DRARRY Romance - Tagebuch 2/2 - Harry Potter & Draco Malfoy FanFiction Hörbuch
Über diese Folge
FanFiction HörbuchDraco verliert ein wichtiges Pergament und macht sich Sorgen, wer es gefunden haben könnte. Harry bringt dieses Pergament zum Nachdenken und schon bald will er nichts lieber, als immerzu in den stürmischen Himmel Schottlands zu schauen.
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Speaker 0: Ich freue mich, dass du wieder zu einem neuen Kapitel eingeschaltet hast.
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Speaker 0: Ich freue mich über eine positive Bewertung von dir und wünsche dir nun ganz viel Spaß mit der neuen Folge.
Speaker 0: Blumos.
Speaker 0: Hey ihr Lieben, weiter geht es mit Tagebuch Teil zwei von Minna Everhard.
Speaker 0: Vergess nicht den heutigen Emoji of the Day, nämlich die Zitrone, unten in die Kommentare zu posten.
Speaker 0: und dann ganz viel Spaß beim Weiterhören.
Speaker 0: Zuvor aber noch eine kleine Ankündigung, ich habe es bis jetzt noch gar nicht erzählt, aber natürlich gibt es dieses Jahr wieder einen Adventskalender.
Speaker 0: Das heißt für alle die noch frisch dabei sind, dass ich jeden Tag im Dezember eine Geschichte posten werde Und natürlich gibt es auch wieder einen Gewinnspiel.
Speaker 0: Das heißt, schaut unbedingt bei allen Geschichten vorbei und hinterlasst dann immer den dazugehörigen Emoji und dann werde ich unter allen, die alle Videos kommentiert haben, etwas Tolles verlosen.
Speaker 0: Ich wünsche euch schon mal ganz viel Spaß beim Adventskalender und natürlich auch bei der heutigen Geschichte und vor allem habt eine wunderschöne und besinnliche Adventszeit.
Speaker 0: Seit vier Tagen hatte ich das Pergament nun ständig bei mir getragen.
Speaker 0: Es war ein Heiligtum für mich geworden, denn es ließ mich Draco mal voll mit anderen Augen sehen.
Speaker 0: Durch die Worte, die dort zu Papier gebracht worden waren und sicher nicht für meine Augen bestimmt waren, hatte ich gelernt, dass die Welt nicht nur gut und böse beherbergt, nicht nur schwarz und weiß, Sonne und Mond, Licht und Dunkelheit.
Speaker 0: Sie ging von schwarz über grau nur langsam zu weiß über.
Speaker 0: Das stammte mich nachdenklich.
Speaker 0: Beim Essen schaute ich häufig zu Drako rüber und, ja, ich nannte ihnen Gedanken nicht mal Malphoi.
Speaker 0: Er war einfach so langsam und heimlich zu Drako geworden.
Speaker 0: Es hatte sich irgendwann falsch angefühlt, ihn weiterhin Malphoi zu nennen, wenn er auch nur in meinem Kopf.
Speaker 0: War das nicht lächerlich?
Speaker 0: Wenn er hinunter auf seine Mahlzeiten schaute, schaute ich ihn oft an.
Speaker 0: Ich hatte es noch nie zuvor gesehen und fragte mich, wieso, wenn es doch so offensichtlich war.
Speaker 0: Er war niedergeschlagen.
Speaker 0: Er war nicht der emotionsloser Eisprinz aus Slytherin, wie ihn viele nannten.
Speaker 0: Er war ein ganz normaler Mensch.
Speaker 0: Es wunderte mich, wieso es niemandem auffiel, denn er machte sich nicht die Mühe, seine traurigen Augen zu verstecken.
Speaker 0: Selbst auf die Entfernung konnte ich sehen, welche riesige Menge an Trauer, Frust und Angst in diesen grauen Stürmen umherwirbelte.
Speaker 0: Ein paar Mal war ich Draco in den Fluren begegnet, doch er hatte mich nicht noch einmal angesprochen oder beleidigt, geschweige denn das nicht vorhandene Gespräch auf meine Eltern gelenkt.
Speaker 0: Es hatte mich überrascht, denn normalerweise ließ er keine Gelegenheit verziehen, mich zu verletzen.
Speaker 0: Einmal dachte ich, ich hätte ein leichtes Lächeln auf Dracos Gesicht in meine Richtung gesehen, doch als ich noch einmal genau hingeschaut hatte, merkte ich, dass ich mich wohl versehen haben musste.
