#229-230 Geliehene Zeit, zwei Umdrehungen - Severus & Hermine - Harry Potter FanFiction
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Speaker 0: Weiter geht's mit Geline Zeit zwei Umdrehungen.
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Speaker 0: Phoebe's Worte gingen Jean nicht aus dem Kopf, als sie sich auf den Rückweg in den Gryffindor Turm machte.
Speaker 0: Das Mädchen war nicht dumm, das hatte sich schon ein ums andere Mal gezeigt.
Speaker 0: Sie war voller Energie und sehr einnehmend.
Speaker 0: Doch heute war einer der Tage, an denen Jean ihr Verhalten fast ein wenig übergriffig fand.
Speaker 0: Plötzlich jedoch spürte sie ein leichtes Kribbeln im Magen in den Händen und Beinen.
Speaker 0: Es fühlte sich beinah wie Vorfreude an.
Speaker 0: Oder war es nur der Reiz des Verbotenen?
Speaker 0: Sie hatte sich selten für etwas eingesetzt, was nicht unmittelbar mit ihr selbst zu tun hatte.
Speaker 0: Aber es könnte sich gut anfühlen, das mal zu tun, oder?
Speaker 0: Und es würde sich gut anfühlen, im Ansehen der anderen vor allem der Mädchen der Schule zu steigen, wie Phoebe es vorausgesagt hatte.
Speaker 0: Der heutige Tag im Krankenflügel hatte es mal wieder gezeigt.
Speaker 0: Gerade in der schwierigen Zeit der Teenagerjahre war es exorbitant wichtig, in der Schule ein gewisses Maß an Ansehen zu genießen.
Speaker 0: War man ein Außenseiter, war das schlecht für Selbstbewusstsein.
Speaker 0: Hermine Granger hatte sich wenig Gedanken darum gemacht.
Speaker 0: Jean Perlman jedoch war sich ihrer Andersartigkeit schmerzlich bewusst.
Speaker 0: Mit wenigen Leuten war sich ihr auf Augenhöhe, manche sahen auf sie herab, viele hatten Angst vor ihr.
Speaker 0: Doch niemand sah zu ihr auf.
Speaker 0: Wäre es nicht schön zu erfahren, dass es auch anders ging?
Speaker 0: Als sie vom Abendbrot-Tisch aufgestanden war, hatten ihr mehrere Schüler vom Hufflepuff-Tisch aus zugewunken.
Speaker 0: Die zweite Hälfte des Erste-Hilfe-Workshops war fast noch besser gewesen als die erste.
Speaker 0: Jungs wie Mädchen hatten sich buchstäblich darum gerissen, mit ihr zusammen zu zaubern.
Speaker 0: Myon, Jackie, Maxwell und wie sie alle hießen, waren auch nach Ende des Kurses noch in ihrer Nähe geblieben, um sich ganz zwanglos mit Jean zu unterhalten.
Speaker 0: Einer der Jungs hatte ihr sogar eine Schachtel selbstgemachte Pralinen schenken wollen, doch Jean hatte sich schwer damit getan, sie anzunehmen.
Speaker 0: In Pralinen konnten eine Menge Zeug sein, das da nicht reingehörte.
Speaker 0: Ein Schlaftrunk zum Beispiel.
Speaker 0: Am Ende hatte sie höflich aber bestimmt abgelehnt mit der Begründung, dass sie mehrere Zahnärzte in der Familie habe, denen es sicher nicht gefallen würde, wenn sie zu viel Süßes esse.
Speaker 0: Was ja nicht unbedingt gelogen wäre, dabei hätte sie sich am liebsten auf die Dinger gestürzt und sie stande Pede verschlon.
Speaker 0: An manchen Tagen war das einfach so, obwohl sie schon als Kind lieber Chips als Schokolade gegessen hatte.
Speaker 0: In dieser Nacht fand Jean kaum Schlaf.
Speaker 0: Hier oben im Turm hörte man den Sturm um ein vielfaches lauter Toben als drunden in der großen Halle.
Speaker 0: Es war beängstigend.
Speaker 0: Mehr als einmal hatte sie das Gefühl, dass sie und all ihre Hauskameraden und Habseligkeiten mit einer einzigen gewaltigen Bö vom Rest des Schlosses abgetrennt und fortgeweht würden.
Speaker 0: Gegen vier Uhr in der Früh, sie war gerade eingenickt, wurde sie durch dutzende eiliger Schritte draußen auf der Wendeltreppe wieder geweckt.
Speaker 0: Jemand riss die Tür zum Schlafsaal auf, ohne anzuklopfen, dann erfüllten laute, angsterfüllte Stimmen den Raum.
