#235-236 Geliehene Zeit, zwei Umdrehungen - Severus & Hermine Zeitreise - Harry Potter FanFiction
Über diese Folge
Harry Potter FanFictionHermine Granger ist eine hochintelligente vierzehnjährige Hexe, die sich schulisch unterfordert fühlt. Mit Professor McGonagalls Hilfe gelangt sie an einen Zeitumkehrer, der es ihr ermöglicht, zeitgleich mehrere Fächer zu belegen. An Halloween geschieht jedoch ein Unglück und Hermine findet sich plötzlich zwanzig Jahre in der Vergangenheit wieder. Ihr erster Impuls ist Flucht aus dem Internat, doch Albus Dumbledore kann sie davon überzeugen, dass Hogwarts noch immer der sicherste Ort für sie ist, wenn sie nur eines beherzigt: dass Zeit möglichst nicht verändert werden darf. Hermine fügt sich in ihr Schicksal, nimmt sogar einen neuen Namen an. Doch kann sie tatenlos zusehen, wie ihre beste Freundin einem sicheren Tod entgegengeht, Seite an Seite mit einem zukünftigen Massenmörder leben oder ihre Gefühle für jemanden unterdrücken, der dunkler, geheimnisvoller und verhasster nicht sein könnte?
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Disclaimer: Die Rechte an allen Charakteren, Orten und allem aus den Harry Potter Büchern bekanntem liegen bei J. K. Rowling / Pottermore.Hermine Granger ist eine hochintelligente vierzehnjährige Hexe, die sich schulisch unterfordert fühlt. Mit Professor McGonagalls Hilfe gelangt sie an einen Zeitumkehrer, der es ihr ermöglicht, zeitgleich mehrere Fächer zu belegen. An Halloween geschieht jedoch ein Unglück und Hermine findet sich plötzlich zwanzig Jahre in der Vergangenheit wieder. Ihr erster Impuls ist Flucht aus dem Internat, doch Albus Dumbledore kann sie davon überzeugen, dass Hogwarts noch immer der sicherste Ort für sie ist, wenn sie nur eines beherzigt: dass Zeit möglichst nicht verändert werden darf. Hermine fügt sich in ihr Schicksal, nimmt sogar einen neuen Namen an. Doch kann sie tatenlos zusehen, wie ihre beste Freundin einem sicheren Tod entgegengeht, Seite an Seite mit einem zukünftigen Massenmörder leben oder ihre Gefühle für jemanden unterdrücken, der dunkler, geheimnisvoller und verhasster nicht sein könnte?
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Speaker 0: Ich freue mich über eine positive Bewertung von dir und wünsche dir nun ganz viel Spaß mit der neuen Folge.
Speaker 0: Blumos.
Speaker 0: Immer wieder Voldemort.
Speaker 0: Jean schüttelte sich unwähkürlich.
Speaker 0: Das war ganz und gar nicht das, was sie hören wollte.
Speaker 0: Sie wollte nicht den Zauberstab über Rosmerta brechen, wie diese ihre Jugend verbracht hatte, aber allein der Gedanke, es ihr auch nur annähernd gleich zu tun, erfüllte sie mit Unbehagen, fast schon Ekel.
Speaker 0: Ihr gegenüber schien ihre Gedanken erraten zu haben.
Speaker 0: Ich will dir keine Angst machen, Mädel, dir lediglich einen Vorgeschmack darauf geben, was sein kann.
Speaker 0: Rosmerta klopfte die Reste vom verbrannten Tabak aus dem Pfeifenkopf und warf sie ins Kaminfeuer.
Speaker 0: Du kannst immer zu mir kommen, wenn dir danach ist.
Speaker 0: Wenn du Fragen hast oder einfach nur reden magst, du weißt ja, wo du mich findest.
Speaker 0: Als ich so alt war wie du, hatte ich meine Großmutter als Stütze.
Speaker 0: Ihre Jugend ist ungefähr so abgelaufen wie meine und es tat gut, in ihr eine Hilfe zu haben.
Speaker 0: Was war denn mit deiner Mutter?
Speaker 0: Jean zupfte an ihrem Urlebchen.
Speaker 0: War sie keine Holunderhexe?
Speaker 0: Rosmerta schüttelte den Kopf und packte Tabak und Pfeife zurück in ihr Samtssäckchen, das sie als bald wieder zwischen den Falten ihres Umhangs verstaute.
Speaker 0: Der Zauberstab meiner Oma hat ihr nie gehorcht.
Speaker 0: Versteh mich nicht falsch, sie war auf ihrer Art eine starke Frau, aber ganz anders als ihre Mutter es war.
Speaker 0: Bei manchen Familien wird das Holunderhexender sein verabt, wie sich ein Zauberstab weiter vererben lässt, doch das funktioniert eben auch nicht immer.
Speaker 0: «Was du nie verliebt, traute Jean sich nach dem X-Ten-Schluck-Butterbier zu fragen.
Speaker 0: Das Getränk war schon lange nicht mehr heiß, schmeckte jedoch auch kalt.
Speaker 0: Sie spürte den Alkohol jetzt sehr deutlich.
Speaker 0: Gewiss war ich das das Öfteren, vor allem am Anfang.
Speaker 0: Rosmetta Reusperter sich, schwang ihren Zauberstab und ließ die Weinflasche, die irgendwo an der Bar unter dem Dresen gestanden hatte, langsam zu ihr und Jean herüber an den Tisch weben.
Speaker 0: Kein Tropfen wurde verschüttet, als sie die Flasche dazu brachte, sich zu neigen und sich einzuschenken.
Speaker 0: Mit absoluter Präzision gelang es ihr, die geöffnete Flasche zwischen sich und Jean landen zu lassen, wobei sie nicht einmal wackelte, als der Flaschenboden das Wachstuch auf dem Tisch berührte und aufrecht stehen blieb.
