GANZES HÖRBUCH Vermisst 🕵🏼 - Drarry - FanFiktion - Harry Potter Hörbuch German Audiobook
Über diese Folge
Harry Potter Hörbuch German AudiobookDraco kommt nach ein paar Jahren im Ausland nach England zurück und erhält sofort den Auftrag, Harry Potter zu suchen und zu finden. Der ist nämlich verschwunden und niemand weiß wo er ist. Wobei Draco den Verdacht hat, dass Kreacher etwas weiß, es aber nicht sagen kann. Was ist mit Harry passiert? Wird Draco ihn finden und wenn ja, in welcher Verfassung?
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Disclaimer: Die Rechte an allen Charakteren, Orten und allem aus den Harry Potter Büchern bekanntem liegen bei J. K. Rowling / Pottermore.
Speaker 0: Lumos.
Speaker 0: Ihr Lieben, endlich, endlich, endlich kommt eine längere.
Speaker 0: Draco und Harry-Geschichte.
Speaker 0: Ihr habt sie euch so, so sehr gewünscht, vor allem auf den Podcast-Plattformen.
Speaker 0: Daher wünsche ich euch jetzt ganz viel Spaß damit.
Speaker 0: Ich bin sehr gespannt, wie ihr sie findet.
Speaker 0: Und ja, lasst mir sehr gerne Feedback dazu da.
Speaker 0: Viel Spaß jetzt also mit.
Speaker 0: Vermisst von Luna Laftock.
Speaker 0: Juli, zwei-tausend-vier.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Ich kann nicht glauben, dass ich hier bin.
Speaker 0: Es gibt eigentlich keinen wirklich guten Grund, warum ich mich um diese Angelegenheit kümmern sollte.
Speaker 0: Meine Hände habe ich tief in meinen Manteltaschen vergraben, als könnte ich mich damit selbst daran hindern, auf das Schmiedeiserne-Tor zuzugehen.
Speaker 0: Es steht halb offen, wirkt aber deshalb kein bisschen einladender.
Speaker 0: Obwohl ich als kleines Kind öfter hier gewesen bin, kratzt nicht die kleinste Erinnerung an der Oberfläche meines Gedächtnisses.
Speaker 0: Vielleicht sind wir einfach immer durch den Kamin angereist.
Speaker 0: Das wird es sein.
Speaker 0: Immerhin lebten hier die Cousins meiner Mutter.
Speaker 0: Ich schüttle schnauben den Kopf über meine eigene Dummheit.
Speaker 0: Meine Mutter wäre niemals auf diesen schmuddeligen Platz appariert, um dann wie eine Bittstellerin zur Haustür zu laufen.
Speaker 0: Es ist also kein Wunder, dass der Anblick des Tores und der dunklen Haustür keine Erinnerungen weckt.
Speaker 0: Ich säufze.
Speaker 0: Ist das wirklich meine Aufgabe?
Speaker 0: Wenn ich der einzige, der hierfür in Frage kommt, die Antwort ist mit allergrößter Wahrscheinlichkeit ja, denn wenn Hermine Granger keine andere Möglichkeit sieht, als mich um Hilfe zu bitten, dann gibt es auch keine.
Speaker 0: Ich straffe die Schultern, rühre mich aber immer noch nicht von der Stelle.
Speaker 0: Auch wenn der Anblick des Hauses keine Erinnerungen wachrittelt, so weiß ich doch noch sehr genau, wie es sich angefühlt hat, hier zu sein.
Speaker 0: Ich habe mich bei den Besuchen die ganze Zeit gefühlt, als würden winzige Spinnenmannen Rücken hochtrabbeln, noch in der Erinnerung daran erschaudere ich.
Speaker 0: Selbst wenn man in Malfoy-Mainer aufgewachsen ist, das Black House ist noch mal eine ganz andere Kategorie.
Speaker 0: Ich kann mir nicht ernsthaft vorstellen, wie Potter und sein Fanclub es hier ausgehalten haben.
Speaker 0: War es nicht auch eine Zeit lang das Hauptquartier des Phoenix-Ordens?
Speaker 0: Nun ja, Dumbledore wird vermutlich gewusst haben, wie man der dunklen Magie zur Leibe rückt.
Speaker 0: Daher ist es vielleicht heute nicht mehr so schlimm wie damals.
Speaker 0: Allerdings stand das Haus einige Jahre leer und ich weiß, wie magische Häuser funktionieren.
Speaker 0: Wenn ihre Magie nicht gebändigt wird, dann entwickeln sie ein Eigenleben.
Speaker 0: Leichter Nieselregen setzt ein.
Speaker 0: Ich könnte natürlich einen Zauber sprechen, aber ich nehme dies viel mehr zum Anlass, mich in Bewegung zu setzen.
Speaker 0: Auch wenn ich Granger recht geben muss, dass ich als letzter Black-Erbe wohl die beste Option bin, habe ich keine rechte Ahnung, was genau ich eigentlich tun soll.
Speaker 0: Erwartet sie, dass die Porträt sich mir offenbaren oder geheime Türen sich öffnen, um verborgene Räume freizulegen?
Speaker 0: Weder erfasst mich ein Schauer, und er hat nichts mit dem Regen zu tun, der mich nun endgültig Richtung Haustür trägt.
Speaker 0: Vielmehr ist es der Gedanke an die unzähligen Zellen, die sich im Keller der Wölbe des Mainers befinden.
Speaker 0: Wer weiß, was mich in dem Haus meiner Verwandtschaft erwartet.
Speaker 0: Ich bin auf der obersten Stufe angekommen und will eben die Hand zum Türklopfer heben, da öffnet die Tür sich von selbst.
Speaker 0: Mein Blick leitet nach unten und ich erkenne Griecher, den Hauselfen von Groß-Tante Walburger.
Speaker 0: Er war vor zwanzig Jahren schon alt gewesen.
Speaker 0: Heute frage ich mich, wie er sich überhaupt noch auf den Beinen halten kann.
Speaker 0: Master Draco Malfoy ist ... Griecher ist hoch erfreut, Master Malfoy im Hause seiner Vorfahren begrüßen zu dürfen.
Speaker 0: Er elferbeugt sich und öffnet die Tür soweit, dass ich eintreten kann.
Speaker 0: Als ich durch den dunklen Flur gehe, der von flackern den Kerzen kaum beleuchtet wird, verfluche ich Granger und mich gleich mit ihr.
Speaker 0: Die Magie des Hauses hat sich nicht verändert, seit meiner Kindheit.
Speaker 0: Sollte der Orden in der Zeit, als hier sein Hauptquartier war, die dunkle Magie bekämpft haben, so war dies nur ein vorübergehendes Zurückbringen.
Speaker 0: Wie kann Creature Master Malphoy behilflich sein?
Speaker 0: Möchte Master Malphoy eine Passivität?
Speaker 0: Ich schrecke zusammen, den Elfen hatte ich schon wieder völlig vergessen.
Speaker 0: Äh, vorerst nicht, Creature.
Speaker 0: Langsam gehe ich weiter und stoße eine Tür auf, die ihn ganz allein führt.
Speaker 0: Obwohl alles einigermaßen sauber ist, der Elf scheint staubt zu wischen, quillt die Abwesenheit von menschlichem Leben aus jeder Poere.
Speaker 0: Creature?
Speaker 0: Ich erinnere mich an Granger's Bitte.
Speaker 0: Es ist doch richtig, dass Harry Potter hier wohnt.
Speaker 0: Creatures Haltung wird noch gebeugter, was ich kaum für möglich gehalten hätte.
Speaker 0: Es scheint als erwarte Erschläge.
Speaker 0: Ja, Master Malfoy, Master Potter wohnt, hat gewohnt.
Speaker 0: Ich betrachte den Elfen skeptisch.
Speaker 0: Sein Verhalten ist seltsam.
Speaker 0: Wann ist er fortgegangen?
Speaker 0: Und wohin, weißt du das?
Speaker 0: Creature weiß nichts.
Speaker 0: Der Elf schlägt seinen Kopf gegen den Boden.
Speaker 0: Was an sicheres Zeichen dafür ist, dass er lügt.
Speaker 0: Hat Potter ihn angewiesen zu lügen?
Speaker 0: Befindet der Elf sich in einem Zwiespalt, weil ich als Bleck Nachkomme ihm eigentlich näher stehe, er aber an Potter gebunden ist?
Speaker 0: Hör auf, sage ich, und der Elf singt auf die Knie, erschöpft von seinem Anfall.
Speaker 0: Ich überlege, wie ich weiter vorgehen kann.
Speaker 0: Eigentlich lege ich keinen gesteigerten Wert darauf, mich lange hier aufzuhalten, aber es kann ja nicht schaden, sich mal ordentlich umzusehen.
Speaker 0: Ist das in Ordnung, wenn ich mich umschaue?
Speaker 0: Der Elf rappelt sich auf.
Speaker 0: Master Melfoy kann sich im Haus seiner Vorfahren frei bewegen.
Speaker 0: Ich bin mir nicht ganz sicher, was das zu bedeuten hat.
Speaker 0: Es ist ungewöhnlich, dass der Elf mich in dem Haus eines Herren einfach herumschnüffeln lässt.
Speaker 0: Die Schlussfolgerung, die ich daraus ziehen müsste, gefällt mir nicht.
Speaker 0: Ich schüttle den Gedanken ab.
Speaker 0: Potter hat vielleicht versucht, Creature zu befreien und den damit beleidigt.
Speaker 0: Vermutlich hat der Elf seinen ihm aufgezwungenen Herrn verachtet.
Speaker 0: Immerhin hat Potter ihn von Sirius Black geerbt, dessen Name in diesem Haus wie ein Schimpfwort ausgesprochen worden war.
Speaker 0: Ich sehe mich im Salau um, ohne die leiseste Ahnung zu haben, wonach ich suche.
Speaker 0: Meine Gedanken gleiten zu dem Gespräch mit Granger.
Speaker 0: Ich war eben von einer letzten Expedition aus Mexiko zurückgekommen.
Speaker 0: Das war mein erster Tag zurück im Ministerium.
Speaker 0: Nach drei Jahren, in denen ich diesen Job nun hauptsächlich bei Auslandseinsätzen ausgeübt habe, Sieht es so aus, als dürfte ich nun ein paar Monate, vielleicht sogar Jahre, in England bleiben.
Speaker 0: Nicht, dass die vergangenen drei Jahre nicht über aus Spannen und Lehrreich gewesen wären.
Speaker 0: Ich habe ein tolles Team, mit dem ich mich nach anfänglichen Vorbehalten zusammengerauft habe.
Speaker 0: Als Experte für Dunkle Magie in einem Team exzellenter Fluchbrecher habe ich mir einen Namen gemacht, der mir wohl nach Ansicht des Ministers nun erlaubt, auch hier in England tätig zu werden.
Speaker 0: Schackelbold hat mir diese großartige Chance gewährt, mich als Fluchbrecher ausbilden zu lassen.
Speaker 0: Es waren zwei anstrengende Jahre, aber mein Ausbild aber ein kluger Mann, der sich meinen Ehrgeiz und meine Erfahrung zu nutze machte.
Speaker 0: Es war seine Idee gewesen, mich erst mal auf Einsätze außerhalb des Vereinigten Königreichs zu schicken.
Speaker 0: Wie gut diese Idee war, wurde mir gestern bewusst, als es an meiner Tür klopfte und niemand anderes als Hermine Granger im Türrahmen stand.
Speaker 0: Guten Morgen, Melphoi.
Speaker 0: Granger, ich nickte ihr höflich zu und sah sie fragend an.
Speaker 0: Womit kann ich dir behilflich sein?
Speaker 0: Sie stützte etwas, offenbar überrascht, dass ich sie nicht direkt beleidigte.
Speaker 0: Nicht, dass mir nichts eingefallen wäre, aber ich habe meinen Mundwerk heute besser im Griff.
Speaker 0: Sie trat in mein Büro, schloss die Tür hinter sich und setzte sich umgefragt auf den Besucherstuhl.
Speaker 0: Ich hob eine Augenbraue, aber entweder war es ihr egal, dass ich ihr Verhalten unhöflich fand oder sie bemerkte es gar nicht.
Speaker 0: Ich tippte auf Letzteres.
Speaker 0: Ich möchte, dass du zum Grimoldplatz gehst, sagte sie mit vorgerektem Kinn, meinen Widerspruch vermutlich bereits erwartend.
Speaker 0: Den gefällt hatte ich hier gern.
Speaker 0: Ich wüsste nicht, warum ich das tun sollte.
Speaker 0: Und das war die Wahrheit.
Speaker 0: Ich war seit meiner Kindheit nicht mehr in dem Haus meiner Großtante gewesen.
Speaker 0: Mein letzter Kenntnisstand war, dass Potter dort eingezogen war, was meinen Drang, diesem Haus einen Besuch abzustatten, gleich noch mehr verringerte.
Speaker 0: Bitte, du bist meine letzte Hoffnung.
Speaker 0: Granger hatte überraschend schnell ihre fordernde Haltung aufgegeben.
Speaker 0: Nun saß sie mit dem Schoß verknoteten Fingern da, Den Kopf gesenkt und als sie ihn wieder hob, sah ich zu meinem Entsetzen Tränen in ihren Augen schimmern.
Speaker 0: Mal voll ich.
Speaker 0: Ich würde dich nicht bitten, wenn ich noch irgendeine andere Idee hätte.
Speaker 0: Das glaubte ich ihr aufs Wort.
Speaker 0: Also sorgte ich und forderte sie mit einer Handbewegung auf, weiterzusprechen.
Speaker 0: Harry ist verschwunden, seit, seit ein paar Wochen schon.
Speaker 0: Ich setzte mich aufrecht dahin.
Speaker 0: Das heißt verschwunden, ich habe nichts davon mitbekommen.
Speaker 0: Sie schüttelte den Kopf.
Speaker 0: Es ist nicht öffentlich bekannt und ich fürchte auch, dass niemand mich wirklich ernst nimmt.
Speaker 0: Sie schien zu befürchten, dass dies auch auf mich zutreffen könnte und strafte die Schultern.
Speaker 0: Um eine ruhigere Ausstrahlung bemüht, fuhr sie nun sachlicher fort.
Speaker 0: Nach seiner Ausbildung zum Arrohr und den ersten Jahren hat Harry eigentlich nur noch für die Arbeit gelebt und sich geradezu dabei aufgerieben.
Speaker 0: Anfang des Jahres hat der Kingslay um eine Auszeit gebeten.
Speaker 0: Ich verstand nicht, wo das Problem war.
Speaker 0: Eine Auszeit bedeutete doch, dass jemand mal aus seinem üblichen Umfeld verschwand.
Speaker 0: Nun ja, er wollte vermutlich mal seine Ruhe haben, mutmaßte ich deshalb.
Speaker 0: Das ist es ja, das wollte er.
Speaker 0: Er hat uns erzählt, dass er alleine losziehen will, zu Fuß.
Speaker 0: Er wollte irgendeinen Trail wandern, macht keine Ahnung.
Speaker 0: Sie hob die Hand, da sie meine neuerlichen Einwand kommen sah.
Speaker 0: Wir waren verabredet, am Abend vor dem Aufbruch.
Speaker 0: Wir wollten uns im kleinen Kreis bei einem gemeinsamen Abendessen von ihm verabschieden.
Speaker 0: Sie senkte den Kopf, und ich erkannte, dass sie entgegen aller Versuche, dies zu vermeiden, mit den Tränen kämpfte.
Speaker 0: Er ist nicht gekommen.
Speaker 0: Also sind wir zum Cremalplatz gegangen.
Speaker 0: Creature hat uns nicht reingelassen, aber ... aber ich konnte im Flur den gepackten Rucksack sehen.
Speaker 0: Ich runzelte die Stirn.
Speaker 0: Was hat Creature denn gesagt, wo Potter ist?
Speaker 0: Er ... Es war jetzt eindeutig, dass Granger weinte.
Speaker 0: Er hat nichts gesagt.
Speaker 0: Es war ... Es war als könne er es nicht sagen wegen eines Befehls.
Speaker 0: Aber warum hätte Harry ihm so etwas befehlen sollen?
Speaker 0: Warum hätte er ohne seinen Rucksack aufbrechen sollen?
Speaker 0: Warum?
Speaker 0: Sie schluchzte.
Speaker 0: Warum hätte er sich seit er nicht bei uns melden sollen?
Speaker 0: Granger lehnte sich vor und versuchte, die Fassung wiederzuerlang.
Speaker 0: Ich wusste nicht recht, was ich davon halten sollte.
Speaker 0: Und vor allem wusste ich nicht, wie ich ihr helfen sollte.
Speaker 0: Allerdings beschlich mich eine Ahnung, und natürlich hatte ich recht, denn in dem Moment richtete sie sich wieder auf und sah mich an.
Speaker 0: Du bist ein Erbe der Blacks.
Speaker 0: Vielleicht wird Creature dir sagen, wo Harry ist.
Speaker 0: Bestimmt wird er dich aber ins Haus lassen und sie presste die Lippen zusammen.
Speaker 0: Und du bist Fluchbrecher.
Speaker 0: Was hat denn das mit Potters Verschwinden zu tun?
Speaker 0: Ihre Argumente bezüglich meine Herkunft konnte ich nachvollziehen, aber was erwartete sie denn, dass ich in dem Anwesen vorfand?
Speaker 0: Ich weiß es nicht, aber ... Harry hat sich verändert, je länger er alleine in dem Haus gelebt hat.
Speaker 0: In den letzten Monaten wurde es immer schlimmer, wir ... Wir haben es auf den Stress bei der Arbeit geschoben.
Speaker 0: Aber jetzt ... Sie zuckte mit den Schultern.
Speaker 0: Eine Geste, die ich mit Granger sogar nicht in Verbindung bringen wollte, weil sie noch nie ratlos war.
Speaker 0: Seltsamerweise stimmte mich das unerwartet milde ihr gegenüber.
Speaker 0: Ich versuchte, dieses unbekannte und unwelkommene Gefühl abzuschütteln und mich auf Granger's Worte zu konzentrieren.
Speaker 0: Je schneller ich verstand, was sie wollte, desto schneller würde ich sie los sein.
Speaker 0: Wir haben ja selbst in den Sommerferien vor unserem fünften Schuljahr ein paar Wochen am Grimoldplatz verbracht, als der Orden ihn genutzt hat.
Speaker 0: Und wir haben viele verfluchte Gegenstände entsorgt.
Speaker 0: Vielleicht haben wir nicht alles gefunden, vielleicht….
Speaker 0: Sie verstummte, vermutlich, weil sie sich eigentlich gar nicht so genau ausmalen wollte, was vielleicht geschehen sein konnte.
Speaker 0: So ganz unrecht hatte sie vermutlich nicht.
Speaker 0: Das Haus war voller schrecklicher Dinge gewesen, als ich ein Kind gewesen war und ich konnte ihren Gedankengang durchaus nachvollziehen.
Speaker 0: Dennoch gab es noch eine Unklarheit, die mir nicht ganz einleuchten wollte.
Speaker 0: Warum wendest du dich nicht an die Errohren?
Speaker 0: Sollte es nicht in deren Interesse sein, wenn ihr bester Mann plötzlich verschwunden ist?
Speaker 0: Granger sorgte, ohne auf meine kleine Provokation einzugehen.
Speaker 0: Harrys Chef, ein Mr.
Speaker 0: Wilkins, ist davon überzeugt, dass Harry die ganze Sache mit der Auszeit nur vorgeschoben hat, um eigene Ermittlungen in einem Fall anzustellen, der nach Wilkins Ansicht bereits so gut wie gelöst ist.
Speaker 0: Das hörte sich in der Tat noch etwas anders potatun würde.
Speaker 0: Was lässt ich glauben, dass dieser Annahme falsch ist?
Speaker 0: Der Blick mit dem Granger mich bedachte, war durchaus aussagekräftig und ich so oftster ergeben.
Speaker 0: Gut, sagte ich daher, bevor ich mich davon abhalten konnte.
Speaker 0: Ich werde es mir morgen ansehen.
Speaker 0: Ich werde sehen, ob Creature mit mir spricht.
Speaker 0: Aber wenn es Hinweise gibt, dass ich als Fluchbrecher tätig werden muss, dann will ich einen offiziellen Auftrag von Shagglebolt.
Speaker 0: Sie sah mich mit großen Augen an und ich befürchtete, sie würde mir um den Hals fallen.
Speaker 0: Daher faltete ich meine Hände auf dem Schreibtisch und fragte, beinahe gelang bald, war sonst noch was?
Speaker 0: Sie stand brasch auf.
Speaker 0: Nein, ich... Danke, Malfoy.
Speaker 0: Die Erinnerungen dieses Gespräch führte mich zurück in den Flur.
Speaker 0: Ranger hatte erwähnt, dass sie den Rucksack von Potter dort hat stehen sehen, und richtig.
Speaker 0: Ich frage mich, wie ich ihn hatte übersehen können.
Speaker 0: Dort steht ein Ungetüm von einem Rucksack.
Speaker 0: Wollte Potter mit diesem Monstrum zu Fuß losziehen?
Speaker 0: Das Ding sieht aus, als wäre es doppelt so schwer wie Potter selbst.
Speaker 0: Obwohl ich zugeben musste, dass ich immer noch den Potter aus dem achten Schuljahr vor Augen habe, vermutlich hat er im auroren Training ein bisschen an Muskelmasse zugelegt.
Speaker 0: Ich schüttle den Kopf über diese irrelevanten Gedanken.
Speaker 0: Fakt ist, dass Potter weg ist, und dieser Rucksack, den er gepackt hat, ist noch da.
Speaker 0: Der Gedanke, dass es völlig nutzlos wäre, seinen Freunden die Geschichte von einer Auszeit auf einem Trail auf die Nase zu binden, um dann den Rucksack sichtbar hier zurückzulassen, lässt sich nicht von der Hand weisen, und ich muss Granger im stillen Recht geben, dass irgendwas an der Sache seltsam ist.
Speaker 0: Um diesem Gefühl nicht weiter unnötig Raum zu geben, greife ich nach dem Rucksack, um ihn in den Salon zu tragen und keuche.
Speaker 0: Entweder hat Potter mehr Muskeln bekommen, als ich mir vorstellen kann und will, oder er wollte das Teil mit einem Zauber belegen.
Speaker 0: Aber ich befürchte, einen Harry Potter würde das als Betrug empfinden.
Speaker 0: Ich selbst habe keine Lust, mit meinen Rücken kaputt zu machen und züge daher meinen Zauberstab.
Speaker 0: Mit dessen Hilfe verfrachte ich den Rucksack in den Salon, wo ich mehr Licht habe und auch einen Tisch, auf dem ich die Sachen ausbreiten kann.
Speaker 0: Eine Stunde habe ich das Gefühl sehr tief.
Speaker 0: Zu tief in Potters Privatsphäre eingedrungen zu sein und bin kein bisschen schlauer.
Speaker 0: Es ist eindeutig, dass Potter sich für eine Tour vorbereitet hat, auf der er damit rechnete, ein Zelt und eine Camping-Ausrüstung zu brauchen.
Speaker 0: Auf meinen Expeditionen waren wir auch oft mit dem Zelt unterwegs, aber die Sachen, die Potter eingepackt hat, sind alle nicht magisch.
Speaker 0: Wollte er der Magie für eine Weile den Rücken kehren?
Speaker 0: Das ist für mich ein Widerspruch in sich.
Speaker 0: Auch wenn Potter bei Muggeln aufgewachsen ist, gibt es für mich niemanden, der mehr mit Magie verbunden ist als er.
Speaker 0: Vielleicht ist er selbst sich dessen nicht bewusst, aber ich kann das durchaus beurteilen.
Speaker 0: Potters Magie ist eine Urgewalt, und wenn er glaubt, er kann sie einfach so hinter sich lassen, nur weil er seinen Zauberstab nicht benutzt, dann ird er sich.
Speaker 0: Ein großer Teil meiner Abneigung gegen ihn entsprang aus dem Neid, wie intuitiv erzaubern konnte, und der Wut, wie wenig es ihn scherte.
Speaker 0: Aber egal wie ich es drehe und wende, Sollte Potter wirklich vorgehabt haben, Verbrecher auf eigene Faust zu jagen, hätte er sich dafür vermutlich nicht mit einem Gaskocher und einem mehr als unhandlichen Muggelzelt belastet, oder?
Speaker 0: Ich lasse meinen Blick über die Habseligkeiten schweifen, die auf dem Tisch liegen.
Speaker 0: Davon abgesehen, dass ich niemals Potters Unterwäsche so genau kennenlernen wollte, beschäftigt mich noch etwas anderes.
Speaker 0: Potter hat ein Foto-Album eingepackt, das ganz offensichtlich ein sehr persönlicher und wichtiger Gegenstand ist.
Speaker 0: Selbst wenn er spontan beschlossen hätte, seinen Plan zu ändern, ohne dies mit seinen Freundinnen und Freunden abzusprechen, dieser Gedanke an sich ist schon absurd, so hätte er das Album nicht hier gelassen, dessen bin ich mir ganz sicher.
Speaker 0: Ich habe meinen Entschluss gefasst.
Speaker 0: Die Magie in diesem Haus ist außer Kontrolle und der Elf verhält sich seltsam.
Speaker 0: Die Tatsache, dass er mich einfach so im Haus und in den Habseligkeiten seines aktuellen Herrn schnüffeln lässt, deuten auf das Schlimmste hin, nämlich, dass Potter tot ist.
Speaker 0: Dennoch scheint es so, als Befolge der Elf immer noch jemandes Anweisung, nichts über Potters Verbleib zu sagen.
Speaker 0: Können diese Anweisungen von Potter selbst kommen?
Speaker 0: Das ergibt keinen Sinn, wo er doch so offensichtlich ungeplant verschwunden ist.
Speaker 0: Diese Gedanken werde ich vorerst schön für mich behalten.
Speaker 0: Eine hysterische Granger kann ich beim besten Willen nicht gebrauchen.
Speaker 0: Ich werde allerdings mit Scherkelbold reden müssen, denn unter keinen Umständen werde ich mich hier genauer umsehen, ohne Anweisungen von ganz oben zu haben.
Speaker 0: Nicht auszudenken, wenn der Held zurückkehrt und mich hier beim Herumschnüffeln erwischt.
Speaker 0: Da kann ich mich gleich für den Rest meines Lebens nach Mexiko versetzen lassen.
Speaker 0: Ja, Mr.
Speaker 0: Malfoy, Herr Mina hat mich bereits informiert.
Speaker 0: Shackle Bolt sitzt mit vor den Lippen zusammengelegten Fingerspitzen hinter seinem Schreibtisch.
Speaker 0: Sein Blick ist ins Leere gerichtet.
Speaker 0: Ich warte ab, bis er seine Gedanken sortiert hat.
Speaker 0: Schließlich geht ein Ruck durch ihn und er sieht mich an.
Speaker 0: Ich erteile Ihnen den offiziellen Auftrag, den Gemaltplatz nach Hinweisen zu Harrys Verschwinden zu durchsuchen.
Speaker 0: Sie haben völlig freie Hand bei der Zusammenstellung Ihres Teams.
Speaker 0: So, ich befürchte, dass ich in dem Haus selbst alleine arbeiten muss.
Speaker 0: Der Elf lässt niemanden herein und ich würde mich ungern über ihn hinwegsetzen.
Speaker 0: Zumindest bevor wir nicht wissen, womit wir es zu tun haben.
Speaker 0: Vielleicht erfahre ich mit der Zeit von ihm doch etwas, das hilfreich sein kann.
Speaker 0: Ja, stimmt.
Speaker 0: Hermine hat das erwähnt.
Speaker 0: Bisher hat Creature niemanden hereingelassen.
Speaker 0: Er steht auf und ich tue es ihm gleich.
Speaker 0: Es ist eindeutig, dass es nicht mehr viel zu sagen gibt.
Speaker 0: Dennoch bleibt er noch zögerlich stehen, sodass ich das Gefühl habe, es würde ihn noch etwas beschäftigen.
Speaker 0: Ich... Wilkins war sich so sicher, dass Harry die Sache nicht ruhen lassen kann, aber er scheint zu bemerken, mit wem er spricht und verstummt.
Speaker 0: Schließlich holt er Tiefluft.
Speaker 0: Finden Sie ihn, Mr.
Speaker 0: Malphoy.
Speaker 0: Ich, ich muss gestehen, dass ich Hermines Sorge inzwischen teile und mir durchaus Vorwürfe mache, nicht bereits früher, erreuspert sich.
Speaker 0: Nun ja, wie auch immer, Sie haben einen Auftrag, halten Sie mich auf dem Laufenden.
Speaker 0: Ich nicke.
Speaker 0: Ja, Sir, ich werde mein Bestes geben.
Speaker 0: Er presst die Lippen zusammen und nickt ebenfalls, bevor er mir die Hand reicht und mich somit verabschiedet.
Speaker 0: Zurück in meinem Büro wird mir bewusst, welche Verantwortung ich mir diese Aufgabe übernommen habe, Es ist ein enormes Risiko, denn wenn ich nicht herausfinde, was mit Potter geschehen ist, dann stehe ich ziemlich dumm da.
Speaker 0: Am Ende gibt man mir noch die Schuld.
Speaker 0: Ich säufze, kaum bin ich wieder in England, mach dieser Idiot mir das Leben schwer und das, obwohl er nicht einmal hier ist.
Speaker 0: So etwas kann nur ein Harry Potter schaffen.
Speaker 0: Ich mache mich auf den Weg zurück zum Gremaltplatz, denn das ist jetzt meine Arbeitsstelle für einen unbekannten Zeitraum.
Speaker 0: Ich werde damit zu tun haben, die dunkle Magie nach und nach wieder zurückzudrängen, um überhaupt länger dort arbeiten zu können.
Speaker 0: In meiner Hosentasche steckt eine Fiole Liquid Patronus.
Speaker 0: Dieser Trank ist extrem teuer und sollte nur im Notfall angewendet werden.
Speaker 0: Er kann vorübergehend als Schutz vor dunkler Magie und bestimmten Flüchen, die auf Gegenständen liegen, schützen.
Speaker 0: Das bedeutet in der Praxis normalerweise genauso viel Zeit, wie man braucht, um den Notfallport Schlüssel zu aktivieren, der in meiner anderen Tasche steckt.
Speaker 0: Dieser würde mich im Fall der Fälle direkt in die Notaufnahme der Fluchschadenabteilung des St.
Speaker 0: Mungus bringen.
Speaker 0: Ich atme tief durch und steige die Treppe empor, in der Hoffnung nichts von Beidem benutzen zu müssen.
Speaker 0: Ich habe beschlossen, die Sache systematisch anzugehen.
Speaker 0: Daher werde ich nun erst einmal das ganze Haus besichtigen und kathografieren.
Speaker 0: In meiner Kindheit waren die, so weit ich mich erinnere, nur in den Räumen im Erdgeschoss.
Speaker 0: Das ist neben dem Flur, der Salau mit dem riesigen Kamin und eine extrem unbequemen Sitzgarnitur, Ein großes düsteres Speisezimmer und ein Badezimmer.
Speaker 0: Ich erinnere mich nicht jemals in einem der oberen Stockwerke gewesen zu sein und selbstverständlich war ich niemals in der Küche.
Speaker 0: Das schickt sich für die Herrschaften schließlich nicht.
Speaker 0: Master Malfoy ist zurück.
Speaker 0: Creature erscheint geradezu erleichtert.
Speaker 0: Ob er sich einfach daran gewöhnt hat, nicht mehr allein zu sein?
Speaker 0: Oder ob er hofft, mit einem Nachkommen der Blacks würde wieder mehr Anstand in diese Mauern einziehen?
Speaker 0: Eigentlich wäre dieser Gedanke naheliegend.
Speaker 0: Aber aus einem mir unerfindlichen Grund habe ich das Gefühl, dass Creature mich auf andere Weise als Retter betrachtet.
Speaker 0: Warum das so ist, kann ich nicht wirklich sagen.
Speaker 0: Vor allem aber kann ich ganz und gar nicht einschätzen, ob das nun ein gutes oder ein schlechtes Zeichen ist.
Speaker 0: Endlich sind die Feiertage vorbei.
Speaker 0: Ich habe es zuletzt kaum mehr ausgehalten.
Speaker 0: Diese mitleidigen Blicke dieses vermeintliche Verständnis.
Speaker 0: Meine Güte, warum ist es so ein Drama, dass ich derzeit keine Freundin habe?
Speaker 0: Warum glauben alle, sie wären verantwortlich für mich und mein Glück?
Speaker 0: Sicher, ich bin dankbar, dass ich bei den Weasleys immer willkommen bin.
Speaker 0: Ich glaube, Arthur und Molly ja auch, dass ich wie ein weiterer Sohn für sie bin.
Speaker 0: Aber denkt Hermine ernsthaft, ich würde die Blicke, die sie mit Ron oder Jeannie hinter meinem Rücken tauschen, nicht bemerken?
Speaker 0: Warum können sie nicht akzeptieren, dass ich derzeit nichts vermisse?
Speaker 0: Ich hätte doch sowieso gar keine Zeit für eine Beziehung so unterbesetzt, wie wir bei den Ororen sind.
Speaker 0: Das ist in meinen Augen gerade das viel drängendere Problem.
Speaker 0: Ich bin bald am Limit dessen angekommen, was ich leisten kann.
Speaker 0: Es sind einfach zu viele Nacht- und Sonderschichten, die ich inzwischen schieben muss.
Speaker 0: Klar, alle anderen haben Beziehungen, viele auch Kinder.
Speaker 0: Da bin ich als Single die erste Wahl, wenn es um Überstunden geht.
Speaker 0: Und natürlich liegt es ja in meiner Natur als Retter der Zauberer Welt, dass es mir überhaupt nichts ausmacht mehr als alle anderen zu arbeiten, ist klar.
Speaker 0: Leider ist es nur so, dass es mir langsam ziemlich viel ausmacht und zwar so viel, dass ich sehr konkret über eine Auszeit nachdenke.
Speaker 0: Noch habe ich mit niemandem darüber gesprochen, aber ich habe es mir für dieses Jahr wirklich fest vorgenommen.
Speaker 0: Kurz vor Weihnachten hat mich eine Observation nach Muggle London geführt und ich wurde im Schaufenster eines Buchladens auf das Cover eines Buches aufmerksam.
Speaker 0: Es ging dabei um den Erfahrungsberichter einer Frau, die den Best Highland Way gelaufen war.
Speaker 0: Nach meiner Schicht ging ich in den Laden und kaufte mir das Buch, das ich in jeder freien Minute verschlang.
Speaker 0: Damit ist mein Wunsch geboren.
Speaker 0: Ich will diesen Weg laufen.
Speaker 0: Alleine und ohne Magie.
Speaker 0: Allein die Tatsache, dass ich diesen Entschluss gefasst hatte, gibt mir neue Energie.
Speaker 0: Der Plan ist, im Juni zu starten, und dann werde ich einfach mal sehen, wie weit ich komme.
Speaker 0: Nun stehe ich bei Kingsley im Büro und erkläre ihm, dass ich ab Juni bis Ende des Jahres nicht verfügbar sein werde.
Speaker 0: Was genau ich machen möchte, wenn ich den West Highland Way gelaufen bin, weiß ich noch nicht, aber sieben Monate erscheinen mir eine angemessene Dauer, um mal Abstand zu allem zu bekommen.
Speaker 0: Wie zu erwarten, ist Kingsley nicht begeistert, aber erscheint auch nicht sonderlich überrascht.
Speaker 0: Wenn du mir einen Gefallen tun willst, sagt er nur, dann beende den Nolan Fall bevor du gehst.
Speaker 0: Ich nicke.
Speaker 0: Diesen Anspruch habe ich selbst an mich, auch wenn es nicht leicht werden wird.
Speaker 0: Der Nolan-Fall beschäftigt uns schon eine ganze Weile.
Speaker 0: Die Brüder Jake und Philip Nolan waren ursprünglich zwei Kleinkriminelle, die nach dem Auseinanderbrechen der ganzen Todesserszene plötzlich ganz groß rauskam.
Speaker 0: Da sie nie mit dem dunklen Malenberührung gekommen sind, wurden sie nach dem Tod von Voldemort auch nicht verhaftet, obwohl sie hundertprozentig damals auch schon krumme Geschäfte gemacht haben.
Speaker 0: Leider konnte man ihnen nichts nachweisen, Und ehrlicherweise hat sich auch niemand so richtig die Mühe gemacht.
Speaker 0: Es war wichtiger, diejenigen Ding festzumachen, die das dunkle Mal trugen.
Speaker 0: Und damit hat man bereits alle Hände voll zu tun.
Speaker 0: Das Vakuum, das damit entstanden war, füllten die beiden Nolan's rasch aus und schaden eine ganze Reihe Kriegsverlierer um sich, die nichts lieber wollten als das schnelle und ganz große Geld.
Speaker 0: Wir haben die starke Vermutung, dass eine Reihe brutale Einbrüche in Muckelwohnungen auf das Konto der Nolan's gehen.
Speaker 0: Leider haben wir allerdings bisher keine Beweise.
Speaker 0: Auf den ersten Blick wirken die Einbrüche keineswegs wie das Werker des Zauberers oder einer Hexe.
Speaker 0: Leider hat das dazu geführt, dass wir erst ziemlich spät von unserem Kontakt bei Scotland Yard informiert wurden.
Speaker 0: Nämlich erst dann, als klar wurde, dass kein Muckel es schaffen würde, in gut gesicherte Gebäude zu gelangen, ohne dass auch nur eine einzige Alarmanlage oder Kamera einen Hinweis darüber aufzeichnen würde.
Speaker 0: Das muss man den Knowledge lassen.
Speaker 0: Sie haben wirklich eine perfide und ziemlich clevere Taktik entwickelt, um nicht aufzufallen.
Speaker 0: Leider bedeutet die Taktik, dass sie ihre Opfer nicht mit einem schnellen Erwader töten, sondern ganz profan mit Messern oder Schusswaffen.
Speaker 0: Hier haben die beiden offenbar eine neue Leidenschaft entwickelt, denn die Verletzungen, die sie ihren Opfern zufügen, sprechen für einen langsamen und qualvollen Tod.
Speaker 0: Beinahe könnte man meinen, dass es sich um persönliche Racheakte handelt.
Speaker 0: Andererseits waren alle Wohnungen und Häuser sehr akribisch leergeräumt worden, sodass das Augenmerk wohl doch auf dem Wert des Diebes Gutes lag.
Speaker 0: Mich schaudert.
Speaker 0: Es sollte definitiv nicht bis Juni dauern, bis wir diesen Abschaumding festgemacht haben.
Speaker 0: Ich klappe den Kragen meines Mantels hoch, als ich das Ministerium verlasse und beschließe, dass es Zeit ist, andere Quellen anzuzapfen.
Speaker 0: Niemand weiß, dass ich sowohl unter den Muggeln als auch in der magischen Gemeinschaft Kontakte habe, die glauben mir etwas schuldig zu sein.
Speaker 0: Eine der wenigen Fälle, wo es zu etwas gut ist, als Retter angesehen zu werden.
Speaker 0: Die Muggel wissen natürlich nicht genau, wofür ich sie gerettet habe, Aber der Buschfunk funktioniert auch über die Grenzen hinweg.
Speaker 0: An einem Kiosk kaufe ich zwei Kaffee und eine Tüte mit süßen Teilchen.
Speaker 0: Gerrit liebt die mit dem dicken Zuckerguss.
Speaker 0: Langsam schlendere ich die Straße entlang und spähe in die Ecken, in denen ich ihn um diese Tageszeit vermute.
Speaker 0: Schließlich erkenne ich seinen dunkelgrünen Schlafsack mit dem Winnie-Pooh auf näher im Hinterhof einer Bar.
Speaker 0: Hier wird ihn bis am Nachmittag niemand stören.
Speaker 0: Guten Morgen, mein Bester, sage ich grinsend, während ich mit einer Handbewegung die Treppenstufe, auf die ich mich gleich setzen werde, reinige und mit einem wärmen Zauber versehe.
Speaker 0: Solche Dinge gehen mir seit Voldemorts Tod sehr leicht von der Hand.
Speaker 0: Unter Magischen versuche ich allerdings immer mit Zauberstab zu zaubern.
Speaker 0: Auf jede weitere Publicity verzichte ich gerne, vor allem, da sie in erster Linie mit einer weiteren Liste dessen daherkommt, was ich noch alles für die magische Gemeinschaft tun müsste.
Speaker 0: Der Schlafsack brummt und bewegt sich wie eine fette Made.
Speaker 0: – Mir nur kein Kaffee dabei, es kann sogar wieder gehen.
Speaker 0: – Gerrit, willst du mich beleidigen?
Speaker 0: Ich fasse mir theatralisch an die Brust, obwohl ich nicht sicher sein kann, ob er das aus dem Haufen Stoff heraus überhaupt sehen kann.
Speaker 0: Dann bäuge ich mich vor und raschle mit der Tüte.
Speaker 0: Und nicht nur das.
Speaker 0: Die Made bäumt sich etwas auf und es ist eine äußerst beeindruckende Metamorphose zu beobachten.
Speaker 0: Zu behaupten, dass dem Kokor nun ein Schmetterling entschlüpft, wäre allerdings doch ziemlich übertrieben.
Speaker 0: Nicht Grenze.
Speaker 0: Garret Roter Bart, der bereits einige graue Stellen aufweist, verdeckt sein halbes Gesicht und das ist gut so.
Speaker 0: Ich habe Garret einmal ohne Bart gesehen, damals haben wir uns kennengelernt.
Speaker 0: Er war das Opfer eines gewaltsamen Übergriffs geworden, so dem ich zufällig gestoßen bin.
Speaker 0: Die Geheimhaltung habe ich hinten angestellt und die Angreifer mit ein paar gezielten Zaubern unschädlich gemacht.
Speaker 0: Garrett war zu stark verletzt, um das noch mitzubekommen.
Speaker 0: Vor allem hatte er eine schlimme Wunde, die seine linke untere Gesichtshälfte völlig entstellte.
Speaker 0: Ich kümmerte mich darum, dass er ärztlich versorgt wurde und beobachtete ihn in den folgenden Wochen.
Speaker 0: Manchmal brachte ich ihm etwas zu essen und bald stellte ich fest, dass er wirklich viel von dem mitbekommt, was so in der Londoner Unterwelt vor sich geht.
Speaker 0: Das muss er vermutlich auch, wenn er überleben will.
Speaker 0: Garrett hat sich inzwischen aufgesetzt und sich den Schlaf aus den Augen gerieben.
Speaker 0: Ohne ein Wort streckt er den Arm aus und ich drücke ihm seinen Becher in die Hand.
Speaker 0: Er stellt ihn neben sich ab und streckt den Arm erneut aus.
Speaker 0: Er muss Hunger haben.
Speaker 0: Normalerweise begnügt er sich erst mal mit einem Schluck Kaffee.
Speaker 0: Ohne zu zögern, überreiche ich ihm die Tüte.
Speaker 0: Er greift hinein, holt das süßeste Teilchen heraus und verschlingt das mit ein paar Bissen.
Speaker 0: Das Nächste nimmt den gleichen Weg.
Speaker 0: Mensch, Garrett, wenn du doch nur meine Hilfe ... erhebt die Hand, um mir Einhalt zu gebieten und ich verstumme.
Speaker 0: Wir haben diese Diskussion schon so oft geführt und üblicherweise akzeptiere ich seine Einstellung.
Speaker 0: Es ist sein Leben und er kommt klar, aber es ist Januar.
Speaker 0: Es ist Schweine kalt und er wird ja nicht jünger.
Speaker 0: Dennoch ist das wohl das Leben, das er führen will, vielleicht das Einzige, das er führen kann.
Speaker 0: Er trinkt den halben Kaffee mit einem Schluck und widmet sich nun nicht mehr so gierig dem dritten Gebäckstück.
Speaker 0: Was kann ich für dich tun?
Speaker 0: fragt er zwischen zwei Bissen.
Speaker 0: Es ist eindeutig, dass er die Verhältnisse wieder ins rechte Licht drückt.
Speaker 0: Ich will etwas von ihm, und daher ist er in der stärkeren Position.
Speaker 0: Und er hat ja auch recht.
Speaker 0: Natürlich weiß er auch, dass es andere Wege gäbe, wie ich Informationen aus ihm herausbekommen würde.
Speaker 0: Aber so funktioniert unsere Geschäftsbeziehung nicht.
Speaker 0: Und mir ist trotz allem wichtig, ihm seine Würde zu bewahren.
Speaker 0: Darum muss ich sehr vorsichtig sein, was ich ihm anbiete, um ihn nicht zu beleidigen.
Speaker 0: Kaffee und süße Teilchen sind immer eine gute Verhandlungsgrundlage.
Speaker 0: Das ist etwas, das man seinen Kolleginnen und Kollegen mitbringt, oder?
Speaker 0: Auch eine Flasche Wasser und ein Burger sind noch okay.
Speaker 0: Alles, was er direkt verzehren kann, solange ich da bin, damit es eben nicht den Anschein hatte, als würde ich mich über diese Begegnung hinaus um ihn kümmern, kümmern müssen.
Speaker 0: Geld geht gar nicht.
Speaker 0: Ich habe ihm einmal heimlich Geld unter den Schlafsack geschoben.
Speaker 0: Danach hat er zwei Monate nicht mehr mit mir gesprochen.
Speaker 0: Du hast doch sicher von den brutalen Einbrüchen gehört.
Speaker 0: Ich beobachte ihn genau.
Speaker 0: Er kaut langsamer.
Speaker 0: Ob er Zeit schinden will oder nachdenkt, kann ich hinter seinem Bart nicht erkennen.
Speaker 0: Schließlich nickt er bedächtig.
Speaker 0: Was weißt du darüber?
Speaker 0: Er wiegt leicht den Kopf hin und her.
Speaker 0: Nichts Genaues.
Speaker 0: Es wird erstaunlich wenig darüber gerede.
Speaker 0: Das ist ... mein Schläger ein Fluch auf dieser Sache.
Speaker 0: Er erschaudert und trinkt seinen Kaffee leer.
Speaker 0: Immer noch hat er ein halbes Nusshörnchen in der Hand.
Speaker 0: Er schied zu meiner Hand, die den zweiten Kaffeebächer hält.
Speaker 0: Ich reiche ihn ihm und er nimmt ihn ohne ein Wort entgegen.
Speaker 0: Kannst du mir sagen, wo ich Informationen bekommen kann?
Speaker 0: Du solltest die Finger davon lassen, Harry.
Speaker 0: Das... es ist eine Nummer zu groß für so einen Privatdetektiv wie dich.
Speaker 0: Ich zucke mit den Schultern.
Speaker 0: Ich habe einen Auftrag, den ich erfüllen muss, wenn ich bezahlt werden will.
Speaker 0: Er brummt und blickt zu der schmalen Gasse, die ihn den Hinterhof führt.
Speaker 0: Dann lässt er den Blick zu den wenigen angrenzenden Fenstern schweifen, aber die sind alle verbarrikadiert.
Speaker 0: Ja, schon könnte was wissen.
Speaker 0: Ich hebe die Augenbraue und der wiederer Leise... Was hat Jean damit zu tun?
Speaker 0: Garret wird nervös.
Speaker 0: Ich erhebe mich und wende mich zum Gehen.
Speaker 0: Mit Druck erreiche ich nichts.
Speaker 0: Als ich bereits in Durchgang zu der Gasse stehe, höre ich Garret leise sagen, Jean hast zur Geld gekommen.
Speaker 0: Ich nicke und gehe dann.
Speaker 0: Garret weiß, dass er mir vertrauen kann.
Speaker 0: Wir kennen uns nun schon zwei Jahre und es hätte unzählige Gelegenheiten gegeben.
Speaker 0: Da hätte ich ihm echte Schwierigkeiten machen können.
Speaker 0: John Miller ist eine Hexe.
Speaker 0: Das weiß Garrett natürlich nicht, aber dass er sie überhaupt erwähnt, ist bereits bemerkenswert.
Speaker 0: Ich weiß, dass ich in der Unterwelt die Magische und die Muggelwelt mitunter vermischen.
Speaker 0: Ob die Muggel das nicht begreifen, weil sie meistens stoned oder betrunken sind, oder ob sie es einfach so akzeptieren, kann ich nicht sagen.
Speaker 0: Vermutlich ist es eine Mischung aus beidem.
Speaker 0: Garrett weiß nichts von Magie, dessen bin ich mir ganz sicher.
Speaker 0: John verkehrt auch unter Muggeln, aber Garrett hat sie noch nie erwähnt.
Speaker 0: Im Grunde ist er ja einfach nur ein armer Schlucker, der jeden Tag aufs Neue versucht, nichts zu verrecken.
Speaker 0: Jean hat eine kleine Bar, die direkt am Eingang der Noctungasse liegt.
Speaker 0: Allerdings an dem Eingang, der von Muggel London aus zugänglich ist.
Speaker 0: Davon habe ich erst erfahren, als ich bei den Auroren anfing.
Speaker 0: Anders als der tropfende Kessel ist der Hexen-Kessel auch von Muggel sichtbar.
Speaker 0: In der Bar selbst gibt es dann einen Durchgang, den die Muggel nicht sehen können, Da die Bar zweistöckig und sehr verwinkelt ist, fällt den Muckeln auch nicht auf, dass immer wieder Menschen hinter Türen verschwinden und nicht mehr rauskommen.
Speaker 0: Und zudem gibt es auch Türen, hinter denen sich der ein oder andere gerne länger vergnügt.
Speaker 0: Bei den Auroren ist John natürlich keine Unbekannte.
Speaker 0: In ihrem Pub tummelt sich allerlei Gesindel und bestimmt werden hier krumme Geschäfte gemacht.
Speaker 0: Es ist die städtische und etwas verkommenere Version des Eberkopfes und John ist eine Mischung aus Eberforth und Madame Rosmerta.
Speaker 0: Ich betrete den Papp, in dem selbst zu dieser frühen Stunde bereits die ersten Schnapsleichen vor ihren halbvollen Gläsern kauern.
Speaker 0: Jean steht hinter der Theke und zappt ein Bier.
Speaker 0: Als ihren Blick hebt und mich erkennt, stockt sie kurz und ich sehe, wie ihr Blick zur gegenüberliegenden Seite des Schankraums wandert, bevor sie gerade noch so verhindern kann, dass das Glas überläuft.
Speaker 0: Ich nutze ihre Ablenkung und seh mich um.
Speaker 0: Ein Mann hat sich erhoben und steuert den Durchgang zu Nocturngasse an.
Speaker 0: Ich beschleunige meine Schritte und folge ihm.
Speaker 0: In dem dunklen Flur, in den ich drehte, ziehe ich den Tarnumhang über, während dummes Licht vom Ende des Ganges kurz die Silhouette des Mannes sichtbar macht.
Speaker 0: Rasch nehme ich die Verfolgung wieder auf und schlüpfe ihn die Gasse, in der bereits Regis treiben herrscht.
Speaker 0: Der Mann trägt einen schäbigen Hut, unter dem schmutzig blonde Locken hervorquellen.
Speaker 0: Er sieht sich immer wieder um und als er sich sicher zu sein scheint, dass ich ihm nicht gefolgt bin, verlangsamt er seine Schritte.
Speaker 0: Er grüßt hier und da und ich bin mir nicht mehr sicher, ob er nun überhaupt noch sein ursprüngliches Ziel ansteuert.
Speaker 0: Dennoch lasse ich ihn nicht aus den Augen und bald beobachte ich, wie er die Apotheke betritt.
Speaker 0: Ich bleibe nahe bei der Tür stehen, denn ein weiterer Kunde befindet sich in dem Laden und solange dieser sich dort befindet, wird der Mann wohl kaum den Grund seines Besuchs nennen.
Speaker 0: Bald öffnet der Kunde die Tür und ich nutze die Gelegenheit und stüpfe hindurch.
Speaker 0: Ich bin inzwischen wirklich gut darin, mich unter dem Tanumhang zu bewegen.
Speaker 0: Was willst du hier?
Speaker 0: Zisch der Apotheker.
Speaker 0: Er ist Snyder und ist ein großer, hagerer Kerl mit einer Glatze und einem grauen Kinnbärtchen.
Speaker 0: Vater ist eben zu John gekommen.
Speaker 0: Snyders Augenbrauen schießen in die Höhe.
Speaker 0: Und?
Speaker 0: Seid er dort gemacht?
Speaker 0: Der Mann zuckt mit den Schultern.
Speaker 0: Weiß nicht, John hat mich gleich zu dir geschickt.
Speaker 0: Zu mir?
Speaker 0: Snyder zieht den Zauberstab und schließt die Jalousien.
Speaker 0: Bist du verrückt?
Speaker 0: Er ist mir nicht gefolgt.
Speaker 0: Ich bin ja auch nicht ganz bescheuert.
Speaker 0: Faucht der Mann, jetzt aufgebracht.
Speaker 0: Potter würde in der Nocturngasse keine drei Meter weit kommen, ohne aufgehalten zu werden.
Speaker 0: Das weißt du.
Speaker 0: Ja, aber hätte das nicht trotzdem warten können?
Speaker 0: Es kann tausend Gründe haben, warum ein Aurore in den Hexenkessel kommt.
Speaker 0: Sie kommen ja schließlich regelmäßig, unregelmäßig, oder?
Speaker 0: Vermutlich hast du recht.
Speaker 0: Aber du warst jetzt jedenfalls Bescheid.
Speaker 0: Selbst wenn es Zufall war, wir müssen die Augen offen halten.
Speaker 0: Das müssen wir doch schon immer nixen.
Speaker 0: Snyder lacht.
Speaker 0: Aber die Auroren sind diesmal sowas von auf dem Holzweg.
Speaker 0: Uns erklickt, als sie nicht mitbekommen haben, dass die Nolans beide schon länger nicht mehr die sind, die sagen, wo es lang geht.
Speaker 0: Der Mann der Nixen heißt Nikt.
Speaker 0: Ja, aber wir müssen trotzdem aufpassen.
Speaker 0: Für meinen Geschmack wissen bereits viel zu viele Leute, was läuft, und es werden immer mehr die Entstück vom Kuchen abhaben wollen.
Speaker 0: Der Apotheker dreht sich um und räumt ein paar Pfeolen in das Regal hinter sich.
Speaker 0: Wer kann das beim nächsten Treffen besprechen?
Speaker 0: Und jetzt geh, ich hab zu tun.
Speaker 0: Nixen nickt, obwohl Snyder das nicht sehen kann und verlässt den Laden.
Speaker 0: Ich bleibe genau da stehen, wo ich war und beobachte, wie Snyder die Jalousien wieder hoch schnellen lässt.
Speaker 0: Er bleibt kurz in der Haltung stehen, sein Blick ins Leere gerichtet.
Speaker 0: Verdammte Idioten!
Speaker 0: Nixen hat Recht, es sind wirklich zu viele.
Speaker 0: Dann grinst er.
Speaker 0: Über dem kann ihr abgeholfen werden.
Speaker 0: Mit diesen Worten verschwindet er durch eine Tür hinter dem Tresen und ich nutze die Chance und husche ins Freie.
Speaker 0: Ich beschließte, dass es Türricht wäre, jetzt nochmal in den Hexenkessel zurückzukehren und gehe weiter die Nocturngasse hinab, bis sie in die Winkelgasse übergeht.
Speaker 0: In einer Nische ziehe ich mir den Tarnumhang vom Kopf und schländere dann durch die beliebte Straße.
Speaker 0: Ich muss zusehen, dass ich ins Büro komme und dann Kolleginnen und Kollegen mitteilen, was ich herausgefunden habe.
Speaker 0: Ich suche mir ein rückes Fleckchen und appariere ins Ministerium.
Speaker 0: Zwei Wochen sind vergangen, seit ich dieses Gespräch belauscht habe.
Speaker 0: Wir haben natürlich versucht, Snyder, Nixon und auch John noch engmaschiger zu observieren.
Speaker 0: Aber wir wollen auch nicht zu viel wagen und damit preisgeben, dass wir mehr Informationen haben, als der Gegenseite bewusst ist.
Speaker 0: Der Tarnumhang ist zwar hilfreich, aber ich kann auch nicht den ganzen Tag in der Nocturngasse auf der Lauer liegen, vor allem nicht alleine.
Speaker 0: Das hat mir mein Chef Sam Vilkins mehr als deutlich gemacht.
Speaker 0: Natürlich kann mit Verwandlungen und Vielsaftrank gearbeitet werden, Aber in der Nocturngasse herrschen besondere Gesetze und unbekannte Gesichter erregen Aufmerksamkeit.
Speaker 0: Etwas, das wir definitiv nicht gebrauchen können.
Speaker 0: Allerdings habe ich nicht vergessen, was Garrett mir gesagt hat.
Speaker 0: Er hat angedeutet, dass Jean zu Geld gekommen ist.
Speaker 0: Wenn sogar Garrett das mitbekommen hat, muss es sich um eine erkleckliche Summe handeln und vor allem gibt es Kreise, in denen sie damit offenbar hausieren geht.
Speaker 0: Ich könnte Garrett natürlich fragen, woher er das weiß, aber ich möchte ihn wirklich nicht unter Druck setzen.
Speaker 0: Und vor allem möchte ich ihn auf keinen Fall in Gefahr bringen.
Speaker 0: Außerdem ist das eine höheren Sageninformation, deren Ursprung kaum mehr zu ermitteln sein wird.
Speaker 0: Also lungere ich dieser Tage in Muggel London vor dem Hexenkessel herum.
Speaker 0: Natürlich nicht als High Reporter erkennbar.
Speaker 0: Ein paar Mal war ich auch in der Bar, aber auf der Muggelseite gibt es nichts außergewöhnliches, bis auf die Tatsache, dass es wirklich Menschen gibt, die aus so dreckigen Gläsern etwas trinken und auch noch dafür bezahlen.
Speaker 0: Es ist Freitag und ich stehe nun schon seit drei Stunden in der Januarkälte herum, ohne dass sich etwas tut.
Speaker 0: Jean ist üblicherweise alleine am Dresen.
Speaker 0: Daher rechne ich jetzt, es ist gleich sechs, nicht mehr damit, dass ihr rauskommt.
Speaker 0: Freitag Nachmittag wird das Wochenende eingeläutet und daher hat die gute Jean bestimmt schon alle Hände voll zu tun.
Speaker 0: Ich schlage den Kragen meines Mantels hoch und wende mich ab, um eine Gasse zu suchen, aus der ich disapparieren kann.
Speaker 0: Da sehe ich, wie die Tür zum Hexenkessel sich öffnet und eine Frau herauskommt.
Speaker 0: Natürlich gibt es auch Frauen, die die Bar besuchen, aber wenn sie sie verlassen, gehen sie meist nicht zu aufrecht und vor allem wirken sie nicht zu überaus aufmerksam.
Speaker 0: Ich trete einen Schritt zurück und lege einen Verschleierungszauber über mich, sodass ich schonens Aufmerksamkeit entgehe.
Speaker 0: Nachdem sie sich umgesehen hat, senkt sie den Kopf und geht mit schnellen Schritten die Straße hinab.
Speaker 0: Ich folge ihr auf der anderen Straßenseite und lasse sie nicht aus den Augen.
Speaker 0: Einmal bleibt sie stehen und zündet sich eine Zigarette an.
Speaker 0: Dabei lässt sie den Blick wieder die Straße hinauf und hinabwandern.
Speaker 0: Mich übersieht sie dank des Zaubers.
Speaker 0: Nach zwei, drei Zügen an der Zigarette wirft sie diese in den Rindstein und geht weiter.
Speaker 0: Einige Minuten später bleibt sie vor einem Haus stehen, dessen Fenster im Erdgeschoss hell erleuchtet sind.
Speaker 0: Dumpf, glaube ich, Klaviermusik durch die Fenster zu hören.
Speaker 0: Es ist ein nobles, mehrstöckiges Haus mit einem schmiede, eisernen Tor, das allerdings verschlossen ist.
Speaker 0: Jean betätigt eine Klingel und spricht offenbar mit jemandem, der sich daraufhin über die Gegensprechanlage meldet.
Speaker 0: Ein lautes Summen ertönt und Jean kann das Tor aufdrücken.
Speaker 0: In der Haustür, die sich nun öffnet, steht ein Angestellter.
Speaker 0: Das kann ich daran erkennen, dass er weißer Handschuhe trägt und Jean mit einer angedeuteten Verbeugung begrüßt.
Speaker 0: Dann wird die Tür geschlossen und ich stehe alleine auf der Straße.
Speaker 0: Ich warte einige Minuten, in denen ich das Haus und die ganze Gegend auf mich wirken lasse.
Speaker 0: Es erstaunt mich immer wieder, wie nah in großen Städten Elend und Reichtum beieinander liegen.
Speaker 0: Der Hexenkessel ist nur ein paar Straßen entfernt und fliegt in einem Viertel, in dem die Menschen täglich darum kämpfen müssen, ihre Miete bezahlen zu können und ihre Familie zu ernähren.
Speaker 0: Die Häuser in dieser Straße strotzen nur so von Wohlstand und Reichtum.
Speaker 0: Dass eine Frau wie Jean, die selbst aus der Gosse gekrochen ist, hier wie ein geschätzter Gast empfangen wird, ist auffällig.
Speaker 0: Natürlich wird er umstand, dass sie eine Hexe ist, hier durchaus eine Rolle spielen.
Speaker 0: Vor allem habe ich aber ein Gefühl, dass es bei der Sache um Geschäfte geht und Jean die Muggel nicht mit ihren Zauberkünsten unterhält.
Speaker 0: Es gefällt mir ganz und gar nicht, dass es Muggel gibt, die mit Hexen und Zauberen Geschäfte machen, denn ich bin mir sehr sicher, dass es dabei nicht um wohltätige Zwecke geht.
Speaker 0: Nachdem sich zwanzig Minuten lang nichts getan hat, überquere ich die Straße, um herauszufinden, wer in diesem Pompösenstadthaus lebt.
Speaker 0: Ich schlendere die Straße hinab und bleibe direkt vor dem Pfeiler stehen, an dem sich eine Messingtafel befindet.
Speaker 0: Hier nutze ich denselben Trink wie John und zünde mir eine Zigarette an.
Speaker 0: Umständlich fumle ich mit den Streichhölzern und werfe dabei einen Blick auf die Inschrift.
Speaker 0: Dr.
Speaker 0: Baron Hall rechts an Wald.
Speaker 0: Ich gehe weiter, biege um die nächste Ecke und disappariere.
Speaker 0: Ich brauche alles, was es zu Dr.
Speaker 0: Baron Hall zu wissen gibt, sage ich, als ich das Büro betrete.
Speaker 0: Naturgemäß ist die Zentrale nicht mehr wirklich gut besetzt.
Speaker 0: Immerhin ist es inzwischen bei einer sieben Uhr an einem Freitagabend.
Speaker 0: Trisha hebt den Kopf.
Speaker 0: Sie ist meine Seelenverwandte, dennoch sie ist Single und hat keine Familie, die ihre Aufmerksamkeit fordert.
Speaker 0: Sie ist ein paar Jahre älter als ich und eine wirklich tolle Frau.
Speaker 0: Zum Glück haben die aber beide schnell erkannt, dass wir uns zwar als Kollege und Kollegin wunderbar ergänzen, aber darüber hinaus keinerlei Anziehung herrscht.
Speaker 0: Dabei ist sie wirklich eine Wucht von einer Frau.
Speaker 0: Das gilt für ihren Körper und ihren Charakter.
Speaker 0: Vermutlich würde man sie als Vollweib beschreiben, mit ihrer stattlichen Körpergröße, die an manchen Mann heranreicht, ihrem völligen Körperbau und ihrer roten Lockenmäne, die sie meist in wilden Knoten versucht zu bändigen.
Speaker 0: Du meinst den Dr.
Speaker 0: Baron Hall?
Speaker 0: Ich sehe sie verwundert an und habe das Gefühl, ich hätte etwas Maßgebliches verpasst.
Speaker 0: Äh, entfährt das mir wenig geistreich.
Speaker 0: Den Rechtsanwalt hilft Trisha mir auf die Sprünge.
Speaker 0: Ja, Rechtsanwalt, wiederhole ich dümmlich.
Speaker 0: Muss man den kennen?
Speaker 0: Trisha verdreht die Augen.
Speaker 0: Na ja, wenn man mit halbwegs offenen Augen durchs Leben geht, sie steht auf und lehnt sich an ihren Schreibtisch.
Speaker 0: Da solltest wirklich öfter Zeitung lesen, die Magische und die eine oder andere der Muckel.
Speaker 0: Sie hat natürlich recht.
Speaker 0: Wenn man wissen will, was in einer Stadt vorgeht, muss man informiert sein.
Speaker 0: Leider habe ich eine ziemliche Aversion gegen die Presse, auch wenn mir klar ist, dass es nicht mal so sehr darum geht, ob in den Zeitungen die Wahrheit steht.
Speaker 0: Viel mehr geht es einfach nur darum, dass überhaupt etwas über bestimmte Personen drin steht, denn Wahrheit oder nicht.
Speaker 0: Es ist das, was die Leute glauben oder glauben sollen.
Speaker 0: Ich lehne mich an den gegenüberliegenden Schreibtisch und verschränke die Arme vor der Brust.
Speaker 0: Also Trish, erhelle mich.
Speaker 0: Nicht so lange du so aussehst, sagt sie lachend, und mir fällt ein, dass ich immer noch den grausigen Trenchcoat trage und aussehe wie ein Mann in seinen Fünfzigern, mit dem es das Leben nicht nur gut gemeint hat.
Speaker 0: Wie alle Verwandlungen kennen meine Kolleginnen und Kollegen diese hier.
Speaker 0: Jede und jeder von uns hat fünf alter Egos, die er oder sie benutzt.
Speaker 0: Dennoch ist es irritierend, wenn man mit diesen vermeintlich fremden Personen kommuniziert.
Speaker 0: Oh, ja, Moment.
Speaker 0: Ich zücke meine Zauberstabe und tebe die Verwandlung auf.
Speaker 0: Dann ziehe ich den Mantel aus und werfe ihn über den nächstgelegenen Stuhl, um meine Haltung von eben wieder einzunehmen.
Speaker 0: So gefällste mir besser, sagt Trisha lachend.
Speaker 0: Ich bin froh, dass die Fronten zwischen uns geklärt sind.
Speaker 0: Wir können ganz offen miteinander sprechen und berühren und frotzeln, ohne dass es irgendwann komisch werden würde.
Speaker 0: Kunststück, brumme ich, und knicke ihr Auffordern zu.
Speaker 0: Also, Dr.
Speaker 0: Baron Hall ist ein berühmter Strafverteidiger.
Speaker 0: Bei den Muckeln ist er dafür bekannt, dass er die wirklich schweren Fälle verteidigt.
Speaker 0: Seine Freispruchquote ist enorm hoch.
Speaker 0: Beängstigend ist, dass er keinen Held herausmacht, von der Schuld seiner Klientinnen und Klienten überzack zu sein.
Speaker 0: Die Freisprüche kommen in den allermeisten Fällen zustande, weil Hall der Anklage Formfehler nachweisen kann.
Speaker 0: Das muss ich erst mal sacken lassen.
Speaker 0: Das heißt, dieser Typ haut nachweislich Schwerverbrecher raus?
Speaker 0: Alle wissen, dass sie schuldig sind und sie kommen trotzdem davon?
Speaker 0: Ja.
Speaker 0: Scheiße.
Speaker 0: So kann man es zusammenfassen, bestätigt Frischer.
Speaker 0: Ich stoße mich von meinem Schreibtisch ab und laufe im Büro auf und ab.
Speaker 0: Darf ich erfahren, warum du alles über Hall wissen wolltest?
Speaker 0: Fragt sie nach einer Weile.
Speaker 0: Was?
Speaker 0: Ich sehe sie erstaunt an.
Speaker 0: Dann fällt mir ein, dass ich ihr ja noch gar nicht erzählt habe, wie ich selbst auf diesen Namen gekommen bin, also berichte ich ihr von meinen Beobachtungen.
Speaker 0: Als ich geendet habe, pfeift sie durch die Zähne.
Speaker 0: Ha!
Speaker 0: Wenn eine Frau wie Joan sich in diesen Kreisen aufhält, dann müssen wir davon ausgehen, dass sie das Geheimhaltungsabkommen missachtet.
Speaker 0: Welchen Wert könnte sie sonst für einen Mann wie Hall haben?
Speaker 0: Ich nicke, bin aber weiter in Gedanken versunken.
Speaker 0: Mit einem Mal erinnere ich mich an das, was Neider über die Nolens gesagt hat.
Speaker 0: Was, sage ich aufgeregt, wenn diese ganzen Überfälle gar nicht von den Nolens geplant werden?
Speaker 0: Was, wenn es Muggel sind?
Speaker 0: Muggel, die sich der Hilfe von Hexen und Zauberern bedienen.
Speaker 0: Trisha sieht mich bestürzt an.
Speaker 0: Du meinst, die ganzen Überfälle waren doch deshalb so seltsam, weil die Verletzungen der Opfer alle nicht magisch waren.
Speaker 0: Dennoch waren wir überzeugt, dass es das Werk von magischen Personen war.
Speaker 0: Verdammt, entfährt das Trisha.
Speaker 0: Wenn das stimmt, dann haben wir die wohl übelste Kooperation zwischen magischen und nicht magischen, die man sich vorstellen kann.
Speaker 0: Kapitel drei.
Speaker 0: Spurensuche.
Speaker 0: Januar, zwei Tausendvier.
Speaker 0: Harry.
Speaker 0: Noch tief in Gedanken versunken, betrete ich eine Stunde später den Grimortplatz.
Speaker 0: Brav streife ich meine Schuhe von den Füßen und tapste durch den dunklen Flur auf die Treppe zu, die hinab in die Küche führt.
Speaker 0: Vermutlich werkelt Creature bereits dort herum, um mir eine anständige Mahlzeit vorsetzen zu können.
Speaker 0: Creature und ich hatten einen etwas holprigen Staat, als ich nach meinem Abschluss endgültig hier einzog.
Speaker 0: Nicht, dass er mich nicht als seinen neuen Herrn akzeptiert hätte, er war das Gegenteil, das Problem.
Speaker 0: Nachdem wir uns in dem Sommer unserer Flucht hier zusammengerauft hatten, war unser Verhältnis gut.
Speaker 0: Er hat nie darüber gesprochen, dass ich ihn im Stich gelassen hätte, obwohl ich zu gerne gewusst hätte, was eigentlich geschehen war, als Jaxli plötzlich hier auf der Schwelle aufgetaucht war.
Speaker 0: Ich hatte mich entschuldigen und ihm erklären wollen, was geschehen war, Aber Creature hat das immer abgewiegelt und nur mantraartig wiederholt.
Speaker 0: Creature dient Master Harry Potter.
Speaker 0: Es ist nicht Creatures Aufgabe, die Entscheidungen seines Herzens hinterfragen.
Speaker 0: Dass es nicht meine Entscheidung gewesen war, ihn hier zurückzulassen, davon wollte er nicht zuhören.
Speaker 0: Unsere Schwierigkeiten lagen vor allem daran, dass ich viele Dinge selbst erledigen wollte.
Speaker 0: Entweder aus Gewohnheit oder einfach tatsächlich, weil es mir Freude machte, wie das Kochen.
Speaker 0: Es war ein langer und zäher Kampf, bis ich Creature so weit hatte, mich in meiner eigenen Küche arbeiten zu lassen.
Speaker 0: Wir fanden schließlich eine Einigung, dass er in meinem Alltag für die Mahlzeiten sorgte und damit für meine Grundversorgung zuständig war.
Speaker 0: Wenn ich dann mal kochte, war das mehr die Ausübung eines Hobbys und nicht so sehr, um mich oder andere mit Nahrung zu versorgen.
Speaker 0: Für meine Freundinnen und Freunde durfte ich daher auch höchstens einen Kuchen oder einen Nachtisch zubereiten, da es für Creature nicht in Frage kam, dass das Haus Black Gäste empfing und diese vom Hausherrn bekocht wurden.
Speaker 0: Heute Abend bin ich dankbar, dass Creature vermutlich seit Stunden, denn es ist schon fast zehn, dafür sorgt, dass das Abendessen für mich bereit steht.
Speaker 0: Da ich wie an allen Arbeitstagen mittags nicht hier gewesen bin, erwartet mich ein üppiges Nachtmal.
Speaker 0: Ob Creature weiß, dass ich mittags meist gar nichts esse, Soll es aus Zeit mange oder weil ich es einfach vergesse, oder ob er davon ausgeht, dass es in keinem Fall eine angemessene Mahlzeit gewesen sein kann, die ich außerhalb dieses Hauses konsumiere, weiß ich nicht.
Speaker 0: Jedenfalls strömt mir der Duft eines Auflaufs entgegen und mein Magen knurzzustimmend.
Speaker 0: Guten Abend, Creature.
Speaker 0: Creature hebt kurz missbilligend den Kopf und verneigt sich dann.
Speaker 0: Master Harry Potter ist zu Hause.
Speaker 0: Auch wer es die Notwendigkeit betrifft, mich bereits im Hausflur zu begrüßen, wären wir lange nicht einer Meinung.
Speaker 0: Ich habe Creature erklärt, dass ich durchaus in der Lage bin, meine Jacke alleine an einen Kleiderhaken zu hängen und meine Schuhe an den passenden Platz zu stellen.
Speaker 0: Ich musste lernen, dass ich Creature nicht alles wegnehmen durfte, aber ich wollte auch nicht das Gefühl haben, von der ersten Sekunde, in der ich mein Haus betrete, unter Beobachtung zu stehen.
Speaker 0: Vielleicht liegt es an meiner Kindheit mit Tante Petunia, die mich in dieser Sache hart bleiben ließ.
Speaker 0: Zu lange musste ich diese missbilligenden Blicke über mich ergehen lassen, die mir von dem Moment angeschenkt wurden, da ich das Haus betrat oder ins Sichtfeld meiner Tante geriet und die mir in jedem Moment vermittelten, dass allein meine Anwesenheit eine grobe Beleidigung ihres Ordnungs sind.
Speaker 0: Ich setzte mich an den großen Ess-Tisch und wartete brav, dass Creature das Essen aufträgt.
Speaker 0: Er summt zufrieden vor sich hin und ich kann mir einen Grenzen nicht verkneifen.
Speaker 0: Es ist eigentlich ziemlich einfach ihn zufrieden zu stellen, Sich hinsetzen, ohne Anstalten zu machen, sich selbst einen Teller oder einen Glas zu holen, ist ihm bereits eine große Freude.
Speaker 0: Danke, Creature.
Speaker 0: Es riecht köstlich.
Speaker 0: Ich mache mich über den leckeren Auflauf her und lasse die Erkenntnisse dieses Tages Revue passieren.
Speaker 0: Trisha und ich haben eine Nachricht an alle Kolleginnen und Kollegen geschickt und morgen zu einem Meeting einberufen.
Speaker 0: Wenn die Magische und die Muckelwelt sich auf diese Weise zusammentun, dann können wir alle uns warm anziehen.
Speaker 0: Vor allem müssen wir dann unsere Ermittlungsarbeit völlig neu überdenken.
Speaker 0: Juli, Zwei-Tausend-Vier.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Ich sitze in der Küche an dem riesigen Ess-Tisch, vor mir eine Tasse Tee, die Creature Me eben serviert hat und starre ins Leere.
Speaker 0: Ein großer Teil des Tisches wird von der Karte bedeckt, die ich nach und nach mit meinen Erkenntnissen füllen werde.
Speaker 0: Da ich gerne ziemlich genau arbeite, manche meiner Kollegen nennen mich einen Pedanten, was ich von mir weise, ist die Karte noch weitgehend leer.
Speaker 0: Bisher sind nur die Räume im Erdgeschoss und die Küche eingezeichnet.
Speaker 0: Immerhin habe ich inzwischen bereits herausgefunden, dass Potter das Esszimmer nicht wirklich genutzt haben kann.
Speaker 0: Das ist ganz deutlich daran erkennbar, dass die Magie des Hauses sich dort ungehindert ausgebreitet hat, und zwar stärker, als sie es in ein paar Wochen der Abwesenheit tun sollte.
Speaker 0: Ich fahre mir übers Gesicht und frage mich, ob sich denn niemand die Mühe gemacht hat, Potter über die Eigenmagie so alter Häuser aufzuklären, dass er selbst das nicht zwingend wissen kann, kann ich ihm noch nachsehen.
Speaker 0: Ach, wenn ich mich schon etwas wundere, dass dieser Aspekt in der auroren Ausbildung offenbar keine große Rolle spielt.
Speaker 0: Ich würde ja gerne davon ausgehen, dass Potter einfach nicht aufgepasst hat.
Speaker 0: Aber tatsächlich bin ich mir recht sicher, dass ihn genau dies ziemlich interessiert hätte.
Speaker 0: Vielleicht sollte ich diesbezüglich mal ein Wörtchen mit Schäkelbold reden.
Speaker 0: Ich denke an meine eigene Ausbildung zurück und erinnere mich, dass erstaunlich wenige meiner Mitstudierenden jemals von der Magie von Häusern gehört hatten.
Speaker 0: Die allermeisten waren tatsächlich davon ausgegangen, dass lediglich die Bewohnerinnen und Bewohner für die einem Haus innewohnende Magie verantwortlich wären.
Speaker 0: Vermutlich wäre es selbst für einen Ronald Weasley eine Neuigkeit, dass der Bruchbude seiner Familie eine eigene Magie innewohnt.
Speaker 0: Aber vielleicht ist es bei einem Haus, dass keine dunkle Magie in sich trägt, auch gar nicht so offensichtlich, wie zum Beispiel im Mainer oder hier am Grimortplatz.
Speaker 0: Ich denke an Granger's Worte, Potter habe sich verändert.
Speaker 0: Vielleicht kann ich es nicht vermeiden und muss noch mal mit dir reden.
Speaker 0: Aber nicht bevor ich nicht diese Karte vervollständigt habe, und das kann mich noch ein paar Tage kosten.
Speaker 0: Vor allem werde ich jeden Tag, den ich hierher zurückkehre, damit beginnen müssen, die Dunkle Magie zu bekämpfen, um sie nach und nach zurückzudrängen.
Speaker 0: Das ist kein Vorgang, der mit einem einmaligen Schlenker des Zauberstabs getan ist, sei denn man ist vielleicht Elvis Dumbledore.
Speaker 0: Da ich in Malphalmena aufgewachsen bin, hat die Dunkle Magie wenigstens keinen starken Einfluss auf mich.
Speaker 0: Ich erkenne sie als solche und kann sie bekämpfen.
Speaker 0: Ich frage mich allerdings, wie ein Mensch wie Potter, dessen Magie so markelos es darauf reagiert hat.
Speaker 0: Was das was Granger meinte?
Speaker 0: Hat sich etwas in seiner Magie verändert?
Speaker 0: Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Veränderung, sollte sie nicht nur der Einbildung Grangers Entspringen für die Allgemeinheit erkennbar war.
Speaker 0: Er war bis zuletzt bei den Errohren einer der besten, wie mir meine Kolleginnen und Kollegen, die den Tagesspropheten lesen, bei zu vielen Gelegenheiten ungefragt mitgeteilt haben.
Speaker 0: Leider kann ich vorerst niemanden aus Potters Kollegenkreis befragen, da Schäkelbold mich einstweilen noch um Diskretion gebeten hat.
Speaker 0: Erst wenn das Haus und der Elf mir keine weiteren Hinweise mehr liefern, werden die Ermittlungen ausgeweitet.
Speaker 0: Ich trinke meinen Tee leer und stehe auf.
Speaker 0: Die Küche habe ich soweit erfasst, aber es muss noch mehr Räume hier im Untergeschoss geben.
Speaker 0: Einer davon ist leicht zu finden, denn es ist eine Speisekammer, die direkt an die Küche anschließt.
Speaker 0: Wie die Küche selbst ist sie nicht stark von der dunklen Magie vereinnahmt, was wohl bedeutet, dass Potter bis zu seinem Verschwinden öfter dort gewesen war.
Speaker 0: Ich kann mir einen Schmunzel nicht verknifen, als ich mir die Diskussionen vorstelle, die das mit dem alten Creature ausgelöst haben muss.
Speaker 0: Aber es ist auch so typisch für Potter, dass er es nicht lassen kann und die Regeln eines magischen Haushaltes so eklatant missachtet, indem er sich in der Speisekammer rumtreibt.
Speaker 0: Das kann ja nur bedeuten, dass er auch hin und wieder selbst gekocht hat, der arme Creature.
Speaker 0: Das hat er wirklich nicht verdient.
Speaker 0: Ich denke an Creatures Verhalten.
Speaker 0: Kein schlechtes Wort über Potter ist bisher über seine Licken gekommen und ich habe das unbestimmte Gefühl, dass das nichts damit zu tun hat, dass Potter nun mal sein Herr ist.
Speaker 0: Vielmehr scheint der Elf auf unbestimmter Art unglücklich zu sein, aber er kann mir auf irgendeinem Grund nichts sagen, was geschehen ist.
Speaker 0: Sein Verhalten ist wirklich äußerst ungewöhnlich und ich kann mir keinen Reim darauf machen.
Speaker 0: Als ich zurück in die Küche trete, muss ich feststellen, dass hier eine wirklich angenehme Atmosphäre herrscht.
Speaker 0: Es ist ein Raum, der zum Verweilen einlädt, und ich frage mich ernsthaft, ob Potters häufige Anwesenheit das bewirkt hat.
Speaker 0: Ungeduldig schüttle ich den Kopf.
Speaker 0: Dieser Raum, das hat mir Shacklebold auf Nachfrage mitgeteilt, war derjenige, in dem die Ordnstreffen stattfanden.
Speaker 0: Dumbledore hat hier gewirkt, und große Zauberer wie Shacklebold selbst und Aleister Moody haben bestimmt dafür gesorgt, dass man sich hier wohl fühlte.
Speaker 0: Außerdem genügt vermutlich die längerfristige Anwesenheit mehrerer Wieslies, um dunkle Magie in ihre Schranken zu weisen.
Speaker 0: Dennoch sollte ich nicht außer Acht lassen, dass der Orden sein Hauptquartier hier nach unserem sechsten Schuljahr aufgegeben hat, mit Dumbledos Tod.
Speaker 0: Ich muss mich sehr bewusst zwingen, meine Gedanken nicht in die Spirale abgleiten zu lassen, die die Erinnerung in diesem Vorfall unweigerlich auslöst.
Speaker 0: Ich atme tief durch und konzentriere mich.
Speaker 0: Worum geht es hier?
Speaker 0: Warum habe ich an Dumbledos Tod gedacht?
Speaker 0: Richtig.
Speaker 0: Weil damit der Fidelius-Zauber zu unsicher wurde und der Orden sich zurückgezogen hat.
Speaker 0: Potter hat das Haus erst nach unserem letzten Schuljahr bezogen.
Speaker 0: Zuvor kann er nicht viel Zeit hier verbracht haben.
Speaker 0: Das heißt, das Haus hatte ungefähr zwei Jahre, in denen niemand regelmäßig hier war.
Speaker 0: Es muss für Potter anfangs schwierig gewesen sein, hier heimisch zu werden.
Speaker 0: Offenbar war aber der Wunsch, sich von den Wiesli's zu emanzipieren, größer als das Unwohlsein in diesem Haus zu leben.
Speaker 0: Ich habe im achten Schuljahr mitbekommen, wie Potter sich zurückgezogen hat.
Speaker 0: Er und die kleine Wiesli waren am sechsten Schuljahr zusammen gewesen, Aber über dieses schreckliche Jahr, als Potter abgetaucht war, hatten sie sich offenbar getrennt.
Speaker 0: Wenn die Gerüchte stimmen, war dies aus durch und durch heroischen Gründen geschehen, typisch Potter eben.
Speaker 0: Allerdings haben diese Gründe dennoch gereicht, dass die beiden nach der Schlacht kein Paar mehr geworden sind, eine Tatsache, die dem Mädchen definitiv mehr zu schaffen machte als Potter.
Speaker 0: Ich schüttle den Gedanken an die Schulzeit ab und wende mich der Tür zu, die in den Flur führt.
Speaker 0: Dieser ist düster und wird von einer mühsam flackeren Lampe nicht wirklich erhält.
Speaker 0: Ich zücke einen Zauberstab, um mit einem Loomus nachzuhelfen.
Speaker 0: Akribisch suche ich die Wände nach weiteren Türen ab.
Speaker 0: Das erscheint mir seltsam, dass das Untergeschossen nicht in dem Maße ausgebaut sein sollte, wie es der Grundriss hergibt.
Speaker 0: Andererseits hat man vielleicht einfach keine weitere Notwendigkeit gesehen.
Speaker 0: Die Herrschaften haben sich hier nicht aufgehalten und für die Elfen.
Speaker 0: war die Küche wirklich ausreichend groß.
