STAFFEL 14 Geliehene Zeit, zwei Umdrehungen 169-178 - Severus & Hermine - Harry Potter FanFiction
Über diese Folge
Harry Potter FanFiction Hörbuch
Hermine Granger ist eine hochintelligente vierzehnjährige Hexe, die sich schulisch unterfordert fühlt. Mit Professor McGonagalls Hilfe gelangt sie an einen Zeitumkehrer, der es ihr ermöglicht, zeitgleich mehrere Fächer zu belegen. An Halloween geschieht jedoch ein Unglück und Hermine findet sich plötzlich zwanzig Jahre in der Vergangenheit wieder. Ihr erster Impuls ist Flucht aus dem Internat, doch Albus Dumbledore kann sie davon überzeugen, dass Hogwarts noch immer der sicherste Ort für sie ist, wenn sie nur eines beherzigt: dass Zeit möglichst nicht verändert werden darf. Hermine fügt sich in ihr Schicksal, nimmt sogar einen neuen Namen an. Doch kann sie tatenlos zusehen, wie ihre beste Freundin einem sicheren Tod entgegengeht, Seite an Seite mit einem zukünftigen Massenmörder leben oder ihre Gefühle für jemanden unterdrücken, der dunkler, geheimnisvoller und verhasster nicht sein könnte?
Speaker 0: Hey, ich hoffe, ich kann dir heute wieder beim Entspannen helfen mit einer neuen spannenden Geschichte aus dem wundervollen Harry Potter-Universum.
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Speaker 0: Ich danke dir riesig.
Speaker 0: und wünsche dir ganz viel Spaß mit der neuen Folge.
Speaker 0: Lumos.
Speaker 0: Kapitel Hundertneunundsechzig.
Speaker 0: Erpressung.
Speaker 0: In der Eulerei war es wie immer im Winter kalt und zugig.
Speaker 0: Vorsichtig und vor Kälte am ganzen Körper bibbernd stieg Jean die vereisten Stufen hinauf, wählte schnell eine Eule aus, von der sie annahm, dass sie den Weg nach Cogworth an einem ungastlichen Winterabend würde bewältigen können.
Speaker 0: Ihre Wahl fiel auf einen majestätischen Uhu, der aufgeplustert auf einer der zahlreichen hölzernen Stangen hockte und der bei ihrem Eintreten den Kopf um hundred-achtzig Grad drehte und sie dabei herausfordernd ansah.
Speaker 0: Da die Dunkelheit bereits in der Mitte des Nachmittags eingetreten war, befanden sich nicht mehr viele seine Artgenossen vor Ort.
Speaker 0: Die meisten anderen Eulen hatten sich bereits auf die Jagd begeben, um sich für etwaige Aufträge am Abend zu rüsten.
Speaker 0: Vielleicht war der riesige Vogel erst vor Kurzem von einem Botenflug zurückgekehrt.
Speaker 0: Jean rumpfte kurz die Nase über den muffigen Geruch, der ihr entgegenschlug.
Speaker 0: Dann lockte sie den Uhu mithilfe eines Leckerlies zu sich.
Speaker 0: Mit wippenden Federohren machte er sich über den Appetithaben her.
Speaker 0: Sie suchte nach Anzeichen von Müdigkeit im Verhalten des Vogels, konnte aber keine erkennen.
Speaker 0: Im Gegenteil, das Tier folgte jeder ihrer Bewegungen aus runden, leuchtend orange-roten Augen, ohne dabei zu blindzeln.
Speaker 0: Unter der Stange, die er sich als Rastplatz ausgesucht hatte, lagen verstreut gewölle herum, aus denen Teile kleiner Knochen herausstachen.
Speaker 0: Impervious murmelte Jean mit erhobenem Zauberstab, bevor sie Lilis Brief am Bein des stattlichen Tieres befestigte.
Speaker 0: So würde das Dokument hoffentlich nicht völlig durchweicht und unleserlich im Mittelengland ankommen.
Speaker 0: Nachdem der Vogel den Turm durch eines der zahlreichen Einfluglöcher in den Mauern verlassen hatte, kehrte Jean in den Gemeinschaftsraum der Gryffindors zurück, wo sie sich vor den Kamin stellte, um ihre eiskalten Hände zu wärmen.
Speaker 0: Währenddessen überlegte sie, ob es die richtige Entscheidung gewesen war, nicht noch einmal nach Hawksmeade hinunterzugehen.
Speaker 0: Natürlich war ihr klar, dass Christopher nicht einfach zu ihr ins Schloss kommen konnte, denn sein Erscheinen würde zwangsläufig Fragen aufwerfen.
Speaker 0: Letztendlich überzeugte sie sich jedoch selbst davon, dass ihre Absage völlig gerechtfertigt und angemessen gewesen war.
Speaker 0: Es kam jetzt nicht mehr auf ein paar Tage an.
Speaker 0: Warum sollte sie etwas fossieren, wenn sie doch im Grunde bereits wusste, dass sie sich mindestens bis Anfang Februar im Hogwarts der Siebziger aufhalten würde?
Speaker 0: Denn das ließ sich von Dumbledos im Beugbrief zweifelsohne ableiten.
Speaker 0: Zumindest hatte sie ihrem schlechten Gewissen abgeholfen, indem sie die langüberfällige Eule an Lily schickte, gleichgültig, was das Ergebnis dieser Aktion sein mochte.
Speaker 0: Und wenn sie schon einmal dabei war, in ihrem Leben Ordnung zu schaffen, dann konnte sie sich nun genauso gut an den Inhalt ihres Schrankkoffers machen, in denen sie während der letzten Wochen alles mögliche mehr oder weniger nachlässig hineingestopft hatte.
Speaker 0: Ab und zu musste auch das sein.
Speaker 0: So oft zentrieb sie sich ihre präkelnden und schmerzenden Hände aneinander, da fiel ihr Blick auf eines der Tischchen, die verstreut im Raum herumständen.
Speaker 0: Dort hatte sie am Silvestermorgen den Tagespropheten abgelegt.
Speaker 0: Jean griff nach der Ausgabe und durchforstete sie nach dem Artikel über den Tod aufgefundenen Zauberer, von dem ihr Severus erzählt hatte.
Speaker 0: Sie fand ihn schließlich versteckt in der unteren rechten Ecke auf Seite fünf, was in ihren Augen den Anschein erweckte, als wolle der Herausgeber der Zeitung den Todesfall zwar erwähnen, aber nicht eindeutig dem dunklen Lord zuordnen.
Speaker 0: Ein Name wurde nicht genannt.
Speaker 0: Was Jean ebenfalls ein wenig seltsam fand, war die Tatsache, dass in dem Text nirgends angedeutet wurde, Besagter, nicht näher beschriebener Mann, habe einem geheimen Zirkel angehört, der sich gegen Voldemort und seine Todesser richtete.
Speaker 0: Sie war sich ziemlich sicher, dass Severus ein durchdringendes, hohles Klopfen gegen den Rahmen des Porträts draußen auf dem Gang ließ sie aufmerken.
Speaker 0: Gleichzeitig vernahmen sie, dass ihr inzwischen wohlbekannte Gezeta der fetten Dame, die sich während der letzten Tage ihr gegenüber verdächtig ruhig verhalten hatte.
Speaker 0: Jemand stand draußen auf dem Gang und begehrte Einlass, wollte wohl mit Jean reden, anders konnte es nicht sein.
Speaker 0: Sie war noch immer die einzige, die sich während der Ferien in diesem Turm aufhielt.
Speaker 0: Severus konnte es nicht sein, der wäre einfach hereingestürmt, da er ja im Besitz des Passwortes war.
Speaker 0: Gemessen an der lautstarken Reaktion der fetten Dame, war der zu erwartende Besuch ihr nicht eben wohlgesinnt.
Speaker 0: Also würde es sich auch nicht um einen der Lehrer handeln.
Speaker 0: für die die Hüterin des Gryffindor-Turms immer noch einen gewissen Respekt aufbrachte, was den Mops zu Jeans Erleichterung ebenfalls ausschloss.
Speaker 0: An eine unmittelbare Gefahr dachte sie deswegen gar nicht, als sie zu Tür ging, den Knopf drehte und sich unmittelbar einem erhobenen Zauberstab gegenüberste.
Speaker 0: Der Stab war von weißgäblicher Farbe wie ein alter Knochen oder das Holz eines schon lange abgestorbenen Baumes, Und Jean wusste intuitiv, wen sie vor sich hatte, noch bevor ihr Blick auf die kleine Hand mit den schwarz-lackierten Nägeln und das lange Rabenschwarze Haarviel.
Speaker 0: – Was habt ihr mit ihm gemacht?
Speaker 0: – krecht Zedrud Darkoff.
Speaker 0: Auch der Klang ihrer Stimme erinnerte entfernt an einen Raben.
Speaker 0: Entweder hatte sie lange geweint oder extrem laut herumgeschrien.
Speaker 0: Jean tippte auf Letzteres.
Speaker 0: Darüber hinaus hatte die Dermstranglerin sich am Vorabend besinnungslos getrunken, was im Jugendlichen Alter ebenfalls dazu führen konnte, dass die Stimme kratzig und thaiser wurde oder man sich für eine kurze Zeit gänzlich verlor.
Speaker 0: Was bei O, den habt ihr verflucht nochmal mit ihm gemacht?
Speaker 0: Wieder holte Drut heftig.
Speaker 0: Mit uns allen gemacht!
Speaker 0: Ihr dünner Zauberstab zitterte wie Espenlaub.
Speaker 0: Vielleicht war er sogar aus dem blassgäben Holz eine Espe geschnitzt.
Speaker 0: Es war hingegen ein anderes Zittern als das, welches Jeans Holunder starb bisweilen befiel.
Speaker 0: Schulterran war ganz eindeutig Truls zitternde Hand.
Speaker 0: Das Mädchen war wütend und litt zusätzlich gewiss noch unter den Nachwirkungen des übermäßigen Alkoholkonsums.
Speaker 0: Ihre Augenlieder waren geschwollen und sie hatte sich nicht richtig abgeschminkt, so dass die bleuliche Haut mit den schwarzen Schlieren unterhalb ihrer Augen nun so wirkte, als habe ihr jemand zwei gezielte Schläge dorthin verpasst.
Speaker 0: Jean fiel wieder ein, dass Lily, die junge Russin, oder stammte sie aus einem anderen Teil des Ostblocks, einmal mit der Cousine von Serious Black verglichen hatte.
Speaker 0: Wie hieß die doch noch gleich?
Speaker 0: Beatrice?
Speaker 0: Beatrix?
Speaker 0: Nein, Bellatrix.
Speaker 0: Bellatrix Lestrange.
Speaker 0: Nimm doch den Zauberstab runter, Druid.
Speaker 0: sagte Jean so ruhig, wie sie es vermochte, während die fette Dame über ihr eine Schimpftierade darüber losließ, wie dummer nur sein konnte, einfach die Tür von innen zu öffnen, wo es doch offensichtlich gewesen war, dass es sich hier um einen unwelkommenen Besuch handelte.
Speaker 0: Jean ignorierte sie, sah stattdessen Drude an.
Speaker 0: Du kannst reinkommen und wir reden, wenn es das ist, was du willst, aber nur wenn du deinen Zauberstab wieder wegsteckst.
Speaker 0: Das schwarzhaarige Mädchen zögerte, während die fette Dame munter weiterschvatronierte.
Speaker 0: Jean machte einen Schritt über die Kniehohe-Schwelle des Porträlochs hinweg nach hinten, um Jude damit zu signalisieren, dass sie vielleicht nicht willkommen war, Jean sie aber zumindest eintreten lassen würde.
Speaker 0: Kurz entschlossen stopfte die wilde Schwarzheirige den Zauberstab mit einer wütenden Bewegung in die Innentasche ihres Umhangs und folgte Jean durch den Durchlass in der Wand.
Speaker 0: Ist das Espe, fragte Jean, wären sie die fette Dame wieder an ihren Platz verwies, indem sie die massige Tür mit gehörigem Schwung zuschlug.
Speaker 0: Jetzt war das Gezähter kaum noch zu hören.
Speaker 0: Was?
Speaker 0: Druze sah Jean an, als hätte die sie nicht alle mit zusammengekniffenen Augen und hochgezogenen Mundwinkeln.
Speaker 0: So höflich in den Turm hineingebeten zu werden, damit hatte sie nicht gerechnet.
Speaker 0: Ich meine, das Holz eines Zauberstabes präzisierte Jean.
Speaker 0: Ja, er ist aus Espenholz geschnitzt, pammte Druze an.
Speaker 0: Wieso interessierte ich das?
Speaker 0: Er ist also für kriegerische Handlungen geeignet, schloss Jean aus Drood's Bestätigung.
Speaker 0: Mittlerweile wusste sie ziemlich viel über Zauberstäbe, ihre Hölzer und deren Eigenschaften.
Speaker 0: – Wohaftet, ich verlassen kannst!
Speaker 0: – rachte Drood durch zusammen gepresste Kiefer hervor, die Hand wieder an der Innentasche ihres Umhangs.
Speaker 0: Ihr Englisch war ausgezeichnet, fiel Jean auf.
Speaker 0: Sie fand das seltsam.
Speaker 0: Wann immer sie Drood auf den Fluren von Hogwarts begegnete, sprach diese fast immer nur russisch.
Speaker 0: Ihr Err rollte sie aber viel weniger ausgeprägter als beispielsweise Brelika.
Speaker 0: Im Unterricht arbeitete sie im Gegensatz zu ihrer vulgarischen Mitschülerin jedoch kaum mit.
Speaker 0: Jean hätte nicht zweifelsfrei sagen können, ob es sich bei Druid um ein intelligentes oder eher einfältiges Wesen handelte.
Speaker 0: Sie hatte immerzu einen großen Bogen um sie gemacht, da sie sie hinterhältig und bösartig fand.
Speaker 0: Du wirst ihn trotzdem nicht wieder rausholen, meinte Jean mit fester Stimme.
Speaker 0: Eigentlicherweise hatte sie nicht das Gefühl, in Gefahr zu schweben.
Speaker 0: Ihr eigener Zauberstab hätte sich bemerkbar gemacht.
Speaker 0: Diese Erkenntnis war urplötzlich da.
Speaker 0: Wand er dich auch vor Gefahr, wollte sie von Druid wissen.
Speaker 0: Ein kratzendes Geräusch formte sich in deren Kehle und das Mädchen spitzte die Lippen.
Speaker 0: Einen Moment lang sah es so aus, als wollte sie Jean vor die Füße spucken.
Speaker 0: Gefahr, sagte sie dann abfällig.
Speaker 0: Was für Gefahr soll mir denn an dieser Schule drohen?
Speaker 0: Ihr habt hierher für alles Regeln, aber wenn man sie mal lieber tritt, passiert so gut wie nichts.
Speaker 0: Bei uns in Darmstrang würde sich keiner trauen, ohne Hausaufgaben im Unterricht zu erscheinen.
Speaker 0: Könnte sein, dass er dann mit Ketten an der Wand aufgehängt wird, wenn der Lehrer einen schlechten Tag hat.
Speaker 0: Sie andachte Jean.
Speaker 0: Zufällig kenne ich jemanden, der diesen Gedanken äußerst erbaulich fände.
Speaker 0: Vielleicht sollte Fish sich mal im hohen Norden bewerben.
Speaker 0: Verges es, meinte sie.
Speaker 0: stattdessen zu Drut.
Speaker 0: Sie hätte nur gern gewusst, ob es noch andere Zaubersterbe gab, die mit ihrem Besitzer kommunizierten.
Speaker 0: Doch sie wollte den Ihren nicht gleich ein drittes Mal verlieren, indem sie seine Eigenschaften anpries.
Speaker 0: Was willst du eigentlich von mir?
Speaker 0: Druids dunkler Augen schleuderten Blitze.
Speaker 0: Norderl ist wegen euch in diesem komischen Krankenhaus in London Sankt Brutus oder wie das heißt.
Speaker 0: Eben haben sie ihn hingebracht.
Speaker 0: Er ist immer noch nicht wieder zu Bewusstsein gekommen und diese Pumphrey hat gesagt, dass Sankt Mungo.
Speaker 0: Verbesserte Jean sie automatisch, runzete dann aber die Stirn.
Speaker 0: Immer noch nicht?
Speaker 0: Und das ist eure Schuld, schrie Druth mit erhobenen Fäusten und Jean wiech schnell einen Schritt zurück.
Speaker 0: Ich weiß nicht, wie dein kleiner Möchter gern Freund das angestellt hat, aber er sollte besser die Wahrheit sagen, wenn er dazu befragt wird.
Speaker 0: Ich schätze, das hat er getan, erwiderte Jean Kühl.
Speaker 0: Und außerdem stimmt es nicht, was du sagst.
Speaker 0: Doch ich verzeihe es dir, weil du es wahrscheinlich gar nicht richtig mitbekommen hast.
Speaker 0: So als halbe Alkohol-Leiche erinnerst du dich?
Speaker 0: Aber je nachdem, wem man fragt, kriegt man auch höchst unterschiedliche Antworten.
Speaker 0: Dein Ex-Freund war es doch, der uns einen Fluch auf den Pelz brennen wollte, der hier nicht gern gehört, geschweige denn gelehrt wird.
Speaker 0: Den Cruciatus-Fluch, nämlich.
Speaker 0: Empird stemmte Jean ihre eigenen Fäuste in ihre Seiten und beugte sich ein Stück vor, sodass ihre Nasenspitze jetzt doch fast die von Jude berührte.
Speaker 0: Der mag ja bei euch oben in Dermstreng gang und gäbe sein, aber in unseren Augen ist das folter.
Speaker 0: Severus hat ihn auch bloß abgeblockt und nicht selbst noch was Fieses hinterhergeschickt, obwohl ich mir sicher bin, dass er es gekonnt hätte.
Speaker 0: Der Schild-Zauber ist nur deshalb so übermächtig geworden, weil er zufällig zwei Zaubersterbe in der Hand hielt.
Speaker 0: Na, der kleine Junge hat's echt drauf, sagte Druid mit einer ähnlich schleppenden Stimme wie Nielsen oft Sprach.
Speaker 0: Wusste ich's doch, dass das nicht allein sein Können war.
Speaker 0: Mach dich nicht lustig über ihn, er ist ein richtig guter Zauberer, der es mit mehr Leuten als deinem Ex aufnehmen kann, da bin ich mir sicher.
Speaker 0: Jean setzt eine blassierte Mine auf und legte Drude herausfordernd an.
Speaker 0: Sie überlegte, ob sie die Rede auf Professor Himmels Stürmer bringen sollte, nur um das Mädchen vor ihr zu ärgern und aus dem Konzept zu bringen.
Speaker 0: Normalerweise hasste sie solche Winkelzüge, doch sie war auch ziemlich sauer, dass diese vorlaute Dermstrengöhre den Schneid hatte, hier einfach so aufzutauchen und ihr Dinge vorzuwerfen, die schlichtweg nicht stimmten.
Speaker 0: Ich an deiner Stelle würde mir eher mal Gedanken darüber machen, was ihr getan habt, dass es erst soweit gekommen ist, sprach sie deshalb weiter.
Speaker 0: Hätte Norderl mir nicht meinen Zauberstab weggenommen und mich zu diesem unsäglichen Trinkspiel genötigt, hätte es nämlich nie so geendet.
Speaker 0: Er hat selbst Schuld an dem, was passiert ist.
Speaker 0: Norderl ist eben leicht reizbar.
Speaker 0: Ach, und das erklärt einfach alles, was?
Speaker 0: Einige Sekunden lang standen sich die beiden etwa gleich großen Mädchen wie Kampfhennen gegenüber, dann ergriff Drude wieder das Wort.
Speaker 0: Jedenfalls wirst du jetzt mit mir kommen.
Speaker 0: Ha, macht der Jean.
Speaker 0: Wieso sollte ich?
Speaker 0: Erklär mir das mal bitte.
Speaker 0: Ein gehässiges Grinsen malte sich auf Druids ansonsten recht hübsches Gesicht.
Speaker 0: Trotzdem wirkt es jetzt weit weniger verkniffen als sonst immer.
Speaker 0: Na, dir liegt doch offenbar was an dem Jüngelchen, oder?
Speaker 0: sagte sie mit honig süßer Stimme, die nicht zu ihr passte.
Speaker 0: Was würdest du tun, wenn ich dir jetzt sage, dass Sir Jay, Branco und ein paar andere ihn sich in der Bibliothek geschnappt haben?
Speaker 0: Sie sind jetzt wieder unten in den Kackern.
Speaker 0: Wo genau sage ich dir nicht?
Speaker 0: Du hast die Wahl, Pearlman.
Speaker 0: Entweder du kommst jetzt sofort mit mir darunter, oder du wirst das nächste Mal weinen, wenn du ihn zu Gesicht bekommst.
Speaker 0: Knutschen wirst du in jeden Fall nicht mehr so schnell wollen.
Speaker 0: Jean stand wie festgeleimt.
Speaker 0: Ihre rechte Hand hing irgendwo zwischen ihr und dem Dermstreng-Mädchen in der Luft, und sie hatte vollkommen vergessen, was sie damit vorgehabt hatte.
Speaker 0: Drude festhalten?
Speaker 0: Sie vielleicht gar schlagen?
Speaker 0: Ihre Worte waren wie ein Ganzkörperklammer, auf die Jean nicht vorbereitet gewesen war.
Speaker 0: Doch weder hatte Drude ihre Hand zu ihrem Zauberstab hin bewegt, noch hatte sie ihr die verhängnisvollen Worte Petrifikus totalus entgegen geflüstert.
Speaker 0: Trotzdem dauerte es lange, sehr lange, bis ich Jean aus ihrer inneren Schockstarre lösen konnte.
Speaker 0: Was?
Speaker 0: Was habt ihr mit Severus gemacht?
Speaker 0: Hab ich doch gesagt, faxtedroot.
Speaker 0: Wir haben das Schloss nach ihm durchsucht und da wir den Streber kennen, sind wir ziemlich schnell in der Bibliothek fündig geworden.
Speaker 0: Was auch immer du da faselst von wegen zufällig zwei Zauberstäbe in der Hand halten, er verdient eine Abtreibung dafür, was er mit Nordall gemacht hat.
Speaker 0: Jean schüttelte völlig verständnislos den Kopf.
Speaker 0: Wie kann man nur so verbohrt sein wie du?
Speaker 0: flüsterte sie heiser.
Speaker 0: Ihr seht gar nicht, was ihr da eigentlich tut.
Speaker 0: Jemanden für etwas zu bestrafen, wofür er nichts kann, weil er sich nur hat verteidigen wollen.
Speaker 0: Und mich mit?
Speaker 0: Mich?
Speaker 0: Um die es eigentlich ging bei der Sache, weil dein geliebter Nordal irgendeinen perfiden Plan schmiedet, der mich mit einbezieht.
Speaker 0: Wäre ich an deiner Stelle, würde ich einfach den Mund halten, Mädchen.
Speaker 0: Was hast du denn schon mitgekriegt?
Speaker 0: Du warst doch total weggetreten.
Speaker 0: Entweder haben die anderen dir Lügen aufgetischt oder du bist noch blauäugiger als dein Ex.
Speaker 0: Sie holte Tiefluft.
Speaker 0: Weißt du eigentlich, was er sonst noch so treibt?
Speaker 0: Nein?
Speaker 0: Aber ich.
Speaker 0: Ich weiß es.
Speaker 0: Ich bin nämlich der Rosenspur gefolgt und sie führt von den Gewächshäusern an diese Tür hier.
Speaker 0: Jeans noch immer ausgestreckte Hand wies jetzt auf die Rückseite des Porträtlochs und Sturzblick schoss über ihre nervös zuckende Schulter hinweg ebenfalls dorthin.
Speaker 0: Zum Astronomie-Turm.
Speaker 0: Jean atmete tief durch.
Speaker 0: Für gewöhnlich nehme ich solche Worte nicht in den Mund, aber ich glaube, bei dir muss ich drastisch sein, damit du es kapierst.
Speaker 0: Dein Freund treibt es mit einer anderen.
Speaker 0: Und die hockt für dich unerreichbar in ihrem Turmzimmer, weil es sich bei ihr nämlich nicht um eine Schülerin handelt, sondern um eine Lehrerin.
Speaker 0: Falls Jean geglaubt hatte, dass diese Worte bei Druid einschlagen würden wie ein paar knallrümpfige Kröter bei der Balz, dann hatte sie sich getäuscht.
Speaker 0: Ein Blick in die Augen des schwarzhaarigen Mädchens und ihr wurde klar, dass Strewd über ihre Affäre Bescheid wusste.
Speaker 0: Was Jean jedoch auch nicht wunderte.
Speaker 0: Nielsen war ein Sadist.
Speaker 0: Er würde sich keine Mühe geben, seine Spuren zu verwischen.
Speaker 0: Ihm war es bestenfalls egal, dass Strewd von seiner Affäre mit Professor Himmels Stürmer Wind bekam.
Speaker 0: Doch Jean mutte, dass es ihm noch mehr perverses Vergnügen bereitete, Das Mädchen, mit dem er einmal zusammen gewesen war, zu demütigen, indem er ihr ganz offen zeigte, dass er eine andere begehrte.
Speaker 0: Er war einfach ekelhaft und Jean ertappte sich bei dem Gedanken, dass Nielsen hoffentlich bleibende Schäden durch Severus Abwehrflüche davon getragen haben mochte.
Speaker 0: Er braucht halt Abwechslung, zischt Ruth sie an.
Speaker 0: Das ist in Ordnung zwischen uns.
Speaker 0: Es ist nur Sex.
Speaker 0: Doch ihr Starra Kiefer straffte sie lügen.
Speaker 0: Es war absolut nicht in Ordnung.
Speaker 0: Sie war mit ihnen zusammen gewesen, oben in Dermstrang.
Speaker 0: Und auch, wenn Druid so kalt und berechnend auf Jean wirkte, als würden die zwei einander verdienen, so schien das Mädchen doch echte Gefühle für Nielsen zu haben und unter der Situation zu leiden.
Speaker 0: «Nordal ist leicht reizbar, Nordal braucht Abwechslung», effte Jean Druid nach, obwohl die ihr eigentlich leidt hat.
Speaker 0: «Mach es dir ruhig leicht, und jetzt will ich wissen, wohin ihr Severus verschleppt habt.
Speaker 0: Ich verlange, dass ihr ihn auf der Stelle laufen lasst.».
Speaker 0: Schweigen schüttelte Drew den Kopf, holte mit einer fast lässigen Bewegung wieder den Espenholzstab unter ihrem Umhanger vor und machte damit eine unmissverständliche Geste in Richtung Porträloch.