Speaker 0: Dermaßen aufgescheucht verließen Lilly, Mary, Priya, Bredika und Jean ebenfalls völlig überstürzt ihren Schlafsaal und alten hinunter in den Gemeinschaftsraum, ohne großartige Fragen zu stellen.
Speaker 0: Der Strom der verängstigten Schülerinnen riss nicht ab, und bald stießen auch Jungs von ihrer Seite des Turms hinzu.
Speaker 0: In dem runden Raum potenzierte sich die allgemeine Panik, alle schrien durcheinander und versuchten das Rasen des Sturmes zu übertönen.
Speaker 0: Irgendwer stieß das Porträloch auf und damit ergoss sich ein Sturm aus sämtlichen Bewohnern von Haus Gruffendor in Schlafanzügen, Nachthemden und in Morgenröcken durch die enge Öffnung.
Speaker 0: Alle waren völlig außer Fassung.
Speaker 0: Von Panik erfüllten die Jungen und Mädchen weiter über den Hauptflur des siebten Stockes.
Speaker 0: Einige stolperten, rafften sich wieder auf und hetzten weiter.
Speaker 0: Nicht wenige Schüler verletzten sich bei der Flucht, da der Eingang zum Turm zu klein war, um zwei oder mehr Schülern gleichzeitig das Durchkommen zu ermöglichen.
Speaker 0: Dementsprechend kam es innerhalb des Gemeinschaftsraumes zu einem Rückstau und folglich zu einer Massenpanik.
Speaker 0: Jean Lilly und die übrigen Mädchen der dritten Klasse wurden noch im Gemeinschaftsraum voneinander getrennt.
Speaker 0: Während Mary und Priya direkt zum Porträloch und sich damit mitten ins Getümmel stürzten, hielten Jean Lilly und Prédica sich bewusst abseits und drängten sich vor dem Kamin zusammen.
Speaker 0: Es brannte kein Feuer mehr darin, das Anfachen von Kaminfeuern war für die Zeit des Sturms verboten worden, zumindest in den Türmen.
Speaker 0: Es zog wie Hechtsuppe aus dem schwarzen Loch, musste Jean, die wie viele nur ihr Nachthemd trug, bippern feststellen.
Speaker 0: Lilly versuchte, die Anwesenden zu beruhigen und dazu zu bewegen, nicht heils über Kopf loszustürmen, doch niemand schärte sich um sie.
Speaker 0: Ihre Stimme kam gegen den Sturm und die kreischenden Mitschüler nicht an.
Speaker 0: Fast wäre sie von ihnen überrannt und niedergetrampelt worden.
Speaker 0: Am Ende waren sie mit die Letzten, die den Turm verließen.
Speaker 0: Bredika meinte, sie sei sich hundertprozentig sicher, dass absolut gar nichts passieren würde.
Speaker 0: Sie habe Tage in Dermstreng erlebt, die mindestens genauso schlimm waren.
Speaker 0: Aber wenn die Mauern wirklich magisch verstärkt worden waren, konnte doch gar nichts passieren.
Speaker 0: Dermstreng schien jedoch mehr wie eine Festung gebaut zu sein, ein einziger riesiger Kasten, ohne große und kleine Türme, wie es in Hogwarts der Fall war.
Speaker 0: Jean war sich ehrlich gesagt nicht mehr so sicher, ob sie den dicken Mauern trauen konnte, Auch sie hatte das Klappern der sich lösenden Dachziegel und Steine gehört, die sich aus den Mauern lösten und unter Getöse auf den Dächern darunter aufschlugen, nur um neue Löcher hineinzureißen.
Speaker 0: Als sie in der großen Halle eintrafen, waren die Ravenclaws ebenfalls da, genau wie die Professoren Dumbledorme Gornigel und Flittwick.
Speaker 0: Die Ängste der Schüler wurden also ernst genommen.
Speaker 0: Um die allgemeine Panik einzudämmen und die Ängstlichen abzulenken, wurden die Hauselfen in der Küche angewiesen, ein frühes Frühstück heraufzuschicken.
Speaker 0: Jean suchte zwischen den Anwesenden nach Malachi Murphy und freier Himmelsstürmer, die in den Türmen wohnten, wo sie auch arbeiteten.
Speaker 0: Die Himmelsstürmer war da, ihre großen blauen Augen zeigten genauso viel Furcht wie die ihrer Schüler.
Speaker 0: Vielleicht hatte jemand von den anderen Lehrern ihr Bescheid gegeben.
Speaker 0: Der Mobs jedoch fehlte.
Speaker 0: Würde er noch kommen?
