Staffel 5 Geliehene Zeit, zwei Umdrehungen #69-88 ⎮Severus & Hermine ⎮ Harry Potter FanFiction⎮Hörbuch
Über diese Folge
Harry Potter FanFiction⎮HörbuchHermine Granger ist eine hochintelligente vierzehnjährige Hexe, die sich schulisch unterfordert fühlt. Mit Professor McGonagalls Hilfe gelangt sie an einen Zeitumkehrer, der es ihr ermöglicht, zeitgleich mehrere Fächer zu belegen. An Halloween geschieht jedoch ein Unglück und Hermine findet sich plötzlich zwanzig Jahre in der Vergangenheit wieder. Ihr erster Impuls ist Flucht aus dem Internat, doch Albus Dumbledore kann sie davon überzeugen, dass Hogwarts noch immer der sicherste Ort für sie ist, wenn sie nur eines beherzigt: dass Zeit möglichst nicht verändert werden darf. Hermine fügt sich in ihr Schicksal, nimmt sogar einen neuen Namen an. Doch kann sie tatenlos zusehen, wie ihre beste Freundin einem sicheren Tod entgegengeht, Seite an Seite mit einem zukünftigen Massenmörder leben oder ihre Gefühle für jemanden unterdrücken, der dunkler, geheimnisvoller und verhasster nicht sein könnte?
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Speaker 0: Und jetzt ganz viel Spaß mit der Geschichte.
Speaker 0: Lumos.
Speaker 0: Er weiß schon, was Montag passiert ist, wird wahrscheinlich eh keiner rauswenden.
Speaker 0: Jean drehte ihre T-Tasse in den Händen und war dabei gedanklich schon wieder ganz woanders.
Speaker 0: Sie überlegte, was sie mit dem Rest des Tages anfangen sollte, wie sie ihn sinnvoll nutzen konnte.
Speaker 0: Eigentlich konnte sie den jungen Lupin nun doch ganz gut leiden, vor allem weil sie ja bereits wusste, in welche Richtung er sich entwickeln würde, in eine gute nämlich, ganzem Gegensatz zu seinem besten Freund, dem zukünftigen Massenmörder.
Speaker 0: Doch sie musste den Ereignissen ihren Lauf lassen, durfte sich nicht einmischen.
Speaker 0: Vielleicht hat der liebe Sarorys nur ein bisschen dunkle Magie geübt, fügte sie gänzlich unüberlegt hinzu.
Speaker 0: Remus war für einen zweifelnden Blick zu.
Speaker 0: James hat uns erzählt, dass du ihn im Visier hast.
Speaker 0: Jean zuckte nur mit den Schultern.
Speaker 0: Sollten die Rumtreiber doch denken, was sie wollten.
Speaker 0: Hauptsache, sie verdächtigten sie, Jean, nicht.
Speaker 0: Das würde bloß zu unnötigen Komplikationen führen.
Speaker 0: Snape hingegen konnten sie ohnehin nicht leiden.
Speaker 0: Zeuten sie sich doch alle hinterher schnöffeln, wie sie lustig waren.
Speaker 0: Das verschaffte ihr mehr Freiraum, um sich um das zu kümmern, was ihr unter den Nägeln brannte.
Speaker 0: den kaputten Zeitumkehrer und ihren höchst eigenwilligen Zauberstab.
Speaker 0: Manchmal denke ich, dass vor allem Serious-Menschen unterschätzt, Gabremus widerschrieben zu.
Speaker 0: Auf Snape sehen viele Herabwörle an Außenseite ist.
Speaker 0: Was meine Wenigkeit betrifft, so denke ich, dass man mit ihm rechnen sollte.
Speaker 0: Er hat Köpfchen und ist aufmerksam.
Speaker 0: Sein Spitznamen trägt er zurecht.
Speaker 0: Es ist kein besonders netter Spitzname, sagte Jean Vorwussvoll.
Speaker 0: Ich weiß, Gabremus zu.
Speaker 0: Ich wollte eigentlich auch aufhören, ihn so zu nennen.
Speaker 0: Er ist irgendwie, naja, wie du schon sagst, nicht besonders nett.
Speaker 0: James war es, glaube ich, der irgendwann letztes Jahr damit angefangen hat.
Speaker 0: Und James denkt jetzt auch darüber nach, was der gute Schniefelos so drauf hat.
Speaker 0: Aber dass er ein Außenseiter ist, daran ist Snape selber schuld.
Speaker 0: Dieses ständige Liebäugeln mit dem Todesser-Tum, da muss er sich nicht wundern, wenn keiner was mit ihm zu tun haben will.
Speaker 0: Und ein bisschen Karpappflege hat auch noch keinem geschadet.
Speaker 0: Siehst du, du lässt das also über Äußerlichkeiten, Jean grinste.
Speaker 0: Was das betrifft, so gibst du selbst aber ebenfalls eine gute Zielschabe ab.
Speaker 0: Sie deutete auf seinen an vielen Stellen geflickten Umhang.
Speaker 0: Weißt du, was ich seltsam finde?
Speaker 0: Nein.
Speaker 0: Was?
Speaker 0: Jetzt war Remus eindeutig in der Defensive.
Speaker 0: McGonagall legt sehr viel Wert auf die äußere Erscheinung ihrer Schüler.
Speaker 0: Wenn jemand anders so rumlaufen würde wie du, egal ob Junge oder Mädchen, in abgewetzten, löchrigen Klamotten, dann würde sie ein echtes Problem mit ihr kriegen.
Speaker 0: Aber dir lässt sie es durchgehen.
Speaker 0: Warum?
Speaker 0: Remus knifft die Lippen zusammen.
Speaker 0: Vielleicht, weil sie weiß, dass meine Eltern nicht die Knete haben, mir immer wieder neue Umhänge und Hosen zu kaufen, wenn ich sie mir mal wieder zerrissen habe.
Speaker 0: Ach komm schon Remus, du bist keine Fünf mehr und ein Umhang von Madame Markins reist nicht so schnell.
Speaker 0: Es sei denn, du durchläufst ständig Dornengestrip.
Speaker 0: Und warum sehen die anderen drei nicht genauso abgerissen aus wie du?
Speaker 0: Ihr macht doch alles zusammen, oder?
Speaker 0: Die anderen sind wahrscheinlich nicht so unbeholfen wie ich.
Speaker 0: Ist das dein Ernst?
Speaker 0: Prustete Jean los.
Speaker 0: Ich glaub' dir kein Wort.
Speaker 0: Peter Patty Rule ist ein junger, wie er unbeholfener kaum sein könnte.
Speaker 0: Wenn sein Umhang überall zerrissen wäre, würde mich das nicht wundern.
Speaker 0: Du jedoch hast viel mehr Körperbeherrschung als er.
Speaker 0: Du bist keineswegs unbeholfen.
Speaker 0: Nein Remus, damit kannst du dich nicht rausreden.
Speaker 0: Du musst es ja nicht glauben.
Speaker 0: Erwiderte der Junge kurz.
Speaker 0: Er wirkte plötzlich gestresst, fühlte sich offenbar in die Ecke gedrängt und wollte das Thema beenden.
Speaker 0: Kaum das ist Gino so vor oder war ein wenig blass um die Nase geworden.
Speaker 0: Sie war sich zumindest sicher, dass sie nicht die einzige Inhockwurz war, die Geheimnisse hatte.
Speaker 0: Schon gut, schon gut, meinte sie persönlich.
Speaker 0: Es geht mich nichts an und mir persönlich ist es Schnuppe, ob du in kaputten oder in heilen Sachen herumläufst.
Speaker 0: Lilly hat mir gesagt, dass ihr nachts rausgeht.
Speaker 0: Sieh mich oft sogar.
Speaker 0: Und was macht ihr da so?
Speaker 0: Primus Blick umwirkte sich.
Speaker 0: Er befingerte seine T-Tasse und sah zur Seite.
