#233-234 Geliehene Zeit, zwei Umdrehungen - Severus & Hermine Zeitreise - Harry Potter FanFiction
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Speaker 0: Blumoss.
Speaker 0: Die Umstehenden richteten ihre Blicke jetzt ebenfalls auf das rechte Beinchen des kleinen Kautzes.
Speaker 0: Jean, die noch genauer hinsah, fiel auf, dass sich die Brust des Vogels kaum sichtbar hob und senkte.
Speaker 0: Er spreizte die Krallen wie in Zeitlupe und Jean allmählich zu sich zu kommen.
Speaker 0: Jean ging das Herz auf.
Speaker 0: Kann sich die Hexen nicht auch auf dem Rückweg von irgendwo her befunden haben, warf eine jüngere Hexe mit lilafarbenen Haaren ein.
Speaker 0: Hat das Postamt seinen Eulen Schlag nicht versiegelt wegen des Sturmes?
Speaker 0: Dann ist sie nicht mehr reingekommen, armes Ding.
Speaker 0: Das ist nicht ausgeschlossen, räumte Backenbad Felly ein.
Speaker 0: Mir fühlte niemand hier im Dorf ein, der wegen einer Lappalie das Leben eines Kreuzchens gefährden würde.
Speaker 0: Vielleicht hast du recht, und sie befand sich auf dem Rückweg von irgendwo andersher.
Speaker 0: Und wenn es gar keine Lapalje war, fragte die Hexernamensurser aufgeregt.
Speaker 0: Sie war stämig und rotbackig, und ihr donkelblondes Haar bestand aus hunderten winzig kleiner Locken.
Speaker 0: Jean hatte sie direkt als Stratstande erkannt.
Speaker 0: Wenn man jetzt alles, was nicht mit dem Krieg zu tun hat, eine Lapalje, brummelte ein Zauberer um die dreißig, der sich bis jetzt noch nicht zu Wort gemeldet hatte.
Speaker 0: Allgemeines Gemommel.
Speaker 0: Ursa machte große Augen.
Speaker 0: Was machen wir denn jetzt mit dem Winzling, wollte sie wissen, und streckte eine Hand aus, wie um das Gefieder des Kreuzchens zu berühren, doch der dägliche Zauberer hinderte sie daran.
Speaker 0: Als erstes braucht er Vogelruhe, wenn er es überhaupt überlebt und in dem Fall muss jemand ihn Montag in der Früh zurück aufs Post anbringen.
Speaker 0: Und die Nachricht?
Speaker 0: Mit begehrlichen Blicken taxierte Ursa das Stückpagament.
Speaker 0: Vielleicht suchte sie nach einem Siegel.
Speaker 0: Jean konnte keines erkennen.
Speaker 0: Bleibt wo sie ist, sagte der beleibte Strink.
Speaker 0: Es gibt immerhin noch das Briefgeheimnis.
Speaker 0: Manne schwägeren arbeitet halbtags bei der Post.
Speaker 0: Die kennt sich aus, wie man den Adressaten ermitteln kann oder den Absender bis dahin.
Speaker 0: Ursa blickte enttäuscht rein.
Speaker 0: Ein leises Schuhuh ertönte und alle Köpfe wandten sich wieder der kleinen Eule zu.
Speaker 0: Oh, sie ist zu sich gekommen.
Speaker 0: Mr.
Speaker 0: Sutton?
Speaker 0: Die Gäste des Pups, ein gutes Dutzend an der Zahl, Rosmerta nicht mit eingerechnet, warfen einander entzückte Blicke zu, rücken von Jean ab und scharten sich stattdessen um den dicken Zauberer und das entkräftete Tierchen in seinem Schoß.
Speaker 0: Jean entspannte sich etwas.
Speaker 0: Es sollte ihr nur recht sein, nicht mehr im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen.
Speaker 0: Dann könnt ihr euch ja wieder hinsetzen, alle miteinander, lamentiert Rosmerta.
Speaker 0: Jetzt, da wir wissen, dass beide Besucher am Leben sind.
Speaker 0: Alle, bis auf den kleinen Zauberer mit Namen satten, gingen zurück zu den Plätzen, auf denen sie gesessen hatten, bevor eine minderjährige Hogwarts-Schülerin mit einer bewusstlosen Eule im Arm an die Tür des Pups geklopft hatte.
Speaker 0: Hier ist ja richtig was los, wunderte sich Jean.
Speaker 0: Ich hätte gedacht, alles sei dicht und verrammelt.
Speaker 0: Unten in London ist dieser Sturm ein leichtes aufrischendes Lüftchen, erklärte ihr aus Märter.
Speaker 0: All diejenigen, die du hier süß sind, sind über das Floh-Netzwerk hergekommen, nicht durch dieses Inferno da draußen.
Speaker 0: Für heute Abend erwarte ich einen regelrechten Ansturm von Gästen überall aus dem Land, Mädchen.
Speaker 0: Ich heiße Jean, erinnerte Jean-die-Wirten.
Speaker 0: Weiß ich doch, Mädchen, antworte draus mehr damit einem Zwinkern.
Speaker 0: Wie wäre es mit einem krug heißen Butterbeers, um deinen Aufwärmvorgang etwas zu beschleunigen?
Speaker 0: Für dich natürlich alkoholfrei.
Speaker 0: Wie spät ist es?
Speaker 0: Jean sah sich nach einer Uhr um.
Speaker 0: Fast halb zwölf, meinte Mr.
Speaker 0: Sutton.
Speaker 0: Der perfekte Zeitpunkt für das erste Bier des Tages.
Speaker 0: Er streckte ihr die Hand hin.
Speaker 0: Ich bin übrigens John Sutton, geboren und aufgewachsen in diesem schönen Dorf hier.
Speaker 0: Jean Perlmann freut mich, gab Jean Scheulächern zurück.
Speaker 0: Und an Rosmerta gewandt, fügte sie hinzu.
Speaker 0: Ich hätte übrigens gern ein Butterbier mit Alkohol, falls das machbar ist.
Speaker 0: Hat der Feuerwiske dich auf den Geschmack gebracht?
Speaker 0: Rosmerta lachte kelig.
Speaker 0: Nein, der war ekelhaft, aber trotzdem.
Speaker 0: Pass auf deine Konzession auf, Rosie, meint es hatten im ernsten Ton.
Speaker 0: Vergiss nicht, dass dieser Schnösel vom Ministerium noch immer mit seiner Frau hinten im Kamin sitzt.
Speaker 0: Die Flügel des Kreuzchens fingen an sich zu bewegen.