Speaker 0: Oder war er so furchtlos, dass er einfach an Ort und Stelle ausharte?
Speaker 0: So schätzte Jean ihn eigentlich nicht ein.
Speaker 0: Wenige Stunden später stießen die Hufflepuffs Slytherins und Dumbstrings zu ihnen und staunten nicht schlecht.
Speaker 0: Jemand von der Lehrerschaft hatte zahlreiche Decken heraufbeschworen, in die sich die zum größten Teil leicht bekleideten Schüler einwickeln konnten, sowie plüschige weiße Hausschuhe, weil die meisten einfach barfuß durch das eiskalte Schloss gelaufen waren.
Speaker 0: Auch Jean trug wie gesagt nicht mehr als ihr Nachthemd und ihre Hausschuhe hatte sie in der Eile nicht gefunden.
Speaker 0: Professor Dumbledore und ein paar von den anderen Lehrern begaben sich in die oberen Stockwerke, um die bewohnten Türme zu überprüfen.
Speaker 0: Jean wusste nicht, wo die Panik genau ausgebrochen war, doch inzwischen war sie davon überzeugt, dass ihnen keine Gefahr drohte.
Speaker 0: Eines der Mädchen im Gryffindor-Turm hatte überreagiert, wahrscheinlich eine Erst- oder Zweitklässlerin, die ihr wohnten nämlich ganz oben.
Speaker 0: Im Grunde war es völlig egal.
Speaker 0: Das allgemeine Chaos hatte Jean nichts anzuhaben.
Speaker 0: Sie saß selenruhig am Tisch, knabberte an einem Stück Toast und beteiligte sich nicht an den erregten Gesprächen um sie herum.
Speaker 0: In Gedanken bei sie nicht bei der stürmischen Nacht und der kopflosen Flucht aus dem Turmzimmer, sondern bei ... Achtmalerei.
Speaker 0: Plötzlich hatte sie eine Idee.
Speaker 0: Sie stopfte sich hastig das letzte Stück Toast in den Mund, spült er es mit dem Rest ihres Tees herunter und erhob sich eilig.
Speaker 0: Wohin willst du?
Speaker 0: Lilly zog eine Augenbraue hoch.
Speaker 0: In die Bibliothek, antwortete Jean knapp, Hälst du mir einen Platz in McGonagall's Kurs frei?
Speaker 0: Sicher, vergiss nicht, er beginnt heute schon um neun.
Speaker 0: Danke, ich weiß, bis dann.
Speaker 0: Jean lief davon.
Speaker 0: Sie verließ die große Halle, ohne auch nur einen einzigen Blick auf den Slytherin-Tisch geworfen zu haben.
Speaker 0: So früh war noch keine Menschenseele in der Bibliothek.
Speaker 0: Ohne groß nachzudenken zündete Jean einen sieben armigen Kandelabe an, nahm wahrlos drei Bildbände zum Thema Malerei aus einem der Regale, setzte sich damit an den nächsten besten Tisch und suchte nach Akten.
Speaker 0: Was sie sage, fiel ihr.
Speaker 0: Die meisten Modelle waren weiblich.
Speaker 0: Manche waren Sitzen verewigt worden, manche liegend, einige sogar im Stehen.
Speaker 0: Ein Bild hatte es ihr besonders angetan.
Speaker 0: Ein junges Mädchen lag auf dem Rücken in einem bequem aussehenden Bett.
Speaker 0: Sie schien zu schlafen.
Speaker 0: Ihr Haar war gelöst und hatte eine rötliche Farbung.
Speaker 0: Das rechte Bein war halb zwischen den Laken verschwunden, ansonsten war sie nackt.
Speaker 0: Sie hatte schöne Brüste von Jean.
Speaker 0: Größer als die ihrer Freundin, sie war insgesamt ein wenig kurviger als Lilly.
Speaker 0: Zwischen ihren Schenkeln lag ein stückgeraftes Bett lagen, sodass das grause Büschel Haar an dieser Stelle voll ins Verdeckt wurde.
Speaker 0: Der geneigte Betrachter mochte sich fragen, ob es ebenfalls rot war.
Speaker 0: Jean fand das Bild sehr ästhetisch.
Speaker 0: Doch welche Schülerin würde sich trauen, sich auf diese Weise zu präsentieren?
Speaker 0: Lilly?
Speaker 0: Nein, das glaubte Jean nicht.
Speaker 0: Bredica?
Speaker 0: Die Dermstrengs waren in vielerlei Hinsicht freizügiger als die Schüler von Hogwarts.
Speaker 0: Doch würde Bredica das wirklich tun?