Speaker 0: Heute war ich mal wieder zu spät zum Mittagessen, und so rannte ich die Flure entlang zu großen Halle.
Speaker 0: Ich kam gerade von Hagrid, da ich ihn seit den letzten Ferien noch nicht besucht hatte und er langsam aber sicher doch etwas angefressen war.
Speaker 0: Die Ferien waren schließlich bereits zwei Monate her.
Speaker 0: So waren Ron und Hermine schon mal vorgegangen in die große Halle, denn wie immer hat Ron einen für seinen Körper unverhältnismäßig großen Appetit.
Speaker 0: Jetzt flitste ich gerade um eine Ecke und blieb schlitternd nur ein paar Zentimeter vor Dragon mal verstehen.
Speaker 0: Dieser schaute nicht weniger erstaunt rein, als ich mich fühlte.
Speaker 0: Schließlich war ich praktisch einfach so vor ihm aufgetaucht.
Speaker 0: Ich machte den Fehler in seine Sturmgrauen iriden zu sehen und verlor mich sofort in der unendlichen Weite.
Speaker 0: Mir fiel keine Farbe ein, die so viele helle und dunklen Nuosen haben konnte und dadurch so lebendig wirkte.
Speaker 0: Dies verdeutlichte mir nur einmal mehr, dass die Welt sogar bunt wäre, wenn sie nur in schwarz-weiß bestehen würde.
Speaker 0: Erneut registrierte ich am Rande Dracos unbeschreiblichen Duft nach Zitronen und mein Gehirn setzte für einen Moment vollständig aus.
Speaker 0: Erst als er sich ohne ein Wort zu sagen weggedreht hatte und an mir vorbeigegangen war, schaltete es sich wieder ein.
Speaker 0: und, dass er mich so vollkommen ignorierte, versetzte meinem Herzen einen kleinen Stich.
Speaker 0: Warum, bitte, wollte ich, dass Draco mich beachtete, wo er doch immer nur unfreundlich zu mir gewesen war, wenn er es getan hatte?
Speaker 0: Ich wollte mir einreden, dass ich es selbst nicht verstand.
Speaker 0: Doch leider verstand ich es viel zu gut.
Speaker 0: Als ich am gestrigen Abend im Bett lag, konnte ich lange nicht einschlafen und hatte mir so meinen Tarn umhanggeschnappt und war ziellos durch Schloss gewandert.
Speaker 0: Als ich die Treppe erreichte, die zum Astronomieturm hinaufführte, fackelte ich nicht lange und stieg sie hoch.
Speaker 0: Oben angekommen war ich froh gewesen, dass sie nicht knatschte oder anderweitig Geräusche machte, denn ich hatte ein leises Schluchzen gehört.
Speaker 0: Ich wollte schon ganz ungeniert darauf zugehen, um die betroffene Person zu trösten, als ich einen hellblonden Haarschopf durch einige Säulen hindurch erkennen konnte und in meiner Bewegung erstarrte.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Es tat mir weh, dass ich ihn so sehen musste und ich hatte nicht ganz den Grund dafür verstanden, bis ich ihn nur einmal, nur ganz leise, meinen Namen schluchzen hörte.
Speaker 0: Und daraufhin beinahe rückwärts die Treppe hinuntergefallen wäre.
Speaker 0: In diesem Moment war es mir klar geworden.
Speaker 0: Ich, Harry Potter, liebte Draco Malfoy.
Speaker 0: Und zwar ganz ohne ersüchtlichen Grund ihn überhaupt zu mögen.
Speaker 0: Er hatte mich mein ganzes Leben lang nicht einmal freundlich behandelt oder angelächelt.
Speaker 0: Er hatte mich immer nur beleidigt und mir gezeigt, wie wenig ich in seinen Augen wert war.
Speaker 0: Und doch war es passiert.
Speaker 0: Obwohl mein Körper den starken Brang verspürte, zu ihm zu gehen, ihn in den Arm zu nehmen und zu küssen, traute ich mich nicht.
Speaker 0: So überließ ich ihm wieder seinen Tränen und rannte praktisch durch das Schloss zurück in den Griffender Turm.
Speaker 0: Hier, allein zurückgelassen, im Flur vor der großen Halle, verspürte ich plötzlich keinen Hunger mehr und fast einen Entschluss.
Speaker 0: Wenn ich noch länger von Draco ignoriert werden würde, würde ich ihn wahrscheinlich irgendwann einfach mitten auf dem Flur und in aller Öffentlichkeit abknutschen.
