel, erinnerte Hermine sich daran, dass die ältere Kundin kein Wort über die Geheimgesellschaft verloren hatte, zu der Rita sie hatte ausfragen wollen.
Speaker 0: Und dass das höchstwahrscheinlich genauso beabsichtigt gewesen war.
Speaker 0: Diva spuckte ihren Kaugummi in einem Papierkopf und steckte sich gleich einen Frischen in den Mund, auf dem sie leidenschaftlich herum kaut.
Speaker 0: Dann machte sie sich über Rita's Kopf her, nachdem sie Hermine noch einmal gefragt hatte, ob das für sie in Ordnung war.
Speaker 0: Es war.
Speaker 0: Sie wollten anscheinend beide, die anstrengende Person, möglichst schnell loswerden.
Speaker 0: Wo ist bloß mein Lockenstab?
Speaker 0: fragte sich die rotare Gefri-Sächse zerstreut.
Speaker 0: Da drüben auf dem Regal, direkt neben deiner flotten Schneideschere, gab Rita mit einem leichten Zucken ihrer Mundwinkel zurück, was Hermine genugtum verriet.
Speaker 0: Als wüsste sie etwas, was sonst niemand wusste.
Speaker 0: Ihr eigenes kleines Geheimnis.
Speaker 0: Boah, wie recht du hast!
Speaker 0: Ach, hier Schere!
Speaker 0: Die Haarschneideschere flog durch die Luft und die Warfingsiege konnte mit links am Griff auf, während sie in der rechten Hand ihren Zauberstab hielt, was gar nicht so einfach war.
Speaker 0: Laut Professor Flitwick schnitten sich noch mindestens vierzig Prozent der Hogwarts-Absolventen beim Aufrufen von scharfen Gegenständen fast die Finger ab.
Speaker 0: Was ist eigentlich aus deinem eigenen Projekt geworden?
Speaker 0: fragte Diva die Reporterin und fügte in Herminas Richtung hinzu.
Speaker 0: Rita ist jedes Mal ganz angetan von meiner selbstschneidenden Schere und hatte fest vor, sowas Ähnliches auch für sich zu holen.
Speaker 0: Ich habe meine natürlich nicht selbst verhext, sondern beim Versand für magischen Friseurbedarf bestellt.
Speaker 0: Bin schließlich nicht Mary Poppins.
Speaker 0: Sie zwingerte Hermine zu.
Speaker 0: Auf einen Katalog kann ich nichts zurückgreifen.
Speaker 0: Rita klang ein bisschen hochnäßig.
Speaker 0: Aber ob du es glaubst oder nicht, ich mache gute Fortschritte.
Speaker 0: Ganz zufrieden bin ich noch nicht, aber sobald ich wieder ein bisschen mehr Luft habe, kümmere ich mich um die Feinheiten.
Speaker 0: Wer es glaubt, schien der Blick, den Diva Hermine Zuwauf zu besagen.
Speaker 0: Während die Friseurinnenhexe um die Reporterin herumschwirte, wie ein Doxy, hier und da ein bisschen kürzte, das Haar anschließend wusch und ein silbriges Zeug hinein massierte, beschäftigte sich Hermine unter ihrem Friseurkittel, denn so konnte Rita es nicht sehen, mit ihrem neuen Zauberstab.
Speaker 0: Am liebsten hätte sie ihn hervorgeholt, Doch die Anwesenheit der Journalistin hinderte sie daran.
Speaker 0: Sie versuchte, ein paar von den Sachen auf der Ablage vor ihr zum Schweben zu bringen, was sie aber nicht so gut gelangen wie mit ihrem alten Stab.
Speaker 0: Hatte Oli Wender nicht etwas Ähnliches gesagt, dass diese Art von Stab schwer zu beherrschen war?
Speaker 0: Wahrscheinlich musste sie erst mal ein Gefühl für ihn kriegen, wie für jeden anderen Zauberstab auch.