Speaker 0: Jean dachte nach, dabei spielte sie unbewusst mit ihrem Zauberstab, den sie als einziges aus dem Schlafsaal hatte mitnehmen können.
Speaker 0: Es war kalt in der Bibliothek, da weder ein Feuer noch Fackeln brennen durfte.
Speaker 0: Sie zog die Decke enger um ihren Körper.
Speaker 0: Drew Darko würde es sicher tun, schoss ihr durch den Kopf.
Speaker 0: Drew tabe wenig Tabus, hatte Bredika mal erzählt.
Speaker 0: Sie und Nielsen trieben es miteinander vor dem Kamin im Gemeinschaftsraum des Slytherins, wenn von den anderen gerade mal niemand da war.
Speaker 0: Uhrzeit egal.
Speaker 0: Einige der jüngeren Slytherins versteckten sich sogar mit voller Absicht in dem unübersichtlichen Raum, darauf hoffend zumindest Ohrenzeugen ihres Liebesspiels, das eher einem Ringkampf ähnelte zu werden, wenn nicht mehr.
Speaker 0: Laut Bredika wussten die beiden das auch nur zu gut und er nahmen jedoch nichts dagegen, weil es ihnen gefiel dabei beobachtet zu werden.
Speaker 0: Und natürlich ging niemand zu Slughorn oder den Vertrauensschülern, um sie darauf aufmerksam zu machen.
Speaker 0: Druid war vierzehn.
Speaker 0: Jean schüttelte den Kopf um die Gedanken an sie und Nielsen zu vertreiben.
Speaker 0: Drude kam nicht infrage.
Speaker 0: Sie wollte keine Dermstrengs oder Slytherins in ihrem Kurs haben.
Speaker 0: In ihrem Kurs.
Speaker 0: Sollte das jetzt heißen, dass Phoebe recht hatte?
Speaker 0: Dass sie Jean diesen Kurs ins Leben rufen würde?
Speaker 0: Ihr Herz begann zu klopfen.
Speaker 0: Und zwischen ihren Beinen begann es zu prickeln.
Speaker 0: Sie schlug eins über das andere und presste sie fest zusammen.
Speaker 0: Nicht hier, nicht jetzt.
Speaker 0: Ob die anderen von ihr erwarteten, dass sie auch das Aktmodell darstellte?
Speaker 0: Das war eine der kniffligeren Fragen.
Speaker 0: Hätte sie denn ein Problem damit?
Speaker 0: Jean war sich nicht sicher.
Speaker 0: Wenn nur Mädchen da waren, handverlesene Mädchen, die sie selbst ausgesucht hatte, nette Mädchen, ja, wenn es ihr Kurs war, dann konnte sie auch bestimmen, wer ihrer würdig war und wer nicht.
Speaker 0: Dann konnte sie sich fast vorstellen, es zu tun.
Speaker 0: Vielleicht nicht gerade so exponiert wie das Mädchen auf dem Bett.
Speaker 0: Aber war es überhaupt noch ein Akt, wenn man ihren nackten Brüste nicht sah?
Speaker 0: Nein, entschied sie.
Speaker 0: Brüste mussten sein.
Speaker 0: Und sie wollte sie selbst zeichnen.
Speaker 0: Folglich konnte sie nicht Modell stehen, doch wen beim Merlins Meter langen Bart konnte sie sonst darum bitten.
Speaker 0: Aphrodite Lufgott?
Speaker 0: Und ihr zum Dank den Liebestrank zurückgeben?
Speaker 0: Jean musste kichern.
Speaker 0: Nein, sie mochte dieses Mädchen ebenfalls nicht.
Speaker 0: Dieser steht zur gekünstelt wirkende Schmollmund und wie sie immer ihre blonde Mähne herumschmiss.
Speaker 0: Sie war das geborene Model, aber, tja, leider auch eine dumme Kuh.
Speaker 0: Lieber würde Jean die maulnde Mürtemodell sitzen lassen mit ihrer unreinen Haut und den herabhängenden Mundwinkeln.
Speaker 0: Ein Geist dachte sie und setzte sich aufrecht hin.
Speaker 0: An den Augenblick später sackte sie wieder in sich zusammen.
Speaker 0: Geister konnten sich ihrer Kleider nicht entledigen.
Speaker 0: Zumindest war sie sich dessen sehr sicher.
Speaker 0: Außerdem war Rowena Ravenclaw, an die sie als Erste gedacht hatte, so scheu, dass sie sie wahrscheinlich bis Sonntag Nachmittag gar nicht finden würde.
Speaker 0: Wieder eine Sackgasse.