Speaker 0: Wir laufen einfach gern nachts im Gelände herum.
Speaker 0: Wir wollen alles erkunden, jedes noch so abgeschiedene Eckchen kennen.
Speaker 0: Wie ... wie Entdecker.
Speaker 0: Ja, das sind wir.
Speaker 0: Entdecker.
Speaker 0: Stell dir mal vor, man hätte eine Karte von Hogwarts, wo man alles detailgetreu sehen kann.
Speaker 0: Jetzt hatte seine Stimme etwas Schwermerisches.
Speaker 0: Dieses Schloss ist fast so groß, um es wie seine Westentasche zu kennen.
Speaker 0: Doch genau das streben wir an.
Speaker 0: Es gibt so viel zu entdecken, so viele Geheimnisse, Räume, die angeblich existieren, obwohl man sie nicht finden kann, seit Jahrhunderten verschwundene Geschmeide.
Speaker 0: Wir wollen all diese Rätsel lösen.
Speaker 0: Ob sieben Jahre da reichen, Jean trank ihren Tee aus.
Speaker 0: Wart ihr nicht letzte Woche auch im verbotenen Wald?
Speaker 0: Jetzt war Remus Blick wieder wachsam.
Speaker 0: Willst du uns anschwärzen?
Speaker 0: Jean stöhnte.
Speaker 0: Nein, sei doch nicht immer so misstrauisch.
Speaker 0: Ich finde es zwar nicht gut, dass ihr das macht, weil es erstens wirklich gefährlich ist und zweitens alle Gryffindors bestraft werden, falls ihr einen Lehrer oder Fisch ins Netz geht und uns dafür Punkte abgezogen werden.
Speaker 0: Ist dir so ein blöder Hausbukall wirklich so wichtig?
Speaker 0: Reh muss Verzug verächtlich sein Gesicht.
Speaker 0: Was sagt der schon über ein Haus aus?
Speaker 0: Nichts.
Speaker 0: Wenn's Litterin dieses Jahr den Hausbukall gewinnt, sind sie immer noch ein Haufen rassistischer Arschlöcher.
Speaker 0: Nicht alle vielleicht, aber viele.
Speaker 0: Dann ist Serious Bruder also auch so einer?
Speaker 0: traute sich Jean zu fragen.
Speaker 0: Wey muss schnoppte.
Speaker 0: Regulus ist ein guter Junge, der tut, was man ihm sagt.
Speaker 0: Er hinterfragt die Dinge nicht, aber er ist ja auch erst elf.
Speaker 0: Lass ihn erst mal zwei, drei Jahre älter werden, dann wissen wir, ob er sie im Ernst ist mit diesem rein blüht Lagerwäsch oder ob seine Eltern ihn nur genug beeinflusst haben.
Speaker 0: Bei Serious haben sie es ja auch versucht, hat bloß nicht funktioniert.
Speaker 0: Ich denke schon, dass es funktioniert hat, dachte Jean.
Speaker 0: Serious Black ist höchstwahrscheinlich ein Wolf im Schafspelz.
Speaker 0: oder ein Slytherin unter dem Umhang eines Gryffindors.
Speaker 0: In wenigen Jahren nur wird der sein wahres Gesicht zeigen Remus.
Speaker 0: Du weißt es nur noch nicht.
Speaker 0: Du redest als wärst du dreißig statt dreizehn, meinte sie jedoch bloß.
Speaker 0: Es war kein schönes Gefühl, dass sie Remus theoretisch die Wahrheit über seinen tollen Freund sagen konnte, aber das durfte sie erstens nicht.
Speaker 0: und zweitens hätte Remus Beweise für ihre Anschuldigungen hören oder sehen wollen und die hatte sie natürlich nicht.
Speaker 0: Und wenn man dich so reden hört, könnte man denken, da sitzt ein altes Hutzelweibchen vor einem lautete Lupins Retourkutsche.
Speaker 0: Na vielen Dank auch, krummelt der Jean.
Speaker 0: Ist doch wahr, du bist auch ziemlich alt klug, Jean Pearlman.
Speaker 0: Ja, da schenken wir uns nichts, was?
Speaker 0: Jean gähnte lustlos.
Speaker 0: Remus grenzte.
Speaker 0: Lassen wir das, das führt zu nichts.
Speaker 0: Sein Blick ging hinüber zum Ravenclaw-Tisch und auch Jean warf einen kurzen Blick in die Richtung.
Speaker 0: Mittlerweile waren schon eine Menge Schüler zum Frühstück erschienen, Doch besonders viele von ihnen saßen seltsamerweise am Ravenclaw-Tisch.
Speaker 0: In Grüppchen saßen sie da und schienen sich mit leisen Stimmen höchst angeregt über etwas zu unterhalten.
Speaker 0: Mir scheint, da braut sich irgendwas zusammen.
Speaker 0: Jean, die mit dem Rücken zu den anderen Haustischen gesessen hatte, sah jetzt ein wenig genauer hin.
Speaker 0: Im selben Moment erstaben die meisten der Stimmen.
Speaker 0: Sie drehte sich wieder um und zuckte mit den Schultern.
Speaker 0: Das Gemurmel nahm wieder zu.
Speaker 0: Die reden über dich, meinte Remus überflüssigerweise.
Speaker 0: Sollen sie doch, gab Jean-Generf zurück.
Speaker 0: Wahrscheinlich habe ich ein ihrer Kerle eine Sekunde lang angeguckt und sie fragen sich jetzt, wann und wie ich ihn wohl vernaschen werde, ich böse Holunderhexe.
Speaker 0: Wie soll mich bloß in Ruhe lassen mit ihrem Aberglauben?
Speaker 0: Ich glaube, das ist nicht alles nur Aberglauben.
Speaker 0: Remus errötete.
Speaker 0: Also, dieses, äh, Anrühchige vielleicht, aber Cirrus hat sich ein bisschen schlau gemacht und herausgefunden.
Speaker 0: Nun, das sollte ich dir vielleicht nicht sagen, aber... Vor diesen Hexen und Zauberern sollte man sich wirklich in Acht nehmen.
Speaker 0: Sie können sehr mächtig werden, und manche missbrauchen dann ihre Macht.
Speaker 0: So wie du weißt schon, wer.
Speaker 0: Ich denke, dass da was nicht mit rechten Dingen zugeht.
Speaker 0: Warum hast du nicht schon eine Holunderstab bekommen, als du schulreif wurdest?
Speaker 0: Dein alter Stab ist in zwei gebrauchen, richtig?
Speaker 0: Jean nickte düster.
Speaker 0: Vielleicht ist ein neuer nur ein einstweiliger Ersatz, und du wirst später im Leben noch mal einen anderen haben.
Speaker 0: Das hätte Oliver Händermier aber doch bestimmt erzählt, meinst du nicht?
Speaker 0: Jean rieb sich die Schläfen.
Speaker 0: Das Ganze hier war einfach ermütend.
Speaker 0: Nein, ich habe mir das Ding nicht mal eben ausgelegen.
Speaker 0: Sie wusste nicht, wie viel Siremus anvertrauen konnte.
Speaker 0: Am besten gar nichts.
Speaker 0: Er war mit Sirius im Bunde und Sirius würde in wenigen Jahren ein Abtrünniger sein.
Speaker 0: Besser, sie hielt sich einem jedem Rumtreiber gegenüber bedeckt.
Speaker 0: Und auch Lily durfte sie nicht so viel erzählen.
Speaker 0: Das konnte ganz gehörig nach hinten losgehen.
Speaker 0: Außerdem, da war Jean sich ziemlich sicher, hütete Siremus selbst ein Geheimnis.
Speaker 0: Gerade hatte er die Chance gehabt, sie einzubeihen und hatte es nicht getan.
Speaker 0: Das nahm Jean ihm gar nicht übel, sie kannte sich schließlich kaum.
Speaker 0: Doch sie würde ihn beobachten.
