#241-242 Geliehene Zeit, zwei Umdrehungen - Severus & Hermine Zeitreise - Harry Potter FanFiction
Über diese Folge
Harry Potter FanFictionHogwarts, 1993. Zwei Umdrehungen können nicht schaden, denkt sich die 14jährige Hermine, als sie in der Halloweennacht ihres dritten Schuljahres erfährt, dass Sirius Black angeblich ins Schloss eingedrungen ist, um ihren Freund Harry Potter zu töten. Damit setzt sich die ehrgeizige Schülerin, der Professor McGonagall zwei Monate zuvor einen äußerst seltenen Zeitumkehrer ausgehändigt hat, damit sie mehrere Kurse gleichzeitig belegen kann, über das wichtigste Gebot hinweg: dass Zeit möglichst nicht verändert werden darf. Prompt bezahlt sie teuer dafür: Was als zweistündiger Ausflug geplant war, entwickelt sich zu einem wahren Horrortrip zwanzig Jahre in die Vergangenheit, die Zeit der Rumtreiber, Lily Evans’ und … eines sehr jungen Severus Snape. Unter ihrem Decknamen Jean Perlman muss Hermine so manches Abenteuer bestehen, doch als ihr lang ersehntes Ziel – die Rückkehr in ihre Zeit – endlich in greifbare Nähe rückt, muss sie sich entscheiden: für ihre alten Freunde oder eine neue Liebe zu einem alten Feind …
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Speaker 0: Schön, dass du wieder da bist.
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Speaker 0: Und jetzt?
Speaker 0: Schnappt ihr einen Kürbisaft, lehnt dich zurück und genießt das neue Kapitel.
Speaker 0: Lumos.
Speaker 0: Weiter geht es mal wieder mit Gelinezeit, zwei Umdrehungen.
Speaker 0: Kapitel twohundertundvierzig verarscht.
Speaker 0: Der heutige Emoji ist eine Katze.
Speaker 0: Schnell noch unten in die Kommentare gepostet und dann ganz viel Spaß.
Speaker 0: Rund zwanzig junge Mädchen und Remus waren im Astronomieturm zusammengekommen, um etwas über ihren Körper zu erfahren, was sie noch nicht wussten.
Speaker 0: Doch nach ungefähr zwei Stunden ging es eher um erste Liebe, ersten Herzschmerz und andere psychologische Aspekte des Erwachsenwerdens.
Speaker 0: Einige Mädchen erzählten frei heraus, was sie schon alles erlebt hatten und Jean bewunderte sie ins Geheim dafür.
Speaker 0: Weder sie, noch Mary, Priya und Lilly konnten viel Erfahrung vorweisen.
Speaker 0: Sie alle hatten schon mal geknutscht, mehr aber eben auch nicht.
Speaker 0: Und keine von ihnen trug ihr Herz auf der Zunge.
Speaker 0: Vielleicht war es Zeit, das zu ändern von Jean.
Speaker 0: Über bestimmte Dinge musste man einfach reden, um sie aufzudröseln und letztendlich ihre Bedeutung zu verstehen.
Speaker 0: Professor Himmels Stürmer war bemüht, ihren Schülern klarzumachen, dass alles gut so war, wie es war.
Speaker 0: Zwar befand man sich mitten in den wilden Siebzigern, wo viele Mädchen ihre Unschuld schon mit dreizehn oder vierzehn verloren, aber Liebe und Sex waren nun mal kein Wettbewerb und das sollten sie alle nie vergessen.
Speaker 0: Es gehe nicht darum, wer der oder die Erste war, sondern darum bereit zu sein, wenn es so weit war, und sein Augenmerk auf die Person zu richten, der man sich hingab.
Speaker 0: Auch überrechtliches wurde geredet.
Speaker 0: Wie die Gesetzeslage war, wenn sich beispielsweise ein siebzehnjähriger in eine vierzehnjährige verliebte.
Speaker 0: Das Ministerium erlaubte Geschlechtsverkehr grundsätzlich nur Volljährigen.
Speaker 0: Doch wer hielt sich daran, war Himmels Stürmers berechtigte Frage.
Speaker 0: Hier im Schloss war es grundsätzlich nicht gern gesehen.
Speaker 0: Auch Volljährige sollten sich bei ihren Schäferstündchen tunlichst nicht erwischen lassen, warnte die Lehrerin eindringlich.
Speaker 0: Was ist, wenn sie sich ein Zimmer im Eberkopf nehmen, fragte ein Mädchen aus Ravenclaw.
Speaker 0: Alle lachten, manche applaudierten.
Speaker 0: Ja, das würde wohl gehen.
Speaker 0: Auch Professor Himmelsstürmer schmunzelte.
Speaker 0: Es wäre vermutlich aber kein allzu romantisches Erlebnis, womit sie ihn Jeans Augen völlig recht hatte.
Speaker 0: Dürfen zwei Volljährige es unten am See miteinander treiben, wenn sie sich sicher sind, dass keiner sie beobachtet?
Speaker 0: wollte eine mutige Viertklässlerin aus Gryffindor wissen.
Speaker 0: Leider nein, Professor Himmelsstürmer schüttelte bedauern den Kopf.
Speaker 0: Der See gehört zum Schulgelände, also nichts da.
Speaker 0: Dasselbe gilt im Übrigen für den verbotenen Wald, falls jemand von euch auf die absurde Idee kommen sollte, es an einem Ort zu machen, der das Wort verboten bereits im Namen trägt.
Speaker 0: Wieder kicherten alle.
Speaker 0: Professor Himmelsstürmer wusste ihren Unterricht wirklich witzig und zugleich lehrreich zu gestalten.
Speaker 0: Sie war empathisch und ließ nie jemanden auflaufen.
Speaker 0: Jean verstand einfach nicht, dass diese kluge Frau, die hier vor ihr stand, etwas mit einem Schüler angefangen hatte.
Speaker 0: Und mit was für einem?