Speaker 0: Dann durchfuhr sie ein geistes Blitz.
Speaker 0: Vielleicht weil sie ein Geister gedacht hatte.
Speaker 0: Es gab noch ein anderes weibliches Wesen, das sie fragen konnte.
Speaker 0: Und dieses war atemberaubend schön und ganz gewiss nicht schüchtern.
Speaker 0: Im Gegenteil.
Speaker 0: Mit einem lauten Knall schlug Jean das Buch zu, in dem sie gerade noch geblättert und Akte bewundert hatte.
Speaker 0: Sie durfte keine Zeit verschwenden.
Speaker 0: Seltsamerweise glaubte sie gar nicht, dass es so ewig dauern würde, die Person, die sie im Sinn hatte, dazu zu überreden, für sie Modell zu stehen.
Speaker 0: Sie aufzusuchen, könnte ein Problem werden, und der über allem stehende Faktor war Zeit.
Speaker 0: Zeit war immer der entscheidende Faktor, wenn es um sie ging.
Speaker 0: Aber sie musste es wenigstens versuchen.
Speaker 0: Zuerst musste sie sich etwas anziehen und Lilly Bescheid sagen.
Speaker 0: Sie würde nicht erbaut sein, wie spät war es.
Speaker 0: Hatte der Kurs bereits begonnen?
Speaker 0: Mist hoffentlich nicht.
Speaker 0: An der Turmuhr konnte sie sich nicht orientieren.
Speaker 0: Dumbledore hatte das mächtige Pendel übers Wochenende anhalten und sichern lassen, da die Sturmböen ihm hätten schaden können.
Speaker 0: Jean errannte fast aus der leeren Bibliothek.
Speaker 0: Kaum stand sie vor der Tür, konnte sie durch das Treppenhaus Stimmengewür im Erdgeschoss hören.
Speaker 0: Wahrscheinlich sammelten sich dort gerade die Spieler für das Indok-Vidage in der großen Halle.
Speaker 0: Als sie zu den Treppen kam, nahm sie mit Erleichterung zur Kenntnis, dass viele Gryffindors und Ravenclaws augenscheinlich auf dem Weg in den siebten Stock waren.
Speaker 0: Mary und Priya waren ebenfalls unter ihnen.
Speaker 0: Sie mussten gerade warten, weil sich eine der Treppen just aus ihrer Verankerung gelöst hatte und woanders hingeschwippt war.
Speaker 0: Hey, Mary!
Speaker 0: Jean ahnte, dass Priya ohnehin nicht mit ihr reden würde, also verschwendete sie auch keine Zeit mit Höflichkeit.
Speaker 0: Warte mal kurz.
Speaker 0: Mary drehte sich zu ihr um.
Speaker 0: Sie strahlte übers ganze Gesicht.
Speaker 0: Hi, Jean!
Speaker 0: Wir dürfen hoch!
Speaker 0: Dumbledore hat gesagt, dass es sicher ist.
Speaker 0: Lilly hat sich schon ihre Sachen geholt, denn es zum McGonagalls Kurs gegangen.
Speaker 0: Du musst zu dem Klassenzimmer am ersten Stock, ganz am Ende des Ganges, wo sie ihr Büro hat.
Speaker 0: Lilly wollte unbedingt in der ersten Reihe sitzen.
Speaker 0: Zu ganzer Jean zurück in die Richtung, aus der sie gekommen war, sollte sie selbst mit Lilly reden oder….
Speaker 0: Leider habe ich keine Zeit dazu, meinte sie hektisch.
Speaker 0: Ich muss mich auch noch umziehen.
Speaker 0: Wie spät ist es?
Speaker 0: Zehn vor neun, sagte Mary.
Speaker 0: Ich….
Speaker 0: wir gehen zum Tanzen, das fängt heute um Viertel nach an.
Speaker 0: Tusst du mir bitte einen gefallen, Mary, bat Jean die Klassenkamera den.
Speaker 0: Gehst du bitte zu Lilly hinunter und sagst dir, dass es mir Leid tut, aber ich muss kurzfristig den Kurs wechseln.
Speaker 0: Sie soll sich keine Sorgen machen, wenn ich nicht zum Mittagessen komme, ich habe eine Magenverstimmung.
Speaker 0: Etwas Besseres fiel ihr gerade nicht ein.
Speaker 0: Sag ihr einfach, wir sehen uns spätestens beim Abendessen, okay?
Speaker 0: Mary zuckte mit den Schultern.
Speaker 0: Kann ich machen, meinte sie mit einem Blick auf die Treppe.
Speaker 0: Hier scheint es ohnehin länger zu dauern.