Speaker 0: Jetzt war es Jean, die mit den Zähnen knirschte.
Speaker 0: Das Ganze hier ging viel zu weit.
Speaker 0: Erpressung, Entführung, was sollte denn noch alles passieren?
Speaker 0: Das waren keine harmlosen Schülerstreiche mehr.
Speaker 0: Welche Optionen hatte sie?
Speaker 0: Natürlich konnte sie zu McGonagall gehen, nicht jetzt natürlich, aber später.
Speaker 0: Doch dann hätte sie einmal mehr ihrer Hauslehrerin im Nacken sitzen.
Speaker 0: Außerdem war Jean aufgefallen, dass man auf Internaten im Gegensatz zu anderen Schulen, und das hatte nichts damit zu tun, ob man sich auf einer magischen oder nicht magischen Schule befand, solche Dinge gern unter sich ausmachte, also unter den Schülern selbst.
Speaker 0: Es war Teil des Erwachsenwerdens.
Speaker 0: Severus hatte das nicht begriffen und wiederholt versucht, die Rumtreiber bei der Lehrerschaft anzuschwärzen.
Speaker 0: Kein Wunder, dass er einen schlechten Ruf hatte und den ihm verhassten Spitzname nicht los wurde.
Speaker 0: Er würde immer der Speer sein, der andere verpfiff.
Speaker 0: Lass deinen Zauberstab hier zurück, befall Drut.
Speaker 0: Ich will das Ding nicht in meiner Nähe haben.
Speaker 0: Sie warf Jean einen gehässigen Blick zu.
Speaker 0: Und falls du dich fragst, ich bin sehr wohl in der Lage, mit einem einzigen Stab wirkungsvoll zu zaubern.
Speaker 0: Diese Aussage stellte Jean nicht in Frage.
Speaker 0: Obwohl Jules sich nicht gerade im Unterricht hervor tat, war ihr schon aufgefallen, dass sie sich in den praktischen Fächern, wie Zauberkunst oder Verteidigung gegen die dunklen Künste, durchaus ins Zeug legte.
Speaker 0: Unterschätzen durfte man sie auf gar keinen Fall.
Speaker 0: Und so kam es, dass Jean sich Jules Befehl beugte und mitging.
Speaker 0: Sie musste zu Severus, hätte sofort zu ihm hinuntergehen müssen.
Speaker 0: Wer weiß, wie lange er sich bereits in der Gewalt dieser Jungen befand.
Speaker 0: Sie konnte ihn schon seit Stunden irgendwo quälen, wo niemand seine Schreie hörte.
Speaker 0: Andererseits hatte es bei Druids Eintreten vorhin so geklungen, als würden sie darauf warten, dass diese Jean mitbrachte, bevor er es ans Eingemachte ging.
Speaker 0: Jedenfalls hoffte Jean, dass man Severus noch nicht allzu arg zugesetzt hatte.
Speaker 0: Er hatte schließlich nichts getan, außer sie zu verteidigen.
Speaker 0: Und jetzt hatten Leute aus seinem eigenen Haus ihn in seiner Gewalt.
Speaker 0: Druids ließ Jean vor ihr durch das Portreierloch steigen, damit sie sie im Blick hatte.
Speaker 0: Draußen auf dem kalten und zugegen Gang murmelte die fette Dame Verwünschungen vor sich hin, während sie den beiden Mädchen mit ihren Blicken zum Treppenhaus folgte.
Speaker 0: Druid war nicht dumm.
Speaker 0: Sie hielt immer mindestens zwei Meter Abstand zwischen sich und Jean, sodass diese hoffentlich nicht auf die Idee kommen würde, sich auf sie zu stürzen und ihr den Zauberstab zu entwinden.
Speaker 0: Während die beiden Kontrahentinnen durch das stille Schloss wanderten, redeten sie kein Wort miteinander.
Speaker 0: Ganz unten am Fuße der Marmottreppe konnte Jean vereinzeltes Besteckeklapper aus der großen Halle hören.
Speaker 0: Das Abendessen hatte begonnen.
Speaker 0: Aber wahrscheinlich waren nicht viele Schüler anwesend.
Speaker 0: Einige Dermstrengs würden heute fehlen.
Speaker 0: Und auch Severus und ihr Platz würde mit Sicherheit leerbleiben.
Speaker 0: Komm weiter, herrschte Drudzi an, überwand für eine Sekunde den Abstand zwischen ihr und Jean, um sie mit dem Espenholzstab in den Rücken zu pieksen.
Speaker 0: Darauf hatte die Gryffindor nur gewartet.
Speaker 0: Sie schwang herum und versuchte, Jude den Stab zu entreißen.
Speaker 0: Doch ihre Handgriff ins Leere und Jude ließ ihren Zauberstab eine Fontäne aus violetten Funken sprühen, die auf Jeans Hand rücken, wo sie mit ihrer Haut in Berührung kamen, kleine Verbrennungen oder Verätzungen hinterließen.
Speaker 0: Fluchen drieb Jean mit dem schweren Stoff ihres Umhangs über die Stellen, doch das brachte nichts.
Speaker 0: im Gegenteil.
Speaker 0: Die Wunden brannten danach nur umso mehr.
Speaker 0: Vor Schmerz verzog sie das Gesicht, sagte aber nichts.
Speaker 0: »Netter Versuch, Palmein.
Speaker 0: Doch glaubst du wirklich, dass ich mich von dir einfach so entwaffnen lasse?«.
Speaker 0: Drude grinnste hemmisch.
Speaker 0: »Los los.
Speaker 0: Keine Müdigkeit vorschützen.
Speaker 0: Runter geht's in die Kärke an Slugs Büro vorbei.
Speaker 0: Bis dahin kennst du doch den Weg, oder?«.
Speaker 0: Jean nickte bloß und ging weiter voran.
Speaker 0: Nachdem die beiden Mädchen Professor Slakhorns Büro-Tür passiert hatten, wies Drude Jean mit ein paar knappen Worten wie »Hier links« oder »Die Treppe dort runter« den Weg.
Speaker 0: Obwohl Jean über ein ausgeprägtes Orientierungsgefühl verfügte, war sie bald nicht mehr sicher, ob sie den Weg zurück ohne Weiteres finden würde.
Speaker 0: In einem schmalen Gang, wo sowohl Jean als auch ihre Peinigerin gerade eben noch aufrecht stehen konnten, stand eine einzelne vergitterte Tür zu ihrer Rechten einen Spaltbreit offen.
Speaker 0: Stimmen drangen an Jeans Ohr, aggressive, teils verwaschen klingende Stimmen.
Speaker 0: Wir könnten ihn tanzen lassen!
Speaker 0: Ach komm ja, lassen wir ihn tanzen!
Speaker 0: Jemand fügte etwas afrosisch hinzu und mehrere Personen quittierten dies mit einem Lachen.
Speaker 0: Auch wenn die Tür verschlossen gewesen wäre, hätte Jean alles mitbekommen, was sich hinter ihr tat, denn sie bestand im Grunde nur aus einem halben Dutzende Eiserner Streben.
Speaker 0: Der Raum dahinter war dunkel und wurde nur von einigen wenigen Zauberstäben erhält, deren spitzen schmale Streifen lichtspendeten.
Speaker 0: Vier Personen befanden sich darin, soweit Jean es sehen konnte, von denen drei aufrecht jedoch gebückt standen.
Speaker 0: Der Junge namens Sergei Antonovich dessen Nachname Pavlichenko lautete, wie Jean jetzt wieder einfiel, der neben ihm mit dem welligen dunkelbraunen Haar, das ihm ungepflegt bis auf die Schultern fiel, musste dieser Bronco sein.
Speaker 0: Natürlich kannte Jean ihn vom Seen, genau wie den Dritten im Bunde, einen unscheinbaren Jungen mit hohen Wangenknochen im ausgezehrt wirkenden Gesicht, der mindestens im sechsten Schuljahr und Teil von Nilsens ständiger Entourage war.
Speaker 0: Zu ihren Füßen krimmte sich eine dünne Gestalt, die Arme fest um den Kopf geschlungen und die Beine angezogen, um den Unterleib zu schützen.
Speaker 0: Severus, er kannte Jean.
Speaker 0: Angst füllte ihren Magen wie ein Kessel Säure.
Speaker 0: Hatten die drei nicht auf sie und Druid gewartet und Zef bereits etwas angetan?
Speaker 0: Druid hinter ihr schubt die Tür ein Stück weiter auf und gab Jean einen heftigen Stoß in den Rücken, sodass sie in den dunklen Raum hineintaumelte.
Speaker 0: Dabei streifte ihr Scheitel die niedrige Decke aus unbehaunem Stein und riss ihr die Kopfhaut auf.
Speaker 0: Warmes Blut tropfte ihr in die Stirn und hinter den Ohren den Hals hinab, als sie den Kopf unwillkürlich hob, um dem Blutfluss zu stoppen.
Speaker 0: Jetzt drauchs sie abgesehen vom feuchten Schimmel auch noch ihr eigenes Blut und der einzelne Tropfen, der an ihrer Nase vorbei auf ihre Oberlippe traf, schmeckte nach rostigem Eisen, als sie mit ihrer Zunge nervös danach tastete und ihn schließlich ableckte.
Speaker 0: Na, wer kommt denn da?
Speaker 0: Der Junge, bei dem es sich um Branco handeln musste, sah Jean direkt an und blendete sie mit der erleuchteten Spitze seines Zauberstabs.
Speaker 0: Sergei und der dritte Junge tratten automatisch einen Schritt zurück, doch Branco blieb, wo er war, mit den Füßen nahe an Severus' Kopf.
Speaker 0: Auf die Knie.
Speaker 0: Perlman befahl Drewt hinter ihr mit schneidender Stimme.
Speaker 0: Jean tat wie ihr Geheißen und kauerte sich nur einen halben Meter von Severus entfernt auf den Klammensteinboden.
Speaker 0: Der dort liegende Junge regte sich ganz leicht.
Speaker 0: Er nahm den Arm, mit dem er seine Nase und Augen geschützt hatte, ein paar Zentimeter fort und sah Jean an.
Speaker 0: Verzweiflung stand in seinem Blick.
Speaker 0: Wie immer trug Severus schwarz und Jean konnte keine Blutflecken auf seiner Kleidung ausmachen, doch als er den Arm letztendlich ganz fortnahm, verwischte er damit nicht wenig Blut auf seinem blassen Gesicht.
Speaker 0: Nein, stellte Jean verbittert fest.
Speaker 0: Die Kerle hatten ganz offensichtlich nicht auf sie und Jules gewartet.
Speaker 0: Das werdet ihr büßen, mummelte sie an keinen im Besonderen gerichtet und streckte gleichzeitig ihre Hand aus, um Seff eine Haarsträhne, die ihm in die Augen gefallen war, sachte aus dem Gesicht zu streichen, bevor sie sich mit Blut füllte, wie der Quast eines maler Pinsels mit roter Farbe.
Speaker 0: Ein Fiepen füllte ihre Ohren, das immer lauter wurde.
Speaker 0: Severus hatte recht gehabt.
Speaker 0: Sie hatten sich an ihm gerecht, um sie Jean zu treffen.
Speaker 0: Oh, hätte sie doch nur ihren Holunderstab gehabt.
Speaker 0: Sie spürte die Wärme.
Speaker 0: Nein, Hitze ihres eigenen Blutesters an ihrem Hals herunterlief.
Speaker 0: Vielleicht war es sogar besser, dass der Elderstab außer Reichweite war, denn das, was sie jetzt spürte, kam Mordlust gleich.
Speaker 0: Doch wie sollte sie sich und Severus ohne ihn beschützen?
Speaker 0: Sie saßen in der Falle.
Speaker 0: Alle beide.
Speaker 0: Kapitel- onehundsebzig.
Speaker 0: Ein netter Versuch.
Speaker 0: Branko stellte sich direkt neben Jean und sie hörte, wie er mit seinen Fingerknöcheln knackte.
Speaker 0: Es war ein bedrohliches Geräusch und zweifels Ohne war der Dermstreng sich dessen bewusst.
Speaker 0: Jean musste sich zusammennehmen, um den Blick nicht von dem Riegungslos am Boden liegenden Severus abzuwenden oder sich die Finger in die Ohren zu stecken.
Speaker 0: Was wollt ihr eigentlich von mir?
Speaker 0: flüsterte sie tonlos.
Speaker 0: Von uns.
Speaker 0: Ist das so schwer zu kopieren?
Speaker 0: Das war jetzt Sergei mit seinem schweren russischen Akzent.
Speaker 0: Wir rechen Nordal.
Speaker 0: Er selbst kann's ja nicht tun.
Speaker 0: Die einzige im Raum brennende Fackel, die in einem dafür vorgesehenen Halter, hinten links an der Wand des Kerkers steckte, war auf diabolische Schatten auf sein verwutverzogenes Gesicht.
Speaker 0: Seid ihr euch wirklich so sicher, dass er es gut heißen wird, was ihr hier macht?
Speaker 0: Jean wischte sich mit dem Ärmel ihres Pullovers übers Gesicht.
Speaker 0: Die Platzwunder an ihrem Scheitel schien so schnell nicht aufhören wollen zu bluten.
Speaker 0: Er kommt mir eigentlich eher vor, wie jemand, der seine Probleme selbst lösen will, ohne Lacken.
Speaker 0: Wir sind doch Strumstrang-Mann!
Speaker 0: Wir stehen voneinander ein, immer!
Speaker 0: Das ist das, was ihr für weichlichten Waschlappen hier unten nicht kennt!
Speaker 0: Bran curlies seine Knöchel noch ein paar Mal drohend knacken, dann wandte er sich zu Druid.
Speaker 0: Was machen wir jetzt mit den zwei Weicheiern?
Speaker 0: Jean konnte Druid nicht sehen, da diese noch immer hinter ihr stand.
Speaker 0: Doch sie konnte ihre Stimme anhören, dass die Situation ihr Befriedigung verschaffte.
Speaker 0: Schlimmer noch, ihr aufrichtig Spaß zu bereiten schien.
Speaker 0: Das überlasse ich euch!
Speaker 0: lautete ihre laxe Antwort.
Speaker 0: Aber lasst sie nicht mit weniger davon kommen, als sie Nordal angetan haben.
Speaker 0: Ein weiterer Tropfen rollte an Jeans Schläfe hinunter und sie wischte ihn fort, wobei sie jedoch merkte, dass es sich diesmal um Schweiß handelte.
Speaker 0: Angstschweiß.
Speaker 0: Ein Zauberer ist immer nur so mächtig wie sein Zauberstab, hatte Professor Flitwick einmal vor versammelter Klasse gesagt.
Speaker 0: Und wie recht er doch damit hatte.
Speaker 0: Ohne ihren Zauberstab war sie einfach nur ein wehrloses kleines Mädchen, ihren Peinigern auf Gedei und Verderb ausgeliefert.
Speaker 0: Darüber hinaus waren diese zu dritt und sie mehr oder weniger auf sich selbst gestellt, denn es sah nicht so aus, als könnte Severus ihr in diesem Moment eine große Hilfe sein.
Speaker 0: Während sie dort auf dem kalten Boden kniete, die Hand noch immer an seiner Wange, tratten Branko und Sagei zu Drut und die drei Dermstrengs streckten die Köpfe zusammen.
Speaker 0: Emisches Kichern und undeutliches Flüstern war zu hören, Während Jean sich das Hirn zermaterte, wie sie noch größeres Unheil von sich und Severus abwenden konnte.
Speaker 0: Sehr, sehr langsam beugte sie sich noch ein Stück tiefer zu dem blutenden Jungen hinunter.
Speaker 0: «Seth, Seth, kannst du mich hören?« wissperte Jean.
Speaker 0: Der angesprochene Nikte kaum merklich.
Speaker 0: «Wo ist dein Zauberstab?».
Speaker 0: Severus bewegte die blassen Lippen, doch Jean konnte nicht verstehen, was er sagte.
Speaker 0: Sie nagte ihren Kopf noch ein kleines bisschen näher zu ihm hinunter, Darauf hoffend, dass es von den anderen keiner mitbekam.
Speaker 0: Glücklicherweise waren Drude, Sergei und Branko so in ihrer Planung zu einer schrecklichen Untat vertieft, dass sie nichts davon mitbekamen, wie Jean sich Severus immer weiter näherte.
Speaker 0: Ich kann dich nicht verstehen.
Speaker 0: Verzweiflung walte ihn ja auf.
Speaker 0: Der junge Öffneter in Auge, sein zweites war fast vollständig zugeschwollen und färbte sich bereits dunkelrot.
Speaker 0: Er musste große Schmerzen haben.
Speaker 0: Severus unter Lippe war in der Mitte aufgeplatzt.
Speaker 0: Wahrscheinlich waren seine Worte deshalb so undeutlich.
Speaker 0: Sein Gesicht war mit so viel Blut bedeckt, dass Jean nicht sehen konnte, ob er dort weitere Wunden hatte oder ob das Blut einzig und allein von der geplatzten Lippe herrührte.
Speaker 0: Rang-go!
Speaker 0: Momilte.
Speaker 0: Severus kam hörbar.
Speaker 0: Jean widerstand, dem plötzlichen Impuls sich umzudrehen.
Speaker 0: Stattdessen startete sie regungslos die feuchte Steinwand hinter Severus an, während es in ihr arbeitete.
Speaker 0: Sie musste irgendwie an Severus Zauberstab kommen.
Speaker 0: Doch konnte sie mit einem fremden Stab zwei Gegner auf einmal ausschalten, die ihrerseits bewaffnet waren?
Speaker 0: Den Holunderstab aufrufen konnte sie nicht.
Speaker 0: Er lag mehr als sieben Stockwerke hoch über ihr eingeschlossen im Driftender Turm und würde es noch nicht einmal durch das Porträhloch schaffen, selbst wenn sie die magische Reichweite besessen hätte, die es bedurfte, um ihn über eine so lange Strecke zu sich zu rufen.
Speaker 0: Accio war einer der Zaubersprüche gewesen, den Prof.
Speaker 0: Flitwick den Dritt-Klässlern in seinem Unterricht im Herbst, in der er in der Mitte war.
Speaker 0: Einige Schüler, natürlich diejenigen, die nicht aus Muggelfamilien stammten, hatten ihn teilweise bereits anzuwenden versucht, bevor sie nach Hogwarts gekommen waren.
Speaker 0: Allerdings meist mit mäßigem bis gar keinem Erfolg, denn der Aufrufe-Zauber erforderte so einiges an Wissen und Können.
Speaker 0: Vor allem war die sogenannte magische Reichweite wichtig.
Speaker 0: Ein Prozess, der mit der magischen Reife des Anwenders einherging.
Speaker 0: Die ersten Gehversuche mit diesem anspruchsvollen Zauberspruch hatten die Jungen und Mädchen im Klassenzimmer für Zauberkunst unternommen, mit federleichten Gegenständen, die unbeweglich vor ihnen auf den Pulpen ruten, Und Jean hatte es als einzige geschafft, nach nur einer Handvoll-Übungsstunden sowohl eine leichte Rolle-Pargament als auch einen von Flitwick heraufbeschworenen Schmetterling, der sich flatternd und immer einmal wieder die Richtung wechselnd durch den Raum bewegte, zu sich zu rufen und mit der Hand aufzufangen.
Speaker 0: Selbst Lily, die eine hervorragende Schülerin dieses Fachs war, hatte gegen Jean's Ergebnisse nicht anstinken können, wie sie es selbst ausgedrückt hatte.
Speaker 0: Mit jeder Stunde waren Jeans Ergebnisse ein wenig besser geworden, während andere stagnierten oder es ganz einfach nicht schafften, auch nur einen der Gegenstände, sei er auch noch so klein oder leicht, zu sich zu locken.
Speaker 0: Professor Flitwick hatte diese Schüler getröstet und zugleich ermuntert nicht aufzugeben.
Speaker 0: Die magische Reichweite zu erlangen war ein Kapitel für sich.
Speaker 0: Ein schwieriges Kapitel.
Speaker 0: Mary MacDonald hatte Jean und Lily kurze Zeit später anvertraut, dass ihre Mutter, die während ihrer eigenen Schulzeit in den meisten Fächern über ein annehmbar nicht hinausgekommen war, noch heute Schwierigkeiten mit dem Aufrufen von Sachen hatte.
Speaker 0: Ungefähr zwei oder drei Wochen später hatte dann der gesamte Zauberkunstkurs an einem windigen Morgen im November kollektiv bibbernd bei Bodenfrost auf den Ländereien gestanden und Stirnrunzeln dabei zugesehen, wie sein winziger Lehrer diverse Versuchsobjekte außerhalb des Sichtfeldes des zu prüfenden Schülers, wahlweise hinter einer Hügelkuppe auf einem Baum oder sogar in einer verlassenem Kaninchenbaum platzierte.
Speaker 0: Serious Black und James Potter war es auf Anhieb gelungen besagte Objekte, zu denen beispielsweise ein Wollhandschuh oder ein Taschentuch gehörten, zumindest in ihre Richtung flattern zu lassen.
Speaker 0: Serious gar aus einem Abstand von ca.
Speaker 0: vierzig Metern.
Speaker 0: Doch wieder war es Jean gewesen, die dem Phönix abgeschossen hatte.
Speaker 0: Ihr Lehrbuch der Zaubersprüche Band III lag von ihrem Professor zusätzlich mit einem Stein beschwert in einer flachen Mulde außer Sicht.
Speaker 0: Ungefähr sechzig Meter von der Stelle entfernt, an der sich alle befanden.
Speaker 0: Als sie den Holunderstab schließlich hob, ging ein Raunen durch die Gruppe der wartenden Schüler und ihre Stimme schalte Kristall klar über die Raureif-Weißenwiesen bis hinüber zum Waldesrand.
Speaker 0: Akio Buch.
Speaker 0: Nur Sekunden später wurde etwas in der Luft ungefähr fünf Meter über dem Boden sichtbar, das auf die Entfernung ziemliche Ähnlichkeit mit einem Vogel aufwies, da es wie wild herumflattete.
Speaker 0: Es war jedoch keine nervöse Eule.
Speaker 0: Jeans Schulbuch kam auf sie zugesegelt wie ein Götterbote und es fiel nicht etwa vor ihr auf den steinhart gefrorenen Frostboden, sondern es gelang ihr sogar, es mit dem linken Arm aufzufangen.
Speaker 0: Dabei verstauchte sie sich allerdings ganz böse den Mittelhandknochen und musste sich von Madame Promfrey im Krankenflügel eine Salbe gegen die Schmerzen geben lassen, die sie zunächst aus lauter Euphorie über ihren immensen Triumph kaum gespürt hatte.
Speaker 0: Lilly hatte sich für sie gefreut, während die Rumtreiber einander dunkle Blicke zuwarfen.
Speaker 0: Peter Pettigrews Gesicht war sprich wörtlich grün von Neid gewesen.
Speaker 0: Er, der in Zauberkunst ausnahmsweise gar keine so schlechten Ergebnisse erzielte und endlich einmal ein Fach hatte, in dem er es seinen Freunden gleich tun konnte, war genau wie sie von einer hasenzähnigen Hexe mit unvorteilhaftem Topfschnitt ausgestochen worden.
Speaker 0: Kein Wunder, dachte Jean jetzt dort unten im dunklen Kerker, dass der Aufrufezauber einer der wichtigsten Zauber überhaupt war.
Speaker 0: Wenn ein Zauberer oder eine Hexe immer auch nur so mächtig wie sein oder ihr Zauberstab war, dann musste man sicherstellen, dass man stets Zugriff auf ihn hatte.
Speaker 0: Idealerweise trug man ihn am Körper, in der Innentasche des Umhangs, die extra dafür vorgesehen war.
Speaker 0: Wo man ihn nah am Herzen trug.
Speaker 0: Das war Jean erst vor Kurzem zum ersten Mal so richtig bewusst geworden.
Speaker 0: Oder lag es daran, dass sie ihren Zauberstab gewechselt hatte?
Speaker 0: Beim Holunderstab hatte sie das Gefühl, dass das Tragen nah an ihrem Herzen den Stab mit einer Energie erfüllte, die ihr Alter rundheraus nicht gehabt hatte.
Speaker 0: Setzt meinen wegen alle davon um.
Speaker 0: Aber ich gehe jetzt.
Speaker 0: Wenn mich einer fragt, ich hab nichts gesehen, dann kann ich euch auch nicht verraten.
Speaker 0: Mit einem maliziösen Glitzern in den Augen ließ Drewt sie alle stehen und ging zurück zur Gittertür des Kerkerraumes, von wo sie aus Jean noch einmal zuwinkte.
Speaker 0: Die allgemeine Verwirrtheit aller Anwesenden schien sie sehr zu amüsieren.
Speaker 0: Jean beobachtete ihren feigen Rückzug mit offenen Mund.
Speaker 0: War Drewt wirklich so dumm?
Speaker 0: Es gab mindestens ein halbes Dutzend Möglichkeiten, wie man ihr trotz allem würde nachweisen können, dass sie in den Überfall auf Severus verstrickt war.
Speaker 0: Veritaserum war nur ein davon.
Speaker 0: Wie konnte das Dermstreng-Mädchen bloß glauben, dass sie nur ein wenig schlecht gespielte Naivität an den Tag legen musste und damit durchkäme?
Speaker 0: Doch natürlich hielt Jean den Mund, denn wenn Rude wirklich ging, waren es nur noch zwei Gegner, denen sie sich stellen musste.
Speaker 0: Und die Gelegenheit, dass kapierte sie exakt in diesem Moment, würde nie günstiger sein als jetzt.
Speaker 0: Sergei und Branko waren nicht minder überrascht als sie selbst über den Abgang ihrer Mitschülerin.
Speaker 0: Sie schienen sowohl Jean als auch den scheinbar hilflosen Severus im hinteren Teil des Kerkers völlig vergessen zu haben.
Speaker 0: Jean spürte Adrenalin wie einen zu schnell hinuntergestürzten Feuervisky durch ihre Adern schwappen, während sie sich zum Sprung bereitmachte.
Speaker 0: Allerdings gingen ihre Chancen, Branko zu überwältigen gegen Null, denn der Junge stand so weit von ihr entfernt, dass sie ihn nicht mit zwei, drei schnellen Schritten würde erreichen können.
Speaker 0: Außerdem stand Sergei noch immer zwischen ihnen, wenn bloß… Kruzio!
Speaker 0: Beide Jungs warfen sich wie auf Kommando herum und richteten ihre gezückten Zauberstäber auf Severus, über dessen blutiger Lippen der Zauberspruch gekommen war.
Speaker 0: Jean durchschaute sein Ablenkungsmanöver fast schon ein wenig zu spät.