Speaker 0: Vielleicht lohnte es sich, Cerberus nach ihm zu fragen.
Speaker 0: Aber nun ja, der war wohl gerade auch nicht gut auf Jean zu sprechen.
Speaker 0: Und Cerberus Snape war nachtragend, das wusste Jean nur zu gut.
Speaker 0: Trotzdem.
Speaker 0: Irgendwie hatte er auch etwas Anrührendes, etwas, wovon sie nie geglaubt hatte, Snape könnte es haben.
Speaker 0: Wie er, laut Remus, jeden Sonntag früh ganz allein beim Frühstück saß.
Speaker 0: Wie er an Lilly festhielt, obwohl er sich Mühe gab, das zu kaschieren, weil sie nur eine Muckelgeborene war.
Speaker 0: Wie er verzweifelt, versuchte etwas Besonderes zu sein, jemand, der andere beeindruckte.
Speaker 0: Jean wusste nur zu gut, wie grausam Kinder sein konnten.
Speaker 0: Wenn jemand anders war, wurde er entweder auf ein Podest gehoben wie bei Serious oder – und das kam weit häufiger vor – er wurde gehänselt und verspottet.
Speaker 0: Bei ihr hatte man sich wohl noch nicht so ganz entschieden.
Speaker 0: Severus hatte gesagt, dass die anderen Schüler Angst vor ihr hätten.
Speaker 0: Das war etwas anderes, als auf jemanden herabzusehen.
Speaker 0: Man war immer noch ein Außenseiter, aber man wurde anders behandelt.
Speaker 0: Mit mehr Respekt, nämlich.
Speaker 0: Da lag es auf der Hand, dass ein Junge lieber ein Bösewicht hat, seine Witzfigur sein wollte.
Speaker 0: Ich gehe jetzt, eröffnete Jean-Rémus kurzer Hand und stand auf.
Speaker 0: Sie wusste zwar gar nicht wohin sie gehen sollte, doch sie wollte nicht mehr über Herr Lunderholzstäbe reden.
Speaker 0: Sie wollte handeln.
Speaker 0: Es lag ihr im Blut, Dinge zu tun und nicht lange drum herumzuschwafeln.
Speaker 0: Und wenn es nur darum ging, ein paar Bücher zu lesen.
Speaker 0: Außerdem war ihr eine Idee gekommen.
Speaker 0: Es konnte sich unter Umständen bezahlt machen, wenn sie Mitglied im Slugclub wurde.
Speaker 0: Also musste sie sich bei Professor Slughorn liebkind machen, dass Lilly sie unter ihre Fittiche genommen hatte, konnte ihr nur nützlich sein.
Speaker 0: Jean hatte mit eigenen Augen gesehen, dass ihre rothaarige Freundin eine der Lieblingsschülerinnen des Zaubertranglehrers war.
Speaker 0: Vielleicht sollte sie... Gerade war sie über die Bank gestiegen und hatte sich umgedreht, da sah Jean sich plötzlich einem runden Dutzend Ravenclaws gegenüber.
Speaker 0: Seltsamerweise waren es nur Mädchen, vor allem Ältere, und fast alle hatten ihre Arme fest vor der Brust verschränkt und starten sie drohend an.
Speaker 0: Nicht unbedingt vor Furcht, Eher vor Überraschung machte Jean einen Schritt rückwärts, wobei ihr die Bank im Wege war und Strauchelte dabei.
Speaker 0: Ein großes korpulentes Mädchen, Jean wusste ihren Namen nicht, war sich jedoch ziemlich sicher, dass es sich bei ihr mindestens um eine Fünftklässlerin handelte.
Speaker 0: Mit braunem Kraushaar nutzte Jean's Gleichgewichtsprobleme und drängte sie gewaltsam auf die Bank zurück.
Speaker 0: Die Hand des Mädchens schoss vor und Jean war sich sicher, die andere würde sie schlagen.
Speaker 0: Doch das tat sie nicht.
Speaker 0: Stattdessen schnappte sie nach der Brille, die Jean trug, riss sie ihr Grupp von der Nase und hielt sie einem anderen, jüngeren Mädchen hin.
Speaker 0: Ist sie das?
Speaker 0: Das andere Mädchen nahm der älteren vorsichtig die Brille aus den Händen und betrachtete sie eingehend von allen Seiten.
Speaker 0: Dabei zitterten ihre Hände so sehr, dass Jean es sehen konnte.
Speaker 0: Zum Schluss nickte sie.
Speaker 0: Ja, das ist meine.
Speaker 0: Wurste ich's doch, keifte eine Dritte aus dem Pulk.
Speaker 0: Sie war's!
Speaker 0: Die Holunderhexe hat sie gestohlen.
Speaker 0: Und sie zeigte mit weils ausgestrecktem Arm auf Jean.
Speaker 0: Jeans erster Gedanke war Scheiße.
Speaker 0: Sie hatte die Brille, die sie in ihrer ersten Nacht im Vorraum der Slyderin Toilette, in der sie gelandet war, gefunden hatte, völlig vergessen.
Speaker 0: So sehr hatte sie sich an das Tragen des Gestells gewöhnt.
Speaker 0: Außerdem war der Wunsch, sich zu tarnen, geradezu übermächtig gewesen.
Speaker 0: Daran, dass jemand das Nasenfahrrad vermissen und nach ihm Ausschau halten würde, hatte sie in der Aufregung der letzten Tage überhaupt nicht mehr gedacht.
Speaker 0: Wie sollte sie sich bloß aus dieser peinlichen Situation herauswinden?
Speaker 0: Dass die Besitzerin der Brille bzw.
Speaker 0: ihre Hauskameradinnen zornig waren, war deren gutes Recht.
Speaker 0: Unterschlagung war nun mal kein Kavaliersdelikt.
Speaker 0: Jean blickte panisch zu Remus, der mit leicht geöffnetem Mund da saß und die Gruppe erzürn der Ravenclaws fixierte.
Speaker 0: Er würde ihr sicher nicht zu Hilfe eilen, schien er doch nicht die geringste Ahnung zu haben, worum es hier eigentlich ging.
Speaker 0: Und Leugnen war sowieso zwecklos.
Speaker 0: Ich, äh, setzte Jean zu ihrer Verteidigung an, doch dann wurde ihr klar, dass sie absolut keine Ausrede dafür liefern konnte, weswegen sie die Brille nicht als Fundstück bei Filch im Hausmeisterberu abgegeben hatte.
Speaker 0: Das ältere Ravenclaw-Mädchen hatte sich mit verschränkten Armen und verkniffener Mine vor Jean aufgebaut, Und ihre Freundin, der die Brille gehörte, und die vermutlich Cassandra hieß, blickte verunsichert und eingeschüchtert rein.
Speaker 0: Aus einem Reflex heraus griff G nach ihrem Zauberstab und umklammerte ihn so fest, dass ihr die Fingerschmerzen.
Speaker 0: Sie könnte es noch einmal tun.
Speaker 0: Das, was sie am Montag getan hatte, ohne es zu wollen, sie könnte es noch einmal wagen.
Speaker 0: Es hatte sich gezeigt, dass größere Gruppen für ihren Zauberstab bei der Ausführung der mächtigen Zauber kein Problem darstellten.
Speaker 0: Es war so einfach gewesen.
Speaker 0: Sie hatte rein gar nichts tun müssen, als dieses eine Wort zu denken und sich voll und ganz darauf zu konzentrieren.
Speaker 0: Imperio!
Speaker 0: Sie versuchte es.
Speaker 0: Stellte sich das Wort wie auf einer großen Leinwand vor ihrem inneren Auge vor und hielt dabei ihren Zauberstab unter ihrem Umhang fest und klammert.
Speaker 0: Doch diesmal war irgendetwas anders.
Speaker 0: Der Stab wurde weder heiß, noch vibrierte er in ihrer Hand.
Speaker 0: Sicher, er wurde warm und feucht von Jeans schwitzigen Griff.