Speaker 0: In ihrem ersten Jahr hatte sie einmal mit ein paar Mädchen aus ihrem Jahrgang Zauberstab Roulette gespielt, da waren die Sterbe teilweise auch schwer, bis gar nichts zu handhaben gewesen.
Speaker 0: Dazu hörte Hermine mit halbem Ohr dem Gespräch zwischen Diva und Rita zu.
Speaker 0: Sie wollte mehr über den Krieg erfahren und der Vergiss mich hatte den Tagespropheten für sich beansprucht.
Speaker 0: Hoffentlich konnte sie in Hogwarts die Tageszeitung wieder abonnieren, denn sie musste sich so schnell wie möglich über die aktuelle Lage schlau machen.
Speaker 0: Rita schien bei all den neuesten Klatsch und Tratsch, den Divergentscher ihr erzählte, regelrecht aufzublühen und manchmal griff sie nach einer ihrer Federn und notierte sich etwas auf einem Notizblock.
Speaker 0: Zu Hermines Erleichterung war die rasende Reporterin auch rasend schnell fertig.
Speaker 0: Die was Zauberstab föhnte sie anscheinend in Rekordzeit fertig.
Speaker 0: Es schien so, als hätte sie Hermine bereits wieder völlig vergessen, bei allen den saftigen Gerüchten und Geschichten, die die Ladenbesitzerin ihr Brühe warm servierte.
Speaker 0: Das konnte Hermine nur recht sein.
Speaker 0: Als die Tür endlich hinter der Blonden zufiel, atmete sowohl Diva als auch Hermine auf.
Speaker 0: Der vergiss mich jedoch glitt mit gezücktem Zauberstab vom Sofa herunter, noch bevor die Tür richtig ins Schloss gefallen war und verschwand nach draußen.
Speaker 0: Hermine sah es nur aus den Augenwinkeln und Diva schien es überhaupt nicht bemerkt zu haben.
Speaker 0: Wer war das, wollte Hermine wissen.
Speaker 0: Da sie nicht vorhatte, ihrem Maul faulen Aufpasser später etwas über die Frau aus der Nase zu ziehen, fragte sie lieber gleich die Ladenbesitzerin.
Speaker 0: Die war rollte mit den Augen.
Speaker 0: Das war Rita Kimkorn.
Speaker 0: Ein aufsteigender Stern beim Tagespropheten.
Speaker 0: Jedenfalls hält sie sich dafür.
Speaker 0: Für eine rasende Reporterin und eine Wähler gleich dazu.
Speaker 0: Dabei ist sie noch total unerfahren.
Speaker 0: Sicher, Talent muss sie schon haben irgendwie, sonst hätten sie sie da nicht genommen.
Speaker 0: Doch das mit dem Ministerinterview kaufe ich ihn nicht ab.
Speaker 0: Ich denke, alte Küff wird das selber in die Hand nehmen und sie darf höchstens seine Akkentasche schleppen.
Speaker 0: Sie übertreibt immer so maßlos.
Speaker 0: Ich selbst erzähle ja auch gern mal ein bisschen ausschweifender, bringt wohl die Arbeit mit sich, aber so?
Speaker 0: Bei der Kimkorn muss man genau aufpassen, was man sagt.
Speaker 0: Sie zitiert gern.
Speaker 0: Eigenwillig, möchte ich behaupten.
Speaker 0: Auf der Schule war sie jedenfalls nicht sehr beliebt, mein Frank.
Speaker 0: Das ist der Sohn von Augusta.
Speaker 0: Deshalb ist die Gute eben auch so schnell abgeschwirbt.
Speaker 0: Schade, ich mag Augusta.
Speaker 0: Jetzt aber endlich zu dir, bevor gleich das halbe Team der Hollywood-Happies herein marschiert.
Speaker 0: Gesagt getan.
