Staffel 1 Geliehene Zeit, zwei Umdrehungen 1-16 - Snarmione - Harry Potter FanFiction Hörbuch
Über diese Folge
Harry Potter FanFiction HörbuchHermine Granger ist eine hochintelligente vierzehnjährige Hexe, die sich schulisch unterfordert fühlt. Mit Professor McGonagalls Hilfe gelangt sie an einen Zeitumkehrer, der es ihr ermöglicht, zeitgleich mehrere Fächer zu belegen. An Halloween geschieht jedoch ein Unglück und Hermine findet sich plötzlich zwanzig Jahre in der Vergangenheit wieder. Ihr erster Impuls ist Flucht aus dem Internat, doch Albus Dumbledore kann sie davon überzeugen, dass Hogwarts noch immer der sicherste Ort für sie ist, wenn sie nur eines beherzigt: dass Zeit möglichst nicht verändert werden darf. Hermine fügt sich in ihr Schicksal, nimmt sogar einen neuen Namen an. Doch kann sie tatenlos zusehen, wie ihre beste Freundin einem sicheren Tod entgegengeht, Seite an Seite mit einem zukünftigen Massenmörder leben oder ihre Gefühle für jemanden unterdrücken, der dunkler, geheimnisvoller und verhasster nicht sein könnte?
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Speaker 1: Und jetzt ganz viel Spaß mit der Geschichte.
Speaker 0: Lumos.
Speaker 0: Sie ist im Tränen nah, obwohl es der erste richtige Frühlingstag im Jahr ist.
Speaker 0: Beinahe windstill, über zehn Grad warm und die Sonne scheint von einem wolkenlosen Himmel.
Speaker 0: Auf der Oberfläche des großen Sees kräuseln sich kleine Wellen und glitzern dabei geheimnisvoll.
Speaker 0: Noch dazu ist Sonntag, das heißt kein Unterricht.
Speaker 0: Obgleich das sogar eher zu ihrer Trübsal beiträgt, denn mit dem Unterricht kann sie sich gut ablenken.
Speaker 0: Wenn man unglücklich ist, kommt all das wieder hoch, was man in seinen glücklicheren Tagen verdrängt hat.
Speaker 0: Laut säuft sie auf und ihre Augen fließen über.
Speaker 0: Bei Marilyn.
Speaker 0: Sie vermisst Harry und Ron so sehr.
Speaker 0: Harry, wegen seiner ruhigen, zurückhaltenden Art und Ron... Tja, Ron.
Speaker 0: Zwei-undhalb Jahre zuvor, als sie im Hogwarts Express zum allerersten Mal Bekanntschaft mit dem jüngsten Sohn der Familie Weasley gemacht hat, war sie Gelinde gesagt wenig überzeugt davon gewesen, dass sie beide überhaupt Freunde werden könnten.
Speaker 0: Harry war höflich, wo Ron Fallout
Speaker 2: war
Speaker 0: und genügsam, wo Genies impertinenter Bruder nicht wusste, wo er besser aufhören sollte.
Speaker 0: Und dennoch, da war etwas mit Ron gewesen, was sie anfangs nicht so recht hatte deuten können und vergangenen Sommer erstmals stärker wahrgenommen hatte.
Speaker 0: Und dass sie es wahrgenommen hatte, bedeutete nicht automatisch, dass sie es damals auch verstanden hatte.
Speaker 0: Ron ist nämlich ein Idiot.
Speaker 0: Doch irgendwie auch ein netter Idiot.
Speaker 0: Darauf hätte man eventuell aufbauen können.
Speaker 0: Hätte, hätte, Fahrradkette.
Speaker 0: Hier sagt man übrigens Besenklette, hat sie kürzlich festgestellt.
Speaker 0: Egal.
Speaker 0: Apropos Kette.
Speaker 0: Sie zieht den kreisrunden Anhänger, den alle, die ihn je gesehen haben, und das waren nicht viele, Für ein extravagantes Schmuckstück halten unter ihrer Bluse hervor und betrachten ihn missmutig.
Speaker 0: Damit die drei Ringe, in deren Innerstem sich das sensible Miniaturstunden-Glas befindet, sich nicht von allein bewegen können, hat sie sie mit einem winzigen Stück Draht so eng wie möglich aneinander festgezort.
Speaker 0: Nur so ist sichergestellt, dass nicht wieder ein Unglück passiert.
Speaker 0: Dieses Ding ist Schuld daran, dass das Einzige, was sie noch fühlt, wenn sie an Ron denkt, ihr schlechtes Gewissen ist.
Speaker 0: Nach ein halbes Jahr ist es nun her, dass sie ihre beiden besten Freunde zuletzt gesehen hatte oder gesprochen.
Speaker 0: Dasselbe gilt für Lavenda Brown und Pavati Patil, mit denen sie sich den Mädchen-Schlafsal im Turm der Gryffindors geteilt
Speaker 2: hatte
Speaker 0: und Ginny, zu der sie seit einigen Monaten ein freundschaftliches Verhältnis hat, gehabt hat.
Speaker 0: Sie alle sind jetzt Geschichte.
Speaker 0: Oder sollte sie besser sagen, Zukunftsmusik?
Speaker 0: Doch das Wort Zukunft klingt für sie noch immer so verlässlich, wie etwas, dem man nicht aus dem Weg gehen kann, worüber man über kurz oder lang einfach stolpern muss, ohne etwas dafür tun zu müssen.
Speaker 0: Wenn sie auch nicht greifbar ist, so ist sie doch wenigstens ... gewiss, oder?
Speaker 0: Die Art Zukunft, jedoch, an die sie in diesem Moment denkt, ist bestenfalls schwammig, schlimmstenfalls nicht mehr existent.
Speaker 0: Sie weiß einfach nicht, ob sie irgendeinen ihrer Mitschüler und Freunde jemals wiedersehen wird.
Speaker 0: Und wenn doch, wie diese dann sein werden.
Speaker 0: Zeit darf nicht verändert werden.
Speaker 0: Wer das tut, spielt mit dem Leben anderer.
Speaker 0: Dieser Gedanke treibt ihr von neuem die Tränen in die Augen.
Speaker 0: Was ihrer Eltern und den Rest ihrer Familie angeht, ist es sogar noch komplizierter.
Speaker 0: Wer hat sich wohl schon einmal fragen müssen, ob er oder sie geboren werden wird.
Speaker 0: Jean!
Speaker 2: Hey, Jean!
Speaker 0: Sie fährt zusammen.
Speaker 0: Mist!
Speaker 0: Sie ist doch extra hier heruntergekommen, um allen aus dem Weg zu gehen.
Speaker 0: Und doch hat sie sie nun aufgespürt.
Speaker 0: Sie, ihre neue beste Freundin sozusagen.
Speaker 0: Und so sehr Jean sie auch mag, mittlerweile wünschte sie sich, diese spezielle Person nie kennengelernt zu haben.
Speaker 0: Hier bist du also.
Speaker 0: Das hübsche, schlanke Mädchen kommt breit grinsend über den Trampelpfad im Unterholz auf sie zu.
Speaker 0: Ihre langen, dunkelroten Haare leuchten in der Sonne, da es noch kein Laub an den Bäumen gibt, das Schatten spenden könnte.
Speaker 0: Bloß winzige, hellgrüne Triebe.
Speaker 0: Dann lässt sie sich übertrieben stöhnen neben Jean auf einen Stein sinken und sagt dann, wenn ich vorwuchsvoll, ich such dich schon seit einer Stunde.
Speaker 0: Rufen sie ihre Kameraden genauer an und rund sollt dich stören.
Speaker 0: Deine Augen sind so komisch gerötet.
Speaker 0: Hast du etwa geweint, Ginny?
Speaker 0: Schnell wischt sie sich mit dem Jackenärmel übers Gesicht.
Speaker 0: Äh, nein, das ist nur meine Allergie.
Speaker 0: Ich kriege im Frühling immer Häuschnupfen.
Speaker 0: Jedes Jahr fängt es ein bisschen früher an.
Speaker 0: Geht doch zu Madame Pomfrey und lasst dir von ihr was geben.
Speaker 0: Oder fragt McGonagall nach einem Zauberspruch.
Speaker 0: Neulich habe ich mitgekriegt, wie sie einem Schüler aus der Ersten geholfen hat, der nach einem ihrer Animagusauftritte eine Katzenhaarallergie bekam.
Speaker 0: Wegen so einer Kleinigkeit will ich weder sie noch Poppy beherrlichen.
Speaker 0: Flunkert die andere, errötend.
Speaker 0: Mir scheint sie haben auch so genug Arbeit.
Speaker 0: Vielleicht können wir da nächste Woche in Zaubertränke was dagegen brauen.
Speaker 0: Ich habe bei Professor Sluckhorn einen zentner schweren Stein im Brett.
Speaker 0: Wenn ich das vorschlage, kann er nicht nein sagen, wetten?
Speaker 0: Die rothaarige Kichert und streiht sich mit einer unbewussten Geste das offene Haar zurück.
Speaker 0: Sie ist wunderschön und neben ihr fühlt sich das um einen halben Kopf kleinere Mädchen immer wie eine hässliche Kröte.
Speaker 0: Doch sie würde nicht im Traum auf die Idee kommen, dagegen zu wetten.
Speaker 0: Warum bist du nicht in Hoxmead wie alle anderen?
Speaker 0: fragt sie dann, um von sich abzulenken.
Speaker 0: An einem Tag wie heute ist es dort ganz besonders wundervoll, äh, denke ich.
Speaker 0: Hat Peter nicht mindestens zweiturzenmal betont, dass er dir einen Butterbier in den Drei Besen ausgeben will, weil du ihm neulich in Verteidigung gegen die dunklen Künste die ganze Zeit vorgesagt hast?
Speaker 0: Oder aber ... sie macht eine Kunstpause und zieht dabei die Augenbraue vielsagend in die Höhe.
Speaker 0: So lässt dich von James zu Madame Pollyfoot einladen.
Speaker 0: Ihre Freundin wirft den Kopf zurück und lacht aus vollem Halse.
Speaker 0: Der und ich zusammen in diesem peinlichen, rosa Plüschcafé?
Speaker 0: Nie im Leben.
Speaker 0: Und überhaupt, wie kommst du darauf, dass ich mit James Potter Tee trinken gehen würde?
Speaker 0: Er ist überheblich und nervt einfach nur.
Speaker 0: Weil ihr beiden heiraten werdet, Lilly, denkt das Mädchen, dass sich Jean nennt Bekümmert.
Speaker 0: In sechs Jahren.
Speaker 0: Das heißt, wenn nichts dazwischen kommt.
Speaker 0: Einen Sohn werdet ihr zusammen haben.
Speaker 0: Und dann sterben.
Speaker 0: Der Gedanke, dass es sich anders entwickeln könnte, verursacht die Übelkeit.
Speaker 0: Denn das Ganze ist einfach zu verwirrend, selbst für sie die Jahrgangsbeste.
Speaker 0: Wenn meine beste Freundin nicht stirbt, werde ich nicht die sein, die ich gewesen bin, weil auch Harry ... Nein, nicht weiterdenken.
Speaker 0: Schade, dass du keine Erlaubnis für den Besuch in Hawksmeade hast.
Speaker 0: Mein Lilly ein wenig betrübt, nachdem sie aufgehört hat zu lachen.
Speaker 0: Ich würde nämlich am liebsten mit dir hingehen.
Speaker 0: Die Jungs sind schon längst weg.
Speaker 0: Serious hat geschworene, werde versuchen, an Feuervisky für alle zu kommen, wenn Remus, James und Peter mit dem Rosmerta nur lange genug ablenken.
Speaker 0: Ich will mir das Trauerspiel ehrlich gesagt nicht mit ansehen.
Speaker 0: Dass die Viers aber auch immer auf die Spitze treiben müssen.
Speaker 0: Unwirsch wird sie erlanges, seidenes Haar über die Schulter zurück.
Speaker 0: Ihre kurzhaarige Freundin bringt nur ein mattes Lächeln zustande.
Speaker 0: Nett, dass du an mich denkst.
Speaker 0: Aber ich bin froh, mal ein paar Stunden für mich zu haben.
Speaker 0: Ich muss ganz dringend mal die Seele baumeln lassen.
Speaker 0: Hab zu viel gelernt in den letzten Wochen.
Speaker 0: Geh ins Dorf und hab Spaß, egal mit wem.
Speaker 0: Heute Abend kannst du mir dann alles erzählen.
Speaker 0: Also gut, ich gehe.
Speaker 0: Lilly erhebt sich kratzös und kloppt sich die Rückseite ihres Anorakts mit in Händen ab.
Speaker 0: Soll ich dir was mitbringen?
Speaker 2: Von Zonko vielleicht?
Speaker 0: Ich werde das Gefühl nicht los, dass ich dich irgendwie aufheitern sollte.
Speaker 0: Nein, ich brauche nichts.
Speaker 0: Danke Lilly.
Speaker 0: Und grüß die anderen.
Speaker 0: Ja, vor allem Serorus, falls ich ihn sehe, flöde Lily und zwingert Eva schwererisch zu.
Speaker 0: Bis heute Abend also.
Speaker 0: Und wehe, du fasst heute auch nur ein einziges Schulbuch an Jean-Paul Mann.
Speaker 0: Dann trabt sie mit langen, federnden Schritten davon.
Speaker 0: Ich heiße nicht Jean-Paul Mann.
Speaker 0: Denkt das Mädchen mit der braunen Kurzarfrisur, den überlangen Schneidezählen und der Nickelbrille verzweifelt.
Speaker 0: Zumindest hat bis vor einem halben Jahr niemand sie Jesu gerufen.
Speaker 0: Obwohl Jean als zweiter Vorname in ihrer Geburtsurkunde steht.
Speaker 0: Nach ihrer Großmutter mütterlicherseits Jean Healy.
Speaker 0: Doch ihr richtiger Name ist immer noch Hermine.
Speaker 0: Hermine Granger.
Speaker 0: Werd ich eines Tages vergessen, dass man mich früher so genannt hat?
Speaker 0: Damit legt sie den Kopf auf die Knie und fängt haltlos an zu beinen.
Speaker 0: Zweites Kapitel.
Speaker 0: Sondergenehmigung.
Speaker 0: Den ganzen Sommer über hatte Hermine auf eine besondere Eule gewartet.
Speaker 2: Nun...
Speaker 0: Genauer gesagt nicht auf eine besondere Eule an sich, sondern auf eine Eule mit einer ganz speziellen Nachricht.
Speaker 0: Und das, obwohl die stellvertretende Schulleiterin von Hogwarts, Minerva McGonagall, ihr keine Hoffnungen gemacht hatte, dass in dieser sensiblen Angelegenheit schnell entschieden werden würde.
Speaker 0: Zuallererst werde sie Albus Dumbledore hinzuziehen, ließ sie Hermine wissen und wenn, falls dieser sein Einverständnis gab, Gehe, dass er suchen um eine Sondergenehmigung schriftlich ans Zaubereiministerium raus.
Speaker 0: Die Monate Juli und August waren immer schwierig, was der Urlaubszeit geschuldet war und Hermine solle nicht vor Mitte August mit einer Entscheidung rechnen, gleichgültig, ob diese nun positiv oder negativ
Speaker 2: ausfiel.
Speaker 0: Tatsächlich könne es passieren, dass das Ministerium sie erst wenige Tage vor Beginn des Schuljahres ihres Dritten in Kenntnis setzen würde.
Speaker 0: Trotzdem erwartete Hermine jeden Tag unruhig die Postäule.
Speaker 0: Als dann wochenlang nichts passierte, genau wie McGonagall es ihr Profi Zeit hatte, begangen sie langsam wieder über andere Dinge nachzudenken.
Speaker 0: Bereits im Jahr davor hatte sie sich über das Thema Haustiere Gedanken gemacht, doch da hatten ihre Eltern sich noch nicht festlegen wollen.
Speaker 0: Ihr allererster Gedanke hatte eine eigenen Eule gegolten, doch nachdem sie das Für und Wieder zur Genüge betrachtet hatte, hatte eine andere Idee in ihrem Kopf Gestalt angenommen.
Speaker 0: Harry hat eine Eule, für die ich aber keine Verwendung habe, da ihr mit deren Handhabung nicht vertraut seid, sagte sie ungefähr Mitte Juli zu ihrer Mutter.
Speaker 0: Außerdem nutze ich eine von den Schuleulen, sollte ich mal eine brauchen.
Speaker 0: Ron hat eine Ratte, die zwar irgendwie zu nichts Nutze ist, ihm aber trotzdem immer Gesellschaft
Speaker 2: leistet.
Speaker 0: Und Neville hat eine Kröte.
Speaker 0: Ihre Mutter verzog das Gesicht.
Speaker 0: Also... Auch wenn du nur ein paar Wochen im Jahr zu Hause bist, eine Kröte im Haus dulde ich nicht.
Speaker 0: Und wie in Dreithöpfels Namen kommt man auf eine Ratte?
Speaker 0: Hast du uns nicht erzählt, du magst
Speaker 2: diesen Jungen?
Speaker 0: Nun, seine Eltern sind sehr nett, da gibt es nichts gegen zu sagen.
Speaker 0: Dass sie ungeziefer unter ihrem Dachdulden passt, nicht so recht zu ihnen.
Speaker 0: Hermine hatte einen roten Kopf bekommen und selber gar nicht so genau gewusst, warum.
Speaker 0: Ich hatte auch eher eine Katze gedacht, Marm, erwiderte sie schnell.
Speaker 0: Ihr seid nicht allergisch gegen Katzenhaare und ich auch nicht.
Speaker 0: Stell dir doch mal vor, so eine hübsche, kleine, rahm-schwarze Mieze.
Speaker 0: Und sie würde auch nur in den Sommerferien hier bei euch sein, wenn die Schule geschlossen ist.
Speaker 0: Auch bitte, Mommy.
Speaker 0: Ich persönlich habe nichts gegen eine Katze, die ein paar Wochen im Jahr bei uns wohnt, antwortete Miss Granger lächelt.
Speaker 0: Wieso auch?
Speaker 0: Wir haben ein Haus in Röger Wohnlage mit großem Garten, da wird sie sich bestimmt wohlfühlen.
Speaker 0: Bespricht das mit deinem Vater Mine und wenn er zustimmt, können wir ja mal zu einem dieser Züchter fahren und uns junge Kätzchen ansehen.
Speaker 0: Für den Fall, dass er Ja sagt, gäbe es für mich nur einen einzigen Platz, wo ich sie kaufen würde, meinte Hermine verträumt.
Speaker 0: Und das ist die magische Managerie in der Winkelgasse.
Speaker 0: Ihren Vater zu überzeugen hatte ebenfalls nicht lange gedauert und am liebsten wäre Hermine sofort nach London gefahren, um in dem bekanntesten Tiergeschäft der Winkelgasse nach einem Tier Ausschau zu halten, das ihren Vorstellungen
Speaker 2: entsprach.
Speaker 0: Das war jedoch nicht möglich, da ihre Eltern eine mehrwöchige Pauschalreise in den Süden gebucht hatten.
Speaker 0: Sie würde also noch einen vollen Monat warten müssen, ehe sie sich nach einem passenden Tier umsehen konnte.
Speaker 0: Doch zumindest konnte niemand sie daran hindern, ihre Freunde zu kontaktieren und ihnen die frohe Botschaft mitzuteilen.
Speaker 0: Zwar hatte Ron sie gewarnt, bei den Dursleys anzurufen, da Harrys Onkel Vernon ein wahrer Kollerika zu sein schien, der Ron kurzer Hand abgewirkt hatte, als dieser ein einziges Mal versucht hatte, seine besten Freund zu erreichen, doch da Hermine durchaus in der Lage war, ein Telefon zu benutzen und obendrein über eine höhere Sozialkompetenz verfügte als Ron, war nicht das ist, was die letzten Endes von einem Anruf im Legoster Weg abhielt.
Speaker 0: Sie stand schon in der Diele, den Hörer in der Hand, als ihr plötzlich Zweifel kamen.
Speaker 0: Falls ihr Antrag, von dem sie niemandem erzählt hatte, auch nicht Harry, Ron oder ihren Eltern tatsächlich durchgewunken wurde, würde sie in Hogwarts überhaupt keine Zeit haben, sich um Hepzipaar zu kümmern.
Speaker 0: So hatte sie das schwarze Kätzchen, das bisher nur in ihrer Fantasie existierte, bereits getauft.
Speaker 0: Sicher, es gab so einige Katzen in Hogwarts und es würde Hepzipaar an Gesellschaft nicht fehlen, doch magische Geschöpfe bauten eine intensive Bindung zu ihren Besitzern auf, hatte sie irgendwo gelesen.
Speaker 0: Es erschien ihr nicht fair, sich an solches zuzulegen und ihm dann nicht die ihm gebührende Aufmerksamkeit zu zollen.
Speaker 0: Also entschied sie sich schweren Herzens zu folgendem Prozedere.
Speaker 0: Ging ihr Antrag durch?
Speaker 0: Wunderbar.
Speaker 0: Doch in dem Fall würde es keine Katze geben.
Speaker 0: Wurde ihr ersuchen jedoch abgelehnt, würde sie am Tag vor ihrer Abreise nach Hogwarts in die Winkelgasse gehen und dort in Ruhe nach dem Tierchen ihrer Wahl suchen.
Speaker 0: Henne Abott hatte irgendwann einmal erzählt, dass die magische Menagerie gerade kurz vor Schuljahres beginnen, wenn sich Halb-Hawk-Words auf der magischen Einkaufsmeile aufzuhalten schien, vor magischen Kreaturen aus allen Nelten platzte.
Speaker 0: Jedenfalls waren Hermene die Sommerferien ewig lang vorgekommen.
Speaker 0: Die letzte Juli und die ersten beiden Augustwochen hatte sie wie geplant zusammen mit ihren Eltern in der Nähe von Arkhenschen an der Atlantikküste verbracht, davon die meiste Zeit auf einem Handtuch am Strand die Nase tief in ein Buch gesteckt.
Speaker 0: Trotzdem hatte sie alles Mögliche vermisst.
Speaker 0: Den Tagespropheten, den ihr eine Post eule jeden Morgen entweder in die große Halle von Hogwarts oder Heim zu ihren Eltern lieferte, ihren Zauber starb, den sie zwar nach Frankreich mitgenommen hatte, bei dem ihre Eltern jedoch verlangt hatten, dass sie ihn stets im Hotelzimmer ließ.
Speaker 0: Und natürlich ihrer Freunde, die gleichzeitig die einzigen Menschen waren, mit denen sie sich ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, über die magische Welt unterhalten konnte.
Speaker 0: Bei ihrer Rückkehr stürzte sich Hermine als allererstes auf die Post, bis sie wieder einfiel, dass sie und ihre Eltern vor dem Urlaub eine drei-wöchige Eulenpostsperre beantragt hatten, um den Gesetzen zur Geheimhaltung der Magie Genüge zu tun.
Speaker 0: Man konnte schließlich nicht riskieren, dass neugierige Nachbarn oder die Frau, die jeden Tag vorbeikam, um die Blumen zu gießen und die Vorhänge auf und zuzuziehen, über die sich auf der Terrasse anhäufenden Ausgaben des Tagespropheten stäuberten, und dabei feststellten, dass diese bewegte Bilder enthielten, eine Tatsache, die Muggel für gewöhnlich verstörte.
Speaker 0: Das Warten ging weiter.
Speaker 0: Einmal traf Hermine sich aus lauter Langeweile mit ihrer ehemals besten Freundin Roxane Hastings und musste dabei feststellen, dass sie sich beide nicht mehr allzu viel zu sagen hatten.
Speaker 0: Roxane schwarfelte den halben Nachmittag nur über Jungs.
Speaker 0: Jungs, die sie gedatet hatte, noch daten wollte oder niemals daten würde.
Speaker 0: Was denn auf Hermines Internat in dieser Richtung so gebacken wäre?
Speaker 0: Da hockte man doch sieben Tage die Woche aufeinander und das ganz ohne Eltern.
Speaker 0: Stimme es, dass so eine Schule der rennste Sündenfuhl sei, wie Roxanes Mutter ihrer Tochter gegenüber mehr als einmal behauptet hatte?
Speaker 0: Hermine war es unangenehm gewesen, so ausgefragt zu werden.
Speaker 0: Davon abgesehen hatte sie keine saftigen Geschichten in der Art, wie Roxane sie offensichtlich von ihr hören wollte, auf Lager.
Speaker 0: Für sie existierten Techtelmächtel zwischen den Schüler nicht.
Speaker 0: Und falls ihr doch mal etwas auffiel, freute sie stets nur mit den Augen und blendete es aus, weil solche Nebensächlichkeiten sie schlichtweg nicht interessierten.
Speaker 0: Ihr war wissenwichtig und dämliche Schwämmererien würden sie bloß davon abhalten, sich dieses Wissen anzueignen.
Speaker 0: Man durfte nicht vergessen, dass, so faszinierend die magische Welt gegenüber der der Muggel auch war, über allem immer noch Lord Voldemort schwebte.
Speaker 0: Wäre es bei der einen Episode mit Professor Quill und dem Stein der Weisen geblieben, hätte Hermine sich jetzt vielleicht einigermaßen entspannt zurückgelehnt, doch nachdem, was im vergangenen Schuljahr passiert war, war sie gewarnt.
Speaker 0: Ein Wettlauf gegen die Zeit hatte begonnen, obgleich viele sich dessen entweder gar nicht bewusst waren, wie beispielsweise die meisten ihrer Mitschüler, oder es zu verdrängen versuchten, wie ein Großteil der Erwachsenen, die Voldemots Schreckensherrschaft am eigenen Leib erfahren hatten.
Speaker 0: Den jüngeren Hexen und Zauberern war nicht klar, in welcher Gefahr sie schwebten, Aber Hermine war sich sicher, dass der, dessen Namen nicht genannt werden darf, Mittel und Wege finden würde, um zurückzukehren und zu versuchen, Harry ein für allemal aus dem Weg zu räumen.
Speaker 0: Vielleicht erst in ein paar Jahren.
Speaker 0: Doch möglicherweise war es schon bald so weit und dann musste sie vorbereitet sein.
Speaker 0: Es war nicht allein Wissens, Durst und Strebertum, was sie dazu veranlasst hatte, kurz vor den Sommerferien zu McGonagall zu gehen, um mit ihr über den Stundenplan für das kommende Schuljahr zu sprechen.
Speaker 0: Auch wenn Ron das ganz sicher behaupten würde, wenn er davon gewusst hätte.
Speaker 0: Der Gedanke, an den von ihr so begehrten Gegenstand und dessen Handhabung, hatte Hermini jedoch schon diverse schlaflose Nächte beschert.
Speaker 0: Drei Tage vor Schulbeginn war es dann endlich soweit.
Speaker 0: Draußen hatte es gerade zu Dämmern begonnen und Hermini lag noch in tiefen Schlummer, als sich ein ungewohntes Geräusch in ihre Träume mischte.
Speaker 0: Ein helles, leises Porchen.
Speaker 0: Schlaf trinken, öffnete sie die Augen und konnte hinter dem dünnen Vorhang die Silhouette einer mittelgroßen Eule erahnen, die anscheinend den Bewegungsmelder unten an der Terrasse ausgelöst hatte.
Speaker 0: Ihr erster Gedanke war, ob sie vielleicht vergessen hatte, für den Tagespropheten zu bezahlen, doch sie hatte ein Monats-Abo und bereits für September bezahlt.
Speaker 0: Hermine griff beherzt nach ihrem Zauberstab, der stets auf ihrem Nachtschränkchen lag, dann tapte sie auf nackten Sohlen zum Fenster und öffnete es leise.
Speaker 0: Woraufhin ihr die Eule mit einer leichten Verbeugung und einem schnellen Schütteln des Gefieders, die Pergamentrolle, die sie im Schnabel getragen hatte, hinhielt, um sich danach so gleich wieder in die Lüfte zu erheben.
Speaker 0: Es handelte sich dabei um ein sehr gepflegtes, distinkuiertes Tier mit hellem Gesicht, grauen Kopffedern und einem gut sichtbaren Abzeichen um den rechten Fuß.
Speaker 0: Und das Pergament, davon konnte sich Hermine nach einem kurzen scharfen Lumus selbst überzeugen, trug das Siegel des Taubereiministeriums.
Speaker 0: Die Entscheidung war endlich gefallen.
Speaker 0: Mit fliegenden Fingern erbrach sie das Siegel, rollte das Pergament in Windeseile auseinander und schaltete die Nachtischlampe an, damit sie den Brief mit beiden Händen halten konnte.
Speaker 0: Hände, die jetzt ganz unsweifelhaft zitterten.
Speaker 0: Hermine überflug den Inhalt, blendete die Höflichkeitsformeln im ersten und letzten Abschnitt aus und konzentrierte sich stattdessen auf den Mittelteil.
Speaker 0: Als sie schließlich aufblickte, war ihr Lächeln strahlender als die Vierzigwattbirne ihrer Nachteschlampe.
Speaker 0: Die Sondergenehmigung war ihr erteilt worden.
Speaker 0: Stattdessen sprangen sie auf ihr Bett und hüpfte darauf auf und ab wie auf einem Trampolin, dass die Federn quitschten, jubelte in ihre vorgehaltene Hand und war Gelinde gesagt, völlig aus dem Häuschen.
Speaker 0: An den Wunsch, sich eine Katze anzuschaffen, verschwendete sie nicht einen einzigen Gedanken mehr.
Speaker 0: Drittes Kapitel in der Magischen Menagerie.
Speaker 0: Am Morgen des einundreißigsten August ließ sich Hermine von ihren Eltern im Auto den ganzen Weg von ihrem Zuhause bis zur Charing Cross Road bringen, wo diese ihre Tochter an einer Bushaltestelle in Höhe des tropfenden Kessels, den sie als Muggel nicht sehen konnten, herausließen und an Ort und Stelle verabschiedeten, da das Parken in Zentral London ein ziemlich aussichtsloses Unterfangen war.
