CreepyPasta: Von Geisterhand 1/2 - Harry Potter mit Gruselatmosphäre - FanFiction Hörbuch
Über diese Folge
Professor Dumbledore bricht auf um Grindelwald endgültig zu stellen. Enige Tage bleibt er spurlos verschwunden ohne ein Lebenszeichen. Doch plötzlich taucht er wieder auf … bald jedoch merkt Minerva, dass mit dem Professor etwas nicht stimmt.
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Speaker 0: Ich freue mich über eine positive Bewertung von dir und wünsche dir nun ganz viel Spaß mit der neuen Folge.
Speaker 0: Blumoss.
Speaker 0: Es ist ja der Grusel Oktober hier auf meinem Kanal wie überall und da habe ich eine neue Geschichte von der lieben Liv von Tonic Water und zwar von Geisterhand.
Speaker 0: Remastered ist die.
Speaker 0: Ich wünsche euch ganz viel Spaß dabei und natürlich einen Geist.
Speaker 0: Noch ganz schnell unten in die Kommentare bevor es los ans Gruseln geht.
Speaker 0: Viel Spaß.
Speaker 0: Prolog verlassen im Sturm.
Speaker 0: Ein früher Winter hielt Einzug auf den Ländereien der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei.
Speaker 0: Es war ein eiskalter spät November und Stürme und Graupelschauer fegten über das schottische Hochland hinweg.
Speaker 0: Nicht ein einziger Lichtstrahl vermochte durch die dichte Wolkendecke zu brechen, um den Tag vom Abend zu unterscheiden.
Speaker 0: Es war als würde bereits seit Tagen eine andauernde Nacht herrschen, die die Ländereien in Dunkelheit verschlangen wie ein ausgehungertes Raubtier.
Speaker 0: Nur in Wagen Silhouetten waren die mächtigen Bergkuppen im Gestöber zu erkennen, und die Bäume des verbotenen Waldes bogen sich besorgniserregend im Sturm.
Speaker 0: Die eisige, kälte, kroch in jeder Ritze des Schlosses, und nicht einmal die Fackeln und Kaminer konnten diese gänzlich zurückhalten.
Speaker 0: Beben stand eine einsame und verlassene Gestalt auf dem imposanten Viadukt, welches Hawkwurz über einen totbringenden Abgrund hinweg mit dem Weg nach Hawksmead verbannt.
Speaker 0: Sturmböen ripsen gnadenlos an der Schuluniform und aber Millionen kleine Eiskristalle verletzten im Wind die geröteten Wangen.
Speaker 0: Blendeten die Schülerin regelrecht.
Speaker 0: Minerva McGonagall war so kalt, dass sie meinen, könnte mit jedem Atemzug mehr hier im Unwetter zu erfrieren.
Speaker 0: Die rauen Temperaturen hatten sich schon längst durch ihre Durchnässe robe gefressen und betäubte ihre Haut.
Speaker 0: Doch es war ihr egal.
Speaker 0: Die Kälte und der Sturm draußen waren noch nichts gegen die Kälte und dem Chaos in ihrem Inneren.
Speaker 0: Ihre Träne nassen Wangen waren bereits gefroren, doch niemand konnte ihre Schluchzer und klagenden Schreie hören, die vom Sturmgenaden los erstickt wurden.
Speaker 0: Ihr ganzer Leib krampfte sich immer wieder in einem heftigen Anfall der Trauer zusammen und sie schüttelte fassungslos den Kopf.
Speaker 0: Es war einfach nicht geschehen.
Speaker 0: Es konnte nicht geschehen sein.
Speaker 0: Erneut schrie sie ihre Trauer und ihre grenzenlose Wut in den Sturm, doch etwas, wahrscheinlich der letzte Tropfen verstand und vernunft, hinderte sie daran, die Grenzen von Hogwarts zu überschreiten und aus der Sicherheit der Schule zu fliehen.
Speaker 0: Dennoch brannte es in ihre Brust, aber eiskalt.
Speaker 0: Sie konnte kaum glauben, dass es erst wenige Stunden her war, als sie in das Schulleiterbüro bestellt wurde, wo Professor Dippet ihr schließlich in tiefer Anteilnahme mitteilen musste, dass ihre Eltern und ihre beiden jüngeren Geschwister Opfer von Grindelwalds Anhängern geworden waren.
Speaker 0: Noch heute Morgen hatte sie ihre Eule mit einem Brief an sie losgeschickt.
Speaker 0: Nicht wissend, dass der Brief sie nie erreichen würde, da sie zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr am Leben waren.
Speaker 0: Immer noch konnte Minerva es nicht fassen.
Speaker 0: Sie waren noch da gewesen und nun, nun waren sie fort.
Speaker 0: Und Minerva ganz allein auf dieser Welt.
Speaker 0: weinte sie heftig und senkte ihren Kopf vor dem Sturm und der Dunkelheit.
Speaker 0: Ihre Familie hatte nichts getan, nichts.
Speaker 0: Sie waren einfach nur im Weg und ihr Vater ein Muggel.
Speaker 0: Ihre Geschwister waren nicht magisch, das war alles.
Speaker 0: Mehr waren sie nicht und nur deswegen mussten sie sterben wegen so etwas Nichtigem.
Speaker 0: Und Minerva war nur am Leben, weil sie zu dem Zeitpunkt hier in Hogwarts war.
Speaker 0: Grenzen, Nose, Verzweiflung und Hass keimte ihn auf.
Speaker 0: Sie wünschte sich das Gründel, weil's Feldzug endlich enden würde, damit niemand mehr das erleiden musste, was sie nun erlitt.
Speaker 0: Sie besaß keine andere Familie mehr.
Speaker 0: Und die Einzige, die sie hatte, war für immer und unwiederbringlich fort.
Speaker 0: Er mordet für das größere Wohl und der Reinheit des Blutes.
Speaker 0: Ihre Tränen waren nicht mehr zu stoppen, und ihre Schreie bald lauter als der Sturm.
Speaker 0: Doch ehe sie sich in vollkommener Trauer und Verzweiflung verlieren konnte, wurde sie hart an der Schulter gepackt.
Speaker 0: Irgendjemand hatte sich ihr von hinten genähert und zwei Arme zogen sie mit sanfter Gewalt an die Brust, einer hohen Gestalt.
Speaker 0: Wer wagte es, sie aus ihrem Kummer zu reißen?