Speaker 0: Protego!
Speaker 0: brüllte Sergei, während Branko seinerseits Severus instinktiv den Kruciatusfluch entgegenschrie.
Speaker 0: Sein Zauberstab entsandte rote Funken in Severus Richtung und da dieser seinen Zauberstab natürlich nicht hatte, um sich dagegen zu verteidigen, büste er seine Finte mit höllischen Schmerzen.
Speaker 0: Die roten Funken bohrten sich in seine Seite, sein geschwächter Körper löste sich teilweise von den Steinfliesen und zuckte wild in die Höhe.
Speaker 0: Ein qualvoller Schrei halte von den Wänden wieder.
Speaker 0: Und obwohl es mehr als furchtbar für Jean war, ihn zu vernehmen, war er auch ihr Startsignal.
Speaker 0: Sergei stand jetzt nicht mehr im Weg, also warf sie sich blind links auf Branco.
Speaker 0: Ihre Attacke kam für ihn anscheinend aus heiterem Himmel, denn er schaffte es nicht mehr rechtzeitig, sie abzuwehren.
Speaker 0: Jean's linke Faust krachte gegen sein Kinn, während gleichzeitig ihre rechte Hand unter seinen Umhang langte und nach Severus Zauberstab tastete, wo sie ihn vermutete.
Speaker 0: Tatsächlich bekam sie ihn zu fassen und zog ihn hervor, noch bevor es Branco gelang, den Stab festzuhalten.
Speaker 0: Arkyo-Holunda, Stab!
Speaker 0: kreischte Jean aus Leibes Kräften.
Speaker 0: Sie musste es einfach versuchen, auch wenn sie tief im Inneren wusste, dass es vergeben zwar.
Speaker 0: Wie sie bereits befürchtet hatte, feuerte Branco so gleich rote Funken auf sie ab und auch sehr gay ging in Kampfstellung.
Speaker 0: Nie hätte sie es geschafft, sie beide gleichzeitig zu überwältigen, dachte sie noch, bevor der Funken grägen sie von den Füßen fegte und sie wenig graziös mit dem Hintern auf dem harten Boden landete, wo sie sich unter grausamen Schmerzen band.
Speaker 0: Es führte sich an, als hätte ihr ganze Körper Feuer gefangen.
Speaker 0: Mit einem Sprung war Branco bei ihr und entwand ihr Severus Zauberstab sofort wieder.
Speaker 0: Nervöse Stille breitete sich im Raum aus und einige Zeit sagte niemand auch nur ein Wort.
Speaker 0: Nur Jeans und Severus schmerzvolles Stöhnen war zu hören.
Speaker 0: Alle drei Dermstrengs schien in den Atem anzuhalten und dabei zu zählen.
Speaker 0: Zehn Sekunden verstrichen.
Speaker 0: Fünfzehn, zwanzig.
Speaker 0: Nichts passierte.
Speaker 0: Dann fing Drude an zu lachen.
Speaker 0: Sie hielt sich den Bauch, grimmte sich unter falschem, höhnischem Gelächter, dem jedoch auch eine gute Portion Erleichterung beigemischt zu sein Schien und in das Branco und Sergei nun einfielen.
Speaker 0: Hast du in Zaubersprüche nicht aufgepasst?
Speaker 0: Dein ach so toller Zauberstab wird nicht hier herunter gelangen.
Speaker 0: Egal wie mächtig er ist, er kann nicht einfach durch das Porträtloch sprengen und auch nicht durch ein geschlossenes Fenster fliegen.
Speaker 0: und selbst wenn er das fertig brechte.
Speaker 0: Du kannst ihn über eine solch große Entfernung nicht aufrufen.
Speaker 0: Das schafft vielleicht eure Missgeburt von Professor, aber kein Schüler.
Speaker 0: Was glaubst du eigentlich, wer du bist, du Hochstaplerin?
Speaker 0: Die furchtbar schmerzhaften Zuckungen hatten aufgehört.
Speaker 0: Jean lag zu Brancours Füßen auf den Boden und schämte sich so sehr, dass sie ihn besagt im Boden hätte versinken können.
Speaker 0: Drude hatte recht.
Speaker 0: Sie war eine Hochstaplerin.
Speaker 0: Wie hatte sie nur glauben können, sie sei mit ihren vierzehn Jahren eine so außergewöhnliche Hexe, dass sie sich über die einfachsten Gesetze der Magie so mir nichts dir nichts hinwegsetzen konnte?
Speaker 0: Sie war anmaßend.
Speaker 0: Anmaßend und dumm.
Speaker 0: Warum hatte sie nicht einfach versucht, die beiden Jungen kurz nacheinander mit einem Schockzauber auszuschalten, anstatt so eine sinn- und Hirnentleerte Aktion zu starten?
Speaker 0: Gebt ihr dafür eine Extra-Portion rutter Funken?
Speaker 0: Befall Drude, bevor sie sich endgültig umdrehte und anstalten, machte den feucht kalten Raum zu verlassen.
Speaker 0: Das wird sie lehren in Zukunft!
Speaker 0: Was es Jean hätte lehren sollen, erfuhr nie irgendjemand.
Speaker 0: Ein leises, fast melodisch Klinge des Pfeifen ertönte wie aus weiter Ferne und Jean glaubte im ersten Moment, dass es Drude war, die vergnüglich vor sich hinpfiff.
Speaker 0: Doch dann kollidierte etwas mit ihrem Kopf.
Speaker 0: und das Mädchen, das gerade noch mitten in der Türöffnung gestanden hatte, viel von überwiege fällt.
Speaker 0: Jean spürte, wie etwas heißes die klamme Luft des Kerkers um sie herum erfüllte, und noch bevor sie sich überhaupt richtig bewusst wurde, was da eigentlich gerade geschah, landete der Holunderstab, durch den zusammenen Brall mit Druid's Kopf in seinem pfeilschnellen Flug gedämpft, fast sanft in ihrer noch immer-vor-schmerz-zitternden Hand.
Speaker 0: Kapitel onehundertzeweiundsiebzig Fünf Stäbe.
Speaker 0: Völlig unter Schock stehend kauerte Jean am Boden und starte verständnislos den Holunderstab in ihrer Hand an.
Speaker 0: Wie war das möglich?
Speaker 0: Doch bevor sie in grübe Leyen darüber versinken konnte, wie ein Zauberstab aus einem geschlossenen Raum heraus über eine solche Lange und mit von Hindernissen geradezu gespickte Strecke bis in ihre Hand gelangen konnte, übernahm ihr Überlebensinstinkt die Kontrolle über ihr Denken und Handeln.
Speaker 0: Umdrewt würde sie sich nicht kümmern müssen.
Speaker 0: Das schwarzhaarige Mädchen lag bewegungslos mit dem Gesicht nach unten auf dem unebenen Steinboden.
Speaker 0: Jeans Zauberstab hatte sie in vollem Flug am Hinterkopf getroffen.
Speaker 0: Sie war eindeutig nicht bei Bewusstsein.
Speaker 0: Blieben noch Sergei und Branco.
Speaker 0: Expelliamos brüllte Jean aus Leibes Kräften und hörte ihre eigene, sich ohnehin schon überschlagende Stimme von den Wänden ringsum um ein Vielfaches wiederhallen.
Speaker 0: Sergei bot keinerlei Widerstand, wie er so da stand, den Mund vor Überraschung weit aufgerissen, ebenso wie seine Augen.
Speaker 0: Sein Zaberstab, ein langes, fetrig wirkendes, vergleichsweise dünnes Ding aus undefinierbarem hellen Holz, wurde ihm genau wie Brancos sozusagen im Handumdrehen aus den Fingern gerissen und in Jeans Richtung geschleutert.
Speaker 0: Sie versuchte beide Sterbe gleichzeitig mit links aufzufangen, ein Unterfangen, welches schon unter normalen Umständen zum Scheitern verurteilt gewesen wäre, denn sie war noch nie sonderlich geschickteren gewesen, Dinge aufzufangen, die ihr entgegengeworfen wurden.
Speaker 0: Ganz gleich, ob es sich dabei um Basketbälle, Schlüsselbunde oder Taschentu-Verpackungen handelte.
Speaker 0: Beinahe alles, was man ihr Zuwaff landete, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, eher zu ihren Füßen als ihren Händen.
Speaker 0: Vielleicht hätte es dennoch funktioniert, vielleicht wäre es die eine Ausnahme gewesen, die es gebraucht hätte, um sich nachhaltig dessen zu versichern, dass sie durchaus eine fähige Hexe war und sich unter Kontrolle hatte.
Speaker 0: Doch just in dem Augenblick, der Jean reflexartig in die Luft griff, um sich beide Sterbe gleichzeitig zu schnappen, kam noch etwas anderes auf sie zugeflogen und prallte dabei gegen die zwei anderen, bevor sie ihrer Harphaft werden konnte.
Speaker 0: Severus Zauberstab.
Speaker 0: Den Branco unter seinem Umhang verborgen gehalten hatte, war Jeans Hof ebenfalls gefolgt und vereitelte somit Jeans Versuch, die Stäbe ihrer Gegner auch nur leidlich geschickt aufzufangen.
Speaker 0: Alle drei fielen klappern zu Boden und rollten in die hinterste Ecke des Kerkeraumes, wo sie abseits vom trüben Licht der einzigen Fackel von der Finsternis verschluckt wurden.
Speaker 0: Jean beginnt den Fehler, ihnen nur einen kurzen Augenblick mit den Augen zu folgen und diesen entscheidenden Moment der Unaufmerksamkeit nutzte Sergei Antonovich Pavlichenko, um sich auf sie zu stürzen.
Speaker 0: Im nächsten Moment umklammerte seine Stahl harte, unerbittliche Hand, Jean's Rechte und versuchte mit äußerster Gewalt ihr den Holunder Holzstab zu entwinden.
Speaker 0: Branco erwachte nun ebenfalls aus seiner Schockstarre und tat aus seinem Freund nach.
Speaker 0: Drei ausladende Schritte und er war ebenfalls über Jean, warf sich mit seinem gesamten Gewicht auf sie und versuchte sie unten zu halten, während sehr gay wie Wild an Jeans Zauberstabriss.
Speaker 0: Sie versuchte zu schreien, doch Branco setzte sich Rittlings auf ihren Brustkorb und sie bekam nun seine Feueste zu spüren.
Speaker 0: Der erste Schlag traf ihr rechtes Auge, der zweite ihre Nase und sie konnte das trockene Knacken hören, als sie brach.
Speaker 0: Sie keuchte laut auf.
Speaker 0: Heißes Blut schoss ihr aus beiden Nasenlöchern, als sie prustend ausatmete und ran ihr die Kehle herunter, als sie wieder nach Luft schnappen konnte.
Speaker 0: Der auf ihr Sitzen der Junge wurde mit einem feinen roten Nebel besprüht, doch er grunzte bloß und schlug umso härter zu, auf ihren Mund, ihre Schläfen, ihre Ohren einfach überall hin.
Speaker 0: Der Schmerz war unerträglich, und Jeans kraftlose linke Hand versuchte vergebens Branco, der jetzt wie ein Bers Erke auf sie Einschlug auf Abstand zu halten.
Speaker 0: Dann fanden seine Hände ihren Hals und drückten ihr die Kehle zu, so fest, dass Jean nicht einmal mehr Blut aushusten konnte.
Speaker 0: Das Gefühl zu ersticken war überwältigend, und als bald führte Jean ihre Sinne schwinden.
Speaker 0: Der dunkle Raum wurde nur noch schatten- und schemenhafter, als ihre Sicht sich zu trüben begann, in ihren Ohren rauschte es.
Speaker 0: und der Geschmack von Blut auf ihrer Zunge, hätte sie allein schon deswegen zum Würgen gebracht, weil sie sich vor ihm ekelte.
Speaker 0: Doch zusammen mit Brancours mittlerweile tödlichem Griff, gelang ihr selbst das nicht mehr.
Speaker 0: Noch hielt sie ihren Zauberstab fest wie einen Schraubstock in der Hand.
Speaker 0: Doch sie konnte ihm nichts befehlen.
Speaker 0: Alles, was sie noch herausbrachte, war ein schwaches Röchin.
Speaker 0: Über ihre linke Schulter hinweg versuchte Brancu nun anscheinend, an einen der drei in den Schatten verschwundenen Zauberstäbe zu kommen.
Speaker 0: Dabei verlagerte er sein Gewicht ein Stück weit nach vorn, wild umhertastend.
Speaker 0: Weswegen seine rechte Hand Jeans halslos lassen musste.
Speaker 0: Instinktiv ließ Jean ihr Becken ruckartig in die Höhe schnellen, sodass der Dermstreng das Gleichgewicht verlor und über sie hinüber kippte.
Speaker 0: Verzweifelt rang sie nach Luft, wollte sehr gay, dennoch immer an ihrem Arm hing einen Schockzauber entgegenbrüllen, doch sie verschluckte sich an ihrem eigenen Blut.
Speaker 0: Und abgesehen von einem raselnden Keuchen verließ kein Ton ihren Mund.
Speaker 0: Hinter ihr vernahm sie ein hölzernes Klinge des Klackern.
Speaker 0: Wahrscheinlich hatte Branko die Zaubersterbe erreicht und blind links nach einem von ihnen gegriffen.
Speaker 0: Im selben Moment verspürte Jean einen unfassbaren Schmerz in der Hand, die sich noch immer an ihren eigenen Stab klammerte, wie sie selbst sich an das Leben.
Speaker 0: Sehr geil hatte seine Zähne in ihre Handkante geschlagen und bis zu, als wollte er alles, ihre Haut, ihre Knochen und Muskeln zertrennen und zerquetschen.
Speaker 0: Jean Scherie aus Leibes kräften und versuchte verzweifelt, die Hand frei zu bekommen, doch es war zu spät.
Speaker 0: Ihre Finger gaben automatisch nach, ihre Faust öffnete sich und der Holunderstab wurde ihr entwunden.
Speaker 0: Aus, war alles, was sie noch denken konnte.
Speaker 0: Jetzt ist alles aus.
Speaker 0: Ich kann nichts mehr tun.
Speaker 0: Es tut einfach zu weh.
Speaker 0: Was auch immer du mir antun willst, tust schnell.
Speaker 0: Ein dumpfes Geräusch drang an ihren noch immer von Brankos Schlägen klingelnden Ohren.
Speaker 0: Es klang fast wie ein Schlag und der Dormstrang hinter ihr stöhnte auf.
Speaker 0: Stupor!
Speaker 0: Jean sah sehr gay auf sie hinunterblicken.
Speaker 0: Er, der eben noch wie ein Besessener an ihrer Hand gerissen hatte, schien jetzt alle Zeit der Welt zu haben.
Speaker 0: Er sah ihr in die Augen, mit eiskaltem Blick, den gewonnenen Holunderstab erhoben und auf sie weisend.
Speaker 0: Er schien den Moment voll auskosten zu wollen.
Speaker 0: Das Wissen, dass er seine Widersacherin bzw.
Speaker 0: nun auch ihren Zauber starb.
Speaker 0: ganz und gar in der Hand hatte.
Speaker 0: Sehr langsam neigte sich der braunhaarige Junge zu Jean hinunter, dabei verließ sein triumphierendes Lächeln keinen Augenblick lang sein Gesicht.
Speaker 0: Es wirkte geradezu fest gefroren, dachte Jean, schluckte eine Kehle voll Blut und wartete ab, beide Hände mit den Handflächen nach vorn erhoben, bereit sich zu ergeben.
Speaker 0: Im nächsten Moment kippte Säge ihr entgegen, sein Kopf streift ihre linke Wange.
Speaker 0: Als seine Stirn auf dem harten Boden aufschlug, gab es ein hässliches Geräusch.
Speaker 0: Und als Jean voller Verwunderung den Kopf wandte, konnte sie sehen, dass der Junge trotz allem noch immer lächelte.
Speaker 0: Mit beiden Händen packte sie seinen Körper, um ihn von sich herunter zu zerren, und seine Haut führte sich klamm und star an, exakt so wie sein Lächeln.
Speaker 0: Sergej Antonowicz war steif wie an Brett.
Speaker 0: Nachdem es Jean endlich gelungen war, unter seinen verhärteten Gliedern hervorzukrabbeln, lag er noch immer in derselben Position da, wie er auf ihr gehockt hatte.
Speaker 0: Die Beine angewinkelt, Jean starb noch immer in der ausgestreckten Hand, fast so, als würde er ihn anbeten.
Speaker 0: Und die ganze Zeit über lächelte er.
Speaker 0: Erstar kapierte Jean und sie fuhr augenblicklich zu Branco herum.
Speaker 0: Der Junge lag tief im Schatten, sie konnte ihn lediglich von der Teile abwehrt sehen.
Speaker 0: Ein ihr unbekannter Zauberstar beragte unter seiner rechten Hüfte hervor, wahrscheinlich sein eigener.
Speaker 0: Ein Stück weiter konnte Jean einen zweiten erkennen, bei dem es sich offenbar um den von Sergei handelte.
Speaker 0: Wo aber war der Dritte?
Speaker 0: Tut mir leid, dass es so lange gedauert hat, schnahte eine Stimme links von ihr.
Speaker 0: Aber ich war für einen kurzen Augenblick komplett weg.
Speaker 0: Sehr langsam hob Jean den Kopf.
Speaker 0: Einen Schritt links von ihr, mit erhobenen Zauberstab und hochgerektem Kinn, stand Severus.
Speaker 0: Er hatte ganz ruhig geklungen, sah allerdings schrecklich zugerichtet aus, abscheulich mit all dem Blut und wunderschön zugleich.
Speaker 0: Sein ganzes Gesicht war damit verschmiert, genauso wie ihr eigenes, sein rechtes Auge Blut unterlaufen und bis auf einen winzigen Schlitz komplett zugeschwollen, Und auch Jean spürte nun deutlich, dass ihr eigenes Auge dabei war anzuschwellen, wo eine von Brankos Fäusten sie getroffen hatte.
Speaker 0: Severus hielt ihr die Hand hin, und Jean, nach einem Moment des Zögerns, reichte ihm ihre Linke, die keine Bisspuren von Selgej Antonovic Zähnen davongetragen hatte.
Speaker 0: Vorsichtig zog Severus sie auf die Füße, und dann standen sie so nah beieinander, dass ihre Schuhspitzen sich berührten.
Speaker 0: Jean wollte etwas sagen, doch es kam nichts heraus.
Speaker 0: Dabei lag es nicht daran, dass sie gerade von einem Dermstreng fast zu Tode gewirkt worden war, sie hätte durchaus etwas flüstern oder murmeln können.
Speaker 0: Nur war ihr Kopf vollkommen leer und sie fühlte sich so schwach wie nie zuvor.
Speaker 0: Severus schien das zu spüren, denn er legte schützend einen Arm um sie, um sie zu stützen und aufrecht zu halten.
Speaker 0: Und Jean begann sich jetzt erst recht, alles zu drehen.
Speaker 0: Bin wohl zu schnell aufgestanden.
Speaker 0: Doch ihr Verstand durchschaute ihre eigene Lüge sofort.
Speaker 0: Langsam legte sie ihre Pochende und ebenfalls stark blutende Hand auf seine Schulter und schloss die Augen.
Speaker 0: Ich hasse es so schwach zu sein, konnte sie nur denken.
Speaker 0: Einige Zeit passierte gar nichts.
Speaker 0: Sie hörte den Jungen vor sich hörbar atmen.
Speaker 0: Hatte Severus auch so grausame Schmerzen wie sie oder... Nein, ich öffne meine Augen nicht.
Speaker 0: Ich tue gar nichts.
Speaker 0: Ich will nicht schon wieder gegen eine Wand laufen.
Speaker 0: Außerdem fühle ich mich bereits, als wäre ich gegen eine Wand gelaufen.
Speaker 0: Vielleicht könnte ich so tun, als gäben die Beine unter mir nach, dann müsste er mich noch festehalten.
Speaker 0: Oder ich könnte ... Plötzlich spürte sie etwas Kühles an ihrer Stirn, aber nicht so kühl wie die Luftringsung.
Speaker 0: Severus, der nur unwesentlich größer war als sie, hatte sich ihr Zuge neigt, so weit, dass seine Stirn die Ehre berührte.
Speaker 0: Kurzzeitig löste er sich wieder von ihr ... und Jean spürte wie noch nicht ganz getrocknetes Blut ein kaum hörbar schmatzendes Geräusch verursachte, als er sich von ihr zurückzog.
Speaker 0: – Tut das noch einmal, bitte, dachte sie verzweifelt.
Speaker 0: – Lähn dich noch einmal gegen mich.
Speaker 0: Du spürst es doch auch oder etwa nicht, dass das hier trotz all der Schmerzen, der Dunkelheit, der Angst, dass das hier der Augenblick ist.
Speaker 0: Da war er wieder.
Speaker 0: Er war zurück.
Speaker 0: lehnte seine blutverkrustete Stirn an ihre und schwieg, wie so oft.
Speaker 0: Ihre Haut brannte wie Feuer an der Stelle, wo sie sich berührten, mehr noch als dort, wo Branko sie mit seinen Fäusten traktiert hatte.
Speaker 0: Doch es war ein anderes Brennen.
Speaker 0: Eines, das nicht wehtat, ihren Körper jedoch zigmal mehr in Alarmbereitschaft versetzte, als die furchtbaren Schmerzen, die sie noch immer hatte.
Speaker 0: Wir müssen Drew noch entwaffnen, wollte sie sagen.
Speaker 0: Ich muss der Game einen Hollunda-Stab abnehmen und du Branko den Seinen, bevor sie zu sich kommen, den vierten Stab aufheben, der irgendwo dort hinten in den Schatten liegt.
Speaker 0: Das hier darf uns nicht noch einmal passieren.
Speaker 0: Wir müssen.
Speaker 0: Schon gut, hatte sie Severus Momen.
Speaker 0: Die wachen nicht auf.
Speaker 0: Und wenn doch, dann habe ich meinen Zauberstab gleich hier.
Speaker 0: Den lasse ich mir kein zweites Mal abnehmen.
Speaker 0: Er macht eine Pause.
Speaker 0: Wir haben.
Speaker 0: Wir haben noch etwas Zeit.
Speaker 0: Zeit wofür?
Speaker 0: Hauchte Jean mit festgeschlossenen Augen.
Speaker 0: Er sagte nichts.
Speaker 0: Jean spürte bloß eine Nasenspitze, wie sie ihre eigene berührte.
Speaker 0: Sie konnte nichts dafür.
Speaker 0: Sie zuckte vor Schmerz zusammen.
Speaker 0: Ihr Nasenrücken war eindeutig gebrochen.
Speaker 0: Entschuldige, sagten beide gleichzeitig.
Speaker 0: Und dann, wie der Unisono, schon gut.
Speaker 0: Jean musste kichern, trotz der Schmerzen.
Speaker 0: Ihre Stimme klang seltsam quäken, wegen der völlig zugeschwollenen Nase.
Speaker 0: Lach jetzt nicht.
Speaker 0: Several Stimme war noch immer leise, klang nun jedoch streng und kickste dabei kein einziges Mal.
Speaker 0: Es war nicht länger die Stimme eines Jungen, auch nicht die des Mannes, der einmal sein würde, doch nicht mehr weit davon entfernt.
Speaker 0: Blutige Schmetterlinge flatterten blind durch Jeans Magen.
Speaker 0: Entschuldigt, ihr Mund streifte kaum spürbar seine geschwollene Unterlippe und sie verstummte.
Speaker 0: Sie wollte sich wirklich bei ihm entschuldigen.
Speaker 0: ihm mithallen, das er recht hatte und das an dieser Situation rein gar nichts lustig war.
Speaker 0: Außerdem wollte sie ihm dafür danken, dass er sie wieder einmal im letzten Augenblick gerettet hatte.
Speaker 0: Doch seine Lippen waren den Ehren jetzt so nah, dass sie sich unweigerlich wieder berühren würden, wenn sie etwas sagte.
Speaker 0: Sie konnte die Wärme spüren, beinahe schon schmecken, die von ihm ausging.
Speaker 0: Die Wärme und das Blut.
Speaker 0: Ersteres begehrte sie, das Zweite war ihr egal.
Speaker 0: Sie war ja selbst so voller Blut, dass ihm wiederum auch nichts auszumachen schien.
Speaker 0: Und dann berührte seine blutige Unterlippe die Ehre einmal mehr fast wie zufällig.
Speaker 0: Nur dass sie beide diesmal wussten, dass es keinen Zufall war, sondern voller Absicht seinerseits.
Speaker 0: Sofort schmeckte Jean wieder Blut.
Speaker 0: Ob es das Ehre oder das Seine war, kümmerte sie nicht.
Speaker 0: Sie bog ihren Kopf, kam ihm entgegen, hielt sich nicht lange mit der noch immer fast käuschen Berührung auf, sondern öffnete ihm ihren Mund, bot sich ihm da.
Speaker 0: Severus nahm ihr Angebot dankend an.
Speaker 0: Seine verletzte Unterlippe kostete die Ehre, Jean erschauderte und erwiderte den Kuss intensiver, als sie es vorgehabt hatte, tastete sich mit ihrer Zunge vor und hatte nur wie er scharf die Lufteinsug.
Speaker 0: Eine seine Hände glitt hinunter zu ihrer Talie und drückte sie forsch gegen sich.
Speaker 0: Die andere zog sie am Arm noch enger zu sich heran.
Speaker 0: Ganz so, als solle nicht ein Hauch dieser unerträglich scharl riechenden Kärkerluft mehr zwischen ihnen sein.
Speaker 0: Wer auf dich ständig zu entschuldigen und herum zu hamppeln, flüsterte er heiser.
Speaker 0: Sonst, sonst was, mummelte Jean schwach.
Speaker 0: Sie spürte mehr, als dass sie hörte, wie er tief Luft holte.
Speaker 0: Sonst kann ich dich nicht richtig küssen.
Speaker 0: Ein einzelner kleiner Säufer entrang sich Jeans geschwundener Seele, dann schwieg sie still.
Speaker 0: Der Kuss war lang und intensiv, und die Schmetterlinge in Jeans Bauch wurden erst durch ein langgezogenes Stönen wieder auseinandergerissen.
Speaker 0: Druid war es, die an der Tür lag und sich regte.
Speaker 0: Severus löste sich aus Jeans Umarmung, ging zu dem Mädchen und nahm ihm den Zauberstab ab.
Speaker 0: Jean enttäuscht über das abrupte Ende des Kusses, doch voll frischer Energie sammelte ihrerseits Sergais und Brancus Stab sowie ihren eigenen ein.