Speaker 0: Um das zu verhindern, beschloss ich, dass ich ihm sagen musste, was ich fühlte, und so machte ich auf dem Absatzkehrt und ging in den Schlafsaal.
Speaker 0: Dort angekommen schnappte ich mir Pargament und Feder und fing an zu schreiben.
Speaker 0: Draco.
Speaker 0: Ich weiß, du weißt gerade nicht, wer ich bin, aber ich kann dir sagen, ich bin derjenige, der deinen Tagebucheintrag gefunden hat.
Speaker 0: Keine Sorge, ich habe es niemandem erzählt und habe auch nicht vor, dies in naher Zukunft zu tun.
Speaker 0: Würdest du dich heute nach dem Abendessen mit mir auf dem Astronomie-Turm treffen?
Speaker 0: Ich würde ihn dir gerne zurückgeben und dir zusätzlich vielleicht noch ein kleines Geschenk machen.
Speaker 0: Ich würde mich freuen, wenn du da wärst.
Speaker 0: Ha!
Speaker 0: Ich hoffte, er würde nicht sofort darauf kommen, wer Ha war, Denn ich war mir sicher, wenn er es wüsste, würde er nicht kommen.
Speaker 0: Schnell rannte ich in die Eulerei, denn het will ich dieses Pargament zugeben, wäre zu auffällig.
Speaker 0: So beauftragte ich eine der Schuleulen damit, diesen Brief zu Drako zu bringen, und ging nun doch noch zum Mittagessen.
Speaker 0: Ich wollte seine Reaktion sehen.
Speaker 0: Unten angekommen, schaute ich direkt zu Drako, als ich durch die große Flügeltür lief, doch es schien, als wäre die Eule noch nicht da gewesen.
Speaker 0: Er saß normal an seinem Tisch und schub sich zwischendurch eine Kürbispastete in den Mund.
Speaker 0: Wie immer sah ich sofort die Trauer in seinen Augen und musste mich kampfhaft dazu bringen, meinen Blick von ihm abzuwenden und auf meinen Platz bei Ron und Hermine zuzugehen.
Speaker 0: Die beiden fingen sofort an auf mich einzureden, doch ich nahm nichts wahr und schaute zum Fenster der großen Halle, durch das in eben jene Moment die dunkelbraune Eule geflogen kam, der ich das Perkament gegeben hatte.
Speaker 0: Sie landete elegant vor dem verwirrten Drago, der wohl nicht damit gerechnet hatte, Post zu bekommen und schaute ihn an.
Speaker 0: Er schaute zurück und für einige Sekunden sah es aus, als wolle er sie einfach für den Rest des Tages anstarren, bis Blaze ihn von der Seite anstieß, auf das eingerollte Pergament zeigte und etwas sagte.
Speaker 0: Drago legte seine Gabel weg und nahm dem großen Vogel das Pergament ab.
Speaker 0: Er rollte es auf und ich war mir sicher, er konnte nicht weitergekommen sein, als bis zum ersten Satz, als er aufstand und hastig aus der Halle ging.
Speaker 0: Das Pergament in der Hand und Blaze auf den Fersen.
Speaker 0: Bis zum Abendessen verbrachte ich meine Zeit damit so zu tun, als wäre alles okay.
Speaker 0: Und Hermine davon abzubringen, mich dazu zu zwingen, jetzt meinen Aufsatz für Kräuterkunde zu schreiben.
Speaker 0: Dafür reichte meine Konzentration heute nicht mehr.
Speaker 0: Ich saß wie jeden Tag beim Mittagessen, dachte zum Gefühl tausendsten Mal an meinen verlorenen Tagebucheintrag und unterhit mich nebenbei mit Blaze.
Speaker 0: Gerade als ich mir eine Kürbispastete in den Mund schieben wollte, Landete eine wunderschöne dunkelbraune Eule vor mir auf dem Tisch.
Speaker 0: Beinahe hätte ich die Pastete wieder ausgespuckt, doch ich konnte gerade noch an mich halten.
Speaker 0: Sie hielt mir ihr rechtes Füßchen hin und ich legte meine Gabel zur Seite, um mir das eingerollte Pergament abzunehmen.
Speaker 0: Kurz streichete ich der Eule über den Kopf, dann entrollte ich das Pergament und meine Augen wurden groß.