Speaker 0: Für den ersten erschrockenen Moment währte sich Minerva, bis sie irgendwann diesen unverkennbaren Duft wahrnahm.
Speaker 0: Mit von Tränen verschwommenen Augen blickte sie auf, Und obwohl sie kaum etwas erkennen konnte, sah sie ihn so deutlich vor sich.
Speaker 0: ihn, Professor Dampeldoor, keuchte Minerva mit schwacher Stimme und ihr Körper bebte.
Speaker 0: Erneut kamen ihr die Tränen, als sie seinem Blick voller Sorge und Mitgefühl begegnete.
Speaker 0: Er hatte dem Gespräch mit dem Schulleiter beigewohnt und wusste, warum Minerva beinahe an ihren Tränen ertrank.
Speaker 0: hatte er wirklich den ganzen Weg und noch dazu diese grausame Kälte auf sich genommen, nur um sie vor ihren eigenen Gefühlen bewahren zu wollen.
Speaker 0: Beben senkte sie den Blick und gab seinen Armen nach.
Speaker 0: Sie weinte in seiner Robbe, fühlte seine Arme um sie herum, und obwohl alles so sinnlos in ihrem Leben erschien, so fühlte sie seine Wärme, und diese gab ihr einen Funken der Hoffnung, den sie dachte, endgültig verloren zu haben.
Speaker 0: Dabei hatte er noch nichts gesprochen, noch nichts getan.
Speaker 0: Er war einfach nur da und hielt sie fest.
Speaker 0: Und es war ihr Gleich, ob er ihr Lehrer war.
Speaker 0: Minerva sagte seine Stimme in einem kaum vernehmlichen Ton.
Speaker 0: Komm, geh zurück nach Hogwarts, du holst dir hier draußen nur ebenfalls den Tod.
Speaker 0: Müde und zitternd blickte sie zu ihm auf.
Speaker 0: Seine blauen Augen funkelten intensiv durch die Düsternis und kleine Eiskristalle hingen in seinem Haar und bat.
Speaker 0: Er beugte sich zu ihr hinunter und legte seine Finger unter ihr Kinn.
Speaker 0: Und wenn du es nicht für dich tust, dann bitte, tu es für mich", sagte er leise.
Speaker 0: Irgendetwas an seinem Lächeln machte Minerva gar nicht gefallen.
Speaker 0: Auch seine direkten Berührungen, seine Gesten, er war ihr noch nie so nah gekommen.
Speaker 0: Und obwohl ihr Herz aufgeregt schlug, ran eine kalte Angst über ihren Rücken.
Speaker 0: Sie nickte und machte einige zögerliche Schritte in Richtung des Schlosses, doch irgendwann drehte sie sich zu ihm um.
Speaker 0: Er stand einfach noch da, wo sie ihn verlassen hatte und blickte ihr nach.
Speaker 0: Professor?
Speaker 0: fragte sie unsicher.
Speaker 0: Es tut mir leid, dass ich nicht verhindern könnte, was geschehen ist, sagt er traurig.
Speaker 0: Ich kann nur versuchen, weitere Schicksale dieser Art zu verhindern.
Speaker 0: Und Minerva verstand sofort.
Speaker 0: Nein, rief sie entsetzt aus und rannte zu ihm zurück, obwohl ihr ganzer Körper durchgefroren war.
Speaker 0: Nein!
Speaker 0: Wollen sie, nur weil jeder danach schreit offen in ihr Verderben laufen?
Speaker 0: Er sah sie lange an, doch dann lächelte er matt.
Speaker 0: Ich habe dem zu langen Taten lust zu gesehen, Minerva, meinte Eliza, habe Morde und Verluste geschehen lassen, solange gezögert, um mir noch im Spiegel ins Gesicht sehen zu können.
Speaker 0: Es bleibt mir keine Wahl mehr.
Speaker 0: Ich habe nichts, was ich verlieren könnte, außer... Erneut borgte er sich zu ihr hinunter und kam ihr so nah, dass ihre Wangen vor Gefühlen errüteten.
Speaker 0: Minerva konnte sich nichts vorliegen.
Speaker 0: Schon seit ihrem fünften Schuljahr hegte sie ungesund starke Gefühle für ihn, und obgleich sie nun volljährig war, war sie immer noch seine Schülern und im Alter so weit voneinander entfernt, dass es eigentlich nicht sein sollte.
Speaker 0: Zudem konnte sie sich nicht vorstellen, dass er etwas für sie übrig haben könnte, doch nun, am Rande der Verzweiflung und Trauer, öffnete er ihr in ungehinderter Weise sein Herz.
Speaker 0: Und Minerva wusste, er hatte wirklich nichts mehr zu verlieren, außer sie.
Speaker 0: Ich bin ein Gott verdammter Nachminerva, hauchte er ihr entgegen.
Speaker 0: Ein moralisches Wrack zertrümmert vor dem Fuße des Anstands.
Speaker 0: Bin ich denn das Wahnsinns, wenn meine Gefühle für dich die letzten Jahre so heftig wurden, dass ich mich vor mir selbst fürchtete?
Speaker 0: Dem Wahnsinn verfallen, wenn ich mich nur nach dir sehne, an nichts anderes mehr denken kann, als deine Gunst zu gewinnen, und doch es einfach nicht über mich bringen konnte, dir meine Verfluchte liebeaufzubürden.
Speaker 0: In einer grenzenlosen Angst, ich könnte dich noch mehr von mir entfernen, als es ohnehin schon der Fall war.
Speaker 0: Dass du dich vor mir fürchtest, weil meine Gefühle einfach eine verwerfliche Abartigkeit sind, erschüttelte den Kopf und lachte bitter.
Speaker 0: und zeige ich es nicht gerade so deutlich, dass ich es nicht wert bin, von dir geliebt zu werden, wenn ich es dir ausgerechnet dann gestehe, wenn ich fortgehe und du am dunkelsten Punkt deines Lebens angelangt bist.
Speaker 0: Aber ich könnte es nicht länger mit mir vereinbaren, wenn ich dich einfach so im Unwissen zurücklasse, dass ich dich so liebe, dass es mich auffrisst, Minerva.
Speaker 0: Sprachlos starte Minerva ihn an.
Speaker 0: Grüne Augen trafen auf seine Blauen.