Speaker 0: Aus dem Nebenzimmer, wo sich wie Jean aus Erfahrung wusste, ein zweiter Kamin befand, tratten nacheinander mehrere Zauberer und Hexen in den Schankraum, größtenfreundlich in die Runde und ließen sich an einem der Tische in der Nähe nieder.
Speaker 0: Ahm, Essex ist auch eingetroffen, mummelte Rosmerta und zwinkerte Jean zu.
Speaker 0: Ich sag, der Herr heute wird das voll werden, aber noch hat Konstanz alles im Griff.
Speaker 0: Ich, ähm, wollte dich was fragen, druckste Jean herum, bzw.
Speaker 0: um etwas bitten.
Speaker 0: Schließlich forderte die Wirten sie ohne Umschreifer auf.
Speaker 0: Dazu musste Jean allerdings etwas ausholen.
Speaker 0: Sie erzählte Rosmerta von den letzten unterrichtsfreien Tagen und was die Lehrerschaft ihren Schülern alles angeboten hatte, um sie von dem drohenden Sturm und den damit einhergehenden Gefahren abzulenken.
Speaker 0: Auch dass sie am heutigen Tag eine äußerst informative Veranstaltung über den Krieg und seine Ursachen verpasste, teilte sie ihrer neuen Verbündeten mit.
Speaker 0: Etwas schwieriger wurde es, als sie zu dem Part mit dem Zettel kam, auf den jemand, der ohne Zweifel nicht sie gewesen war, das Wort Aktmalerei geschrieben hatte.
Speaker 0: Rosmerta lachte jedoch ganz ungezwungen auf, nachdem Jean den Vorfall geschildert hatte.
Speaker 0: Das hört sich wirklich so an, als sei denn Zauberstab Vater des Gedankens.
Speaker 0: Dann glaubst du es also auch?
Speaker 0: Jean beugte sich weit über den Tisch und fixierte die rassige Frau, die für sie immer etwas von einer spanischen Flamenco-Tänzerin haben würde mit ihren Blicken.
Speaker 0: Führt dein Stab ebenfalls ein Eigenleben?
Speaker 0: Das mag vorkommen, gab Rosmerta zurück.
Speaker 0: Wobei ich mich nicht erinnern kann, dass er einmal etwas geschrieben hat, was ich ihm nicht, auch nicht in Gedanken, Diktiert oder Befohlen hatte.
Speaker 0: Aber das, was du vorhin kurz erwähnt hast, das heiß und kalt werden, die Vibrationen, all das kenne ich auch von meinem eigenen Sauberstab.
Speaker 0: Heutzutage gibt es sich kaum mehr die Mühe, mich dermaßen ostentativ auf Dinge hinzuweisen, die meine Aufmerksamkeit bedürfen.
Speaker 0: Doch als ich ein Kind war, kam das fast jeden Tag vor.
Speaker 0: Ich lernte mit der Zeit, was er mir damit sagen wollte.
Speaker 0: Mit Omas Zauberstab durfte ich unter Aufsicht schon zaubern lange, bevor ich nach Hogwarts kam.
Speaker 0: Und als die von mir so sehnlichst erwartete Eule endlich eintraf, nötigte meine Oma mich gerade zu ihnen mitzunehmen.
Speaker 0: Als hätte sie gewusst, dass sie sterben würde, noch bevor ich Hogwarts beendete.
Speaker 0: Damit büßte sie viel ihrer Macht oder ihres Geschickes ein.
Speaker 0: Doch wer auf einen Elderstab geeicht ist, kann mit fast allen anderen Sterben sehr gute magische Ergebnisse erzielen, sagte sie mir immer.
Speaker 0: Sie nahm sich einfach einen anderen gebrochten Stab und erwähnte die Sache nicht mehr.
Speaker 0: Auf gewisse Weise atmete etwas in Jean auf.
Speaker 0: Sie hatte das Gebaren ihres Zauberstabs oft auf seltsam empfunden, teilweise gar als bedrohlich, doch nun erfuhr sie, dass er nicht der Einzige war, der sich von Zeit zu Zeit eigentümlich verhielt.
Speaker 0: Das mit der Aktimalerei gefällt mir übrigens.
Speaker 0: Rosmerta lächelte breit.
Speaker 0: Und?
Speaker 0: Hast du vor, es zu tun?
Speaker 0: Um der Wahrheit die Ehre zu geben, mir gefällt die Idee auch, Gab Jean noch immer ein wenig verlegen zu.
Speaker 0: Oben dreien findet sie Anklang?
Speaker 0: bei nicht wenigen anderen Mädchen der Schule.
Speaker 0: Man bestimmt mich regelrecht damit, einen Aktmalkurs ins Leben zu rufen.
Speaker 0: Nur zu, ermunterte Rosmerta sie.
Speaker 0: So kannst du deine holunder Energien auch kanalisieren.
Speaker 0: Die Crux an der Sache ist, dass wir keinen Model haben, Gab Jean ganz nonchalant zu bedenken.
Speaker 0: Eine Bekannte meinte, ich sollte mich selbst zur Verfügung stellen, aber das möchte ich nicht.
Speaker 0: Ich will doch auch malen.
Speaker 0: Rosmerta nahm einen Schluck Wein, ließ ihn schnell die Kehle herunterrennen und brustete anschließend heraus, na, so langsam weiß ich, wo der Hippogreif langläuft.
Speaker 0: Sie klopfte sich mit der flachen Hand auf die wohl geformten Oberschenkel.
Speaker 0: Du denkst, ich wär freizügig genug, um euch Mordel zu stehen, nicht wahr?
Speaker 0: Jean zuckte die Schultern, vor lauter Verlegenheit musste auch sie lachen.