Speaker 0: Hermine zog ihren mächtigen Schrankkoffer auf Rollen die wenigen Meter hinter sich her zum Papp, Da sie auf offener Straße in Muggel London keinen Schwebezauber heraufbeschwören durfte, ließ sich an der Bar den Schlüssel für ihr reserviertes Zimmer geben und fragte gleichzeitig nach Harry
Speaker 2: Potter
Speaker 0: und der Familie Weasley.
Speaker 0: Ron hatte ihr geschrieben, was drei Wochen zuvor passiert war und dass Harry, nachdem er die Schwester seines Onkels in eine fast schwerelose Kugel mit Armen und Beinen dran verwandelt hatte, die an der Esszimmerdecke entlangrollte, im fahrenden Ritter hierher geflüchtet war.
Speaker 0: Teilt ihr jedoch mit, dass Harry das Papp bereits Richtung Winkelgasse verlassen hatte und die Wieslies noch nicht eingetroffen waren.
Speaker 0: Also bezog sie als erstes ihr Zimmer und nahm anschließend im Schankraum ein opulentes zweites Frühstück zu sich.
Speaker 0: Gerade als sie sich bereit machen wollte, über den Hinterhof in die Winkelgasse zu gelangen, öffnete sich die Vordertür des Papps und sieben rothaarige Gestalten tratten der Reihe nach ein.
Speaker 0: Dabei handelte es sich, wie sollte es auch anders sein, um Mister und Mrs.
Speaker 0: Weasley nebst Nachwuchs.
Speaker 0: Percy, dieses Jahr Schulsprecher in Hogwarts, die Zwillinge Fred und George, Ron und seine Schwester Jeannie, die Jüngste von allen.
Speaker 0: Es gab ein großes Hallo und als Hermine Ron umarmte, spürte sie ihr Herz schnell klopfen.
Speaker 0: Schneller zumindest,
Speaker 2: als es noch vor den
Speaker 0: Sommerferien geklopft hatte, wenn sie mit ihm auf Tuchfühlung war.
Speaker 0: Bildete sie es sich nur ein oder war Rons Gesichtsfarbe eine Schattierung dunkler als sonst?
Speaker 0: Nun ja, vielleicht war auch die Reise nach Ägypten schuld daran, dass sein heller Tör ihr verändert vorkam.
Speaker 0: Sie selbst war in Südfrankreich ziemlich braun geworden.
Speaker 0: Als sie und Ron eine Stunde später vor Florian Fortescus Eissalon vor jeweils einem riesigen Eisbecher saßen, wie unvernünftig.
Speaker 0: schließlich hatte sie gerade erst zum zweiten Mal gefrühstückt, kam es der Mine fast vor, als hätten sie beide ein Date.
Speaker 0: Da waren eine Menge Ös und Äs zwischen ihnen.
Speaker 0: Glücklicherweise hatten sie sich ziemlich viel zu erzählen, da sie einander seit Mitte Juni nicht gesehen hatten.
Speaker 0: Weswegen sich das krampfhafte Suchen nach Themen, über die man reden konnte, Merlin sei Dank erübrigte.
Speaker 0: Und als es richtig komisch zu werden drohte, war zum Glück Harry aufgetaucht.
Speaker 0: Liebend gern hätte Hermini ihren besten Freunden von ihrem Erfolg erzählt.
Speaker 0: Dass ihr etwas gelungen war, was kaum jemandem vor ihr in Hogwarts gelungen war, nämlich, dass sie es aufgrund ihrer konstant hervorragenden schulischen Leistungen geschafft hatte, eine Sondergenehmigung zu erwirken, die ihr Zugang zu einem Zeitumkehrer gewährte, einem äußerst delikaten magischen Instrument, das in den Händen einer unverantwortlichen Person Katastrophen auslösen
Speaker 2: konnte.
Speaker 0: Doch das Thema darüber reden erübrigte sich von selbst, denn sie hatte Professor McGonagall bereits vor den Sommerferien festversprechen, oder besser gesagt auf das Lehrbuch Verwandlung für Fortgeschrittene von Emery Grandle, es war das nächste Buch in Reichweite gewesen, schwören müssen, keinem einzigen Menschen davon zu erzählen.
Speaker 0: Wäre Hermine siebzehn und damit volljährig gewesen, hätte sie ganz sicher eine Unterschrift leisten müssen.
Speaker 0: Doch angesichts ihrer Minderjährigkeit musste die stellvertretende Schulleiterin mit einem Schwur vorliebnehmen.
Speaker 2: Hermina
Speaker 0: konnte Geheimnisse durchaus für sich behalten.
Speaker 0: Trotzdem fand sie es traurig, dass sie über diese Angelegenheit absolutes Stillschweigen würde bewahren müssen.
Speaker 0: Nachdem sie und Ron ihr Eis aufgegessen und bezahlt hatten, gingen sie mit Harry in die magische Menagerie, die sich direkt gegenüber vom Eisallon befand.
Speaker 0: Kretze, Rons Rathe, sah ziemlich mitgenommen aus, mager und nervös mit stumpfen Fell.
Speaker 0: Ron mutte, dass ihn die Rache der Pharaonen ereilt haben könnte, Und Termine ekelte sich bei dem Gedanken, wie Ron das Tier noch immer in seinem Ärmel oder seiner Brusttasche durch die Gegend tragen konnte.
Speaker 0: Wie unhygienisch.
Speaker 0: Im Laden zeigte sich dann, dass Kretzer anscheinend doch nicht so schlaff und kraftlos war,
Speaker 2: wie er aussah.
Speaker 0: Denn auf der Flucht vor einem plötzlich auftauchenden orangenen Blitz sprang er vom Verkaufsdresen und huschte durch die Ladentüre auf die bevölkerte Winkelgasse hinaus einen schreienden Ron und einen verwirrten Harry auf den Fersen.
Speaker 0: Hermine jedoch verblieb im Laden, weil sie sehen wollte, was Kretzes plötzlichen Abgang verursacht
Speaker 2: hatte.
Speaker 0: Es war ein riesiger, orange-roter Kater mit eingedelltem Gesicht, der laut Verkäuferin an guten Tagen auf den Namen Krummenbein und an schlechten überhaupt nicht
Speaker 2: hörte.
Speaker 0: Heute schien er einen schlechten Tag zu haben, denn er wäre der Ratte gern nach draußen gefolgt, um sie zu erledigen, so zumindest schien es, hätte Harry nicht die Ladentür geistesgegenwärtig hinter sich zugeworfen, und dem Angreifer so mit den Weg versperrt.
Speaker 0: Wieso verhält er sich so komisch, wollte Hermine wissen, als der Kater wie verrückt an der Tür kratzte, von der Hexe verscheucht wurde, um anschließend hinten im Laden zu randalieren.
Speaker 0: Wenigstens klang es so.
Speaker 0: Die Verkaufshexe raufte sich die Haare.
Speaker 0: Keine Ahnung, so war er original noch nie.
Speaker 0: Und ich arbeite in diesem Geschäft schon seit über zehn Jahren.
Speaker 0: Tut mir leid das sagen zu müssen, doch das Tier ist der absolute Ladenhüter und übertrifft sogar die dreibeinige Schildkröte, die irgendwer neulich aus purem Mitleid gekauft hat.
Speaker 0: Hermine machte große Augen.
Speaker 0: Über zehn Jahre sagen sie, weil er bösartig ist?
Speaker 2: Er
Speaker 0: ist eigentlich gar nicht bösartig, antwortete die Frau.
Speaker 0: Das gerade fand ich auch ziemlich seltsam.
Speaker 0: Nein, er ist einfach nur langweilig und hässlich.
Speaker 0: Tja.
Speaker 0: Das fand Hermine Granger nun überhaupt nicht.
Speaker 0: Sie verschwand in den Tiefen des Ladens, rief leise, mit, mit, mit, mit, mit, schnalzte mit der Zunge und kühlerte den Kater mit einem Leckerli, das sie einem Körbchen am Verkaufsdresen entnommen hatte.
Speaker 0: Als ihn schließlich unter einem Käfig voller junger Raben fand und er ihr das Stück Trockenfleischbeiner zärtlich aus der Hand nahm, war es um die junge Hexe geschehen.
Speaker 0: Wie viel soll er denn kosten, erkundigte sie sich.
Speaker 0: Er ist ein Schnäppchen.
Speaker 0: Ich bin froh, wenn ich den Unizenfresser los bin, gab die kratzbürstige Verkäuferin zurück.
Speaker 0: Fünf Galleonen.
Speaker 0: Hermine war vollauf beglückt.
Speaker 0: Ihre Eltern hatten ihr zehn Galleonen für ihren Geburtstag im September gegeben.
Speaker 0: Von den übrigen fünf konnte sie sich noch einen beiden Korb als Transportmittel und ein paar Leckerli's kaufen.
Speaker 0: Der Kater, so die Verkäuferin, sei ein Allesfresser, der normales Katzenfutter als unter seiner Würde betrachtete, also brauche sie dafür, kein Geld aus dem Fenster zu werfen.
Speaker 0: Im Nachhinein erkannte Hermine sich selbst nicht wieder.
Speaker 0: Hatte sie sich nicht fest und unwiderruflich gegen eine Katze entschieden, nachdem sie sich klargemacht hatte, wie viel Arbeit im kommenden Schuljahr auf sie zukommen würde?
Speaker 0: Sie war kein Typ für spontan Käufe.
Speaker 0: Oder, oh doch, sie konnte sich binnen von Sekunden für eine neue Jeans oder einen Rock entscheiden, weil sie nicht besonders eitel war und Klamotten für sie einfach nur Klamotten waren, keine Statussymbole.
Speaker 0: Sie musste ihren Hintern nicht in französische Designer-Jeans zwängen, wie Roxane oder Pansy Perkinson es taten.
Speaker 0: Aber der Kauf eines Lebewesens war etwas völlig anderes.
Speaker 0: und trotzdem hatte sie sich innerhalb einer Zehntelsekunde entschieden.
Speaker 0: Es war wie Zauberei.
Speaker 0: Eine spontane Eingebung.
Speaker 0: Der erroschrote Kater hatte hier wahrscheinlich sein ganzes bisheriges Leben verbracht, auf genau sie gewartet und würde es ihr bestimmt mit immer während der Zuneigung vergelten, dass sie sich für ihn entschieden hatte.
Speaker 0: Vielleicht auch noch mit mehr.
Speaker 0: Für das Kapitel.
Speaker 0: Mit der Zeit spielt man nicht.
Speaker 0: Ab da war es mit der Friedefreude Eierkuchen mit einem Schuss Romantik-Stimmung zwischen Hermine und Ron vorbei.
Speaker 0: Für den Rest des Abends und auch am folgenden Nachmittag im Hogwarts-Express gifteten sie sich an, sobald die Sprache auf ihre Haustiere kam.
Speaker 0: Erst als Harry seinen Freunden von Sirius Black erzählte, der vor einem guten Monat aus Ascarban entkommen war und von dem Arthur Reece die zu Glauben schien, er habe es auf Harry abgesehen, legten die zwei eine längere Streitpause ein.
Speaker 0: Der Auftritt eines wahrhaftigen Dementors und das konsequente Einschreiten des neuen Professors namens Lupin, der sich zufälligerweise, und das auch noch schlafend, im selben Abteil wie sie aufgehalten hatte, kühlte die aufgeheizte Stimmung zwar und das Buchstäblich auf wenige Grad herunter, doch so sehr Hermine sich auch danach um den blassen und sichtlich mitgenommenen Harry sorgte, so sehr freute sie sich auch auf Hogwarts und die damit verbundenen Herausforderungen, die das dritte Schuljahr mit sich bringen mochte.
Speaker 0: Der morgige Tag würde gleichzeitig der erste Schultag sein und sie hoffte inständig, dass sie schon dann den ihr zugesicherten Zeitumkehrer würde benutzen können.
Speaker 0: Wie bereits erwähnt hatte Professor McGonagall Hermine schon im Juni eine kurze Zusammenfassung zum Gebrauch dieses nicht ganz ungefährlichen Gerätes gegeben, denn es hatte durchaus seine Tücken.
Speaker 0: Außerdem hatte sie sich von ihrer Lehrerin Abbildungen zeigen lassen.
Speaker 0: Als Hermine und Harry dann bei ihrer Ankunft im Schloss von McGonagall noch vor dem allgemeinen Festessen zur Seite genommen wurden, hüpfte Hermines Herz vor lauter Vorfreude.
Speaker 0: In McGonagalls Büro roch es nach Möbel, Politur und Spuren des Staubes, der sich während der langen Ferien dort angesammelt haben musste.
Speaker 0: Der Grund für Harrys Aufenthalt dort war schnell abgefrühstückt.
Speaker 0: Ihr sichtlich irritierter Freund wurde von Madame Pomfrey, der schulkranken Schwester, auf Herz und Nieren geprüft, da er und niemandem erschien, das peinlicher zu sein als ihm selbst, im Hogwarts Express ohnmächtig geworden war, als sich der Dementor angeschickt hatte, das Abteil, in dem sie alle saßen, nach keinem geringerem als Serious Black abzusuchen.
Speaker 0: Natürlich weigerte sich Harry standhaft, die Nacht im Krankenflügel zu verbringen, wurde letztlich glücklicherweise entlassen und von McGonagall angewiesen, draußen auf dem Flur zu warten.
Speaker 0: Nun zu ihnen, Miss Granger, sagte sie, nachdem sich die schwerere Eichentür hinter dem dratigen Jungen geschlossen hatte.
Speaker 0: Ich nehme an, sie haben es sich nicht über die Ferien anders überlegt.
Speaker 0: McGonagall musste der Hermines Gesicht mit scharfen, wachen Augen.
Speaker 0: Dieser schüttelte nur schnell den Kopf.
Speaker 0: Vor Aufregung brachte sie kein Wort heraus.
Speaker 0: Nun denn?
Speaker 0: McGonagall öffnete mithilf ihres Zauberstabs und eines lautlos gemummeltem Zauberspruchs eine der Schubladen ihres Schreibtisches und entnahm ihr ein kleines Holzkästchen.
Speaker 0: Als sie Essen mit einem neuerlichen Schwung des Zauberstabs aufschnappen ließ, sah Hermine ihren lang erwarteten Zeitumkehrer auf ein weißes Samtkissen gebetet vor sich liegen, zum Greifen nah.
Speaker 0: Rein äußerlich betrachtet war er recht einfach aufgebaut.
Speaker 0: Eine filigrane Sanduhr inmitten eines Rings, der sich in einem zweiten Ring befand und der wiederum in einem dritten.
Speaker 0: Alle drei konnten sich anscheinend unabhängig voneinander bewegen.
Speaker 0: Aus reinem Gold gefertigt mutmaßte Hermine.
Speaker 0: Es konnte sich also theoretisch um Koboldarbeit handeln.
Speaker 0: Kobolde waren für Genauigkeit und Detailfreude in ihren Werken bekannt.
Speaker 0: Jedoch war der Zeitumkehrer relativ schlicht gehalten, ohne irgendwelche unnötigen Schnörkel.
Speaker 0: McGonigal nahm ihn auf und dabei stellte sich heraus, dass er in einer langen, ebenfalls goldglänzenden Kette hing.
Speaker 0: Dieses Stück ist schon ziemlich alt, begangen.
Speaker 0: die stellvertretende Schulleiterin ließ die Kette bei ihren Worten einmal langsam durch die Hohle handgleiten und legte sie sich anschließend um den Hals.
Speaker 0: Heutzutage gibt es welche, die komplizierter aufgebaut sind und genauer arbeiten, doch das wollen wir ja nicht.
Speaker 0: Alles, was sie und ich wollen, ist in der Zeit um eine einzige Stunde zurückzuspringen.
Speaker 0: Nicht mehr, nicht weniger.
Speaker 0: Das erreichen sie durch eine einfache Drehung des Stundenglases, also so.
Speaker 0: Die Lehrerin hielt Termine das Instrument hin, das sie es sehen konnte, Dann zog sie ihr in einer kurzen, effizienten Bewegung die lange Kette ebenfalls über den Kopf und drehte das Stundenglas wie nebenbei einmal um, und zwar zu sich hinzeigend.
Speaker 0: Alles, was innerhalb der Kette ist, zu dem Zeitpunkt, da sie das Stundenglas drehen, wird sicher mit in die Zeit hinein gezogen.
Speaker 0: Nur zu näheren Erläuterung.
Speaker 0: Sollten sie, und das ist bloß ein Beispiel zur Verdeutlichung.
Speaker 0: Jemand nur festhalten zu dem Zeitpunkt, da sie in der Zeit zurückreisen wollen, mit der Hand oder an der Kleidung.
Speaker 0: So ist nicht gewährleistet, dass derjeniges auch dorthin schafft.
Speaker 0: Das ist wichtig zu wissen, obwohl ich natürlich davon ausgehe und sie auch schwören lasse, dass sie dieses Gerät bloß für diesen einen Zweck gebrauchen werden.
Speaker 0: Das Zurückspringen zu einer zweiten oder dritten Unterrichtsstunde, die zeitgleich mit der ersten beginnt.
Speaker 0: Hermine nickte ernsthaft.
Speaker 0: Drehen Sie das Stundenglas nie öfter als einmal.
Speaker 0: Obwohl es in der Theorie möglich ist, damit Tage und Wochen in die Vergangenheit zu reisen, wird das Ziel immer ungenauer und man müsste schon ziemlich genau rechnen, was in Stresssituationen schwierig werden dürfte.
Speaker 0: Wahrlos in die Vergangenheit zu reisen ist äußerst gefährlich.
Speaker 0: Denken Sie immer daran, Miss Granger.
Speaker 0: Mit der Zeit spielt man nicht.
Speaker 0: Somit gilt für Sie,
Speaker 2: Immer
Speaker 0: nur.
Speaker 0: Und ich betone nochmals immer nur, um eine einzige Stunde zurückzuspringen.
Speaker 2: Von
Speaker 0: wahr sagen zu alter Runen und von da aus zu Arithmatik, nur als Beispiel.
Speaker 0: Immer eine Umdrehung und zwar zu ihnen hinzeigend.
Speaker 0: Sie hob die Kette an und Termine zog ihren Kopf schnell aus der Schlinge und trat einen Schritt zurück.
Speaker 0: Es war ein seltsam intimes Gefühl, so nah neben der sonst immer so unnahbar wirkenden älteren Frau zu stehen.
Speaker 0: Das habe ich verstanden, bekräftigte sie.
Speaker 0: Es ist also nicht möglich, mit wenigen Handgriffen, sagen wir, ein halbes Jahr in die Vergangenheit zu reisen.
Speaker 0: Mit diesem Exemplar nicht, habe ich mir sagen lassen, verneint McGonagall ihre Frage.
Speaker 0: Aber wie gesagt, dieser Zeitumkehrer hier wurde vor ungefähr hundertfünfzig Jahren angefertigt, vielleicht sogar noch früher.
Speaker 0: Im Gegensatz zu denen, die in den letzten zehn Jahren hergestellt wurden, nicht dass das viele gewesen sein können, ist er recht primitiv in seiner Art.
Speaker 0: Nachvollziehbar.
Speaker 0: Hermine überlegte konzentriert.
Speaker 0: Ist es theoretisch auch möglich, damit vorwärts zu springen?
Speaker 0: In die Zukunft?
Speaker 0: Oder von einer Stunde in der Vergangenheit direkt wieder zurück in die Gegenwart, wenn man zum Beispiel etwas vergessen hat, was man mitnehmen wollte?
Speaker 0: Indem man den inneren Ring einfach in die andere Richtung dreht?
Speaker 0: Minerva McGonagall säufzte.
Speaker 0: Soweit ich informiert bin, gibt es solche Zeitumkehrer auch, durchaus.
Speaker 0: Doch sie befinden sich in den Händen hoch intelligenter, fähiger Zeitforscher unter uns Zauberern.
Speaker 0: Da gibt es nicht allzu viele, vielleicht zwei oder drei auf der ganzen Welt zu diesem Zeitpunkt.
Speaker 0: Von einem habe ich gehört, dass er vorwärts und rückwärts durch die Zeit reisen kann und dass quasi ständig, sodass er in der Gegenwart kaum mehr anzutreffen und dadurch kaum mehr als ein Gerücht ist.
Speaker 0: Doch er ist ein erfahrener Wissenschaftler, der sich praktisch Zeit seines Lebens mit der Materie befasst
Speaker 2: hat.
Speaker 0: Das bringt uns zu einem gefährlichen Punkt und der Antwort auf ihre zweite Frage.
Speaker 0: Was diesen Zeitumkehr hier betrifft, so ist er eher vor Anfänger geeignet.
Speaker 0: Man kann nur um ganze Stunden zurückspringen, eine halbe beispielsweise ist schon nicht mehr möglich.
Speaker 0: Und wenn sie sich eine Stunde in der Vergangenheit befinden, wie sie eben sagten, Miss Granger, So können sie nicht einfach den Ring wieder zurückdrehen, falls sie etwas vergessen haben sollten oder ihnen der Zeitsprung gerade umgelegen kommt.
Speaker 0: Sie müssen die zusätzliche Stunde tatsächlich voll miterleben.
Speaker 0: Hermine nickte langsam zum Zeichen, dass sie alles verstanden hatte.
Speaker 0: McGonagall fixierte sie jedoch mit Sorge in ihrem sonst oft strengen und durchdringenden Blick.
Speaker 0: Bedenken sie, junge Dame, dass für jeden normalen Menschen ein Tag vierundzwanzig Stunden hat.
Speaker 0: Für Sie ab jetzt, aber während der Woche fünf bis siebenundzwanzig, während die Zeit, die Sie zur Erholung und Nachtruhe haben, dieselbe bleibt.
Speaker 0: Überarbeiten Sie sich nicht, Miss Granger.
Speaker 0: Ich weiß, dass Sie belastbar sind und schon früher sehr viel mehr Zeit als andere in der Bibliothek beim Lernen verbracht haben.
Speaker 0: Bilden Sie sich jedoch nicht ein, dass zwei, drei Stunden mehr am Tag nicht weiter ins Gewicht fallen.
Speaker 0: Mein Rat.
Speaker 0: Betrachten Sie das hier als Experiment.
Speaker 0: Welche sie ihm Falle von Überforderung auch abbrechen können.
Speaker 0: Es handelt sich immer noch um eine freiwillige Leistung ihrerseits.
Speaker 0: Vergessen sie das nicht.
Speaker 0: Ich bin mir dessen bewusst.
Speaker 0: Gab Hermine mit fester Stimme zurück.
Speaker 0: Und ich bin fest entschlossen, mein Bestes zu geben.
Speaker 0: In Ordnung, meinte Prof.
Speaker 0: McGonigal feierlich.
Speaker 0: Bevor wir uns dem Papierkram zuwenden, der
Speaker 2: zweifellos der
Speaker 0: größte Aufwand bei der ganzen Geschichte ist, muss ich sie noch einmal darauf hinweisen, dass sie wann immer ihrerseits Fragen und Unsicherheiten auftauchen, sie dazu verpflichtet sind, sich an mich zu wenden.
Speaker 0: So dass wir gegebenenfalls einen Experten hinzuziehen können.
Speaker 0: Sollten sie den Eindruck gewinnen, dass beispielsweise eines der kaum sichtbaren Schräubchen, die die Ringe zusammenhalten, locker sitzt oder defekt ist, benutzen sie den Zeitumkehrer keinesfalls mehr.
Speaker 0: Hermine versprach es, las sich mindestens ein Dutzend Rollenpargament durch, leistete ein paar Schwüre, und unterschrieb einige Pergamente mit McGonagals langer Pfauenfeder.
Speaker 0: Ihre Hauslehrerin händigte ihr noch ihren zukünftigen Stundenplan aus, dann konnte sie endlich gehen.
Speaker 0: Tut mir leid, dass es so lange gedauert hat, sprudelte Hermine beschämter vor, als sie Harry auf der Bank von McGonagals Büro sitzen und mit dem Fuß wippen sah.
Speaker 0: Ich hab dieses Jahr einen irrsinnig eingetakteten Stundenplan.
Speaker 0: Mann, hab ich einen Hunger, hoffentlich haben die anderen uns noch was vom Festschmaus übrig gelassen.
Speaker 0: Harry startte sie verständnislos an.
Speaker 0: Dann war vor allem Blick auf seine Armbanduhr.
Speaker 0: Was meinst du?
Speaker 0: entgegnete er verblüfft.
Speaker 0: Du warst doch nicht mal ne Minute da drin.
Speaker 2: Hermine konnte von Glück sagen, dass Harry ihr diesen kleinen Lapsos durchgehen ließ und sie nicht etwa darauf ansprach, warum sie sich nach seiner Bemerkung den die Hand vor den Mund schlug und ihn so entsetzt anstarte.
Speaker 2: Ein Versäumnis, das wohl seinem Gesundheitszustand geschuldet war.
Speaker 2: Noch immer war Harry ziemlich faal im Gesicht, fast so wie Malfoy.
Speaker 2: bloß, dass das bei dem sein natürlicher Zustand war, Sommers wie Winters.
Speaker 2: Sie ermahnte sich jedoch im Stillen, zukünftig jedes Wort, das aus ihrem Mund kam und sich auch nur entfernt auf den Unterricht bezog, auf die Goldwaage zu legen, da Professor McGonagall sie hatte schwören lassen, kein Sterbenzwörtchen über die ganze Angelegenheit zu verlieren.
Speaker 2: Zunächst jedoch rückte der Zeitumkehrer in den Hintergrund, denn Hermine war wirklich in Sorge wegen Harrys Zustand, noch dazu war der weiden Korb mit Krumbein darin verschwunden, was er in einen ziemlichen Schrecken einjagte.
Speaker 2: Was Krumbein anging, konnte Harry sie glücklicherweise beruhigen.
Speaker 2: Er ist gerade samt Korb hoch Richtung Gryffindor Turm davon geschwebt, teilt er eh mit.
Speaker 2: Edwig haben die Hauselfen schon unten an der Treppe abgenommen, Durch diesen fiesen Dementor hatte ich total vergessen, sie schon am Bahnhof aus ihrem Käfig zu lassen.
Speaker 2: Hermine nickte Gedanken verloren.
Speaker 2: Gut, dass es bei McGonagall eh nicht zu lange gedauert hat, wie ich angenommen hatte.
Speaker 2: Komm jetzt, Terry, das Festessen wartet nicht auf uns.
Speaker 2: Du möchtest es doch sicher nicht wieder versäumen, so wie letztes Jahr, oder?
Speaker 2: Harry grinste schief, schüttete den Kopf und die zwei machten sich auf den Weg in die große Halle, um sich wieder zu Ronn zu gesellen, der sich gewiss schon die saftigsten Bratenstücke von den übervollen Platten genommen hatte.
Speaker 2: In dieser Nacht fand Termine kaum Schlaf, obwohl Crumbine, der sich augenscheinlich gut im Mädchenschlafsaal eingelebt hatte, zu ihren Füßen lag und die ein wohliges Gefühl von Wärme und Gemütlichkeit bescherte.
Speaker 2: Ständig ging ihr das Gespräch mit McGonagall durch den Kopf.
Speaker 2: Nichts war einfacher, als den Ring mit dem Stundenglas darin einmal in ihre Richtung zu drehen.
Speaker 2: Trotzdem hätte sie es gern noch einmal selbst gemacht, mit der Professorin zur Unterstützung an ihrer Seite.
Speaker 2: Hermine mochte es nur ungern zugeben, doch der Zeitumkehrer flüßte ihr großen Respekt, wenn nicht gar Angst ein.
Speaker 2: Unter der Bettdecke vergraben betrachte sie es stundenlang im Licht ihres Zauberstabs.
Speaker 2: Das winzige Stundenglas mit dem glitzenden Sand darin und die vier winzigen Schräubchen, mit denen das Plättchen mit dem Stundenglas darin, am inneren und der innere Ring wiederum am äußeren befestigt war.
Speaker 2: Während sie zunächst angenommen hatte, es würde sich um ein zweiteiliges Gerät handeln, konnte sie jetzt umso genauer sehen, dass es aus drei Komponenten bestand, drei Ringen sozusagen, von denen der Innerste das Stundenglas hielt und so einen von winzigen Sternen durchbrochenen Kreis darstellte, den es im Bedarfsfall zu drehen galt.
Speaker 2: McGonagall hatte ja eingeschärft, den Zeitumkehrer niemals abzulegen, auch nicht unter der Dusche.
Speaker 2: In die Hosen- oder Innentasche ihres Umhangs durfte sie ihn auch nicht einfach stecken.
Speaker 2: Hätte Hermine ihn nur einmal die Woche gebraucht, wäre es ihnen beiden lieber gewesen, das sensible Gerät in McGonagalls Obhut zu lassen.
Speaker 2: Doch da Hermine vorhatte, es jeden Tag außer Freitags zu benutzen, war es am besten, wenn sie ihn die ganze Zeit über bei sich behält.
Speaker 2: Während des Lesens und Unterzeichnens der vielen Pergamentrollen eine Aufgabe, die das Ministerium ihr auffälligt hatte, hatte Hermine die stellvertretende Schulleiterin weiterhin mit Fragen gelöchert.
Speaker 2: Hat der Zeitumkehrer zwei verschiedene Seiten?
Speaker 2: Wollte sie beispielsweise wissen.
Speaker 2: Ich meine, weil er von beiden Seiten gleich aussieht, spielt das also eine Rolle, wie ich mir die Kette umlege?
Speaker 2: Die Antwort war Nein gewesen.
Speaker 2: Solange sie den Ring mit dem Stundenglas darin nur zu sich hin und nicht etwa von sich weg drehte, war McGonagall's Ansicht nach alles in Ordnung.
Speaker 2: Die folgende Frage war Hermine etwas peinlich gewesen, trotzdem hatte sie sie stellen müssen.