Speaker 0: Was Nielsen betraf, so war er zwar volljährig, befand sich aber dennoch in einem abhängigen Verhältnis zu ihr als Lehrerin, die ihn schließlich beurteilen musste.
Speaker 0: Machte der Schwede vielleicht einen seiner Uzz in Astronomie und nutzte seine Lehrerin deswegen aus?
Speaker 0: Jean wusste es nicht.
Speaker 0: Sie mut maßte jedoch, dass es sich eher umgekehrt verheelt.
Speaker 0: Sie war abhängig von ihm.
Speaker 0: Von Geschlechtsverkehr mit ihm?
Speaker 0: War sie in ihn verliebt?
Speaker 0: Oder hatte sie ihn nach Jeans und Severus anonyme Eule tatsächlich fallen lassen?
Speaker 0: Eine Zeit lang hatte es danach ausgesehen, doch auch da war Jeans sich nicht sicher.
Speaker 0: Nielsen würde seine Uzz in Hogwarts machen.
Speaker 0: Er war im siebten Jahr und danach war seine schulische Laufbahn beendet.
Speaker 0: Nach Dermstreng würde er sicher nicht mehr zurückkehren.
Speaker 0: Er hoffte, er sich in Großbritannien bleiben zu dürfen, nachdem er hier schon die Schule abgeschlossen hatte?
Speaker 0: Jean hatte keine Ahnung, was Nielsen genau anstrebte.
Speaker 0: Aber dass er und Freya Himmelsstürmer sich in einer unguten Liaison miteinander befanden oder befunden hatten, davon war sie so gut wie überzeugt.
Speaker 0: Es war kurz vor zwölf und Professor Himmelsstürmer erkundigte sich, ob jemand noch Fragen habe.
Speaker 0: Ansonsten konnten die Schüler schon einmal langsam Richtung Große Halle gehen, wo das Mittagessen schon auf sie wartete.
Speaker 0: Was wären für sie persönlich gute Gründe, eine Liebesbeziehung zu beenden, Professor?
Speaker 0: Alle Köpfe wandten sich ihr zu und Jean konnte für einen Moment kaum begreifen, dass sie diese Frage tatsächlich gestellt hatte.
Speaker 0: Die Lehrerin mit dem hellbraunen Zopf und den großen blauen Augen betrachtete Jean ruhig.
Speaker 0: Zu ruhig, wie Jean vorkam, ihr kam es so vor, als sei sie auf diese oder ähnliche Fragen vorbereitet gewesen.
Speaker 0: Da gibt es eine Menge Gründe.
Speaker 0: antwortete sie und begann langsam vor der Klasse auf und abzugehen.
Speaker 0: Ich hatte einmal während der Sommerferien einen Freund in der Stadt, in der ich mit meiner Familie lebte.
Speaker 0: Er war Muggel und hat mich mit Geschenken überhäuft, mir ständig gesagt, er hätte noch nie in seinem Leben jemanden getroffen wie mich.
Speaker 0: Ziemlich viel Süßholz hat er geraspelt.
Speaker 0: Am Ende des Sommers wollte er mit mir schlafen, aber ich fühlte mich noch nicht bereit.
Speaker 0: Da habe ich mit ihm Schluss gemacht, denn er setzte mich ziemlich unter Druck.
Speaker 0: Ich würde ihn nicht lieben, ich hatte gewiss einen anderen, ich sei Frigide und würde sowieso keinen außer ihm abbekommen.
Speaker 0: Er widersprach sich ständig, gab aber in allem mir die Schuld.
Speaker 0: Sie blickte in die Runde.
Speaker 0: Er war besitzergreifend und besessen von mir, doch das habe ich zunächst nicht erkannt.
Speaker 0: Meine Eltern mussten mich darauf aufmerksam machen.
Speaker 0: Lasst euch niemals unter Druck setzen, Mädchen.
Speaker 0: Du auch nicht, Remus.
Speaker 0: Lasst euch nicht emotionaler pressen.
Speaker 0: Wäre Hogwarts keine Schule für Hexen und Zauberer, wäre er mir wohl bis hierher gefolgt.
Speaker 0: Er war eifersüchtig auf die Jungs in meiner Klasse, obwohl er keinen einzigen davon kannte.
Speaker 0: Er hob die Hand gegen mich, wenn ich nicht spurte.
Speaker 0: Und was ich anfangs bei ihm für Selbstbewusstsein gehalten habe, erwies sich im Nachhinein als falliger Trugschluss.
Speaker 0: Er besaß keinen Selbstwert, nicht für zwei Sickel, und musste sich deswegen mit mir schmücken.
Speaker 0: Am Ende wusste sich mein Vater keinen anderen Rat mehr und belegte ihn mit einem Vergessenszauber.
Speaker 0: Dafür werde ich ihm ewig dankbar sein.
Speaker 0: Die Kursteilnehmer schwiegen betroffen.
Speaker 0: Finden Sie, dass es stimmt, dass man in der Liebe immer wieder dieselben Fehler macht?
Speaker 0: fuhr Jean vorzufragen.
Speaker 0: Beziehungsweise sich mit derselben Art Leute einlässt, die einem eventuell nicht gut tun.
Speaker 0: Wieder bedachte die Lehrerin sie mit einem intensiven Blick.
Speaker 0: Sie weiß es, dachte Jean.
Speaker 0: Spätestens jetzt weiß sie, dass ich es war, die ihr den Brief schrieb.
Speaker 0: So etwas kommt leider nicht selten vor, gab Himmels Stürmer zu.
Speaker 0: Woran das liegt, da sind sich die Experten noch uneinig.
Speaker 0: Aber es hat wohl mit den unterschiedlichen Prägungen zu tun, die wir aus der Kindheit mitnehmen.
Speaker 0: Sie wandt sich noch.
Speaker 0: Auch Madame Rosmerte hatte etwas von Prägungen erzählt.
Speaker 0: Wie sollte eine solche Prägung wohl für mich aussehen?
Speaker 0: fragte sich Jean.