Speaker 0: Ich wollte schon nach dem ersten Satz lieber meine Privatsphäre um weiterzulesen, und so packte ich Blaze am Ärmel und zog ihn hinter mir her aus der Halle.
Speaker 0: In unserem Schlafsaal setzte ich mich auf Blazebett, da es schlicht und ergreifend am nächsten zu Tür stand und las den Brief durch.
Speaker 0: Draco, sag mal, was soll das?
Speaker 0: Jetzt erklär mir mal, warum ich für so einem blöden Brief mein schönes Essen stehen lassen musste, wollte Blaze wissen.
Speaker 0: Doch er klang nicht wütend, er amüsiert.
Speaker 0: Trotzdem ignorierte ich ihn und las den Brief noch einmal durch, bis ich mir sicherbar ihn richtig verstanden zu haben.
Speaker 0: Hinter mir hörte ich ein erstauntes Einatmen und erst jetzt merkte ich, dass Blaze mir über die Schulter schaute und mitgelesen hatte.
Speaker 0: Das ist ja klasse!
Speaker 0: Drago kannst du dir vorstellen, wer das geschrieben hat?
Speaker 0: fragte mein bester Freund aufgeregt, doch ich wusste es nicht.
Speaker 0: Natürlich hatte mein verräterisches Herz sofort an Harry gedacht, als ich das Haar gesehen hatte, doch das passte nicht.
Speaker 0: Er hatte mich noch nie Drago genannt und hätte nicht den geringsten Grund, so nett zu mir zu sein.
Speaker 0: Mir fiet zwar niemand anderes ein, der mit Haar anfing, außer die Granger, aber ich war mir sicher, hätte sie meinen Eintrag gefunden, hätte sie es sofort Harry und dem Wiesel gesagt.
Speaker 0: So blieb mir nichts anderes, als mich überraschen zu lassen.
Speaker 0: Blaze stieß mich von der Seite an und ich merkte, dass ich wohl Gedanken verloren auf das Pergament gestarrt hatte.
Speaker 0: Als Antwort auf seine Frage schüttelte ich den Kopf und erwiderte, nee, Blaze, ich habe keine Ahnung.
Speaker 0: Es wird zwar peinlich, aber ich glaube, ich musste heute Abend hin.
Speaker 0: Was glaubst du, könnte mir derjenige schenken?
Speaker 0: Du, ich hab keinen Plan.
Speaker 0: Vielleicht ein Tagebuch mit Zahlenschloss oder so?
Speaker 0: Scherzte er und fügte dann hinzu.
Speaker 0: Aber mal ernsthaft, warum sollte das peinlich sein?
Speaker 0: Die Person weiß doch schon, dass du auf unseren kleinen Helden stehst.
Speaker 0: Wo ist also das Problem?
Speaker 0: Er oder sie hat es niemandem gesagt.
Speaker 0: Also wird das jetzt auch nicht schlimmer werden.
Speaker 0: Vielleicht kannst du dich ja mit der Person anfreunden.
Speaker 0: Aber ich war nicht Freundchen.
Speaker 0: Wenn du mich abschreibst, verfluch ich dich.
Speaker 0: Ich lachte.
Speaker 0: Blaze war wirklich der Beste.
Speaker 0: Ich wusste, er würde mich niemals verfluchen, und dort rote er immer wieder damit, wenn er in Aussicht stellte, mich zu verlieren.
Speaker 0: Ich selbst verstand nicht, wie man so sehr an mir hängen konnte, aber ich war froh, darüber, dass Blaze es tat.
Speaker 0: Den Nachmittag verbrachten Blaze und ich zusammen mit Pansy und Millicent am Schwarzen See, ließen Steine über das Wasser springen und warteten darauf, dass der Krake sie von der Oberfläche stahl.
Speaker 0: Beim Abendessen bekam ich so gut wie nicht drunter, denn ich machte mir Sorgen.
Speaker 0: Was, wenn der oder die Person mich erpressen wollte?
Speaker 0: Was würde ich tun müssen, damit mein Geheimnis nicht an die Öffentlichkeit gerät?
Speaker 0: Ich wusste es nicht, denn mir viel beim besten Willen überhaupt nichts mehr ein.
Speaker 0: Nachdem ich erfolglos versuchte, etwas zu essen, stand ich schließlich auf und ging schon mal in Richtung des Astronomieturms.
Speaker 0: Blaze rief mir noch ein, viel Glück nach, und dann war ich auf mich allein gestellt.