Speaker 0: Jean sah sich gehetzt um.
Speaker 0: Neben dem großen Kamin im Schankraum befand sich eine Nische mit einem Tisch und einer Bank, in die man von der Bar aus nicht richtig hineinsehen konnte.
Speaker 0: Keine Angst, der ist nicht vom Schulamt, sagt es Satten mit einem Zwingkern und einer Kopfbewegung in Richtung Kamin.
Speaker 0: Aber du hast Rosie's Frage von vorhin nicht beantwortet.
Speaker 0: Was treibt dich bei einem solchen Wetter hierher?
Speaker 0: Hogwarts ist gänzlich abgeschottet, auch unseren Stammkunden Hagrid haben wir seit Donnerstag Nacht nicht mehr gesehen.
Speaker 0: Nicht wahr, Rosie?
Speaker 0: So ist es, John, rief Rosmerte aus der Küche.
Speaker 0: Sogar Hagrid hält sich an die Ausgangssperre, obwohl er sie für vollkommenen Sturz hält.
Speaker 0: Sagt, er hätte noch keinen Sturm erlebt, der einen wie ihn umgerissen hätte.
Speaker 0: Sie kam mit einem dampfenden Krug Butterbier zurück an die Bar, stellte ihn vor Jean hin und warf dann einen Blick durchs Fenster auf die Hauptstraße.
Speaker 0: Wenn er sich da mal nicht getäuscht hat.
Speaker 0: Mist, entfuhr es Jean, die gerade ihre Hosentaschen durchforstet hatte.
Speaker 0: Ich habe gar kein Geld dabei.
Speaker 0: Rosmer tawingte ab.
Speaker 0: Geht aufs Haus, Schwester.
Speaker 0: Bei dem Wort Schwester musste Jean schlucken.
Speaker 0: Das war ganz klar eine Anspielung.
Speaker 0: Vorsichtig probierte sie das noch dampfende Butterbier, dessen jugendfreie Variante nur rund einen Prozent Alkohol enthielt.
Speaker 0: Dieses hier war viel stärker.
Speaker 0: Wie konnte sie Madame Rosmerta nur klarmachen, dass das von ihr Jean so ersehnte Gespräch ausgesprochen heikel war und sie kein Sterbenswörtchen über die Lippen bringen würde, wenn John Sutton die ganze Zeit an ihrer Seite saß?
Speaker 0: Hey, John, nimm dir den Bruchpiloten von einer Eule mit, schnapp dir vor, lieh und abmit euch an den Kamin, da ist es wärmer.
Speaker 0: Er soll den Vogel untersuchen.
Speaker 0: Ich schick euch zwei große Braune rüber in Ordnung.
Speaker 0: So als hätte sie es gerochen, dachte Jean mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend.
Speaker 0: Wie du meinst, meine Teuerste, so oftste der kräftige Zauberer, wickelte das Kreuzchen wieder in Jeans ruinierten Umhang und erhob sich schwerfällig.
Speaker 0: Dabei fiel etwas zu Boden, er bügte sich echten danach, das muss dir gehören, Jean Pearlman.
Speaker 0: Verwundert streckte Jean die Hand aus und erlegte das durchsichtige Tütchen mit den drei Pralinen hinein.
Speaker 0: – Oh, ja, natürlich, stammelte Jean, danke.
Speaker 0: Sie drehte Stacey's Geschenk, Gedanken verloren in der Hand.
Speaker 0: – Von einem Bewunderer, fragte Rosmerta mit einem wissenden Lächeln.
Speaker 0: – Äh, nein, Jean winkte verlegen ab.
Speaker 0: Nur ein Junge aus einem Kurs, mit dem ich gestern zum ersten Mal geredet habe.
Speaker 0: – Und dann schon Pralinen.
Speaker 0: Seufzen schüttelte die Ältere den Kopf.
Speaker 0: – Also doch ein Bewunderer, meinen sie?
Speaker 0: Wir waren doch schon beim Du-Mädel, hast du das vergessen?
Speaker 0: Erst neulich warst du zum zweiten Mal hier, um nach London zu reisen.
Speaker 0: Äh, ja, das hatte ich fast vergessen, äh, Rosie.
Speaker 0: Und wie war London so?
Speaker 0: Es klang, als Volterosmerte eigentlich etwas ganz anderes wissen und stellte diese unverfängliche Frage nur, damit Jean auftaute.
Speaker 0: Im wörtlichen, wie ihm übertragenen Sinne.
Speaker 0: Es war aufregend, ich ... Ich habe Christopher besucht, wusstest du das?
Speaker 0: Jean sah zum Kamin hinüber, wo John Satten und der Mann namens Forley saßen, sich über die kleine Eule beugten und eifrig diskutierten.
Speaker 0: Forley zog nacheinander beide Schwingen des Vogels auseinander.
Speaker 0: Es schien ein Problem zu geben, das konnte Jean an dem Gesichtsausdruck des Bärtigen sehen.
Speaker 0: Nun sagen wir, ich habe es mir gedacht.
Speaker 0: Rasmetta schenkt das ich ein Glas Wein ein.
Speaker 0: Chris hat mir erzählt, dass ihr euch an Silvester bei seinem Vortrag kennengelernt habt.
Speaker 0: Du musst ein ganz schöner Intelligenzbolzen sein, Jean, ist noch nicht vorgekommen, dass Chris eine Forschung mit jemandem mehr erörtert, der so jung ist wie du.
Speaker 0: Er sprach davon aber dich wohl zu sich einladen könne, und ich habe ihm geraten, Dumbledore zu fragen.
Speaker 0: Intelligenzbolzen?
Speaker 0: Ich hole da, Jean.
Speaker 0: Na ja, geht so.
Speaker 0: Auf alle Fälle führte sie sich sehr geschmeichelt.
Speaker 0: Bist du wegen denen hierher gekommen?
Speaker 0: Rosmerta tippte mit einem ihrer dunkelrot lackierten Nägel auf die Tüte mit den Pralinen.
Speaker 0: – Nein, nein, gar nicht, werte Jean ab.
Speaker 0: Ich bin wegen was ganz anderem hier.
Speaker 0: – Bei Merlin, wie sollte sie bloß anfangen?
Speaker 0: – War bloß so eine Vermutung.
Speaker 0: Rosmerta nahm einen Schluck Wein und ließ ihn auf ihrer Zunge tanzen.
Speaker 0: – Ein guter Tropfen für war.
Speaker 0: Nun, meine Vermutung war, dass ein Kerl dir Süßes geschenkt hat und du nicht weißt, ob nicht rein zufällig ein Spritzer-Liebestrank, mit den die Schokokrehen geraten sein könnte.