Speaker 0: Werde ich immer an Jungs oder Männer geraten wie Severus, denen ich hinterher laufe in der Hoffnung, dass sie mir eine Brotkome hinwerfen?
Speaker 0: Zum Glück liess ich bei ihr noch kein entsprechendes Muster erkennen.
Speaker 0: Ron Weasley war auf eine ganz andere Art hoffnungslos als Snape.
Speaker 0: Und falls sie jemals einen wie Stacy McMillian näher an sich heranließ, dann war besagtes Muster völlig durchbrochen.
Speaker 0: Ich habe gewiss nicht immer alles richtig gemacht, sagte Professor Himmelsstürmer und sah Jean dabei an.
Speaker 0: Vielleicht gehöre selbst ich zu denen, die langsam lernen.
Speaker 0: Wenn ihr das Gefühl habt, immer an denselben Schlag Mensch zu geraten, der euch nicht gut tut, hinterfragt eure eigenen Motive.
Speaker 0: Das ist alles, was ich euch sagen kann.
Speaker 0: Jean beschloss, ihrer Lehrerin nicht weiter zu bedrängen.
Speaker 0: Letzten Endes weiß ihre Sache, wenn sie sich weiterhin mit Nielsen einließt.
Speaker 0: Wie der Dermstreng gefühlsmäßig aus dieser Affäre hervorging, war Jean ziemlich egal.
Speaker 0: Hatte der überhaupt Gefühle?
Speaker 0: Er nutzte Druid aus, die sich für ihn erniedrichte und immer wieder zu ihm zurückkrocht.
Speaker 0: Obwohl Jean das Mädchen zutiefst verabscheute, tat sie ihr gleichzeitig leid.
Speaker 0: Doch ihre Loyalität lag noch immer bei ihrer Lehrerin.
Speaker 0: Geh ruhig schon mal vor, ich komme danach, sagte Jean zur Lilly, als diese mit ihr gemeinsam zum Mittagessen gehen wollte.
Speaker 0: Ich muss noch kurz was erledigen.
Speaker 0: Glücklicherweise fragte die Freundin nicht näher nach, sondern verschwand mit Mary, Priya und Remus in Richtung Treppenhaus.
Speaker 0: Sobald auch alle anderen Mädchen gegangen waren, begab Jean sich umgehen zum Gobbeln von Barnabas dem Bekloppen.
Speaker 0: Wie sie erwartet hatte, war die ihm gegenüber liegende Wand leer.
Speaker 0: Kein Bild hing dort und erst recht keine Tür war zu sehen.
Speaker 0: Jean packte ihren Zauberstab fester.
Speaker 0: Dreimal musste sie an eben jener Wand vorbeigehen.
Speaker 0: Eigentlich sechsmal, da sie ja auch jedes Mal wieder zurückgehen musste.
Speaker 0: Verdammt, hatte sie das richtig verstanden?
Speaker 0: Was, wenn es nicht klappte?
Speaker 0: Wenn erst gar keine Tür erschien, weil sie etwas falsch gemacht hatte, dann musste sie einen anderen Raum suchen und konnte sie nicht sicher sein, dass sie dort ungestört blieben.
Speaker 0: Davon einmal ganz abgesehen, wusste sie nicht, woher sie die Staffel Lein, die Leinwand und die Malfarben nehmen sollte.
Speaker 0: Auch eine fähige junge Hexe wie sie konnte diese Dinge nicht einfach aus dem Ärmel zaubern.
Speaker 0: Komm schon, konzentrier dich, sagte sie leise zu sich selbst.
Speaker 0: Wenn du es nicht schaffst, dir alles, was du brauchst, bildlich vorzustellen, wird es nicht funktionieren.
Speaker 0: Jean atmete dreimal tief durch.
Speaker 0: Dann fing sie langsam und leicht schwankend an zu gehen.
Speaker 0: Sie hatte schlecht geschlafen und das rechte sich jetzt.
Speaker 0: Ich wünsche mir einen Raum, in dem ich meinen Aktmalkurs abhalten kann.
Speaker 0: Er muss großzügig geschnitten sein, dass mindestens dreißig Leute darin Platz finden.
Speaker 0: Tageslicht wäre nicht schlecht.
Speaker 0: Ferner brauche ich dringend die selber Anzahl an Stühlen und Staffelein, Ölfarben, Kreiden, Bundstifte, alles, was man zum Malen so braucht.
Speaker 0: Sie war ungefähr zehn Meter gegangen, dann machte sie kehrt.
Speaker 0: All das brauche ich wirklich ganz dringend.
Speaker 0: Ich muss diesen Raum haben, weil wir ungestört sein sollen.
Speaker 0: Die Staffelein, die Farben, die Stifte, die Stühle nicht vergessen.
Speaker 0: All diese Sachen sind wichtig, und ich wünsche sie mir hiermit herbei.
Speaker 0: Sie war wieder da, wo sie angefangen hatte, also begann sie von neuem, die dritte und letzte Runde.
Speaker 0: Raum der Wünsche, bitte zeig dich mir, ich brauche dich so sehr.
Speaker 0: Ich will mit den anderen Mädchen malen, und dafür braucht es einen sicheren Ort.
Speaker 0: Wir wollen Phoebe malen, wir werden Stacey malen, und dafür brauchen wir unbedingt.
Speaker 0: Es folgte eine weitere Aufzählung.
Speaker 0: Jean fühlte sich wie ein Puma in einem unsichtbaren Käfig, und ihr Flehen wurde immer dringlicher.
Speaker 0: Das, was ich wirklich will, das, was ich brauche, das, wonach ich mich sehne.
Speaker 0: Schließlich war er soweit.
Speaker 0: Drei Mal war sie in beide Richtungen an der leeren Wand vorbeigetiegert und stand jetzt wieder an ihrem Ausgangspunkt.
Speaker 0: Langsam drehte sie sich um.
Speaker 0: Blinzelte.
Speaker 0: Im dämrigen Licht einer Fackel am Ende des Ganges glaubte sie, etwas wahrzunehmen, was vorher nicht da gewesen war.