Speaker 0: An der Treppe angekommen, atmete ich noch einmal tief durch und sprach mir selbst Mut zu.
Speaker 0: bevor ich die Stufen hinaufstieg und mich oben angekommen ans Geländer lehnte, um die Weiten der Landschaft zu begutachten.
Speaker 0: Sie beruhigten mich, denn wie immer sah ich Harrys maraktgrüne Augen darin.
Speaker 0: Ich wartete und wartete, doch es kam niemand.
Speaker 0: Langsam dachte ich, es wäre nur eine Verarsche gewesen, als ich leise Schritte auf den Stufen hörte, mich aber nicht umbrehte.
Speaker 0: Wenn derjenige mich hätte verfluchen wollen, hätte er es schon tun können.
Speaker 0: Also wartete ich darauf, dass die Person anfing zu reden.
Speaker 0: Als ich sah, wie Draco aufstand und aus der Halle ging, wollte ich ebenfalls aufstehen.
Speaker 0: Doch Neville hielt mich fest und zog mich zurück auf die Bank.
Speaker 0: Sag mal, Harry, kannst du mir vielleicht ein paar Tipps geben?
Speaker 0: Ich komme einfach immer noch nicht mit dem Besen klar.
Speaker 0: Wie kriege ich die dazu, dahin zu fliegen, wo ich hin will?
Speaker 0: Letztes Mal wäre ich beinahe im Schwarzen See gelandet.
Speaker 0: Weißt du, wie gefährlich das gewesen wäre?
Speaker 0: Ich bin froh, dass der Besen sich im letzten Moment überlegt hat, mich doch noch ein wenig am Leben zu lassen.
Speaker 0: Ich säufz da auf.
Speaker 0: Von allen Tagen, die er hätte fragen können, fragte er ausgerechnet heute.
Speaker 0: Hey, Neville, was hältst du davon, wenn wir uns in ein paar Tagen einfach mal draußen treffen und dann zeige ich dir, wie das geht?
Speaker 0: Okay, ich hab gerade echt gar keine Zeit, ja?
Speaker 0: Ich muss los, ciao!
Speaker 0: entgegnete ich und probierte erneut aufzustehen.
Speaker 0: Dieses Mal erklappte es tatsächlich.
Speaker 0: Dafür wurde ich kurz darauf von Colin Creavy angeschubst, der wissen wollte, ob er mich mal interviewen dürfte, da er später unbedingt beim Tagespropheten arbeiten wollte und jetzt schon mal üben wollte, wie es sich anfühlte, mit berühmten Menschen umgehen zu müssen.
Speaker 0: Ich wimmelte ihn ab und versprach ihm ein exklusives Interview nach den Weihnachtsferien.
Speaker 0: Gerade als ich dachte, jetzt endlich frei durch die Flure zum Astronomietum gehen zu können, begegnete ich Snape auf einem der Flure.
Speaker 0: Potter, donnerte er auch sofort los, und schnell überlegte ich, was ich falsch gemacht haben konnte, aber mir viel beim besten will nichts ein.
Speaker 0: Wie sich herausstellte, wollte er mich erstaunlicherweise auch gar nicht beschuldigen, sondern nur eine Nachricht von Dumbledore überbringen.
Speaker 0: Dumbledore ist auf Reisen.
Speaker 0: Er wünscht ihnen angenehme Weihnachten, wie es aussieht, ist er länger weg.
Speaker 0: Mit diesen Worten drehte er sich um und ließ mich im Flur stehen.
Speaker 0: Ich schaute auf meine Armband, Uhr und erschrak, Draco war bereits vor einer Viertelstunde aus der großen Halle gegangen und ich war immer noch nicht beim Astronomieturm.
Speaker 0: Schnell sprintete ich quer durch die gesamte Schule und zum Turm.
Speaker 0: Vor den Treppenstufen angekommen blieb ich außer Atem stehen und versuchte, meinem Puls wieder in den Normalbereich zu bringen.
Speaker 0: Als ich mir sicher war, dass ich keine roten Flecken auf dem Gesicht hatte oder völlig atemlos Draco gegenüberstehen würde, ging ich die Stufen Schritt für Schritt hoch und sah ihn dort am Geländer stehen.
Speaker 0: Ich wusste nicht, wann ich das letzte Mal so aufgeregt war oder ob ich es überhaupt schon einmal gewesen war, aber ich hatte das Gefühl, mein Körper würde das nicht lange mitmachen.