Speaker 2: Ich habe mal gelesen, Professor, dass erwachsene Zauberer, die Fehler beim Apparieren machen, zersplittern können.
Speaker 2: Gibt es so was Ähnliches auch in der Zeit?
Speaker 2: Nein, Miss Granger, alle erfolgreichen Zeitreisenden sind, soweit ich weiß, immer mit sämtlichen Körperteilen wieder zurückgekommen.
Speaker 2: McGonagall hatte ihr beruhigend zugelächelt.
Speaker 2: Jedoch lauern in der Vergangenheit oder Zukunft andere Gefahren.
Speaker 2: Das Wichtigste ist, sie müssen immer darauf achten, in der Vergangenheit die Zukunft nicht zu verändern.
Speaker 2: Natürlich tun sie das durch ihre schiere Anwesenheit bereits, also sollte ich besser sagen, tun sie nichts, was nachhaltigen Einfluss auf die Zukunft haben könnte.
Speaker 2: Reden sie so wenig wie möglich mit ihren Mitschülern, machen sie nichts Ungewöhnliches, Auffälliges.
Speaker 2: Fangen sie mit niemandem Streit an.
Speaker 2: Verhalten Sie sich einfach wie immer.
Speaker 2: Wenn Sie das jeweilige Klassenzimmer, in dem Sie Unterricht haben, betreten haben, bleiben Sie dort bis zum Ende der Stunde.
Speaker 2: Verlassen Sie es nicht, auch nicht, um zur Toilette zu gehen.
Speaker 2: Erledigen Sie das in den Pausen.
Speaker 2: Keiner der Lehrer wird Sie bitten, aus anderen Gründen den Raum zu verlassen, doch stellen Sie sich die folgende Szene nur einmal vor.
Speaker 2: Sie gehen auf die Toilette und werden dort von Miss Partil gesehen, die sich ebenfalls dort auffällt und dann zurück in den Nordturm geht, wo Sie sie vor Ihrem Kaffeesatz sitzen sieht.
Speaker 2: Verstehen Sie?
Speaker 2: Oder fast noch schlimmer, Sie treffen auf sich selbst?
Speaker 2: Glauben Sie mir, Miss Granger, eine äußerst ungute Konstellation.
Speaker 2: Es hat schon Zauberer gegeben, die deswegen verrückt wurden.
Speaker 2: McGonagall hatte die Augenbrauen hochgezogen und Termine mit ernstem Blick fixiert.
Speaker 2: Mein Tipp, benutzen Sie den Zeitumkehrer die ersten Male gegen Ende der Pause in einer der Toilettenkabinen.
Speaker 2: Dort kann niemand Sie sehen und Sie sind vergleichsweise ungestört.
Speaker 2: Denn das ist das Wichtigste an der ganzen Sache.
Speaker 2: Niemand darf Sie sehen.
Speaker 2: Natürlich sind die Lehrer der von Ihnen belegten Kurse eingeweiht.
Speaker 2: Sie werden nach jeder Stunde das Gedächtnis ihrer Kurskolleginnen und Kollegen leicht dahin gehen verändern, dass diese schwören würden, sie in der besagten Stunde niemals gesehen zu haben.
Speaker 2: Stellen Sie sich vor, jemand aus Ihrem Arithmatikunterricht kommt in der großen Halle zu Ihnen an den Tisch und bittet Sie um Hilfe bei den Hausaufgaben und Ihre Freunde kriegen es mit.
Speaker 2: Wenigstens Harry Potter traue ich es zu, dass er sich Gedanken machen würde, wenn er irgendwann feststellt, dass das Fach zum selben Zeitpunkt wie Warsagen stattfindet, eines das zu Besuchen nicht ihnen ja nicht ausreden konnte.
Speaker 2: Am nächsten Morgen um kurz nach neun Uhr erinnerte sich Hermine an die Worte ihrer Hauslehrerin.
Speaker 2: Jedoch nicht an die, die sie bezüglich des Zeitumkehrers an sie gerichtet hatte, sondern an die eine Randbemerkung des Fach Warsagen betreffend.
Speaker 2: Es war einfach grauenvoll.
Speaker 2: Humbuk, totaler Quark, vollkommen überzogener Hokus Pokus.
Speaker 2: Hermine hatte sich dazu entschieden, erst einmal ganz normal die Stunde bei Professor Tulloni abzuleisten, sich dann kurz bei Harry und Ron zu entschuldigen, eine Toilette zwischen dem Astronomie-Turm und dem Klassenzimmer, in dem Zaubersprüche unterrichtet wurde, aufzusuchen, um sich dort in Ruhe zum ersten Mal um eine Stunde zurückzuversetzen und dabei hoffen, dass niemand relevantes sie in den Arithmatikunterricht gehen sah.
Speaker 2: Dasselbe Spielchen dann eine Stunde später für Muggelkunde.
Speaker 2: In der letzten Stunde vor dem Mittagessen würde sie wieder zusammen mit ihren Freunden an Verwandlung teilnehmen, dem Fach, das Prof.
Speaker 2: McGonigall höchst selbst unterrichtete.
Speaker 2: Falls bis dahin Fragen aufgetaucht waren, würde die Lehrerin ihr nach der Stunde sicherlich für ein paar Augenblicke zur Verfügung stehen.
Speaker 2: Nun aber zu Wahrsagen.
Speaker 2: Hermina fluchte normalerweise nicht, wenn überhaupt, dann in sehr abgeschwächter und zivilisierter Form, doch heute konnte sie sich kaum beruhigen.
Speaker 2: So.
Speaker 2: Ein Scheiß.
Speaker 2: Astrologie war in ihren Augen einfach nur unlogisches Zeug, dafür geschaffen einen von anderen, wichtigeren Dingen abzuhalten, wie zum Beispiel sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Speaker 2: Erdacht für Leute, die Verantwortung abgeben wollten und sich weigerten, selbst Einfluss auf ihr Leben zu nehmen.
Speaker 2: Für ängstliche, unterwürfige Menschen, die sich nicht trauten, die Dinge selbst anzupacken und die lieber ausreden für alles suchten, was ihnen nicht gelangen, anstatt sich ernsthaft zu fragen, was sie beim nächsten Mal besser machen konnten.
Speaker 2: Oh nein, es hat gar keine Zweck für diese Prüfung zu lernen.
Speaker 2: Nächsten Mittwoch steht der Uranus im vierten Haus.
Speaker 2: Das bedeutet, die Sache kann nur schief gehen.
Speaker 2: Und solcher Käse.
Speaker 2: Das Ergebnis der heutigen Stunde.
Speaker 2: Harry hatte den Grimm in seinen Teblättern und würde bald sterben.
Speaker 2: und der Rest der Klasse behandelte ihn wie einen Aussätzigen, als wäre diese dünnliche Prophezeiung ansteckend.
Speaker 2: Neville voraus zu sagen, er werde Porzellanz herbrechen, war ungefähr so, als würde man Ron sagen, er werde beim Essen seinen Umhang mit Ketchup beschmieren, denn Neville zerdepperte Geschirr, wann immer er mit welchem hantierte, das gleiche Geil für Ron und das Essen, dass er sich in regelmäßigen Abständen aus seinen Umhang schmierte.
Speaker 2: Auf dem Weg zur Verwandlung entschwand Termine also mit einem kurzen, ich weiß wo der Raum ist, geht schon mal vor.
Speaker 2: auf der Mädchentolette im ersten Stock.
Speaker 2: Harry und Ron würden sie in ca.
Speaker 2: zwei Minuten in Professor McGonigals Klassenzimmer wiedersehen, wenn sie ihre scheinbaren Notdurft verrichtet hatte.
Speaker 2: Hermine jedoch würde den beiden erst in zwei Stunden wieder begegnen, nämlich dann, wenn sie Arithmatik und Muggelkunde hinter sich gebracht hatte.
Speaker 2: Beim Frühstück hatte sie sich unauffällig ein paar Stolen mehr geschmiert und in ihrer vor Büchern überquellende Umhängetasche gequetscht, falls sie zwischendurch hungrig würde, bis zum Mittagessen war es noch lang.
Speaker 2: Nachdem sie sich sicher an der Toilettenkabine eingeschlossen hatte, holte sie mit klopfenem Herzen den Zeitumkehrer an seiner Kette heraus, den sie unter ihrer Bluse trug.
Speaker 2: Ganz ruhig, Hermina,
Speaker 0: du schaffst das.
Speaker 2: Eine Umdrehung zu dir hin, mehr nicht.
Speaker 2: Und niemand darf dich sehen.
Speaker 2: Wo genau war sie vor einer Stunde gewesen?
Speaker 2: Sie dachte scharf nach.
Speaker 2: Richtig.
Speaker 2: Zusammen mit Harry und Ron auf dem Weg zum Astronomieturm.
Speaker 2: Dabei waren sie nicht durch diesen Teil des ersten Stocks gegangen, sondern über die Haupttreppen, die ständig die Richtung wechselten, bis ganz nach oben.
Speaker 2: Als sie am ersten Stock vorbeigekommen waren, daran erinnerte sich Hermine noch gut, weil sie extra darauf geachtet hatte, hatten sie nur wenige Meter bis zur nächsten Treppe laufen müssen.
Speaker 2: Die Treppen waren am frühen Morgen offenbar ziemlich rürig und dann weiter ins zweite Geschoss.
Speaker 2: Atmantik wurde wie Verwandlungen auch im ersten Stock gegeben, allerdings in einem Raum, der sich in der entgegengesetzten Richtung befand.
Speaker 2: Hermine hielt sich als Einzige im Waschraum auf, also konnte sie es sich erlauben, höherbar, tief durchzuatmen.
Speaker 2: Der Weg vom Nordturm hier herunter hatte fast die ganze zehnminütige Pause geschluckt.
Speaker 2: Wenn sie sich jetzt nicht ranhielt, würde sie bei Professor Vektor zu spät kommen, was ihr, die stets auf Pünktlichkeit bedacht war, peinlich gewesen wäre, trotzdem die Lehrkraft Bescheid wüsste.
Speaker 2: Der Zeitumkehrer ließ sich aber nicht um eine oder zwei Minuten mehr drehen, eine einzige Stunde war alles, was möglich war.
Speaker 2: Schluss aus vorbei, so hatte McGonagall es ihr gesagt.
Speaker 2: Hermine Schluckte heftete die Augen fest auf ihren geheimnisvollen Kettenanhänger.
Speaker 2: Ihre Finger zitterten wie Espenlaub in einem der Herbststürme, die bald wieder über das Gelände fegen würden.
Speaker 2: Jetzt bloß keinen Fehler machen.
Speaker 2: Sechs das Kapitel.
Speaker 2: Fürs erste geschafft.
Speaker 2: Sie machte keinen.
Speaker 2: Obwohl es mit ihren bebenden Fingern gar nicht zu einfach war, schaffte sie erst den Ring mit dem eingefassten Stundenglas darin, sauber um einhundertundachtzig Grad in ihre Richtung zu drehen, sodass der gelbe Sand zu Rieseln begann.
Speaker 2: Eine Stunde.
Speaker 2: »Merlin, seid Dank!« flüsterte sie lautlos.
Speaker 2: Schweiß ranien Bechen das Rückgrat hinunter, so kam es ihr wenigstens vor, obwohl es in dem Raum mit den dicken Steinwänden eiskalt war, da in den sanitären Anlagen das obligatorische Kaminfeuer fehlte.
Speaker 2: Gerade wollte sie die Tür zu ihrer Kabine aufstoßen, da hörte sie im Vorraum Wasser rauschen.
Speaker 2: Leise stimmen und unterdrücktes Kichern folgten.
Speaker 2: Remine zögerte, sollte sie herauskommen und so tun, als wäre nichts.
Speaker 2: Wie lange standen die anderen Mädchen da vorne schon?
Speaker 2: Hatten sie sie reingehen sehen?
Speaker 2: Sie konnte nicht ewig hier warten, sie musste los.
Speaker 2: Schritte erklangen und dann war das Klappern der Tür im Vorraum zu hören.
Speaker 2: Es war wieder Muxmoischen still.
Speaker 2: Hermine öffnete im Zeitlupentempo die Tür und luchte durch den Spalt hindurch.
Speaker 2: Der Waschraum war verweist.
Speaker 2: Auf zehn Spitzen huschte sie zu der Reihe Waschbecken, sah sich um.
Speaker 2: Eine halbe Rolle Toilettenpapier lag völlig durchweicht im mittleren der drei Becken.
Speaker 2: Die war vor zwei Minuten noch nicht da gewesen.
Speaker 2: Jemand musste sie in der Zwischenzeit entfernt haben.
Speaker 2: was für ein seltsames Gefühl jetzt sozusagen anders herumdenken zu müssen.
Speaker 2: Eigentlich war nichts wirklich spannendes passiert, trotzdem fühlte Hermine sich seltsam.
Speaker 2: Sie trat ganz nah an einen der verschnörkelten mit blinden Flecken über selten Spiegel heran und sah sich selbst in die Augen.
Speaker 2: Sie wirkten wie immer.
Speaker 2: Es kann nichts passieren, versuchte sie sich selber zu beruhigen.
Speaker 2: Nach Ablauf der Unterrichtsstunde kommst du wieder hierher.
Speaker 2: Dann bist du wieder im Hier und Jetzt.
Speaker 2: Es kann nichts passieren.
Speaker 2: Und dann machst du das Ganze gleich noch einmal.
Speaker 2: Hermine strich sich mit der noch immer zitternden Hand durch das buschige Haar, schloss ihren vor Aufregung leicht geöffneten Mund, damit man ihre großen Schneidezähne nicht sehen konnte, wegen derer sie in der Muggleschule immer gehänselt worden war, atmete einmal tief ein und wieder aus und verließ das Mädchenklo.
Speaker 2: Nach nur fünf Minuten wusste Hermine Granger, dass Arithmatik ihr Lieblingsfach werden würde.
Speaker 2: oder wenigstens eines ihrer Lieblingsfächer.
Speaker 2: Zwar hat es im Grunde genommen nicht wenig mit Wahrsagen zu tun, fußte aber, so zumindest sei es Hermine, auf schwierigen, jedoch eindeutigen Berechnungen.
Speaker 2: Und Professor Vektor waren ihren Augen eine ausgezeichnete Lehrerin.
Speaker 2: Hermine mochte Verwandlung, weil Professor McGonagall nicht so nachgiebig war, wie beispielsweise Professor Flitwick in Zaubersprüche und das Lernpensum schneller war.
Speaker 2: Geschichte der Zauberei fand sie theoretisch sehr spannend.
Speaker 2: Der Unterricht von Professor Bins war jedoch so spannend wie eingeschlafene Füße.
Speaker 2: Kräuterkunde war ein praktisch orientiertes Fach, doch Hermine mochte Theorie lieber.
Speaker 2: Und obwohl Zaubertränke ebenfalls der Praxisner war, mochte sie das Fach an sich ebenfalls sehr gern.
Speaker 2: Was Professor Snape betraf, so hätte dieser ein kompetenter Lehrer sein können, hätte er die offensichtliche Verbitterung, die er seiner Stellung.
Speaker 2: Zaubertränke war in seinen Augen wohl ein minderwertiges Fach, verglichen mit Verteidigung gegen die dunkle Künste und dem Leben ganz allgemein entgegenzubringen schien, nicht so dermaßen zur Schau getragen.
Speaker 2: Angeblich war er ein geschätzter Experte auf seinem Gebiet, allerdings war er auch ein furchtbarer Mensch.
Speaker 2: Mit Strenge konnte Hermine umgehen, weil strengen Lehrern lernte man besser, fand sie.
Speaker 2: Aber Snape konnte seine Schüler zuweilen richtig fertig machen, selbst eine hervorragende und ehrgeizige Schülerin wie sie.
Speaker 2: Er war jähzornig, misgünstig und hatte seine Lieblinge, natürlich ausschließlich aus seinem eigenen Haus, durchschnittlich begabte Slytherins, die Hermine in allem umlängen schlug, wenn es darauf ankam, doch das kümmerte ihn ganz offensichtlich nicht.
Speaker 2: Severus Snape verabscheute das gesamte Haus Gryffindor.
Speaker 2: Trotz ihrer Jugend war Hermina ein ausgeglichener Mensch und nichts lag ihr Ferner, als aus ihrem Herzen eine Mördergrube zu machen, Doch das Gefühl, dass sie Snape gegenüberhickte, kam ihrer Vorstellung von Hass bei Zeiten zumindest recht nah.
Speaker 2: Gelegentlich fragte sie sich, wie dieser ein solch verbitterter Mensch hatte werden können, ein Zyniker, wie er im Buch gestand.
Speaker 2: Doch wann immer ihr ein solcher Gedanke in den Sinn kam, merkte sie schon nach kurzer Zeit, dass sie sich mit dem Thema Snape einfach nicht beschäftigen wollte.
Speaker 2: Jeder war seines eigenen Gluckes schmied, Und wenn Snape ein so schlechter Handwerker war, war es wohl kaum an ihr, sich darüber Gedanken zu machen, wo sie doch so viel anderes zu tun hatte.
Speaker 2: Professor Vektor war im Gegensatz zu dem, dessen Name sie nicht mehr denken wollte, eine Lehrkraft ganz nach Hermines Geschmack.
Speaker 2: Sie war sogar noch strenger als Professor McGonagall, doch ihr fehlte die Häme, die Snape tagt täglich so großzügig austalte.
Speaker 2: Folglich genoss Hermine jede Minute ihres Unterrichts.
Speaker 2: Der Stoff verkompliziert, keine Frage, doch sie mochte es, gefordert zu werden.
Speaker 2: Lernfächer hatte sie schon genug belegt.
Speaker 2: Gegen Auswendiglernen hatte sie nichts, da es hier immer schon leicht gefallen war, aber sie liebte Herausforderungen, zumindest schulische.
Speaker 2: Am Ende der Stunde bekamen sie und die anderen Schüler einen ganzen batzen Hausaufgaben auf.
Speaker 2: Unter normalen Umständen hätte das Hermine sogar gefreut, Sie hoffte nur, dass sich die Hausaufgaben in der Woche nicht potenzierten.
Speaker 2: Schließlich konnte sie nicht jeden Tag bis Mitternacht in der Bibliothek sitzen und lernen.
Speaker 2: Muggelkunde dagegen war schon wieder etwas ganz anderes.
Speaker 2: Zu ihrer enormen Erleichterung hatte der Zeitsprung nach Arithmatik, der ebenfalls wieder auf dem Mädchen Klo stattgefunden hatte, gutgeklappt und niemand hatte sie schief angesehen oder gar angesprochen, als sie sich Islands zu Professor Burbage Klassenraum begab.
Speaker 2: Natürlich konnte Burbage Hermine nichts erzählen, was Lise nicht schon wusste.
Speaker 2: Ihr ging es allein um den gegensätzlichen Blickwinkel, den Magier auf Muggel hatten.
Speaker 2: Sie hoffte, mithilfe dieses Fachs ihr eigenes Verständnis, was das magische Volk betraf, zu erweitern.
Speaker 2: Deswegen hatte sie es belegt.
Speaker 2: Als die Stunde beendet war, huschte Hermine möglichst unauffällig zurück auf die Toilette, schloss sich ein, wartete ein paar Minuten und schländerte dann, als wäre nichts gewesen, zu dem Raum, in dem dieses Jahr Verwandlung stattfinden sollte.
Speaker 2: Sie kamen sogar noch früher dort an, als Ron und Harry, die sich offenbar auf dem Weg verirrt hatten.
Speaker 2: Ich fasse es nicht, dass es uns auch nach zwei Jahren noch passiert, dass wir wie dämliche Erstgläsler durch dieses Schloss stolpern.
Speaker 2: Beschwerte sich Ron halb laut, als er mit Harry im Schlepptaut in den Raum betrat.
Speaker 2: Vielleicht sollten sie wirklich mal anfangen, Karten zu verteilen, im Ernst jetzt.
Speaker 2: Harry nickte.
Speaker 2: Er sückte angespannt und dann fiel Hermine über all dem Verwandlungsarithmantik, Muggel kunde Trubel wieder ein, was bei Wahrsagen passiert war, und als Harry ihr zuwingte und bedeutete, er werde sich mit Ron in die hinterste Reihe setzen, da er sich dort wohl vor den mitleidigen Blicken der anderen geschützt fühlte, was nicht zutrafft, das wusste sie sofort.
Speaker 2: Gab sie ihren Platz in der zweiten Reihe auf und kam zu den beiden nach hinten.
Speaker 2: Alles klar, Harry?
Speaker 2: Nein, entgegnete dieser Düster.
Speaker 2: Warum passiert immer mir so etwas?
Speaker 2: Jetzt habe ich auch noch diesen blöden Grimm am Hals.
Speaker 2: Macht dir nichts draus, meint Ron.
Speaker 2: Ich habe dafür eine kranke Ratte auf dich aufpassen muss, weil ein rotes Fellmonster es sich anscheinend in den Kopf gesetzt hat, ihn zu attackieren.
Speaker 2: Jeder hat seinen Päckchen zu tragen.
Speaker 2: Nonchalant ließ er sich auf seinen Stuhl zurück sinken und setzte eine blasierte Mine auf.
Speaker 2: Herr Mine warf ihm einen scharfen Blick zu.
Speaker 2: Es stimmte, dass Krumbein während der Zugfahrt den Klumpen mit Runs Brustasche nicht aus den Augen gelassen hatte, doch lag es nicht in der Natur einer Katze, Ratten und Mäuse zu jagen.
Speaker 2: Sie und Run würden von nun an eben beide dafür sorgen müssen, dass ihre Haustiere sich nicht ständig über den Weg liefen.
Speaker 2: Das schafften andere Schüler doch auch.
Speaker 2: Der Unterricht begann.
Speaker 2: Hermine merkte, dass Harry abwesend war und auch sie selbst hatte Probleme, Professor McGonagalls Ausführungen über Animagie zu lauschen.
Speaker 2: Das war im Grunde nicht schlimm, das meiste zu dem Thema wusste Hermine ohnehin schon.
Speaker 2: Doch im Gegensatz zu Harry war sie nicht mehr besorgt.
Speaker 2: Sie musste sogar teilweise ein leises Schlächen hinter vorgehaltener Hand verstecken, damit niemanden auffiel, wie zufrieden sie mit sich war.
Speaker 2: Die Anspannung, die sich während der vergangenen Nacht in ihr aufgebaut hatte, war verschwunden.
Speaker 2: Sie konnte die Nachwirkungen des Adrenalins noch immer in ihrem Körper spüren, doch jetzt fühlte sie sich heiter, wie befreit.
Speaker 2: Nachdem Professor McGonagall die gedrückte Stimmung im Klassenzimmer angesprochen und ihre Meinung über ihre Kollegin Zubil Trelawney und deren geliebte Todesoben ausführlich kundgetan hatte, schienen sich alle wieder ein bisschen zu beruhigen.
Speaker 2: Im Anschluss an die Stunde führte Hermina ein kurzes Gespräch mit ihrer Hauslehrerin, während Harry und Ron schon vorgingen, um in der großen Halle ihr Mittagessen einzunehmen.
Speaker 2: Ich sehe ihrem Gesicht an, dass es gut gelaufen ist, Miss Granger.
Speaker 2: Bekürste McGonagall, sie fordern ihrem Pult.
Speaker 2: Auch sie lächelte ein seltenes, jedoch aufrichtiges Lächeln, in dem Hermine einen Funken Stolz auf ihre Schülerin zu entdecken glaubte.
Speaker 2: Das ist es in der Tat, Professor, stimmt der Hermine glücklich zu.
Speaker 2: Ich habe mich an ihren Rat gehalten und die Zeit auf der Mädchentolette zurückgedreht.
Speaker 2: Bleiben Sie dabei, würde ich vorschlagen, es ist am sichersten so.
Speaker 2: McGonigel wischte sich ihre mit kreidebestäubten Finger an einem Stück Stoff ab, das auf dem Pult lag.
Speaker 2: Zeitumkehrende Zauberer, die ihre Reisen beherrschen, haben die Uhr so verinnerlicht, dass sie nach Stunden oder Tagen an genau dem Ort auftauchen, an dem sie zuvor verschwunden sind.
Speaker 2: Im Idealfall würde ein zufälliger Beobachter nur ein leichtes Zucken oder vielleicht eine als stolperninterpretierte Bewegung jener Person wahrnehmen, die vielleicht wenige Zentimeter von der Stelle entfernt wieder erscheint, wo sie zuvor entschwunden ist.
Speaker 2: So etwas fällt einem für gewöhnlich gar nicht auf.
Speaker 2: Es sei, denn man achtet darauf, weil man weiß, dass man einen zeitreisenden Vorsicht hat.
Speaker 2: Doch diese innere Uhr braucht lange um sich zu entwickeln.
Speaker 2: Jahre würde ich schätzen.
Speaker 2: Gehen Sie auf Nummer Sicher, Miss Granger.
Speaker 2: Ich kann es nur oft genug wiederholen.
Speaker 2: Wenn Sie auch nur zwei Meter nach links oder rechts ausscheren und dabei vielleicht noch jemanden anrämpeln, könnte alles auffliegen.
Speaker 2: Also Vorsicht.
Speaker 2: Doch fürs Erste gut gemacht.
Speaker 2: Beschwingt die Familie in die große Halle hinunter.
Speaker 2: Von ihren Stullen hatte sie während des ganzen Vormittags keine einzige angerührt, und jetzt hatte sie Hunger wie ein Wehrwolf.
Speaker 2: Hätte sie gewusst, dass im Laufe des Tages schon wieder etwas passieren würde, was ihr eigenes und das Leben ihrer Freunde in für sie achso ferner Zukunft überaus nachhaltig prägen würde, wäre sie weniger zuversichtlich gewesen.
Speaker 2: Ein ganzes Stück weniger zuversichtlich.
Speaker 2: Davon war Ronn Felsen fest überzeugt oder nach Harrys eigener Aussage einen großen schwarzen Hund in seiner Nähe bemerkt hatte, kam erst beim Mittagessen heraus.
Speaker 2: Ronn, der zu Hermines Belustigung wahrhaft abergläubig zu sein schien, war schockiert.
Speaker 2: Harry war zu dem Zeitpunkt bloß beunruhigt gewesen, weil er hatte fühlen können, dass er beobachtet wurde und weil wo so ziemlich jeder sich vor einem großen unbekannten Hund fürchten würde, welcher sich nach Anbruch der Dunkelheit im Schatten der Häuser und Büscherings um herumtreibt, Sie selbst war dagegen kein Stück beunruhigt.
Speaker 2: Todesohmen konnte man immer und überall sehen, gerade hier in Hogwarts an so ziemlich jeder Ecke.
Speaker 2: Crumbine war der einzige rote Kater weit und breit, fast alle anderen Sampfoten waren schwarze Katzen.
Speaker 2: Wenn Hermine jedes Mal, wenn eine davon ihren Weg von links nach rechts kreuzte, oder war es umgekehrt?
Speaker 2: Das hatte sie sich nie merken können.
Speaker 2: Darüber hätte nachdenken müssen, was für ein Unglück ihr wohl als nächstes bevorstand, Wäre sie aus dem Schwarzmalen ja gar nicht mehr herausgekommen.
Speaker 2: Am Mittagstisch tritt sie sich wieder mal mit Ron.
Speaker 2: Dabei ging es allerdings nicht um das leidige Thema Krumbein und Kretze.
Speaker 2: Nein, diesmal ging es ihm anscheinend einzig und allein darum, sie zu beleidigen, indem er ihr vorhielt, was Professor Trelawney an just diesem Morgen im Turmzimmer zu ihr gesagt hatte.
Speaker 2: Dass sie sehr wenig Aura um sie herum wahrnehme.
Speaker 2: Wie hatte sie es noch genau ausgedrückt?
Speaker 2: Ah, ja.
Speaker 2: Sehr wenig Empfänglichkeit für die Schwingungen der Zukunft.
Speaker 2: Nun, damit mochte die Wahrsagerin recht haben.
Speaker 2: Zukunft war nicht gerade Hermines Stärke, wenn schon, dann war es die Vergangenheit und das auch aus gegebenem Anlass.
Speaker 2: Im Grunde genommen lebte sie als nüchterner Mensch fest in der Gegenwart verankert.
Speaker 2: Es gab in ihrem jungen Leben nicht viel, was sie bereute und woran sie oft oder gar mit Wehmut zurückdachte.
Speaker 2: Manchmal war ihr, als hätte ihr Leben vor Hogwarts gar nicht richtig stattgefunden.
Speaker 2: Obwohl sie ihre Eltern liebte und sich gut mit ihnen verstand, vermisste sie sie kaum.
Speaker 2: An alle anderen, beispielsweise ihre Mitschüler aus der Muggelschule oder ihre ehemals beste Freundin Roxanne, dachte sie so gut wie nie.
Speaker 2: War das nicht seltsam für ein beinahe vierzehnjähriges Mädchen?
Speaker 1: War sie ...
Speaker 2: ah, normal?
Speaker 2: Selbst als Hexe etwas Unleugbacheigentümliches?
Speaker 2: Rons hirnlos nachgeplapperte Worte nahm sie ihm dennoch übel.
Speaker 2: Zum Glück gab es am Nachmittag keine zusätzlichen Kurse, die sie besuchen wollte und sie konnte sich in aller Ruhe Hagrids erster Unterrichtsstunde im Fachpflege magischer Geschöpfe widmen.
Speaker 2: Auf das, was als Nächstes passierte, war niemand vorbereitet.
Speaker 2: Malfoy, der Hagrids Ausführungen und Warnungen nicht zugehört und lieber Metzchen gemacht hatte, wurde von dem stolzen Hippogrife mit Namen Seidenschnabel attackiert.
Speaker 2: wobei Draco sich eine Fleischwunde am Arm zuzog.
Speaker 2: Der Unterricht musste abgebrochen werden, und Hermine und ihren Freunden schwarnte, dass der Vorfall noch ein Nachspiel haben würde.