Speaker 0: Etwa fünf Meter von dort entfernt, wo sie jetzt stand.
Speaker 0: Bei Merlin war das etwa ein Türknopf?
Speaker 0: Fast rannte sie darauf zu.
Speaker 0: Ja, verflucht, das war tatsächlich ein Türknopf, und Merlin macht's möglich.
Speaker 0: Es hing sogar noch eine Tür mit dran.
Speaker 0: Diese hatte dieselbe Farbe wie die Steine, aus denen Hogwarts geschaffen worden war, deshalb waren die Übergänge zur Wand kaum zu erkennen.
Speaker 0: Doch es war wirklich eine Tür.
Speaker 0: Eine einfache, antrazidfarbene Tür mit einem gleichfarbigen Knopf.
Speaker 0: Unglaublich legte Jean eine Hand darauf, drehte sie, die Tür sprang fast geräuschlos auf.
Speaker 0: Das erste, was Jean wahrnahm, als sie den Raum der Wünsche betrat, war das Licht, besser gesagt das fehlende Licht.
Speaker 0: Der Raum lag halb im Dunkeln, obwohl ein paar verirrte Sonnenstrahlen durch ein winziges, halb blindes und von Spinnweben verhangenes Dachfenster zu ihrer Linken fielen.
Speaker 0: Enttäuschung machte sich in ihr breit, trotzdem trat sie näher.
Speaker 0: Der Raum war nur wenige Quadratmeter groß, kleiner als ihr Kinderzimmer in ihrem Elternhaus gewesen war.
Speaker 0: Mehr als die Hälfte davon wurde von einer Dachschreige dominiert, Dicke Rohre, aus denen es geluckerte, zogen sich an der Längsseite des Raumes entlang.
Speaker 0: Warm war es, das ließ sich nicht leugnen.
Speaker 0: Angenehm war es sogar.
Speaker 0: Doch wo waren die Staffeleien, die Stühle, das Podest, die Farben?
Speaker 0: Halt!
Speaker 0: Stühle gab es.
Speaker 0: Ein paar jedenfalls standen ganz flings in der Ecke aufgestapelt, neben einem uralt anmutenden Holzschrank, dessen eine Tür halb offen stand.
Speaker 0: Eine löchere Wolldecke hing heraus.
Speaker 0: Daneben stand ein offenbar ausrangierter Sessel, auf dessen rissiger Sitzfläche Haare zu kleben schien.
Speaker 0: Jean rümpfte die Nase, das konnte doch nicht wahr sein.
Speaker 0: Ich befinde mich auf einem Dachboden, schoss es ihr durch den Kopf.
Speaker 0: Dieser Geruch nach Schimmel, die im licht tanzenden Staubpartikel der Sessel mit der aufgeplatzten Sitzfläche, der neben dem Schrank stand.
Speaker 0: Sie lachte auf, doch es klang eher wie ein Schluchzen.
Speaker 0: Ein Dachboden!
Speaker 0: Ich habe mir ein Atelier gewünscht und einen verfickten Dachboden
Speaker 0: bekommen.".
Speaker 0: Die junge Hexe ging buchstäblich in die Knie.
Speaker 0: Warum war ihr Projekt so dermaßen schief gelaufen?
Speaker 0: Konnte sie es noch einmal versuchen?
Speaker 0: Aber was würde sich ihr dann zeigen?
Speaker 0: Eine Abstellkammer?
Speaker 0: Eine öffentliche Bedürfnisanstalt?
Speaker 0: Ein Heim für besonders debile Garten-Gnome?
Speaker 0: Lautlos fing sie an zu weinen.
Speaker 0: Sie hatte sich so viel davon versprochen.
Speaker 0: Warum hatte ein Mensch ständig Erwartungen, wenn sie ja doch nie erfüllt wurden?
Speaker 0: Das leise Knarzen aus der linken Ecke, wo sich der Schrank befand, hörte sie gar nicht.
Speaker 0: Sie sah auch nichts, weil ihre Augen in Tränen schwammen und sie beide Handflächen davor geschlagen hatte, um sie zurückzudrängen.
Speaker 0: Die federleichte Berührung in ihrem linken Oberschenkel war es, die sie vor Angst und Ekel zusammenzucken ließ.
Speaker 0: Mit einem leisen Aufschreiris sie die Hände vom Gesicht und wollte aufspringen, Da war das rote, große Knoll aber schon auf ihren Schoß gehüpft.
Speaker 0: Es rieb sich an ihren Tränen aus dem Wangen und machte dabei Geräusche wie ein kleiner Brummen der Motor.
Speaker 0: Jean fing laut an zu schluchzen.
Speaker 0: Dann warf sie beide Arme um ihren lang vermissten Krumbein, drückte ihn fest an sich und bließ den Tränen freien Lauf.
Speaker 0: Kapitel twohundertzweiundvierzig Eine tiefgreifende Erkenntnis.
Speaker 0: Rückblickend hätte Jean nicht sagen können, wie lange sie dort kauerte, den Kater im Arm.
Speaker 0: Sie lachte und weinte gleichzeitig, während Grumbine auf ihrem Schoß Schnurrte dabei Köpfchen gab und mit den Fötchen trädelte.
Speaker 0: Sein Fell wurde ganz nass von ihren Tränen, und wahrscheinlich war das der Anlass dafür, dass er sich irgendwann aus ihren armen Wand und mit hoch erhobenen Schwanz um sie herum tänzelte.
Speaker 0: Wie konnte er plötzlich hier sein?
Speaker 0: Nicht bloß auf diesem seltsamen Dachboden, sondern in ihrer Zeit.
Speaker 0: Wie beim Merlins verschissensster Feinrippen unter Hose, konnte er jetzt auf einmal hier sein.
Speaker 0: Krummbayn verrät es nicht.
Speaker 0: Schließlich hob sie den großen roten Kater auf und verließ den Raum der Wünsche, ohne zurückzusehen.