Speaker 0: Es war... Erst nur so eine Eingebung, aber dann dachte ich, dass ich das vielleicht sogar freuen würde.
Speaker 0: Mehr noch, Mädel, ich fühle mich richtig gehend geerrt.
Speaker 0: Rosmerta warf ihre dunkle, gewählte Mähne zurück und blickte sehr zufrieden rein.
Speaker 0: Wann genau soll das ganze stattfinden?
Speaker 0: Wie wär's mit morgen Nachmittag, erwiderte Jean prompt.
Speaker 0: Rosmertas Flächern zerfloss zu einer Miene der Enttäuschung.
Speaker 0: Ich halte mich wirklich für einen sehr spontanen Menschen Jean, aber leider habe ich morgen schon etwas vor, das ich nicht verschieben kann.
Speaker 0: Eines meiner Körperarbeit-Seminare findet statt und zwar in der alten Kirche von Godwix Hollow.
Speaker 0: Das ist seit fast einem Jahr geplant.
Speaker 0: Ernüchterung durchflutete Jean wie eine kalte Welle.
Speaker 0: Die Schade mommelte sie.
Speaker 0: Ich hatte so gehofft.
Speaker 0: Auch mir tut das Schleit klein.
Speaker 0: Vielleicht ein anderes Mal.
Speaker 0: Irgendwann im Frühjahr.
Speaker 0: Oder besser noch nach der Walpurgis-Nacht.
Speaker 0: Bis dahin bin ich fast jeden Sonntag eingespannt wegen des kältischen Kalendars und alles, was damit zusammenhängt.
Speaker 0: Verstehe, seufzt es der Jean.
Speaker 0: Aber es war es trotzdem wert, hierher zu kommen und dich zu fragen.
Speaker 0: Unruh rutschte sie auf ihrem Stuhl herum und vergewisserte sich, dass ihr Anorak noch über das Lähne hing.
Speaker 0: Du willst doch nicht etwa schon gehen.
Speaker 0: Rosmeter zog eine Augenbraue in die Höhe.
Speaker 0: Na ja, ich dachte, ich sollte der Schule nicht allzu lange fernbleiben, gab Jean zu bedenken.
Speaker 0: Vielleicht ist schon aufgefallen, dass ich nirgendwo zu finden bin.
Speaker 0: Immerhin müssten jetzt alle beim Mittagsmal sitzen und wegen des Sturms sind alle Leere alarmiert.
Speaker 0: Ich sollte besser gehen, bevor die Lage brenzlig wird.
Speaker 0: Ich nehme an, du bist über den Keller des Honigtopfes hierher gekommen, Jean nickte.
Speaker 0: Ich werde dich dorthin zurückbegleiten, dies rosmärter sie wissen.
Speaker 0: Aber warte noch ein Weichen, es passiert nicht alle Tage, dass sich älter Schwestern auf einen Drink treffen.
Speaker 0: Ich habe nämlich auch ein paar Fragen an dich, meine Liebe.
Speaker 0: Jean versuchte sich, ihre Nervosität nicht anmerken zu lassen.
Speaker 0: Gut, was möchtest du wissen?
Speaker 0: Wie du an deinen Älterstab gekommen bist, wäre ein Anfang, sagte Rosmerta langsam.
Speaker 0: Chris war ein wenig zögerlich, als ich ihn danach fragte.
Speaker 0: Er meinte, ich sollte mich damit an dich selbst wenden.
Speaker 0: Jean schluckte und knetete ihre Hände.
Speaker 0: Jetzt hieß es aufpassen und diplomatisch vorgehen.
Speaker 0: Ich bin erst Ende Oktober nach Hogwarts gekommen, begann sie nach kurzem überlegen.
Speaker 0: Von weiter her, mein Vater ist ein Muggle und Diplomat.
Speaker 0: Während der Reise ging mein Zauberstab verloren, und ich habe ihn bis heute nicht wiederbekommen.
Speaker 0: Es ist etwas, naja, unschön, und Professor Dumbledore hat mir geraten, nicht über die genauen Umstände zu reden.
Speaker 0: Sie blickte Rosmerte offen ins Gesicht.
Speaker 0: – Verzei mir, du warst so aufrichtig zu mir, und ich maure jetzt, aber ich habe meine Gründe, dass ich nicht darüber reden möchte.
Speaker 0: Es ist nichts, sie suchte nach dem richtigen Wort.
Speaker 0: Verwerfliches, und ich möchte dich bitten, auch nicht weiter bei Christopher nachzufragen.
Speaker 0: Vertrau mir einfach, dass es besser ist, wenn niemand davon weiß.
Speaker 0: Von älter Schwester zu älter Schwester, verstehst
Speaker 0: du?".
Speaker 0: Rosmerta schien in der Tat zu verstehen.
Speaker 0: »Verzei mir meine Neugierde.
Speaker 0: Du musst denken, dass mir als Bar-Dame daran gelegen ist, Gerüchte zu verbreiten, um dadurch mehr Kundschaft hierher zu locken.
Speaker 0: Aber ich persönlich halte nicht viel von Klatsch und Tratsch.
Speaker 0: Ich kann Dicht halten.
Speaker 0: Sie legte einen Finger auf ihren dunkelrot geschminkten Mund, Tatso, als würde sie ihn mit einem Schlüssel verschließen und den imaginären Schlüssel anschließend über ihre Schulter werfen.
Speaker 0: Ihre Pantomime brachte Jean zum Lächeln.
Speaker 0: Vielleicht noch etwas Unverfängliches zum Schluss, fügte die gut aussehende Hexe an.
Speaker 0: Dein Aktmalkurs, wo soll er stattfinden?
Speaker 0: Auf diese einfache Frage war Jean nicht vorbereitet gewesen.
Speaker 0: Sie zuckte mit den Schultern.