Speaker 0: Mary wandte sich Brüher zu, wahrscheinlich um sie zu fragen, ob sie schnell mit ihr zurück in den ersten Stock gehen würde.
Speaker 0: Doch Brüher funkelte die Freundin nur sauer an, ließ sie stehen und ging allein und mit erhobener Nase zu einem Wand behang, den sie mit einem wütenden Ruck beiseite zog und hinter dem eine enge Treppe zum Vorschein kam.
Speaker 0: Na sieh mal einer an, dachte Jean, diesen Weg kannte sie auch noch nicht.
Speaker 0: Sie hat roten Trank verschüttet, meinte Mary.
Speaker 0: entschuldigend.
Speaker 0: Ups, entschlüpfte es Jean, als sie endlich kapierte.
Speaker 0: Tja, äh, passiert uns das nicht allen?
Speaker 0: Danke, Mary.
Speaker 0: Sie nahm die Beine in die Hand und lief hinter Brühe her, die natürlich schon längst außer Sicht war.
Speaker 0: In welchen Kurs willst du denn Jean?
Speaker 0: rief Mary ihr nach.
Speaker 0: Du erlzaubern, rief Jean über die Schulter zurück.
Speaker 0: Etwas anderes fiel ihr gerade nicht ein.
Speaker 0: Nach einigen Umwegen im Schlafsaal angekommen stürzte Jean als erstes zu ihrem Schrankkoffer, aber nicht oder nicht nur, um frische Kleidung herauszunehmen.
Speaker 0: Sie wüllte zum dritten Mal innerhalb von weniger als achtundvierzig Stunden darin herum, kehrte das Unterste zu Oberst.
Speaker 0: Früher, die vor ihr angekommen war und sich jetzt anzog, würdigte sie keines Blickes und auch Jean schenkte ihr keinerlei Beachtung.
Speaker 0: Bei den letzten beiden Durchsuchungen hatte sie Christopher's Briefe nicht gesehen.
Speaker 0: Das sollte jedoch nicht heißen, dass sie nicht wusste, wo sie waren.
Speaker 0: Jean war sich ziemlich sicher, dass sie sie in eines ihrer Bücher gelegt hatte, wo sie weniger auffielen als lose im Schrankhoffer verstreut.
Speaker 0: und zwar in das Lateinbuch, das sie bekommen hatte, als sie kurz nach Halloween mit dem Unterricht begonnen hatte.
Speaker 0: Sie hatte das Fach nicht gewählt, das Flairbuch aber dennoch behalten, da sie es interessant fand und öfters etwas daran nachschlug.
Speaker 0: Es hatte Stockflecken und Eselsohren und roch nicht besonders gut.
Speaker 0: Endlich konnten ihre Finger es unter den Klamotten ertasten und herausziehen.
Speaker 0: Das Buch enthielt nur drei Briefen, ein Glück, da musste sie nicht lange suchen, bis sie das Detail gefunden hatte, das ihr im Kopf herumspugte.
Speaker 0: Es musste im zweiten stehen.
Speaker 0: Und richtig, sie fand das am Ende des zweiten Briefes, dem den Christopher ihr aus Hoxmeade hatte zukommen lassen.
Speaker 0: Damals hatte er sie gebeten, zu ihm in die drei Besen zu kommen, um ein paar Dinge mit ihr zu besprechen, die ihn nicht schlafen ließen.
Speaker 0: Jean hatte jedoch abgelehnt, da es ihr als zu gefährlich erschienen war, nachts allein das Schloss zu verlassen.
Speaker 0: Sie hob den Kopf, um zu sehen, ob Brüher sie beobachtete, doch die war im Badezimmer verschwunden.
Speaker 0: Also glättete Jean den Brief und las die Stelle noch einmal.
Speaker 0: Im dritten Stock des Schlosses.
Speaker 0: Jean wiederholte alles noch einmal im Geiste, dann schob sie den Brief zurück in das Lateinbuch, warf es – und fast alles andere – ohne große Sorgfalt zurück in den Koffer und sich selbst in die wärmsten Klamotten, die sie besaß.
Speaker 0: Dicke Wollsocken, wolle eine Strumpfhose, langärmliches T-Shirt.
Speaker 0: Ihr Blick fiel auf den grünen Anorock, der in der Garderobe hing.
Speaker 0: Er gehörte Lilly, war mollig warm und ging bis über den Po.
Speaker 0: Jean zückerte nicht lange.
Speaker 0: Lilly würde das Schloss ohnehin nicht verlassen, vielleicht noch nicht einmal in der Mittagspause hierher zurückkommen.