Speaker 0: Es brauchte eine Weile, bis sie den Holunderstab aus der Gaze-Erstarte Hand ziehen konnte.
Speaker 0: Als sie sich dann wieder gegenüber standen, Severus mit zwei und sie selbst mit drei Stäben in der Hand, flotterte Jeans Herz wie die Schwingen eines Baby-Phoenics vor dem ersten Flug.
Speaker 0: Plötzlich war sie wieder schüchtern wie ein kleines Mädchen, wusste nichts zu sagen.
Speaker 0: Der magische Augenblick war vorbei.
Speaker 0: Auch Severus machte den Eindruck, als wäre er eher verwundert über den Mut, den er gerade erst aufgebracht hatte, um ihr näher zu kommen.
Speaker 0: Er bis sich auf die Unterlippe, verzog dann vor Schmerz das Gesicht, senkte den Kopf und starrte intensiv auf die Zaubersterbe in seiner und Jean's Hand, reusbete sich verlegen.
Speaker 0: Fünf Sterbe, sagte er, und kratzte sich mit der freien Hand im Nacken.
Speaker 0: Ja, sagte Jean, obwohl sie nicht verstand, worauf er hinaus wollte.
Speaker 0: Und dann, äh, hat das irgendeine besondere Bedeutung?
Speaker 0: Wieder reusperte Severus sich.
Speaker 0: Ja, meine, ähm, meine Mutter.
Speaker 0: Sie legt sich manchmal selbst die Karten.
Speaker 0: Ziemlich oft eigentlich.
Speaker 0: Tarot oder so, alles Mögliche.
Speaker 0: Hab als Kind mehr davon mitgekriegt, als ich wollte.
Speaker 0: Fünf Sterbe, das steht für Spannung, Wettkampf oder auch Konflikt.
Speaker 0: Diesen Hirschätze ich haben wir so eben gewonnen.
Speaker 0: Aha.
Speaker 0: Jean wusste nicht, was sie da zu sagen sollte.
Speaker 0: Sie wollte nicht über die Dermstrings reden und was die sie ihnen angetan hatten.
Speaker 0: Sie wollte, wenn überhaupt, über sich und Severus reden und was ich gerade zwischen ihnen abgespielt hätte.
Speaker 0: Sie bedeuten auch Zusammenhalt, für Severus zu sprechen fort.
Speaker 0: Oder Teamarbeit.
Speaker 0: Seine Stimme klang zögern.
Speaker 0: Ja, mummeltet Jean.
Speaker 0: Das ging schon eher in die Richtung, die sie sich vorstellte.
Speaker 0: Glaubst du, möchtest du, sie schluckte?
Speaker 0: Könntest du dir eventuell vorstellen, dass aus uns so eine Art Team wird?
Speaker 0: Sie sah ihm suchend ins Gesicht, dass wir nicht ständig streiten und vielleicht eher so sein können wie eben gerade?
Speaker 0: Servitors verlagerte sein Gewicht von einem Fuß auf den anderen und wieder zurück.
Speaker 0: Jetzt ist er es, der herumhampelt, dachte Jean.
Speaker 0: hütete sich jedoch die Worte auszusprechen.
Speaker 0: Ich ... ich weiß nicht.
Speaker 0: Er sah sie nicht an.
Speaker 0: Das mit Lilly, das ... So was geht nicht so einfach weg wie beim Wutschen und Wedeln mit dem Zauberstab, weißt du?
Speaker 0: Du kannst dir Zeit nehmen, sagte Jean.
Speaker 0: schnell, zu schnell.
Speaker 0: Er brachte sie mit einer Handbewegung zum Schweigen und sie zog den Kopf ein und wartete ab, bis er sich seine Worte zurechtgelegt hatte und weitersprach.
Speaker 0: Lilly ist der ehrlichste Mensch, den ich kenne, sagte er.
Speaker 0: lauter und deutlicher jetzt.
Speaker 0: Dadurch habe ich erfahren, wie wichtig mir Ehrlichkeit ist.
Speaker 0: Mein Vater ist ein verlogenes Drecksschwein und meine Mutter lügt, weil sie Angst hat.
Speaker 0: Er blickte auf und botte seine dunklen Augen in ihre.
Speaker 0: Und du?
Speaker 0: Warum lügst du?
Speaker 0: Ein Eis zapfen botte sich in Jeans Herz bis hinab in ihre Magengrube.
Speaker 0: Gleichzeitig wurde ihre Wange heiß.
Speaker 0: Ich lüge doch nicht, was uns angeht.
Speaker 0: Ich habe dir gesagt, wie wichtig du mir bist.
Speaker 0: Ich halte mich bloß zurück, weil ich nicht ständig einen Kopf an dir bekommen möchte.
Speaker 0: Allein Lilly's Namen aus deinem Mund zu hören, tut mir, es geht nicht um Lilly, schnittert ihr das Wort ab.
Speaker 0: Du bist schon einmal hier gewesen.
Speaker 0: Du weißt Dinge über Hogwarts, die andere nicht wissen, und dieses Wissen stammt nicht etwa aus Büchern.
Speaker 0: Nein, es klingt, als würdest du es längst kennen, wie aus... aus einem anderen Leben.
Speaker 0: Du glaubst, ich merke das nicht, wenn du einen Fehler machst, und lange habe ich das auch nicht.
Speaker 0: Aber Nielsen hat dich beim Rudelwettkampf verraten und ich, ich habe es gehört.
Speaker 0: Du bist nicht die, die du vorgibst zu sein, Jean Perlman.
Speaker 0: Deshalb wollte ich mir eine Auskunft aus dem magischen Geburtenregister des Zaubereiministeriums einholen.
Speaker 0: Doch das führt dich gar nicht.
Speaker 0: Er machte eine Pause.
Speaker 0: Dabei klopfte er mit beiden Zauberstäben gegen seine Oberschenkel und sah Jean, die fast so starr darstand wie Sergei Antonovich Pavlychenko, neben ihr auf dem Boden lag, unverwandt an.
Speaker 0: Hast du gehört?
Speaker 0: Es gibt dich nicht.
Speaker 0: Deshalb frage ich dich jetzt und hier und nur ein einziges Mal.
Speaker 0: Wer bei Merlin bist du eigentlich?
Speaker 0: Liebe Katrin, liebe Dominik, vielen, vielen herzlichen Dank euch beiden für eure Spenden für die Vertonung von geliehen Zeitzweihundrehungen.
Speaker 0: Ich habe mir das zu Herzen genommen und mich hingesetzt noch vor der Arbeit und ein paar Folgen aufgenommen, damit sie ganz bald online kommen.
Speaker 0: Ich hoffe, es ist dann auch so.
Speaker 0: und ich wünsche euch beiden jetzt ganz viel Spaß und allen anderen natürlich auch mit geliehen Zeit.
Speaker 0: zwei Umdrehungen.
Speaker 0: Kapitel onehundertdreiundsiebzig, die Wunderwaffe gegen Voldemort.
Speaker 0: Jean blinzelte.
Speaker 0: Einmal, zweimal, hatte sie ihn richtig verstanden?
Speaker 0: Sie unterdrückte den Impuls, sich beide Finger in die Ohren zu schieben, um die eingebildeten Blockaden zu lösen, die dafür verantwortlich sein mussten, dass sie alles falsch verstand.
Speaker 0: So als wäre sie gerade aus einem sommerlichen Bad im großen See wieder an Land gestiegen und würde nun versuchen, sich das Wasser aus den Ohren zu schütteln.
Speaker 0: Doch sie befand sich nicht in der Sommerfrische am großen See, sondern ganz im Gegenteil in einem feuchten Gefängnis im Unterbauch von Hogwarts, wo es nach kaltem Schweiß und Blut roch.
Speaker 0: Zef ich!
Speaker 0: Überleg dir gut, was du jetzt sagst, erwiderte er mit scharfer Stimme.
Speaker 0: Ich habe satt ständig von dir angelogen zu werden, ich Ich geh zu Dumbledore.
Speaker 0: Wenn jemand weiß, was an dieser Schule vor sich geht, dann eher.
Speaker 0: Oder deckt er dich etwa.
Speaker 0: Frisches Blut tropfte ihm von der Unterlippe oder riskte ihn einer der drei jetzt bewusstlosen Dermstreng-Schüler im Beigebracht hatte, wie der aufgeplatzt war.
Speaker 0: Zwar war Jean nicht mehr dem Pomfrey, doch kleinere Wunden konnte sie selbst heilen bzw.
Speaker 0: wenigstens versuchen, den Blutfluss zu stoppen.
Speaker 0: Sie hob ihren Zauberstab, um genau das zu tun, Doch Severus ging augenblicklich in Kampfstellung.
Speaker 0: »Nimm das Ding runter!« fauchte er sie an, sichtlich nervös.
Speaker 0: Jean froh mitten in der Bewegung ein und bakte sich kaum zu rühren oder gar zu atmen.
Speaker 0: »Seth, ich wollte doch nur… deine Lippe, sie blutet!
Speaker 0: Ich kann das richten!«.
Speaker 0: »Lass sie bluten!« entgegnete er leise, jedoch in drohendem Tonfall.
Speaker 0: »Und jetzt will ich, dass du deinen Zauberstab senkst.«.
Speaker 0: Glaubst du, ich bin so dumm und lasse mir von dir einen Vergessenszauber aufhalsen?
Speaker 0: Jeans Herz sank.
Speaker 0: Aber ich wollte doch bloß, voller Verzweiflung sah sie ihn an.
Speaker 0: Wie kannst du auch nur annehmen, dass ich dein Gedächtnis löschen will?
Speaker 0: Da ließ sie keine Sekunde aus den Augen.
Speaker 0: Du bist eine Holunderhexe, schon vergessen.
Speaker 0: Da sollte sowas doch eine Kleinigkeit für dich sein.
Speaker 0: Jean keuchte unglaublich auf.
Speaker 0: Du denkst also allen Ernstes, ich beherrschte den Obliviate?
Speaker 0: Tust du das etwa nicht?
Speaker 0: Selbstverständlich nicht!
Speaker 0: Den Beherrschen nur äußerst fähige Zauberer und Hexen erwachsen, obwohl gemerkt keine Schüler.
Speaker 0: Und zu denen zählst du doch, oder?
Speaker 0: Zu den Fähigen.
Speaker 0: Desliteran konnte die Bitterkeit, die ihr augenscheinlich ihr gegenüber empfand, kaum verhehlen.
Speaker 0: Jetzt wurde Jean zornig.
Speaker 0: Danke für die Blumen, Severus Snape.
Speaker 0: Aber da muss ich dich leider enttäuschen.
Speaker 0: Sie berührte den schmerzenden Höcker auf ihrer gebrochene Nase und zuckte vor Schmerz zusammen.
Speaker 0: Entschied, dass ihr Zorn fehl am Platz war.
Speaker 0: Sie musste Severus etwas liefern, etwas, was sein Vertrauen in sie wieder herstellte.
Speaker 0: Ich weiß erst seit zwei Monaten, dass ich eine Hollunderhexe bin.
Speaker 0: Nein, noch nicht einmal so lange.
Speaker 0: Aber dieser Zauberstab hat mich erst zwei Tage nach Halloween erwählt.
Speaker 0: Als du so unvermittelt hier aufgetaucht bist, sie nickte.
Speaker 0: Mein ursprünglicher Zauberstab ging ja verloren, also musste ich mir bei Oli Wendler einen neuen besorgen.
Speaker 0: Skeptisch blickt das Servusie an.
Speaker 0: Ja, so sagtest du.
Speaker 0: Ein Zauberstab geht aber nicht einfach so verloren.
Speaker 0: Man kann ihn aufrufen, praktisch nicht.
Speaker 0: Du hast es doch vorhin selbst getan.
Speaker 0: Und als minderjährige Hexe hättest du Hilfe in Anspruch nehmen können von jemanden, der sich auf dem Gebiet auskennt.
Speaker 0: Komm, sag mir die Wahrheit, wurde er gestohlen?
Speaker 0: Und wenn ja, von wem?
Speaker 0: Jean rang die Hände in Richtung der niederigen Kerkerdecke, wo sich mit den gesprätzten Fingern ihrer Unverletzten durchs Haar und musste feststellen, dass es genau wie ihr Gesicht und ihr Umhang blutbesudelt war.
Speaker 0: Severus dagegen verfolgte hektisch jede einzelne Bewegung, die der Holunderstab dabei vollführte.
Speaker 0: Er wurde nicht gestohlen, er blieb zurück, weit zurück.
Speaker 0: So weit, dass weder ich noch sonst jemand wieder ihn aufrufen oder auf andere Art und Weise an ihn hätte herankommen können.
Speaker 0: Oh, warte kurz, lass mich nachdenken, spottete Severus.
Speaker 0: Jetzt sagst du gleich Frankreich, was?
Speaker 0: Ich glaub dir kein Wort.
Speaker 0: Verzweifelt versucht der Jean standhaft zu bleiben, nicht zu viel Preis zu geben.
Speaker 0: Sie musste an Severus denken, ihn vor dem Unhalt des Wissens um die Zukunft bewahren.
Speaker 0: Nichts war wichtiger.
Speaker 0: Die genauen Umstände kann ich dir nicht erklären, aber ich sage dir die Wahrheit, ich schwöre es dir.
Speaker 0: Ich will, dass du deinen Stab senkst, wiederholte Cerberus zum dritten Mal.
Speaker 0: Sein Ton war kalt wie gebrochenes Eis.
Speaker 0: Steck ihn weg und lass deine Hände da, wo ich sie sehen kann und dann beantworte endlich meine Frage.
Speaker 0: Wer bist du?
Speaker 0: Ich heiße Jean, flüsterte Jean drängend und mit einem hörbaren Zittern in der Stimme.
Speaker 0: Dass es sich dabei lediglich um ihren Zweitnamen handelte, braucht es Severus für den Moment nicht zu wissen.
Speaker 0: Doch was den Rest des ganzen Betriffts so kann ich dich nicht einweihen.
Speaker 0: Bitte verstehe doch!
Speaker 0: Sie nahm ihre Hände aus ihren zerbühlten Haaren, senkte dabei sehr langsam die Spitze des Horlunderstabs, so dass er zu Boden zeigte und versuchte anschließend mit beibenden Fingern ihn in der Innentasche ihres Umhangs zu verstauen, was eh jedoch erst beim dritten Versuch gelang.
Speaker 0: Dann streckte sie Severus ihrer leeren Hände entgegen, zum Zeichen, dass er tatsächlich nichts von ihr zu befürchten hatte.
Speaker 0: Er im Gegenzug tat ihr nicht den Gefallen, seinen eigenen Stab ebenfalls zu senken.
Speaker 0: Was soll das heißen, der Rest des Ganzen?
Speaker 0: Jean stellte auf und sagte flehendlich, «Seth, bitte, wie oft denn noch?
Speaker 0: Ich kann, ich darf es dir nicht sagen, zu deinem eigenen Schutz.
Speaker 0: Vertrau mir nur noch dieses eine Mal, ja?
Speaker 0: Du hast recht mit ihm, was du eben gesagt hast.
Speaker 0: Ich kenne Hogwarts.
Speaker 0: Ich kenne es sogar recht gut, denn... Ja, ich bin schon einmal hier gewesen.
Speaker 0: Aber mehr darf ich wirklich, wirklich nicht verraten.
Speaker 0: Auch mit dem, was du da eben über Dumbledore gesagt hast, liegst du richtig.
Speaker 0: Er weiß über meine Situation Bescheid und deckt mich, ganz wie du es gesagt hast.
Speaker 0: Er war es auch, der mir eingeschäft hat, dass ich mich niemandem anvertrauen darf.
Speaker 0: Absolut niemandem.
Speaker 0: Ah ja?
Speaker 0: Und was ist mit diesem abgedrifteten Heini aus London, mit dem du dich so gut verstehst?
Speaker 0: Jean Ziggerte.
Speaker 0: Severus hatte sie, wie es schien, schon seit vergangenem Samstag durchschaut.
Speaker 0: Also konnte er sich auch zusammenreimen, was es bedeutete, dass sie den Vortrag eines Zukunftsforschers besuchte und herrnach eine vertrauliche Unterredung mit diesem gehabt hatte.
Speaker 0: Aber ahnte er auch, dass sie eine Zeitreisende war?
Speaker 0: Sich mit der Zukunft zu beschäftigen, war schließlich nicht gleich zu setzen damit, dass man schon einmal in ihr existiert hatte.
Speaker 0: Könnte sie sich für ihr angebliches Fable für Wahrsagen herausreden?
Speaker 0: Das stimmte nicht.
Speaker 0: Und Severus würde ihr nicht glauben, was nicht stimmte.
Speaker 0: So gut konnte sie nicht blühen.
Speaker 0: Blieb also nur, ihn ab einem gewissen Punkt im Unklaren zu lassen und nicht müde werden zu betonen, dass dies einzig und allein seine Wegen geschah.
Speaker 0: Denn immerhin war das die Wahrheit.
Speaker 0: Christopher will mir nur helfen, versuchte sie, ihren Freund zu beruhigen.
Speaker 0: Ich habe Kontakt zu ihm aufgenommen, damit ich mir Rat und Unterstützung von ihm einholen kann.
Speaker 0: Severus gab einen Laut von Sicht, der ein Lachen oder auch ein Schluchzen hätte sein können.
Speaker 0: Lass mich raten.
Speaker 0: Die Zukunft hat was mit dir vorher.
Speaker 0: Etwas Großes.
Speaker 0: Und er soll dir sagen, was genau.
Speaker 0: Es hat mit diesem Hollunderhexen Zeug zu tun.
Speaker 0: Deshalb bist du auch so dick mit Mops Murphy.
Speaker 0: Er soll dich auf das, was da kommen mag, vorbereiten.
Speaker 0: Jean ahnte das Schlupfloch, das sie vielleicht würde retten können, und waff sich blind links hinein, obwohl sie Severus am liebsten erzählt hätte, wie es sich mit dem Mops wirklich verhielt.
Speaker 0: Dass er versucht hatte, sie zu erpressen, und sie nicht genau wusste, ob er nicht jemand war, der falsch spielte, auch wenn sie keinen Schimmer hatte, warum.
Speaker 0: Dann wären dann noch die beiden Zauberer gewesen, die ihn auf Christopher's Vortrag in die Zange genommen hatten.
Speaker 0: So ähnlich, erwiderte sie möglichst wage.
Speaker 0: Aber es muss geheim bleiben, verstehst du.
Speaker 0: Sie surfte ihn brünstig und betete, dass es nicht allzu theatralisch herüberkam.
Speaker 0: Wie gesagt, es hat nichts damit zu tun, dass ich dir nicht vertraue.
Speaker 0: Aber es gibt Dinge, Dinge, die du um deiner selbst willen tun, die es nicht erfahren solltest.
Speaker 0: Es stimmt, dass mehr dahinter steckt und mein Lebenslauf ist ein anderer als der, den ich herunter bete, sollte jemand danach fragen.
Speaker 0: Vielleicht wird der Tag kommen, an dem ich mich dir öffnen kann.
Speaker 0: Aber damit du eins weißt.
Speaker 0: Dumbledore aufzusuchen, kannst du dir sparen.
Speaker 0: Er hat seine Gedanken an mich und mein Schicksal in sein Denkarium gelegt.
Speaker 0: Und ich weiß nicht, wann er die Absicht hat, sie wieder daraus hervorzuholen.
Speaker 0: Jean stockte.
Speaker 0: Was meinst du mit, hervorholen, knurte Severus?
Speaker 0: Was redest du da?
Speaker 0: Denker, was?
Speaker 0: Weißt du nicht, was ein Denkarium ist?
Speaker 0: Der Gedanke verblüffte Jean.
Speaker 0: Severus war einer der klügsten, jungen Zauberer, die sie kannte.
Speaker 0: Sicher musste er doch schon mal von diesem wundersamen Artefakt gehört haben.
Speaker 0: Doch der Junge schüttelte bloß schweigend den Kopf.
Speaker 0: Vielleicht war ihm seine Unwissenheit peinlich.
Speaker 0: In groben Zügen erläuterte Jean ihm, worum es sich bei dem seltenen, ruheninfarzierten Steinbecken-Droben in Dumbledors Büro handelte.
Speaker 0: Jetzt siehst du, Schlossi, warum du dir den Gang zum Schulleiter sparen kannst.
Speaker 0: Seine Gespräche mit mir sind sozusagen auf Eis gelegt.
Speaker 0: Severus beobachte Tejin genau, als wolle er feststellen, ob sie seiner Meinung nach wiederlog.
Speaker 0: Für mich ergibt das keinen Sinn, meinte er irgendwann stürrisch.
Speaker 0: Er will dir angeblich helfen, doch wie soll er das machen, wenn er sich gar nicht an das erinnert, was ihr miteinander besprochen habt?
Speaker 0: Wenn ich dich richtig verstanden habe, so weißt du ja noch nicht mal, wann er sich dazu herablassen wird, mal wieder einen Blick auf das zu werfen, was er da verbuddelt hat.
Speaker 0: Versenkt er, berichtigt Tejin ihn mit einem vorsichtigen Lächeln.
Speaker 0: in bläulich schimmerndem Wasser.
Speaker 0: Dann eben versenkt.
Speaker 0: Und du?
Speaker 0: Du wartest jetzt einfach in Ruhe ab?
Speaker 0: Oder was?
Speaker 0: Ist das nicht ein bisschen frustrierend?
Speaker 0: Gewiss ist es das, musste Jean zugeben.
Speaker 0: Doch was sollte ich anderes tun?
Speaker 0: Dich mir anvertrauen vielleicht?
Speaker 0: Severus klang noch immer verärgert.
Speaker 0: Ich hätte dir geholfen, so gut ich kann, doch das lässt du nicht zu, weil es mir angeblich schaden könnte, deine Rede.
Speaker 0: Stattdessen hängst du in der Luft und machst dich von einem Kerl abhängig, der dich komplett ignoriert.
Speaker 0: Ich habe dich nie mit ihm sprechen sehen, auch nicht beim Weihnachtsessen, Jean.
Speaker 0: Wirklich Jean?
Speaker 0: Wiederholte er misstrausch.
Speaker 0: Sie sah ihm fest in die Augen und nickte bestätigend.
Speaker 0: Beide schwiegen einen Moment.
Speaker 0: Die ganze Zeit schon denke ich, dass ich noch einmal mit ihm reden muss, wo Jean irgendwann langsam fort.
Speaker 0: Er sollte wissen, dass du, dass du etwas über mich herausgefunden hast.
Speaker 0: Die Zeichne haben sich geändert und er sollte erfahren, dass... Das ist ja alles gut und schön, unterbracht Severus ihre Rechtfertigungen.
Speaker 0: Aber wie kommt es, dass du dich hier so gut auskennst?
Speaker 0: Was steckt hinter der Geschichte mit diesem Auto, das angeblich die peitschende Weide verletzt hat?
Speaker 0: Seine Stimme bekam einen bittenen Ton.
Speaker 0: Verstehe doch, Jean, ich will nicht außen vorgelassen werden.
Speaker 0: Du bist ein Wechselbad der Gefühle für mich.
Speaker 0: Den einen Tag denke ich, ich kann dir trauen, am nächsten habe ich das Gefühl, von dir benutzt zu werden.
Speaker 0: Außerdem wüsste ich gern, wer das Mädchen ist, das ich geküsst habe, setzte er leise und mit niedergeschlagenen Augen hinzu.
Speaker 0: Obwohl gerade sein letzter Satz ihr Herz zum Flattern brachte, ging Jean nicht darauf ein.
Speaker 0: Ich benutze dich nicht, Seff, antwortete sie im Brustton der Überzeugung.
Speaker 0: Ich halte etwas zurück, von dem ich befürchte, dass es dein Leben, wie du es kennst, auf den Kopf stellen würde, wenn du darum wüsstest.
Speaker 0: Glaub mir bitte, dass ich nichts lieber täte, als dich in alles einzubeihen.
Speaker 0: Es ist ein sehr einsames Gefühl, anders zu sein als alle, die ich hier kenne.
Speaker 0: Ich könnte wirklich ein bisschen Zuspruch und Unterstützung seitens meiner Freunde gebrauchen.
Speaker 0: Doch ich darf mit dem, was ich über mich und meine Bestimmung weiß, einfach nicht hausieren gehen.
Speaker 0: Kannst du das eben gehörte nicht einfach annehmen, wie es ist und den Rest ignorieren?
Speaker 0: Du bist derjenige, der mir am meisten hilft, bei allem.
Speaker 0: Der mir gut tut, obwohl ich ihm habe, Frau Gaukel, müssen eine andere zu sein, als die, die ich in Wirklichkeit bin.
Speaker 0: Severus sah sie weiterhin nicht an.
Speaker 0: Betrachtete bloß den schmutzigen Steinboden auf dem Ab und zu noch immer ein Tropfen seines Blutes zerplatzte.
Speaker 0: Aus der Richtung, wo Branco lag, drang unterdrücktes Stöhnen an Jeans' Ohr.
Speaker 0: Several's Blick ging in dieselbe Richtung, wandte sich dann aber endlich wieder ihr zu, nachdem er sich vergewissert hatte, dass keine Gefahr von dem Dermstring ausging.
Speaker 0: Noch nicht.
Speaker 0: Lilly fragte er nach einer Weile.
Speaker 0: Pador?
Speaker 0: Weiß Lilly, dass du an dieser Schule kein Neuling bist.
Speaker 0: Dass du nicht diejenige bist, für die du dich ausgibst?
Speaker 0: Severus ließ einen Zauberstab sinken und sei es auch nur um wenige Zentimeter.
Speaker 0: Sie hat dir alles gezeigt.
Speaker 0: Du hast also auch sie glauben machen, dass du noch nie einen Fuß auf dieses Gelände gesetzt hast.
Speaker 0: Jean schüttelte nachtrücklich den Kopf.
Speaker 0: Nein, Lily weiß überhaupt nichts.
Speaker 0: Noch ahnt sie irgendwas.
Speaker 0: Wie gesagt, ich möchte keinen von euch in einen inneren Zwiespalt oder gar in Gefahr bringen.
Speaker 0: Ich bin Merlin weiß keine gute Schauspielerin.
Speaker 0: Es liegt nicht in meiner Natur falsch zu spielen.
Speaker 0: Das kann ich gar nicht.
Speaker 0: Wenn du wüsstest, wie oft ich mich schon verplappert habe, du redest immer von Gefahr.
Speaker 0: Was für eine Gefahr sollte das sein?
Speaker 0: Herausfordernd sah Severus hier an.
Speaker 0: Jean schwieg.
Speaker 0: Hat das Ganze vielleicht mit Voldemort zu tun, bohrte er weiter.