Speaker 0: Darüber habe ich schon nachgedacht, bin aber noch zu keinem Ergebnis gekommen.
Speaker 0: Das Schloss ist groß, aber nie ist man so ganz allein.
Speaker 0: Vor allem an Piefs, muss man denken.
Speaker 0: Tja, eine frivole Veranstaltung mit ein paar Dutzenschnathandern Schülerinnen und lässt sich schlecht geheim halten, kommentierte Rosmerta lächelnd.
Speaker 0: Ich hätte da vielleicht einen Tipp für dich.
Speaker 0: Jean war ganz ohr.
Speaker 0: Hast du schon mal vom Raum der Wünsche gehört?
Speaker 0: Ich schätze kaum, denn sonst hättest du sofort gewusst, wo du den Kurs abhalten könntest.
Speaker 0: Der Raum der Wünsche?
Speaker 0: Wiederholte Jean fast ehrfürchtig.
Speaker 0: Nein, noch nie davon gehört, was für ein Raum ist das und wo befindet er sich?
Speaker 0: Es gibt nicht viele Schüler, die den Raum der Wünsche kennen, berichtete ihr Rosmerta.
Speaker 0: Und doch ist er immer da.
Speaker 0: Dumbledore kennt ihn natürlich, aber an die große Glocke würde er das nicht hängen.
Speaker 0: Der Raum ist nämlich etwas Besonderes.
Speaker 0: Keine Ahnung, ob ich etwas Falsches tue, indem ich dir verrate, wie man ihn findet.
Speaker 0: Ob bitte erzähl mir mehr davon, drängte Jean-Bisby Gerich.
Speaker 0: Rosmerta singte ihre dunkle Stimme, sodass sie durch die fiedele Klänge und die Stimmen der übrigen Gäste für Jean nur noch mit Mühe zu verstehen war.
Speaker 0: Der Raum der Wünsche befindet sich im siebten Stock, vertraute sie Jean an.
Speaker 0: Also nicht allzu weit vom grüchender Turm entfernt.
Speaker 0: Auf der entgegengesetzten Seite des Schlosses, genau gegenüber von dem Wandbehang, der Barnabas den Bekloppen zeigt.
Speaker 0: Willst du seinen Eingang finden, so gehe dreimal direkt daran vorbei und stelle dir dabei vor, wie dringend du ihn brauchst und was er alles enthalten soll.
Speaker 0: Wenn du Glück hast, erscheint dann eine Tür, wo vorher keine war, und du kannst den Raum betreten.
Speaker 0: Sobald alle eingetroffen sind und die Tür sich wieder verschließt, kann sie von Unwissenden nicht mehr entdeckt werden.
Speaker 0: Das, stammelte Jean, das klingt absolut fantastisch, genau das, was ich brauche.
Speaker 0: Überschwänglich bedankte sie sich bei Rosmerta für deren Information.
Speaker 0: – Gerne geschehen, meinte Rosmerta grinsend.
Speaker 0: Dumbledore hat diese Info mal so ganz nebenbei fallen lassen, als ich nach dem Unterricht einmal allein mit ihm im Klassenzimmer war.
Speaker 0: Mal wieder hatten sich die Eltern einiger Schüler über mein verwerfliches Verhalten beschwert.
Speaker 0: Da muss ich ungefähr im vierten Schuljahr gewesen sein und verzweifelt auf der Suche nach einem sicheren Ort für meine kleinen Täter Tetz.
Speaker 0: Von da an wurde ich nie mehr überrascht, wenn ich es mal wieder mit jemandem trieb.
Speaker 0: Egal wie ausschweifend wir wurden.
Speaker 0: Allerdings wurde es mit der Zeit auch etwas langweilig, weil mich die Vorstellung, eventuell erwischt und an den Pranger gestellt werden zu können, irgendwie immer extra heiß gemacht hat.
Speaker 0: Aber, wenn du vor hast, laut zu sein, vollkommen sicher und absolut ungestört, kann ich dir diesen Ort wärmstens empfehlen.
Speaker 0: Rosmerta verließ den Tisch und ging zu Konstanze nieber, die anscheinend eine Frage hatte.
Speaker 0: Während ihrer Abwesenheit malte sich Jean den Raum der Wünsche schon in allen Farben aus.
Speaker 0: Was würde sie brauchen?
Speaker 0: Staffeleien natürlich, Leinwand und Malfarben, Ölfarben, Wasserfarben, ein Sammelsurium von Pinseln, Bund, Blei und Kohlestiften.
Speaker 0: Was sie aber am allerdringendsten brauchte, war noch immer ein geeignetes Modell.
Speaker 0: Ob der Raum der Wünsche ihr ein solches ebenfalls zur Verfügung stellen würde?
Speaker 0: Die selbe Frage stellte Cyrus Merta, nachdem diese zum Tisch zurückgekehrt war.
Speaker 0: Doch leider musste die ältere Hexe dies verneinen.
Speaker 0: «Du kannst dir leider keine anderen Menschen herbeipünschen», sagte sie bedauert.
Speaker 0: «Glaub mir, ich habe es versucht.
Speaker 0: Ich habe mir meinen Schwarm herbeigewünscht, den beliebtesten Jungen der Schule, der aufgrund meines schlechten Rufes nichts mit mir anfangen wollte.
Speaker 0: Oder einfach nur jemanden für wirklich guten Fun.
Speaker 0: Es funktioniert nicht.
Speaker 0: Schade, meinte Jean betrübt.
Speaker 0: Damit wäre mein Problem gelöst gewesen.
Speaker 0: Warum wechselt ihr euch nicht gegenseitig ab?
Speaker 0: Schluckrus mehr davor.