Speaker 0: Sie war wahrlich bestürzt von der Offenbarung seiner Gefühle für sie, nie und nimmer hätte sie es glauben können, und dennoch hatte sie seine Worte so deutlich vernommen, er liebte sie wirklich.
Speaker 0: Und dennoch konnte sich Minerva nicht freuen, denn sie wusste, dass er gehen würde, um Grindelwald zu stellen.
Speaker 0: Er konnte es einfach nicht mehr mit seinem gewissen vereinbaren Nichts zu tun, während um ihn herum die Welt zerfiel.
Speaker 0: Eine eisige Böel ließ sie beide erzittern, doch Minerva stemmte sich dagegen an und sah mit Tränen in den Augen zu ihm auf.
Speaker 0: Das ist nicht fair, schlutzte sie leise.
Speaker 0: Du kannst nicht gehen, nicht jetzt, nicht nach dem.
Speaker 0: Sie schloss die Augen und schüttelte den Kopf.
Speaker 0: Ich liebe dich doch auch verdammt, rief sie wütend und weinend in einem Atemzug.
Speaker 0: Lass mich nicht allein.
Speaker 0: Sie konnte sehen, wie er sichtlich mit sich rang, doch schließlich schloss er sie in die Arme.
Speaker 0: Minerva wusste, dass diese Entscheidung nicht lange wären würde.
Speaker 0: Er würde gehen.
Speaker 0: Wahrscheinlich auch noch heute, doch er gab ihren und seinen Gefühlen gleichermaßen nach.
Speaker 0: Sie wollten beide vor der eisigen Kälte und dem Sturm flüchten, dem hier draußen und dem in ihrem Inneren.
Speaker 0: Die Bibliothek war an diesem Abend gut besucht, dennoch wurde ihr durch die strenge Aufsicht der Bibliothekaren ihre Ruhe garantiert.
Speaker 0: Ihre Uzz-Prüfungen würden in wenigen Monaten stattfinden und sie arbeitete hart, um den Schulstoff, die Hausaufgaben und die ganzen Wiederholungen zu schaffen.
Speaker 0: Bis zur absoluten Grenze der Ausgangssperre saß sie manchmal hier und lernte.
Speaker 0: Allerdings waren die nahenden Prüfungen nicht der einzige Grund, warum sie sich hier so oft aufhielt.
Speaker 0: Dass viele lernen, lenkte sie von etwas anderem ab und erneut drifteten ihre Gedanken weit von ihren Unterlagen fort.
Speaker 0: Es waren nun bereits mehrere Wochen vergangen, seit Dumbledore in dieser stürmischen Nacht Hogwarts verlassen hatte, um gegen Grindelwald zu kämpfen.
Speaker 0: Natürlich war das eine Aufgabe, die nicht an einem Tag erledigt war und sicher würde er seine Zeit brauchen, um den berüchtigsten dunklen Magier seiner Zeit überhaupt aufzuspüren.
Speaker 0: Allerdings kam Minerva nicht umhin sich ernsthafte Sorgen, um seinen Verbleib zu machen.
Speaker 0: Kein Lebenszeichen, kein Zeitungsbericht, kein Brief, keine Nachricht.
Speaker 0: Nichts.
Speaker 0: Es war, als hätte ihn die Welt verschluckt und würde ihn nie wieder freigeben.
Speaker 0: Sein Unterrichtsfachverwandlung wurde von Prof.
Speaker 0: Marythought übernommen, die ihn zwar würdig vertrat, dennoch war es einfach nicht mehr der gleiche Unterricht.
Speaker 0: Minerva vermisste die Unterrichtsstunden mit ihm am Lehrerpult.
Speaker 0: Und ihn.
Speaker 0: Minerva war es schleierhaft, wie sie es bisher in den ganzen Wochen geschafft hatte, nicht der unendlichen Hoffnungslosigkeit zu erliegen, die an ihrem Herzen kratzte.
Speaker 0: Noch gut konnte sie sich an diese Nacht erinnern, die sie miteinander geteilt hatten.
Speaker 0: Wie sehnsüchtig und beinah verzweifelt er ihre Wärme und Liebe angenommen hatte, als würde er in ihr ertrinken wollen.
Speaker 0: Immer noch kribbelte ihre Haut, als sie daran dachte, wie innig und intensiv ihre Liebe gewesen war.
Speaker 0: Nur um dann die Trauer darüber zu spüren, als er sich nicht dem Schlaf hingeben durfte, sondern sie noch in derselben Stunde verliefs.
Speaker 0: Natürlich verstand sie, warum er es tun musste, tun wollte, Dennoch war es einfach nicht gerecht.
Speaker 0: Nicht gerecht, dass man Dumbledore Grindel walten nur zum Fraßvorwaf, nur weil er die Macht hatte, es zu beenden.
Speaker 0: Doch wer garantierte dies?
Speaker 0: Sicher, sie glaubte fest an seine Fähigkeiten und seine Macht, dennoch, wenn sie auch nur daran dachte, wurde ihr Eis kalt vor Angst.
Speaker 0: Minerva holte eine Stimme, sie wieder aus ihren tiefen Gedanken und überrascht blickte die angesprochene auf.
Speaker 0: Dunkler Augen begegneten ihren Grünen und sie blickte in die Augen ihrer besten Freundin.
Speaker 0: Eileen Prevert war eine Siebt-Klässlerin aus Gryffindor, genau wie sie.
Speaker 0: Sie teilten gemeinsam den Schlafsaal mit einigen anderen Mädchen und ihre Betten standen genau nebeneinander.
Speaker 0: Schon seit dem ersten Jahrgang waren sie unzertrennlich gewesen und Eileen hatte sich als eine wirklich gute und loiale Freundin entwickelt, die immer und jederzeit für Minerva da war und andersherum ebenso.
Speaker 0: Oftmals verstanden sie sich blind und stumm, manchmal genügte einfach nur ein Blick damit die eine wusste, was die andere dachte.
Speaker 0: Ihr Band war so stark, dass Minerva manchmal die Befürchtung besaß, Aline könnte ihre Gedanken und Gefühle genauestens lesen.
Speaker 0: Eine Eigenschaft, die sie zwar in ihrer Freundin sehr schätzte, die sie jedoch gerade in dieser Zeit häufig in Erklärungsnot brachte.
Speaker 0: Denn ihre Gefühle für Dumbledore hatte sie selbst ihr Eisen verschwiegen.