Speaker 0: Was genau meinst du?
Speaker 0: Jean runzerte die Stirn.
Speaker 0: Der Gedanke überraschte sie.
Speaker 0: Severus verdrehte die Augen.
Speaker 0: Komm schon.
Speaker 0: Dein Achso mächtiger Zauberstab.
Speaker 0: Bist du?
Speaker 0: Weißt du, vielleicht irgendwie auserkoren?
Speaker 0: Auserkoren zu was?
Speaker 0: hakt der Jean völlig perplex nach.
Speaker 0: Im Einheit zu gebieten, meinte Severus nach einem Augenblick des gedanklichen Begreifens.
Speaker 0: Du bist gegen ihn.
Speaker 0: Du siehst nicht, was mit ihm möglich wäre, wenn, wenn es ihm gelänge an die Macht zu kommen, hat dein Zukunftsforscher Freund auch etwas dazu gesagt?
Speaker 0: Seine Stimme begangen wieder zu Kieksen und der Reusperte sich verärgert.
Speaker 0: Ich sage dir jetzt, was ich glaube.
Speaker 0: Du bist eine Spionin, eine Art Wunderwaffe gegen Voldemort.
Speaker 0: Gekommen von wo auch immer, um ihm Einhalt zu gebieten.
Speaker 0: Und ich habe absolut keine Ahnung, wie ich jetzt damit umgehen soll.
Speaker 0: Kapitel onehundertvierundsiebzig.
Speaker 0: Nur ein Vorschlag.
Speaker 0: Jean konnte nicht anders.
Speaker 0: Sie musste lachen, ihrer schmerzenden Nase, Hand und Kehle zum Trotz.
Speaker 0: Der Lautdirt aber herauskam, hatte Ähnlichkeit mit dem Röchen eines der Mentors und ganz sicher hatten Selgey Antonowitsch's Hände auch Würgemaler an ihrem Hals hinterlassen.
Speaker 0: Blut aus ihrer Nase ran ihr die Speiseröhre hinunter in den Magen und ihr Lachen ging ziemlich bald in übles Husten über.
Speaker 0: Der rostige Eisengeschmack in ihrem Mund war abstoßend.
Speaker 0: Wer keuchte sie?
Speaker 0: Ich!
Speaker 0: Volnemords Wunderwaffe!
Speaker 0: Das ist... Was du nicht sagst, Severus fiel nicht in ihr Lachen mit ein.
Speaker 0: Natürlich tat er das nicht.
Speaker 0: Für ihn gab es nichts zu lachen.
Speaker 0: Wenn sie nicht gut genug taktierte, würde er vielleicht nie mehr mit ihr lachen.
Speaker 0: Bei dem Gedanken verstummte Jeans Gelächter abrupt.
Speaker 0: Sie eräusperte sich nervös und meinte dann, jetzt mal ernsthaft, Severus, ich bin doch keine Spionin.
Speaker 0: Und schon dreimal nicht habe ich irgendwas mit Voldemort zu schaffen.
Speaker 0: Nervös und auch ein bisschen, da ihr kalt war, begann sie auf der Stelle zu trippeln.
Speaker 0: Der Kampf mit den Dermstrings hatte sie einiges an Energie gekostet.
Speaker 0: Sie wollte nur noch eines.
Speaker 0: Fort aus diesem Kärker, diesem kalten, feuchten, unwirtlichen Ort.
Speaker 0: Und auch die drei Gestalten, die noch immer ohne Bewusstsein am Boden lagen, wollte sie möglichst sofort hinter sich lassen.
Speaker 0: Ich habe dir alles gesagt, was ich sagen kann.
Speaker 0: Soweit es möglich ist, können wir jetzt bitte Madame Pomfrabbe nachrichtigen und uns dann irgendwo hin zurückziehen, wo wir allein und in Ruhe reden können?
Speaker 0: Und wo es warm ist?
Speaker 0: Hoffnungsvoll wandte sie ihm ihr noch immer blutverschmiertes Gesicht zu.
Speaker 0: Severus erwiderte ihren Blick, doch im Gegensatz zu ihrem ließ der seine keinerlei Einschätzung über seinen Seelenzustand zu.
Speaker 0: Du hast recht, sprach er schließlich, jedoch noch immer auf der Hut.
Speaker 0: Wir sollten Madame Pomfray Bescheid geben, bis hier unten drei Verletzte ihrer Hilfe bedürfen.
Speaker 0: Könntest du das bitte übernehmen?
Speaker 0: Wie steif und unterkühlt er klingt, dachte Jean verzweifelt.
Speaker 0: Wären sie wieder an dem Punkt, an dem sie von ihrem Gefühl her die letzten Wochen mindestens ein Dutzend mal gewesen waren?
Speaker 0: Gegenseitiges Verstehen, fast näher, die aufgekommen war, dann der plötzliche Bruch meist durch sie herbeigeführt, weil sie etwas Dummes gesagt oder getan hatte.
Speaker 0: Sein sowohl emotionales als auch physisches Abtauchen, gepaart mit der Weigerung, sie wieder an sich heranzulassen.
Speaker 0: Am Ende eine ungeschickte Art der Versöhnung und der Aufbau neuer Vertrauteilsgefühle, bis das Ganze sich wiederholte.
Speaker 0: Ein ewiges Muster, das so gar nichts Zauberhaftes an sich hatte.
Speaker 0: Ich kann nicht mit, aber auch nicht ohne ihn.
Speaker 0: Bis vorhin habe ich ernsthaft geglaubt, er könnte auf mich verzichten, dachte sich schwermütig.
Speaker 0: Und dann dieser Kuss, der diesmal ganz eindeutig von ihm ausgegangen war.
Speaker 0: Pass hatte es damit auf sich.
Speaker 0: Beim letzten Mal, oben im siebten Stock im Gang zum Griffendorturm, hatte er sich mit Neugier heraus geredet.
Speaker 0: Das konnte er jetzt nicht mehr.
Speaker 0: Jean nickte, ohne richtig zugehört zu haben.
Speaker 0: Der Verdacht, den Severus ihr Gegenüber bezüglich des dunklen Lords geäußert hatte, ließ sie nicht los.
Speaker 0: Wenn du wüsstest, wozu er fähig ist, hätte sie um Einheit gesagt.
Speaker 0: Dann würdest du ihn nicht so glorifizieren.
Speaker 0: Ich bin der Meinung Voldemort als unser aller Anführer wird uns ins Verderben reißen, meinte sie stattdessen Waage.
Speaker 0: Es ist die Vorstellung von verwässertem Blut, die mich abstößt.
Speaker 0: Entgegnete Severus heftiger als erwartet und mit unverholenem Abscheu in der Stimme.
Speaker 0: Außerdem handelt das Zaubereiministerium alles viel zur Lachs.
Speaker 0: Jemand muss kommen, um uns neue Wege aufzuzeigen und durchzugreifen.
Speaker 0: hart durchzugreifen, wenn's sein muss, sonst werden all die alteingesessenen Zaubererfamilien bald im Untergang begriffen sein.
Speaker 0: Was wäre denn so schlimm daran, entgegnete Jean unverblüht?
Speaker 0: Besser als wenn Menschen, egal ob es sich dabei um Muckel, halb- oder reinblütige Zauberer handelt, dabei zu schaden kommen.
Speaker 0: Manchmal muss man eben so weit gehen, beharte Severus störrisch.
Speaker 0: Auch wenn so weit bedeutet, dass wirklich jemand getötet wird, konnte Jean nicht weniger behalig.
Speaker 0: Nur fürs Protokoll, die Severus sie wissen.
Speaker 0: Ich bin im allgemeinen gegenkörperliche Gewalt, was jedoch nicht bedeutet, dass Lord Voldemort nicht mit aller Härte gegen Desidenten vorgehen sollte.
Speaker 0: Aber ich glaube auch, dass da etwas extrem aufgebauscht wird.
Speaker 0: Ich befürworte Verbandung, wenn du es genau wissen willst.
Speaker 0: Dann bist du naiv, die Jim ihm ohne groß nachzudenken, entgegen.
Speaker 0: Wenn Voldemort an die Macht kommt, wird es Tote geben.
Speaker 0: Das kannst du doch nicht ernsthaft wollen.
Speaker 0: Severus rollte mit seinen Blut unter laufenden Augen.
Speaker 0: Falls du denkst, dass ich Meuchel-Mord gut heiße, nein, das tue ich nicht.
Speaker 0: Ich sagte doch gerade, dass nichtsdestotrotz wird es dazu kommen.
Speaker 0: Jean regte ihr Kin-Empor, um ihm zu demonstrieren, was sie von seiner Meinung hielt.
Speaker 0: Severus blutige Lippen verzogen sich zu einem abwertenden Lächeln, in das ich Schmerz mischte.
Speaker 0: Das ist der wesentliche Punkt, in dem wir uns unterscheiden, Jean-Pal-Man.
Speaker 0: Oder wie auch immer du heißen magst.
Speaker 0: Du findest mich naiv.
Speaker 0: Dasselbe könnte ich von dir behaupten.
Speaker 0: Und ich könnte dich fragen, weshalb es dir so gar nichts bedeutet, wenn die Zauberer Gemeinschaft langsam aber sicher ausstirbt.
Speaker 0: Die Richtungen, die diese Gemeinschaft geht, gefällt mir einfach nicht.
Speaker 0: Wutkochte in Jean-Hoch.
Speaker 0: In dem Fall gefalle ich dir aber auch nicht.
Speaker 0: Und auch Lilly ist die Tochter zweier Muckel.
Speaker 0: Hast du dich eigentlich mal gefragt, warum du dich ausgerechnet in Mädchen verliebst, von denen beide, beide Eltern Muckel sind?
Speaker 0: Steht das nicht in totalem Kontrast zu diesen?
Speaker 0: diesen Inzuchtvorstellungen, die du so gern propagierst?
Speaker 0: Die zahlreichen hematome Schletten bläulich und lila Farben in Severus Gesicht, das jetzt hochrot angelaufen war.
Speaker 0: Von Inzucht habe ich verdammt noch mal nichts gesagt.
Speaker 0: Hörst du mir nicht zu?
Speaker 0: Der eine oder andere Muckel in der einen Reihe mag ja durchgehen, um die Blutlinie aufzufrischen.
Speaker 0: Aber das Ganze hat meiner Meinung nach überhand genommen.
Speaker 0: Außerdem, was heißt eigentlich Mädchen?
Speaker 0: Dass ich mich in Mädchen verliebe?
Speaker 0: Ich habe Gefühle für Lilly.
Speaker 0: Ja, die habe ich.
Speaker 0: Siehst du dich als ein anderes dieser Mädchenen, dass ich mich angeblich verliebt habe?
Speaker 0: Denn dann muss ich dich leider enttäuschen.
Speaker 0: Jean zogte zusammen und lief ebenfalls rot an.
Speaker 0: Das war ja wohl die Höhe.
Speaker 0: Hatte er ihr nicht erst vor wenigen Minuten seinen Mund auf ihren gedrückt und das absolut freiwillig, ohne dass sie ihn dazu gezwungen oder gar verhext hatte?
Speaker 0: Sie verstand die Welt nicht mehr.
Speaker 0: Was war das eben dann?
Speaker 0: fragte sie schärfer als beabsichtigt.
Speaker 0: Er antwortete nicht gleich, und als er es schließlich tat, nur schulte er dermaßen, dass sie kaum die Hälfte von dem verstand, was er da sagte.
Speaker 0: Sprich deutlicher, ich verstehe dich nicht.
Speaker 0: Er fuhr zu ihr herum.
Speaker 0: Tust du etwa immer nur intelligente Dinge, schnauzte er sie an.
Speaker 0: Ich weiß es nicht.
Speaker 0: Wir waren in einer ziemlich gefährlichen Situation, du und ich, und dann die Erleichterung, als wir, die wir in der Unterzahl waren, den Kampf trotzdem noch für uns entscheiden konnten.
Speaker 0: Ich hab mich einfach vergessen, okay?
Speaker 0: Kommt nie wieder vor, das verspreche ich.
Speaker 0: Jean klappte die Kinder da herunter.
Speaker 0: So ist das also, dachte sie wie betäubt.
Speaker 0: Der Kuss war nur die Reaktion auf die sich lösende Anspannung gewesen.
Speaker 0: Konnte das stimmen?
Speaker 0: Oder log er sie jetzt bewusst an, verschleierte seine Gefühle.
Speaker 0: Jean konnte sich gut vorstellen, dass zwei Menschen, die gerade einer nicht unbeträchtlichen Gefahr entronnen waren, sich spontan küsten, wie im Fieber, verzweifelt und ungehemmt.
Speaker 0: Doch ihr Kuss vorhin war so nicht gewesen, nicht ungehemmt, sondern vorsichtig, überlegt.
Speaker 0: Und jetzt redete er sich mit solch Hanebüchen im Unsinn heraus?
Speaker 0: Du hast gesagt, ich soll nicht zu herumzappeln, sonst könntest du mich nicht richtig küssen, sagte sie tonlos.
Speaker 0: Klingt das für dich nach einer spontanen Überreaktion?
Speaker 0: Ist mir scheißegal, wie das klingt, erwiderte Servers gepresst.
Speaker 0: Jean schloss ihren Mund wieder.
Speaker 0: Sie hätte gern noch etwas zu dem Thema gesagt.
Speaker 0: Allerdings fürchtete sie, dass Deslyderon gerade nicht besonders empfänglich für eine derartige Diskussion war.
Speaker 0: Wir können gemeinsam zu Poppy hochgehen, bot sie an, nur um etwas Neutrales zu sagen.
Speaker 0: Und währenddessen wäre es vielleicht gut, die drei in die stabile Seitenlage zu bringen, nicht, dass sie sich noch übergeben.
Speaker 0: Hilf mir mal.
Speaker 0: Lass sie einfach so da liegen, rumtes Severus gleichgültig.
Speaker 0: Jemand anderes soll sich um sie kümmern.
Speaker 0: Wie gesagt, gib Poppy Bescheid.
Speaker 0: Er hatte also nicht vor, mit ihr zusammen in den Krankenflügel zu gehen, dachte Jean Seufzend.
Speaker 0: Aber sie musste unbedingt noch mit ihm reden, sein Vertrauen zurückgewinnen.
Speaker 0: Auf dem Weg in den ersten Stock hätte sie außerdem noch einmal darüber nachdenken können, ob es nicht trotz allem noch etwas gab, das sie ihm anvertrauen konnte und das ihn versöhnte.
Speaker 0: Mit einer kurzen ungeduldigen Handbewegung, wie Cerurus sie an den engen, dunklen, nach Blut und Schweiß stinkten den Kerkerraum zu verlassen.
Speaker 0: Beide mussten sie dabei über Druid steigen, um auf den breiteren Gang heraustreten zu können.
Speaker 0: Die vergitterte Tür quietschte unheimlich in ihren schiefen Angeln, und Jean lief es kalt in Rücken herunter.
Speaker 0: Während sie nebeneinander durch das schieren nicht endenwollende Labyrinth ein Kerkern in Richtung der großen Halle trabten, fragte Jean beklommen.
Speaker 0: Meinst du eigentlich, du bist noch sicher im Haus ist Litterin?
Speaker 0: Die Derms Drunks glauben hier anscheinend durch die Bank weg, du seiest ein Verräter, weil du mich gegen Nielsen verteidigt und ihn dabei ausgeschaltet hast.
Speaker 0: Severus antwortete nicht gleich.
Speaker 0: Nun ja, meinte er nach einer Weile wieder strebend.
Speaker 0: Für die grenzt das ein Hochverrat.
Speaker 0: Ehrlich gesagt, nein.
Speaker 0: Ich glaube nicht, dass ich im Moment sicher dort bin.
Speaker 0: Dann rede mit Slughorn, forderte Jean ihn in bestimmtem Ton auf.
Speaker 0: Er ist ein Hauslehrer, also auch für solche Dinge zuständig.
Speaker 0: Wenn Streitigkeiten nicht beizulegen sind, muss eben er einschreiten und schlichten.
Speaker 0: Severus warf ihr einen gering schätzigen Blick zu.
Speaker 0: Ich bin doch kein Kleinkind mehr, das zu seiner Mutter rennt, sein Gesicht in ihrem Schoß vergräbt und pätzt, sagt er.
Speaker 0: Und als er ihren Blick sah, ist mir schon klar, dass die Rumtreiber anderes behaupten.
Speaker 0: Es war ein Fehler, Lupin anschwärzen zu wollen, also, dass er ein Wehrwolf, ja, das sehe ich ja mittlerweile ein.
Speaker 0: Aber ich gehe nicht zu Schlakon.
Speaker 0: Dass er mir bisweilen sein Labor überlässt, ist für ihn das höchste der Gefühle.
Speaker 0: Manchmal habe ich den Eindruck, er verachtet mich im Grunde.
Speaker 0: Wenn ich nicht so gut in seinem Hauptfach wäre, hätte er mich noch nie auf eine seiner Partys eingeladen.
Speaker 0: Ein saufender Muggelfarter ist kein besonders gutes Aushängeschild für mich.
Speaker 0: Innerlich konnte Gino den Kopf schütteln.
Speaker 0: Eben noch war Severus so aufbrausend gewesen und hatte ihr die kalte Schulter gezeigt.
Speaker 0: Jetzt wiederum offenbarter ihr wieder bestimmte Gefühle wie sein brüchiges Vertrauen in sich selbst.
Speaker 0: Hat das ihm Leid, dass er sie vorhin so kaltblütig absolviert hatte?
Speaker 0: Als sie schon fast vor der Tür zum Krankenflügel standen, gab sich Jean einen Ruck.
Speaker 0: Was konnte er eigentlich mit ihm noch passieren?
Speaker 0: Wenn sein Kommherge weggebaren wirklich so typisch für ihn war, musste sie darauf vertrauen, dass er nie endgültig einen Schlussstrich unter ihre Freundschaft ziehen würde.
Speaker 0: Als ihre Hand wie von selbst in die Tasche ihres Umhangs fuhr oder älterstab steckte, fühlte sie von ihm eine Wärme ausgehen, die nichts von der Hitzigkeit hatte, die er entwickelte, wenn sie ihn Gefahr schwebte.
Speaker 0: Du kannst die Nacht mit mir im Grissender-Turm verbringen.
Speaker 0: teilte sie ihm gespielt gleichgültig mit, obwohl ihr das Herz bis zum Hals schlug.
Speaker 0: Dort bist du sicher.
Speaker 0: Kapitel onehundertfünfundsiebzig, das fehlende Lächeln.
Speaker 0: Jean registrierte wie Severus vor Verblüffung seine verschwollenen Augenaufriss.
Speaker 0: Ihm, der sonst so gekonnt all seine Gefühle hinter einer kühlen Maske verbergen konnte, eine Errungenschaft, die er mit fortschreitendem Alter nur noch perfektionieren würde, wie sie aus Erfahrung wusste, Entgleisten zwar nicht gleich sämtliche Gesichtszüge, doch das kurze Augenaufreißen und die damit verbundene Erweiterung seiner Pupillen blieb Jean nicht verborgen, obgleich der Slytherin seinen Kopf umgehend abwandte.
Speaker 0: Seine Hand betastete nervös den angelaufenen Messingknauf an der Tür zum Krankenflügel, dann klopfte er vehement gegen das Holz, obwohl er das bereits wenige Augenblicke zuvor schon einmal getan hatte, bloß zahlkafter.
Speaker 0: Es dauerte nicht lange bis jenseits der Tür schnelle Schritte erklangen.
Speaker 0: Sie schwang eine Handbreit auf und Poppy Pomfrays verschlafenes Gesicht lugte durch den Spalt.
Speaker 0: Auf dem Kopf trug sie nicht wie gewöhnlich das weiße Häubchen, das sie als Mitglied der Zunft der Heilerinnen auswies, sondern eine gleichfarbige altmodische Schlafmütze, wie sie auch gern vom Schulleiter benutzt wurde, wie Jean wusste.
Speaker 0: War es wirklich schon so spät, fragte sie sich.
Speaker 0: Es hatte doch gerade erst zu Dämmern begonnen, als sie den Brief an Lily losgeschickt hatte, und nur kurze Zeit später war schon Drude erschienen.
Speaker 0: Die Zeit im Kerker war ihr endlos vorgekommen, doch es konnte doch gerade erst früher Abend sein.
Speaker 0: Sie öffnete den Mund, um etwas zu sagen, doch die Schulschwester kam ihr zuvor.
Speaker 0: Miss Pearlman, wie sehen sie denn schon wieder aus?
Speaker 0: Madame Pomfrey schieß einen langen Softs aus.
Speaker 0: Ihre Nase ist ganz unzweifelhaft gebrochen.
Speaker 0: Und der Jungem ist das Snape.
Speaker 0: Was ist bloß mit ihren Augen passiert?
Speaker 0: Sie trat zur Seite, öffnete die Tür weit und ließ die beiden Schüler in den hell erleuchteten, jedoch menschenleeren Saal eintreten.
Speaker 0: Den zumindest Jane mittlerweile schon zur genüge Kante und in dem es immer, jetzt allerdings weniger penetrant als sonst, nach Kampferroch.
Speaker 0: Lassen Sie mich das mal ansehen, meine jungen Herrschaften.
Speaker 0: Beide traten zögern ein, wobei sie sich gegenseitig vielsagende Blicke zuwarfen.
Speaker 0: Wer sollte der Krankenschwester-Bericht erstatten?
Speaker 0: Severus nahm Jean die Entscheidung ab, indem er den Mund öffnete und sagte, bevor sie sich um unsere eigenen Bläsuren kümmern, Madame Pompfray, muss ich ihnen leider mitteilen, dass weitere Personen verletzt sind.
Speaker 0: Drei Dermstrengs, um genau zu sein.
Speaker 0: Sie liegen bewusstlos in einem der Kärkerräume unweit von Professor Slakons Büro.
Speaker 0: Wenn sie vielleicht so gütig wären, unseren Hauslehrer zu informieren.
Speaker 0: Die kranken Schwester startte ihn einen Moment schweigend an.
Speaker 0: Dann drehte sie sich um, schritt zügig zu ihrem eigenen Büro hinüber und ließ die Tür hinter sich ins Schloss gleiten.
Speaker 0: Bestimmt würde sie nun den Kopf in den Kamin stecken und Horace Slughorn benachrichtigen, wie es in solchen Situationen üblich war.
Speaker 0: Das wird Ärger geben, whisperte Jean, nachdem die Büro-Tür sich geschlossen hatte.
Speaker 0: Hey, wo willst du denn hin?
Speaker 0: Severus war an ihr vorbei, weiter in den Saal hineingeeilt und warf einen Blick in jedes der aufgereiten Betten, ungefähr zwölf an der Zahl.
Speaker 0: Bei allen waren die Vorhänge zurückgezogen und es war offensichtlich, dass sich niemand darin befand.
Speaker 0: Nielsen wummte Severus.
Speaker 0: Ich will sicher gehen, dass er nicht doch noch hier ist.
Speaker 0: McGonagall sagte uns doch, sie überlegten, nur ihn nach London ins St.
Speaker 0: Mungus zu schaffen.
Speaker 0: Wo er jetzt auch ist, teilte Jean ihm ruhig mit.
Speaker 0: Jedenfalls behauptete Drude, dass mir gegenüber, als sie im Griffentorturm erschien, um mich zu zwingen, ihr in den Kärker zu folgen.
Speaker 0: Drude Darkoff redet viel, wenn der Tag gelang ist, versetzte Severus darauf hin.
Speaker 0: Ich hab sie schon öfters beim Lügen erwischt.
Speaker 0: Vielleicht wollte sie sich nur wichtig machen und dich weiter unter Druck setzen.
Speaker 0: Er sah Jean an.
Speaker 0: Hier gibt es noch andere kranken Zimmer nicht wahr, für die wirklich schweren Fälle.
Speaker 0: Jean nickte bestätigend und zeigte mit dem Finger.
Speaker 0: Dort hinten gibt es noch zwei, drei kleine, abgetrennte Räume.
Speaker 0: Dort befindet sich die Isolierstation.
Speaker 0: Madame Pomfrey hat dort schon einmal Remus Lupin versteckt, nachdem er sich gerade wieder zurück verwandelt hatte.
Speaker 0: Severus warf einen kurzen Blick auf die noch immer geschlossene Büro-Tür und ging dann beherzt in die Richtung, in die Jean gewiesen hatte.
Speaker 0: Sie hörte ihn mehrere Türen mit seinem Zauberstab öffnen, doch er kehrte unverrichteter Dinge zu ihr zurück.
Speaker 0: Nun, es scheint so, als hätte sie wenigstens diesmal die Wahrheit gesagt.
Speaker 0: Die zwei zuckten zusammen, als die Schulschwester ihre Tür erneut öffnete und auf sie zustrebte.
Speaker 0: Glücklicherweise schien sie nicht bemerkt zu haben, dass Severus die gesamte Station durchsucht hatte.
Speaker 0: Ich habe ihrem Hauslehrer Bericht erstattet, sagte Madame Ponfrey an den Jungen gewandt.
Speaker 0: Er wird die versierten Schüler bergen und zu mir heraufbringen, aber nicht nur das.
Speaker 0: Ich habe Horace außerdem gebeten, Professor Dumbledore einzuschalten.
Speaker 0: Wieder tauschten Jean und Severus eindeutige Blicke.
Speaker 0: So geht es nämlich nicht weiter, fuhr die Krankenschwester sichtlich aufgeregt fort.
Speaker 0: Noch immer befürwortet unserer Schulleiter das Austauschprogramm mit dem in meinen Augen höchst fragwürdigen Dermstrang-Institut.
Speaker 0: Im laufenden Schuljahr war bislang noch nicht allzu viel passiert, nur ein paar leichte Fluchschäden und ich hatte schon gehofft, dass es dabei bliebe.
Speaker 0: Und dann dieser Nählzen.
Speaker 0: Sie schüttelte Gedanken verloren den Kopf.
Speaker 0: Angeblich war er für nicht wenige davon verantwortlich.
Speaker 0: Jetzt sieht es jedoch so aus, als sei ihm seine eigene Brutalität auf die Füße gefallen.
Speaker 0: Sie sah die beiden vor ihr stehenden Schüler scharf an.
Speaker 0: Wie Professor McGonagall mir mithalte, waren sie beide nicht ganz unschuldig an dem Vorfall in der Silvesternacht, der mich dazu zwang, den Junge nach London überführen zu lassen.
Speaker 0: Lassen sie es sich gesagt sein, es steht schlecht um ihn.
Speaker 0: Ausnehmend schlecht.
Speaker 0: Sagen sie mir, Mr.
Speaker 0: Snape und Ms.