Speaker 0: Jean, die auf ihrem unbequemen Barhocker schon wieder ein gutes Stück in sich zusammengesunken war, setzte sich mit einem Ruck auf.
Speaker 0: Nun, gefragt habe ich mich das schon, meinte sie vorsichtig.
Speaker 0: Beim ersten Mal habe ich das Geschenk auch abgelehnt.
Speaker 0: Kennst du?
Speaker 0: Kennst du vielleicht eine Methode, um herauszufinden, ob sich etwas darin verbirgt, was nicht darin sein sollte?
Speaker 0: Ganz gewiss kenne ich eine, bestätigte Rosie und kam dahinter der Thege nach ihrem Zauberstab.
Speaker 0: Mehrere sogar.
Speaker 0: Die einfachste ist ein Zauberspruch, der lautet Specialis Revelio.
Speaker 0: Im selben Moment richtete sie den Stab auch schon auf das Tütchen und Jean zog ganz unbewusst den Kopf ein und ging in Deckung.
Speaker 0: Nichts geschah.
Speaker 0: Weder schmolzen die Pralinen, noch explodierten sie.
Speaker 0: Wer hat sie dir gegeben?
Speaker 0: Ein Hufflepuff namens der Ein-Huffle-Puff, softste Rosmerta und verdrehte die Augen, als wollte sie völlige Verzückung imitieren.
Speaker 0: Hättest du das mal eher gesagt?
Speaker 0: Ist die Dingerkindchen, lass sie dir schmecken, da ist garantiert nichts falsch mit.
Speaker 0: Wahrscheinlich besser als alles, was im Honigtopf verkauft wird.
Speaker 0: Ein Zauberer erschien an der Bar und bestellte ebenfalls Wein, Rosmerta ließ ihn wissen, dass die Küche in Kürze öffnen würde.
Speaker 0: Die werden sich gleich alle den Bauch vollschlagen wollen, meinte sie zu Jean, als der Gast zurück an seinen Tisch gegangen war.
Speaker 0: Wenn wir in Ruhe reden wollen, und ich nehme an, du willst in Ruhe mit mir reden, warum hättest du sonst durch einen tödlichen Schneesturm hierher griechen sollen, dann brauche ich jemanden, der mich hinter dem Dresen ablöst.
Speaker 0: Augenblick.
Speaker 0: Sie verschwand im Hinterzimmer, wo sie eine Weile blieb.
Speaker 0: Jean nippte erneut an ihrem heißen Butterbier.
Speaker 0: Ihr war schon schwindelig, trotzdem trank sie weiter.
Speaker 0: Das Getränk heizte sie auf und machte gleichzeitig etwas mit ihrem Kopf.
Speaker 0: Ihre Larme hob sich, ihre Befürchtungen legten sich.
Speaker 0: Sie hatte ihr Ziel fast erreicht.
Speaker 0: Der Weg vom Honigtopf zu den drei Besen war so ziemlich das einzig Unabwehrbare bei ihrem unbefugten Ausflug nach Hoxmed gewesen, doch auch diese Gefahr war fürs Erste gebannt.
Speaker 0: Sie hatte sogar einem unschuldigen Kreuzchen, das Leben retten können.
Speaker 0: Als die Wirtens zurück kam, wurde sie von einer etwas älteren Hexe begleitet, die sich sofort ans Werk machte und Essensbestellungen aufnahm.
Speaker 0: Rosmerta dagegen zog sich mit Jean in eine der Nischen auf der anderen Seite des Kamins zurück.
Speaker 0: Da saßen sie nun, die Wirten des drei Besen mit einem Glas Wein und die schülerin Jean Perlman mit einem hummten heißen Butterbiers in der Hand.
Speaker 0: Du bist also auch eine ... ähm ... eine ... Ich bin eine Hollunderhexe in der Tat, sagte Rosie.
Speaker 0: runter raus, und jetzt habe ich also ein paar Dorm hier gegenüber setzen.
Speaker 0: Jean nickte Stumm und nahm einen Schluck Bier.
Speaker 0: Darf ich deinen Zauberstab sehen?
Speaker 0: Wenn ich dafür ... äh ... deinen sehen darf?
Speaker 0: Bitte sehr.
Speaker 0: Sie tauschten die Zauberstäbe.
Speaker 0: Die beiden sahen sich nicht besonders ähnlich, bis auf die Farbe und die Maserung.
Speaker 0: Rosie starb war länger als Jean Stoffer, aber nicht ganz so gerade.
Speaker 0: Ich bin keine Kennerin, das gebe ich zu.
Speaker 0: Ich habe andere Talente.
Speaker 0: Wieder lachte Rosie mit ihrer tiefen Stimme.
Speaker 0: Was für einen Kern besitzt eine?
Speaker 0: Drachen, Herz, Faser, antwortete Jean.
Speaker 0: Zumindest hat Olivander das gesagt.
Speaker 0: Sicher, dass es nicht das Schwanzer eines Testrals ist?
Speaker 0: Rosie knifft die Augen zusammen.
Speaker 0: Ihre Lippen bewegen sich, als würde sie lautlos zaubern.
Speaker 0: Wie kommst du gerade darauf?
Speaker 0: fragte Jean verblüfft.
Speaker 0: Man muss sich auf Olivern das Sachkenntnis verlassen, oder?
Speaker 0: Ich habe auch nicht vor den Stab zu zerbrechen, um herauszufinden, wie sein Innenleben aussieht.
Speaker 0: Sie schlürfte an ihrem immer noch sehr heißen Butterbier.
Speaker 0: Gut, dass sie ihn nicht mehr auf diesem blöden Barhocker saß.
Speaker 0: Mittlerweile hätte sie sich nämlich an der Theke festhalten müssen.
Speaker 0: Aber das Butterbier schmeckte so himmlisch nach Karamell, und sie fühlte sich schon viel kräftiger und vor allem mutiger.
Speaker 0: Es heißt... Rosie betrachtete Jean aufmerksam.
Speaker 0: Na ja, es gibt Legenden über einen sehr mächtigen Stab.
Speaker 0: Spielst du auf das Märchen mit den drei Brüdern an?
Speaker 0: Nein, nachdenklich starte Rosie auf den Grund ihres Weinglasses.
Speaker 0: Aber lassen wir das.
Speaker 0: Das ist alles nicht erwiesen und könnte der größte Humbug sein.
Speaker 0: Und als ob sie das gesagt unterstreichen wollte, nahm sie Jean ihren Zauberstab wieder ab und hielt ihr den eigenen hin.