Speaker 0: Folglich würde sie unter Umständen gar nicht merken, dass ihr Anorak weg war.
Speaker 0: Und falls doch, fände sie ihr sicher nicht schlimm, dass Jean ihn sich ausgeliehen hatte.
Speaker 0: Beherzt griff sie zu und schlüpfte hinein.
Speaker 0: Am liebsten wäre sie sofort gegangen, doch vorher musste sie noch dringend aufs Klo.
Speaker 0: Also tigerte sie durch den Schlafsaal, bis Prüa endlich geruhte, aus dem Bad zu kommen.
Speaker 0: Das schwarzhaare Gemädchen musterte sie fast schon feindselig, besonders Lilis Anorak und die fellbesetzten Stiefel, die Jean eigentlich nur draußen trug.
Speaker 0: Auch die Mütze, den Schal und die Handschuhe, die auf Jeans Bett lagen, erregten ihre Aufmerksamkeit.
Speaker 0: Falls du es nicht mitgekriegt haben solltest, niemand darf sich draußen aufhalten.
Speaker 0: Dort ist es lebensgefährlich.
Speaker 0: Nicht mal Black und seine Anhänger sind so bescheuert, da rauszugehen.
Speaker 0: Jean stolzierte an ihr vorbei, knallte die Badezimmertür zu, zog sich die Hose runter und setzte sich aufs Klo.
Speaker 0: Ich habe nicht vor mich draußen aufzuhalten, rief sie durch die geschlossene Tür.
Speaker 0: Das stimmte ja auch fast.
Speaker 0: Willst du mich für dumm verkaufen?
Speaker 0: Brüher redete sich richtig gehend in Rage.
Speaker 0: Ich gehe zu Sabrina und dann wirst du schon sehen, wie viele Punkte unser Haus verliert.
Speaker 0: Sabrina Jones war die Vertrauensschülerin der Gryffindors.
Speaker 0: Jean hatte noch nicht viel mit ihr zu tun gehabt.
Speaker 0: Sabrina gehörte zu den Mädchen, von denen Jean insgeheim dachte, sie hätten eventuell Angst vor ihr.
Speaker 0: Am liebsten hätte sie sich ein Schreiduell mit Brüher durch die Klurtür geliefert.
Speaker 0: Doch was sollte das bringen?
Speaker 0: Sie wischte sich ab, betätigte die Spülung, zog die Hose hoch, sprang zur Tür und riss sie auf.
Speaker 0: Mir ist Arsch kalt, Prüya Patil, brüllte sie.
Speaker 0: So viele Kaminfeuer im Schloss sind erloschen und ich friere den ganzen Tag.
Speaker 0: Mach doch, geh zu deiner geliebten Sabrina und Kirche in den Hintern.
Speaker 0: Ich kann Dinge prophezeien schon vergessen.
Speaker 0: Und dir prophezeihe ich, du wirst dich bis auf die Knochen blamieren.
Speaker 0: Und du wirst dich nach umgucken mit deiner blöden Nacktmalerei.
Speaker 0: Hast du an den anderen tausend Schulen, an denen du angeblich schon warst, nicht genügend Aufmerksamkeit bekommen?
Speaker 0: Zum Glück starkste Priya mit diesen Worten aus dem Schlafsaal, denn sie machten Jean Fuchsteufels wild.
Speaker 0: Sie zählte bis hundert, um sich zu beruhigen und der Klassenkamerade in einen Vorsprung zu geben.
Speaker 0: Die Wollmütze, Handschuhe und den Schal stopfte sie in die Taschen des Anoraks, denn diejenigen, die sie sahen, würden ähnlich reagieren wie Brüher.
Speaker 0: Sie musste also vorsichtig sein.
Speaker 0: Zum Schluss warf sie sich noch ihren Umhang über.
Speaker 0: Das Grün des Anoraks war zu auffällig.
Speaker 0: Außerdem sollte sie sich besser so warm anziehen, wie es nur ging.
Speaker 0: Es war kurz nach Moin.
Speaker 0: Mary musste ebenfalls noch kommen und sich umziehen, besser sie ging jetzt.
Speaker 0: Die meisten Workshops hatten schon begonnen.
Speaker 0: Es kam, wie es kommen musste.
Speaker 0: Am Porträtloch wäre Jean fast mit Mary zusammen gestoßen.
Speaker 0: Als sie das Porträt nach innen aufschwingen sah, zog sie sich flugs zurück und versteckte sich hinter einem der ausladenden Plüschsessel vor dem Kamin.
Speaker 0: Zum Glück war Mary in Eile und sah sie nicht.