Speaker 0: Pearlman, wie können zwar Schüler einer dritten Klasse einen älteren, erfahreneren Zauberlehrling in einen solchen Zustand versetzen?
Speaker 0: Ich habe alles mir mögliche für ihn getan, doch er wollte einfach nicht aufwachen.
Speaker 0: Pomfrey kratzte sich am Kopf, sodass ihre Schlafmütze verrutschte.
Speaker 0: Eigentlich dürfte ich ihn das gar nicht erzählen.
Speaker 0: Schließlich habe ich einen Eid geschworen.
Speaker 0: Ihr Blick schoss zwischen Jean und Servus hin und her.
Speaker 0: Minerva hat mir erzählt, dass Nordall Nielsen von einem geblockten Kruziatus getroffen wurde.
Speaker 0: Ihr Blick war eher empört als besorgt, als sie diese erwähnte.
Speaker 0: Sitten sind das heutzutage.
Speaker 0: Ich wage zu behaupten, dass kein Hogwarts-Schüler, der seine sieben Sinne beieinander hat, auf die Idee käme, einen solch grausamen Fluch anzuwenden.
Speaker 0: Mal ganz davon abgesehen, dass solche gefährlichen Zauber hier nicht gelehrt werden.
Speaker 0: Allerdings mache ich mir diesbezüglich auch gar keine Illusionen.
Speaker 0: Sehr wohl gibt es Eltern, meist Abkömmlinge der alteingesessenen, zauberer Familien aus ihrem Hause.
Speaker 0: Dabei sah die Schulschwester Severus durchdringend an, der den Blick jedoch nicht abwandte.
Speaker 0: Die ihren Sprösslingen solche abnormen Verteidigungsstrategien beibringen.
Speaker 0: Wenn ich dabei spitzweise an den jungen Mulszipper und seine Kumpanen denke, sie brach ab.
Speaker 0: Ist es wirklich wahr, dass Sie Mr.
Speaker 0: Snape für den Vorfall mit dem Schweden verantwortlich waren?
Speaker 0: Severo streckte sich, ließ sich Zeit mit der Antwort.
Speaker 0: Es stimmt, dass ich es war, ma'am, der Nilsens Fluch abgeblockt hat, gab er schließlich zu.
Speaker 0: Professor McGonagall wird Ihnen sicherlich auch berichtet haben, dass ich dabei rein zufällig zwei Zaubersterbe in der Hand hielt, von denen einer sich als ... überaus mächtig erwiesen hat.
Speaker 0: Madame Pomfray's Blick ging postwenden zu Jean, musterte sie von oben bis unten, wobei ihr Blick an ihrer blutigen rechten Hand hängen blieb.
Speaker 0: Ihr Zauberstab wiet ihnen noch eine Menge Ärger einbringen, meine Liebe, meinte sie mit einem frustrierten Säufzer.
Speaker 0: Es ist ein magisches Gesetz, dass der Zauberstab sich seinen Besitzer sucht, das weiß jedes Kind.
Speaker 0: Aber haben sie vielleicht schon einmal daran gedacht, ihren Stabern Mr.
Speaker 0: Oliveander zurückzugeben und ihn zu bitten, ihnen etwas weniger Gefährliches auszuhändigen?
Speaker 0: Elderstäbe bringen nun mal Unglück, das ist einfach so.
Speaker 0: Die Arme.
Speaker 0: Rose Murther hat es auch schon nicht leicht in ihrer Zeit an dieser Schule.
Speaker 0: Währet den Anfängen, kann ich nur sagen.
Speaker 0: Jean zog defensiv den Kopf ein.
Speaker 0: Wenn das so einfach wäre, meinte sie zerknischt.
Speaker 0: Ich bin nicht gerade eine große Anhängerin der Wahrsagekunst, doch ich glaube nicht, dass man seinem Schicksal so einfach entfliehen kann.
Speaker 0: Wahrscheinlich haben sie recht, Kind.
Speaker 0: Madame Pomfrey fasste vorsichtig ihren Unterarm, hob ihn an und begutachtete die Bisswunde in Jeans Hand.
Speaker 0: Kommen sie beide jetzt mit mir, bevor es hier oben voll wird.
Speaker 0: Das haben wir gleich.
Speaker 0: Die Heilerin hielt Wort.
Speaker 0: Nach wenigen gemummelten Zaubersprüchen und einem Tropfenskehlewachs, das Jeans schiefer Nase dabei helfen sollte, wieder möglichst gerade zusammenzuwachsen, hatte die junge Hexe gleich weniger Schmerzen.
Speaker 0: Gegen die blauen Flecken in Severus Gesicht tat Madame Pomfrey jedoch nichts.
Speaker 0: Und als Jeansie darauf hinwies, antwortete die Ältere etwas verschnupft, dass sie nicht dafür da sei, kosmetische Überholungen an ihren Patienten vorzunehmen.
Speaker 0: Erst recht nicht, wenn sie so unter Zeitdruck stand wie jetzt.
Speaker 0: Davon einmal ganz abgesehen, sollten die noch immer schmerzenden Hammer Tome Sie und Severus daran erinnern, dass all ihre gewaltsamen Handlungen Konsequenzen nach sich zogen und dass sie es sich gut überlegen sollten, sich immer wieder in neuerliche Gefahr zu begeben.
Speaker 0: Sie sind nicht die einzigen, denen ich diesen Ratschlag dieser Tage ans Herz gelegt habe, erklärte sie mit hochgezogenen Augenbrauen, wobei sie besonders Jean ansah.
Speaker 0: Gewiss werden sie sich denken können, von wem ich rede, Miss Pearlman.
Speaker 0: Oh ja, das konnte Jean tatsächlich.
Speaker 0: Die Rumtreiber gingen, wenn man den Gerüchten trauen konnten, im Krankenflügel ein- und aus.
Speaker 0: Remus konnte nichts dafür, dass er dort ein regelmäßiger, fast schon gern gesehener Gast war.
Speaker 0: Doch den Rest des Kleblatz ebenfalls ständig behandeln zu müssen, schien Madame Pomfray eher zu verärgern.
Speaker 0: Jean konnte sie verstehen.
Speaker 0: Die schulkranken Schwester hatte eben gerade ihren Zauberstab sinken lassen, als die Tür zum Gang ohne Vorankündigung aufbarst.
Speaker 0: hinein schwebten drei schlaffe, bewegungslose Körper und dahinter erschien die massige Gestalt von Professor Slughorn, der seine Zauberstabe wie ein Dirigent erhoben und damit wedelnd die drei Verletzten mithilfe eines Levi-Korpus-Zaubers in Richtung der Krankenbetten buxierte.
Speaker 0: Bei diesem Anblick wurde Jean wieder bewusst, dass Severus diese erweiterte Ausführung des Wingardium-Liviosa-Spruchs ebenfalls beherrschte, zumindest in Ansätzen, was ungewöhnlich war für einen dreizehnjährigen.
Speaker 0: Was uns gehen?
Speaker 0: mummelt das Littering neben ihr und schob Jean möglichst unauffällig Richtung Stationsausgang, während Slakorn einen Dermstreng nach dem anderen in jeweils eines der Betten schweben und dort sagte, auf die Matratzen gleiten ließ.
Speaker 0: Natürlich werde ich ihm bei Zeiten Rede und Antwort stehen müssen, aber mir steht jetzt nicht der Sinn danach, mir anzuhören, wie enttäuscht er von seinem vielversprechendsten Schüler ist und dass er nicht verstehen kann, warum ich plötzlich in so viele brutale Übergriffe involviert bin.
Speaker 0: Jean nickte.
Speaker 0: Stimmt, lass uns von hier verschwinden.
Speaker 0: Beide schlichen zur Tür, während der Lehrer und die Heilerinnen ihnen über die Betten gebeugt, den Rücken zukehrten.
Speaker 0: Geräuschlos drehte Severus den Knopf und ließ Jean vor sich in den Gang treten.
Speaker 0: Dann folgte er eh flux und schloss die Tür möglichst leise hinter sich.
Speaker 0: Steht ein Angebot eigentlich noch?
Speaker 0: Jean wandte Severus errütend den Kopf zu.
Speaker 0: Dass du bei mir übernachten kannst?
Speaker 0: Sie musste sich zusammenreißen, damit sie kein verräterisches glückseliges Lächeln auf ihrem Gesicht abzeichnete.
Speaker 0: Klar steht das noch.
Speaker 0: Dort wird's lachhäundig bestimmt nicht als erstes suchen.
Speaker 0: Vielleicht verschafft ihr das ein paar Stunden Ruhe.
Speaker 0: Die beiden standen sich gegenüber und sahen sich an.
Speaker 0: Ich bin noch immer sauer auf dich, weil du mir nichts sagen willst, wer du wirklich bist, sagte Severus, wobei seine Stimme leicht kiekste.
Speaker 0: Daran merkte Jean-Bier aufgebracht, er tatsächlich noch immer war, sie senkte schuldbewusst den Kopf.
Speaker 0: Deshalb sage ich ja, dass ich nochmal in aller Ruhe mit dir reden möchte.
Speaker 0: Vielleicht gibt es da noch ein paar Sachen, die ich dir sagen kann, damit du mir wieder vertraust.
Speaker 0: Nicht alles wohlgemerkt, schub sie schnell ein.
Speaker 0: Du darfst nicht alles wissen, denn es würde ... Mechen Gefahr bringen, ich weiß.
Speaker 0: Das hast du ungefähr schon ein halbes Dutzend Mal gesagt.
Speaker 0: Severus verdrehte die Augen.
Speaker 0: Und lass mich dir sagen, es genügt mir nicht.
Speaker 0: Als Jean sich von ihm abwandte, um zu den Treppen zu gehen, griff er nach ihrer linken, der unverletzten Hand, und hielt sie so fest.
Speaker 0: Nicht, werte diese sich.
Speaker 0: Wir müssen schleunigst fort von hier.
Speaker 0: Jeden Augenblick könnte Dumbledore hier aufkreuzen.
Speaker 0: Wir können von Glück sagen, dass er nicht schon mit fliegendem Bart hier angerauscht gekommen ist.
Speaker 0: Wie war, wie war?
Speaker 0: Erklang plötzlich eine leise, leicht heißere Stimme vom Ende des Ganges her.
Speaker 0: Der Schreck fuhr Jean durch alle Glieder und auch Severus an ihrer Seite sah mit einem mal ängstlich aus.
Speaker 0: Im Schein einer Fackel, gleich neben der Marmortreppe, näherte sich ihnen eine große, schlanke, fast schon ausgemerkelt wirkende Gestalt, die einen noch längeren, längeren Schatten warf.
Speaker 0: Sie war in einen fliederfarbenen Umhang, der mit Sternen, Planeten und Monten verziert war, gehüllt.
Speaker 0: Es wird Zeit für ein ernstes Gespräch, Miss Pearlman, meinte der große Zauberer.
Speaker 0: Wenn sie beide bitte hier auf mich warten würden, während ich drinnen kurz nach dem rechten sehe.
Speaker 0: Jean nickte bloß und schluckte nervös, und auch Severus brachte bloß ein kurzes, ja's hör, heraus, wobei seine Stimme noch viel kratziger klang als die des alten Mannes.
Speaker 0: Er hat nicht gelächelt, sagte Severus düster zu Jean, nachdem das Oberhaupt der Schule im Krankenflügel verschwunden war.
Speaker 0: Und Elbes Dumbledore lächelt fast immer.
Speaker 0: Kapitel onehundertsechsundsiebzig Was übersteigt Magie?
Speaker 0: Mit einem mehr als beklommenen Gefühl im Magen folgte Jean gemeinsam mit Severus dem Schulleiter über etliche Treppen und durch abgeschiedene Gänge des Schlosses bis sie schließlich zu dem steinernen Wasserspeier gelangten, der den Eingang zu Dumbledores Büro in einem der zahlreichen Schlossdürme markierte.
Speaker 0: Währenddessen richtete der sonst so redselige Zauberer kein einziges Wort an die beiden, was genauso ungewöhnlich war wie sein von Severos bereits bemerktes fehlendes Lächeln.
Speaker 0: Im Gegenteil, bis Dumbledore Schritt mit seinen langen Beinen so zügig aus, dass seine Schüler Schwierigkeiten hatten, mit ihm mitzuhalten.
Speaker 0: Severus wirkte noch angespanter, als Jean sich fühlte und sie konnte ihn verstehen.
Speaker 0: Bis auf die verunglückte Pets-Aktion wegen Remus Lupin damals hatte dieser wohl noch nicht allzu viel mit dem Schulleiter zu tun gehabt, wohin gegen Jean Frank und Frey behaupten konnte, den alten Mann besser zu kennen als die meisten ihrer Mitschüler, denn immerhin hatte sie in der Vergangenheit oder Zukunft, um genau zu sein, schon zwei lebensbedrohliche Situationen gemeistert, die Dumbledore auf den Plan gerufen hatten.
Speaker 0: Noch immer empfand sie größten Respekt vor ihm, seinem grandiosen Wissen und seine bemerkenswerten Intuition, jedoch verfiel sie nicht mehr in jene ehrfürchtige Stere, die sie anfangs immer befallen hatte, wenn sie mit ihm konfrontiert wurde.
Speaker 0: Nervös war sie natürlich trotzdem.
Speaker 0: An wie viel ihre erste Begegnung betreffen der innerte Dumbledore sich in genau diesem Moment?
Speaker 0: Hatte er sich die silbrigen Gedankenfäden, die ihr Gespräch von vor zwei Monaten beinhalteten, bereits aus seinem Denkarium zurückgeholt?
Speaker 0: Und warum hatte er Severus nicht fortgeschickt?
Speaker 0: Hatte er nicht mehr als einmal betont und Jean damit eingeschärft, wie wichtig es war, niemandem, absolut niemanden ins Vertrauen zu ziehen, was ihre wahre Identität anging?
Speaker 0: Schoko Froschenkel.
Speaker 0: Weder sie noch Severus zuckten mit der Wimper, während der enorme steinene Wasserspeier, der den Eingang zum Schulleiterbüro im siebten Stock bewachte, nun den Weg zu der verzauberten Wendeltreppe freigab, die sich wie von selbst in engen Windungen buchstäblich in den Turm hineinschraubte, wie ein überdimensionaler Korkenzieher.
Speaker 0: Dumbledore betrat sie als Erster und wurde als bald davongetragen, Severus trat sitzsam bei Seite, um Jean den Vortritt zu lassen, was diese nach kurzem Zögern auch tat.
Speaker 0: Der Slytherin folgte ihr umgehend und schwankte, ähnlich wie sie ein bisschen bei dem Versuch sein Gleichgewicht zu halten, nachdem er einen Fuß auf eine der beweglichen Stufen gesetzt hatte.
Speaker 0: Jeans rechte Hand von Madame Pomfrey eben erst gerichtet, klammerte sich an das sich mit bewegende Geländer und sie musterte den langen geraden Rücken Dumbledos vor ihr.
Speaker 0: Während die Stufen, die sie an die Rolltreppen im Londoner Muggle Kaufhaus Harrods erinnerten, in dem sie unzählige Male mit ihren Eltern gewesen war, alle drei sanft nach oben geleiteten.
Speaker 0: Des lange, leicht gewählte Haar des Zauberers vor ihr war noch immer mehr grau als weiß zu nennen und nur sie allein wusste, dass es innerhalb der nächsten zwanzig Jahre einiges an Farbpigmenten verlieren würde, bis es im Jahre nineteenhundertneinzig beinahe schloweiß wäre.
Speaker 0: Auf dem Absatz vor der Tür zum Studerterbüro angekommen, beschwore Dumbledore mit einem fast lässig wirkenden Schlenker seines Zauberstabes einen einfachen, nicht sehr bequem anmutenden Klappstuhl herauf und Bart Severus höflich sich zu setzen.
Speaker 0: Lassen Sie mich zunächst ein paar Worte mit Miss Pearlman allein wechseln, Mr.
Speaker 0: Snape.
Speaker 0: Selbstverständlich, Sir, antwortete Severus Artich und nahm Platz, jedoch nicht ohne Jean noch einmal einen alarmierten Blick zuzuwerfen, bevor sie dem hochgewachsenen Zauberer Dezentschulter zuckend in dessen Beruf folgte und dieser die Tür hinter ihnen beiden Schloss.
Speaker 0: Jean sah sich in dem geräumigen Turmzimmer um, das wie schon beim letzten Mal von dem rhythmischen Ticken, Schlagen und Klopfen, der mehr als ansehnlichen Sammlungen an filigranen Silberinstrumenten erfüllt war, deren Sinn und Zweck ihr sich auch bei diesem neuerlichen Besuch nicht erschließen wollte.
Speaker 0: Allerdings hatte sie diesmal auch keinen überflüssigen Blick für das Sammelsurium an Kuriositäten übrig.
Speaker 0: Ebenso ignorierte sie den Stuhl vor dem enormen Schreibtisch, der ihr angeboten wurde.
Speaker 0: und sogar für Forks, den wunderschönen, orange gefiederten Phönix, der mit kleinen Eugleien auf seiner Stange gleich neben der Tür hockte, hatte sie nur einen schnellen Seitenblick übrig.
Speaker 0: Ihr alleiniges Interesse galt dem zweitürigen Schrank rechts vom Schreibtisch, von dem sie wusste, dass er in seinem Innern das kostbare alte Denkarium beherbergte.
Speaker 0: Dumbledore musste ihren Blick bemerkt haben.
Speaker 0: Nur zu, Miss Pearlman, forderte sie mit einem Augenzwinkern auf.
Speaker 0: Durfte ich sie nicht bei ihrem Vornamen nennen Jean?
Speaker 0: Zumindest dann, wenn wir unter uns sind?
Speaker 0: Fragend sah sie ihn an.
Speaker 0: Haben sie nicht schon?
Speaker 0: Verlegen fuhr sich Jean durch ihr ziemlich unordentliches Haar, an dessen Streinen teilweise noch immer Blut klebte.
Speaker 0: Ich meine, woher wissen sie, worüber wir miteinander reden werden?
Speaker 0: Sie haben mir damals erzählt, dass sie all ihre Erinnerungen an unsere erste Begegnung, sie nickte in Richtung des Schränkjens hinüber.
Speaker 0: Dort hineingelegt haben.
Speaker 0: Wie also können Sie wissen, welche Gedanken genau Sie jetzt daraus hervorholen müssen und ob sie wichtig sind?
Speaker 0: Dumbledore Lächelte verschmitzt zum ersten Mal an diesem Abend.
Speaker 0: Wie ich schon einmal gesagt zu haben glaube, handelt es sich beim Umgang mit einem Denkarium um ein kompliziertes Zusammenspiel zauberhafter Kräfte.
Speaker 0: Welches, und das verrate ich nur Ihnen, Jean, letzten Endes selbst ich nicht im Stande bin vollständig zu begreifen.
Speaker 0: Am letzten Teil dieser Aussage hatte Jean durchaus ihre Zweifel, da sie inzwischen wusste, dass der Schulleiter sein außergewöhnlich helles Licht gern und oft unter dem berühmten Schäffel stellte.
Speaker 0: Eifrich trat sie an den Schrank heran, streckte ihre Hand nach dem glatt polierten Hölz einen Knauf aus, zögert dann.
Speaker 0: Sind ihnen in den letzten Wochen gewisse Dinge zu Ohren gekommen?
Speaker 0: Dambildo sah sie fortwährend an, dabei legte er den Kopf leicht schief.
Speaker 0: Dinge.
Speaker 0: Jean zuckte mit den Schultern und fühlte, dass sie errötete.
Speaker 0: Dinge, die mich betreffen.
Speaker 0: Ich wäre ein schlechter Schulleiter, wenn ich nichts von den wirklich wichtigen Dingen mit bekäme, die sich tagtäglich in Hogwarts ereignen.
Speaker 0: Dumbledore legte die Spitzen seiner langen Finger zusammen, sodass seine Hände eine Art Prisma bildeten.
Speaker 0: Seine Mundwinkel zuckten.
Speaker 0: Beispielsweise welch ausgesuchte Speisen unsere geschätzten Hauselfen auf den Speiseplan für das sonntägliche Festessen anlässlich der Rückkunft ihrer geschätzten Mitschüler gesetzt haben.
Speaker 0: Oder wer die besten Chancen auf den Sieg beim nächsten Quidditch-Spiel hat und auch wer von ihnen sich im Schein der Fackeln auf dunklen Fluren näher kommt.
Speaker 0: Jean errötete tiefer.
Speaker 0: Ich meine, bis Dumbledore's Gesicht wurde plötzlich wieder ernst.
Speaker 0: Spaß bei Seite Jean.
Speaker 0: Ich glaube zu wissen, was sie meinen.
Speaker 0: Mir sind Gerüchte, um einen besonderen Zauberstab zu Ohren gekommen, der sie bereits in diverse Schwierigkeiten gebracht hat.
Speaker 0: Um einen Ausflug ins Dorf zu einer überaus informativen Veranstaltung, wie mir zugetragen wurde, unter anderem.
Speaker 0: Er weiß alles.
Speaker 0: Jeans Handstrich leicht über den Schrank knauf.
Speaker 0: Wie hatte sie nur auf die Idee kommen können, dass Dumbledore von all dem, was sich um sie und ihren Zauberstab herum abgespielt hatte, rein gar nichts mitbekommen hatte?
Speaker 0: Um jedoch die Situation zur Gänze erfassen zu können, brauche ich natürlich die ein oder andere Eingebung, setzte er nach einer kurzen Pause hinzu.
Speaker 0: Jean verstand den Wink.
Speaker 0: Entschlassen drehte sie den Knauf und die Schranktür sprang leise knerzend auf.
Speaker 0: Nachdem sie die zweite Tür ebenfalls geöffnet hatte, konnte sie dahinter die glatte Oberfläche der in der mit Runen verzierten Steinschale befindlichen Flüssigkeit erkennen.
Speaker 0: Die leichte Wellen erzeugte, sobald sie beide Hände darum legte und sie vorsichtig anhob.
Speaker 0: Als würde sie einen Karton roher Drachen-Eier vor sich hertragen, balancierte sie das schwere Becken vorsichtig zu Dumbledores ausladendem Schreibtisch hinüber, wo sie es behutsam vor ihm abstellte.
Speaker 0: Danke, meine Liebe.
Speaker 0: Elvis Dumbledore beugte sich über das Dinkarium und zückte seinen Zorberstab.
Speaker 0: Eher fürchtig beobachtete Jean, wie sich seine Lippen kaum merklich bewegten, während er die Spitze des Stabes in die Flüssigkeit tauchte und kreisende Bewegungen damit vollführte.
Speaker 0: Als der Zauberer seinen Stab letztendlich wieder zurückzog, hing ein langer, silberig glänzender Faden daran, der sich leicht bewegte, als würde er ein Eigenleben führen, einem mageren Fluberwurm.
Speaker 0: nicht unähnlich, wenn man einmal davon absah, dass Fluberwürmer die langweiligsten magischen Tierwesen die Jean sich vorstellen konnte, normalerweise in einer wenig ansprechenden bräunlichen Farbe daherkam.
Speaker 0: Dumbledore führte die Zauberstabspitze langsam an seine Schläfe, wo sich der glänzende Faden an seine Haut schmiegte und es so aussah, als würde er sich in seinen Kopf hineinringeln wollen.
Speaker 0: Erst als dieser komplett verschwunden war, sah Dumbledore auf und sein intensiver blauer Blick suchte Jeans.
Speaker 0: Diese bemerkte sogleich, dass sich etwas verändert hatte, Die Erinnerung war in den Kopf des Schulleiters zurückgekehrt.
Speaker 0: Der weißhaare Gezauberer räusperte sich und forderte Jean Abermals Aufsicht zu setzen, was diese auch prompt tat.
Speaker 0: Ihr ganzer Körper vibrierte Veran- spannung.
Speaker 0: Sie spürte, dass sie wieder all ihre Hoffnungen auf ihn setzte, den man der alles richten konnte, der auf alles eine Antwort zu haben schien, früher oder später.
Speaker 0: Was genau ist unten im Kerker passiert?
Speaker 0: Jeans vor lauter Aufregung leicht geöffneter Mund klappte vollends auf.
Speaker 0: Obwohl ihre Nase und ihre Hand sie noch immer schmerzen und sie somit an die schlimme Begegnung mit den drei Derms-Danks erinnerte, hatte sie doch etwas ganz anderes erwartet.
Speaker 0: Sir?
Speaker 0: fragte sie verunsichert, und als der Schulleiter nichts hinzufügte, schlugte sie ihre Enttäuschung hinunter und tat wie ihr Geheißen.
Speaker 0: Sie berichtete, wie Druid sie im Griffendorturm aufgesucht und gezwungen hatte, ihr in die Gewölbe von Hogwarts zu folgen, unter der Androhung, dass Severus Schlimmes widerfahren würde, wenn sie es nicht hätte.
Speaker 0: Nach der Reihe gab sie wieder, was sich dort unten zugetragen hatte.
Speaker 0: Dumbledore unterbrach sie erst, als sie zu der Stelle kam, an der sie ihren Zauberstab aufgerufen hatte und dieser wieder besseren Wissens zu ihr gefunden hatte.
Speaker 0: Ist es ihnen nicht seltsam vorgekommen, dass ihr Zauberstab eine solch lange Strecke zurücklegen konnte, um ihnen dort unten zu Hilfe zu kommen?
Speaker 0: Dumbledore streckte die Hand über dem Schreibtisch aus und Jean fasste unter ihren Umhang zog den Holunderstab hervor und reichte ihn ihm herüber.
Speaker 0: Doch mummelte sie.
Speaker 0: Es ist mir in der Tat aufgefallen.
Speaker 0: Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es mir gelingen würde, ihn zu mir zu rufen.
Speaker 0: Im Unterricht habe ich es nie so weit geschafft.
Speaker 0: Sachte legte der berühmte Zauberer den Stab vor sich auf den Tisch und begutachtete ihn aufmerksam.
Speaker 0: Seine langen, fein gliederigen Finger fuhren die Maserung entlang, betasteten das helle Holz und fast erwartete Jean zu sehen, wie er unter Dumbledos Berührung zum Leben erwachte und vibrierte, wie er es manchmal tat, ganz ohne eigenes Zutun ihrerseits.
Speaker 0: Es geschah jedoch nichts.
Speaker 0: Unser Schloss verfügte über ein breit angelegtes Netz an Kaminen und Abflussrohren, durch die sich theoretisch diverse Gegenstände aufrufen lassen.
Speaker 0: Dieses sogenannte Netz ist jedoch nicht vollkommen barrierefrei, so möchte ich es ausdrücken.
Speaker 0: Und sie haben ihren eigenen Stab wirklich mit dem des jungen Mr.