Speaker 0: Etwas sagte Jean, dass Rosie kurz davor gewesen war, ihr etwas Wichtiges zu erzählen, sich dann aber umentschieden hatte.
Speaker 0: Mit ein bisschen Glück würde sie vielleicht später noch mal darauf zurückkommen.
Speaker 0: Und dein Kern wäre, fragte Jean im Plauderton, nahm einen extra großen Schluck aus ihrem Krug und fühlte sich auf einmal viel erwachsener als noch vor einer Viertelstunde.
Speaker 0: Die berüchtigte Wirtin der drei Besen saß mit ihr zusammen am Tisch und redete ganz unbefangen mit ihr einer unfertigen Schülerin.
Speaker 0: Mein Zauberstab hat schon meiner Großmutter gehört, berichtete Rosie mit Stolz.
Speaker 0: Er wurde nicht mit ihr beerdigt, weil er so selten war, und blieb deshalb in der Familie.
Speaker 0: Sie war nämlich ebenfalls eine Holunderhexe und hat ihren Stab seiner Zeit bei Olivendas Vater gekauft.
Speaker 0: Damals gab es noch keine Einhornschweifhaare, Phönix-Federn, Drachenherzfasern und diesen ganzen neu modischen Kram.
Speaker 0: Dieser schöne Stab hier, sie streichelte das glatte Holz und lächelte dabei versonnen, enthält das Schnurrhaar eines Kniesels.
Speaker 0: Kapitel zweihundertvierunddreißig.
Speaker 0: Von Knieseln und Konkumbinen.
Speaker 0: Fast hätte Jean sich an ihrem Butterbier verschluckt.
Speaker 0: Sie lief rot an und hustete, vorsorglich klopfte Rosmerta ihr kräftig auf den Rücken.
Speaker 0: Hätte dir vielleicht doch nicht die hochprozentige Version geben sollen, mummelte sie.
Speaker 0: Nein, schon gut, wiegelte Jean ab.
Speaker 0: Der Alkohol entspannt mich.
Speaker 0: Und Entspannung hatte sie nötig.
Speaker 0: Erst recht, wenn sie Rosie auf das Thema ansprechen würde, wegen dem sie eigentlich hier war.
Speaker 0: Doch nun war etwas ganz anderes wichtig.
Speaker 0: »Kennst du dich aus mit Knieseln?« fragte sie wachsam.
Speaker 0: »Das will ich meinen«, liest die Barfrau sie wissen und nahm einen Schluck Wein.
Speaker 0: Eine Zeit lang lauschte sie den Fiedeln, die an der Wand gegenüber der Bar in der Luft hingen und selbstständig fiedelten.
Speaker 0: Rosmerters Vertretung brachte jetzt verstärkt einfache, deftige Gerichte zu den Tischen der Gäste.
Speaker 0: Bestecke, Klapper und Lachen erfüllte die Gaststube und übertönte manchmal sogar das Heulen des Sturmes von draußen.
Speaker 0: Mein Vater schenkte mir einen ein gutes Jahr bevor ich nach Holkwotz ging.
Speaker 0: Keine einfache Anschaffung so ein Zauberwesen, es bedurfte sogar einer Genehmigung seitens des Ministeriums.
Speaker 0: Doch mein Vater war schon immer ein wenig großspurig.
Speaker 0: Er reiste mit meiner Mutter und mir in diesem kleinen Ort nahe bei London, Lidl, irgendwas, wo eine Züchterin wohnte.
Speaker 0: Eine Hexe um die vierzig, schätze ich, die dort lebte wie ein Muckel.
Speaker 0: Ihr hausse aus wie jedes andere Haus in dieser kleinen biederen Straße.
Speaker 0: Ende April, Anfang Mai, muss es gewesen sein, als sie uns einlut, ihr einen Besuch abzustatten.
Speaker 0: Rosie lachte plötzlich.
Speaker 0: Sie bat uns inständig, keine auffällige Kleidung zu tragen, keine Obenhänge, keinen Samt und so weiter, was meinen Vater schon im Vorhinein verprällte.
Speaker 0: Daran erinnere ich mich noch.
Speaker 0: Aber er musste sich ihrem Wunsch fügen, ansonsten hätte sie uns nicht einmal in die Nähe ihrer Tiere gelassen.
Speaker 0: Sie lächelte versonnen.
Speaker 0: Die Frau wohnte quasi Haus an Haus mit der schlimmsten Sorte von Muggeln, die du dir vorstellen kannst.
Speaker 0: Nie hätte ich dort leben können, niemals.
Speaker 0: Die Dame selbst war ihr Liebhaberin als Züchterin, denn sie züchtete nur auf Bestellung und durchs Ergebnis konnte eine Weile auf sich warten lassen.
Speaker 0: Kniesel gebären nicht so viele Jungen wie Haus und Rassekatzen.
Speaker 0: Und sie züchtete nur mit einem einzigen Paar.
Speaker 0: Glück für uns, dass das Weibchen gerade rollig war, denn so konnten wir Michelangelo noch während der Sommerferien abholen.
Speaker 0: Das zweite Kätzchen fand ebenfalls bald ein Zuhause.
Speaker 0: Beide waren wunderhübsch anzusehen mit ihrem grauen Fell, den schwarzen Streifen darin und den giftgrünen Augen.
Speaker 0: Ich kannte mal einen Kniesel-Meschling, warf Jean verträumt ein.
Speaker 0: Ein roter Kater, sehr eigensinnig, und er hat abgesehen von mir jeden anderen abgelehnt.
Speaker 0: Mit Michel verhielt er sich ähnlich, erinnerte sich Rosie Schmonzelt.
Speaker 0: Er haßte meinen Vater.
Speaker 0: Als Kind verstand ich nicht warum, weil der doch alles tat, um sich mit Michel gutzustellen.
Speaker 0: Im Grunde hatte er ihn wohl für sich selbst gekauft.
Speaker 0: Ein kniesel junges war und ist immer noch wahnsinnig teuer, teurer als seine Siam oder eine Perserkatze.
Speaker 0: Michel sollte ein Status-Symbol sein.
Speaker 0: Warum mochte er deinen Vater denn nicht, erkundigte sich Jean Scheu.
Speaker 0: Das hatte wohl mehrere Gründe.
Speaker 0: Grimmig griff die schöne, dunkelhaarige Hexe wieder zu ihrem Glas.
Speaker 0: Mein Vater war ein selbstverliebter Gag.