Speaker 2: Der Arroganz Slytherin fehlte ein paar Tage im Unterricht, und als er wieder auftauchte, ließ er sich von vorn bis hinten bedienen.
Speaker 2: Stönte herum, er hätte noch immer unheimliche Schmerzen und beinahe den Arm verloren.
Speaker 2: Hermine, Harry und Ron, waren überzeugt davon, dass nichts davon stimmte.
Speaker 2: Leider wurde Hagrids Unterricht, der so aufregend begonnen hatte, wegen seiner Auswahl an magischen Geschöpfen, weniger wegen Malfoy in Hermines Augen, ab da ziemlich öde.
Speaker 2: In krassen Gegensatz dazu stand der Unterricht im Fachverteidigung gegen die dunklen Künste bei Professor Lupin.
Speaker 2: Der so schäbig wirkende Lehrer in seinem geflickten Umhang verstand es besser als jeder andere, die Schüler mittels außergewöhnlicher Lehrmethoden in den Stoff geradezu hineinzuziehen.
Speaker 2: Schwups hatte Hermine ein zweites Lieblingsfach und einen heimlichen Schwarm dazugewonnen.
Speaker 2: Naja, Schwarm konnte man es eigentlich nicht so richtig nennen.
Speaker 2: RJ Lupin war nicht Professor Lockhart, den sie anfänglich jetzt wirklich blendend aussehend bezeichnet hatte, nur in Gedanken natürlich.
Speaker 2: Doch auf gar keinen Fall hatte sie für Lockhart geschwärmt wie fast alle anderen Mädchen ihres Jahrgangs sowie deren Mütter und Großmütter.
Speaker 2: Schon kurze Zeit später hatte sich dann herausgestellt, dass Gilderoy Lockhart tatsächlich ein Blender war, eine regelrechte Dumpfbacke und zudem ein Hochstapler und gemeiner Betrüger.
Speaker 2: Auch Lupin hütete irgendein Geheimnis, da war Hermine sich sicher.
Speaker 2: Warum lief ein Lehrer mit zerrissenen Umhängen durch die Schule auf die Gefahr hin, dass die Schüler ihren Respekt vor ihm verloren?
Speaker 2: Wie er bereits geschehen, dachte man an Melfoy und seine bissigen Bemerkungen am Tag ihrer Ankunft.
Speaker 2: Ron's Familie war zweifellos arm.
Speaker 2: Es klang zwar hochtrabend, dass Arthur Reesley im Zaubereiministerium arbeitete, Doch allzu viele Galeonen schienen dabei nicht herauszuspringen.
Speaker 2: Vielleicht war Lupin bisher ja auch nur wenig lukrativen Beschäftigungen nachgegangen.
Speaker 2: Spätestens, wenn er sein erstes Lehrergehalt bekam, würde sich sein Kleidungsziel sicher ändern.
Speaker 2: In Lupins erster Stunde blieben die Bücher zu und der Professor machte eine praktische, sehr lehrreiche und dennoch spaßige Übung mit ihnen.
Speaker 2: Die Verscheuchung eines Irrwichts.
Speaker 2: Obwohl sie selbst leider nicht mehr an die Reihe kam, weil Lupin kurz vorher die Stunde beendete, war diese Hermines Ansicht nach ein voller Erfolg.
Speaker 2: Die Tage vergingen.
Speaker 2: Mit dem Zeitumkehrer kam sie prima klar, allerdings war sie jetzt nach der letzten Stunde immer so müde, dass sie am späten Nachmittag in der Bibliothek fast einschlief.
Speaker 2: Einmal schlief sie sogar wirklich ein und so fand sie Madame Peans, die Bibliothekarin, kurz vor dem Abendessen den Kopf auf die Unterarme gelegt und in ein Arithmatik-Buch sabbernd.
Speaker 2: Während Harry sich auf die Quidditch-Saison vorbereitete und Ron zahllose Runden zauber Schach gegen sechs und siebt Klässler spielte, hatte sie so gut wie gar keine Freizeit und keine Hobbys mehr.
Speaker 2: Und wenn sie doch mal Zeit übrig hatte, verlangte Ron von ihr, krumm bei einem Auge zu behalten, was sie auch tat.
Speaker 2: Trotzdem schien es Kretze nicht besser zu gehen, was Ron natürlich auf ihren Kater schob.
Speaker 2: So kam es, dass die beiden sich immer öfter stritten.
Speaker 2: Es war einfach nicht mehr wie früher, als beide gut miteinander ausgekommen waren, obgleich es von Anfang an immer so gewesen war, dass Ron sich über ihren Ehrgeiz mokiert hatte und sie sich über seine und manchmal auch Harrys Faulheit.
Speaker 2: Das jetzt war jedoch kein Geplänkel mehr und das warme Gefühl, dass ich während des Sommers in Herminesbauch ausgebreitet hatte, wenn sie an ihn dachte und das nichts mit der Hitze in Südfrankreich zu tun gehabt hatte, war verschwunden.
Speaker 2: Trotzdem machte sie sich Hoffnungen, dass ein entspannter Tagesausflug nach Hawksmeade an Halloween alles wieder ins Lot bringen würde.
Speaker 2: Ein entsprechender Aushang tauchte Mitte Oktober am Schwarzen Brett des Gemeinschaftsraums auf.
Speaker 2: An diesem Abend verkrachten sich Ron und Hermine einmal mehr wegen ihrer Haustiere und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen stellte sich heraus, dass Harry nicht teilnehmen konnte, da sein Onkel die Einverständnis Erklärung nicht unterschrieben hat.
Speaker 2: sagte Hermini niedergeschlagen, als sie die schlechten Nachrichten vernahm.
Speaker 2: Ronn war nicht zugegen, er war mit Samt Kretze in den jungen Schlafsaal abgedampft und würde heute wohl nicht noch einmal zurückkommen.
Speaker 2: Vielleicht kann McGonagall ja was für mich tun, sie ist schließlich unsere Hauslehrerin.
Speaker 2: Das ist aber nicht dasselbe wie dein Formund Harry, Hermine zuckte mit den Schultern.
Speaker 2: Wie schade, ich hatte gedacht, es würde endlich mal was Schönes passieren an Halloween.
Speaker 1: Harry
Speaker 2: sah sie nur an, sein Blick verriet nichts.
Speaker 1: Nun…
Speaker 2: Fuhre sie schnell und mit verräterisch hoher Stimme fort.
Speaker 2: Ich denke da an Halloween vor zwei Jahren.
Speaker 2: Der Backtroll erinnerst du dich?
Speaker 2: Und dann letztes Jahr, da wurde die Kammer des Schreckens geöffnet.
Speaker 2: Halloween ist wie verhext, ist dir das mal aufgefallen?
Speaker 2: Deine Eltern wurden an Halloween ermordet, hätte sie jetzt noch hinzufügen können.
Speaker 2: Doch sie tat es nicht.
Speaker 2: Mary redete nie von sich aus darüber, also würde sie nicht diejenige sein, die dieses für ihn so schmerzliche Thema ansprach.
Speaker 2: Na, dann möchte ich lieber nicht wissen, was dieses Jahr passiert, mommelte Harry und kratzte sich dabei abwesend an seine Narbe.
Speaker 2: Wahrscheinlich wird das Krummenbein endlich gelingen, Kretze zu fangen und ihm den Gar auszumachen.
Speaker 2: Hermine's Hand fuhr hoch an ihre Kehle.
Speaker 2: Oh nein, bloß nicht, das wäre das Ende von Ron und mir, äh, also, äh, von unserer Freundschaft.
Speaker 2: Ist wahrscheinlich, gab Harry mit ausdruckslosen Gesicht zurück, als hätte er ihr Gestammel gar nicht bemerkt.
Speaker 2: Dann bringt Cyrus Black vielleicht besser mich um, fügt er anschließend mit Geigenhumor hinzu.
Speaker 2: Rückblickend gesehen hatte Herbie vielleicht wirklich eine stärkere Aura als sie musste Hermine zugeben.
Speaker 2: Zumindest, was dunkler Ahnungen anging.
Speaker 2: Halloween ist wie verhext.
Speaker 2: Dabei begangen der einundreißigste Oktober eigentlich ganz gut.
Speaker 2: Hermina war wirklich gespannt auf Hoxmead.
Speaker 2: Sie war abgesehen vom Bahnhof noch nie dort gewesen, hatte immer nur von den schönen Läden, den gemütlichen Gasthäusern und der heulenden Hütte gehört.
Speaker 2: Sie fühlte sich wie zerrissen, als sie sich zusammen mit Ron und einem Pulk Mitschüler gegen zehn Uhr auf den Weg ins Dorf machte.
Speaker 2: Einerseits tat ihr Harry wahnsinnig leid, weil er wegen einer fehlenden Unterschrift auf einem dummen Formular zurückbleiben musste.
Speaker 2: Andererseits wäre er mit von der Partie gewesen, hätte sich bestimmt irgendein Lehrer an seine Fersen geheftet, da es ja weder den Muggeln noch den Dementoren bisher gelungen war, den verrückten Serious Black wieder einzufangen.
Speaker 2: Andererseits war Hermine gespannt, wie es sein würde, einen ganzen Tag lang nur mit Ron zusammen zu sein.
Speaker 2: Sicher, sie würde nicht nur mit ihm durch die Gegend laufen, sondern auch mit Ginny, Fred und George und Pavati und Lavenda.
Speaker 2: Aber wenn Harry mit dabei war, waren sie meistens das eingeschworene Trio, das Kleplatt, das Miteinander und der Welt im Einklang und sich selbst genug war.
Speaker 2: So aber blieb Harry, der seinen Tarnumhang für den Fall der Fälle schon in die Innentasche seines Umhangs gestopft hatte, enttäuscht im Schloss zurück.
Speaker 2: Es war Hermine glücklicherweise gelungen, ihm ein für alle mal auszureden mitzukommen, indem sie ihn daran erinnerte, was Dumbledore am ersten Abend zur versammelten Schülerschaft gesagt hatte.
Speaker 2: Denkt nicht mal dran, Harry, hatte sie ihren Freund angefleht.
Speaker 2: Der Mentoren können spüren, wenn jemand unter einem Tarnumhang gesteckt hat, Dumbledore gesagt.
Speaker 2: Warum willst du das Schicksal unnötig herausfordern?
Speaker 2: Die Erinnerung an Dumbledores Warnung vom ersten Abend nach den Ferien hatte Harry scheinbar zu denken gegeben, denn er war mit hängenem Kopf davon geschlichen.
Speaker 2: Wieder erwarten, verstanden Hermine und Ron sich wirklich gut an dem Tag.
Speaker 2: Boxmeat war schaurig geschmückt und proppenvoll.
Speaker 2: Sie besuchten Zonkos Scherzartikeladen, gingen in den Honigtopf, wo sie Unmengen an magischen Sösigkeiten für Harry einkauften und mittags auf ein heißes Butterbier in die drei Besen, wo sich Passen zu Halloween eine große Anzahl seltener und teils Angst an flößender Kreaturen eingefunden hatte.
Speaker 2: Der einzige Moment, der etwas peinlich wurde, war der, als sie an Madame Padi Furt's Teeladen vorbeikamen, einem plüschigen Café, dem sein romantischer Ruf vorausgealt war.
Speaker 2: Dort trafen sich meist ältere Schüler, wusste Hermine von Lavenda, ausschließlich zu zweit, und dann saßen sie sich gegenüber, vor sich zum Erbrechen süße Getränke, etwa Liebestränke, und himmelten einander an bis zum Abwinken.
Speaker 2: Als sie über die Dorfstraße bummelten und wir aus heiterem Himmel auf das Café stießen, waren sie und Ron seltsamerweise plötzlich ganz allein auf weiter Flur.
Speaker 2: Sie sahen sich kurz an, wurden beide rot, taten, als wäre nichts gewesen und setzten schweigend und mit glühenden Ohren ihren Weg fort, eifrig nach einem Laden ausschauhaltend, in dem sie noch nicht gewesen waren.
Speaker 2: Auf dem Heimweg leuchteten dann die ersten Freudenfeuer auf den Hügeln ringsum.
Speaker 2: ein wunderbarer Anblick in der schnell eintretenden Abenddämmerung.
Speaker 2: Pünktlich zum Festmahl waren alle dann wieder zurück in der Schule und Ron und Hermine warfen einen riesigen Beutel Süßkram vor Harry auf den Tisch, der sichtlich froh war, dass nach der ungewöhnlichen Stille im Schloss jetzt wieder Trubel und Heiterkeit herrschte.
Speaker 2: Prof.
Speaker 2: Dumbledore hielt, wie immer an Halloween, eine kleine Ansprache.
Speaker 2: Hermine hörte zwar mit einem Ohr hin, war aber in Gedanken schon wieder bei ihrem Stundenplan.
Speaker 2: Dass in dieser Nacht der unsichtbare Vorhang zwischen der Welt der Lebenden und dem Totenreich besonders dünn oder gar durchlässig sei, ließ der Schulleiter seine Schüler wissen und das es galt, die Augen offen zu halten, da ungeheuerliche Dinge geschehen konnten.
Speaker 2: Mit einem unguten Gefühl im Bauch dachte Hermine an den Bergtroll und die Kammer des Schreckens.
Speaker 2: Die letzten zwei Monate waren für sie aufregend genug gewesen, mit all dem Stress, in sie wegen des Zeitumkehrs gehabt hatte.
Speaker 2: Sie sehnte sich nach Ruhe, nicht nach noch mehr Abenteuern.
Speaker 2: Warum siehst du die ganze Zeit zum Lehrertisch hin, fragte Hermine Harry, während sie sich, obwohl sie den Tag über schon so viel Süßes gegessen hatte, über den Hauptgang hermachte.
Speaker 2: Beobachtest du jemand Bestimmten?
Speaker 2: Um ehrlich zu sein Ja, sagte Harry mit nachdenklichem Gesichtsausdruck.
Speaker 2: Ich hatte heute ein zufälliges Gespräch mit Professor Lupin.
Speaker 2: Leise erzählte er den beiden, wie Lupin ihn auf dem Gang vor seinem Büro abgefangen hatte, um ihm einen Grindelot zu zeigen und was Harry dabei erfahren hatte.
Speaker 2: Ich hatte ja den Verdacht, dass er mich den Irrwicht extra nicht verzaubern ließ, weil, na ja, egal, und es stimmte.
Speaker 2: Er hat mich nicht rangenommen, weil er glaubte, dann würde Voldemort vor der Klasse stehen.
Speaker 2: Ron, der sich gerade den Mond mit Stake und Nierenpastete vollgestopft hatte, stöhnte, schag doch nicht immer scheinen Namen, mutte er mit vollen Backen.
Speaker 2: Hermine ignorierte ihn.
Speaker 1: Wirklich, das hat er geglaubt?
Speaker 2: Herr Renekte.
Speaker 2: Aber was echt seltsam war, ich wollte ihm gerade von den Dementoren erzählen, als es eine Tür klopfte und Snape reinkam.
Speaker 2: Ausgerechnet Snape.
Speaker 2: Seitdem die Geschichte von ihm in den Kleidern von Neville's Großmutter in der Schule rumgeht, ist er ziemlich schlecht auf Lupin zu sprechen.
Speaker 2: Und er schrecht von Neville, nuschelte Ron zwischen zwei Bissenpastete, und Hermine sah ihn strafend an.
Speaker 2: Jedenfalls, für Harry Ford, Als er reinkam, trug Snape eine Tasse mit einem dampfenden Getränk darin, von dem Lupin behauptete, es wäre zu seiner Stärkung.
Speaker 2: Ich hatte schon öfter den Eindruck, dass er krank ist oder es zumindest bis vor Kurzem noch war.
Speaker 2: Ja, vielleicht ist er erst kurz, bevor er seine Stellung als Lehrer antrat, genießen und noch nicht wieder so richtig auf dem Damm.
Speaker 2: Die Frage ist nur, warum sollte ausgerechnet Snape ihm helfen, gesund zu werden?
Speaker 2: Falls der ihn drum gebeten hat?
Speaker 2: Ron stierte jetzt ebenfalls höchst auffällig zum Lehrertisch hinüber, wo Lupin sich angeregt unterhielt und Snape wie immer schweigend und mit sauertöpfischer Mine saß und vor sich hinbrütete.
Speaker 2: Und der macht das auch noch?
Speaker 2: Harry stieß Ron in die Rippen und warf ihm einen zweifelnen Blick zu.
Speaker 1: Ich
Speaker 2: weiß ja nicht.
Speaker 2: Ich hatte ehrlich gesagt ein komisches Gefühl bei dem Gebräu, als ob es Lupin schaden könnte.
Speaker 2: Aber er hat anscheinend Vertrauen zu Snape, jedenfalls hat er das Zeug ohne mit der Wimper zu Zucken getrunken.
Speaker 2: Alles.
Speaker 2: Es scheint ihm aber doch gut zu gehen, oder?
Speaker 2: Hermine linnste diskret zu Lupin hinüber, der noch immer mit dem kleinen Professor Flitwick zu fachsimpeln schien.
Speaker 1: Ja,
Speaker 2: meinte Harry.
Speaker 2: Noch fügte Ron nicht allzu interessiert hinzu.
Speaker 2: Nach dem Festessen machten sich mehrere hundert Schüler mit preilgefüllten Bäuchen und schläfrig auf den Weg in ihre jeweiligen Gemeinschaftsräume.
Speaker 2: Es war spät geworden.
Speaker 2: Noch immer gaben sich Geister alle Mühe, Hogwarts möglichst gruselig wirken zu lassen, Sie schwebten lautlos von hinten heran und durch ihre Opfer hindurch, die sich vor Schreck und Kälte schüttelten, und Piefs, der Poltergeist, bewafft die Ravenclaws und Gryffindors auf dem Weg zu ihren jeweiligen Türmen, von den Treppen aus mit Stücken matschiger, teils schon verfolter Kürbisse, die über die letzten Tage hinweg aus der Küche gestohlen und irgendwo gehortert haben musste.
Speaker 2: Wie gesagt, bis hierhin war es ein wunderbarer Tag gewesen.
Speaker 2: Doch als Hermine und ihre Freunde inmitten von zahlreichen anderen Gryffindors auf dem letzten Treppenabsatz vor dem Gang mit dem Porträt der Fettendame anstehen mussten, da sich ein Rückstau gebildet hatte, merken sie schnell, dass sich etwas Ungeheures zugetragen haben musste, während sie unten in der großen Halle gesessen und gefeiert hatten.
Speaker 2: Zunächst war nicht ganz klar, was genau passiert war, denn es gab kein Durchkommen durch die Menge.
Speaker 2: Dann pflanzte sich von vorn nach hinten in der Traube von Schülern das Gerücht fort, das Gemälde sei zerstört und die Fettedame fehle.
Speaker 2: Aber erst nachdem der Schulleiter höchstpersönlich sich einen Weg durch die Menge gebahnt hatte, erfuhr man, was geschehen war.
Speaker 2: Die Fettedame war offenbar gezielt in die Flucht geschlagen worden von jemandem, der sich mit Gewalt Zutritt zum Gemeinschaftsraum der Gryffindors hatte verschaffen wollen.
Speaker 2: Und dieser Jemand war kein geringerer, a serious Black.
Speaker 2: Hab ich's dir nicht gesagt?
Speaker 2: Zwischte Hermine Harry zu, der direkt links von ihr stand, immer passieren schlimme Dinge an Halloween.
Speaker 2: Oh, wie recht sie damit doch hatte, dabei war das Schlimmste noch gar nicht geschehen.
Speaker 2: Und als es dann schließlich geschah, geschah es vollkommen lautlos, unbemerkt.
Speaker 2: Die Zeit an sich ist völlig geräuschlos, und doch hat sie einen langen Nachhall.
Speaker 2: Wie man es später auch drehte und wendete, für Hermine war alles zu spät.
Speaker 2: Heute gibt es das neunte Kapitel von Geline Zeit, zwei Umdrehungen von unbeschriebenes Blatt, ein bisschen kurzweilige Zerstreuung.
Speaker 2: Einen Großteil ihrer letzten halben Stunde im Jahr nineteenhundertneunzig verbrachte Hermine mit prall gefüllter Blase in der großen Halle.
Speaker 2: Sie hatte schon gemusst, als sie eine Viertelstunde zuvor von dort weggegangen war, doch sie wollte keinen der Gemeinschaftswachräume im Schloss aufsuchen.
Speaker 2: Dort war es jetzt im Herbst schon immer empfindlich kühl.
Speaker 2: Kein Vergleich zu dem beheizten Bad für Mädchen oben im Gryffindor-Turm.
Speaker 2: Außerdem hatte sie die Toiletten der unteren Stockwerke in den letzten zwei Monaten oft genug besucht, obwohl sie gar nicht musste.
Speaker 2: Erst vor zwei Wochen hatte sie es gewagt, den Zeitumkehrer zum ersten Mal außerhalb einer Toilette um eine Stunde zurückzusetzen.
Speaker 2: Danach hatte eine Fünftklässlerin sie wütend von hinten angestoßen, warum in Merlins Namen sie denn bloß so dämlich durch die Gegend hopsen müsse, sie sei schließlich keine Fünf mehr.
Speaker 2: Also doch wieder das Mädchenklo.
Speaker 2: Nachdem sich die Zugehörigen aller vier Häuser überstürzt wieder in der großen Halle eingefunden hatten, ließen die Lehrer sie in der Obhut von Percy Weasley und Penelope Clearwater die beide des Amtes Schulsprachers innehatten und ca.
Speaker 2: dreihundert roten, kuscheligen Schlafsäcken zurück.
Speaker 2: Die beiden Sipklässler gaben sich alle Mühe, ihren Mitschülern gut zuzureden, die Ängstlichen zu beruhigen und die Übermütigen zu bändigen.
Speaker 2: Doch schlafen wollte keiner.
Speaker 2: Alle waren wieder hellwach und die große Halle glich einem Ahrmeisenhaufen mit ein paar hundert roten über dem Boden verteilten Kokons.
Speaker 2: Serious Black, hier in Hogwarts, hat ihn echt jemand gesehen?
Speaker 1: Was will er denn hier?
Speaker 2: Hat er die fette Dame umgebracht?
Speaker 2: Harry, Ron und Hermina hatten ein wenig Abseits drei Schlafsäcke zusammengelegt und sich darauf niedergelassen.
Speaker 2: Ich verstehe das nicht, platzte Ron heraus.
Speaker 2: Habt ihr mitbekommen, wo die fette Dame ist?
Speaker 2: Was genau ist eigentlich passiert?
Speaker 2: Blacksor mit irgendwas auf sie eingestochen haben, meinte Harry Ernst.
Speaker 2: Aber sie konnte wohl fliehen, nur das Porträt ist kaputt.
Speaker 2: Wer hat sie denn gesehen, ist bei der Hermine gereizt.
Speaker 2: Vielleicht ist das alles nur ein schlechter Halloween-Scherz.
Speaker 2: Ich meine, gesehen zu haben, wie Dumbledore mit Piefs redete, er muss die fette Dame irgendwo anders im Schloss entdeckt haben.
Speaker 2: Harry, äußerlich völlig ruhig, kratzte sich zum wiederholten Mal an seiner Narbe.
Speaker 1: Piefs?
Speaker 2: schnaubte Hermine abfällig.
Speaker 1: Tut mir leid, aber das
Speaker 2: ist doch ein Witz.
Speaker 2: Wer glaubt denn etwas, was
Speaker 1: Piefs sagt?
Speaker 2: Vielleicht war es einfach einer seiner eigenen Streicher, ein ganz geschmackloser diesmal.
Speaker 2: Ron wiegte seinen Kopf zweifelnd hin und her.
Speaker 2: Piefs hat Respekt vor Dumbledore, wusstest du das nicht?
Speaker 2: Du weißt doch sonst immer alles.
Speaker 2: Also ich glaube, dass er Dumbledore gegenüber die Wahrheit gesagt hat.
Speaker 2: Er sah Hermine genauer an.
Speaker 2: Sag mal, warum rutschst du denn die ganze Zeit so hin und her?
Speaker 2: Weil ich schon seit fast einer Stunde dringend auf die Toilette muss, zischte Hermine zurück.
Speaker 2: Ich habe während des Abendessens zu viel Kürbessaft getrunken.
Speaker 2: Wenn ich noch länger hier sitze, muss mache ich mir in die
Speaker 2: Hose.".
Speaker 2: Dann geht zu Penelope und sagt ihr das, sie lässt sich sicher kurz rausgehen.
Speaker 2: Harry schüttelte den Kopf.
Speaker 2: Ich habe deutlich gehört, dass niemand die Halle verlassen darf, bis die Lehrer das ganze Schloss durchsucht haben.
Speaker 2: Hermine zog einen Flunsch.
Speaker 2: Aber das kann noch Stunden dauern, das halte ich nicht aus, sagte sie weinerlich und wechselte zum nächsten Mal die Sitzposition, damit sie ihre volle Blase nicht so spürte.
Speaker 2: Fred und George näherten sich denn rein, wie immer schien die Zwillinge nicht besonders beunruhigt, ob der aufregende Ereignisse zu sein.
Speaker 2: Grinsend ließen sie sich links und rechts von Hermine auf deren Schlafsack nieder.
Speaker 2: Kommt dein Testral in eine Bar, begann Fred.
Speaker 2: Fragt der Barkeeper, wieso so ein langes Gesicht?
Speaker 2: beendet der George den Witz.
Speaker 2: Was geht ab, Leute?
Speaker 2: Was ist dein Testral?
Speaker 2: fragt der Harry, doch keine Antwortete ihm.
Speaker 2: Freds Gesicht
Speaker 1: leuchtete
Speaker 2: vor Aufregung.
Speaker 2: Sag mal ehrlich, glaubt ihr das, das Serious Black?
Speaker 2: Einfach so in unserem schönen Schloss herumspaziert?
Speaker 2: Ergänzte George.
Speaker 2: Harry zuckte schweigen mit den Schultern und auch Ron wusste nichts zu sagen.
Speaker 2: Hermine ergriff das Wort.
Speaker 2: Nein, ehrlich gesagt, ich glaube es nicht.
Speaker 2: Peeves muss sich das ausgedacht haben.
Speaker 2: Hogwarts ist mindestens so sicher wie Gringoths.
Speaker 2: Hier kann niemand einfach so einbrechen.
Speaker 2: Die fünf unterheten sich, eine Weile leise.
Speaker 2: Hermine jedoch wurde immer nervöser.
Speaker 2: Wenn sie nicht bald auf die Toilette durfte, würde noch ein Unglück geschehen.
Speaker 2: Fred trug einem Beutel bei sich, auf dem das Logo von Zonkos Scherzartikeladen zu sehen war.
Speaker 2: Etwas abwechslungsgefällig, fragten die Zwillinge unisono.
Speaker 2: Bevor jemand antworten konnte, hatte Fred den Beutel geöffnet und ein unauffälliges schwarzes Kästchen herausgenommen.
Speaker 1: Das habe ich heute
Speaker 2: Morgen bei Zonkos gekauft, die neuste Variante von Dr.
Speaker 2: Philipp Bustas fabelhaftem, nass zündenden, hitzefreien Feuerwerk.
Speaker 2: Versprüht angeblich extrem gute Laune und positive Energie und die Zeit geht um wie nichts.
Speaker 2: steht zumindest auf der Verpackung.
Speaker 2: Und können wir das nicht alle gerade gebrauchen, meinte George, ein bisschen kurzweilige Zerstreuung?
Speaker 2: Er nahm seinen Zauberstab aus der Tasche seines Umhangs und tippte mit dessen Spitze ein kurzes Stück Schnur an, das an einer Seite des Kästchens herausflugte.
Speaker 2: Sie entzündete sich, sprühte Funken, die sich bis zum Rand des Kästchens fortsetzten.
Speaker 2: Als bald begann dieses zu zittern und plus sette sich deutlich auf.
Speaker 2: Rauchschwaden stiegen empor und man konnte ein leises Puckern hören.
Speaker 2: Ist mir egal, ich gehe jetzt aufs Klo, sorgte Hermine Brüsk und sprang auf.
Speaker 2: Dabei beugte sie sich nur eine Sekunde lang vor und kam so der rauchenden Schachtel gefährlich nahe.
Speaker 2: Vorsicht, rief Red, doch da war es schon zu spät.
Speaker 2: Feuerzungen in allen Farben des Regenbogens schossen aus dem Behältnis hervor und begangen das Mädchen zu attackieren.
Speaker 1: Was zum Teufel?
Speaker 2: Rief Hermine wütend, furchtelte mit den Armen und versuchte ihr Gesicht, vor allem ihre Augen vor den Flammen zu schützen.
Speaker 2: Diese schienen es jedoch auf sie abgesehen zu haben, denn bald stand sie im Zentrum von winzigen, explodierenden Feuerwerkskörpern, die von unten zu ihr empor schossen.
Speaker 1: Verdammt, macht es das aufhört!
Speaker 2: Sie drehte sich weg und störperte in Richtung Ausgang der Halle davon, doch die Feuerzungen folgten hier auf dem Fusser.
Speaker 1: Juppe ich,
Speaker 2: baunte George Harry und Ron zu.
Speaker 2: Sie stürzen sich immer auf denjenigen mit der schlechtesten Laune in der näheren Umgebung.
Speaker 2: Na, ob ihre Laune davon besser wird, fragte Ron
Speaker 1: zweifelnd.
Speaker 2: Währenddessen versuchte Hermine vergeblich, sich das Mini in Fernos zu erwehren.
Speaker 2: Glücklicherweise war der Scherzartikel nicht allzu ergibig, sodass die bunten Flammen nach ungefähr eine halbe Minute erloschen.
Speaker 2: Stinksauer kehrte sie zu den vier Jungs zurück.
Speaker 2: Sag mal, habt ihr sie noch alle?