Speaker 0: Falls sich zu viele melden und du befürchtest, dass nicht alle dicht halten werden, wegen dem Raum der Wünsche kannst du auch verlangen, dass nur diejenigen teilnehmen dürfen, die sich auch als Aktmodell zur Verfügung stellen würden.
Speaker 0: Die Idee ist nicht schlecht, musste Jean ihr zugestehen.
Speaker 0: Ich würde aber lieber auf Nummer sicher gehen und die letzten Stunden im Gedächtnis der Teilnehmer löschen.
Speaker 0: Rosmerta schien ihre Zuversicht zu überraschen.
Speaker 0: Bist du dieser fortgeschriebenen Art der Magie denn schon fähig?
Speaker 0: Mein Zauberstab ist es, meinte Jean Frohgemuth und klopfte sich gut sichtbar auf den Hosenbund, in dem ihr Elderstab steckte.
Speaker 0: Vielleicht hast du recht und wir sollten uns beim Modellstehen abwechseln.
Speaker 0: Anfangs wollte ich den Gedanken nicht zulassen, aber je länger ich darüber nachdenke, desto weniger macht mir die Vorstellung aus.
Speaker 0: Phoebe hat Recht, ich sollte den Kurs leiten und mit gutem Beispiel vorangehen.
Speaker 0: Nach mir noch ein, zwei andere und dann ist der Nachmittag schon wieder rum.
Speaker 0: Das klingt nach einem Plan und einer sehr erfolgreichen Veranstaltung.
Speaker 0: Rosmetha hob ihr Weinglas und postete Jean zu.
Speaker 0: Hast du in den letzten Tagen eigentlich was von Christopher gehört?
Speaker 0: Wechselte Jean unvermittelt das Thema.
Speaker 0: Ich erwarte eine Eule von ihm, doch jetzt stehen alle Zeichen auf Sturm und ich mache mir ein wenig Sorgen.
Speaker 0: Ich habe nichts von ihm gehört, aber er war ja neulich erst hier.
Speaker 0: Rosmerta bendigt die ihr dickes Glänzen des Haar mit beiden Händen seinem Zopf.
Speaker 0: Er und ich müssen uns nicht oft sehen, um gute Freunde zu sein.
Speaker 0: Manchmal sehen wir uns über Monate nicht, wenn er mal wieder von der Bildfläche verschwindet und abtaucht in die weiten der Vergangenheit.
Speaker 0: Du weißt also, was er so treibt?
Speaker 0: Nicht in allen Einzelheiten, aber so einiges weiß ich.
Speaker 0: Jean fragte sich, ob Rosmerta und Christopher jemals etwas miteinander gehabt hatten.
Speaker 0: Eigentlich wollte sie die Vorstellung nicht zulassen, fragte Rosmerta jedoch trotzdem danach.
Speaker 0: Der Alkoholgehalt in ihrem Blut machte es möglich.
Speaker 0: Rosmerta winkte ab.
Speaker 0: Das ist lange her.
Speaker 0: Da waren wir beide viel jünger.
Speaker 0: Wir haben es immer unverbindlich gehalten.
Speaker 0: Mit ihm ging das.
Speaker 0: Mittlerweile ist aber alles rein platonisch.
Speaker 0: Wie gesagt, ich habe es nicht mehr nötig, mich durch die magische Welt zu schlafen.
Speaker 0: Ihre Antwort reichte Jean.
Speaker 0: Ich habe ihn an Silvester im Eberkopf zum ersten Mal getroffen, fühlte sie sich bemüßigt zu sagen.
Speaker 0: Im Barsageunterricht hatte ich ein paar Visionen, die Zukunft betreffend, und wollte mich deshalb mit ihm austauschen.
Speaker 0: So, so, kam es aufmerksam über Rosmertas geschürzte Lippen, haben deine Visionen eventuell etwas mit Lord Voldemort zu tun.
Speaker 0: Kapitel twohundertsechsunddreißig.
Speaker 0: Wo sind die Schokoforsche?
Speaker 0: Irritiert, startet Jean-Di Wirten an.
Speaker 0: Nein, nein, gar nicht!
Speaker 0: Wie kommst du darauf?
Speaker 0: Rosmerta veränderte ihre Sitzposition, ließ Jean aber nicht aus den Augen.
Speaker 0: Ist nicht weiter wichtig, meinte sie dann.
Speaker 0: Ich persönlich finde nur, dass es in der Zeit ist, dass diesem Mann Einhalt geboten wird.
Speaker 0: Ein paar zukünftige Visionen könnten da vielleicht helfen.
Speaker 0: So weit ist es mit uns also schon gekommen, dass wir uns Unterstützung von selbsternannten Sieern erhoffen, ist ja sogar nicht meins.
Speaker 0: dieses Theblätterlesen und der übrige Humbug, den sie uns damals auf der Schule versucht haben, einzutrichtern.
Speaker 0: Grimm, ich blickte sie Jean an.
Speaker 0: Wenn du mich fragst, so versuchen die Socialatane doch immer noch die Herrschaft über die magische Welt an sich zu reißen, habe ich auf meinen Reisen zu Genüge erlebt.
Speaker 0: Glaubst du wirklich, du hast etwas Fundiertes zu dem Thema beizutragen?
Speaker 0: Die plötzliche Aggression in Rosmetter Stimme verunsicherte Jean und sie lehnte sich kaum merklich in ihrem Stuhl zurück.
Speaker 0: Mir ging es genauso wie dir, bevor ich nach Hogwarts kam, beteuerte sie.
Speaker 0: Und ich kann auch weder in Teblättern Lesen noch Träume deuten, oder gar den Lauf der Gestürne am Himmel.
Speaker 0: Das, was ich Visionenenne, bezieht sich ausschließlich auf das, was ich in Kristallkugeln gesehen habe.
Speaker 0: Es kam auch für mich völlig überraschend, vielleicht, du brauchst dich nicht zu recht, fertigen Jean, unter Brachos Mertersie, nun wieder mit sanfterer Stimme.