Speaker 0: Nachdem ich eine halbe Stunde jeden Quadratzentimeter abgesucht habe, gebe ich auf und beschließe es für heute gut sein zu lassen.
Speaker 0: Ich kann es nicht leugnen, dieses Haus irritiert mich.
Speaker 0: Es sind so viele Empfindungen, die ausgelöst werden, wenn ich hier bin.
Speaker 0: Mit geschlossenen Augen versuche ich, ein paar Minuten diesen Gefühlen auf den Grund zu gehen.
Speaker 0: Es fühlt sich vertraut an, aber gleichzeitig stößt es mich ab.
Speaker 0: Schließlich schüttle ich mich und öffne die Augen.
Speaker 0: Ich sollte nicht zu viele meine Empfindungen in diesem Haus hineininterpretieren.
Speaker 0: Schon als Kind hat mich die Atmosphäre hier verwirrt.
Speaker 0: Einerseits war da immer diese dunkle Magie, aber andererseits war es auch die Magie, die ich mit meiner Mutter in Verbindung brachte.
Speaker 0: Und obwohl meine Mutter eine Black war, habe ich ihre Magie nie als dunkel empfunden.
Speaker 0: Ich steige die Treppe nach oben und versuche, das seltsame Gefühl hinter mir zu lassen.
Speaker 0: Morgen werde ich mich dem ersten Obergeschoss widmen.
Speaker 0: Mir graut jetzt schon vor dem Moment, da ich mir Potters Schlafzimmer vornehmen muss.
Speaker 0: Was habe ich nur verbrochen.
Speaker 0: Februar, zwei Tausendvier.
Speaker 0: Harry.
Speaker 0: Ich bin so verdammt müde.
Speaker 0: Seitdem wir herausgefunden haben, dass der berühmte Muckelanwalt Dr.
Speaker 0: Hall und die Hexe John Miller Kontakt haben, sind beinahe vier Wochen vergangen.
Speaker 0: Vier Wochen, in denen wir versucht haben, zu verstehen, wie genau die Geschäftsbeziehung dieser beiden Menschen aussieht.
Speaker 0: Wir haben Miller und Hall überwacht, so gut es uns möglich war.
Speaker 0: Baron Hall zu überwachen ist leider nur so lange möglich, wie er sich in der Öffentlichkeit auffällt und dort tut er gewiss nichts Verbotenes.
Speaker 0: Offenbar hat Miller ihm gleich zu Beginn ein paar gute Tipps in Sachen Abwehrzauber gegeben, und wir sind inzwischen sicher, dass er sich auch privat mit Zauberern und Hexen umgibt, die ihn schützen.
Speaker 0: Ich stoppere eben durch den kaminenden Salon im Grimollplatz und lasse mich auf die Couch fallen.
Speaker 0: Creature erscheint und schnallst ungeduldig mit der Zunge.
Speaker 0: Der Master hat seine Schuhe nicht ausgezogen.
Speaker 0: Ich weiß, Creature.
Speaker 0: Brumme ich in das Kissen und streife mir die Schuhe ab, die mit einem dumpfen Geräusch auf den Teppich fallen.
Speaker 0: Ich komme von einer Nachtschicht, der ein ganz normaler Arbeitstag vorangegangen ist.
Speaker 0: Aufputsstrengte sind ja schön und gut, aber leider ist die Dosierung nicht ganz einfach, davon abgesehen, dass man sie nicht regelmäßig konsumieren sollte.
Speaker 0: Meine Augen brennen vor Müdigkeit und ich habe das Gefühl, keinen Schritt mehr gehen zu können, aber mein Geist ist noch hellbach und ich bin sicher, dass ich bis heute Mittag nicht werde schlafen können.
Speaker 0: Dumm nur, dass wir um drei Uhr bereits wieder eine Sitzung haben und dann mein neuer Arbeitstag beginnt.
Speaker 0: Ich setze mich echzend auf und schäle mich aus meinem Mantel, den ich auf den Boden werfe.
Speaker 0: Da hört Creature wenigstens mal was zu tun.
Speaker 0: Ich weiß gar nicht, warum ihn überhaupt stört, dass ich mit Schuhen und Mantel auf der Couch lande.
Speaker 0: Naja, vermutlich benehme ich mich nicht der Würde des Hauses angemessen.
Speaker 0: Ich lasse mich wieder auf die Couch sinken und lege einen Arm über meine Augen.
Speaker 0: So viele Gedanken schwirren in meinem Kopf hin und her.
Speaker 0: Zum Beispiel der, dass ich es kaum erwarten kann, dass endlich Juni ist.
Speaker 0: Es ist mir an manchen Tagen sogar egal, ob wir diesen verdammten Fall gelöst haben oder nicht, ich will einfach nur weg.
Speaker 0: Meine Pflichten, weg von den Erwartungen meiner Freundinnen und Freunde, weg von der zauberer Welt, aber vor allem weg aus diesem Haus.
Speaker 0: Wenn ich es genau betrachte, ist es nur Creatures Anwesenheit, die mich überhaupt noch hier hält.
Speaker 0: Ich fühle mich ihm gegenüber verpflichtet, mein Erbe anzunehmen und mich um ihn zu kümmern.
Speaker 0: Aber das Haus ist natürlich viel zu groß für mich.
Speaker 0: Außerdem hat es immer noch eine sehr düsterer Aura, Manchmal glaube ich, etwas flüstern zu hören.
Speaker 0: Vermutlich sind es die Porträts, die sich hinter meinem Rücken über mich unterhalten.
Speaker 0: Das von Serious Mutter hat Creature inzwischen tatsächlich in ein anderes Zimmer gehängt, wo er sich jederzeit mit seiner ehemaligen Herren unterhalten kann.
Speaker 0: Möchte Master Harry Potter etwas essen?
Speaker 0: Ich schrecke zusammen, als ich Creature aus Stimme plötzlich nahe neben meinem Ohr höre.
Speaker 0: Nein, Creature, danke.
Speaker 0: Ich höre den Elfen davon tappsen und weist, dass er nicht zufrieden mit mir ist.
Speaker 0: Wenn es nach ihm ginge, würde ich meine Tage damit verbringen, im Salon zu sitzen, wichtige Korrespondenz zu beantworten, Gäste zu empfangen und drei bis fünf Mahlzeiten am Tag zu mir zu nehmen.
Speaker 0: Tatsächlich muss ich eine ziemliche Enttäuschung für ihn sein.
Speaker 0: Meine Gedanken schweifen zu der letzten Nacht.
Speaker 0: Wir haben inzwischen einen Nachtclub ausfindig gemacht, in dem Dr.
Speaker 0: Hall regelmäßig verkehrt.
Speaker 0: Er gehört einem gewissen Edgar Campbell, genannt Eddie.
Speaker 0: Laut unserem Kontakt zu Scotland Yard versucht die Polizei schon lange ihn wegen Drogen und anderer Geschäfte dranzukriegen.
Speaker 0: Aber mit einem Anwalt wie Hall ist das bisher nicht gelungen.
Speaker 0: Ich habe die Nacht vor dem Club verbracht, die meiste Zeit unter dem Tarnumhang, denn eine Person, die mitten in der Nacht die ganze Zeit auf den Eingang eines Lokals start, ist mir derzeit schon etwas auffällig.
Speaker 0: Und das Illusionierungszaubar mag ich nicht besonders.
Speaker 0: Auf einer überlebten Straße sind sie mir zu unsicher.
Speaker 0: Leider wissen wir überhaupt nicht, worauf wir eigentlich warten.
Speaker 0: Wir müssen jemanden einschleusen, aber bisher gab sich hier noch keine Gelegenheit.
Speaker 0: Außerdem habe ich immer noch nixens Worte im Ohr, dass sowieso schon zu viele Leute von der Sache wissen.
Speaker 0: Warum sollte man also noch eine Person einbeiden und zu welchem Zweck?
Speaker 0: Ich würde ja viel lieber nixen oder Snyder überwachen, aber davon wollte mein Chef bisher nichts wissen.
Speaker 0: Er meinte, wir sollten uns nicht mit den Laufburschen aufhalten, wenn wir doch schon wüssten, wie er die Drahtzieher sind.
Speaker 0: Ich kann ihm nicht zustimmen, denn was nützt uns dieses Wissen, wenn wir keine Informationen über den nächsten Überfall bekommen?
Speaker 0: Ich setze mich auf und reibe mir über die Augen.
Speaker 0: Verdammt.
Speaker 0: Ich werde nachher zum Dienst antreten, ohne in dreißig Stunden auch nur eine Minute geschlafen zu haben.
Speaker 0: Ich muss dringend mit meinem Chef reden.
Speaker 0: Seit er weiß, dass ich ab Juni für mehrere Monate fortsein werde, ist er wohl der Ansicht, dass ich dann genug Zeit haben werde, den Schlaf einiger Monate nachzuholen.
Speaker 0: Vielleicht sollte ihm jemand erklären, dass der menschliche Körper so nicht funktioniert und er das Risiko eingeht, dass ich irgendwann einen wirklich schlimmen Fehler mache.
Speaker 0: Aber irgendwie ist er auf dem Ort haupt.
Speaker 0: Wenn es nach ihm geht, braucht man in meinem Alter sowieso kaum Schlaf.
Speaker 0: Erprobt stehe ich auf und gehe in die Küche, um mir einen Kaffee zu machen.
Speaker 0: Kaum habe ich die Kerne aus dem Schrank geholt, erscheint Creature.
Speaker 0: Master Potter hat gesagt, dass er nichts möchte.
Speaker 0: Er wirkt beinah verzweifelt.
Speaker 0: Das fällt mir in letzter Zeit immer öfter auf, dass er geradezu hysterisch reagiert, wenn ich selbst etwas im Haushalt mache.
Speaker 0: Dabei komme ich ja kaum mehr dazu, mir selbst mal was zu kochen.
Speaker 0: Da sollte er mir doch zugestehen, wenn ich mir meinen Kaffee selber mache.
Speaker 0: Er wird wirklich kautzig.
Speaker 0: Ich habe gemerkt, dass ich sowieso nicht schlafen kann.
Speaker 0: Da wollte ich mir, Master Potter setzt sich hin und Creature macht Frühstück.
Speaker 0: Ich säufze und lasse mich auf eine Stuhl fallen.
Speaker 0: Manetwegen.
Speaker 0: Creature entspannt sich und beginnt in der Küche zu werkeln.
Speaker 0: Ich sehe ihm zu und das beruhigt mich offenbar so sehr, dass ich den Kopf auf meine Arme sinken lasse und einschlafe.
Speaker 0: Wenn Master Potter noch etwas essen will, muss er jetzt aufwachen.
Speaker 0: Creatures Stimme reißt mich aus dem Schlaf.
Speaker 0: Was?
Speaker 0: Master Potter muss in einer Stunde wieder zur Arbeit.
Speaker 0: Ich stöhne und sehe zur Uhr.
Speaker 0: Creature hat natürlich recht.
Speaker 0: Es ist zwölf Uhr.
Speaker 0: Warum konnte ich vorher auf der Couch nicht schlafen?
Speaker 0: Durch die unbequeme Haltung schmerzt mein Nacken.
Speaker 0: Ich will aufstehen, um ins Bar zu gehen und eine Dusche zu nehmen.
Speaker 0: Wo geht der Master hin?
Speaker 0: Ich muss duschen, bevor ich zur Arbeit gehe.
Speaker 0: Wann habe ich eigentlich angefangen, mich vom einem Hauselfen zu rechtfertigen?
Speaker 0: Der Master muss essen.
Speaker 0: Creature hat extra für den Master... Ich hebe ergeben die Hände und lasse mich wieder auf den Stuhl fallen.
Speaker 0: Komme ich zur Not, eben ungewaschen zur Arbeit.
Speaker 0: Vielleicht hilft es ja, wenn meine Kolleginnen oder Kollegen sich beschweren, dass ich zu sehr stinke.
Speaker 0: Eine Stunde später stehe ich in der Aurora-Abteilung.
Speaker 0: Ich habe es sogar geschafft, Creature zufrieden zu stellen und mich zu duschen.
Speaker 0: Es war auch gar nicht so schlecht, dass ich mich so beeilen musste, denn so hatte ich keine Zeit darüber nachzudenken, wie müde ich immer noch bin.
Speaker 0: Hey, Harry, das ist scheiße aus!
Speaker 0: Bobby kommt aus seinem Büro und geht in Richtung des Besprechungsraumes, in dem wir uns treffen wollen.
Speaker 0: Danke, krummle ich.
Speaker 0: Schamant wie immer.
Speaker 0: Bobby, eigentlich Robert Blakeway, sieht aus wie ein Model.
Speaker 0: Er ist groß, muskulös und hat goldblende Locken.
Speaker 0: Dazu ist er auch noch ein wirklich guter Aurora, aber menschlich mitunter schwer zu ertragen.
Speaker 0: Vor allem, wenn er wie das blühende Leben vor mir hertrabt.
Speaker 0: Wir betreten gemeinsam den Raum, in dem bereits die meisten anderen sich versammelt haben.
Speaker 0: Mein Chef betritt als Letzter den Raum und schließt die Tür.
Speaker 0: Ruhe, bitte, meine Damen und Herren!
Speaker 0: Die Gespräche verstummen und ich lasse mich auf einen freien Stuhl gleiten, mir der Tatsache bewusst, dass ich gleich von Wilkins aufgerufen werde.
Speaker 0: Man kann über unseren Chef sagen, was man will, aber er hält sich nicht mit unnötigem Geplänkel auf.
Speaker 0: Und so ruft er auch nacheinander die Teams auf, um alle auf denselben Stand zu bringen.
Speaker 0: Das Ergebnis ist ernüchternd.
Speaker 0: Wir wissen genauso viel wie letzte Woche und ich kann in den Gesichtern alle anwesenden Frustrationen sehen.
Speaker 0: Wir alle haben Angst vor dem nächsten Überfall.
Speaker 0: Es fühlt sich schrecklich an, zu wissen, wer hinter all dem steckt und es nicht verhindern zu können.
Speaker 0: Das Meeting endet mit der Verteilung neuer Aufgaben und dem Versuch des Chefs uns zu vermitteln, dass unsere Arbeit nicht umsonst ist.
Speaker 0: Sir, ich bin rasch aufgestanden, um Wilkins aufzuhalten.
Speaker 0: Potter, was wollen Sie?
Speaker 0: Er sieht mich ungehalten an.
Speaker 0: Vermutlich fragt er sich, warum ich ihn jetzt anspreche, wo ich doch eine halbe Stunde lang Zeit dafür gehabt hätte.
Speaker 0: Ich... Kann ich Sie kurz sprechen?
Speaker 0: Unter vier Augen.
Speaker 0: Er sieht mich noch skeptischer an.
Speaker 0: Wenn Sie mir sagen wollen, dass Sie bereits vor Juni... Was?
Speaker 0: Nein!
Speaker 0: Ich hebe die Hände und offenbar merkte an meiner Überraschung, dass ich die Wahrheit sage.
Speaker 0: Seine Mine entspannt sich etwas.
Speaker 0: Na dann kommen Sie.
Speaker 0: Ich folge ihm in sein Büro und schließe die Tür.
Speaker 0: Schließen Sie los.
Speaker 0: Da er mir keinen Platz angeboten hat, bleibe ich stehen.
Speaker 0: Ich möchte mich an Nixen dranhängen.
Speaker 0: Falle ich gleich mit der Tür ins Haus.
Speaker 0: Der Gedanke ist mir während der Sitzung gekommen, aber ich wollte ihn nicht vor der ganzen Mannschaft aussprechen.
Speaker 0: Mein Tarnumhang ist so etwas wie ein offenes Geheimnis.
Speaker 0: Ich nutze ihn in unregelmäßigen Abständen, meist aus der Situation heraus.
Speaker 0: Aber noch nie habe ich meinem Vorgesetzten gegenüber vorgeschlagen, ihn für eine Mission zu benutzen.
Speaker 0: Wilkins stockt und sieht mich erstaunt an.
Speaker 0: Ehren.
Speaker 0: Tarnumhang?
Speaker 0: Ja, Sir.
Speaker 0: Mehr wage ich nicht zu sagen.
Speaker 0: Habe ich Wilkins falsch eingeschätzt und er wusste doch nichts davon?
Speaker 0: Mir wird heiß und kalt.
Speaker 0: Was wenn er verlangt, dass ich ihn der Abteilung zur Verfügung stelle?
Speaker 0: Das möchte ich unter keinen Umständen tun.
Speaker 0: Die Errohrenabteilung hat natürlich eigene Tarnumhänge, die aber weit von dem entfernt sind, was mein Umhang leisten kann.
Speaker 0: Die meisten sind so schlecht, dass man mit einem Desillusionierungszaubar besser bedient ist.
Speaker 0: Wilkins hat sich gefangen und sieht mich herausfordernd an.
Speaker 0: Was erhoffen Sie sich davon?
Speaker 0: Ich zucke mit den Schultern.
Speaker 0: An die wirklich wichtigen Personen kommen wir nicht ran, aber Nixen weiß offenbar Bescheid.
Speaker 0: Und er scheint nicht ganz so helle zu sein.
Speaker 0: Er ist ein Laufburge.
Speaker 0: Es wäre doch interessant zu wissen, wo er so umläuft.
Speaker 0: Wilkins legt eine Hand an sein Kind und reibt darüber.
Speaker 0: Das kratzende Geräusch verrät, dass auch er nicht zu regelmäßig dazu kommt, sich zu rasieren, wie er dies normalerweise tut.
Speaker 0: Irgendwie stimmt mich das ihm gegenüber milder.
Speaker 0: Er ist ein guter Chef.
Speaker 0: Strängen, ja, und manchmal launisch, aber er erwartet nichts von uns, was er nicht selbst auch zu geben bereit ist.
Speaker 0: Okay, machen Sie das, ich lasse Ihnen freie Hand, eine Woche lang.
Speaker 0: Ich sehe ihn überrascht an und er grinst mich herausfordernd an.
Speaker 0: Was ist Potter?
Speaker 0: Nicht zufrieden?
Speaker 0: Was?
Speaker 0: Äh, doch, Sir.
Speaker 0: Vielen Dank, Sir.
Speaker 0: Ich wende mich zum Gehen und habe die Klinke schon in der Hand, als er mich nochmal aufhält.
Speaker 0: Und Potter?
Speaker 0: Ich halte inne und drehe mich zu ihm um.
Speaker 0: Gehen Sie erst mal heim und schlafen Sie sich aus.
Speaker 0: Sie sind scheiße aus.
Speaker 0: Ich schmunzle und nicke ihm zu.
Speaker 0: Allerdings werde ich das jetzt bestimmt nicht tun, denn nun habe ich wieder ein Ziel vor Augen.
Speaker 0: Ich grenze.
Speaker 0: Nächsten, ich werde an dir kleben wie hundescheiße an der Schuhsohle und du wirst nichts davon mitbekommen.
Speaker 0: Kapitel Vier.
Speaker 0: Alleingang.
Speaker 0: März, zwei-tausendvier.
Speaker 0: Harry.
Speaker 0: Es ist der letzte Tag der Woche, die Wilkins mir zugestanden hat.
Speaker 0: Ich habe gestern sogar Ron's Geburtstagsfeier versäumt, um endlich Ergebnisse liefern zu können.
Speaker 0: Hermine war entsetzt und hat mir ziemlich eindeutig zu verstehen gegeben, dass sie in Sorge um einen Geisteszustand ist.
Speaker 0: Meine Versuche, ihr zu erklären, wie wichtig es ist, endlich einen Durchbruch zu erringen, hat sie abgeschmettert.
Speaker 0: Vermutlich war es auch nicht besonders hilfreich, dass die Schlaflosigkeit mich mit der Zeit leicht manisch wirken lässt.
Speaker 0: So ist leider auch das einzige Ergebnis, das ich liefern kann, ein ständiges Zittern, das einsetzt, sobald ich nicht in Bewegung bin.
Speaker 0: Es mag sein, dass ich es mit den Aufbordstrengen etwas übertrieben habe.
Speaker 0: Ich habe keine Ahnung, ob ich eine ernstzunehmende Sucht entwickelt habe.
Speaker 0: Heute ist mir das egal.
Speaker 0: Es ist die letzte Chance Wilkins zu beweisen, was meine Idee gut war.
Speaker 0: Es ist sechs Uhr morgens und ich lungere in der Gasse gegenüber von dem Haus herum in dem nächsten Grund.
Speaker 0: Er hat eine Wohnung im dritten Stock, die ich zwar noch nicht betreten habe, aber bis ins Treppenhaus habe ich es schon ein paar Mal geschafft.
Speaker 0: Leider kann ich mit dieser Erkenntnis den Chef bestimmt nicht beeindrucken.
Speaker 0: Und so hoffe ich inständig, dass dieser Idiot heute mal interessantere Dinge zu tun hat, als seine Handlangerdienste, mit denen er sich über Wasser hält und die er den ganzen Tag in der Nocturngasse anbietet.
Speaker 0: Die Haustür geht auf und nixen erscheint.
Speaker 0: Wie immer trägt er seinen seltsamen Hut und wirkt ungepflegt.
Speaker 0: Ich möchte nicht wissen, wie es in seiner Wohnung aussieht.
Speaker 0: Wie jeden Morgen in den letzten Tagen folge ich ihm in den Hexenkessel.
Speaker 0: Das ist immer seine erste Anlaufstelle, bei der er meistens den ersten Job des Tages findet.
Speaker 0: Ich sehe ihm dabei zu, wie er einen Kaffee trinkt und die Leute begrüßt, die hereinkommen.
Speaker 0: Manche sind Händler, die in der Nocturngasse ihr Laden lokal haben.
Speaker 0: Sie wissen, dass Nixon Arbeit sucht.
Speaker 0: Und es ist noch kein Tag vergangen, an dem nicht eine oder mehrere ihn angesprochen haben.
Speaker 0: Manchmal ist er gleich mitgegangen.
Speaker 0: Einen anderen Mal haben sie sich für später verabredet.
Speaker 0: Nixon macht so ziemlich alles.
Speaker 0: Er ist ein armer Teufel, das muss man schon sagen.
Speaker 0: Heute betritt ein Mann das Lokal, den ich die ganze Woche noch nicht gesehen habe.
Speaker 0: Er passt nicht hierher, denn er ist viel zu ordentlich angezogen, und ich bin mir ziemlich sicher, dass er ein Muggel ist.
Speaker 0: Kurz sieht er sich um, bis sein Blick auf Nixon liegen bleibt.
Speaker 0: Bist du Nixon?
Speaker 0: fragt er, und dieser nickt.
Speaker 0: Gut.
Speaker 0: Er reicht Nixon einen Zettel und geht wieder, ohne ein weiteres Wort zu verlieren.
Speaker 0: Sofort ist mir klar, dass dieser Auftrag, den Nixon bestimmt eben erhalten hat, sich von allen bisherigen unterscheidet.
Speaker 0: Ich beobachte genau, wie Nixon den Zettel auseinander faltet und mit zusammengezogenen Augenbrauen liest.
Speaker 0: Der Text kann nicht sehr lang sein, wenn man die Größe des Papiers zugrunde legt, aber Nixon betrachtet ihn mindestens eine Minute lang.
Speaker 0: So als wolle er ihn auswendig lernen.
Speaker 0: Er hebt kurz den Kopf und sieht ins Leere, dann blickt er wieder auf den Zettel.
Speaker 0: Offenbar zufrieden nickt er leicht und hält das Stück Papier in die Flamme der Kerze auf dem Tresen.
Speaker 0: Ich mache mich bereit, denn es ist offensichtlich, dass er gleich aufbrechen wird.
Speaker 0: Gespannt warte ich.
Speaker 0: Er lehrt seinen Kaffee und steht auf, um das Lokal durch die Tür in die nicht magische Welt zu verlassen.
Speaker 0: Ich folge ihm und spüre einen Kribbeln, das nichts mit dem übermäßigen Genuss von Aufputsstrengen zu tun hat.
Speaker 0: Eine halbe Stunde lang laufen wir durch die Straßen von London.
Speaker 0: Nixen scheint zu wissen, wo er hin muss, denn er läuft ohne zu zögern durch das Gewürf von Autos, Busen und Passanten, die vermutlich auf dem Weg zur Arbeit sind.
Speaker 0: Dennoch macht es nicht wirklich Sinn, wo er so lang läuft.
Speaker 0: Wir sind inzwischen schon dreimal an Orten vorbeigelaufen, die man erheblich einfacher hätte erreichen können.
Speaker 0: Das erhöht meine Aufregung noch mehr, denn offenbar geht der Auftraggeber davon aus, dass nixen verfolgt werden könnte.
Speaker 0: Und ich muss gestehen, dass es mir immer schwerer fällt, ihn in dem Strom von Menschen im Auge zu behalten.
Speaker 0: Schließlich scheint er am Ziel angekommen zu sein.
Speaker 0: Er biegt in die Einfahrt zwischen zwei hohen Mehrfamilienhäusern und hier verlangsamt er seine Schritte.
Speaker 0: Ich spreche einen stille Zauber über mich, um meine Schritte zu dämpfen und folge ihm.
Speaker 0: Während ich die Umgebung beobachte, habe ich das sichere Gefühl, dass Nixon keine Ahnung hatte, wer oder was ihn hier erwartet.
Speaker 0: Vermutlich wurde er einfach nur hierher beordert, um von hier weitere Anweisungen entgegenzunehmen.
Speaker 0: Dennoch muss die Botschaft ihn davon überzeugt haben, dass er umgehend, aber dennoch mit der nötigen Umsicht erscheinen soll.
Speaker 0: Meine Nerven sind zum Zerreißen gespannt, als ich das Geräusch an der Apparition vernehme.
Speaker 0: Auch Nixon zuckt zusammen, als plötzlich ein Mann erscheint.
Speaker 0: Ich kann ihn nicht erkennen, da er einen Umhang trägt, dessen Kaput zu sein Gesicht verdeckt.
Speaker 0: Ich ziehe meinen Zauberstab, hoffe aber vor allem, dass die beiden sich unterhalten und uns damit endlich einen entscheidenden Hinweis geben.
Speaker 0: Nixn altes Haus, sagt der Mann in juvialem Ton.
Speaker 0: Nixn lacht zittrig, ich kann seine Angst fühlen.
Speaker 0: Nolan Nolan?
Speaker 0: Das ist einer der Nolan's?
Speaker 0: Ich hebe meinen Zauberstab, um einen Schockzauber zu sprechen, Aber bevor mein Zauber den Vermummten trifft, hat er bereits den Todesfluch gesprochen.
Speaker 0: Nixen singt zu Boden, gefolgt von seinem Mörder.
Speaker 0: Eine Stunde später hält Trisha mir einen Becher mit Tee hin, den ich aber nicht entgegennehmen kann, weil meine Hände so stark zittern.
Speaker 0: Merlin Harry, wie viel Aufputsch dran kannst du eigentlich genommen?
Speaker 0: Fahre auch ziemlich an.
Speaker 0: Zu viel, momle ich nur, denn obwohl mein Körper noch achterbe anfährt, bin ich mental am Ende.
Speaker 0: Vor allem kann ich meinen Geist nicht davon abhalten, wie immer wieder den Moment vor Augen zu führen, da nixen von dem Todesfluch getroffen wird.
Speaker 0: Warum habe ich Nolan nicht schneller geschockt?
Speaker 0: Warum glaubte ich, klüger als alle zu sein?
Speaker 0: Durch meinen Zögern ist ein Mensch zu Tode gekommen.
Speaker 0: Ich stehe auf und beginne im Raum auf und abzugehen, um dem Beben meiner Gliedmasse entgegenzuwirken.
Speaker 0: Trisha sagt nichts mehr.
Speaker 0: Sie kennt mich gut genug, um zu wissen, was in mir vorgeht.
Speaker 0: Nachdem ich Nolan, es ist Jake, wie wir inzwischen wissen, geschockt habe, habe ich die Kolleginnen und Kollegen gerufen.
Speaker 0: Ich wäre heilfroh, dass Trisha unter denen war, die gerade Dienst hatten, denn mein Kreislauf hat mich schmählich im Stich gelassen.
Speaker 0: So fürsorglich sie vor Ort gewesen ist, nun, da wir alleine sind, bekomme ich ihre Wut ab.
Speaker 0: Natürlich weiß ich, dass diese vor allem der Sorge entspringt, aber ich wünschte trotzdem, sie würde mich einfach in Ruhe lassen.
Speaker 0: Auch wenn sie sich mit verbalen Äußerungen zurückhält, kann ich ihre Gedanken quasi fühlen.
Speaker 0: Die Tür geht auf und Wilkens kommt herein.
Speaker 0: Gute Arbeit, Potter, sagt er mit einem breiten Grinsen.
Speaker 0: Jake Nolan.
Speaker 0: Wie lange versuchen wir schon ihn zu fassen?
Speaker 0: Das ist ein Meilenstein in der Ermittlung.
Speaker 0: Jäger spürbar mal wieder goldrichtig.
Speaker 0: Er klopft mir auf die Schulter und ich muss mich zusammenreißen, um ihn nicht anzufahren.
Speaker 0: Wie kann er so guter Laune sein?
Speaker 0: Ein Mensch ist gestorben.
Speaker 0: Warum glauben alle, es würde mir nichts ausmachen, wenn jemand vor meinen Augen tot umfällt?
Speaker 0: Sollte mich das kalt lassen?
Speaker 0: So beginne ich zögern, wenn, wenn es in Ordnung wäre, würde ich gern nach Hause gehen.
Speaker 0: Ich hatte eine ziemlich harte Woche.
Speaker 0: Was?
Speaker 0: Ja, er grinst mich verschwörerisch an.
Speaker 0: Sie waren ja die ganze Zeit an der Cover.
Speaker 0: Er lacht so laut über seinen Witz.
Speaker 0: Ich habe ihn noch nie so gut gelaunt erlebt und bin mir gerade nicht sicher, ob ich das nochmal will.
Speaker 0: Gut, dann, ich wende mich der Tür zu, winke Trisha und verlasse den Raum.
Speaker 0: Ich bin noch nicht mal richtig draußen, da höre ich ihn auch sagen, ein Teufelskall dieser Potter.
Speaker 0: Ich möchte mich übergeben.
Speaker 0: Zu Hause angekommen streife ich ruhelos durch sämtliche Stockwerke.
Speaker 0: Nicht weil ich dieses Haus so gerne habe, dass ich in jeden Raum schauen will, tatsächlich fühle ich mich mit jedem Stockwerk, das ich erkleme unwohler, sondern um den verdammten Trank abzubauen.
Speaker 0: Ich hoffe einfach, dass es hilft, wenn ich nur oft genug alle Stockwerke hoch und runter gelaufen bin.
Speaker 0: Vielleicht falle ich auch irgendwann um und schlafe ein.
Speaker 0: Schließlich ist es mal wieder Creature, der mich rettet.
Speaker 0: Er steht irgendwann plötzlich auf dem Treppenabsatz und hält mir einen Becher hin.
Speaker 0: Ich vermute, dass es Tee ist und will bereits ablehnen.
Speaker 0: Der Master muss sich hinlegen und das hier trinken.
Speaker 0: Creature hat das für den Master zubereitet, damit der Master schlafen kann.
Speaker 0: Ich hebe eine Augenbraue.
Speaker 0: Woher weißt du?
Speaker 0: Creature kennt den Master und weiß, was er braucht.
Speaker 0: Der Master kann Creature vertrauen.
Speaker 0: Das weiß ich doch, Creature.
Speaker 0: Da ich auf keinen Fall möchte, dass mein Elf denkt, ich würde ihm zutrauen, mich zu vergiften, greife ich nach dem Becher.
Speaker 0: Er ist nur halb gefüllt, sodass ich ihn unfallfrei in mein Schlafzimmer tragen kann.
Speaker 0: Ich ziehe meine Klamotten aus und lege mich ins Bett.
Speaker 0: Wie sehr ich mir wünsche, dass ich schlafen darf, auch wenn ich es nicht verdient habe.
Speaker 0: Noch einmal werfe ich einen kritischen Blick in den Becher, dann setze ich ihn an meine Lippen und bevor ich ihn wieder auf dem Nachtisch abstellen kann, bin ich bereits eingeschlafen.
Speaker 0: Juli.
Speaker 0: Die Küche am Gremaltplatz ist inzwischen so etwas wie mein zweites Zuhause geworden.
Speaker 0: Das liegt vor allem daran, dass ich immer wieder hierher zurück komme, wenn ich mich mal wieder zu lange in einem der oberen Stockwerke herumgetrieben habe.
Speaker 0: Wie Potter in diesem Haus leben konnte, kann, ist mir ein Rätsel.
Speaker 0: Oder ist es erst so extrem geworden, seit er fort ist?
Speaker 0: Ich habe versucht, Creature hierzu zu befragen, aber er tut so, als wüsste er nichts von Dunkler oder heller Magie.
Speaker 0: Vielleicht stimmt das ja auch.
Speaker 0: Vielleicht weiß er es nicht, weil er als elf ganz anders zum Menschlicher Magie steht.
Speaker 0: Ich betrachte die Karte.
Speaker 0: In den letzten drei Tagen habe ich mich bis ins zweite Stockwerk hochgearbeitet und mir graut vor dem dritten und vierten.
Speaker 0: Dieses Haus ist wirklich riesig.
Speaker 0: Im Grunde ein Mainer in Hochkant.
Speaker 0: Potter selbst hat dem ersten Obergeschoss nur ein Schlafzimmer und das Bad benutzt.
Speaker 0: Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass Potters Schlafzimmer neben der Küche der erträglichste Raum ist.
Speaker 0: Dennoch ist es ein harter Kampf gegen die dunkle Magie.
Speaker 0: Inzwischen habe ich sogar das Gefühl, dass das Haus sich gegen meine täglichen Versuche, die Dunkelheit zurückzudrängen, wird.
Speaker 0: Gestern stand ich auf dem Treppenabsatz zum zweiten Obergeschoss und rief nach oben, Mein Name ist Draculausius Malfoy.
Speaker 0: Ich bin der Sohn von Narcissa Malfoy, geborene Black.
Speaker 0: Ich bin der Erbe dieses Hauses und befehle mir, Zutret zu allen Räumen zu gewähren.
Speaker 0: Ich kam hier mehr als Albern vor und glaubte, ein dumpfes Ächzen zu hören.
Speaker 0: Creature erschien plötzlich neben mir und nötigte mich geradezu einen Tee in der Küche zu mir zu nehmen.
Speaker 0: Warum kann dieser verdammte Elf mir nicht sagen, was hier vor sich geht oder was mit Potter ist?
Speaker 0: Ich sehe doch, dass er etwas weiß und ich sehe, dass es ihn belastet.
Speaker 0: Er scheint meine Anwesenheit durchaus zu schätzen und er unterstützt mich auch darin, das Haus zu erkunden.
Speaker 0: Dennoch habe ich das Gefühl, dass meine Mission nicht auf Gegenliebe stößt.
Speaker 0: Warum das so ist, kann ich nicht sagen, da er jede Frage, die in diese Richtung geht, ausweicht.
Speaker 0: Es macht einfach keinen Sinn.
Speaker 0: Creature, sage ich, und straffe die Schultern, um mich zu wappnen.
Speaker 0: Ich möchte mir heute einen groben Überblick über das dritte und vierte Obergeschoss verschaffen.
Speaker 0: Meinst du, dass das möglich sein wird?
Speaker 0: Creature knetete seine kleinen Hände ineinander.
Speaker 0: Master Malfoy Sir, Creature, Creature würde sich nie ertreißend dem Master Vorschriften zu machen.
Speaker 0: Ich rolle mit den Augen.
Speaker 0: Gut.
Speaker 0: Dann befehle ich dir, mir zu sagen, ob es für einen Menschen ungefährlich ist, die beiden oberen Stockwerke zu betreten.
Speaker 0: Creature entspannt sich und ich nehme mir vor, meine Anliegen öfter als Befehle zu verpacken.
Speaker 0: Es ist nicht zu übersehen, dass er damit viel besser zurechtkommt.
Speaker 0: Creature ist sich nicht sicher, Master Malfoy.
Speaker 0: Gewiß wäre es, angemessen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.
Speaker 0: Ich nicke, denn ohne Vorsichtsmaßnahmen wäre ich gewiss nicht weiter vorgedrungen.
Speaker 0: Eine Stunde später fühle ich mich, als befände ich mich auf dem Weg zu einem sehr hohen Gipfel.
Speaker 0: Ich stehe auf dem Treppenabsatz, der vom dritten in das vierte Obergeschoss führt und atme flach.
Speaker 0: In der vergangenen Stunde habe ich die Räume auf dieser Etage durchsucht.
Speaker 0: Die Schutzzauber, die ich zuvor auf mich gesprochen habe, klingen langsam ab und mein Magiometer zeigt an, dass die Magie hier oben immer dichter wird.
Speaker 0: Meine Versuche, das Haus auf versteckte Flüche zu untersuchen, sind zwecklos.
Speaker 0: Die dunkle Magie verhindert, dass meine Analysesprüche ein Ergebnis liefern, mit dem ich etwas anfangen kann.
Speaker 0: Ich beschließe mich auf den Weg zurück in die Küche zu machen und trete den Rückzug an.
Speaker 0: In der Küche angekommen, versuche ich erst einmal mich zu beruhigen.
Speaker 0: Creature hat mir ungefragt eine Tasse T hingestellt, die ich dankbar entgegennehme.
Speaker 0: Creature.
Speaker 0: Ich zögere, aber ich muss einfach fragen.
Speaker 0: Wie hat Potter es in diesem Haus ausgehalten?
Speaker 0: War er überhaupt einmal in den oberen beiden Stockwerken?
Speaker 0: Creature windet sich sichtlich, kommt aber offenbar zu dem Schluss, dass er mir antworten kann.
Speaker 0: Master Potter hat ... er hat nur ... er war kaum zu Hause und hat in der Regel in den oberen Stockwerken nur das Schlafzimmer und das Bad benutzt, das Master Mail voll bereits erkundet hat.
Speaker 0: Ich überlege, wie ich die nächste Frage stellen kann, ohne Potter zu beleidigen und damit Creature zu vergrämen.
Speaker 0: Immerhin scheint er eine seltsame Loyalität zu empfinden.
Speaker 0: War ... War es Potter nicht wichtig, sein Eigentum völlig in Besitz zu nehmen?
Speaker 0: Ich meine, weil ich mich anzufügen.
Speaker 0: Potter ist so durch und durch magisch.
Speaker 0: Hat, hat er sie nicht gestört?
Speaker 0: Die, die andere Magie.
Speaker 0: Creature senkt den Kopf und ich sehe, dass er mit sich ringt.
Speaker 0: Ob er gleich wieder den Kopf auf den Boden schlagen wird?
Speaker 0: Master Potter war oft sehr müde.
Speaker 0: Was ist denn das für eine Antwort?
Speaker 0: Er war müde?
Speaker 0: Was bedeutet das?
Speaker 0: War er zu müde und zu bemerken, dass dieses Haus mit seiner Magie ihn ausslaugt?
Speaker 0: Oder war er müde, weil dieses Haus ihn ausslaugt?
Speaker 0: Ich stehe auf.
Speaker 0: Ich werde morgen wiederkommen, Creature.
Speaker 0: Sorge bitte für ein ordentliches Frühstück.
Speaker 0: Creature strahlt, offensichtlich erleichtert keine weiteren Fragen zu seinem Herrn mehr beantworten zu müssen.
Speaker 0: Sehr wohl, Master Melphoy.
Speaker 0: März, zwei-tausend-vier.
Speaker 0: Harry.
Speaker 0: Was machst du denn schon wieder hier?
Speaker 0: Begrüß mich Trisha, und ich kann es ihr nicht übel nehmen.
Speaker 0: Eigentlich hätte ich ein paar Tage frei, aber nachdem ich mich ausgeschlafen habe, und dank Creatures Wundermittel waren das wunderbare zwanzig Stunden, hat mich wieder die Ruhlosigkeit gepackt.
Speaker 0: Ich kann es nicht recht sagen, aber egal wie müde ich bin, ich kann mich zu Hause einfach nicht wirklich entspannen.
Speaker 0: Manchmal frage ich mich, ob es Creature nicht sogar ohne mich besser gehen würde, Ich bin ihm kein guter Herr und er wirkt oft regelrecht gestresst, wenn ich mal wieder vergesse, mich dem alt-ehrwürdigen Haus angemessen zu verhalten.
Speaker 0: Ich muss ja gestehen, dass ich den Begriff zu Hause, bis er nur mit Hogwarts in Verbindung gebracht habe und daher nicht wirklich mit profunden Kenntnissen aufwarten kann.
Speaker 0: Dennoch bin ich mir recht sicher, dass es kein besonders gutes Zeichen ist, wenn man sich so ungern in seinem Eigenheim auffällt, wie ich es tue.
Speaker 0: Der Remoteplatz hat für mich eigentlich nur einen eklatanten Vorteil.
Speaker 0: Ich bin dort alleine.
Speaker 0: Zumindest so alleine man mit einem Hauselfen sein kann, aber Creature ist wirklich sehr sensibel und respektvoll.
Speaker 0: Anfangs hatte ich bedenken, wie ich mit dem Alleinsein klarkommen würde.
Speaker 0: Immerhin hatte ich mein Leben lang nicht wirklich privatsphäre gehabt und jetzt habe ich ein ganzes Haus.
Speaker 0: Fakt ist, dass ich es großartig finde, dass niemand einfach so bei mir reinschneiden kann.
Speaker 0: Tatsächlich hatte ich eine längere Diskussion mit Ron und Hermine, weil ich meinen Kamin nicht dauerhaft für sie freigegeben habe und auch meine Schutzzauber nicht zulassen, dass irgendjemand in mein Wohnzimmer operiert.
Speaker 0: Alle Leute, die mich besuchen wollen, müssen entweder vorab einen Kamin anruftätigen, damit ich den Kamin freigegebe oder sie müssen ganz profan an der Tür klingeln.
Speaker 0: Ich hab's daheim nicht ausgehalten, erkläre ich Trisha, die mich skeptisch betrachtet.
Speaker 0: Du siehst scheiße aus.
Speaker 0: Danke.
Speaker 0: Ich war eigentlich hergekommen, um was Neues zu erfahren.
Speaker 0: Erwiderte ich ungerührt und lasse mich auf meinen Stuhl fallen.
Speaker 0: Tricia säufzt.
Speaker 0: Sieht aber wohl ein, dass sie sich die Diskussion über meinen Zustand sparen kann.
Speaker 0: Nauland schweigt, aber das ist ja nicht wirklich überraschend.
Speaker 0: Die Überprüfung seines Zerberstabs hat allerdings zu Tage gefördert, dass alle Humora offenbar einer seiner Lieblingssprüche ist.
Speaker 0: Ich richte mich etwas auf.
Speaker 0: Das festigt immerhin unsere Vermutung, dass er mit den Einbrüchen zu tun hat.
Speaker 0: Trisha fährt sich durch die Haare und säufzt.
Speaker 0: Ja, schon, aber überdurchschnittlich oft alle Humorer zu benutzen ist ja noch kein Verbrechen.
Speaker 0: Nein, knurre ich, aber einen Menschen zu töten schon, oder?
Speaker 0: Ich bin wirklich gereizt, wie Lapidar alle über den Tod von Nixon hinweggehen.
Speaker 0: Trisha sieht mich erschrocken an.
Speaker 0: Ja, natürlich.
Speaker 0: Ich dachte, du wolltest wissen, ob wir außerdem offensichtlich noch etwas herausgefunden haben.
Speaker 0: Ich nicke und versuche mich zu beruhigen.
Speaker 0: Entschuldige, ich bin einfach.
Speaker 0: Da mir nicht einfällt, was ich eigentlich sagen will, konzentriere ich mich wieder auf den Fall.
Speaker 0: Hat Hall irgendwie reagiert, oder John?
Speaker 0: Trisha blässt die Backen auf und lässt die Luft entweichen.
Speaker 0: Das ist kein gutes Zeichen.
Speaker 0: Was ist?
Speaker 0: Alarmiert sehe ich sie an.
Speaker 0: Wilkins hat die Observation von John eingestellt.
Speaker 0: Er hat was?
Speaker 0: Ich springe auf und bevor Trisha mich aufhalten kann, habe ich das Beruf verlassen und renne zum Apparationsraum.
Speaker 0: Unter meinem Tarnumhang schlüpfe ich in den Hexenkessel und mein Blick gleitet hinter den Dresen.
Speaker 0: Gen ist nicht da.
Speaker 0: Verdammt!
Speaker 0: Natürlich kann das Zufall sein.
Speaker 0: Die Frau kann ja auch nicht Tag und Nacht arbeiten.
Speaker 0: Aber ich habe ein sehr mieses Gefühl.
Speaker 0: Und so mache ich mich auf den Weg zu der einzigen Person, die ich mit Nixen in Verbindung bringe.
Speaker 0: Beim Gedanken an den Mannen, dessen Leben ich zuletzt so weit wie möglich vorgedrungen bin, zieht mein Herz sich zusammen.
Speaker 0: Sein Tod macht mir unglaublich zu schaffen.
Speaker 0: Die Tatsache, dass ich nun den Weg beschreite, auf dem ich ihm zuletzt so oft gefolgt bin, macht die Sache nicht einfacher.
Speaker 0: Immer wieder glaube ich, seine gebeugte Gestalt mit dem komischen Hut und den darunter hervorquellenden Locken in der Menge zu sehen.
Speaker 0: Schließlich erreiche ich die Apotheke.
Speaker 0: Keine Ahnung, was genau ich mir erhoffe, aber ich habe ja offiziell noch ein paar Tage frei und es ist meine Sache, wie ich diese freie Zeit verbringe.
Speaker 0: Kurz Blitzterminis entrüste das Gesicht von meinem inneren Auge auf und ich muss schmunzeln.
Speaker 0: Ja, meine Freundin wäre ganz und gar nicht zufrieden mit meiner Work-Live-Balance.
Speaker 0: Aber es sind ja nur noch ein paar Wochen und dann werfe ich ganz viel live in die Wachschale.
Speaker 0: Bis dahin werde ich alles daran setzen, diesen verdammten Fall zu lösen.
Speaker 0: Ich warte kurz vor der Apotheke, bis mir eine Kundin die Möglichkeit bietet hineinzuschlüpfen.
Speaker 0: Viele Stunden später muss ich gestehen, dass es gleichzeitig schrecklich langweilig und überaus anstrengend ist, in einem so kleinen Geschäft unter einem Tarnumhang zu stehen und nicht entdeckt zu werden.
Speaker 0: Snyder ist ein so unangenehmer Mensch, dass ich mich wirklich frage, was sein Geheimnis ist.
Speaker 0: Warum um alles in der Welt kommen Menschen hierher?
Speaker 0: In der Winkelgasse gibt es auch eine Apotheke.
Speaker 0: Und die Kunden haben bisher keine Tränke oder Zutaten gekauft, die irgendwie suspekt gewesen wären.
Speaker 0: Nichts, was man in der Winkelgasse nicht erhalten hätte.
Speaker 0: Allerdings ist mir natürlich bewusst, dass es durchaus so etwas wie eine unsichtbare Grenze gibt.
Speaker 0: Viele Leute, die in der Nocturngasse leben, würden aus den unterschiedlichsten Gründen nie auch nur einen Fuß in die Winkelgasse setzen.
Speaker 0: Immerhin geht der Arbeitstag des Apothekers nun bald im Ende entgegen.
Speaker 0: Er beginnt, die Kassen zu leeren und räumt noch ein bisschen auf, bevor er die Jalousien vor seinem Schaufenster hinablässt und die Tür abschließt.
Speaker 0: Dann schluft er zurück ins Hinterzimmer und ich folge ihm, nicht ohne noch einmal alle möglichen Stille und Tarnzauber auf mich zu legen.
Speaker 0: Snyder greift nach seinem Mantel und seinem Hut und öffnet die Hintertür, die in eine schmale, düstere Gasse führt.
Speaker 0: Raschlasse ich ihm die Tür mit einem Luftzug aus der Hand gleiten, sodass ihm der Hut aus der Hand fällt und davon rollt.
Speaker 0: Snyder flucht und während er zu dem Hut geht und ihn aufhebt, schlüpfe ich hinter seinem Rücken durch die noch offene Tür hinaus.
Speaker 0: Ich muss mich zusammenreißen, nicht tief durchzuhatmen, als ich endlich in der kühlen Luft stehe.
Speaker 0: Snyder ist inzwischen auch hinausgetreten, setzt sich seinen Hut nun auf und verschließt die Hintertür.
Speaker 0: Dann wendet er sich nach links, um im Schatten zwischen den Häusern hinaus auf die Nocturngasse zu gelangen.
Speaker 0: Ohne Hass geht er durch die immer noch belebte Straße.
Speaker 0: Ich muss erneut aufpassen, mit niemandem zusammenzustoßen und gleichzeitig die Gestalt Sniders nicht aus den Augen zu verlieren.
Speaker 0: In der Dunkelheit, die hier in dieser schmutzigen Gasse noch dicht erscheint, ist das gar nicht so einfach.
Speaker 0: Schließlich bleibt Snider vor einem mehrstöckigen Haus stehen und holt einen Schlüssel hervor.
Speaker 0: Er ist also zu Hause angekommen.
Speaker 0: Ich surfte.
Speaker 0: Was habe ich erwartet?
Speaker 0: Dass ich nach einem halben Tag den nächsten Nolan erwische oder den nächsten Menschen vor mir sterben sehe?
Speaker 0: Ich lähne mich gegenüber von Sniders Eingang an eine Haustür und erlaube mir nun doch einmal durch zu atmen.
Speaker 0: Mein Blick leitet an der düsteren Fassade entlang und plötzlich habe ich eine Idee.
Speaker 0: Abrupt stoße ich mich ab und mache mich auf den Weg zu dem Haus, in dem sich nix ins Wohnung befindet.
Speaker 0: Als ich dort ankomme, zaudere ich kurz, aber dann werfe ich meines Gruppel über Bord und betrete das Treppenhaus durch die schlecht schließende Haustür.
Speaker 0: Im dritten Stock angekommen nutze ich einen Zauber um die dünne Wohnungstür zu öffnen.
Speaker 0: Mein schlechtes Gewissen in die Wohnung eines Toten einzudringen, ringe ich nieder.
Speaker 0: Vermutlich bin ich der einzige, der diesem armen Kerl überhaupt Mitleid entgegenbringt.
Speaker 0: Ich spreche einen Zauber auf die Fenster, sodass kein Licht nach außen dringt, bevor ich einen Lumos spreche.
Speaker 0: Erschrocken zucke ich zusammen, als ich in die Augen einer kleinen, verbarlosen Eule blicke, die in ihrem Käfig sitzt.
Speaker 0: Hey Süße, sage ich, und kramme in meine Tasche nach Eulenkeksen, von denen ich eigentlich immer ein paar bei mir habe.
Speaker 0: Kurz spiele ich mit dem Gedanken, das Tier einfach freizulassen, aber ich will noch abwarten, was meine Durchsuchung sonst ergibt.
Speaker 0: Mit den Keksen und etwas Wasser, das ich in den Käfig stelle, ist die Eule erstmal versorgt und ich sehe mich weiter um.
Speaker 0: Wie zu erwarten ist die Wohnung spartanisch eingerichtet und ziemlich dreckig.
Speaker 0: Ich habe keinen blassen Schimmer, was ich mir erhoffe, hier zu finden.
Speaker 0: Dennoch arbeite ich mich akribisch durch die erbärmlich wenigen Hinterlassenschaften von Nixon.
Speaker 0: Ich musste daran denken, wie er zu Snyder sagte, dass bereits zu viele Leute Bescheidwüsten und ein Stück von Kuchen haben wollten.
Speaker 0: Und ich erinnere mich noch sehr gut an Snyders Reaktion, als Nixon gegangen war.
Speaker 0: Eines ist klar, Nixon wurde zu einem lästigen Mitwisser, der keinerlei Nutzen mehr hatte.
Speaker 0: Eine Idee reift in mir, eine ziemlich verrückte Idee.
Speaker 0: Trisha würde mich umbringen.
Speaker 0: Bevor ich es mir anders überlegen kann, suche ich in dem Durcheinander ein Pergament und eine Feder.
Speaker 0: Nächsten hat eine Eule, also hat er wohl Briefe geschrieben, auch wenn die Einrichtung nicht auf einen Feingreis schließen lässt.
Speaker 0: Archio, Pergament und Feder sage ich schließlich und werde belohnt.
Speaker 0: Ich setze mich an den Tisch und schreibe eine kurze Botschaft.
Speaker 0: Ich bin wieder zu Hause, habe keinen blassen Schimmer, was geschehen ist, muss mich erstmal ausruhen.
Speaker 0: Dann trete ich an den Käfig heran und öffne ihn.
Speaker 0: Das Tier springt heraus und sieht mich erwartungsvoll an.
Speaker 0: Na, du bist ja eine Kluge, lobe ich sie und befestige den Brief an ihrem Bein.
Speaker 0: Bring den zu John Miller.
Speaker 0: Die Eule fliegt durch das Fenster, das ich für sie öffne.
Speaker 0: Ich sehe ihr nach und frage mich, was ich wohl mit diesem Brief auslöse.
Speaker 0: Vermisst?
Speaker 0: Von Luna Love Dog, Kapitel V. Allianzen.
Speaker 0: Juli, Zweitausendvier.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Endlich habe ich es geschafft, den Plan des Anwesens Grimortplatz Nr.
Speaker 0: XII zu vervollständigen.
Speaker 0: Meine Ausflügel in das vierte Obergeschoss haben mir einiges abverlangt und ich bin mir inzwischen sicher, falls Potter dieses Stockwerk je betreten hat, ist es entweder schon sehr lange her oder er hat seine Aufenthalte auf ein absolutes Minimum beschränkt.
Speaker 0: Nur mit vielen Pausen und starken Schutzzaubern konnte ich lange genug verweilen, um die Kartierung abzuschließen.
Speaker 0: So zufrieden, ich bin nun ein komplettes Bild der Räume zu haben, so wenig hilft mir dies bei der Lösung des Rätselz, wo Potter abgeblieben ist.
Speaker 0: Trotz der zum Teil sehr bedrohlich wirkenden Magie ist mir kein einziger verfluchter Gegenstand begegnet.
Speaker 0: Der Orden muss in seiner Zeit, als er hier das Hauptquartier aufgeschlagen hat, wirklich ganze Arbeit geleistet haben.
Speaker 0: Seufzend betrachte ich den Plan und Rolle ihn schließlich zusammen.
Speaker 0: Das macht keinen Sinn, ich muss mit Schägelbold sprechen.
Speaker 0: Mr.
Speaker 0: Mervoy.
Speaker 0: Begrüßt der Minister mich mit freundlichem Lächeln.
Speaker 0: Setzen Sie sich.
Speaker 0: Was können Sie berichten?
Speaker 0: Ich nehme dankend Platz und breite dann das Pergament zwischen uns auf dem Tisch aus.
Speaker 0: Shacklebold lehnt sich interessiert nach vorne und scheint sofort zu verstehen, was er vor sich hat.
Speaker 0: Er erkennt auch, dass ich die unterschiedlich ausgeprägte Magie mit verschiedenen Farbtönen dargestellt habe.
Speaker 0: Schließlich seufzt er.
Speaker 0: Ich will mal hoffen, dass das noch nicht so ausgeprägt war als Harry noch, als er noch dort war.
Speaker 0: Creature hat mir berichtet, dass Potter sich kaum in den oberen beiden Etagen aufgehalten hat.
Speaker 0: Wie er sich mit Ursache und Wirkung genau verhält, lässt sich nicht sagen.
Speaker 0: Offenbar war er grundsätzlich selten zu Hause und wenn, dann meistens nur zum Essen schlafen oder sich frisch machen.
Speaker 0: Ich bin mir sehr sicher einen Schatten über das Gesicht von Schackelbold gleiten zu sehen, bevor er den Kopf senkt.
Speaker 0: Ja, sagt er schließlich und klingt beinahe räumütig.
Speaker 0: Vielleicht haben wir alle etwas zu viel von Harry verlangt, mich eingeschlossen.
Speaker 0: Er lehnt sich zurück und sieht mich mit einem leichten Verzweiflungsblick an.
Speaker 0: Ich meine, Es hatte einfach den Anschein, dass er, dass es ihm nichts ausmacht, dass es seine Bestimmung ist.
Speaker 0: Ich lege den Kopf etwas schief und sehe ihn fragend an.
Speaker 0: Wenn er nicht der Minister wäre, würde ich ihn fragen, ob er verdammt nochmal die Güte hätte, nicht herumzustammeln wie ein Erstklässler.
Speaker 0: Offenbar drückt meine Geste allerdings so ziemlich genau das aus, denn er fährt sich über das Gesicht.
Speaker 0: Ich bin etwas irritiert, wie verletzlich er sich mir zeigt.
Speaker 0: Ist es, weil es um Potter geht?
Speaker 0: Macht er das aus den Menschen?
Speaker 0: Ich fürchte, wir haben einfach zu viel von Harry erwartet.
Speaker 0: Nicht umsonst hat er mich um diese Auszeit gebeten.
Speaker 0: Das ist ja schön und gut, sage ich, und hoffe, das Gespräch wieder mehr auf die Fakten als auf Emotionen zu lenken.
Speaker 0: Dabei das alles ist doch jetzt eigentlich irrelevant, oder?
Speaker 0: Potter ist verschwunden.
Speaker 0: Er ist nicht am Grimauldplatz, das kann ich sicher sagen, und es gibt auch keinerlei Hinweise dort, was geschehen ist.
Speaker 0: Insofern sehe ich meine Aufgabe nun als erledigt und schlage vor, die Ororen mit der Suche zu beauftragen.
Speaker 0: Schackelbold sieht mich erschrocken an.
Speaker 0: Sie wollen aufgeben.
Speaker 0: Ich hebe eine Augenbraue.
Speaker 0: Was heißt aufgeben?
Speaker 0: Sie baden, mich den Grimortplatz zu untersuchen und Creature zu befragen.
Speaker 0: Ich zeige auf die Karte.
Speaker 0: Das habe ich getan.
Speaker 0: Creature ist nicht sehr hilfreich in seinen Aussagen und das Haus gibt keinerlei Hinweise über Potters Verbleibpreis.
Speaker 0: Schackelbold zögert.
Speaker 0: Dann strafft er die Schultern, sich offenbar der Tatsache wieder bewusst, dass er der Minister ist.
Speaker 0: Mag sein.
Speaker 0: Dennoch möchte ich, dass sie weiterhin tätlich zum Grimmortplatz gehen und verhindern, dass sich die dunkle Magie weiter ausbreitet.
Speaker 0: Vielleicht können sie die beiden oberen Stockwerke ja sogar wieder bewohnbar machen.
Speaker 0: Falls, wenn Harry zurückkommt, wird er ihnen bestimmt dankbar sein.
Speaker 0: Ich kann mir mit Mühe Verkneifen anzudeuten, wie wenig Wert ich auf Potters Dankbarkeit lege.
Speaker 0: Aber er ist der Minister und damit mein Chef.
Speaker 0: Außerdem hat seine Meinung von mir einen nicht unerheblichen Einfluss auf meine Karriere hier in England.
Speaker 0: Wie sie wünschen, Sir, sage ich daher steif und erhebe mich.
Speaker 0: März, zwei-tausend-vier, Harry.
Speaker 0: Ich habe mich vor dem Haus von Nixon positioniert.
Speaker 0: In der Wohnung zu bleiben erschien mir zu riskant.
Speaker 0: Er weiß, welche Maßnahmen John und ihre Handlange ergreifen, wenn sie damit rechnen müssen, dass Nixon überlebt hat.
Speaker 0: Ich habe leider keine Ahnung, ob schon irgendetwas von dem Vorfall an die Presse gegangen ist, aber ich hoffe mal, dass meine Kolleginnen und Kollegen es geschafft haben, die neusten Ereignisse noch unter Verschluss zu halten.
Speaker 0: Es dauert nur eine Stunde, bis ich in der Dunkelheit eine Gestalt ausmache, die sehr langsam die Straße hinaufslendet.
Speaker 0: Sie wird geradezu auffällig gelangweilt und bleibt vor dem Hauseingang von nixen stehen.
Speaker 0: Umständlich kramt sie in ihren Manteltaschen und obwohl es sich um einen sehr weiten Mantel handelt, der Hut weit ins Gesicht gezogen ist und die Statur nicht sehr viel hergibt im Zwielicht der trüben Lampen, bin ich mir sicher, dass es sich um eine Frau handelt.
Speaker 0: Wie zu erwarten verschwindet die Gestalt bald in dem Haus und ich kann kurz darauf erkennen, dass im dritten Stock ein paar unschöne Flüche gesprochen werden.
Speaker 0: Da will jemand auf Nummer sicher gehen.
Speaker 0: Es dauert ungefähr zwanzig Minuten, dann öffnet sich die Haustür wieder.
Speaker 0: Die Frau sieht sich kurz um und schlägt den selben Weg ein, den sie gekommen ist.
Speaker 0: Ich hefte mich an ihre Fersen.
Speaker 0: Jean, ich bin mir sehr sicher, dass sie es ist, läuft zu meiner Überraschung Richtung Winkelgasse.
Speaker 0: Dort ist zu dieser Stunde nicht mehr viel Betrieb und ich kann ihr problemlos folgen.
Speaker 0: Sie schlägt den Weg zum tropfenden Kessel ein, den sie durchquert und auf der Muckelseite wieder verlässt.
Speaker 0: Sie will wohl in ihrem eigenen Pub nicht gesehen werden.
Speaker 0: Ich beschließe meine Taktik zu ändern.
Speaker 0: Während ich Jean nicht aus den Augen lasse, spreche ich einen der Verwandlungszauber, die ich inzwischen im Schlaf beherrsche und warte dann bis Jean um eine Hausecke verschwunden ist.
Speaker 0: Rahsch verpasse ich mir einen Geruch nach Alkohol und verwandle eine Papiertüte aus einem Mülleimer in eine leere Flasche.
Speaker 0: Dann appariere ich in eine Seitengasse, an der Jean gleich vorbeikommen muss, denn eine andere Möglichkeit bleibt ihr nicht.
Speaker 0: Als ich ihre Schritte höre, wanke ich aus der Gasse und stoße beinahe mit ihr zusammen.
Speaker 0: Sie erschrickt heftig und ich kann sehen, dass sie nach ihrem Zauberstab greifen will.
Speaker 0: Das habe ich erwartet und hake mich bei ihr unter, während ich mein Gesicht viel zu nah an Iris bringe.
Speaker 0: Hey, Sisse!
Speaker 0: Lalle ich.
Speaker 0: Solltest du nicht so alleine herumlaufen, ist gefährlich.
Speaker 0: Ich lache gackant.
Speaker 0: John entzieht mir ihren Arm und gibt mir einen groben Schubser.
Speaker 0: Verschwinde du, Miss Geburt.
Speaker 0: Aber, aber, wir beide können doch, du weißt schon.
Speaker 0: Fass mich noch einmal an und ich werde dich.
Speaker 0: Ich hebe beschwichtigen die Hände.
Speaker 0: Ist ja schon cool.
Speaker 0: Wenn ich will, da hast schon.
Speaker 0: Ich hebe meinen nicht vorhandenen Hut zum Gruß und wanke davon.
Speaker 0: Spinner, höre ich John Murmeln und Grimse.
Speaker 0: Es hat funktioniert.
Speaker 0: Ich habe es geschafft, ihr ein mobiles Langziehohr in ihrer Handtasche zu stecken.
Speaker 0: Der Begriff Ohr bezieht sich dabei lediglich auf die Funktion.
Speaker 0: Das Aussehen hat rein gar nichts mit einem Ohr gemein.
Speaker 0: Und so ist auch die Gefahr, dass es entdeckt wird recht gering.
Speaker 0: Tatsächlich haben George und Lee diese Dinge extra für die Ororenabteilung entwickelt und sie wurden bisher noch nie entdeckt.
Speaker 0: Falls jemand diesen schwarzen Knuppel in seiner Tasche findet, hält er oder sie ihn für eine Ansammlung von Dreck und ist nicht sehr daran interessiert, ihn genauer unter die Lupe zu nehmen.
Speaker 0: Ich schlipfe wieder unter meinen Tarn um Hang und folge Jean nun mit größerem Abstand.
Speaker 0: Nicht sonderlich überrascht beobachte ich, wie sie bald darauf das Herrschaftliche Haus von Dr.
Speaker 0: Hall betritt.
Speaker 0: Gespannt lehne ich mich in den gegenüberliegenden Hauseingang und Lausche.
Speaker 0: Madame Miller, darf ich Ihnen den Mantel abnehmen?
Speaker 0: Ja, danke sehr, Jeremy.
Speaker 0: Ich kann einen Schnauben nicht unterdrücken.
Speaker 0: Wie schnell unsere gute Jean sich an die gehobene Gesellschaft gewöhnt hat.
Speaker 0: Dr.
Speaker 0: Hall erwartet sie im Salon.
Speaker 0: Ich höre die Schritte von Jean und dem Butler und dann eine sonore Männerstimme.
Speaker 0: Gut sie zu sehen, Jean, kommen sie und setzen sie sich.
Speaker 0: Jeremy, bringen sie uns zwei Gin Tonic.
Speaker 0: Ich höre, wie Stühle gerückt und Drinks gereicht werden.
Speaker 0: Schließlich fragt Hall, können sie mich auf den neusten Stand bringen?
Speaker 0: Haben wir das Problem gelöst?
Speaker 0: Ich beiße die Zähne zusammen.
Speaker 0: Sie haben einen Mann umgebracht und betrachten es als Lösung eines Problems?
Speaker 0: Ich bin mir nicht sicher, Baron, gesteht John.
Speaker 0: Ich kann Jake nicht erreichen.
Speaker 0: Nixen.
Speaker 0: Er war verschwunden, aber heute habe ich plötzlich eine Nachricht von ihm bekommen.
Speaker 0: Eine Nachricht?
Speaker 0: Hall ist offensichtlich alarmiert.
Speaker 0: Ja, seine Eule, ich kenne sie, hässliches Vieh.
Speaker 0: Es war seltsam.
Speaker 0: Er schrieb, er sei zu Hause und habe keine Erinnerung, was geschehen sei.
Speaker 0: Aber als ich zu seiner Wohnung kam, war sie leer.
Speaker 0: Das ist seltsam.
Speaker 0: Die beiden schwiegen kurz, dann fährt Hall fort.
Speaker 0: und sind sie sich sicher, dass man Jake trauen kann.
Speaker 0: Es war doch seine Idee.
Speaker 0: Das macht ihn nicht vertrauenswürdiger, gibt Hall zu bedenken.
Speaker 0: Wo ist Philipp?
Speaker 0: Ich richte mich unwillkürlich auf.
Speaker 0: Diese Information ist auch für mich überaus interessant.
Speaker 0: Leider ist die Antwort enttäuschend, denn John solft's nur.
Speaker 0: Ich weiß es nicht.
Speaker 0: Eigentlich wollten er und Jake heute vorbeikommen, aber sie reagieren nicht auf meine Nachrichten.
Speaker 0: Okay, Philipp hat wohl irgendwie mitbekommen, dass wir seinen Bruder verhaftet haben, oder zumindest ist er auf der Hut, weil er ihn nicht mehr erreichen kann.
Speaker 0: Ich fürchte, dass auch diese beiden Herrschaften spätestens morgen ebenfalls im Bilde sein werden, wenn sie den Tagespropheten aufschlagen.
Speaker 0: Ich hoffe, dass dieses Gespräch mich noch ein bisschen weiterbringt, denn bisher habe ich rein gar nichts Neues erfahren.
Speaker 0: Auch ohne diese beiden Holzköpfe oder nicht, höre ich Hohl nun sagen, und seine Stimme klingt irgendwie schmeichelnd.
Speaker 0: In meinem Kopf hat er seine Hand auf Jean's Knie gelegt und lässt seine Finger etwas ihren Oberschenkel hinaufwandern, meine Vorstellung, die ich definitiv nicht vertiefen möchte.
Speaker 0: Baron!
Speaker 0: Jean's Stimme wird verspielt, und ich beschließe an dieser Stelle die Überwachung abzubrechen.
Speaker 0: Nichts liegt mehr ferner, als diesen beiden Kriminellen bei einem Täter Tetsu zu hören.
Speaker 0: Als ich den Abhörzauber aufhebe und mein Gegenstück aus dem Ohr nehme, überfällt mich eine bleiernde Müdigkeit.
Speaker 0: So gerne ich jetzt nach Hause gehen würde, muss ich doch noch mal kurz ins Ministerium und Trisha auf den neuesten Stand bringen.
Speaker 0: Was war das denn?
Speaker 0: werde ich ziemlich unfreundlich begrüßt.
Speaker 0: Ein Blick auf die Uhr zeigt mir, dass es fast neun Uhr abends ist und ich frage mich, was Trisha eigentlich noch hier macht.
Speaker 0: Hast du etwa auf mich gewartet?
Speaker 0: Na was denkst du denn?
Speaker 0: faucht sie mich an.
Speaker 0: Nicht, dass mein Schreibtisch es mir nicht danken würde, aber tatsächlich ist meine Couch auch nicht zu verachten.
Speaker 0: Ich lasse mich auf den Stuhl neben ihrem Schreibtisch plumpsen.
Speaker 0: Tut mir leid, sage ich, und meine es wirklich so.
Speaker 0: Ich weiß schon, warum ich diese Auszeit brauche, um die ich Kingsley gebeten habe, und manchmal frage ich mich, wie ich die restlichen Monate noch ertragen soll und wie meine Kollegen mich noch ertragen sollen.
Speaker 0: Ich lege meinen Kopf auf den Schreibtisch und kurz darauf spüre ich Trish aus Finger, die mir durchs Haar fahren.
Speaker 0: Wo warst du denn?
Speaker 0: fragt sie sanft, und mit einem Mal muss ich mich beherrschen, um nicht den Tränen auszubrechen.
Speaker 0: Ich bin so erschöpft und weit davon entfernt nixens tot verarbeitet zu haben.
Speaker 0: Ich kann gar nicht sagen, warum ich das so mitnimmt.
Speaker 0: Er war ja bei Weitem nicht der erste Mensch, den ich habe sterben sehen.
Speaker 0: Aber die Beiläufigkeit wie alle dieses Lebensende einfach so hinnehmen, als wäre es irrelevant, das belastet mich unglaublich.
Speaker 0: Dennoch, so gut Trisha und ich uns verstehen, es würde zu weit führen, ihr jetzt mein Herz auszuschütten.
Speaker 0: und ich habe auch das dumpfe Gefühl, dass ich damit eine Mauer einreißen würde, die mich gerade noch so zusammenhält.
Speaker 0: Also richte ich mich auf und berichte Trisha, was ich heute Abend getrieben habe.
Speaker 0: Allerdings verschweige ich, dass ich John ein mobiles Ohr verpasst habe.
Speaker 0: Bisher hat es nichts gebracht, und im Grunde ist es auch nicht erlaubt, ohne Genehmigung des Gamots.
Speaker 0: Ich werde abwarten, was ich daraus ergibt, und so stehe ich auf und ziehe auch Trisha auf die Beine.
Speaker 0: Wir sollten beide nach Hause gehen.
Speaker 0: Sie nickt.
Speaker 0: Ja, Harry, das sollten wir.
Speaker 0: Obwohl ich tot müde war und immerhin auch schnell eingeschlafen bin, wache ich im Morgengrauen wieder auf und finde keinen Schlaf mehr.
Speaker 0: Um irgendwas zu tun stecke ich mir den Empfänger ins Ohr und schließe nochmal die Augen.
Speaker 0: Jetzt, da ich auf etwas warte, erscheint mir die Müdigkeit wieder viel präsenter.
Speaker 0: Ich habe keine Ahnung, wie viel Zeit vergangen ist, als ich erschrocken auffahre, weil ich Stimmen höre.
Speaker 0: Ich bin wohl doch nochmal eingenickt, denn ich bin kurz verwirrt, wo die Stimmen in meinem Schlafzimmer herkommen.
Speaker 0: Dann aber wird mir bewusst, was ich da höre und ich bin hellwach.
Speaker 0: Was du ständig bei Hall treibst, fütter dich!
Speaker 0: Das ist eine Männerstimme, eine ziemlich wütende Männerstimme.
Speaker 0: Was soll das, Phil?
Speaker 0: Wenn möglich bin ich mit einem Mal noch aufmerksamer.
Speaker 0: Das ist Philip Nolan.
Speaker 0: Was das soll?
Speaker 0: Das würde ich gerne von dir wissen.
Speaker 0: Ihr habt Jake diesen verdammten Auftrag erteilt und jetzt wurde er verhaftet.
Speaker 0: Verhaftet?
Speaker 0: Woher weißt du das?
Speaker 0: Nolan lacht bitte.
Speaker 0: Was willst du nicht wissen?
Speaker 0: Dann knurrt er... Was spielt ihr für ein Spiel?
Speaker 0: Wie kann es sein, dass die Ororen wussten, wo Jake und Nixon sich treffen?
Speaker 0: Ich weiß es nicht.
Speaker 0: Phil, du musst mir glauben.
Speaker 0: Bis eben wusste ich nicht einmal, dass Jake verhaftet wurde.
Speaker 0: Und ich war mir auch nicht sicher, ob Nixon überhaupt tot ist.
Speaker 0: Zu meiner Erleichterung sagt sie nichts zu der gestrigen Nachricht.
Speaker 0: Vielleicht ist ihr noch gar nicht bewusst, was es bedeutet, dass sie Post von einem Toten erhalten hat.
Speaker 0: Phil's Stimme reist mich aus diesen Überlegungen.
Speaker 0: Mega!
Speaker 0: Ich bin raus!
Speaker 0: Hol soll sich einen anderen Idioten suchen!
Speaker 0: Ich werde mich darauf konzentrieren, denjenigen ausfindig zu machen, der für Jax Verhaftung verantwortlich ist.
Speaker 0: Und wenn ich ihn gefunden habe, wird er oder sie sich wünschen, nie geboren zu sein.
Speaker 0: Ich glaube, das Geräusch einer Apparition zu hören und flasse mich zurück in meine Kissen fallen.
Speaker 0: Iuli, zwei-tausend-vier.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Die Intuition des Helden.
Speaker 0: Ich kann mir nicht verkneifen, die Augen zu verdrehen.
Speaker 0: Diese Schlagzeile ist nur eine von zahlreichen, brechreizerregenden in einer ganzen Reihe von Schlagzeilen, die Potter betreffen.
Speaker 0: Und das sind erschreckend viele.
Speaker 0: Ich habe mir von Creature die Tagespropheten der letzten Monate bringen lassen.
Speaker 0: Einstweilen ist das meine einzige Informationsquelle, denn Shacklebolt hardert noch mit der Entscheidung, die Auroren in den derzeitigen Stand der Dinge einzubeihen.
Speaker 0: Seine genauen Beweggründe kenne ich nicht.
Speaker 0: Will er Potters Privatsphäre schützen oder vermutet er, dass dessen Kolleginnen und Kollegen irgendwie mit seinem Verschwinden zu tun haben könnten?
Speaker 0: Auf ein Gespräch mit Granger kann ich dagegen gut verzichten, auch wenn ich befürchte, dass er sich auf Dauer nicht vermeiden lässt.
Speaker 0: Immerhin hat sie die Sache ins Rollen gebracht und sie kennt Potter vermutlich am besten.
Speaker 0: Creature hat Potter eigentlich regelmäßig Zeitung gelesen?
Speaker 0: Creature erscheint vor mir und schüttelt den Kopf.
Speaker 0: Master Potter wollte nichts davon wissen, was in der Zeitung steht.
Speaker 0: Ich muss gestehen, dass ich mir so etwas bereits dachte und wieder Willen empfinde.
Speaker 0: ich Respekt für Potter.
Speaker 0: Es ist mir durchaus bewusst, dass er eigentlich noch nie wirklich scharf auf die ganze Aufmerksamkeit war und wenn ich diesen Artikel lese, dann kann ich es mir mehr als nachempfinden.
Speaker 0: Selten habe ich so viel Schwachsinn in nur einem Beitrag gelesen.
Speaker 0: Vor allem frage ich mich, ob es überhaupt erlaubt ist, solche Details wie den zuständigen Aura zu veröffentlichen.
Speaker 0: Mal wieder hat unser Held Harry Potter bewiesen, dass ihm das unschädlich machen von Verbrechern im Blut liegt.
Speaker 0: Wie uns der Leiter der auroren Abteilung Sam Wilkins mitteilte, war es allein Potters Hartnäckigkeit zu verdanken, dass den Auroren einer der meistgesuchten Verbrecher Jake Nolan ins Netz gehen konnte.
Speaker 0: Es ist bestimmt nur eine Frage der Zeit, bis auch Philip Nolan, der Bruder von Jake, dem Gespür von Potter erliegt etc.
Speaker 0: etc.
Speaker 0: Ich lasse die Zeitung sinken und bin mir nun ziemlich sicher, dass ich dringend mit jemandem von Potters Kollegen sprechen muss.
Speaker 0: Ich kann und will mich nicht noch weiter durch diesen Schund wühlen und dann erraten müssen, wie viel davon frei erfunden ist.
Speaker 0: Zwei Stunden später sitze ich in meinem Büro im Ministerium.
Speaker 0: Schackelbold hat einen gesehen, dass meine Argumente gut sind.
Speaker 0: und so warte ich nun auf Potters Partnerin, eine gewisse Trisha Higgins.
Speaker 0: Als ich die Tür öffnet, erhebe ich mich und sehe mich einer Frau gegenüber, die ein paar Jahre älter, aber nur wenige Zentimeter kleiner ist als ich.
Speaker 0: Würde sie nicht so freundlich lächeln und ihre Augen dabei leuchten, könnte sie durchaus bedrohlich wirken, wie sie so mit großen Schritten auf mich zukommt, die Hand ausgestreckt.
Speaker 0: Hey, ich bin Trisha!
Speaker 0: Etwas überrumpelt ergreife ich ihre Hand und höre mich sagen, Draco angenehm.
Speaker 0: Damit ist wohl klar, dass wir uns duzen, oder?
Speaker 0: Der Chef sagt, du wolltest mich sprechen?
Speaker 0: Du bist Fluchbrecher, oder?
Speaker 0: Okay, wir duzen uns.
Speaker 0: Irgendwie irritiert mich diese direkte Art etwas und ich fühle mich älter als ich sollte.
Speaker 0: Äh, ja, richtig.
Speaker 0: Ich nehme Platz und bitte Sie mit einer Geste dies ebenfalls zu tun.
Speaker 0: Ich muss versuchen, die Situation wieder etwas unter Kontrolle zu bringen.
Speaker 0: Ich bin mir nicht sicher, wie weit du im Bild bist.
Speaker 0: Es geht um Potter.
Speaker 0: Harry?
Speaker 0: Sie setzt sich sofort aufrecht dahin und sieht mich erschrocken an.
Speaker 0: Was ist mit ihm?
Speaker 0: Ist ihm etwas zugestoßen?
Speaker 0: Genau das gilt es herauszufinden, sage ich vorsichtig.
Speaker 0: Er ist offensichtlich verschwunden.
Speaker 0: Verschwunden?
Speaker 0: Was bedeutet das?
Speaker 0: Seit wann?
Speaker 0: Es ist eindeutig, dass sie davon ausgegangen ist, dass Potter wie geplant seine Auszeit angetreten hat.
Speaker 0: Mit einem mal frage ich mich selbst, warum niemand mit Potters direkten Kollegen gesprochen hat.
Speaker 0: Shackelbold hat sich offenbar auf die Aussage von Potters vorgesetztem verlassen, dass er in seiner geplanten Auszeit einfach weiterarbeitet, und den Umstand, dass alle ihn auf irgendeinem Wanderpfad vermuten, für seine Zwecke ausnutzt.
Speaker 0: Was sagt das über Potter aus, dass Shacklebolt diese Vermutung einfach so akzeptiert hat?
Speaker 0: Oder sagt das eher etwas über Shacklebolt aus?
Speaker 0: Nun, diese Frage werde ich erst mal hinten anstellen müssen.
Speaker 0: So weit ich das beurteilen kann seit Anfang Juni.
Speaker 0: Anfang?
Speaker 0: Trisha verstummt und blinzelt verwirrt.
Speaker 0: Warum ist das nicht bekannt?
Speaker 0: Sie wird nicht wütend, sondern irgendwie eher resigniert und sehr erschöpft.
Speaker 0: Ich zupfe mit den Schultern.
Speaker 0: Um ehrlich zu sein, weiß ich das auch nicht so genau.
Speaker 0: Ich bin selbst erst seit Anfang Juli wieder in England und wurde direkt von Hermine Granger kontaktiert.
Speaker 0: Sie bat mich das Haus von Potter zu untersuchen.
Speaker 0: Ich merke, dass ich plappere und weiße mir auf die Lippen.
Speaker 0: Trisha hebt den Kopf und sieht mich plötzlich aufmerksamer als zuvor an.
Speaker 0: Ich ahne, was als nächstes kommt und wappne mich.
Speaker 0: Du bist ... Draco Malfoy, sagt sie, ohne auch nur den Hauch von Verachtung in der Stimme.
Speaker 0: Ich nicke.
Speaker 0: Hast du etwas herausgefunden in Harrys Haus?
Speaker 0: Verblüfft, dass sie nicht weiter auf meiner Herkunft herumreitet, schüttle ich etwas versperrte den Kopf.
Speaker 0: Nein, leider nicht.
Speaker 0: Außer, dass die dunkle Magie sich bereits sehr stark ausgebreitet hat und Potters Elf sich seltsam verhält.
Speaker 0: Okay.
Speaker 0: Sie beißt auf ihre Unterlippe und scheint sich vor ihren nächsten Worten zu fürchten, als könne sie die Tatsachen beeinflussen, indem sie sie ausspricht oder nicht.
Speaker 0: Warum?
Speaker 0: Warum werde ich jetzt informiert?
Speaker 0: Der Minister möchte, dass ich weiterhin am Gremalplatz arbeite und die dunkle Magie zurückbringe.
Speaker 0: Aber das hilft ja offenbar nicht dabei, etwas über Potters Aufenthaltsort herauszufinden.
Speaker 0: Shagglebolt deutet an, dass dein Chef wohl informiert wurde, aber davon ausgegangen ist, dass Potter auf eigene Faust an einem Fall weiterarbeitet.
Speaker 0: Trisha sieht mich entsetzt an.
Speaker 0: Wilkins weiß, dass Harry verschwunden ist und er denkt, sie wendet den Blick ab und kaut wieder auf der Unterlippe.
Speaker 0: Es ist eindeutig, dass sie die Überlegung ihres Chefs nicht sofort von der Hand weisen kann.
Speaker 0: Aha, es sagt also doch eher etwas über Potter aus.
Speaker 0: Kann da etwas dran sein?
Speaker 0: Worum geht es bei dem Fall?
Speaker 0: Zwei Stunden später bin ich im Bilde über den sogenannten Nolan Fall, den Potter und seine Kolleginnen und Kollegen kurz vor seinem Verschwinden gelöst haben.
Speaker 0: Oder eben auch nicht.
Speaker 0: Ich habe dazu ja bereits die eine oder andere unsägliche Schlagzeile gelesen, und bin jetzt froh, dass ich die Abkürzung über Trisha genommen habe, um nicht noch mehr Heldenverährung über mich ergehen lassen zu müssen.
Speaker 0: Soweit ich verstanden habe, war dieser Fall komplexer als andere Fälle, da Muckel und magische Personen darin verwickelt waren.
Speaker 0: Die Nolan-Brüder waren dabei wohl nicht die Drahtzieher, und einer von ihnen wurde dank Potter ja verhaftet.
Speaker 0: Der andere ist angeblich tot, wobei Trisha angedeutet hat, dass das Ganze gar nicht sicher ist.
Speaker 0: Vor allem aber hat ihr Chef diesen Fall mit der Verhaftung einer gewissen Gen-Miller für weitgehend erledigt erklärt.
Speaker 0: Die Ermittlungen gegen den involvierten Muggle würden zwar weiterlaufen, aber so habe ich Trish aus Andeutungen jedenfalls verstanden.
Speaker 0: Wilkins macht sich hier wohl keine großen Hoffnungen auf einen baldigen Erfolg und will die Prioritäten daher auch wieder anders verteilen.
Speaker 0: Trisha selbst würde dem Muckel wohl auch gerne weiter auf den Zahn fühlen und Potter war überhaupt erst derjenige, der in dieser Sache Druck gemacht und die nötigen Informationen von Scotland Yard besorgt hat.
Speaker 0: Das alles kann ich nicht beurteilen, aber einstweilen ist es bestimmt gut, Trisha nun erst einmal mit der Information über Potters Verschwinden alleine zu lassen.
Speaker 0: Früher oder später wird sie sich bei mir melden, dessen bin ich mir sicher.