Speaker 0: Er wollte immer von allen bewundert und anerkannt werden, war regelrecht abhängig von der Meinung und dem Beifall anderer.
Speaker 0: Auf den ersten Blick war das nicht ersichtlich.
Speaker 0: Er kam stets als selbstbewusster, rede- und weltgewannter Mann daher.
Speaker 0: meiner Mutter gegenüber verhielt er sich jedoch cholerisch, schlug sie sogar von Zeit zu Zeit.
Speaker 0: Seine Eitelkeit war grenzenlos und die Ehe der beiden turbulent.
Speaker 0: Mehrmals versuchte meine Mutter, sich von ihm zu trennen.
Speaker 0: Doch wann immer es ihr einmal gelang und sie mit mir zu meiner Großmutter zog, gelang es ihm jedes Mal, entweder durch schmalche Lein oder durch Druck und Drohungen, sie zurückzugewinnen.
Speaker 0: Meine Mutter war regelrecht abhängig von ihm, was Merta solchste.
Speaker 0: Hinschuldige Jean, dass ich dich damit belaste.
Speaker 0: Das steht mir nicht zu, das zu tun.
Speaker 0: Aber es erklärt, warum ein Kniesel meinen Vater verabscheute.
Speaker 0: Er wusste, dass er falsch spielte, dass er ein aufgeblasener Gerne groß war und meine Mutter betrug.
Speaker 0: Hast du Michel mit nach Hogwarts genommen im Jahr darauf?
Speaker 0: wollte Jean wissen.
Speaker 0: Was denkst du wohl?
Speaker 0: Rosmerta lachte ihr kehliges Lachen.
Speaker 0: Ich habe mich durchgesetzt, mich darauf berufen, dass er mir gehört, nicht ihm.
Speaker 0: Und im Jahr darauf wurden ein paar stolze kleine Knieselmischlinge geboren.
Speaker 0: Angeblich sollen sich immer noch ein paar davon, vielleicht nicht unbedingt im Schloss, aber zumindest in der Gegend aufhalten, denen man ihre Herkunft jedoch schon lange nicht mehr ansieht.
Speaker 0: Aber Kniesel brauchen doch einen Besitzer oder, besser gesagt, eine Bezugsperson.
Speaker 0: oder wandet Jean ein.
Speaker 0: Richtig, bestätigte Rosmerta.
Speaker 0: Wilde Kniesel gibt es nicht.
Speaker 0: Sie schließen sich früher oder später immer jemandem an, meist nur einer einzigen Person.
Speaker 0: Aber wenn die Knieselgene sich verbreiten, beginnen die Hybriden zu streunen, wie normale Katzen es bis Wallen tun.
Speaker 0: In der Schule soll sich ein Kniesel herumtreiben, der nicht zu fangen ist, sich aber auch niemandem angeschlossen hat.
Speaker 0: Davon hörte ich.
Speaker 0: Rosmerta wischte dunkelroten Lippenstift von ihrem Weinglas.
Speaker 0: Aber er muss sich jemanden gesucht haben oder dies Ball tun, wenn er ein reinrassiger Kniesel ist.
Speaker 0: Ansonsten wird er wahrscheinlich ein Mischling sein.
Speaker 0: Ich würde auf Hagrid tippen, aber der beteuert, dass er in letzter Zeit kein neues Haus dir aufgenommen hat.
Speaker 0: Innerlich hauchte Jean auf.
Speaker 0: Das war wichtig und gut zu wissen.
Speaker 0: Vielleicht könnte sie ihr Severus ersparen, sich bei ihrem Hüter der Schlüssel zu Hause umzusehen.
Speaker 0: Severus würde es zu schätzen wissen.
Speaker 0: Und das glaubst du ihm?
Speaker 0: Jean war misstrauisch, was Hagrid und seine Liebe zu gefährlichen Tieren anging.
Speaker 0: Rubis Hagrid kann nicht gut lügen.
Speaker 0: Rosmerta lauschte einem Windstoß, der in den Kamin gefahren war und Asche und Glut auf den Läufer davorregnen ließ.
Speaker 0: Im Schank rauben Branden, Fackeln, Öl, Lampen und Dutzende von Kerzen, obwohl es gerade mal Mittag war.
Speaker 0: Die bleiernden Wolken, aus denen es unerlässlich schneidte, hingen tief über dem Dorf, und Jean kam es vor, als würde es draußen bereits wieder dunkeln.
Speaker 0: Ja, ich glaube, dass er die Wahrheit spricht.
Speaker 0: Als verlunder Hexer habe ich ein gutes Gespür für andere Menschen.
Speaker 0: Kennst du das nicht auch?
Speaker 0: Ich weiß nicht, ob ich andere gut einschätzen kann, musste Jean sich ehrlicherweise eingestehen.
Speaker 0: Im Allgemeinen schon, aber ob ich dafür ein spezielles Talent habe, würde ich nicht behaupten.
Speaker 0: Nun immerhin zauberst du noch nicht lange mit einem Holunderstab.
Speaker 0: Jean sei die Wirtenfragend an.
Speaker 0: Hat Chris mir erzählt, sagte Rosmerta Schulterzuckend und lehrte ihr Weinglas.
Speaker 0: Beide schwiegen eine Weile.
Speaker 0: John Sutton und Buckenbart Forley saßen noch immer zwei Tische von ihnen entfernt.
Speaker 0: das offenbar verletzte Kreuzchen zwischen ihnen auf Jeans abgerissenem Umhang liegend.
Speaker 0: Lebt er dennoch, fragte Jean schließlich.
Speaker 0: – Was, Christopher?
Speaker 0: – Rosmerta wirkte ziemlich verblüfft.
Speaker 0: – Ich meinte Michelangelo, präzisierte Jean, obwohl sie dieselbe Frage gern über Christopher gestellt hatte.
Speaker 0: Doch obwohl Rosmerta ihr sehr sympathisch war, musste sie aufpassen.
Speaker 0: Es wunderte sie gelinde gesagt, dass ihr verbündeter Rosmerta Details zu ihr Jean verraten hatte, wie beispielsweise die Tatsache, dass der Hollunda-Stab nicht Jeans erster Zauberstab war.
Speaker 0: Andererseits schien es Rosmerta aber auch ein leichtes zu sein, ihren Mitmenschen-Dinge zu entlocken, die diese eigentlich besser unter Verschluss halten sollten.
Speaker 0: Demonstrativ sah Jeans sich im Raum um, als erwarte sie Rosys Kniesel zu erspähen, wie er sich aus einer Ecke nahe am Kamin erhob, um zu eroieren, mit wem sich seine Besitzerin da so vertraut unterhielt.