Speaker 0: Snape aufgerufen, Jean?
Speaker 0: Jean blinzerte.
Speaker 0: Ja, flüsterte sie.
Speaker 0: Gerade deswegen hatte ich ja so meine Zweifel, ob es mir überhaupt gelingen würde.
Speaker 0: Mit dem Zauberstab eines anderen, lassen sich in den wenigsten Fällen gute magische Ergebnisse erzielen.
Speaker 0: Vollendete der Schulleiter ihren Satz.
Speaker 0: Sie nickte Stumm.
Speaker 0: Sie müssen eine äußerst fähige Hexe sein, dass ihnen so etwas gelungen ist.
Speaker 0: Dumbledore hob den älter Stab wieder an und reichte ihn an sie zurück.
Speaker 0: Oder aber es existiert eine besondere Verbindung zwischen ihren beiden Stäben.
Speaker 0: Jean rest die Augen auf.
Speaker 0: Wollen sie damit sagen, dass mir mit einem wieder anderen Stab der Aufrufe Zauber vielleicht gar nicht gelungen wäre?
Speaker 0: Also mit Roots oder Brankos zum Beispiel?
Speaker 0: Ich bin mir ziemlich sicher, dass dem so ist.
Speaker 0: Damildos Blick schweifte hinüber in Richtung Feuer, hinter dem mittlerweile etliche Sterne funkelten, dort, wo sich Risse in der nächtlichen Wolkendecke aufgetan hatten.
Speaker 0: Für viele Hexen und Zauberer ist ihr Stab nichts anderes als ein verzaubertes, jedoch im Grunde genommen totes Stück Holz, welches nur so lange lebendig war, wie es einen Bestandteil des Baumes oder Strauches darstellte, aus dem ein Zauberstabmacher es entnommen und bearbeitet hat.
Speaker 0: Das ist eine recht verbreitete Annahme, möchte ich meinen, und auf die meisten Stäbe trifft sie auch zu.
Speaker 0: Jedoch nicht auf diesen hier.
Speaker 0: Ich vermute stark, dass ihnen aufgefallen ist, dass sich dieser gewisse Stab zu Zeiten gebärdet, als würde noch immer Leben in ihm stecken.
Speaker 0: Es ist mir aufgefallen, Sir, erwiderte Jean nach kurzem Nachdenken.
Speaker 0: Schon kurze Zeit, nachdem ich ihn bei Mr.
Speaker 0: Olivander in der Winkelgasse erworben hatte.
Speaker 0: Anfangs brachten selbst einfache Zauber keine befriedigenden Ergebnisse, was mich extrem verunsicherte.
Speaker 0: Ich fühlte mich die ganze Zeit wie eine Erstklässlerin.
Speaker 0: Einfache Schwebezauber wurden unterbrochen und die Dinge, die ich schweben lassen wollte, fielen zu Boden.
Speaker 0: Doch Mr.
Speaker 0: Olivander hatte mich vorgewarnt.
Speaker 0: Ein Holunderstab sei nicht leicht zu Hand haben, meinte er.
Speaker 0: Daher mit hat der gute Mann recht, bestätigte Dumbledore.
Speaker 0: Was hat Garreg ihnen noch über den Stab erzählt?
Speaker 0: Jean versuchte sich, so gut es ging zu erinnern.
Speaker 0: Ich glaube, er meinte, ich sei in seinen Augen nicht der Typ Hexe, von dem er erwartet hatte, dass dieser Art Stab sie sich erwählen würde.
Speaker 0: Dumbledore sah sie aufmerksam an.
Speaker 0: Haben sie in jedem Augenblick dann verstanden, was er damit andeuten wollte?
Speaker 0: Jean schob ihren Zauberstab langsam zurück in die Innentasche ihres Umhangs.
Speaker 0: Nein, überhaupt nicht, erwiderte sie sachlich.
Speaker 0: Das habe ich erst, als die Gerüchte über mich in Unlauf kam.
Speaker 0: Selbst dann hat es noch einige Zeit gebraucht, bis mir das Ausmaß meiner Äh, naja, Situation vorlandsbewusst wurde.
Speaker 0: Sie sah Dumbledore fest in die Augen.
Speaker 0: Ich kann mich mit dem Schicksal, das mir angeblich beschieden ist, nicht anfreunden.
Speaker 0: Christopher Witz, von dem sie sicherlich schon gehört haben, hat mir erst vor kurzem verraten, dass Mademois Merta und ich diese Schicksal teilen.
Speaker 0: Alles schön und gut, aber ehrlich gesagt frage ich mich, warum dies alles geschieht.
Speaker 0: Ich habe nicht vor, das Leben einer angeblich verruchten Hexe in den siebziger Jahren zu führen, wegen der es in den Gerüchteküchen nur so brodelt.
Speaker 0: Alles, was ich will, ist wieder in die Vergangenheit zurückzufinden.
Speaker 0: Dort werde ich auch diesen Ersatzstab nicht mehr brauchen.
Speaker 0: Weil mein eigener dort auf mich wartet.
Speaker 0: So waren dann alle Bemühungen, ihn einzuzaubern, ihn zu bändigen, wenn sie so wollen, umsonst.
Speaker 0: Dambelder erwiderte nichts darauf, ließ sie einfach weiterreden.
Speaker 0: Was haben sie unternommen, bevor sie ihre Gedanken an mich und meine Reise dort ... Jean wies auf das Dinkarium hineingelegt haben.
Speaker 0: Oder haben sie gar nichts getan?
Speaker 0: Haben sie den Dingen einfach nur ihren Lauf gelassen?
Speaker 0: Langsam aber sicher spürte sie die Wut, die in ihr Hochstieg.
Speaker 0: Zwei Monate.
Speaker 0: Dumbledore hatte sie zwei lange Monate sich selbst überlassen.
Speaker 0: Zwei Monate, während derer sie zunächst nur hohen und spott, später jedoch sogar Misshandlungen von Seiten gewisser Slytherins und Dermstrengs ausgesetzt gewesen war.
Speaker 0: Er hatte es sich leicht gemacht, während sie halb blind von einer gefährlichen Situation in die nächste getaumelt war.
Speaker 0: Wieso haben sie darauf bestanden, dass ich Hogwarts nicht verlasse, wo es doch vollkommen offensichtlich ist, dass man bleiben die Zukunft mit jedem Tag ein wenig mehr verändern wird, weil ich eben nicht hier leben kann, ohne Spuren zu hinterlassen.
Speaker 0: Warum haben sie mich nicht in eine von Fledermäusen- bevölkerte Höhle in Albanien gesperrt oder tatsächlich nach Buxboton oder Durmstrang gesteckt, wenn es denn unbedingt eine Zauberschule sein sollte?
Speaker 0: Deswegen nicht gleich nach Übersee.
Speaker 0: Sie können mir nicht weiß machen, dass sie derlei Kontakte nicht haben.
Speaker 0: Die magische Welt ist viel, viel größer, als ich es damals geglaubt habe, als ich anfing, hier zur Schule zu gehen.
Speaker 0: Damals, Sir.
Speaker 0: Damals im Jahr nineteenhundertneunzig.
Speaker 0: Ihre Stimme war lauter geworden und es fiel Jean schwer, auf dem ihr zugewesenen Stuhl sitzen zu bleiben.
Speaker 0: Eine weitere Möglichkeit wäre gewesen, mich sofort zu Christopher nach London zu schicken.
Speaker 0: Der hätte mich verstecken können und wir hätten einen Vorsprung von zwei Monaten gehabt, währenddessen er etwas hätte austüfteln können, was ich ihm übrigens durchaus zutraue.
Speaker 0: Aber nein, ich musste mühsam selbst herausfinden, wer er ist und mit ihm in Kontakt treten, mir alles selbst zusammenreimen, wenn sie doch schon damals gewusst haben, dass ... Wünschten sie sich jetzt in diesem Augenblick in einer Höhle in Albanien zu sitzen, Jean?
Speaker 0: Dumbledore's Stimme war gemessen, vollkommen unaufgeregt.
Speaker 0: Oder in einem fensterlosen Raum, wo Mr.
Speaker 0: Witz, Christopher und sie haben zweifelsfrei Rechten, natürlich sind wir einander mehr oder weniger gut bekannt, an seinen Zeitmaschinen herumzaubert und schraubt?
Speaker 0: In einem verreucherten Zelt irgendwo in Haiti, wo sie mit Voodoo experimentieren?
Speaker 0: Nein, aber Jean rang die Hände und zerwüllte damit ihr eigenes Haar.
Speaker 0: Man ist mir auf die Spur gekommen.
Speaker 0: Ach, und warum nicht?
Speaker 0: wollte Dumbledore wissen, ohne auf ihren letzten Satz überhaupt einzugehen.
Speaker 0: Er hatte ein Funkeln in den Augen, das Jean nicht zu deuten wusste und sein Blick schweifte in Richtung Tür, hinter der wie Jean plötzlich und siedend heiß wieder einfiel, Severus noch immer geduldig saß und wartete.
Speaker 0: Nun, sie war nahe daran zu verzweifeln.
Speaker 0: Ich habe hier Menschen kennengelernt, Menschen, von denen ich in meinem früheren Leben bereits gehört hatte oder die ich sogar schon kannte, wenn gleich ganz anders.
Speaker 0: Sie unterbrach sich selbst und säufzte tief.
Speaker 0: Menschen, die ich nicht mehr missen möchte, wie Lily Evans zum Beispiel, und ... und ... brachte es nicht über sich, seinen Namen auszusprechen.
Speaker 0: Ohne Freunde würde ich eingehen wie eine flitter Blume ohne Wasser.
Speaker 0: Ja, ich bin froh, dass ich in Hogwarts bleiben durfte, an diesem magischen Ort und nirgendwo sonst.
Speaker 0: Und was übersteigt selbst Magie?
Speaker 0: murmelte Dumbledore leise und Gedanken verloren, wenn nicht die Liebe.
Speaker 0: Jeans Gesichtshaut fühlte sich mittlerweile so heiß an wie das Hinterteil eines knallrümpfigen Kröters kurz vor der Explosion.
Speaker 0: Liebe?
Speaker 0: Sollte sie wirklich mit Elvis Dumbledore über die Liebe reden?
Speaker 0: War es überhaupt das, was sie für Severus empfand?
Speaker 0: Ein ziemlich hochtrabender Begriff für die Schmetterlängen in ihrem Bauch, die sich zu Regen begannen, jedes Mal, wenn sie es mit Lilis ehemaligen besten Freund zu tun hatte.
Speaker 0: Vielleicht meinte Dumbledore aber auch eine ganz andere Art von Liebe.
Speaker 0: Eine allumfassende, viel tiefergehende Liebe, die die Welt um sie alle herumbrauchte, um das Böse, welches in Form eines einzelnen fehlgeleiteten Zauberers begonnen hatte, sich unter ihnen allen einzunisten und auszubreiten wie eine unsichtbare Teufelsschlinge, bereit alles an positiven Gefühlen wie Lebensfreude, Glück und Zufriedenheit, nicht bloß zu verdrängen, sondern ganz zu ersticken.
Speaker 0: Eine Art von Liebe, die das Böse schlechthin besiegen konnte.
Speaker 0: Gehe ich recht in der Annahme, dass es Mr.
Speaker 0: Snape ist, der ihnen, wie sie es ausdrückten, auf die Schläche gekommen ist, wollte Dumbledore von ihr wissen.
Speaker 0: Jean rieb ihre verschwitzten Handflächen aneinander und ließ ihren Blick verlegen durch den Raumschweifen, ohne etwas darin wirklich zu fokussieren.
Speaker 0: Ich habe mich verplappert.
Speaker 0: Das musste ja irgendwann passieren.
Speaker 0: Ich kann nicht immer zu hundert Prozent aufmerksam sein.
Speaker 0: Und als es dann passiert war, hat er Erkundigungen über mich eingezogen, beziehungsweise es versucht.
Speaker 0: Doch er musste feststellen, dass das magische Geburtenregister keinen Eintrag über mich hat.
Speaker 0: Sie wagte es nicht Dumbledore dabei anzusehen, denn dann wäre ihr Blick gewiss ein Anklagende gewesen.
Speaker 0: Dumbledore hingegen spitzte die Lippen und verzog sein Gesicht, als würde er von plötzlichen Zahnschmerzen geplagt.
Speaker 0: Das magische Geburtenregister, sagen sie, müsste Snape dort draußen vor der Tür, ist schlauer, als ich es ihm zugetraut hatte.
Speaker 0: Zumindest schlauer, als ich alter Türrichter Greis.
Speaker 0: Das habe ich tatsächlich nicht bedacht.
Speaker 0: Und es stellte nur eine der Schwachstellen in meinen damaligen Überlegungen dar.
Speaker 0: Mögen sie mir verzeihen, Jean.
Speaker 0: Man kann nicht dann alles denken, wie gelte Jean höflich ab.
Speaker 0: Einen Augenblick herrschte stille zwischen ihnen, nur das leise Pfeifen und Klackern der glänzenden Instrumente, um sie herumwahrt zu hören.
Speaker 0: Außerdem ein langgezogener Schnarcher aus einem der Schulleiterporträts hinter Dumbledos schreibtisch an der Wand.
Speaker 0: Jean ertappte sich bei dem Gedanken, dass die dort verewigten Personen rein theoretisch vertrauliche Informationen im Schloss streuen konnten.
Speaker 0: Sollten sie in der Lage sein, sich ähnlich wie Sir Cadigan mit seinem fetten Pony sich von Bilderrahmen zu Bilderrahmen durch das gesamte Gebäude zu bewegen.
Speaker 0: Doch ihr blieb nichts anderes übrig, als darauf zu vertrauen, dass sie es entweder nicht konnten oder aus Loyalität zum gegenwärtigen Schuldirektor schlichtweg nicht tun würden.
Speaker 0: Genauso, wie sie derer vertrauen musste, dass dieser ihr letzten Endes doch würde helfen können.
Speaker 0: Professor Dumbledore lehnte sich in seinem bequem anmutenden Schreibtestuhl zurück und zupfte ein wenig an seinem außergewöhnlich langen Kinbad herum, wie er es oft tat, wenn er nachdachte, fiel Jean auf.
Speaker 0: Auch sie hatte oft an den Strähnen ihres Haares herumgefummelt, wenn sie nachgedacht hatte, zu der Zeit, als dieses noch lang und buschig und ihr Name noch Hermine Granger gewesen war.
Speaker 0: Und so, als hätte Dumbledore ihre Gedanken gelesen, meinte dieser plötzlich wie beiläufig, sie haben mir nie ihren wahren Namen verraten, Jean, Jean öffnete den Mund.
Speaker 0: Und das ist auch gut so.
Speaker 0: Ich will ihn nicht wissen, bis ich ihn wissen muss.
Speaker 0: Jean schloss ihren Mund wieder.
Speaker 0: Und ich möchte sie noch einmal daran erinnern, wie wichtig es für sie ist, sich bedeckt zu halten.
Speaker 0: Er sah sie ernst an.
Speaker 0: Was weiß Severus Snape über sie, mein Kind?
Speaker 0: Was genau will er über sie herausgefunden haben?
Speaker 0: Jean überlegte kurz und schilderte dem Professor dann das kurze, jedoch fatale Gespräch zwischen ihr und Norderl Nielsen am Tag des Rodel Turniers, das Severus mitgehört hatte.
Speaker 0: Doch als sie näher auf den Unfall mit der Peitschenden beide eingehen wollte, stoppte der Schulärter sie mit einer abwährenden Handbewegung.
Speaker 0: Keine Details, bitte.
Speaker 0: Zwar wird alles, was sie mit mir hier und heute erzählen, früher oder später wieder im Dinkarium landen, Doch je weniger ich über die Zukunft weiß, desto besser ist es für uns beide.
Speaker 0: Aber ich verstehe immer noch nicht, warum.
Speaker 0: Jean betrachtete ihn mit einer Mischung aus Ungeduld und Unverständnis.
Speaker 0: Wenn sie doch die Möglichkeit haben, all diese kleineren und größeren Fragmente sicher aufzubewahren.
Speaker 0: Und ich nehme doch an, dass ein Denkarium einer der sichersten Orte überhaupt ist, um etwas aufzubewahren.
Speaker 0: Warum darf ich Ihnen da nicht alles sagen?
Speaker 0: Ich gebe zu, am Anfang war auch ich sehr vorsichtig.
Speaker 0: Deshalb wissen Sie nicht, wie man mich früher genannt hat.
Speaker 0: Aber langsam bekomme ich Zweifel, ob das nicht die falsche Vorgehensweise ist.
Speaker 0: Und der Druck wird immer größer.
Speaker 0: Wäre es nicht besser, alles einmal auszusprechen und anschließend im Denkarion zu verstauen?
Speaker 0: Was macht es für einen Unterschied, wie viel sie tatsächlich wissen, wenn die Worte wieder sicher weggesperrt sind?
Speaker 0: Einmal ausgesprochen machen Worte immer einen Unterschied, entgegnete Dumbledore ruhig.
Speaker 0: Außerdem unterschätzen sie die Neugier- und Verführbarkeit eines alten Mannes.
Speaker 0: Ich bin nicht unfehlbar, Jean, leider.
Speaker 0: Sie säufzt den Niedergeschlagen.
Speaker 0: Wenn sie wüssten, Sir, mummelte sie verzweifelt.
Speaker 0: Wenn sie wüssten, was aus ihm werden wird.
Speaker 0: Sie beziehen sich dabei auf den Jungen dort draußen vor der Tür, nehme ich an.
Speaker 0: Jean nickte bekräftigend.
Speaker 0: Wollen sie damit andeuten, dass sie auch in der Zukunft in einem gewissen Verhältnis zu several Snape stehen werden?
Speaker 0: Nicht nur ich, Sir, sondern auch sie.
Speaker 0: Ein Grund mehr, sich darüber auszuschweigen, meine Liebe, red ihr ihr Gegenüber.
Speaker 0: Und Jean hätte vor Frustration am liebsten ein paar der silbernen Instrumente von ihren Plätzen gefegt.
Speaker 0: Dumbledore flog auf einem Rennbesen mit angezogene Handbremse, so kam es ihr vor.
Speaker 0: Sie werden mir also noch immer nicht helfen, Sir, fragte sie noch einmal nach.
Speaker 0: Weil sie Eisern an den Dogma festhalten, dass Zeit nicht verändert und möglichst auch nicht darüber geredet werden darf?
Speaker 0: Dabei verändere ich die Zeit mit jedem einzelnen Tag, den ich in diesem Schloss fest sitze.
Speaker 0: Zurück zu ihrem geschätzten Mitschüler.
Speaker 0: für Dumbledore Ford scheinbar ohne Jeans Einwänden Beachtung zu schenken.
Speaker 0: Es machte ganz den Eindruck, als sei er entschlossen, an seinem ursprünglichen Plan, Jean in Hogwarts zu belassen, festzuhalten.
Speaker 0: Ehrlich gesagt verfolge ich die Entwicklung einiger Schüler dieser Schule mit Sorge.
Speaker 0: Dunkles Gedankengut hat sich in die Köpfe einiger eingeschlichen, und es werden immer mehr, die mehr als bereit sind, sich zu beweisen, indem sie sich fehleiten lassen.
Speaker 0: Es gibt Leute, die behaupten, unsere Austauschschüler aus Dermstreng trügen daran die Schuld, meinte Jean vorsichtig.
Speaker 0: Dann bilder lächelte, doch es war ein bitteres Lächeln.
Speaker 0: Dieser Geschichte ist ein alter Hut.
Speaker 0: Fast so alt wie der sprechende Hut selbst, sagte er, fortwährend seinen Bar zwirbelnd.
Speaker 0: Was damit zusammenhängen mag, dass im Dermstreng-Institut noch immer die dunklen Künste auf dem Leerplan stehen und nicht wie bei uns die Verteidigung gegen eben diese.
Speaker 0: Tom Fall of Striddle, das ist Lord Voldemort ursprünglicher Name, wie sie vielleicht wissen, Jedoch ist weder an Dermstreng noch war er selbst als Austauschschüler dort und wurde auf diese Weise beeinflusst.
Speaker 0: Ich weiß, dass ich viel Kritik dafür ernte, das Austauschprogramm mit Dermstreng noch nicht beendet zu haben, doch ich bin noch immer der Meinung, dass unsere Schulen voneinander profitieren können.
Speaker 0: Denken Sie das nach heute Abend auch noch?
Speaker 0: Dumbledore dachte über eine zeitlang über Jeans provokante Frage nach, dann antwortete er, ich denke, dass rabiates Schüler aus Dermstreng nicht unser größtes Problem sind.
Speaker 0: Unser größtes Problem hat eine vorzügliche Ausbildung in Hogwarts genossen und ist auf dem Weg, all diejenigen zu rekrutieren, die wie eher an Komplexen leiden, die sie seit ihrer frühen Kindheit mit sich herumtragen.
Speaker 0: Vernachlässigung nicht gesehen werden.
Speaker 0: Komplexe.
Speaker 0: Wer sich seiner Muckelabstammung schämt, entwickelt Allmachtsfantasien, in denen er die gesamte Gemeinschaft der Zauberer unterwirft.
Speaker 0: Der Blutstatus wird abnorm wichtig, entscheidet letztendlich über alles.
Speaker 0: Wusstest du, dass Tom Sohn eines Muggles war?
Speaker 0: Jean schüttelte langsam den Kopf.
Speaker 0: Nein, das wusste ich nicht.
Speaker 0: In der Zeit, aus der ich stamme, wird der dunkle Lord totgeschwiegen.
Speaker 0: Man darf noch nicht einmal seinen Namen laut aussprechen.
Speaker 0: Einen Moment lang hörte Dumbledore damit auf, seinen Bar zu zwibbeln.
Speaker 0: Damit willst du mir durch die Blume sagen, dass er sich in der Tat einen Namen gemacht hat, oder auch zwei oder drei, und dass mit diesen Namen Schreckliches assoziiert wird?
Speaker 0: Jean erwiderte nichts darauf, nickte jedoch Stumm.
Speaker 0: Dumbledore wollte keine Einzelheiten über die Zukunft.
Speaker 0: Gut, aber dann würde sie nicht damit aufhören, Andeutungen zu machen.
Speaker 0: Das zu hören betrübt mich.
Speaker 0: Der Schulleiter lehnte sich in seinem schreibte Stuhl zurück, bis dessen Federn fast so laut quietschten wie einige der undefinierbaren silbernen Instrumente um sie herum.
Speaker 0: Gehe ich recht in der Annahme, dass dein Freund dort draußen, wie der nickte, Richtung Tür.
Speaker 0: Ebenfalls von dieser Art metamorphose bedroht ist.
Speaker 0: Ein weiteres Mal nickte Jean.
Speaker 0: Ich würde es am liebsten verhindern, Sir, gestand sie dem Professor.
Speaker 0: Aber wie sie schon so oft sagten, die Zukunft darf nicht verändert werden.
Speaker 0: Neuerliche Snicken von Dumbledore.
Speaker 0: Ich fühle mich mit allem allein gelassen und überfordert.
Speaker 0: Irgendwann werde ich noch etwas wirklich Dummes tun.
Speaker 0: Es wird höchste Zeit, dass ich in die Zukunft zurückkehre.
Speaker 0: Doch ich weiß nicht, ob Christopher mir so schnell dabei helfen kann.
Speaker 0: Er muss einen Zeitsprung von nah zu zwanzig Jahren überwinden, was die Anfertigung von Zeitumkehrern angeht.
Speaker 0: Wo befindet sich ihr eigener Zeitumkehrer eigentlich, Jean?
Speaker 0: Den habe ich Christopher überlassen, Sir, damit er ihn untersuchen kann.
Speaker 0: Vielleicht schaffte es ja doch, ihn zu reparieren.
Speaker 0: Er hat mich übrigens heute Nachmittag kontaktiert und wollte sich mit mir in den drei Besen treffen.
Speaker 0: Doch ich habe ihm abgesagt, da ich mich nicht klarmheimlich fortschleichen wollte.
Speaker 0: Sie müssen sich nicht fortschleichen, Jean.
Speaker 0: Ich gebe Ihnen die Erlaubnis, sich mit ihm zu treffen.
Speaker 0: Doch das sollten Sie besser in London tun, nicht in Hawksmeade.
Speaker 0: Es trifft sich gut, dass Sie noch eine Woche Ferien haben.
Speaker 0: Schicken Sie dem Mann eine Eule und teilen ihm mit, dass ich persönlich versuchen werde, Sie dorthin zu begleiten.
Speaker 0: Wollen Sie die Erinnerung an unser neuerliches Gespräch, denn nicht auch so bald wie möglich wieder im Denkarium ablegen?
Speaker 0: Und mich wieder alles allein bewältigen lassen, wügte sie Ihn Gedanken hinzu.
Speaker 0: Das sollte ich besser tun, ja?
Speaker 0: Je früher, desto besser.
Speaker 0: Nachdenklich kautte Jean auf der Innenseite ihrer Wange herum.
Speaker 0: Ich habe mit Christopher über sie gesprochen, Sir.
Speaker 0: Er ist fest davon überzeugt, dass sie einen Plan haben.
Speaker 0: Dass sie mir nur die halbe Wahrheit erzählt haben, als sie behaupteten, ich sei auf mich allein gestellt.
Speaker 0: Mag er sein, dass sie damals ihre Gedanken im Denkarium eingeschlossen haben, aber vielleicht ja nicht alle.
Speaker 0: Oder sie haben in den Stunden vorher bereits etwas in die Wege geleitet.
Speaker 0: Dumbledos Mundwinkel zuckten kaum Sicht bei hinter seinem dichten Bart.
Speaker 0: Auch ich sage manchmal Dinge und tue im Endeffekt etwas ganz anderes.
Speaker 0: Das ist nur menschlich, wie ich finde.
Speaker 0: Das sollte ja auch keine Kritik sein, bealte Jean sich zu sagen, wenn ich da an den Inborg-Brief denke, Verzeihung.
Speaker 0: Dumbledore hatte seine Hand hinter sein rechtes Ohr gelegt, offenbar zum Zeichen, dass er nicht verstanden hatte.
Speaker 0: Das kleine versiegelte Stück Pergament mit ihrer Handschrift rauf, das ich auf meinem Bett vorgefunden habe, an dem Tag, als ich als Jean-Pearle Mann in unseren Schlafsaal einzog.
Speaker 0: Darauf stand ich soll ihn erst an besagtem Tag öffnen, aber im Beug ist erst in einem Monat.
Speaker 0: Jean fuhr sich ungeduldig durch ihr Haar, danach roch ihre Hand nach Blut und Schweiß.