Speaker 0: Ich habe beschlossen, mich wieder auf den Weg zum Gremalplatz zu machen, der nun mal mein eigentlicher Arbeitsplatz derzeit ist und öffne die Tür.
Speaker 0: Malfoy!
Speaker 0: Verdammt.
Speaker 0: Ich hätte wissen müssen, dass Granger meine Anwesenheit wittert.
Speaker 0: Vermutlich hat Shacklebold ihr gesagt, dass ich im Ministerium bin.
Speaker 0: Guten Tag, Granger.
Speaker 0: Ich lehne mich im Türrahmen um und mache ihr damit klar, dass ich keinerlei Lust habe, sie hineinzubitten.
Speaker 0: Hast du schon was rausgefunden?
Speaker 0: Meine abweisende Art prallt geradezu an ihr ab und nach einigen Sekunden erinnere ich mich, dass wir hier nicht mehr in der dritten Klasse sind und Drähte ergeben zur Seite.
Speaker 0: Komm rein!
Speaker 0: Sie folgt mir in den Raum, bleibt aber stehen und wippt auf ihren Zehen.
Speaker 0: Ich setze mich hinter meinen Schreibtisch.
Speaker 0: Könntest du dich bitte hinsetzen?
Speaker 0: Sie lässt sich undamenhaft auf den Stuhl plumpsen.
Speaker 0: Während der ganzen Zeit hat sie den Blick nicht von meinem Gesicht genommen, als könne sie die Information, für die sie mich aufgesucht hat, auf meine Haut ablesen.
Speaker 0: Ich kann dir nicht wirklich viel Neues sagen, beginne ich schließlich, bevor sie noch anfängt auf dem Stuhl auf und abzuhüpfen.
Speaker 0: Die Magie am Gremaltplatz hat sich stark ausgebreitet, und sie ist zum Teil sehr dunkel.
Speaker 0: Creature ist keine wirkliche Hilfe.
Speaker 0: Ich zögere, was sie natürlich sofort merkt.
Speaker 0: Aber ich kann es nicht recht sagen.
Speaker 0: Ich glaube, er weiß mehr, als er preisgibt.
Speaker 0: Er ist Potter immer noch ergeben, aber es hat dann anscheinend, als würde eine andere Macht ihn daran hindern, mehr zu sagen.
Speaker 0: Granger runzelt die Stirn.
Speaker 0: Was für eine Macht kann das sein?
Speaker 0: Ich zucke mit den Schultern.
Speaker 0: Es kann eigentlich nur die Eigenmagie des Hauses sein.
Speaker 0: Wie das zusammenhängt, verstehe ich zwar nicht, aber es gibt eigentlich keine andere Erklärung.
Speaker 0: Granger entspannt sich das erste Mal und fläht sich nun nachdenklich in ihrem Stuhl zurück.
Speaker 0: Schließlich sieht sie mich an.
Speaker 0: Was wirst du jetzt tun?
Speaker 0: Ich säufze.
Speaker 0: Schackelbold will, dass ich versuche, die Magie, die sich ausgebreitet hat, wieder zurückzudrängen.
Speaker 0: Einstwahlen habe ich auch mit der Kollegin von Potter gesprochen, einer gewissen Trisha.
Speaker 0: Sie ist aber bisher die einzige von den Arorinnen und Aroren, die eingeweiht ist.
Speaker 0: Ich scherze Schäkelbold fürchte die Reaktion der Öffentlichkeit, wenn rauskommt, dass ihr Held verschwunden ist.
Speaker 0: Erstaunlicherweise gelingt es mir, diesen Satz nicht ganz so hämisch klingen zu lassen, wie ich ihn eigentlich in Kopf hatte.
Speaker 0: Granger nickt betroffen und steht zu meiner Verwunderung auf.
Speaker 0: Wenn ich die irgendwie behilflich sein kann, lass es mich wissen.
Speaker 0: Und damit ist sie verschwunden.
Speaker 0: Vermisst Kapitel VI.
Speaker 0: Fortschritte aller Art.
Speaker 0: April, ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... bevor John ihre Handtasche offenbar eine Generalreinigung unterzogen hat, der auch meine Abhöreinrichtung zum Opfer gefallen ist.
Speaker 0: Es hat seit Jakes Verhaftung keine Einbrüche mehr gegeben, sodass ich davon ausgehe, dass Hall noch keine neuen Mitarbeiter gefunden hat.
Speaker 0: John selbst ist ebenfalls untergetaucht.
Speaker 0: Ob aus Angst vor Philipp Nolan oder weil sie, nachdem sie von Jakes Verhaftung erfahren hat, kalte Füße bekommen hat, weiß ich nicht.
Speaker 0: Im Nachhinein ist es vielleicht ärgerlich, dass wir sie nicht gleich festgesetzt haben.
Speaker 0: Aber im Grunde können wir ihr nichts nachweisen.
Speaker 0: Das, was ich gehört habe, können wir nicht verwenden.
Speaker 0: Und ansonsten ist es kein Verbrechen, sich mit einem Muckel zum Sex oder was auch immer zu treffen.
Speaker 0: Außerdem hatte ich durchaus die Hoffnung, dass sie uns früher oder später mehr Informationen zu Hall liefert.
Speaker 0: Ich will diesen Mistkel dran kriegen.
Speaker 0: Er ist derjenige, der nixens tot in Auftrag gegeben hat.
Speaker 0: Und er ist auch derjenige, der für die vielen Opfer verantwortlich ist.
Speaker 0: Wilkins sieht das leider ganz anders.
Speaker 0: Für ihn ist mit der Verhaftung von Jake der halbe Fall gelöst, und Dr.
Speaker 0: Hall ist für ihn unwichtig, weil er ein Muckel ist, um den sich Scotland Yard kümmern soll.
Speaker 0: Dabei übersieht er, dass Hall jedes Muckelgericht sofort von seiner Unschuld überzeugen könnte, weil niemand eine Erklärung dafür hat, wie er in die Wohnungen gekommen sein will, ohne auf einer einzigen Überwachungskamera sichtbar zu sein.
Speaker 0: Das ist Wilkins offenbar egal.
Speaker 0: Er ist ein Muckel.
Speaker 0: Wir können ihn nicht vor den Gamord zerren.
Speaker 0: Wie stellen sie sich das Vorpotter?
Speaker 0: Ich sehe das Problem nicht.
Speaker 0: Wir als magische Gemeinschaft können ihm die Verbrechen eher nachweisen als die Muckel.
Speaker 0: Sollen wir ihn einfach davon kommen lassen, weil es so einen Fall bisher nicht gegeben hat?
Speaker 0: Dazu bin ich nicht bereit.
Speaker 0: Ich will wenigstens wissen, wie weit Hall in die Sache verstrickt ist.
Speaker 0: Wie ist seine Verbindung zu den Opfern?
Speaker 0: Welche Interessen verfolgt er?
Speaker 0: Da ich weiß, dass Wilkins die Zusammenarbeit mit Scotland Yard auf ein Minimum beschränkt und nur im Notfall selbst in Kontakt sucht, beschließe ich, selbst tätig zu werden.
Speaker 0: Ich habe meine eigenen Quellen, die ich dringend mal wieder anzapfen sollte.
Speaker 0: Ich habe viel zu lange die Füße stillgehalten, um den Chef nicht vor meiner geplanten Auszeit noch mehr gegen mich aufzubringen.
Speaker 0: Inzwischen kann und will ich mich nicht mehr zurückhalten.
Speaker 0: Die Prioritäten, die in diesem Fall gesetzt werden, sind aus meiner Sicht die Falschen.
Speaker 0: Ich habe mich nicht wochenlang aufgerieben, um jetzt die Hände in den Schoß zu legen und zu warten, bis wieder jemand stirbt.
Speaker 0: Mir egal, was Wilkins sagt.
Speaker 0: Mr.
Speaker 0: Brown, danke, dass Sie Zeit für mich haben.
Speaker 0: Ich nehme in dem kleinen Kaffeeplatz, das seit jeher der Treffpunkt mit Mr.
Speaker 0: Brown ist.
Speaker 0: Er ist der Mann eine Hexe und daher prädestiniert, als Mittelsmann zu dienen.
Speaker 0: Für Sie doch immer, Mr.
Speaker 0: Potter.
Speaker 0: Dann kann ich meiner Miranda wieder erzählen, dass ich Ihren Helden getroffen habe.
Speaker 0: Er lacht ein tiefes Lachen und ich grenze schief.
Speaker 0: Ich mag ihn gerne, diesen in die Jahre gekommenen Beamten mit dem großen Schnauzbad und dem gemütlichen Bierbauch.
Speaker 0: Sein Aussehen und seine joviale Art mögen täuschen, denn er hat einen messerschafen Verstand.
Speaker 0: Ich berichte ihm von den jüngsten Ereignissen und er hört mir aufmerksam zu, während er sich immer wieder Gedanken verloren über den Bart streicht.
Speaker 0: Ich werde ihnen alle Namen der Opfer raussuchen und auf Verbindungen zu Dr.
Speaker 0: Hall überprüfen.
Speaker 0: Leider muss ich ihnen recht geben, wir haben keinerlei Handhabe.
Speaker 0: Da die Täter in die Räume appariert sind oder Türen mit einem Zauber geöffnet haben, gibt es keinerlei Spuren.
Speaker 0: Kein Gericht unserer Welt würde hier für jemanden verurteilen.
Speaker 0: Ich fürchte, dass es für Horl nicht schwer sein wird, bald neue Gruten zu finden, die ihm bei seinen Aktionen behilflich sind.
Speaker 0: Daher müssen wir bald möglichst etwas finden, womit wenigstens wir ihn dran kriegen können, sage ich krimmig.
Speaker 0: Er trinkt seinen Kaffee leer und erhebt sich.
Speaker 0: Sie haben recht, wiederholt er.
Speaker 0: Ich werde die Unterlagen sofort überprüfen.
Speaker 0: Morgen zur selben Zeit?
Speaker 0: Ich grün sie ihn an.
Speaker 0: Morgen zur selben Zeit.
Speaker 0: Verdammt!
Speaker 0: Wieso ist das bisher niemandem aufgefallen?
Speaker 0: Brown fährt sich mit der Hand über das schüttere Haupthaar.
Speaker 0: Er war schon da, als ich heute zum Café kam und ich habe ihm sofort angesehen, dass er Neuigkeiten hat.
Speaker 0: Ich hatte noch nicht einmal Zeit, mir einen Tee zu bestellen, da redete er schon auf mich ein.
Speaker 0: Alle Opfer sind frühere Mandantinnen oder Mandanten von Hall.
Speaker 0: Alle.
Speaker 0: Und niemand hat diesen Zusammenhang gesehen.
Speaker 0: Naja, versuche ich ihn zu beruhigen, weil er mir einfach leidtut.
Speaker 0: Sie hatten ja auch bisher keinen Grund, Horl zu verdächtigen.
Speaker 0: In Wahrheit frage ich mich natürlich, ob Wilkins unseren Verdacht gegen Horl überhaupt an Scotland Yard weitergegeben hat.
Speaker 0: Ich muss wohl befürchten, dass er das nicht getan hat.
Speaker 0: Nicht bewusst, um irgendetwas zu verschleiern, sondern aus der puren Arroganz vieler Magischer heraus.
Speaker 0: Die Ansicht ist weit verbreitet, dass die Muckel zwar brav alle Informationen an uns weitergeben sollen, wir aber im Gegenzug keineswegs unser Bissenteil.
Speaker 0: Dass in diesem Fall das Wissen einen Muggel betroffen hat und das nicht darum geht, wer am Ende die Lorbeeren einheimst, sondern Menschenleben zu retten, scheint Wilkins nicht klar zu sein.
Speaker 0: Vermutlich hat er selbst noch nie von sich aus Gotland Yard kontaktiert.
Speaker 0: Es könnte ja so wirken, als würden wir deren Hilfe benötigen.
Speaker 0: Immerhin meldet sich der Yard ja bei uns, wenn sie ihre Fälle selbst nicht lösen können.
Speaker 0: Ich versuche, diese sehr ernüchternden Gedanken zu verdrängen und konzentriere mich auf Brown, der die Sache ja nun offenbar sehr ernst nimmt.
Speaker 0: Nein, hatten wir nicht.
Speaker 0: Das letzte Opfer war Eddie Campbell.
Speaker 0: Auch da sind wir von einem Streit in der Szene ausgegangen.
Speaker 0: Wer rechnet denn damit, dass der eigene Verteidiger erschüttelt den Kopf und säufzt?
Speaker 0: Aber es hätte doch trotzdem auffallen müssen, dass diese Leute alle in den letzten beiden Jahren vor Gericht gestanden hatten und frei gesprochen worden waren.
Speaker 0: Ich sage nichts mehr, denn er hat Recht.
Speaker 0: Aber wie er damit jetzt umgeht, muss er selbst wissen.
Speaker 0: Ich persönlich habe endlich meinen Beweis.
Speaker 0: Die Fälle hängen mit Hall zusammen und es geht um mehr als rein zufällige Einbrüche.
Speaker 0: Brown schiebt mir einen Stapel Papier über den Tisch.
Speaker 0: Das sind Kopien aus den Ermittlungsakten.
Speaker 0: Alle Namen, Adressen, Tatortfotos, Berichte.
Speaker 0: Ich weiß nicht, was davon ihrem Chef bereits vorgelegt wurde, vermutlich nur Zusammenfassungen.
Speaker 0: Ich bin diese Geheimniss-Kreimerei so leid.
Speaker 0: Er wirkt erschöpft und ich kann es ihm nachfühlen.
Speaker 0: Potter.
Speaker 0: bringen sie ihren Chef dazu, diesen Mistkel vor ihr Gericht zu bringen.
Speaker 0: Das kann doch so nicht weitergehen.
Speaker 0: Trisha, Bobby und ich sitzen über den Akten, die Brown me überlassen hat.
Speaker 0: Wir alle haben in der letzten Stunde mehr gesehen, als wir wollten, und ich sehe den beiden anderen an, dass sie ebenfalls Übelkeit verspüren.
Speaker 0: Weh, Bobby reuspert sich.
Speaker 0: Wie kann ein Mensch einem anderen so etwas antun?
Speaker 0: Trisha und ich schütteln synchron die Köpfe.
Speaker 0: Wir haben keine Antwort auf diese Frage, und vermutlich erwartet Bobby auch keine.
Speaker 0: Wir sollten zum Chef gehen.
Speaker 0: Wenn er das gesehen hat, muss er zustimmen, dass wir an Hall dran bleiben.
Speaker 0: Warum wurden uns diese Akten nicht schon viel früher überlassen?
Speaker 0: Warum ist die Zusammenarbeit zwischen dem Jart und uns immer noch so oberflächlich?
Speaker 0: Ich spüre, dass ich mich in Rage rede und atmet tief durch.
Speaker 0: Würdet ihr beide das machen?
Speaker 0: Bitte ich meine Kolleginnen und meinen Kollegen.
Speaker 0: Ich glaube, meine Anwesenheit könnte kontraproduktiv sein.
Speaker 0: Trisha und Bobby nicken und verlassen mit den Unterlagen das Büro.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Es ist schon ein bisschen gruselig, dass es sich beinahe wie nach Hause kommen anfühlt, als ich die Küche im Grimortplatz betrete.
Speaker 0: Creature hat mich freudestrahlen begrüßt, als ich an der Tür geklingelt habe und mir sofort einen Tee gekocht.
Speaker 0: Diesen trinke ich nun in kleinen Schlucken und versuche die Informationen, die ich erhalten habe, zu sortieren.
Speaker 0: Je länger ich darüber nachdenke, desto wahrscheinlicher erscheint es mir, dass Potter seine Pläne kurzfristig über den Haufen geworfen hat, um selbst in diesem Fall eine Sput zu verfolgen.
Speaker 0: Und dabei wurde er, was, erwischt, verletzt, gefangen genommen, getötet?
Speaker 0: Ich fahre mir durchs Gesicht.
Speaker 0: Ich kann das nicht leugnen, dass keine dieser Möglichkeiten mir wirklich gefällt.
Speaker 0: Aber das ändert nichts an der Wahrscheinlichkeit.
Speaker 0: Als könne ich meine ungebetenen Gedanken aufhalten, stehe ich auf und mache mich auf den Weg ins vierte Obergeschoss.
Speaker 0: Ich brauche Ablenkung, und was könnte mich besser ablenken, als dunkle Magie zurückzudrängen?
Speaker 0: Es dauert nur zwanzig Minuten, da steht mir der Schweiß auf der Stirn und ich muss erkennen, dass ich in diesem Zustand nicht in der Lage bin, meine Zauber zu wirken.
Speaker 0: Ich bin nicht bei der Sache und viel zu unkonzentriert.
Speaker 0: Die Vorstellung, Potter könnte tot sein, erschüttert mich mehr, als ich es für möglich gehalten hätte.
Speaker 0: Ich schleppe mich bis in das erste Obergeschoss, wo ich Zuflucht in Potters Schlafzimmer suche.
Speaker 0: Dort angekommen atme ich erleichtert auf und schließe die Tür hinter mir.
Speaker 0: Ich lasse mich aufs Bett sinken und sehe mich um.
Speaker 0: Wäre Potters Magie noch so präsent, wenn er tot wäre?
Speaker 0: Generft säuft sich.
Speaker 0: Natürlich wäre sie das.
Speaker 0: An was für kindische Strohhalme klammere ich mich denn da.
Speaker 0: Aber was ist mit Creature?
Speaker 0: Warum verhält er sich so seltsam?
Speaker 0: Creature!
Speaker 0: Meine Stimme ist herrischer als nötig.
Speaker 0: Meine Gereiztheit erschrickt mich selbst.
Speaker 0: Der Elf erscheint vor mir und scheint es keinesfalls seltsam oder übergriffig zu finden, dass ich auf dem Bett seines Herrn sitze.
Speaker 0: Ist Potter tot?
Speaker 0: Creature zuckt zusammen und ich halte den Atem an.
Speaker 0: Allerdings muss ich irgendwann wieder Luft holen, bevor Creature die Güte hatte, mir zu antworten.
Speaker 0: Creature!
Speaker 0: Master Potter!
Speaker 0: Nein!
Speaker 0: Master Potter ist nicht tot!
Speaker 0: Ich habe das Gefühl, die Erleichterung über diese Aussage beinahe körperlich zu spüren.
Speaker 0: Wie kannst du das wissen?
Speaker 0: Spürst du es?
Speaker 0: Spürst du, dass er noch dein Herr ist?
Speaker 0: Creature nickt hastig, als würde er diesen vermenschlichten Vorschlag seines Wissens nur zu gerne annehmen, um nur nicht mit eigenen Worten Antworten zu müssen.
Speaker 0: Verdammt, ich hätte die Frage anders stellen müssen.
Speaker 0: Geht es ihm gut?
Speaker 0: Creature windet sich sichtlich.
Speaker 0: Diesmal will ich es aber von ihm hören und schließlich presste hervor, Master Potter ist am Leben.
Speaker 0: Er verschwindet, bevor ich nachhaken kann.
Speaker 0: Natürlich weiß Creature, dass er mir die Frage nicht beantwortet hat und vermutlich bestraft er sich gerade selbst dafür.
Speaker 0: Ich lasse mich nach hinten auf Potters Bett sinken und versuche Kraft zu schöpfen und mir dabei keine Gedanken darüber zu machen, darum ich das ausgerechnet auf dem Bett von Harry Potter tue.
Speaker 0: Mai.
Speaker 0: Zwei Wochen ist es her, dass Wilkins Tänig Nischend eingestanden hat, dass ein Treffen mit Scotland Yard und ein Austausch aller Informationen unausweichlich ist.
Speaker 0: Trisha und Bobby haben ihn sogar überzeugt, dass unsere ganze Abteilung daran teilnehmen sollte, damit alle den gleichen Kenntnisstand haben.
Speaker 0: Seither haben wir eine Liste weiterer Mandanten erhalten, die von uns überwacht werden, um sie zu schützen.
Speaker 0: Nicht alle finden das gut, denn bei diesen Menschen handelt es sich ja selbst um Schwerverbrecher.
Speaker 0: Aber es sind nun mal Menschen, und kein Menschenleben ist mehr oder weniger wert als das andere.
Speaker 0: Dennoch ist eines der obersten Ziele von Wilkins immer noch, John Miller und Philip Nolan zu finden, Und ich muss ihm recht geben, dass man dieses Ziel nicht aus den Augen verlieren sollte.
Speaker 0: Ich sitze am Frühstückstisch und rühre in meinem Café.
Speaker 0: Creature ist in den letzten Wochen immer missmutiger geworden.
Speaker 0: Ich glaube, er ist sauer, weil ich kaum mehr zum Essen nach Hause komme und mir auch hin und wieder selbst ein Brot belege.
Speaker 0: Heute Morgen hat er mir beinahe den Wasserkessel aus der Hand gerissen, als ich ihn auf den Herd stellen wollte.
Speaker 0: Der Master, der Master muss das nicht tun.
Speaker 0: Creature kocht Café.
Speaker 0: Der Master sollte sich hinsetzen und Creature machen lassen.
Speaker 0: Beinah dachte ich, er würde gleich anfangen zu weinen.
Speaker 0: Merlin, ich will ihn ja nicht unglücklich machen, aber ich finde schon, dass er ein bisschen übertreibt.
Speaker 0: Mach ihn bitte sehr stark, sage ich in seinem Rücken und sehe, wie er zusammenzuckt.
Speaker 0: Ich weiß, dass er es von seinen früheren Herrschaften nicht gewohnt war, um etwas gebeten zu werden, aber das lasse ich mir nicht nehmen.
Speaker 0: Ich verstehe auch nicht, warum das jetzt plötzlich ein Problem sein sollte, weil ich doch davon ausgegangen, dass ich diese Diskussion inzwischen hinter mir hätte.
Speaker 0: Als bald darauf ein wirklich wunderbar starker Kaffee vor mir steht, verknäife ich mir, Creature zu liebe, mich bei ihm zu bedanken.
Speaker 0: Das fällt mir ziemlich schwer, denn ohne dieses Heißgetränk wäre ich heute wohl kaum in der Lage, in den Tag zu starten.
Speaker 0: War ich vor ein paar Wochen noch sicher, dass ich meine Auszeit zur Not verschieben würde, wenn ich nur Hall vorher dingfest machen könnte, muss ich mir inzwischen eingestehen, dass ich für unsere Truppe keine große Hilfe mehr bin.
Speaker 0: Ich fühle mich schlapp und ausgelaugt, schlafe jede Nacht weniger, obwohl ich so müde bin wie nie zuvor in meinem Leben.
Speaker 0: Ich war sogar im Sanct Mungus, eine Tatsache, die Hermine beinahe in Panik versetzt hat.
Speaker 0: Allerdings ergab die Untersuchung, dass ich kein gesund bin, und so konnte ich auch Hermine wieder etwas beruhigen.
Speaker 0: An manchen Tagen macht mir die Vorstellung, mit einem vollgepackten Rucksack mehrere Wochen am Stück durch die Landschaft zu laufen, mehr Angst, als ich jemals laut aussprechen würde.
Speaker 0: Aber ich will das unbedingt machen.
Speaker 0: Und irgendwie weiß ich auch, dass ich meine Energie auf diesem Weg wiederfinden werde.
Speaker 0: Dies muss allerdings noch drei Wochen warten.
Speaker 0: Heute werde ich erst einmal Garrett wieder einen Besuch abstatten.
Speaker 0: Zwei Stunden später habe ich ihn auf den Stufen eines Brunnens gefunden.
Speaker 0: An seinen Rucksack gelehnt, die ihr Augen geschlossen, genießt er die wärmenden Sonnenstrahlen.
Speaker 0: Als ich vor ihm stehen bleibe und so einen Schatten auf ihn werfe, boomt er, ohne die Augen zu öffnen.
Speaker 0: Geh mir aus der Sonne und gib mir den Café, Harry.
Speaker 0: Wie er mich erkannt hat, weiß ich nicht.
Speaker 0: Ich grinze und setze mich neben ihn.
Speaker 0: Wie geht's dir, Garrett?
Speaker 0: Mir geht's super, das siehst du doch.
Speaker 0: Solange keine neugierigen Detektive mir auf die Nerven gehen.
Speaker 0: Gibt es solche schrecklichen Menschen, die das tun würden?
Speaker 0: Frage ich mit gespielter Entrüstung.
Speaker 0: Du machst dir ja keine Vorstellung.
Speaker 0: Er öffnet die Augen und grinst mich an.
Speaker 0: Ich reiche ihm den Kaffee und stelle die Tüte mit dem Gebäck zwischen uns ab.
Speaker 0: Er greift nach einem Teilchen und wir genießen schweigend den Moment.
Speaker 0: Was gibt's, Harry?
Speaker 0: Wieder den Verbrechen auf der Spur?
Speaker 0: Ich wiege den Kopf hin und her.
Speaker 0: Jean ist verschwunden.
Speaker 0: Ennigt, hab davon gehört.
Speaker 0: Ihr Schwager hat den Hexenkessel übernommen.
Speaker 0: Dieser, ich kramme in meinem Gedächtnis, bis mir der Name des neuen Wirts einfällt.
Speaker 0: Walter ist John's Schwager?
Speaker 0: Garret nickt.
Speaker 0: Der Mann ihrer Schwester, aber die kenn ich nicht.
Speaker 0: Das wundert mich nicht, denn vermutlich ist die Schwester von John ebenfalls eine Hexe, allerdings ohne Berührungspunkte zu Mugglwelt.
Speaker 0: Gibt es Gerüchte, wo John sein könnte?
Speaker 0: Garret trinkt einen Schluck Kaffee und schweigt.
Speaker 0: Ich warte.
Speaker 0: Gerüchte gibt es viele, sagt er schließlich.
Speaker 0: Ich könnte jetzt nachhaken, denn ich bin sicher, dass er eine Meinung hat, welche dieser Gerüchte wahrscheinlicher sind als andere.
Speaker 0: Aber ich will ihn nicht unter Druck setzen.
Speaker 0: Als er auch nach mehreren Minuten nichts mehr sagt, erhebe ich mich.
Speaker 0: Mach's gut, Garrett.
Speaker 0: Pass auf dich auf.
Speaker 0: Auch wenn ich von Garrett nichts Konkretes erfahren habe, war diese Unterhaltung keineswegs umsonst.
Speaker 0: Kaum bin ich nämlich im Büro angekommen, hole ich Informationen zu Walter Brooks ein, der nun den Hexenkessel führt.
Speaker 0: Wie ich mir gedacht habe, wusste niemand her, dass er mit Johns Schwester verheiratet ist.
Speaker 0: Allerdings ist es natürlich ein leichtes, die Adresse dieser Schwester herauszufinden, Und so mache ich mich, natürlich unter einem Verwandlungszauber, auf den Weg in die Winkelgasse.
Speaker 0: Das Haus, in dem die Brooks wohnen, liegt nicht weit vom Eingang zur Nocturngasse entfernt.
Speaker 0: Es ist alt und durchaus hier und da renovierungsbedürftig, aber alles in allem sieht es ganz ordentlich aus.
Speaker 0: Ich betrachte es eine Weile, bevor ich auf die Haustür zugehe und anklopfe.
Speaker 0: Eine Frau um die fünfzig öffnet mir.
Speaker 0: Ich weiß nicht, was ich erwartet habe, aber niemals hätte ich mir die Schwester von John so vorgestellt.
Speaker 0: Sie lächelt mich freundlich an, die blonden Haare von grauen Stränen durchzogen, zu einem losen Pferdeschwanz zusammengebunden und in der Hand einen Staubwedel.
Speaker 0: Hallo, wie kann ich Ihnen helfen?
Speaker 0: Ich, äh, enthuldigen Sie die Störung, es, es ist mir ziemlich unangenehm.
Speaker 0: Ich habe meinen Mantel, in dem ein Zauberstab und meine Geldbörse sich befunden haben im Café hängen lassen.
Speaker 0: Als ich es gemerkt habe, bin ich gleich zurück, aber jemand hat ihn wohl gleich mitgenommen.
Speaker 0: Ich säufze und setze einen bemitleidenswerten Blick auf.
Speaker 0: Johns Schwester scheint tatsächlich mit mir mitzufühlen und stellt nun auch die naheliegende Frage.
Speaker 0: Das tut mir sehr leid, aber wie kann ich Ihnen helfen?
Speaker 0: Ich habe gesehen, dass Sie eine Eule haben.
Speaker 0: Ich zeige auf das Fenster, das vermutlich in die Küche zeigt, und durch das man eine schöne Schleihe Eule auf einer Stange sehen kann.
Speaker 0: Ob es wohl möglich wäre, dass ich Ihre Eule mit einer Nachricht an meine Frau losschicke, damit sie mich hier abholen kann?
Speaker 0: Offenbar hatte die Frau bereits damit gerechnet, dass ich sie um Geld bitte und ist nun durchaus erleichtert.
Speaker 0: Ja, sicher.
Speaker 0: Ich hole Ihnen Pergament und Feder, dann können Sie Juna los schicken.
Speaker 0: Vielen Dank, dass es zu freundlich.
Speaker 0: Wenig später ist Juna ausgestattet mit einem Brief an Trisha unterwegs.
Speaker 0: Diese wird das Tier mit einem Überwachungszauber versehen und so können wir vielleicht früher oder später die gute Gen auswendig machen.
Speaker 0: Einigermaßen gut gelaunt, da ich das Gefühl habe, endlich mal wieder einen kleinen Schritt weitergekommen zu sein, mache ich mich auf den Weg ins Büro.
Speaker 0: Der Mai nackt sich dem Ende zu und ich frage mich, ob ich es wirklich schaffe, das alles in wenigen Tagen hinter mir zu lassen.
Speaker 0: Um mich selbst davon zu überzeugen, habe ich mir einen großen Wanderrucksack und weiteres Equipment gekauft.
Speaker 0: Die Wanderkarten liegen bereit, die Schuhe, die ich tragen werde, befinden sich seit einer Woche an meinen Füßen, um sie einzulaufen.
Speaker 0: Es sind nur noch drei Tage bis Monatsende, als ich versuche, meine Berichte fertig zu schreiben.
Speaker 0: Eine Arbeit, die ich immer wieder aufgeschoben habe.
Speaker 0: Jetzt kann ich das aber nicht länger tun.
Speaker 0: Und so versuche ich, meine Konzentration, die mich in letzter Zeit auch immer öfter im Stich lässt, zusammenzuhalten und diese unliebsame Aufgabe zu beenden.
Speaker 0: Wir haben sie!
Speaker 0: Ich zucke zusammen, als Trisha ins Zimmer gestürmt kommt und mache einen unschönen Strich auf meinen letzten Bericht.
Speaker 0: Was?
Speaker 0: Jean, wir wissen, wo sie ist.
Speaker 0: Komm, es war deine Idee und deine Ermittlungsarbeit.
Speaker 0: Das ist doch ein schöner Abschluss, bevor du dich vom Acker machst.
Speaker 0: Wir stellen in alle Eile ein Team zusammen und apparieren dann zu den Koordinaten, die Trisha uns genannt hat.
Speaker 0: Offenbar hat Juna die Adresse in den letzten Tagen regelmäßig angeflogen.
Speaker 0: Daraufhin wurde das Haus überwacht und heute Morgen kam die Nachricht, dass Joan gesichtet worden ist.
Speaker 0: Nachdem wir die erforderlichen Schutzzauber gesprochen haben, umzingeln wir das Gebäude.
Speaker 0: Keinerlei ab.
Speaker 0: der Zauber, flüstert Bob.
Speaker 0: Vermutlich wollte sie vermeiden, dass das Haus unserer Aufmerksamkeit weckt.
Speaker 0: Immerhin ist das hier eine reine Muckelgegend.
Speaker 0: Ich nicke.
Speaker 0: Wir sehen uns an und auf Trisha's Kommando stürmen wir das Haus.
Speaker 0: Juli, zwei-tausend-vier.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Nachdem meine letzte kopflose Aktion in Potters Schlafzimmer geendet hat, ein Fakt, den ich aktiv versuche, aus meinem Gehirn zu streichen, habe ich mir nun vorgenommen, die Sache etwas strukturierter anzugehen.
Speaker 0: Es war natürlich völliger Unsinn, im obersten Stockwerk zu beginnen, wo die dunkle Magie am dichtesten ist.
Speaker 0: Stattdessen gilt es sich Stück für Stück von der Küche aus vorzuarbeiten.
Speaker 0: Es wäre schon ein großer Erfolg, wenn es mir gelänge das Haus zwischen Untergeschoss und dem ersten Obergeschoss, wo sich Potters Schlagzimmer befindet, nutzbar zu machen.
Speaker 0: Ich erstelle daher nun einen Plan, nachdem ich dieses Ziel in den nächsten Tagen und Wochen verfolgen werde.
Speaker 0: Vielleicht muss ich mich sogar mit dem Gedanken an Freunden hier einzuziehen.
Speaker 0: Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass die Vorstellung dafür in Potters Bett zu schlafen, beinahe eine größere Hürde darstellt als meine Bedenken wegen der dunklen Magie.
Speaker 0: Ich schüttle den Gedanken ab und konzentriere mich auf mein Vorhaben.
Speaker 0: Der Vollständigkeit halber starte ich in der Küche, die eigentlich völlig frei von dunkler Magie ist.
Speaker 0: Dennoch erscheint es mir wichtig, die Zauber am ganzen Haus zu sprechen.
Speaker 0: Bereits der Flur vor der Küche bereitet mir Kopfzerbrechen.
Speaker 0: Es ist nach wie vor der Bereich des Hauses, den ich überhaupt nicht gut einordnen kann.
Speaker 0: Mein erstes Empfinden ist stets Abwehr, aber wenn ich dem Gefühl Nachspüre und einen Gegenzauber suche, dann kann ich es auf einmal nicht mehr richtig fassen.
Speaker 0: Liegt es daran, dass dieser Raum nach oben offen ist und es daher zu diesen Vermischungen kommt?
Speaker 0: Es fühlt sich anders an als irgendwo sonst im Haus.
Speaker 0: Und das macht mich verrückt, dass ich der Sache nicht auf den Grund komme.
Speaker 0: Mai, zwei-tausend-vier.
Speaker 0: Harry.
Speaker 0: Die Festnahme von John war geradezu lächerlich einfach.
Speaker 0: Sie hat offenbar wirklich keine Sekunde damit gerechnet, dass wir ihren Aufenthaltsort kennen könnten.
Speaker 0: Erstaunlicherweise habe ich keinerlei Bedürfnisse, sie zu vernehmen.
Speaker 0: Am Rande habe ich mitbekommen, dass sie ausgesagt hat, Philipp Nolan sei tot.
Speaker 0: Ob das stimmt, kann ich nicht beurteilen.
Speaker 0: Ich bin mit einem mal unglaublich müde.
Speaker 0: Sollen doch andere die Wahrheit aus ihr rausquetschen und mithilfe ihrer Aussagen Hall dran kriegen.
Speaker 0: Ein bisschen macht mir meine Gleichgültigkeit Angst, denn so bin ich eigentlich nicht.
Speaker 0: Hall ist ein Verbrecher und man muss alles daran setzen, ihm seine Taten nachzuweisen.
Speaker 0: Nur kann ich das nicht tun, das weiß ich mit einem mal mit beinahe erschreckender Gewissheit.
Speaker 0: Es ist, als hätte ich mir selbst ein Ablaufdatum gegeben.
Speaker 0: Morgen ist der erste Juni und da will ich auf meinen Trail starten.
Speaker 0: Potter, gute Arbeit, ein würdiger Abschluss.
Speaker 0: Wilkens grenzt über das ganze Gesicht.
Speaker 0: Ja, so, danke, erwidere ich verkampft und füge an, auch wenn es ja nicht wirklich der Abschluss des Falles ist.
Speaker 0: Ja, ja, ich weiß schon.
Speaker 0: Aber dieser Hol, das ist eben einfach nicht so einfach.
Speaker 0: Sie wissen es ja selbst.
Speaker 0: Jetzt warten wir mal ab, was die gute Chance berichten hat und dann sehen wir weiter.
Speaker 0: Ich runzele die Stirn.
Speaker 0: Es hört sich für mich nicht so an, als hätte Wilkens große Ambitionen gegen Hall weiter zu ermitteln.
Speaker 0: Wenn ich nur nicht so am Ende wäre, ich würde die Auszeit, Auszeit sein lassen und zuerst diesen Mistkerl zur Strecke bringen.
Speaker 0: Aber die Sondereinheit bleibt doch noch bestehen, oder?
Speaker 0: frage ich zarkhaft.
Speaker 0: Potter, jetzt genießen Sie doch mal Ihren Erfolg und begeben sich in die verdiente Pause.
Speaker 0: Wir werden das hier schon ohne sie schaffen.
Speaker 0: Ich merke, dass er mir keine klare Antwort mehr geben wird und verabschiede mich mit einem mehr als unbefriedigenden Gefühl.
Speaker 0: Ich habe mich noch von Trisha und den anderen Kolleginnen und Kollegen verabschiedet und Trisha das Versprechen abgenommen, Haul nicht vom Haken zu lassen.
Speaker 0: Bobby und mir ist es genauso wichtig, wie dir den Mistkel dran zu kriegen.
Speaker 0: Du wirst sehen, wenn du zurück kommst, sitzt er bereits im Knast.
Speaker 0: Während ich packe, lasse ich mir diese Worte durch den Kopf gehen.
Speaker 0: Ich sollte wirklich mehr Vertrauen in meine Kolleginnen und Kollegen haben.
Speaker 0: Alle haben die schrecklichen Bilder der Opfer gesehen und alle wollen diesen Biederling zur Strecke bringen.
Speaker 0: Und mit dieser Vorstellung wächst die Zuversicht, dass ich mit dem Schritt aus der magischen Welt wieder in der Lage sein werde, mich auf meine eigenen Bedürfnisse zu konzentrieren.
Speaker 0: Creature tut im Moment jedenfalls alles, um mir den Abschied leicht zu machen.
Speaker 0: Ständig taucht er vor mir auf und nimmt mir Sachen aus der Hand, um sie in den Rucksack zu legen.
Speaker 0: Dabei will ich das selbst machen, und das erkläre ich Creature auch zum gefühlten zehnten Mal.
Speaker 0: Creature, würdest du mir bitte aus dem Weg gehen und mich meine Sachen selbst packen lassen?
Speaker 0: Creature wimmert.
Speaker 0: Verdammt, es muss doch möglich sein, eine Tasche alleine zu packen, ohne dass dieser Elf eine Sinnkrise bekommt.
Speaker 0: Ich glaube, dass uns beiden etwas Abstand voneinander mal gut tun wird.
Speaker 0: Creature hat echt was besseres verdient.
Speaker 0: Einen ordentlichen Rheinblüter, der es zu schätzen weiß, wenn man ihm die Stiefel legt.
Speaker 0: Nicht grönze.
Speaker 0: Vielleicht sollte ich mir voll fragen, ob er mein Haus in meiner Abwesenheit zitten will.
Speaker 0: Bei der Vorstellung, wie er darauf reagieren würde, muss ich lachen.
Speaker 0: Und dabei bemerke ich, dass es das erste Mal seit sehr langer Zeit ist.
Speaker 0: Ernährgestopfe ich die letzten Dinge, darunter mein Fotoalbum in den Rucksack und hebe ihn Probehalber an.
Speaker 0: Wird nicht einfach werden mit uns beiden, aber ich bin guter Dinge, dass ich das schaffen kann.
Speaker 0: Ein Blick auf die Uhr sagt mir, dass ich mich langsam sputen muss, wenn ich rechtzeitig bei den Wiesleys ankommen will, immerhin muss ich noch duschen.
Speaker 0: Ich überprüfe nochmal meine Schränke und Schubladen und beschließe, dass ich alles reingepackt habe, was ich brauche.
Speaker 0: Also greife ich nach dem Rucksack und tiefe ihn auf den Rücken.
Speaker 0: Ich habe ihn eben im Flur gegen die Wand gelehnt und mich auf den Weg ins Badezimmer gemacht, da klingelt es an der Tür.
Speaker 0: Ich drehe mich um und greife nach dem Türknopf.
Speaker 0: Als ich die Tür aufziehe, höre ich Creature hinter mir schreien.
Speaker 0: Jetzt übertreibt er wirklich.
Speaker 0: Ich stehe doch sowieso direkt neben der Haustür.
Speaker 0: Soll ich da warten, bis er hier auftacht, nur damit ich als haushändig selbst die Tür öffne?
Speaker 0: Ich ignoriere ihn und stutze, als ich nach draußen blicke.
Speaker 0: Es ist niemand zu sehen, aber es fliegt etwas auf der Türschwelle.
Speaker 0: Ich bücke mich danach und hebe es auf.
Speaker 0: Creatures Gekreische wird immer hysterischer.
Speaker 0: Es dröhnt in meinem Kopf und mir wird schwindlig.
Speaker 0: Mit einem Mal wird alles um mich herum schwarz und ich fühle mich wie bei einer Portschlüsselreise.
Speaker 0: Kurz darauf lande ich umsanft auf dem Boden und sehe mich um.
Speaker 0: Ich befinde mich in einem fensterlosen Raum, der durch ein seltsames körperloses Licht nur die Fuß beleuchtet wird.
Speaker 0: In meiner Hand halte ich immer noch das Ding, das ich aufgehoben habe.
Speaker 0: Ich starre darauf und brauche eine Weile, bis ich realisiere, was es ist.
Speaker 0: Als es mir klar wird, glaube ich, ins Bodenlose zu fallen.
Speaker 0: In meiner Hand halte ich einen dunkelgrünen Stofffetzen, einen Stofffetzen mit einem Winnie-Pooh aufnäher.
Speaker 0: Vermisst Kapitel sieben RISKANTE PLÄNE Juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.juli.j.
Speaker 0: Beinahe ärgert es mich, dass ich das überhaupt weiß und vor allem, warum ich jetzt daran denke.
Speaker 0: Da dieser Gedanke nun aber in meinem Kopf einzugehalten hat, beschließe ich, dass es ein guter Zeitpunkt ist, die erste Nacht hier am Gremalplatz zu verbringen.
Speaker 0: Dieser Entschluss verursacht durchaus gemischte Gefühle.
Speaker 0: Da ich diesen nicht länger nachhängen will, stehe ich auf.
Speaker 0: Ich muss Shacklebald-Bericht erstatten und werde bei der Gelegenheit bei Trisha vorbeischauen.
Speaker 0: Creature.
Speaker 0: Ich werde ab heute hin und wieder hier übernachten.
Speaker 0: Bereite Potters Schlafzimmer für mich vor.
Speaker 0: Ein anderer Raum kommt nicht infrage.
Speaker 0: Ich zögere.
Speaker 0: Warum rechtfertige ich mich vor dem Elfen?
Speaker 0: Ist das möglich, dass ich Zugang zum Kamin bekomme?
Speaker 0: Gewiß, Master Malfoy, Creature kümmert sich darum, dass der Master jederzeit in das Haus seiner Vorfahren flohnen und apparieren kann.
Speaker 0: Ein Schauer überläuft mich.
Speaker 0: Wie kann Creature die Schutzzauber, die Potter bestimmt gesprochen hat, einfach so umgehen, wenn Potter noch lebt?
Speaker 0: Ich beschließe das nicht weiter zu hinterfragen.
Speaker 0: Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Antworten von Creature mehr Fragen aufwerfen, als sie beantworten.
Speaker 0: Drago, schön dich zu sehen, wie geht es dir?
Speaker 0: Trisha ist wirklich eine ungewöhnliche Frau und ich beneide Potter, dass er so eine tolle Kollegin hat.
Speaker 0: Ich lasse mich auf einem der freien Stühlenieder.
Speaker 0: Hallo, Trisha.
Speaker 0: Ich arbeite mich sehr langsam vor.
Speaker 0: Wie sieht das Boy euch aus?
Speaker 0: Ich sehe mich in dem Büro um und erkenne, dass Trisha den Schreibtisch, der wohl Potter gehört, frei von Akten gehalten hat.
Speaker 0: Es ist als wolle sie damit klarmachen, dass Potter jederzeit wieder auftauchen und hier anfangen könnte.
Speaker 0: Mit einem Mal überfällt mich der Wunsch, dass genau das passiert mit einer unangemessenen Heftigkeit.
Speaker 0: Es kann mir doch egal sein, was Potter macht und wo er ist.
Speaker 0: Theoretisch müsste mich nicht einmal sein Tod belasten.
Speaker 0: In Wahrheit belastet mich die Ungewissheit seines Schicksals mehr, als ich es mir eingestehen will.
Speaker 0: Und die Angst eines Tages herauszufinden, dass er eben doch tot ist, lauert in unbedachten Momenten darauf, mich zu überfallen.
Speaker 0: Trisha holt mich aus meinen Betrachtungen.
Speaker 0: So ist meine Blicke folgt und scheint meine Gedanken nachempfinden zu können.
Speaker 0: Zu meiner Erleichterung geht sie nicht darauf ein.
Speaker 0: Ich bin heil froh, dass Bobby und ich immer noch ein Team haben, das Hall unbedingt dran kriegen will.
Speaker 0: Seit Harry offiziell verschwunden ist und der Minister sich nicht mehr so ganz sicher ist, dass er einfach seine Auszeit als Vorwand genutzt hat, steht Wilkins unter Druck.
Speaker 0: Ihr Siegesicheres lächeln verschwindet.
Speaker 0: Aber wir haben einfach keine Anhaltspunkte, wie wir ihm das alles nachweisen können.
Speaker 0: Er hält die Füße still und vielleicht wird er auch gar nichts mehr in diese Richtung durchführen.
Speaker 0: Immerhin kann er ja niemandem trauen, jetzt, da er auch noch Gen verloren hat.
Speaker 0: Jede Person könnte ein verdeckter Ermittler oder eine Ermittlerin sein.
Speaker 0: Wir schweigen eine Weile, in der wir unseren Gedanken nachhängen.
Speaker 0: Und in dieser Stille wächst ein Gedanke, der so verrückt und absurd ist, dass ich kaum glauben kann, dass ich ihn laut ausspreche.
Speaker 0: Ich könnte Kontakt zu ihm herstellen.
Speaker 0: Trisha's Kopf fährt herum und sie sieht mich entsetzt an.
Speaker 0: Du?
Speaker 0: Was?
Speaker 0: Ich suche mit den Schultern und setze mich aufrecht dahin.
Speaker 0: Naja, ich könnte mich doch ganz unverbindlich bei ihm melden.
Speaker 0: Ich als... ich zögere.
Speaker 0: Eigentlich wollte ich dieses Thema in meinem Leben und vor allem hier im Ministerium nie mehr aufbringen.
Speaker 0: Allerdings scheint Trisha die Idee mit einem Mal auch nicht mehr so dumm zu finden.
Speaker 0: Sie setzt sich aufrecht dahin.
Speaker 0: Als ehemaliger Todesser.
Speaker 0: Immerhin hat sie ehemalig gesagt und die Beiläufigkeit, mit der sie das ausspricht, gibt mir wieder etwas Mut.
Speaker 0: Ich nicke.
Speaker 0: Das, das ist auf jeden Fall eine Überlegung wert.
Speaker 0: Sie macht eine auffordernde Handbewegung.
Speaker 0: Wie hast du dir das vorgestellt?
Speaker 0: Erzähl mal.
Speaker 0: Ich lache etwas verschämt.
Speaker 0: So richtig viel vorgestellt habe ich mir gar nicht.
Speaker 0: Der Gedanke ist mir eben erst gekommen, aber ich bin ja erst seit ein paar Wochen wieder in England und könnte so tun, als hätte ich jetzt im Zuge der Verhaftungen erfahren, dass er Kontakte zum argischen Personen hat.
Speaker 0: Mit meiner Vergangenheit wäre ich vielleicht aus seiner Sicht ein vertrauenswürdiger Geschäftspartner.
Speaker 0: Ich denke nicht, dass er etwas über die Ideologie der Todesser weiß.
Speaker 0: Und selbst wenn in dem Milieu geht es doch immer nur darum, wo man den größten Gewinn herausschlagen kann.
Speaker 0: Mein größter Vorteil ist aber bestimmt, dass ich im Gegensatz zu John und den Nolan's in den selben Kreisen verkehrt habe wie ein Rechtsanwalt, was wenn ich vorgebe, ihm in viel größerem Stil behilflich sein zu können.
Speaker 0: Drogen, Waffen, Mord, was auch immer ihm vorschwebt.
Speaker 0: Trisha sieht mich mit einem seltsamen Blick an und ich befürchte schon, dass ich zu weit gegangen bin.
Speaker 0: Hält sie mich jetzt vielleicht auch für einen Verbrecher?
Speaker 0: Draco, das kann aber verdammt gefährlich werden.
Speaker 0: Sie sorgt sich um mich?
Speaker 0: Damit hatte ich nicht gerechnet und das bringt mich ein kleines bisschen aus der Fassung.
Speaker 0: Ich räuspere mich.
Speaker 0: Naja, ist ja nicht so, als würde man als Fluchbrecher nie in gefährliche Situationen kommen.
Speaker 0: Und das sind immer noch Muggles.
Speaker 0: Wir können mit allen möglichen Zaubern arbeiten.
Speaker 0: Außerdem... Ja?
Speaker 0: Was, wenn Potter wirklich auf eigene Faust losgezogen ist?
Speaker 0: Ganz ehrlich.
Speaker 0: Alles andere macht doch keinen Sinn, oder?
Speaker 0: Das Wahrscheinlichste ist dann doch, dass Horlin in seiner Gewalt hat.
Speaker 0: Aber würde das nicht bedeuten, dass er noch Kontakt zu magischen Personen haben muss?
Speaker 0: Gibt Trisha zu bedenken.
Speaker 0: Wie sonst sollte er an Harry rangekommen sein?
Speaker 0: Ich zucke mit den Schultern.
Speaker 0: Genau das gilt es doch herauszufinden.
Speaker 0: Wer weiß, vielleicht haben ihm die Nolans oder diese Gen auch verfluchte Gegenstände oder Portschlüssel beschafft.
Speaker 0: Die könnte er auch ohne deren Hilfe einsetzen.
Speaker 0: Oder er hat Potter ganz plump mit Muggel-Technologie außer Gefecht gesetzt?
Speaker 0: Trisha nickt und ihre traurige Mine gibt mir Mut weiter zu sprechen.
Speaker 0: Egal wie, irgendjemand muss diesem Typen auf den Zahn fühlen.
Speaker 0: Wenn ich erstmal in seinem Haus bin, kann ich alle möglichen Zauber sprechen und nach Potter suchen.
Speaker 0: Es ist nicht eine Aufgabe, genau das ist meine Aufgabe.
Speaker 0: Shacklebolt hat mich beauftragt, Potter zu finden.
Speaker 0: Ich weiß selbst nicht, wann mein Gedankengang sich von Kontakt zu Hall knüpfen zu der Mission Potter retten entwickelt hat.
Speaker 0: Aber ist es nicht wirklich die wahrscheinlichste Variante von allen?
Speaker 0: Wie um keinen noch so kleinen Zweifelplatz zu geben, setze ich nach.
Speaker 0: Potter hat vielleicht an seinem letzten Abend noch einen kleinen Hinweis verfolgt.
Speaker 0: Sei ihm das nicht ähnlich?
Speaker 0: Wieder will Nick Trisha.
Speaker 0: Ich kann jetzt sehen, dass sich Tränen in ihren Augen gesammelt haben.
Speaker 0: Ich kann mir vorstellen, was ihr durch den Kopf geht.
Speaker 0: Wenn es wirklich so war, warum sollte Hall Potter am Leben lassen?
Speaker 0: Wenn ich Trisha recht verstanden habe, wären die bisherigen Opfer übelst zugerichtet.
Speaker 0: Andererseits hat Creature gesagt, dass Potter lebt, allerdings nicht in welchem Zustand.
Speaker 0: Ich beschließe das Thema Potter lieber aus zu blenden.
Speaker 0: Es ist mit zu vielen Emotionen verknüpft.
Speaker 0: Selbst bei mir, wie ich leider nicht mehr ignorieren kann.
Speaker 0: Aber selbst wenn dem nicht so ist, wenn ich Halls Vertrauen gewinne, kann ich ihn vielleicht zu einem Geständnis bewegen.
Speaker 0: Wenn er mir Drackel Malfoy aus freien Stücken von seinen Taten erzählt, können wir die Erinnerung dem Garmott vorlegen.
Speaker 0: Trisha kaut auf ihre Unterlippe.
Speaker 0: Ich gebe ihr Zeit, sich meinen Vorschlag durch den Kopf gehen zu lassen.
Speaker 0: Schließlich nickt sie langsam.
Speaker 0: Geh damit zur Shackleboard und lass es absegnen.
Speaker 0: Ich spreche mit Bobby.
Speaker 0: Wir treffen uns danach hier.
Speaker 0: Ich stehe auf und frage mich, wann ich diesen Vorschlag das erste Mal so richtig bereuen werde.
Speaker 0: Ihr Schweine, ihr verfluchten Schweine, was habt ihr mit Garrett gemacht?
Speaker 0: Tränen laufen mir über die Wangen und ich trommle mit meinen Fäusten auf den Boden, der sich natürlich völlig unbeeindruckt zeigt.
Speaker 0: Unbeherrscht springe ich auf und schreite in großen Schritten den Raum ab, trete und schlage immer wieder gegen die Wand, deren Oberfläche sich wie kühler Stein anfühlt.
Speaker 0: Ich habe meinen Zauberstab nicht bei mir, aber ich kann spüren, wie meine Magie wild um sich schlägt.
Speaker 0: Kurz glaube ich so etwas wie ein Ächzen zu hören und halte inne.
Speaker 0: Aber kein lautes zu hören, das kann allerdings auch am Rauschen des Blutes in meinen Ohren liegen.
Speaker 0: Die Haut an meinen Knöcheln ist aufgerissen und mein Fuß schmerzt von dem Zusammenstoß mit dem Mauerwerk.
Speaker 0: Erschöpft lasse ich mich an der Wand hinab senken und schlurzehaltlos.
Speaker 0: Allerdings nicht, weil ich mir weh getan habe.
Speaker 0: Nein, es ist der Winnie Poo aufnäher in meiner Hand, der die Verzweiflung in mir an die Oberfläche treibt.
Speaker 0: Es gibt für mich nicht viel Hoffnung, dass diese Botschaft etwas anderes bedeuten könnte, als dass Garrett tot ist.
Speaker 0: Getötet wurde.
Speaker 0: Und es ist meine Schuld.
Speaker 0: Weil ich den Kontakt zu ihm gesucht habe, mitten auf diesem Platz, wo jeder uns hätte sehen können.
Speaker 0: Ich habe es zu verantworten, dass Garrett ins Visier von ... ja, von wem eigentlich geraten ist.
Speaker 0: Ich versuche mich zu beruhigen.
Speaker 0: Niemandem ist geholfen, wenn ich jetzt den Verstand verliere.
Speaker 0: Ich atmert tief durch.
Speaker 0: Fakten.
Speaker 0: Ich muss mich an die Fakten halten.
Speaker 0: Ich versuche mich zu erinnern, wie ich überhaupt hierher gekommen bin.
Speaker 0: Es hat an der Tür geklingelt.
Speaker 0: Creature hat geschrien, nun ja, das ist vermutlich zu vernachlässigen, und ich habe geöffnet und mich nach dem Stück Stoff gepügt.
Speaker 0: Als ich es aufgehoben habe, wurde ich fortgerissen.
Speaker 0: Hierher?
Speaker 0: In eine Zelle?
Speaker 0: Also, weil der Stoff hätt's ein Portschlüssel.
Speaker 0: Sieht ganz so aus.
Speaker 0: Und wenn jemand mir mitteilen wollte, dass er von meiner Verbindung zu Garrett Weiss und diese vermutlich nicht gut heißt, dann bleibt eigentlich nur eine Person, Dr.
Speaker 0: Baron Hall.
Speaker 0: Das bedeutet aber, dass er noch oder wieder Kontakt zu magischen Personen hat, die ihm diesen Portschlüssel erschaffen haben.
Speaker 0: Aber was kann er von mir wollen?
Speaker 0: Die Bilder der Ermittlungsakten, die Mr.
Speaker 0: Brownway gegeben hat, steigen von meinem geistigen Auge auf und nackte Angst mit ihnen.
Speaker 0: Ich stehe abrupt auf und stecke den Auf näher in meine Hosentasche.
Speaker 0: Dann sehe ich mich um.
Speaker 0: Der Raum ist beinahe quadratisch.
Speaker 0: Ich fahre mit der flachen Hand an der Wand entlang.
Speaker 0: Vorhin dachte ich noch, dass sie sich wie Beton anfühlt, aber jetzt glaube ich, dass es sich doch um eine gemauerte Wand handelt, die verputzt wurde.
Speaker 0: Probehalber klopfe ich mit den Knöcheln dagegen.
Speaker 0: Die Töne sind unterschiedlich.
Speaker 0: Manchmal glaube ich, einen kleinen Hohlraum zu erahnen.
Speaker 0: Es fühlt sich sehr zimmerweise besser an, dass hinter dem Verputz Steine sind und dieser Schacht nicht aus einer gegossenen Betonwand besteht.
Speaker 0: Ich lehne mich mit den Händen an die Wand und lasse meine Magie hineinfließen.
Speaker 0: Weder dieses seltsame Geräusch.
Speaker 0: Ich ignoriere es und mache weiter.
Speaker 0: Entfernt glaube ich eine Art Grollen zu hören.
Speaker 0: Ich zucke zurück und sehe mich um.
Speaker 0: Bilde ich mir das nur ein oder ist der Raum dunkler geworden?
Speaker 0: Ich weiche in die Mitte und versuche die Decke zu erkennen, aber ich kann das Ende des Raumes nicht ausmachen.
Speaker 0: Ich versuche auch zu erkennen, woher überhaupt das Licht kommt.
Speaker 0: Das ist mir nicht möglich, denn es ist völlig diffus und wird jetzt auch noch immer dunkler, sodass ich es nicht einordnen kann.
Speaker 0: Mit einem Mal höre ich einen Schrei, der mir durch Mark und Bein geht.
Speaker 0: Ich halte mir die Ohren zu und sinke auf die Knie, kauere mich zusammen und bin mir nicht sicher, ob ich selbst es bin, der schreit.
Speaker 0: Das Geräusch fühlt sich an, als wäre es gleichzeitig außerhalb und innerhalb meines Körpers.
Speaker 0: Dann wird es stockdunkel und still.
Speaker 0: Ich röchte mich etwas auf und versuche, irgendetwas zu erkennen.
Speaker 0: Es gelingt mir nicht.
Speaker 0: Nackte Angst ergreift mich, und ich krabble vorsichtig bis zur Wand, an die ich mich lehne und die Augen schließe.
Speaker 0: So kann ich mir wenigstens einbilden, selbst für Dunkelheit zu sorgen.
Speaker 0: Egal, was hier noch passiert, ich muss bei Verstand bleiben.
Speaker 0: Juli, Drakko.
Speaker 0: Ich liege in meinem Bett, Potter's Bett, am Remallplatz und starre in die Dunkelheit.
Speaker 0: Versuche herauszufinden, was ich eigentlich fühle.
Speaker 0: Nachdem Shacklebold, Trishor's Chef und ein paar ihrer Kolleginnen und Kollegen eingeweiht worden waren, haben wir uns wieder zusammengesetzt und einen Plan erarbeitet.
Speaker 0: Ich musste Shacklebold und Wilkins erst einmal klarmachen, dass ich zwar kein Auroer bin, aber als Fluchbrecher durchaus in der Lage, mich gefährlichen Situationen zu stellen.
Speaker 0: Natürlich könnte ich mich einfach hier am Grimauldplatz verschanzen und möchte die nächsten Wochen oder sogar Monate damit beschäftigen, den Kasten auf allen Stockwerken wieder bewohnbar zu machen.
Speaker 0: Aber für wen sollte ich das tun, wenn Potter doch offensichtlich nicht freiwillig verschwunden ist?
Speaker 0: Und hier werde ich ihn wohl nicht finden.
Speaker 0: Es ist mir durchaus bewusst, dass es ein Strohhalm ist, an dem wir uns alle klammern.
Speaker 0: Aber Creature hat gesagt, dass Potter lebt.
Speaker 0: Und so lange Creature sich so seltsam verhält, ist das für mich das Zeichen, dass sich daran auch nichts geändert hat.
Speaker 0: Ich säufze und drehe mich zur Seite.
Speaker 0: Dieses Bett ist unanständig bequem, und ich fühle mich unangemessen wohl in diesem Raum.
Speaker 0: Natürlich hat Creature das Bett frisch bezogen, aber ich spüre Potters Magie, die in jeder Faser zu hängen scheint.
Speaker 0: Und sie beruhigt mich, auch wenn ich es ungern zugebe.
Speaker 0: Ergeben, schließe ich die Augen.
Speaker 0: Du steckst da schon viel zu tief drin, du Idiot, murmle ich, bevor ich mich der Müdigkeit hingebe.
Speaker 0: Als ich am nächsten Morgen in Trishers Büro komme, fährt sie sich hastig über die Augen.
Speaker 0: Sie hat geweint.
Speaker 0: Was ist passiert?
Speaker 0: frage ich alarmiert.
Speaker 0: Nichts, es ist nur... Heute ist Harrys Geburtstag.
Speaker 0: Stimmt.
Speaker 0: Das war ja der Grund.
Speaker 0: Nun ja, nicht der Grund, aber der Auslöser, warum ich am Green Mall Platz übernachtet habe.
Speaker 0: Ich nicke stumm und setze mich auf den freien Stuhl vor Trisha's Schreibtisch.
Speaker 0: Potters Schreibtisch zu belegen, würde mir falsch vorkommen.
Speaker 0: In meinem ganzen Leben habe ich nie so viel Rücksicht auf den Idioten genommen, wie in den letzten Wochen.
Speaker 0: Allerdings ist es auch leicht, der Rücksicht auf ihn zu nehmen, wenn er nicht da ist.
Speaker 0: Ich freue mich schon, wenn ich ihn endlich gefunden habe und wieder normal denken kann.
Speaker 0: Trischer steht auf.
Speaker 0: Wie werden dich jetzt mit den erforderlichen Zaubern ausstatten und dann kannst du zum Gericht gehen.
Speaker 0: Dr.
Speaker 0: Hall hat heute einen Termin, der auf elf Uhr eingesetzt ist und nicht viel länger als eine Stunde dauern sollte.
Speaker 0: Danach solltest du ihn abpassen können.
Speaker 0: Er geht normalerweise in eines der umliegenden Restaurants zum Mittag, wenn er um diese Zeit bei gericht ist.
Speaker 0: Ich weiß das alles bereits, aber ich lasse Trischer reden.
Speaker 0: Vermutlich will sie sich von ihren Gedanken an Potter ablenken und ich kann es ihr nachfühlen.
Speaker 0: Die Sonne brennt heiß auf den Platz vor dem Gericht, auf dem ich seit einer halben Stunde stehe und warte, dass Hall das Gebäude verlässt.
Speaker 0: Eben überlege ich, wie ich unauffällig einen kleinen Kühlzauber sprechen könnte, da sehe ich, wie er die breite Treppe hinabläuft.
Speaker 0: Er ist wirklich ein gut aussehender Mann, das muss man ihm lassen.
Speaker 0: Obwohl er etwas über fünfzig Jahre alt ist, ist sein Schritt federned, seine Figur atletisch und seine Gesichtszüge markant und attraktiv.
Speaker 0: Ich setze mich in Bewegung und beobachte, wie er ein teures italienisches Restaurant ansteuert.
Speaker 0: Ich beschleunige meine Schritte und schließe zu ihm auf.
Speaker 0: Dr.
Speaker 0: Hall.
Speaker 0: Er bleibt stehen und dreht sich zu mir um.
Speaker 0: Seine Augen sind von einem irritierend hellen Blau und er sieht mich prüfend an.
Speaker 0: Dabei bleibt mir nicht verborgen, dass er sofort ein paar Dinge bemerkt.
Speaker 0: Das sehe ich an seiner Haltung, die sich sehr schnell entspannt.
Speaker 0: Er sieht, dass er es mit seinesgleichen zu tun hat.
Speaker 0: Weil ich mich in meinem teuren, maßgeschneiderten Anzug so entspannt bewege, als wäre er meine zweite Haut, weil meine Schuhe mehr kosten als mancher Kleinwagen, der hier vorbeifährt, weil er meine manikierten Hände und die akkuratfrisierten Haare bemerkt.
Speaker 0: Und sie sind?
Speaker 0: Seine abweisenden Worte können mich nicht täuschen.
Speaker 0: Er mag misstrausch sein, weil er mich nicht kennt, aber er ist sich sicher, dass er den Typ Mensch kennt, der ich bin.
Speaker 0: Entschuldigen Sie, dass ich Sie einfach so anspreche, Dr.
Speaker 0: Hall, sage ich und reiche ihm die Hand.
Speaker 0: Sein Blick huscht kurz nach unten, wo er bestimmt die Manschettenknäpfe preislich einordnen kann und natürlich den Sieger-Ring sieht, den ich zum heutigen Anlass mal wieder angezogen habe.
Speaker 0: Er ergreift meine Hand und sieht mir in die Augen.
Speaker 0: Mein Name ist Draco Lucius Malfoy und ich habe gehört, dass sie interessante Geschäftsmodelle haben.
Speaker 0: Er zieht eine Augenbraue hoch und hebt einen Mundwinkel.
Speaker 0: Wie soll ich das verstehen?
Speaker 0: Ich lächle ihn an.
Speaker 0: Es wäre ganz zauberhaft, wenn sie mir gestatten würden, sie zum Essen einzuladen.
Speaker 0: Manchmal können bei so einem Essen ganz magische Momente entstehen.
Speaker 0: Seine Popelen haben sich bei meinen Worten geweitet und er lächelt nun auch leicht.
Speaker 0: Mr.
Speaker 0: Malfoy, sie scheinen ein sehr interessanter Mann zu sein, und ich bin ein großer Freund davon, interessante Menschen kennenzulernen.
Speaker 0: Wunderbar, dann sollten wir keine Zeit verlieren, denn ich bin mir sehr sicher, dass wir beide sehr viel voneinander lernen können.
Speaker 0: Ich kann es nicht abstreiten.
Speaker 0: Es bereitet mir Freude, mich mal wieder in diesen Kreisen zu bewegen.
Speaker 0: Es fühlt sich kein bisschen fremd oder seltsam an, und dass obwohl ich in den letzten Jahren mehr Zeit in Regen, Wäldern und durch Nesten Zelten verbracht habe, als in gehobenen Restaurants.
Speaker 0: Aber auch wenn ich den erlesenen Bein, das ruhige Ambiente und den überaus gebildeten Mann, der mir gegenüber sitzt, durchaus zu schätzen weiß, habe ich nicht vergessen zu was erfährlich ist.
Speaker 0: Zu den Schutzzaubern, die auf mir liegen, trage ich einen Duft an mir, der das Vertrauen des Gegenübers stärken soll.
Speaker 0: Es ist eine interessante Kreation, die im Grunde vorhandene positive Gefühle verstärkt.
Speaker 0: Wir haben darauf spekuliert, das Hall von meinem Auftreten angetan sein würde.
Speaker 0: Zudem hofften wir, seine Neugier zu wecken.
Speaker 0: Das ist gelungen, sodass er nun, da wir nahe beieinander an dem kleinen Tisch sitzen, das Gefühl bekommt, mir voll und ganz vertrauen zu können.
Speaker 0: Ich bin hoch erfreut, sie persönlich treffen zu können, sage ich schmeichend.
Speaker 0: Mir ist zu Ohren gekommen, dass sie bereits Kontakte zu meinesgleichen hatten.
Speaker 0: Hall beobachtet mich genau, aber erscheint entspannt und amüsiert.
Speaker 0: Ich hebe mein Glas.
Speaker 0: Es wird Zeit, dass sie die richtigen Kontakte knüpfen.
Speaker 0: In einer minimalen Geste proste ich ihm zu und trinke einen kleinen Schluck.
Speaker 0: Und sie sind so ein richtiger Kontakt.
Speaker 0: Hall lehnt sich zurück und verschränkt die Arme vor der Brust.
Speaker 0: Er mag denken, dass die Geste abweisend wirkt.
Speaker 0: Aber ich kann erkennen, dass er bereits Blut geleckt hat.
Speaker 0: Er hat gesehen, welche Möglichkeiten die Magie ihm offenbaren könnte und die Vorstellung mehr davon zu bekommen, er regt ihn geradezu.
Speaker 0: Außerdem ist mir nicht entgangen, dass er mir keine Frage gestellt, sondern eine Feststellung getroffen hat.
Speaker 0: In der Tat, das bin ich, sage ich leise.
Speaker 0: Was sie bisher kennengelernt haben, ist plump und viel zu auffällig.
Speaker 0: Wie hätte ich sonst davon erfahren sollen?
Speaker 0: Magie kann so viel mehr.
Speaker 0: Vor allem kann man sie so viel dezenter einsetzen, ohne ein schlechteres Ergebnis zu erhalten.
Speaker 0: Beinahe alles ist möglich mit dem richtigen, fingerspitzen Gefühl.
Speaker 0: Hall nippt an seinem Wein und sieht mich prüfend an.
Speaker 0: Das Essen wird serviert und wir beginnen beide Schweigen zu essen.
Speaker 0: Ich habe nicht vor mich ihm weiter aufzudrängen.
Speaker 0: Der Köder ist ausgeworfen und Hall ist interessiert, das kann ich spüren.
Speaker 0: Ich lasse ihm die Zeit, mich zu beobachten und festzustellen, dass ich in diesen Kreisen wirklich zu Hause bin.
Speaker 0: Das Essen ist köstlich und ich beschließe es einfach ein bisschen zu genießen.
Speaker 0: Ungenießbar wird die ganze Sache vermutlich früh genug.
Speaker 0: Erst als die beiden Espresse, die wir bestellt haben vor uns stehen, ergreift Hall das Wort.
Speaker 0: Was machen sie beruflich, Mr.
Speaker 0: Malfoy?
Speaker 0: Ich bin Fluchbrecher.
Speaker 0: Wir haben besprochen, dass sich soweit wie möglich bei der Wahrheit bleiben soll.
Speaker 0: Meine Aufgabe besteht darin, verfluchte Gegenstände unschädlich zu machen.
Speaker 0: Das ist nicht immer ganz einfach, da man zuerst herausfinden muss, mit was für einem Fluch sie belegt sind.
Speaker 0: Das heißt, sie kennen viele Flüche.
Speaker 0: Er ist wirklich nicht dumm, das erleichtert das Gespräch durchaus.
Speaker 0: In der Tat, sage ich, und nehme einen Schluck von meinem Kaffee.
Speaker 0: Ist Fluchbrecher ein angesehener Beruf?
Speaker 0: Ich weiß, worauf er hinaus will, und das kommt mir sehr gelegen.
Speaker 0: Ich stelle die Tasse ab und fahre mir, scheinbar etwas peinlich berührt durch die Haare.
Speaker 0: Es ist so, sage ich dann, und lege meine Hände auf den Tisch während ich an meinem Siegel ringspiele.
Speaker 0: Meine Familie ist, nun ja, bei ihnen würde man es wohl adlich nennen.
Speaker 0: Wir sind reich, sehr reich.
Speaker 0: Ich sehe ihn direkt an.
Speaker 0: Wie viel wissen sie über die Geschehnisse der letzten Jahre?
Speaker 0: Hall runzelt die Stirn und versucht offenbar zu ergründen, worauf ich hinaus will.
Speaker 0: Schließlich sagt er zögern, Hat sie ihre Frage etwas mit diesem dunklen Zauberer zu tun, diesen Lord?
Speaker 0: Ja, was wissen sie von ihm?
Speaker 0: Hall zog mit den Schultern.
Speaker 0: Dass er besiegt wurde.
Speaker 0: Seine Stimme wird zu einem Knurren.
Speaker 0: Von diesem Potter.
Speaker 0: Dem Kerl, der Jake und Jon verhaftet hat.
Speaker 0: Oh, wir sind schon bei Potter.
Speaker 0: Das war einfach.
Speaker 0: Ich lache leise und Hall sieht mich verbundert an.
Speaker 0: Ich weiß, was sie meinen.
Speaker 0: Potter ist eine Landplage.
Speaker 0: Sie waren zusammen auf der Schule.
Speaker 0: Merlin, wie ich ihn immer gehasst habe.
Speaker 0: Sie haben ihn gehasst?
Speaker 0: Warum?
Speaker 0: Die Feinde meines Feinde sind meine Freunde.
Speaker 0: Ich muss ein Grinsen unterdrücken.
Speaker 0: Stattdessen konzentriere ich mich und drehe, scheinbar Gedanken verloren, die Tasse in meinen Händen.
Speaker 0: Nun ja, es ist so, dass meine Familie diesen besagten, dunklen Zauberer unterstützt hat.
Speaker 0: Jetzt ist Vorsicht geboten.
Speaker 0: Immerhin war Voldemort Muggelhasser und ich weiß nicht, wie viel Hall weiß.
Speaker 0: Ich spekuliere aber darauf, dass es ihm eigentlich gar nicht darauf ankam, wofür Voldemort eintrat.
Speaker 0: Hall würde seine eigene Großmutter für Macht und die richtige Menge an Geld verkaufen und er weiß, wie Macht funktioniert.
Speaker 0: Und tatsächlich geht die nächste Frage genau in diese Richtung.
Speaker 0: Wer kommt es dann, dass Sie ein freier Mann sind?
Speaker 0: Ich grünse.
Speaker 0: Wir Melfoys waren schon immer gut darin, zur richtigen Zeit auf der richtigen Seite zu stehen, wenn Sie verstehen, was ich meine.
Speaker 0: Natürlich versteht er das.
Speaker 0: Typen wie Hall sind Opportunisten durch und durch.
Speaker 0: Ich war sofort, da ich ihn jetzt da habe, wo ich ihn haben wollte.
Speaker 0: Die hohe Kunst, Macht zu nutzen und Menschen zu manipulieren, wurde mir quasi in die Wiege gelegt.
Speaker 0: Ein Lächeln, das ich glaubte, vergessen zu haben, steht sich auf meine Lippen und kurz muss ich mich zusammenreißen, nicht zu erschaudern.
Speaker 0: Auf eine ungesunde Art gefällt mir diese Rolle viel zu gut und ich sollte mir immer wieder klarmachen, worum es hier geht.
Speaker 0: Der Mann ist ein Verbrecher.
Speaker 0: und wahrscheinlich weiß er, was mit Potter passiert ist.
Speaker 0: Wir stehen vor dem Restaurant und Hall reicht mir die Hand.
Speaker 0: Mr.
Speaker 0: Maffo, ich gebe morgen Abend eine kleine Dinnerparty.
Speaker 0: Seien Sie mein Gast.
Speaker 0: Ich nehme die Visitenkarte mit seiner Adresse entgegen und deute eine leichte Verbeugung an.
Speaker 0: Es ist mir eine Ehre, Dr.
Speaker 0: Hall.
Speaker 0: Ich komme gerne.
Speaker 0: Damit verabschieden wir uns und ich mache mich auf den Weg zurück ins Ministerium.
Speaker 0: Ich bin wohl doch irgendwann eingeschlafen, denn als ich erwache, benötige ich einen Moment, um mich zu orientieren.
Speaker 0: Immerhin ist die undurchdringliche Dunkelheit gewichen, und der Raum liegt wieder in diesem seltsamen Zwielicht.
Speaker 0: Ob das mit der Tageszeit zusammenhängt?
Speaker 0: Ich stehe auf und strecke mich.
Speaker 0: Der Boden war hart und kalt.
Speaker 0: Um mich aufzuwärmen, mache ich ein paar schnelle Schritte und Bewegungen mit den Armen.
Speaker 0: Ich beschließe, dass ich alles tun muss, um mich mental und körperlich aufrecht zu halten.
Speaker 0: In der Ausbildung haben mir solche Situationen durchgespielt und die oberste Regel lautet, Fitness und mentale Gesundheit erhalten.
Speaker 0: Ich ignoriere die Tatsache, dass ich seit einer unbekannten Anzahl an Stunden nichts getrunken habe und ich nicht sicher sein kann, wie es mein Gastgeber mit dem Zimmer-Service hält.
Speaker 0: Also beginne ich damit, ein paar lockere Runden zu laufen, mache schließlich Liegestütze, Kniebeugen und Sit-Ups.
Speaker 0: Es fühlt sich gut an, etwas zu tun, und ich ziehe das Training unnötig in die Länge, einfach weil ich nicht an den Punkt kommen will, wo mir bewusst wird, dass ich nichts zu essen, nichts zu trinken und keine Hoffnung habe.
Speaker 0: Vermisst von Luna Naufdok.
Speaker 0: Beschäftigungen.
Speaker 0: Juni, zwei-tausend-vier.
Speaker 0: Harry.
Speaker 0: Ich sterre auf die Lache in der Ecke des Raumes.
Speaker 0: Solange ich konnte, habe ich es vermieden, aber irgendwann musste ich einfach so dringend pinkeln.
Speaker 0: Davon abgesehen, dass es etwas unglaublich Erniedrigendes hat, steigt mit dem Anblick meines eigenen Urines auch die nackte Angst in mir auf.
Speaker 0: Ich weiß nicht, wer für meine Entführung verantwortlich ist.
Speaker 0: Und das sieht auch nicht zur Aussatzwolle eher oder sie sich mir vorstellen.
Speaker 0: Die Wahrscheinlichkeit, dass ich hier einfach verdursten werde, erscheint mir ziemlich groß und ich muss über den Gedanken, mich fit zu halten, gerade zu lachen.
Speaker 0: Vermutlich war es sogar ziemlich dumm, auch noch Energie zu verbrauchen.
Speaker 0: Wenn ich meinen Stoffwechsel sehr weit herunterfahre, steigen meine Chancen.
Speaker 0: Allerdings nur dann, wenn überhaupt jemand nach mir sucht.
Speaker 0: Und das dann auch noch an der richtigen Stelle.
Speaker 0: Ich lasse den Kopf nach hinten kippen.
Speaker 0: Hermine und Ron werden bei mir aufgetaucht sein, als ich nicht zu der Abschiedsparty erschienen bin.
Speaker 0: Und Creature wird ihnen gesagt haben, was geschehen ist.
Speaker 0: Hat er den Auf näher gesehen?
Speaker 0: Eigentlich ist es egal.
Speaker 0: Damit kann sowieso niemand etwas anfangen.
Speaker 0: Ich setze mich aufrecht dahin.
Speaker 0: Creature.
Speaker 0: Warum bin ich nur nicht früher darauf gekommen?
Speaker 0: Ich kann ihn doch rufen, oder?
Speaker 0: Creature!
Speaker 0: Das bedrohliche Ächzen setzt wieder ein und ich mache mich noch kleiner.
Speaker 0: Kein Creature.
Speaker 0: Warum kommt er nicht?
Speaker 0: Ich muss gestehen, dass ich viel zu wenig über die Regeln von Elfen kenne.
Speaker 0: Würde ein Elfi-Creature in ein Muckelhaus kommen, um mich einen aufgezwungenen Herrn zu retten?
Speaker 0: Offenbar nicht.
Speaker 0: Der kurze Funke Hoffnung, der sich in Luft auflöst, lässt mich noch verzweifelter zurück, als ich ohnehin schon war.
Speaker 0: Aber Creature hat doch wenigstens gesehen, dass ich mich gebückt und etwas aufgehoben habe und wird dies Ronn und Termine mitteilen.
Speaker 0: Und dann werden die eingeschalteten Auroren die richtigen Schlüsse ziehen.
Speaker 0: Ja, so wird es sein.
Speaker 0: Also mein neuer Plan, keine Energie mehr zu verbrauchen, um den Kolleginnen und Kollegen die nötige Zeit zu verschaffen.
Speaker 0: Ich schließe die Augen und murmle, Creature, lass mich nicht im Stich.
Speaker 0: Ich schüttle ernährgest den Kopf, um die aufsteigende Verzweiflung niederzuringen.
Speaker 0: Langsam erhebe ich mich und ziehe meinen Göttel aus.
Speaker 0: Mit der Schnalle ritze ich einen Strich in die Wand, ein Strich für einen Tag.
Speaker 0: Dabei muss ich mich auf mein Gefühl verlassen, denn das Licht scheint künstlich zu sein und nicht mit der Tageszeit zusammenzuhängen.
Speaker 0: Ich könnte es allerdings auch mit einem Tempus zauber versuchen.
Speaker 0: Es bleibt ein Versuch, denn bereits als ich meine Magie sammle, ächtste der Raum erneut und ich habe das Gefühl, die Wände kommen näher.
Speaker 0: Was ist das nur?
Speaker 0: Ich setze mich wieder auf den Boden, schließe die Augen und versuche, die Namen aller Mitschülerinnen und Mitschüler aus unserem Jahrgang in Hogwarts aufzuzählen.
Speaker 0: Der nette Leben-Effekt ist, dass manche Namen und die damit verbundenen Gesichter mich zum Lächeln bringen.
Speaker 0: Als ich bei den Slytherins ankomme, trägt sich natürlich gleich ein bestimmtes Gesicht in den Vordergrund.
Speaker 0: Aber ich habe mir bereits vorgenommen, erst alle anderen aufzuzählen.
Speaker 0: Wenn ich erst mal bei ihm bin, werde ich meine Konzentration für die anderen nicht mehr aufrecht erhalten können.
Speaker 0: dessen bin ich mir ganz sicher.
Speaker 0: August, zwei-tausend-vier, Draco.
Speaker 0: Mr.
Speaker 0: Maffoy, wie schön, dass Sie es einrichten konnten.
Speaker 0: Dr.
Speaker 0: Hall kommt mir mit einem breiten Lächeln entgegen.
Speaker 0: Er hält eine Champagnerflöte in der Hand und winkt einen in der Kellner herbei, die mit Tabletzer rumlaufen.
Speaker 0: Als dieser an uns herantritt, nimmt er eines der Gläser und reicht es mir.
Speaker 0: Wir prosten uns zu und nehmen einen Schluck.
Speaker 0: Ich habe lange über unser Gespräch nachgedacht.
Speaker 0: sagt er dann und lozt mich durch den Raum zu einer Fensternische.
Speaker 0: Dort angekommen, sieht er sich um, offenbar um sich zu vergewissern, dass niemand uns belauscht.
Speaker 0: Sie müssen wissen, dass ich mit meinen Kontakten bisher sehr diskret war, und das soll auch so bleiben.
Speaker 0: Interessiert lehne ich mich jemand gegen.
Speaker 0: Dr.
Speaker 0: Hall, das ist ganz in meinem Sinne.
Speaker 0: Wie sie sich denken können, ist Diskretion von äußerster Wichtigkeit.
Speaker 0: Es gibt nicht umsonst ein Geheimhaltungsabkommen, das es uns verbietet, uns zu offenbaren.
Speaker 0: Wie ich Ihnen schon sagte, ist Fingerspitzengefühl vernütend.
Speaker 0: Wir haben den immensen Vorteil, dass sich niemand so recht für Sie zuständig fühlt.
Speaker 0: Scotland Yard kann Ihnen nichts nachweisen und die Aroren kümmern sich um die Verbrechen der Magischen.
Speaker 0: Da ausschließlich Muggles zu Schaden kamen und sie selbst Muggles sind, ist die Sache mit der Verhaftung von John Miller und Jake Nolan abgehakt.
Speaker 0: Ich grinse breit.
Speaker 0: Da sind die Menschen doch alle gleich, oder?
Speaker 0: Man schließt zu einem Fall gerne mit einem Erfolg ab.
Speaker 0: Meine Mine wird wieder ernster.
Speaker 0: Allerdings sollten sie ihre Spielart überdenken, da sie doch sehr viel Aufmerksamkeit erregt.
Speaker 0: Schade, sagt der Lapida, ich hatte eben Freude darin gefunden.
Speaker 0: Mir wird bewusst, dass er sich keinerlei Gedanken darüber gemacht hat, für seine Verbrechen zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Speaker 0: Typischer Fall von Größenbahn.
Speaker 0: Er hält sich für unbesiegbar.
Speaker 0: Das könnte mir allerdings zugutekommen, denn Menschen, die sich für unantastbar halten, achten weniger auf ihre Deckung.
Speaker 0: Plötzlich lacht er übertrieben laut auf, sodass ich erschrocken zusammenzucke.
Speaker 0: Aber was soll's?
Speaker 0: Wir finden bestimmt eine feine Beschäftigung, die uns die Zeit vertreibt, nicht wahr?
Speaker 0: Bei Gelegenheit werde ich Ihnen die Details meines bisherigen Wirkens darlegen.
Speaker 0: Er legt mir juvial den Arm um die Schultern und ich muss mich zusammenreißen, um nicht zurückzuzucken.