Speaker 0: So entschied ich mich gleich anzufangen.
Speaker 0: Ich ging langsam auf ihn zu, doch er drehte sich nicht zu mir um.
Speaker 0: Ich war mir sicher, dass er mich gehört hatte, also holte ich seinen Parlament aus der Hosentasche und fing einfach an, es fortzulesen.
Speaker 0: Lebes Tagebuch.
Speaker 0: Ich habe ein riesiges Problem.
Speaker 0: Schon seit dem ersten Schuljahr.
Speaker 0: Doch erst jetzt konnte ich es mir wirklich eingestehen.
Speaker 0: Ich, Dragon Malfoy, bin in Harry Potter verliebt.
Speaker 0: Verdammt, wie konnte das überhaupt passieren?
Speaker 0: Seit er damals in der ersten Klasse meine Freundschaft abgelehnt hat, konnte mein Verstand ihn nicht mehr loslassen.
Speaker 0: In den Pausen habe ich ihn beobachtet, und als er dann bei seinem ersten Quiddit-Spiel direkt über mich hergeflogen ist, da ist es um mich geschehen.
Speaker 0: Ich konnte seinen verbissenen Gesichtsausdruck sehen.
Speaker 0: Er wollte unbedingt gewinnen.
Speaker 0: Von diesem Moment an wollte ich ihm immer nur nah sein.
Speaker 0: Wie hätte ich das anstellen sollen?
Speaker 0: Ich hätte ja schlecht einfach zu ihm hingehen können mit den Worten, hey, Harry, ich bin echt krass und ich verknallt.
Speaker 0: Hast du Lust mal, was mit mir zu unternehmen?
Speaker 0: Ich bin zwar das größte Arschloch, was du dir vorstellen kannst, aber hey, scheiß drauf.
Speaker 0: Das wäre ja lächerlich gewesen.
Speaker 0: Also blieb mir nur eine Möglichkeit.
Speaker 0: Ich musste seine Aufmerksamkeit auf mich ziehen.
Speaker 0: Da dies nur gelang, wenn ich ihn beleidigte, musste ich es tun.
Speaker 0: Jedes Mal tat es mir selbst weh.
Speaker 0: vor allem, wenn ich seine Eltern ins Spiel brachte, doch ich hatte keine andere Idee.
Speaker 0: Am liebsten würde ich ihn anflehen, mir zu verzeihen und ihm sagen, wie sehr er es mir leidtut, aber ich kann nicht.
Speaker 0: Dafür bin ich zu schwach.
Speaker 0: Nach dem ersten Satz hatte ich gesehen, wie Draco seinen Kopf hatte fallen lassen.
Speaker 0: Vermutlich hatte er meine Stimme erkannt.
Speaker 0: Dass er überhaupt dort stehen blieb, wunderte mich, denn ich an seiner Stelle wäre sofort weggerannt.
Speaker 0: »Jer Harry, was soll ich sagen?
Speaker 0: Jetzt weißt du's.
Speaker 0: Was willst du von mir?«.
Speaker 0: Was soll ich tun, damit du es keinem sagst?
Speaker 0: Wolltest du mir erst zeigen, wie lächerlich ich bin, bevor du es der ganzen Schule verrätzt?
Speaker 0: brachte er gepresst hervor und sah mich immer noch nicht an.
Speaker 0: Dass er mich Harry genannt hatte, hatte mich völlig aus dem Konzept gebracht, denn mein Name aus seinem Mund hörte sich an, wie Schokolade schmeckte.
Speaker 0: Süß und einfach perfekt.
Speaker 0: Ich ging einen weiteren Schritt auf ihn zu und entgegnete... Nein, Draco.
Speaker 0: Hier drehte er sich ruckartig zu mir um und sah mir direkt in die Augen.
Speaker 0: Es kostete mich einige Kraft weiterzureden, doch ich schaffte es.
Speaker 0: Ich werde es keinem erzählen, wenn du das nicht möchtest.
Speaker 0: Aber weißt du, ich habe diesen Text gelesen und plötzlich alles verstanden.
Speaker 0: Weißt du, wie es sich anfühlt, wenn man sich ständig fragt, warum jemand einen hasst und dann endlich versteht, man ist?
Speaker 0: Du hast mich nicht gehasst.
Speaker 0: Du hattest nur keine andere Möglichkeit.
Speaker 0: Und die letzten Tage, da hatte ich ziemlich häufig darüber nachgedacht und mir einige Situationen wieder ins Gedächtnis gerufen.