Speaker 0: Ich glaube dem, was du sagst, und es gibt vielseitige Deutungen, eine Kristallkugel ist schließlich keine Kinoforführung nicht wahr.
Speaker 0: Ich rechtfertige mich nicht, sagte Jean in bestimmtem Ton.
Speaker 0: Ich weiß, was ich gesehen habe, obwohl ich nicht alles deuten kann.
Speaker 0: Außerdem werde ich das Gefühl nicht los, dass mein Zauberstab etwas mit dem, was ich sehe, zu tun hat.
Speaker 0: Bevor ich nach Hogwarts kam, war ich eine komplette Nullinbar sagen.
Speaker 0: Und neulich wollte sogar Mopsos Murphy meinen Rat, pff, der, Rosmetta zog eine grimmasse und winkte ab.
Speaker 0: Ich halte nichts von ihm, trägt deinen großen Namen, aber wenn du mich fragst, sie schwieg viel, sagt.
Speaker 0: Wer hat das Fach denn unterrichtet, als du in Hogwarts warst?
Speaker 0: Jean wischte mit dem Ärmel ihres Pullovers über den Tisch, wo ihr Bierkrug einen feuchten Fleck in Form eines Halbmondes hinterlassen hatte.
Speaker 0: Rosmerta säufzte.
Speaker 0: Frag mich nicht sowas.
Speaker 0: Es war mehr als einer.
Speaker 0: Dumbledore, so hatte ich es zumindest gehört, überlegt schon seit längerem, das Fach ganz vorm Leerplan zu streichen.
Speaker 0: Man kann keinem das zweite Gesicht auf den Hinterkopf nähen, aber das Ministerium streibt sich.
Speaker 0: Jean blickte sie groß an.
Speaker 0: Was ich damit sagen will, erläutete Rosmerta, ist, dass man niemandem das Sehen beibringen kann.
Speaker 0: Es soll durchaus Leute geben, die Talente haben, aber das ist vielleicht ein Schüler unter tausend.
Speaker 0: Diejenigen sollte man durchaus fördern, keine Frage.
Speaker 0: Ich will ja gar nicht komplett ausschließen, dass es Hexen oder Zauberer gibt, die bestimmte Aspekte der Zukunft nicht voraussagen können.
Speaker 0: Aber es sind zu wenige, als das Unterricht in Barsagen an einer Schule Sinn ergeben würde, findest du nicht auch?
Speaker 0: Ihre Einwände verstand Gino als so gut, sie nickte.
Speaker 0: Da war diese junge Centaur mit diesem italienisch klingende Namen der ihm verbotenen Wald lebte.
Speaker 0: Hab jahrelang nichts mehr von dem gehört, den hätte ich gern als Lehrer gehabt.
Speaker 0: Er war anscheinend in Gespräch, aber ins Lehrerkollegium hatte er es nie geschafft.
Speaker 0: Stattdessen gestalten wir dieser Murphy.
Speaker 0: Lange ist er auch noch nicht da, sie verdrehte die Augen.
Speaker 0: Und lange würde es sich auch nicht mehr halten, das ist meine Proverzeihung.
Speaker 0: Prost.
Speaker 0: Sie hob ihr Glas und Jean musste lächeln.
Speaker 0: Was ist mit dir?
Speaker 0: fragte die junge Hexe zurück.
Speaker 0: Bist du durch deinen Zauberstab, der nicht empfänglicher für bestimmte Dinge?
Speaker 0: Rosmerta schien in sich zu gehen und eine Weile aufmerksam nachzudenken, wobei sich ihr Blick auf die Glut im Kamin richtete.
Speaker 0: Dann schüttelte sie jedoch den Kopf.
Speaker 0: Ich habe mir als junge Hexe nichts mehr gewünscht, als das zweite Gesicht zu haben, meinte sie schließlich, wobei Jean eine gewisse Sehnsucht in ihrer Stimme deutlich heraushören konnte.
Speaker 0: Aber dafür bin ich wohl zu wenig feinfühlig, trotz all meiner Menschenkenntnis und der Erfahrungen, die ich im Laufe meines Lebens gemacht habe.
Speaker 0: Wieder schwieg sie eine Weile.
Speaker 0: Außerdem war ich zu sehr damit beschäftigt, meine Vergangenheit abzuschütteln, besonders die Erinnerung an meinen Vater, als mich auf zukünftiges zu konzentrieren.
Speaker 0: Eine Zeit lang habe ich mich einfach treiben lassen.
Speaker 0: Es ist schwer, kindliche Prägungen abzulegen.
Speaker 0: Sie bestimmen ein Leben lang über dich, wenn du sie nicht irgendwann hinterfragst.
Speaker 0: Selbst vergessen betasteten Rosmetas Fingergruppen den Stil ihres Weinglasses.
Speaker 0: Nimmt zum Beispiel Tom Reddle.
Speaker 0: Er verhält sich noch immer wie ein Bütender Junge, der als Kind zu kurz gekommen ist.
Speaker 0: Es ist ja auch wahr.
Speaker 0: Ein Teil seiner Kindheit hat er in einem Weisenhaus zugebracht.
Speaker 0: Das Schwierige an der Sache ist, dass er jetzt kein Kind mehr ist, was ihnen so gefährlich für uns alle macht.
Speaker 0: Ich wünschte, jemand könnte ihn begreiflich machen, das er mit dem, was er tut, noch immer bloß versucht alte Wunden zu heilen.
Speaker 0: Er hat was von meinem Vater, führt sich auf wie Nazis, der sich an seinem eigenen Spiegelbild ergötzt.
Speaker 0: Sagt ihr der Name etwas?
Speaker 0: Rusmeter hob den Kopf und sah Jean wieder an.