Speaker 0: Eins, zwei, stelle ich Ihnen ein paar der Leute vor, die sich für wichtig genug halten, um an meiner Party teilnehmen zu können.
Speaker 0: Ich lege in meinem... in... Potters, Bett und starren an die Decke.
Speaker 0: Wie gut, dass ich in meiner Jugend auf unzähligen Veranstaltungen auftauchen musste, die sich von der heutigen durch nichts unterschieden, außer dass heute keine Zauberer und Hexen anwesend waren.
Speaker 0: Ansonsten fühlte ich mich so zurückversetzt, dass es mich nicht gewundert hätte, wenn mein Vater plötzlich auf mich zugekommen wäre.
Speaker 0: Lauter Menschen in einem Raum, die sich alle gegenseitig an Messer in den Rücken stoßen würden, wenn sie dadurch auch einen winzigen Vorteil erhielten.
Speaker 0: Gleichzeitig lächern sich aber alle mit ihren falschen, fröhlichen Minen an, machen sich Komplimente und blästern über jeden, der nicht in Höhe weite ist.
Speaker 0: Hall hat mich als Sohn eines alten Schulfreundes vorgestellt, der leider verstorben ist.
Speaker 0: Wir hatten uns darauf geeinigt, dass ich angeblich im Ausland studiere, aber wegen des Todes meines Vaters nun eine Weile in England bleiben müsste, um die Geschäfte zu regeln.
Speaker 0: Mir sollte es recht sein.
Speaker 0: Ich bin immer noch erstaunt, wie wenig Misstrauen Hall an den Tag legt.
Speaker 0: Liegt es daran, dass er sich überhaupt kein Bild der magischen Welt machen kann?
Speaker 0: Oder ist er froh, es von nun an mit jemandem von seinem Stand zu tun zu haben?
Speaker 0: Jedenfalls scheint der John und den Nolan's keine Tränen nachzuweilen.
Speaker 0: Ich habe versucht herauszufinden, ob Philip Nolan wirklich tot ist, aber er konnte oder wollte mir keine eindeutige Antwort geben.
Speaker 0: Genervt drehe ich mich auf die Seite.
Speaker 0: Der Abend war so sinnlos.
Speaker 0: Ich habe nichts Neues erfahren und musste mich die ganze Zeit zusammenreißen, Horl nicht mit einem wirklich üblen Fluch dazu zu bringen, mir zu sagen, was er mit Potter gemacht hat.
Speaker 0: Ich weiß nicht, was ich hoffen soll.
Speaker 0: Was, wenn er gar nichts mit Potters Verschwinden zu tun hat?
Speaker 0: Dann verschwende ich meine Zeit.
Speaker 0: Und Potter ist bereits zwei Monate weg.
Speaker 0: Nein, ich darf nicht zu denken.
Speaker 0: Creature hat gesagt, dass Potter lebt.
Speaker 0: Er lebt und ich werde ihn finden und dann werde ich ihm sagen, dass er ein verdammter Idiot ist.
Speaker 0: Was für ein Arrohr muss man sein, wenn man sich am Tag vor seiner Auszeit von einem Muggle inführen lässt.
Speaker 0: Schnaubend werfe ich die Bettdecke zurück und stehe auf, um mir meinen Morgenmantel überzuziehen.
Speaker 0: Auf nackten Füßen tabse ich in die Küche.
Speaker 0: Wieso ist dieses Haus selbst im August so kalt?
Speaker 0: In der Küche angekommen erscheint Creature.
Speaker 0: Was kann Creature für Master Malfoy tun?
Speaker 0: Lebt, Potter.
Speaker 0: Creature zog zusammen.
Speaker 0: Ja, Master Malfoy.
Speaker 0: Er will sich bereits abwenden, vermutlich um weiteren Fragen zu Potters Zustand auszuweichen.
Speaker 0: Mach mir eine heiße Schokolade.
Speaker 0: Sofort entspannt er sich und macht sich daran, meinen Befehl auszuführen.
Speaker 0: Und so sitze ich kurze Zeit später mit dem dampfenden Getränk an dem großen Küchentisch und wünschte mir nichts mehr, als dass Potter mir gegenübersetzen würde.
Speaker 0: Ioni, zwei tausend vier, Harry.
Speaker 0: Ich glaube, dass ich heute sterben werde.
Speaker 0: Drei Striche habe ich erst gemacht, heute wäre es der vierte.
Speaker 0: Aber den spöre ich mir.
Speaker 0: Ich bin ja nicht einmal sicher, dass mein Zeitgefühl auch nur ansatzweise richtig ist.
Speaker 0: Ich wusste nicht, dass es so wehtun kann zu verdosten.
Speaker 0: Die letzten Tage habe ich wirklich versucht, nicht in Panik zu verfallen, was mir nicht immer leicht gefallen ist.
Speaker 0: Zum Beispiel habe ich den Gedanken gehabt, einen Reinigungszauber zu sprechen, weil ich mich einfach vor mir selbst geegelt hatte.
Speaker 0: Natürlich hatte ich Bedenken, aber der Wunsch mich etwas sauberer und damit menschlicher zu fühlen, war stärker.
Speaker 0: Nun ja, am Ende war ich der Panik näher als einem sauberen Körper, denn der Raum hat mir eindeutig klargemacht, was er davon hält, wenn ich Maginutze.
Speaker 0: Schmerzen, denen eines Kruziatus fluchs nicht unähnlich, und Schreie, die so unmenschlich sind, dass sie meinen Kopf zum Zerbersten bringen wollen, haben mich eindrücklich in meine Schranken gewiesen.
Speaker 0: Trehen laufen mir aus den Augenwinkeln, und ich frage mich, wo mein Körper diese Flüssigkeit noch herhat.
Speaker 0: Aber ich kann es nicht vermeiden, dass ich weine.
Speaker 0: Und ich finde, dass man seinen eigenen Tod ruhig beweinen kann, vor allem wenn er so armselig und jämmerlich daherkommt.
Speaker 0: Niemand wird mich hier finden, wo immer hier ist.
Speaker 0: Ich weiß nicht einmal, wo ich sterben werde.
Speaker 0: Und Körper wird von Trocken und Schluchtern geschüttelt.
Speaker 0: Was habe ich in den letzten Jahren mit meinem Leben gemacht?
Speaker 0: Statt das Leben zu feiern, das mir, wie keinem anderen geschenkt worden war, habe ich mich wieder dem Kampf gegen das Böse verschrieben.
Speaker 0: habe mich erneut vor dem Karren anderer spannen lassen, die glaubten, über mich verfügen zu dürfen.
Speaker 0: Ich habe meine Zeit verschwendet und nicht gelernt, was es heißt, zu lieben.
Speaker 0: Wirklich und wahrhaftig zu lieben.
Speaker 0: Es gibt keinen Menschen da draußen, für die oder denen ich der eine bin, oder andersherum genauso.
Speaker 0: Bedauere jene, die ohne Liebe leben.
Speaker 0: Das waren Dumbledas Worte, und das tue ich jetzt.
Speaker 0: Ich bedauere mich.
Speaker 0: Ich schließe die Augen und bin mehr als unschlüssig, ob ich mir wünsche, nicht mehr aufzuwachen oder ob ich den kleinen Funken Hoffnung in mir noch mal entzünden kann.
Speaker 0: Mit einem Mal glaube ich, ein Geräusch zu hören.
Speaker 0: Ich zucke zusammen, öffne die Augen und lausche gebannt.
Speaker 0: Kommt da etwa doch jemand?
Speaker 0: Und wenn ja, ist das gut oder schlecht?
Speaker 0: Ich würde mich gerne aufrichten, aber mir fehlt die Kraft und ich sehe zu wenig Sinn darin.
Speaker 0: Beinahe bin ich mehr sicher, dass ich mir das Geräusch eingebildet habe, da höre ich es wieder.
Speaker 0: Ich kann das Ganze gar nicht zuordnen.
Speaker 0: Es könnte relativ laut, dann aber weit entfernt sein.
Speaker 0: Oder leise und ganz nah.
Speaker 0: Meine Sicht ist verschwommen, sodass ich mir nicht sicher sein kann, ob sich hier im Raum etwas verändert hat.
Speaker 0: Ich beschließe, dass wer oder was immer das Geräusch verursacht hat, für mich irrelevant ist.
Speaker 0: Mit einem Mal ächzen die Wände wieder so laut wie in den Momenten, als ich meine Magie habe fließen lassen.
Speaker 0: Ich rolle mich so klein wie möglich zusammen und wimmere.
Speaker 0: Einen Augenblick später ist es wieder ruhig.
Speaker 0: Hat sich das alles nur in meiner Vorstellung abgespielt, weil ich langsam den Verstand verliere?
Speaker 0: Ich hebe den Kopf und glaube zu hallucinieren.
Speaker 0: Vor mir steht ein Becher mit Wasser, daneben eine Schale mit Porridge.
Speaker 0: Vorsichtig setze ich mich auf und betrachte die Dinge.
Speaker 0: Sind sie wirklich echt?
Speaker 0: Langsam bewege ich meine Hand auf den Becher zu.
Speaker 0: Ich habe schreckliche Angst, dass ich mir das alles nur einbilde.
Speaker 0: Doch dann stoßen meine Finger an die kühle Oberfläche.
Speaker 0: und ein irres Lachen entfernt mir.
Speaker 0: Mit zittrigen Fingern umfasse ich den Becher und führe ihn an den Mund.
Speaker 0: Ich muss mich zusammenreißen, nicht alles auf einmal hinabzuschütten.
Speaker 0: Aber ich weiß ja nicht, wann ich wieder mit so einer Großtat rechnen kann.
Speaker 0: Ich leere den Becher zur Hälfte und greife dann nach der Schale mit Porridge.
Speaker 0: Mit den Fingern esse ich es, und als die Schale leer ist, trinke ich den Rest Wasser.
Speaker 0: Ich hoffe inständig, dass ich mich nicht übergeben muss.
Speaker 0: Er schöpft, rolle ich mich wieder zusammen und frage mich, ob diese Gaben jetzt aus Freundlichkeit erschienen sind oder, um mein Methürium hier zu verlängern.
Speaker 0: Ich beschließe, dass ich einstweilen einfach froh bin, heute noch nicht zu sterben und schließe die Augen.
Speaker 0: Eine bleierne Müdigkeit überfällt mich und ich gebe mich Ihnen nur zu gerne hin.
Speaker 0: August, zwei-tausend-vier, Draco.
Speaker 0: Hall hat mich für das kommende Wochenende auf seinen Landsitz eingeladen.
Speaker 0: Ich kann meiner Hoffnung, dass Herr Potter vielleicht dort gefangen hält, kaum im Zaum halten.
Speaker 0: Am liebsten würde ich Veritasierung benutzen, aber Trisha hat mir das Versprechen abgenommen, selbst nichts zu unternehmen, was ohne Genehmigung des Garmots nicht gestattet wäre.
Speaker 0: Da ich ihr angesehen hatte, wie schwer ihr selbst das gefallen ist, habe ich nicht weiter interveniert.
Speaker 0: Wenn ich die Möglichkeit hätte, an Veritasierung heranzukommen, wäre mir der Garmot egal.
Speaker 0: Aber leider ist das alles andere als einfach und meine Kontakte in die Unterwelt sind nicht gerade gut.
Speaker 0: So erscheine ich am Samstagvormittag unter der mir bekannten Adresse in London und werde von einem bestens gelaunten Hall begrüßt.
Speaker 0: Guten Morgen, Mr.
Speaker 0: Malfoy.
Speaker 0: Wie schön Sie wiederzusehen.
Speaker 0: Wir haben nun ein ganzes wochende Zeit, uns unseren Plänen zu widmen.
Speaker 0: Ich halte meine Maske aufrecht, die ich in der Zeit, in der Voldemort unser Hausgast war, täglich gebraucht habe.
Speaker 0: Hört sich wunderbar an, Dr.
Speaker 0: Hall.
Speaker 0: Merlin, worauf habe ich mich da nur eingelassen?
Speaker 0: Die Fahrt zu dem Landsitz dauert beinahe zwei Stunden, und obwohl wir in einem sehr komfortablen Cabriolet unterwegs sind, frage ich mich, wie Muggles es schaffen, überhaupt etwas zustande zu bringen, wo sie doch offenbar die Hälfte ihres Lebens damit vergeuden, von A nach B zu kommen.
Speaker 0: Das Landhaus ist allerdings wirklich beeindruckend und kurz lasse ich meine offene Bewunderung dafür zu, während wir die breite Zufahrt hinauffahren.
Speaker 0: Reiten Sie, Mr.
Speaker 0: Malfoy!
Speaker 0: Hall und ich sind auf dem Weg über den Kies bedeckten Vorplatz zu einer breiten Treppe, die zur Haustür führt.
Speaker 0: Dort steht bereits ein Angestellter und nimmt von Hall den Autoschlüssel entgegen, während er uns mit einer angedeuteten Verbeugung begrüßt.
Speaker 0: Es ist schon eine Weile her, aber als Kind bin ich oft geritten.
Speaker 0: Das stimmt sogar, allerdings nicht auf normalen Pferden, sondern auf Abraxan haben.
Speaker 0: Wunderbar, dann sollten wir auf jeden Fall einen Ausritt machen.
Speaker 0: Ich werde die Pferde für heute Nachmittag satteln lassen.
Speaker 0: Ich folge Hall durch die großzügige Eingangshalle in einen kleinen Salon.
Speaker 0: Hall steuert einen kleinen Tisch an, auf dem verschiedene Spirituosen stehen.
Speaker 0: Was darf ich Ihnen anbieten?
Speaker 0: Merlin, es ist noch nicht mal Mittag.
Speaker 0: Einen Martini, sage ich dann, und während Hall sich daran macht, die Drinks vorzubereiten, gehe ich zum Fenster und blicke hinaus.
Speaker 0: Dabei nutze ich die Gelegenheit und hole eine Viola aus der Innentasche meines Jackets.
Speaker 0: Es ist ein Trank, der die Wirkung von Alkohol minimiert.
Speaker 0: Ich hatte nicht damit gerechnet, ihn bereits so früh am Tag zu brauchen.
Speaker 0: Ein wunderbares Gut haben sie da, sage ich, als ich mich zu meinem Gastgeber umdrehe.
Speaker 0: Er kommt gerade mit zwei gefüllten Gläsern auf mich zu.
Speaker 0: Ja, nicht wahr?
Speaker 0: Leider bin ich viel zu selten hier.
Speaker 0: Er reicht mir das Glas und postet mir zu.
Speaker 0: Auf ein erholsames Wochenende.
Speaker 0: Ich lächle ihm zu und nehme einen Schluck, wobei ich mich wieder dem Fenster zuwende.
Speaker 0: Es erinnert mich an das Mainer, in dem ich aufgewachsen bin.
Speaker 0: Ich muss ihm etwas entgegenkommen und von mir erzählen.
Speaker 0: Meine Mutter hatte einen wundervollen Rosengarten und wir hatten weiße Pfauen.
Speaker 0: Wir können gerne eine Runde durch den Garten machen, bis das Essen fertig ist, bietet Hall an und ich stimme zu.
Speaker 0: Es ist mir lieber neben ihm herzulaufen, als ihn die ganze Zeit anzusehen.
Speaker 0: Das Anwesen ist wirklich ein Traum.
Speaker 0: Wir gehen über breite Kieswege, die durch einen wundervoll gepflegten Garten führen, vorbei an einem See-Rosen-Teich, einem Pavillon, der von Hecken-Rosen überwuchert ist, und an Steinbänken in lauschigen Nischen.
Speaker 0: Beinahe vergesse ich, warum ich hier bin, aber eben nur beinahe.
Speaker 0: Wie viele Angestellte haben Sie, um das alles in Schuss zu halten?
Speaker 0: Für den Garten habe ich eine Firma engagiert, die in unregelmäßigen Abständen nach dem Recht uns sieht.
Speaker 0: Dann die Burschen für die Stelle, die wohnen alle im Dorf.
Speaker 0: Im Haus habe ich einen Koch, der natürlich nur während meiner Anwesenheit hier ist und einen Butler.
Speaker 0: Die Hausmädchen kommen, um alles fortzubereiten und wenn ich wieder weg bin.
Speaker 0: Also sind jetzt nur vier Personen hier?
Speaker 0: Ich drehe mich zum Haus um, damit er die Frage auf die Größe des Anwesens bezieht.
Speaker 0: Ja, ich weiß, es wirkt schon etwas verschwenderisch, nimmt er meinen Faden auf und lacht sein ekelhaft selbstgefälliges Lachen.
Speaker 0: Aber ich feiere hier auch große Feste und mit unterstelle ich es meinen Geschäftspartnern zur Verfügung.
Speaker 0: Hor legt mir vertraulich seine Hand auf die Schulter.
Speaker 0: Kommen Sie, ich bin mir sicher, dass Frank uns ein köstliches Mittagessen gezaubert hat.
Speaker 0: Als wir im Haus sind, entschuldige ich mich, um zur Toilette zu gehen.
Speaker 0: Dort spreche ich, einen Zauber um herauszufinden, wie viele Personen sich in dem Anwesen befinden.
Speaker 0: Dabei bin ich mir allerdings durchaus der Tatsache bewusst, dass dieser Zauber seine Grenzen hat.
Speaker 0: Das Haus ist wirklich riesig, und wenn Potter am anderen Ende in einem Keller sitzen sollte, könnte es sein, dass er nicht von dem Zauber erfasst wird.
Speaker 0: Vor allem muss ich immer noch davon ausgehen, dass Hall die Hilfe einer magischen Person bei Potters Entführung hatte.
Speaker 0: Es ist daher durchaus auch mit Schutzzaubern zu rechnen.
Speaker 0: Dennoch murmle ich Hominum Revello.
Speaker 0: Der Zauber zeigt mir die Anwesenheit von drei Personen an.
Speaker 0: Enttäuscht, lasse ich den Zauberstab wieder in die Tasche gleiten und begebe mich ins Speisezimmer.
Speaker 0: Seit der ersten Mahlzeit wurde ich in unregelmäßigen Abständen mit Wasser und einfachen Lebensmitteln versorgt.
Speaker 0: Manchmal liegt ein Apfel auf dem Boden, ein anderes Mal ein Stück Brot.
Speaker 0: Der Becher mit Wasser fühlt sich auch immer wieder, allerdings nicht sofort, wenn ich ihn leer getrunken habe.
Speaker 0: Das eine oder andere Mal habe ich bereits geglaubt, er würde sich gar nicht mehr füllen.
Speaker 0: An die Angst, die mich in diesen Stunden erfüllt, werde ich mich wohl nicht gewöhnen.
Speaker 0: Ich habe begonnen, mit der Gürtelschnalle den Putz aus den Fugen zu kratzen.
Speaker 0: Viel Hoffnung, einen Stein aus der Mauer weglösen zu können, habe ich nicht, aber ich kann nicht nur hierher umsitzen und nichts tun.
Speaker 0: Auch wenn ich mir überhaupt nicht sicher bin, was den Ablauf der Zeit angeht, habe ich mir angewöhnt, bei jedem Becher Wasser einen Strich zu machen.
Speaker 0: Ich war nicht mehr soweit so glaubenverdosten zu müssen und habe mich zu der Zeitrechnung ein Becher einen Tag entschlossen.
Speaker 0: Wenn das stimmt, bin ich nun seit zwölf Tagen hier.
Speaker 0: Vielleicht sind es neun, vielleicht sind es fünfzehn.
Speaker 0: Ich kann es wirklich nicht sagen, und ich darf auch nicht zu lange darüber nachdenken, wenn ich nicht verrückt werden will.
Speaker 0: Es ist schon schlimm genug, dass der Raum immer in diese seltsame Licht getaucht ist, und ich keine Ahnung habe, ob ich in einem Turm oder in einem Keller festsitze.
Speaker 0: Davon abgesehen fühle ich mich furchtbar schmutzig.
Speaker 0: Ich habe noch ein oder zweimal versucht, einen Reinigungszauber zu sprechen, in der Hoffnung der Raum würde sich vielleicht an meine Magie gewöhnt haben, aber eher das Gegenteil ist der Fall, sodass ich wohl damit auskommen muss, weiterhin ungewaschen zu bleiben.
Speaker 0: Es genügt mir bereits, dass die Gaben immer von dem grausamen Ächzen angekündigt werden, dass ich überhaupt nicht einordnen kann.
Speaker 0: Es versetzt mich jedes Mal in Panik, obwohl ich inzwischen weiß, dass ich alle Voraussichten auch mit Nahrung rechnen kann.
Speaker 0: Dennoch geht es mir durch Mark und Bein und breitet mir schmerzenlich überhaupt nicht zuordnen kann.
Speaker 0: Zum Glück dauern sie immer nur so lange an, wie das Geräusch andauert und klingen danach echt schnell wieder ab.
Speaker 0: Da ich mir inzwischen ganz und gar nicht mehr sicher bin, zeitnah von meinen Kolleginnen und Kollegen gefunden zu werden, dafür aber mit Wasser und Essen halbwegs regelmäßig versorgt werde, habe ich meine Übungen wieder aufgenommen.
Speaker 0: Es ist ja nicht nur so, dass ich versuchen möchte, körperlich fit zu bleiben, ob das nun Sinn macht oder nicht.
Speaker 0: Vor allem habe ich auch einfach nichts anderes zu tun.
Speaker 0: Immer wieder mache ich Gedankenspiele, Rechenaufgaben oder versuche mich an Songtexte zu erinnern.
Speaker 0: Erstaunlich, dass der Raum nicht echtst, wenn ich singe.
Speaker 0: Sehr dankbar bin ich dafür, dass meine Exkremente verschwinden.
Speaker 0: Es fühlt sich einfach nicht ganz so hoffnungslos und erbärmlich an.
Speaker 0: Sollte ich doch in einem magischen Haus gelandet sein?
Speaker 0: Fakt ist, dass Magie im Spiel ist.
Speaker 0: Dieser Raum ist seltsam, aber es ist nicht auszuschließend, dass er sich in einem Muckelhaus befindet und einfach magisch verändert wurde.
Speaker 0: Vielleicht kommt gerade dieses seltsame Echzen daher, dass wir uns in einem Muckelhaus befinden.
Speaker 0: Leider habe ich in meiner bisherigen Laufbahn oder in meiner Ausbildung nichts dergleichen kennengelernt, und so bleibt es bei Spekulation.
Speaker 0: Natürlich gäbe es vermutlich genügend Magische, die mir etwas antun wollten, aber warum auf diese Art?
Speaker 0: Warum zeigt sich mir niemand?
Speaker 0: Es muss etwas mit der ganzen Sache um die Nolan's, John und Dr.
Speaker 0: Hall zu tun haben.
Speaker 0: Sonst würde der Aufnäher von Garrett Schlafster keinen Sinn machen.
Speaker 0: Der Gedanke an Garrett tut immer noch unglaublich weh.
Speaker 0: Er war ein guter Kerl und hat es nicht verdient, einfach abgeschlachtet zu werden.
Speaker 0: Um mich von dem Schmerz abzulenken, lasse ich nochmal den Nolan Fall von meinem inneren Auge ablaufen.
Speaker 0: Was haben wir gemacht?
Speaker 0: Wen haben wir überwacht?
Speaker 0: Und mit einem Mal erinnere ich mich an die Worte von Philipp Nolan, die er zu John gesagt hat.
Speaker 0: Ich werde mich darauf konzentrieren, denjenigen ausfindig zu machen, der für Jakes Verhaftung verantwortlich ist.
Speaker 0: Und wenn ich ihn gefunden habe, wird er oder sie sich wünschen, nie geboren zu sein.
Speaker 0: Sollte das die Lösung sein?
Speaker 0: Hat Philipp Nolan herausgefunden, dass Garrett mir hin und wieder einen Tipp gegeben hat und ihn getötet, um mich zu bestrafen?
Speaker 0: Wenn ja, ist ihm das definitiv gelungen.
Speaker 0: Dass ich für die Verhaftung von Jake verantwortlich war, dürfte Nolan aus der Presse erfahren haben.
Speaker 0: Trisha hat sich erschrecklich aufgeregt, dass der Tagesprophet meinen Namen explizit genannt hat.
Speaker 0: Natürlich ist das immer schlecht und eigentlich gibt es einen Deal mit der Presse, dass nie der Name eines Auroren oder einer Auroren genannt wird, einfach um diese zu schützen.
Speaker 0: Nur gelten solche Deals offenbar nie, wenn es um mich geht.
Speaker 0: Aber hieß es nicht, dass Philip Nolan tot ist?
Speaker 0: Nun ja, diese Information hatten wir von Joan.
Speaker 0: Sie kann gelogen haben oder sie weiß es einfach nicht besser.
Speaker 0: Vielleicht hat er seinen Tod ja auch inszeniert, um in Ruhe weiter sein Ding zu machen.
Speaker 0: Ich stehe auf und beginne locker im Kreis zu laufen.
Speaker 0: Wie gern würde ich meine Magie fließen lassen.
Speaker 0: Es fühlt sich an, als wolle sie aus mir herausbrechen und es tut mir nicht gut, sie zurückzuhalten.
Speaker 0: Aber ich wage es nicht, diesen Drang nachzugeben.
Speaker 0: Die wenigen Male, die ich es versucht habe, habe ich es bereut.
Speaker 0: August, zwei-tausend-vier.
Speaker 0: Dragco.
Speaker 0: Das Mittagessen haben wir mit oberflächlichem Smalltalk verbracht.
Speaker 0: Ich frage mich, wann Hall auf den barren Grund zu sprechen kommen wird, warum er mich hierher eingeladen hat.
Speaker 0: Ich kann es nicht leugnen, dass ich sehr angespannt bin und muss mich immer wieder selbst ermahlen, locker zu bleiben.
Speaker 0: Das gelingt mir nun sehr gut, denn ich sitze auf dem Rücken eines herrlichen Fuchs-Vallers und galoppiere neben Horl über das Gelände.
Speaker 0: Mir war nie bewusst, wie sehr ich es vermisst habe zu reiten.
Speaker 0: Die Abraxana waren aber auch eine ganz andere Hausnummer und ich war eigentlich viel zu jung, um einen von ihnen wirklich führen zu können.
Speaker 0: Das ist mit diesem Pferd ganz anders.
Speaker 0: Weiner fühlte sich an, als würde ich auf dem Besen sitzen und durch die Lüfte gleiten, so fein reagiert das Tier auf meine Führung.
Speaker 0: Fliegen wäre wirklich auch mal wieder eine schöne Sache, aber wo sollte ich das tun?
Speaker 0: Das Mainer habe ich schon seit Jahren nicht besucht und ich habe auch keinen Drang, es zu tun.
Speaker 0: Ob ich Trish einmal fragen soll, ob es im Ministerium Hobbymannschaften gibt?
Speaker 0: Ich beschließe eben, dass ich sie nächste Woche auf jeden Fall fragen werde, als mir etwas bewusst wird.
Speaker 0: Quidditch ohne Potter.
Speaker 0: Das erscheint mir grundsätzlich schon irgendwie falsch, aber solange er nicht gefunden wurde, kommt das für mich definitiv nicht in Frage.
Speaker 0: Ich ärgere mich über mich selbst und natürlich über Potter.
Speaker 0: Wie schafft er es, nur so viel Macht über mich zu haben?
Speaker 0: »Und was wird, wenn wir ihn nie finden?
Speaker 0: Oder ist er doch schon tot?«.
Speaker 0: »Mister Malphoi!«.
Speaker 0: »In letzter Sekunde ziehe ich die Zügel an und verhindere so, dass mein Pferd einen steilen Abhang hinabspringt.«.
Speaker 0: »Alles in Ordnung!
Speaker 0: Ich hatte das Gefühl, sie haben Jupiter im Griff.
Speaker 0: Ich, äh, ja, entschuldigen Sie, ich war wohl in Gedanken.
Speaker 0: Hallacht!
Speaker 0: Müssen ja schöne Gedanken gewesen sein!
Speaker 0: Ich grinne so verkrampft.
Speaker 0: Du hast keine Vorstellung, wie falsch du liegst, du Bastard!«.
Speaker 0: Kapitel neun von Vermisst.
Speaker 0: Hoffnungsschimmer.
Speaker 0: August zwei tausend vier.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Nach einem köstlichen Abendessen sitzen wir auf der weitläufigen Veranda.
Speaker 0: Es könnte wirklich ein wundervolles Wochenende sein, dass ich hier abseits vom Trubel des Ministeriums und von einem sehr aufmerksamen Gastgeber verwöhnt genießen darf.
Speaker 0: Aber Genuss will keiner aufkommen, denn es macht mich geradezu wahnsinnig, mit diesem Verbrecher bei Samen zu sitzen, während vielleicht Potter in nächster Nähe dem Tod nahe ist.
Speaker 0: Als ich vorhin auf meinem Zimmer war, um mich frisch zu machen, habe ich erneut den Zauber gesprochen, um die Anzahl der Leute hier im Anwesen zu ermitteln.
Speaker 0: Wie zuvor hat der Zauber drei weitere Personen angezeigt.
Speaker 0: Frustriert habe ich wieder den Trank gegen die Wirkung von Alkohol eingenommen und mich dann ins Speisezimmer begeben.
Speaker 0: Während des Essens hat Hall über seine Tätigkeitsfelder als Anwalt gesprochen, und ich habe ein bisschen davon erzählt, in welchen Geschäftsfeldern mein Vater früher so tätig war.
Speaker 0: Nun sitzen wir im Dämmerlicht auf der Veranda, jeder ein Glas Gentonic vor sich, und ich frage mich, ob wir irgendwann noch auf das eigentliche Thema zu sprechen kommen.
Speaker 0: Als ich eben überlege, wie ich das Gespräch darauf bringen kann, ohne zu aufdränglich zu wirken, ergreift Hall das Wort.
Speaker 0: Nun, Mr.
Speaker 0: Malfoy.
Speaker 0: So sehe ich, ihre Gesellschaft zu schätzen, weiß, wir haben ja ein gemeinsames Interesse.
Speaker 0: Er lehnt sich zurück und schlägt die Beine übereinander, während er mich aufmerksam mustard.
Speaker 0: Ich weiß nicht, inwieweit sie über meine bisherigen Geschäfte im Bilde sind.
Speaker 0: Ich lächle ihn schief an.
Speaker 0: Nun ja, ich weiß lediglich, dass sie in Kontakt zu den Nolan-Brüdern und John Miller standen.
Speaker 0: Und, dass sie mit diesen offenbar einige Einbrüche durchgeführt haben, ich trinke einen Schluck und lehne mich ebenfalls zurück, meine Haltung offen.
Speaker 0: Mich würde interessieren, wie der Kontakt zur magischen Welt zustande kam.
Speaker 0: Horlacht leiser.
Speaker 0: Ja, das ist ein interessanter Geschichte in der Tat.
Speaker 0: Ich kann mir denken, dass sie sich wundern, Jean und die Nolans.
Speaker 0: Sie sind aus einem anderen Holz geschnitzt, als sie Mr.
Speaker 0: Malfoy.
Speaker 0: Sein Blick gleitet zum Horizont, wo nur noch ein kleiner Streifen des vergehenden Tages zu sehen ist.
Speaker 0: Ich muss etwas weiter ausholen, fürchte ich.
Speaker 0: Ich mache eine auffordernde Handbewegung.
Speaker 0: Nur zu, wir haben ja genügend Zeit.
Speaker 0: Hall nickt und lässt die Eiswürfel in seinem Glas leicht klirren, als er dieses in der Hand kreisen lässt.
Speaker 0: Als Anwalt muss man sich überlegen, ob man erfolgreich und wohlhabend sein will oder erfolgreich und ein guter Mensch.
Speaker 0: Er lacht ein schrecklicher, arrogantes Lachen.
Speaker 0: Mit den erfolglosen Varianten habe ich mich erst gar nicht befasst.
Speaker 0: Ich mag es einfach, viel zu sehr zu gewinnen.
Speaker 0: Ich ziehe eine Augenbraue hoch und grinsewissend.
Speaker 0: Innerliche windet sich alles in mir.
Speaker 0: vor allem weil ich glaube mein früheres Ich-Sprechen zu hören.
Speaker 0: Nun ja, es ist wohl verständlich, dass ich es sehr mag, reich zu sein.
Speaker 0: Daher habe ich mir entsprechend wohlhabende Mandantinnen und Mandanten gesucht.
Speaker 0: Anfangs waren das Meistrecht eindeutige Fälle und daher war der Erfolg auch nicht wirklich überraschend.
Speaker 0: Dann kam mein erster Fall, bei dem ich mir sicher war, dass wir verlieren würden.
Speaker 0: Mein Mandant war schuldig und alle wussten es.
Speaker 0: Die Beweislage war klar, es ging im Grunde nur noch darum, den Schaden zu begrenzen.
Speaker 0: Er trinkt einen Stuck.
Speaker 0: Und dann stellte sich heraus, dass die Polizei einen Fehler gemacht hatte.
Speaker 0: Einen formalen Fehler, der eine Verurteilung unmöglich machte.
Speaker 0: Mein Mandant verließ den Gerichtsaal als freier Mann, obwohl alle Welt wusste, dass er schuldig war.
Speaker 0: Holzstimme hat etwas Erregtes, als er das sagt, und das widert mich an.
Speaker 0: Ich sage nichts, denn sein Blick ist nach innen gerichtet und ich will seinen Redefluss nicht unterbrechen.
Speaker 0: Ich dachte mir, wie genial es wäre, wenn solche kleinen Missgeschicke öfter passieren würden.
Speaker 0: Oder wenn wir von der Verteidigung einfach davon erfahren könnten.
Speaker 0: Oder erzögert und ich beschließe den Satz für ihn zu beenden.
Speaker 0: Oder wenn jemand ein bisschen nachhelfend würde.
Speaker 0: Dabei grinse ich ihn an und Nicke beeindruckt.
Speaker 0: Genau.
Speaker 0: Aber das ist natürlich nicht so einfach.
Speaker 0: Ich kannte niemanden bei der Polizei gut genug, und es gibt ja so viele Reviere und Kommissare.
Speaker 0: Da müsste man ja überall jemanden einschleusen.
Speaker 0: Also blieb nur die Magie.
Speaker 0: Genau.
Speaker 0: Von der wusste ich zu dem Zeitpunkt allerdings noch nichts.
Speaker 0: Aber der Hexenkessel hat ein breit gefächert, das Klientel, und mit der Zeit gelangt das ein oder andere doch an die Ohren von ... wie nennen sie uns?
Speaker 0: Mogeln.
Speaker 0: Einer meiner Mandanten hatte Gerüchte gehört, dass man gewisse Dienste im Hexenkessel ordern könnte und so begab ich mich dorthin und lernte Jean kennen.
Speaker 0: Ich versuche mir diesen schniegten Typen in der schmierigen Kneipe vorzustellen und das will mir nicht recht gelingen, aber er fährt fort.
Speaker 0: Ich hinterließ eine Nachricht, dass ich Interesse an jemandem hätte, der regelmäßig für mich tätig sein wollte und bot im Gegenzug eine nicht geringe Summe Geld an.
Speaker 0: Es dauerte nicht lange und ich wurde von den Nolan-Brüdern kontaktiert.
Speaker 0: Aber wie kam es dann zu den Einbrüchen und Morden, will ich nun ernsthaft interessiert wissen.
Speaker 0: Horl lacht leise, ein Geräusch, das mir Gänsehaut beschert.
Speaker 0: Nun ja, es war mir ja durchaus bewusst, dass ich durch meine Art der Verteidigung dafür sorgte, dass diesen Menschen keine Gerechtigkeit zuteil wurde.
Speaker 0: Es waren allesamt Schwerverbrecher, die ohne Frage hinter Schloss und Riegel gehört hätten.
Speaker 0: Nachdem ich die Nolan's die ersten Male einfach nur ganz normal bezahlt hatte, fragte mich schon eines Abends, als ich im Hexenkessel auf die beiden wartete, ob ich eigentlich kein schlechtes Gefühl hatte, dass diese Leute weiterhin frei herum liefen.
Speaker 0: Ich sagte ihr, dass ich es leider nicht ändern könne, denn meine Verträge mit diesen Klientinnen und Klienten waren auf Basis einer Erfolgsprovision abgeschlossen.
Speaker 0: Ich erhielt nur dann ein wirklich interessantes Geschäft, wenn ich gewann.
Speaker 0: Das war der Deal.
Speaker 0: Ich gewann die Fälle, weil die Nolan's dafür sorgten, dass Beweissstücke verschwanden oder Zeugen sich mit einem Mal nicht mehr erinnern konnten.
Speaker 0: Und dann hatte Jean eine wirklich hervorragende Idee.
Speaker 0: Ich stehe vor dem Waschbecken und klatsche mir kaltes Wasser ins Gesicht.
Speaker 0: Hoffentlich hat Hall meine Beine hastige Entschuldigung, dass ich zur Toilette müsste, nicht als Flucht gedeutet.
Speaker 0: Merlin steh mir bei.
Speaker 0: Es hat mich meine ganze Beherrschung gekostet, ihn meiner Abschein nicht anmerken zu lassen.
Speaker 0: Jean's Plan hat wohl das Schrecklichste in diesem Menschen zum Vorschein gebracht.
Speaker 0: Zuerst war da nur der Gedanke, die ehemaligen Mandanten auszurauben.
Speaker 0: Offenbar waren die Nolan's bei einem der Einbrüche überrascht worden und hatten ihr Opfer getötet.
Speaker 0: Statt die ganze Sache danach in Frage zu stellen, hat Hall offenbar dieses Versehen als Anlass genommen, den gesamten Modus operandi zu überdenken und sich selbst an den Taten zu beteiligen.
Speaker 0: Ich hatte es nicht gewusst, aber es verschafft mir eine unglaubliche Befriedigung zu sehen, wie das Leben aus so einem Menschen herauszickert.
Speaker 0: Und sie glauben ja nicht, wie lange es dauert, bis der Tod eintritt.
Speaker 0: Da kann man lange spielen.
Speaker 0: Szenen von Folterungen im Mainer steigen von meinem inneren Auge auf, Bilder, die ich versucht hatte, in die hinterste Ecke meines Gedächtnisses zu verbannen.
Speaker 0: Und wie diese Erinnerungen so in mir aufsteigen, wird aus einem gesichts- und namenlosen gefolterten Muggel mit einem Mal Harry Potter.
Speaker 0: Raschlucke ich einen Trank gegen Übelkeit und lege einen Verschleierungszauber auf mich.
Speaker 0: Hall darf nicht merken, wie sehr ich ihn verachte, und er darf meine Angst nicht spüren.
Speaker 0: Mr.
Speaker 0: Malfoy, jetzt habe ich aber lange genug von mir gesprochen, ruft Hall, als ich zurück auf die Berander trete.
Speaker 0: Erzählen Sie doch etwas von sich, von Ihren Ideen.
Speaker 0: Ich versuche, mich zusammen zu reißen und lächle breit.
Speaker 0: Gerne, Dr.
Speaker 0: Hall, wie gut, dass ich gelernt habe, meine wahren Gefühle zu verbergen.
Speaker 0: Juni, Juli, August?
Speaker 0: Ich versuche, die Striche zu zählen, die ich gemacht habe.
Speaker 0: Aber ich kann mich irgendwie ganz schlecht konzentrieren.
Speaker 0: Meine Sicht verschwimmt jedes Mal mehr, wenn ich versuche, den Blick zu fokussieren.
Speaker 0: Schließlich nehme ich eine Hand und decke die Striche, die ich schon gezählt habe, ab.
Speaker 0: Am Ende bin ich mir dann auch nicht sicher, ob es dreißig oder vierzig waren.
Speaker 0: Und vor allem bin ich nicht sicher, ob ein Strich wirklich ein Tag war.
Speaker 0: Was, wenn nur jeden zweiten Tag ein Becher erschienen war.
Speaker 0: Im Grunde kann es immer noch Juni sein oder bereits August.
Speaker 0: Ich weiß es einfach nicht.
Speaker 0: Ich weiß nicht, ob ich noch dreiundzwanzig oder schon vierundzwanzig Jahre alt bin.
Speaker 0: Ein irres Kichen entfährt mir, wie armselig, nicht mal zu wissen, wie alt man ist.
Speaker 0: Und noch armseliger, wenn man sich gerade mehr als unsicher ist, ob man jemals fünfundzwanzig wird.
Speaker 0: Wenn jemand mich in einem jetzigen Zustand sehen würde, käme er oder sie vermutlich sowieso nicht auf die Idee, dass ich ein junger Mann bin.
Speaker 0: Der Bart, der in diesen Wochen gewachsen ist, muss mir ein wildes Aussehen verleihen.
Speaker 0: Ich habe keine Ahnung, wie schnell so ein Bart im Allgemeinen und meiner im Besonderen wächst, da ich es bisher nie länger als ein paar Tage ohne Rasur ausgehalten habe.
Speaker 0: Daher gibt auch dieses Gestrüpp in meinem Gesicht mir keinen Aufschluss über die Dauer meines Aufenthaltes.
Speaker 0: Ich bin mir nur sehr sicher, dass ich schon erheblich länger hier bin, als mir gut tut.
Speaker 0: Auch wenn die meisten meiner Mitmenschen mir immer wieder meist ungefragt mitgeteilt haben, ich würde zu wenig essen und zu wenig auf mich achten, stimmt das so nicht.
Speaker 0: Allein Creature hat darauf geachtet, dass ich nicht unterernährt war.
Speaker 0: Und ich war auch wunderbar in der Lage an den wöchentlichen Sporteinheiten, die wir als Ororen absolvieren müssen, teilzunehmen.
Speaker 0: Vermutlich komme ich durch meine Kindheit bei den Dursleys mit erheblich weniger Nahrung aus als andere Menschen.
Speaker 0: Dennoch komme ich nun langsam an meine Grenzen.
Speaker 0: Wenn ich auf meinen Körper Gefühl vertrauen würde, würde ich sagen, ich bin schon ein halbes Jahr hier drin.
Speaker 0: Ich fühle mich so einsam und verwahrlost.
Speaker 0: Trotz meiner Versuche, mich nicht zu sehr gehen zu lassen, fehlt mir das Tageslicht, richtige Nahrung und vor allem so langsam auch die Hoffnung, dass mich jemals jemand hier findet.
Speaker 0: Ich will mich eben wieder zusammenrollen.
Speaker 0: Wieso oft nehme ich mir vor, den nächsten Becher mit Wasser einfach zu ignorieren?
Speaker 0: Das hätte ich gleich beim ersten Mal machen sollen.
Speaker 0: Was hat es mir gebracht, all die Becher zu leeren?
Speaker 0: Dreißig oder vierzig oder keine Ahnung, wie viele Tage mehr in diesem, diesem Loch.
Speaker 0: Ich will hier raus, habe ich diese Worte anfangs geschrien und dabei getobt, die Wände mit meinen Fäusten bearbeitet und mir mehrere Wunden zugefügt, wimmere ich sie jetzt nur noch.
Speaker 0: Manche der Wunden haben sich entzündet, ich fühle mich roh und wund am ganzen Körper, dazu furchtbar schmutzig und widerwärtig.
Speaker 0: Bitte, irgendjemand.
Speaker 0: Wer auch immer mir das Wasser bringt, hol mich bitte hier raus.
Speaker 0: Ich will nicht so verzweifelt sein.
Speaker 0: Ich hasse es, aber meine Kraft geht langsam zu Ende.
Speaker 0: Ich musste erkennen, dass ein Becher Wasser alle ein oder zwei Tage und ein bisschen Brot oder Obst oder Porridge nicht genügen, um mich bei Kräften zu halten.
Speaker 0: Manchmal glaube ich, ich habe Fieber.
Speaker 0: Ein andermal bin ich wieder recht guter Dinge und versuche wenigstens auf die Beine zu kommen und ein paar Schritte zu laufen.
Speaker 0: Es ist doch wichtig, dass ich mich nicht aufgebe, oder?
Speaker 0: Aber wie soll ich mich nicht aufgeben, wenn ich das Gefühl habe, dass der Rest der Welt mich aufgegeben hat?
Speaker 0: Gut, kann mich jemand versteckt haben, dass niemand mich hier findet.
Speaker 0: Sie suchen mich doch, oder?
Speaker 0: Oder?
Speaker 0: Die Verzweiflung will mich eben in ihre Arme ziehen, hat sich etwas verändert.
Speaker 0: Abrupp setze ich mich auf und sehe mich um.
Speaker 0: Lausche.
Speaker 0: Das Licht ist dasselbe.
Speaker 0: Kein Ächzen.
Speaker 0: Dennoch ist etwas anders.
Speaker 0: Ich spüre... Magie, fremde Magie.
Speaker 0: Nein, nicht fremd, vertraut.
Speaker 0: Aber ich kann sie nicht zuordnen, ist das Trisha?
Speaker 0: Oder Hermine, Ron?
Speaker 0: Ich springe auf die Beine und fahre mit der Hand die Wand ab.
Speaker 0: Hallo, hallo, hier bin ich, ich bin hier!
Speaker 0: Wie ein Berserker schlage ich gegen die Wand.
Speaker 0: Hier drin hört ihr mich, hallo!
Speaker 0: Ich lausche.
Speaker 0: Nichts.
Speaker 0: Ich höre nichts.
Speaker 0: Ist die Magie noch da?
Speaker 0: Ich kann es nicht wirklich sagen, dafür bin ich viel zu aufgewühlt.
Speaker 0: Ich beschließe, dass ich es wagen muss und halte meine Hände flach gegen die Wand.
Speaker 0: Ohne zu zögern sammle ich meine Magie und sende einen gezielten Stoß durch die Mauer.
Speaker 0: Der Schmerz und der Schrei, die mich daraufhin durchdringen, reißen mich von den Füßen.
Speaker 0: Den Aufprall auf dem Boden bekomme ich schon nicht mehr mit.
Speaker 0: Ich habe es tatsächlich geschafft, Heul zu vermitteln, dass es zwar viele Möglichkeiten gibt, wie aber derzeit unglaublich vorsichtig sein müssen.
Speaker 0: Vor allem dürften vorerst keine Menschen zu Schaden kommen.
Speaker 0: Ich bin mir nicht sicher, ob er unter diesen Umständen überhaupt interessiert ist.
Speaker 0: Geld hat er schließlich selbst genug und erscheint in diesen Massakern eine Erfüllung zu finden, die ihm sonst nichts geben kann.
Speaker 0: Sie haben vermutlich recht, Mr.
Speaker 0: Malfoy.
Speaker 0: Ich werde mich etwas zurückhalten müssen.
Speaker 0: Er zog mit den Schultern.
Speaker 0: Vielleicht mache ich auch einfach mal Urlaub.
Speaker 0: Was will er denn nun damit sagen?
Speaker 0: Er macht Urlaub in einem anderen Land, um dort seinem neuen Hobby nachzugehen?
Speaker 0: Um von dem Thema abzulenken und weil es wirklich Wichtigeres gibt, gehe ich nicht darauf ein.
Speaker 0: Stattdessen beschließe ich alles auf eine Karte zu setzen.
Speaker 0: Mal unter uns.
Speaker 0: Haben Sie das mit Porter auch gemacht?
Speaker 0: Ich bin dankbar, dass mein Gesicht inzwischen nur von einer Kerze beleuchtet wird, die meine Mimik verschleiert.
Speaker 0: Mit Putze, diesem Horror, fragt er und wirkt ehrlich überrascht.
Speaker 0: Dann grinst er allerdings unheilvoll.
Speaker 0: Nein, bisher nicht.
Speaker 0: Was soll das denn jetzt heißen?
Speaker 0: Hat sich wohl keine Gelegenheit ergeben.
Speaker 0: Ich lache dreckig.
Speaker 0: Wenn es soweit ist, würde ich mich über eine Einladung freuen.
Speaker 0: Wie ich schon sagte, verbindet mich eine unschöne Vergangenheit mit ihm.
Speaker 0: Ich habe die ganze Schulzeit versucht, ihm die Behandlung zukommen zu lassen, die er verdient.
Speaker 0: Aber er wurde immer von den Lehrern und dem Schulleiter beschützt.
Speaker 0: Es gelingt mir sogar, ein bisschen meine früheren Verbitterung in diese Worte zu legen.
Speaker 0: Es wäre mir eine Ehre, diese Landplage mit ihnen gemeinsam zur Strecke zu bringen, Mr.
Speaker 0: Marfeu.
Speaker 0: Aber vermutlich kommen sie leichter an ihn herein, als ich.
Speaker 0: Ich stutze.
Speaker 0: Er hat Potter also nicht in seiner Gewalt?
Speaker 0: Konzentration, es kann ein Blöff sein.
Speaker 0: Ich zucke mit den Schultern.
Speaker 0: Ich fürchte die englische Zauberer Welt schaut mir sehr genau auf die Finger, wenn es um den Goldjohn geht.
Speaker 0: Ich stehe quasi unter Generalvertacht.
Speaker 0: Ich grinne sehr entschuldigend.
Speaker 0: Oh, dann sollten wir bald möglichst zusehen, dass wir auch dieses Problem aus der Welt schaffen.
Speaker 0: Er trinkt den letzten Schluck aus seinem Glas und erhebt sich.
Speaker 0: Mr.
Speaker 0: Malfoy, es war ein sehr unterhaltsamer Tag.
Speaker 0: Wenn Sie einverstanden sind, würde ich vorschlagen, wir beschließen ihn hiermit.
Speaker 0: Erleichtert stehe ich auf.
Speaker 0: Natürlich, Dr.
Speaker 0: Hall.
Speaker 0: Vielen Dank.
Speaker 0: Ich habe den Tag auch sehr genossen.
Speaker 0: Unschlüssig stehe ich in meinem Zimmer.
Speaker 0: Ekel, Wut und der Drang, irgendetwas zu unternehmen, lassen mich vibrieren.
Speaker 0: Ich beschließe, dass ich in diesem aufgewöhten Zustand unmöglich schlafen kann und zücke meinen Zauberstab.
Speaker 0: Vorsichtig öffne ich die Tür auf den Flur und Speer hinaus.
Speaker 0: Ich habe bereits mehrere Zauber auf mich gelegt, die meinen Ausflug geheim halten sollten.
Speaker 0: Trotzdem versuche ich meine Schritte mit Bedacht auf den hochflorigen Teppich zu setzen, der eigentlich sowieso schon alle Geräusche schluckt.
Speaker 0: Als ich die vielen Gemälde an den Wänden bemerke, zog ich zusammen, bis ich mich erinnere, dass ich mich in einem Muckelhaus befinde und die Personen in den Bildern mir nichts anhaben können.
Speaker 0: Ich atme erleichtert auf und setze meinen Weg fort.
Speaker 0: Alle paar Meter spreche ich, einen Finiteinkantatem, um eventuell doch hier vorhandene Zauber aufzuheben.
Speaker 0: Aber ganz offensichtlich ist das Haus frei von Magie.
Speaker 0: Meine Aufspürzauber enthöhlen nichts, egal wie weit dich in den Teil des Gebäudes vordringe, der derzeit völlig verweist scheint.
Speaker 0: Zwei Stunden wandle ich auf diese Weise durch das Anwesen und kann mich nicht recht entscheiden, ob ich froh bin, dass Porte offensichtlich nicht hier ist oder enttäuscht.
Speaker 0: Ich beschließe, dass ich keine weitere Zeit verschwenden sollte und kehre in mein Zimmer zurück.
Speaker 0: Dort sammle ich meine Habseligkeiten zusammen und appariere ins Ministerium.
Speaker 0: Sollte Hall doch etwas über den Verbleib von Potter wissen, wird Shacklebold den Einsatz von Veritasierungen genehmigen müssen, was er bestimmt tun wird, wenn er erst einmal gehört hat, so was dieser Mensch fähig ist.
Speaker 0: Was die anderen Taten angeht, werde ich den Erroren meiner Erinnerung an das Gespräch mit Hall zur Verfügung stellen.
Speaker 0: Alles Weitere geht mich nichts mehr an.
Speaker 0: Meine Aufgabe ist es, Potter zu finden, und das ist mir leider immer noch nicht gelungen.
Speaker 0: Es dauert nicht lange, bis der diensthabende Aurora Potterschef und seine Kollegen zusammengetrommelt hat.
Speaker 0: Sie alle sehen sich meine Erinnerungen an und dann geht alles sehr schnell.
Speaker 0: Offenbar liegt bereits die Genehmigung von Shacklebolt und irgendeinem hohen Tier bei Scotland Yard vor Hall festzunehmen, sobald eindeutige Beweise vorliegen.
Speaker 0: Während die Auroren unterwegs sind, um Hall zu verhaften, werde ich zum Minister gerufen, der wohl ebenfalls um seine Nachtruhe gebracht wurde.
Speaker 0: Mr.
Speaker 0: Malfoy, ich möchte mich bei Ihnen bedanken, dass Sie sich für diesen Einsatz bereiterklärt haben.
Speaker 0: Unsere Leute werden das anwiesen und alle weiteren, die Hall, sein Eigen nennt, natürlich durchsuchen.
Speaker 0: Aber wenn ich es recht verstanden habe, haben sie keine Veranlassung zu glauben, dass er Harry in seiner Gewalt hat.
Speaker 0: Nein, Sir.
Speaker 0: Ich glaube, er hätte es mir gesagt.
Speaker 0: Dennoch sollte man nichts unversucht lassen.
Speaker 0: Shacklebolt nickt mit grimmiger Mine.
Speaker 0: In Ordnung.
Speaker 0: Dann möchte ich sie dennoch bitten, sich weiterhin um den Gremordplatz zu kümmern.
Speaker 0: Wenn Harry zurückkommt, er presst die Lippen zusammen und ich kann spüren, dass er starke Zweifel daran hat, dass dies geschehen wird.
Speaker 0: Ich habe allerdings nicht vor die Zweifel überhand nehmen zu lassen.
Speaker 0: Vielmehr habe ich fest vor, der Magie am Gremordplatz nur noch vehementer zu Leibhe zurück.
Speaker 0: Und vielleicht kann ich irgendwann auch Creatures mysteriöses Verhalten durchschauen.
Speaker 0: Sir, ich werde mich darum kümmern.
Speaker 0: Wenn Potter zurückkehrt, wird er ein Haus vorfinden, das frei von dunkler Magie ist.
Speaker 0: Shacklebolts Mine zeigt gleichzeitig Traurigkeit und Erleichterung.
Speaker 0: Danke, Mr.
Speaker 0: Malfoy.
Speaker 0: Als ich das Büro des Ministers verlasse, stoße ich beinahe Trisha zusammen.
Speaker 0: Draco, du bist noch hier?
Speaker 0: Quasi auf dem Sprung, erwidere ich und frage mich gleichzeitig, ob ich gleich zum Gremaltplatz zurückkehre oder erst nochmal bei mir zu Hause vorbeischauen soll.
Speaker 0: Dabei muss ich mir eingestehen, dass ich seit meiner Rückkehr nach England mehr Zeit am Gremaldplatz als in meiner neuen Wohnung zugebracht habe.
Speaker 0: Trisha reist mich aus meinen Gedanken.
Speaker 0: Das war sehr mutig von dir.
Speaker 0: Harry muss dir viel bedeuten.
Speaker 0: Potter?
Speaker 0: Nein.
Speaker 0: Ich lache auf und hebe ab während die Hände.
Speaker 0: Es ist einfach das Richtige, oder?
Speaker 0: Trisha hebt eine Augenbraue und mustert mich stumm.
Speaker 0: Nein, wirklich Trisha.
Speaker 0: Du siehst das falsch ich.
Speaker 0: Also Potter und ich.
Speaker 0: Ich verstumme.
Speaker 0: Trisha sagt immer noch nichts.
Speaker 0: Schließlich senke ich den Kopf und starre auf den Teppich, der ihn wirklich faszinierendes Muster hat.
Speaker 0: Können sein, dass Potter mehr auf eine verquere Weise, also, ja, kann schon sein, dass er mir was bedeutet.
Speaker 0: Trisha boxt mich leicht gegen den Oberarm.
Speaker 0: Es ist nichts Schlimmes daran, weißt du?
Speaker 0: Ihr wart immerhin zusammen auf der Schule und kennt euch ziemlich gut.
Speaker 0: Ich säufze.
Speaker 0: Ja, ich kenne Potter ziemlich gut.
Speaker 0: Und dennoch war ich froh, England nach der Schule erst einmal verlassen zu können.
Speaker 0: Im Ausland konnte ich wirklich sehr gut vergessen, dass er existiert.
Speaker 0: Und jetzt, jetzt ist mein größtes Problem, dass niemand mehr weiß, wo und ob er überhaupt noch existiert.
Speaker 0: Creature, ich bin, zu Hause hätte ich beinah gesagt, weder da, da komme ich gerade noch so die Kurve.
Speaker 0: Master Malfoy ist zurück, Creature ist hoch erfreut, das Schlafzimmer ist bereit für den Master, möchte der Master noch etwas essen?
Speaker 0: Nein, ich gehe zu Bett.
Speaker 0: Sehr wohl, Master Malfoy.
Speaker 0: Als ich kurz darauf in meinem Bett liege, spüre ich, wie ich mich das erste Mal seit heute Morgen entspanne.
Speaker 0: Ich kann es nicht leugnen, aber Potters Magie beruhigt mich auf eine Weise, die ich sonst noch nie so erfahren habe.
Speaker 0: Ich wollte es nicht gerne zugeben, aber es ist, als würde sie mich beschützen.
Speaker 0: Und vielleicht tut sie das ja auch.
Speaker 0: Aber wie lange wird sie das noch tun?
Speaker 0: Ich habe vergessen, Creature zu fragen, ob Potter noch lebt.
Speaker 0: Aber ich ziehe Hoffnung aus der Tatsache, dass seine Magie hier immer noch präsent ist.
Speaker 0: Verdammt, Potter, wo zur Hölle bist du?
Speaker 0: Die nächsten Tage arbeite ich wie ein Berserker daran, die dunkle Magie zurückzudringen.
Speaker 0: Das ist im Moment mein einziger Ansatz.
Speaker 0: Wenn das ganze Haus frei von dunkler Magie ist, kann ich einen eventuell vorhandenen Fluch lokalisieren.
Speaker 0: Alle anderen Ermittlungen muss ich den Auroren überlassen.
Speaker 0: Vielleicht bringt das Verhör von Hall ja noch etwas zu Tage.
Speaker 0: Leider hat das Haus meine Abwesenheit effektiv genutzt und sich wieder ein paar Räume zurückerobert.
Speaker 0: Aber seit ich mir einrede, dass sich mir das Geheimnis von Potters Verschwinden offenbaren wird, sobald ich hier Erfolg habe, ist mein Wille und die Effizienz meiner Arbeit noch größer.
Speaker 0: Irgendwann im Sommer, zwei tausend vier.
Speaker 0: Harry.
Speaker 0: Ich habe keine Ahnung, wie lange ich bewusstlos war.
Speaker 0: Als ich weder erwache, fühle ich mich gleichzeitig wie erschlagen und auf seltsame Weise leichter.
Speaker 0: Es war eine Wohltat, endlich mal wieder meiner Magie fließen zu lassen.
Speaker 0: Dieses Gefühl hat mir wieder mehr Hoffnung gegeben, auch wenn die Strafe dafür auf den Fuß folgte.
Speaker 0: Es ist, als wäre mein natürlicher Wille zur Rebellion durch diesen Ausbruch wieder in mir erwacht.
Speaker 0: Auch wenn sich an meinem desaströsen körperlichen Zustand nichts geändert hat, fühle ich die Zuversicht wieder durch meine Adern fließen.
Speaker 0: Ich werde mir doch von so ein bisschen Einsamkeit, Durst und Entzug des Zeitgefühls nicht in Lebensmut nehmen lassen.
Speaker 0: Echtzendrapple ich mich auf und stelle dankbar fest, dass ein Stück Brot und ein Becher Wasser auf mich warten.
Speaker 0: Während ich beides andächtig zu mir nehme, überlege ich, was genau ich gespürt habe.
Speaker 0: Es war fremde Magie, dessen bin ich mir ganz sicher.
Speaker 0: Aber wenn ich diese Magie spüren konnte, weshalb hat diese Person da nicht herausfinden können, dass ich hier bin.
Speaker 0: Ist die Macht dieses Raumes so stark, dass meine Anwesenheit, meine Magie, die Tatsache, dass ich noch lebe, nicht nach außen dringen kann?
Speaker 0: Ich säufze.
Speaker 0: So langsam bin ich mir nicht mehr sicher, es mit einem normalen Zauberer oder eine Hexe zu tun zu haben.
Speaker 0: Von einem Muckelhaus mal ganz abgesehen.
Speaker 0: Es kann doch keine Muckeltechnologie geben, die Magie abschirmt, oder?
Speaker 0: Ich habe die andere Magie jedenfalls gespürt.
Speaker 0: Dessen bin ich mir ganz sicher.
Speaker 0: Allerdings bin ich in der Rückschau gar nicht mehr so sicher, dass sie mir auf die Art vertraut ist, wie ich anfangs dachte.
Speaker 0: Vertraut ja, aber nicht so wie Herminas oder Ron's Magie.
Speaker 0: Mehr in dem Sinne, dass ich sie kenne, die Person Kenne, die diesen Zauber starb, ich schrecke auf.
Speaker 0: Malfoy!
Speaker 0: Es ist Malfoy's Zauberstab, der diese Magie wirkt.
Speaker 0: Sie ist mir so vertraut, weil ich selbst diesen Stab geführt und den wichtigsten Zauber meines Lebens damit gesprochen habe.
Speaker 0: Und weil ich, ob es mir gefällt oder nicht, tatsächlich auch Malfoy's Magie sehr gut kenne.
Speaker 0: Ich denke zurück an meinen Geburtstag vor dreizehn Jahren, als ich Malfoy in der Winkelgasse getroffen habe.
Speaker 0: So sehr er mich an Dudley erinnert und mit seiner Arroganz abgeschreckt hat, so fasziniert war ich doch von ihm.
Speaker 0: Er war der erste Junge, den ich in der magischen Welt kennenlernte.
Speaker 0: Er war wie ich.
Speaker 0: Er war der Beweis, dass es noch andere gab, die wie ich waren und dass Hagrid mit seinem Geplapper von einer Schule, die ich besuchen würde, nicht einfach irgendeine wilde Geschichte erzählt hatte.
Speaker 0: Und, obwohl oder vielleicht auch weil wir uns während unserer ganzen Schulzeit gehasst haben, habe ich Malfoy's Magie sehr gut gekannt.
Speaker 0: Sie hat mir nie Angst gemacht, obwohl Malfoy sie nie zu meinen Gunsten verwendet hat.
Speaker 0: Vielleicht waren wir uns auf gewisse Weise ähnlicher, als wir uns zugestehen wollten.
Speaker 0: Wenn meine Eltern nicht gestorben wären, wäre ich vielleicht auch so ein arroganter Schnösel geworden.
Speaker 0: Mein Vater war ja offenbar ziemlich von sich überzeugt gewesen und mit Vorbildern wie ihm und Sirius, ich säufze.
Speaker 0: Was für seltsame Gedanken.
Speaker 0: Aber dann fällt mir wieder ein, wie ich darauf gekommen bin.
Speaker 0: Das Brot ist aufgegessen, der Becher gelehrt.
Speaker 0: Ich stehe auf und fahre mit den Händen an der Wand entlang, die von meinem Magieausbruch völlig unbeeindruckt scheint, sodass ich wieder nach der Gürtelschnalle greife und beginne in den Ritzen zu kratzen.
Speaker 0: Merlfeu, bist du mein Kerkermeister oder mein Retter?
Speaker 0: Murmlich, währenddessen, und frage mich, wie ich mir so durch und durchsicher sein kann, die Antwort zu kennen.
Speaker 0: Vermisst Kapitel X. Der Fluch.
Speaker 0: August, zwei tausendvier.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Dankbar nehme ich ein Glas kühler Limonade aus Creatures Hand entgegen.
Speaker 0: Der Elf scheint sehr zufrieden mit meiner inzwischen ständigen Anwesenheit hier im Haus zu sein.
Speaker 0: Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich in den letzten Wochen eigentlich vollständig hier eingezogen bin.
Speaker 0: Alle meine Kleider befinden sich in Potters Schrank.
Speaker 0: Dort war genügend Platz.
Speaker 0: So viel, dass ich mich fragte, ob dieser Haufen, den ich aus seinem Rucksack gezogen habe, wirklich alles ist, was dieser Mann besitzt.
Speaker 0: Im Schrank sind lediglich noch ein paar Hemden, ein Anzug und drei Umhänge.
Speaker 0: Ich denke an den Tag zurück, als ich Potters Rucksack ausgepackt habe.
Speaker 0: Es erscheint mir eine Ewigkeit her und mein Herz krampft sich bei diesen Gedanken zusammen.
Speaker 0: Es ist eine Ewigkeit her, wenn man sich bewusst macht, dass immer noch nirgends eine Spur von Potter aufgetaucht ist.
Speaker 0: Ich weiß, dass Trisha, Shacklebolt und selbst Granger eigentlich langsam keine Hoffnung mehr haben.
Speaker 0: Aber sie alle, und ich nehme mich da nicht aus, verbieten sich, diese Hoffnungslosigkeit in Worte zu fassen.
Speaker 0: Der Stuhl kratzt laut über den Fliesenboden, als ich abrupt aufstehe.
Speaker 0: Ich darf diese Gedanken nicht überhand nehmen lassen.
Speaker 0: In den letzten beiden Wochen habe ich große Fortschritte gemacht und bin guter Dinge, dass ich es heute das erste Mal schaffen werde, das ganze Haus von der dunklen Magie zu befreien.
Speaker 0: Ich mache mir nichts vor, damit ist meine Arbeit hier nicht getan, denn es braucht eine Weile, im Falle dieses Hauses vermutlich sogar Jahre, bis dieser Zustand dauerhaft sein wird.
Speaker 0: Der Beweis ist, dass selbst nach Dumbledos wirken, hier wieder so viel dunkle Magie sich ausbreiten konnte.
Speaker 0: Auch wenn ich natürlich nicht weiß, was nach dem Fortgang des Ordens hier geschehen ist.
Speaker 0: Dennoch werte ich meine Arbeit als Erfolg.
Speaker 0: Und mit einer Heftigkeit, die mich selbst überrascht, wünschte ich, Potter würde einfach durch die Tür kommen und sehen, was ich geschafft habe.
Speaker 0: Für ihn geschafft habe.
Speaker 0: Nun ja, das wird nicht geschehen.
Speaker 0: Und dennoch liegt die Aufgabe vor mir, so dass ich mich wieder in das vierte Obergeschoss begebe.
Speaker 0: Hier habe ich die gesamte letzte Woche verbracht und das hat mich sehr viel Energie gekostet.
Speaker 0: Es ist wirklich ein Glück, dass die dunkle Magie mir nicht so viel anhaben kann, weil ich als Kind oft genug hier war.
Speaker 0: Dazu meine Verwandtschaft, die das Haus nicht gegen mich aufbringt und ein paar hilfreiche Tränke, die ich bei meiner Arbeit als Fluchbrecher hin und wieder nutze.
Speaker 0: Eine Stunde später ist es tatsächlich geschafft.
Speaker 0: Erschöpft lasse ich den Zauberstab sinken und trete auf den Treppenabsatz.
Speaker 0: Tief, durchatmend, genieße ich diesen kurzen Moment des Triumphs, auch wenn dieser Zustand vermutlich höchstens bis morgen früh anhalten wird.
Speaker 0: Langsam steige ich die vielen Treppen nach unten, bis ich an der Schwelle zur Küche angekommen bin, wo ich nochmals einen Zauber spreche.
Speaker 0: Ich stutze.
Speaker 0: Irgendetwas ist seltsam.
Speaker 0: Ich zucke zusammen, als mit einem mal Creature neben mir erscheint und mich stumm anblickt.
Speaker 0: Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass in seinem Blick Herausforderung liegt.
Speaker 0: Aber das passt nicht zu ihm.
Speaker 0: Ich schließe kurz die Augen und atme noch mal tief durch.
Speaker 0: Konzentration.
Speaker 0: Nochmals spreche ich einen Zauber, der mir bestätigt, dass ich die dunkle Magie aus allen Räumen gedrängt habe.
Speaker 0: Dennoch spüre ich etwas, eine Art Widerstand.
Speaker 0: Ich reiße die Augen auf und sterre Creature an.
Speaker 0: Ein Fluch!
Speaker 0: Ich spüre einen Fluch!
Speaker 0: Das erste Mal, seit ich dieses Haus betreten habe, kann ich es fühlen.
Speaker 0: Ein weiterer Zauber bestätigt meine Vermutung und lässt mich gleichzeitig zurücktaumeln.
Speaker 0: Creature, warum?
Speaker 0: Ich verstumme.
Speaker 0: Die Antwort liegt auf der Hand.
Speaker 0: Er konnte es mir nicht sagen, weil er verflucht wurde.
Speaker 0: Der Fluch liegt auf ihm.
Speaker 0: Creature, Merlin, es tut mir so leid.
Speaker 0: Zu meinem erstaunen, wimmert Creature bei meinen Worten und taumelt zurück.
Speaker 0: Ich kneife die Augen zusammen und zwinge mich zur Ruhe.
Speaker 0: Ich muss das professionell angehen.
Speaker 0: Creature wurde verflucht und ich bin Fluchbrecher.
Speaker 0: Creature?
Speaker 0: Beim Klang meines haschen Tonfalls scheint er sich zu entspannen.
Speaker 0: Ich werde den Fluch von dir nehmen.
Speaker 0: Creature nickt.
Speaker 0: Sehr wohl, Master Malfoy.
Speaker 0: Um Konzentration bemüht hebe ich den Stab und richte ihn auf den Elfen, der nicht zuckt und keine Mine verzieht.
Speaker 0: Zuerst muss ich einen Analysezauber sprechen, um die Herkunft und Qualität des Fluchs herauszufinden.
Speaker 0: Das Ergebnis lässt mich aufstöhnen.
Speaker 0: Wie konnte ich so dumm sein?
Speaker 0: Natürlich ist das die Lösung.
Speaker 0: Das kann unschön werden, warne ich und Creature nickt.
Speaker 0: Er hat es nicht anders erwartet und dennoch wirkt er entspannt, beinahe erwartungsvoll.
Speaker 0: Ich sammle mich, denn ich muss schnell sein.
Speaker 0: Dieser Fluch ist extrem komplex und vielschichtig.
Speaker 0: Vor allem sind Flüche, die auf Lebewesen und dann auch noch auf magischen Wesen liegen, enorm schwierig zu lösen.
Speaker 0: Rechtzeitig fällt mir noch die Fiole Liquid Patronus in meine Tasche ein, die ich rasch leere.
Speaker 0: Ich bin mir sicher, dass ich den Trank brauchen werde.
Speaker 0: Ohne weiter zu zögern, beginne ich mit meiner Arbeit.
Speaker 0: Die Zaubersprüche fließen aus meinem Mund, während ich die notwendigen Bewegungen mit dem Zauberstab mache.
Speaker 0: Ich darf und ich werde nicht zweifeln, dass es gelingen wird, nachdem ich einmal begonnen habe.
Speaker 0: Creature blickt mich die ganze Zeit unverwandt an, ohne sich zu rühren.
Speaker 0: Der Schweiß steht mir auf der Stirn, denn diese Art von Magie kostet unglaublich viel Kraft.
Speaker 0: Die Fluchmagie versucht mich anzugreifen und ich bin froh an den Liquid Patronus gedacht zu haben, sonst wäre das hier schon zu meinen Ungunsten ausgegangen.
Speaker 0: Ich spüre, dass ich es beinahe geschafft habe und es wird Zeit, denn meine Hand beginnt zu zittern von der Anstrengung.
Speaker 0: Als ich den letzten Ton gesprochen habe, ertönt ein gelnder Schrei und das Haus scheint in seinen Grundfesten zu wanken.
Speaker 0: Ich halte mir die Ohren zu und ducke mich, bereit jederzeit den Portschlüssel in meiner Tasche zu nutzen.
Speaker 0: Wir stehen immer noch im Flur vor der Küche und ich will eben den Weg nach oben antreten, als ich einen Ohren betäubenden Lärm in meinem Rücken vernehme und sicher bin, dass das Haus nun doch einstürzt.
Speaker 0: Sommer, zwei-tausendvier.
Speaker 0: Harry.
Speaker 0: Vielleicht bilde ich es mir ein, einfach weil ich so unbedingt will, dass es der Wahrheit entspricht.
Speaker 0: Aber ich glaube, jeden Tag oder welche Zeitrechnung auch immer die Richtige ist, mehr von Malfoy's Magie zu spüren.
Speaker 0: Werde ich verrückt?
Speaker 0: Oder liegt der Grund für dieses Gefühl darin, dass die Malfoys mich inführt haben?
Speaker 0: Lüschschuss würde ich das durchaus zutrauen, aber der ist in Askerbahn und Narcissa hat das Land mit der Auflage verlassen, nie mehr zurückzukehren.
Speaker 0: Malfoy, also Drackel Malfoy, ist ein Fluchbrecher in Südamerika.
Speaker 0: Warum sollte er, nachdem er diese Chance erhalten hat, nach England zurückkommen, um mich zu entführen?
Speaker 0: Nein.
Speaker 0: Ich bin mir sicher, dass Malfoy, wenn ich denn überhaupt richtig liege mit meiner Vermutung, nicht mein Entführer ist.
Speaker 0: Er ist hier, um mich zu retten.
Speaker 0: Nachdem ich vor einiger Zeit so etwas wie Hoffnung aus dieser Vermutung gezogen habe, wären die letzten Tage trotz der nun ständigen Anwesenheit von Malfoy's Magie wieder von beinahe fatalistischer Verzweiflung geprägt.
Speaker 0: Selbst wenn ich recht hätte und das Malfoy's Magie ist, die ich spüre, so spürt er ganz offensichtlich meine nicht und weiß daher vermutlich nicht, dass er mich retten könnte.
Speaker 0: Vielleicht weiß er nicht einmal, dass ich mich in einer Situation befinde, aus der ich gerettet werden muss.
Speaker 0: Woher sollte er auch?
Speaker 0: Vielleicht hat er doch irgendein Todesser mich entführt und dem Mainer gefangen gehalten und jetzt ist Malfoy dort, ohne davon zu wissen.
Speaker 0: Ich lasse meinen Kopf nach hinten fallen.
Speaker 0: Warum ist es mir eigentlich so wichtig, dass Strayco fucking Malfoy nicht schuld an meiner Misere ist?
Speaker 0: Es gab Zeiten, da war ich überzeugt, dass er für alles übel, das in Hogwarts geschieht, verantwortlich ist.
Speaker 0: Aber mein Blick auf ihn hat sich geändert.
Speaker 0: Ich glaube, einen anderen Malfoy gesehen zu haben und ich möchte so gerne, dass er diese Chance ergriffen hat und sich von den Ketten seiner Erziehung befreit hat.
Speaker 0: Ich will nicht, dass ich mich geirrt und damit einem weiteren bösartigen Zauberer die Möglichkeit gegeben habe, seine kranken Pläne zu entfalten.
Speaker 0: Ich springe auf, als ich das Gefühl habe, ein Erdbeben hat das Haus erfasst.
Speaker 0: Nackte Angst steigt in mir hoch.
Speaker 0: Nein, ich habe das hier nicht alles überstanden, um jetzt von Schutt und Mauerwerk erschlagen zu werden.
Speaker 0: Plötzlich ertönt der Schrei, den ich schon zu oft gehört habe.
Speaker 0: Aber er ist anders.
Speaker 0: War er bisher aggressiv und wütend, wird er jetzt Angstvoll, beinahe panisch.
Speaker 0: Und ich habe keine Schmerzen, wie es sonst der Fall ist.
Speaker 0: Eigentlich möchte ich mir die Ohren zuhalten, aber ich habe das Gefühl, dass jemand etwas mir gerade hilft.
Speaker 0: Und ich will alle meine Sinne nutzen, um diese Hilfe anzunehmen.
Speaker 0: Ich muss es wagen.
Speaker 0: Wenn ich bei dem Versuch sterbe, dann soll es so sein.
Speaker 0: Ich kann nicht noch einmal eine unbestimmt lange Zeit hier verbringen und auf nichts warten.
Speaker 0: Ich stelle mich in die Mitte des Raumes und sammle alle meine Magie in mir, bevor ich sie, eine hellen weißen Welle gleich, aus mir herausfließen lasse.
Speaker 0: Der Schrei wird lauter, Schmerz erfüllt, und das gibt mir die Kraft, trotz meines jämmerlichen Zustands noch mal einen neuen Schub an Magie auszusenden.
Speaker 0: Der schrille Ton summt in meinen Ohren so laut, dass keine anderen Geräusche hindurchdringen.
Speaker 0: Meine Augen habe ich fest zusammengekniffen, und die Muskeln in meinen Beinen zittern von der Anstrengung nicht nachzugeben.
Speaker 0: Plötzlich ist es still.
Speaker 0: Ich öffne die Augen.
Speaker 0: Verwirrt versuche ich zu verstehen, warum alles so neblig ist.
Speaker 0: Es dauert einen Moment, bis ich verstehe, dass es Staub ist, der durch den Raum wirbelt.
Speaker 0: Ich lasse mich auf die Knie sinken, niedergedrückt von der Enttäuschung und zur Tode erschöpft.
Speaker 0: Ich habe meine ganze Energie verbraucht, nur um jetzt in einem Haufen Gerölls zu knien, das nicht einmal die Güte hatte, mich unter sich zu begraben.
Speaker 0: Als ich eben beschließe, dass ich nun aufgebe, dass ich meinen Schicksal akzeptiere, glaube ich, eine Bewegung wahrzunehmen.
Speaker 0: Ich hebe den Blick und bin nun sicher, dass ich den Verstand verloren habe.
Speaker 0: Denn aus der Staubwolke materialisiert sich niemand anders als Draco Malfoy.
Speaker 0: August, zwei-tausend-vier.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Mein Gehirn braucht einen Moment, bis es die Puzzleteile zusammensetzt und vor allem bis es in der völlig verwahrlosen Gestalt, die wenige Meter von mir entfernt auf dem Boden kniet, Harry Potter erkennt.
Speaker 0: Ich kann nicht viel von seinem Gesicht sehen, denn ein wilder Bart, der vermutlich schwarz jetzt aber vom Staub grau-braun verfärbt ist, entstellt die bekannten Züge ziemlich effektiv.
Speaker 0: Aber diese Augen würde ich wohl überall erkennen.
Speaker 0: Trotz seines wirklich erbärmlichen Äußeren sind sie von einer unglaublichen Intensität.
Speaker 0: Allerdings kann ich mich nicht lange daran erfreuen, denn kaum haben sich unsere Blicke getroffen, schließen sich die unverkennbaren Augen und Potters Körper sinkt zu Boden.
Speaker 0: Mit ein paar Schritten, die von dem ganzen Schutt ausgebremst werden, bin ich bei ihm und umfasse den erschreckend schmalen Körper, bevor ich uns beide mit dem Portschlüssel in St.
Speaker 0: Mungus transportiere.
Speaker 0: Ich brauche Hilfe!
Speaker 0: Schnell!
Speaker 0: Das ist Harry Potter!
Speaker 0: Komm, habe ich diese Worte ausgesprochen, wird Potter meinem Griff entrissen, und ich stehe hier ziemlich verlassen in dem Transportraum, bevor eine junge Frau auf mich zutritt.
Speaker 0: Kommen Sie bitte mit, damit wir sie untersuchen können.
Speaker 0: Was?
Speaker 0: Mich?
Speaker 0: Nein!
Speaker 0: Potter!
Speaker 0: Sie müssen sich um Potter kümmern!
Speaker 0: Die junge Heilerin greift nach meinem Arm.
Speaker 0: Das machen meine Kollegen, keine Sorge.
Speaker 0: Aber sie sehen auch aus, als sollte jemand nach ihnen sehen.
Speaker 0: Ich?
Speaker 0: Sie lächelt mich weiterhin an und nickt, während sie mich in einen Raum schiebt und auf eine Liege drückt.
Speaker 0: Erst als ich sitze, wird mir bewusst, dass ich am ganzen Leib zittere.
Speaker 0: Können sie mir sagen, mit was für einem Fluch es sie es zu tun hat?
Speaker 0: Natürlich weiß sie, warum ich hier bin.
Speaker 0: Wir befinden uns in der Fluchschadenabteilung, und nur mit einem speziellen Portschlüssel kann man direkt hierher gelangen.
Speaker 0: Ich schließe die Augen und fühle mich mit einem mal unglaublich müde.
Speaker 0: Es war ein Fluch von Bellatrixly Strange, flüstere ich, und höre das erschrockene Aufkäuchen der Heilerin.
Speaker 0: Keine Angst, er lag auf Potters Elf, nicht auf Potters selbst.
Speaker 0: Und ich habe ihn gelöst.
Speaker 0: Bevor ich noch irgendeine weitere Reaktion der Heilerin mitbekomme, wird alles um mich herum dunkel.
Speaker 0: Ich erwache in einem komfortablen Krankenzimmer und brauche einen Moment, um mich zu orientieren.
Speaker 0: Als die Ereignisse der vergangenen Stunden wieder in mein Bewusstsein gelangen, setze ich mich abrupt auf.
Speaker 0: Kaum habe ich meinen Zauberstab in der Hand, sorge ich mit einem kurzen Zauber für die nötige Frische und kurz darauf bin ich vollständig angezogen.
Speaker 0: Ich bin mir sicher, dass ich keinen größeren Schaden davongetragen habe, jetzt muss ich erstmal rausfinden, wo Potter ist und vor allem, wie es ihm geht.
Speaker 0: Mr.
Speaker 0: Malfoy, was glauben Sie, dass Sie da tun?
Speaker 0: Eine resolut aussehende Schwester kommt auf mich zugealt und ich setze schnell mein bestes Schwiegersohnlächeln auf.
Speaker 0: Ich würde zu gerne wissen, wie es Mr.
Speaker 0: Potter geht.
Speaker 0: Ich habe ihn, mein Lächeln schmilzt auf meinen Zügen und die Mine der Frau wird weich.
Speaker 0: Ich weiß schon, kommen Sie, er liegt gleich hier nebenan.
Speaker 0: Sie öffnet das Zimmer neben meinem und lässt mich eintreten.
Speaker 0: Ich stocke auf der Schwelle, als ich ihn erblicke.
Speaker 0: Wie geht es ihm?
Speaker 0: Flüsterich.
Speaker 0: Nun ja, antwortet sie leise.
Speaker 0: Es ist gut, dass sie ihn gefunden haben, Mr.
Speaker 0: Melfoy.
Speaker 0: Ist schwach, aber die ersten Untersuchungen haben keine schweren Verletzungen ergeben.
Speaker 0: Ich nicke und trete weiter in den Raum.
Speaker 0: Als ich höre, wie die Tür hinter mir sich schließt, lasse ich mich auf einen freien Stuhl gleiten, der neben dem Bett steht.
Speaker 0: Der Bart wurde ihm abgenommen und macht mir noch mehr bewusst, wie lange Potter weg war.
Speaker 0: Auch wenn er bestimmt irgendeine Art von Nahrung erhalten haben muss, da er sonst nicht überlebt hätte.
Speaker 0: Viel war es wohl nicht.
Speaker 0: Ob Creature das irgendwie hinbekommen hat, trotz des Fluchs?
Speaker 0: Potters Brust hebt und senkt sich gleichmäßig.
Speaker 0: Ich kann aber hören, dass sein Atem etwas raselnd geht.
Speaker 0: Was hat er in diesem Raum erlebt?
Speaker 0: Wie hat er es geschafft, bei Verstand zu bleiben?
Speaker 0: Ich sollte zurückgehen und mit Creature sprechen.
Speaker 0: Ich sollte ihn fragen, ob ich meine Kolleginnen und Kollegen zur Untersuchung an den Grimortplatz schicken kann, jetzt, wo der Fluch gebrochen ist.
Speaker 0: Ich sollte Schettelbold und Trisha und Granger informieren.
Speaker 0: Aber ich kann mich nicht rühren.
Speaker 0: Ich kann diesen Mann hier jetzt nicht alleine lassen.
Speaker 0: Nicht nachdem ich so lange nach ihm gesucht habe und nicht, wenn ich das Gefühl habe, er würde sich jeden Moment hier vor meinen Augen auflösen.
Speaker 0: Wenn ich die Haut betrachte, die sich über seine Wangenknochen spannt und die viel zu schmale Silhouette, die sich unter der Decke abzeichnet, dann scheint dafür nicht viel zu fehlen.
Speaker 0: Scheiße, Potter!
Speaker 0: Das hat dieses Miststück, die nur angetan.
Speaker 0: Es ist so typisch Bellatrix, dass sie selbst nach ihrem Tod noch für so viel Leid sorgt.
Speaker 0: Auch Creature hat gelitten, dessen bin ich mir sicher.
Speaker 0: Ich lehne mich zurück und überlege, wie dieser Fluch funktioniert hat.