Speaker 2: Schaut euch nur meine Pulli an!
Speaker 2: Von wegen Scherzartikel, das hier
Speaker 1: sind Brandlöcher.
Speaker 2: Anklagen straffte sie den Stoff, sodass jeder es sehen konnte.
Speaker 2: Mindestens ein halbes Dutzend Löcher mit schwarz-braunen Rändern zierten ihr Oberteil.
Speaker 2: Warum musstest du auch gerade in dem Moment aufstehen, wo das Ding losging?
Speaker 2: meint der Fred ungerührt.
Speaker 2: Und wenn man dann auch noch schlechte Laune hat?
Speaker 1: Ich
Speaker 2: hab keine schlechte Laune, giftet der Hermine.
Speaker 2: Ich muss nur ganz dringend auf die Toilette und darf nicht.
Speaker 2: Mit diesen Worten drehte sie sich wieder oben und stachste davon.
Speaker 2: Wenn sie die große Halle alleine nicht verlassen durfte, musste sie sich eben Penelope schnappen und diese Zwingen mit ihr zu gehen.
Speaker 2: Sogar der Zustand ihres Pullovers war ihr in dem Moment herzlich egal.
Speaker 2: Es wird schon auch wirken.
Speaker 2: Hörte sie George hinter sich zu den anderen sagen, bevor sie sich durch die vielen anderen Schüler hindurch drängte, um zu den Türen zu kommen.
Speaker 2: Penelope hatte, wie sich herausstellte, zwar Verständnis für Hermine's Situation, war aber nicht gewillt, die Drittklässlerin zum nächstgelegenen Waschraum zu begleiten.
Speaker 2: Tut mir Leid, Hermine, aber wir haben unserer Anweisungen, sagte sie mit einem entschuldigenden Schulterzucken.
Speaker 2: Niemand darf die große Halle verlassen, du musst leider noch etwas einhalten.
Speaker 2: Aber wenn ich gleich einen von den Lehrern sehe, werde ich fragen, ob es nicht möglich ist, diejenigen Schüler, die man müssen, auf die Toilette zu begleiten.
Speaker 2: Hermine verdrehte die Augen.
Speaker 2: So lange kann ich nicht warten, Penelope.
Speaker 2: Oder kennst du vielleicht einen Zauber, der verhindert, dass ich mich gleich einnässe?
Speaker 2: Penelope sah sie groß an.
Speaker 2: Nein, leider nicht.
Speaker 2: Aber ich darf dich nicht durchlassen.
Speaker 2: Percy und ich sind für euch verantwortlich.
Speaker 2: Dann sah sie Hermine genauer an.
Speaker 2: Warum hast du Brandlöcher in deine Pulli?
Speaker 2: Egal.
Speaker 1: Der Druck auf ihrer
Speaker 2: Blase war kaum mehr auszuhalten.
Speaker 2: Gleichzeitig geschah etwas Seltsames mit Hermine.
Speaker 2: Sie fühlte sich leicht, fast beschwingt, irgendwie optimistisch und ein bisschen wagemutig, wenn nur ihre volle Blase nicht gewesen wäre.
Speaker 2: Sie ließ Penelope stehen und lief durch die Menge zurück zu den anderen, die anscheinend wieder über Serious Black diskutierten.
Speaker 2: Zumindest Ron und seine Brüder taten das, Harry saß teilnahmslos daneben und schien in Gedanken versunken zu sein.
Speaker 2: Kein Wunder, er musste ja davon ausgehen, dass Black Ian vor Augen gehabt hatte, als er versuchte, in den Gryffindor Turm zu kommen.
Speaker 2: Sie näherte sich ihm von hinten und zupfte an seinem Umhang.
Speaker 2: Harry fragte sie leise, damit es keiner von den anderen mitbekam.
Speaker 2: Harry wandte sich um.
Speaker 2: Was ist, haben sie dich gehen lassen?
Speaker 2: Emine schüttelte wie Hermant den Kopf.
Speaker 2: Nein, ich brauche deine Hilfe.
Speaker 2: Hast du deinen Talumhang noch bei dir?
Speaker 1: Kapitel zehn.
Speaker 1: Jetzt oder nie.
Speaker 1: Überrascht, startte Harry Hermine an.
Speaker 1: Äh, ja, ich hab ihn noch dabei.
Speaker 1: Aber was willst du damit?
Speaker 1: Hermine stöhnte gequält auf.
Speaker 1: Was glaubst du
Speaker 2: denn?
Speaker 1: Ich muss so nötig.
Speaker 1: Bitte gib ihn mir, Harry.
Speaker 1: Ich bin in fünf Minuten wieder hier.
Speaker 2: Weder Black
Speaker 1: noch einer der Lehrer werden merken, dass ich da draußen bin.
Speaker 1: Soll ich nicht lieber mitkommen?
Speaker 1: flüsterte Harry.
Speaker 1: Jetzt kam er jedoch ein wenig beunruhigt vor.
Speaker 1: Nein, auf dich achtet man.
Speaker 1: Keine Angst, ich bin wirklich im Handumdrehen wieder
Speaker 2: da.
Speaker 1: Okay.
Speaker 1: Harrys Hand fuhr unter seinen Umhang und zog das Vermächtnis seines Vaters aus dessen Innentasche hervor.
Speaker 1: Hier, ich gebe dir Deckung beim Überziehen.
Speaker 2: Und vor allem pass
Speaker 1: gut auf dich auf.
Speaker 1: Ron, Fred und George hockten noch immer im Dreieck zusammen und redeten sich die Köpfe wegen Blackheis.
Speaker 1: Die Zwillinge schienen seltsamerweise ebenfalls der Ansicht zu sein, dass Black sich sehr wohl im Schloss aufhalten konnte.
Speaker 1: Als Ron fragte, warum sie sich da so sicher wären, erhielt er jedoch keine Antwort.
Speaker 1: Harry schirmte Hermine gegen die Schüler ab, die in Krüppchen zusammenstanden und sich mit leisen, eindringlichen Stimmen unterhielten, während Hermine sich mit einer einzigen schnellen Bewegung den Unsichtbarkeitsumhang überwarf.
Speaker 2: Danke!
Speaker 1: Bisperte sie Harry Eiligt zu, dann umrundete sie zügig die Schülergruppen in respektvollem Abstand und lief zu den hohen Türen zurück, die ihn die Eingangshalle führten.
Speaker 1: Nervös auf der Stelle trippelnd wartete sie ab, bis sowohl Percy als auch Benelope ihr den Rücken zukehrten.
Speaker 1: Dann öffnete sie unauffällig den rechten Türflügel und schlüpfte mit gezücktem Zauberstab rasch durch den Spalt.
Speaker 1: Die nächstgelegene Toilette war nicht besonders weit entfernt, Sie lag gegenüber vom Eingang zu großen Halle in dem Breitengang, der hinunter in die Kerke führten.
Speaker 1: Unter normalen Umständen miet Hermine diesen Ort.
Speaker 1: Er war sozusagen schon Slytherin-Gebiet.
Speaker 1: Im Laufen kniff sie ihre Oberschenkel so gut das Gingen fest zusammen.
Speaker 2: Es war wirklich allerhöchste Zeit.
Speaker 1: Währenddessen musste sie aufpassen, dass sie nicht über den Saum des Umhangs stolperte, unter dem sich ein erwachsener Mann verbergen und dabei aufrecht gehen konnte.
Speaker 1: Das Schloss lag nachtstill und stumm da, von den Lehrern oder den Geistern war keiner zu sehen.
Speaker 1: Hermine schaffte es bis zur Toilette, ohne sich einzunessen, allerdings störperte sie kurz vor dem Ziel doch noch.
Speaker 1: Jedoch nicht, wie zu erwarten gewesen wäre, über den Umhangsaum, sondern über etwas Großes, überraschend Weiches, was urplötzlich vor ihren Füßen auftauchte.
Speaker 1: Als sie dagegen trat, fauchte es leise und sprang zur Seite.
Speaker 1: Entfuhr es Hermine entnervt.
Speaker 1: Was hast du denn hier zu suchen?
Speaker 1: Eigentlich war es nicht ungewöhnlich, dass sich die Katzen der Schüler des Nachts im Schloss oder draußen auf den Ländereien herumtrieben.
Speaker 1: Es gab magisch modifizierte Katzenklappen an schwer zugänglichen Stellen, die so gesichert waren, dass kein anderes Geschäft ins Schloss gelangen konnte.
Speaker 1: Jetzt gerade konnte sie ihr neues Haustier jedoch überhaupt nicht gebrauchen.
Speaker 1: Sie stießt die Tür zum Klo auf, stürmte hindurch, öffnete noch im Vorraum ihren Hosenknopf und riss sich den Umhang mit einem Ruck vom Kopf.
Speaker 1: Endlich in der Kabine angekommen, warf sie die Tür hinter sich zu, schloss sich ein, legte ihren Zauberstab vor sich auf den Steinboden, zerrte sich Hose und Unterhose herunter und säufzte laut
Speaker 2: auf vor Erleichterung,
Speaker 1: als es unter ihr zu plätschern begann.
Speaker 1: Noch nie schien ihre Erleichterung so groß gewesen zu sein, Eine Weile saß sie bloß mit geschlossenen Augen da und entspannte sich.
Speaker 1: Während sie auf dem Klo hockte, dachte Hermine über die jüngsten Ereignisse nach.
Speaker 1: Mit einem Mal führte sie sich sowohl
Speaker 2: erleichtert
Speaker 1: als auch beschwingt und konnte zum ersten Mal seit Langem wieder richtig denken.
Speaker 1: War Serious Black wirklich ins Schloss eingedrungen?
Speaker 2: Würden die Lehrerspuren
Speaker 1: von ihm finden?
Speaker 1: Vielleicht hatten auch andere Porträtbewohner ihn gesehen, nicht nur die fette Dame.
Speaker 1: Hermina war immer noch argwönig, was sie und Piefs anging.
Speaker 2: Der Poltergeist
Speaker 1: war in ihren Augen ein verlogener Tunichtgut und die Frau eine echte Drama Queen.
Speaker 1: Ihr traute sie durchaus
Speaker 2: zu,
Speaker 1: dass sie maßlos übertrieb, nur um Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
Speaker 1: Der Job der Türwächterin war ihr viel zu langweilig, daraus machte sie nämlich keinen Hehl.
Speaker 1: Auf einmal kam Hermine ein Gedanke.
Speaker 1: Ein so ungeheuerlicher Gedanke, dass sie sich auf dem Klo sitzend mit der flachen Hand vor die Stirn schlug.
Speaker 1: Warum nur liefen Dumbledore und McGonagall gerade mit gezückten Zauberstäben durch das ganze Schloss auf der Suche nach Black?
Speaker 1: Es gab doch einen viel einfacheren Weg herauszufinden, was passiert war oder gar ihn festzusetzen.
Speaker 1: Sie hätten doch einfach nur auf sie Hermine zugehen müssen.
Speaker 2: Sie besaß schließlich
Speaker 1: einen Zeitumkehrer.
Speaker 1: Wieso bloß waren weder sie noch
Speaker 2: der Schulleiter,
Speaker 1: der zweifellos davon wusste, denn auch er hatte seine Genehmigung in der Sache erteilen müssen, noch seine Vertreterin auf die Idee gekommen, ihn zu benutzen.
Speaker 1: Hermine sprang auf.
Speaker 1: Sie war heilos überfordert.
Speaker 1: Was sollte sie tun?
Speaker 1: Wenn sie jetzt losrannte, um einen der beiden zu finden, wäre die Chance herauszufinden, was wirklich passiert war, bestimmt vertan, denn sie hatten nur eine Stunde Zeit für die Aktion, Maxima II.
Speaker 1: Weiter konnte der Zeitumkehrer nämlich gar nicht zurückgedreht werden, das hatte sie während der letzten vier Wochen mehr oder weniger zufällig festgestellt.
Speaker 1: An einem Tag Mitte Oktober, als sie ganz besonders gestresst gewesen war und von Arithmatik zurück zu Muggelkunde hatte springen wollen, hatte sie den inneren Ring mit etwas zu kräftig gedreht und im selben Augenblick einen heiden Schreck
Speaker 2: bekommen.
Speaker 1: Trotz des Schwungs hatte der Ring sich nach der zweiten Umdrehung selbst blockiert, Boraussi geschlossen hatte, dass es wohl doch so eine Art eingebaute Sicherung geben musste, die wahrscheinlich von den Verantwortlichen im Ministerium nachträglich hinzugefügt worden war, um dafür zu sorgen, dass kein Unglück geschah.
Speaker 1: Davon hatte in den Papieren zwar nichts gestanden, nichtsdestotrotz hatte diese Erkenntnis, sie zu dem Zeitpunkt als es geschah, unheimlich erleichtert, obwohl sie eine geschlagene Stunde in ihrer Toilettenkabine hatte verbringen müssen, da sie ja niemand sehen durfte.
Speaker 1: Hermine dachte fieberhaft nach.
Speaker 1: Wann genau war das Gemälde vor dem Eingang zum Turm der Gryffindors von wem auch immer zerstört worden?
Speaker 1: Davor gestanden hatte sie mit all den anderen Schülern vor ungefähr eine halben Stunde, vielleicht etwas weniger.
Speaker 1: Wenn die Zeit innerhalb der nächsten Minute oder so um eine Stunde nach hinten gedreht wurde, bestand vielleicht noch der Bruchteil einer Chance herauszufinden, was genau vorgefallen war.
Speaker 1: Sollte sie jetzt so schnell wie möglich versuchen, einen der beiden Lehrer zu finden?
Speaker 1: Oder besser zurück in die große Halle zu Harry und Ron laufen und sie bitten mitzukommen?
Speaker 1: Erstens würden auch dabei kostbare Minuten verinnern, da sie alles würde erklären müssen.
Speaker 1: Außerdem durften ihre Freunde ja eigentlich gar nichts von dem Zeitumkehrer wissen.
Speaker 1: Und wenn sie doch einen der beiden Lehrer suchte, damit entweder Dumbledore oder McGonagall um zwei Stunden zurück durch die Zeit reisten, würden sie das überhaupt tun?
Speaker 1: Professor McGonagall hatte Hermine ja schon in ihrem ersten Gespräch über den Zeitumkehrer dahingehend gewarnt, dass die Gefahr umso größer wurde, je weiter man in die Vergangenheit zurücksprang.
Speaker 1: Doch was sollte an einer einzigen Stunde mehr auszusetzen sein?
Speaker 1: Nein, entschied Hermine aus dem Bauch heraus.
Speaker 1: Wenn sie sich für eine der beiden Möglichkeiten entschied,
Speaker 2: würde
Speaker 1: es eventuell zu spät sein.
Speaker 2: Sie musste jetzt sofort
Speaker 1: handeln.
Speaker 1: Zwei Umdrehungen konnten nicht schaden.
Speaker 1: Natürlich würde sie sich black, falls tatsächlich der flüchtige Verbrecher für den Vorfall vor dem Porträtloch verantwortlich war, nicht nähern, sie war ja nicht übergeschnappt und überschätzte auch ihre Fähigkeiten als unerfahrene junge Hexe in der dritten Klasse nicht.
Speaker 1: Davon abgesehen hatte sie ja immer noch den Tarnumhang, der sie schützte.
Speaker 1: Aber sie hegte doch Aage Bedenken, was die Richtigkeit der Informationen anging, die zu ihr durchgedrungen waren.
Speaker 1: In Windeseile richtete sie ihre Kleidung, hob ihren Zauberstab auf, Griff nach der Kette des Zeitumkehrers und so ging unter ihrer Kleidung hervor.
Speaker 1: Als sie an sich herunter sah, fiel ihr Blick auf die Brandlöcher in ihrem Oberteil.
Speaker 1: Eines davon, etwa in Höhe ihres Bauchnabels, hat sie die Größe eines Bronzeknuts.
Speaker 1: Oh, sie würde Fred und George dafür verhexen, dass sie ihr den Pulli ruiniert hatten.
Speaker 1: Doch jetzt war nicht die Zeit, sich deswegen zu grämen.
Speaker 1: Gerade wollte sie das Stundenglas umdrehen, als ein orange-rotes Fellknoll durch den handbreiten Spalt unter der Tür fuhr und sich an ihrem Hosenbein festklammerte.
Speaker 1: Crumbbein war seinem Frauchen auf die Toilette
Speaker 2: gefolgt.
Speaker 1: Hermina stieß einen lauten Schmerzenschrei aus, der sich wie das durchdringende Häulen eines Wehrwolfes anhörte, ließ den Zeitumkehrer los und versuchte Crumbbein mit beiden Händen und ihrem Zauberstab wegzuschieben.
Speaker 1: Was ist denn in dich gefahren?
Speaker 1: Lass mich los, ich muss weg und du kannst nicht mitkommen!
Speaker 1: Doch der Carter dachte gar nicht, daran loszulassen, und Hermine bekam jetzt am eigenen Leib zu spüren, wie es Ronn ergehen musste, wenn Krumbein sich auf Kretze stürzte, der sich oft in einer von Ronn's Kleidertaschen versteckte.
Speaker 1: Sie wurde immer hektischer.
Speaker 1: Süßer, ich kann
Speaker 2: jetzt nicht spielen,
Speaker 1: lass mich los, du tust mir weh!
Speaker 1: Harem bloß führte Sastir sich so penetrant auf.
Speaker 1: Krumbein und sie hatten eine liebevolle Beziehung zueinander aufgebaut.
Speaker 2: Er war sehr loyal
Speaker 1: und schlief jeden Abend neben ihrem Bett ein, bevor es irgendwann nach Mitternacht wieder verließ, um alleine auf nächtliche Wanderschaft zu gehen.
Speaker 1: Jetzt jedoch war er außer Rand und Band.
Speaker 1: Als Hermine sich zu ihm hinunterbeugte, um ihn zu beruhigen und gleichzeitig zu verscheuchen, angelte er mit der Pfote nach dem Zeitumkehrer, als wollte er versuchen, ihr Diesen zu entreißen.
Speaker 1: Eine seiner Spitzenkralen verhagte sich tatsächlich in einem der Ringe, und der Kater hängte sich mit seinem ganzen Gewicht daran.
Speaker 1: Erschrocken trat Hermine nach ihrem Schatz, wenn er den Zeitumkehrer beschädigte, wäre ihr ganzer schöner Plan dahin und obendrein ihr erweiterte Stundenplan, auf den sie so stolz war.
Speaker 1: Es tat ihr in der Seele weh, ihren geliebten Kater so hart anzugehen, aber er musste unbedingt von ihr ablassen, denn noch immer hatte Hermine McGonagas Warnung über Menschen, und ganz sicher auch diese auch für Tiere
Speaker 2: im Kopf,
Speaker 1: mit denen sie außerhalb der Kette verbunden war, wären sie in der Zeit zurücksprang.
Speaker 1: Ein Unglück war schnell geschehen, und in den allermeisten Fällen ließ es sich auch nicht mehr ungeschehen machen.
Speaker 1: Krummbaien miaute und fauchte unterdessen aufs Erbärmlichste.
Speaker 1: Er gebärdete sich wie ein tollwütiger, hieb seine Krallen wie der Holt in Hermines linkes Hosenbein, versuchte verzweifelt, an ihr hochzuklettern.
Speaker 1: Hermine pflückte ihn mit Gewalt von sich ab, schob ihn mit dem Fuß soweit es ging weg und fasste wieder nach dem Zeitumkehrer jetzt oder nie.
Speaker 1: Sie drehte die Sanduhr und im selben Moment geschahen mehrere Dinge gleichzeitig.
Speaker 1: Hermines rechter Zeigefinger drehte das kleine Stundenglas im selben Augenblick, als sie merkte, dass sie vergessen hatte, sich den Tarnumhang überzuziehen.
Speaker 1: Heißer Schrecken durchzuckte sie und ohnehin zu sehen, langte sie mit ihrer linken Hand nach dem dünnen Stoff, den sie zwei Minuten zuvor in alle Eile über die Türklinke geworfen hatte.
Speaker 1: Dabei entglitt ihr ihr Zauberstab, den sie festgepackt hatte, doch ihre Handfläche war mittlerweile so feucht von Schweiß, dass ihr das glatt polierte Holz einfach wegrutschte.
Speaker 1: Gleichzeitig spürte sie zum wiederholten Male einen stechenden Schmerz am Schienbein, Dabei musste es sich wohl um Krumbein handeln, der den Wimpernschlag eines Augenblicks, in dem sie wegen des Umhangs abgelenkt war, dazu nutzte sie von neuem Frontal anzuspringen.
Speaker 1: Doch das war nicht das Schlimmste bei Weitem nicht.
Speaker 1: Da sie unter enormen Zeitdruck stand, hatte Hermina die Fassung des Stundenglases anscheinend kräftiger gedreht als sonst.
Speaker 1: Es konnte ja nichts passieren, da die Zwei-Stundensperrung vorhanden war, Jedenfalls dachte sie das.
Speaker 1: Vor ihren Augen begann das Stundenglas, sich in rasendem Tempo zu drehen, so schnell, dass seine Konturen vor Hermines Augen
Speaker 2: verschwammen.
Speaker 1: Da war keine Sperre, weder nach zwei Umdrehungen, noch nach zwanzig.
Speaker 1: Im Gegenteil, alle drei Ringe drehten sich plötzlich
Speaker 2: wie wild
Speaker 1: durcheinander, um so eine wirbelnde Kugel zu bilden.
Speaker 1: Farben wehten ein je vorbei, Fetzen von Stimmen, es wurde abwechselnd hell und dunkel um sie herum und das in immer kürzeren Abständen.
Speaker 1: Ähnlich wie bei dem Stroposkoplicht, das sie vergangenes Jahr anlässlich der Hochzeitsfeier einer ihrer Cousinen erlebt hatte.
Speaker 1: Das
Speaker 2: gleißende,
Speaker 1: zuckende Licht hatte die Tanzfläche der gemieteten Scheune in eine Disco verwandelt.
Speaker 1: Hermine wurde schwindelig und sie versuchte verzweifelt, an den glatten Wänden der Toilettenkabine halt zu finden.
Speaker 1: Der Schmerz in ihrem linken Unterschenkel war beinah unerträglich, doch es gelang ihr nicht einmal, sich herunterzubeugen, um krummbein abzuschütteln.
Speaker 1: So drehte
Speaker 2: sich ihr der Kopf.
Speaker 1: Am Ende hätte sie nicht sagen können, wie lange der Zustand angehalten hatte, denn irgendwann verlor sie das Bewusstsein und sagte ohnmächtig auf dem kalten Steinboden zusammen.
Speaker 2: Als sie erwachte,
Speaker 1: war ihr erstes Gefühl Schmerz.
Speaker 1: Ihr linkes Bein tat unheimlich weh.
Speaker 1: Hermine öffnete die Augen und sah, dass das Bein in einem Winkel in der engen Toilettenkabine lag, der ganz eindeutig nicht bequem aussah.
Speaker 1: Stönend richtete sie ihren Oberkörper auf und sah sich um.
Speaker 1: Sie hatte keine Ahnung, wo sie sich befand, das einzige, was sie wusste, war, dass es sich bei dem engen Raum um eine Toilettenkabine handeln musste.
Speaker 1: Es kam ihr vor, als hätte sie stunden geschlafen und dabei äußerst schlecht und unzusammenhängend geträumt.
Speaker 1: An keines der Traumbilder konnte sie sich erinnern.
Speaker 1: Ihre Erinnerung kehrte nur langsam zurück, das Halloween fest, Serious Black, der das Porträt der Fetten damit zerstört haben sollte, das Warten in der großen Halle.
Speaker 1: Und sie, die unbedingt auf die Toilette
Speaker 2: hätte
Speaker 1: gehen müssen, Und zwar unter Harrys Tarnumhang, sie blinzerte.
Speaker 1: Wo hatte sie den eigentlich gelassen?
Speaker 1: Noch immer auf dem kalten Boden sitzend blickte sie sich um.
Speaker 1: Der für Harry so wichtige Umhang waren irgendwo zu sehen.
Speaker 1: Hatte sie ihn vielleicht versehentlich mit dem Fuß durch den Spalt unter den Trennwänden geschoben, als sie zu Boden gesunken war?
Speaker 1: Mühsam drehte sie sich
Speaker 2: um
Speaker 1: und kniete sich hin.
Speaker 1: Heftiger Schmerz, der von ihrem verdrehten Bein ausging, ließ sie aufkäuchen.
Speaker 1: Wenn der Schmerz morgen nach dem Aufstehen noch so heftig
Speaker 2: ist,
Speaker 1: sollte ich den Krankenflügel besuchen.
Speaker 1: Mit zitternden Armen ließ sie sich ein Stück hinunter sinken und versuchte, in die angrenzenden Kabinen rechts und links hineinzuspähen.
Speaker 1: Nichts.
Speaker 1: Auch hinter der Tür zum Vorraum lag kein Umhang.
Speaker 1: Und noch etwas fehlte.
Speaker 1: Ihr Zauberstab.
Speaker 1: Das Schlimme war, dass er sich beim besten Willen nicht erinnern konnte, was mit ihm passiert
Speaker 2: war.
Speaker 1: Sie hatte ihn doch die ganze Zeit in der Hand gehabt.
Speaker 1: Nur für die Minute oder zwei, die sie auf der Kloschüssel gesessen hatte, hatte sie ihn beiseite gelegt.
Speaker 1: Oder?
Speaker 1: Hermine traute sich nicht, die Tür zum Waschraum zu öffnen.
Speaker 1: Niemand darf dich sehen, flüsterte eine ätherische Stimme von irgendwo weiter in ihrem Kopf.
Speaker 1: Stattdessen beugte sie sich soweit es ging hinunter, um noch einmal dem Boden jenseits ihrer Kabine mit Blicken abzusuchen.
Speaker 1: Der Zeitumkehrer baumelte Munter an seiner Kette von ihrem Hals herab, kam auf dem schmutzigen Boden zu liegen.
Speaker 1: Noch immer benommen, nahm Hermine ihn auf und betrachtete das gefährliche Geschmeide mit zusammengekniffenen Augen von allen Seiten.
Speaker 1: Was war passiert, bevor sie bewusstlos geworden war?
Speaker 1: Dass sie unter dem Tarnumhang aufs Klo gegangen war, daran erinnerte sie sich noch gut.
Speaker 1: Doch was danach passiert war,
Speaker 2: war irgendwie
Speaker 1: schwammig, vernebelt.
Speaker 1: Krumbein!
Speaker 1: fiel er plötzlich wieder ein.
Speaker 1: Sie war im Korridor
Speaker 2: fast über
Speaker 1: ihn gestolpert.
Speaker 1: Und als sie auf dem Klo gesessen hatte, da war er auch gewesen.
Speaker 1: Ihr Bein!
Speaker 1: Hermine zugehosenbein hoch und keuchte
Speaker 2: leise auf.
Speaker 1: Rote Streamen zogen sich ihr ganzes Schienbein entlang bis hoch zum Knie.
Speaker 1: Die Hose selbst war unterhalb des Kniees beinahe zerfetzt.
Speaker 1: Der unschöne Anblick brachte die Erinnerung zurück.
Speaker 1: Krumbein hatte sich an sie gehängt,
Speaker 2: als sie etwas
Speaker 1: Wichtiges hatte tun wollen.
Speaker 1: Etwas, wobei sie keinen an ihrem beinhängenden Kater hätte gebrauchen können.
Speaker 1: Gerade wollte sie sich aufrichten, um die Tür aufzuschließen und sich in den Raum mit dem Waschbecken zu trauen, wo sie doch noch auf ihren Zauberstab und Harrys Umhang zu stoßen hoffte, als sie von Corridor her plötzlich lautes Stimmen und treblende Schritte hörte.
Speaker 1: Die Tür nach draußen wurde aufgerissen und mehrere Personen stimmten unter lautem Kreischen in den Raum hinein.
Speaker 1: Hermine zuckte
Speaker 2: zusammen
Speaker 1: und rutschte schnell, soweit ihr lediertes Bein es zuließ, weiter nach hinten in die Kabine bis fast vor die Toilettenarmatur, als sie sich der Tatsache bewusst war, dass man sie durch den breiten Spalt zwischen Tür und Boden vom Waschraum aus würde sehen können.
Speaker 1: So wollte sie von niemandem gefunden werden, ängstlich und desorientiert und mit zerrissener, teils blutiger Kleidung.
Speaker 1: War die Durchsuchung des Schlosses schon beendet?
Speaker 1: Die Schülerinnen, die gerade hereingestürzt waren und das es dabei ausnahmslos um junge Mädchen handelte, war zwei für zwei zu hören, waren jedenfalls keineswegs in Panik.
Speaker 1: Sie lachten und schwarzen übermütig.
Speaker 1: Alle schienen ungefähr in Hermine's Alter zu sein, obgleich sie keine einzige der Stimmen wiedererkannte.
Speaker 1: War es Hufflepuffs?
Speaker 1: Ravenclaws?
Speaker 1: Habt ihr seinen Gesicht
Speaker 3: gesehen, als er gemerkt hat, dass sie ihm diesen nasenbeißenden Becher angedreht hatte?
Speaker 3: Das Ding hat allerdings auch
Speaker 1: ganz schön zugebissen.
Speaker 1: Ich hätte nicht an seiner Stelle sein wollen.
Speaker 1: Ach komm, Severus hatte es verdient.
Speaker 1: Der steckt seine lange
Speaker 3: Nase immer in Dinge
Speaker 1: rein, die nichts angehen.
Speaker 1: Wenn ihr mich fragt, der Typ ist echt fies, mir läuft es immer kalt den Rücken runter, wenn ich ihn sehe,
Speaker 3: eklig.
Speaker 1: Also eklig finde ich ihn nicht gerade, sagt eine andere weibliche Stimme, die bis jetzt noch nicht gesprochen hatte.
Speaker 1: Gut, er könnte sein Haar öfter waschen, das stimmt schon.