Speaker 0: Und dennoch traf Aline genau ins Schwarze, als sie Minerva erneut ansprach, sobald sie ihre Aufmerksamkeit besaß.
Speaker 0: Du denkst schon wieder an ihn, oder fragte sie leise?
Speaker 0: Ein Dumbledore?
Speaker 0: Minerva schluckte unwohl und sah auf ihrer Unterlagen hinunter, um sie nicht direkt ansehen zu müssen.
Speaker 0: Bemüht versuchte sie so zu tun, als würde sie einen Abschnitt aus ihrem Buch lesen.
Speaker 0: Es macht mir einfach Gedanken, wie ich sie Eileen ein wenig aus.
Speaker 0: Er ist bereits wochenlang fern von Hogwarts und kein Zeichen deutet auf seiner Rückkehr hin.
Speaker 0: Grindlwalte sieht man sicher auch nicht über Nacht, meinte Eileen säufzend und runzelte die Stirn.
Speaker 0: Ich würde mir die Sache nicht zusetztzedenken.
Speaker 0: Der Tagesprophet hat ebenfalls noch nichts dazu geschrieben und keine Nachrichten können doch auch gute Nachrichten sein.
Speaker 0: Minerva nickte nur und Aileen solchste schwer.
Speaker 0: Minerva, sagte sie leise.
Speaker 0: Warum denkst du wirklich an ihn?
Speaker 0: Seit er das Schloss verlassen hat, bist du nicht mehr du selbst.
Speaker 0: Sie konnte nicht mehr länger so tun, als würde sie in ihrem Buch lesen.
Speaker 0: Mit einem bitteren Ausdruck in ihren grünen Augen blickte sie zu ihrer Freundin auf.
Speaker 0: Sie sah den vertrauensvollen Blick von Aileen und wusste, dass sie es ihr erzählen konnte.
Speaker 0: Sie würde sie nicht verurteilen.
Speaker 0: Es fing sie an, doch weiter kam sie nicht.
Speaker 0: In einem jenen Moment veränderte sich die Atmosphäre in der ganzen Bibliothek.
Speaker 0: Es war, als würde sich eine Art Druck auf ihre Ohren legen und sie konnte nicht verhindern, dass ihre Hände zu ihren Ohren schnellten.
Speaker 0: Aber Minerva ging es nicht allein so.
Speaker 0: Auch Aline spürte die Veränderung in der Luft und wurde ganz gleich.
Speaker 0: Die Laternen begannen zu flackern und erloschen.
Speaker 0: Eine nach der anderen und die absolute Dunkelheitung gab sie.
Speaker 0: Minerva hörte Schüler aufgebracht und ängstlich durch die Regale rufen und sie konnte es verstehen.
Speaker 0: Sollte dies ein Scherz sein, dann war er alles andere als lustig.
Speaker 0: Doch im selben Moment wurde ihr so sehr bewusst, dass dies nicht von einem Schüler stammen konnte.
Speaker 0: Die Magie, die in der Luft vibrierte, war nicht von dieser Welt und ein leichtes Beben ging durch die ganze Schule.
Speaker 0: Das Gemäuer erbebte, die Fensterscheiben schüttelte es laut wie bei einem Sturm.
Speaker 0: Bücher zitterten heftig in ihren Regalen und vielen vereinzelt hinaus.
Speaker 0: Und Minerva spürte eine tiefe Angst in sich, die sie absolut nicht erklären konnte.
Speaker 0: Sie sprang auf und zückte ihren Zauberstab, doch ihre Knie gaben bald darauf nach, als ein Stöhnen durch die Regalgänge halte, was sie ihnen furchterstören ließ.
Speaker 0: Sie hörte Eileen schreien und nicht nur.
Speaker 0: sie erstarrte in absolute Angst vor etwas, was man nicht sehen konnte.
Speaker 0: Nur hören, nur fühlen.
Speaker 0: Die Fensterscheiben bekamen bereits Risse und es knackte bedrohlich aus jeder Richtung.
Speaker 0: Eises Kälte tränkte ihre Leiber und Frost bildete sich schleichend überall.
Speaker 0: Einen schrecklichen Moment dachte sie an der Mentoren, doch das war nicht möglich.
Speaker 0: Trennen liefen Minerva über die Wangen, während ihre Augen panisch hin und her huschten, doch sie konnte nichts sehen, nichts, es war zu dunkel.
Speaker 0: Und als sie dachte, die Angst würde ihr Herz erdrücken, hörte es auf.
Speaker 0: So abrupt, wie das alles gekommen war, so war es auch wieder verschwunden.
Speaker 0: Nach und nach flackerten die Laternen und sprangen wieder an.
Speaker 0: Die Dunkelheit wurde von dem warmen Licht wieder vertrieben, und Minerva setzte sich mit zütternden Knien.
Speaker 0: Ihr Blick fiel auf Aline.
Speaker 0: die ebenfalls einen Blick auf sie warf.
Speaker 0: Ihre dunklen Augen waren in absolutem Schock geweitet, doch sie blickte nicht sie an, sie sah an ihr vorbei zu dem Fenster hinter ihr.
Speaker 0: Minerva wollte sich nicht umdrehen, doch ihr instinkt ließ sie es tun.
Speaker 0: Rotem Lampenschein waren sie selbst vor der dunklen Nacht draußen zu erkennen.
Speaker 0: Blutige Schlieren und Handabdrücke am Fensterglas, als hätte irgendetwas oder irgendjemand verzweifelt versucht, in diese Räume einzudringen.
Speaker 0: Aber das war unmöglich.
Speaker 0: Die Bibliothek befand sich im vierten Stock, niemand würde einfach so vor dem Fenster stehen können, dennoch meinte sie ein bläuliches Licht für den Bruchteil einer Sekunde gesehen zu haben, wie es an den Scheiben vorbei huschte und verschwand.
Speaker 0: Sie spürte etwas Warmes und Feuchtes an ihren Händen und blickte irritiert auf diese hinunter.
Speaker 0: – Minerva!
Speaker 0: – keuchte Aline, als Minerva bebend ihre Hände hob, denn diese waren voller Blut.
Speaker 0: Bebend lag Minerva auf einem Bett im Krankenflügel.
Speaker 0: Die Ereignisse in der Bibliothek lagen noch nicht allzu lang zurück und sie war auch nicht die Einzige, die sich von der schulkranken Schwester versorgen lassen musste.