Speaker 0: Außerdem erzeugten ihre zitternden Händern eine gewisse Vipration.
Speaker 0: Doch der Zauberstab schien nicht gewillt, den Fluch für sie ausführen zu wollen.
Speaker 0: Wie sehr sie sich auch ins Zeug legte, versuchte, die ihr gegenüberstehenden Personen zu beeinflussen, es klappte nicht.
Speaker 0: Sie merkte es daran, dass der Blick des großen Mädchens direkt vor ihr nicht etwa klar sich wurde, sondern im Gegenteil noch fokussierter und vor allem wütender.
Speaker 0: Auch die Besitzerin der Brille hatte anscheinend jetzt Mut gefasst und machte einen mehr oder minder entschlossenen Schritt auf Jean zu.
Speaker 0: Das musste mir glauben.
Speaker 0: Ich hab sie gefunden und wollte sie abgeben, aber dann hab ich es einfach vergessen.
Speaker 0: Der Staat an einer neuen Schule ist eben aufregend.
Speaker 0: Alles andere ist dafür in den Hintergrund getreten.
Speaker 0: Tut mir wirklich leid, äh.
Speaker 0: Lass dich bloß nicht von der Belabern, Cas, zischte die Ältere.
Speaker 0: Die redet doch nonnensens.
Speaker 0: Hatte ich auch nicht vor, Indora.
Speaker 0: Und an Jean Gewand fügte das Mädchen namens Cassandra hinzu.
Speaker 0: Du glaubst ich durchschau dich nicht, was, Holunder Schlampe?
Speaker 0: Du willst mich einlohlen mit deinen fadenscheidigen Entschuldigungen?
Speaker 0: Das kannst du knicken.
Speaker 0: Sie drehte sich auf dem Absatz um und stürmte aus der Halle.
Speaker 0: Endora ihrerseits war voller Schadenfreude.
Speaker 0: Sie setzte dazu an, noch etwas zu sagen, doch Remus unterbrach sie mit ruhiger Stimme.
Speaker 0: Ich glaube, du hast deine Meinung zur genüge Kund getan.
Speaker 0: Lass Jean jetzt in Ruhe.
Speaker 0: Endora verzog das Gesicht, drehte sich auf dem Absatz um und stürzte zu ihrem Tisch zurück.
Speaker 0: Derweil wandte sich Remus an Jean.
Speaker 0: Sagen sie die Wahrheit?
Speaker 0: Was war mit dieser Brille?
Speaker 0: Jean stöhnte auf.
Speaker 0: Ja, das stimmt schon alles.
Speaker 0: Bis auf den Teil, in dem sie mir vorwerfen, dass ich das mit voller Absicht gemacht habe.
Speaker 0: Ich habe die Brille auf dem Klo gefunden und einfach nicht daran gedacht, sie zurückzugeben.
Speaker 0: Mehr als eine Woche lang?
Speaker 0: Das klingt ein bisschen sehr unglaubwürdig selbst für meine Ohren.
Speaker 0: Remus Stimmer hatte einen kühlen Ton angenommen.
Speaker 0: Natürlich glaubt er eher nicht.
Speaker 0: Kein Wunder, sie loggen ja auch an.
Speaker 0: Das ständige Lügen widerstrebte Jean zutiefst, aber sie konnte es nunmein nicht ändern.
Speaker 0: «Ich gehe dann mal», sagte sie mutlos.
Speaker 0: Remus nickte bloß und schenkte seine gesamte Aufmerksamkeit wieder seinem Frühstück.
Speaker 0: Im Laufschritt verließ Jean die große Halle.
Speaker 0: Sie wollte weg, bevor sonst noch jemand auf die Idee kam, sie anzusprechen und mit irgendetwas zu konfrontieren.
Speaker 0: Dass Remus ihr Misstrauischer den jägigen Überstand verletzte, sie mehr als sie zugeben mochte.
Speaker 0: Sie hatte nicht viele Verbündete in Hogwarts, Im Grunde nur eine einzige, Lily.
Speaker 0: Remus hätte mit der Zeit vielleicht auch zu denen gehören können, denen Jean ein wenig hätte vertrauen können, aber nach heute könnte sie das wohl vergessen.
Speaker 0: Draußen in der Eingangshalle war Jean unsicher, wohin sie sich wenden sollte.
Speaker 0: Am liebsten hätte sie das Schloss verlassen, doch ein Blick durch den Spal zwischen den schweren Eichentüren hindurch aufs Gelände, wo der Regen fast waagerecht über die Wiesen und durch die Bäume fegte, weckte in ihr nicht den Wunsch, sich draußen aufzuhalten.
Speaker 0: Also wandte sie sich der Marmotreppe in die oberen Stockwerke zu.
Speaker 0: Dazu sie hinaufzusteigen, kam sie jedoch nicht.
Speaker 0: Dafür stieg jemand anders herab.
Speaker 0: Jeans eingeweihte zogen sich zusammen, als sie sah, wer ihr da entgegen kam.
Speaker 0: Prof.
Speaker 0: McGonagall.
Speaker 0: Miss Pearlman, McGonagalls Gesichtszüge, die selbst dann hart wirken, wenn die Lehrerin sich nicht im Unterricht befand, sondern ganz normalen Verrichtungen nachgingen, wie etwa zu Frühstücken oder sich mit anderen Lehren zu unterhalten, waren fast massenhaft star, ihre Lippen blutleer und kaum zu sehen.
Speaker 0: Jean wurde übel beim Anblick von Sophie Strenge.
Speaker 0: Dass die Schüler von Hogwarts nicht allzu gut auf sie zu sprechen waren, daran hatte sich sie beinah gewöhnt.
Speaker 0: Sie hatte jedoch so gut wie nie einen Lehrer gegen sich aufgebracht.
Speaker 0: Lehrer waren für Jean absolute Respektspersonen.
Speaker 0: Na gut, der Zukunftssnape hatte sie von Anfang an nicht leiden können und schikaniert, wo es nur ging.
Speaker 0: Und dann war dann noch Professor Truloni, die sie absolut keinen Respekt entgegenbringen konnte.
Speaker 0: Von diesen beiden jedoch abgesehen hatte sie nie Probleme mit Lehrpersonen gehabt.
Speaker 0: Vor allem nicht mit McGonagall, bis auf die eine Sache Ende des ersten Schuljahres.
Speaker 0: Ich würde sie gern einen Augenblick sprechen, sagte McGonagall.
Speaker 0: In meinem Büro.
Speaker 0: Jean schluckte.
Speaker 0: Die Lehrerin machte kehrt und stieg die Treppe wieder hinauf.
Speaker 0: Sie wandte sich nicht noch einmal um, um sich davon zu überzeugen, ob Jean ihr wirklich folgte.
Speaker 0: Niemand wagte es, ihren Befehlen nicht nachzukommen.
Speaker 0: Gesenken Kopfes folgte Jean ihre Hauslehrerin zu deren Büro im ersten Stock.
Speaker 0: Nachdem beide eingetreten waren und McGonagall die Tür mit einem Schwenk ihres Zauberstabes geschlossen hatte, hieß sie Jean sich gegenüber von ihrem Schreibtisch auf dem Besucherstuhl niederzulassen.
Speaker 0: Sie selbst setzte sich ihr Gegenüber und sah das Mädchen eine Moment lang forschend an.
Speaker 0: Eben kam Miss Cassandra Merchant zu mir, Miss Perlman.
Speaker 0: Wie sie vielleicht schon wissen, hat sie sie des Diebstahls bezichtigt.
Speaker 0: McGonagall sah Jean offen ins Gesicht.
Speaker 0: Oder genau genommen der Unterschlagung.
Speaker 0: Ich bin nicht ganz schlau aus dem geworden, was sie mir mitzuteilen, versuchte.
Speaker 0: Umgekehrt fiel es Jean schwer, Professor McGonagall in die Augen zu sehen.