Speaker 0: Kaum stand sie wieder auf dem Gang, fiel die Tür lautlos hinter ihr ins Schloss und war im nächsten Augenblick auch schon verschwunden.
Speaker 0: Krummbayn, mein Krummbayn, wissperte sie einums andere Mal.
Speaker 0: Fast drei Monate.
Speaker 0: So lange hatte sie ihn nicht gesehen.
Speaker 0: Jean war sich so sicher gewesen, dass er entweder in der Slytherin Toilette von nineteenhundertdreiundneunzig zurückgeblieben oder irgendwo innerhalb der zwanzig Jahre dazwischen verschollen war.
Speaker 0: Er hatte doch nur an ihrem Bein gehangen, als sie in den Sog der Zeit geraten war und sie hatte es nicht mehr geschafft, ihm die Kette des Zeitumkehrs um sein dickes Köpfchen zu legen.
Speaker 0: Was sollte sie jetzt tun?
Speaker 0: Wohin sollte sie gehen?
Speaker 0: Eins war klar, sie durfte ihn nicht loslassen.
Speaker 0: Nie wieder.
Speaker 0: Aber das ging ja nicht.
Speaker 0: Lilly unten in der großen Halle war sicher schon wieder hart am Durchdrehen, weil Jean schon zum wiederholten Mal verschwunden war, ohne ihr Bescheid zu sagen.
Speaker 0: Ohne zu wissen, wohin sie ging, steuerte sie auf das Treppenhaus zu.
Speaker 0: Von dort aus wanderte sie weiter zum Porträloch.
Speaker 0: Ihr Gesicht hatte sie in Crumbines Fell vergraben, sie bewegte sich quasi blind.
Speaker 0: Die vette Dame murmelte etwas Unverständliches, als Jean ihr das Passwort gab, ließ die beiden jedoch anstandslos ein.
Speaker 0: Sie lockerte den Griff um den Karte erst, als sie die Tür zum Schlafsaal der Drittklässlerinnen hinter sich geschlossen hatte.
Speaker 0: Vorsichtig setzte sie ihn auf ihrem Bett ab, wo er sich so gleich noch immer laut schnurrend auf ihrem Kissen breitmachte.
Speaker 0: Das hatte er früher schon oft getan, offenbar roch das Kissen intensiv nach ihr.
Speaker 0: Jeans ganze Körper zitterte noch immer unkontrolliert und sie musste sich auf die Bettkante setzen.
Speaker 0: Dort blieb sie hocken und beobachtete den Kater mit dem seltsam eingedrückten Gesicht dabei, wie er es sich neben ihr bequemachte.
Speaker 0: Ihr Blick glitt über den zuckenden Flaschenbürstenschwanz, über das dicke, orange-rote Feld zu den Pinselohren.
Speaker 0: Krummbain beobachtete sie aufmerksam, wobei er immer wieder die Augen zusammen kniff, so als wollte er sagen, du hast dir aber mächtig Zeit gelassen, mich zu finden.
Speaker 0: Das hier hättest du schon viel früher haben können.
Speaker 0: Das war der Moment, in dem Jean eine Erkenntnis durchzuckte.
Speaker 0: Sie sprang auf, wie von einem von Aragox zahllosen Ahnen gestochen, umrundete das Bett, riss den Deckel ihres Schrankkoffers auf und begann, wie wild alles, was sich darin befand, in hohem Bogen hinter sich zu werfen.
Speaker 0: Zum schnellen, ordentlichen Auspacken hätte sie für gewöhnlich einen Packzauber benutzt, doch sie war körperlich so angespannt, dass sie sich einfach bewegen, dass sie buchstäblich mit Dingen um sich werfen musste.
Speaker 0: um die Energie, die sich in ihr aufgebaut hatte, loszuwerden.
Speaker 0: Deshalb gebärdete sie sich wie Fang, wenn er im Frühling auf der Wiese neben Hagrid's Hütte nach Maul wirfen grub und dabei eine Kaskade von Erdklumpen und Gras beschüllen hinter sich Regnen ließ.
Speaker 0: Das, was sie suchte, fand sie erst ganz zum Schluss am Boden des Koffers.
Speaker 0: Ein winziges, fest zusammen gedrücktes Pergamentkügelchen, das an den Seiten aufriss, als ihre bebenden Finger versuchten, es auseinander zu ziehen und zu glätten.
Speaker 0: Als es ihr schließlich gelungen war, lauf sie die Worte, die so aussahen, als wären sie mit einer vorsinnflutlichen Schreibmaschine getippt worden, laut vor.
Speaker 0: Finde den, der dir die Zukunft mahlt.
Speaker 0: Seine Pinsel werden dir die Richtung weisen.
Speaker 0: Dann nahm sie die Augen von der magischen Glückskeksbotschaft und richtete sie erneut auf Krumbein, genauer gesorgt auf seine Ohren.
Speaker 0: Zwei rote Haarbischel erwuchsen daraus, nicht so lang und auffällig wie bei reinrassigen Knieseln, doch unverkennbar seine Herkunft verkündend.
Speaker 0: Die Pinsel, die ihr die Richtung weisen würden.
Speaker 0: Wie konnte ich das nicht sehen?
Speaker 0: fragte sie laut in den Raum hinein.
Speaker 0: Weder der noch krummen Bein gaben ihr eine Antwort.
Speaker 0: Wie konnte ich so dumm sein?
Speaker 0: Sie zog den Elderstab aus ihrem Hosenbund, wo sie ihn jetzt immerhin steckte, seit sie ihren Umhang nicht mehr hatte.
Speaker 0: Du, rief sie mit erstickter Stimme.
Speaker 0: Du hast es gewusst.
Speaker 0: Deswegen hast du das Wort Aktmalerei auf ein Stück Pergament geschrieben und dafür gesorgt, dass ich es finde.
Speaker 0: Wie konntest du das wissen?
Speaker 0: Hast du das wirklich alles eingefädelt und mich zu Rosie geschickt, damit sie mir vom Raum der Wünsche erzählt?
Speaker 0: Erneut betrachtete sie den Zettel.