Speaker 0: Ich könnte Creature fragen, und das werde ich auch noch.
Speaker 0: Aber ich möchte ihn nicht zu sehr belasten.
Speaker 0: Wenn ich mir das Verhalten des Elfen im Rückblick anschaue und das, was der Fluch mir selbst offenbart hat, habe ich eine ziemlich klare Theorie.
Speaker 0: Ich wünschte nur, ich wäre selbst nicht so schrecklich müde.
Speaker 0: Vielleicht mache ich nur kurz die Augen zu.
Speaker 0: Nur ganz kurz.
Speaker 0: Draco!
Speaker 0: Ich zucke zusammen und blicke in Trishas besorgte Augen, die sehr nah vor meinem Gesicht sind.
Speaker 0: Trisha, was?
Speaker 0: Mein Blick fällt auf Potter, der immer noch regungslos in seinem Bett liegt.
Speaker 0: Nur sein ungesundklingender Atem ist weiterhin der Beweis, dass er lebt.
Speaker 0: Tischer holt einen Stuhl und stellt ihn neben meinem ab.
Speaker 0: Wo hast du ihn gefunden?
Speaker 0: Sie greift nach Potters Hand und muss ein Schluchzen unterdrücken, als sie ihn nicht nur sieht, sondern auch spürt, wie Marker er ist.
Speaker 0: Im Grimollplatz.
Speaker 0: Ihr Blick schnell zu mir.
Speaker 0: Was?
Speaker 0: Aber du bist seit Wochen dort?
Speaker 0: Ich verziehe gequält das Gesicht und sie fügt rasch an.
Speaker 0: Das soll kein Vorwurf sein, Draco.
Speaker 0: Ich verstehe es nur nicht.
Speaker 0: Können wir das verschieben?
Speaker 0: Ich fürchte, ich muss ein paar Dinge in die Wege leiten.
Speaker 0: Jetzt, wo du da bist, kannst du ja auf Potter aufpassen.
Speaker 0: Am liebsten würde ich mir auf die Zunge beißen, aber Trisha tut mir den Gefallen und sagt nichts zu meinem verbalen Ausrutscher.
Speaker 0: Creature!
Speaker 0: Master Marlfeuer ist zurück!
Speaker 0: Creature verbeugt sich tief.
Speaker 0: Ich brauche ein paar Antworten.
Speaker 0: Der Elf nickt, ohne mich anzusehen.
Speaker 0: Ja, Master, Creature hat das erwartet.
Speaker 0: Zuerst möchte ich wissen, ob es dir gut geht.
Speaker 0: Creature hebt den Kopf und sieht mich mit unleserlichem Ausdruck an.
Speaker 0: Dann nickt er langsam.
Speaker 0: Der Master hat Creature von dem Fluch befreit.
Speaker 0: Creature wird dem Master auf ewig dankbar sein.
Speaker 0: Ich bin froh, dass es dir gut geht, Creature.
Speaker 0: Bitte sag mir Bescheid, wenn sich das ändert.
Speaker 0: Ich verlange in dieser Sache vollkommene Ehrlichkeit.
Speaker 0: Da ich mir sicher bin, dass Creature auch ohne Fluch mit einem Befehl besser klar kommt, als mit einer Bitte und mir diese Aspekt wirklich wichtig ist, habe ich meiner Stimme eine entsprechende Strenge gegeben.
Speaker 0: Ja, Master Malphoy, Creature wird euch berichten, wenn es Creature schlecht geht.
Speaker 0: Zufrieden nick' ich.
Speaker 0: Dann muss ich wissen, ob ich andere Personen hierher bringen kann.
Speaker 0: Ich muss den Minister in Kenntnis setzen und vermute, dass er sich selbst ein Bild machen will.
Speaker 0: Außerdem würde ich gerne mit einem Team den Raum untersuchen, in dem Potter gefangen gehalten wurde.
Speaker 0: Creature zuckt zusammen, als hätte ich ihn mit einem neuerlichen Fluch getroffen.
Speaker 0: Creature, sage ich jetzt sanft.
Speaker 0: Ich mache dir keinen Vorwurf, du wurdest verflucht.
Speaker 0: Zu meinem Erstaunen und Entsetzen erkenne ich Tränen in Creatures Augen.
Speaker 0: Ich sage nichts und warte kurz ab.
Speaker 0: Creature, Creature hat Miss Bella geschätzt.
Speaker 0: Immer geschätzt, aber Miss Bella.
Speaker 0: Er verstummt und ich gehe vor ihm in die Hocke.
Speaker 0: Creature, hör mir zu.
Speaker 0: Bella Tricks war meine Tante.
Speaker 0: Das hindert mich nicht, die Wahrheit auszusprechen.
Speaker 0: Sie war eine durch und durch böse Person, wahnsinnig.
Speaker 0: Sie hatte ich verflucht, um Potter und alle, die freundlich zu dir sind, zu bestrafen.
Speaker 0: Creatures Körper bett vor unterdrückten Gefühlen.
Speaker 0: Ist es so gewesen?
Speaker 0: Könnten wir nicht mehr an den Gremordplatz, weil Jaxley sich an uns dran gehängt hatte?
Speaker 0: beschließt Granger ihren Bericht.
Speaker 0: Wir sitzen zusammen mit Shacklebolt, Trisha und Wilkins in Shacklebolts Büro.
Speaker 0: Bellatrix hat die Tatsache, dass sie so mit Zutritt hatte genutzt und offenbar erkannt, dass Creature nicht mehr ganz so angeekelt von der Tatsache war, dass Potter sein neuer Herr war.
Speaker 0: Und um ein für alle mal zu verhindern, dass irgendjemand sich dem ehrwürdigen Haus der Blacks gegenüber unpassend verhalten würde, hat sie einen Fluch auf Creature gelegt, ergänze ich.
Speaker 0: Creature hat mir berichtet, dass der Fluch mit jeder Bitte von Potter jedes Mal, wenn Potter selbst kochte oder sich selbst um seine Wäsche kümmerte, stärker wurde.
Speaker 0: Creature hat gespürt, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis der Fluch seine ganze Wirkung entfalten würde und hoffte einfach nur, dass Potter endlich auf seine Wanderung aufbrechen würde.
Speaker 0: Was ist geschehen?
Speaker 0: Granger's Stimme ist sehr leise.
Speaker 0: Das ist etwas seltsam, gebe ich zu.
Speaker 0: Laut Creature hatte Potter seinen Rucksack gepackt und wollte eigentlich nur noch duschen und dann zu euch flohnen.
Speaker 0: Ich blicke Granger an und kann erkennen, wie sehr diese Schilderung sie mitnimmt.
Speaker 0: Es hat an der Tür geklingelt und Potter hat sie geöffnet, was sich natürlich für den Hausherrn nicht gehört.
Speaker 0: Das war Potter's letzter Fehler, der den Fluch aktiviert hat.
Speaker 0: Aber wer hat denn vor der Tür gestanden, fragt Frischer.
Speaker 0: Das ist es ja, niemand.
Speaker 0: Potter hatte noch Zeit, sich zu bücken und etwas aufzuheben.
Speaker 0: Was es war, hat Creature nicht erkannt.
Speaker 0: Der Fluch hat dafür gesorgt, dass Potter von der Magie des Hauses eingesorgt wurde, oder wie auch immer.
Speaker 0: Jedenfalls hat das Haus selbst ihn im Endeffekt gefangen gehalten.
Speaker 0: Ich senke den Blick, denn das macht mir wirklich zu schaffen.
Speaker 0: Er war die ganze Zeit da.
Speaker 0: Ich habe manchmal seltsame Magie gespürt.
Speaker 0: Vertraut irgendwie.
Speaker 0: Wobei es vielleicht auch die meiner Mutter nicht zögere.
Speaker 0: Oder sogar die von Bellatrix war.
Speaker 0: Immerhin.
Speaker 0: Ich knafe meine Lippen zusammen.
Speaker 0: Bestimmt werde ich in dieser Runde nicht erklären, wie oft ich Bellatrix-Flüche auch am eigenen Leib erfahren habe.
Speaker 0: Sie war immerhin die Schwester deiner Mutter, sagte da ausgerechnet Granger, die ihr selbst Opfer von Bellatrix-Magie geworden war.
Speaker 0: Und das Haus war ihr Elternhaus.
Speaker 0: Es ist verständlich, dass die Magie dich verwirrt hat.
Speaker 0: Mr.
Speaker 0: Malfoy, meine Ansicht nach ist es nur ihrem vehementen Einsatz zu verdanken, dass es überhaupt gelingen konnte, Harry zu finden.
Speaker 0: Sie haben den Fluch, der auf dem armen Creature lag, erkannt und gelöst.
Speaker 0: Aber wenn ich schneller gewesen wäre, wenn ich meine Zeit nicht mit Hall vergeudet hätte.
Speaker 0: Draco, hör jetzt aber auf!
Speaker 0: Dank deines Einsatzes haben wir diesen Fall endlich vor Gericht bringen können.
Speaker 0: Und wenn ich das richtig sehe, hast du seit Anfang Juli den ganzen Gremolplatz von Dunkler Magie befreit.
Speaker 0: Alleine!
Speaker 0: Trishas Worte tut natürlich gut und auch die zustimmenden Laute der anderen Anbesenden.
Speaker 0: Aber ich kann nicht vergessen, an Potters schmale Gestalt zu denken.
Speaker 0: Er wirkte so verletzlich, wie ich ihn nie gesehen habe.
Speaker 0: Was muss er litten haben?
Speaker 0: Wie viel Angst muss er gehabt haben?
Speaker 0: Sie sollten sich ein paar Tage frei nehmen, Mr.
Speaker 0: Melfoy.
Speaker 0: In ein, zwei Wochen ist Harry vermutlich in besserer Konstitution.
Speaker 0: Und wir können das alles mit ihm besprechen.
Speaker 0: Ich erhebe mich.
Speaker 0: Sir, wenn Sie erlauben, würde ich dennoch an den Grimortplatz zurückkehren.
Speaker 0: Es ist erforderlich, dass die dunkle Magie weiterhin regelmäßig zurückgetrieben wird.
Speaker 0: Das ist bereits mit ihrem Team geklärt.
Speaker 0: Bis Harry zurückkehrt, wird sich jemand darum kümmern und danach werden wir es mit Harry besprechen.
Speaker 0: Ich, ich will widersprechen, weil es sich ganz und gar falsch anfühlt, nach diesen vielen Wochen nun andere Leute meine Arbeit weiterführen zu lassen.
Speaker 0: Aber mir fehlt gerade einfach die Energie für eine Diskussion und so nicke ich ergeben.
Speaker 0: Ja Sir, wie Sie wünschen.
Speaker 0: Verloren stehe ich kurz darauf auf dem Flur und beschließe trotzdem noch mal kurz an den Grimollplatz zurückzukehren.
Speaker 0: Immerhin ist der Inhalt meines Klardaschranks noch dort.
Speaker 0: Creature, ich werde meine Sachen packen und dann verschwinden.
Speaker 0: Wie lange es dauert, bis Potter aus dem Sanctmongos entlassen wird, kann ich nicht sagen.
Speaker 0: Creature sieht mich erschrocken an.
Speaker 0: Master Malpheu verlässt das Haus seiner Vorfahren?
Speaker 0: Kurz glaube ich, er wollte etwas anderes sagen.
Speaker 0: Und ich kann ihn verstehen.
Speaker 0: Es fühlt sich auch für mich an, als würde ich ihn verlassen.
Speaker 0: Jetzt, nachdem er endlich frei ist, so frei ein Elfi-Creature eben sein kann.
Speaker 0: Es tut mir leid, Creature.
Speaker 0: Der Minister hat es so angeordnet.
Speaker 0: Aber die Magie, die Master mal voll bekämpft hat, was, was wenn sie zurückkommt?
Speaker 0: Es sieht Creature nicht ähnlich, meine oder sogar die Anordnung des Ministers in Frage zu stellen und ich kann seine Verzweiflung spüren.
Speaker 0: Das, wenn Master Potter zurückkommt und das Haus wieder voller dunkler Magie ist, insistiert Creature weiter und ich kann ein Grinsen jetzt nicht mehr unterdrücken.
Speaker 0: Ich könnte einen meiner Kollegen oder eine Kollegin schicken, biete ich an.
Speaker 0: Wie vorher gesehen wirft Creature sich in die Brust.
Speaker 0: Creature kann nicht zulassen, dass fremde Personen sich im Haus eines Herren frei bewegen.
Speaker 0: Nein, Creature, da hast du recht.
Speaker 0: Ich werde mit dem Minister reden.
Speaker 0: Schackelbold musste einsehen, dass Creature die Anwesenheit anderer Personen nur zulassen würde, wenn ich als Vertreter der Black-Linie dies beaufsichtige.
Speaker 0: Natürlich war es mir wichtig und sogar mehr als recht, dass meine Kollegen mich bei der Untersuchung von Potters Gefängnis unterstützen.
Speaker 0: Dennoch hätte es sich einfach nicht richtig angefühlt, nach diesen Wochen und genau in dem Moment, da dieses Rätsel gelöst worden war, das Haus und den Elfen zu verlassen.
Speaker 0: Und so lege ich wenige Stunden später in meinem Bett, das immer noch Potters Bett ist, Eine Tatsache, der ich mir mehr denn je bewusst bin.
Speaker 0: Nur noch diese Nacht möchte ich hier drin liegen.
Speaker 0: Dann werde ich ein anderes Zimmer beziehen.
Speaker 0: So lange, bis Potter hier auftaucht und mich rauswirft.
Speaker 0: August, zwei-tausendvier.
Speaker 0: Harry.
Speaker 0: Kann es wirklich wahr sein?
Speaker 0: Ich spüre, dass ich auf einer weichen Unterlage liege und meine Finger über Stoff gleiten.
Speaker 0: Meine Augen sind geschlossen.
Speaker 0: Einerseits, weil ich einfach immer noch unglaublich müde bin, Andererseits, weil ich Angst davor habe, was ich zu sehen bekomme, wenn ich sie öffne.
Speaker 0: Ich kann nicht aufhören, an Malfoy zu denken.
Speaker 0: Warum nur habe ich dieses Bild von ihm so klar vor meinem geistigen Auge?
Speaker 0: Ein Bild, wie ich ihn gar nicht kenne.
Speaker 0: Ich habe ihn zuletzt beim Abschluss gesehen, aber dieses Bild, er muss etwas älter sein.
Speaker 0: Sollte er mich tatsächlich gerettet haben?
Speaker 0: Ausgerechnet Dragon Malfoy?
Speaker 0: Harry, das ist definitiv nicht Malfoy's Stimme.
Speaker 0: Es ist die einer Frau, aber da sie flüstert, bin ich mir nicht sicher, ob es Trisha oder Hermine ist.
Speaker 0: Offenbar hat sie bemerkt, dass ich wach bin.
Speaker 0: Ich versuche, den Mund zu öffnen, aber meine Lippen sind so trocken.
Speaker 0: Gleich darauf spüre ich ein feuchtes Tuch und öffne dankbar den Mund.
Speaker 0: Es tut so gut, genauso wie die Flüssigkeit, die sich in meinem Mundraum ausbreitet.
Speaker 0: Blindselnd öffne ich die Augen und bin dieses Mal froh über das Dämrige und die Fuselicht.
Speaker 0: Dennoch erkenne ich nur die Umrisse der Person, die neben meinem Bett sitzt.
Speaker 0: Harry, ich kann die unterdrückten Tränen hören, und nun weiß ich auch, dass es Hermine ist.
Speaker 0: Ja, es geht mir gut, flüstere ich und höre ein Schlurzen.
Speaker 0: Lügner, sagt sie leise, und streicht mir über den Kopf und die Wange.
Speaker 0: Das fühlt sich so wunderbar an, und ich lehne mich ihrer warmen kleinen Hand entgegen, die mit dem Daumen die Tränen aus meinen Augenwinkeln wischt.
Speaker 0: Sie kennt mich eben doch zu gut.
Speaker 0: Eine Woche haben sie mich im Saint-Mongos festgehalten, bevor ich heute endlich gehen darf.
Speaker 0: Ich bin froh, aus diesem Raum entlassen zu werden.
Speaker 0: Nachdem ich das Bewusstsein für länger als ein paar Minuten wieder erlangt hatte, war es für mich schwer erträglich, es hier auszuhalten.
Speaker 0: Die Tür auf den Flur ist ständig geschlossen, und das Fenster ist nun mal magisch und gaucelt den Blick nach draußen nur vor.
Speaker 0: Natürlich wäre es nicht in meinem Sinne gewesen, wenn die Tür offen gestanden hätte, Aber ich musste mir schon sehr stark einreden, dass das offene Fenster wirklich nach draußen führt und vermutlich ist das nur der starken Medikation zu verdanken, dass ich nicht in die Panik abgeglitten bin.
Speaker 0: Ron steht in der Tür und sieht mich mit einem schiefen Grinsen an.
Speaker 0: Ich weiß, dass er sich schwer tut, den lockeren Umgang mit mir wiederzufinden und ich kann es ihm nicht übel nehmen.
Speaker 0: Ich habe mich selbst im Spiegel gesehen und bin ziemlich erschrocken über mein Aussehen.
Speaker 0: Immerhin konnte ich danach besser verstehen, warum die Heiler mich nicht früher entlassen wollten.
Speaker 0: Der Grund, warum ich heute überhaupt schon gehen darf, ist die Zusage von Molly und Arthur, dass sie sich um mich kümmern werden.
Speaker 0: Ich werde also im Fuchsbau bleiben, bis Molly der Ansicht ist, ich sei kräftig genug, mich gehen zu lassen, was meiner bisherigen Erfahrung nach Monat dauern kann.
Speaker 0: Es ist nicht so, dass es mich an den Grimollplatz zurückzieht.
Speaker 0: Um ehrlich zu sein, habe ich keine rechte Vorstellung, wie ich mein Leben nun überhaupt weiter gestalten will und kann.
Speaker 0: Ich hatte ein erstes Gespräch mit einem Geistheiler und werde dies wohl auch noch weiterhin in Anspruch nehmen.
Speaker 0: Aber ich kann nichts gegen dieses Gefühl der Verlorenheit tun, das mich erfüllt.
Speaker 0: Trisha war einige Male bei mir und hat mich über die Entwicklungen in Sachen Hall in Kenntnis gesetzt.
Speaker 0: Mit Erstaunen habe ich Malfoy's Rolle bei der Lösung des Fals und vor allem in Bezug auf meine Rettung zu Kenntnis genommen.
Speaker 0: Leider hat Malfoy keinen Versuch gemacht, Kontakt mit mir aufzunehmen, obwohl er, offenbar auf Creatures Wunsch hin, weiterhin am Gremordplatz wohnt.
Speaker 0: Eine Tatsache, die mich erleichtert.
Speaker 0: Nachdem ich von dem Fluch erfahren habe, der auf Creature lag, hatte ich ein furchtbar schlechtes Gewissen ihm gegenüber.
Speaker 0: Zu wissen, dass Malfoy dort ist, es beruhigt mich einfach.
Speaker 0: Im Grunde sollte er der Haus her sein.
Speaker 0: Das hat er wohl nicht zuletzt in den letzten Wochen bewiesen.
Speaker 0: Alles klar, Kumpel?
Speaker 0: Bist du bereit?
Speaker 0: Ich zucke zusammen.
Speaker 0: Wie so oft in den letzten Tagen schweifen meine Gedanken einfach ab und ich vergesse, dass ich mich gerade noch an einem Gespräch mit jemandem befunden habe.
Speaker 0: Er entschuldige.
Speaker 0: Wir verlassen das Zimmer und ich verabschiede mich für heute von meiner Heilerin, die ich allerdings bereits übermorgen wieder aufsuchen muss.
Speaker 0: Harry, komm, setz dich!
Speaker 0: Molly schließt mich in ihre Arme und schiebt mich an den Ersttisch, an dem bereits Arthur, Genie und Hermine mich erwarten.
Speaker 0: Sie alle strahlen mich an, aber mir entgeht die angespannte Stimmung nicht.
Speaker 0: Danke, Molly.
Speaker 0: Ich setze mich und lasse zu, dass mein Teller gefüllt wird.
Speaker 0: Ist so viel du magst, Harry!
Speaker 0: sagt Molly, und ich weiß, dass sie es gut meint.
Speaker 0: Aber ich habe das Gefühl, meine Kehle würde sich zuschnüren.
Speaker 0: Obwohl ich weiß, dass das Essen bestimmt köstlich schmeckt, möchte ich den Teller am liebsten von mir wegschieben.
Speaker 0: Molly, höre ich Hermine sanftadelnde Stimme.
Speaker 0: Die Heiler haben doch erklärt, dass Harry noch keine großen Mengen zu sich nehmen kann.
Speaker 0: Molly lacht verlegen.
Speaker 0: Ja, ich weiß, liebes, aber er muss doch etwas essen, er ist so dünn.
Speaker 0: Ich muss mich beherrschend den Tisch nicht umgehen zu verlassen.
Speaker 0: Ja, ich bin dünn, dünn und schwach.
Speaker 0: Das wurde mir in den letzten Tagen öfter gesagt, als ich zählen kann, und ich weiß es auch selbst.
Speaker 0: Mit zusammengepresstem Kiefer greife ich nach einem Stück Brot und reise ein kleines Stück davon ab, bevor ich es mir in den Mund schiebe.
Speaker 0: Die betretende Stille, die sich daraufhin ausbreitet, drückt auf meinen Ohren.
Speaker 0: Bitte, könnt... Könnt ihr nicht einfach so tun, als wäre ich nicht da?
Speaker 0: Flehe ich.
Speaker 0: Stille kann ich nur schlecht aushalten.
Speaker 0: Und diese Aufmerksamkeit, als wäre ich ein neu entdecktes Wesen, treibt mich zum Wahnsinn.
Speaker 0: Mit einem Mal wünschte ich doch, ich wäre am Remorgesplatz bei Malfoy und würde mich von ihm beleidigen lassen können.
Speaker 0: Endlich bin ich allein in einem der zahlreichen Zimmer.
Speaker 0: In der Ecke dudelt leise das magische Radio vor sich hin, während ich auf dem Bett sitze und aus dem geöffneten Fenstershow.
Speaker 0: Es klopft an der Tür und Termine, steckt nach meiner Aufforderung den Kopf herein.
Speaker 0: Kann ich reinkommen?
Speaker 0: Ja, gerne.
Speaker 0: Hermine ist eigentlich neben Trisha die einzige Person, die ich gerade gut ertragen kann.
Speaker 0: Ja, auch ihr kann nicht die Sorge ansehen, aber sie weiß, was ich brauche und geht mir nicht auf die Nerven.
Speaker 0: Es wird bestimmt einfacher, wenn du erst mal ein paar Tage hier bist.
Speaker 0: Fast sie dann auch gleich meine Gedanken zusammen und erspart mir die Antwort auf die Frage, wie ich mich fühle.
Speaker 0: Ich nicke und betrachte meine Finger, zwischen denen ich eine Trottel der Patchworkdecke auf der ich sitze, zwirbe.
Speaker 0: Hermine setzt sich neben mich und legt mir einen Arm um die Schulter.
Speaker 0: Ich lehne mich an.
Speaker 0: sie, dankbar, dass sie einfach nur da ist und nichts von mir fordert.
Speaker 0: Ich, ich frage mich, ob ich nicht mal zum Gremordplatz gehen sollte.
Speaker 0: Hermine löst sich von mir und ich kann ihren erschrockenen Blick auf mir spüren.
Speaker 0: Warum solltest du das tun?
Speaker 0: fragt sie leise.
Speaker 0: Ich zucke mit den Schultern.
Speaker 0: Creature, ich sollte mit ihm sprechen.
Speaker 0: Und mit Malfoy immerhin.
Speaker 0: Sie schmiegt sich wieder an mich und ich weiß, dass sie darüber nachdenkt.
Speaker 0: Soll ich dich begleiten?
Speaker 0: fragt sie schließlich, und ich grinne so, weil sie einfach so wundervoll pragmatisch ist.
Speaker 0: Nein, ich denke nicht, sage ich nach kurzer Überlegung.
Speaker 0: Aber danke.
Speaker 0: September, zwei-tausend-vier.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Es ist Sonntag und ich sitze beim Frühstück.
Speaker 0: In der letzten Woche habe ich mit meinen Kollegen Potters Kerker untersucht.
Speaker 0: Ich war froh, dass wir zu dritt waren und sich Creatures bericht und meine Vermutung bestätigt hat.
Speaker 0: Der Raum war wohl schon immer vorhanden, früher mit einer Tür zum Flur.
Speaker 0: Creature wandt sich etwas, musste aber schließlich zugeben, dass hier in vergangenen Generationen die Kinder des Hauses eingesperrt worden waren, wenn sie unartig gewesen waren.
Speaker 0: Merlin.
Speaker 0: Nach Potters Magie-Ausbruch war es etwas schwierig, die aktuelle Wirkungsweise zu rekapitulieren.
Speaker 0: Bellatrix zwar, das steht außer Frage, eine magisch sehr begabte Hexe.
Speaker 0: Und so spezialisierte sie den Raum nochmals derart, dass die inhaftierte Person keinerlei Möglichkeit hatte, mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen.
Speaker 0: selbst wenn sie einen Zauberstab bei sich hätte.
Speaker 0: Noch jetzt kann ich ein Schauder nicht unterdrücken, wenn ich mir bewusst mache, dass Potter nur mit Creatures Hilfe überleben konnte.
Speaker 0: Sehr erleichtert bin ich allerdings, dass auch meine Kollegen zu dem Schluss kamen, dass ich den Fluch vollständig von Creature gelöst habe.
Speaker 0: Die dunkle Magie hat sich bisher nicht weiter ausgebreitet und ich vermute, dass Potters Magie-Ausbruch einen nicht unerheblichen Anteil darin hat.
Speaker 0: Noch jetzt kribbelt alles an mir, wenn ich daran denke.
Speaker 0: Es ist für mich unerklärlich, wo er die Kraft dafür hergenommen hat.
Speaker 0: Seit ich direkt nach seiner Rettung an seinem Bett gesessen habe, habe ich ihn nicht mehr gesehen.
Speaker 0: Von Trisha weiß ich, dass er in den ersten Tagen kaum länger als ein paar Minuten am Tag wach war.
Speaker 0: Vermutlich haben die Heiler ihn bewusst mit entsprechenden Trinken versorgt, um seinem Körper etwas Zeit zu geben, sich zu erholen.
Speaker 0: Ich habe mich gefragt, ob ich ihn besuchen soll, aber ich hatte einfach keine Lust, Ranger oder einer Shavislis zu begegnen, Und wenn Potter mich sehen wollte, konnte er mir ja eine Nachricht schicken, oder?
Speaker 0: Ein bisschen weh tut es schon, dass sogar keine Reaktion von ihm kam bisher.
Speaker 0: Ich meine, ich habe ihn am Ende ja gerettet, oder?
Speaker 0: Ich schnaub.
Speaker 0: Als würde irgendjemand in mir jemals den Retter oder den Helden sehen.
Speaker 0: Das ärgert mich, dass es mir so viel ausmacht, von Potter ignoriert zu werden.
Speaker 0: Andererseits könnte ich ja einfach zu ihm ins St.
Speaker 0: Mungus spazieren.
Speaker 0: Vielleicht ist es ihm ja unangenehm, dass ich in seinem Haus wohne.
Speaker 0: Trisha meinte zwar, dass er sich dahingehend nicht geäußert hätte, aber würde er das wirklich tun?
Speaker 0: Ich säufze und beschließe morgen bei Trisha nachzufragen, was sie davon hält, wenn ich Potter einfach mal besuche.
Speaker 0: Einen Klingeln an der Tür lässt mich zusammenzucken.
Speaker 0: Der kann das sein.
Speaker 0: Creatures erfreute Stimme lässt mich ahnen, wer der Besucher ist.
Speaker 0: Wobei Besucher es wohl nicht ganz trifft und ich frage mich, warum er überhaupt klingelt.
Speaker 0: Ich stehe auf, um nach oben zu gehen.
Speaker 0: Als ich in der Eingangshalle ankomme, bleibe ich abrupt stehen.
Speaker 0: Potter knieht auf der Türschwelle und redet leise auf Creature ein.
Speaker 0: Auch wenn ich das unbehagendes Elf sehen kann, ist das der endgültige Beweis, dass der Fluch vollständig gelöst wurde.
Speaker 0: Ansonsten würde Creature wohl niemals zulassen, dass sein Herr sich ihm gegenüber dermaßen, nun ja, unherrschaftlich verhält.
Speaker 0: Schließlich erhebt sich Potter, macht aber keine Anstalten, das Haus sein Haus zu betreten.
Speaker 0: Mein Mund wird ganz trocken, weil ich einfach überhaupt keine Idee habe, wie ich mich verhalten soll.
Speaker 0: Vor allem kann ich nicht aufhören, ihn anzustachen.
Speaker 0: Er ist immer noch mager, aber er wirkt keinesfalls mehr so zerbrechlich.
Speaker 0: Dennoch ist er unglaublich verunsichert, und ich kann es ihm nicht verdenken.
Speaker 0: Porter, sage ich schließlich, damit ich überhaupt irgendwas sage.
Speaker 0: Mal voll, seine Stimme ist leise.
Speaker 0: Ich, ich wollte mich bei dir bedanken.
Speaker 0: Dafür, dass du Creature von dem Fluch befreit hast.
Speaker 0: Er bedankt sich, dass sich Creature von dem Fluch befreit habe, Will er nicht aussprechen, dass ich ihn gerettet habe?
Speaker 0: Ist das unter seiner Würde?
Speaker 0: Ich spüre, wie Wut in mir anschwählt, als er fortfährt.
Speaker 0: Ich war mir sicher, dass ich sterben würde.
Speaker 0: Er hat den Kopf gesenkt, mit einer Hand hält, dass ich am Türrahmen fest.
Speaker 0: Auf einmal hebt er den Kopf und sieht mich an.
Speaker 0: Und da sehe ich, wie unglaublich viel dieser Besuch in seinem Haus ihm abverlangt.
Speaker 0: Danke, danke, dass du mich da rausgeholt hast.
Speaker 0: Ich gehe auf ihn zu.
Speaker 0: Sollen wir, sollen wir irgendwo andershin gehen?
Speaker 0: Soll ich dich in Sengt Mungus zurückbringen?
Speaker 0: Er schüttelt den Kopf.
Speaker 0: Nein, nein, ich, ich bin inzwischen im Fuchsbau.
Speaker 0: Aber ja, hier weg wäre gut.
Speaker 0: Ich sehe, dass er im Ganzenleib zittert und greife nach seinem Arm.
Speaker 0: Kurz darauf landen wir im Wohnzimmer meiner Wohnung.
Speaker 0: Potter wangt und ich helfe ihm zur Couch, auf die er sich sinken lässt.
Speaker 0: Danke.
Speaker 0: Ich mache uns einen Tee, sage ich und gehe in die Küche.
Speaker 0: Einerseits will ich ihm etwas Raum geben, um sich zu fangen, andererseits muss ich selbst meine Hände beschäftigen und Tee ist immer eine gute Lösung.
Speaker 0: Als ich mit zwei Tassen zurückkomme, hat er sich offenbar etwas beruhigt.
Speaker 0: Er hat eines der Fenster geöffnet, was ich etwas seltsam finde, aber ich gehe nicht darauf ein.
Speaker 0: Er blickt mir entgegen und lächelt schwach, als ich ihm seine Tasse reiche.
Speaker 0: Er sieht sich um und muss erkennen, dass der Raum unbewohnt wirkt.
Speaker 0: Du hast viel Zeit am Krimortplatz verbracht und tust es noch.
Speaker 0: Ich bin mir nicht sicher, was ich darauf erwidern soll.
Speaker 0: Ist das ein Vorwurf?
Speaker 0: Da trifft mich wieder dieser offene Blick und er lächelt nun etwas sicherer.
Speaker 0: Ich bin froh, dass du bei Creature bist, ich.
Speaker 0: Jetzt denkt er den Kopf doch wieder.
Speaker 0: Es ist kein Problem für mich, inzwischen nicht mehr.
Speaker 0: Die Magie hat sich wieder normalisiert seit ich zögere.
Speaker 0: Er sieht zu mir auf.
Speaker 0: Seit du mich gerettet hast, flüstert er.
Speaker 0: Ich glaube, du warst der Einzige, der dazu in der Lage war.
Speaker 0: Granger hat das auch so gesehen.
Speaker 0: Du solltest dich bei ihr bedanken.
Speaker 0: Warum fällt es mir jetzt mit einem Mal so schwer, seine Anerkennung anzunehmen?
Speaker 0: Hätte ich mich vor ein paar Minuten nicht noch geärgert, dass er sich nicht bedankt?
Speaker 0: Porter lächelt erneut.
Speaker 0: Es ist ein scheues Lächeln, das aber dennoch seine Augen erreicht.
Speaker 0: Das habe ich schon gemacht.
Speaker 0: Aber jetzt geht es darum, was du getan hast.
Speaker 0: Er nimmt einen kleinen Schluck von seinem Tee.
Speaker 0: Erzähl mir bitte, was geschehen ist, wie du vorgegangen bist, was du erfahren hast.
Speaker 0: Er lehnt sich zurück und sieht mich erwartungsvoll an.
Speaker 0: Ich fühle mich etwas unwohl unter diesem Blick.
Speaker 0: Noch nie hat Porter sich mir gegenüber so verhalten.
Speaker 0: Er wirkt immer noch so verletzlich, auch wenn eine starke, magische Aura ihn umgibt.
Speaker 0: Diese Magie, der ich mich noch nie entziehen konnte und die mich als Jugendlichen wütend und neidisch gemacht hat.
Speaker 0: Ich räuspere mich, Und dann beginne ich zu erzählen, was seit Anfang Juli geschehen ist.
Speaker 0: Potter ist erschöpft, das sehe ich ihm an.
Speaker 0: Aber er hat mir in der letzten Stunde aufmerksam zugehört und auch hin und wieder Fragen gestellt.
Speaker 0: Ich wäre dir dankbar, wenn du weiterhin am Gremollplatz bleiben könntest.
Speaker 0: Wenn es für dich in Ordnung ist, ich fühle mich schlecht, weil ich Creature im Stich lass, aber ich.
Speaker 0: Es ist kein Problem für mich, erwidere ich schnell, und bevor ich es verhindern kann, höre ich mich fragen, Willst du dafür diese Wohnung nutzen?
Speaker 0: Sie steht sonst leer und Potters Kopf schnell hoch und er sieht sich um, als würde er den Raum in einem anderen Licht sehen.
Speaker 0: Ich bin sicher, dass Molly und auch die Heiler mich noch nicht alleine wohnen lassen wollen.
Speaker 0: Aber sobald ich nicht mehr unter Aufsicht stehe, er grinst mich schief an und ich glaube, sein Unbehagen zu erkennen, so abhängig von anderen zu sein.
Speaker 0: Warum nicht?
Speaker 0: Es ist auf jeden Fall eine gute Option.
Speaker 0: Danke.
Speaker 0: Aber überleg es dir nochmal.
Speaker 0: Du musst dich nicht verpflichtet fühlen, und ich fürchte, er zuckt mit den Schultern und beendet den Satz nicht.
Speaker 0: Wir werden sehen, sage ich, und versuche Zuversicht auszustrahlen.
Speaker 0: Gib mir einfach Bescheid, wenn es soweit ist, dann besprechen wir es.
Speaker 0: Er nickt und steht auf.
Speaker 0: Kann ich deinen Kamin benutzen?
Speaker 0: Ja, sicher.
Speaker 0: Wir treten zusammen an den kalten Kamin, wo ich die vereinsamten Holzscheite entzünde und ihm die Schale mit dem Flohpol bereiche.
Speaker 0: Wir sehen uns an und Potter lächelt wieder.
Speaker 0: Es war gut, mit dir zu reden.
Speaker 0: Danke.
Speaker 0: Danke für deinen Besuch, erwidere ich, und sehe dann so lange in die Flammen, bis sie bereits lange nicht mehr grün flackern.
Speaker 0: September, zwei tausendvier.
Speaker 0: Harry.
Speaker 0: Den Blick auf den nebelverhangenen Garten der Weasleys gerichtet, versuche ich, meine Gefühle zu entwirren.
Speaker 0: Seit ich vor ein paar Tagen hierhergekommen bin, fühle ich mich unruhig, getrieben.
Speaker 0: Wenn ich alleine bin, sehne ich mich nach Gesellschaft, aber sobald ich dann unten am Esstisch sitze, fühle ich mich beobachtet und ziehe mich wieder zurück.
Speaker 0: Ich weiß, dass die Sorge um meinen Zustand alle umtreibt, aber ich hasse es, wie ein rohes Ei behandelt zu werden.
Speaker 0: Mein Versuch den Grémollplatz, mein eigenes Zuhause zu besuchen, hat mir klargemacht, dass es nicht wirklich viele Optionen für mich gibt, wo ich hin könnte.
Speaker 0: Malfalls Angebot seine Wohnung zu nutzen hat etwas Verlockendes, aber es fühlt sich seltsam an.
Speaker 0: Mein Blick schweift durch den kleinen Raum, und bleibt mit einem Mal an einer Papiertüte hängen, die auf der Kommode liegt und die mir zum ersten Mal auffällt.
Speaker 0: Ich nehme sie in die Hand und erkenne, dass Mr.
Speaker 0: Harry Potter darauf geschrieben wurde, was kann das sein?
Speaker 0: Vorsichtig öffne ich sie und ziehe das Bündel heraus, das sich darin befindet.
Speaker 0: Beinahe muss ich lachen, als ich darin die Kleidung erkenne, die ich während meiner Gefangenschaft getragen habe.
Speaker 0: Offenbar ist sie gewaschen worden, aber ich habe bestimmt nicht vor, diese Fetzen noch einmal in meinem Leben anzuziehen.
Speaker 0: Ich will die Sachen schon vehement wieder in die Tüte stopfen, als etwas aus dem unordentlichen Knoll herausfällt und zu Boden segelt.
Speaker 0: Es dauert nur einen Bruchteil eine Sekunde, bevor ich erkenne, was es ist.
Speaker 0: Das Entsetzen, diesen Beweis für ein Verbrechen vergessen zu haben, nimmt mir beinahe die Luft zum Atmen.
Speaker 0: Wie in Tross bücke ich mich und hebe das Stück Stoff auf.
Speaker 0: Während ich vorsichtig mit dem Daumen über Winnie Puss Bauch streiche, laufen mir die Tränen über die Wangen, ohne dass ich etwas dagegen tun kann.
Speaker 0: Und du bist dir sicher, dass….
Speaker 0: Also, dass jemand das auf deine Türschwelle gelegt hat?
Speaker 0: Tricia war so nett, nach der Arbeit herzukommen und mir damit einen Gang ins Ministerium zu ersparen.
Speaker 0: Davon abgesehen, dass ich gut darauf verzichten kann, von allen angestaht zu werden, sorgt alleine die Vorstellung, mich in einem Gebäude unter der Erde zu befinden für Beklemmung.
Speaker 0: Was das für meine Zukunft bedeutet, mag ich mir gerade lieber nicht ausmalen.
Speaker 0: Ich kann Tricia's Zweifel hören und antworte Patziger als notwendig.
Speaker 0: Ja, natürlich bin ich mir sicher.
Speaker 0: Ich war lange Zeit überzeugt, dass Philip Nolan für meine Entführung verantwortlich ist.
Speaker 0: Ich zeige auf den Auf näher, der zwischen uns auf dem Wohnzimmer Tisch liegt.
Speaker 0: Nur weil es keine Entführung gab, bedeutet das nicht, dass Herr Garrett nicht umgebracht und mir den Beweis dafür vor die Tür gelegt hat.
Speaker 0: Ich höre selbst, wie verwirrend sich das anhört und meine aufgebrachte Stimmung hilft bestimmt nicht, Trisha zu überzeugen.
Speaker 0: Um Ruhe bemüht, setze ich mich wieder hin und suche Trisha's Blick.
Speaker 0: Trish, bitte hör mir zu.
Speaker 0: Garrett hat mich auf Jones Spur gebracht.
Speaker 0: und er hat mir erzählt, dass Jones Schwager den Hexenkessel übernommen hat.
Speaker 0: Er hat viel mitbekommen und bei unserem letzten Treffen ... ... ich schlucke und senke den Blick, bevor ich mich sammle.
Speaker 0: Wir haben uns quasi in aller Öffentlichkeit getroffen.
Speaker 0: Jede und jeder hätte uns sehen können.
Speaker 0: Ihr habt keinen Beweis, dass Philip Nolan tot ist.
Speaker 0: Aber Harry ... ... Trisha windet sich sichtlich.
Speaker 0: Selbst wenn es stimmt, dass Nolan diesen Garrett umgebracht hat.
Speaker 0: Sie verstummt unter meinem Blick, aber ich weiß, was sie denkt.
Speaker 0: Er war nur ein Muckel.
Speaker 0: Ein obdachloser Muckel, den niemand vermisst.
Speaker 0: Meine Stimme ist sehr leise und sehr kühl.
Speaker 0: Das ist das, was du sagen willst, oder?
Speaker 0: Trisha sieht mich wütend an.
Speaker 0: Es ist nicht, was ich denke, und das solltest du wissen.
Speaker 0: Aber der Chef wird keinen Fingerkrumm machen.
Speaker 0: Du hast außerdem keinen Beweis, dass es Philip Nolan war.
Speaker 0: Wie soll er überhaupt etwas vor deine Tür gelegt haben?
Speaker 0: Nun ist es an mir, sie perplex anzuschauen.
Speaker 0: Was meinst du damit?
Speaker 0: Naja, es liegen doch sicher Schutzzauber auf deinem Haus.
Speaker 0: Sie sieht mich prüfend an.
Speaker 0: Harry?
Speaker 0: Ich meine, du bist Harry Potter und... Ach!
Speaker 0: Ich bin Harry Potter und darum muss ich mein Haus in Friedenszeiten unter den Fidelius-Zauber stellen?
Speaker 0: Ich bin aufgesprungen und sehe sie wütend an.
Speaker 0: Stell dir vor, das habe ich nicht getan.
Speaker 0: Ich habe mein Haus mit Zaubern versehen, die ist vor unbefugtem Eindringen schützen und verhindern, dass irgendjemand außer mir selbst einfach hinein apparieren oder flogen kann.
Speaker 0: Was Besuche durch das Klingeln an der Haustür betrifft, habe ich es vorgezogen, mich wie jede andere Person zu verhalten.
Speaker 0: Und dabei habe ich noch einen äußerst aufmerksamen und beschützerischen Hauselfen.
Speaker 0: Aber Harry, was, Trisha, steht deine Wohnung unter einem Fidelius-Zauber?
Speaker 0: Äh, nein.
Speaker 0: Und warum nicht?
Speaker 0: Du bist Aurorin.
Speaker 0: Viele böse Hexen und Zauberer wollen dir an den Kragen.
Speaker 0: Solltest du nicht auch darüber nachdenken?
Speaker 0: Trisha hebt die Hände und gebietet mir Einhalt.
Speaker 0: Ist gut, ich hab's verstanden.
Speaker 0: Es ist ja nicht so, als würde meine Adresse im Telefonbuch stehen, murre ich.
Speaker 0: Tele… was für ein Buch?
Speaker 0: Ach, vergesst es.
Speaker 0: Außerdem fällt mir noch ein, hätte Mel vor mich niemals retten können, wenn ich als Geheimniswahrer von meinem eigenen Haus gefangen gehalten wurde.
Speaker 0: Trisha sieht mich bei dieser Vorstellung sehr erschrocken an und ich fühle mich mit einem Mal schlecht, weil ich meine Laune an ihr ausgelassen habe.
Speaker 0: Tut mir leid.
Speaker 0: Ich weiß, Harry, aber so leid es mir um deinen Freund tut.
Speaker 0: Die Spurenlage ist so dürftig.
Speaker 0: Vielleicht war es Nolan, vielleicht irgendein anderer Typ, dem du auf den Schlips getreten bist.
Speaker 0: Sucht denn noch irgendjemand nach Philipp Nolan?
Speaker 0: Ich muss Trisha's Kopfschütteln nicht abwarten.
Speaker 0: Ihre Körpersprache spricht für sich.
Speaker 0: Mit einer unsagbaren Traurigkeit nehme ich den Aufnäher wieder an mich und stecke ihn ein.
Speaker 0: Ich wünschte, ich hätte mehr Energie und würde mich nicht so unsagbar angreifbar fühlen.
Speaker 0: Garrett hat es nicht verdient, dass sein Tod ungeklärt und vor allem ungesühnt bleibt.
Speaker 0: Der September neigt sich dem Ende entgegen.
Speaker 0: Ich weiß, dass ich dankbarer sein sollte.
Speaker 0: Dankbar, dass ich hier in diesem freundlichen, lauten, offenen und vertrauten Haus sein darf.
Speaker 0: Dankbar für regelmäßige Mahlzeiten, fließendes Wasser, Privatsphäre, Menschen, die mein Bestes wollen.
Speaker 0: Dankbar dafür zu leben.
Speaker 0: Aber eine unerklärliche Unruhe hat sich mit jedem Tag der Vergangenheit mehr in mir breit gemacht, ohne dass ich wüsste, was sie verursacht.
Speaker 0: Seit ich an Garrids Tod erinnert wurde, fühle ich mich rastlos und nutzlos.
Speaker 0: Der Wunsch für Gerechtigkeit zur Sorgen nagt an mir, auch wenn ich keinerlei Anhaltspunkte habe, wo und wie ich das anstellen sollte.
Speaker 0: Es ist doch nicht so, dass ich mir fürs Angebot seine Wohnung zu nutzen vergessen hätte.
Speaker 0: Aber so verlockend die Aussicht sein mag, kann ich mir derzeit nicht wirklich vorstellen, alleine in eine fremde leere Wohnung zu ziehen.
Speaker 0: Der Cremalplatz ist andererseits auch nicht gerade eine Option, genauso wenig wie die Vorstellung, noch weitere Tage und Wochen hier im Fuchsbau zu bleiben.
Speaker 0: Ich blicke in den nebligen Herbsttag, als ein seltsamer Gedanke mich streift.
Speaker 0: Was, wenn ich meinen ursprünglichen Plan in die Tat umsetze?
Speaker 0: Was, wenn ich meinen Rucksack packe und einfach losziehe?
Speaker 0: Vielleicht kann ich mein Vorhaben, das Ganze ohne Magie zu Bewerkstelligen nicht durchziehen, aber die Vorstellung, unterwegs zu sein, hat einen großen Reiz.
Speaker 0: Und vielleicht, ja... Vielleicht kann ich auf dem Weg ja auch versuchen Philip Nolan zu finden.
Speaker 0: Ein Grinsen schleicht sich auf mein Gesicht und es ist vermutlich besser, dass gerade niemand es sieht, denn es muss leicht irre wirken.
Speaker 0: Mir kam eben nämlich der Gedanke, dass ich Nolan vielleicht gar nicht suchen muss, weil er seinerseits mich sucht.
Speaker 0: Immerhin hat Erache für die Verhaftung seines Bruders geschworen und der Aufnäher ist Beweis genug, dass das keine leeren Borte waren.
Speaker 0: Dass ich keinerlei Beweis für Nolan's Täterschaft habe, ignoriere ich an dieser Stelle.
Speaker 0: Da ich nicht offiziell ermitteln kann und mir auch keinerlei Anhaltspunkt für Nolan's Aufenthalt habe, muss ich das alles sowieso auf mich zukommen lassen.
Speaker 0: Aber mit dieser Arbeitshypothese kann man doch mal starten, oder?
Speaker 0: Allein der Gedanke an die Einsamkeit, die so ein Unternehmen mit sich bringt, lässt mich an der Idee zweifeln.
Speaker 0: Andererseits fällt es mir auch schwer, die Gegenwart anderer Menschen länger zu ertragen.
Speaker 0: Und auf Reisen kann ich mir ja selbst aussuchen, ob ich Gesellschaft brauche.
Speaker 0: Natürlich ist nun bald Oktober und nicht Juni, wie ursprünglich geplant, aber vielleicht schaffe ich ja sowieso nur ein paar Tage und mein Ziel hat sich ja auch etwas verschoben.
Speaker 0: Wenn ich Magie nutze, ist das Wetter sowieso zweitrangig.
Speaker 0: Wer schreibt mir außerdem vor, wie lange und wie weit ich laufen muss?
Speaker 0: Wer außer mir selbst macht die Vorgaben dazu?
Speaker 0: Mit einem Male habe ich das Gefühl, keinen Tag länger hierbleiben zu können.
Speaker 0: Ich weiß, dass ich körperlich noch angeschlagen bin und vermutlich schaffe ich es nicht einmal, meinen Rucksack vom Boden zu heben, Aber gleichzeitig vibriert etwas in mir.
Speaker 0: Meine Magie, die während meiner Gefangenschaft so eingeschränkt war, drängt nach draußen, lässt mich keine Ruhe finden und fordert Aufmerksamkeit.
Speaker 0: Jetzt, wo ich darauf achte und meine körperlichen Defizite mal außer Acht lasse, wird mir bewusst, dass meine Magie sich so stark und frei anfühlt wie lange nicht.
Speaker 0: Die dunkle Magie, die Malfeuille am Grimauldplatz entdeckt hat, muss mir schon länger zugesetzt haben.
Speaker 0: Vermutlich war sie für meine Müdigkeit und Konzentrationsschwäche verantwortlich.
Speaker 0: Ich habe meinen Entschluss gefasst.
Speaker 0: Meine Magie wird mir helfen, den Rucksack leichter zu machen, meine Kleiderwasser und Windabweisender, meine Füße geschützt vorblasen.
Speaker 0: Ich drehe mich um und gehe nach unten, wo Molly's mütterlich prüfender Blick mich sofort trifft.
Speaker 0: Harry Liebling, wo gehst du hin?
Speaker 0: Ich weiß, dass ihr es gut meint.
Speaker 0: Aber ich bin weder ihr Sohn noch ihr Gefangener.
Speaker 0: Ich unterdrücke Entsäuften und Antworten.
Speaker 0: Ich muss kurz zum Grimortplatz.
Speaker 0: Alleine?
Speaker 0: Ja, Molly, presse ich hervor.
Speaker 0: Creature ist dort und Melfer ist auch dort.
Speaker 0: Das hoffe ich zumindest.
Speaker 0: Es ist Samstag Nachmittag, da wird er hoffentlich nicht im Ministerium sein.
Speaker 0: Molly scheint zu spüren, dass es ungut wäre, mich weiterhin wie einen Invaliden zu behandeln und nickt.
Speaker 0: In Ordnung, wirst du zum Abendessen hier sein?
Speaker 0: Ich lächle.
Speaker 0: Das ist ihre Art sicherzustellen, wie lange ich fort sein werde und wann Panik angesagt ist.
Speaker 0: Ja, Molly.
Speaker 0: Zum Abendessen bin ich bestimmt zurück.
Speaker 0: Es ist jetzt ungefähr drei Wochen her seit Potter mir quasi den Segen gegeben hat, dass ich am Gremordplatz wohnen kann.
Speaker 0: Ich fühle mich inzwischen sehr wohl hier, auch wenn das Haus für eine Person natürlich viel zu groß ist.
Speaker 0: Immer öfter ertappe ich mich bei dem Gedanken, dass ich es durchaus gut fände, zusammen mit Potter hier zu wohnen.
Speaker 0: Wir hätten genug Platz, um uns aus dem Weg zu gehen, aber ich wäre eben doch nicht alleine.
Speaker 0: Und Potter wäre auch nicht alleine.
Speaker 0: Potters Magie ist sowieso die ganze Zeit um mich.
Speaker 0: Wie schlimm kann es da sein, auch noch Potter als Person hier zu haben?
Speaker 0: Bei unserem letzten Zusammentreffen war er eigentlich ganz erträglich.
Speaker 0: Ein Klingeln an der Tür reißt mich aus meinen Gedanken und ich hebe den Kopf, als Creature in der Küche erscheint.
Speaker 0: Master Potter ist hier Master Malfoy.
Speaker 0: Er fragt, ob ihr zur Haustür kommen könntet.
Speaker 0: Rahr stehe ich auf und renne beinahe die Treppe hoch.
Speaker 0: Keine Ahnung, warum ich mich so albern aufführe, aber es erscheint mir nicht richtig, Potter auf seiner eigenen Tierschwelle warten zu lassen.
Speaker 0: Potter begrüße ich ihn mit einem schmalen Lächeln.
Speaker 0: Hey, Malfoy, sagt er, und ich sehe ihm an, dass es ihm zu schaffen macht, das Haus nicht betreten zu können.
Speaker 0: Sag mal, da muss doch noch irgendwo mein gepackter Rucksack rumstehen, oder?
Speaker 0: Ich zucke zusammen und erinnere mich daran, wie ich ihn ausgepackt habe.
Speaker 0: Äh, ja, allerdings, ich fahre mir nervös durch die Haare.
Speaker 0: Potter legt den Kopf etwas schief und scheint es durchaus amüsant zu finden, wie ich mich hier winde.
Speaker 0: Was ist?
Speaker 0: Hast du ihn einem vorbeikommenden Wanderer geschenkt?
Speaker 0: Ich, äh, nein, ich habe ihn ausgepackt.
Speaker 0: Potters Blick ist undurchdringlich und ich habe kurz etwas Angst, dass er sehr wütend werden könnte.
Speaker 0: Dann aber schleicht sich ein Schmunzeln auf seine Lippen.
Speaker 0: Und hast du die Sachen auch wieder eingepackt?
Speaker 0: Ich fürchte nicht, gebe ich kleinlaut zu.
Speaker 0: Bevor wir beide überlegen können, wie wir diese etwas peinliche Situation lösen können, ploppt es und der Rucksack erscheint zwischen uns, offenbar gehalten von Creature, dessen Stimme alleine seine Anwesenheit verrät.
Speaker 0: Hinter dem Ungetüm von Rucksack ist jedenfalls kein Stück von ihm zu sehen.
Speaker 0: Master Potter, Creature hat sich erlaubt, den Rucksack von Master Potter zu packen.
Speaker 0: Potter strahlt, und erst in diesem Moment drängt sich mir die eigentlich naheliegende Frage auf.
Speaker 0: Was willst du denn mit dem Rucksack?
Speaker 0: Ich habe beschlossen, mich auf den Weg zu machen.
Speaker 0: Potter blickt mich herausfordernd an, den Widerspruch vermutlich bereits erwartend.
Speaker 0: Und natürlich liegen mir alle Handgründe auf der Zunge, warum dies in seiner Verfassung eine äußerst schlechte Idee ist.
Speaker 0: Aber dann spüre ich wieder seine Magie, die im krassen Widerspruch zu seinem angeschlagenen Äußeren steht, und ich weiß, dass es keinen Grund gibt, warum er es nicht tun sollte.
Speaker 0: Du wirst Magie nutzen.
Speaker 0: Ich versuche es nicht, wie eine Frage oder gar eine Forderung klingen zu lassen.
Speaker 0: Eher so, als würde ich ihn verstehen.
Speaker 0: Und Merlin, ich verstehe ihn sehr gut.
Speaker 0: Er kann aus nachvollziehbaren Gründen nicht in sein Haus zurückkehren, noch nicht, wie ich hoffe.
Speaker 0: Aber er will auch der Aufsicht und Fürsorge der geballten Weasley-Familie und von Granger entfliehen, als könnte ich das nicht verstehen.
Speaker 0: Ein kleines Lächeln legt sich auf seine Lippen, als er nickt.
Speaker 0: Es ist ein Moment der Übereinkunft, der sich unglaublich intim anfühlt, und so haben die Worte meine Lippen schon verlassen, bevor ich es verhindern kann.
Speaker 0: Passt trotzdem auf dich auf.
Speaker 0: Vermisst Kapitel zwölf.
Speaker 0: Neue Freunde.
Speaker 0: Oktober zwei-tausendvier.
Speaker 0: Harry.
Speaker 0: Wie zu erwarten, waren Molly und Termine nicht ganz so leicht zu überzeugen, dass ich mich auf den Weg machen muss wie Malfoy.
Speaker 0: Harry, hast du mal in den Spiegel gesehen?
Speaker 0: Du bist nicht in der Verfassung, was wenn dir etwas passiert?
Speaker 0: Was wenn du Hilfe brauchst?
Speaker 0: Ich hatte ihre vorhersehbaren Argumente über mich hinweg fließen lassen wie Wellen am Strand.
Speaker 0: Als sie schließlich für einen Moment still waren, ließ ich meine Magie ganz bewusst den ganzen Raum ausfüllen.
Speaker 0: Ich sagte nichts, ich argumentierte nicht mit Worten.
Speaker 0: Hermina hatte daraufhin den Kopf gesenkt.
Speaker 0: Tut mir leid, Harry.
Speaker 0: Wir wissen, dass du auf dich selbst aufpassen kannst.
Speaker 0: Wir machen uns einfach Sorgen.
Speaker 0: Ich weiß, gestand dich hierzu.
Speaker 0: Ich mache euch einen Vorschlag.
Speaker 0: Ich werde mit Creature vereinbaren, dass er auf mich acht gibt.
Speaker 0: Creature wird wissen, wann ich seine Hilfe brauche.
Speaker 0: In Ordnung?
Speaker 0: Es war nicht wirklich in Ordnung, das konnte ich ihnen ansehen.
Speaker 0: Aber sie erkannten, dass sie mich würden einsperren müssen, um mich aufzuhalten.
Speaker 0: Und das zog bestimmt keine von ihnen in Erwägung.
Speaker 0: Jetzt stehe ich mal wieder vor meinem Haus, den Rucksack mit einem Zauber versehen auf meinem Rücken und mit nicht mehr als einer wirren Idee im Kopf.
Speaker 0: Master Potter, begrüßt Creature mich.
Speaker 0: Creature, holt Master Malfoy.
Speaker 0: Eigentlich möchte ich mit dir sprechen, Creature.
Speaker 0: Unterbreche ich meinen Elfen, der in der Bewegung innehält.
Speaker 0: Mit Creature, Master?
Speaker 0: Ja, Creature.
Speaker 0: Aber wenn du möchtest, kannst du natürlich Malfoy gerne dazuholen.
Speaker 0: Das wird nicht nötig sein.
Speaker 0: Malfoy erscheint im Flur und sieht mich fragend an.
Speaker 0: Du hast sie überzeugt?
Speaker 0: Ich kann mir ein kleines Lächeln nicht verknäufen.
Speaker 0: Malfoy weiß offenbar ziemlich gut, mit welchen Problemen ich mich rumschlagen muss.
Speaker 0: Überzeugt würde ich nicht sagen.
Speaker 0: Mal voll grenztwissend.
Speaker 0: Ich habe ihnen versprochen, dass ich für den Notfall vorsorge.
Speaker 0: Darum bin ich hier.
Speaker 0: Mal vollblickt zu Creature, der warten zu mir aufsieht.
Speaker 0: Creature, wenn, wenn mir etwas passiert, passieren sollte, würdest du es spüren?
Speaker 0: Master Potter kann einen Zauber sprechen, so dass Creature es spürt, antwortet der Elf.
Speaker 0: Wenn du erlaubst, mischt Mal vor sich ein.
Speaker 0: Ich kenne den Zauber.
Speaker 0: Er ist in Zauberer Familien üblich.
Speaker 0: Er... wird bei Kindern angewandt.
Speaker 0: Er senkt verlegen den Kopf, aber mir macht das nichts aus.
Speaker 0: Gut, ich denke, du hast deine Vorstellung, wann ich Creatures Hilfe benötigen würde.
Speaker 0: Sein Kopf fährt hoch und er sieht mich verblüfft an.
Speaker 0: Überrascht es ihn wirklich, dass ich ihm das Zutraue nach allem, was er für mich getan hat?
Speaker 0: Offenbar kommt er selbst zu dem Schluss, dass er wohl die geeignete Person für diese Aufgabe ist, denn er strafft die Schultern und zieht den Zauberstab hervor.
Speaker 0: Müssen wir uns berühren, frage ich.
Speaker 0: Nein, erwidert Melfoy.
Speaker 0: Eure Verbindung besteht bereits, weil Creature dein Elf ist.
Speaker 0: Es ist nur eine kleine Ergänzung, damit eine Notlage den gleichen Effekt hat wie ein Befehl.
Speaker 0: Ich nicke und warte, bis Melva den Zauber gesprochen hat.
Speaker 0: Das Erfertig ist, erkenne ich nur daran, dass ihr den Zauberstab wieder verstaut.
Speaker 0: Kein flimmern, kein goldenes Band, kein leuchtender Elf.
Speaker 0: Das war's?
Speaker 0: Er nickt und lächelt schief.
Speaker 0: Das war's.
Speaker 0: Dann reicht er mir die Hand und ich bin kurz etwas perplex, bevor ich sie ergreife.
Speaker 0: Mach's gut, Potter.
Speaker 0: Ich hoffe, du findest einen Frieden und kannst danach wieder in dein Haus zurückkehren.
Speaker 0: Danke, Malfoy.
Speaker 0: Das wünsche ich mir auch.
Speaker 0: Oktober, zwei-tausend-vier.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Ich sehe Potter nach, der mit diesem riesigen Rucksack die Treppen hinabsteigt und durch den kleinen Park davon geht.
Speaker 0: Irgendwie ist es seltsam, dass er seinen Weg genau hier auf dieser Tierschwelle beginnt.
Speaker 0: Meine Hand kribbelt immer noch von seiner Berührung.
Speaker 0: Ob er sich bewusst ist, wie unglaublich stark seine Magie ist?
Speaker 0: Creature.
Speaker 0: rechte ich mich an den Elfen.
Speaker 0: Hat die Magie von Potter sich verändert?
Speaker 0: Creature-Nigt betrübt.
Speaker 0: Der Master kann nun wieder seine ganze Magie nutzen.
Speaker 0: Hier im Haus war das nicht so.
Speaker 0: Aber vielleicht wäre es jetzt auch so, jetzt wo, wo die dunkle Magie fort ist und der Fluch von dir genommen wurde, mutmaße ich.
Speaker 0: Creature-Nigt wieder und sieht mich nun wirklich traurig an.
Speaker 0: Ja, Master Malfoy, aber Master Potter will vielleicht nie wieder zurückkehren, weil ihm hier so schlimme Dinge widerfahren sind.
Speaker 0: Ich kann sehen, dass diese Vorstellung Creature wirklich zu schaffen macht.
Speaker 0: Du solltest nicht vom schlimmsten ausgehen, Creature.
Speaker 0: Wenn er seinen Weg gegangen ist, wo immer er hinführt, wird es ihm besser gehen.
Speaker 0: Ich frage mich, ob ich damit Creature oder mir Selbst Hoffnung machen möchte.
Speaker 0: Oktober, zwei-tausend vier.
Speaker 0: Harry.
Speaker 0: Es fühlt sich gut an, einfach loszulaufen.
Speaker 0: Bewusst habe ich als Staat meine Reise den Cremortplatz gewählt, in der Hoffnung, dass es auch mein Ziel sein wird.
Speaker 0: Außerdem liegt mein erster Anlaufpunkt in London und dort werde ich jetzt hingehen.
Speaker 0: Nach einer Stunde bin ich in Garrett's Revier angekommen.
Speaker 0: Langsam streife ich durch die Straßen, schaue in Hof einfahrten und unterbrücken und schließlich sehe ich einen Mann, den ich schon mal mit Garrett zusammen gesehen habe.
Speaker 0: Er hat sehr lange schmutzig blonde Haare und einen ebensochen Bart.
Speaker 0: Seine Namen kenne ich nicht, aber den Kaffee, den ich ihm anbiete, nimmt er gerne entgegen.
Speaker 0: Sag mal, was ist denn mit Garrett?
Speaker 0: Ich habe ihn ewig nicht gesehen, frage ich im Plauderton.
Speaker 0: Wie ich erwartet habe, wird die Mine des Mannes düster.
Speaker 0: Garrett ist weg.
Speaker 0: Weg?
Speaker 0: Kurz keimt Hoffnung in mir auf, aber die nächsten Worte zerschmettern sie sofort wieder.
Speaker 0: So ein Verrückter hat seinen Schlafsack angezündet.
Speaker 0: Während er drin lag, verdammt das Schwein.
Speaker 0: Mir wird schlecht und ich muss mein Entsetzen nicht heucheln.
Speaker 0: Was?
Speaker 0: Angezündet?
Speaker 0: Der Blonde nickt grimmig.
Speaker 0: War nur noch ein Häufchen Asche übrig.
Speaker 0: Das, das tut mir leid.
Speaker 0: Ich mochte ihn.
Speaker 0: Ep, er war ein feiner Kerl.
Speaker 0: Er hebt einen seiner Füße.
Speaker 0: Wenigstens sind seine Schuhe nicht verbrannt.
Speaker 0: Die passen mir wirklich gut.
Speaker 0: Ich muss mich beherrschen, den Mann nicht am Kragen zu packen und zu fragen, was nicht mit ihm stimmt.
Speaker 0: Aber dann reise ich mich zusammen.
Speaker 0: Er hat ja recht.
Speaker 0: Wem würde es nutzen, wenn die Schuhe einfache Müll landen würden?
Speaker 0: Kannst du mir sagen, wo... wo es passiert ist?
Speaker 0: Frage ich und werfe eine Münze in den Plastikbecher, der vor ihm auf dem Boden steht.
Speaker 0: Ja, klar.
Speaker 0: Er zeigt die Straße runter.
Speaker 0: Bei der Bar... wie heißt die noch?
Speaker 0: Im Hinterhof.
Speaker 0: Er dürfte dort gepennt.
Speaker 0: Ich nicke.
Speaker 0: Ja, ich weiß, wo das ist.
Speaker 0: Danke.
Speaker 0: Zügig laufe ich zu der Bar, die um diese Tageszeit geschlossen hat.
Speaker 0: Der Hinterhof liegt im Schatten und nichts deutet darauf hin, dass hier ein Mensch gestorben ist.
Speaker 0: Hat das wirklich niemanden interessiert?
Speaker 0: Wie viele obdachlose Sterben täglich in London?
Speaker 0: Kann es in der Stadt so egal sein, wenn mitten unter ihnen ein Mensch im Schlaf verbrennt?
Speaker 0: Ich schüttle mich und sehe mich zwischen den Mülltonnen um, erinnere mich an das letzte Mal, als ich Garrett hier ein Frühstück gebracht habe.
Speaker 0: Schließlich muss ich erkennen, dass es keinen Sinn macht, weiter hier herumzustehen.
Speaker 0: Ich weiß jetzt, dass meine Vermutung richtig war, und mein Wunsch, Nolan dran zu kriegen, brennt heller denn je in mir.
Speaker 0: Oktober, zwei-tausend-vier.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Es fühlt sich seltsam an, morgens den Grimoldplatz zu verlassen und zur Arbeit zu gehen und abends zurückzukommen.
Speaker 0: In den letzten Wochen hatte ich immer noch so tun können, als wäre der Grimoldplatz mein Arbeitsplatz, und da zläge darin der Grund, warum ich hier schlafe und esse.
Speaker 0: Nun fühlt es sich mehr und mehr wie ein Zuhause an, und jeder Gedanke daran, irgendwann in meine Wohnung zurückzukehren, löst ein Gefühl der Verlassenheit in mir aus.
Speaker 0: Es ist verrückt.
Speaker 0: Dieses Haus ist viel zu groß für eine Person, und Creature bekomme ich auch selten zur Gesicht, da er wirklich diskret ist.
Speaker 0: Dazu ist er nicht gerade das, was man einen unterhaltsamen Gesprächspartner nennen würde.
Speaker 0: Wir kommen gut klar, das ist es nicht.
Speaker 0: Aber er ist ein Hauself und hat nie gelernt, Konversation zu machen oder sich eine Meinung zu bilden.
Speaker 0: Aber wem will ich etwas vormachen?
Speaker 0: Der Grund, warum ich es ganz und gar nicht eilig habe, in meine Wohnung zu ziehen, liegt auf der Hand.
Speaker 0: Ich würde Potters Magie vermissen.
Speaker 0: Ob sie auf alle Menschen so eine Wirkung hat wie auf mich?
Speaker 0: Trisha hebt den Kopf, als ich an den Türrahmen klopfe.
Speaker 0: Drayko, Moment, ich bin gleich soweit!
Speaker 0: Seit ich wieder im Ministerium arbeite, treffen wir uns regelmäßig zum Mittagessen.
Speaker 0: Potter ist nun schon zwei Wochen unterwegs, und ich schaffe es langsam, mich etwas zu entspannen.
Speaker 0: Die ersten Tage habe ich Creature genau beobachtet, wenn ich zu Hause war.
Speaker 0: Während der Arbeit sind meine Gedanken immer wieder zu Potter geschweift.
Speaker 0: Was wenn Creature während meiner Abwesenheit einen Ruf erhalten hat?
Speaker 0: Was wenn Potter etwas geschehen ist, ohne dass ich es mitbekomme?
Speaker 0: Ohne mir ernsthaft Gedanken darüber zu machen, warum irgendjemand ausgerechnet mich über Potters Zustand auf dem Laufenden halten sollte, habe ich Creature nach ein paar Tagen das Versprechen abgenommen, mich sofort zu informieren, sollte er von einer Notlage erfahren, in der Potter steckt.
Speaker 0: sage ich, als wir uns mit unseren Tablets in der Kantine des Ministeriums hingesetzt haben.
Speaker 0: Ich wollte dich schon länger was fragen.
Speaker 0: Trisha sieht erschrocken auf und ich kann mir ein Lachen nicht verkneifen.
Speaker 0: Beruhigend hebe ich die Hände.
Speaker 0: Keine Angst, ich will kein Date oder so.
Speaker 0: Ich kann die Erleichterung gerade zu spüren und ein bisschen nackt das nun doch an meinem Ego.
Speaker 0: Wäre die Vorstellung für sie so abstoßend?
Speaker 0: Meine Gedanken müssen sich auf meinem Gesicht widerspiegelt haben, denn Trisha greift über den Tisch nach meiner Hand.
Speaker 0: »Tracko, das ist nichts Persönliches, du!«.
Speaker 0: sie blickt sich um und senkt dann nochmals die Stimme.
Speaker 0: »Du hast nur das falsche Geschlecht.
Speaker 0: Ein erleichtertes Lachen entweicht mir, und bevor ich mir bewusst werde, was ich da tue, entfernt mir, tue auch.
Speaker 0: Nun ist es an mir erschrocken zu schauen, denn das habe ich noch niemandem erzählt.
Speaker 0: Es hat Jahre gedauert, bis ich es mir selbst eingestehen konnte, und meine wenigen Erfahrungen haben sich auf ein paar One-Eyed-Stands in Südamerika beschränkt.
Speaker 0: Das Ich stocke und senke den Blick.
Speaker 0: Merlin ist das peinlich.
Speaker 0: Dann spüre ich, wie Trisha meine Hand auf der immer noch ihre liegt drückt.
Speaker 0: Keine Sorge, bei mir ist ein Geheimnis sicher.
Speaker 0: Sie versteht mich und das tut mir mit einem Mal so unglaublich gut.
Speaker 0: Sie ist der erste Mensch, den ich das anvertraut habe und ich spüre eine Erleichterung, mein Geheimnis endlich mit jemandem teilen zu können, die mich selbst überrascht.
Speaker 0: Danke, sage ich leise.
Speaker 0: Was wolltest du mich denn jetzt fragen?
Speaker 0: holt sie uns beide aus dieser seltsamen Situation heraus, während sie nach ihrem Besteck greift.
Speaker 0: Ich muss kurz überlegen, und dann fällt es mir wieder ein.
Speaker 0: Beiner ist es mir nun doch etwas unangenehm, aber wie ich Trisha kenne, wird sie sowieso keine Ruhe geben.
Speaker 0: Naja, ich wollte fragen, ob du die Magie von Potter auch so stark spürst, oder ob du weißt, wie andere darauf reagieren.
Speaker 0: Ein leichtes Lächeln legt sich auf ihr Gesicht.
Speaker 0: Ja, Harrys Magie ist schon besonders.
Speaker 0: Dann runzelt sie die Stirn.
Speaker 0: Jetzt, wo du es sagst?
Speaker 0: In letzter Zeit also.
Speaker 0: Bevor sie wedelt mit der Hand und ich nicke.
Speaker 0: Sie war nicht mehr so ausgeprägt, so präsent.
Speaker 0: Ich hatte das auf seine allgemeine Erschöpfung zurückgeführt, aber wirklich am Ende.
Speaker 0: Das war der Fluch und die dunkle Magie in seinem Haus, erkläre ich.
Speaker 0: Creature sagte mir, dass sich Potters Magie dadurch auch verändert hat.
Speaker 0: Wie reagierst du denn auf seine Magie?
Speaker 0: fragt Trisha jetzt und ihr Grinsen im Zusammenhang mit meinem Geständnis gefällt mir gar nicht.
Speaker 0: Es ist nicht, wie du denkst, sage ich abwährend, und kann das Klischee aus meinen Worten triefen hören.
Speaker 0: Aber gerade am Grimollplatz war der Unterschied von Potters Magie zu der dunklen Magie extrem spürbar.
Speaker 0: Die Räume, in denen er sich oft aufgehalten hat, waren wie ... wie ein sicherer Hafen.
Speaker 0: Droschannigt.
Speaker 0: Ja, Harrys Magie kann etwas beruhigendes ausstrahlen, aber ich glaube nicht, dass er sich dessen bewusst ist.
Speaker 0: Ich wiege meinen Kopf hin und her.
Speaker 0: mag sein, aber ich habe das Gefühl, dass er nach seinen Erfahrungen in diesem Kerker anders dazusteht.
Speaker 0: Er hat nicht viel darüber gesprochen, aber immerhin hat er seinen Weg nun angetreten, in dem Wissen, dass er es nur mit seiner Magie schaffen kann.
Speaker 0: Soweit ich verstanden habe, wollte er ursprünglich während der Wanderung ganz oft Magie verzichten.
Speaker 0: Vielleicht, vielleicht söhnt ihn dieses Erlebnis mit seiner Magie aus.
Speaker 0: Ich wünsche mir einfach, dass er einen Weg findet, das alles zu verarbeiten und dann wieder hierher zurückkommt.
Speaker 0: Ich vermisse ihn.
Speaker 0: Im letzten Moment kann ich das, ich auch, daran hindern von meiner Zungenspitze zu springen.
Speaker 0: Für heute ist es genug mit den Offenbarungen, davon abgesehen, dass ich mir selbst nur sehr schlecht eingestehen kann, Potter zu vermissen.
Speaker 0: Wie kann ich jemanden vermissen, der in den vergangenen Jahren überhaupt keine Rolle in meinem Leben gespielt hat?
Speaker 0: Ich bin so wunderbar ohne Potter durchs Leben gekommen und jetzt wünsche ich mir, ich stehe abrupt auf und greife nach meinem Tablet.
Speaker 0: Das Leben ist kein Wunschbrunnen.
Speaker 0: Nach dem Krieg wurde mir schon so viel geschenkt, was ich nie erwartet und vielleicht auch nicht verdient habe.
Speaker 0: Ich sollte es gut sein lassen und mich auf meine Arbeit konzentrieren.
Speaker 0: Oktober, zwei-tausend-vier.
Speaker 0: Harry.
Speaker 0: Zwei Wochen bin ich jetzt schon unterwegs.
Speaker 0: Ich kann es selbst nicht glauben, wie gut es sich anfühlt, sich frei durch die Welt zu bewegen.
Speaker 0: Natürlich habe ich im Gegensatz zu muggeln den enormen Vorteil, dass auch ein Zelt mir große Sicherheit und einen gewissen Komfort bietet.
Speaker 0: Meine Schutzzauber verhindern, dass ich aufgespürt und ausgeraubt werden kann, selbst vor dem Angriff hungriger oder neugieriger Tiere bin ich geschützt, und auch Kälte und Regen können mir nicht so viel anhaben wie nicht magischen Personen.
Speaker 0: Anfangs hat es mich noch oft geärgert, dass ich so abhängig von meiner Magie bin, denn natürlich hätte ich es nicht mal aus London raus geschafft, wenn der Rucksack nicht durch einen Zauber quasi gewichtslos gewesen wäre.
Speaker 0: Und zusätzlich habe ich auch allerhand Tränke bei mir, die mich bei Kräften halten.
Speaker 0: Inzwischen habe ich es so angenommen, und akzeptiere, dass das die einzige Option ist, die mir in meiner Situation bleibt.
Speaker 0: Unterwegs zu sein sorgt für die richtige Balance.
Speaker 0: Ich kann jederzeit entscheiden, ob ich mich in ein gut gefülltes Gasthaus setzen möchte oder meine Mahlzeit alleine in meinem Zelt zu mir nehme.
Speaker 0: Und selbst in dem Gasthaus habe ich noch die Wahl, durch einen Zauber für mehr Privatsphäre zu sorgen.
Speaker 0: Aber auch ohne diese Zauber bin ich hier einfach nur ein Wanderer, der vielleicht ein paar interessante Erlebnisse zu erzählen hat.
Speaker 0: Ich bin nicht Harry Potter, nicht der Auserwählte oder der, der wochenlang verschollen war und beinahe verhungert wäre.
Speaker 0: Es war mir nicht bewusst, wie viel leichter das Leben sein kann, wenn man einfach nur irgendjemand ist.
Speaker 0: Ich habe beschlossen, Richtung Cornwall zu laufen.
Speaker 0: Trotz Magie zieht es mich im nun bald nahenden Winter nicht in den Norden und hier im Südwesten ist das Wetter immer noch angenehm.
Speaker 0: Keine Ahnung, ob ich es wirklich bis an die Küste schaffe, aber im Grunde ist es auch egal.
Speaker 0: Noch immer habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Nolan nach mir sucht und mich findet.
Speaker 0: In den zwei Tagen, die ich noch durch London gelaufen bin, bis ich die letzten Ausläufer der Stadt hinter mir gelassen habe, habe ich mich nicht gerade diskret verhalten.
Speaker 0: Auch wenn ich selbst mir keine Zeitungen angeschaut habe, bin ich sicher, dass der Tagesprophet eingehend von meinem Schicksal berichtet hat.
Speaker 0: Zumindest hat Arthur's auffällig unauffälliges Verschwinden lassen der Zeitung, sobald ich den Raum betrat, darauf hingewiesen.
Speaker 0: Sollte Nolan also noch leben, hat er bestimmt mitbekommen, was geschehen ist, und er weiß dann wahrscheinlich auch, dass ich noch nicht wieder in den Dienst der Aurora zurückgekehrt bin.
Speaker 0: Mit einem Bechercafé sitze ich von meinem Zelt und genieße die Mattenstrahlen der Sonne, die sich durch den diesigen und heute etwas mutlos wirkenden Himmel stehen.
Speaker 0: Ich habe inzwischen akzeptiert, dass diese Wanderung auch ohne eine Konfrontation mit Nolan durchaus ihren Sinn hat.
Speaker 0: Sobald ich spüre, dass ich ruhelos werde, packe ich meine Sachen und laufe los.
Speaker 0: Es tut so gut, kein Ziel zu haben, sondern einfach nur zu laufen.
Speaker 0: Ich lasse zu, dass meine Gedanken fließen und dabei die seltsamsten Sprünge vollführen.
Speaker 0: So wie jetzt gerade, wo ich mich frage, wie es wohl mehr vollgeht.
Speaker 0: Da ich mir nicht sicher bin, was für ein Wochentag ist, weiß ich auch nicht, ob er zur Arbeit muss.
Speaker 0: Jedenfalls bin ich sehr froh, dass er immer noch am Gremordplatz ist, auch wenn ich nicht wirklich sagen kann, warum sich das so richtig für mich anfühlt.
Speaker 0: Eine Bewegung in meinem Augenwinkel lässt mich zusammenzucken und ich will schon aufspringen, Als ich erkenne, dass es nur ein Vogel ist.
Speaker 0: Allerdings nicht irgendein Vogel, es ist ein kleiner Kautz, und es dauert nicht lange, bis ich in dem goldbraunen Tier nixens Eule wiedererkenne, die ich aus ihrem Käfig befreit habe.
Speaker 0: Sie landet ein paar Meter von mir entfernt auf dem Boden und sieht mich erwartungsvoll an.
Speaker 0: – Hey du, sage ich leise, und kramme in meinem Rucksack nach der Kekspackung, aus der ich einen Cracker ziehe, den ich in den Fingern zerbrößle.
Speaker 0: Der Kautz beobachtet mich aufmerksam, und folgt meiner Bewegung, als ich ein paar Krüme zwischen uns werfe.
Speaker 0: Mit vorsichtigen Hoppsern kommt er näher und pickt den Blick immer wiederhebend nach und nach alles auf.
Speaker 0: «Fühlst du dich alleine?» frage ich, ohne natürlich eine Antwort zu erwarten.
Speaker 0: Allerdings halte ich ihm meine Hand hin und lasse bewusst meine Magie zu ihm fließen.
Speaker 0: Er zögert noch kurz, dann kommt er noch näher und lässt zu, dass ich ihn streichle.
Speaker 0: Ich lächle.
Speaker 0: Mir sieht das aus.
Speaker 0: Bist du auf der Suche nach einem neuen Herrchen?
Speaker 0: Ich frage mich, ob Eulen, die in der magischen Welt geboren wurden, überhaupt in der freien Wildbahn leben können oder wollen.
Speaker 0: Nixens Eule war ziemlich verwahrlost, als sie noch in seinem Besitz war.
Speaker 0: Inzwischen sieht sie gesünder aus.
Speaker 0: Also hat er sie vermutlich zu selten gefüttert und aus dem Käfig gelassen.
Speaker 0: Dennoch scheint ihr die menschliche Zuneigung zu fehlen.
Speaker 0: Und immerhin war ich vermutlich der Letzte, der ihr einen Auftrag erteilt hat.
Speaker 0: Der Gedanke, wieder eine Eule zu haben, erfüllt mich mit Aufregung.
Speaker 0: Vermutlich hätte ich es nie über mich gebracht, in die Winkelgasse zu gehen und mir ein Tier bewusst auszusuchen.
Speaker 0: Zu sehr hätte ich sie mit Hedwig verglichen, mit dem Ergebnis, dass keine Eule jemals an sie herankommen wird.
Speaker 0: Aber dieser kleine Kerl hat mich offenbar gesucht, und als ich ihn nun näher betrachte, schleicht sich ein Lächeln auf mein Gesicht.
Speaker 0: Wie er da sitzt mit seinem goldenen Gefieder, das sich nun um seinen Bauch aufgeplustert hat, erinnert er mich an Winnie Poo.
Speaker 0: Ich werde dich Poo nennen, sage ich leise.
Speaker 0: und es fühlt sich wunderbar an, nun diesen kleinen Gefährten zu haben.
Speaker 0: Puh!
Speaker 0: Der kleine Kautz betrachtet mich aufmerksam und knapperzärtlich an meinem Finger, während ich nicht aufhören kann, seelig zu lächeln.
Speaker 0: Den ganzen Vormittag verbringen Puh und ich damit uns kennenzulernen.
Speaker 0: Ich ertappe mich dabei, wie ich ununterbrochen mit ihm rede und frage mich irgendwann, ob es mir vielleicht doch fehlt, mit jemandem zu kommunizieren.
Speaker 0: Ich halte in meiner Bewegung inne und betrachte Puh plötzlich unter einem ganz anderen Gesichtspunkt mit neuem Interesse.
Speaker 0: Er ist eine Eule.
Speaker 0: Ich könnte durch ihn auch mit Menschen kommunizieren, ich könnte Brief verschreiben.
Speaker 0: Der Gedanke lässt mich nicht mehr los und so packe ich bald meine Sachen, um in den nächsten Ort zu laufen, wo ich mir Papier und einen Stift kaufe.
Speaker 0: Damit ausgestattet setze ich mich in ein Kaffee.
Speaker 0: Puh ist wirklich ein kluges Tier, denn er batet brav und vor allem unauffällig draußen in einem Baum.
Speaker 0: Während ich versonnen in meinem Tee rühre, überlege ich, wem ich schreiben soll.
Speaker 0: Natürlich fallen mir zuerst Termine und Frische ein, Aber aus irgendeinem Grund habe ich keine Lust, Ihnen zu schreiben.
Speaker 0: Sie würden beide versuchen, zwischen den Zeilen zu lesen, wie es mir wirklich geht.
Speaker 0: Und so ergebe ich mich baldseufzend dem Gedanken, der bereits von Beginn an sehr lästig um Aufmerksamkeit buhlte und setzte den Stift auf das Pergament.
Speaker 0: Hallo, Malfoy.
Speaker 0: Oktober, zwei-tausend vier.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Ich kann es nicht glauben, als ich dem Kleinen Kauts dem Brief abgenommen und begriffen habe, von wem er ist.
Speaker 0: Potter schreibt mir.
Speaker 0: Warum?