Speaker 0: Es handelt sich um ein Missverständnis, wirkte sie wenig überzeugend hervor.
Speaker 0: Dieses Mädchen hat ihre Brille irgendwo liegen gelassen, wo ich sie gefunden und an mich genommen habe.
Speaker 0: Ich wollte sie nicht für mich behalten, wirklich nicht.
Speaker 0: Ich wollte bloß warten, bis die Besitzerin mich von sich aus anspricht.
Speaker 0: Aber dann habe ich mich an die Brille gewöhnt und gar nicht mehr daran gedacht, nach derjenigen zu suchen, die sie verlegt hat.
Speaker 0: Die erste Woche hier in Hogwarts war für mich schiehüberwältigend.
Speaker 0: Die neuen Lehrer, andere Fächer, als ich sie gewohnt bin, all die neuen Gesichter.
Speaker 0: Ganz bestimmt hätte ich in den nächsten Tagen herumgefragt, wie ihnen die Brille denn gehöre.
Speaker 0: Deswegen trug ich sie ja ganz offen, damit diejenige, die sie vermisst, sie erkennt und mich darauf anspricht.
Speaker 0: Prof.
Speaker 0: McGonagall bedachte Jean mit einem Blick, der diese Gehörig ins Schwitzen brachte.
Speaker 0: Es gibt durchaus eine Sorte Schüler, auf die diese Art von Zerstreuter zutreffen könnte, meinte die Lehrerin dann.
Speaker 0: Jedoch habe ich nicht den Eindruck gewonnen, dass sie dazu zählen, Miss Perlman.
Speaker 0: Sie sind zwar erst etwas über eine Woche hier bei uns in Hogwarts, denn noch wage ich zu behaupten, dass ich mir recht schnell ein Bild über die Schüler mache, die mir anvertraut werden.
Speaker 0: In der vergangenen Woche muss ihnen mehr als einmal durch den Kopf gegangen sein, dass jemand die Brille, die sie an sich genommen haben, vermisst und dass sie etwas dagegen hätten unternehmen müssen.
Speaker 0: Ich möchte Ihnen keine bösen Absichten unterstellen, doch Sie hätten erheblich früher handeln können.
Speaker 0: Sie räusperte sich.
Speaker 0: Deswegen erhalten Sie, Miss Pearlman, von mir eine Strafarbeit.
Speaker 0: Damit Sie das nächste Mal zeitnah handeln, sollte so etwas Ähnliches noch einmal passieren.
Speaker 0: Jean wurde immer kleiner auf ihrem Stuhl.
Speaker 0: Sie hatte schon einmal eine Strafarbeit von McGonagall erhalten, doch damals war sie nicht allein gewesen.
Speaker 0: Harry hatte ebenfalls mit Hagrid in den verbodenen Wald gehen müssen, außerdem Neville und Draco Malfoy.
Speaker 0: Sie hoffte, dass sie diesmal nicht dort würde hingehen müssen, sondern etwas tun, was nicht zu Angst besetzt war, Tafeln und Tische abschruppen, Trubels besten Blas-Kau-Gummi unter den Sitzflächen von Stühlen und Banken abkratzen und dergleichen.
Speaker 0: Ich habe mir folgendes überlegt, fuhr McGonagall sachlich fort.
Speaker 0: Anfang des Schuljahres kam Madame Piens zu mir und klagte darüber, dass der Bestand der Schulbibliothek einer Komplettüberholung bedarf.
Speaker 0: Viele, teils alte Bücher, sind durch den täglichen Gebrauch beschädigt und müssen restauriert werden.
Speaker 0: Sie, Miss Pearlman, werden unserer Bibliothekaren Montags bis Freitags von, sagen wir, vier bis sechs Uhr Nachmittags zur Hand gehen.
Speaker 0: Und das mindestens zwei Wochen lang.
Speaker 0: Lose Seiten wieder einfügen, das kann auch eine Drittklässlerin mit oberflächlichen magischen Fähigkeiten wie sie.
Speaker 0: Morgen nach dem Unterricht werden sie sich in der Schulbibliothek einfinden und weitere Informationen von Madame Pins persönlich erhalten.
Speaker 0: Oberflächliche magische Fähigkeiten.
Speaker 0: Jean öffnete den Mund, um etwas zu sagen, doch McGonagall ließ sie gar nicht erst zu Wort kommen.
Speaker 0: Sie sind entlassen, Miss Pearlman.
Speaker 0: Dass je weder Protest zu nichts führen würde, war Jean klar.
Speaker 0: Er würde ein knallrömpfiger Kröter zum liebsten kuschelt hier, als das man ever McGonagall ihrer Meinung änderte.
Speaker 0: Gerade wollte Jean beschämt aus dem Büro schlüpfen, als ihre Hauslehrerin sie noch einmal zurück rief.
Speaker 0: Ach, und übrigens, mir ist zu Ohren gekommen, dass sie wegen ihres Zauberstabes ein wenig in Verruf geraten sind.
Speaker 0: Das ist sehr bedauerlich.
Speaker 0: Ich werde mit Professor Slughorn darüber reden und ihn bitten, ihnen in diesen Angelegenheiten beizustehen.
Speaker 0: Er wird zugegebener Zeit auf sie zukommen.
Speaker 0: Einen schönen Sonntag noch, Miss Perlman.
Speaker 0: Ihnen auch, Professor, Mommelte Jean.
Speaker 0: Und danke vielmals.
Speaker 0: Sie schloss die Büro-Türleise hinter sich.
Speaker 0: Fast hätte sie laut angefangen zu lachen.
Speaker 0: Ohne es zu wissen, hatte McGonigal Jean mit der von ihr erdachten Strafarbeit gehörig in die Hände gespielt.
Speaker 0: Genauso wie mit einem Coaching von Horace Lacorn persönlich.
Speaker 0: Gewissen Dingen... musste man einfach ihren Lauf lassen.
Speaker 0: Von Prof.
Speaker 0: McGonagalls Beru aus ging Jean direkt hinauf in den siebten Stock zum versteckten Eingang des Scrivendortums.
Speaker 0: Sie wollte Lilly die schlechten Neuigkeiten bringen, bevor es ein anderer tat.
Speaker 0: Doch natürlich kam sie zu spät.
Speaker 0: Dass die Hauslehrerin sie in der Eingangshalle abgefangen hatte, war offenbar beobachtet worden, genauso wie der Streit mit den Ravenclaws beim Frühstück.
Speaker 0: Als Jean den Mädchenschlafsaal der dritten Klasse betrat, hockte Lily mit unterschlagenen Beinen und hochgezogenen Augenbrauen auf ihrem Bett.
Speaker 0: Sie trug noch ihr Nachthemd.
Speaker 0: Wahrscheinlich hatte Mary ihr Bericht erstattet, denn als Jean ins Zimmer kam, verdrückte diese sich mit Brüher schnell in den Aufenthaltsraum, wobei sie Jean lediglich mit einem raschen, befremdlichen Seitenblick streifte.
Speaker 0: Lily unterdrückte halbherzig ein Gänen.
Speaker 0: Was soll das denn schon wieder heißen?
Speaker 0: Ich kapier gar nichts mehr.
Speaker 0: Sie warf einem Blick auf ihren Wecker.
Speaker 0: Es ist noch viel zu früh, um aufzustehen, aber für saftigen Trage anscheinend nicht.
Speaker 0: Ich muss schon sagen, Jean, seitdem du in Hogwarts bist, ist es nicht mehr langweilig.
Speaker 0: Wenn es das denn ihr gewesen ist.
Speaker 0: Also, spuck's aus.
Speaker 0: Du sollst eine teure Designerbrille geklaut haben, dass ich nicht lache.
Speaker 0: Sie riep sich schlaf aus ihren grünen Katzenaugen.
Speaker 0: Jeans Hände kramften sich umeinander.