Speaker 0: Sie hüpfte im Laufschritt an ihr vorbei die Wendeltreppe der Mädchen hinauf und sah nicht zurück.
Speaker 0: Jean zog sich die Kapuze ihres Umhangs über den Kopf und verließ den Gryffinderturm.
Speaker 0: So konnte die fette Dame sie nicht so leicht erkennen.
Speaker 0: Auf den Gängen war es jetzt wieder ruhig, doch an jedem Fenster fühlte man eiskalte Luft durch die Ritzen ziehen.
Speaker 0: Draußen brauchste unverminder der Wind.
Speaker 0: Als Jean sich anschickte, die Treppe hinunterzugehen, erkannte sie auf der anderen Seite eine schwarz gekleidete Gestalt, die sich ebenfalls die Kapuze ihres Umhangs über den Kopf gestülpt hatte.
Speaker 0: Jean erkannte sie an ihrem Gang, es handelte sich um die arithmatik-Lehrerin Prof.
Speaker 0: Klook-Shaser, die entschalend ihren Patrullengang erledigte.
Speaker 0: Zum Verstecken war es zu spät, also nickte Jean der streitbaren Professorin bloß zu und lief rasch weiter die Treppe herunter.
Speaker 0: Sollte die Frau glauben, dass sie zu spät zu ihrem Workshop kam, zum Glück rief sie Jean nicht zu sich oder machte eine Bemerkung über ihren Anorak.
Speaker 0: Der Sechste, der Fünfte und der Viertestocklagen verlassen war.
Speaker 0: Der dritte Stock wirkt auf den ersten Blick ebenso verweist wie die über ihm.
Speaker 0: In der Ferne Sahagin den bläulichen Schimmer eines Geistes vorüber schweben.
Speaker 0: Wo war noch gleich der Einstieg zu dem Geheimgang?
Speaker 0: In Gedanken rezitierte sie noch einmal die von Christopher geschriebenen Worte.
Speaker 0: Im dritten Stock des Schlosses befindet sich der Einstieg zu einem Geheimgang, der dich bis in den Keller des Honigtopfes bringt.
Speaker 0: Achte auf die Statue Gunhilda von Gors-Mors, besser bekannt als die bucklige Hexe.
Speaker 0: Sie öffnet ihren Buckel, indem du den Zauberspruch Descendium benutzt.
Speaker 0: Jean kannte die Statue der Buckeligen und Einäugigen Hexe, hatte ihr aber nie besondere Beachtung geschenkt.
Speaker 0: Gunhilda von Gorsomor hatte im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert gelebt und ein Mittel gegen die Drachenpocken gefunden, was sie sehr berühmt gemacht hatte.
Speaker 0: Gunhilda war schnell gefunden und Jean näherte sich ihr mit Betacht.
Speaker 0: Mehrmals sah sie sich nervös nach allen Seiten um.
Speaker 0: Irgendwo in der Nähe klappte eine Tür auf und wieder zu.
Speaker 0: Und Jean sprang vor Schreck ein Stück in die Höhe.
Speaker 0: Fandt nicht irgendwo im dritten Stock Dumbledore's Kalligraphiekurs statt?
Speaker 0: Schnelle Schritte näherten sich.
Speaker 0: Verzweifelt sah Jean sich nach einem Versteck um.
Speaker 0: Für Descendium war es zu spät.
Speaker 0: Der Hexenbuckel würde sich nicht schnell genug öffnen und wieder schließen.
Speaker 0: Außerdem machte es oft Lärm, wenn Stein auseinanderklafte.
Speaker 0: Es knirschte so laut.
Speaker 0: Genauso wenig wollte sie dabei gesehen werden, wie sie sich in einen dicken Anorak gehüllt in unmittelbarer Nähe der Statue von Gunhilda herumdrückte.
Speaker 0: Wer weiß, wie viele Leute im Schloss von diesem Geheimgang wussten?
Speaker 0: Leider zögerte sie zu lange und bis sie sich dazu entschlossen hatte, den Schritten einfach entgegenzugehen und so zu tun, als wäre sie auf der Suche nach ihrem Kursraum, war die ihr entgegenkommene Person auch schon bei ihr angelangt und blieb wie angewurzelt stehen, nachdem sie um die Ecke gebogen und dabei fast mit Jean zusammengestoßen war.
Speaker 0: Es folgte ein gespannte Augenblick der Stille.
Speaker 0: Jean sah grübchen und graue Augen.
Speaker 0: Bitte sag, dass du es dir anders überlegt hast, Jeannie.
Speaker 0: Nox.
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Speaker 0: Ich danke dir herzlich und bis zur nächsten Geschichte.
Speaker 0: Leine Jana.
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