Speaker 1: Es ist seine Art, mit der er alle von sich wegstößt.
Speaker 1: Er redet mit fast niemandem hier, ist euch das schon mal aufgefallen?
Speaker 1: Gebt ja nur die eine hier für ihn, sagte Stimme Nummer zwei in einem übertriebenem Singensang.
Speaker 1: Ich finde ihn auch nicht eklig, eher angsteinflößend, piepste eine fünfte Stimme.
Speaker 1: Also ich würde ihn nicht küssen, auch wenn er mich auf Knien anflehen würde, ließ sich das Mädchen, das als drittes gesprochen hatte, jetzt vernehmen.
Speaker 1: Und weiter, in drehmvierendem Tonfall,
Speaker 3: etwas, das
Speaker 1: Kiaran übrigens
Speaker 3: getan
Speaker 1: hat.
Speaker 1: Was?
Speaker 1: Wann?
Speaker 1: Plötzlich kreischten und kicherten alle fünf wild durcheinander.
Speaker 1: Du und Kiaran?
Speaker 1: Im Leben nicht!
Speaker 1: Ich wusste es!
Speaker 1: Ich nicht!
Speaker 1: Los, erzähl uns alles, Haar
Speaker 1: Klein!".
Speaker 1: Hermine hörte nur noch mit halben Ohr hin.
Speaker 1: Was die fünfter Schwarzten ergab keinen Sinn.
Speaker 1: Sie kannte einen Jungen namens Kiaran oder Kieran, von dem da offenbar die Rede war.
Speaker 1: Er war ein Ravenclaw und befand sich in seinem sechsten Schuljahr.
Speaker 1: Er sah gut aus und wusste das auch.
Speaker 1: Wahrscheinlich schwerften eine Menge Mädchen von ihm Aber Severus?
Speaker 1: Das war ein ziemlich seltener Name und Hermine kannte ihn nur im Zusammenhang mit seinem Nachnamen, der da lautete Snape.
Speaker 1: Warum sollten Hogwarts-Schülerinnen ganz gleich welchen Hauses Snape beim Vornamen nennen
Speaker 3: und sich vorstellen, dass er
Speaker 1: sie küssen
Speaker 3: wollen würde?
Speaker 1: Der Gedanke war einfach nur lächerlich.
Speaker 1: Snape schien Schüler jeden Alters einfach bloß zu verachten, auch wenn er seine eigenen ständig bevorzugte, was vor allem für Malfoy galt.
Speaker 1: Hermine würde zwar nicht so weit gehen, ihn als Frauenhasser zu bezeichnen, doch er war ihrer Meinung nach immerhin ein Mann, der Frauen keine gesteigerte Wertschätzung entgegenbrachte.
Speaker 1: Irgendwie passte das alles nicht richtig zusammen.
Speaker 1: Und wer sollte bitte schön die eine sein, die es angeblich für den Zaubertrankmeister gab?
Speaker 1: Pansy Parkinson etwa?
Speaker 1: Ausgemachter Blödsinn.
Speaker 1: Snape zog in seinem Unterricht Pansie Hermine vor, doch, dass er sie als Mensch mochte und deswegen bevorzugte, konnte sie sich einfach nicht vorstellen.
Speaker 1: Die Mädchen vorne im Waschraum redeten jetzt so schnell und gleichzeitig leise, dass Hermine Schwierigkeiten hatte, das Gesagte zu verstehen.
Speaker 1: Sie ließen außerdem dabei Wasser laufen, tauschten anscheinend Kosmetikartikel aus und drei von ihnen benutzten auch die Toiletten, von denen es glücklicherweise vier gab, so dass es keinem der Mädchen aufzufallen schien, dass die von ihnen ausgesehen Rechte in der Mitte besetzt war.
Speaker 3: Ich liebe Halloween.
Speaker 3: einfach,
Speaker 1: zwitscherte es links von Hermine.
Speaker 3: Ich
Speaker 1: auch, ertönte eine dunklere Stimme von rechts außen.
Speaker 1: Aber ich wette, ich habe schon wieder ein ganzes Kilo zugenommen.
Speaker 1: Und das werde ich nicht durch Quidditch wieder los.
Speaker 1: Als Hüterin ist das natürlich Käse, kam es kichernd von vorn bei den Waschbecken.
Speaker 1: Als Treiberin musst du schon viel mehr Kraft aufwenden, da verbrennst du auch mehr.
Speaker 1: und so weiter und so fort.
Speaker 1: Es kam Hermine ewig lange vor, bis sie endlich die Türe klappen und Schritte sich entfernen hörte.
Speaker 1: Endlich war sie wieder allein.
Speaker 1: Es ist noch immer Halloween, dachte sie voller Erleichterung.
Speaker 1: Also kann nichts Schlimmes passiert sein, ich bin einfach nur ohnmächtig geworden.
Speaker 1: Das passiert, Mädchen meines Alters manchmal, darüber habe ich gelesen, hat mit den Hormonen zu tun, die sich verändern.
Speaker 1: Erleichterung durchströmte sie.
Speaker 1: Doch warum hatten diese Mädchen, deren Stimmen sie nicht erkannt hatte, so seltsam von Snape und dämlich eine Rumgeknutsche mit irgendwelchen Kerlen geredet, wo doch ein gesuchter Schwerverbrecher angeblich im Schloss gesichtet worden war?
Speaker 1: fragte eine leise Stimme in ihrem Kopf im selben Moment, da Hermine auffiel, dass die Wände um sie herum die Farbe gewechselt hatten.
Speaker 1: Kapitel XII.
Speaker 1: Der Sprung in die Schüssel.
Speaker 1: Panik schnürte ihr das Herz ein, Ihr Körper war mit einem Mal stocksteif.
Speaker 1: Mit dem Rücken an eine Wand der Toilettenkabine gelehnt, startete sie die Gegenüberliegende an.
Speaker 1: Hermine wusste, sie hatte den nächstgelegene Gemeinschaftswachraum im Trakt des Liderins betreten, was sie seit ihrer Ankunft in Hogwarts allerhöchstens drei Mal getan hatte.
Speaker 1: Trotzdem hatte sie eine relativ genaue Vorstellung davon, wie es dort im Jahr nineteenhundertdreiundneunzig aussah.
Speaker 1: hässliche, dünne, lindgrüne Kabinenwände und die hochhängenden Spülkästen mit Zugketten, allesamt aus Keramik.
Speaker 1: Hier jedoch waren es auch die Wände, die weiß waren, Eierschalen weiß, und der Griff an der Schräg über ihr baumelnden Kette zum Abziehen der Toilette war eindeutig aus Holz.
Speaker 1: Bei näherer Betrachtung waren die Wände jedoch nicht einfach schlicht weiß.
Speaker 1: Hunderte von Schülern, so Schienes, hatten sich über Jahrzehnte hinweg auf ihnen verewigt.
Speaker 1: Mürte stinkt, stand beispielsweise.
Speaker 1: Abby Gell war hier, oder Filch ist ein dämlicher Squib.
Speaker 1: Rechts neben dem Klo stand mit schwarzer, offenbar unauslöschlicher Tinte geschrieben.
Speaker 1: Völber hat schon mal, mit halb zusammengekniffenen Augen, mustete Hermine die Armaturen.
Speaker 1: Die Klo-Schüssel war alt und wies mehrere Sprünge auf.
Speaker 1: Ist es das?
Speaker 1: fragte sie sich.
Speaker 1: verstört, habe auch ich einen Sprung in der Schüssel?
Speaker 1: Doch dann fiel ihr alles schlagartig wieder ein, und es fühlte sich an, als würden besagte Wände über ihr zusammenstürzen.
Speaker 1: Sie hatte sich Klarheit verschaffen wollen, was Serious Black anging.
Speaker 1: Sie hatte, bei Merlin, sie hatte dazu den Zeitumkehrer benutzen wollen.
Speaker 1: Nein, nicht bloß benutzen wollen, sie hatte ihn benutzt.
Speaker 1: Und das Ding war im wahrsten Sinne des Wortes durchgedreht.
Speaker 1: All die Farben, die zuckenden Lichter und Bewegungen, die stimmen wie von Geistern, fielen ihr wieder ein.
Speaker 1: Nein, nein, nein, nein, bitte, das muss ein böser Traum gewesen sein!
Speaker 1: Hermine packte den Anhänger jetzt mit beiden Händen, bewegte das Stundenglas vorsichtig ein paar Millimeter vor und zurück, aber so, dass der Sand im Stundenglas sich nicht bewegte oder gar zu Riesen begann.
Speaker 1: Dann zuckte ihre rechte Hand zurück, als hätte sie in eine Steckdose gefasst.
Speaker 1: Der innere Ring hatte ganz eindeutig zu viel Spiel.
Speaker 1: Da stimmt etwas ganz und gar nicht.
Speaker 1: Ihr wurde schwarz vor Augen, sie fühlte sich wie ausgelaugt.
Speaker 1: War's verflucht, noch eins war hier geschehen.
Speaker 1: Konnte es wirklich wahr sein, dass sie um mehr als zwei Stunden in die Vergangenheit gereist war?
Speaker 1: Aber diese Mädchen, diese Mädchen von vorhin, sie hatten über Halloween geredet, dass sie es liebten und über das Festmal hatten sie auch gesprochen.
Speaker 1: Warum sollten sie das tun, wenn es nicht wirklich Halloween war?
Speaker 1: Doch hier war alles so verändert.
Speaker 1: Gießt das?
Speaker 1: Gießt das, sie konnte ein ganzes Jahr in der Zeit zurück sein?
Speaker 1: Nein, auch das konnte nicht sein.
Speaker 1: Zwar hatte sie diesen Waschraum kein halbes Dutzendmal in den letzten zwei Jahren betreten, doch Almine hatte ein gutes Gedächtnis.
Speaker 1: Die Wände waren immer lindgrün gewesen.
Speaker 1: Mochten die Schüler darauf herumschmieren, wie sie wollten, die Hauselfen hatten die Schmierereien anscheinend immer wieder weggezaubert, dazu genügte ein Schlenker mit dem Zauberstab.
Speaker 1: Bei Filsch hätte es länger gedauert.
Speaker 1: Was sie auf die fehlenden Zauberotensilien zurückbrachte, dass sie weder den Tarnumhang noch ihren Zauberstab finden konnte, war ein weiteres Indiz dafür, dass sie sich nicht mehr in der Gegenwart befand.
Speaker 1: Aber um wie viele Jahre war sie zurück?
Speaker 1: Der Gedanke an mehrere Jahre ließ ihren Magen verkrampfen, und sie hatte das Gefühl zu fallen.
Speaker 1: Doch es nutzte nichts.
Speaker 1: Auf dem dreckigen Boden einer Toilette zu sitzen, würde ihr nicht dabei helfen, die Wahrheit herauszufinden.
Speaker 1: Sie musste aufstehen und etwas tun, wenn nur diese Kraftlosigkeit nicht gewesen wäre.
Speaker 1: Hatte Fred, oder war es George, nicht irgendetwas von positiver Energie gefaselt, als er dieses dämliche Philipp Buster-Feuerwerk auf sie losgelassen hatte?
Speaker 1: Hermine war alles andere als positiv gestimmt.
Speaker 1: Im Gegenteil, sie war voller Panik.
Speaker 1: Der billige Zauber hatte keineswegs bei ihr gewirkt.
Speaker 1: Hermine sah an sich hinunter und plötzlich wurde ihr eiskalt.
Speaker 1: Und das nicht, weil sie schon geraume Zeit mit dem Hosenboden auf den blanken Steinfließen saß.
Speaker 1: Die Brandlöcher.
Speaker 1: Beziehungsweise das eine in der Höhe ihres Nabels mit dem Durchmesser eines Knuts.
Speaker 1: Genau da hatte der Zeitumkehrer die ganze Zeit gehangen, unter ihrem Wollpulli verborgen.
Speaker 1: Er war an einer extra langen Kette befestigt, die sich ermiene, je nachdem, welche Klamotten sie trug, manchmal auch doppelt um den Halsschlangen.
Speaker 1: Hauptsache, der Anhänger war verdeckt und auch durch ihren Ausschnitt nicht zu sehen.
Speaker 1: Ihr Herz klopfte.
Speaker 1: nur noch schneller als ohnehin schon, konnte ein einfaches Tischfeuerwerk ihren Zeitumkehrer zerstört haben.
Speaker 1: So ein olles Ding kostete allerhöchstens zwei Galleonen wohin gegen der Zeitumkehrer mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Kobolt gefertigt war.
Speaker 1: Was hieß, er war unermesslich teuer.
Speaker 1: Hermines Mund wurde Staub trocken.
Speaker 1: Sie musste herausfinden, wo sie sich befand.
Speaker 1: Oder besser gesagt, wann sie sich befand.
Speaker 1: Die Angst gab wie einen regelrechten Schub, und sie raffte sich vom Boden auf.
Speaker 1: Ihr linkes Bein tat so weh, dass sie kaum auftreten konnte.
Speaker 1: Vorsichtig öffnete Hermine die Tür und späte hindurch.
Speaker 1: Der Vorraum des Mädchen Klos hatte dieselben Dimensionen wie der, den sie vor wenigen Minuten – wie lang könnte man eigentlich unwächtig sein?
Speaker 1: – in aller Eile betreten hatte.
Speaker 1: Und trotzdem sah er ganz anders aus.
Speaker 1: Die Waschbecken, vier an der Zahl, genau wie die Kabinen, hatten eine fast altertümlich anmutende, bauchige Form.
Speaker 1: Weiße Keramik, wo zuvor dunkelgespränkelter Marmor gewesen war.
Speaker 1: Hermine schluckte hart mit ihrer wie ausgedörrten Kehle.
Speaker 1: Mal ganz davon abgesehen, welcher Tag heute war, wie spät mochte es sein.
Speaker 1: Leider trug sie gerade heute keine Anbandur.
Speaker 1: Dank der Mädchenklicke wusste sie ja, dass Halloween war und das höchstwahrscheinlich gerade das Festessen im Gange oder beendet worden war.
Speaker 1: Ihr eigenes Fest war ja bereits lange zu Ende gewesen.
Speaker 1: und dann hatten alle wieder in die große Halle zurückkehren müssen.
Speaker 1: Sicher hätte sie die Slytherin-Schüler auf dem Weg zum Kerker vorbeigehen hören.
Speaker 1: Sie musste sich als erstes davon überzeugen, dass das Fest wirklich beendet war, damit sie sich einigermaßen frei im Schloss bewegen konnte, ohne gesehen zu werden.
Speaker 1: Und dann?
Speaker 1: Keine Ahnung.
Speaker 1: Bitte, Merlin, betete Hermine, bitte, bitte macht es, dass je nur ein böser Traum ist.
Speaker 1: Ohne unnütig Lärm zu machen, humpelte sie an den Waschbecken vorbei zur Tür, von wo aus es rechts hinunter zu den Kerkern und links rum hinauf zur großen Halle ging.
Speaker 1: Eine Brille lag vergessen auf der Ablage unter den Spiegeln, wo jemand sie hatte liegen lassen, ein Nickelgestell mit kreisrunden Gläsern.
Speaker 1: Es erinnerte Hemmine an die Bilder eines berühmten Muggles, der Musiker in einer ebenso berühmten Band gewesen und Anfang der achziger Jahre ermordet worden war.
Speaker 1: Diese Brillenform war so etwas wie ein Markenzeichen für ihn und seine Generation gewesen.
Speaker 1: Ihre Eltern liebten seine Platten und legten sie ab und zu noch auf.
Speaker 1: Wenn sie ausgelassener Stimmung waren, wie etwa nach einem Glas Wein oder Zwein, tanzten sie sogar zu den schnellen Rhythmen.
Speaker 1: Es sah urkomisch aus.
Speaker 1: Nicht an die Eltern denken, sagte sich Hermine bestimmt, sonst gerätst du nur noch mehr in Panik.
Speaker 1: Was du jetzt brauchst, ist ein kühler Kopf.
Speaker 1: Sie legte ein Ohr an die Tür und lauschte, doch draußen auf dem Gang war nichts zu hören.
Speaker 1: Sachte öffnete sie die Tür und späte hindurch.
Speaker 1: Der Gang war nur sperrlich von ein paar Fackeln erleuchtet, niemand war zu sehen und kein laut zu hören.
Speaker 1: Hermine griff nach ihrem Zauberstab nur, um festzustellen, dass er nicht da war.
Speaker 1: Sie musste ihn tatsächlich fallen gelassen haben, als sie ihn Panik nach dem Unsichtbarkeitsumhang gegriffen hatte, Das war das letzte gewesen, woran sie sich bewusst erinnerte.
Speaker 1: Als Nächstes war sie in diesem Strudel von Farben und Geräuschen gezogen worden und hatte darin das Bewusstsein verloren.
Speaker 1: Auf den wenigen Metern zur Eingangshalle begegnete sie niemanden und als sie dort ankam, fand Hermine sie verweist vor.
Speaker 1: Neben der weißen Marmotreppe hingen in Nischen die stunden Gläser mit den Punkten der vier Häuser.
Speaker 1: Da sie durch den verlorenen Zauberstab über keine zusätzliche Lichtquelle verfügte, konnte sie den Punktestand nur schwerlich ablesen.
Speaker 1: Doch es kam ihr so vor, als wären jetzt mehr Smaragde als Rubine, Diamanten und Saphire in den Gläsern.
Speaker 1: Als sie vor dem Abendessen einen Blick auf den Punktestand geworfen hatte, etwas, was sie aus Gewohnheit jeden Abend tat, waren die Slytherins an letzter Stelle gewesen.
Speaker 1: Als Hermine die Eingangshalle lautlos auf Zehenspitzen durchquerte, wobei ihr versehrtes linkes Bein wie Feuer brannte, konnte sie hoch oben im Schloss ein weit entferntes, ausgelassenes Kreischen hören, das entweder zu einem übermütigen Schüler oder einem Geist gehören konnte.
Speaker 1: Die doppelflügigen Türen zur großen Halle standen offen und Hermine konnte hineinsehen.
Speaker 1: Ein voller Mond tauchte den riesigen Raum in bleiches Licht, und sie bildete sich ein, das Festessen noch immer riechen zu können.
Speaker 1: Die Tische waren jedoch allesamt blitzblank geputzt und die Stühle standen in Rei und Glied, warteten schon auf die Hunderte von Schülern, die sich das Morgens wieder auf sie stürzen würden, um ihr Frühstück zu verschlingen.
Speaker 1: Zögerlich und mit zusammengebissenen Zähnen, einen Fuß vor den anderen setzend, betrat Hermine die große Halle.
Speaker 1: Über der Tür hing eine riesige Wanduhr, deren Zeiger kurz nach Mitternacht anzeigten.
Speaker 1: Geisterstunde, dachte sie mit einem Schaudern, bevor sie sich umdrehte und zu den Lehrertisch mit dem Pult davor hinüber sah, wo Dumbledore seine Ankündigungen zu machen pflegte.
Speaker 1: In den Ecken links und rechts dahinter glomme noch immer ein paar schwach erleuchtete Kürbe so vor sich hin.
Speaker 1: Wie schön es hier war, stellte Hermine mal wieder fest.
Speaker 1: Schön wie am ersten Tag.
Speaker 1: Alles sah hagenau so aus wie immer.
Speaker 1: Sie hatte es nicht verloren.
Speaker 1: Warum trug sie dann trotz allem dieses Gefühl unendlichen Verlustes mit sich herum?
Speaker 1: Nur wenige Stunden zuvor hatte der Schuldirektor noch dort vorn gestanden und eine Rede gehalten, der sie kaum gelauscht hatte.
Speaker 1: Wusste sie doch bereits alles Wissenswerte über Sam Hain?
Speaker 1: Oder glaubte es zu wissen?
Speaker 1: Ja, Sam Hain.
Speaker 1: Dumbledore hatte den Namen dieses alten kältischen Festes gebraucht und den Jüngeren von den Schülern erklärt, wie verschwommen die Übergänge zwischen der Welt der Lebenden und der der Toten in dieser Nacht war.
Speaker 1: Dass es vorkommen konnte, dass Menschen oder auch andere gefährliche Geschöpfe von der anderen Seite her durch die plötzlich so durchlässigen Grenzen treten konnten.
Speaker 1: Dass die Seelen der Toten zu ihren Heimen zurückkehrten.
Speaker 1: Für diese eine Nacht.
Speaker 1: Die unruhe Nacht.
Speaker 1: Die Nacht in der wundersamme aber auch erschreckende Dinge geschehen konnten.
Speaker 1: Wie Recht Dumbledore gehabt hatte, dachte Hermine Bitter.
Speaker 1: Etwas Wundersames war geschehen, und dieses Etwas erschreckte sie zutiefst.
Speaker 1: Noch immer war es toten still, und trotzdem war da etwas, dass Hermine dazu veranlasste, sich umzudrehen.
Speaker 1: Ein blitzschnell herannahender kalter Hauch, den sie nur allzu gut kannte.
Speaker 1: Auf den Absätzen ihrer Schuhe wirbelte sie herum, Doch es war bereits zu spät.
Speaker 1: Sie ertrank im Nebel, und der eisige Hauch brachte ihre Haare zum Flattern.
Speaker 1: Kapitel XIII.
Speaker 1: Geisterstunde Hektisch nach luftschnappend machte Hermina einen Ausfallschritt nach links, was ein Fehler war, denn damit verlagerte sie ihr gesamtes Körpergewicht auf ihr wehes Bein, welches prompt unter ihr wegknickte und sie bäuchlings zu Boden stürzen ließ.
Speaker 1: Als sie mit schmerzverzehrtem Gesicht nach oben sah, blickte sie in das von silbrigen Blut besudelte Gesicht des blutigen Barons, dem Hausgeist von Slytherin.
Speaker 1: Wie es sich anfühlte, wenn ein Geist durch einen hindurch schwebte, hatte sie nie vergessen.
Speaker 1: Allerdings war es dem fast kopflosen Nick auch nur ein einziges Mal gelungen, sie auf diese Art zu foppen.
Speaker 1: Danach war sie stets auf der Hut gewesen.
Speaker 1: Es fühlte sich an, als würde man als Wanderer im Hochgebirge eine Wolke durchschreiten, nur zehnmal kälter.
Speaker 1: Die Hochwortsgeister konnten alles durchdringen, auch die meterdicken Steinwände.
Speaker 1: Doch am meisten Spaß macht es ihnen anscheinend, unaufmerksame Schüler zu erschrecken, indem sie einfach durch sie hindurchglitten.
Speaker 3: Warum
Speaker 1: liegst du da,
Speaker 3: Mädchen?
Speaker 1: schnachte der Geist.
Speaker 1: und stemmte sich seine bleulich schimmenden, durchsichtigen Arme in die Hüften.
Speaker 1: Da er als verschwommenes Abziehbild seiner selbst keine Körperspannung mehr besaß, war es ein recht komischer Anblick.
Speaker 3: Was hast du hier zu suchen nach Mitternacht?
Speaker 3: Das Festmal ist schon lange vorbei und den Schülern ist es verboten, sich danach noch außerhalb ihrer Gemeinschaftsräume aufzuhalten.
Speaker 1: Der blutige Baron war von den vier Hausgeistern bei Weitem der Furchterregendste.
Speaker 1: Sogar Piefs hatte Angst vor ihm.
Speaker 1: Hermine hatte noch nie zuvor mit ihm geredet, denn der dickliche Mann mit der schwarz gelockten Perücke war ein gar hoffertiger Mann, der sich, wenn überhaupt, nur für die Mitglieder seines eigenen Hauses interessierte.
Speaker 1: Verzeihung.
Speaker 1: mummelte Hermine und versuchte sich langsam zu erheben, ohne ihr Schmerzen das Bein zu sehr zu belasten.
Speaker 1: Soviel zu niemand darf dich sehen.
Speaker 1: Zwar war sie froh, dass es kein Mensch aus Fleisch und Blut war, der sie beim Herumwandeln im Schloss erwischt hatte, mochte der blutige Baron diesbezüglich auch anderer Meinung sein, doch auch Geister waren mit Vorsicht zu genießen.
Speaker 1: Sir Nicholas de Mimsy Pormington zum Beispiel war eine ziemliche Tradstande.
Speaker 1: Man konnte es ihm nicht verdenken.
Speaker 1: Nach rund fünfhundert Jahren musste ihm selbst hier im imposanten Schloss Hogwarts buchstäblich totlangweilig sein.
Speaker 1: Ich suche meine Katze, stotterte Hermine aufs gerade wohl.
Speaker 1: Sie sollte eigentlich bei mir im Schlafsaal bleiben, weil sie gestern den ganzen Tag genießt hat.
Speaker 1: Das Erste war nicht einmal gelogen.
Speaker 1: Hermine machte sich große Sorgen um Krumbein.
Speaker 1: Als sie in der Toilettenkabine nach hinten in die Vergangenheit gerissen worden war, hatte Krumbein noch an ihrem Hosenbein gehangen.
Speaker 1: Jedoch war er genau wie ihr Zauberstab und Harrys Tarnumhang nicht mit ihr hier angekommen.
Speaker 1: Dafür hätte sie den Kater schon auf den Arm nehmen und die Kette des Zeitumkehrers um sie beide legen müssen.
Speaker 1: Sie konnte nur
Speaker 3: beten,
Speaker 1: dass das Tier in der Gegenwart zurückgeblieben und nicht irgendwo im Strudel der Zeit verloren gegangen war.
Speaker 1: machte der blutige Baron, es klang abfällig.
Speaker 3: Katzen lassen sich nicht vorschreiben, mein liebes Fraulein,
Speaker 1: schon gar nicht die
Speaker 3: Katzen von Hogwarts.
Speaker 3: Aber die Schüler werden immer aufmöpfiger.
Speaker 1: Langhaarige,
Speaker 3: verlotterte Rumtreiber, wohin man auch blickt.
Speaker 3: Das muss an der neuen Zeit liegen.
Speaker 3: Überall nur Krisen, Umbrüche und Veränderungen.
Speaker 3: Ich bin zu alt für sowas.
Speaker 1: Er beäugte Hermine, die sich in der Zwischenzeit stönend aufgerappelt hatte, höchst arg wöhnisch.
Speaker 3: Du kannst es ruhig zugeben, dass du das Nachts hier
Speaker 1: heruntergekommen bist,
Speaker 3: um sich der freien Liebe himm zu geben.
Speaker 3: Sag schon, wo ist dein Gespieler?
Speaker 1: Hermine blieb der Mund offen stehen.
Speaker 3: Der was?
Speaker 3: Wer?
Speaker 3: Du sollst nicht glauben, dass du mich an der blutigen Nase herumführen kannst.
Speaker 1: Wett hätte der Geist plötzlich zornig geworden.
Speaker 3: Ihr Schüler seid in den letzten Jahren immer dreister geworden, besonders die Muckelgeborenen.
Speaker 3: In meiner Jugend waren wir käusch bis zu ihr.
Speaker 3: Doch hier herrscht mittlerweile ein Sittenverfall, der seinesgleichen sucht.
Speaker 3: Schüler verschwinden im Schutz der Nacht auf den Ländereien, in den Gewächshäusern oder auf dem Astronomieturm, um den fleischlichen Gelüsten zu fröhnen.
Speaker 3: Gestern Abend erst habe ich zwei dort draußen in der Besenkammer erwischt.
Speaker 1: Ich bin nicht hier, um mich mit einem Jungen zu treffen, stammelte Hermine errütend.
Speaker 1: Wie schon gesagt, ich suche meine Katze.
Speaker 3: Pappalapap,
Speaker 1: schnitt das Gespenst ihr das Wort ab.
Speaker 3: Ich habe schon bessere Ausreden gehört.
Speaker 3: Wer bist du überhaupt?
Speaker 3: Ich habe dich noch nie gesehen.
Speaker 3: Welchem Haus gehörst du an?
Speaker 1: Äh, machte Hermine, und zermattete sich den Kopf, damit ihr etwas einfiel, wie sie den blutigen Baron loswerden oder zumindest ablenken könnte.
Speaker 1: Griff... Gryffindor?
Speaker 1: sagte sie dann zögernd, fast als würde sie es selbst kaum glauben.
Speaker 1: Ich bin noch neu hier.
Speaker 1: Die Augenbrauen des blutigen Barons schossen in die Höhe.
Speaker 1: –
Speaker 3: Wer eine Erstklässlerin siehst du mir nicht gerade aus.
Speaker 3: Was mache ich nur mit dir?
Speaker 3: Ich hätte nicht übel, Lust Professor McGonagall zu wecken und ich bei ihr abzuliefern, damit sie dir eine Strafarbeit aufbrummt, die sich gewaschen hat.
Speaker 3: –
Speaker 1: Professor McGonagall ist hier?
Speaker 1: Rutscht der Termine heraus, bevor sie sich bremsen konnte.
Speaker 1: Erleichterung durchströmte sie.
Speaker 1: Sie konnte nicht sehr weit zurück in die Zeit gereist sein.
Speaker 1: Und Minerva McGonagall würde ihr sicher helfen, zurück ins Jahr nineteenhundertdreiundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund sich irgendetwas einfallen lassen, sodass dieser grimmige Geist von ihr abließ.
Speaker 1: Und dann?
Speaker 1: Ja, dann musste sie das Gelände möglichst schnell verlassen, um in Ruhe nachzudenken.
Speaker 1: Sie durfte sich hier nicht sehen lassen.
Speaker 1: Vielleicht konnte sie hinunter nach Hoxmead gehen und versuchen, dort einen Tagespropheten aufzutreiben, der eferiet, was das heutige Datum war.
Speaker 1: Außerdem brauchte sie unbedingt einen neuen Zauberstab.
Speaker 3: Snape
Speaker 1: fragte der blutige Baron und schien jetzt voll ins Verwirt.
Speaker 3: Several Snape?
Speaker 3: Du überliebst zu schätzen, meine teuerste.