Speaker 0: Lügen, Lügen, immerzu nur Lügen.
Speaker 0: Das ist nur eine etwas ausgeschmückte Version dessen, was wirklich passiert ist, sagte sie säufzend, während sie sich neben Lilly aufs Bett setzte.
Speaker 0: Aber ich habe wirklich einen Fehler gemacht.
Speaker 0: Diese Brille, die ich die ganze Zeit trug.
Speaker 0: Sie war nicht von Anfang an die Meine.
Speaker 0: Ich habe sie auf dem Slytherin-Clo im Erdgeschoss gefunden.
Speaker 0: Äh, am Tag meiner Ankunft.
Speaker 0: Ich weiß, ich hätte sie nicht an mich nehmen dürfen und wenn ja, dann irgendwo abgeben, aber ich nahm sie, weil sie mir gefiel.
Speaker 0: Das war total gedankenlos und egoistisch von mir, ich weiß.
Speaker 0: Aber sie war so... Irgendwie hatte sich angefühlt, als würde sie sofort zu mir gehören, verstehst du, was ich meine?
Speaker 0: Ich hab gar nicht mehr bemerkt, dass sie da war, sie war ein Teil von mir.
Speaker 0: Und dann sind so viele Sachen passiert und ich hab völlig vergessen, dass ich sie ja eigentlich nicht abgeben musste und... Das ist in der Tat ein wenig dämlich, gab Lily gleichmütig zu.
Speaker 0: Aber auch menschlich, wie ich finde.
Speaker 0: Die Brille war wirklich schick, aber ich hätte... Da bin ich mir sicher, sie besser heute als morgen bei Filch abgegeben, wie man es mit Fundsachen hier eben so tut.
Speaker 0: Ich hab dich als sehr verlässlich kennengelernt, Jean.
Speaker 0: Mabry zum Beispiel, die ist manchmal so fahrig, der würde dich es eher zutrauen, dass sie was komplett vergisst.
Speaker 0: Aber zu dir passt so ein Verhalten nicht.
Speaker 0: Gib's zu, du wolltest sie wirklich behalten.
Speaker 0: Obwohl auch das selten dämlich ist, denn irgendwann musste Cassandria merken, dass du ihre Brille auf der Nase trägst.
Speaker 0: Hmm, ich gebe zu... sagt Eugene einigermaßen zerknirrscht, dass du damit nicht unrecht hast.
Speaker 0: Ich wollte sie gerne behalten und hab den Gedanken daran sie abzugeben verdrängt.
Speaker 0: Lily gähnte erneut.
Speaker 0: Aber klar, dass so etwas wieder so hochgepusht wird, alles wegen deines Zauberstabes und den Gerüchten darum.
Speaker 0: Was hat McGonagall gesagt?
Speaker 0: Hast du eine Strafe von ihr bekommen?
Speaker 0: Widerstreben nickte Jean und erzählte ihre Freundin, was im Büro der Hauslehrerin zwischen ihnen beiden gesagt worden war.
Speaker 0: Daraufhin zuckte Lily mit den Schultern.
Speaker 0: Sicher musste sie dich irgendwie bestrafen.
Speaker 0: Und das mit der Bib klingt doch ganz human, oder?
Speaker 0: Du umgibst dich gern mit Büchern, also ist die Bestrafung doch gar nicht so schlimm ausgefallen.
Speaker 0: Zumindest besser als ein kleiner Ausflug in ein verbotenen Wald, Momente Jean.
Speaker 0: Lily sah sie konsterniert an.
Speaker 0: Wo denkst du hin?
Speaker 0: Kein Lehrer würde je von einem Schüler verlangen, in den verbotenen Wald zu gehen, ob als Strafe oder sonst einem Grund.
Speaker 0: Das ist absolut fahrlässig.
Speaker 0: Nein, sowas machen die hier nicht.
Speaker 0: Nun, äh, wie du meinst, er wieder Ducine beklommen.
Speaker 0: Noch immer konnte sie das getötete Einhorn vor ihrem inneren Auge auf der düsteren Lichtung liegen sehen, in einer lache silbrigen Blutess.
Speaker 0: Offenbar hatte sich in den letzten zwanzig Jahren etwas getan, was das Bestrafen von Schülern anging.
Speaker 0: Dass McGonagall ein Treffen mit Slughorn organisieren wollte, fand Lily dagegen gut.
Speaker 0: Professors Slughorn kennt sich mit dunkler Magie sehr gut aus.
Speaker 0: Und leider sagt man Hollunda Zauberstäben einen Hang zu den dunklen Künsten nach.
Speaker 0: Ich weiß nicht, was ich davon halten soll.
Speaker 0: Hier kommst du nicht gerade wie eine zukünftige Anhängerin von Voldemort vor.
Speaker 0: Aber von den Geschichten, die hier gerade die Runde machen, scheinen einige wenigstens ein, zwei Körnchen Wahrheit zu enthalten.
Speaker 0: Ich habe mit Bredika darüber geredet, die es in der Bibliothek nachgeschlagen hat.
Speaker 0: Durch die Jahrhunderte hinweg hat es ein gutes Dutzend mächtiger Zauberer und Hexen gegeben, denen Holunderstäbe nachgesagt werden.
Speaker 0: Das klang ziemlich spannend.
Speaker 0: Ich erinnere mich leider nicht mehr an alle Namen und wann sie jeweils gelebt haben, aber wenn du nächste Woche eh zwei Stunden am Tag mit einem Peans helfen musst, würde ich an deiner Stelle mal nach einem Buch über berühmte Magier der letzten Jahrhunderte Ausschau halten.
Speaker 0: Das war eine ausgezeichnete Idee von Jean.
Speaker 0: Wo ich schon mal wach bin, gehe ich jetzt auf Frühstücken, meinte Lilly entschlossen.
Speaker 0: Was machst du?
Speaker 0: Bitte zwing mich nicht wieder dazu, mit ihr des Schlosses zu wandern, um mir den ganzen Trag über mich anzuhören, bört Jean sie inständig.
Speaker 0: Ich halte das aus, aber ich war schon zweimal frühsticken, und wenn ich es noch ein drittes Mal tun muss, wird mir übel.
Speaker 0: Wieso denn zweimal?
Speaker 0: Lilly war für einen fragenden Blick zu, während sie sich reckte und streckte und die Bettdecke von sich warf.
Speaker 0: Oh, oh, ich, äh, ich war früh wach und noch dazu hungrig, mummelte Jean ausweichend.
Speaker 0: Sollte sie Lili von ihrem missglückten Gespräch mit Cerberus erzählen?
Speaker 0: Es wäre wahrscheinlich besser, denn vielleicht würde Cerberus als Lili gegenüber erwähnen, obwohl er dabei nicht besonders gut weggekommen war.
Speaker 0: Also, Cerberus war auch schon früh da.
Speaker 0: Wir haben uns ein bisschen, nun ja, unterhalten.
Speaker 0: Und später habe ich noch etwas mit Remus geredet.
Speaker 0: Hat's heftig angesprochen, wollte Lili verwundert wissen.
Speaker 0: Sei mir nicht böse, aber er kann dich nicht gerade besonders gut leiden.
Speaker 0: Das liegt nicht an dir, er kann nämlich eigentlich niemanden besonders gut leiden.
Speaker 0: Dieses ständige Misstrauen, das hat er von seiner Mutter.
Speaker 0: Mrs.
Speaker 0: Prince hatte heim in Corkworth zu so gut wie niemanden Kontakt.
Speaker 0: Obwohl es für sie bestimmt nicht schlecht wäre, mal mit anderen zu reden als mit ihrem komischen Ehemann.
Speaker 0: Sie ist mindestens so verschlossen wie ihr Sohn.
Speaker 0: Lilly kletterte aus dem Bett, streifte ihr Nachthemd ab.
Speaker 0: und sah sich nach ein paar frischen Klamotten um, die sie mit ins Bad nehmen wollte.