Speaker 0: Viele Schüler standen nach diesem Ereignis unter Schock, einige hatten einen Hörsturz davon getragen und wieder andere sogar eine leichte Unterkühlung, die sich die Heilerin einfach nicht erklären konnte.
Speaker 0: Von allem, was noch in der Bibliothek geschehen war, hatte Minerva nichts mehr mitbekommen.
Speaker 0: Beim Anblick des Blutes an ihren Händen und der zuvor verspürten Furcht hatte ihr Körper ihr endgültig versagt.
Speaker 0: Erst hier im Krankenflügel war sie wieder zu sich gekommen.
Speaker 0: Sie war eine der letzten, die Madame Mary Gold, die Krankenschwester von Hogwarts versorgte, und sie war dankbar, dass Eileen an ihrem Bett saus und ihr Ballstand leistete.
Speaker 0: Sie hatte ihr berichtet, dass die Professoren natürlich stutzig über das Blut waren, welches ausgerechnet an ihren Händen geklebt hatte.
Speaker 0: Doch Eileen hatte Minerva energisch verteidigt und berichtet, dass sie ihre Freundin die ganze Zeit bei sich gehabt und diese nichts getan hatte.
Speaker 0: Doch auch die Professoren waren nach einer Weile zu dem Schluss gekommen, dass kein Schüler zu etwas dergleichen für ich gewesen wäre.
Speaker 0: Und auch das Blut stammte von Minerva selbst.
Speaker 0: Ihre Unterarme und Hände waren auf eine seltsame Art und Weise zerkratzt gewesen, was sie sich unmöglich hatte, selbst zufügen können.
Speaker 0: Minerva lag im Bett und musste darauf warten, dass Madame Marigolds Tränke anschlugen.
Speaker 0: Ihr Magen knurte hungrig, denn sie hatte schon seit Stunden nichts mehr gegessen.
Speaker 0: Normalerweise hätte sie in Spannt ihre Aufgaben erledigt und wäre dann von der Bibliothek zum Abendessen gegangen, doch das war ja nicht mehr möglich gewesen.
Speaker 0: Und sie fühlte sich, als hätte irgendetwas ihr sämtliche Kraft entzogen.
Speaker 0: Haben die Professorinnen schon eine Ahnung, dass es gewesen sein könnte?
Speaker 0: fragte Minerva Eileen mit matta Stimme und setzte sich ein wenig auf.
Speaker 0: Ihr Kopf war immer noch nicht ganz beisammen und ihr war leicht schwindelig.
Speaker 0: Ihre Freundin zog der Rat los mit ihren Schultern.
Speaker 0: Auch Eileen war noch reichlich blass und sah mitgenommen aus.
Speaker 0: Keine Ahnung, ich denke nicht.
Speaker 0: Ich habe einige Professoren darüber sprechen hören, ob es ein Poltergeist gewesen sein könnte, aber ich kann es mir nicht vorstellen.
Speaker 0: Piefs ist der einzige Poltergeist und seine Scherze sind zwar oft geschmacklos, aber haben noch nie jemandem ernsthaft in Panik versetzt oder gar schlimm verletzt.
Speaker 0: Dem konnte mir er aber nur zustimmen.
Speaker 0: Ein Poltergeist wäre eine Möglichkeit, aber eine unwahrscheinliche.
Speaker 0: Piefs hatte bisher seine Grenzen immer eingehalten, um nicht aus dem Schloss verbannt zu werden, Und selbst für ihn war das zu hart.
Speaker 0: Sie glaubte nicht, dass er es gewesen war, doch was war es dann gewesen?
Speaker 0: Eileen bergte sich zu ihr vor.
Speaker 0: Fehlst du dich denn bereits besser, um eine Frage von vorhin zu beantworten?
Speaker 0: Wechselte sie das Thema, denn zu spekulieren, brachte sie beide zu keiner befriedigenden Antwort.
Speaker 0: Einen kurzen Moment musste Minerva nachdenken, was sie noch einmal gefragt hatte.
Speaker 0: Als es ihr dann jedoch wieder einfiel, wurde sie scharlachrot auf den Wangen und sah ein wenig zur Seite weg.
Speaker 0: Es fing sie erneut unsicher an und säufzte.
Speaker 0: Es ist ein wenig schwer zu erklären.
Speaker 0: Eileen sah sie eine Weile lang nachdenklich an, dann säufzte sie ebenfalls.
Speaker 0: Es klang resigniert, aber auch verständnisvoll.
Speaker 0: Du hast Gefühle für ihn, oder?
Speaker 0: fragte sie, und Minerva sah erschrocken zu ihr auf.
Speaker 0: War das so offensichtlich gewesen?
Speaker 0: Doch Eileen lächelte sie matt an, da war keine Überraschung, kein Schock und noch nicht einmal Verachtung.
Speaker 0: Sie schien dies bereits länger zu wissen oder zu ahnen, als Minerva es wohl angenommen hatte.
Speaker 0: Betreten nickte sie jedoch, um Aileen endlich zu antworten.
Speaker 0: Ja, sagte sie leise.
Speaker 0: An dem Abend, als er Hogwarts verließ, kam er zu mir, als ich drohte an meinen Gefühlen über den Verlust meiner Familie zu verzweifeln.
Speaker 0: Er gestand mir alles, seine ganzen Gefühle.
Speaker 0: Er hatte ja auch nichts mehr zu verlieren.
Speaker 0: Traurig lächelte Minerva, als sie erneut daran denken musste.
Speaker 0: Und plötzlich überkram sie ein Gefühl von unendlicher Trauer, und die Tränen liefen ihr stumm und heiß über die Wangen.
Speaker 0: Ihr Körper bebte, und leise fing sie an zu schlurzen.
Speaker 0: Sie wollte, dass er zurückkam, dass er wieder bei ihr war, dass sie wenigstens erfuhr, wo er war, wie es ihm ging.
Speaker 0: Es sollte enden.
Speaker 0: Einfach nur enden.
Speaker 0: Minerva!
Speaker 0: Aline war bei ihr und nahm sie in ihre Arme.
Speaker 0: Sie musste kein Wort mehr sagen.
Speaker 0: Sie verstand ihre Gefühle nun.
Speaker 0: Doch auch sie blieb stumm, da sie ihr nicht versprechen konnte, dass alles gut wurde.