Speaker 0: Ich setze mich an den Tisch und beginne den Brief zu lesen, denn das ist wohl die Möglichkeit, um am besten zu verstehen, warum er es tut.
Speaker 0: Hallo, Melphoi.
Speaker 0: Du wundest dich sicher, warum ich dir einen Brief schreibe?
Speaker 0: Ich schnaube.
Speaker 0: Klugscheiße.
Speaker 0: Natürlich wundere ich mich.
Speaker 0: Der kleine Couch, der dir den Brief gebracht hat, ist mir zugeflogen.
Speaker 0: Er gehört nixen.
Speaker 0: Trisha soll dir das erklären, falls du mit dem Namen nichts anfangen kannst.
Speaker 0: Jedenfalls habe ich das Tier befreit, und jetzt hat er mich als einen neuen Besitzer auserkoren.
Speaker 0: Ich habe ihn Poo genannt.
Speaker 0: Poo?
Speaker 0: Was ist das denn für ein Name?
Speaker 0: Porter hat einfach immer nur bescheuerte Ideen.
Speaker 0: Es geht mir gut.
Speaker 0: Das kannst du auch gerne Trisha und Hermine ausrichten.
Speaker 0: Auf gar keinen Fall werde ich das tun.
Speaker 0: Was glaubt Porter eigentlich?
Speaker 0: Ich bin auch keine Eule.
Speaker 0: Vor allem wird Ranger mich mit Fragen löchern und Trisha wird eine Augenbraue heben und mich fragen, warum der Idiot nur mir schreibt und nicht seinen beiden Freundinnen.
Speaker 0: Das frage ich mich natürlich auch, aber einst weil'n lese ich weiter.
Speaker 0: Du musst aber niemandem sagen, dass ich dir schreibe, wenn du nicht willst.
Speaker 0: Ich verdrehe die Augen.
Speaker 0: Wie zur Hölle kann er wissen, dass ich mich eben noch darüber geärgert habe, um ehrlich zu sein, was ich selbst nicht so genau warum ich ausgerechnet dir schreibe.
Speaker 0: Auf eine seltsame Art und Weise habe ich das Gefühl, dass du mich und meine Beweggründe besser verstehst als viele andere.
Speaker 0: Zumindest erwartest du keine großartigen Erklärungen von mir.
Speaker 0: Manches kann ich ja selbst nicht erklären.
Speaker 0: Ich weiß nur, dass dieses Unterwegssein mir gut tut.
Speaker 0: Ich habe etwas, das ich meine Rasslosigkeit entgegenhalten kann und meine vielen wirren Gedanken belasten mich nicht mehr so stark.
Speaker 0: Ich hoffe, du fühlst dich weiterhin wohl am Grimollplatz.
Speaker 0: Für mich fühlt es sich richtig an, dich dort zu wissen.
Speaker 0: Und wer weiß, vielleicht schaffe ich es ja eines Tages selbst wieder dort zu wohnen.
Speaker 0: Danke für alles, Harry.
Speaker 0: Ich lasse den Brief sinken.
Speaker 0: Harry.
Speaker 0: Es fühlt sich fremd an, dass er so unterschrieben hat, auch wenn ich es verstehen kann, dass er nicht mit seinem Nachnamen unterschreibt.
Speaker 0: Und ich verstehe auch alles andere, was er mir anvertraut hat.
Speaker 0: Ich verstehe, warum er unterwegs sein muss, und dass es sich für ihn richtig anfühlt, dass ich hier wohne.
Speaker 0: Für mich selbst fühlt es sich ja auch richtig an.
Speaker 0: Gedanken verloren betrachte ich den Couch, der auf einer der Stuhlähnen sitzt und mich ansieht.
Speaker 0: Soll ich Potter antworten?
Speaker 0: Es wäre bestimmt angebracht, oder?
Speaker 0: Immerhin wartet der kleine Kerl.
Speaker 0: Wie heißt er noch?
Speaker 0: Puh, offenbar von der Antwort.
Speaker 0: Und wem mache ich mir was vor?
Speaker 0: Die Vorstellung mit Potter in Kontakt zu stehen ist einfach zu verlockend.
Speaker 0: Ich hinterfrage meine Bewegrunde allerdings lieber nicht, denn ich habe genauso wenig eine Antwort darauf, wie auf die Frage, warum Potter damit angefangen hat.
Speaker 0: Ich kann das breite Lächeln nicht verhindern, dass sich bei Puss Anblick auf meinem Gesicht ausbreitet.
Speaker 0: Natürlich freue ich mich, dass er zu mir zurückgekehrt ist, aber die Tatsache, dass er einen Brief mit sich bringt, hebt meine Laune noch mal um ein Vielfaches.
Speaker 0: Ungeduldig nehme ich Puh den Brief ab und werfe ihm ein paar Kekse hin.
Speaker 0: Ich kann nicht genau erklären, warum, aber ich kann es kaum erwarten, mehr fürs Antwort zu lesen.
Speaker 0: Hallo, Potter.
Speaker 0: Ich war ziemlich überrascht, auf diesem Wege von dir zu hören, und ich kann dir definitiv nicht versprechen, ob ich Crusher oder Granger davon erzählen werde.
Speaker 0: Ich denke, dass darfst du selbst nach deiner Rückkehr tun und dann mit dem Ergebnis leben.
Speaker 0: Mein Grinsen wird, wenn möglich, noch breiter.
Speaker 0: Natürlich kann ich nachvollziehen, warum mehrvoll sich nicht den inquisitorischen Fragen meiner Freundinnen unterziehen will, vor allem, weil er auf keine der Fragen eine befriedigende Antwort hat.
Speaker 0: Es freut mich zu hören, dass der Entschluss sich auf den Weg zu machen, der richtige war.
Speaker 0: Ich hoffe, du wirst auch irgendwann wissen, wann der richtige Zeitpunkt ist, um zurückzukommen.
Speaker 0: Das Grenzen verblasst.
Speaker 0: Mal verspricht einen Punkt, an der mich natürlich selbst bereit seit meinem Aufbruch beschäftigt, den ich aber vehement ignoriere, sobald er in meinen Gedankengestalt annimmt.
Speaker 0: Es ist ja nicht nur eine Frage des Zeitpunkts, vor allem ist es eine Frage, wohin ich zurückkommen will.
Speaker 0: Wobei das wohin nicht nur einen Ort betrifft, sondern auch die ganze Art, wie ich mein Leben nach meiner Rückkehr gestalten möchte, gestalten kann.
Speaker 0: Kann und will ich wieder am Gremolplatz leben?
Speaker 0: Kann und will ich weiterhin als Aurore arbeiten?
Speaker 0: Kann und will ich mich in diesem oder einem anderen Job wieder so sehr aufreiben, dass mir keine Zeit für Freunde, für Hobbys, für Liebe bleibt?
Speaker 0: Ich wende meine Aufmerksamkeit wieder dem Brief in meine Hand zu und lese weiter.
Speaker 0: Creature geht es sichtlich besser.
Speaker 0: Einzig die Frage, wie du dich entscheiden wirst, treibt ihn um.
Speaker 0: Aber er kann und wird jede deiner Entscheidungen akzeptieren.
Speaker 0: Pass weiterhin auf dich auf und nimm dir die Zeit, die du brauchst.
Speaker 0: Dein Draco Malfoy.
Speaker 0: Kurz muss ich nun doch nochmal lächeln, als ich die Unterschaft sehe.
Speaker 0: Er hat das wohl nicht über sich gebracht, nur mit seinem Vornamen zu unterschreiben.
Speaker 0: Noch nicht.
Speaker 0: Ich werde ihn schon noch so weit bringen.
Speaker 0: Sein Hinweis auf Creature allerdings lässt mein Herz schwer werden.
Speaker 0: Ich bin ihm dankbar, dass er so ehrlich zu mir ist.
Speaker 0: Wie ihm würde es nützen, wenn er mir etwas vormacht?
Speaker 0: Egal, was am Ende dieser Reise für eine Entscheidung steht, ich muss in Bede dafür sorgen, dass es Creature gut geht.
Speaker 0: Kapitel XIII.
Speaker 0: Geständnisse.
Speaker 0: Dezember, zwei-tausend-vier.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Ich lasse Potters Brief sinken.
Speaker 0: Seit mehreren Wochen schreiben wir uns nun regelmäßig und haben uns auf diese Weise Gedanken und Ängste mitgeteilt, die niemand bisher kannte.
Speaker 0: Mit dem dritten Brief von Potter fing es an.
Speaker 0: Im zweiten war er noch darauf eingegangen, dass er selbst keine Ahnung hat, wie sein Leben nach seiner Rückkehr, wann immer Design mochte, aussehen soll.
Speaker 0: Ich habe versucht, ihm den Druck zu nehmen, sich hier festlegen zu müssen.
Speaker 0: Habe mir quasi selbst voller Verwunderung dabei zugesehen, wie ich Potter Mut zugesprochen habe.
Speaker 0: Wie ich ihm erneut angeboten habe, meine Wohnung zu nutzen, oder ich ja auch nach seiner Rücke erst mal noch am Grimollplatz bleiben könnte, weil ihm bleiben könnte.
Speaker 0: Das war wohl für Potter der Auslöser.
Speaker 0: Er schrieb sich seine Empfindungen während der Gefangenschaft von der Seele, alle seine Ängste, wie er sicher war sterben zu müssen, die Schmerzen, die der Fluch in ihm ausgelöst hat, wenn er versuchte, Magie zu nutzen, die Verzweiflung, weil er glaubte, von aller Welt verlassen zu sein.
Speaker 0: Er schrieb mir von seiner Einsamkeit, auch vor diesem Vorfall.
Speaker 0: Davon, dass er sich danach sehnte, wahre Liebe zu erfahren und dass er die Hoffnung dafür beinahe aufgegeben habe, weil er für alle Welt nur Harry Potter war.
Speaker 0: Er berichtete, wie er es mit ein paar Flirts mit Muggeln versucht hatte, ihm aber bereits bei den ersten Gesprächen klar geworden war, dass er keine Beziehung führen konnte, die auf Lügen aufgebaut war.
Speaker 0: Und wann wäre der richtige Zeitpunkt sich zu offenbaren?
Speaker 0: Wer konnte sagen, dass die andere Person damit klarkommen würde?
Speaker 0: Seine Offenheit hat mich ziemlich überrascht und auch etwas verunsichert.
Speaker 0: Weil uns in der Familie war es ganz und gar nicht üblich, über seine Gefühle zu sprechen, und meist war man auch besser bedient, wenn man lernte, diese Tunlicht für sich zu behalten.
Speaker 0: Ich habe Potter auch nie für einen Menschen gehalten, der sein Herz auf der Zunge trägt.
Speaker 0: Wie oft habe ich das Trio beobachtet und mich gefragt, wie Granger und Weasley plubbernd um Potter herumwuseln konnten, wo man ihm so eindeutig ansehen konnte, dass ihn etwas belastet.
Speaker 0: Im fünften Schuljahr war es für mich offensichtlich, dass sein Lächeln oft sehr bemüht war und ich konnte sie ihm nicht verdenken.
Speaker 0: Potter beginnt seine Briefe inzwischen mit, Hallo Draco.
Speaker 0: Und ich habe mich ergeben.
Speaker 0: Man kann einander nicht so viele Dinge anvertrauen und sich weiter beim Nachnamen nennen.
Speaker 0: In meinem Kopf ist er aber immer noch Potter, wobei ich nicht wirklich weiß, warum.
Speaker 0: Ich senke meinen Blick auf den letzten Absatz und Traurigkeit umfängt mich, denn ich kann Potters Verzweiflung nicht nur nachvollziehen, Ein Stück weit verspüre ich sie selbst.
Speaker 0: Draco, ich habe Angst zurückzukommen und mich nach ein paar Wochen genau da wiederzufinden, wo ich zuvor war.
Speaker 0: Ich weiß, dass ich noch jung bin und alle Zeit der Welt habe, den richtigen Menschen zu finden.
Speaker 0: Aber wie soll ich das anstellen?
Speaker 0: Wie soll ich wissen, ob die Person mich als Menschen kennenlernen will?
Speaker 0: Bis auf die kurzen Teenager-Romanzen mit Joe und Ginny hatte ich noch nie eine Beziehung.
Speaker 0: Ich fürchte manchmal, dass ich gar nicht lieben kann, weil ich es nie gelernt habe.
Speaker 0: Ja Potter, da geht es dir ziemlich genau wie mir.
Speaker 0: Bevor ich noch darüber nachdenken kann, greife ich nach Pergament und Feder und beginne zu schreiben.
Speaker 0: Hey Harry, ich kann deine Gedanken und Ängste sehr gut nachvollziehen.
Speaker 0: Glaub mir, wenn ich eine Lösung hätte, würde ich sie dir umgehend präsentieren.
Speaker 0: Denn ich bin, wenn auch mit anderen Vorzeichen, in derselben Situation.
Speaker 0: Bei mir ist es nur so, dass es schon gar keine Anwärterinnen oder Anwärter gibt, die sich mit mir abgeben wollen.
Speaker 0: Wer will schon eine Beziehung mit einem ehemaligen Todesser anfangen?
Speaker 0: Liebe ist leider auch nicht, dass man im Hause Mal voll gut lernen konnte.
Speaker 0: Ich habe zwar wenig körperliche Gewalt erfahren, aber Herzlichkeit und offene Zuneigung war auch nicht, dass in unserem Haus gelebt wurde.
Speaker 0: Wenn ich könnte, ich würde dir die richtige Frau herbeizaubern, und dabei kämen wir uns nicht mal in die Quere.
Speaker 0: Ich bin nämlich schwul.
Speaker 0: Dein Draco.
Speaker 0: Kurz zögere ich, dann rolle ich das Perkament zusammen und bin der Espoo ans Bein.
Speaker 0: Los, verschwende, bevor ich es mir anders überlege, sage ich, allerdings so sanft, dass es dem Kauts vermutlich egal ist, dass die Worte etwas harsch kling.
Speaker 0: Ich blicke ihm nach und wünschte, ich könnte Potters Reaktion sehen, wenn er das liest.
Speaker 0: Dezember, Zwei-Tausendvier, Harry.
Speaker 0: Hey, Puh, sage ich, und reife den kleinen Vogel aus der Luft.
Speaker 0: Ich sehe, dass ihm kalt ist, und der Weg wird mit jedem Flug, den er zurücklegt, etwas weiter.
Speaker 0: Ich kann nicht in Worte fassen, wie entscheidend Puss auftauchen für meine ... Genesung war.
Speaker 0: Ja, so muss man es wohl sagen.
Speaker 0: Da ist einmal die Tatsache, dass er die meiste Zeit in meiner Nähe ist.
Speaker 0: Nachts schläft er in einem Nest, dass er sich aus meinen Kleidern gebaut hat.
Speaker 0: Tags übersitzt er oft auf meinem Rucksack oder meiner Schulter.
Speaker 0: Da ich ihn füttere, muss er nicht oft jagen gehen, und so ist er eigentlich nur dann nicht bei mir, wenn er die Briefe von Drako und mir zustellt.
Speaker 0: Und das ist an der zweite Grund, warum Poo so gut für mich ist.
Speaker 0: Seit ich begonnen habe, Draco von der Zeit in diesem Kerker zu berichten, ist viel bei mir aufgebrochen.
Speaker 0: Es hat mir unglaublich gut getan, diese Geschehnisse niederzuschreiben, und überraschenderweise ist Draco genau der richtige Empfänger.
Speaker 0: Er will mich nicht in Warte packen, ist aber dennoch erstaunlich feinfühlig.
Speaker 0: Nachdem ich so in den letzten Wochen das Hintermieligende aufgearbeitet habe, sind wir nun bei den Problemen der Gegenwart und Zukunft angekommen.
Speaker 0: Ich bereue es ein bisschen, dass ich so weinerlich klingen musste in meinem letzten Brief, aber jetzt kann ich es nicht mehr ändern.
Speaker 0: Und so entrolle ich nun gespannt Drakos Antwort.
Speaker 0: Wie er start, halte ich den Brief in meinen Händen und noch immer halt der letzte Satz in meinem Kopf nach.
Speaker 0: Ich bin schwul.
Speaker 0: Es ist nicht so, dass ich das irgendwie eklig, schlimm oder abstoßen finde.
Speaker 0: Nein, es ist einfach so überraschend.
Speaker 0: Drakomulver ist ein Rheinblüter.
Speaker 0: und in meinem Kopf sah ich ihn immer mit einer schönen und sehr arroganten Frau, die ihm schöne und sehr verzogene Kinder schenken würde.
Speaker 0: Dazu kommt, dass ich nach diesem Satz das Gefühl habe, bisher selbst nur die Hälfte des Angebots genutzt zu haben.
Speaker 0: Leider muss ich nämlich gestehen, dass ich noch nie in die Verlegenheit gekommen bin, meine Sexualität wirklich auszuleben.
Speaker 0: Wie soll ich denn überhaupt wissen, was mich antönt?
Speaker 0: Sicher, ich war in Show und Jenny verliebt, Ich dachte zumindest, dass das, was ich fühlte, Verliebtheit war.
Speaker 0: Aber mehr als ein paar, mehr oder weniger käusche Küste haben wir nicht geteilt.
Speaker 0: Merlin, Jenny hat mir nicht mal gestattet, meine Hände unter ihr Shirt wandern zu lassen.
Speaker 0: Und seither ich säufze, denn mir wird wieder bewusst, wie sehr sich mein Leben von dem normaler Menschen unterschieden hat und noch immer unterscheidet.
Speaker 0: Während der Horcruxjagd hatten wir naturgemäß andere Sorgen und danach ... Sicher hatte ich Unmengen an Angeboten, aber ich konnte keines davon ernst nehmen.
Speaker 0: Ich hatte Voldemort besiegt, natürlich wollten sie alle mit mir ausgehen.
Speaker 0: Ich lehne mich an den Baum unter dem ich die letzte Nacht in meinem Zelt verbracht habe und blicke in die kalen Äste.
Speaker 0: Lasse vor meinem geistigen Auge junge Männer vorbeiziehen.
Speaker 0: Oliver Wurz zum Beispiel, der in seiner Quidditch Ausrüstung und unter der Dusche immer eine gute Figur gemacht hat.
Speaker 0: Ich schließe die Augen und stelle mir Wurz breiten Rücken vor.
Speaker 0: wie das Wasser daran herab rinnt, um von den Rundungen seines prallen Hinterns gebremst, ich reiße die Augen auf, die bei der Erinnerung an Wut offenbar zugefallen sind.
Speaker 0: Ohne mein Bewusstes Zutun ist meine Hand in meinen Schritt gewandert, wo sich eine unübersehbare Beule gebildet hat.
Speaker 0: Dankt, wie konnte mir das all die Jahre nicht auffallen?
Speaker 0: Dezember, zwei-tausendvier.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Fünf Tage sind seit dem letzten Brief vergangen, und Potter hat nicht geantwortet.
Speaker 0: Sicher, das Wetter ist nicht unbedingt dazu geeignet, so einen kleinen Kerl wie Pooh auf einen langen Flug zu schicken.
Speaker 0: Und selbst wenn, vermutlich braucht Pooh einfach ein paar mehr Pausen als normalerweise.
Speaker 0: Aber Potter muss doch wissen, dass mein Outing keine alltägliche Information war und ich daher ein klitzekleines bisschen verunsichert bin, wie seine Reaktion wohl ausfällt.
Speaker 0: Sorgen, dass ihm etwas geschehen ist, muss ich mir ja keine machen, denn Creature gibt sich tiefenentspannt.
Speaker 0: Er hat sehr wohl mitbekommen, dass die kleine Eule Post seines Herrn bringt und auf eine etwas gruselige Weise hat dieser Umstand seine Laune gehoben.
Speaker 0: Kürzlich habe ich ihn erwischt, wie er gesund hat, während er im Salon staub wischte.
Speaker 0: Er hat gesund!
Speaker 0: So verstörend und gleichzeitig vielleicht auch belustigend ein summender Hauself sein mag, er lenkt mich nicht annähernd ausreichend davon ab, mir Potters abweisende Antwort in allen möglichen Variationen auszumalen.
Speaker 0: Sein Schweigen irritiert mich enorm.
Speaker 0: Weil es einfach nicht zu dem impulsiven Gryffindor passt.
Speaker 0: Oder sucht er noch die richtigen Worte, um ihr schonend beizubringen, dass ich sein Haus verlassen und nie mehr mit ihm in Kontakt treten soll?
Speaker 0: Drako!
Speaker 0: Was?
Speaker 0: Erschrocken blicke ich auf und in das fragende Gesicht von Trisha.
Speaker 0: Offenbar steht sie schon etwas länger in meiner Tür.
Speaker 0: Alles in Ordnung bei dir?
Speaker 0: Ich, äh, ja, klar.
Speaker 0: Auch wenn Trisha die eine weitere Person ist, der ich meine sexuelle Orientierung offenbart habe, So weiß sie doch nichts davon, dass Potter und ich uns regelmäßig bisher zumindest schreiben.
Speaker 0: Sieht aber nicht so aus, bemerkt sie scharfsinnig und schiebt die Tür hinter sich zu, während sie meinen Schreibtisch ansteuert.
Speaker 0: Auf den setzt sie sich jetzt und sieht mich von oben herab an.
Speaker 0: Raus mit der Sprache, was ist los?
Speaker 0: Ich beschließe das Problem zu umreißen, ohne Potters Namen zu nennen und Sofze.
Speaker 0: Ich befinde mich in Briefkontakt mit einem früheren Mitschüler.
Speaker 0: Wir haben uns ziemlich viel anvertraut und zuletzt habe ich ihm geschrieben, dass ich schwul bin.
Speaker 0: Nun habe ich Trisha's volle Aufmerksamkeit.
Speaker 0: Sie richtet sich etwas auf und ihr Gesicht nimmt einen besorgten Ausdruck an.
Speaker 0: Mein Herz wird leicht bei so viel freundschaftlicher Fürsorge.
Speaker 0: Und wie hat er reagiert?
Speaker 0: Das ist das ja gar nicht.
Speaker 0: Es sind zwar erst fünf Tage vergangen und er wohnt in Cornwall, aber ich verstumme und senke den Kopf.
Speaker 0: Ich kann und will meine schlimmsten Befürchtungen nicht in Borte fassen.
Speaker 0: Das übernimmt Trisha nun, während sie mir eine Hand auf die Schulter legt.
Speaker 0: Wenn er sich deshalb nicht mehr meldet, ist er der größte Idiot aller Zeiten.
Speaker 0: Dann kannst du ihn getrost vergessen, sie zögert.
Speaker 0: Es sei denn, mein Kopf fährt hoch, hat sie erkannt, dass es sich um Potter handelt?
Speaker 0: Du bist in ihn verliebt.
Speaker 0: Völlig perplexstarre ich sie an und breche dann in erleichtertes Lachen aus.
Speaker 0: Verliebt in ihn?
Speaker 0: Ich schüttle vehement den Kopf.
Speaker 0: Nein, ganz bestimmt nicht.
Speaker 0: Trisha grinst, offenbar froh, mich zum Lachen gebracht zu haben.
Speaker 0: Dann steht sie auf und klopft mir auf die Schulter.
Speaker 0: Komm zum Essen und gib ihm noch ein paar Tage.
Speaker 0: Das Wetter ist echt übel und Kornwöll nicht gerade um die Ecke.
Speaker 0: Vielleicht muss er auch einfach überlegen, wie er darauf antworten soll, auch wenn er kein Problem damit hat.
Speaker 0: Ich nicke und hoffe einfach, dass sie recht hat.
Speaker 0: Abends, als ich nach einem weiteren ollenfreien Tag im Bett liege, gehen mir Trishers Worte durch den Kopf.
Speaker 0: Dann kannst du ihn getrost vergessen.
Speaker 0: Wenn es so einfach wäre, wie soll ich Potter vergessen, während ich in seinem Haus wohne?
Speaker 0: Wie soll ich ihn vergessen, sollte ich wieder ausziehen?
Speaker 0: Ich glaube, selbst wenn ich nach Südamerika zurückkehren würde, ich kann Potter nicht vergessen.
Speaker 0: Im Grunde konnte ich das noch nie.
Speaker 0: Sicher, in den vergangenen Jahren habe ich mich sehr effektiv abgelenkt, und das ist mir auch ziemlich gut gelungen.
Speaker 0: Aber Potter ist in der Zauberer Welt einfach Omni präsent, und allein die Nennung seines Namens hat jedes Mal dafür gesorgt, dass alle meine Sinne auf Empfang waren.
Speaker 0: Als würde alles, was Potter angeht, mich betreffen.
Speaker 0: Aber verliebt?
Speaker 0: Nein.
Speaker 0: Wie sollte ich in ihn verliebt sein?
Speaker 0: Wir haben ja kaum miteinander zu tun, also körperlich.
Speaker 0: Davon abgesehen.
Speaker 0: Ja, schlecht sieht er nicht aus.
Speaker 0: Aber zuletzt hatte ich eher das Bedürfnis, ihm ein Brot zu schmieren, als mich gegen ihn zu pressen.
Speaker 0: Ich drehe mich auf die Seite und ignoriere aktiv die Tatsache, dass ich es wirklich schade finde, nicht mehr in Potters Schlafzimmer zu übernachten.
Speaker 0: Dezember, zwei-tausend-vier.
Speaker 0: Harry.
Speaker 0: Wie antwortet man auf ein Outing, das einen selbst ziemlich ins Schlingern gebracht hat?
Speaker 0: Nachdem ich nun ein paar Tage damit verbracht habe, im Selbstversuch, mein Erregungslevel bei der Vorstellung weiblicher und männlicher Körper zu testen, ist das Ergebnis niederschmetternd eindeutig.
Speaker 0: Niederschmetternd nicht, weil das ein Problem für mich wäre, aber die Tatsache, dass ich vierundzwanzig Jahre alt werden muss, bevor ich selbst begreife, dass ich schwul bin, macht mir ziemlich zu schaffen.
Speaker 0: Ehrlicherweise muss ich mir zwar eingestehen, dass sich an meinem vorrangigen Problem nun nicht wirklich etwas ändert, denn ich bin immer noch Harry Potter und ob ich nun keine Frau oder keinen Mann finde, ist eigentlich zweitrangig.
Speaker 0: Dennoch macht es mich irgendwie traurig, dass ich mir und meinen eigenen Empfindungen offenbar so wenig Aufmerksamkeit geschenkt habe in den letzten Jahren.
Speaker 0: Der Krieg ist doch nun wirklich lange genug vorbei.
Speaker 0: Nehme ich meine eigene Berühmtheit nur als Vorwand?
Speaker 0: Verstecke ich mich dahinter, um nur ja nicht verletzt zu werden?
Speaker 0: Bin ich vielleicht einfach beziehungsunfähig?
Speaker 0: Immerhin habe ich selbst die Beziehung zu meinen Freunden sehr schleifen lassen in letzter Zeit.
Speaker 0: Oder lag das alles an der dunklen Magie am Cremortplatz?
Speaker 0: Hat diese mich so abgestumpft, dass ich nicht einmal gemerkt habe, wie ich seelisch verkümmere?
Speaker 0: Ich säufze.
Speaker 0: Vermutlich ist es eine Mischung aus allem, und ich nehme mir fest vor, von nun an mit offenen Augen durch das Leben zu gehen und auch mal etwas zu wagen.
Speaker 0: Wenn ich mich nicht mehr so sehr vor der Öffentlichkeit verstecke, reagiert diese vielleicht auch nicht mehr so extrem auf alles, was ich mache.
Speaker 0: Ach puh, sage ich, und kraul das weiche Gefieder meines kleinen Freundes.
Speaker 0: Das ist doch alles reine Theorie.
Speaker 0: Ich werde das nie so hinbekommen.
Speaker 0: Mein Blick schweift zu Dracos Brief und damit zu meinem dringlicheren Problem.
Speaker 0: Ich weiß, dass ich Draco antworten muss.
Speaker 0: Er wird sich Gedanken machen, wenn meine Reaktion so lange ausbleibt.
Speaker 0: Allerdings sitze ich seit zwei Tagen in meinem zum Glück sehr gut geschützten Zelt, denn an Laufen ist nicht zu denken.
Speaker 0: Der Winter markiert in Cornwall etwas milder sein.
Speaker 0: Angenehm ist er deshalb noch lange nicht.
Speaker 0: Der eiskalte Regen, in dem sich immer wieder Schnee mischt, Peitscht ungehemmt gegen mein Zelt und gibt mir damit ein sehr gutes Alibi, meinen kleinen Kauts nicht auf den Weg zu schicken.
Speaker 0: Morgen, so nehme ich mir vor, werde ich einen Brief formulieren und sobald das Wetter es zuläs, schicke ich Buu auf den Weg.
Speaker 0: Der nächste Morgen ist frei von Alibis, denn eine milchige Wintersonne weckt mich.
Speaker 0: Der Himmel ist zwar bedeckt, aber Niederschlag scheint nicht in Sicht zu sein.
Speaker 0: Nach dem Frühstück hole ich also Papier und Stift hervor, um Dracos Antwort zu formulieren.
Speaker 0: Hallo Draco.
Speaker 0: Das war der einfache Teil.
Speaker 0: Der Stift schwebt über der freien Zeile, ohne dass ich auch nur den Hauch einer Ahnung habe, wie ich weitermachen soll.
Speaker 0: Schließlich schüttle ich den Kopf.
Speaker 0: Wie viele Ängste und Sorgen habe ich nun schon mit Racco geteilt, ohne es bereut zu haben.
Speaker 0: Er hat mir einen enormen Vertrauensvorschuss gegeben und hat es verdient, dass ich ehrlich zu ihm bin.
Speaker 0: Ohne mir noch lange Gedanken zu machen, setze ich den Stift an und schreibe einfach drauf los.
Speaker 0: Ich möchte dir sagen, wie viel mir dein Vertrauen bedeutet.
Speaker 0: Es tut mir leid, dass ich so lange für die Antwort gebraucht habe, aber deine Ehrlichkeit hat einiges in mir ausgelöst.
Speaker 0: Das erste Mal in meinem Leben habe ich mir selbst Gedanken darüber gemacht, wen oder was ich eigentlich anziehen finde.
Speaker 0: Tja, was soll ich sagen?
Speaker 0: Auch wenn es mir an Feldstudien mangelt, kann ich mir ziemlicher Sicherheit sagen, dass ich wohl auch eher auf Männer stehe.
Speaker 0: Ziemlich armselig, das im Alter von vierundzwanzig Jahren festzustellen, oder?
Speaker 0: Naja, im Grunde ist es ja egal.
Speaker 0: denn an den grundlegenden Problemen ändert es nichts.
Speaker 0: Und es ist ja nicht so, dass ich mit Frauen mehr Erfahrung hätte.
Speaker 0: Jedenfalls musst du dir keine Gedanken machen.
Speaker 0: Dein Geheimnis, soweit es überhaupt eines ist, ist bei mir gut aufgehoben.
Speaker 0: Und du hast mir damit mal wieder weiter geholfen, und du hast mir damit mal wieder geholfen, etwas mehr über mich zu lernen.
Speaker 0: Mal sehen, was du mir noch alles beibringen kannst, während ich im Schnee-Regen von Cornwall sitze.
Speaker 0: Ich hoffe, es geht dir und Creature gut.
Speaker 0: Grüß ihn von mir.
Speaker 0: Dein Harry.
Speaker 0: Ich lese den Brief nochmal durch und finde, dass er etwas dramatisch klingt.
Speaker 0: Aber ich mag mir jetzt keine Gedanken mehr machen und falte ihn daher zusammen, um Puh auf den Weg zu schicken.
Speaker 0: Pass auf dich auf, Kleiner.
Speaker 0: Gebe ich ihm noch mit und sehe ihm etwas besorgt nach.
Speaker 0: Es ist ein weiter Weg für ein so kleines Tier.
Speaker 0: Dezember, zwei-tasend-vier.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Eine Woche ist vergangen ohne einen Brief von Potter.
Speaker 0: Inzwischen habe ich erfahren, dass in Kornwell starke Regenfälle herrschten, was mich etwas milder stimmte, Auch wenn ich immer noch zwischen Wut, Angst und Zuversicht wanke.
Speaker 0: Ich komme von einem sehr unschönen Einsatz nach Hause, der mich aber immerhin erfolgreich von meinem Frust abgelenkt hat.
Speaker 0: Als ich in die Küche komme, fällt mein Blick sofort auf Puh, der schlafend auf einer Stuhlähne hockt.
Speaker 0: Der Brief, den er offensichtlich gebracht hat, liegt auf dem Tisch.
Speaker 0: Mit zwei Schritten durchquere ich die Küche, schnappe mir den Brief und wecke damit Puh auf, der mich für Wirt anblinzelt.
Speaker 0: Ich lasse mich auf einen Stuhl fallen und lese potters Antwort.
Speaker 0: Einmal Zweimal.
Speaker 0: Dann lasse ich den Brief sinken und lache.
Speaker 0: Ich lache vor Erleichterung.
Speaker 0: Ich lache, weil es einfach so typisch Potter ist, nicht zu wissen, was er empfindet.
Speaker 0: Und ich lache, weil es ein so wunderbares Gefühl ist, wie sehr er mir vertraut.
Speaker 0: Potter, du bist so ein Idiot, sage ich laut und höre selbst, wie Liebevoll es klingt.
Speaker 0: Dann stehe ich auf und mache mir einen Tee, während ich Puh eine extra Portion Eulenkeekse gebe, auch wenn ich sicher bin, dass Creature ihn bereits bestens versorgt hat.
Speaker 0: Mit der Tasse in der Hand sitze ich am Küchentisch und muss immer noch grinsen.
Speaker 0: Da sind wir also, wir beiden schwulen Männer, beide irgendwie ziemlich verkorkst und nicht in der Lage, Liebe zu finden.
Speaker 0: Ich wünschte Potter wäre hier und wir könnten miteinander sprechen.
Speaker 0: Für den Anfang war es vielleicht gut, sich Briefe zu schreiben, aber nun würde ich zu gerne von Angesicht zu Angesicht mit ihm reden.
Speaker 0: Ich rufe Perkument und Feder herbei, nicht ohne Poes skeptischen Blick zu bemerken.
Speaker 0: Keine Angst, Po, sage ich sanft.
Speaker 0: Vor morgen Vormittag musst du nicht losfliegen.
Speaker 0: Puh schüttelt seine Federn aus und vergreibt seinen Kopf wieder unter seinem Flügel.
Speaker 0: Eindeutig anzeichen, dass das Eulentransportwesen für heute geschlossen hat.
Speaker 0: Mit einem Schmunzeln setze ich die Feder an.
Speaker 0: Hallo, Harry.
Speaker 0: Freut mich, dass ich dir helfen konnte, diese nicht ganz unwichtige Erkenntnis zu gewinnen.
Speaker 0: Vielleicht ergibt sich ja auf deine Reise mal noch die Gelegenheit, deine Theorie am lebenden Objekt zu überprüfen.
Speaker 0: Falls ja, würde mich das Ergebnis interessieren.
Speaker 0: Merlin, soll ich das wirklich schreiben?
Speaker 0: Und will ich wirklich wissen, wie Potters erste Versuche ausfallen?
Speaker 0: Die Antwort lautet Ja.
Speaker 0: Allein die Vorstellung, wie er mir davon berichtet, lässt gewisse Körperteile zucken.
Speaker 0: Ich beuge mich schnell wieder über das Parlament und schreibe weiter.
Speaker 0: Armselig finde ich es nichts, dass du das bisher nicht gemerkt hast.
Speaker 0: Soweit ich weiß, gibt es genügend Teteropare, von denen ein Part erst nach Jahren merkt, dass er oder sie eigentlich auf das eigene Geschlecht steht.
Speaker 0: Und außerdem, wer sagt denn, dass man sich festlegen muss?
Speaker 0: Für mich persönlich ist die Sache Glas klar.
Speaker 0: Dafür musste ich aber selber erst ans andere Ende der Welt reisen.
Speaker 0: Dort war es auch für mich leichter, die Vergangenheit hinter mir zu lassen.
Speaker 0: Wenn man es mit Menschen zu tun hat, die nichts von einem wissen und eine nicht von vornherein in Schubladen stecken, ergibt sich eine ganz andere Energie.
Speaker 0: Nicht, dass ich auf diesem Wege den einen gefunden hätte, aber ich konnte mich einfach mal ein bisschen treiben lassen und dabei herausfinden, was ich eigentlich möchte.
Speaker 0: Ich hoffe sehr, dass dir das auch noch gelingt.
Speaker 0: Fühl dich fest umarmt.
Speaker 0: Ich habe das Gefühl, dass dir das gerade fehlt.
Speaker 0: Dein Draco.
Speaker 0: Dezember, zwei-tausend-vier, Harry.
Speaker 0: Ich streife durch die weihnachtlich geschmückten Gassen von Fallmoth.
Speaker 0: In einer Woche ist heilig Abend und ich glaube, dass das ein guter Zeitpunkt wäre, um heim zu kehren.
Speaker 0: Draco's letzter Brief hat tatsächlich die Sehnsucht nach menschlicher Nähe in mir geweckt und die Vorstellung, mich in seiner Umarmung einfach fallen zu lassen, hat ein beinahe schmerzhaftes Ziehen in mir ausgelöst.
Speaker 0: Und natürlich hat auch sein Vorschlag, ich solle einfach mal Erfahrungen sammeln und ihm davon berichten, körperliche Reaktionen hervorgebracht.
Speaker 0: So sehr es mich irgendwie gereizt hat, in der Anonymität einer Muckelstadt unterzutauchen, so wenig konnte ich mir vorstellen, diese ersten Erfahrungen mit einem Fremden zu machen.
Speaker 0: Die Frage, mit wem ich sie sonst irgendwann machen sollte, habe ich dabei geflissenlich ignoriert.
Speaker 0: Allerdings hat Drakos Vorschlag dafür gesorgt, dass in meinem Kopf so einige Dinge Gestaltannahmen, während ich mir vorstellte, was ich ihm so alles erzählen könnte, wenn ich denn nur den Mut finde.
Speaker 0: Einstweilen genügen mir allerdings diese Gedankenspiele mit schönen Männerkörpern und ich habe inzwischen meinen eigenen Körper auf diese Weise auch besser kennengelernt.
Speaker 0: Es ist das erste Mal, dass ich die Betriebsamkeit einer Stadt wieder genießen kann.
Speaker 0: Die vielen Leute bescheren mir kein Unbehagen und ich genieße sogar den vorweihnachtlichen Trubel und lasse mich davon mitreißen.
Speaker 0: Stundenlang streife ich durch die Geschäfte und kaufe Weihnachtsgeschenke.
Speaker 0: Erst als ich mich in einem Café an einen kleinen Tisch setze, wird mir bewusst, dass ich damit meine Entscheidung wohl getroffen habe und an Weihnachten wieder zu Hause sein werde.
Speaker 0: Während ich meinen Tee trinke, stelle ich mir vor, wie ich mit Drako zusammen den Weihnachtsbaum schmücke, bis mir bewusst wird, dass ich hier wohl etwas übergriffig bin.
Speaker 0: Immerhin lebt Drako's Mutter noch und vermutlich wird er sie besuchen wollen, da sie nicht nach England kommen kann.
Speaker 0: Die Enttäuschung, die sich mit einem Mal einstellt, wirkt wie eine kalte Dusche, und ich ärgere mich über mich selbst, dass ich so alberne Gedanken überhaupt zugelassen habe.
Speaker 0: Derart wieder in der Realität angekommen, blicke ich mich verstohlen um und zaubere dann meine Einkörfe klein, damit ich sie alle in meinen Rucksack unterbringen kann.
Speaker 0: Als ich mich auf den Weg aus der Stadt heraus mache, ärgere ich mich, dass ich mir selbst so die Laune verdorben habe.
Speaker 0: Warum blocke ich denn die schönen Gedanken ab?
Speaker 0: Die Ernüchterung kommt ja von alleine, da könnte ich doch wenigstens jetzt ein bisschen träumen, oder?
Speaker 0: Aber ich will nicht träumen.
Speaker 0: Ich will nicht enttäuscht werden.
Speaker 0: Vielleicht, so überlege ich, sollte ich doch noch länger unterwegs sein, einfach, um nicht mit der Realität konfrontiert zu werden.
Speaker 0: Schlecht gelaunt erreiche ich vor der bald einbrechenden Dämmerung den Rand eines Waldes.
Speaker 0: Aufgrund der Jahreszeit sind nur wenige Menschen unterwegs.
Speaker 0: Mit einem Mal fühle ich mich schrecklich einsam.
Speaker 0: Puh habe ich heute Morgen weggeschickt, da es in der Stadt ziemlich auffällig wäre, einen Kauts auf der Schulter sitzen zu haben.
Speaker 0: Ich weiß, dass er mich finden wird.
Speaker 0: Vielleicht bleibt er auch über Nacht weg.
Speaker 0: Das macht er hin und wieder, wenn vermutlich doch der natürliche Jagdinstinkt mal wieder seinen Tribut fordert.
Speaker 0: Den Rucksack noch auf dem Rücken drehe ich mich ein paar Mal, um mich selbst um den passenden Platz für das Zelt zu finden, als ich ein Geräusch höre und mich umdrehe.
Speaker 0: Ein Mantre zwischen den Bäumen hervor und erhält etwas in der Hand.
Speaker 0: Zuerst denke ich, dass es ein Muckel ist, aber dann ergreift er das Wort.
Speaker 0: Potter, wie lange suche ich dich schon?
Speaker 0: Und jetzt kommst du mich in meiner Stöpfe suchen.
Speaker 0: Ich brauche einen Moment, bis ich ihn erkenne.
Speaker 0: Aber dann trefft mich die Erkenntnis.
Speaker 0: Das ist Philip Nolan.
Speaker 0: Endlich.
Speaker 0: Ungesagt spreche ich einen Protego, bevor ich ihn anspreche.
Speaker 0: Nolan, du wirst es bereuen, dass du Garrett getötet hast.
Speaker 0: Garrett?
Speaker 0: Er lacht.
Speaker 0: Meinst du diesen Abschaum von Menschen?
Speaker 0: Der hatte wirklich einen Namen.
Speaker 0: Freut mich, dass du die Botschaft verstanden hast, aber jetzt bist du fällig.
Speaker 0: Ich will eben einen Zauber sprechen, als ein Knall die Stille durchbricht und ich von den Füßen gerissen werde.
Speaker 0: Der Rucksack fetert den Aufprall ab, aber der Schmerz in meiner Schulter breitet sich dennoch rasend schnell aus und nimmt mir zusammen mit dem Aufprall kurz die Luft.
Speaker 0: Was für ein Zauber war, dass der es durch meine Schilde geschafft hat.
Speaker 0: Ich habe keine Zeit, mir Gedanken darüber zu machen und rolle mich auf die Seite, während ich versuche, den Rucksack trotz Schmerzen loszuwerben.
Speaker 0: Ein weiterer Knall ertönt und offenbar wurde der Rucksack von etwas getroffen, denn ich werde zur Seite geschleudert.
Speaker 0: Rasch spreche ich einen Zauber, um die Last loszuwerden und droppe tief geduckt am Boden entlang, ohne zu wissen, wo Nolan sich inzwischen befindet und was zur Hölle er vorhat.
Speaker 0: Dezember, Zwei-Tausendvier, Draco.
Speaker 0: Es ist jedes Jahr dasselbe in der Vorweihnachtszeit.
Speaker 0: Und dafür ist es egal, ob man sich in Südamerika oder in England befindet, die Leute drehen einfach durch.
Speaker 0: Ich habe beschlossen, mich dieses Jahr nicht davon anstecken zu lassen und habe daher die Einladung eines Kollegen zu einem Umtrunk in der Winkelgasse ausgeschlagen.
Speaker 0: Ich weiß, wie so etwas endet.
Speaker 0: Am Schluss ist es einfach immer nur peinlich und alle schwören sich nie wieder Glühwein zu trinken.
Speaker 0: Ich habe mich daher eben von meinen Kolleginnen und Kollegen verabschiedet, als Creature vor mir auftaucht.
Speaker 0: Hier im Gang des Ministeriums.
Speaker 0: Mein Herz setzt einen Moment aus, denn das kann nur eines bedeuten.
Speaker 0: Potter ist in einer Notlage.
Speaker 0: Ohne ein Wort zu sagen, reiche ich Creature die Hand und wenige Sekunden später umfängt uns eisiger Wind.
Speaker 0: Kapitel Vierzehn.
Speaker 0: Wer rettet wehn?
Speaker 0: Dezember Zwei-Ton-Fier.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Ich ziehe den Zauberstab und versuche mich zu orientieren.
Speaker 0: Wir befinden uns am Rand eines Waldes und auf den ersten Blick kann ich nicht erkennen, warum Creature uns hierher gebracht hat.
Speaker 0: Ein lauter Knall lässt mich zusammenzucken und ich werfe mich auf dem Boden.
Speaker 0: Creature neben mir gibt einen klagenden Laut von sich.
Speaker 0: Scheiße!
Speaker 0: War das Potters Stimme?
Speaker 0: In meinen Ohren halt der Knall noch nach, sodass ich mir nicht sicher bin.
Speaker 0: Panik macht sich in mir breit.
Speaker 0: Wo sind wir?
Speaker 0: Wo ist Potter?
Speaker 0: Moffliato!
Speaker 0: Draco, Creature seid ihr verletzt!
Speaker 0: Okay, jetzt bin ich mir sicher, dass es Potter ist, auch wenn ich ihn noch nicht sehen kann.
Speaker 0: Das beruhigt mich ein bisschen.
Speaker 0: Dann schaue ich zu Creature, der sich den Kopf hält.
Speaker 0: Zwischen seinen Fingern dringt Blut hervor.
Speaker 0: Creature!
Speaker 0: Es, es ist nicht schlimm, behauptet Creature.
Speaker 0: Immerhin steht er noch und kann sprechen.
Speaker 0: Ich sehe mich um und hebe den Stab, als ich Schritte höre, die auf uns zukommen, aber dann spüre ich Potters Magie und entspanne mich.
Speaker 0: Die Entspannung ist allerdings nur von kurzer Dauer, denn Potter rast vor Zorn.
Speaker 0: Was macht ihr beiden hier?
Speaker 0: zischt er und zieht uns in eine Senke, während der Creatures Wunde betrachtet und mit seinem Zauberstab darauf zielt.
Speaker 0: — Was wir hier machen?
Speaker 0: — frage ich Wüten zurück.
Speaker 0: — Offenbar befindest du dich in einer Notlage, und wenn du dich erinnern willst, haben wir vereinbart.
Speaker 0: Da fällt mein Blick auf Potters Jacke, die an der Schulter zerrissen ist und einen dunklen Fleck aufweist.
Speaker 0: — Bist du verletzt?
Speaker 0: — Ist nicht schlimm, behauptete Potter, und ich frage mich, ob er sich bewusst ist, dass er wie Creatures Echo klingt.
Speaker 0: Hättest du die Güte, Creature, die Wunde ansehen zu lassen?
Speaker 0: Immerhin hast du ihn gerade auch geheilt.
Speaker 0: Ich muss mich sehr zusammenreißen, diesen Idioten nicht einfach bewusstlos zu hexen und Incentmungus zu verfrachten.
Speaker 0: Später, jetzt muss ich mich um Nolan kümmern.
Speaker 0: Nolan?
Speaker 0: Ist er es, der dich angegriffen hat?
Speaker 0: Wie hat er dich gefunden?
Speaker 0: Und was ist das für ein Zauber?
Speaker 0: Ich glaube, er hat eine Pistole, sagt Potter.
Speaker 0: Das würde erklären, warum mein Schild nicht gehalten hat.
Speaker 0: Ich habe nicht mit einer Muckelwaffe gerechnet.
Speaker 0: Und ehrlicherweise muss man sagen, dass selbst ein starker Protego nur bedingt gegen Schusswaffen wirkt.
Speaker 0: Potter hat begonnen, sich aus der Senke herauszuroppen und ich halte ihn am Knöchelfest.
Speaker 0: Was war das?
Speaker 0: Er dreht den Kopf und sieht mich an.
Speaker 0: Sein Blick ist eisig.
Speaker 0: Ich werde mich jetzt um Nolan kümmern und ihr beide bleibt hier.
Speaker 0: Vergiss es, ich habe dich nicht aus diesem Kerker geholt, um dich jetzt in die Arme dieses Irrenrennen zu lassen.
Speaker 0: Ich kann nicht glauben, dass er denkt Creature und ich würden das zulassen.
Speaker 0: Potter presst den Kiefer aufeinander.
Speaker 0: Auch er scheint zu erkennen, dass er mich schocken müsste, um mich aufzuhalten.
Speaker 0: Ich kann ihm ansehen, dass er mit sich ringt.
Speaker 0: Dann hat er wohl eine Entscheidung getroffen.
Speaker 0: Creature, ich befehle, die hier zu bleiben und dich nicht in Gefahr zu bringen.
Speaker 0: Creature wimmert.
Speaker 0: Das, das kannst du nicht von ihm verlangen.
Speaker 0: Ich bin fassungslos.
Speaker 0: Potter hat keine Ahnung, was er Creature mit so einem Befehl antut.
Speaker 0: Wenn möglich, wird Potters Blick noch kälter.
Speaker 0: Ich werde nicht noch einmal dabei zusehen, wie ein Elf sein Leben für mich gibt, eher sterbe ich.
Speaker 0: Und damit wirft er mir seinen Tarnumhang zu, desillusioniert sich selbst und verschwindet.
Speaker 0: Da scheiße, fluche ich.
Speaker 0: Entschuldigen Sie, ich creature an, der mehr als unglücklich wirkt.
Speaker 0: Ich passe auf ihn auf, verspreche ich, werfe den Tarnumhang über und vollgepotter.
Speaker 0: Zumindest versuche ich es.
Speaker 0: Dezember, zwei tausend vier, Harry.
Speaker 0: Ich kann nicht glauben, dass Strakke und Creature hier sind.
Speaker 0: Wie soll ich mich konzentrieren, wenn die Angst den beiden könnte etwas zustoßen, wild in mir tobt?
Speaker 0: Trotz des Zaubers, der mich verbirgt, laufe ich geduckt und im Zickzack.
Speaker 0: Ich habe keine Ahnung, wo Draco ist, aber er muss sich links hinter mir befinden.
Speaker 0: Der Waldrand vor mir ist nun in völlige Dunkelheit getaucht, und ich kann nicht erkennen, wo Nolan sich aufhält.
Speaker 0: Ich höre ein Geräusch hinter mir und bleibe stehen.
Speaker 0: Draco?
Speaker 0: Ja.
Speaker 0: Ich sollte nicht zu erleichtert sein, seine Stimme zu hören.
Speaker 0: Er sollte mit Creature in Sicherheit am Grimortplatz sitzen und nicht hier, wo Nolan jederzeit wieder einen Schuss aus seiner Waffe abfeuern kann.
Speaker 0: Siehst du die Felsen dort links?
Speaker 0: Frage ich und warte auf Dragos Antwort.
Speaker 0: Ja.
Speaker 0: Geh dort in Deckung.
Speaker 0: Ich werde versuchen, Nolan rauszulocken.
Speaker 0: Zumindest so weit, dass du ihn mit einem Zauber treffen kannst.
Speaker 0: Glaubst du, er hat keinen Schutzzauber gesprochen?
Speaker 0: Wir müssen es versuchen.
Speaker 0: Du könntest ihn aus der Deckung auf jeden Fall beschäftigen und so zweit können wir einen etwaigen Schutzzauber vielleicht durchdringen.
Speaker 0: In Ordnung.
Speaker 0: Immerhin gehorcht Draco meinen Anweisungen, was schon mal eine ziemliche Erleichterung ist.
Speaker 0: Ich lausche, wie Draco sich entfernt und warte ein paar Minuten, in denen ich mir eingestehen muss, dass es sich gut anfühlt, nicht alleine zu sein.
Speaker 0: Dennoch muss ich alles tun, damit Draco nichts geschieht.
Speaker 0: Ich mag mir gar nicht vorstellen, was es mit mir macht, wenn er verletzt werden würde.
Speaker 0: Ich beschließe, dass ich nun lange genug gewartet habe und lege mich flach auf den Boden.
Speaker 0: Dann spreche ich einem Patronus, Zauber, Und gleich darauf trat mein Hirsch in großen Schleifen, um einen Standpunkt nicht preiszugeben, gemächlich auf den Wald zu, aus dem nun mehrere Schüsse in seine Richtung abgefeuert werden.
Speaker 0: Drago hat offenbar bereits einige Zauber in die Richtung gesandt, aus der die Schüsse kommen, und ich hoffe einfach mal, dass Nole nun damit beschäftigt ist, seine Schilder aufrecht zu erhalten und nicht mehr wild in der Gegend herum ballert.
Speaker 0: Immer noch desillusioniert und so tief wie möglich geduckt, renne ich auf den Wald zu und erkenne bald Nolan, der sich offenbar gerade nicht entscheiden kann, ob er den Zauber starb oder die Pistole benutzen soll.
Speaker 0: Ich beschließe ihm die Entscheidung abzunehmen und spreche einen Entwaffnungszauber, durch den beide Waffen ihm aus der Hand gleiten.
Speaker 0: Expelliamos wirkt zum Glück auch bei Muckelwaffen, so dass die Gefahr damit erst einmal gebannt ist.
Speaker 0: Nolan liegt am Boden, als ich ihn erreiche.
Speaker 0: Ich frage mich, ob Draco ihn geschockt hat.
Speaker 0: Aber dann erkenne ich, dass es meine Magie ist, die wild um sich schlägt und den somit zu Boden drückt.
Speaker 0: Er lacht irre, auch wenn ich sehe, wie sehr meine Magie ihn zu schaffen macht.
Speaker 0: Ich spreche einen Fessel zauber und sehe mich dann nach Dracoom.
Speaker 0: Es ist also wahr, höre ich Nounens Stimme.
Speaker 0: Es hieß, du bist zu Fuß und erwegs wie ein verdammter Muggl.
Speaker 0: Aber ich kann dich verstehen.
Speaker 0: Man kann viel von Muggl lernen.
Speaker 0: Ihre Waffen sind zum Beispiel sehr nützlich, wenn man sie gegen Magie einsetzt.
Speaker 0: Ja, das habe ich bemerkt.
Speaker 0: Allerdings lässt das Adrenalin gerade nicht zu, dass ich die Wunde in meiner Schulter spüre.
Speaker 0: Muggle dagegen macht man am besten mit Magie alle.
Speaker 0: So wie dein Pennerfreude.
Speaker 0: Silencio, flüstere ich, und Nolan verstummt.
Speaker 0: Es ist zu seinem eigenen Schutz, dass ich ihn nicht weitersprechen lasse.
Speaker 0: Wenn ich zulasse, dass er mir den Mord an Garrett in allen Details ausmalt, kann ich für nichts garantieren.
Speaker 0: In der eintretenden Stille lausche ich gebannt.
Speaker 0: Wo ist Draco?
Speaker 0: Wurde er getroffen?
Speaker 0: Nolan hat wirklich ziemlich wild um sich geschossen.
Speaker 0: Was, wenn er erkannt hat, aus welcher Richtung die Zauber kam und dorthin gezielt hat.
Speaker 0: Die Angst um Draco patscht durch meine Adern, lässt mich nicht mehr klar denken.
Speaker 0: Ich habe doch eben erst festgestellt, wie gern ich ihn mag und wie gern ich ihn richtig kennenlernen möchte.
Speaker 0: Was, wenn er in eben diesem Moment stirbt?
Speaker 0: So wie Garrett gestorben ist, weil ich seine Hilfe in Anspruch genommen habe.
Speaker 0: Das darf nicht passieren.
Speaker 0: Niemals könnte ich mit dieser Bürde weiterleben.
Speaker 0: In diesem Moment kommt Draco durch die Bäume auf mich zugerannt.
Speaker 0: während er den Tarnumhang herabzieht.
Speaker 0: Harry, Harry, bist du in Ordnung?
Speaker 0: Hat er dich getroffen?
Speaker 0: Merlin, sagt, dass du okay bist.
Speaker 0: Seine Stimme klingt fremd, panisch, so völlig anders als er normalerweise klingt.
Speaker 0: Erstar fällt mir ein, dass ich immer noch unter dem Desillusionierungszauber verborgen bin und hebe den Zauber auf.
Speaker 0: Woher weißt du, wo ich bin?
Speaker 0: frage ich Draco.
Speaker 0: jetzt irritiert, denn immerhin ist er ziemlich ziehgerichtet auf mich zugekommen.
Speaker 0: Jetzt bleibt er abrupt stehen und wirkt irgendwie überrumpelt.
Speaker 0: Deine Magie, Drako zögert, da ich nicht wirklich auf seine Frage eingegangen bin.
Speaker 0: Allerdings sieht er ja jetzt, dass es mir gut geht.
Speaker 0: Ich, ich kann sie spüren.
Speaker 0: Ich sehe mich um, was zugegebener Maßnahmen etwas albern ist, und so komme ich mir auch gerade vor.
Speaker 0: Ich muss nach Creature sehen, sage ich brüsk, denn ich bin mit seiner Aussage irgendwie überfordert.
Speaker 0: Drako nickt und bleibt zurück.
Speaker 0: Creature, Creature geht es dir gut.
Speaker 0: Ich renne auf die Stelle zu, wo ich ihn zurückgelassen habe.
Speaker 0: Creature sitzt in der Mulde und zittert am ganzen Leib.
Speaker 0: Creature, was ist los?
Speaker 0: Der, der Master, der Master wurde beinahe getötet und Creature, Creature konnte nichts.
Speaker 0: Bist du verletzt?
Speaker 0: Creature schüttelt vehement in Kopf.
Speaker 0: Der Master hat Creature sehr gut geheilt, aber Creature... Ich sinke auf die Knie.
Speaker 0: Creature, bitte.
Speaker 0: Es tut mir leid, dass ich dir diesen Befehl gegeben habe.
Speaker 0: Es war, es war übergriffig.
Speaker 0: Aber die Vorstellung, dass du stirbst, ich kann nicht weitersprechen.
Speaker 0: Es ist Creatures Aufgabe, den Master zu beschützen.
Speaker 0: Ja, ich weiß, aber diese Waffen, ich, ich habe Dobby verloren, durch ein Messer.
Speaker 0: Ich weiß, dass Elfenmagie stark ist, stärker als die der Menschen, aber diese Muckelwaffen, ich zittere haltlos, jetzt, wo die Anspannung von mir weicht.
Speaker 0: Ich würde Creature gerne in die Arme nehmen, aber ich belasse es bei meiner Hand auf seiner Schulter, da ich sehe, wie er bereits damit beinahe überfordert ist.
Speaker 0: Ich habe die Aroren informiert.
Speaker 0: Drago taucht am Rande der Senke auf.
Speaker 0: Ich kann nur nicken und wünschte, er wäre nicht so weit weg.
Speaker 0: Ich wünschte, er käme zu mir und würde mich umarmen, mich festhalten und mir sagen, dass jetzt alles gut ist, auch wenn ich keine Ahnung habe, wie alles gut sein kann, wenn ich meinen Elfen immer und immer wieder so sehr belaste.
Speaker 0: Dezember, Drakko.
Speaker 0: Verdammt!
Speaker 0: Wie gerne würde ich Potter jetzt einfach in meine Arme ziehen und ihm sagen, dass alles gut ist?
Speaker 0: Aber er hat sich Creature zugewendet, der mit der Aufmerksamkeit seines Herren offensichtlich überfordert ist.
Speaker 0: Aber immerhin lässt er es geschehen, und das beruhigt mich dann doch ziemlich.
Speaker 0: Endlich erscheinen die Arorinnen und Aroren, und da Trisha unter ihnen ist, überlasse ich es ihr, sich um Potter zu kümmern.
Speaker 0: Durch die gesprochenen Muckelabwehrzauber ist es nun möglich, die ganze Szenerie in ein helles Licht zu tauchen, und es jetzt sehe ich, dass Potter's Jacke Blut durchdrängt ist.
Speaker 0: Potter, du bist so ein Idiot, du bist verletzt und lässt es nicht zu, dass man dir hilft.
Speaker 0: Ich will eigentlich nicht so wütend klingen, aber ich kann nicht anders.
Speaker 0: Potter will ja nicht, dass ich mich um ihn kümmere.
Speaker 0: Er muss die ganze Welt retten und den Helden spielen, wie ich das hasse.
Speaker 0: Ich mache auf dem Absatz Kehrt und überlasse es Trisha, ihren bescheuerten Kollegen insengt Mungus zu bringen.
Speaker 0: Ich stehe in der Küche am Grimortplatz und habe mir eben einen Tee gemacht, als Creature erscheint.
Speaker 0: Geht es dir gut, Creature?
Speaker 0: Er nickt, bleibt aber unschlüssig stehen, als hätte er noch etwas auf dem Herzen.
Speaker 0: Potter ist kein Herr, wie du es bisher gewohnt warst.
Speaker 0: Was, frage ich leise.
Speaker 0: Creature schüttelt den Kopf.
Speaker 0: Es, es ist nicht leicht für Creature.
Speaker 0: Erst hat Creature den Master in Gefahr gebracht.
Speaker 0: Das war nicht deine Schuld, Creature.
Speaker 0: Es war Bellatrix-Fluch.
Speaker 0: Und dann hat der Master Creature ... Er verstummt, da er nichts Schlechtes über Potter sagen will, sagen kann.
Speaker 0: Aber ich kann und ich will.
Speaker 0: Es war egoistisch von Potter, dir so einen Befehl zu geben.
Speaker 0: Er glaubt, dass immer nur er alle retten darf.
Speaker 0: Dabei ist er eigentlich der Einzige, den man ständig retten muss.
Speaker 0: W-Wird Master Malpha jetzt ausziehen?
Speaker 0: Die Frage überrascht mich etwas, denn ich glaube, herauszuhören, dass Creature das Schade finde.
Speaker 0: Ich säufze.
Speaker 0: Ich weiß es nicht, Creature.
Speaker 0: Die Wahrheit ist, dass ich mich auf Potters Rückkehr gefreut habe.
Speaker 0: Dass ich mir vorgestellt habe, wie wir in einer Art Wohngemeinschaft zusammen hier am Grimortplatz leben könnten.
Speaker 0: Die Wahrheit ist, dass ich das Gefühl habe, nicht mehr ohne Potters Magie leben zu können.
Speaker 0: Sie ist so essentiell für mich, wie die Luft, die ich atme.
Speaker 0: Ich will Potter kennenlernen, an dem anknüpfen, was wir mit unseren Briefen begonnen haben.
Speaker 0: Die Vorstellung, in die Wohnung zu ziehen, zu der ich keinerlei Bezug habe und Potter wieder aus meinem Leben zu streichen.
Speaker 0: Ich glaube, dass ich England dann für immer verlassen müsste.
Speaker 0: So sitzen wir beide in der Küche.
Speaker 0: Der Hauself, der gezwungen worden war, seinen Herrn in den vermeintlich sicheren Tod trennen zu lassen, und ich, der zwischen unbändiger Wut auf den idiotischen Gryffindor und Angst von ihm aus dem Haus geworfen zu werden hin und her gerissen bin.
Speaker 0: Dieser Mann hat es schon immer geschafft, die widersprüchlichsten Gefühle in mir auszulösen.
Speaker 0: Nach ungefähr einer Stunde klingelt es an der Haustür.
Speaker 0: Creature verschwindet umgehend, um sie zu öffnen.
Speaker 0: und ich erhebe mich, um ihm zu Fuß zu folgen.
Speaker 0: Potter steht im Türrahmen.
Speaker 0: Ich bin immer noch zu aufgewühlt, um zu entscheiden, ob ich ihn lieber in meine Arme ziehen oder ihm eine reinhauen will, vermutlich beides.
Speaker 0: Eigentlich sollte ich mich freuen, dass er hierher gekommen ist.
Speaker 0: Ich sollte mich erkundigen, wie es an der Schulter geht.
Speaker 0: Er trägt den Arm in einer Schlinge.
Speaker 0: Offenbar sind Wunden aus Muckelwaffen nicht so einfach zu heilen, vor allem, wenn man danach durch den Dreck roppt.
Speaker 0: Ich sollte ihnen seinem Zuhause willkommen heißen.
Speaker 0: und ihm helfen sich darin wieder heimisch zu fühlen.
Speaker 0: Aber ich schweige.
Speaker 0: Genau wie Creature, genau wie Potter selbst.
Speaker 0: Schließlich stößt er sich vom Türrahmen ab und dreht sich um, geht mit gesenktem Kopf die Treppe hinab und auf das Schmiede-Eiserne-Tor zu.
Speaker 0: Dezember, zwei-tausend-vier, Harry.
Speaker 0: Ich habe alles falsch gemacht.
Speaker 0: Niemals hätte ich Creature so einen Befehl geben dürfen.
Speaker 0: Es war übergriffig und hat ihm das Gefühl gegeben, mich verraten zu haben.
Speaker 0: Ich weiß nicht, wie ich das jemals wieder gut machen soll.
Speaker 0: Und Draco?
Speaker 0: So vertraut er mir erschien, während wir uns Briefe schrieben.
Speaker 0: So fremd ist er mir jetzt.
Speaker 0: Wenn er meine Magie spüren kann, warum spürt er dann nicht, wie sehr ich seine Nähe brauche?
Speaker 0: Warum hat er mich alleine gelassen und ist gegangen, kaum dass Trisha da war?
Speaker 0: Warum sagt er nicht, sondern steht schweigen mit Creature zusammen in der Tür und gibt mir noch mehr das Gefühl, der Mises der Herr zu sein, den es gibt.
Speaker 0: Ein leises Kreischen lässt mich aufblicken.
Speaker 0: Und erleichtert erkenne ich, dass es Puh ist.
Speaker 0: Ich reibe meine Wange an seinen kleinen Körper, als er sich auf meine Schulter setzt.
Speaker 0: Du hast mich gefunden.
Speaker 0: Zum Glück warst du nicht dort, sonst hätte ich auch noch Angst um dich haben müssen.
Speaker 0: Flüstere ich.
Speaker 0: Ich bin inzwischen an dem Tour angekommen, unfähig zu entscheiden, was ich eigentlich will.
Speaker 0: Ich hatte gehofft, dass ich mein Haus wieder betreten kann.
Speaker 0: Aber ohne Drakos und Creatures Unterstützung werde ich es auf keinen Fall schaffen.
Speaker 0: Puhsgefieder an meiner Wange trat mir die Tränen in die Augen.
Speaker 0: Der Gedanke an Hedwig und an Dobby überfällt mich.
Speaker 0: Und ohne dass ich etwas dagegen tun kann, drängen sich alle Verluste wieder in Erinnerung.
Speaker 0: Und vor allem die, die direkt vor meinen Augen stattfanden.
Speaker 0: Die, bei denen sich auch nach all den Jahren die Frage stellt, ob ich sie nicht hätte verhindern können.
Speaker 0: Ich bin mir bewusst, dass diese Frage müßig ist.
Speaker 0: Aber sie sorgt eben dafür, dass ich wenigstens alles erdenkliche Versuche zu tun, um weitere Opfer zu vermeiden.
Speaker 0: Das mag er auf gewisse Weise auch egoistisch sein, aber dann bin ich eben egoistisch.
Speaker 0: Ich lege meine Hand auf die Klinke, ohne zu wissen, wo ich eigentlich hingehen will.
Speaker 0: Potter!
Speaker 0: Drago ist hinter mich getreten, ohne dass ich es gemerkt habe.
Speaker 0: Wie gerne würde ich mich umdrehen und mich in seine Arme werfen?
Speaker 0: Gehalten werden?
Speaker 0: Loslassen?
Speaker 0: Geh nicht.
Speaker 0: Bitte, nicht allein.
Speaker 0: Seine Stimme ist leise und flehend.
Speaker 0: Ich atme tief durch und versuche mich zusammen zu reißen, bevor ich mich umdrehe und ihm in die Augen blicke.
Speaker 0: Ich weiß nicht, ob ich es schaffe, sage ich, und blicke zum Haus.
Speaker 0: Willst du es denn?
Speaker 0: Denn wenn du es willst, dann wirst du es schaffen.
Speaker 0: Du bist der größte Dickhopf, den ich kenne.
Speaker 0: Ich höre Dracos Grinsen mehr als ich aussehe, denn meine Aufmerksamkeit liegt jetzt auf Creature, der in der beleuchteten Eingangstür steht und mich mit unleserlichem Blick ansieht.
Speaker 0: Ja, das Wort kommt wie ein Krächzen aus meinem Mund.
Speaker 0: Es ist wahr, ich will dieses Haus wieder betreten und darin wohnen können.
Speaker 0: Bevor ich näher darüber nachdenken kann, wie sich das anfühlen wird, spüre ich Dragos Hand in meiner.
Speaker 0: Erschrocken wende ich den Kopf und sehe ihn an.
Speaker 0: Er legt den Kopf etwas schief und ich glaube ein kurzes Funkeln in seinen Augen zu sehen.
Speaker 0: So als würde das Angst, Porter, ihn bereits auf der Zunge kitzeln.
Speaker 0: Stattdessen sagt er aber, dann komm, Creature und ich sind da und helfen dir.
Speaker 0: Langsam macht er einen Schritt auf die Treppe zu, und als wolle er mich auch noch überzeugen, hebt Puh von meiner Schulter ab und fliegt über Creatures Kopf in die Eingangshalle.
Speaker 0: Ich folge Dracus leicht im Zug an meiner Hand und setze wie ferngesteuert einen Fuß vor den anderen.
Speaker 0: Creature heißt den Master in seinem Haus willkommen.
Speaker 0: Creatures Stimme bebt leicht bei diesen Borten.
Speaker 0: Ich gehe vor ihm in die Hocke.
Speaker 0: Bevor ich mein Haus wieder als mein Zuhause annehmen kann, muss ich das klarstellen.
Speaker 0: Creature Ich weiß, dass ich mich aus deiner Sicht nicht richtig verhalten habe.
Speaker 0: Creature will protestieren, aber ich hebe die Hand, um seine Antwort zu unterbinden.
Speaker 0: Und es tut mir leid, dass du unter meinem Befehl gelitten hast.
Speaker 0: Es war egoistisch von mir.
Speaker 0: Weil ich dich nicht verlieren will.
Speaker 0: Du bist ein guter Hauself.
Speaker 0: Ich kann mir keinen besseren vorstellen.
Speaker 0: Bitte verzei mir mein übergriffiges Handeln.
Speaker 0: Nochmals hole ich tief Luft, denn ich weiß, dass er meine folgenden Worte nicht hören will.
Speaker 0: Ich kann dir nicht versprechen, in einer ähnlichen Situation nicht wieder so zu handeln.
Speaker 0: Creature senkt den Kopf und verharrt eine ganze Weile in diese Haltung.
Speaker 0: Schließlich sagt er, Master Potter ist ein ungewöhnlicher Herr.
Speaker 0: Creature wird versuchen, er wird versuchen zu verstehen, warum Master Potter so handelt.
Speaker 0: Dank, Creature, sage ich, denn mehr kann ich wohl nicht von ihm verlangen.
Speaker 0: Ich erhebe mich und straffe die Schultern, wobei ich leicht zusammenzucke, weil meine verletzte Schulter gegen diese Bewegung protestiert.
Speaker 0: Draco, der meine Hand zwangsläufig loslassen musste, als ich mich zu Creature hinabgebeugt habe, legt mir nun eine Hand auf den Rücken.
Speaker 0: Ich bin ihm dankbar für diesen Rückhalt, denn so sehr ich mir wünsche, wie der hier leben zu können, ich habe keinen blassen Schimmer, ob ich es kann.
Speaker 0: Wo willst du zuerst hin?
Speaker 0: fragt Draco, als wir im Treppenhaus angekommen sind.
Speaker 0: Ich schließe die Augen im Versuche, die Magie des Hauses zu erspüren.
Speaker 0: Sie ist ganz und gar anders, als ich sie in Erinnerung habe.
Speaker 0: Ohne Vorwarnung preschen Bilder aus längst vergangenen Zeiten auf mich ein.
Speaker 0: Die Weasleys, Hermina, Remus und Tongs, Sirius, selbst Snape.
Speaker 0: Alle, die hier in meinem fünften Schuljahr ein- und ausgegangen sind.
Speaker 0: Damals hat dieses Haus sich genauso angefühlt, als ich frage mich, wie ich es nie hatte bemerken können, wie sehr sich seine Magie seit unserer unfreiwilligen Flucht verändert hat.
Speaker 0: Vielleicht dachte ich einfach, dass ich mich so sehr verändert habe.
Speaker 0: Alles in Ordnung, fragt Draculaise.
Speaker 0: Er muss unter seiner Hand, die immer noch zwischen meinen Schulterblättern liegt, spüren, wie aufgewühlt ich bin.
Speaker 0: Ich nicke, weil ich meiner Stimme nicht traue.
Speaker 0: Nach einigen Augenblicken, in denen ich mich gefangen habe, drehe ich mich zu ihm um.
Speaker 0: Danke.
Speaker 0: Mehr kann ich im Moment nicht sagen.
Speaker 0: Ich will und ich werde ihm noch mit mehr Worten versuchen zu erklären, was er hier für mich geleistet hat.
Speaker 0: Aber momentan fühle ich mich nicht dazu in der Lage.
Speaker 0: Draco scheint zu spüren, wie viel mehr dieses kleine Wort bedeutet, denn er streicht leicht mit der Hand auf und ab.
Speaker 0: Ich wende mich der Treppe zur Küche zu und Draco stockt.
Speaker 0: Willst du das wirklich?
Speaker 0: Ich nickle.
Speaker 0: Das macht keinen Sinn, es aufzuschieben und ich würde mich auch in allen anderen Etagen unwohl fühlen, wenn ich wüsste, dass diese Wunde noch offen ist.
Speaker 0: Lass mich nicht allein, bitte ich.
Speaker 0: Auch wenn ich weiß, dass Draco das sowieso nicht tun würde und auch Creature folgt uns wachsam.
Speaker 0: Als wir in dem Flur vor der Küche angekommen sind, bleibe ich wie erstarrt stehen, denn ein Raum öffnet sich hier, der zuvor nicht da war.
Speaker 0: Unbewusst greife ich nach Draco's Hand und packe vermutlich schmerzhaft zu.
Speaker 0: Das ist der Raum, in dem ich….
Speaker 0: Sollen wir wieder nach oben gehen, fragt Draco, seine Stimme nun etwas beunruhigt.
Speaker 0: Ich schüttle den Kopf und versuche, meine Atmung unter Kontrolle zu bringen.
Speaker 0: Creature schlüpft an uns vorbei und betritt den Raum, den ich zu gut und gleichzeitig überhaupt nicht kenne.
Speaker 0: Creature versichert, Master Potter, dass von diesem Raum keine Gefahr ausgeht, sagt er, und ich spüre mit einem Mal seine Magie.
Speaker 0: Das gibt mir den Mut, einen Schritt auf ihn zuzumachen und noch einen, bis ich schließlich mitten in meinem Kerker stehe.
Speaker 0: Auch ich lasse meine Magie fließen.
Speaker 0: Ich muss wissen, ob das Haus meine Magie zulässt, und zusammen mit Creature flute ich den Raum, bis die Luft knistert.
Speaker 0: Drakos schwere Atem lenkt mich ab.
Speaker 0: Als ich ihn anblicke, erschrecke ich.
Speaker 0: Auf seiner Stirn stehen Schweißtropfen und er wirkt angeschlagen.
Speaker 0: – Draco, alles in Ordnung.
Speaker 0: Mit einem Mal ist die Tatsache, dass ich mich in meinem Gefängnis befinde, vergesse.
Speaker 0: Ja, es ist nur deine eure Magie.
Speaker 0: – Oh, entschuldige das, das war mir nicht bewusst.
Speaker 0: Ich sehe mich um.
Speaker 0: Ich wollte wohl auf Nummer sicher gehen.
Speaker 0: Schief lächern sehe ich Draco an, der sich hektisch über die trockenen Lippen legt und sich ebenfalls an einem kleinen Grinsen versucht.
Speaker 0: Ich ... es ist ... es ist alles okay.
Speaker 0: Wie geht es dir?
Speaker 0: Es fühlt sich seltsam an, und ich weiß noch nicht, was ich mit diesem Raum anfangen soll.
Speaker 0: Ich lasse meinen Blick nochmals über die Mauern schweifen, als ich die Kerben entdecke.
Speaker 0: Langsam gehe ich darauf zu und streiche mit den Fingern darüber.
Speaker 0: Ein Schauer durchfährt mich, und ich wende mich Dragon zu.
Speaker 0: Lass uns in die Küche gehen.
Speaker 0: Creature macht sich daran, einen Tee für uns zu kochen, während wir uns setzen.
Speaker 0: Die Stimmung ist etwas seltsam.
Speaker 0: So nah wir uns eben noch waren, Es ist so viel unausgesprochenes zwischen uns.
Speaker 0: Einerseits haben wir uns schon unglaublich viel anvertraut und andererseits kenne ich Draco eigentlich gar nicht.
Speaker 0: Außerdem habe ich nicht vergessen, dass er vorhin noch wirklich wütend war.
Speaker 0: Ich trinke einen Schluck von meinem Tee und suche jetzt Draco's Blick, aber er start auf seine Tasse.
Speaker 0: Warum warst du so sauer auf mich?
Speaker 0: Draco schweigt.
Speaker 0: Sein Kiefer ist angespannt und er dreht die Tasse unruhig zwischen seinen Fingern.
Speaker 0: Schließlich säufzt er und hebt endlich den Kopf, um einen Blick zu erwidern.
Speaker 0: Um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht.
Speaker 0: Er fährt sich durch die Haare.
Speaker 0: Vielleicht ist Sauer nicht der richtige Ausdruck.
Speaker 0: Es ist nur so, nicht nur du machst dir Sorgen im Anderen.
Speaker 0: Es ist nicht dein Privileg, die ganze Welt zu retten, weißt du?
Speaker 0: Seine Stimme ist gegen Ende nun doch etwas aggressiver geworden.
Speaker 0: Ich lache freudlos auf.
Speaker 0: Nicht die ganze Welt retten, machst du Witze?
Speaker 0: Weißt du, wie viele Tote direkt vor meiner Nase geschehen sind, ohne dass ich sie verhindert hätte?
Speaker 0: Potter!
Speaker 0: Ich zucke zusammen.
Speaker 0: denn er wirkt mit einem Mal so unnaber.
Speaker 0: Mir ist durchaus aufgefallen, dass er mich die ganze Zeit beim Nachnamen genannt hat.
Speaker 0: Dann aber greift er plötzlich über den Tisch und nimmt meine Hand.
Speaker 0: Harry, seine Stimme ist sanft.
Speaker 0: Ich weiß das.
Speaker 0: Ich verstehe das auch.
Speaker 0: Aber auch wenn die Situation mit Hauselfen nochmal besonders ist, weil sie sich gegen den Befehl nicht wehren können, es geht vielen deiner Freundinnen und Freunde genauso, wenn du einfach losziehst und niemand weiß, wie es dir geht.
Speaker 0: Du lässt sie genauso hilflos zurück, wie du heute Creature zurückgelassen hast.
Speaker 0: Und dazu braucht es keinen Kampf und keine Gefahr, weißt du?
Speaker 0: Du lässt die Menschen, denen du etwas bedeutest, hilflos zurück, weil du ihre Hilfe ablehnst, weil du dich abkapselst und alles mit dir alleine ausmachst.
Speaker 0: Ich habe inzwischen ziemlich viel mitbekommen von deinem Leben, bevor der Fluch wirklich seine volle Wirkung entfaltet hat.
Speaker 0: Wenn du mal zulassen würdest, dass andere sich um dich kümmern, hätten bestimmt mehr Leute bemerkt, dass deine Magie unter dem Einfluss des Hauses leidet.
Speaker 0: Granger hat es bemerkt, aber du hast nicht zugelassen, dass sie dir hilft.
Speaker 0: Ich spüre die Tränen, die über meine Wangen fließen.
Speaker 0: Ich weiß, dass er Recht hat.
Speaker 0: Ich habe mich von allen abgewandt und das damit entschuldigt, dass ich viel Arbeit habe.
Speaker 0: Ich habe Hermines Fleen doch mal zur Ruhe zu kommen abgetan.
Speaker 0: Drago rückt mit dem Stuhl näher zu mir.
Speaker 0: Natürlich war es nicht einfach mit diesem Haus und dem Fluch.
Speaker 0: Aber du hast die Welt doch schon gerettet.
Speaker 0: Lass doch mal zu, dass andere dich retten.
Speaker 0: Das schlucht sich.
Speaker 0: Das hast du doch schon gemacht.
Speaker 0: Und heute wieder.
Speaker 0: Draco zieht mich nun endlich in seine Arme.
Speaker 0: Und ich war eine Hemmungslos.
Speaker 0: All die Anspannung, die sich über Tage und Wochen aufgestaut hat, weicht unter seiner Berührung.
Speaker 0: Da streichelt mir mit einer Hand über den Rücken und flüstert mir ins Ohr.
Speaker 0: Und ich würde es immer wieder tun.
Speaker 0: Ich schäme mich, wie ich Dracos Hemd voll heule.
Speaker 0: Aber ich bin einfach so überwältigt von den Gefühlen der letzten Stunden.
Speaker 0: Todesangst, Angst um Draco und Creature.
Speaker 0: Unbändige Wut auf Nolan.
Speaker 0: Trauer, trauer.
Speaker 0: Freude, mein Zuhause wieder betreten zu können.
Speaker 0: Enttäuschung über Dracos abweisender Art.
Speaker 0: Du solltest dich ausruhen, höre ich Draco jetzt sagen.
Speaker 0: Oder willst du vorher noch was essen?
Speaker 0: Ich schüttle den Kopf.
Speaker 0: Mit einem Mal bin ich unglaublich erschöpft und sehne mich nach meinem Bett.
Speaker 0: Dezember, zwei tausend vier.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Leise schließe ich die Tür zu Harry Schlafzimmer.
Speaker 0: Ich habe eben nochmal nach ihnen gesehen, um sicherzugehen, dass er nicht auf dumme Ideen kommt.
Speaker 0: Aber er schläft tief und fest.
Speaker 0: Ich musste mich gewaltsam von dem Anblick losreißen.
Speaker 0: Endlich ist es richtig.
Speaker 0: Endlich liegt Harry in seinem Bett.
Speaker 0: Wie lange habe ich mir genau das gewünscht, während ich mich von seiner Magie in diesem Raum mit die Traumwelt entführen dies?
Speaker 0: Kurz, ganz kurz hat der Gedanke meine Geist gestreift, wie es wohl wäre, zusammen mit Harry in seinem Bett zu liegen.
Speaker 0: Aber schnell habe ich ihn mir wieder verboten.
Speaker 0: Das würde nun doch zu weit führen.
Speaker 0: Harry braucht Heilung und Halt.
Speaker 0: und den möchte ich ihm gerne geben, wenn er es zulässt.
Speaker 0: Ich hoffe sehr, dass er und Creature, jetzt wo Harry sein Haus wieder als Herr bewohnen kann, eine neue Basis schaffen können.
Speaker 0: Natürlich ist Harrys Ansatz Elfen gegenüber richtig und viele Elfen wären froh über so einen progressiven Herrn.
Speaker 0: Aber Creature ist alt und er hat, so finde ich, bereits eine große Wandlung durchgemacht.
Speaker 0: Dennoch wird Creature seinen Herrn nie als Freund ansehen können, nicht so wie Harry Freundschaft definiert.
Speaker 0: Ich hoffe, dass sie beide das verstehen können.
Speaker 0: Kapitel XV.
Speaker 0: Die Suche nach der Normalität.
Speaker 0: Dezember, zwei-tausendvier.
Speaker 0: Harry.
Speaker 0: Verwirrt blinzle ich und versuche zu begreifen, wo ich mich befinde.
Speaker 0: Definitiv nicht in meinem Zelt, denn die Matratze unter mir ist wunderbar bequem und gemütlich.
Speaker 0: Ich drehe mich um, um dieses Gefühl noch etwas länger zu genießen.
Speaker 0: Doch der Schmerz, der durch meine Schulter jagt, lässt mich aufschrecken und bringt die Erinnerungen an den gestrigen Tag schlagartig zurück.
Speaker 0: Ächzen setze ich mich auf und greife nach der Fiole, die auf meinem Nachtisch steht.
Speaker 0: Im Sanctmongos hat die Heilerin mir gesagt, dass die Wunde vermutlich noch ein paar Tage Probleme bereiten würde.
Speaker 0: Selbst Magie stößt bei Schussverletzungen an ihre Grenzen.
Speaker 0: Aber ich will mich nicht beklagen, denn es könnte erheblich schlimmer sein.
Speaker 0: Nachdem der Schmerz dank des Trankes langsam nachlässt, schweifen meine Gedanken zum gestrigen Tag.
Speaker 0: Merlin, wie können so viele verschiedene Dinge an einem einzigen Tag geschehen?