Speaker 0: Worum ging es denn in eurem Gespräch?
Speaker 0: Natürlich um einen Zauberstab, Jean winkte ab.
Speaker 0: Ich habe keine Lust mehr darüber zu reden, so fände ich nicht bald etwas handfestes Weiß.
Speaker 0: Deshalb gehst du ja morgen in die Bibliothek, meinte Liligent.
Speaker 0: Und ich gehe unter die Dusche, bis später.
Speaker 0: Der Rest des Sonntags verlief relativ ereignislos, obwohl natürlich immer noch viel über Jean getraut und gelästert wurde.
Speaker 0: Da das Wetter sich nicht bessern wollte, blieben alle, die kein Quidditch-Training hatten, im Trockenen.
Speaker 0: Jean und Lilly vertrieben sich ihre freie Zeit mit ein paar Partien Koboldstein und ein bisschen Rekapitulation des Lernstoffs der vergangenen Woche.
Speaker 0: Von den Rumtreibern zeigte sich den ganzen Tag über niemand im Aufenthaltsraum.
Speaker 0: Wahrscheinlich waren sie abgesehen von den Mitgliedern des Quidditch-Teams die einzigen, die sich freiwillig in die beginnenden Herbststürme hinaus wagten.
Speaker 0: Auch am Montagmorgen hatten die Winde und der Regen noch nicht nachgelassen.
Speaker 0: Weswegen die Doppelstunde pflegemagischer Geschöpfe in einen Klassenraum im Erdgeschoss verlegt wurde, wo Professor Kesselbrand die Klasse mit grauer Theorie traktierte.
Speaker 0: Er ließ sie spüren, dass er mit dem Verlauf seiner letzten Stunde ganz und gar nicht zufrieden war, schnitt das Thema jedoch nicht an.
Speaker 0: Mollzeber war zurück und saß berühtend auf einem Platz in der letzten Reihe, flankiert wie immer von Errori und Wilkes.
Speaker 0: Severus Snape saß bleich und fledermausartig wie immer, in derselben Reihe auf der anderen Seite des Ganges.
Speaker 0: Als Jean sich zu ihm umdrehte, wich er ihrem Blick aus und streckte seine lange Nase dafür in das Lehrbuch.
Speaker 0: Mit Lilly wollte er anscheinend auch nicht reden, denn nach Ende des Unterrichts schnappte er sich seine Tasche und verließ als einer der Ersten den Raum.
Speaker 0: Im Anschluss an den Nachmittagsunterricht fand Jean sich wie mit McGonagall besprochen um vier in der Schulbibliothek ein, die mittelprächtig besucht war.
Speaker 0: Madame Peans rümpfte die Nase, als sie ihrer Ansichtig wurde, Offenbar gefiel ihr die Idee, dass ausgerechnet Jean ihr beim Restaurieren der Bücher zur Hand gehen sollte, nur halb so gut wie der stellvertretenden Schulleiterin.
Speaker 0: Mit knappen Worten zeigte sie ihr, wie sie Buchrücken neu leimen und herausgefallene Seiten wieder einbinden konnte, teils mit dem Gebrauch von Magie, teils ohne.
Speaker 0: Die Arbeit ging Jean leicht von der Hand.
Speaker 0: Doch da die Bibliothekaren sie an einen Tisch in Sichtweite gesetzt hatte, konnte sie nicht zwischendurch einfach aufstehen und sich nach dem Buch umsehen, in dem Bredika die berühmten Hollunderholzstabbesitzer gefunden hatte.
Speaker 0: Und als die Bibliothek um sechs Uhr schloss, beigerte Madame Pint sich kategorisch Jean, die im übrigen endlich einen eigenen Bibliotheksausweis vorweisen konnte, noch ein Buch ausleihen zu lassen.
Speaker 0: Das muss bis morgen warten, miss, plaffte sie Jean an.
Speaker 0: Kommen sie mit solchen Sachen, bevor sie sich an ihrer Strafarbeit setzen, ich schließe hier um Punkt sechs ab.
Speaker 0: Dean ärgerte sich maßlos über die Kleinlichkeit der uneinsichtigen Hexe, verbiss sich jedoch eine dumme Bemerkung.
Speaker 0: Dann halt morgen.
Speaker 0: Ein weiterer Tag machte den chinesischen Kaukohl auch nicht mehr fett.
Speaker 0: Obwohl es langsam Zeit wurde, Zeit sich umfassend über die Zeit zu informieren und über Zauberstäbe.
Speaker 0: Doch was das Thema Zeit anbetraf, dafür musste sie sich Zugang zur verbotenen Abteilung der Bibliothek verschaffen, anders ging es nicht.
Speaker 0: Beim Abendessen fiel Jean auf, dass Sirius Black sie beobachtete.
Speaker 0: Er tat es heimlich und schaute jedes Mal woanders hin, wenn sie aufsah, nicht besonders hastig, doch immerhin so, dass sie es bemerkte.
Speaker 0: Bislang hatte sie es vermieden, mit ihm zu reden.
Speaker 0: Es sei denn, es hatte etwas mit dem Unterricht zu tun.
Speaker 0: In der Tat hatte Black etwas Arrogantes und Unantastbares an sich und erschien seine Rumtreiberfreunde wie Schilde, um sich herum zu postieren, damit man ihn in Ruhe ließ.
Speaker 0: Auch Jean beschränkte sich lediglich aufs Beobachten, doch nach und nach wurde ihr klar, dass sie und der schweigsame Dunkelhaarige umeinander herumtansten.
Speaker 0: Black war neugierig auf sie, ihren Ruf und ihre Fähigkeiten, und er wollte sie einschätzen können, so viel war ihr klar.
Speaker 0: Sie musste jedoch immer an ihren letzten Abend im Jahre threehundert neunzig zurückdenken, an dem sie sich vorgenommen hatte, nach ihm ausschaut zu halten.
Speaker 0: Ob Brown und Harry tatsächlich dachten, sie wäre vom einstigen Gefangenen von Azkaban entführt worden?
Speaker 0: Das war etwas, was sie sich ständig fragte, jeden Abend, bevor sie die Augen zumachte, und jeden Morgen, wenn sie sie wieder öffnete.
Speaker 0: Wie verhielt sich die Zeit in der Zukunft?
Speaker 0: War sie stehen geblieben?
Speaker 0: Hängen Harry, Ron und alle anderen dort irgendwie in der Luft und würden dort baumeln, wie Willen und antriebslose Marionetten, bis sie sich wieder in der Gegenwart einfinden würde?
Speaker 0: Wenn sie das jemals tat, dachte Jean mit einem schmerzhaften Stich im Herzen.
Speaker 0: Selten erlaubte sie sich, an ihrer Freunde zu denken, sie gar zu vermissen.
Speaker 0: Wenn sie sich Mühe gab, Informationen über ihren defekten Zeitumkehrer zusammenzutragen, konnte sie vielleicht im neuen Jahr wieder zurückreisen.
Speaker 0: So zumindest hat er sie die geheimnisvolle Andeutung auf dem Zettel auf ihrem Bett verstanden.
Speaker 0: Wenn die Zeit sowohl im Jahr neunzenhundertdreiundsiebzig als auch im Jahr neunzenhundertneunzig sozusagen parallel nebeneinander herlief, dann mussten sich mittlerweile drüben alle riesige Sorgen um sie machen, vor allem Professor McGonagall und Dumbledore.
Speaker 0: Schließlich wusste niemand sonst von dem Zeitumkehrer, oder?
Speaker 0: Ob die beiden gesetzt den Fall, es verhielt sich genau so und nicht anders, Ihre Freunde in das Geheimnis einweihen würden?
Speaker 0: Welche Vorstellung würde weniger Angst in Harry und Ron hervorrufen, die, dass ihre beste Freundin von einem Ihren Zauberer entführt worden war, oder dass sie sich am exakt selben Platz befand, wie sie auch, los völlig unerreichbar zwanzig Jahre Zeit versetzt?