Speaker 0: Und du?
Speaker 0: Seid ihr miteinander im Bunde?
Speaker 0: Wieder kamen ihr die Tränen.
Speaker 0: Sie wusste, dass sie Schwassen redete.
Speaker 0: Weder ein Zauber starb, noch eine Botschaft aus einem magischen Glückskeks hatten ein Gehirn, dass sie dazu befähigte, solche Dinge zu tun.
Speaker 0: Doch sie enthielten eines – Magie.
Speaker 0: Und endlich wurde Jean etwas klar.
Speaker 0: Wenn es einem bösen Zauberer mithilfe eines magischen Tagebuchs gelang, ein unbedarftes Mädchen zu seiner Dienerin zu machen, dann war das Magie.
Speaker 0: Wenn ein guter Zauberer einen nicht weniger unbedarften Jungen einen wertvollen Stein finden ließ, dessen Macht jener Junge sich niemals zu eigen machen würde, während derjenige, der alles Erdenkliche daran setzen würde, um ihn besitzt, des Steins zu kommen, um ihn für seine Zwecke zu missbrauchen, eben diesen Stein nicht finden konnte, dann war das Magie.
Speaker 0: Wenn eine junge Hexe ihre geliebte Katze in einer Toilettenkabine verlor und drei Monate später auf einem alten Dachboden wieder mit ihr vereint wurde, Dann war das Magie.
Speaker 0: Und wenn dieselbe junge Hexe niemals aufgeben würde, wenn sie all die Zeichen, die sich ihr im Laufe der Zeit präsentierten, richtig deutete, dann würde sie nach Hause finden.
Speaker 0: Jeansblick glitt über all die kleinen Dinge, die jetzt noch am Boden des Koffers verstreut lagen.
Speaker 0: Den Brief, den sie nicht vor Imbolk öffnen durfte, die Fiole mit Dumbledos Gedanken, die er ihr an Weihnachten zum Geschenk gemacht hatte.
Speaker 0: Christopher's Briefe, den zerknitterten Zettel in ihrer Hand.
Speaker 0: Ich werde nach Hause kommen, flüsterte sie.
Speaker 0: Wenn ich es wirklich versuche, werde ich nach Hause kommen.
Speaker 0: Willst du überhaupt noch mal irgendwann zum Mittagessen auftauchen?
Speaker 0: Natürlich war Lily höchst ungehalten, und diesmal konnte Jean ihr auch nicht die Wahrheit erzählen über den Grund ihrers fernbleibens.
Speaker 0: Naja, zumindest etwas spannendes konnte sie berichten.
Speaker 0: Ich habe den Kniesel gefunden.
Speaker 0: Hä?
Speaker 0: kam es von Lily.
Speaker 0: den Kniesel, von dem Professor Kesselbrand neulich gesprochen hat, nachdem ich mehrmals mit Cerberus gesucht habe.
Speaker 0: Ach, Jean, das weiß ich doch.
Speaker 0: Aber wo hast du ihn gefunden?
Speaker 0: Und wo ist er jetzt?
Speaker 0: Jetzt wurde es schwierig.
Speaker 0: Tja, ähm, er lief doch tatsächlich bei uns oben am siebten Stock rum.
Speaker 0: Und komischerweise war er diesmal gar nicht scheu.
Speaker 0: Denkt ihr nur, ich konnte ihn einfangen, ohne ihn zu schocken.
Speaker 0: Und jetzt ist er äh... Professor Himmelsstürmer betrat das Klassenzimmer.
Speaker 0: Alle Schüler setzten sich auf ihre Plätze und Jean bolgte sich ganz nah zu Lilly hinüber.
Speaker 0: In unserem Schlafsaal.
Speaker 0: Wie bitte?
Speaker 0: Du willst mich doch verarschen.
Speaker 0: Was, wenn er uns ins Bett pisst?
Speaker 0: Keineswegs, eher Miss Pearln and Miss Evans.
Speaker 0: Ich nehme doch stark an, sie beide wollen auch etwas über magische Verhütung lernen.
Speaker 0: Sonst säßen sie nicht hier, oder?
Speaker 0: Die beiden jungen Hexen zogen die Köpfe ein und schwiegen klein laut.
Speaker 0: Später.
Speaker 0: Hauchte Jean und Lily verdrehte als Antwort nur die Augen.
Speaker 0: Die junge Lehrerin beendete ihren Kurs um Punkt zwei Uhr und verkündete gleichzeitig, dass der Sturm schon beträchtig nachgelassen habe.
Speaker 0: Die Gefahrschienen gebannt und die Schüler von Hogwarts sollten noch etwas von ihrem wohlverdienten Wochenende haben, wenn sie nur gewusst hätte.
Speaker 0: Jedenfalls beeilten Jean und Lily sich nach dem Gong, um noch vor Mary und Priya zurück in den Gryffindor-Turm zu gelangen, Doch sie hatten ihre Rechnung nicht mit Beredika gemacht, der Boris Besofsky offenbar noch ein paar Minuten eher freigegeben hatte.
Speaker 0: Du, Jean, begann die sonst immer so abgeklärt wirkende kleine Bulgarin mit völlig verdattertem Gesichtsausdruck, jemand war an deine Koffer, alles ist überall, komm und zieh.
Speaker 0: Schon gut, Beredika, es waren keine Diebe am Werk, das war ich selbst, versuchte Jean das aufgeregte Mädchen zu besänftigen.
Speaker 0: Ich habe auf die Schnelle was gesucht.
Speaker 0: Wo war bloß Krumbein?
Speaker 0: War er entwischt, als Bredika den Schlafzer erbetreten hatte?
Speaker 0: Oder hatte er sich unter einem der fünf Himmelbetten versteckt?
Speaker 0: Professor Fliedwig muss enttäuscht sein von dir, erwiderte Bredika mit einem tiefen Seufzer.
Speaker 0: Aufrufe Zauber so einfach, aber du machst Scheiße.
Speaker 0: Züge wollte sich umdrehen, hielt dann aber inne.