Speaker 1: Er verzog den linken Mundwinkel um genau einen Millimeter nach oben und sah noch im Grunde genauso bedrohlich aus wie vorher.
Speaker 1: Und wie schon gesagt, fördert.
Speaker 1: Oh-oh.
Speaker 1: Snape zu erwähnen war ein Fehler gewesen, das wurde Hermine im selben Augenblick klar.
Speaker 1: Verzeihung, sagte sie noch einmal, diesmal fast verzweifelt.
Speaker 1: Ich meine, natürlich... Ich meine, Professor... Da ihr der richtige Name nicht einfiel, weil sie ihn schlichtweg nicht wusste, zog das stimmlose Essig hin wie ein zischelnder Basilisk.
Speaker 1: Der Geist musterte sie von oben herab.
Speaker 1: Du
Speaker 3: meinst natürlich, Professor Slughorn.
Speaker 3: Was ist nur los mit dir, kleine Gryffindor?
Speaker 3: Du stehst ja völlig neben dir.
Speaker 1: Wer zum halsstarrigen Hypograf ist, Professor Slughorn, dacht der Hermine entsetzt.
Speaker 1: Gerade noch hatte sie geglaubt, es wäre alles gar nicht so schlimm.
Speaker 1: Doch nun stand ihre Welt, wie sie sie kannte, Kopf.
Speaker 1: Sie konnte nicht länger an sich halten und fing an zu weinen.
Speaker 3: Na, na, na,
Speaker 1: meinte der Hausgeist Slytherins nun etwas versöhnlicher zu ihr.
Speaker 3: Kein Grund, den Tränen auszubrechen.
Speaker 1: Doch, schluchtste Hermine.
Speaker 3: Ich glaube, eine... Der älteren Schülern, während des Halloween-Festes einen Gedächtnis Zauber an mir ausprobiert, einfach so
Speaker 1: aus Jux.
Speaker 3: Ich irre schon den ganzen Abend herum und kann nicht zurück in unseren Gemeinschaftsraum, weil ich das Passwort nicht mehr weiß.
Speaker 3: Der Zauber hat nicht richtig gewürgt, denke ich.
Speaker 3: Doch ich ... Sie werden es nicht glauben, geschätzter Herr Baron.
Speaker 3: Aber ich weiß noch nicht mal.
Speaker 1: Und jetzt musste sie einfach aufs Ganze gehen.
Speaker 3: Welches Jahr wir haben!
Speaker 1: verblüfft starte das Gespenst sie an.
Speaker 3: Nun, das erklärt einiges.
Speaker 3: Ich sollte dich wirklich zu Professor McGonagall bringen, oder zumindest in den Krankenflügel.
Speaker 3: Wo der sich befindet
Speaker 1: weiß
Speaker 3: ich sogar
Speaker 1: noch, sagte Hermine schnell, und ich kann allein dorthin gehen, danke.
Speaker 1: Aber mein Zeitempfind ist völlig durcheinander geraten.
Speaker 1: Mit großen und Wie sie hoffte, treuherzigen Augen, sah Hermine den silbrisch schimmernden Baron an, der einen Meter vor ihr in der Luft schwebte.
Speaker 1: Jener schien von Hermines Höflichkeit besänftigt.
Speaker 3: Nun,
Speaker 1: was das ja angeht,
Speaker 3: kann ich dir helfen, kleine Maid,
Speaker 1: sagte er und warf sich in die Brust.
Speaker 3: Wir befinden uns,
Speaker 1: er räusperte sich theatralisch, im Jahr neunzehnhundertdreiundsiebzig.
Speaker 3: Heute ist Donnerstag der erste November,
Speaker 1: und
Speaker 3: ich kann dir sagen, — —
Speaker 1: — — — — — — — — — — — — — — — — — — sagte der blutige Baron mitleidig.
Speaker 3: Drei und neunzig.
Speaker 3: Keine Frage.
Speaker 3: Wir werden irgendwann dahin kommen.
Speaker 3: In genau zwanzig Jahre, nämlich.
Speaker 1: Hermine ging ein paar Schritte zur Seite und klammerte sich an eine Säule, um nicht wieder umzukippen.
Speaker 1: Was nützte es ihr, wenn Prof.
Speaker 1: McGonagall im Jahr nineteenhundertdrei und siebzig schon in Hogwarts unterrichtete?
Speaker 1: Sie kannte Hermine nicht.
Speaker 1: Und sie durften einander auch nicht kennenlernen.
Speaker 1: Mit Zeit spielt man nicht, hatte sie Hermine vor zwei Monaten erst gesagt.
Speaker 1: Zeit durfte nicht verändert werden.
Speaker 1: Und wenn Hermine McGonagall um Hilfe bat, würde sie die Zeit aufs Empfindlichste verändern.
Speaker 1: Ich würde gern kurz an die frische Luft gehen, mummelte sie.
Speaker 1: Ich glaube, das würde meinem Gedächtnis besser auf die Sprünge häschen, als wenn sie einen Lehrer holten.
Speaker 1: Ich werde nichts anstellen versprochen.
Speaker 1: Und ich treffe mich auch mit niemandem.
Speaker 1: Aber ich muss jetzt ein bisschen allein sein.
Speaker 1: Bitte, Werther Baron, verraten Sie mich
Speaker 1: nicht.".
Speaker 3: Das Eingangsto ist verspart wie immer während der Nacht,
Speaker 1: meinte der Geist streng.
Speaker 3: Und ich kann und werde es für dich nicht öffnen.
Speaker 3: Aber wenn dir dein Passwort wieder einfällt, lasse ich dich allein in den Gryffindorturm hinaufgehen.
Speaker 1: Was blieb ihr anderes übrig?
Speaker 1: Ich weiß das Passwort wieder, sagte Hermine mit hängendem Kopf.
Speaker 1: Und das alles nur, weil ich einmal die Heldin spielen wollte.
Speaker 1: Kapitel XIV.
Speaker 1: Ein Heulen in der Nacht.
Speaker 1: Nachdem der blutige Baron das Interesse an ihr verloren hatte und durch die Eingangshalle in Richtung der Kerke hinuntergeschwebt war, blieb Hermine allein in der großen Halle zurück.
Speaker 1: Obwohl sie den Hausgeist des Litterins noch nie hatte leiden können, war sie fast verzweifelt, als er sie verließ.
Speaker 1: Das Einsamkeitsgefühl, dass sie jetzt mit voller Wucht von hinten ansprang, war so allumfassend, dass es sie schwindeln machte.
Speaker 1: Was konnte furchtbarer sein, als sich an einem Ort aufzuhalten, den sie zwar vielleicht noch nicht wie ihre Westentasche kannte, wer konnte das schon von Hogwarts behaupten, zumindest aber so gut, dass er sich wie eine zweite Heimat für sie anfühlte, und dabei zu wissen, dass all ihre Freunde und Bekannte selbst diejenigen, die sie nur vom Seen her kannte, nicht mehr da waren.
Speaker 1: Noch immer klammerte sie sich an die Hoffnung, dass sie gleich aus diesem Albtraum aufschrecken und sich in ihrem Himmelbett im Mädchenschlafsaal der dritten Klasse im Gryffindor-Turm wiederfinden würde.
Speaker 1: Mehrmals knifft sie sich in den Arm, doch der gewünschte Effekt blieb aus.
Speaker 1: – Wohin soll ich jetzt bloß gehen?
Speaker 1: – dachte sie niedergeschlagen.
Speaker 1: Und selbst wenn sie es gehabt hätte, was hätte sie dort oben tun sollen?
Speaker 1: War sie überhaupt noch eine Gryffindor?
Speaker 1: War sie schon eine?
Speaker 1: Fakt war, sie hatte dort oben nichts zu suchen.
Speaker 1: Sie war gewissermaßen ein Eindringling.
Speaker 1: Doch wohin sollte sie sonst gehen?
Speaker 1: Es war mitten in der Nacht.
Speaker 1: Ein auf einem Bahnhof gestrandeter Reisender in der Mitte von nirgendwo hätte sich nicht verloren erfüllen können als sie.
Speaker 1: Hermine verließ die große Halle und tumpelte hinaus zum Eingangstor.
Speaker 1: Der blutige Baron hatte recht gehabt.
Speaker 1: Irgendjemand?
Speaker 1: Wahrscheinlich Filsch, den von dem war sie sich sicher, dass er zwanzig Jahre zuvor auch schon hier gewesen war, hatte den schweren Guseisernen Riegel davor geschoben.
Speaker 1: Doch sie brauchte keinen Zauberstab und kein alle Humorer.
Speaker 1: Mit ein bisschen Muskelkraft ließ er sich nämlich leicht nach oben drücken.
Speaker 1: Knarin springt die rechte Flügeltür einen Spalt auf und Hermine schubt sich hindurch.
Speaker 1: Oben auf der Treppe umfingen sie Kälte.
Speaker 1: Die Sicht zu ihren Füßen ausdähnenden Ländereien waren mit Raureif überzogen und glitzerten im Mondschein wie Diamantensplitter.
Speaker 1: Es war ein Anblick, bei dem ihr das Herz fast zerriss.
Speaker 1: Nur wenige Stunden zuvor war sie zusammen mit Ron durch das Portal getrabt und hatte sich auf den Weg die Treppe hinunter nach Hoxmead gemacht.
Speaker 1: Doch da war es weniger kalt gewesen.
Speaker 1: Jetzt ins Dorf zu gehen wäre eine Schnapsidee.
Speaker 1: Hermine trug nur ihren von Feuerzongen durch löcherten dünnen Wollpolover und nicht einmal einen Umhang.
Speaker 1: Außerdem war sie ohne Zauberstab nicht in der Lage, eines dieser tragbaren Feuer herauf zu beschwören, die seit ihrem ersten Jahr Hermines Spezialität darstellten.
Speaker 1: Es war einfach zum Heulen.
Speaker 1: Hermine stand bibbernd auf der obersten Stufe der Freitreppe und starte in die Finsternis.
Speaker 1: Der Mond hatte sich hinter einem der in großer Höhe der hingagenden Wolkenfetzen versteckt und die Umgebung war in diffuses Licht getaucht, schien aus noch mehr Schatten zu bestehen.
Speaker 1: Eine Träne kullerte aus Hermines Auge ihre kalte Wange hinab.
Speaker 1: Die Kälte fraß sich in die Kette des Zeitumkehrers, der sich mit einem Mal wie eine Schlinge um ihren Hals anfühlte.
Speaker 1: Eiskalte Windböen wehten in unregelmäßigen Abständen vom Dorf her den Hang hinauf, zerzausten Hermines buschiges Haar.
Speaker 1: Als über ihr der Mond wieder zum Vorschein kam, rund und löchrig wie ein Käserad, holte irgendwo vor ihr kaum Hörber ein großes Tier, ein langgezogener Klage laut, dem sie sich am liebsten angeschlossen hätte.
Speaker 1: Gänsehaut überzog Hermines Arme und das lag nur bedingt an der Kälte.
Speaker 1: Das Geräusch war nicht aus dem verbotenen Wald gekommen, wo die verschiedensten Kreaturen ihren geschützten Lebensraum hatten, viele oder sogar die meisten von ihnen gefährlich.
Speaker 1: Allerdings war das Heulen nicht aus dem Wald gekommen, sondern aus Richtung des Dorfes.
Speaker 1: Noch ein Grund, nicht dorthin abzuwandern, sie konnte ja noch nicht einmal schnell laufen.
Speaker 1: Ohne Zauberstab und mit verletzten Bein traute sie sich keine zehn Meter vom Schlossgelände weg.
Speaker 1: Zwar würden keine Dementoren am Torwache stehen wie im Jahr nineteenhundertdreihundneunzig, doch wer wusste denn schon, welche Ungeheuer sich zwanzig Jahre vorher in Schlossnähe aufgehalten hatten, beziehungsweise genau jetzt, dort darauf lauerten, dass ungehorsame Schüler oder verzweifelte Zeitreisende des Wegs
Speaker 2: kamen.
Speaker 1: Dann drehte der Wind sich abrupt und das Heulen erstab.
Speaker 1: Auf der anderen Seite war in der Ferne eine einzelne rechtäckige Lichtquelle auszumachen.
Speaker 1: Das musste ein Fenster von Hagrid's Hütte sein.
Speaker 1: Wahrscheinlich feierte der Wildhüter seine eigene Halloween-Party mit etwas Hochprozentigen wie Feuerwisky, der bei dem Schulfest nicht ausgeschenkt wurde.
Speaker 1: Genau wie bei Filch war Hermine sich ziemlich sicher, dass Hagrid hier sein musste und kein anderer.
Speaker 1: Der riesige Mann war als großer Junge mit Tom Riddle alias Voldemort zur Schule gegangen, und nachdem Hagrid angeblich die Kammer des Schreckens geöffnet hatte, war er der Schule verwiesen worden und hatte sich als Hüter der Schlüssel und Ländereien von Hogwarts verdingt.
Speaker 1: Sehnsucht flutete Hermines Herz und einem Moment glaubte sie daran, ertrinken zu müssen.
Speaker 1: Hagrid war, wie so vieles, nah und doch so fern.
Speaker 1: Es machte kein Unterschied, dass er, anders als Harry und Ron, reinkörperlich gesehen anwesend war.
Speaker 1: Sie durften sich nicht sehen, sonst würde Hermine die Gesetze der Zeit brechen.
Speaker 1: Langsam wurde es zu kalt hier draußen und es half auch nichts, den Mond anzuhäulen.
Speaker 1: Wenn sie nicht ins Dorf gehen konnte, musste sie wohl oder übel über Nacht im Schloss bleiben.
Speaker 1: Doch wohin sollte sie gehen, wo es sicher für sie war?
Speaker 1: Kurz zog sie die Gewächshäuser in Betracht, doch auch dort würde es empfindlich kühl sein.
Speaker 1: Blieb nur das Innere des Schlosses selbst, wenn sie doch bloß den Tarnumhang gehabt hätte.
Speaker 1: Dann hätte sie vielleicht in den Krankenflügel schleichen und dort in ein Bett legen und schlafen können.
Speaker 1: Nach der ganzen Aufregung stellte sich bei ihr plötzliche Müdigkeit ein.
Speaker 1: Es war ein Risiko, weiter durch die Gänge zu strommern, wie ein zusätzliches Schloss gespenst, denn es gab ja nicht bloß die vier Hausgeister und Piefs, sondern auch mindestens ein Dutzend anderer Untoter.
Speaker 1: Bei dem Gedanken daran, beispielsweise der maulenden Mürte über den Weg zu laufen, stellten sich Hermine die Nackenhaare auf.
Speaker 1: Mürte war mindestens zu einer Draht, stande wie Sir Nicholas, was vielleicht daran lag, dass sie selten aus ihrem Klo herauskam.
Speaker 1: Apropos Klo Der sicherste Ort für sie war offensichtlich noch immer die öffentliche Toilette auf halben Weg hinunter zum Kerker.
Speaker 1: Dort konnte sie ausharren, bis die Schüler sich am nächsten Morgen zum Frühstück versammelten.
Speaker 1: Es war anzunehmen, dass auch im Jahr nineteenhundertseidzig am Tag nach Halloween kein Unterricht stattfinden würde, was bedeutete, Langes Wochenende.
Speaker 1: Gar nicht gut.
Speaker 1: Wenn die Schüler frei hatten, würde es nahezu unmöglich sein, Hogwarts ungesehen zu verlassen.
Speaker 1: Ich kann doch nicht ein ganzes verlängertes Wochenende in einer Toilettenkabine sitzen, dachte Hermine verzweifelt.
Speaker 1: Irgendwann muss ich schließlich auch schlafen und essen.
Speaker 1: Noch war ihr Magen gut gefüllt von dem herrlichen Halloween-Fest mal, doch spätestens morgen früh würde er zu Knurren anfangen, und dann war guter Ratteuer.
Speaker 1: Jetzt jedoch musste sie erst einmal in Ruhe nachdenken.
Speaker 1: Und der sicherste Ort dafür war nun mal besagte Toilette, daran war nichts zu rütteln.
Speaker 1: Hermine schlüpfte zurück durch die dicken, hölzernen Türen, verriegelte sie leise und wandte sich dann nach links.
Speaker 1: Doch sie kam nicht weit.
Speaker 1: Im spärlichen Licht der wenigen Fackeln bemerkte sie die Silhouette eines langharigen Wesens, das fingsartig am Fuße der Treppe in den ersten Stock saß, und Hermine blieb ruckartig stehen.
Speaker 1: Es war eine große Katze.
Speaker 1: Vollkommen still saß sie da und starte das Mädchen vor ihr von unten herauf an, mit gelben Augen, die das wenige Licht an diesem Ort reflektierten.
Speaker 1: Nur die Spitze ihres Schwanzes zuckte leicht von links nach rechts, was gespannte Aufmerksamkeit verriet.
Speaker 3: «Krumpain!«
Speaker 1: wisste Hermine beglückt und musste an sich halten, nicht laut zu schreien.
Speaker 1: Erleichterung durchströmte sie.
Speaker 1: So schnell sie es vermochte, humpelte sie auf das Tier zu.
Speaker 1: Bei allen guten Geistern krumbein, wenigstens bist du wieder
Speaker 3: da.
Speaker 1: Doch ein Stadie ebenfalls entgegenzulaufen, machte die Katze einen Buckel und fauchte.
Speaker 1: Ihr Schwanz peitschte jetzt regelrecht hin und her.
Speaker 1: Hermine starte wie gebannt auf das Tier, wie es sich an der Wand unterhalb einer Fackel entlangdrückte und anschließend links von der Treppe in die Schatten zurückzog.
Speaker 1: Schnell hielt sie sich eine Hand vor den Mund, um ihren trockenen Schluchzer zu dämpfen.
Speaker 1: Das war nicht ihr Liebling gewesen, sondern eine andere, dunkel gefärbte, ebenfalls langharige Katze, die irgendeinem Schüler gehören musste und sich auf der Jagd nach Meusen hier unten herumtrieb.
Speaker 1: Herminens Enttäuschung war schier grenzenlos.
Speaker 1: Wenn schon ihre Freunde nicht hier waren, dann hätte sie wenigstens ihren geliebten Kater bei sich haben wollen.
Speaker 1: Völlig am Boden, zerstört, schlich sie zurück ins Mädchenklo und sah noch einmal in allen Ecken.
Speaker 1: Vielleicht war Krumbein ja inzwischen nachgekommen.
Speaker 1: Doch keine Spur von ihm, nur ihre zerrissene Hose, wie es noch ein paar seiner rötlichen Haare auf.
Speaker 1: Die Nickelbrille lag noch immer auf der Ablagefläche unter den Spiegeln.
Speaker 1: Die Besitzerin, vielleicht eines der vier Mädchen, die kurz vor Mitternacht hier gewesen waren, war nicht zurückgekommen, um sie zu holen.
Speaker 1: Vielleicht wusste sie auch nicht mehr, wo sie ihr Nasenfahrer zurückgelassen hatte.
Speaker 1: Der Anblick der vergessenen Brille rief Herminas, ihr eigenes Schicksal, wieder in Erinnerung.
Speaker 1: Als ob sie es in der letzten Stunde auch nur eine Sekunde hätte vergessen können.
Speaker 1: Ich bin wie diese Brille, dachte sie bestürzt.
Speaker 1: Meine Freunde wissen auch nicht, wo ich stecke, was mit mir passiert ist.
Speaker 1: Auch ich wurde irgendwie zurückgelassen.
Speaker 1: Im Raum mit den Toilettenkabinen gab es an der einen Wand eine alte Heizung, die leise gluckende Geräusche von sich gab.
Speaker 1: Als Hermine sie mit der Hand berührte, war sie lauwarm.
Speaker 1: Sie ging zurück, um sich aus dem Vorraum ein paar Papiertaschentücher zu holen, die sie auf dem kalten Steinboden ausbreitete, dann setzte sie sich mit dem Rücken zur Heizung darauf, zog die Beine an und machte sich so klein wie möglich.
Speaker 1: Ihr war fürchterlich kalt und sie fühlte sich unendlich allein.
Speaker 1: Ein paar Minuten lang gab sie sich ihrer absoluten Verzweiflung hin, ließ die Tränen laufen und gab sich keinerlei Mühe, sie zurückzuhalten.
Speaker 1: Doch dann zählte sie bis zehn und danach war Schluss.
Speaker 1: Hermine hatte nie zu den Menschen gehört, die ihn selbst mit Leid versanken.
Speaker 1: Wenn es Probleme zu lösen gab, verfiel sie eher in Aktionismus, statt sich im Bett zu verkriechen und die Decke über den Kopf zu ziehen.
Speaker 1: Gerade jetzt gab es absolut nichts, was sie tun konnte, Aber sie hatte ihr auch noch gar nicht richtig nachgedacht.
Speaker 1: Nun würde sie die Zeit bis zum Morgengrauen nutzen, um sich Gedanken darüber zu machen, was jetzt geschehen sollte.
Speaker 1: Was war eigentlich genau passiert?
Speaker 1: Welche Möglichkeiten hatte sie?
Speaker 1: Wo konnte sie Hilfe finden?
Speaker 1: Wenn sie eines verinnerlicht hatte, dann, dass sie weder Professor McGonigal noch Elvis Dumbledore aufsuchen und mit ihnen darüber reden konnte, was passiert war.
Speaker 1: Damit würde sie die Zeit so nachhaltig verändern, dass es für sie und andere gefährlich, ja, existenzbedrohend werden könnte.
Speaker 1: Am besten sie verließ die Schule bei nächster Gelegenheit.
Speaker 1: Doch wohin sollte sie gehen?
Speaker 1: Als Allererstes natürlich nach Hoxmead, sie musste sich eine Winterjacke beschaffen.
Speaker 1: Doch wovon sollte sie sie kaufen?
Speaker 1: Sie hatte keinen einzigen Knut bei sich und ein warmer Mantel würde ein paar Galeon kosten, nicht zu vergessen der neue Zauberstab.
Speaker 1: Davon mal ganz abgesehen, bekam man einen solchen auch nicht so einfachen Hoxmeat.
Speaker 1: Es gab einen Laden, in dem man angeknackste Zauberstäber reparieren lassen konnte, doch um einen komplett neuen zu bekommen, war es unerlässlich, die Winkelgasse aufzusuchen.
Speaker 1: Wie sollte sie ohne Geld noch London kommen?
Speaker 1: War nicht Trampen in den Siebzigern außerordentlich populär gewesen?
Speaker 1: Es würde ihr nichts anderes übrig bleiben, so ganz ohne Geld, obwohl ihr da vergrausste.
Speaker 1: Trampen war für ein vierzehnjähriges Mädchen brandgefährlich.
Speaker 1: Und wenn sie erst einmal in London war?
Speaker 1: Sollte sie in Oliwenders Laden hineinspazieren, darauf warten, dass sich ein Zauberstab sie aussuchte, diesen dann an sich nehmen und Fersengeld geben?
Speaker 1: Oh nein, sie war sich sicher, wenn jemand versuchen würde, Oliwender zu bestehen, würde derjenige es nicht zurück zum Tropfenden Kessel schaffen.
Speaker 1: Hermine schlang ihre Arme fest um ihre Knie, um sich zu wärmen.
Speaker 1: Was ging jetzt wohl gerade im Jahr threehundertundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund.
Speaker 1: Logischerweise würden sie auf der der Hallenächs gelegenen Toilette mit der Suche beginnen, wo sie dann auf den Tarnumhang stießen und von Hermine keine Spur.
Speaker 1: Doch wie sie ihre Freunde kannte, würden Ron und Harry nicht abwarten, bis irgendein Lehrer sich auf die Suche nach ihr machte.
Speaker 1: Wahrscheinlich waren die Jungs schon lange gemeinsam losgezogen, sie zu finden und standen jetzt gerade genauso viel Angst aus wie sie selbst.
Speaker 1: Plötzlich kam Hermine ein äußerst abwegiger Gedanke.
Speaker 1: Konnte es sein, dass sie trotz allem in der Zukunft, die ihre Gegenwart sein sollte, weiter existierte?
Speaker 1: Dass sie gar nicht verschwunden war, sondern ihr Leben einfach weiter lebte als perfekte Kopie ihrer selbst.
Speaker 1: Was passierte, wenn man eine Stunde in der Zeit zurücksprang, hatte sie mit McGonagall bis zum Erbrechen durchgekaut.
Speaker 1: Während diese eine Stunde existierte sie gezwungenermaßen doppelt.
Speaker 1: Sie saß beispielsweise oben im Nordturm beim Barsagen und gleichzeitig unten auf der ersten Etage in Muggelkunde.
Speaker 1: Darum durfte sie auch niemandem begegnen, allen voran sich selbst nicht.
Speaker 1: Doch das hier war völlig anders.
Speaker 1: Im Jahr neunzehntundundseinhalbzig war sie weit davon entfernt, überhaupt geboren zu werden.
Speaker 1: Ihre Eltern waren selbst gerade erst im Teenager-Altern entwachsen.
Speaker 1: Sie war sich nicht ganz sicher, doch ungefähr zu dieser Zeit mussten beide ihre Zahnmedizinstudium in London aufgenommen haben, bei dem sie sich kennen und lieben gelernt hatten.
Speaker 1: Nein, was mit der Kopie in der Gegenwart war eher unwahrscheinlich.
Speaker 1: Harry und Ron würden nach ihr suchen, sie würden die ganze Nacht nach ihr suchen und die ganzen nächsten Tage dazu.
Speaker 1: Doch sie würden sie nicht finden.
Speaker 1: Und da sie nichts von dem Zeitumkehrer wussten, würden sie sich ihr Verschwinden nur dadurch erklären können, dass der Mörder Sirius Black sie sich geholt hatte.
Speaker 1: Doch was würden der Schulleiter und seine Stellvertreterin tun?
Speaker 1: Waren die beiden es ihren Freunden nicht schuldig, sie einzubeihen?
Speaker 1: Hermine Skinn sagte auf ihre Knie.
Speaker 1: Mit einem Mal war sie unglaublich müde.
Speaker 1: Am besten wäre es, ein bisschen zu schlafen.
Speaker 1: So schnell würde schon niemand hierher kommen.
Speaker 1: Und mit ein bisschen Glück würde sie sich nach dem Aufwachen oben in ihrem Turmzimmer wiederfinden, am Morgen nach Halloween, und sowohl ihrer verpuschte Zeitreise als auch der Einbruch von Serious Black würden sich als fürchterliche, jedoch gänzlich harmlose Albträume erweisen.
Speaker 1: Sie wusste nicht, wie lange sie da gesessen und gedöst hatte, vielleicht war sie sogar kurzzeitig in Schlaf gefallen, als ohne Vorwarnung ein lautes, unnachgiebiges Pochen an ihr Ohr drang und sie aus wirren Träumen riss.
Speaker 1: Hermine's Kopf fuhr hoch, sie war völlig desorientiert, und Angst machte ihre sterren Glieder noch steifer.
Speaker 3: «Komm sofort dach aus, du mis Ratnaskör!
Speaker 3: Ich weiß genau, dass du da drin bist!«
Speaker 1: tönte es wütend vom Gang her.
Speaker 1: Sie hielt den Atem an, hörte nur noch ihr Herz.
Speaker 1: Neuerliches Klopfen, noch heftiger jetzt, als würde jemand mit der ganzen Faust gegen die Tür hemmern.
Speaker 1: Diese nörgelige, drohende Stimme kannte Hermine nur zu gut.
Speaker 1: Doch wie in Merlin's Namen hatte Ergus Filch herausbekommen, dass sie hier drin war.
Speaker 1: Kapitel XIV.
Speaker 1: So ist der Plan.
Speaker 1: Einen Herzschlag später fiel es ihr wie Schuppen von den Augen.
Speaker 1: Die Katze.
Speaker 1: Die Katze in der Eingangshalle, die nicht krummbein gewesen war, aber ebenfalls langes Fell und einen Flaschenbürstenschwanz gehabt hatte.
Speaker 1: Das musste Mrs.
Speaker 1: Norris gewesen sein.
Speaker 1: Verdammt, wie hatte sie das vergessen können?
Speaker 1: Filzskatze war eine Spionin, anscheinend schon immer gewesen.
Speaker 1: Sie war sozusagen das CCTV im Schloss und Filz, der Kaufhausdediktiv, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, jeder verdächtigen Bewegung
Speaker 3: in
Speaker 1: seinem Hogwarts auf den Grund zu gehen.
Speaker 1: Das Poltern an der Tür zum Korridor wurde immer lauter, die Abstände immer kürzer.
Speaker 1: Wenn der Hausmeister so weitermachte, würden gleich Peeves, Halbs Litterin, nebst Hauslehrer, diesen Kerl namens Lackhorn, dem sie nichts Gutes zutraute und, wenn sie besonders großes Pech hatte, auch Dumbledore in Nachthemd und mit Zipfelmütze hier antanzen.
Speaker 1: Hätte Hermine ihren Zauberstab bei sich gehabt, hätte sie versuchen können, ob man sich mithilfe der Toilettenspülung in einen anderen Teil des Schlosses spülen lassen konnte.
Speaker 1: Ron hatte ihr einmal im Vertrauen erzählt, dass das im Zaubereiministerium gang und gäbe sei.
Speaker 1: Doch so würde sie sich vermutlich nur die Füße nass machen.
Speaker 1: Nicht mehr lange und Filch würde hereinkommen, egal ob Mädchen Klo oder nicht.
Speaker 1: Sie musste Zeit schinden.
Speaker 2: Ich,
Speaker 3: ich
Speaker 1: komme gleich!
Speaker 1: Die Vermine mit dünner Stimme.
Speaker 1: Hören Sie bitte auf gegen die Tür zu hemmern, das macht mir Angst.
Speaker 1: Der Hausmeister schien sie nicht gehört zu haben.
Speaker 1: Komm sofort da raus, Mädel, geiferte er, oder seid ihr etwa zu mehreren da drin?
Speaker 1: Seine Stimme klang so, als würde er sich darüber ganz besonders freuen.