Speaker 0: Mein schöner Einkaufsbummel im weihnachtlichen Getümmel, Nolan's Angriff, meine Angst um Creature und Draco.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Er hat mich gehalten und war für mich da.
Speaker 0: Es hat sich wunderbar angefühlt.
Speaker 0: Ich lasse den Blick durch den Raum schweifen.
Speaker 0: Mein Schlafzimmer.
Speaker 0: Dass ich noch in diesem Jahr so eine erholsame Nacht in diesem Zimmer in diesem Haus verbringen kann, hätte ich nicht für möglich gehalten.
Speaker 0: Tracker muss Wunder vollbracht haben, denn auch wenn der seltsame Raum neben der Küche mir unbestreitbar Unbehagen bereitet, fühlt es sich hier ganz und gar wundervoll an.
Speaker 0: Ich stelle meine Knie auf und empfasse sie, während ich aus dem Fenster schaue.
Speaker 0: Wie konnte ich das nicht merken?
Speaker 0: Wie konnte ich meinen eigenen Bedürfnissen gegenüber so blind sein?
Speaker 0: Und wie konnte ich meine Freundinnen und Freunde so von mir stoßen?
Speaker 0: Seufzen stehe ich auf und schlufe ins Bad.
Speaker 0: Nachdem ich meinen Verband mit einem Zauber geschützt habe, steige ich unter die Dusche und kann mir ein genüssliches Stöhne nicht verkneifen, als das heiße Wasser meiner Haut trifft.
Speaker 0: Während der letzten Wochen habe ich nur selten die Gelegenheit für eine nicht immer warne Dusche gefunden und habe mir sonst mit Reinigungszaubern geholfen.
Speaker 0: Aber das ist natürlich nicht dasselbe, und so bleibe ich eine geschlagene Viertelstunde unter dem heimeligen Wasserstrahl stehen und genieße den Schaum und den Duft von Shampoo und Duschgel.
Speaker 0: Danach stehe ich vor dem Spiegel, den ich mit einem Zauber erst einmal vom Dampf befreien muss, rasiere mich gründlich und putze die Zähne.
Speaker 0: Auch so etwas, das man zwar mit einem Zauber erledigen kann, aber es geht nichts über das erfrischende Gefühl von richtiger Zahnpasta.
Speaker 0: Schließlich mache ich mich auf den Weg nach unten, wo ich hoffe, Drago in der Küche anzutreffen.
Speaker 0: Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht, ob er nicht zur Arbeit muss.
Speaker 0: Kurz überlege ich, was für ein Wochentag heute ist, und dann fällt mir ein, dass Samstag sein muss, wenn meine Überlegungen von gestern, das in einer Woche heilig Abend ist, richtig waren.
Speaker 0: Ganz sicher bin ich mir nicht, und so trete ich zögern in die Küche, wo ich zu meiner immensen Erleichterung Draco mit einer Tasse Tee über den Tagespropheten gebeugt antreffe.
Speaker 0: Guten Morgen.
Speaker 0: Er hat mich wohl nicht kommen hören, denn er hebt überrascht in den Kopf, und das Lächeln, das sich auf seinem Gesicht ausbreitet, wirft mich ein kleines bisschen aus der Bahn.
Speaker 0: Sicher, wir haben uns in unseren Briefen bereits vieles anvertraut, aber im Grunde kenne ich diesen Dragon-Mail-Fall noch gar nicht.
Speaker 0: Guten Morgen.
Speaker 0: Hast du gut geschlafen?
Speaker 0: Du siehst sehr erholt aus.
Speaker 0: Creature stellt mir eine Tasse Tee an meinem Platz.
Speaker 0: Möchte der Master Frühstück?
Speaker 0: Creature kann Eier und Speck machen.
Speaker 0: Es gibt auch Toast und... Ja, gerne Creature.
Speaker 0: Mach es, wie du es für richtig hältst.
Speaker 0: Creature erstarrt kurz, denn mit dieser Antwort hat er wohl nicht gerechnet.
Speaker 0: Dann nickt er knapp und beginnt damit, ein feudales Frühstück vorzubereiten.
Speaker 0: Draco zieht eine Augenbraue hoch.
Speaker 0: Das ist überraschend.
Speaker 0: Ich zucke mit den Schultern, was mal wieder nur halb so gut funktioniert, wie es sollte.
Speaker 0: Ich denke, es ist Zeit, dass ich das Leben genieße.
Speaker 0: Da kann ich nicht widersprechen, sagt Draco und sieht mich einbringlich an.
Speaker 0: Ein bisschen ist mir unwohl unter seinem intensiven Blick.
Speaker 0: und ich versuche ihn abzulenken.
Speaker 0: Steht was Interessantes in der Zeitung?
Speaker 0: Dracos faltet sie zusammen und legt sie zur Seite.
Speaker 0: Nein, die Sache mit Nolan ist wohl noch nicht durchgedrungen.
Speaker 0: Eine etwas peinliche Stille tritt ein, in der nur die Geräusche von Creatures Bemühungen zu hören sind.
Speaker 0: Ich wünschte, er wäre schneller mit der Zubereitung bis Frühstücks fertig, sodass ich mich auf das Essen konzentrieren kann.
Speaker 0: Nicht, dass ich damit Dracos Anwesenheit ausblenden könnte, Aber ich hätte wenigstens etwas zu tun und müsste nicht irgendetwas suchen, dass mich davon abhält, ihn einfach nur anzustachen.
Speaker 0: Er, er sieht wirklich gut aus, sah er eigentlich schon immer irgendwie, aber früher war eben immer so hochnässig und versnobbt.
Speaker 0: Auch vor meinem Aufbruch war er distanzierter, höflich und freundlich zwar aber eben distanziert.
Speaker 0: Aber jetzt dieses Lächeln, das er mir vorhin geschenkt hat, das war so direkt und so ehrlich.
Speaker 0: Und seine Augen.
Speaker 0: Sie leuchten irgendwie.
Speaker 0: Und hatte er schon immer dieses Grübchen an der Wange?
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Ich kann ihn nicht die ganze Zeit anschauen.
Speaker 0: Warum habe ich nur die Zeitung weggelegt?
Speaker 0: Es wäre viel einfacher, wenn ich so tun könnte, als würde ich etwas lesen.
Speaker 0: Ich weiß nicht, woran es liegt.
Speaker 0: Immerhin habe ich Harry gestern schon gesehen.
Speaker 0: Wir saßen genau hier und ich hielt ihn sogar in meinen Armen.
Speaker 0: Aber als er eben in die Küche kam, sicher, er ist frisch geduscht, hat sich rasiert und wird nicht mehr so... mitgenommen und verzweifelt wie gestern, und vermutlich bin auch ich nicht mehr so aufgewühlt.
Speaker 0: Es fühlt sich einfach wunderbar an, hier zu sitzen, und dann kommt er einfach hier rein.
Speaker 0: Endlich ist es so, wie ich es mir so oft vorgestellt habe.
Speaker 0: Das Frühstück für die Masters!
Speaker 0: Creature reist mich aus meinen Gedanken und lenkt uns beide effektiv ab.
Speaker 0: Ich habe das Gefühl, dass auch Harry froh über Creatures eingreifen ist, Denn er bedankt sich überschwänglich und lässt so, dass der Elf seinen Teller mit Rühreihe und Speck beläht, bevor er zur Gabel greift.
Speaker 0: Guten Appetit.
Speaker 0: Danke, das wünsche ich dir auch.
Speaker 0: Wir essen stumm und es fühlt sich irgendwie verkrampft an.
Speaker 0: Verdammt, ich bin doch so froh, dass er da ist, dass es ihm gut geht, dass er lebt.
Speaker 0: Harry, ich, Draco.
Speaker 0: Wir sehen uns beide perplex an, denn wir haben gleichzeitig den Kopf gehoben und angefangen zu sprechen.
Speaker 0: Jetzt lachen wir befreit auf und die seltsame Anspannung ist verflogen.
Speaker 0: Verschämt grinsen sehen wir uns an.
Speaker 0: – Bitte, sagte Harry schließlich, du zuerst.
Speaker 0: Ich wollte dir sagen, wie lange ich mir das gewünscht habe, dass du wieder in deinem Haus wohnen kannst und….
Speaker 0: Ich verstumme, denn es wäre vielleicht doch etwas unverschämt, wenn ich ihm gestehe, dass ich mir auch wünsche, hier mit ihm wohnen zu bleiben.
Speaker 0: Sicher, wir haben das Thema in unseren Briefen bereits angerissen, aber es fühlt sich trotzdem… sehr nach einnesten an.
Speaker 0: Und?
Speaker 0: Er sieht mich fragend an, aber ich schüttle den Kopf und mache eine auffordernde Handbewegung.
Speaker 0: Nichts, du wolltest doch auch was sagen.
Speaker 0: Harry sieht mich kurz skeptisch an, aber dann nickt er.
Speaker 0: Ja, ich, ich wollte dir auf jeden Fall nochmal danken.
Speaker 0: Ich hätte nicht gedacht, wie sehr die dunkle Magie dieses Haus und mich verändert hat.
Speaker 0: Du hast ein Wunder vollbracht.
Speaker 0: Noch gestern hätte ich es nicht für möglich gehalten, wieder hierher zurückzukommen und mich so wohl zu fühlen.
Speaker 0: Er strahlt mich an und ich spüre, wie meine Wangen rot werden.
Speaker 0: Danke, um mich verschämt und greife nach meiner Tasse, um etwas zu tun zu haben.
Speaker 0: Es gibt nur eine Sache, die ich von dir wissen muss, sagt er dann, und ich höre die Verunsicherung in seiner Stimme.
Speaker 0: Ich weiß nicht, vielleicht ist es unverschämt.
Speaker 0: Immerhin hast du nun schon so viel Zeit in dieses Haus, in meinen Schicksal investiert, aber Er fährt sich durch die Haare und holt tief Luft.
Speaker 0: Ich wollte dich fragen, ob du vielleicht wenigstens bis Neujahr hier bleiben könntest.
Speaker 0: In seinem Blick sehe ich, dass er wirklich glaubt, dass das für mich ein Problem sein könnte.
Speaker 0: Ein atemloses Lachen entweicht mir, das dazu führt, dass Harry mich beinahe ängstlich ansieht.
Speaker 0: Um ehrlich zu sein, wollte ich dich fragen, ob ich, also, ob es für dich in Ordnung wäre, wenn ich... Merlin... Kann ich ihn wirklich fragen, ob ich vollständig hier einsehen kann?
Speaker 0: Wie unverschämt ist das?
Speaker 0: Und würde er mir diese Bitte abschlagen selbst, wenn er es nicht wollen würde?
Speaker 0: Er ist mir so dankbar, dass er bestimmt glaubt, es mir schuldig zu sein.
Speaker 0: Was, Draco?
Speaker 0: Bitte sag, was du sagen willst.
Speaker 0: Ich verspreche dir, dass ich dir eine ehrliche Antwort geben werde.
Speaker 0: Und er schon, was ich fragen will.
Speaker 0: Naja, ich habe in dieser Wohnung, die du ja kennst, eigentlich nicht wirklich Zeit verbracht, seit ich wieder in England bin.
Speaker 0: Tatsächlich fühle ich mich, ich blöcke kurz zu Creature, der so tut, als würde er nichts von unserem Gestammel mitbekommen.
Speaker 0: Ich fühle mich sehr wohl hier und wollte dich fragen, ob, ob du hier wohnen kannst.
Speaker 0: So richtig, nimmt er mir schließlich die Last der Frage ab.
Speaker 0: Ich nicke ohne ihn anzusehen.
Speaker 0: Das wäre wunderbar, sagt er leise, und ich hebe erstaunt in Kopf.
Speaker 0: Ich hatte damit gerechnet, dass er zustimmt.
Speaker 0: So ist er nun einmal.
Speaker 0: Aber ich hätte nicht damit gerechnet, dass ich die Ehrlichkeit seiner Worte so deutlich spüren würde.
Speaker 0: Und jetzt, wo ich ihn ansehe, kann ich sehen, wie ein breites Lächeln sein ganzes Gesicht erhält.
Speaker 0: Er wirkt irgendwie erleichtert.
Speaker 0: Draco, ich hatte schreckliche Angst, wieder hierher zurückzukommen.
Speaker 0: Es ist allein deiner Magie zu verdanken, dass ich nun einfach hier hereinspazieren konnte.
Speaker 0: Du hast nicht nur mich, sondern auch Creature und das Haus gerettet.
Speaker 0: Und obwohl ich mich nun so wohlfühlen kann, ist das Haus doch für eine Person viel zu groß.
Speaker 0: Ich habe mich oft einsam gefühlt und wäre froh, nicht alleine hier wohnen zu müssen.
Speaker 0: Das Klingeln der Haustür Glocke erlöst mich vor einer Reaktion meinerseits.
Speaker 0: Harry will gerade aufstehen, da hat Creature unseren Gast bereits in die Küche geführt.
Speaker 0: Es ist Trisha.
Speaker 0: Der Blick, den sie zwischen uns hin und her wandern lässt, gefällt mir nicht.
Speaker 0: Hey, Trisha, sagt Harry und steht auf, um sie zu umarmen.
Speaker 0: Willst du auch was frühstücken?
Speaker 0: Er zieht einen Stuhl hervor und sie setzt sich.
Speaker 0: Immer noch hat sie nichts gesagt, was sehr untypisch für sie ist, das weiß sogar ich bereits.
Speaker 0: Der Blick, den sie mir zuwirft, ist allerdings ziemlich aussagekräftig.
Speaker 0: Zum Glück verwickelt Harry sie in ein Gespräch über Nolan's Verhaftung und ich entrinne ihren investigativen Augen, zumindest vorübergehend.
Speaker 0: Harry.
Speaker 0: Ich habe irgendwie das Gefühl, etwas verpasst zu haben, während Trisha und Draco seltsame Blicke tauschen.
Speaker 0: Die beiden scheinen sich während meiner Abwesenheit angefreundet zu haben.
Speaker 0: Sicher, Trisha hat mir von Drakos Einsatz in meinem Haus und auch in Sachen Hall erzählt, aber dass die beiden sich darüber hinaus gut verstehen, war mir nicht bewusst.
Speaker 0: Ich beschließe die Sache zu beobachten und wende mich an Trisha.
Speaker 0: Wie ist das für Hermit Nolan gelaufen?
Speaker 0: Sie löst ihren Blick von Drakos und granzt mich breit an.
Speaker 0: Er singt wie ein Vögelchen, irgendwie fühlt er sich so an, als wäre er erleichtert, dass er endlich gefasst wurde.
Speaker 0: Sicher bedauert er, dass es ihm nicht gelungen ist, sich zu töten.
Speaker 0: Drakos nehmen jetzt die Zischen die Luft ein.
Speaker 0: Trischer ignoriert ihn.
Speaker 0: Aber alles in allem stellt er kein Problem dar.
Speaker 0: Somit haben wir jetzt alle zusammen.
Speaker 0: John, Hall und die Nolan-Brüder.
Speaker 0: Das ist gut.
Speaker 0: Tatsächlich wird mir erst jetzt bewusst, dass damit nach über einem Jahr dieser unsägliche Fall endgültig abgeschlossen werden kann.
Speaker 0: Mit einem Mal fühle ich mich seltsam leer.
Speaker 0: Obwohl ich seit Wochen diese Frage hin und her wälze, wie es in meinem Leben weitergehen soll, scheint es erst jetzt wirklich real.
Speaker 0: Diese unerledigte Sache mit Nolan war wie eine Art Anker, der mich an meinen Job und mein bisheriges Leben gebunden hat.
Speaker 0: Jetzt, wo er gefasst wurde, könnte ich... Alles in Ordnung, Harry.
Speaker 0: Trisha's Hand an meinem Arm lässt mich zusammenzucken.
Speaker 0: Ich sehe herauf und muss feststellen, dass Trisha und Draco mich gleichermaßen besorgt ansehen.
Speaker 0: Abrubbt stehe ich auf.
Speaker 0: Ja, alles gut, ich... Ich fahre mir mit der freien Hand durch die Haare und wende mich ab.
Speaker 0: Bedien dich.
Speaker 0: Momente ich mit einer Handbewegung zu dem reichlich gedeckten Tisch.
Speaker 0: Ich, ich muss kurz.
Speaker 0: Da ich keine Ahnung habe, was genau ich eigentlich will, verlasse ich einfach die Küche und fliehe ins Wohnzimmer.
Speaker 0: Merlin, warum müssen diese ganzen verwirrenden Gedanken mich ausgerechnet jetzt überfallen?
Speaker 0: Bei jeder anderen Person außer Trisha hätte ich den Schein barren können, aber ihr gegenüber zu behaupten, alles wäre in bester Ordnung, und zu erwarten, sie würde das so hinnehmen, wäre lächerlich.
Speaker 0: Deshalb musste ich den Rückzug antreten.
Speaker 0: Mir ist durchaus bewusst, dass Sie und Drako nun über mein Verhalten reden.
Speaker 0: Und mir ist eben so klar, dass Trisha mich mit dieser Flucht nicht davonkommen lassen wird.
Speaker 0: Aber ich habe ja überhaupt keine einzige Antwort auf die Frage, was genau eigentlich nicht in Ordnung ist.
Speaker 0: Zieh los, beginne ich in dem Zimmer herum zu laufen, bis mir der Raum zu klein erscheint und ich ins Treppenhaus trete.
Speaker 0: Ich laufe bis ins oberste Stockwerk, wo ich seit Monaten, oder sind es Jahre, nicht mehr gewesen bin.
Speaker 0: Auch hier wie im ganzen Haus kann ich spüren, dass Dragos Magie alles andere vertrieben hat.
Speaker 0: Ich lehne mich an ein Fenster und blicke hinaus über die Dächer der anliegenden Häuser.
Speaker 0: Was will ich jetzt tun?
Speaker 0: Wie soll mein Leben weitergehen?
Speaker 0: Kann ich, will ich, wieder als Aurore arbeiten?
Speaker 0: Ich bin gut in diesem Job, das weiß ich.
Speaker 0: Und eigentlich ist es auch das, was ich wirklich gern tue.
Speaker 0: Nur müsste ich meine ganze Art, wie ich meine Arbeit und meine Freizeit gestalte grundsätzlich überdenken.
Speaker 0: Und wenn ich nicht wieder in diesen Beruf zurückkehre?
Speaker 0: Was will und kann ich dann tun?
Speaker 0: Sicher, ich befinde mich in der äußerst komfortablen Situation, nicht sofort eine Entscheidung treffen zu müssen, aber so gerne ich meine Schuld Creature gegenüber wieder gut machen möchte.
Speaker 0: Den Gefallen, mein Leben als Privatier zu führen, werde ich ihm nicht tun.
Speaker 0: So öfter schließe ich die Augen.
Speaker 0: Ich sollte mir nicht zu einem Stress machen.
Speaker 0: Schließlich muss ich das jetzt nicht sofort entscheiden.
Speaker 0: Offiziell bin ich immer noch freigestellt bis Ende Dezember.
Speaker 0: Das sind noch zwei Wochen.
Speaker 0: Zwei Wochen, in denen ich Draco besser kennenlernen kann.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Nun kann ich ein Lächeln doch nicht unterdrücken, denn bevor Trisha unser, zugegeben, etwas unwürdiges Gestammel unterbrochen hat, haben wir doch vereinbar, dass Draco hier wohnen bleibt.
Speaker 0: Oder?
Speaker 0: Allein die Vorstellung, nicht alleine hier zu sein, hebt meine Stimmung sofort.
Speaker 0: Und ich beschließe wieder in die Küche zurückzukehren und mich Trishas Inquisition zu stellen.
Speaker 0: Was nützt es, aufzuschieben?
Speaker 0: Als ich gerade auf dem Treppenabsatz, der ins Erdgeschoss führt, angekommen bin, höre ich Stimmen.
Speaker 0: Draco und Trisha kommen wohl gerade aus der Küche.
Speaker 0: Versprächst du mir, dass du auf ihn aufpasst.
Speaker 0: Ich mache mir Sorgen, er.
Speaker 0: Er wirkt irgendwie haltlos.
Speaker 0: Trishos Stimme ist sehr leise, aber ich kann ihren besorgenen Ton hören.
Speaker 0: Ein Lächeln schleicht auf meine Züge, denn ich bin so dankbar für diese wunderbare Freundin.
Speaker 0: Dennoch fühlte sich auch seltsam an, andere so über mich reden zu hören.
Speaker 0: Als wäre ich krank und könne nicht auf mich selber aufpassen.
Speaker 0: Soweit er es zulässt, werde ich das tun, Fischer.
Speaker 0: Aber ich denke, er braucht einfach etwas Zeit, um wieder im normalen Leben anzukommen.
Speaker 0: Die letzten Monate waren volle Extreme für ihn und vermutlich fühlte er sich wie nach einer nie endenden Portschlüsselreise.
Speaker 0: Aber keine Angst.
Speaker 0: Was es mich betrifft, habe ich nicht vor, in den nächsten Wochen von seiner Seite zu weichen.
Speaker 0: Ja, das kann ich mir vorstellen.
Speaker 0: Ich höre Fischers Worten an, dass sie grinst.
Speaker 0: und frage mich, was sie so witzig an Dracos Zusage findet.
Speaker 0: Immerhin hat er seine Worte ziemlich ernsthaft vorgetragen.
Speaker 0: Trisha, zisht Draco.
Speaker 0: Seine folgenden Worte kann ich nicht mehr verstehen.
Speaker 0: Die Stimmen der beiden sind nun viel leiser, vermutlich sind sie jetzt im Wohnzimmer und ich kann nicht mehr hören, was sie besprechen.
Speaker 0: Vorsichtig trete ich einen kleinen Schritt zurück, um nicht von Draco erwischt zu werden, wenn er aus dem Wohnzimmer kommt, wo Trisha vermutlich den Kamin ins Ministerium benutzen wird.
Speaker 0: Bei einer Atemlose lehne ich mich an die Wand, denn Drakos Worte waren so voller Verständnis und Zuneigung.
Speaker 0: Ich meine, ja, ich habe durchaus begriffen, dass er nicht mehr der arrogante Schnösel aus der Schulzeit ist.
Speaker 0: Und ich bin mir auch bewusst, dass er mich irgendwie mögen muss, sonst hätte er wohl kaum so viel Aufwand betrieben, mein Haus, meinen Elfen, mich zu befreien.
Speaker 0: Und er hätte nach dieser Aktion bestimmt so schnell wie möglich das Weite gesucht, wenn ihm eine Anwesenheit lästig wäre.
Speaker 0: Mir fällt ein, was Striackel über meine Magie gesagt hat, dass er sie spüren kann.
Speaker 0: Aber was genau bedeutet das?
Speaker 0: Ist das gut oder schlecht?
Speaker 0: Gestern als Creature und ich beide unsere Magie in diesen Raum geschickt haben, da schien er durchaus seine Probleme damit zu haben.
Speaker 0: Und selbst wenn er meine Magie als positiv empfindet, muss es ja nicht heißen, dass wir uns auf Dauer gut verstehen, oder?
Speaker 0: Alle bisherigen Interaktionen waren nur aufgrund von Extremsituationen entstanden.
Speaker 0: Ich surfte erneut.
Speaker 0: Warum versuche ich, das alleine hier auf dem Treppenabsatz zu ergründen, wenn ich auch einfach nach unten gehen kann, um mit Draco zu sprechen?
Speaker 0: Nur so werden wir feststellen, ob wir diese Freundschaft, die sich in unseren Briefen angedeutet hat, im persönlichen Kontakt weiterführen können.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Ich lähne am Kamin, durch den Trisha das Haus eben verlassen hat.
Speaker 0: Wo ist eigentlich die Malforsche zur Rückhaltung, wenn man sie braucht?
Speaker 0: Kaum, dass Harry die Küche verlassen hatte, ist Trisha über mich hergefallen und hat mich gefragt, was das zwischen uns wäre.
Speaker 0: Herr Lin, wenn ich das wüsste, sicher, Harry ist attraktiv, das war er schon immer.
Speaker 0: Seine Magie macht wilde Sachen mit mir.
Speaker 0: Gestern, als er so seine Magie intensiv in diesen Raum geschickt hat, das war, das hat mich bei einer umgehauen.
Speaker 0: Einerseits wirkt er so hilflos, verpeilt und chaotisch, und dann ist da dieser mächtige Zauberer, der Anführer, der Beschützer.
Speaker 0: Diese Seite scheint nie bewusst zum Vorschein zu kommen.
Speaker 0: Es bedarf immer einer Notwendigkeit, einer Situation, die kein Zauber erlaubt.
Speaker 0: Da, wo andere in Panik geraten, wird Harry in diesen Momenten ganz ruhig und strategisch.
Speaker 0: Ob ich in ihn verliebt bin, wie Trisha mir auf den Kopf zusagt?
Speaker 0: Ich glaube nicht, dass ich es so bezeichnen würde.
Speaker 0: Noch nicht, vielleicht.
Speaker 0: So gern würde ich sagen, dass wir uns zu wenig kennen, aber das stimmt ja irgendwie auch nicht.
Speaker 0: Harry und ich kennen uns vermutlich besser als viele andere in unserem Jahrgang.
Speaker 0: Ich bin mir sicher, dass er mich genauso intensiv beobachtet hat, wie ich ihn.
Speaker 0: Dennoch waren die Vorzeichen damals ganz andere.
Speaker 0: Und was wirklich in ihm vorgeht, konnte ich damals natürlich nicht wissen.
Speaker 0: Aber ich würde es gerne wissen.
Speaker 0: Ich möchte seine Ängste kennen und von ihm nehmen, möchte erfahren, wie er seinen Tee trinkt, ob er ein Langschleifer ist, wie er Weihnachten feiert und ob er den Frühling oder den Herbst lieber mag.
Speaker 0: Und wenn ich es so betrachte, dann sieht es wohl so aus, dass ich mich nur zu gerne in ihn verlieben will.
Speaker 0: Denn, dass mein Körper auf seine Magie und auch auf sein Aussehen reagiert, ist wohl nicht mehr von der Hand zu weisen.
Speaker 0: Wenn es irgendein Typ wäre, würde ich alles daran setzen, ihn noch heute Nacht in meine Bett zu haben.
Speaker 0: Aber er ist nicht irgendein Typ.
Speaker 0: Das war er für mich noch nie.
Speaker 0: Und jetzt habe ich die einmalige Chance, diesen Menschen, der seit über dreizehn Jahren Knoten in meinen Hirn, meine Eingeweide und seit neuestem meinen Unterlaub macht, endlich wirklich kennenzulernen.
Speaker 0: Ich sollte nach ihm sehen.
Speaker 0: Und so wende ich mich vom Kamin ab und steuere auf die Tür zu, die just in dem Moment aufgestoßen wird.
Speaker 0: Harry steht vor mir und sieht mich mit einem seltsamen Ausdruck an.
Speaker 0: Verdammt, hat er Trisha's letzte Worte gehört?
Speaker 0: Hey, entschuldige, dass ich einfach gegangen bin.
Speaker 0: Ist, ist Trisha schon weg?
Speaker 0: Ich nicke.
Speaker 0: Das ist ein gutes Zeichen, dass er das fragt, oder?
Speaker 0: Das heißt, er hat nicht mitbekommen, dass ich Trisha zum Kamin begleitet habe und unsere Unterhaltung nicht gehört.
Speaker 0: Ich muss mich zusammenreißen.
Speaker 0: Harry hat eine Frage gestellt.
Speaker 0: Ja, sie ist eben gegangen.
Speaker 0: Ich zeige überflüssigerweise auf den Kamin.
Speaker 0: Mach dir keine Gedanken, sie war nicht sauer.
Speaker 0: Was möchtest du jetzt machen?
Speaker 0: Harry sorgst.
Speaker 0: Hab ich was Falsches gesagt?
Speaker 0: Er fährt sich wieder durch die Haare, den Blick auf den Boden gerichtet.
Speaker 0: Um ehrlich zu sein, ich habe nicht die leiseste Ahnung.
Speaker 0: Plötzlich hebt er den Kopf, als würde ihm etwas einfallen.
Speaker 0: Creature, der Elf erscheint.
Speaker 0: Weißt du, wo mein Rucksack ist?
Speaker 0: Harry wartet bis der Elf den Kopf schüttelt und sieht dann auch mich fragend an.
Speaker 0: Aber auch ich weiß nichts über dessen Verbleib.
Speaker 0: Bevor Harry etwas sagen kann, verborgt sich Creature.
Speaker 0: Creature wird sich darum kümmern, Master.
Speaker 0: Und damit ist er verschwunden.
Speaker 0: Bei etwas Wichtiges darin, frage ich, um etwas zu sagen.
Speaker 0: Naja, ich habe gestern Morgen Weihnachtsgeschenke gekauft.
Speaker 0: Vermutlich sind sie alle kaputt.
Speaker 0: Ich glaube, eine Kugel hat den Rucksack getroffen.
Speaker 0: Er sagt das so nebenbei.
Speaker 0: Als würde das nicht bedeuten, dass diese Kugel genauso gut ihn hätte treffen können.
Speaker 0: Ich presse die Kiefer zusammen, denn ich habe keine Idee, was ich darauf sagen soll.
Speaker 0: Creatures erscheinen, entbindet mich davon.
Speaker 0: Er hält den Rucksack in den Händen und es ist ziemlich eindeutig, dass, was auch immer darin war, nicht mehr zu gebrauchen ist.
Speaker 0: Ein Loch hat ihn seitlich getroffen und vermutlich ist Harry dann rückwärts draufgefallen.
Speaker 0: Schmutz und Gras kleben überall und das sieht so aus, als wäre eine Flüssigkeit ausgelaufen.
Speaker 0: Harry wirft nur einen Blick darauf und nickt dann.
Speaker 0: War zu befürchten.
Speaker 0: Dann hebt er den Kopf.
Speaker 0: Hast du Lust mit mir einkaufen zu gehen?
Speaker 0: Sieht so aus, als bräuchte ich neue Geschenke.
Speaker 0: Es ist später Nachmittag.
Speaker 0: Harry ist nach oben gegangen, um sich etwas auszuruhn vor dem Abendessen.
Speaker 0: Ich selbst habe mir einen Tee von Creature machen lassen und sitze im Wohnzimmer vor dem Kamin.
Speaker 0: Das war ein seltsamer Tag.
Speaker 0: Natürlich habe ich Harry zugestimmt und wir haben einen wunderbaren Tag in Exeter verbracht.
Speaker 0: Harry wollte nicht in die Winkelgasse und auch nicht nach Muggel, London, so dass wir uns für Exeter entschieden haben.
Speaker 0: Er ist auf seinem Weg hier durchgekommen und es hat ihm gefallen.
Speaker 0: Ich muss sagen, dass es wirklich ein sehr schöner Ausflug war.
Speaker 0: Harry hat mir auf der Suche nach Geschenken viel über seine Freundinnen und Freunde erzählt, mehr als ich eigentlich je wissen wollte.
Speaker 0: Aber dadurch ist mir wieder mal klar geworden, was für ein besonderer Mensch er eben doch ist.
Speaker 0: Obwohl er vermeintlich keine Zeit für diese Menschen hatte in den letzten Monaten, haben sie einen Platz in seinem Herzen.
Speaker 0: Und ihm nickt viel daran, dass es ihnen gut geht.
Speaker 0: Ich musste mich zum Teil mit Gewalt zwingen, meinen Blick von ihm loszureißen, wenn er über Arthur Weasley's Vorliebe für Muckelwerkzeug sprach.
Speaker 0: Er bekommt einen Steckschlüsselsatz, was immer das sein mag, oder über Granger's nie endende Leidenschaft für Bücher.
Speaker 0: Und ich muss gestehen, dass auch ich einige sehr interessante Exemplare in dem hervorragend sortierten Buchhandel gefunden habe.
Speaker 0: Es war Harry anzusehen, dass er gegen Ende erschöpft war, aber er schien diese Auslastung durchaus zu genießen.
Speaker 0: Und obwohl der Tag mit so viel Rumgedruckse und Gestammel begonnen hat, sind uns die Gespräche über den Tag hinweg leicht gefallen.
Speaker 0: Ich hatte das Gefühl, dass wir beide mit der Klärung der Frage, ob ich hier wohnen bleibe, etwas entspannter geworden sind.
Speaker 0: Ich wünsche mir so sehr, dass wir diese Entspanntheit auch weiterhin aufrecht halten können.
Speaker 0: Und dafür ist es essentiell, dass ich meinen, wie auch immer, geartetes Interesse an Harry im Zaum halte.
Speaker 0: Im Moment sind wir Mitbewohner.
Speaker 0: Vielleicht werden wir Freunde.
Speaker 0: Aber wenn das hier funktionieren soll, darf ich mich unter keinen Umständen von meiner Lust leiten lassen.
Speaker 0: Der Blick auf den Kalender offenbart jedoch die dringende Notwendigkeit und so beschließe ich, das Thema gleich beim Frühstück anzusprechen.
Speaker 0: Immerhin habe ich vorgestern die Weasleys besucht und natürlich haben Molly und Arthur darauf bestanden, dass ich Weihnachten mit ihnen feiere.
Speaker 0: Ich habe gefragt, ob ich Drako mitbringen kann, was auf erstaunlich wenig Widerstand traf.
Speaker 0: Offenbar hat Hermine in aller Deutlichkeit klargemacht, wo ich ohne Drako inzwischen wäre, nämlich tot.
Speaker 0: Von meinem eigenen Haus getötet und niemand würde jemals wissen, was geschehen ist.
Speaker 0: Allerdings habe ich Draco noch nicht gefragt, ob er das überhaupt möchte, und außerdem würde ich unglaublich gerne den Heiligabend mit ihm zusammen hier verbringen, bis er hat da noch mit keiner Silbe angedeutet, dass er in den nächsten Tagen aufbrechen will, um seine Mutter zu besuchen, aber vielleicht möchte er das einfach so lange wie möglich aufschieben, um keine schlechte Stimmung aufkommen zu lassen.
Speaker 0: Da er die ganze Woche frei hatte, hätte er es eigentlich genügend Möglichkeiten gegeben, aber ich kann ihm keinen Vorwurf machen, denn ich habe das Thema ebenfalls nicht aufgebracht.
Speaker 0: Vielleicht ist es ihm aber auch so selbstverständlich vorgekommen, dass er gar nicht darauf kommt, mich darüber zu informieren.
Speaker 0: Wie fast jeden Morgen, wenn ich in die Küche komme, sitzt Drackel bereits über die Zeitung gebeugt am Küchentisch.
Speaker 0: Und wie jedes Mal, wenn ich ihn in dieser Haltung antreffe, faltet er die Zeitung kaum, dass er meine Anwesenheit wahrnimmt zusammen und legt sie zur Seite.
Speaker 0: Es ist eine kleine Geste, aber sie berührt mein Herz auf seltsame Art und Weise.
Speaker 0: Das offene Lächeln, das er mir schenkt, trifft mich täglich erneut unvorbereitet, obwohl ich mich eigentlich inzwischen daran gewöhnt haben müsste.
Speaker 0: Nie hätte ich gedacht, dass Draco Malfor in der Lage ist, jemanden so anzusehen.
Speaker 0: Seine ganze Aufmerksamkeit liegt auf mir, ohne dass er irgendeine Erwartung in seinen Blick legen würde.
Speaker 0: Es fühlt sich so an, als habe er nur darauf gewartet, dass ich komme, um endlich die Zeitung, die ihm als lästiger Zeitvertreib diente, weglegen zu können.
Speaker 0: Guten Morgen, Harry.
Speaker 0: Hast du gut geschlafen?
Speaker 0: Er fragt mich jeden Morgen, und jeden Morgen stelle ich verwundert fest, wie unglaublich gut ich schlafe, seit ich zurück bin.
Speaker 0: Ich hatte mit Albträumen gerechnet und mit Schlaflosigkeit, aber es scheint, als würde mich die neue Magie hier im Haus, die zum großen Teil wohl Drakus Magie ist, in ihre Umarmung ziehen und mir somit Sicherheit und Geborgenheit schenken.
Speaker 0: Ja, danke, ich hoffe du auch.
Speaker 0: Ernickt.
Speaker 0: Draku, ich muss das jetzt ansprechen, bevor ich wieder den Mut verliere.
Speaker 0: Keine Ahnung, warum ich solche Angst habe, aber es würde mir tatsächlich ziemlich viel ausmachen, wenn er über Weihnachten weg wäre.
Speaker 0: Ja, er sieht mich aufmerksam an, denn er scheint zu spüren, dass ich etwas auf dem Herzen habe.
Speaker 0: Wegen Weihnachten, ich verstumme, hoffe, dass er das Thema aufgreift, aber das tut er nicht.
Speaker 0: Stattdessen sieht er mich nun noch intensiver an.
Speaker 0: Was ist mit Weihnachten?
Speaker 0: fragt er, als ich keine Anstalten mache, weiterzusprechen.
Speaker 0: Nun wirkt auch er etwas verunsichert.
Speaker 0: Ich Na ja, ich habe mich gefragt, wie du Weihnachten verbringen willst.
Speaker 0: Ist das die richtige Fragestellung?
Speaker 0: Draco lehnt sich zurück und verschränkt die Arme vor der Brust.
Speaker 0: Kein gutes Zeichen.
Speaker 0: Die Frage ist wohl eher, mit wem du Weihnachten verbringen willst.
Speaker 0: Oh je.
Speaker 0: Ich muss dringend Klartext reden, sonst artet das hier in ein Streitgespräch aus.
Speaker 0: Beruhigend lege ich eine Hand auf Draco's Arm.
Speaker 0: Er entspannt sich etwas.
Speaker 0: Ich würde unglaublich gerne den heiligen Abend mit dir hier verbringen.
Speaker 0: Unter Weihnachtstag sind wir bei den Beasleys eingeladen.
Speaker 0: Wir?
Speaker 0: Draco hat seine abweisende Haltung etwas gelockert und ich merke, dass er wohl selbst unsicher ist, was das Thema betrifft.
Speaker 0: Darum beschließe ich, meine Befürchtung einfach auszusprechen.
Speaker 0: Ich, ich war mir nicht sicher, ob du deine Mutter besuchen wirst an Weihnachten.
Speaker 0: Ich habe den Blick gesenkt und schiele unter meinen Haaren zu ihm hoch.
Speaker 0: Draco sieht mich irritiert an, was auch daran liegen könnte, dass nicht ganz klar ist, ob das eine Frage sein sollte.
Speaker 0: Meine Mutter?
Speaker 0: fragt nun allerdings eher recht eindeutig.
Speaker 0: Äh, ja, sie ist doch im Exil in Frankreich, oder ich?
Speaker 0: Mit einem Mal komme ich mir dumm vor.
Speaker 0: Glaubte ich wirklich, Drako hätte mir nicht gesagt, wenn er innerhalb der nächsten achtundvierzig Stunden abreisen würde?
Speaker 0: Drako scheint meine Verunsicherung zu spüren und greift nach meiner Hand.
Speaker 0: Erschrocken hebe ich den Kopf und blicke ihm direkt in die Augen.
Speaker 0: Er lächelt.
Speaker 0: Harry, hier kannst du nur denken, ich würde dich an Weihnachten alleine lassen, ohne es mit dir abzusprechen.
Speaker 0: Meine Mutter, er zuckt die Schultern und wendet nun doch den Kopf ein wenig von mir ab, allerdings ohne meine Hand loszulassen.
Speaker 0: Ich habe keinen Kontakt mehr zu ihr.
Speaker 0: Seine Stimme ist leise und ich beuge mich nun etwas vor.
Speaker 0: Sie, sie trauert immer noch meinem Vater nach, den alten Zeiten im Mainer, und sie erwartet von mir, dass ich die Linie der Malfoys fortführe.
Speaker 0: Er zögert kurz.
Speaker 0: Als ich hier sagte, dass er schluckt und spricht nicht weiter.
Speaker 0: Obwohl er es mir doch bereits geschrieben hat, aber vielleicht kommt es ihm seltsam vor, es laut auszusprechen, während er meine Hand hält.
Speaker 0: Dass du schwul bist, führe ich seinen Satz fort, und er nickt, presst die Lippen zusammen, und da merke ich, dass er um Fassung ringt.
Speaker 0: Oh, Draco, es tut mir leid.
Speaker 0: Bevor ich darüber nachdenken kann, was ich tue, habe ich meinen Stuhl zu ihm gerückt und nehme ihn in die Arme.
Speaker 0: Es fühlt sich genauso richtig an wie vor wenigen Tagen, als er mich getröstet hat.
Speaker 0: Sieh, schlurzt er an meiner Schulter, und ich habe Mühe, ihn zu verstehen.
Speaker 0: Sie hat gesagt, sie hätte keinen Sohn mehr.
Speaker 0: Merlin, wie kann sie nur?
Speaker 0: Ich ziehe ihn noch näher zu mir, streiche ihm über den Rücken und halte ihn fest, bis er sich beruhigt hat.
Speaker 0: Schließlich löst er sich und steht auf.
Speaker 0: Entschuldige.
Speaker 0: Treko.
Speaker 0: Aber ich komme nicht dazu weiter zu sprechen, denn da hat er den Raum schon verlassen.
Speaker 0: Ich lehne mich zurück und fahre mir übers Gesicht.
Speaker 0: Damit habe ich definitiv nicht gerechnet.
Speaker 0: Creature bringt mir, diskret wie immer, mein Frühstück.
Speaker 0: und ich beschließe Draco seine Privatsphäre zu gewähren.
Speaker 0: Ich hoffe, er macht sich keine Gedanken, weil er geweint hat.
Speaker 0: Bestimmt ist es ihm unangenehm, aber vielleicht hilft ja die Tatsache, dass es noch nicht lange her ist, dass ich mich bei ihm ausgeholtt habe.
Speaker 0: Ich habe mein Frühstück beendet und Draco ist nicht zurückgekommen.
Speaker 0: Gerade überlege ich, ob ich nach ihm sehen oder in den Ruhe lassen soll.
Speaker 0: Da kommt er wieder in die Küche.
Speaker 0: Wir sollten uns um einen Baum kümmern.
Speaker 0: Ich muss ihn ziemlich sparsam angesehen haben, denn er grinst einen Weihnachtsbaum.
Speaker 0: konkretisiert er.
Speaker 0: Was?
Speaker 0: Ach so, ja, klar.
Speaker 0: Ich stehe auf und meine Verwirrung ist mir bestimmt anzusehen, aber sein Auftreten macht mir unmissverständlich klar, dass er nicht mehr über die vorherige Situation sprechen möchte.
Speaker 0: Da ich gedanklich noch nicht so weit bin, muss ich mit dem abrupten Themenwechsel und seinem Tatendrang erst einmal klarkommen.
Speaker 0: Ich hole mal noch einen Pullover, sage ich, und beeile mich aus der Küche zu kommen.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Ich folge Harry auf den Flur und sehe ihm nach, wie er die Treppe hochläuft.
Speaker 0: Mir ist klar, dass mein Verhalten ihm seltsam erscheinen mag, aber ich kann und will nicht mehr über meine Mutter nachdenken.
Speaker 0: Harry hat mich eiskalt erwischt, als er gefragt hat, ob ich sie besuchen werde.
Speaker 0: Natürlich hätte ich damit rechnen müssen, wie sollte er es auch wissen.
Speaker 0: So lange habe ich versucht, den Schmerz über ihre Zurückweisung zu verdrängen.
Speaker 0: Meist kam die Sehnsucht, um die Weihnachtszeit hervorgekochen.
Speaker 0: Denn obwohl wir nie eine herzliche und liebevolle Familie waren, war ich mir doch in meiner ganzen Kindheit der Liebe meiner Mutter sicher.
Speaker 0: Und in der Weihnachtszeit war sie oft weicher, offener und durchlässiger.
Speaker 0: Als würde sie selbst sich an längst vergangene Familienrituale erinnern, bevor eine ihrer Schwestern eine Verstoßene und die andere eine Irre geworden war.
Speaker 0: Seit Harry letzte Woche zurückgekommen ist und klar wurde, dass ich hier wohnen bleiben werde, war ich mir sicher, dass ich Weihnachten dieses Jahr ohne die übliche Trauer überstehen würde.
Speaker 0: Und nun hat ausgerechnet Harry den Teppich angehoben, unter den ich meine Sehnsucht gekehrt habe.
Speaker 0: Harry schritte auf der Treppe, lenkt mich ab.
Speaker 0: Er sieht mich etwas verunsichert an.
Speaker 0: Ich lächle zu ihm hoch.
Speaker 0: Gehen wir in die Winkelgasse?
Speaker 0: Oder ist es dir da zu voll?
Speaker 0: Er bleibt stehen, den einen Fuß in der Luft, die Hand am Geländer.
Speaker 0: Offenbar hat er noch gar nicht darüber nachgedacht, wo wir einen Weihnachtsbaum kaufen werden.
Speaker 0: Wo hast du denn in den letzten Jahren den Baum geholt?
Speaker 0: Helfe ich ihm auf die Sprünge.
Speaker 0: Er nimmt die letzten Stufen zu mir schleppend.
Speaker 0: Ich hatte kein Baum.
Speaker 0: Die Weasleys haben einen.
Speaker 0: Das hat genügt.
Speaker 0: Ich möchte nun nicht weiter trübser blasen und darum sage ich, vielleicht etwas übertrieben enthusiastisch.
Speaker 0: Nun, dieses Jahr genügt das nicht.
Speaker 0: Wo sollen wir also hingehen?
Speaker 0: Harry zückt mit den Schultern.
Speaker 0: Ich habe keine Ahnung, wo man einen Weihnachtsbaum kaufen kann.
Speaker 0: In Hogwarts hat er immer Hagrid.
Speaker 0: Er verstummt und sieht mich plötzlich mit einem Strahlen in den Augen an.
Speaker 0: Dann flüstert er beinah.
Speaker 0: Glaubst du, Hagrid könnte uns auch einen, einen kleineren Baum besorgen?
Speaker 0: Und in diesem Moment kann ich mir nichts mehr vormachen.
Speaker 0: Denn die unbestreitbare Tatsache trifft mich wie ein Blitz.
Speaker 0: Ich bin in Harry verliebt.
Speaker 0: Selbst wenn ich es bis jetzt nicht gewesen bin, nun ist es geschehen.
Speaker 0: Am liebsten würde ich ihn küssen, denn er ist einfach hinreißend, wie er da steht und mit kindlicher Freude überlegt, ob Hagrid ihm uns einen Weihnachtsbaum fällen würde.
Speaker 0: Es besteht für mich kein Zweifel, dass wir nicht in die Winkelgasse flohen, sondern nach Hawksmeade, von wo aus wir zu Hagrid gehen und ihn genau das fragen werden.
Speaker 0: Was ist?
Speaker 0: fragt Harry.
Speaker 0: Denn offenbar habe ich ihn etwas zu lange, etwas zu seelig angestarrt.
Speaker 0: Nichts!
Speaker 0: Das ist eine super Idee.
Speaker 0: Wir fragen Hagrid.
Speaker 0: Harry strahlt und es sich überhaupt nicht darüber im klaren Wasser mit meinem armen Herzen anstellt, das Wilde meiner Brustrand erliert.
Speaker 0: Wirklich?
Speaker 0: Ich zucke mit den Schultern.
Speaker 0: Na klar, warum nicht?
Speaker 0: Wenn Hagrid keinen passenden Baum hat, finden wir bestimmt den Hoxmead ein.
Speaker 0: Ja, haucht Harry, und ich kann ihm ansehen, dass er sich vorstellt, wie wird durch das weihnachtlich geschmückte Hoxmead laufen.
Speaker 0: Lass uns gehen.
Speaker 0: Wir sitzen im Dreibesen, beide eine Schüssel mit deftigem Eintopf und ein heißes Butterbier vor uns, an dem wir unsere Hände werben.
Speaker 0: Wir haben Hagrid zum Glück in seiner Hütte angetroffen und er war ganz aus dem Häuschen für Harry und mich einem Baum besorgen zu dürfen.
Speaker 0: Er hat uns versprochen, dass er bis heute Nachmittag einen schönen ausgesucht haben wird und wir dann wiederkommen sollen.
Speaker 0: Daraufhin sind wir nach Hox mit gelaufen und nun sitzen wir bei Mittagessen, denn das alles hat einige Zeit in Anspruch genommen.
Speaker 0: Harrys Wangen sind gerötet und da wirkt wunderbar gelöst.
Speaker 0: Kann es wirklich sein, dass ihm die Vorstellung, ich könne Weihnachten zu meiner Mutter gehen, so viel ausgemacht hat?
Speaker 0: Sollte ich das wirklich annehmen?
Speaker 0: Und wenn ja, welche Schlüsse sollte ich daraus ziehen?
Speaker 0: Ich verbrenne mir die Zunge an dem heißen Eintopf und das ist wohl nur richtig so, denn ich sollte schleunigst aufhören, mir unnötige Hoffnungen zu machen.
Speaker 0: Harry.
Speaker 0: Es war eine wunderbare Idee von Draco, einem Baum zu besorgen und dass wir nun gemeinsam in drei Besen sitzen, während Hagrid unseren Weihnachtsbaum aus dem verbotenen Wald holt, ist einfach unglaublich.
Speaker 0: Überhaupt ist es unglaublich, wie entspannt die Konversation mit Draco nach unserer Klarstellung wieder funktioniert.
Speaker 0: Kurz hatte ich Bedenken, weil Hogwarts mit unserer gemeinsamen Schulzeit verbunden ist, in der wir nun mal ganz anders zueinander standen.
Speaker 0: Aber diese waren total unbegründet.
Speaker 0: Ich schiele zu Drako, der sich offenbar gerade die Zunge verbrannt hat und nehme das zum Anlass lieber gegen den vollen Löffel zu pusten, der wirklich gefährlich dampft.
Speaker 0: Dabei fällt mein Blick auf den bereits geschmückten Baum, der in der Ecke der Gaststube steht und ich halte in der Bewegung inne.
Speaker 0: Alles in Ordnung, fragt Drako, der meinen Blick offenbar gefolgt ist, aber keinen Grund für mein Verhalten erkennen kann.
Speaker 0: Ich lasse den Löffel sinken.
Speaker 0: Haben wir überhaupt Schmuck für einen Weihnachtsbaum?
Speaker 0: Drako sieht mich kurz verwundert an.
Speaker 0: Dann schweift sein Blick zurück zu dem Prachtexemplar von Baum in der Ecke, errunzelt die Stirn.
Speaker 0: Ich bin mir sehr sicher, dass Tante Walburga nie pinkes Schweinchen und hellgrüne Fähen in ihrem Baum hatte, auch wenn ich nicht behaupten kann, mich sehr gut daran zu erinnern.
Speaker 0: Plötzlich prustet er los und ich sehe ihm Grinsen dabei zu, wie er versucht, die Fassung zu wahren.
Speaker 0: Es gelingt ihm einigermaßen, auch wenn er auf meine Frage, was denn so lustig ist, eine ganze Weile nicht antworten kann, immer wieder wird er von neuerlichen Lachanfällen gebeutelt.
Speaker 0: Entschuldige, Herr Kichert immer noch, aber so langsam kommt er wieder zu Atem.
Speaker 0: Aus meiner Sicht gibt es nichts zu entschuldigen, denn es ist nicht weniger als ein echtes Schauspiel, Draker auf diese Weise die Kontonors verlieren zu sehen.
Speaker 0: Tatsächlich habe ich ihn noch nie so befreit lachen sehen und das macht mein Herz noch ein bisschen weiter.
Speaker 0: Ich habe mir einfach vorgestellt, wie meine späßige Verwandtschaft reagiert hätte, wenn so ein Baum in ihrem Wohnzimmer gestanden hätte.
Speaker 0: Nachdem ihn die Erinnerungen seiner Mutter heute Morgen so unglücklich gemacht hat, bin ich ernsthaft froh, dass er der ganzen Sache nun so viel Komik abgewinnen kann.
Speaker 0: Na, dann ist unser nächstes Ziel ja wohl klar, erkläre ich grinsend.
Speaker 0: Wir suchen hier in Hoxmead ein Geschäft, in dem wir Weihnachtsbaumschmuck kaufen können.
Speaker 0: Draco strahlt mich an und etwas durchtrieben, es liegt in seinem Ausdruck.
Speaker 0: Oh ja, wir kaufen Weihnachtsschmuck, der Tante Waldburger zum Schreien bringen würde.
Speaker 0: Ich lache laut auf.
Speaker 0: Zum Glück hat Creature ihr Porträt aus dem Treppenhaus entfernt, sonst müssten wir wirklich sehr laut Weihnachtslieder singen.
Speaker 0: Eine halbe Stunde später haben wir tatsächlich ein Geschäft gefunden, das offenbar den einzigen Sinn hat, die Weihnachtsbäume von ganz zauberer England mit Schmuck zu versorgen.
Speaker 0: Ich frage mich, ob hier unter dem Jahr andere Dinge verkauft werden, aber tatsächlich müssen Draco und ich beide feststellen, dass wir während unserer wenigen Hoxmead-Wochenenden nie in diesen Teil des Dorfes vorgedrungen sind.
Speaker 0: Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich nie damit gerechnet hätte, so viel Spaß daran zu haben.
Speaker 0: Quitsch, bunte, zum Teil pothessliche, mit unter und definierbare, aber auch wunderschöne Figuren für einen Weihnachtsbaum auszusuchen.
Speaker 0: Nein, nicht einen Weihnachtsbaum, unseren Weihnachtsbaum.
Speaker 0: Als mir das bewusst wird, halte ich kurz inne, denn es erscheint mir mit einem Mal als eine unglaublich intime Angelegenheit, zusammen Schmuck für den Weihnachtsbaum zu kaufen.
Speaker 0: Ist das nicht etwas, das Paare tun, wenn sie die erste gemeinsame Wohnung bezogen haben?
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Ich hatte es nicht für möglich gehalten, dass man in einem Geschäft das vor Farben, Glitzer und Kitsch nur so strotz zu viel Spaß haben kann.
Speaker 0: Wir haben uns bereits bei einem Frosch mit einem rot-weißgestreiften Baderanzug entschieden, der gemeinsam mit einem schielenden Rentier mit Zipfelmütze und einer Karotte weil es Merlin warum an einer Tanne eine Karotte hängen sollte, aber sie ist wirklich schübsch, in dem Korb liegt, den die Verkäuferin uns gleich beim Eintreten überreicht hat.
Speaker 0: Eben hat Harry die Hand gehoben, um etwas, das wie ein Gnome mit Flügeln aussieht, vom Regal zu nehmen, um es näher zu betrachten, als er in der Bewegung stoppt.
Speaker 0: Was ist?
Speaker 0: Harry zog gleich zusammen, als hätte ich ihn bei etwas ertappt.
Speaker 0: Was?
Speaker 0: Äh, nichts.
Speaker 0: Nun greift er doch nach dem Gnome.
Speaker 0: Was meinst du dazu?
Speaker 0: Ich nehme ihm das Ding aus der Hand und betrachte es von Namen.
Speaker 0: Versuche mir nichts anmerken zu lassen, dass mich viel mehr interessieren würde, was gerade in Harrys Kopf vorgegangen ist.
Speaker 0: Dass es nicht nichts ist, war offensichtlich.
Speaker 0: Ich bin kein Freund von Gnomen, sage ich, und reiche die Hässlichkeit an Harry zurück.
Speaker 0: Er legt es dennoch in den Korb und sagt grinsend, ich werde es Ron und Hermine schenken.
Speaker 0: Sie sind aber schon deine Freunde, oder?
Speaker 0: Frage ich lachend.
Speaker 0: Ja klar, aber das Ding erinnert mich an die Sommer im Garten der Weasleys.
Speaker 0: Sein Grinsen weicht einem Lächeln, das von so viel Zuneigung geprägt ist, dass sich einen kurzen Stich der Eifersucht nur schwer unterdrücken kann.
Speaker 0: Wie muss es sich anfühlen, wenn Harry so viel für einen empfindet?
Speaker 0: Wir sollten nach Christbaumkugeln schauen, holte mich aus meinen Gedanken.
Speaker 0: Wir werden wohl rote und silberne nehmen, oder was meinst du?
Speaker 0: Grüne Kugeln kommen nicht wirklich zur Geltung.
Speaker 0: Warum ist er so?
Speaker 0: Warum muss er so viel wir in diesen Einkauf legen?
Speaker 0: Was wird im nächsten Jahr sein?
Speaker 0: Wird er damit einem anderen Mann vor diesem Baum mit dem Schmuck sitzen, den wir gemeinsam ausgesucht haben?
Speaker 0: Oder bestechst du auf grüne Kugeln?
Speaker 0: Es gibt sicher welche und wenn es dir wichtig ist, rot und silber ist wunderbar, beeilele ich mich zu sagen.
Speaker 0: Gute Idee, lass uns erstmal die Kugeln und die Kerzenhalter aussuchen.
Speaker 0: So amüsant diese Sachen, ich zeige auf die verrückten Anhänger in den Regalen um uns herum, so sind, so sollten sie doch nicht den ganzen Baum beherrschen.
Speaker 0: Erst einmal schon, als wir zur Rückrichtung Schloss laufen, unseren Einkauf in zwei großen Taschen verstaut.
Speaker 0: Harry wollte die zum Teil sehr filigranen Anhänger nicht verkleinern.
Speaker 0: Das hat mich etwas gewundert, denn ich bin mir sicher, dass wir beide durchaus in der Lage sind, anständige Verkleinerungszauber zu wirken.
Speaker 0: Ich habe das Gefühl, dass Harry ist vielmehr genießt, das Ergebnis dieses Einkaufsbummels gut sichtbar den Hügel hochzutragen.
Speaker 0: Ich kann nicht genau sagen, warum es so ist, aber diese Tatsache verursacht ein seltsam warmes Gefühl in meinem Inneren.
Speaker 0: Bei Hagrid angekommen, können wir bereits den imposanten Baum sehen, der neben der Tür seiner Hütte an der Wand lehnt.
Speaker 0: Auf unser Klopfen kommt Hagrid heraus und greift nach dem Baum, der ihn gerade mal bis zur Schulter reicht.
Speaker 0: Was meint ihr?
Speaker 0: Ein bisschen klein vielleicht.
Speaker 0: Harry lacht.
Speaker 0: Nein, Hagrid, er ist perfekt.
Speaker 0: Nur, wie sollen wir ihn nach Hause transportieren?
Speaker 0: Nach Hause.
Speaker 0: Ich lasse die Worte kurz nachklingen, bevor ich sage, du kannst Creature anrufen, damit er das übernimmt.
Speaker 0: Ich denke, das wäre sicherer, als wenn wir mit einer Tanne apparieren.
Speaker 0: Ja, da hast du vermutlich recht, gebt Harry zu und ruft nach Creature.
Speaker 0: Dieser scheint in keinster Weise überrascht, sich neben einem Halt briesen und einer Tanne im Schneebieter zu finden, oder er lässt es sich einfach nicht anmerken.
Speaker 0: Master Potter hat gerufen?
Speaker 0: Ja, Creature.
Speaker 0: Kannst du diesen Baum an den Gremaltplatz bringen und dem Wohnzimmer aufstellen?
Speaker 0: Sehr wohl, Master!
Speaker 0: Nachdem Creature und der Baum verschwunden sind, wendet Harry sich wieder an Hagrid.
Speaker 0: Danke, Helgrid.
Speaker 0: Ich werde ein Foto von dem Baum machen, wenn er geschmückt ist.
Speaker 0: Er wird wundervoll aussehen.
Speaker 0: Da bin ich sicher, Harry.
Speaker 0: Ich wünsche euch beiden frohe Weihnachten.
Speaker 0: Kommt doch in den nächsten Tagen gerne noch mal vorbei.
Speaker 0: Das machen wir gerne.
Speaker 0: Harry dreht sich zu mir um und sieht mich etwas schuldbewusst an.
Speaker 0: Machen wir doch gerne, oder?
Speaker 0: Wenn er wüsste, dass ich ihm überall hinfolgen würde.
Speaker 0: Eigentlich müsste er es wissen, denn ich habe ein Weihnachtsfest bei den Weasleys zugestimmt.
Speaker 0: Aber vermutlich erkennt Harry die Überwindung, die mich das kostet, nicht wirklich.
Speaker 0: Natürlich, antworte ich, und werde mit einem strahlenden Lächeln belohnt.
Speaker 0: Was will man mehr?
Speaker 0: Nun ja, ich wüsste, was ich mehr wollen würde.
Speaker 0: Draco?
Speaker 0: Äh, was?
Speaker 0: Verdammt, ich sollte wirklich bei der Sache bleiben.
Speaker 0: Ich habe gefragt, ob wir uns dann auf den Heimweg machen wollen.
Speaker 0: Harry.
Speaker 0: Wunderbar erschapft liege ich in meinem Bett.
Speaker 0: Das war ein wunderbarer Tag, das war.
Speaker 0: Und ich kann es kaum erwarten, morgen den Baum mit Draco zusammenzuschmücken.
Speaker 0: Das Grinsen will heute gar nicht von meinem Gesicht weichen.
Speaker 0: Wie könnte es auch?
Speaker 0: Ich habe meinen ersten eigenen Weihnachtsbaum.
Speaker 0: Es ist nicht so, dass ich in den letzten Jahren gerne einen gehabt und es mir verkniffen hätte.
Speaker 0: Vielmehr wäre ich mir noch einsamer vorgekommen, wenn ich alleine hier vor einem Weihnachtsbaum gesessen hätte.
Speaker 0: Aber ich bin nicht mehr allein.
Speaker 0: Draco ist da.
Speaker 0: Mein Grinsen wird zu einem sanften Lächeln.
Speaker 0: Ein paar Mal habe ich Draco heute beobachtet, während er den einen oder anderen Anhänger betrachtet hat.
Speaker 0: Der Dragon Malfur aus meiner Schulzeit trug entweder eine ausdruckslose Maske zur Schau oder sein Gesicht war von boshafter Schadenfreude überzogen.
Speaker 0: Heute hat er mir so viel von sich gezeigt.
Speaker 0: Erstaunen, Verwunderung, Freude, Skepsis, Überraschung.
Speaker 0: Ich hätte die ganze Zeit nur ihm zusehen können, wie er jedes Teil mit äußerster Behutsamkeit hochhielt, um es zu begutachten.
Speaker 0: Wie wunderbar wird es morgen werden, wenn wir all unsere Schätzern unseren Baum hängen.
Speaker 0: Ich habe noch nie einen Weihnachtsbaum geschmückt.
Speaker 0: Ob Drako es schon mal gemacht hat?
Speaker 0: Oder haben das im Mal vor Mainer die Hauselfen übernommen?
Speaker 0: Das muss ich Ihnen unbedingt fragen.
Speaker 0: Die Müdigkeit legt sich über mich.
Speaker 0: Ich versuche, noch den Gedanken festzuhalten.
Speaker 0: Ich muss Drako fragen.
Speaker 0: Der Schnee wibbelt durch mein Zimmer, als ich verschlafen meine Augen öffne.
Speaker 0: Warum ist mein Fenster offen?
Speaker 0: Ich hätte es doch gemerkt, wenn es gestern Abend offen gewesen wäre.
Speaker 0: Desorientiert tabse ich über den Schneebedeckend Teppich.
Speaker 0: Wie kann es denn sein, dass hier schon Zentimeter hoch der Schnee liegt?
Speaker 0: Als ich endlich am Fenster ankomme, werfe ich einen kurzen Blick hinab auf die Straße und erstarre.
Speaker 0: Da unten steht eine Person.
Speaker 0: Ich kneife die Augen zusammen.
Speaker 0: Der Schnee fällt in so dicken Flocken, dass ich nichts erkennen kann.
Speaker 0: Harry!
Speaker 0: Die Stimme war direkt in meinem Kopf und trotzdem weiß ich mit absoluter Gewissheit, dass sie von der Person da unten im Schnee ist.
Speaker 0: Es ist Dreckus Stimme.
Speaker 0: Aber was macht er da unten?
Speaker 0: Warum ist er nicht in seinem Zimmer?
Speaker 0: Ich wende mich vom Fenster ab und renne zur Tür.
Speaker 0: Aber da ist keine Tür.
Speaker 0: Panik schwappt in mir hoch.
Speaker 0: Wie kann das sein?
Speaker 0: Das ist mein Schlafzimmer.
Speaker 0: Draco, er hat die dunkle Magie vertrieben.
Speaker 0: Aber Draco.
Speaker 0: Draco ist draußen.
Speaker 0: Draco hat mich zurückgelassen.
Speaker 0: Alleine zurückgelassen in diesem Haus.
Speaker 0: Nein!
Speaker 0: Ich werde nicht noch einmal gefangener meines eigenen Hauses sein.
Speaker 0: Ich muss zur Draco.
Speaker 0: Muss ihn anflähen und anflähen, mich nicht zu verlassen.
Speaker 0: Ich drehe mich um mich selbst, suche meinen Zauberstab.
Speaker 0: Mit ihm kann ich zu Draco apparieren, aber in dem Schnee finde ich ihn nicht.
Speaker 0: Draco, lass mich nicht allein!
Speaker 0: Ich renne wieder zum Fenster und sehe, wie Draco sich abwendet und fortgeht.
Speaker 0: Nein!
Speaker 0: Draco, nein!
Speaker 0: Bleib!
Speaker 0: Bleib stehen, bitte!
Speaker 0: Tränen laufen mir über die Wangen.
Speaker 0: Es bleibt mir nichts anderes übrig.
Speaker 0: Ich halte mich am Fensterrahmen und tiefe mich hoch aus Fensterbritt.
Speaker 0: Es gibt keinen anderen Weg, ich muss zu Draco gelangen, ich muss... Harry!
Speaker 0: Ein Zauber reißt mich nach hinten, aber ich stürze nicht zu Boden, sondern werde aufgefangen.
Speaker 0: Es dauert nur den Bruchteil einer Sekunde, bis ich Drakos Magie erkenne.
Speaker 0: Er ist zurückgekommen.
Speaker 0: Du bist zurückgekommen!
Speaker 0: Ich schluchze haltlos in seinen Armen und nehme nur am Rande verwundert wahr, dass der Schnee fort ist.
Speaker 0: Ich hebe den Kopf.
Speaker 0: Drakos Augen sind schreiggeweitet.
Speaker 0: Wie?
Speaker 0: Wie bist du reingekommen?
Speaker 0: frage ich ihn.
Speaker 0: Er runze die Stirn durch die Tür.
Speaker 0: Tür?
Speaker 0: Ich löse mich etwas von ihm und Spähe an seiner Schulter vorbei, dorthin, wo die Tür sein sollte, wo die Tür ist.
Speaker 0: Sie steht weit offen, aber Harry, Dragon, umfasst mein Gesicht und zwingt mich, ihn anzusehen.
Speaker 0: Du hast geträumt.
Speaker 0: Ich, ich löse mich von ihm und sehe mich um.
Speaker 0: Blicht aus dem Gang fließt durch die offene Tür, weit und weit keine Schneeflocke.
Speaker 0: Ich schaudere und lasse den Blick zum offenen Fenster schweifen.
Speaker 0: Auch draußen ist nur schwarze Nacht, kein Schnee.
Speaker 0: Ich Draco zieht mich in die Arme und ich umklamere ihn, denn das Gefühl er würde mich verlassen, bricht plötzlich wieder über mich herein.
Speaker 0: Ich lasse dich nicht allein, flüstert Draco in meine Haare.
Speaker 0: Wie kannst du das nur denken?
Speaker 0: Ja.
Speaker 0: Wie kann ich das nur denken?
Speaker 0: Woher kommt dieser Traum?
Speaker 0: nur auf einmal?
Speaker 0: All die Zeit auf Wanderschaft und die ersten Tage zurück in diesem Haus hätte ich mit einem derartigen Albtraum gerechnet.
Speaker 0: Aber nicht heute, nach diesem wunderschönen Tag mit Draco.
Speaker 0: Oder ist das vielleicht der Grund?
Speaker 0: Dass ich heute erkannt habe, was ich verlieren würde, wenn er ginge?
Speaker 0: Wie abhängig ich von seiner Anwesenheit bin.
Speaker 0: Und wenn das so ist, was bedeutet es dann?
Speaker 0: Komm, sagt Drako und zieht mich auf die Beine.
Speaker 0: Du bist eiskalt, hier drin ist es eiskalt.
Speaker 0: Er greift nach meiner Hand, schließt mit einem Schlenker seines Zauberstabs das Fenster und zieht mich hinter sich her.
Speaker 0: Was, was machen wir?
Speaker 0: Wir gehen schlafen.
Speaker 0: In meinem Bett, ich lasse dich jetzt sicher nicht allein.
Speaker 0: Drako klingt irgendwie emotionslos.
Speaker 0: Ob er wütend auf mich ist?
Speaker 0: Bist, bist du sauer?
Speaker 0: Er bleibt abrupt stehen und seine strenge Haltung löst dich auf.
Speaker 0: Seine Miene wird weich und liebevoll.
Speaker 0: Nein, Harry, ich bin nicht sauer ich.
Speaker 0: Er fährt sich durch die Haare.
Speaker 0: Marilyn, du hast mir einfach an den riesigen Schrecken angejagt, du.
Speaker 0: Er presst die Lippen zusammen und atmet dann tief durch.
Speaker 0: Du wirst beinah aus dem Fenster gesprungen.
Speaker 0: Er dreht sich wieder um und zieht mich mit sich.
Speaker 0: Leg dich hin, sagt er streng und ich wage nicht, ihm zu widersprechen.
Speaker 0: Während ich mich in sein Bett lege, klettert er von der anderen Seite hinein und löscht das Licht.
Speaker 0: Und dann zieht er mich in seine Arme.
Speaker 0: Ich werde kein Risiko eingehen, brummt er zur Erläuterung.
Speaker 0: Ich persönlich hätte diese Erklärung nicht gebraucht.
Speaker 0: Und auch wenn ich mir sicher bin, dass ich in Draco's Bett und an Draco's Seite nicht nochmal so einen schlimmen Traum haben werde, sehe ich keinen Grund, das jetzt mit Draco auszudiskutieren.
Speaker 0: Vermisst Kapitel XII.
Speaker 0: Gefühlschaos.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Es fällt mir äußerst schwer, mich auf den Tagespropheten zu konzentrieren, der aufgeschlagen vor mir auf dem Tisch liegt.
Speaker 0: Um ehrlich zu sein, kann ich mich an kein Wort erinnern, dass ich in den letzten zehn Minuten gelesen habe.
Speaker 0: Zu sehr beschäftigt mich, was in der letzten halben Stunde geschehen ist und die Frage, wie ich damit umgehen soll.
Speaker 0: Der Tag hat eigentlich ganz wunderbar begonnen, denn ich wurde wach, weil ein warmer Körper sich eng gegen mich drückte und mein Schwanz diesem vermeintlich willigen Hinter nur zu gerne entgegenkommen wollte.
Speaker 0: Merlin sei Dank habe ich schnell genug begriffen, dass es sich bei dem verführerischen Hintern um den von Harry handelte und es alles andere als angemessen wäre, ihn so zu wecken.
Speaker 0: Kurz erfasste mich die Panik, ob er bereits wach war und damit spürte, wie sehr mich seine Nähe erriegte.
Speaker 0: Rasch ruckte ich mit der Hüfte nach hinten und zog vorsichtig meinen Arm unter ihm hervor.
Speaker 0: Er murte kurz im Schlaf, rollte sich dann aber wieder zusammen.
Speaker 0: So gerne hätte ich ihn noch eine Weile betrachtet.
Speaker 0: Aber ich hatte zu viel Sorge, er könne mich dabei ertappen, während meine Erektion weiterhin unübersieber meine Pyjama-Hose ausbeute.
Speaker 0: Nein, das wäre für uns beide mehr als unangenehm, und daher beschloss ich, meinem körperlichen Dilemma unter der Dusche Abhilfe zu verschaffen.
Speaker 0: Bevor ich das Zimmer verließ, sprach ich allerdings einen Zauber auf das Fenster, damit Harry es nicht öffnen konnte.
Speaker 0: Ich war mir zwar recht sicher, dass er nicht nochmal von so einem Albtraum heimgesucht werden würde, aber ich wollte kein Risiko eingehen.
Speaker 0: Von der Tür aus warf ich nochmal einen Blick auf Harry.
Speaker 0: Mein Herz wurde mir schwer, denn mir war klar, dass ich mich immer weiter in meinen Gefühlen für ihn verstrickte.
Speaker 0: Wie sollte ich nicht wünschen, jeden Morgen so mit ihm aufwachen zu können?
Speaker 0: Nun, die Dusche hat mir gut getan, und zumindest das akute Problem ist somit inzwischen gelöst.
Speaker 0: Das ist aber auch schon alles.
Speaker 0: Wie soll ich mich Harry gegenüber verhalten?
Speaker 0: Wir leben hier zusammen, werden heute unseren ersten Weihnachtsbaum miteinander schmücken, heil ich Abend miteinander feiern und am Tag darauf Weihnachten bei den Weasleys verbringen.
Speaker 0: Eine Unternehmung intimer als die andere, während meine Gefühle für ihn doch schon so tief sind.
Speaker 0: Wie soll ich mich selbst auf Verschützen unter diesen Gefühlen zermeimt zu werden?
Speaker 0: Seufzend lege ich meinen Kopf in die Hände.
Speaker 0: Ich will Harry nicht verlieren.
Speaker 0: Da kann das mit uns funktionieren, wenn wir uns täglich so nah sind und ich vielleicht irgendwann mit ansehen muss, wie er sich in jemand anderen verliebt.
Speaker 0: Und wie soll ich ihm erklären, wenn ich, um ein armes Herz zu schützen, irgendwann ausziehe?
Speaker 0: Wie soll er es verstehen, ohne dass ich ihm meine Gefühle offenbare?
Speaker 0: Verdammte Genomkacke!
Speaker 0: Alles war viel einfacher, als Harry noch Potter war und ich ihn aus ganzem Herzen hassen konnte.
Speaker 0: Oder es mir zumindest erfolgreich eingeredet habe.
Speaker 0: Harry.
Speaker 0: Es dauert nur wenige Sekunden, nachdem ich aufgewacht bin, bis ich merke, dass ich nicht in meinem Bett liege.
Speaker 0: Verwirrt stürze ich mich auf meinen Elbenbogen und sehe mich um.
Speaker 0: Das Zimmer gibt mir nicht viel Aufschluss.
Speaker 0: Aber ich spüre Dracos Magie, und als ich meinen Blick schweifen lasse, sehe ich eines einer Hemden an einem Kleiderbügel hängen.
Speaker 0: Von Draco selbst allerdings keine Spur.
Speaker 0: Ich lasse mich zurück in die Kissen fallen und überlege, wie ich hier gelandet bin.
Speaker 0: Lange muss ich nicht nachdenken, dass mir mein schrecklicher Traum wieder einfällt.
Speaker 0: Reflexartig greife ich mir an die Brust, denn ich glaube, den Schmerz noch immer zu spüren.
Speaker 0: Den Schmerz, den die Vorstellung ausgelöst hat, Draco hätte mich verlassen.
Speaker 0: Stöhnen entschließe ich die Augen und lege meinen Unterarm darüber, als könne ich damit irgendetwas ungeschehen machen, denn mit einem Mal erinnere ich mich auch daran, wie Draco mich von der Fensterbank gezogen hat.
Speaker 0: Ich wäre wirklich aus dem Fenster gesprungen, ohne Zauberstab.
Speaker 0: Abruppt setze ich mich auf, denn diese Gedanken sind so verwirrend, beängstigend, schockierend.
Speaker 0: Nach einer Dusche, die nur wenig geholfen hat, die Geschehnisse der Nacht besser einordnen oder hilfsweise wenigstens vergessen zu können, mache ich mich auf den Weg in die Küche.
Speaker 0: Gregor sitzt am Tisch, wie immer.
Speaker 0: Aber er wirkt anders als sonst.
Speaker 0: Ich kann es nicht genau sagen, aber als er den Blick hebt, glaube ich, Unsicherheit darin zu sehen.
Speaker 0: Hey!
Speaker 0: Ich fahre mir durch meine noch feuchten Haare.
Speaker 0: Auf einmal ist es mir schrecklich peinlich, wie ich mich letzte Nacht verhalten habe.
Speaker 0: Wie ein kleines Kind war ich auf Drakos Hilfe angewiesen, wenn er nicht gewesen wäre, ich schlucke.
Speaker 0: Wie geht es dir?
Speaker 0: frag Drakos sanft.
Speaker 0: Ich zucke mit den Schultern.
Speaker 0: Ich komme mir ziemlich blöd vor, momle ich schließlich, während ich mich an den Tisch setze und zulasse, dass Creature mich mit Leckereien versorgt.
Speaker 0: Eigentlich habe ich keinen Appetit.
Speaker 0: Drakos Hand zuckte, als würde er über den Tisch nach meiner greifen wollen, aber dann tut er es doch nicht.
Speaker 0: Warum ist er nur so verunsichert?
Speaker 0: Ich habe mich doch zum Idioten gemacht.
Speaker 0: Es gibt keinen Grund, sich blöd vorzukommen.
Speaker 0: Du hattest einen Albtraum.
Speaker 0: Ich schnaube und fahre mit einem Finger die Maserung des Tisches nach.
Speaker 0: Ja, Harry.
Speaker 0: Jetzt greift er doch nach meiner Hand.
Speaker 0: Was genau bedrückt dich daran?
Speaker 0: Bitte sprich mit mir.
Speaker 0: Ich entziehe ihm meine Hand, weil, weil es mir einfach so peinlich ist.
Speaker 0: Ich, Merlin, ich bin ein erwachsener Mann und, und brauche offenbar einen Aufpasser, ohne den ich jetzt nur noch eine breige Masse vor meinem Haus wäre.
Speaker 0: Drako gebt einen Laut von sich wie eine getretene Katze.
Speaker 0: Er hat sich zurückgelehnt und seine Hände in seinen Schoß gelegt, als wolle er sich so davon abhalten, nochmals nach meiner Hand zu greifen.
Speaker 0: Ich ärgere mich, denn ich wollte ihm nicht signalisieren, dass ich seine Berührung nicht mag.
Speaker 0: Nur kam ich mir im Moment wieder wie ein kleines Kind vor, das man trösten muss.
Speaker 0: Ich ... Drako reuspert sich.
Speaker 0: Ich habe mich noch nie als dein Aufpasser gefühlt.
Speaker 0: Ich dachte, er senkt den Kopf.
Speaker 0: Dann atmet er tief ein, als würde er sich für die nächsten Worte wappnen.
Speaker 0: Aber dann steht er auf und schiebt den Stuhl so schnell nach hinten, dass das laute Kratzen mich erschrocken und zusammenzuckern lässt.
Speaker 0: Ist ja auch egal.
Speaker 0: Und damit verlässt er die Küche.
Speaker 0: Scheiße!
Speaker 0: Ich lege meinen Kopf in die Hände.
Speaker 0: Wird das jetzt immer so sein?
Speaker 0: Müssen wir uns immer wieder irgendwie verletzen?
Speaker 0: Wunden öffnen, die vermeintlich verschlossen sind?
Speaker 0: Ich verstehe nicht ganz, warum Dragway jetzt gegangen ist.
Speaker 0: Ist das, weil ich mich seiner Ansicht nach Albern aufhühre?
Speaker 0: Oder findet er, ich sollte meinen Albtraum zum Anlass nehmen, einen Termin bei meiner Heilerin zu vereinbaren, um weiter an der Bewältigung meines Traumers zu arbeiten?
Speaker 0: Bestimmt sollte ich das.
Speaker 0: Aber das kann Dracke mir doch einfach sagen, oder?
Speaker 0: Er hat sich zurückgezogen, als ich ihn als Aufpasser bezeichnet habe.
Speaker 0: Nun, er passt doch auf mich auf, oder?
Speaker 0: Er hat mich aus dem Raum gerettet.
Speaker 0: Er ist gekommen, als Nolan mich angegriffen hat.
Speaker 0: Er hat verhindert, dass ich aus dem Fenster springe.
Speaker 0: Ich greife nach der T-Tasse, die Creature mir gefüllt hat und lasse mir Dragos Reaktion nochmal durch den Kopf gehen.
Speaker 0: Und plötzlich glaube ich zu begreifen, was in ihm vorgeht.
Speaker 0: Vorsichtig klopfe ich an seine Zimmertür.
Speaker 0: Ich gehe davon aus, dass er hier drin ist, denn ich habe die Tür vorhin offen gelassen.
Speaker 0: Ja, höre ich es gedämpft und öffne die Tür vorsichtig.
Speaker 0: Darf ich reinkommen?
Speaker 0: Dragor nickt.
Speaker 0: Er steht am Fenster, von wo er sich nur kurz zu mir gewandt hat und jetzt wieder hinausblickt.
Speaker 0: Ich trete neben ihn.
Speaker 0: Sein Fenster geht zur anderen Seite als meines, sodass ich mir nun keine Gedanken machen muss, wie mein Körper dort unten aussehen würde.
Speaker 0: Dennoch schaudert es mich bei der Vorstellung.
Speaker 0: Aber dann besinne ich mich auf den Grund, warum ich hier bin.
Speaker 0: Du bist nicht nur mein Aufpasser, sage ich leise.
Speaker 0: Draco macht ein seltsames Geräusch.
Speaker 0: Ein Geräusch, das so etwas wie ein Zwischending zwischen einem Lachen und einem Schluchzen ist.
Speaker 0: Es ist ein ganz und gar untypisches Geräusch für ihn.
Speaker 0: Ich sehe dich als einen Freund, Draco.
Speaker 0: Wie sollte ich sonst mit dir zusammen wohnen wollen?
Speaker 0: Wie sollte ich Weihnachten mit dir feiern wollen?
Speaker 0: Wie sollte ich in deinen Armen Ruhe und Frieden finden können?
Speaker 0: Dieser Gedanke schießt mir durch den Kopf, aber ich spreche ihn nicht aus, denn ich weiß nicht, was das bedeutet.
Speaker 0: Es ist etwas, das ich noch nicht einordnen kann.
Speaker 0: Draco atmet erneut tief ein und aus.
Speaker 0: Dann hebt er den Blick.
Speaker 0: Seine Augen schimmern.
Speaker 0: Es ist nicht, als hätte er geweint, aber er wirkt anders als sonst.
Speaker 0: Dann lächelt er.
Speaker 0: Aber auch sein Lächeln ist irgendwie gequält, traurig.
Speaker 0: Ich weiß, Harry, sagt er, und senkt den Blick erneut, als hätte er Angst, ich könne in seinem Gesicht eine Lüge entdecken.
Speaker 0: Ich weiß.
Speaker 0: Aber, lass uns den Baum schmücken, fällt er mir ins Wort und wendet sich ab.
Speaker 0: Ich bleibe noch kurz stehen und habe das Gefühl, dass ich irgendetwas Maßgebliches verpasst habe.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Das hat ja hervorragend funktioniert.
Speaker 0: Ich könnte mich für mein Verhalten urfeigen.
Speaker 0: Warum konnte ich nicht einfach souverän, Harrys durchaus nachvollziehbare Sorgen wegen seines Albtraums ernst nehmen und ihm Trost und Halt geben.
Speaker 0: Stattdessen lasse ich mich von Kleinigkeiten aus der Bahn werfen.
Speaker 0: Nun ja, eine Kleinigkeit ist die Vorstellung, was mit Harry geschehen wäre, wenn ich ihn nicht gehört hätte.
Speaker 0: eigentlich nicht, aber es sind einfach zu viele Emotionen, die er in mir auslöst und seine Reduzierung auf seinen Aufpasser.
Speaker 0: Damit hat er mich eiskalt erwischt.
Speaker 0: Vor nicht einmal einer Stunde bin ich mit ihm in meinen Armen aufgebracht.
Speaker 0: Und auch wenn das an sich nichts zu bedeuten hatte, war dieser Stimmungswechsel doch irgendwie zu heftig für mich.
Speaker 0: Harry gegenüber schaffe ich es einfach nicht mehr, meine Maske aufrechtzuerhalten.
Speaker 0: Ich musste die Küche verlassen, sonst hätte er gesehen, wie sehr mich seine, nicht einmal böse, gemeinten Worte verletzt haben.
Speaker 0: Nicht, dass das sein Versöhnungsversuch irgendetwas besser gemacht hätte, denn was ist an einem Freund besser als an einem Aufpasser?
Speaker 0: Ich presse den Kiefer zusammen und lege den Kopf in den Nacken.
Speaker 0: Ich muss damit aufhören.
Speaker 0: Es ist wunderbar, Harrys Freund zu sein.
Speaker 0: Es ist wunderbar, Weihnachten mit ihm verbringen zu dürfen.
Speaker 0: Ich sollte das genießen, und wenn ich in ein paar Wochen merke, dass ich es auf Dauer nicht genießen kann, kann ich immer noch ausziehen.