Speaker 0: Da ist was in deine Bett.
Speaker 0: Es ist groß und rot und kann nicht sein, ich warte immer noch auf meine Periode, versuchte Jean einen Scherz zu machen.
Speaker 0: Lilly neben ihr stieß einen undefinierbaren Laut aus.
Speaker 0: Und sagt Miau, sprach das dunkelhaarige Mädchen, indigniert seinen Satz zu Ende.
Speaker 0: Ach das, das ist nur der Kniesel.
Speaker 0: Lilly brach in lautes Gelächte aus.
Speaker 0: Ja, ich seh, Bredika zog die Augenbrauen zusammen.
Speaker 0: Aber woher kommt?
Speaker 0: Also erzählte Jean die ganze erfundene Geschichte noch einmal.
Speaker 0: Lely und Bredika saßen derweil auf der Kante ihres Bettes, dessen Vorhänge wie immer geöffnet waren und streichelten Krummenbein, der sich das durchaus gefallen ließ.
Speaker 0: Normalerweise mochte er Fremde nicht sonderlich, doch nun musste er ausgehungert sein nach Streicheleinheiten.
Speaker 0: Er wurde erst nervös, als auch Mary und Priya im Zimmer standen und um die Wette verzückte Laute von sich gaben.
Speaker 0: Aber er kann doch nicht hier bleiben, oder?
Speaker 0: Gab Priya zu bedenken.
Speaker 0: Er gehört dir nicht.
Speaker 0: Gehört er überhaupt irgendwem?
Speaker 0: Weiß ich nicht, log Jean.
Speaker 0: Natürlich werde ich ihn nicht einsperren, aber ich möchte ihm klarmachen, dass er hier einen Platz hat, an den er immer zurückkommen kann, wenn ihm danach ist.
Speaker 0: Kniesel oder Kniesel-Mischlinge sind sehr freiheitsliebend.
Speaker 0: Ich dachte, ich lass ihn sich eine Weile ausruhen, danach kann er wieder seine Wege gehen.
Speaker 0: Hat er schon was gefressen, erkundigte sich Mary.
Speaker 0: Zumindest habe ich ihm nichts angeboten.
Speaker 0: Jean befiel augenblicklich ein schlechtes Gewissen, vor allem, als sie sah, wie Krumbein bei dem Wort Fressen seine Pinselohren aufstellte.
Speaker 0: In der Vergangenheit, oder besser gesagt in der Zukunft, hatte sie ihn selten gefüttert, denn er hatte sich sein Essen meist selbst gesucht.
Speaker 0: Aber draußen lag eine tiefe Schneedecke, und sie wusste nicht, ob es genügend Mäuse im Schloss gab.
Speaker 0: Hm, vielleicht sollte es ihn zu Hagrid bringen, schlug Lilly vor.
Speaker 0: Der hat vielleicht noch Mäuse übrig.
Speaker 0: Glücklicherweise kamen keines der anderen Mädchen auf die Idee nachzufragen, was genau sie damit meinte.
Speaker 0: Doch die Idee an sich war super von Jean.
Speaker 0: Perfekt, ich bringe ihn gleich runter.
Speaker 0: Hast du nicht so einiges vorzubereiten?
Speaker 0: Für deinen Kurs, fragte Priya Agwünisch.
Speaker 0: Mal Utensilien besorgen und so?
Speaker 0: Wo soll das Ganze denn jetzt überhaupt stattfinden?
Speaker 0: Der Kurs, fiel es Jean Siedentheis wieder ein.
Speaker 0: So langsam drohte dies alles, hier ihr zu entgleiken.
Speaker 0: Wie sollte es ihr gelingen, den Raum der Wünsche mit der richtigen Ausstattung zu manifestieren?
Speaker 0: Der erste Versuch war gründlich fehlgeschlagen, wenn man so wollte, obwohl sie glaubte, höchst konzentriert gewesen zu sein.
Speaker 0: Sie fürchtete sich davor, was dieser Raum ihr als nächstes präsentieren würde, wenn ein paar Gänge weiter dreißig schnatternde Mädchen in den Startlöchern standen, um nackte Körper zu malen.
Speaker 0: Verdammt, flüsterte sie.
Speaker 0: Verzeiht mir Mädels, sagte sie dann, aber ich weiß nicht, ob ich nicht den Mund zu voll genommen habe.
Speaker 0: Ich habe mich gekümmert, aber etwas an dem Plan hakt noch.
Speaker 0: Ehrlich gesagt habe ich Angst, mich tierisch zu blamieren, weil ich nicht rechtzeitig fertig werde.
Speaker 0: Sie blickte in enttäuschte Minen.
Speaker 0: Krumbein war bis auf Weiteres vergessen.
Speaker 0: Bitte, bitte nicht, Jean, rief Mary.
Speaker 0: Der Kurs muss stattfinden.
Speaker 0: Was fehlt denn noch?
Speaker 0: Nein, Jean, nein, das kommt nicht in Frage.
Speaker 0: Bredika klang streng wie einer Professor McGonagall mit vulgarischem Akzent.
Speaker 0: Brachst du vielleicht unsere Hilfe?
Speaker 0: Priya war sich allem anscheinend nach jetzt doch ziemlich sicher, dass sie ebenfalls teilnehmen wollte.
Speaker 0: Ich, ich weiß nicht genau.
Speaker 0: Jean tigerte im Schlafsaal auf und ab.
Speaker 0: Rosmerzer hatte es nicht laut ausgesprochen, doch Jean war sich sicher, dass es keine gute Idee war, anderen vom Raum der Wünsche zu erzählen.
Speaker 0: Zwar wusste sie nicht, ob es einem Schüler der unteren Klassen, und dazu zählte sie durchaus auch ihrer eigene, überhaupt gelingen würde, ihn herauf zu beschwören, Doch wenn das Gerücht von der Existenz des Raumes die Runde machte, würde dann nicht jeder versuchen, ihn zu finden?
Speaker 0: Würde man ihn noch finden, wenn er bereits besetzt war?