Speaker 0: Er stammt aus der griechischen Mythologie.
Speaker 0: Jean nickte.
Speaker 0: Der wunderschöne Jüngling, dazu verurteilt sich, in sein eigenes Spiegelbild zu verlieben, war er ein Begriff.
Speaker 0: Schon gruselig, wie er sein Äußeres verändert hat, fuhr Rusmeter fort.
Speaker 0: Diese platte Nase, die schlitzartigen Augen.
Speaker 0: Mit Schlangen verbindet er Macht und Schleue.
Speaker 0: Deshalb strebt er danach, diesen Tieren maximal ähnlich zu werden.
Speaker 0: Den Bezug zur Realität hat der große Laut Voldemort schon lange verloren.
Speaker 0: Und dieser Realitätsverlust ist es, der ihn so unberechenbar macht.
Speaker 0: Jean, die so gut wie nichts über Voldemorts familiären Hintergrund wusste, tat gut daran, dies nicht zu erwähnen.
Speaker 0: In den neunziger Jahren hatte die Gemeinschaft der Hexen und Zauberer verinnerlicht, dass weder sein Name noch Details über seine Vergangenheit genannt werden durften, wollte man sich keinen Ärger einhandeln.
Speaker 0: Wenn Rosmerte erfuhre, wie wenig sie über den bösen Zauberer wirklich wusste, würde sie sich garantiert fragen, warum dem so war.
Speaker 0: Und diese Unkenntnis ließ sich nicht mehr mit einem langen Auslandsaufenthalt oder einem muckelstämmigen Diplomatenvater erklären.
Speaker 0: So versuchte Jean noch eine Zeit lang möglichst viel über das abtrünnige, einstige Mitglied der Zauberer-Gemeinschaft herauszufinden, ohne das Aufheil wie unwissend sie eigentlich war.
Speaker 0: Als es auf den Nachmittag zuging, draußen wurde es tatsächlich schon wieder dunkel, mahnte dann selbst Rosmerta zum Aufbruch.
Speaker 0: Was wird aus dem Kölzchen, fragte Jean, betrübt, als sie sich ein wenig schwankend erhob, um zur Toilette zu gehen.
Speaker 0: Ich finde es für dich heraus, entgegnete Rosmerta über ihre Schulter hinweg und gesellte sich zu satten und vorlie an den Tisch.
Speaker 0: Geh du erst mal in Ruhe für kleine Hexen.
Speaker 0: Und so musste Jean bei ihrer Rückkehr erstaunt feststellen, dass sie offenbar Teil des Plans geworden war, den das Trio für den immer noch so geschwächt erscheinenden Vogel geschmiedet hatten.
Speaker 0: Wir sind der Meinung, dass die Eule in Hogwarts am besten aufgehoben ist, meinte der Mann mit dem rötlichen Backenbad und sah Jean ernst an.
Speaker 0: Wenn es dir möglich ist, sie zu Hagrid zu bringen, auf das er sie gesund pflegt, ist ihr am besten geholfen.
Speaker 0: Mit dem rechten Flügel stimmt etwas nicht.
Speaker 0: Eventuell ist er gebrochen.
Speaker 0: Er könnte aber auch bloß verrenkt sein.
Speaker 0: Von uns hat niemand die Zeit, sich zu kümmern.
Speaker 0: Und die Eulerei im Postamt ist verriegelt und verrammelt.
Speaker 0: Hagrid wird sich sicher gern um die kleine kümmern, rief Jean beklückt aus.
Speaker 0: Er hält sich für die Dauer des Sturms nämlich nicht in seiner Hütte, sondern wie alle anderen im Schloss auf.
Speaker 0: Ich werde ihn direkt nach meiner Rückkehr aufsuchen und um Hilfe bitten.
Speaker 0: Was denn jetzt mit der Nachricht wäre, die noch immer zusammengerollt am Beinchen des Kautses hing, wollte Jean wissen.
Speaker 0: Doch dann trafen neue Gäste über das Hinterzimmer ein, begrüßen die beiden Zauberer mit großem Hallo und Jeans gerade gestellte Frage ging in lautem Stimmengewürr unter.
Speaker 0: Niemand fragte, wie sie zurück zur Schule kommen würde, aber vielleicht war der Geheimgang über den Honig-Topf-Jahr all denen, die je im Schloss zur Schule gegangen waren, ein Begriff.
Speaker 0: So viel zu dem Wort Geheimgang, dachte Jean-Voller-Eronie.
Speaker 0: Sie kuschelte sich tief in Lillys grünen Anorak hinein und drückte das Eulchen, das von Zatten ein wenig Wasser bekommen hatte, in ihrem zerfetzten Umhang vorsichtig an sich.
Speaker 0: Abgesehen davon hatte es aber nichts zu sich nehmen wollen, was es umso dringlicher machte, dass Hagrid sich seine annahm.
Speaker 0: Wie versprochen, geleitete Rosmerta sie durch den Sturm, der diesmal hauptsächlich von hinten kam, zurück zum Süßigkeitenladen.
Speaker 0: Der fegen Hexe gelang es mit Hilfe ihres mächtigen Zauberstabes, einen unsichtbaren Windschutz zu produzieren, der ihnen den Weg erleichterte.
Speaker 0: Sie trennten sich in der engen Gasse hinter dem Laden, nachdem Rosmerta die Hintertür für Jean geöffnet hatte.
Speaker 0: Beide umarmten sich kurz und herzlich, Rosmerta erinnerte Jean noch einmal daran, dass sie mit allem, was sie bewegte, stets zu ihr kommen konnte, dann riss der Sturm ihr die Tür aus der Hand, sodass sie vor Jean's Nase zuschlug.