Speaker 0: Sie musste unbedingt duschen, sobald sie in den Griffen der Turm zurückgekehrt war.
Speaker 0: Ob Severus dann bei ihr sein würde?
Speaker 0: Und würde Dumbledore dafür sorgen, dass sie wieder getrennt wurden, weil er selbst sich um Severus Schutz vor den rachsüchtigen Dermstrengs kümmern würde?
Speaker 0: Aufmerksam folgte der weißharige Mann jeder von Jeans Bewegungen.
Speaker 0: Dazu kann ich nicht sagen, meinte er letztendlich.
Speaker 0: Weil sie einen Plan haben, ereifert er sich Jean.
Speaker 0: Streiten sie es nicht ab, sie haben einen Plan und ich werde Anfang Februar davon erfahren.
Speaker 0: Diese ihre Annahme kann ich weder verneinen noch bestätigen, informierter der Zauberer Jean Implauder tun.
Speaker 0: Und zwar ganz allein deswegen, weil ich auf die Erinnerung an diesem Brief, den angeblich ich geschrieben haben soll, nicht zurückgreifen kann.
Speaker 0: Falls es also stimmt und besagter Brief aus meiner Feder stammt, so schwimmt dieser Gedankenfaden noch immer hier drin.
Speaker 0: Er zeigte auf das Dinkarium.
Speaker 0: Und ich erachte es für wichtig, dass ich ihn fürs Erste dort belasse.
Speaker 0: Warum, wollte Jean ausrufen, doch sie wusste es hatte keinen Zweck, den Mann vor ihr unter Druck zu setzen.
Speaker 0: Dambildor hatte eine recht eigenwillige Vorstellung davon, was zu welchem Zeitpunkt zu geschehen hatte und was nicht.
Speaker 0: Mitunter war sein Gebaren nervtötend, eine Zereißprobe für die Nerven sämtlicher Beteiligter.
Speaker 0: Wenden wir uns jetzt ihrem neu gewonnenen Freund zu, schlug der Schulleiter vor, und erstickte damit jede geplante Erwiderung Jeans in Keim.
Speaker 0: Richtig, dachte sie.
Speaker 0: Der ist ja auch noch da.
Speaker 0: Was wollen sie Severus erzählen, fragte sie bang.
Speaker 0: Er hat ziemlich erbost reagiert, als ich ihm sagte, ich könnte ihm nicht alles erzählen, um ihn zu schützen.
Speaker 0: Und er stellt die atemberaubendsten Theorien auf.
Speaker 0: So denkt er, ich wäre hier, um auf irgendeine Art gegen Voldemort zu akkieren.
Speaker 0: Seine Sympathisanten auszuspionieren vielleicht.
Speaker 0: Ich weiß nicht, ob es mir gelungen ist, ihm das auszureden.
Speaker 0: Dann werde ich ihn jetzt herein bitten, sagte Dumbledore in mildem Tonfall, während er sich erhob.
Speaker 0: Und wir werden sehen.
Speaker 0: Kapitel onehundertachtundsiebzig.
Speaker 0: Ein Malkorb für die Schlange.
Speaker 0: Nervös mit den Füßen scharren Tarte Jean aus, während Dumbledore zur Tür seines Büros schritt und diese öffnete.
Speaker 0: Sie hörte, wie Severus von ihm hereingebeten wurde.
Speaker 0: Sie waren keine halbe Stunde voneinander getrennt gewesen, trotzdem begann Jeans Herz schon wieder schneller zu schlagen, als der dunkelhaarige Junge sich jetzt auf den Stuhl neben sie setzte.
Speaker 0: Severus streifte sie mit einem fragenden Blick, bevor sein glattes Haar vor sein Gesicht schwang und es somit verdeckte, als er den Kopf senkte und dambelte aus Blick auswig.
Speaker 0: Severus Snape schien sich im Schulleiterbüro nicht sonderlich wohlzufühlen.
Speaker 0: Und Jean würde auch bald klar werden, warum dem so war.
Speaker 0: Hogwarts-Schuldirektor nahm wieder hinter seinem massigen Schreibtischplatz.
Speaker 0: Eine Weile herrschte angespannte Stille im Raum.
Speaker 0: Severus saß stäuf wie ein Stock da und starb auf seine im Schoß gefalteten Hände.
Speaker 0: Jean knetete angespannt die Iren.
Speaker 0: Sie erwartete, dass der alte Zauberer endlich das Wort ergriff, der wiederum ließ sich zeit.
Speaker 0: Mein geschätzter Kollege Horace hält sie für ein vielversprechendes Talent im Mission von Zaubertränken, Mr.
Speaker 0: Snape.
Speaker 0: meinte Dumbledore irgendwann aufmuntend.
Speaker 0: Jean atmete im Stillen auf.
Speaker 0: Diese Art der Gesprächseröffnung sollte offenbar dazu dienen, das Eis zu brechen.
Speaker 0: Doch Severus, das merkte sie schnell, war niemand, der sich so leicht durch Komplimente beeinflussen ließ, selbst wenn es vom großen Albus Dumbledore stande.
Speaker 0: Das Lob perlte an ihm ab, wie Phönix Tränen am Gefieder des majestätischen Vögels, der gerade auf seiner Stange hinter der Tür saß, den Schnabel unter einen Flügel gesteckt und sich emsig putzend.
Speaker 0: Severus sah zwar auf, seinem Blick blieb jedoch skeptisch.
Speaker 0: »Zaubertränke ist mein Lieblingsfach!« räumte er lediglich ein.
Speaker 0: »And wenn Professor Schluckern behauptet, ich sei gut darin, nehme ich dieses Lob gern an.«.
Speaker 0: Seiner Meinung nach haben sie durchaus das Zeug dazu, die Susia als Jahrgangsbester in diesem Pfoch abzuschließen.
Speaker 0: Vor Dumbledor lächend fort, während die Spitzen seiner langen Finger über die eingekärbten Runen nahm Rand, das noch immer vor ihm stehenden Denkariums fuhren.
Speaker 0: Daraufhin zuckte Severus bloß mit den Schultern.
Speaker 0: Eine neuerliche Pause entstand und Jean sah fragend von einem zum anderen.
Speaker 0: Wie gestaltet sich derzeit eigentlich ihr Verhältnis zu Remus Lupin und dem Rest des aufrührerischen Klebplatz, wenn ich fragen darf, erkundigte sich Dumbledore?
Speaker 0: Jean hielt den Atem an.
Speaker 0: Es musste Severus ziemlich unangenehm sein, dass er schon einmal hier oben gesessen und dabei gepetzt hatte.
Speaker 0: An jenem Tag musste er blind gewesen sein vor Wut und Neid, musste er doch gewusst haben, dass Lupins Zustand Dumbledore nicht verborgen geblieben sein konnte und dass er Maßnahmen getroffen hatte, sowohl den jungen Wehrwoll vor sich selbst als auch seine Schülerschaft vor ihm zu schützen.
Speaker 0: Servus' Augen verengten sich, als er für einen kurzen Moment aufsah, um in Dumbledore's Gesicht zu lesen.
Speaker 0: Ich versuche, mich von denen fernzuhalten.
Speaker 0: Der Gunner hielt dann einen Augenblick inne, als ob er innerlich abwägte.
Speaker 0: Anschließend fügte er hinzu, Jedoch bin ich bis heute der festen Überzeugung, dass es unverantwortlich ist, einem Wehrwolf in dieser Schule Zuflucht zu bieten.
Speaker 0: Jeans Mund klappte vor Überraschung weit auf und sie vergaß sogar ihre schwitzigen Hände zu kneten.
Speaker 0: Da saß Severus Napen mitten im Schulleiterbüro und übte offen und ganz unverholen Kritik am Oberhaupt von Hogwarts.
Speaker 0: Petzerei hin oder her, als noch minderjähriger Schüler die Entscheidungen seines Schuldirektors infrage zu stellen, war ein starkes Stück.
Speaker 0: Und Jean konnte nicht umhin ihm dafür eine gewisse Portion Respekt zu zollen.
Speaker 0: Das trauten sich sicher nicht mal die Lehrer hier, zumindest nicht alle.
Speaker 0: Trotzdem war Severus Benehmen in ihren Augen ungebürlich.
Speaker 0: Hier ging es nicht um die Rumtreiber, hier ging es um so viel mehr und alles, was ihm einviel war, mal wieder seinen verletzten Stolz in den Vordergrund zurück.
Speaker 0: Unverantwortlich von mir als Leiter dieser Schule möchten sie damit sagen.
Speaker 0: Dann Bilder nahm sich in aller Ruhe ein Zitronenbombor aus der Schale auf seinem Schreibtisch, wickelte es umständlich aus und schob es sich in den Mund.
Speaker 0: Er bot auch den vor ihm sitzenden Schülern davon an, Severus lehnte dankend ab, Jean allerdings Griff beherzt zu.
Speaker 0: Ihr Mund war vor lauter Aufregung trocken wie Sandpapier, zwar hatte sie im Krankenflügel mehrere Kälche Wasser heruntergestürzt, doch sie fühlte sich schon wieder wie eine Verdurstende in der Wüste.
Speaker 0: Wenn sie so wollen, Sir, gab Severus fast gelassen zur Antwort.
Speaker 0: Offenbar führte er sich im Recht.
Speaker 0: Zusätzlich möchte ich darauf hinweisen, dass Potter und Konsorten noch immer in schöner Regelmäßigkeit die Schulregeln brechen.
Speaker 0: Sie, Jean, trat unerfällig mit ihrem Fuß nach ihm, woraufhin er leicht zusammenzuckte.
Speaker 0: Es ärgerte und beschämte sie, dass er es noch immer nicht lassen konnte, die Rumtreiber bei Dumbledore anzuschwerzen.
Speaker 0: Noch mehr störte es sie, dass Severus offen Kritik an ihrem Schulleiter übte.
Speaker 0: Verstehen konnte sie seine Sicht der Dinger schon zu einem gewissen Maße, denn ein Schüler, der sich einmal im Monat in einen reißenden Wehrwoll verwandelte, war gewiss ein Sicherheitsrisiko für alle im Schloss, aber sie nahm stark an, dass Neid und Missgunst in Severus Fall überwogen und dieses Wissen war Jean ausgesprochen unangenehm.
Speaker 0: Da ist durchaus etwas Wahres dran, doch lassen wir das fürs erste Mal dahingestellt, erwiderte Elvis Dumbledore in gutmütigem Tonfall.
Speaker 0: Es gibt Dinge, die man für den Moment vielleicht besser hinnehmen sollte, ohne allzu viele Fragen zu stellen.
Speaker 0: In der Annahme oder Hoffnung, dass alles schon seine Berechtigung haben, seinen Gang gehen wird.
Speaker 0: Dinge, die einem auf den ersten Blick unverständlich, wenn nicht gar unnötig oder gefährlich erscheinen, dienen nicht selten einem gewissen Zweck.
Speaker 0: Man sollte Vertrauen haben, Vertrauen in das Leben an sich, Vertrauen in die Zukunft.
Speaker 0: Er warf Jean einen kurzen, jedoch bedeutungsvollen Blick zu, den dieser Aufwing jedoch eher zweifelnd erwiderte.
Speaker 0: Miss Pearlman hier, vor Dumbledore mit festem Blick in Severos Gesicht fort, hütet, wie sie bereits herausgefunden haben, ein für sie wichtiges Geheimnis, welches sie auf mein Geheiß bewahren soll.
Speaker 0: Sie sollten ihre Freunde nicht unter Druck setzen, es ihnen zu offenbaren, zumal es der Wahrheit entspricht, dass sie sie beschützen möchte.
Speaker 0: Begreifen sie das, mein Junge?
Speaker 0: Auch Jean sah nun wieder zu Severus hin.
Speaker 0: Davon, dass dieser die Bedeutung der soeben geäußerten Worte verstanden hatte, war sie felsenfest überzeugt.
Speaker 0: Er hatte soeben von Dumbledore einen Maulkorb verpasst bekommen, wenn auch unter dem Deckmantelchen freundlicher Worte.
Speaker 0: Deslyderan war nicht dumm, doch allem voran stand er seiner gesamten Umwelt zutiefst misstrauisch gegenüber.
Speaker 0: Das Dumbledos Ansage ihm nicht schmeckte, war mehr als deutlich zu spüren.
Speaker 0: Mit eingezogenem Kopf fogte Severus auf seinem Stuhl, kratzte sich getrocknetes Blut aus den Ritzen zwischen seinen Nägeln und starte vor sich hin.
Speaker 0: Irgendwann schob er den Kopf vor, schob sich einige störende Haarstränen hinter sein rechtes Ohr, so dass Jean jetzt auch sein Minenspiel verfolgen konnte.
Speaker 0: Ja, Sir.
Speaker 0: Mehr sagte Severus nicht.
Speaker 0: Dass er beleidigt, wenn nicht galgedehmütigt war, lag auf der Hand.
Speaker 0: Die Rumtreiber waren noch immer ein rotes Tuch für ihn, vier mehr oder weniger große Stachel in seinem Fleisch.
Speaker 0: Und die Tatsache, dass der Zwist mit ihnen hinter Jean und dem nicht näher definierten Geheimnis zurückstehen musste, dass diese Hütete schmeckt ihm nicht.
Speaker 0: Würde er es dabei bewenden lassen?
Speaker 0: Oder würde er von nun an erst recht alles daran setzen, herauszufinden, was es war, dass Jean mit Dumbledores ausdrücklichem Einverständnis vor ihm verbarg?
Speaker 0: Prima!
Speaker 0: Dann sind wir hier also fertig!
Speaker 0: Dumbledore verzog seinen Mund zu einem breiten Lächeln, strahlte Jean und Severus an.
Speaker 0: Severus schoss von seinem Stuhl hoch wie ein Kasten Irwicht aus Zoncos Scherzartikel laden und wandte sich mit einem kurzen Abschiedsgruß zur Tür.
Speaker 0: Doch als Jean sich anschickte, ihm zu folgen, wurde sie vom Schulleiter zurückgehalten.
Speaker 0: Auf einen Wort noch, Jean.
Speaker 0: Severus öffnete die Tür nur so weit, dass es ihm möglich war, seinen schmalen Körper hindurch zu quetschen und schloss sie unmittelbar wieder hinter sich.
Speaker 0: Jean konnte sich vorstellen, wie er mit schnellen Schritten den Vorraum durchquerte, um über die spiralförmige Treppe zurück in den siebten Stock zu gelangen.
Speaker 0: Sie drehte sich wieder Dumbledore zu und sah ihn fragend an.
Speaker 0: Glauben Sie, das hat gereicht, Sir?
Speaker 0: Wird er damit aufhören, mich ständig mit Fragen zu bombardieren?
Speaker 0: Das kann ich nicht beurteilen, meine Liebe.
Speaker 0: Sie kennen ihn besser als ich, war Dumbledore's Antwort.
Speaker 0: Glauben Sie, er ist sicher im Haus des Litterin, drängte sie weiter.
Speaker 0: Ob jemand mitbekommen hat, dass Stroot, Branco und ZJ wegen uns im Krankenflügel gelandet sind?
Speaker 0: Und was ist überhaupt mit Norderl Nielsen?
Speaker 0: Sie müssen doch wissen, wie es um ihn steht, nachdem er von einem doppelten Fluch getroffen worden ist.
Speaker 0: Dambel das Lächeln verschwand und erbeugte sich in seinem Stuhleinstück vor.
Speaker 0: Soweit ich seitens der Heiler in London informiert bin, hat Nielsen das Bewusstsein noch immer nicht wieder erlangt, obwohl man sich im Sankt Mungo aufopferungsvollen den jungen Mann kümmert.
Speaker 0: Er hat es nicht verdient, hätte Jean am liebsten gesagt.
Speaker 0: Doch sie hielt die Worte zurück, da sie wusste, wie Dumbledore darüber dachte.
Speaker 0: Ein verletzter Schüler bedurfte seines Schutzes ganz gleich, was er getan hatte.
Speaker 0: Wegen ihr jedoch konnte Nils nur ruhig das zeitliche segnen, über den Njordan gehen, abkratzen.
Speaker 0: Sie war selbst erschrocken über diese Erkenntnis, hätte niemals damit gerechnet, einmal so über einen Mitschüler zu denken.
Speaker 0: Ich für meinen Teil bin der festen Überzeugung, dass Severus in den Kerken derzeit nicht sicher ist, erklärte Jean.
Speaker 0: Die da unten haben sich alle auf ihn eingeschossen.
Speaker 0: Können sie nicht, Professor Slakorn bitten, sich der Sache anzunehmen?
Speaker 0: Jetzt sind es schon vier Personen, die angeblich von Severus geschädigt worden sind.
Speaker 0: Dass er in Notwehr gehandelt hat, interessiert ihn nicht.
Speaker 0: Beziehungsweise wissen sie es genau.
Speaker 0: Doch sie, Sir, verstehen doch, wie der Zusammenhalt innerhalb der Häuser ist.
Speaker 0: Severus braucht Schutz und den müssen sie ihm gewähren.
Speaker 0: Ihre Bedenken sind nachvollziehbar, Jean.
Speaker 0: Und ich verspreche ihnen, dass ich mich darum kümmern werde.
Speaker 0: Dumbledore erhob sich und gab Jean so zu verstehen, dass die Unterredung beendet war.
Speaker 0: Sie warf noch einen letzten Blick auf das Dinkarium, wobei sie sich fragte, ob Dumbledore sowohl die Gedanken an das so eben geführte Gespräch als auch die an sie und ihre wahre Identität direkt wieder der blau schimmernden Flüssigkeit überantworten würde.
Speaker 0: Doch sie traute sich nicht nachzufragen und verließ stattdessen zügig das Schulleiterbüro, um Severus möglichst noch in der Nähe des steinernen Wasserspeiers einzuholen.
Speaker 0: Zu ihrer immensen Erleichterung fand sie ihn tatsächlich dort wartend vor.
Speaker 0: Aufgeregt berichtete sie ihm, was Dumbledore über Nielsen gesagt hatte, während sie nebeneinander der Haupttreppe zustrebten.
Speaker 0: Dort angekommen, schickte Severus sich an, den direkten Weg nach unten zu nehmen, doch Jean fasste nach seinem Umhang und hielt ihn zurück.
Speaker 0: Hältst du es wirklich für eine gute Idee, jetzt in dein Haus zurückzukehren, fragte sie ihn sorgenvoll.
Speaker 0: Ich habe dir doch angeboten, dass du mit zu mir kommen kannst.
Speaker 0: Dumbledore wird mit Slughorn sprechen.
Speaker 0: Aber wer sagt uns denn, dass keiner von den Dermstrengs mitbekommen hat, wie die drei Verletzten hoch in den Krankenflügel transportiert wurden?
Speaker 0: Woher wollen wir wissen, ob nicht noch andere von dem Plan uns beide da unten festzuhalten und zu malträtieren gewusst haben?
Speaker 0: Severus, die Handschuhe am Treppengeländer, sah zu, wie sich der obere Treppenabschnitt unter geräuschvollem Knarzen und sichtlichem Beben dazu bereitmachte, wieder einmal die Richtung zu ändern.
Speaker 0: Die Treppe löste sich stönend aus der Verankerung und schwang nach links, sodass er einen Schritt zurückmachen musste.
Speaker 0: Die aus meinem Haus halten mich für einen Feigling.
Speaker 0: Severus wischte sich eine vom Blut verklebte Strähne aus der Stirn.
Speaker 0: Allen voran Nielsen und seine Entourage.
Speaker 0: Dass ich mich dem Feind, sprich dir, Verbrüdere, ist denen auch schon seit längerem ein Dorn im Auge.
Speaker 0: Glaubst du, ich habe Lust, mich denen zu stellen und noch einmal Prügel zu kassieren?
Speaker 0: Aber auf die Art hätte ich wenigstens meinen Stolz bewahrt.
Speaker 0: Deinen Stolz?
Speaker 0: Wiederholte Jean unglaublich.
Speaker 0: Dieser Gedanke ist typisch für einen Jungen, aber ich halte ihn einfach nur für dumm.
Speaker 0: Du bist nicht die Art Kämpfer, vergisst das nicht.
Speaker 0: Mit dem Zauberstab weißt du gut, um zu gehen, aber wir wissen doch mittlerweile beide, dass viele deiner Mitschüler Ruhe Gewaltmagi vorziehen.
Speaker 0: Außerdem sind die, die dir übles wollen, eindeutig in der Überzahl.
Speaker 0: Sobald du deinen Gemeinschaftsraum betrittst, kann dir jemand als erstes den Stab abnehmen und der Nächste schlägt dir ins Gesicht.
Speaker 0: Ich rate dir dringendst Warte ab bis morgen.
Speaker 0: Dann wird Slakorn sich eingeschaltet haben und kann dich im Auge behalten.
Speaker 0: Weißt du eigentlich, was ich für einen schlechten Ruf inzwischen habe?
Speaker 0: Severus schnaubte wütend.
Speaker 0: Erst waren es nur die Rumtreiber, die über mich hergezogen sind, aber zu der Zeit hatte ich noch Rückhalt in Slytherin.
Speaker 0: Doch damit ist es jetzt vorbei und der Grund dafür bist du.
Speaker 0: Fast fühlte Jean sich, ob seiner Worte geschmeichelt, doch sie konnte sich durchaus vorstellen, wie sehr das gesagte Severus in Bedrängnis brachte.
Speaker 0: Trotzdem wollte sie ihm seinen offensichtlichen Entschluss, sie hier und jetzt zu verlassen ausreden.
Speaker 0: Koste es, was es wolle.
Speaker 0: Sie wollte Severus Snape in ihrer Nähe haben.
Speaker 0: Darauf hatte sie sich eingestellt.
Speaker 0: Darauf hatte sie gehofft.
Speaker 0: Meinst du wirklich, sie werden es dir als Feigheit auslegen, wenn du Slytherin eine Zeit lang den Rücken kerst und dich mir anschließt?
Speaker 0: Jean bemerkte, dass Severus sich nach der nächsten Treppe umsa, die nach unten führte und verstellte ihm deshalb mit voller Absicht das Blickfeld, in dem sie sich ganz dicht vor ihn stellte.
Speaker 0: Vielleicht ist das genaue Gegenteil der Fall und es imponiert den anderen Slytherins, wenn du, verzei mir die Wortwahl, auf dein Haus scheißt.
Speaker 0: Servus lachte gekünstelt auf.
Speaker 0: Du hast keine Ahnung, was es heißt, ein Slytherin zu sein.
Speaker 0: Ich bin eine Schlange, kein edler Ritter auf der Suche nach immerwährender Gerechtigkeit, so wie ihr Gryffindors euch so gern seht.
Speaker 0: Er versuchte Jean zur Seite zu schieben, doch sie behauptete ihre Position wie ein Fels in der sprichwörtlichen Brandung.
Speaker 0: Ihre beider Nasenspitzen berierten sich fast.
Speaker 0: Und obwohl ihre erst kürzlich gebrochene Jean immer noch schmerzte, genoss sie die Nähe zwischen Severus und ihr.
Speaker 0: Das vielleicht nicht, räumte sie ein.
Speaker 0: Aber mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass es Mut erfordert, ausgetretene Pfade zu verlassen und neue einzuschlagen.
Speaker 0: Warum auf Biegen und Brechen Dinge tun, hinter denen du nicht wirklich stehst, bloß weil du im selben Haus bist wie die Leute, deren Meinung du nicht teilst?
Speaker 0: Wieso in Merlin's Namen versuchst du ständig mich besser zu machen, als ich eigentlich bin?
Speaker 0: Mit einem unsanften Stoß beförderte Severus die junge Hexe beiseite.
Speaker 0: Wenn man dich so reden hört, könnte man meinen, du willst mir einreden ins falsche Haus sortiert worden zu sein.
Speaker 0: Wütend werte er ihre Hand ab, die sich ein weiteres Mal in den Stoff seines Umhangs gekrallt hatte.
Speaker 0: Weil das einfach nicht stimmt, ich bin ein Slytherin durch und durch und identifiziere ich mich zu hundert Prozent mit Salazar Slytherin seinen Werten.
Speaker 0: Was hat jemand wie ich in Gryffindor zu suchen?
Speaker 0: Das ist... Das ist eine Degradierung, ist das?
Speaker 0: Seine Stimme überschlug sich vor unterdrücktem Zorn.
Speaker 0: Soll ich mich wieder und immer wieder für mich selbst jammen?
Speaker 0: Woher kommt denn das auf einmal?
Speaker 0: fuhr Jean auf.
Speaker 0: Es war doch schon so gut wie abgemacht, dass du mitkommst.
Speaker 0: Du hast doch vorhin extra noch gefragt, ob das Angebot für eine Übernachtung in unserem Turm noch steht.
Speaker 0: Da war ich ja auch noch nicht für eine Zurechtweisung durch Dumbledore in dessen Büro angetreten.
Speaker 0: Erwiderte der glühende Verfechter Slytherin scha Werte pat sich.
Speaker 0: Stopp!
Speaker 0: Jean kralte sich jetzt regelrecht an seinem Unterarm fest.
Speaker 0: Du bist jetzt sauer, weil er dich gebeten hat, mich nicht mehr nach meiner Herkunft zu fragen?
Speaker 0: Hat dich das etwa auch in deinem Slytherin Stolz gekränkt?
Speaker 0: Severus riss sich gewaltsam los und versetzte ihr einen unsanften Stoß nach hinten.
Speaker 0: Obwohl er so mager war, hatte er doch eine Menge Kraft.
Speaker 0: Jean taumelte rückwärts und hätte sich fast auf den Hosenboden gesetzt.
Speaker 0: Völlig verblüfft verharte sie auf dem Fleck.
Speaker 0: Es ist doch immer dasselbe, rief er, seine Wut jetzt offen zeigend.
Speaker 0: Slytherins und Gryffindor sind wie Feuer und Wasser.
Speaker 0: Kaum war klar, dass Lily eine Gryffindor sein würde, fing in die Probleme zwischen uns an.
Speaker 0: Ich mache mich selbst zum Opfer, wenn ich mich mit ihr herumtreibe.
Speaker 0: Da lasse ich mich lieber noch mal so richtig was aufs Maul geben, bevor ich auch noch als Blutsverräter gelte.
Speaker 0: Mit zwei langen, schnellen Schritten hatte er die, wie er start, dort stehende Jean umrundet und machte sich jetzt Augen scheinlich völlig ungerührt auf den Weg zur Treppe.
Speaker 0: Nox.
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Speaker 0: Hier hast du tolle Vorteile, Geschenke und noch mehr Geschichten.
Speaker 0: Ich danke dir riesig.
Speaker 0: Bis zur nächsten Geschichte, deine Jana.
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