Speaker 0: Nein.
Speaker 0: Grossmärther zog aus den Tiefen ihres Umhangs eine altertümliche Pfeife und ein Säckchen Tabaker vor.
Speaker 0: Sie machte sich daran, die Pfeife zu stopfen.
Speaker 0: Beziehungsweise glaube ich das nicht.
Speaker 0: Kniesel können bis zu dreißig Jahre alt werden, wusstest du das?
Speaker 0: Jean nickte.
Speaker 0: Aber Michel war eines Tages einfach fort.
Speaker 0: Ich glaube, mein Vater hat ihn umgebracht.
Speaker 0: Er hatte es schon einmal versucht, mit Gift.
Speaker 0: Doch den Braten hat man Michel natürlich gerochen.
Speaker 0: Nachdem ich mit der Schule fertig war, war ich auf einigen ausgedehnten Reisen, und da konnte ich ihn schlecht mitnehmen.
Speaker 0: Kniesel sind reviergebunden, obwohl ihre Reviere um einiges größer sind als die von Katzen.
Speaker 0: Mit Anfang zwanzig kehrte ich von einer Reise nach Indien zurück, rein voll mit neun Eindrücken und bereit mich endlich von meinen Eltern zu lösen.
Speaker 0: Michel wollte ich diesmal mitnehmen, doch er war nicht mehr da, und ich habe ihn auch niemals wieder gesehen.
Speaker 0: Wie traurig, mummelted Jean.
Speaker 0: Aber vielleicht hat er sich einfach eine neue Familie gesucht, weil du, na ja, so lange weg warst.
Speaker 0: Er wollte nicht da bleiben, wo er nicht gewollt war, also ging er fort.
Speaker 0: Das ist es, was ich all die Jahre gehofft habe und immer noch hoffe.
Speaker 0: Rosmerta schließ einen langen Säufzer aus.
Speaker 0: Ich war wirklich lange in Indien, fast ein ganzes Jahr.
Speaker 0: Das muss schwer für den Kleinen gewesen sein.
Speaker 0: Es war schon nicht gleich nach meiner Schullaufbahn wieder bei meinen Eltern sein Dasein früsten zu müssen.
Speaker 0: Die magische Welt von Hogwarts hatte Michael aufblühen lassen.
Speaker 0: Meine Eltern wohnten in einem kleinen, nicht magischen Dorf im Osten Englerns.
Speaker 0: Das war meinem Vater wichtig.
Speaker 0: Das er auffiel, sowohl durch seine äußere Erscheinung als auch durch unseren Lebensstil.
Speaker 0: Wie ich schon sagte, er liebte es, aus der Menge herauszustechen.
Speaker 0: Vielleicht stimmt das, und Michael ist abgewandert zu anderen Zauberern.
Speaker 0: Kniesel nehmen durchaus weite Reisen in Kauf, um ihr Glück zu finden, wenn die Umstände widrig sind, habe ich gelernt.
Speaker 0: Vielleicht hätte ich ihn einfach mit ins Ausland nehmen sollen.
Speaker 0: Was hast du in Indien gemacht?
Speaker 0: fragte Jean Neugierig.
Speaker 0: Umständlich zündete die Wirten sich die Pfeife an.
Speaker 0: Ein geheimnisvolles Flächen umspielte ihre Mundwinkel.
Speaker 0: Ich habe mich, wie soll ich es nennen, weitergebildet?
Speaker 0: Ja, so kann man sagen.
Speaker 0: Du bist dreizehn Jean, nicht wahr?
Speaker 0: Jean bestätigte dies und wollte ihrerseits wissen, warum Rosmerta ihr diese Frage stellte.
Speaker 0: Weil ich dir nicht zu viel zumuten will.
Speaker 0: erwiderte ihre Elternschwester bestimmt und stieß nachdrücklich einen Schwallrauch aus ihren Lungen.
Speaker 0: Weder was mein Verhältnis zu meiner Familie betrifft, noch meine Vergangenheit im Allgemeinen.
Speaker 0: Bist du noch Jungfrau?
Speaker 0: Dieser mehr als erprobte Themawechsel führte dazu, dass Jean sich wahrhaftig an ihrem Getränk verschluckte.
Speaker 0: Der halbe Pap schien sie anzustarren, als sie röchend halb im Kamin hing.
Speaker 0: Wieder gab Rosmerta ihr mehrere beherzte Klapps auf den Rücken.
Speaker 0: Gut, du bist also noch Jungfrau, stellte sie kurz und bündig fest.
Speaker 0: Ich nehme an, dass du dich zur Zeit in einer ziemlich prekären Lage befindest.
Speaker 0: Du wirst herausgefunden haben, worum es im Leben einer Holunderhexe hauptsächlich geht, hast aber noch keine tiefgreifenden eigenen Erfahrungen gemacht.
Speaker 0: Dann werde ich darauf Rücksicht nehmen.
Speaker 0: Wieder stieß hier auch Wölkchen aus.
Speaker 0: Aber deswegen bist du doch hier, oder?
Speaker 0: Doch auch, meinte Jean Sögant.
Speaker 0: Ehrlich gesagt muss ich mich langsam an das Thema Herand tasten, um das es mir geht.
Speaker 0: Ich bin noch lange nicht so geübt im Tachel, es reden wie du.
Speaker 0: Sie zeigte verlegen auf ihren Humpen Butterbier und setzte ihn sich rasch an die Lippen, um dahinter zu verschwinden.
Speaker 0: Ich verstehe, sagte Rosmerta schlicht, trink dir gern an wenig Mut an, kleine Schwester.
Speaker 0: Soll ich lieber abwarten oder dir Fragen stellen?
Speaker 0: Jean den Mund noch voll Bier murmelte etwas Unverständliches.
Speaker 0: Also abwarten.
Speaker 0: Jean schluckte, batete einen Augenblick, saß sich verstohlen nach allen Seiten um, ob nicht vielleicht doch jemand sie belauschte, und fragte dann, indem sie allen Mut zusammennahm, worum geht das denn im Leben einer Hollunderhexe?
Speaker 0: Mit deinen eigenen Worten bitte.
Speaker 0: Schlaue Frage, Rosmerta lächerte ihr Aufmuntern zu.
Speaker 0: Mein Beruf ist, wie du unschwer erkennen kannst, sie machte eine ausladende Handbewegung, die das ganze Papp mit einschloss, Barbesitzerin.
Speaker 0: Damit verdiene ich mein Geld.
Speaker 0: Noch nicht sehr lange, ungefähr fünf Jahre sind es jetzt.