Speaker 0: Hermine unterbreitete Diva, wie sie sich ihre neuen Haarschnitt vorstellte und obwohl die Frisexe mehrmals angedeutet hatte, dass diese Art Schnitt ihr nicht besonders schmeichen würde, schnippelte sie gehorsam drauf los, mal mit und an den haarigen Stellen auch mal ohne ihre flotte Schneideschere.
Speaker 0: Am Ende hatte Hermine keinen Kesselschnitt mehr.
Speaker 0: meinte Diva nach einem prüfenen Blick in den Spiegel.
Speaker 0: Hermines Ohren lagen frei, so kurz war ihr Haar an den Seiten, das Deckhaar war etwas länger, auf einer Länge mit dem Pony oder dem, was Diva davon noch hatte retten können.
Speaker 0: Sie sah wirklich ziemlich unscheinbar aus, doch dafür waren ihre Haare aber auch nicht mehr buschig, sondern lagen nun mehr oder weniger glatt am Kopf an, was Hermine im Gegensatz zu früher wirklich gut gefiel.
Speaker 0: Damit beste zwar nicht gerade eine Wähler, aber immerhin.
Speaker 0: Ziemlich ungewöhnlich, so kurz und ganz ohne Farbe, aber du wolltest es ja so.
Speaker 0: Wenn du willst, kann ich sie dir mit Zuckerwasser ein wenig verwuscheln.
Speaker 0: Danke, aber mir gefällt es so.
Speaker 0: Die warreichte Hermine ihre Brille und befreitete sie von dem dunkelblauen Kittel, indem sie ihn mit einem Ruck beiseite zog.
Speaker 0: Tada!
Speaker 0: Zufrieden hüllte Hermine sich in ihren Umhang, während er vergiss mich die Rechnung bezahlte.
Speaker 0: Er war irgendwann in den Laden zurückgekommen, ohne dass eine von beiden es gemerkt hatte, Dabei warf Diva oft Blicke durch die breite Fensterfront auf die Straße, ob sich eventueller neuer Kunde näherte.
Speaker 0: Es war wirklich seltsam, alle schienen den grauen Zauberer, wenn überhaupt nur am Rande war zu nehmen.
Speaker 0: Alle, bis auf Rita Kimkorn, dachte Hermine, die sich auf ihn gestürzt hätte, wäre sie nicht von Diva daran gehindert worden.
Speaker 0: Sie schien Geheimnisse wittern zu können wie ein Irrwichtangst.
Speaker 0: Hoffentlich hatte der Vergiss mich seinen Job anständig gemacht, als er ihr nachgegangen war, denn unter gar keinen Umständen wollte sich Hermine irgendwann unter der Rubrik vermischtes Im-Tages-Profeten wiederfinden.
Speaker 0: Gut, dass sie der Frau nicht ihren Namen genannt hatte.
Speaker 0: Apropos Name.
Speaker 0: Sie besaß jetzt neue Kleider, einen neuen Zauberstab und hatte sogar ihr Aussehen verändert.
Speaker 0: Nun konnte sie nicht länger bloß behaupten, ein anderer Mensch zu sein, als sie wirklich war.
Speaker 0: Sie musste auch zu einem werden.
Speaker 0: Und so kam es, dass das, was zu diesem Zeitpunkt von Hermine Granger noch übrig war, in einem unbedeutenden Friseursalon auf der Winkelgasse zurückblieb.
Speaker 0: Das junge Ding, welches hingegen den Laden verließ und mit einem kleinen hoffnungsvollen Lächeln in den gerade aufklarenden Himmel hinaufblickte, war ganz eindeutig Gene Pearlman.
Speaker 0: Nox.
Speaker 0: Ich hoffe, die hat ihr heutige Geschichte gefallen.
Speaker 0: Schreib mir das super gerne in die Kommentare und unterstütze so die Reichweite.
Speaker 0: Falls du eine Geschichte hast, die ich lesen soll, kannst du mir auch das sehr gerne schreiben.
Speaker 0: Ich freue mich auf jeden Fall von dir zu hören.
Speaker 0: Und jetzt bis zur nächsten Geschichte, deine Jana.
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