Speaker 0: Doch es war Minerva bereits ein gewaltiger Trost, dass sie einfach nur bei ihr war.
Speaker 0: Diese ganze Aufregung um das Geschehen in der Bibliothek hielt die Professoren allerdings nicht davon ab, nach einigen Tagen den Unterricht wieder voll auszuführen, nachdem sich alle von dem Schreck erholt hatten.
Speaker 0: Einerseits war Minerva froh, dass es endlich weiterging und sie sich wieder gut mit Unterricht ablenken konnte von ihren Gefühlen, Andererseits schwebte dieses Ereignis wie eine seltsame Bedrohung über Hogwarts.
Speaker 0: Doch mit diesem Gefühl schien sie relativ allein da zu stehen.
Speaker 0: Alle hielten es schlicht für einen geschmacklosen Scherz, doch Minerva spürte, dass dort mehr dahinter steckte.
Speaker 0: Sie konnte die Antwort einfach nur noch nicht sehen.
Speaker 0: Minerva gähnte müde in ihre Hand hinein und blindzete verschlafen.
Speaker 0: Die Nacht war nicht gerade angenehm, da sie Sternen klar war, und dennoch musste sie mit den anderen Schülern am Rande des verbotenen Waldes frieren.
Speaker 0: Ihr Lehrer für Kräuterkunde, Professor Beery, hatte die Stunde sehr spät ansetzen müssen, um mit ihnen bei Mondlicht Plangentchen zu pflücken, deren Früchte sich nur bei Nacht und Mond magisch entfalteten.
Speaker 0: Jeder stand mit einem kleinen Korb in der Hand bereit, wie zu einem seltsamen Einkaufsbummel, und sie lauschen den Erklärungen Beeries fröstelt.
Speaker 0: Ich g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g-g.
Speaker 0: Kann er die nicht selbst suchen und pflücken?
Speaker 0: So uninteressant finde ich das gar nicht.
Speaker 0: Allerdings hätte ich mir ebenfalls eine wärmere Nacht gewünscht, saufzte Minerva und blies ihren Atem zitternd in die Hände, der in der Luft zu nebel wurde.
Speaker 0: Die Damen, bitte, dies ist ein wichtiges Thema ihrer Utz und ich möchte nicht alles mehrmals erklären müssen, tadelte Beery und die beiden verstummten erneut.
Speaker 0: Der Kräuterkundelehrer klatschte in die Hände.
Speaker 0: Plangentchen sind wertvolle Zutaten für diverse Zaubertränke.
Speaker 0: Flückt man sie bei Mondlicht, können sie für den Wolfsbanddrang und für Schlaftränke verwendet werden.
Speaker 0: Es sind seltene und wichtige magische Pflanzen.
Speaker 0: Wir begeben uns daher in den verbotenen Wald.
Speaker 0: Und nun erwarte ich Ihre vollkommene Aufmerksamkeit, folgt mir.
Speaker 0: Im Grunde war die Aufgabe von Prof.
Speaker 0: Bury wirklich interessant und anspruchsvoll.
Speaker 0: Es war ehrlich nicht leicht, die Plangentien zu finden und fachgerecht zu pflücken, da es zusätzlich noch eine sehr wehrhafte Pflanze war.
Speaker 0: Die Sträucher und Früchte ähnelten dem Schneebeerenstrauch, nur dass dieser sich tatsächlich hart zur Wehr setzte und ordentlich mit den kleinen Dornenzweigen austeilte, sollte man sich ihnen nähern.
Speaker 0: Der Immobilius Zauber war also nicht wegzudenken bei dieser Aufgabe.
Speaker 0: Dennoch war es kalt und unheimlich dunkel im verbotenen Wald.
Speaker 0: Die vielen nicht zuortenbaren Geräusche zwischen den Bäumen und dem Unterholz machten den Unterrichter auch nicht gerade angenehmer, obwohl Professor Bury ein wachsames Auge auf alles hatte und mit seinem Zauberstab ein helles Licht leuchten ließ.
Speaker 0: Minervas Korb war noch nicht sehr gefüllt, da die Früchte der Plangendchen auch recht klein waren.
Speaker 0: Sie entdeckte noch einen Strauch weiter im Schatten der Bäume und zückte bereits ihren Zauberstab, um diesen erstarren zu lassen, da wurde ihre Aufmerksamkeit abgelenkt.
Speaker 0: Ein seltsames Gefühl beschlich sie und sie lugte hinter den Busch in die Schwerze des Waldes.
Speaker 0: Über dem Boden schwebte im eisigen Nebel ein kaltes blaues Licht, welches Minerva irgendwie bekannt vorkam.
Speaker 0: Es schien ein wenig zielos über dem Boden zu schweben, wechselte ohne Sinn die Richtung und drehte sich etwas im Kreis.
Speaker 0: Und Minerva machte große Augen.
Speaker 0: War das ein Irrlicht?
Speaker 0: Sie hatte schon einiges darüber gelesen, doch noch nie eines mit eigenen Augen gesehen.
Speaker 0: Im Zauberer Glauben wurde den Irrlicht ein einiges nachgesagt, einerseits, dass sie einem den Pfad zu ihrem Schicksal weisen würden, Andere erzählten, es wären böse magische Wesen, die einen in die Irre führen sollten, und wieder andere sagten ihnen nach, dass sie die Seelen verstorbener Menschen wären, die keine Ruhe finden konnten, weil sie verloren waren.
Speaker 0: Unsicher warf mir näher bei einem Blick über die Schulter.
Speaker 0: Doch alle anderen schien nichts davon zu bemerken.
Speaker 0: So legte sie ihren Korb auf dem Boden ab und verschwand zwischen den Bäumen in die Dunkelheit, genau auf das Licht zu.
Speaker 0: Je näher sie kam, umso mehr erkannte sie die kleinen, kalten Flämmchen, die um das Innere des Lichts herumschwörten.
Speaker 0: Doch als sie schon greifbar nah war, verschwand es plötzlich.
Speaker 0: Die Jäh-Dunkelheit machte Minerva ein wenig Angst, doch das Licht erschien in einiger Entfernung erneut.
Speaker 0: Zögerlich stand Minerva auf der Stelle, doch sie nahmen nach kurzen Bedenken die Verfolgung auf.
Speaker 0: Sie konnte auch nicht sagen, warum, doch dieses Licht hatte irgendeine anziehende Wirkung auf sie.