Speaker 1: Je mehr desto lustiger, das war sein Motto, wenn es ums Verpfeifen ging.
Speaker 1: Er blühte regelrecht auf, wenn er so viele Schüler wie möglich bei der Lehrerschaft anschwärzen konnte.
Speaker 1: Hermine, vom Schlaf noch ganz dösig im Kopf, versuchte sich auf die Schnelle einen halbgaren Plan zurecht zu schmieden.
Speaker 1: Wenn Filsch sie zu einem der Hauslehrer zerrte, wäre alles zu spät.
Speaker 1: Sie musste ihm entkommen, nur wie.
Speaker 1: Ihnen jetzt loszuwerden, wo er sich sozusagen an ihr fest gebissen hatte, war genauso utopisch, wie der Gedanke, mit einem Fingerschnipsen wieder zwanzig Jahre in die Zukunft katapultiert zu werden.
Speaker 3: Wird's bald da drin?
Speaker 1: Hermine erhob sich.
Speaker 1: Ihr zerkratzt es und überdäntes Bein brannte noch immer wie Feuer.
Speaker 1: Gemach, gemach!
Speaker 1: rief sie, ein Ausdruck, den ihr Onkel, der ältere Bruder ihres Vaters, immer benutzt hatte.
Speaker 1: Ich werde mir doch wohl noch
Speaker 3: die Hände waschen
Speaker 1: dürfen.
Speaker 1: Und genau das tat sie.
Speaker 1: Sie öffnete den Wasserhahn und ließ das kühle Nass herausrinnen, nahm einen kräftigen Schluck gegen ihren ausgedörrten Mund.
Speaker 1: Als sie aufsah, blickte ihr ihr eigenes, bleiches Anblitz aus dem Spiegel entgegen.
Speaker 1: Auf der Ablage lag noch immer die Nickelbrille.
Speaker 1: Ohne genau darüber nachzudenken, was sie tat, streckte Hermine die Hand danach aus, hob sie auf und setzte sie sich auf die Nase.
Speaker 1: Die Umrisse ihres Gesichts im Spiegel verschwammen kein bisschen, die Gläser mussten praktisch aus Fensterglas bestehen.
Speaker 1: Ein Modeassessor der Siebziger?
Speaker 1: Noch einmal blickte sie sich um, doch ihr fiel nicht ein, wie sie sich hätte verbergen sollen, ohne den Unsichtbarkeitsumhang.
Speaker 1: In einer der vier Toilettenkabinen hätte sie wie eine Maus in der Falle gesessen.
Speaker 1: Dann lieber die Flucht nach vorn antreten.
Speaker 1: Hermine warf einen letzten Blick in den Spiegel.
Speaker 1: Die Brille veränderte ihr aus den Enormen, aber nicht so drastisch, wie sie es sich gewünscht hätte.
Speaker 1: Nicht, dass sie im Jahre, neunzehntreiundsiebzig, jemand hier wiedererkennen könnte.
Speaker 1: Aber wenn doch, falls es ihr in kürziger lang wieder in die Gegenwart zurückzufinden, würde es unter Umständen Leute geben, die bei ihrem Anblick an jemand erinnert werden würden, die sie einmal nach Mitternacht in einer Schultoilette aufgelesen hatten.
Speaker 1: Sie bändigte ihr buschiges Haar mit der nassen Hand und steckte es zu einem Zopfgedreht hinten in den Ausschnitt ihres Pullovers.
Speaker 1: Mehr konnte sie ohne Zauberstab gerade nicht tun.
Speaker 1: Dann holte sie Tiefluft und öffnerte die Tür.
Speaker 1: Fast hätte sie der Schlag getroffen.
Speaker 1: Argus Filch wirkte so viel größer als bei ihrer letzten Begegnung am Vortag, als er ihre Namen von der Liste der Leute, die nach Hoxmead gehen durften, abgehakt hatte.
Speaker 1: Das lag daran, dass er noch keinen Buckel hatte.
Speaker 1: Auch war seine Gesichtshaut viel weniger verschrumpelt als im Jahre nineteenhundertdreiundneunzig.
Speaker 1: Sein Haar war dicker und die kales Stelle in der Mitte seines Kopfes war nur halb so groß.
Speaker 1: Er wirdte noch nicht ganz so verwahrlos, wie sie ihn seinerseits kennengelernt hatte, doch seine Augen blitzten nicht weniger verschlagen.
Speaker 1: Zu seinen Füßen saß die Verräterkatze.
Speaker 1: –
Speaker 3: Hab ich dich erwischt, abtrünniger!
Speaker 1: – bellte er sie an, wobei Speichelfetzen aus seinem Mund flogen.
Speaker 1: –
Speaker 3: Glaubst wohl, Miss Miller würde ich nicht durchschauen!
Speaker 1: Hermine machte erschrocken und angeekelt zugleich einen Schritt nach hinten, wobei sie fast wieder mit ihrem verletzten Bein weggerutscht wäre.
Speaker 1: Die Vorgängerin von Mrs.
Speaker 1: Norris beobachtete jede ihrer Bewegungen mit ihren unheimlichen gelben Augen.
Speaker 1: Es tut mir leid, entschuldigte sich Hermine.
Speaker 1: Mangels Erfindungsreichtums beschloss sie, dem Hausmeister die selber Ausrede zu präsentieren, wie schon dem blutigen Baron.
Speaker 1: Ich habe mich nach dem Fest verlaufen.
Speaker 1: Einer meiner Mitschüler hat versucht mir, einen Gedächtniszauber auf den Hals zu hetzen.
Speaker 3: Mitschüler?
Speaker 3: Gedächtniszauber!
Speaker 1: Billsch grinste sie mit Zähnen an, die zahlreicher und nur halb so gelb waren wie zwanzig Jahre in der Zukunft.
Speaker 3: Dass ich nicht lache, ich glaube eher du bist sturzbar trunken und findest deshalb nicht den Weg
Speaker 1: zurück dorthin,
Speaker 3: von wo du dich hier hingeschlichen hast.
Speaker 3: Wenn du nebens Klo gekost hast, dann lass dir gesagt sein, dass ich ganz sicher nicht derjenige zu sein gedenke, der das Malle aufwischt.
Speaker 1: So, und ich funkelte seine blassen Augen Hermine an, dann verengten sie sich zu Schlitzen.
Speaker 3: Wer bist du?
Speaker 3: Auch wenn ich den Posten des Hausmeisters erst seit Anfang des Jahres bekleide, so kenne ich doch jeden einzelnen Schüler in diesem Schloss, die Älteren wie die Jüngeren.
Speaker 3: Du jedoch!
Speaker 1: Der lange harrige Mann blägte die Zähne und sah sie voller Schadenfreude an.
Speaker 3: Bist mir völlig unbekannt.
Speaker 3: Bist du etwa eine von diesen freizügigen Kellnerinnen aus Hoxmead,
Speaker 1: die sich
Speaker 3: ein experimentierfreudiger, sechzehnjähriger einbestellt hat?
Speaker 3: Nein, wohl eher nicht.
Speaker 3: Die haben nämlich keine Hasenzähne.
Speaker 3: Älter sind sie und Vollbuusiker.
Speaker 3: Nicht so.
Speaker 3: Abgerissen, wie du herumläufst,
Speaker 1: sagte er und ließ seinem Blick unangenehm lange auf Hermines rohsgeschwärzten Oberteil verwallen.
Speaker 3: Oder bist du vielleicht das Lehrmädchen vom fliegenden Schornsteinkehre?
Speaker 3: Zur Schule gehörst du jedenfalls
Speaker 3: nicht.".
Speaker 1: Hermine erschrak so sehr, dass sie die Beleidigung wegen ihrer Zähne und Filz lust einen Blick nur am Rande wahrnahm.
Speaker 1: Ihr hätte von vornherein klar sein müssen, dass Filz einen jeden Schüler mit adler Augen beobachtete, sie schon am allerersten Abend während der Auswahlzeremonie einzuschätzen versuchte, was ihre Neigung zum Brechen von Schulregeln betraf.
Speaker 1: Dazu war er zumindest in späteren Jahren übergegangen.
Speaker 1: schnaute Filch und fasste sie grob am Arm.
Speaker 3: Ich bringe dich in mein Büro.
Speaker 3: Wenn du wirklich eine Schülerin hier bist, was ich, wie gesagt, nicht glaube, verretste mir doch sicher den Namen deines Hauslehrers, ja.
Speaker 1: Aua!
Speaker 1: beschwerte sich Hermine.
Speaker 1: Sie haben kein Recht, mich anzufassen.
Speaker 3: Lassen Sie gefälligst Ihrer
Speaker 1: Finger bei sich.
Speaker 1: Doch Filch schlachte nur mehrkant.
Speaker 1: Wahrscheinlich durfte es sich ein Hausmeister in den neunzehnhundertsiebziger Jahren noch herausnehmen, eine Schülerin hinter sich herzuschleifen wie einen störischen Esel.
Speaker 1: Denn genau das tat er, da Hermine aufgrund ihrer Verletzung nicht mit ihm Schritt halten konnte.
Speaker 1: Der Fisch, den sie kannte, hatte wegen seines Rheumars einen eigentümlichen hoppelnden Gang, über den sich alle Schüler lustig machten.
Speaker 1: Die um zwanzig Jahre jüngerer Ausgabe war jedoch bedeutend schneller unterwegs und zerrte die humpelnde und vor Schmerzen laut jammernde Hexe mit sich an der Treppe zum ersten Stock vorbei in Richtung seines Büros.
Speaker 1: Hermina kam gar nicht erst auf die Idee abzuhauen, mit ihrem Bein wäre sie ohnehin nicht weit gekommen.
Speaker 1: Beim Hausmeisterbüro angekommen, öffnete Filz die Tür und schubste sie hinein.
Speaker 1: In Gegensatz zu Fred und George Weasley, die sich in Filchs Büro der Ninzehntneinziger Jahre einen Tee hätten zubereiten können, da sie wussten, wo alles stand, war Hermine noch nie in dem winzigen Verschlag gewesen.
Speaker 1: Hier gab es kein Tageslicht und es roch komisch.
Speaker 1: An den Wänden lehnten Schränke mit Dutzenden verschiedenen Fächern darin und von der Decke hingen irgendwelche Foltergerätschaften, die aussahen, als hätten sie schon ein paar Jahrhunderte hinter sich.
Speaker 1: Von diesen Artefakten hatte sie bereits gehört, doch sie jagten ihr keine Angst ein.
Speaker 1: Nein, sie musste mit Schlimmerem rechnen.
Speaker 1: Phil strückte Hermine ohne viel Federlesens auf einen Hocker in der Ecke und ließ sich selbst hinter seinem Schreibtisch nieder.
Speaker 3: Also noch mal von vorn.
Speaker 1: Name Hermine Schwieg.
Speaker 1: Ihren Namen durfte sie keinesfalls irgendeinem verraten.
Speaker 1: Sollte sie lügen?
Speaker 1: Sobald ein Lehrer ins Spiel kam, würde die Lüge sowieso aufliegen.
Speaker 1: Also sagte sie zunächst nichts.
Speaker 1: Na
Speaker 3: schön!
Speaker 3: Keine Antwort!
Speaker 1: Filch notierte auf einem Stück Pargament, dass sie die Antwort verweigert hatte.
Speaker 3: Welchen Haus gehörst du an?
Speaker 1: Ich möchte auf die Krankenstation, noschelte Hermine.
Speaker 1: Sie wagte es nicht, Filch ins Gesicht zu sehen, obwohl er ihre überlangen Schneidezähne bereits registriert hatte.
Speaker 1: Mit meinem Kopf stimmt was nicht.
Speaker 3: Ganz offensichtlich stimmt was mit deinem Kopf?
Speaker 3: nicht, Kleine.
Speaker 3: Nur glaube ich nicht, dass Madame Promfree da viel für dich
Speaker 1: tun
Speaker 3: kann.
Speaker 3: Nein, erst will ich mal ein Wörtchen mit deinem Hauslehrer reden.
Speaker 3: Du ausgekochtest Früchtchen.
Speaker 3: Sofern es denen überhaupt gibt.
Speaker 3: Das werden wir gleich
Speaker 3: feststellen.".
Speaker 1: Wieder dachte Hermine angestrengt nach.
Speaker 1: Dass McGonagall in die ganze Geschichte mit hineingezogen wurde, wollte sie auf keinen Fall.
Speaker 1: Wer von den anderen Hauslehrern mochte sich ebenfalls schon in Hogwarts aufhalten, Flitwick fiel hier ein.
Speaker 1: Der Zauberkunstlehrer.
Speaker 1: Bei dem war sie sich sicher, weil er den Schülern ihrer Klasse ganz am Anfang einmal mitgeteilt hatte, dass er schon seit über vierzig Jahren hier unterrichtete und auch schon eine ganze Weile Hauslehrer war.
Speaker 1: Und was war mit Professor Sprout, der Kräuterkundehexe?
Speaker 1: Sie war bestimmt auch schon über zwanzig Jahre in Hogwarts.
Speaker 1: Allerdings wusste Hermine nicht, ob sie neunzehntenundundseinhalbzig bereits Hauslehrerin für Hufflepuff gewesen war, doch es war anzunehmen.
Speaker 1: Also blieb nur dieser Slughorn, von dem sie noch nie gehört hatte.
Speaker 1: Nicht, dass Hermine erpicht darauf gewesen wäre, die Bekanntschaft des Hausältesten von Slytherin zu machen, wenn er nur ein kleines bisschen war wie Snape, standen ihr grauenvolle Stunden bevor.
Speaker 1: Doch sie hatte auch überhaupt nicht vor, sich lange mit dem Kerl abzugeben.
Speaker 1: Bei nächster Gelegenheit würde sie sich nach Hoxmead absetzen, also möglichst früh am Tag.
Speaker 1: Jedoch erst ein paar Stunden nach dem Morgengrauen.
Speaker 1: Es wäre außerdem ratsam, noch etwas zu essen zu sich und mit sich zu nehmen.
Speaker 1: Doch zunächst musste sie fischlos werden, der machte viel zu viel gewesen um ihre Anwesenheit.
Speaker 1: Slughorn, obwohl der ihr unbekannt, schien die bessere Wahl zu sein.
Speaker 1: Es war anzunehmen, dass er irgendwann in den nächsten zwanzig Jahren in Pension gehen und sich nicht mehr daran erinnern würde, dass Fisch ihn einmal nachts in sein Büro gerufen hatte, um sich eines scheinbar desorientierten Mädchens anzunehmen.
Speaker 1: Vielleicht konnte sich während der Nacht auch noch jemand um ihr Bein kümmern, wenn es Hermine auch lieber gewesen wäre, dass das jemand anders als Madame Pomfrey sein würde, denn diese kannte Hermine nur zu gut.
Speaker 1: Im letzten Schuljahr hatte sie ein paar Wochen lang versteinert auf ihrer Krankenstation gelegen, da merkt man sich Gesichter.
Speaker 1: Sollte es Hermine je gelingen, wieder in die Gegenwart zurückzuspringen, würde sich Madame Pomfrey ziemlich wundern oder schon zwei Jahre zuvor bei Hermines Schulanfang gewundert haben.
Speaker 1: dass die junge Hexe ihr so bekannt vorkam.
Speaker 1: Dasselbe galt für Filsch.
Speaker 1: Andererseits würde sich jemand nach zwanzig Jahren immer noch an eine flüchtige Begegnung erinnern?
Speaker 1: Wohl eher nicht.
Speaker 1: Sie durfte nur nicht zu viel Zeit mit gewissen Leuten verbringen und um Merlins Willen keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Speaker 1: Hermines Vorhaben nahm langsam Gestalt an.
Speaker 1: Idealerweise konnte sie im Krankenflügel eine Mütze voll Schlaf nehmen, eventuell auch dort Frühstücken, ohne Gefahr zu laufen, anderen Schülern zu begegnen.
Speaker 1: Und dann würde sie aus Hogwarts verschwinden und die nächsten achtzehn Jahre nicht wiederkommen.
Speaker 1: So war der Plan.
Speaker 1: Lassen Sie mich auf die Krankenstation gehen, versucht der Hermine es ein zweites Mal.
Speaker 1: Ich habe fruchtbares Kopfweh und leider an Gedächtnisverlust.
Speaker 1: An meinen Namen erinnere ich mich nicht, da können sie mich mit Fragen löchern, soviel sie wollen.
Speaker 1: Anscheinend hatte
Speaker 3: ich ja bereits jemand gelöchert,
Speaker 1: sagte Filch mit einem anzüglichen Grinsen im Gesicht, wobei seine Augen einmal mehr über Hermines kaputten Poli wanderten, und sie fragte sich notgedrungen, ob Filch schon immer so gewesen war.
Speaker 1: Solch schlipfrige Bemerkungen von sich gegeben hatte.
Speaker 1: Sicher, jede Schülerin fand ihn irgendwie schmierig.
Speaker 1: Daran ließ ich nicht rütteln.
Speaker 1: Aber das hier?
Speaker 1: Gehörte dieser ausgeprägte Sexismus in den siebzehren Jahren etwa zum guten Ton?
Speaker 3: Den kranken Flügel kannst du dir abschminken,
Speaker 1: sagte Filch gehässig.
Speaker 3: Du lügst doch, dass sich die Basen biegen.
Speaker 1: Fragt sich nur,
Speaker 3: wen ich herholen
Speaker 1: soll.
Speaker 1: Ich will mit diesem, äh, ich will mit Professor Slakorn reden, presste Hermine vor.
Speaker 1: Eine andere Wahl gab es für sie in jenem Moment nicht.
Speaker 1: Sie musste diesen Bluthund von einem Hausmeister loswerden.
Speaker 1: Glauben Sie, was Sie wollen, Mr.
Speaker 1: Filch, aber Sie sind nicht dazu befugt, mich zu verhören, als wäre ich eine Kriminelle.
Speaker 3: Aha!
Speaker 3: Meine Namen kennst du zumindest.
Speaker 1: Filch zog eine Krimasse.
Speaker 3: Den hat man dir also nicht aus dem Gedächtnis gelöscht.
Speaker 3: Was?
Speaker 3: Nein, meine Liebe, man wird dich zweifellos vor mir gewarnt haben, bevor du hierher gekommen bist.
Speaker 1: Erwarf sich in die Brust.
Speaker 1: Im Jahr neunzehntundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund Die große, langhaarige ebenso wie die kleine Garstige mit dem zerzausten Fell und den gelben Golfball-Augen.
Speaker 3: Wie ich sehe, hast du keinen Zauberstab bei dir,
Speaker 1: vor der Hausmeister mit einem feinen Lächeln fort.
Speaker 3: Die Schüler sind dazu angehalten, ihre Zauberstäbe
Speaker 1: stets mit sich zu führen.
Speaker 1: Nein, ich habe ihn nicht mehr, erwiderte Hermine wahrheitsgemäß, und ich weiß auch nicht, wo ich ihn suchen soll.
Speaker 1: Phil startete sie aus kalten, wässrigen Augen an.
Speaker 1: Er glaubt ihr wahrscheinlich kein Wort.
Speaker 1: Gehen sie ruhig Slakhorn holen, wiederholte Hermine Bockig, obwohl es ihr lieber gewesen wäre, das Zusammentreffen mit dem Hauslehrer des Liderins auf der nächsten Morgen zu verschieben, etwas, worauf sich Filch jedoch niemals einlassen würde, denn eine minderjährige Schülerin gehörte ins Bett, nicht in sein Büro und alle anderen nicht zur Schule gehörigen auf der Stelle des Schlosses verwiesen.
Speaker 1: Ich habe bereits geschildert, was mir passiert ist.
Speaker 1: Wenn Sie mir nicht glauben, kann ich es auch nicht ändern.
Speaker 1: Was, wenn ich mich diesem Slughorn gegenüber einfach als Hufflepuff ausgebe, dachte Hermine plötzlich.
Speaker 1: Es ging schließlich nur darum, Zeit zu schinden, um von hier wegzukommen.
Speaker 1: Hufflepuffs wurden von den Slytherins nur an höchst speziellen Tagen überhaupt wahrgenommen, beispielsweise bei einem Quidditch-Spiel.
Speaker 1: Gemeinhin wurden sie völlig ignoriert.
Speaker 1: Das galt sowohl für Schüler wie Draco Malfoy als auch für Lehrer wie Snape.
Speaker 1: Obwohl Hermine schon das Öfteren den Verdacht gehickt hatte, das Letzterer manchmal einfach nur so tat, als würde er sich an die Namen einzelner Schüler nicht erinnern.
Speaker 1: Vielleicht liest er ihr unbekanntes Lackhorn, sie er mangels Interesse allein zu ihrem angeblichen Gemeinschaftsraum zurückgehen und sie konnte sich doch noch unbemerkt aus dem Schloss
Speaker 3: stehlen.
Speaker 1: In dem Fall würde sie das Gelände jedoch zügig verlassen müssen.
Speaker 1: Dann aber fiel ihr ein, dass es pro Fach in der Regel nur einen einzigen Lehrer in Hogwarts gab, sprich Lehrer, sofern sie ein Hauptfach wie Verwandlung oder Verteidigung gegen die dunklen Künste unterrichteten, würden jeden einzelnen Schüler kennen, da er oder sie bei ihnen im Unterricht saß.
Speaker 1: Falls dieser Slakorn schon in Filch's Gegenwart feststellte, dass Termine ihm ebenfalls unbekannt war, was unterrichtete der gute Mann überhaupt?
Speaker 1: Dann würde er wahrscheinlich direkt zu Dumbledoren.
Speaker 1: Wahrscheinlich würden sie sie zu zweit zu ihm zähren, denn Filch würde es sich nicht nehmen lassen, dabei in vorderster Front zu agieren.
Speaker 1: Nein, sie musste weiterhin darauf beharen, dass mit ihrem Gedächtnis etwas nicht stimmte und dann bei nächster Gelegenheit türmen.
Speaker 3: Na gut,
Speaker 1: flüsterte Filch drohend, legte das Stück Pergament, auf dem er geschrieben hatte, in eine der Schreibtisch-Schubladen, schloss diese mit einem lauten Knall, fuhr von seinem Stuhl hoch und zog den Schlüssel ab.
Speaker 1: Er musste tatsächlich ein Squib sein, fuhr Hermine durch den Kopf.
Speaker 3: Du bleibst hier, während ich Slughorn hole.
Speaker 3: Irgendetwas sagt mir zwar, ich sollte gleich zum Direktor gehen, doch mitten in der Nacht will ich ihn nicht behälligen.
Speaker 3: Noch nicht.
Speaker 3: Und wage es ja nicht, irgendwas anzufassen.
Speaker 3: Komm, Mrs.
Speaker 3: Meller,
Speaker 1: wandte er sich an seine Katze.
Speaker 3: Du bewahrst die Tür von außen.
Speaker 3: Er weiß, was dieser durchtriebenen Person einfällt, wenn du mit ihr in einem Raum bleibst.
Speaker 1: Als hätte die Katze Filz Worte verstanden, sprangen sie behände von seinem Schreibtisch und lief mit gerade nach oben geregten Schwanz zur Tür.
Speaker 1: Filz öffnete sie ohne ein weiteres Wort und beide verschwanden auf dem schlecht beleuchteten Gang.
Speaker 1: Eine Sekunde später wurde von außen geräuschvoll ein schwerer Riegel vorgelegt, Dann hörte Hermine, wie Filchschritte sich nach rechts entfernten, zurück Richtung Eingangshalle und Kerke.
Speaker 1: «Schöne Scheiße!« solch zählte sie innerlich.
Speaker 1: Hätte sie nur ihren Zauberstab gehabt.
Speaker 1: Türen, auch Verschlossene zu öffnen, war schon lange kein Problem mehr für sie.
Speaker 1: Obwohl ihr klar war, dass es nichts nutzen würde, sprang sie jetzt ebenfalls auf und rüttelte an der Klinke.
Speaker 1: Doch natürlich gab der Riegel nicht nach.
Speaker 1: Wenn sie nur einen langen, dicken Draht finden könnte, Der Spalt unter der Tür, durch den ein eiskalter Luftzug in den Raum drang, war breit genug, um ihn dorthin durchzuschieben.
Speaker 1: Vielleicht ließ er sich damit der Riegel anheben.
Speaker 1: So knackten Muckelautos nur in die andere Richtung, hatte sie in Professor Burbage's Unterricht gelernt.
Speaker 1: Wenn sie es schaffte, aus diesem miefigen Büro herauszukommen, hätte sich die wenigen Muckelkunde Stunden, die sie während der letzten zwei Monate gehabt hatte, wenigstens gelohnt.
Speaker 1: Eifrig machte Hermine sich auf die Suche.
Speaker 1: Draht im Büro eines Hausmeisters zu finden, konnte doch nicht so schwer sein.
Speaker 1: Es dauerte nicht lange und sie hatte Welchen gefunden.
Speaker 1: Allerdings war dieser so dünn, dass sie damit keinen schweren Eisenriegel würde hoch stemmen können.
Speaker 1: Trotzdem steckte Hermini die Drahtrolle ein.
Speaker 1: Sie würde sie nämlich in Kürze für ein anderes, wichtiges Unterfangen brauchen.
Speaker 1: Da Filtsbüro nicht an eine der Außenmauern des Schlosses grenzte, hatte es auch kein Fenster.
Speaker 1: Schade.
Speaker 1: Der Raum lag ebenerdig, wäre eines vorhanden gewesen, dessen Scheibe Hermine hätte einschlagen können, wäre sie von hier schnell auf der Auffahrt zum Schloss gewesen und hätte dem Weg bis hinunter ins Dorf folgen können.
Speaker 1: Jetzt hätte sie sich in den Hintern beißen können, dass sie nicht nach Hoxmead gegangen war, als sie die Gelegenheit dazu gehabt hatte.
Speaker 1: An der Rückseite von Filch's Büro-Tür, ihr jetzt zugewandt, hingen alle möglichen Kleidungsstücke.
Speaker 1: Eine Ölhaut, Eine dicke hausmeistergraue Arbeitsjacke für winterliche Arbeiten im Freien, eine Latshose in derselben Farbe und so weiter und so fort.
Speaker 1: Wären es nicht Filtschklamotten gewesen, hätte Hermine gern zugegriffen, denn sie freu er wärmlich.
Speaker 1: Fehlte noch, dass sie sich beim Sitzen auf dem kalten Steinboden des Mädchenkloß eine Blasenentzündung eingefangen hatte.
Speaker 1: Sie trieb sich zu Eile an und suchte weiter.
Speaker 1: Die Schubladen des Schreibtisches waren abgeschlossen, alle bis auf eine in der Hermine die Drahtrolle gefunden hatte.
Speaker 1: Allzu viel Nützliches war dort aber nicht zu holen.
Speaker 1: Sie enthielt lediglich einen Hammer, Nägel, Reißzwecken, eine Schere, eine Schachtel mit Gummihandschuhen, eine Tube Sekundenkleber, alles, was ein Squib so brauchte halt.
Speaker 1: Und aus irgendwelchen unaffindlichen Gründen ein langes, blüten weißes Stück Stoff, auf das Hermine sich keinen reinmachen konnte.
Speaker 1: Als sie es in die Hand nahm, verströmte es einen schwachen Geruch nach Kampfer.
Speaker 1: Hermine warf das Tuch zurück in die Schublade und nahm stattdessen die Schere heraus.
Speaker 1: Einem Moment lang wuchs sie sie unschlüssig in der Hand.
Speaker 1: Sie hatte ihre langen Haare nie als besonders schön empfunden, waren sie doch nie, seidig glatt gewesen und mitgeschwungen, wenn sie den Kopf hob oder senkte, wie beispielsweise bei Pavati und ihrer Zwillingsschwester.
Speaker 1: Egal, wieviel Spülung sie verwendete.
Speaker 1: Zog sie sich ein Kleidungsstück über den Kopf, loesen sie sich elektrisch auf und gaben ihr das Aussehen einer verrückten Todesfee.
Speaker 1: Nein, um die langen Zotteln war es nun wirklich nicht schade.
Speaker 1: Nur einen Spiegel hätte sie gern gehabt.
Speaker 1: Und dann, ohne allzu lange darüber nachzudenken, was sie da eigentlich tat, setzte Hermine Granger die Schere knapp über ihrem linken Urläppchen an und ließ die Scherenblätter zuschnappen.
Speaker 0: Ratsch!
Speaker 1: Gleich mehrere Haarstränen fielen gleichzeitig zur Boden.
Speaker 1: Gerade wollte sie zum zweiten Mal ansetzen, als ihr Blick auf eine mit Wasser gefüllte Schale in der rechten hinteren Ecke des Zimmers fiel.
Speaker 1: Mrs.
Speaker 1: Millers trinknapf.
Speaker 1: Hermine bückte sich, schüttete den Rest Wasser in den Blumentopf eines vor sich hinsterbenden Nachtschattengewächses auf einer verstaukten Kommode, drehte den Napf um, stülpte ihn sich über den Kopf und begann munter, drauf loszuschnippeln.
Speaker 1: Filch hatte gar nicht sehen können, wie lang ihr Haar in Wirklichkeit war, da sie es die ganze Zeit unter ihrem Pullover verborgen hatte.
Speaker 1: Ein bisschen Tarnung kann nie schaden, dachte Hermine.
Speaker 1: Man muss schließlich an die Zukunft denken.
Speaker 2: Nox.
Speaker 2: Ich hoffe, die hat dir heutige Geschichte gefallen.
Speaker 2: Schreib mir das super gerne in die Kommentare und unterstütze so die Reichweite.
Speaker 1: Falls du eine Geschichte hast, die ich lesen
Speaker 2: soll, kannst du mir auch das sehr gerne schreiben.
Speaker 2: Ich freue mich auf jeden
Speaker 1: Fall von dir zu hören.
Speaker 2: Und jetzt bis zur nächsten Geschichte.
Speaker 2: Deine Jana.
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