Speaker 0: Das bezweifelte Jean Stark.
Speaker 0: Die älteren Schüler würden ihn als Liebesnest missbrauchen, keine sehr angenehme Vorstellung, wie sie fand.
Speaker 0: Nein, sie durfte über den Weg ihn zu finden, kein Wort verlieren, auch wenn sie sich da schon wieder Anfeindungen ausgesetzt sah.
Speaker 0: Okay, hört zu, sagt sie schließlich.
Speaker 0: Ihr könnt mir nicht großartig helfen, aber eines könntet ihr für mich tun.
Speaker 0: Vier Augenpaare starten sie aufmerksam an.
Speaker 0: Wenn wir uns um halb fünf, vier oben an der Treppe treffen, muss ich mich zurückziehen.
Speaker 0: Eventuell ziemlich doll konzentrieren.
Speaker 0: Also ich werde schon früher damit beginnen, den Raum herzurichten, aber ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob es klappt, wie ich mir das vorstelle.
Speaker 0: Falls nicht, müssen wir verschieben.
Speaker 0: Ich wäre euch ziemlich dankbar, wenn ihr die Mädels unterhaltet, solange ich nicht da bin, bis sie nicht auf die Idee kommen, herumzuwandern.
Speaker 0: Und, dass ihr euch hinter mich stellt, falls es nicht klappt und wir einen neuen Termin suchen müssen.
Speaker 0: Falls es überhaupt irgendwann klappt, dachte Jean messmutig.
Speaker 0: Im Notfall musste sie versuchen, ihren achso mächtigen Holunderstab dazu zu bringen, Staffeleien in die Luft zu malen, sowie Pinsel, Farben und all das übrige Zeug.
Speaker 0: Jean hatte keine Ahnung, wie man sowas machte.
Speaker 0: Und eine Lehrer konnte sie wohl kaum um Unterstützung bitten.
Speaker 0: Du machst es aber auch spannend, meinte Priya säufzend.
Speaker 0: Aber von mir aus halten wir die Mäute im Zaum.
Speaker 0: Die anderen nickten.
Speaker 0: Jean nahm ihren Zauberstab zur Hand und nur um Bredika zu beweisen, wie gut sie tatsächlich aufrufe Zauber beherrschte, sortierte sie jetzt all das, was kreuz und quer auf ihr Bett und den Boden geflogen war, fein säuberlich wieder zurück in ihren Schrankkoffer.
Speaker 0: Hast du kein Schloss, wollte Bredika von ihr wissen.
Speaker 0: Du nie benutzt Schrank, warum?
Speaker 0: Kann jeder Gän an deine Koffer?
Speaker 0: Du weißt schon, Schloss mit Zahlen wir kriegen dafür.
Speaker 0: Damit nicht jeder sagt, alle um Mora und Zack?
Speaker 0: Ich weiß nicht, wo mein Zahlenschloss ist, erklärte Jean ihr Geduldig.
Speaker 0: Wahrscheinlich ganz unten im Koffer bei den Kleinigkeiten.
Speaker 0: Es war ihr auch egal.
Speaker 0: Sie benutzte das Schloss sowieso nie, da sie tagtäglich aus ihrem Koffer lebte.
Speaker 0: Außerdem konnte sie sich die Zahlenkombination, die zwei, sechs, null, vier lautete, schlecht merken, weil für sie ihr Geburtstag immer noch der neunzehnte September war.
Speaker 0: Die anderen Mädchen hatten ihre Schrankkoffer von den Hauselfen auf dem Dachboden einlagern lassen und benutzten die Schränke entlang der Wand zum Badezimmer, um dort das Groh ihrer alltäglichen Sachen zu verstauen.
Speaker 0: Jetzt, da Bredika es erwähnte, fiel es Jean zum ersten Mal so richtig auf, dass sie ihn dem Punkt anders war.
Speaker 0: Niemand hatte sie bisher danach gefragt.
Speaker 0: Alle hatten wohl gedacht, das sei so eine Arztblin von ihr, das es bei ihr immer so aussah, als wollte sie am nächsten Tag eine lange Reise antreten.
Speaker 0: Was hätte sie auch darauf antworten sollen, dass es stimmte?
Speaker 0: Kumbine gähnte und streckte sich und röst Jean damit aus ihren Gedanken.
Speaker 0: Anmutig sprang der Kater vom Bett, lief mit steil aufgerichtetem Schwanz zur Tür und kratzte daran.
Speaker 0: Da hat wohl einer Hunger, lachte Lilly.
Speaker 0: Und so schickte sich Jean zum zweiten Mal innerhalb von vierundzwanzig Stunden an, ein verirrtes Tier auf Hagrid's Türschwelle abzuliefern.
Speaker 0: Nox.
Speaker 0: Wenn dir das Kapitel gefallen hat, dann verteil doch ein paar Hauspunkte in Form einer Bewertung und eines Appos.
Speaker 0: Und wenn du Feedback hast, schick deine Eule einfach direkt in die Kommentare oder per Nachricht bei Instagram los.
Speaker 0: Du willst, dass die Geschichte direkt weitergeht?
Speaker 0: Auf Patreon wartet schon der nächste Nachschlag an exklusiven Kapiteln auf unsere Hexen und Zauberer.
Speaker 0: Für alle, die mich über das Hören hinaus unterstützen.
Speaker 0: Ob als treue Ordensmitglieder auf Patreon, mit einem virtuellen Schokofrosch wie a PayPal oder einer Überraschung von meiner Wischlist.
Speaker 0: Ihr alle seid der magische Kern, der diesen Podcast am Laufen hält.
Speaker 0: Aber auch jeder Kommentar und jedes Like zählt.
Speaker 0: Also schickt schnell noch eure fleißigen Eulen los.
Speaker 0: Ohne eurer aller Unterstützung wäre meine Welt einstitt weniger zauberhaft.
Speaker 0: Wir hören uns bei der nächsten Geschichte.
Speaker 0: Deine Yanna.
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