Speaker 0: Beinahe vergass sie alles um sich herum, während sie dem Licht immer tiefer in den Wald hineinfolgte und dabei nicht mehr auf ihren Weg achtete.
Speaker 0: Immer wieder verschwand es, wenn Minerva nah genug war und erschien an einer weiteren entfernten Stelle erneut.
Speaker 0: Der Weg durch den Wald wurde immer beschwerlicher und dichter bewachsen.
Speaker 0: Oft stolperte sie und hatte sich den Umhang bereit zu an einigen Sträuchern und Dornenbischen aufgerissen.
Speaker 0: Mittlerweile war Minerva auch bewusst, dass sie sich zu weit von ihrer Klasse entfernt hatte.
Speaker 0: Sie konnte weder Professor Beery's Licht erkennen, noch irgendeine vertraute Stimme hören.
Speaker 0: Da war nur sie.
Speaker 0: Allein in diesem tiefen Wald, mit Bäumen so hoch wie die höchsten Türme des Schlosses.
Speaker 0: Nicht einmal das Mondlicht vermochte es, durch die dichten Äster zu dringen, und allein das Irrlicht leuchtete ihr hell genug ihren unbekannten Weg.
Speaker 0: Irgendwann schwebte das blaue Licht zwischen die Bäume hindurch und kreiste über einer tiefen Waldsenke.
Speaker 0: Minerva beeilte sich, um mit dem Licht aufzuschließen und konnte noch irgendetwas in dieser Senke erkennen, dazwischen Laub und Wurzelwerk.
Speaker 0: Irgendetwas lag dort.
Speaker 0: Doch ihr, sie genauer hinsehen konnte, erloscht das Irrlicht und tauchte den Wald in erneute Schwerze.
Speaker 0: Doch es tauchte dieses Mal nicht mehr auf.
Speaker 0: Bebend zog Minerva ihren Zauberstab.
Speaker 0: Lumos mummelte sie leise und ein grelles Licht erhält ihren Weg.
Speaker 0: Minervas Herz begann unangenehm zu schlagen und sie fühlte sich wie in einem Albtraum.
Speaker 0: Eines seltsamer Angst überkam sie, ähnlich wie der, die sie in der Bibliothek gefühlt hatte.
Speaker 0: Kaum wagte sie es, einen Schritt vor den anderen zu setzen und auf das zuzugehen, wohin das Irrlicht sie geführt hatte.
Speaker 0: Da lag etwas ganz deutlich.
Speaker 0: Sie konnte es nur noch nicht erkennen, und irgendwie fürchtete sie sich vor dem, was es sein könnte.
Speaker 0: Ihr Zauberstab leuchtete nicht so hell, wie es das Irrlicht getan hatte, so konnte sie nur minimal vorausschauen.
Speaker 0: Immer schwerer wurde ihr Atem, und ihr wurde schlechter, als sich zusätzlich ein seltsamer Geruch der kalten Nachtluft beimischte.
Speaker 0: Bebend hob sie den Zauberstab höher, um mehr zu sehen.
Speaker 0: Da war ... Was?
Speaker 0: Ihr Herz setzte aus, als zwei lange Schatten an ihrem Gesicht vorbeischossen und sie von hinten gepackt wurde.
Speaker 0: Ihr Zauberstab fiel ihr Verschreck aus der Hand und das Licht erloscht sofort.
Speaker 0: Kalte Hände legten sich über ihren Mund und Panik überkam sie.
Speaker 0: Sie versuchte zu schreien, doch sie konnte nicht.
Speaker 0: Irgendetwas nahm ihr die Luft.
Speaker 0: Ihr Kopf schwirrte, ihre Kraft floss regelrecht aus ihrem Leib und ihre Beine gaben nach.
Speaker 0: Da war ein blauer Schein über ihr, und kälte.
Speaker 0: Ein Gefühl des Gleichmäßigen auf und ab überkam in Erwer, als sie nach und nach das Bewusstsein wiedererlangte.
Speaker 0: Nach diesem kurzen jedoch festen Schlafzustand war sie noch sehr benommen, sodass sie noch nicht mal die Kälte um sie herum und das Sternen für ein Moment über sich war nahm.
Speaker 0: Sie lehnte an etwas, was sich wie der Körper eines Menschen anfühlte, und trotzdem wie nichts, wie Lehre.
Speaker 0: Es war schon beinah ein unheimliches Gefühl, als würde sie ohne Zutun über dem Boden schweben, dass sie etwas deutlich spürte und das dennoch so durchlässig erschien.
Speaker 0: Wäre sie nicht noch immer so fern von ihrer eigentlichen Kraft, hätte sie geschrien und sich gewährt gegen dieses Etwas, was ihr so bedrohlich fremd war.
Speaker 0: Ein kalter Luftzug schlug in ihr Gesicht und sie schloss ihre Augen fester.
Speaker 0: Aber dies holte sie auch langsam aus diesem ohnmächtigen Zustand heraus.
Speaker 0: Kurz darauf spürte sie auch die Arme, die sie trugen.
Speaker 0: Deshalb auch dieses Monotone auf und ab.
Speaker 0: Da war es wieder.
Speaker 0: Sie fühlte etwas, aber irgendwie war es, als würde sie alleine über dem Erdboden schweben.
Speaker 0: Sie bildete sich das nicht ein.
Speaker 0: Minerva versuchte, irgendetwas wahrzunehmen.
Speaker 0: Doch da war kein Geruch, kein Laut wahrzunehmen.
Speaker 0: Und als sie sich dessen bewusst war, riss sie ihre Augen auf.
Speaker 0: Erbrubbt wandte sie ihren Blick in die Richtung ihres Trägers.
Speaker 0: Kastanien, braunes Haar und der Vollbad, die Kleidung, dieselbe, mit der er sie verlassen hatte, und dieselben klaren, blauen Augen, doch ohne das geringste Funkeln darin.
Speaker 0: Es schien, als er Semtliches Leben aus ihnen gewichen, und Minerva schluckte schwer.
Speaker 0: War das denn möglich?
Speaker 0: Seit Wochen hoffte und betete sie auf ein Lebenszeichen von ihm, und nun war er wieder hier, so plötzlich, dass es schon eine erschreckende Wirkung besaß.
Speaker 0: Er wirkte so ungewohnt abwesend, wie fern von der realen Welt, und er sah sie auch nicht an.