Speaker 0: Erst da ist mir aufgefallen, dass immer, wenn du mich beleidigt hast, diese Trauer und dieser Schmerz in deinen Augen zu sehen war.
Speaker 0: Während meiner Worte waren seine Augen groß geworden, und ich konnte seine hellen Iriden erkennen und verlor mich darin.
Speaker 0: Ich ging unbewusst einen weiteren Schritt auf ihn zu, und so trennten uns nur noch zwei Meter voneinander.
Speaker 0: Da es bereits dunkel war, seien seine Augen aus, als wären sie die Wolken eines Gewitters.
Speaker 0: Nur orson, von beinah schwarz bis hell grau, und jede Abschattierung flog wild durcheinander.
Speaker 0: Ich liebte diese Augen und würde nichts lieber tun, als für immer hier stehen zu bleiben und in den stürmischen Himmel Dracus zu versinken.
Speaker 0: Er eräusperte sich und ich musste blinzen.
Speaker 0: Harry, das hört sich ja alles ganz toller an, aber bitte verarsch mich nicht.
Speaker 0: Wenn du willst, verspreche ich dir, dich nie wieder zu beleidigen, wenn du mich wenigstens nicht fertig machst, okay?
Speaker 0: Und wo wir schon mal dabei sind, kann ich es ja jetzt tun.
Speaker 0: Es tut mir leid, dass ich dich immer beleidigt habe.
Speaker 0: und es wäre schön, wenn du mir irgendwann vergeben könntest, aber wahrscheinlich kannst du das nicht.
Speaker 0: Lass mich bitte einfach in Ruhe, okay?
Speaker 0: Ich beleidige dich auch nicht mehr, erwiderte er, und ich musste mich zusammenreißen, um nicht loszulachen.
Speaker 0: Deshalb sagte ich halb amüsiert, halb ernst, hast du es immer noch nicht verstanden?
Speaker 0: Ich habe dir längst verziehen.
Speaker 0: Ja?
Speaker 0: Ja, sonst wäre ich wohl kaum hier.
Speaker 0: Wie kommt es dazu, dass du so einfach jemandem verzeihst, der dir so weh getan hat?
Speaker 0: Ich habe deinen Antrieb gesehen.
Speaker 0: Ich habe verstanden, warum du das gemacht hast.
Speaker 0: Hätte ich damals deine Freundschaft nicht ausgeschlagen, hättest du keinen Grund dafür gehabt, nicht zu beleidigen, entgegnete ich.
Speaker 0: Und darauf antwortete Draco nur mit einem langgezogenen, hm, wir standen voreinander und schwiegen.
Speaker 0: Nach einiger Zeit drehte Draco sich wieder um und setzte sich an das Geländer.
Speaker 0: Die Beine streckte er durch die Stäbe und ließ sie runterhängen.
Speaker 0: Kommst du her?
Speaker 0: fragte er.
Speaker 0: und es freute mich ungemein, dass er mich nicht mehr wegschicken wollte, wenn er nur wüsste, dass ich ihm überall hin folgen würde.
Speaker 0: Ich ging auf ihn zu und setzte mich dann direkt neben ihn.
Speaker 0: Es passten lediglich unsere beiden Hände zwischen uns.
Speaker 0: Harry, ich, begann er, doch ich unterbrach ihn.
Speaker 0: Was ich eigentlich sagen wollte, war, dass ich in den letzten Tagen sehr viel über dich nachgedacht habe und mir dabei eingestehen musste, dass ich auch Gefühle für dich habe.
Speaker 0: Sein Mund blieb offen stehen, und er sah mich völlig überrumpelt an, bis sich ein Lächeln auf seinem Gesicht bildete.
Speaker 0: Es sah ehrlich aus, und ich hatte es noch nie zuvor gesehen, sonst hatte er mir immer nur sein höhnisches Grinsen gezeigt.
Speaker 0: Doch jetzt sah er schön aus?
Speaker 0: Er eigentlich schon.
Speaker 0: Er sah aus wie ein Gott, so beschienen im Mondlicht mit seinen weißblonden Haaren und den unglaublich grauen Augen.
Speaker 0: Und ich würde dich jetzt wirklich gerne küssen, fügte ich noch hinzu.
Speaker 0: und keine Sekunde später lagen seine weichen Lippen auf den Meinen.