Speaker 0: Eine letzte Böhe fuhr an ihr vorbei in den Laden hinein, und brachte irgendwo unter ihr im Keller eine Tür zum Knarren, dann fand sich Jean allein im dämrigen Honigtopf wieder.
Speaker 0: Lumos besperrte sie unbehaglich und drückte das Bündel mit dem Käuzchen fester an ihre Brust.
Speaker 0: Sie musste vorsichtig sein, das Tierchen bestand nur aus Federn und Knochen.
Speaker 0: Hab keine Angst, wir gehen jetzt.
Speaker 0: Jean war nicht ganz klar, zu wem sie da sprach, zu dem Vogel oder zu sich selbst.
Speaker 0: Das Geschäft war noch dunkler als zu dem Zeitpunkt, da sie es vor wenigen Stunden verlassen hatte, Es war gruselig hier, darüber konnte auch der süßliche Geruch nach Naschereien nicht hinwegtrösten.
Speaker 0: Sie musste so schnell wie möglich zurück ins Schloss, nicht nur damit ihr verschwinden keine allzu hohen Wellen schlug, dass ihr Fehl mittlerweile noch nicht bemerkt worden war, darüber machte sie sich keinerlei Illusionen, sondern vor allem wegen des verletzten Kreuzchens.
Speaker 0: Es musste so schnell wie möglich von jemandem begutachtet werden, der einem Tierheiler am nächsten kam, in diesem Falle tatsächlich Hagrid.
Speaker 0: Er fleißen so und durchquerte Jean den Verkaufsraum, darauf bedacht, nirgendwo anzuecken, vor allem nicht mit dem lebenden Bündel im Arm und gelangte so zur Treppe.
Speaker 0: Gerade hatte sie einen Fuß auf die oberste Stufe gesetzt, als aus den Tiefen des Kellers ein Geräusch herauftragen.
Speaker 0: Ein kaum wahrnehmbares Kratzen.
Speaker 0: Und diesmal hielt Jean mitten in der Bewegung inne.
Speaker 0: Das Knarren von gerade eben hatte sie der Windbüll zugeschrieben, die Durchzug im Laden verursacht hatte.
Speaker 0: Doch jetzt verharrte Jean bewegungslos und mit hemmerndem Herzen oben an der Treppe und wagte kaum zu Atmen, während sie angestrengt lauschte.
Speaker 0: Schuhu!
Speaker 0: Erklang es aus ihrer Armbäuge.
Speaker 0: Nicht jetzt verdammt!
Speaker 0: Ein diesmal unüberhörbares Knarzen ertönte und es kam definitiv aus dem Keller.
Speaker 0: Die Falttür schoss es Jean durch den Kopf.
Speaker 0: Jemand war gerade durch die Falttür gestiegen, nachdem er oder sie sich im Lagerraum aufgehalten hatte.
Speaker 0: Oder war es womöglich umgekehrt, und jemand war gekommen?
Speaker 0: Die Erkenntnis durchzuckte sie heiß wie ein Blitz, in dem Falle stand sie hier auf der Treppe sehr ungünstig.
Speaker 0: Mit zitternden Knien machte Jean kehrt und ging so leise, sie konnte hinter einen Ständer, der mit essbaren Zauberstäben bestückt war, in Deckung.
Speaker 0: Minutenlang hockte sie mit eingezogenem Kopf dar, ihr wurde kälter und kälter, doch unten blieb es tot und still.
Speaker 0: Alles sprach dafür, dass wer immer auch dort unten gewesen war, sich durch den Geheimgang in Richtung Schule davon gemacht hatte.
Speaker 0: Jean atmete dreimal tief durch, kam dann mutig aus ihrer Deckung hervor und tapte erneut, diesmal auf zehn Spitzen die Treppe herunter.
Speaker 0: Die Zwischentür, an deren Ende, war bloß angelehnt und wie erwartet, fand Jean den Lagerraum darunter menschenlehr vor.
Speaker 0: Der selbe intensive Duft nach Zitronenbrause-Borbons umfing sie, und merkwürdigerweise ebenfalls ein schwächerer nach Räucherwerk, den sie bereits bei ihrer Ankunft unter der Falltür wahrgenommen hatte.
Speaker 0: Beide Geröche passen sogar nicht zueinander von Jean.
Speaker 0: Die Hölzer in Stiege knarte vernehmlich, als sie die letzten Stufen hinunter stieg und den aus festgetretenem, lehm bestehenden Kellerboden betrat.
Speaker 0: Sie ließ das Licht aus ihrem Zauberstab mehrmals durch den ganzen Raum gleiten, etwas, was sie am Vormittag nicht getan hatte, zumindest nicht so akribisch.
Speaker 0: Agwönnisch betrachtete sie die gestapelten Kisten.
Speaker 0: Standen sie anders als noch vor wenigen Stunden?
Speaker 0: Wo war die Geöffnete mit den Schokofrischen?
Speaker 0: Sie hatte kurz vor der Treppe gestanden, meinte Jean sich zu erinnern, nahe am Geländer.
Speaker 0: Doch alle Kisten, die dort lagerten, waren geschlossen.
Speaker 0: Auf Jean's unterahmen bildete sich eine Gänsehaut.
Speaker 0: Am liebsten wäre sie augenblicklich durch die Falthür gestiegen und gerannt, gerannt, gerannt, um diesen im Finsternis zu unheimlich wirkenden Ort so schnell wie möglich hinter sich zu lassen.
Speaker 0: Doch das ging nicht.
Speaker 0: Denn irgendwo vor ihr in der Weite des Geheimgangs war jemand.
Speaker 0: Jemand, von dem sie annahm, dass er genauso wenig entdeckt werden wollte wie sie selbst.
Speaker 0: Nox.
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Speaker 0: Ich danke dir herzlich und bis zur nächsten Geschichte.
Speaker 0: Deine Jana.
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