Speaker 0: Ich muss träumen, dachte Minerva Perplex, und schüttelte leicht den Kopf, um klarer zu werden.
Speaker 0: Sie zuckte zusammen, als sie seine Stimme hörte.
Speaker 0: Keine Sorge, du befindest dich in einem bemerkenswertwachen Zustand, Minerva, sagte Albus Dumbledore, der so leibhaftig bei ihr war.
Speaker 0: Sie war um Worte regelrecht geschlagen.
Speaker 0: Das konnte nicht sein.
Speaker 0: Er war hier.
Speaker 0: Eigentlich müsste sie sich freuen, ihn zu sehen, und auch hinderte sie irgendetwas daran.
Speaker 0: Etwas war anders an ihm.
Speaker 0: Etwas war nicht richtig.
Speaker 0: Aber sie konnte nicht genau sagen, was es war.
Speaker 0: Diese Wärme fehlte dieses Gefühl.
Speaker 0: Sie wagte es noch nicht einmal, ihm beim Namen zu nennen.
Speaker 0: Professor Dumbledore was, wollte sie fragen, doch er unterbrach sie ruhig.
Speaker 0: Bitte keine Fragen, auf die es keine Antworten geben wird, sagte er sehr leise und sie verstand nicht.
Speaker 0: Unsicher sah sie zu ihm auf, suchte seinen Blick, doch er sah sie immer noch nicht an.
Speaker 0: Sir?
Speaker 0: Er schloss die Augen, schaffte jedoch ein kraftloses Flächeln.
Speaker 0: Ich bin erschafft, flüsterte Dumbledore unendlich entkräftet.
Speaker 0: Ich weiß, du hast Fragen, Minerva, aber bitte nicht jetzt.
Speaker 0: Minerva musterte ihn eine Weile.
Speaker 0: Er wirkte sehr unversehrt.
Speaker 0: Wie nach einem großen Kampf gegen einen mächtigen Schwarzmagier sah er nicht aus, Nicht einmal seine Kleidung hatte gelitten, doch seine Augen sprachen die Bände, die seine Erscheine nicht vermochte.
Speaker 0: Da war kein Leben mehr, keine Freude, keine Trauer, er war leer.
Speaker 0: Er kam aus einem Sieg gegen Grindelwald und wollte wohl alles nur kein Wort darüber verlieren.
Speaker 0: War es ein Sieg?
Speaker 0: Eine Niederlage?
Speaker 0: Minerva konnte es wirklich nicht einschätzen.
Speaker 0: Allerdings wurde er immer mehr die Lage hier bewusst, denn was bei Merlind hat er hier mitten im verbotenen Wald?
Speaker 0: War er es auch, der sie überfallen hatte?
Speaker 0: Wobei überfallen dann wohl nicht das richtige Wort dafür mehr war, denn er würde vieles tun, aber sicher nichts, was ihr oder einem anderen schaden würde.
Speaker 0: Er blickte langsam zu ihr hinunter.
Speaker 0: Du musst vorsichtig sein, Minerva.
Speaker 0: Hier gibt es schrecklichere Dinge zu sehen, mehr noch als die Geschöpfe dieses Waldes.
Speaker 0: Minerva sah ihn verwirrt an.
Speaker 0: Sie fragte sich, was er meinte, denn was konnte schrecklicher sein als die magischen Geschöpfe, die den verbotenen Wald belebten?
Speaker 0: Aber sie wollte keine Fragen stellen.
Speaker 0: Dambel durchschien nicht im Willen zu sein, auch nur irgendeine davon zu beantworten.
Speaker 0: So nahm sie es schweigend hin.
Speaker 0: Nach einem scheinbar unendlich andauenden Fußmarsch durch den verbotenen Wald, standen sie endlich am Waldrand und schauten hinauf zu der Hochwortsschule.
Speaker 0: Hinter den Glasfenstern war das warme Licht der Fackeln und Kamine eingeschlossen.
Speaker 0: Minerva verspürte das große Bedürfnis, sich einfach in ihr Bett zu legen und zu schlafen.
Speaker 0: Alle Kraft schien aus ihrem Körper gewichen zu sein, und sie konnte sich nicht erklären, wovon.
Speaker 0: Peinlich berührt musste sie auch noch feststellen, dass der Professor sie immer noch trug.
Speaker 0: Nun war sie froh, dass die Dunkelheit die Röte ihrer Wangen verbarg.
Speaker 0: Die Nacht seiner Abreise stand immer noch unausgesprochen zwischen ihnen, und Minerva wagte es nicht, ihn darauf anzusprechen.
Speaker 0: Gerade erschien ihr dieser Zeitpunkt nicht dazu richtig oder geangemessen.
Speaker 0: Dambildor wandte seinen Blick erneut zu ihr.
Speaker 0: Seine klaren blauen Augen schienen von innen heraus, dumpf zu leuchten.
Speaker 0: Minerva sah ihn unsicher an.
Speaker 0: Es erinnerte sie an das irrlich zuvor, welches sie erst in den Wald gelockt hatte.
Speaker 0: Hatte es Minerva denn zu ihm geführt?
Speaker 0: Warum?
Speaker 0: Er wirkte sehr gequält, schwach.
Speaker 0: Professor fragte sie unsicher, ihre Augen direkt auf seine gerichtet.
Speaker 0: Äh, Hübers!
Speaker 0: Du solltest jetzt schlafen, sagte Erleise.
Speaker 0: Und Minerva verstand diese seltsame Aufforderung nicht.
Speaker 0: Wie?
Speaker 0: Schlaf.
Speaker 0: Minerva startte in seiner Augen.
Speaker 0: Das Flicht wurde immer intensiver.
Speaker 0: Ein unheimlicher Kälteschleier legte sich über ihren gesamten Körper und in ihrem Kopf hemmerte es unangenehm.
Speaker 0: Und ohne dass sie es mitbekam, verfieh sie in einen erneuten Schlaf.
Speaker 0: Dumbledor hielt Minerva bei sich und stieß ein verzweifeltes Seufzengenachthimmel aus.
Speaker 0: Fest drückte er die Schülerin in seine Arme und hielt sie sicher.
Speaker 0: Sie würde es verstehen.
Speaker 0: Irgendwann verzei mir.
Speaker 0: Ich danke dir herzlich und bis zur nächsten Geschichte.
Speaker 0: Deine Jana.
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