Speaker 0: Davor habe ich mein Unterhalt mit Kursen verdient.
Speaker 0: In London auf der Winkelgasse.
Speaker 0: Mit Kursen und persönlichen Beratungen.
Speaker 0: Ein paar Mal im Jahr reise ich dort runter, denn die Nachfrage ist zweifellos noch immer vorhanden.
Speaker 0: Wen berätst du denn und worin?
Speaker 0: Es fiel Jean schwer, ihre Neugier zu bezähmen.
Speaker 0: Etwas sagte ihr, dass dieser Tag ein denkwürdiger werden würde.
Speaker 0: Ich berate zumeist Hexen.
Speaker 0: Zauberer auch, aber viel seltene.
Speaker 0: Frauen sind mutiger bei diesen Themen als Männer, wie du vielleicht schon gemerkt hast.
Speaker 0: Und ob.
Speaker 0: Und die Themen wären, fragte Jean ahnungsvoll, jedoch immer noch ein wenig widerstrebend.
Speaker 0: Körperliche Liebe, meinte Rosmerta schlicht, und sah ihr dabei direkt in die Augen.
Speaker 0: Natürlich errötete Jean auf der Stelle und schlug die Augen nieder.
Speaker 0: Aber nicht nur, verrät die ältere Hexe dann.
Speaker 0: Körper arbeitet im Allgemeinen, wie Energien richtig fließen, welche Kräfte wir Frauen entfalten können.
Speaker 0: Also kennst du dich deshalb mit Liebestränken aus?
Speaker 0: Rosmerta schüttelte heftig den Kopf und stieß weiteren Rauch durch die Nasenlöcher aus.
Speaker 0: Das ließ sie wie ein gereizter Stierwirkenfanschien.
Speaker 0: Ich habe schon fundiertes Wissen, wenn es um das Brauen von Tränken geht, aber ich gebe mich nicht mit Liebeszaubern ab.
Speaker 0: Es klang tatsächlich so, als würde sie diese Kunst kategorisch von sich weisen.
Speaker 0: Auch nicht mit Liebe, um genau zu sein.
Speaker 0: Liebe hat mich nie besonders interessiert.
Speaker 0: Für mich hatte sie immer mit Bindung zu tun.
Speaker 0: Was auch nicht unbedingt sein muss, aber Menschen, die sich lieben, gehen in den meisten Fällen eine monogame Beziehung ein.
Speaker 0: Das war nie etwas für mich.
Speaker 0: Geliebte auf Zeit zu sein, war das höchste der Gefühle.
Speaker 0: Rosmerta machte eine prägnante Pause, zog an ihrer Pfeife und sah diesmal zarte Rauchkringel in die Luft steigen.
Speaker 0: Ich kann es dir genauso gut sagen, wie es ist.
Speaker 0: Ich gebe Kurse wie Frauen sexueller Energien in sich wecken, um zu einem erfüllteren Sexleben zu finden, weil es gesund ist, weil es Spaß macht, weil es sich kreativ macht, auch in anderen Dingen.
Speaker 0: Daran ist nichts verwerflich, aber viele Leute denken so.
Speaker 0: Diese Vorurteile möchte ich helfen abzubauen.
Speaker 0: Mit der Zeit habe ich gelernt, meine Gelüste zu kanalisieren, zu steuern.
Speaker 0: Ich hüpfte nicht nur mit jedem in die Kiste, wie ich es getan habe, als ich jung war.
Speaker 0: Um nicht allzu verschrien, daherzukommen, bin ich oft umgezogen.
Speaker 0: Doch wie du weißt, ist die magische Welt überschaubar.
Speaker 0: Und das führte dazu, dass ich mich eine Zeit lang auch sehr auf unwissende Muggel konzentriert habe.
Speaker 0: Rosmerta beobachtete Jean genau.
Speaker 0: Jetzt hältst du mich sicher auch für absolut charmlos, oder?
Speaker 0: Ein langgezogenes, äh, war das Einzige, was Jean in dem Moment herausbrachte.
Speaker 0: Lass es mich kurz erklären, meinte Rosmerta lächelt.
Speaker 0: Sie schien sich nicht angegriffen zu fühlen.
Speaker 0: Wirklich kurz.
Speaker 0: Liebe ist etwas sehr Schönes, doch sie war nie für mich.
Speaker 0: Viele Männer wollten mich besitzen, weil ich schön war, angefangen mit meinem Vater.
Speaker 0: Er konnte mich herumzeigen, auch ich war nur eine Art Stratosymbol für ihn, etwas, was ihn scheinbar aufwertete.
Speaker 0: Zumindest bis Eulen mit pitterbösen Briefen der damaligen stellvertretenden Schulleitung aus Hogwarts bei meinen Eltern eintrafen.
Speaker 0: Ich sei durch Trieben promiskuitiv, mit anderen Worten ein Flittchen.
Speaker 0: Dabei hatte ich einfach nur Spaß an körperlicher Liebe.
Speaker 0: Nicht wenige meiner männlichen Mitschüler haben durch mich ihre Unschuld verloren, und sie haben es genossen.
Speaker 0: Von mir schien eine betörende Wirkung auszugehen, sodass die Jungs Schlange standen.
Speaker 0: Wetten wurden abgeschlossen.
Speaker 0: Ich bekam unzählige Geschenke, obwohl ich ihnen meine Gunst freiwillig gab, aber nur denen, die es in meinen Augen verdienten, meistens jedenfalls.
Speaker 0: Als es den Lehrern zu bunt wurde, bin ich kurzfristig auf Mädchen umgestiegen, die waren wenigstens verschwiegender.
Speaker 0: Ich hatte einfach einen ungezügelten Appetit, nahe mir was ich wollte, wen ich wollte und wie viele ich wollte.
Speaker 0: Das klingt lockerflockig, ich weiß, war es aber nicht.
Speaker 0: Teilweise war es wie eine Sucht, die ich nicht kontrollieren konnte, der auch ich mich unterwerfen musste.
Speaker 0: Hattest du je, naja, mit einem Deiner Lehrer gehabt?
Speaker 0: Unterbrach Jean Rosmerta mit großen Augen.
Speaker 0: Das war nur eine Frage der Zeit, antwortete Rosmerta mit ernstem Gesicht.
Speaker 0: Aber es gescheilt glücklicherweise erst, als ich schon volljährig war.
Speaker 0: Außerdem waren meine Lehre Alustein alt, bis auf einen, der in meinem sechsten Jahr neu in Hogwarts anfing.
Speaker 0: Mit ihm hatte ich eine Affäre, bis ich all meine Uzz hatte.