Speaker 0: Ich spürte seine Hand in meinem Nacken, und ohne mein Zutun glitt meine ebenfalls in seiner Haare, während die Zweite sich in seinem Hemd festkrallte.
Speaker 0: Es fühlte sich gut an, und Racus unwiderstehlicher Duft strömte mir in die Nase.
Speaker 0: Ich saug tief die Luft ein, während wir uns immer weiter küsten und uns gegenseitig die Frisur zerstörten, auch wenn man es bei mir wahrscheinlich gar nicht sehen würde.
Speaker 0: Der Kuss wurde immer wilder, Doch bevor er ausatmen konnte, zog Draco sich zurück, schaute mir noch kurz in die Augen und wandte dann seinen Blick ab, um wieder auf die nächtliche Landschaft Hogwarts zu blicken.
Speaker 0: Seinen Blick wurde wieder nachdenklich, und ich wollte gerade etwas sagen, als er anfing, in seiner Hosentasche etwas zu suchen.
Speaker 0: Er holte ein weiteres Pergament heraus und entfaltete es.
Speaker 0: Ich konnte nicht sehen, was darauf erkennbar war, doch er schaute kurz darauf und hielt es mir dann wortlos hin.
Speaker 0: Ich nahm es in die Hand und fing beinah an zu weinen.
Speaker 0: Es war ein selbstgezeichnetes Bild, das mich zeigte.
Speaker 0: Ich lächelte mich selbst aus dem Bild heraus an und war überrascht, wie gut er mich getroffen hatte, ohne eine Vorlage zu haben, denn soweit ich das beurteilen konnte, hatte ich ihn niemals so angelächelt, wie ich es auf diesem Bild tat.
Speaker 0: Jetzt schaute ich zu ihm auf und sah, dass auch er Tränen in den Augen hatte.
Speaker 0: Warum hast du Tränen in den Augen, fragte ich ihn deshalb, und er hob den Kopf, um mich anzusehen.
Speaker 0: Er antwortete nicht sofort.
Speaker 0: Doch dann ging er auf meine Frage ein.
Speaker 0: Ich habe mir diesen Moment so häufig vorgestellt, wie ich dir dieses Bild gebe und wie ich zum ersten Mal wirklich dieses Lächeln sehe und wie, wie ich dir sage, dass, dass, dass ich dich liebe.
Speaker 0: Mir stockte der Atem.
Speaker 0: Ich konnte nicht anders als meine eigenen Tränen jetzt frei laufen zu lassen und sah, dass auch er sie nicht mehr halten konnte.
Speaker 0: Weinen zog ich ihn noch einmal an mich und küste ihn.
Speaker 0: Dieser Kuss war voller Liebe und Akzeptanz.
Speaker 0: Unsere Tränen verschmolzen und ich spürte den salzigen Geschmack auf meiner Zunge.
Speaker 0: Mit meinen Daumen strich ich ihm die Tränen aus dem Gesicht und flüsterte, Draco, ich liebe dich.
Speaker 0: Es hatte sich richtig angefühlt in diesem Moment und er antwortete, ich dich auch, mehr als alles andere.
Speaker 0: Wir saßen noch lange zusammen auf dem Astronomieturm und redeten.
Speaker 0: Wir hatten kein bestimmtes Thema.
Speaker 0: Eigentlich redeten wir über Gott und die Welt, und ich merkte, wie einfach es war, mit Drako zu lachen.
Speaker 0: Es war bereits weit nach Mitternacht als Drako gähnte und aufstand.
Speaker 0: Er hielt mir eine Hand hin und sagte, kommst du, ich muss in meinen Schlafsaal zurück und in mein Tagebuch schreiben, wie ich mit meinem Freund zusammengekommen bin.
Speaker 0: Ich lächelte, ergriff seine Hand und gemeinsam gingen wir hinunter ins Schloss, bis wir uns an eine Ecke mit einem letzten Kurs trennten, damit jeder in seinen Schlafsaal gehen konnte.
Speaker 0: Wir versprachen uns, uns am nächsten Tag wieder auf dem Astronomieturm zu treffen und darüber zu reden, ob wir es öffentlich machen wollten.
Speaker 0: Aber das hatte Zeit.
Speaker 0: Heute wollte ich einfach nur in mein Bett um von Dragon Malfoy meinem Freund zu träumen.
Speaker 0: Nox.
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Speaker 0: Ich danke dir herzlich und bis zur nächsten Geschichte.
Speaker 0: Deine Jana.
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