Speaker 0: Auch wenn allein der Gedanke, Harry zu verlassen, mich schmerzt, versuche ich mich nun auf die Gegenwart zu konzentrieren.
Speaker 0: Harry hat es verdient, dass ich mich zusammenreisse.
Speaker 0: Ich stoße die Tür zum Wohnzimmer auf und werde von einem intensiven Duft nach Tannen, Nadeln und Harz empfangen.
Speaker 0: Mein Blick fällt auf die Taschen, in denen unsere gestrigen Einkäufe verstaut sind.
Speaker 0: Gestern hatte ich noch gedacht, dass wir viel zu viele Sachen gekauft haben, aber wenn ich mir den prachtvollen Baum so anschaue, dann muss ich meine Ansicht revidieren.
Speaker 0: Ich höre, wie Harry die Treppe herunterkommt, denn ich habe die Tür offen gelassen.
Speaker 0: Seine Schritte sind langsam, zögernd.
Speaker 0: Ich drehe mich um und sehe ihn im Türrahmen stehen.
Speaker 0: Er wirkt verunsichert.
Speaker 0: Draco, mein Herz bebt.
Speaker 0: Ich würde so gerne zu ihm hingehen und ihn in die Armen nehmen.
Speaker 0: ihm durch seine Haare streichen und ihn küssen.
Speaker 0: Als würde er meine Gedankenlesen presst er kurz die Lippen zusammen.
Speaker 0: Was ist Harry?
Speaker 0: frage ich, da er nicht weiterspricht.
Speaker 0: Ist alles gut zwischen uns?
Speaker 0: Hab ich was Falsches gesagt?
Speaker 0: Ich gehe auf ihn zu und bleibe kurz vor ihm stehen.
Speaker 0: Dann folge ich meinem Herzen und nehme ihn doch in die Arme.
Speaker 0: Nein, Harry, du hast nichts Falsches gesagt.
Speaker 0: Es ist nur so, dass ich mir gar nicht ausmalen möchte, wie das heute Nacht hätte enden können, dass Das geht mir ganz schön nah, weißt du?
Speaker 0: Ich spüre, wie Harry sich in meiner Umarmung entspannt und sie schließlich erwidert.
Speaker 0: Es ist schön, ihm so nah zu sein und zu wissen, dass er mir vertraut.
Speaker 0: Tut mir leid, höre ich ihn an meiner Schulter murmeln.
Speaker 0: Das muss es nicht, ich löse mich von ihm.
Speaker 0: Willst du über den Traum reden oder?
Speaker 0: Nein, unterbrecht er mich und schüttelt den Kopf.
Speaker 0: Vielleicht, vielleicht später oder gar nicht.
Speaker 0: Er blickt zu dem noch ungeschmückten Baum und dann auf die Taschen, aus denen ich bereits einige Schachteln herausgeholt habe.
Speaker 0: Lass uns anfangen, unseren Weihnachtsbaum zu schmücken.
Speaker 0: Er strahlt, und das ist mit einem Mal so ansteckend, dass ich alle negativen Gedanken hinter mir lasse und ihm zum Wohnzimmertisch folge.
Speaker 0: Nachdem wir alle Schachteln aus den Taschen geholt haben, öffnet Harry die mit den Kerzenhaltern und den Kerzen.
Speaker 0: Es sind rote Kerzen, womit ich absolut kein Problem habe.
Speaker 0: Ich finde, das Rot mit dem Dunkelgrün der Tanne wunderbar harmoniert.
Speaker 0: Die Kerzenhalter sind aus silbrigen Metall und Harry bestückt mit einem Schwenker seines Zauberstabs jeden Halter mit einer Kerze.
Speaker 0: Es sind vierundzwanzig Stück, die er nun zum Baum schweben lässt, wo sie sich in regelmäßigen Abständen auf den passenden Ästen niederlassen.
Speaker 0: Ich dachte, du hast noch nie einen Baum geschmückt, frage ich verblüfft, denn er wirkt völlig routiniert.
Speaker 0: Was ist das für ein Spruch, damit sich die Kerzen alle so gleichmäßig verteilen?
Speaker 0: Harry sieht mich verwundert an.
Speaker 0: Spruch?
Speaker 0: Ich hebe eine Augenbraue.
Speaker 0: Ja, Potter-Sproch, Zauber-Sproch, so wie Wingardium-Lebiosa, so etwas Ähnliches muss es ja sein, oder?
Speaker 0: Ich, äh, Harry wirkt verunsichert und fährt sich schon wieder durch die Haare.
Speaker 0: Ich glaube, ich bin dem Geheimnis auf die Spur gekommen, warum sie aussehen, wie sie aussehen.
Speaker 0: Willst du mir sagen, dass du die Kerzen einfach so... Ich wedle mit meinem Zauberstab an den Baum gehäxt hast?
Speaker 0: Äh, ja?
Speaker 0: Ist das eine Frage?
Speaker 0: Ja?
Speaker 0: Ich kann mir ein Lachen nicht mehr verkneifen.
Speaker 0: Harry steht da mit gesenkenen Schultern und schuldbewussten Blick, als hätte ich ihn dabei ertappt, wie er Kekse aus meinem Vorrat klaut.
Speaker 0: Dabei bin ich voller Bewunderung für seine unglaublichen intuitiven Fähigkeiten.
Speaker 0: Harry, sage ich nun ernst, aber mit einem aufmunternden Lächeln.
Speaker 0: Es ist ganz und gar nichts selbstverständlich, so etwas völlig ohne Zauberspruch zu machen.
Speaker 0: Die meisten Hexen und Zauberer würden es hinbekommen, die Kerzen einzeln mit einem Spruch am Baum anzubringen, aber alle auf einmal, ich zucke mit den Schultern.
Speaker 0: Ich Ich habe mich seit unserer Schulzeit nicht sehr mit weiteren Zaubersprüchen in Sachen Zauberkunst befasst, gibt Harry zu.
Speaker 0: Ich grinse.
Speaker 0: Na ja, wenn man keinen Zauberspruch braucht, um solche Ergebnisse zu erziehen, hätte ich das vermutlich auch nicht gemacht.
Speaker 0: Harry schaut wieder zu dem Baum und ich glaube, Skeps ist in seinem Blick zu lesen.
Speaker 0: Deine Magie ist etwas Besonderes, Harry.
Speaker 0: Das war sie schon immer.
Speaker 0: Sein Blick verfinstert sich und ich ahne, woran er denkt.
Speaker 0: Nämlich, dass seine großartige Magie ihn nicht davor bewahrt hat, von seinem eigenen Haus beinahe getötet zu werden.
Speaker 0: Lass uns mit den Kugeln weitermachen.
Speaker 0: Darf ich die Silbernen aufhängen?
Speaker 0: Auch wenn ich länger brauche als du?
Speaker 0: Harry.
Speaker 0: Es macht unglaublich viel Spaß, den Baum mit Racker zusammenzuschmücken.
Speaker 0: Nachdem wir die Kugeln angebracht haben, haben wir uns den anderen Anhängern gewidmet und uns für jeden einen besonderen Platz ausgesucht.
Speaker 0: Ich habe eben einen wunderschönen, hellgrünen Brachen ausgepackt, der seine Schwingen ausgebreitet hat.
Speaker 0: Aus seinem weit aufgerissenen Maul strömen die Flammen und sein langer Schwanz peitscht durch die Luft.
Speaker 0: Wo soll der Drache hin, frage ich Draco und halte die Figur hoch.
Speaker 0: Oh, der sollte dorthin.
Speaker 0: Er zeigt auf einen Ast auf Augenhöhe.
Speaker 0: Direkt daneben hängt bereits ein Gläserner Hirsch, den ich mir nicht verknifen konnte, zu kaufen.
Speaker 0: Zu sehr erinnert er mich an meinem Patronus und ich freue mich schon darauf, wenn die Flammen der Kerzen sich in dem Glas brechen.
Speaker 0: Ich blicke kurz prüfen zu Draco.
Speaker 0: So nah an den Hirsch ist das nicht etwas viel an der gleichen Stelle?
Speaker 0: Ist mir egal, ich möchte, dass er hier hängt.
Speaker 0: Ich zucke mit den Schultern und hänge den Brachen an den Ast neben dem mit dem Hirsch.
Speaker 0: Bald haben alle noch so verrückten Figuren ihren Platz erhalten und wir treten einen Schritt zurück.
Speaker 0: Er ist wunderschön, flüstere ich voller Ehrfurcht, aber da fällt mir noch etwas ein und ich drehe mich um.
Speaker 0: Oh, warte ich, wir haben was vergessen.
Speaker 0: Ich kramme mich durch die leeren Schachteln, bis ich finde, was ich gesucht habe.
Speaker 0: Nachdem ich den silbernen Stern ausgepackt habe, reiche ich ihn an Draco, der mich verwundert anschaut.
Speaker 0: Ich möchte, dass du den Stern auf die Spitze setzt.
Speaker 0: Er blickt auf den Stern, für den wir uns entschieden haben, und dann sieht er mich an.
Speaker 0: Sein Blick ist voller Zuneigung, auch wenn er mir immer noch etwas traurig vorkommt.
Speaker 0: Aber vermutlich ist er einfach ein bisschen wehmütig, auch wegen seiner Mutter.
Speaker 0: Er hebt den Zauberstab, murmelt den Spruch und lässt den Stern oben zur Spitze schweben, wo er ihn mit einem weiteren Spruch befestigt.
Speaker 0: Jetzt ist er perfekt.
Speaker 0: Ich blicke zu Draco, und der Gedanke ist da, überrollt mich, ohne dass ich ihn habe kommen sehen.
Speaker 0: Genau wie du.
Speaker 0: Ich blinzle und bände mich ab, um die verstreuten Schachteln zusammenzustapeln und zu überprüfen, ob wir nicht doch noch was vergessen haben.
Speaker 0: Dabei frage ich mich, wo dieser Gedanke herkam und was er bedeutet.
Speaker 0: Draco, ja, er ist auf seine Weise perfekt.
Speaker 0: Er ist der perfekte Gentleman.
Speaker 0: Er sieht perfekt aus, er ist der perfekte Mensch, um sich sicher und geborgen zu fühlen, er ... er ... verstohlen schiele ich zu Draco, aber er ist immer noch im Anblick des Baumes versunken.
Speaker 0: Melin Saedank hat er von meinem geistigen Ausfall gerade nichts mitbekommen, warum muss ich gerade jetzt erkennen, dass ich mich in Draco verliebt habe?
Speaker 0: Irgendwie habe ich dieses Gefühl der Zuneigung und des Vertrauens bisher nicht mit so etwas wie Liebe in eine Verbindung gebracht.
Speaker 0: Vermutlich, weil ich mich doch noch nicht wirklich an den Gedanken gewöhnt habe, schwul zu sein.
Speaker 0: Mein Gehirn hat den Akt des Verliebens noch nicht mit einem Mann verknüpft.
Speaker 0: Aber jetzt, wo ich es realisiert habe, ist das Sonnen klar.
Speaker 0: Denn, dass Draco ein ausnehmend gut aussehender Mann ist, steht er wohl außer Frage.
Speaker 0: Aber was soll ich mir dieser Erkenntnis jetzt anfangen?
Speaker 0: Ich meine, wenn er ähnlich empfinden würde, hätte er mich wohl kaum heute Nacht einfach mit in sein Bett genommen.
Speaker 0: Oder?
Speaker 0: Oder hätte er es erst recht getan.
Speaker 0: Oder trotzdem?
Speaker 0: Merlin, er wird noch ganz schwindlig.
Speaker 0: Alles okay, Harry?
Speaker 0: Das, äh, ja, klar, ich, ich hab nur eben geschaut, ob wir wirklich alles aufgehängt haben.
Speaker 0: Draco lacht.
Speaker 0: Er hat so ein wunderbares Lachen.
Speaker 0: Stopp, ich muss damit aufhören.
Speaker 0: Er lacht, wie er all die Tage zuvor auch gelacht hat, wenn er gelacht hat.
Speaker 0: Ah!
Speaker 0: Es wäre nicht so tragisch gewesen, wenn wir diesen orangen Minimoff in einer der Schachteln vergessen hätten.
Speaker 0: Minimoff, ah, das bietet Ablenkung.
Speaker 0: Er hat mich an Albert erinnert, nutze ich diese Gelegenheit.
Speaker 0: Albert?
Speaker 0: Ja, er war Ginny's Minimove im sechsten Schuljahr.
Speaker 0: Dragos Gesicht verfinstert sich, vermutlich weil ich der sechste Schuljahr erwähnt habe, sehe ich ja nicht sein angenehmstes.
Speaker 0: Na dann, sagt der Brüsk und dreht sich um, um die leeren Schachten in die Taschen zurückzuhexen, wobei er in meinen Augen etwas weniger Kraft in den Zauber hätte legen können.
Speaker 0: Gut, da wir das nun erledigt haben, ich muss noch mal los, was besorgen.
Speaker 0: Ich, ich bin zum Abendessen wieder da.
Speaker 0: Und damit verlässt Drako das Wohnzimmer, und kurz darauf höre ich, wie die Haustür hinter ihm ins Schloss fällt.
Speaker 0: Was war das denn jetzt?
Speaker 0: Irgendwie bin ich nur ich durch den Wind, wie mir scheint.
Speaker 0: Aber im Moment bin ich froh, dass er weg ist und ich meine Gedanken sortieren kann.
Speaker 0: Drako.
Speaker 0: Merlin, ich bin dem in mich wie ein Bild gewordenes Erumpend.
Speaker 0: Wo ist die Melphäusche Zurückhaltung, wenn man sie braucht?
Speaker 0: Warum hat Harry all meine Schilde durchbrochen und sorgt dafür, dass ich mich rum und nackt fühle?
Speaker 0: Aber ich konnte nichts gegen die Welle der Eifersucht tun, die mich bei der Erwähnung von Jenny Weasley überrollt hat.
Speaker 0: Wir haben einen verfickten Minimof an unserem Baum, weil die verfickte Weasley einen hatte, diese Göhre, der Harry seine Zunge in den Hals gesteckt hat.
Speaker 0: Ich kann das Knurren, das meine Kehle verlässt, nicht unterdrücken und statt verwütend weiter die Straße hinab.
Speaker 0: Ich habe keinerlei Ziel, es ging lediglich darum, Abstand zwischen Harry und mich zu bringen, um ihn nicht erneut vor den Kopf zu stoßen.
Speaker 0: Wie soll das weitergehen?
Speaker 0: Wie soll ich bitte ein Weihnachtsfest bei dieser Familie durchstehen, in der alle anwesenden Harry mehr bedeuten als ich?
Speaker 0: Ich weiß, dass meine Gedanken kindisch sind, aber das nützt mir nichts.
Speaker 0: Ich kenne mich mit intensiven Gefühlen dieser Art nicht aus und habe daher keine Strategie, wie ich mich schützen kann.
Speaker 0: In meiner Schulzeit waren die intensiven Gefühle Hass, Neid, Wut, aber dieser Allversucht, die aus dem Schmerz unerfüllter Liebe erwächst, die macht mich so hilflos.
Speaker 0: Eine Stunde laufe ich kreuz und quer durch die Gegend, bevor ich wieder zurück an den Grimoltplatz komme, nur um festzustellen, dass Harry fort ist.
Speaker 0: Der Master sagt, er würde miss Granger besuchen, klärt Creature mich auf.
Speaker 0: Granger, damit kann ich leben.
Speaker 0: Zumindest, was meine Eifersucht betrifft.
Speaker 0: Allerdings frage ich mich, ob sie mein Verhalten von dem Harry ihr bestimmte Brüwarm erzählen wird durch Schaut.
Speaker 0: Sie ist immerhin nicht dumm.
Speaker 0: Oh, verdammt.
Speaker 0: Ich kann nur hoffen, dass Harry entweder gar nichts über uns beide erzählt.
Speaker 0: oder dass er so unklar in seiner Ausdrucksweise ist, dass Granger damit nichts anfangen kann.
Speaker 0: Harry Der Nachmittag mit Hermine war eine wunderbare Ablenkung.
Speaker 0: Anfangs wollte ich mir eigentlich einen Ralt von ihr einholen, aber dann beschloss ich, dass es zu früh dafür ist.
Speaker 0: Vor allem hat die Vorstellung ihrer wissenden Blicke, mit denen sie mich beim Weihnachtsessen bestimmt mal tratieren würde, mich davon abgehalten, mich ihr zu offenbaren.
Speaker 0: Draco als sehr guter Beobachter würde bestimmt nicht lange benötigen, um zu begreifen, und auch Genies Aufmerksamkeit könnte das nicht entgehen.
Speaker 0: Als ich nach Hause komme, sitzt Drago im Wohnzimmer und betrachtet einen Baum.
Speaker 0: Er hat ein Glas Feuerwieske in der Hand.
Speaker 0: Der Raum ist nur vom Kaminfeuer beleuchtet, das sich in den Kugeln und den Glitzern den Anhängern spiegelt.
Speaker 0: Hey!
Speaker 0: Ich greife nach der Karaffe und schenke mir auch ein Glas ein, bevor ich mich neben ihn fallen lasse.
Speaker 0: Er sieht zu mir auf und lächelt.
Speaker 0: Hey!
Speaker 0: Wir brusten uns zu und verfallen in Schweigen.
Speaker 0: Hast du schon was gegessen?
Speaker 0: frag ich ihn schließlich.
Speaker 0: Er schüttelt den Kopf.
Speaker 0: Der Elferschein prompt.
Speaker 0: Kannst du uns bitte ein paar Sandwiches bringen?
Speaker 0: Sehr wohl, Master!
Speaker 0: Weil darauf steht eine gut gefüllte Platte auf dem Tisch vor uns und wir greifen beide zu.
Speaker 0: Während des Essens ist das Schweigen noch irgendwie natürlich.
Speaker 0: Aber als wir nur noch unsere erneut gefüllten Whiskeygläser in den Händen halten und ab und zu daran nippen, legt es sich wie eine schwere Decke über uns.
Speaker 0: Ich habe keine Ahnung, wie spät es ist, als Draco sich erhebt.
Speaker 0: Ich gehe ins Bett.
Speaker 0: Gute Nacht, Harry.
Speaker 0: Und damit verschwindet er, und lässt mich mit einem Gefühl des Verlassens seins zurück, dass ich nie erwartet hatte, in diesem Haus zu verspüren, solange Draco noch hier wohnt.
Speaker 0: Die Erinnerung an meinen Albträumen überrollt mich mit einer Heftigkeit, dass ich glaube, jemand würde auf meiner Brust sitzen.
Speaker 0: Es vergehen ein paar Sekunden, bevor es mir gelingt, einen schmerzhaften Atemzug zu machen, und dann noch einen und noch einen.
Speaker 0: Ich muss aufstehen, ich muss zu Draco, er muss mir sagen, dass er nicht fortgeht.
Speaker 0: Oder ist er gar nicht ins Bett gegangen?
Speaker 0: Ist er bereits fort, hat mich doch verlassen.
Speaker 0: Entgegen seiner Beteuerung ließ nicht zu tun.
Speaker 0: Unter Aufbringung aller Kraft stehe ich auf und mache mich auf den Weg nach oben.
Speaker 0: Die Treppenstufen kommen mir vor, als würden sie mich verhöhnen.
Speaker 0: Meine Füße werden immer schwerer, als würden sie an der Stufe festkleben.
Speaker 0: Die Treppe scheint sich endlos immer weiter zu verlängern.
Speaker 0: Endlich komme ich im Flur an.
Speaker 0: Ich taumne gegen Dragos Tür.
Speaker 0: Er muss glauben, ich wolle sie eintreten, wenn er, wenn er überhaupt noch da ist.
Speaker 0: Was wenn ich die Tür öffne und er ist weg?
Speaker 0: Mit einem Mal verlässt mich der Mut.
Speaker 0: Ich lasse mich an der Tür hinabgleiten und bleibe einfach im Türrahmen sitzen.
Speaker 0: Dann kann ich mir einbilden, Draco nahe zu sein.
Speaker 0: Dann bleibt die Illusion, er wäre direkt hier hinter dieser Tür.
Speaker 0: Ja, das ist gut.
Speaker 0: Wenn meine Hände nun nicht so zittern würden und ich das Gefühl hätte, die Bände würden immer näher kommen.
Speaker 0: Vermisst Kapitel XV.
Speaker 0: Lippenbekenntnisse.
Speaker 0: Draco Ich hätte mit Harry reden sollen.
Speaker 0: Irgendwas, ihn fragen, wie es bald Granger war.
Speaker 0: Ihm sagen, dass ich mich auf morgen freue, wenn wir heilig Abend miteinander feiern.
Speaker 0: Stattdessen saß ich neben ihm und hatte das Gefühl, seine schiere Anwesenheit würde mich verbrennen.
Speaker 0: Die Tatsache, dass er mir so nah ist und gleichzeitig so unerreichbar.
Speaker 0: Ich weiß, dass ich mich zusammenreißen muss.
Speaker 0: Das kann doch verdammt noch mal nicht so schwer sein.
Speaker 0: Ich sitze auf meinem Bett, noch vollständig angezogen und kein bisschen müde.
Speaker 0: Es dürfte ja noch nicht einmal neun Uhr sein.
Speaker 0: Warum bin ich hier und starre in die Dunkelheit?
Speaker 0: Das ist so dumm.
Speaker 0: Ein Geräusch von draußen lässt mich aufheuchen.
Speaker 0: Schwere Schritte kommen die Treppe hoch.
Speaker 0: Ist Harry so betrunken, dass er kaum die Stufen erklimmen kann?
Speaker 0: Nein.
Speaker 0: Ich habe das Wohnzimmer ja selbst erst vor wenigen Minuten verlassen, und da hatte Harry gerade noch sein zweites Glas in der Hand, und das war noch halb voll.
Speaker 0: Ich lausche gebannt.
Speaker 0: Die Schritte nähern sich diesem Stockwerk.
Speaker 0: Ich sollte vielleicht doch mal nachsehen, oder?
Speaker 0: Und schlüssig stehe ich auf, bleibe aber angespannt stehen.
Speaker 0: Lausche.
Speaker 0: Kurz herrscht Stille.
Speaker 0: Dann ein paar schnellere Schritte und plötzlich ein lauter, dumm Verschlag gegen meine Tür.
Speaker 0: Ich zucke zusammen.
Speaker 0: Merlin, Harry muss doch betrunken sein, denn die Tür öffnet sich nicht und er klopft auch nicht an.
Speaker 0: Ein schadendes Geräusch und ein Aufprall holen mich aus meiner Erstarrung.
Speaker 0: Ich mache Licht und Eile zur Tür.
Speaker 0: Der Anblick, den Harry bietet, löscht all meine seltsamen und verwirrenden Gedanken, die mich den ganzen Tag durcheinander gebracht haben.
Speaker 0: Harrys Zustand ist dem in der letzten Nacht nicht unähnlich.
Speaker 0: Aber er kann doch noch nicht geschlafen haben.
Speaker 0: Jetzt hebt er den Kopf und die Tränen schießen in seine Augen.
Speaker 0: Was ist nur los?
Speaker 0: Draco, ich, du, es tut mir leid.
Speaker 0: Ich gehe in die Hocke und nehme ihn in die Arme.
Speaker 0: Ich habe keinen Blass und Schimmer, was geschehen ist.
Speaker 0: Was kann ihn so aus der Fassung gebracht haben?
Speaker 0: Wie kann er die ganze Zeit neben mir auf dem Sofa gesessen haben und ich habe nichts davon bemerkt?
Speaker 0: Sch, komm, komm rein.
Speaker 0: Ich ziehe ihn auf die Beine und helfe ihm zum Bett.
Speaker 0: Dort drücke ich ihn auf die Matratze.
Speaker 0: Ich hole deinen Schlafanzug, okay?
Speaker 0: Dann kannst du bei mir schlafen.
Speaker 0: Sein Kopf schnellt nach oben und er sieht mich hoffnungsvoll an.
Speaker 0: Wirklich?
Speaker 0: Mein Herz quillt über, auch wenn ich es gerne daran hindern würde.
Speaker 0: Er braucht meine Hilfe.
Speaker 0: Er braucht meinen Schutz.
Speaker 0: Als Freund.
Speaker 0: Nicht als Liebender.
Speaker 0: Natürlich.
Speaker 0: Ich hebe den Zauberstab und rufe Harry Schlafanzucker bei.
Speaker 0: Dann kleide ich ihn mit einem weiteren Zauber um, sodass er nicht in die Verlegenheit kommt, sich vor mir umzuziehen.
Speaker 0: Ich selbst mache dasselbe und ein paar Minuten später liegen wir in der Dunkelheit unter der Bettdecke.
Speaker 0: Harry erneut in meinen Armen.
Speaker 0: Das fühlt sich auf seltsame Weise vertraut und richtig, aber gleichzeitig auch komplett irre an.
Speaker 0: Darum schaffe ich nur selbst immer wieder solche Situationen, in denen mein Herz und mein Verstand gegeneinander ankämpfen müssen.
Speaker 0: Im Moment ist jedoch klar, dass ich herauswenden muss, was in den wenigen Minuten geschehen ist, in denen ich ihn im Wohnzimmer zurückgelassen habe.
Speaker 0: Willst du mir erzählen, was passiert ist?
Speaker 0: Er schweigt.
Speaker 0: Dass er meine Frage verstanden hat, spüre ich daran, wie er sich versteift.
Speaker 0: Du kannst ehrlich zu mir sein, weißt du?
Speaker 0: Murmlich.
Speaker 0: Und komme mir vor wie der größte Heuchler, denn ich bin ja auch nicht ehrlich zu ihm.
Speaker 0: Andererseits hat er offenbar ganz andere Probleme und die müssen wir dringend bewältigen.
Speaker 0: Und ich werde alles tun, um ihm jetzt ein guter Freund zu sein.
Speaker 0: Das hat sogar mein verräterisches Körperteil für den Augenblick begriffen.
Speaker 0: Ich, Harrys Stimme ist trau.
Speaker 0: Ich hatte, glaube ich, so was wie eine Panikattacke.
Speaker 0: Meine Hand, die auf seiner Brust liegt, spürt seinen Herzschlag.
Speaker 0: Was hat sie ausgelöst?
Speaker 0: Du, ich erstache.
Speaker 0: Ich habe durchaus mitbekommen, dass in seinem Albtraum, wo die Tatsache eine Rolle spielte, ich würde ihn verlassen, aber davon konnte doch heute keine Rede sein.
Speaker 0: Oder habe ich das mit meiner abweisenden Art etwa ausgelöst?
Speaker 0: Ich frage ich leise und ziehe ihn noch etwas näher zu mir.
Speaker 0: Ich kann spüren, wie er nickt, aber er spricht nicht weiter.
Speaker 0: Es muss dir nicht peinlich sein, versuche ich ihn zu ermutigen.
Speaker 0: Eine Weile liegen wir schweigend so da.
Speaker 0: Ich streichle ihm mit der flachen Hand über die Brust, Als könne ich sein wildes Herz damit bezähmen.
Speaker 0: Dass er nicht eingeschlafen ist, kann ich an seiner Körperspannung fühlen.
Speaker 0: Ob er sich unwohl fühlt?
Speaker 0: Ich... Ich kann auch... Also, wir müssen nicht zu eng bei Sammen liegen, wenn du nicht willst.
Speaker 0: Doch das ist schön.
Speaker 0: Er findet es schön in meinen Armen.
Speaker 0: Mein Herz wählt sich bereits wieder auf Plustern, aber ich weise es in die Schranken.
Speaker 0: Harry sieht in mir einen Freund, einen Beschützer.
Speaker 0: Natürlich fühlt er sich da in meinen Armen wohl.
Speaker 0: Ich... Es war der Gedanke, dass du mich verlässt.
Speaker 0: Genauso wie letzte Nacht ich.
Speaker 0: Er fasst sich selbst an die Brust und legt dabei seine Hand über meine.
Speaker 0: Hält sie fest.
Speaker 0: Ich habe keine Luft mehr bekommen, weil ich mir mit einem mal nicht mehr sicher war, ob du wirklich ins Bett gegangen bist oder... Er hat wirklich geglaubt, ich würde einfach so gehen?
Speaker 0: Harry, wie kannst du so etwas denken?
Speaker 0: Wie könnte ich dich verlassen?
Speaker 0: Ich liebe... Scheiße!
Speaker 0: Scheiße, Scheiße, Scheiße!
Speaker 0: Jetzt ist es passiert.
Speaker 0: Harry ist in meinen Armen erstarrt.
Speaker 0: bevor er sich langsam aus meinem Griff löst.
Speaker 0: Er wird mir vorwerfen, seine Angst ausgenutzt zu haben.
Speaker 0: Er wird mich einen Verräter und Lügen erschimpfen.
Speaker 0: Er wird mir sagen, dass er es hätte wissen müssen, als er sich mit einem Slytherin eingelassen hat.
Speaker 0: Ich kann mich nicht rühren, und in der Dunkelheit, die nur wenig von der Straße und der Terne unten auf dem Platz erhält, kann ich Harrys Gesicht nicht lesen, als er sich nun zu mir umdreht.
Speaker 0: Er sieht mich an, obwohl auch er kaum viel erkennen kann.
Speaker 0: Ob er die Lüge in meinem Gesicht sucht, oder die Wahrheit.
Speaker 0: Immerhin ist er noch nicht aufgesprungen und hat das Bett fluchtartig verlassen.
Speaker 0: Nein, natürlich nicht.
Speaker 0: Er ist Harry Potter.
Speaker 0: Vermutlich hat er Mitleid und überlegt jetzt, wie er mir möglichst schonend beibringen kann, dass er meine Gefühle nicht erwidert.
Speaker 0: Harry, es tut mir leid, dass... Du, ich weiß gar nicht, was ich eigentlich sagen will, aber es ist doch egal, denn in diesem Moment legen sich Harry's Lippen auf meine und mein Herz streckt mir die Zunge raus und lässt es dann so richtig in meiner Brust krachen.
Speaker 0: Oh, süßer Merlin!
Speaker 0: Ich werde nie wieder aufhören können, Draco zu küssen.
Speaker 0: Darum hat mir niemand gesagt, dass Küste sich so anfühlen können.
Speaker 0: Dracos abgebrochenes Liebesgeständnis hat alle meine Ängste hinweggespült.
Speaker 0: Ich hatte schon geglaubt, nicht verhört zu haben, aber Dracos erschrockenes Verstummen war eigentlich Beweis genug.
Speaker 0: Unter keinen Umständen will ich mir jetzt aber irgendeine Ausrede anhören und bestimmt will ich nicht hören, dass es ihm Leid tut.
Speaker 0: Ich schiebe mich über ihn und spüre, wie meine Magie aus mir herausfließt, uns einhüllt und die Luft vibrieren lässt.
Speaker 0: Harry, Drago hat den Kuss gelöst und dringt um Atem.
Speaker 0: Ich gehe etwas auf Abstand und sehe ihn besorgt an.
Speaker 0: Alles in Ordnung?
Speaker 0: Er lacht, fahre ich.
Speaker 0: In Ordnung?
Speaker 0: Ja, kann man so sagen.
Speaker 0: Nur, wenn du so weitermachst, dann komme ich ohne, dass du meinen Schwanz angefasst hast.
Speaker 0: Ich was?
Speaker 0: Ich setze mich auf und merke es jetzt, dass ich Rittlings auf Draco sitze.
Speaker 0: Meine Eriktion hat bereits einen nassen Fleck auf meiner Hose hinterlassen und nur die Dunkelheit verhindert, dass ich dasselbe von Draco sagen kann, wie kann man innerhalb so kurzer Zeit so hart werden?
Speaker 0: Aber das ist jetzt erst mal zweiträngig.
Speaker 0: Wichtig ist, dass wir jetzt ein für alle mal etwas klarstellen.
Speaker 0: Ich beuge mich noch einmal zu Draco und küsse ihn sanft auf seine wundervollen Lippen.
Speaker 0: Dann setze ich mich wieder auf.
Speaker 0: Ich liebe dich auch, Draco.
Speaker 0: So sehr, dass ich es nicht ertragen könnte, wenn du mich verlassen würdest.
Speaker 0: Es tut mir leid, dass ich das nicht schneller begriffen habe.
Speaker 0: Mit einer kurzen Handbewegung entfache ich Dracos Nachtischlampe.
Speaker 0: Ich möchte jetzt einfach sein Gesicht sehen.
Speaker 0: Er wirkt immer noch etwas überrumpelt und beinahe scheu, als könne er nicht glauben, dass das hier wirklich geschieht.
Speaker 0: Du bist wunderschön, flüstere ich.
Speaker 0: Es fühlt sich richtig anders zu sagen.
Speaker 0: Meine Finger legen sich auf seine Wange und fahren sanft darüber, wandern zu seinen Lippen, die feucht schimmern.
Speaker 0: Eigentlich müsste mich diese Situation völlig überfordern.
Speaker 0: Ich habe überhaupt keine Erfahrung, weder mit Männern noch mit Frauen.
Speaker 0: Aber ich weiß, dass ich mich jetzt nur noch von meinen Empfindungen leiden lassen muss.
Speaker 0: Es gibt kein richtig oder falsch, es gibt nur uns beide, und wenn ich Dracus Blick richtig interpretiere, dann gefällt ihm das, was er sieht, ebenso gut wie mir.
Speaker 0: Ich lege meine Hände in sein Pyjama-Oberteil und beginne langsam die Knöpfe zu öffnen.
Speaker 0: Natürlich würde die Bewegung meiner Hand genügen und wir wären beide nackt, aber das möchte ich nicht.
Speaker 0: Ich will jede Sekunde genießen, in der ich mehr und mehr von Dracos wundervoll im Körper sehen, spüren und vielleicht auch schmecken darf.
Speaker 0: Ich habe keine Ahnung, woher diese Gedanken kommen.
Speaker 0: Sie sind einfach da und fühlen sich natürlich und richtig an.
Speaker 0: So als wären wir beide genau auf diesem Moment zugesteuert.
Speaker 0: Draco hat seine Hände auf meine Oberschenkel gelegt und fährt nun langsam daran auf und ab.
Speaker 0: Das fühlt sich wundervoll an und ich kann einen Stöhnen nicht unterdrücken.
Speaker 0: Schließlich habe ich es geschafft und kann den störenden Stoff zur Seite klappen, um meine Hände nun über Draco's Oberkörper gleiten zu lassen.
Speaker 0: Seine Haut ist warm und weich und beinahe befürchte ich, dass meine Hände etwas zerstören können, so markellos und schön Bier ist.
Speaker 0: Ich kann nicht genug von diesem Gefühl unter meinen Fingern bekommen.
Speaker 0: Und es dauert nicht lange, da gleite ich an seinen Seiten hinab, das dazu führt, dass er seine Augen schließt und den Kopf leicht in den Nacken legt.
Speaker 0: Das scheint ihm gut zu gefallen, und das trifft sich hervorragend, denn ich kann jetzt schon sagen, dass seine Haut an seinen Flanken noch weicher ist als an seiner Brust.
Speaker 0: Man möchte gar nicht aufhören, immer wieder darüber zu streichen.
Speaker 0: Ich kann nicht anders.
Speaker 0: Ich muss mich hinabbeugen und diesen Körper mit meinen Lippen und meiner Zunge erkunden.
Speaker 0: Dabei rutsche ich nach hinten, sodass unsere Erektionen sich kurz berühren und Draco ein Keuchen nicht verhindern kann.
Speaker 0: Oh, Draco, ich will verdammt sein, wenn ich dir nicht noch unzählige, wundervolle Geräusche entlocken kann.
Speaker 0: Draco, wie kann es sein, dass ich Harry vor ein paar Minuten noch in höchstem Maße verunsichert auf meiner Tierschwelle aufgelesen habe, und jetzt, Berlin, er bringt mich um den Verstand!
Speaker 0: Er, der bis vor Kurzem nicht einmal wusste, dass er auf Männer steht, zögert keine Sekunde, mich auf die heißeste Art und Weise zu verführen.
Speaker 0: Ist es möglich, dass er lediglich diese Gewissheit braucht?
Speaker 0: Mein Eingeständnis, was ich für ihn empfinde?
Speaker 0: Okay, mein Gehirn ist überfordert und vermutlich fehlt auch die nötige Versorgung, denn mein Blut sammelt sich an anderen Stellen.
Speaker 0: Dabei hat Harry offenbar gerade erst angefangen.
Speaker 0: Aber allein seine Berührungen an meinem Oberkörper setzen meinen Körper bereits in Flammen.
Speaker 0: und dabei hat er bisher nur seine Hände benutzt.
Speaker 0: Jetzt aber kann ich seine Lippen und seine Zunge spüren, die mir einen Schauer nach dem anderen durch den Körper jagen.
Speaker 0: Seine Finger und sein Mund sind überall, und dennoch will ich mehr.
Speaker 0: Ich bin süchtig nach seinen Berührungen.
Speaker 0: Er ist inzwischen bei meinem Bauchnabel angekommen, in den er seine Zunge taucht, während er seine Hände am Bund meiner Hose ansetzt.
Speaker 0: Ich hebe kurz den Kopf und muss erkennen, dass er sein Oberteil offenbar bereits ausgezogen hat.
Speaker 0: Wann hat er das gemacht?
Speaker 0: Ob er seine Hose noch trägt?
Speaker 0: Ich kann es nicht sehen.
Speaker 0: Und es ist auch völlig unwichtig, denn in diesem Moment hat Harry meinen Schwanz befreit und Marilyn und Morgana.
Speaker 0: Die beiden haben jetzt viel Spaß miteinander.
Speaker 0: Wenn ihr das nachlesen möchtet, könnt ihr das natürlich sehr gerne in der Originalgeschichte, Link ist in der Beschreibung.
Speaker 0: Ansonsten kann man diese Sequenz natürlich auch im Mitgliederbereich vertont hören.
Speaker 0: Harry rollt sich echt zent von mir und ich glaube zu spüren, dass er einen Reinigungszauber gesprochen oder eher gedacht hat.
Speaker 0: Dann stützt er seinen Kopf auf die Hand und betrachtet mich.
Speaker 0: Seine Augen funkeln und er sieht so glücklich aus, wie ich ihn noch nie gesehen habe.
Speaker 0: Ich lege meine Hand an seinen Hinterkopf und ziehe ihn zu mir herunter, um ihm einen langen, gefühlvollen Kuss zu geben.
Speaker 0: Ich liebe dich wirklich, flüstere ich an seine Lippen und kann spüren, wie er lächelt.
Speaker 0: Ich liebe dich auch, Drago.
Speaker 0: Er löst sich von mir und ich kann es mir noch nicht verkneifen, zu sagen, und du bist sicher, dass du noch nie Fun mit einem Mann hattest?
Speaker 0: Ich grinne so, um es nicht wie einen Vorwurf, sondern mehr wie einen Kompliment klingen zu lassen, was es eigentlich auch ist.
Speaker 0: Harry senkt den Blick, und das ist wieder einmal so typisch für ihn.
Speaker 0: Im Anblick der Herausforderung ist er der furchtlose Gryffindor, der sich der Notwendigkeit stellt, die Dinge einfach anzupacken, in dem Fall mich.
Speaker 0: Aber jetzt, nachdem er wie ein Tornado über mich hin weggefegt ist und mir mehr Lust verschafft hat als irgendjemand oder etwas jemals zuvor, holt ihn die Scham wieder ein.
Speaker 0: Ich rapple mich hoch und stütze mich ebenfalls seitlich auf meine Hand, so dass unsere Gesichter nun direkt voreinander sind.
Speaker 0: Hey, alles in Ordnung?
Speaker 0: Ja, schon.
Speaker 0: Was ist los?
Speaker 0: Du hast es doch genossen, oder?
Speaker 0: Ich jedenfalls habe es eher genossen.
Speaker 0: Es war wundervoll.
Speaker 0: Harrys Augen huschen zu meinen, als wolle er sich versichern, dass ich ihn nicht veräpple.
Speaker 0: Ich lege meine freie Hand an seine Wange und streiche sanft darüber.
Speaker 0: Harry, das ist deine Stärke.
Speaker 0: Du folgst deinem Instinkt und deinem Herzen.
Speaker 0: Und sie haben dich noch selten getäuscht, oder?
Speaker 0: Es ist egal, wie oft jemand schon hatte und mit wem.
Speaker 0: Du hast all deine Emotionen und Gefühle eingebracht.
Speaker 0: Und mir den besten Spaß beschert, den ich je hatte.
Speaker 0: Ich wollte dich nicht verunsichern, tut mir leid.
Speaker 0: Oh, Harrys Augen werden groß und ich bin froh, dass ich meine kleine Neckerei gelagestellt habe.
Speaker 0: Ich, äh, na ja, ich habe keine wirkliche Referenz, aber ich, ich fand's auch schön, ziemlich schön sogar.
Speaker 0: Er ist so niedlich, das ist kaum zum Aushalten.
Speaker 0: Ich kann nicht wirklich nicht entscheiden, ob ich diese Facette von ihm lieber mag oder den beinah schon mächtigen Zauberer, der sich furchtlos allem entgegenstellt.
Speaker 0: Ein Zucken in meinen Länden weist mich darauf hin, wie man Schwanz sich entscheiden würde.
Speaker 0: Aber der hatte jetzt genug Aufmerksamkeit und so kuschle ich mich eng an Harry, der seine Arme um mich legt.
Speaker 0: Ich wache auf, weil etwas mich im Nacken kitzelt.
Speaker 0: Es dauert ein paar Augenblicke, bis ich richtig wach bin und Harrys Gegenwart hinter mir spüre.
Speaker 0: Tatsächlich sind wir diese Nacht in dieser Position eingeschlafen und ich muss schmunzeln, weil ich nun Harry sehr deutlich spüren kann.
Speaker 0: Allerdings ist er selbst noch nicht so wach.
Speaker 0: auch wenn er sich im Schlaf etwas näher an mich gekuschelt hat und mich mit seinem Atem direkt im Nacken geweckt hat.
Speaker 0: Wenn ich daran denke, dass ich gestern aus genau so einer Situation geflohen bin, es ist einfach verrückt.
Speaker 0: Ein paar Minuten später liegen wir beide atemlos nebeneinander.
Speaker 0: Guten Morgen, brummt Harry neben mir.
Speaker 0: Hatte ich das noch nicht gesagt, frage ich grinsend.
Speaker 0: Nicht mit Worten, erwidert er, und ich kann hören, dass er ebenfalls grinst.
Speaker 0: Harry.
Speaker 0: Dracke und ich sitzen beim Frühstück, und obwohl die äußeren Umstände sich eigentlich überhaupt nicht geändert haben, ist doch alles anders.
Speaker 0: Ich muss mich zusammenreißen, mich auf mein Essen zu konzentrieren und nicht die ganze Zeit Dracke anzuschauen.
Speaker 0: Der scheint allerdings ähnliche Probleme zu haben, und so grinsen wir uns irgendwann ziemlich verliebt an.
Speaker 0: Ich frage mich, was Creature davon hält, aber der verhält sich wie immer und lässt sich nichts anmerken.
Speaker 0: Allerdings hat er heute ein besonders üppiges Frühstück gezaubert.
Speaker 0: Besser ich mache mir nicht so viele Gedanken darüber, was dieser Elf alles mitbekommt, sonst werde ich in diesem Haus nie wieder Spaß mit irgendjemandem haben.
Speaker 0: Aber ein Blick zu Draco macht mir klar, dass das keine Option ist, und daher werde ich einfach nicht mehr darüber nachdenken.
Speaker 0: Was möchtest du heute machen?
Speaker 0: frage ich Draco, während ich mir ein weiteres Toast mit Marmelade beschmiere.
Speaker 0: Wie wäre es mit einem kleinen Bummel durch Muckel London?
Speaker 0: fragt Draco und überrascht mich damit ein bisschen.
Speaker 0: Aber der Gedanke gefällt mir.
Speaker 0: Wann hatte ich in der Weihnachtszeit schon mal die Muße durch die geschmückten Straßen zu laufen?
Speaker 0: Alle Geschenke sind eingekauft, Creature wird sich um das Essen kümmern, ich habe einen gesehen, dass seine Diskussion darüber zwecklos ist und wir können uns einfach treiben lassen.
Speaker 0: Das ist eine gute Idee.
Speaker 0: Drako lehnt sich zu mir und küst mich.
Speaker 0: Es ist ein kurzer Kuss, aber die Selbstverständlichkeit, mit der er das fast nebenbei tut, macht die Geste beinah intimer als den Spaß vorhin am Morgen.
Speaker 0: Die Erkenntnis, dass es wirklich wahr ist, dass es nicht nur um Lust und Befriedigung geht, sondern um Vertrauen und Zuneigung, raut mir kurz den Atem.
Speaker 0: Ist was, tragt Draco, der wohl meinen kurzen geistigen Aushetzer mitbekommen hat.
Speaker 0: Ich strahle ihn an.
Speaker 0: Ja, ich liebe dich.
Speaker 0: Ihr lieben, wir nähern uns dem Ende von vermisst.
Speaker 0: Kapitel neunzehn Überraschungen, Kerzenschein und Feuerwerk.
Speaker 0: Ich bin sehr gespannt, wie euch die Geschichte gefallen hat.
Speaker 0: Ihr habt das ja schon immer wieder auch bei den anderen Kapiteln geschrieben.
Speaker 0: Lasst doch gerne mal ein Abschlussfazit da.
Speaker 0: und ja, sagt gerne auch, ob ihr euch so eine Drary mal wiederwünscht generell, wie ihr zu dem Pairing Drary steht und ob lang oder kurz.
Speaker 0: Und dann kann ich mich nach euch richten.
Speaker 0: Als nächstes werden wir auch wieder was mit Drary hören.
Speaker 0: Aber mit einem anderen?
Speaker 0: Pairing.
Speaker 0: Mehr wird nicht verraten, ihr müsst reinhören.
Speaker 0: Ganz viel Spaß euch mit Kapitel neunzehn.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Eigentlich hasse ich Einkaufsmahlen in Muckelstädten.
Speaker 0: Alles ist laut und krell.
Speaker 0: Einkaufsmahlen in Muckelstädten an Weihnachten sind eine wahre Katastrophe.
Speaker 0: Und niemand, der beiverstand ist, tut sich das an.
Speaker 0: Aber heute bin ich offenbar nicht beiverstand und das macht überhaupt nichts aus.
Speaker 0: Denn mit Harry an meiner Seite ist es irgendwie gar keine Katastrophe.
Speaker 0: Es mag auch daran liegen, dass wir beide wissen, dass wir uns jederzeit in eine Seitengasse begeben und nach Hause apparieren können.
Speaker 0: Das ist wirklich ein nicht unterschätzender Vorteil an Magie.
Speaker 0: Harry wird gelöst und glücklich, während wir durch überfüllte Kaufhäuser und über kirchige Weihnachtsmärkte schlendern.
Speaker 0: Wir lachen über unzählige unnötige und verrückte Dinge, die man käuflich erwerben kann, trinken widerlich süßen Glühwein und genießen es zusammen zu sein.
Speaker 0: In einem asiatischen Imbiss haben wir uns eine Kleinigkeit zum Essen geholt und stehen mit den Pappbehältern am Rande eines kleinen Rummels, wo ein altmodisches Karussell seine Runden dreht.
Speaker 0: Ich beobachte Harry, der dem auf und ab der Pferde, Kamel und Autos mit den Augen folgt, während er seine Nudeln ist.
Speaker 0: In dem Moment wird mir bewusst, dass ich viel zu wenig von ihm weiß.
Speaker 0: Aber das lässt sich ändern, auch wenn hier und heute nicht der Zeitpunkt ist, um damit zu beginnen.
Speaker 0: Dennoch wärmt der Gedanke mich auf seltsame Art und Weise.
Speaker 0: denn er entfacht eine Vorfreude auf kommende Wochen und Monate.
Speaker 0: Ja, ich möchte diesen Mann noch viel besser kennenlernen, und ich möchte mich auch ihm öffnen.
Speaker 0: Hab ich irgendwas im Gesicht?
Speaker 0: fragt Harry, als er merkt, dass ich ihn betrachte.
Speaker 0: Er hat eben den letzten Bissen seiner Nudeln zu sich genommen und hält mir die Hand hin, um auch meinen leeren Kattung zu nehmen.
Speaker 0: Ich grinse.
Speaker 0: Nein.
Speaker 0: Alles perfekt.
Speaker 0: Zur Bestätigung lehne ich mich vor und küsse ihn auf den Mundwinkel.
Speaker 0: Er lächelt verlegen und sieht sich danach eine Mülleimer um.
Speaker 0: Plötzlich erstarrt er in seiner Bewegung und ich folge seinem Blick, die Hand bereits in der Innentasche meines Mantels, wo mein Zauberstab steckt.
Speaker 0: Aber ich sehe nur einen Mann um die Fünfzig, der Harry seinerseits anstarrt und dessen zerfurchtes Gesicht sich nach einigen Sekunden unter einem strahlenden Lächeln erhält.
Speaker 0: Harry wirkt wie vom Petrifikus getroffen, er scheint vergessen zu haben, dass er die Schachteln in seiner Hand wegwerfen wollte, er scheint alles um sich herum vergessen zu haben.
Speaker 0: Harry, das kann nicht wahr sein.
Speaker 0: Ich muss mich täuschen.
Speaker 0: Bestimmt irre ich mich.
Speaker 0: Ja, so muss es sein, aber dieser Mann, jetzt hat er mich auch gesehen, er stutzt und dann heben sich seine Mundwinkel und ich sehe die kaputten Zähne.
Speaker 0: Aber die Haare, der Bar, die Kleidung, das passt nicht.
Speaker 0: Der Mann kommt auf mich zu, sein Lächeln wird immer breiter, erhebt die Arme und als er vor mir steht, legt er seine Hände auf meine Schultern.
Speaker 0: Harry, Mensch, das ist ja eine Freude!
Speaker 0: Garret, flüstere ich, und mit einem Mal bin ich mir sicher, und ich ziehe ihn in eine Umarmung, wissend, dass ich gerade weder die Tränen noch meine Magie zurückhalten kann.
Speaker 0: Du, du lebst wie... Garret scheint von meinem Gefühlsausbruch einigermaßen überrumpelt, aber er erwidert die Umarmung und tatschelt mir beruhigend den Rücken.
Speaker 0: Hey, alles gut, mein Junge, mir geht es gut.
Speaker 0: Ich löse mich von ihm und fahre mir über mein Gesicht.
Speaker 0: Entschuldige, es, es ist nur so, ich betrachte ihn aufmerksam.
Speaker 0: Ich war mir sicher, dass du tot bist und nicht nur ich, Garrett senkt betreten den Kopf.
Speaker 0: Ja, ich weiß, ein paar der Jungs dachten das auch und ich habe es auch nicht richtig gestellt.
Speaker 0: Zehn Minuten später sitzen wir in einem kleinen Café, jeder von uns einen heißen Tee vor sich.
Speaker 0: Draco hat schnell begriffen, dass von Garrett keine Gefahr ausgeht, und er ist klug genug, einfach abzuwarten.
Speaker 0: Weißt du, Harry, ich hab dich immer für deinen Gespiel bewundert und für deinen Anstand.
Speaker 0: Ja, du bist ein anständiger Kerl, das muss ich dir jetzt mal sagen.
Speaker 0: Beschämt senke ich den Kopf.
Speaker 0: Danke, Garrett.
Speaker 0: Aber bitte sag mir, warum aller Welt dachte, du seist tot.
Speaker 0: Na ja, Garrett fährt sich durch seinen Bart.
Speaker 0: Erinnerst du dich an unser letztes Gespräch?
Speaker 0: Ich nicke.
Speaker 0: Denn die Schuldgefühle Garrett, damit Nolan quasi auf dem Präsentierteller offenbar zu haben, haben mich bis heute nicht verlassen.
Speaker 0: Kurz danach fing es an, dass ich mich beobachtet fühlte.
Speaker 0: Du musst wissen, Harold, viele meiner Kollegen sind abhängig.
Speaker 0: Alkohol, Drogen.
Speaker 0: Aber ich hab die Finger von dem Zirk gelassen.
Speaker 0: Keine Lust für alle, zur Ziescheibe zu werden, wenn du deine fünf Sinne nicht besser machst.
Speaker 0: Er nimmt deinen Schluck Tee.
Speaker 0: Als ich das Gefühl immer mehr verfestigte, besorgte ich mir eine leere Schnapsflasche und füllte sie mit Wasser.
Speaker 0: Tatsächlich wäre ich Sternhagel voll, aber in Wahrheit habe ich alles genau mitbekommen.
Speaker 0: Da war ein Typ, der immer wieder auftauchte, und ich wusste, dass der mich nicht zum Essen einladen wollte.
Speaker 0: Also habe ich meinen Schlafsack so mit Müllsäcken ausgestopft, dass es außer als läge ich drin.
Speaker 0: Dazu habe ich meine Schuhe daneben gestellt.
Speaker 0: Und die tut es mir leid.
Speaker 0: Er zuckt mit den Schultern.
Speaker 0: Ich habe es nicht gewagt, in der Nähe zu bleiben.
Speaker 0: Weiß ja, es gab in dem Hinterhof keine guten Versteckmöglichkeiten.
Speaker 0: Ich nicke.
Speaker 0: Also habe ich mich am Fluss versteckt und bin am nächsten Morgen los, um zu sehen, was geschehen ist.
Speaker 0: Er fährt sich über sein Gesicht und ich kann sehen, dass ihn der Anblick seines verbrannten Schlafsacks immer noch verfolgt.
Speaker 0: Derjenige, der es getan hat, wurde verhaftet, sage ich, mit rauer Stimme.
Speaker 0: Garrods Blick schnellt nach oben und er sieht mich unglaublich an.
Speaker 0: Seine Augen huschen zu Draco, als wolle er von ihm die Bestätigung haben.
Speaker 0: Draco lächelt.
Speaker 0: Sie müssen wissen, dass es ein Privileg ist, mit Harry befreunde zu sein.
Speaker 0: Manchmal eine Bürde, aber alles in allem doch ein Privileg.
Speaker 0: Hey, ich knuffe ihn in die Seite.
Speaker 0: Er lacht, aber dann sieht er mich so liebevoll an, dass ich vergessen habe, warum ich eben noch empört war.
Speaker 0: Er löst seinen Blick von mir und wendet sich wieder Garret zu.
Speaker 0: Ihr vermeintlicher Tod hat ihm keine Ruhe gelassen.
Speaker 0: Er hatte einen Verdacht und wieso oft hat der sich bestätigt.
Speaker 0: Du, du hast den Kerl erwischt und der Polizei vergeben?
Speaker 0: Garret schaut mich unglaublich an.
Speaker 0: Aber ich war immer.
Speaker 0: Also ich war nie wirklich nett zu dir.
Speaker 0: Doch, Garrett, das warst du.
Speaker 0: Vor allem….
Speaker 0: Ich frage mich, wie viel ich sagen kann, ohne zu viel Preis zu geben.
Speaker 0: Es war eindeutig, dass der Anschlag auf dich mich treffen sollte.
Speaker 0: Jemand hat mir deinen Winnie-Pooh-Aufnäher geschickt.
Speaker 0: Garrett's Blick wird immer verwirrte.
Speaker 0: Meinen Aufnäher?
Speaker 0: Warum?
Speaker 0: Weil, mischt Draco sich ein, Harry in gewissen Kreisen dafür bekannt ist, Freundschaft sehr, sehr wichtig zu nehmen.
Speaker 0: Offensichtlich, Moment, Garrett.
Speaker 0: Ich wusste nicht mal, dass ich dein Freund bin.
Speaker 0: Das bist du, Garrett, sage ich leise.
Speaker 0: Ich kann immer noch nicht fassen, dass er lebt.
Speaker 0: Aber erzähl mal, wie ging es denn dann weiter?
Speaker 0: Jetzt lächelt Garrett mich ganz offen an.
Speaker 0: Ach so, ja, na ja, ich dachte mir, dass das vielleicht so was wie ein Zeichen ist, dass ich mein Leben nochmal überdenke, so direkt mit dem eigenen Tod konfrontiert zu werden.
Speaker 0: Das bringt einen ins Grübeln.
Speaker 0: Er fährt sich wieder durch den Bart, den Blick nach innen gerichtet.
Speaker 0: Ich habe einen Bruder.
Speaker 0: Er hat eine Farme in den Midlands, hat mir schon so oft gesagt, dass ich bei ihm unterkommen könne.
Speaker 0: Er hat Arbeit und er hat Platz für mich, aber ich wollte nicht, war zu stolz.
Speaker 0: Er solft und sieht mir in die Augen.
Speaker 0: Was soll ich sagen?
Speaker 0: Ich habe meinen Stolz heruntergeschluckt, habe mich auf den Weg gemacht und wohne jetzt bei der Familie meines Bruders auf seiner Farm.
Speaker 0: Er hat fünf Kinder und eine tolle Frau.
Speaker 0: Sie erpresst die Litten zusammen und senkt den Kopf.
Speaker 0: Sie haben mich einfach so aufgenommen, als, als wäre ich ein ganz normaler Kerl.
Speaker 0: Ich greife über den Tisch und lege meine Hand auf seinen Unterarm.
Speaker 0: Du bist ein ganz normaler Kerl.
Speaker 0: Garrett zuckt die Schultern und atmet tief durch.
Speaker 0: Als er den Kopf wiederhebt, schimmern seine Augen ein bisschen.
Speaker 0: Dir kann ich das glauben, Harry, denn du hast mich nie anders behandelt.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Wenn Harry heute Morgen schon guter Laune war, dann ist er nun seelig.
Speaker 0: Wir haben uns von Garrett verabschiedet, nicht ohne dass er uns die Adresse der Farm seines Bruders aufgeschrieben und uns das Versprechen abgenommen hat, dass wir ihn besuchen werden.
Speaker 0: Kannst du das glauben?
Speaker 0: Garrett lebt!
Speaker 0: Harry strahlt mich an und ich kann nicht anders als ebenfalls zu lächeln.
Speaker 0: Erst jetzt wird mir klar, wie sehr ihn der vermeintliche Tod dieses Mannes belastet hat.
Speaker 0: Lass uns nach Hause gehen, sage ich leise, und er hat nichts dagegen einzubinden.
Speaker 0: Es dämmert bereits, als wir unsere Mäntel im Flur an die Garderobe hängen und der Duft von Brat, Äpfeln und Plätzchen erfüllt das Haus.
Speaker 0: Kann ein Tag noch besser werden?
Speaker 0: Mummelt Harry mehr zu sich selbst und folgt mir in die Küche.
Speaker 0: Die Masta sollen ins Wohnzimmer gehen.
Speaker 0: Hier ist kein Platz.
Speaker 0: Creature bringt gleich Plätzchen und Tee.
Speaker 0: Kreischt Creature und wir ziehen uns lachen zurück.
Speaker 0: Im Wohnzimmer entzündet Harry den Kamin und die Kerzen am Weihnachtsbaum, vor dem er beinahe ehrfurchtvoll stehen bleibt.
Speaker 0: Das ist der schönste Weihnachtsbaum, den ich je gesehen habe, murmle ich und lege von hinten meine Arme um ihn.
Speaker 0: Er sagt nichts, und ich habe das Gefühl, dass er eben ein bisschen von seinen Emotionen überwältigt wird.
Speaker 0: Ich trete vor ihn und nehme ihn in die Arme.
Speaker 0: Er verbirgt sein Gesicht an meiner Schulter, und ich spüre, dass er mehrfach tief ein und ausatmet, um die Fassung wiederzuerlangen.
Speaker 0: Creature erscheint mit einem Tablett und stellt Tee und das Gebäck auf den Tisch.
Speaker 0: Danke, Creature, sage ich, leise und loze Harry zum Sofa.
Speaker 0: Wir lassen uns darauf nieder, ich schenke den Tee ein und dann sitzen wir still beieinander und betrachten unseren Baum.
Speaker 0: Die Flammen der Kerzen werden von dem Gläsernen Hirsch eingefangen und den unzähligen kleinen Lichtstrahlen weitergeleitet.
Speaker 0: Der Drache glänzt grün und silbern, die Flammenzunge sieht beinahe echt aus.
Speaker 0: Selbst der Minimove kann mich nicht mehr stören, erkenne ich doch nun, was es ist, eine Erinnerung an eine Freundin, weil Harry nun mal so ein Mensch ist.
Speaker 0: Das hat mir die Begegnung mit Garrett wieder vor Augen geführt.
Speaker 0: Wie viele Polizisten, Auroren, Detektive haben ihre Informanten in allen Schichten der Gesellschaft.
Speaker 0: Aber würde irgendjemand so eine Person als ihren Freund betrachten und ihren Tod in dem Maße betrauern, wie Harry es getan hat?
Speaker 0: Es ist eine größte Stärke und seine größte Schwäche.
Speaker 0: Wie man an Garrett's Beispiel gut sehen kann.
Speaker 0: Harry fühlt sich für jeden, der in seinem Dunstkreis wandelt, mehr oder weniger verantwortlich.
Speaker 0: Ich wende meinen Blick vom Baum ab und blicke zu Harry, der mich ertappt angrinst.
Speaker 0: Sieh zu Hause, als hätte er mich beobachtet.
Speaker 0: Ich lehne mich zu ihm und küsse ihn sanft, froh, dass er sich wieder gefangen hat.
Speaker 0: Was selts du davon, wenn wir vor dem Abendessen ein Bad nehmen?
Speaker 0: mummelt er an meinen Lippen und ich finde, dass das eine hervorragende Idee ist.
Speaker 0: Harry Wenn ich daran denke, wie das Jahr für mich begonnen hat, kann ich es kaum glauben, wie sich alles entwickelt hat.
Speaker 0: Der heutige Tag war bisher geradezu magisch.
Speaker 0: Mit Draco auf diese Weise zusammen zu sein, hat so viel an seinen Platz gerückt, von dem ich nicht einmal wusste, dass es verschoben war.
Speaker 0: Dann das Geschenk Garrett zu treffen und zu erfahren, dass die Begegnung mit mir ihn am Ende wieder mit seiner Familie zusammengeführt und von der Straße geholt hat, statt ihn zu töten.
Speaker 0: Nachdem Draco und ich ein sehr entspannendes Part genommen haben, haben wir uns für Creature in Schale geworfen.
Speaker 0: Und ich muss sagen, es war nicht übertrieben, denn Creature hat sich mit seinem Weihnachtsmenü selbst übertroffen.
Speaker 0: Nun sitzen wir erneut im Wohnzimmer und ich muss gestehen, dass es mir genügen würde, meinen Blick einfach immer wieder zwischen Drako und dem Baum hin und her schweifen zu lassen.
Speaker 0: Aber irgendwann erhebt sich Drako.
Speaker 0: Ich schaue erstaun zu ihm auf.
Speaker 0: Was ist, willst du schon ins Bett?
Speaker 0: Nein, ich dachte nur, ich gebe dir mein Geschenk heute Abend schon.
Speaker 0: Ich setze mich auf.
Speaker 0: Okay, wenn du willst, aber warte bitte, dann hole ich deins auch.
Speaker 0: Kurz darauf sitzen wir wieder auf der Couch.
Speaker 0: Und Draco reicht mir ein ziemlich großes, unförmiges Paket, das er offensichtlich bis eben noch verkleinert hatte.
Speaker 0: Was ist das denn?
Speaker 0: Mach es auf, dann weißt du es, neckte Draco mich.
Speaker 0: Das lasse ich mir nicht zweimal sagen und löse das Papier.
Speaker 0: Ich brauche einen Moment, bis ich erkenne, dass es ein Rucksack ist.
Speaker 0: Nein, das ist nicht richtig, es sind zwei Rucksäcke.
Speaker 0: Fragen sehe ich ihn an.
Speaker 0: Warum zwei, falls einer mal wieder zerschossen wird?
Speaker 0: Merlin bewahre, sagt Draco.
Speaker 0: Nein, ich dachte, es wäre schön, wenn wir gemeinsam so eine Wanderung machen könnten.
Speaker 0: Mein Blick schnellt hoch.
Speaker 0: Du willst mit mir laufen gehen?
Speaker 0: Warum nicht?
Speaker 0: Ich war in den letzten Jahren viel auf diese Weise unterwegs.
Speaker 0: Aber natürlich nur, wenn du das möchtest.
Speaker 0: Seine Stimme ist etwas fleise und unsicher geworden, sodass ich mich beeile, ihn in meine Arme zu ziehen und zu küssen.
Speaker 0: Das ist eine wundervolle Idee.
Speaker 0: Ein wundervolles Geschenk, danke!
Speaker 0: Ich strahle ihn an und greife dann nach meinem Paket für ihn.
Speaker 0: Dann stutze ich, denn mir fällt etwas ein.
Speaker 0: Also, ich habe dieses Geschenk gekauft bevor, also bevor wir zusammengekommen sind.
Speaker 0: Drago sieht mich fragend an.
Speaker 0: Ja, und?
Speaker 0: Hast du die Rucksäcke auch schon vorher gekauft?
Speaker 0: Er lacht.
Speaker 0: Natürlich.
Speaker 0: Wann hätte ich sie denn heute kaufen sollen?
Speaker 0: Stimmt, muss ich zugeben.
Speaker 0: Ich wollte nur sicher sein, dass du schon vorher, also dass du dir das auch schon vorher vorstellen konntest.
Speaker 0: Das ist schön.
Speaker 0: Drago zieht mich in seine Arme.
Speaker 0: Ja, das konnte ich mir tatsächlich schon vorher vorstellen, wobei es die Sache nun sehr vereinfacht, weil wir uns ein Zelt teilen können, ohne dass es für mich zur Tortur wird.
Speaker 0: Er küst meinen Hals und ich erschaudere und lehne mich ihm säufzend entgegen.
Speaker 0: Nichts da, ich will jetzt mein Geschenk.
Speaker 0: Er schiebt nicht von sich und sieht mich erwartungsvoll an.
Speaker 0: Lachend greife ich wieder nach dem Päckchen und überreiche es ihm.
Speaker 0: Es ist nicht so, nicht so gedankenvoll wie Deins.
Speaker 0: Stammle ich, denn mit einem Mal kommt es mir tatsächlich etwas dürftig vor.
Speaker 0: Halt den Mund Potter, sagt Draco, der es bereits geöffnet hat und vorsichtig über das dunkle Leder des Einbands streicht.
Speaker 0: Ich habe dieses Buch in Fallmaufe in einem Antiquariat entdeckt und sofort erkannt, dass es ein magisches Buch sein muss.
Speaker 0: Eigentlich war ich auf der Suche nach etwas für Hermine, aber als ich dieses Buch gesehen habe, musste ich sofort an Draco denken und so habe ich es gekauft.
Speaker 0: Zum Glück habe ich es mit genügend Schutzzaubern versehen, ursprünglich eher zu meinem Schutz, so dass es keinen Schaden erlitten hat.
Speaker 0: Das, das ist, woher hast du das?
Speaker 0: Es muss eine Erstausgabe sein.
Speaker 0: Damit hatte ich nicht gerechnet.
Speaker 0: Ich hatte einfach nur gedacht, dass es ein sehr altes Buch ist und ihn die Thematik interessieren könnte.
Speaker 0: Ich weiß von Hermine, dass sie solche alten Bücher immer unglaublich interessant findet, auch wenn manches darin längst überholt ist.
Speaker 0: Ich erzähle ihm, wie ich dran gekommen bin und dass ich gleich an ihn denken musste, als ich es gesehen habe.
Speaker 0: Er senkt seinen Blick erneut auf den Titel Fluchbrecher, die Waren halten.
Speaker 0: Bei welchem Teil musstest du an mich denken?
Speaker 0: Er sieht mich von unten herauf an und grinst schief.
Speaker 0: Ich nehme ihm das Buch aus der Hand und steige auf seinen Schoß.
Speaker 0: Dass du Fluchbrecher bist, hatte ich in dem Moment total vergessen, murmle ich an seine Lippen und küsse ihn, bis uns beiden die Luft wegbleibt.
Speaker 0: Draco Ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben bestätigen kann, dass Weihnachten das Fest der Liebe ist.
Speaker 0: Man kann Harry und mir definitiv nicht vorwerfen, wir hätten diesen Namen in der vergangenen Nacht nicht alle Ehre gemacht.
Speaker 0: Nun stehen wir aber vor einer Herausforderung ganz anderer Art.
Speaker 0: Und auch wenn ich es nicht gerne zugebe, bin ich unglaublich nervös.
Speaker 0: Beruhig dich, Draco.
Speaker 0: Sie haben darauf bestanden, dass du mitkommst.
Speaker 0: Und das war bevor Harry stutzt.
Speaker 0: Äh, ich meine, sie wissen ja noch gar nicht, dass wir zusammen sind.
Speaker 0: Ist, ist das ein Problem?
Speaker 0: frag ich alarmiert.
Speaker 0: Harry lacht.
Speaker 0: Nein, ich denke nicht, dass das ein Problem ist.
Speaker 0: Dann wird er ernst.
Speaker 0: Also, für Hermine nicht.
Speaker 0: Und vermutlich für Molly nicht.
Speaker 0: Na, das sind ja schon mal zwei von Wievielen, frage ich, und wische meine Hände zum Gefühl hundertsten Maler meiner Hose ab.
Speaker 0: Egal.
Speaker 0: Wir gehen jetzt, und alles wird gut.
Speaker 0: Du wirst sehen.
Speaker 0: Ich habe das dumme Gefühl, dass Harry sich selbst Mut zuspricht.
Speaker 0: Aber es bleibt mir ja nichts übrig.
Speaker 0: Und früher oder später muss ich mich dieser Familie wohl sowieso stellen, wenn ich Harry behalten will.
Speaker 0: Harry!
Speaker 0: Ich hatte noch nicht wirklich die Chance, mich zu orientieren, da sehe ich wie Harry in einem Knoil aus armen und roten Haaren verschwindet.
Speaker 0: Hey, Malfoy!
Speaker 0: Das ist Granger.
Speaker 0: Sie grinst mich an und führt mich aus dem Gefahrenbereich.
Speaker 0: Schön, dass du auch mitgekommen bist.
Speaker 0: Sprichst du für alle Anwesenden, wage ich sie leise zu fragen.
Speaker 0: Ich will nicht lügen, aber alle akzeptieren deine Rolle bei Harrys Rettung.
Speaker 0: Daher sollte es keine Probleme geben.
Speaker 0: Mehr fällt mir dazu nicht ein, und es bleibt auch keine Zeit, sich weiter Gedanken zu machen, denn Granger schiebt mich nun Richtung Esszimmer, wenn ich die Einrichtung richtig interpretiere.
Speaker 0: Sie führt mich durch eine Unmenge von Menschen, die mich alle mehr oder weniger freundlich mit einem nicken oder ein paar Worten begrüßen.
Speaker 0: Manche sind mit ihren Kindern beschäftigt, andere scheinen mich gar nicht wirklich wahrzunehmen.
Speaker 0: Harry wurde offenbar weitergereicht, und so sehe ich mich schließlich alleine den Weasley-Eltern gegenüber.
Speaker 0: Ich strecke eben meine Hand aus, um sie Mutter Wiesli entgegenzustrecken, da zieht sie mich in eine knochenbrechende Umarmung.
Speaker 0: – Danke, mein Junge, schlurzt sie, danke, dass du Harry gerettet hast.
Speaker 0: – Molly, höre ich Mr.
Speaker 0: Wiesli manend irgendwo zu meiner Rechten.
Speaker 0: Lass den Jungen doch erst mal richtig ankommen.
Speaker 0: – Ja, natürlich, entschuldige.
Speaker 0: Sie löst sich von mir und fummelt dann an meinem Hemdkragen herum, als müsse sie mich anziehen.
Speaker 0: Mr.
Speaker 0: Weasliebe endet die Interaktion, indem er sich etwas zwischen seine Frau und mich schiebt, und ich könnte ihm nicht dankbarer sein, wenn er mich vor einem ungarischen Hornschwanz gerettet hätte.
Speaker 0: Diese Situation überfordert mich auf so vielen Ebenen, dass ich es gar nicht in Worte fassen kann.
Speaker 0: Draco, ich darf doch Draco sagen.
Speaker 0: Erwartet meine Antwort nicht ab, sondern spricht direkt weiter.
Speaker 0: Ich denke, ich spreche für die gesamte Familie, wenn ich dir meinen, unseren Dank ausspreche.
Speaker 0: Harry, er ist wie ein Sohn für uns.
Speaker 0: Wie aufs Stichwort kommt der Sohn, der sich nun offenbar aus weiteren Umarmungen retten konnte und bleibt neben ihr stehen.
Speaker 0: Bevor ich irgendwie reagieren kann, lässt er seine Hand in meine Gleiten und hindert mich sofort daran, mich von ihm zu lösen.
Speaker 0: Die Eltern scheinen das nicht zu bemerken.
Speaker 0: Mrs.
Speaker 0: Weasley hat sich bereits wieder abgewandt und ist in der Küche verschwunden, während Mr.
Speaker 0: Weasley seine Stimme erhebt und in den Raum fragt, wer möchte einen Glas Sekt?
Speaker 0: Wenig später sind wir alle mit einem Glas ausgestattet und ich kann bereits Granger's investigativen Blick auf uns spüren.
Speaker 0: Harry hebt sein Glas etwas und sagt dann, ich freue mich unglaublich heute mit euch Weihnachten feiern zu dürfen, es ist ein Geschenk, das ich noch lebe und das habe ich Draco zu verdanken.
Speaker 0: Mr.
Speaker 0: Weasley ruft auf Draco.
Speaker 0: Und auch wenn das Echo eher schwach ist, lächle ich beschämt in die Runde und Proste allen zu.
Speaker 0: Harry ist offenbar noch nicht fertig.
Speaker 0: Seit wann ist er so erpicht, darauf im Mittelpunkt zu stehen?
Speaker 0: Und warum muss er diese Vorliebe ausgerechnet jetzt entdecken, wo ich zwangsläufig mit ihm dort stehe?
Speaker 0: Ich möchte euch noch etwas sagen.
Speaker 0: Draco und ich, wir sind zusammen.
Speaker 0: Das war kurz und schmerzlos.
Speaker 0: Ich hoffe zumindest, dass es schmerzlos bleibt.
Speaker 0: Die Stille, die auf diese Aussage hinfolgt, drückt auf meine Ohren und kurz frage ich mich, ob jemand einen Zauber gewirkt hat.
Speaker 0: Das kann nicht sein, ruft dann aber Ginny.
Speaker 0: Harry, du bist nicht schwul!
Speaker 0: Harry grinst schief und zuckt mit den Schultern.
Speaker 0: Sorry, Ginny.
Speaker 0: Offenbar doch, denn ich liebe Draco.
Speaker 0: Und damit wendet er sich mir zu und küst mich kurz, aber nachdrücklich.
Speaker 0: Alter, lasst das!
Speaker 0: Kommt es von Ronald, der sich abwendet.
Speaker 0: Granger grinst als hätte sie eine Wette gewonnen und während Ginny wütend den Raum verlässt, scheinen alle anderen Anwesenden diese Neuigkeit erstaunlich schnell zu akzeptieren.
Speaker 0: Na, wenn das jetzt geklärt ist, können wir dann endlich essen?
Speaker 0: fragt George.
Speaker 0: und alle lachen erleichtert auf.
Speaker 0: Harry.
Speaker 0: Es ist der dreißigste Dezember und ich stehe vor Trisha's Büro, an dessen Tür ich nach kurzen Zögern klopfe.
Speaker 0: Harry!
Speaker 0: Sie springt auf und zieht mich in eine Umarmung.
Speaker 0: Komm rein!
Speaker 0: Etwas beschämt betrete ich den Raum.
Speaker 0: Unser Büro, ich fühle mich wie ein Fremdkörper.
Speaker 0: Alles in Ordnung?
Speaker 0: Mit einem Mal ist Trisha auf der Hut.
Speaker 0: Warum bist du hier?
Speaker 0: Du bist noch bis übermorgen beurlaubt?
Speaker 0: Ja, ich weiß.
Speaker 0: Du sagst mir jetzt nicht, dass du nicht mehr zurückkommst, Harry.
Speaker 0: Das kannst du nicht machen.
Speaker 0: Du bist Aurohr mit Leib und Seele und Herz und Nieren und… Trish.
Speaker 0: Was?
Speaker 0: So leicht mache ich es dir nicht.
Speaker 0: Das kannst du vergessen, ich werde….
Speaker 0: Nur mein nonverbader.
Speaker 0: stille Zauber bringt Tischer zum Schweigen.
Speaker 0: Sie öffnet empört ihren Mund und ich schiebe sie auf ihren Stuhl.
Speaker 0: Wirst du mir zuhören?
Speaker 0: Sie nickt, sieht mich aber weiterhin wütend an.
Speaker 0: Gut.
Speaker 0: Ich hebe den Zauber auf und setze mich an meinen Schreibtisch.
Speaker 0: Beinahe erfürchtig lasse ich meine Hand über die Oberfläche gleiten.
Speaker 0: Ich spüre Enzin in meinem Inneren, dass ich durchaus als Sehnsucht interpretieren könnte und das beruhigt mich ausnehmend.
Speaker 0: Wirst du mir, beginnt Trisha, verstummt aber freiwillig, als ich die Hand hebe.
Speaker 0: Ich wollte dir sagen, dass ich in den ersten beiden Wochen im Januar erst einmal langsam wieder einsteigen werde.
Speaker 0: Wilkins und Kingsley haben einen Plan ausgearbeitet.
Speaker 0: Ich greife in meine Tasche und reiche ihn ihr.
Speaker 0: Da du offenbar noch nichts davon wusstest, gehe ich davon aus, dass die beiden mich in den ersten Wochen kaum als vollwertige Arbeitskraft ansehen.
Speaker 0: Ich grinne so schief und zucke dann mit den Schultern.
Speaker 0: Dann blicke ich Trisha an, die offenbar kaum zu atmen barkt.
Speaker 0: Du hast recht, Trish.
Speaker 0: Ich bin auror mit Leib und Seele.
Speaker 0: Ich kann nichts anderes und ich will auch nichts anderes.
Speaker 0: Dennoch muss ich meine Work-Work-Balance etwas in den Griff bekommen und irgendwo den Live-Part unterbringen.
Speaker 0: Trisha grinst.
Speaker 0: Aber ich weiß, dass jemand da bestimmt ein Auge darauf haben wird, sage ich deinen Plaudaton, denn er wird es sicher nicht gut heißen, wenn er seine ganze Freizeit alleine gestalten muss.
Speaker 0: Thyrsha hebt eine Augenbraue.
Speaker 0: Du darfst übrigens widersprechen, sage ich grinsend.
Speaker 0: Sprechst du von Draco?
Speaker 0: fragt sie lauernd und als hätte er auf das Stichwort gewartet, klopft es an der Tür und Draco tritt nach Aufforderung ein.
Speaker 0: Ich stehe auf und ziehe ihn zu einem Kuss zu mir.
Speaker 0: Thyrsha gibt einen kleinen Jubel schrei von sich, und wir beide grinsen in den Kurs.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Wir stehen auf der winzigen Dachterrasse des Grimoldplatzes und blicken über die Dächer von London.
Speaker 0: Vereinzelt steigen bereits Raketen in die Luft, obwohl es noch ein paar Minuten bis Mitternacht ist.
Speaker 0: Harry und ich haben im Fuchsbaum mit dieser verrückten Familie gefeiert, an die ich mich zu meinem Erstaunen ziemlich schnell gewöhnt habe, was ich allerdings nur unter Folter zugeben würde, uns aber vor einer halben Stunde verabschiedet.
Speaker 0: Ich bin froh, dass Harry mir zugestimmt hat, den Jahreswechsel hier am Grimoldplatz zu begehen.
Speaker 0: Das ist für mich ein Intimer Moment, gerade in diesem Jahr, den ich alleine mit Harry erleben möchte.
Speaker 0: Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass ich für die erste Woche genug wieslische Umarmung ertragen habe.
Speaker 0: Unter Harrys starken, wärme Zauber können wir entspannt im kalten Wind stehen, der uns nichts anhaben kann.
Speaker 0: Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mir gar nichts mehr etwas anhaben kann, seit Harry und ich zusammen sind.
Speaker 0: Ich bolge mich zu ihm, um ihn zu küssen.
Speaker 0: und während er mich enger zu sich zieht und den Kuss vertieft, beginnt das Feuerwerk und begrüßt das neue Jahr.
Speaker 0: Ein besseres Bild könnte es nicht dafür geben, was Harry in mir auslöst.
Speaker 0: Er sorgt gleichzeitig für ein Feuerwerk in meinem Inneren und trotzdem fühle ich mich bei ihm sicher und warm und geborgen.
Speaker 0: Frohes neues Jahr, Draco, murmelt er an meinen Lippen und lässt mir genau so viel Zeit, bevor er den Kuss wieder vertieft, dass ich auch ein frohes neues Jahr Harry hervorbringe.
Speaker 0: Schließlich tritt er einen Schritt zurück und sieht mich aufmerksam an.
Speaker 0: Das ist nichts, obwohl eigentlich sogar ziemlich viel.
Speaker 0: Er streicht mir eine Strähne aus der Stirn und ich habe das Gefühl, dass er mir mitten ins Herz schaut.
Speaker 0: Das erste Mal in meinem Leben wünsche ich mir, dass es so bleibt, wie es jetzt ist, flüstert er als Bilder in mir ein Geheimnis an Vertrauen.
Speaker 0: Ich glaube, dass es das schönste Kompliment, das man machen kann, antworte ich ebenso leise.
Speaker 0: Harry lächelt und galt nach meinen Händen.
Speaker 0: Wie du es mir schon einmal gesagt hast, ich verlasse mich auf meinen Instinkt, auf meine Gefühle und meine Magie.
Speaker 0: Und das alles, er legt unsere verschränkten Hände auf seine Brust, ist das erste Mal im Reinen.
Speaker 0: Ich betrachte ihn aufmerksam, während ich sehe, dass er noch nicht fertig ist mit seiner Erklärung.
Speaker 0: Er blickt über die Dächer, ohne die vielen Lichter der Raketen wahrzunehmen.
Speaker 0: Es gab schon viele Momente, in denen ich glücklich war, aber es war immer nur ein Teil, der stimmig war.
Speaker 0: Oft waren liebe Menschen um mich, Ron, Hermine, die Weasleys, aber dann war da die Angst vor dem Krieg, später war Voldemort besiegt, aber dann kamen Erwartungen aller an mich, meine eigenen Erwartungen, und immer das Gefühl, das Gefühl, dass da etwas fehlt.
Speaker 0: Er wendet den Kopf wieder zu mir und sein Blick wird so liebevoll, dass sie schlucken muss.
Speaker 0: Als ich diese Reise angetreten habe, war es mein Wunsch, auf diesem Weg zu mir selbst zu finden und zu verstehen, was es ist, das mir fehlt.
Speaker 0: Und am Ende war es dieser eine Mensch, der mich heil macht, der mich so gut kennt wie kaum jemand anders und der mich trotzdem oder gerade deshalb liebt.
Speaker 0: Er hebt unsere Hände an seinen Lippen und küst meine Fingerknöchel.
Speaker 0: Unsere Magie täuscht uns nicht.
Speaker 0: Du hast mich mit deiner Magie gerettet und ich weiß, dass du meine Magie spüren kannst, anders als andere sie spüren.
Speaker 0: Ich will, dass du weißt, dass ich mir sehr sicher bin, was dich und mich betrifft.
Speaker 0: Ich habe es vielleicht nicht gleich verstanden, aber ich kann es jetzt mit absoluter Gewissheit sagen.
Speaker 0: Ich löse unsere Hände, um ihnen eine Umarmung zu ziehen, während ich meine Lippen auf seinen lege.
Speaker 0: meiner Stimmung kann ich gerade nicht trauen, denn mein Herz quillt über, also lasse ich meine Magie zu ihm fließen und spüre, wie er dasselbe tut.
Speaker 0: Ja, es war ein Weg voller Hindernisse, aber es hat sich gelohnt, jedes einzelne aus dem Weg zu räumen.
Speaker 0: Harry hat recht, unsere Rohrmagie täuscht uns nicht.
Speaker 0: Vielmehr habe ich vom ersten Moment, als ich dieses Haus nach so vielen Jahren wieder betreten habe, gespürt, wo ich Sicherheit und Geborgenheit finde, in Harrys Magie.
Speaker 0: Vielleicht hätte ich früher auf meinen Instinkt hören sollen, aber es ist wohl mühsig, sich darüber jetzt in Kopf zu zerbrechen.
Speaker 0: Viel lieber genieße ich diesen wunderbaren Start in ein neues Jahr.
Speaker 0: Und für alle, die von magischen Hörbüchern nicht genug bekommen können, gibt es die Mitgliedschaft bei Patreon oder YouTube.
Speaker 0: Wenn du meine Arbeit unterstützen möchtest, kannst du das bei PayPal oder mit der Wischlist machen.
Speaker 0: Ich danke dir herzlich und bis zur nächsten Geschichte.
Speaker 0: Deine Jana.
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