Speaker 0: Es kam nie heraus.
Speaker 0: Nein, sagte sie nachtrücklich, als sie Jeans betroffenen Gesichtsausdruck sah.
Speaker 0: Der Mann unterrichtet dort nicht mehr.
Speaker 0: Du brauchst eine grauen Zellen gar nicht erst anzustrengen.
Speaker 0: Ich verurteile dich nicht, bealte Jeans sich zu sagen.
Speaker 0: Ich spüre ihn nämlich auch diesen Druck.
Speaker 0: Nicht permanent, aber es passiert immer öfter, dass ich ihn nicht wegpacken kann, sondern ihm nachgeben muss, und das macht mir Angst.
Speaker 0: Verständlich, Niktoros Merta.
Speaker 0: Ich kann dir aber nur raten, den Dingen ihren Lauf zu lassen, wenn du dich nicht unglücklich machen willst.
Speaker 0: Dich auszuprobieren, dem Ruf deiner Bestimmung zu folgen, ganz gleich, was deine Mitschüler von dir und dem, was du tust, halten.
Speaker 0: Ich war als unersättlich und liederlich verschrien, weil ich den Rock meiner Schuluniform kürzte.
Speaker 0: Und zumindest im Frühling bis hinein in den Spätherbst darauf verzichtete, darunter ein Höschen zu tragen.
Speaker 0: Was machte die Jungs völlig verrückt?
Speaker 0: Gewiss hat mir das am Anfang auch Angst eingejagt.
Speaker 0: Ich kam ja gegen mich selbst nicht an und musste außer den Befürchten der Schule verwiesen zu werden.
Speaker 0: Aber Dumbledore hat letzten Endes erkannt, dass es mir nicht einfach bloß um die Befriedigung meiner Triebe ging und darum Selbstbestätigung durch mein extremes Verhalten zu bekommen.
Speaker 0: Als er herausfand, wie oder was ich war und Begriff, warum ich tat, was ich eben tat, hielt er seine schützende Hand über mich und ignorierte fortan die Beschwerden der Lehrer und die Petzereien meiner Mitschüler.
Speaker 0: Geht es dir ähnlich auf der Schule, wollte Rosmerta abschließen von Jean Wissen.
Speaker 0: Diese schüttelte verzagt den Kopf.
Speaker 0: Nein, ich, ich fange gerade erst damit an, mich selbst zu entdecken, gestand sie mit gesenktem Kopf und heißen Bangen.
Speaker 0: Mir will ich gar nicht.
Speaker 0: Und, na ja, Es gibt da diesen Jungen, den ich wirklich mag und den ich schon mehrmals geküsst habe.
Speaker 0: Aber er ist eigentlich in meine beste Freundin verliebt.
Speaker 0: Also ein Teenager-Drama, wie es im Buch ist, meinte Rosmetter sachlich.
Speaker 0: Hast du versucht, ihn mit körperlicher Liebe zu ködern?
Speaker 0: Nein, sagte Jean entschieden und etwas zu laut.
Speaker 0: Einige Köpfe im Pub drehten sich nach ihr um.
Speaker 0: Nein, bekräftigte sie abermals leiser diesmal.
Speaker 0: Darum geht es mir nicht, wirklich nicht, das musst du mir glauben, Rosie.
Speaker 0: Und er ist auch noch lange nicht so weit.
Speaker 0: Also, alles, was ich will, ist, dass er meine Gefühle erwidert, dass er meine Hand hält und mich nochmal küst.
Speaker 0: Sie säufzt da tief und sah deprimiert zu Boden, wo sich der Ascherregen aus dem Kamin in Form von gräulich blauem Staub niedergelassen hatte.
Speaker 0: Aber ich fürchte, da kann ich lange warten.
Speaker 0: Da nehme ich an, dass er in deinem Jahrgang ist oder ein, zwei Klassen über dir.
Speaker 0: Er ist in meinem Jahrgang, bestätigte Jeans herknuscht.
Speaker 0: Ein Slytherin.
Speaker 0: Ich selbst bin eine Gryffindor.
Speaker 0: Und ich eine Ravenclaw.
Speaker 0: Aber lasst dir gesagt sein, in welchem Haus du bist, spielt nicht die geringste Rolle bei der Sache.
Speaker 0: Obwohl die Vorstellung eines Slytherins mit einer Gryffindor schon eine gewisse Würze hat.
Speaker 0: Wieder lächelte Rosmerta auf ihre stets etwas durchtriebene Art.
Speaker 0: Aber dreizehn, vierzehn ist noch sehr jung für einen Knaben.
Speaker 0: Schnappt die eine Reiferin aus den oberen Klassen und macht erste Erfahrungen.
Speaker 0: Ich war schon mit zwölf durch damit, mir selber Gutes zu tun.
Speaker 0: Andere Sorts habe ich auch von Anfang an denselben Zauberstab gehabt.
Speaker 0: Das leuchtet mir ein, dass du noch lange nicht so weit bist, wie ich es damals war, und das ist doch gut so.
Speaker 0: Noch mal, halt dich an die Älteren, wenn sie im Sommer die Schule verlassen, desto besser ist es für dich und deinen Ruf, falls der die wichtig ist.
Speaker 0: Doch Jean schüttelte den Kopf.
Speaker 0: Wie ich eben bereits sagte, das mit Jungs, das interessiert mich nicht.
Speaker 0: Und ja, mein Ruf ist mir schon irgendwie wichtig.
Speaker 0: Sie dachte kurz nach.
Speaker 0: Wenigstens ist es bis vor Kurzem so gewesen.
Speaker 0: Das wird sich ändern.
Speaker 0: Prophezeitteres Märter ihr mit einem lastziven Grimsen.
Speaker 0: Die Wirten des drei Besen seid tatsächlich so aus, als bereite die Vorstellung ihr eine Art Parversus vergnügen.
Speaker 0: Das eine, wie das andere, wird's nur ab.
Speaker 0: Lange wird es nicht mehr dauern.
Speaker 0: Nox Jetzt noch schnell ein Like.
Speaker 0: die Eule mit einem Kommentar los schicken und abonnieren.
Speaker 0: Und für alle, die von magischen Hörbüchern nicht genug bekommen können, gibt es die Mitgliedschaft bei Patreon oder YouTube.
Speaker 0: Wenn du meine Arbeit unterstützen möchtest, kannst du das per PayPal oder mit der Wischlist machen.
Speaker 0: Ich danke dir herzlich und bis zur nächsten Geschichte.
Speaker 0: Leine Jana.
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