Speaker 0: Jean hätte es nicht sagen können.
Speaker 0: Beide Versionen waren im Grunde viel zu schrecklich, um sie sich genauer auszumalen.
Speaker 0: Der Zukunft lange schatten.
Speaker 0: Auch am nächsten Tag erzielt der Jean keine nennenswerten Erfolg.
Speaker 0: Es gelang ihr zwar, ein Buch über die berühmtesten Zauberer und Hexen der Geschichte auszuleihen, bevor Madame Pines sie erneut zu den obligatorischen Restaurationsarbeiten heranzog, doch sie gelangte wieder nicht einmal in die Nähe der verbotenen Abteilung, was sie ziemlich frustrierte.
Speaker 0: Fast Jean es, als hätte die Schulbibliothekarin Wind davon bekommen, dass Jean ihre Strafarbeit für ihre höchsteigenen Zwecke ausnutzen wollte.
Speaker 0: Jean stand nicht nur permanent unter ihrer Beobachtung, sondern befand sich auch sonst sozusagen auf dem Präsentierteller.
Speaker 0: Alle Schüler, die sich in der Bibliothek einfanden, um dort Bücher auszuleihen oder zu lernen, konnten sie dort an ihrem Pult hocken sehen, den Leimtopf neben sich, und wie sie sich damit abmüte, dicke, zerlesene und gar zerrissene Wälzer wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen.
Speaker 0: Jean kam sich vor wie im Zoo und sie wurde das Gefühl nicht los, dass eine große Anzahl Därer, die vorbeischauten, es nicht wegen irgendwelcher Bücher taten, sondern nur deswegen, um sie bei ihrer Strafarbeit zu beobachten und daran zu ergötzen.
Speaker 0: Das hatte das böse Mädchen jetzt davon.
Speaker 0: Oh ja, man würde ihr das Übel austreiben, bevor es zu spät war.
Speaker 0: bevor sie mit der Macht ihres zweifelhaften Holunderstabes die ganze Schule unterwerfen konnte.
Speaker 0: Also hielt Jean ihre Nase in die jeweiligen Bücher gesteckt, die Esther reparieren galt und gab vor, die kichernden Ravenclaws und Slytherins, die sich zu Hauf in der Bibliothek herumtrieben, nicht wahrzunehmen.
Speaker 0: Am Dienstagabend zog sie sich mit ihrem Buch an den Kamin im Gemeinschaftsraum zurück und widmete sich ganz der Lektüre.
Speaker 0: wobei sie Serious Blacks Blicke durch die dicken Polster ihres bequemen Sessels förmlich spüren konnte.
Speaker 0: Noch immer hatte der Junge sie nicht angesprochen und sie rechnet auch nicht damit.
Speaker 0: Remus hielt sich seit der Geschichte mit der Brille ebenfalls von ihr fern und Peter Pettigrew konnte es anscheinend nicht einmal ertragen, ihr in die Augen zu sehen, denn immer, wenn die beiden sich begegneten, schlug er Designen nieder und einen anderen Weg ein, als wäre er auf der Flucht vor ihr.
Speaker 0: Wo?
Speaker 0: zum hundertsten Mal fragte sich Jean, was der schüchterne unterdurchschnittlich begabte Junge bei den Rumtreibern zu suchen hatte.
Speaker 0: Noch nicht einmal draufgängeres wirkte er, eher so, als mache ihm alles Mögliche Angst, inklusive Jean.
Speaker 0: Für ihre Lectüre lernte Jean, dass ein Zauberstab aus Holunder oder Elderholz tatsächlich etwas Besonderes darstellte, und dass es eher machtbesessene Magier gewesen waren, die einen Seuchen ihr eigen nannten.
Speaker 0: Oft waren es Personen, die über eine Gruppe ein ganzes Volk oder Land herrschen wollten, was ihnen auch überdurchschnittlich oft gelang.
Speaker 0: Die Hexen, die ihm besitzt, eine solchen Zauberstabs waren, hatten eines vor allem gemeinsam.
Speaker 0: Sie waren allesamt wunderschön anzusehen und zogen Männer wie Frauen in ihren Bann.
Speaker 0: Ihre sinnliche Ausstrahlung nutzten sie dazu, um ans Ziel ihrer Wünsche zu gelangen und eine Menge Menschen wurden ihnen höhrig.
Speaker 0: Bitteres Lachen stieg in Jeanskehle auf, als sie diese Passage las.
Speaker 0: Ihrer Meinung nach hatte sie selbst die erotische Ausstrahlung eines Kobolds mit ihren langen Zähnen und der hässlichen Frisur.
Speaker 0: Ihre Haare waren einfach nicht zu bändigen.
Speaker 0: Es war einfacher gewesen, als sie noch lang waren, doch jetzt, im raspel kurzen Zustand, standen sie ihr immer häufiger zu Berge, was ihr das Aussehen eines verrückten Professors verlie.
Speaker 0: Monate, wenn nicht Jahre, würde es dauern, sie wieder so lang zu züchten, wie sie gewesen waren, bevor sie selbst sie in Filzbüro mit der Schere bearbeitet hatte.
Speaker 0: Und wozu eigentlich?
Speaker 0: Aus welchem Grund glaubte sie überhaupt, sich tarnen zu müssen?
Speaker 0: Angenommen ihr gelang wirklich der Sprung zurück in die Welt, wie sie es gekannt hatte, würde sich dort dennoch irgendwer daran erinnern, dass sie bereits vor zwanzig Jahren in Hogwarts gewesen war?
Speaker 0: Ja, vielleicht hatte Hermine Granger eine gewisse Ähnlichkeit mit einer gewissen Jean-Pearl-Man, doch die beiden waren doch sehr verschieden, oder?
Speaker 0: Im Unterricht hier Jean sich ziemlich zurück.
Speaker 0: Sie wollte die anderen Schüler gern in dem Glauben lassen, sie wäre nicht die hellste Kerze auf der Torte.
Speaker 0: Zwar wurmte es sie immer noch, wenn Lilis Finger neben ihr ständig in die Höhe schoss, oder wenn James und Sirius die kompliziertesten Zaubertränke scheinbar ohne jede Mühe zustande brachten, doch sie versuchte nicht es ihnen gleich zu tun.
Speaker 0: Sie konnte sich zwar nicht dazu überwinden, absichtlich Fehler zu machen, dafür jedoch verschwieg sie ihre Erfolge.
Speaker 0: Außerdem war sie seltsamerweise aufmipfiger und risikobereiter, als sie es als Hermine je gewesen war.
Speaker 0: Doch wenn sie sich strikt an jede Schulregel hielt, würde sie es wahrscheinlich nie schaffen, an ihr Ziel zu kommen, wozu also noch gehorsam sein.
Speaker 0: Nein.
Speaker 0: Sie und Hermine Granger hatten nicht mehr allzu viel miteinander gemeinsam.
Speaker 0: Während Jean über Eater von Eddenderry, Aradia die Allmächtige und Hekate nachlass, schüttelte sie immer wieder den Kopf.
Speaker 0: Mit diesen machtdurstigen Weibern hatte sie nichts gemein.
Speaker 0: Sie wollte doch einfach nur nach Hause, heim zu Harry und Ron, ihren ihre eigene Zeit.
Speaker 0: Und kurz vor zehn klappte sie das Buch zu, fest entschlossen es am folgenden Tag wieder in die Bibliothek zurückzubringen.
Speaker 0: Es war wichtiger, sich über die Zeit Gedanken zu machen, nicht über Zauberstäbe.
Speaker 0: Wenn Oliwenda gesagt hatte, ihr Zauberstab sei schwer zu beherrschen, dann hatte er damit bestimmt auch recht.
Speaker 0: Das würde sich mit der Zeit geben.
Speaker 0: Und letzten Endes würde sie mit dem neuen Stab genauso gut zaubern können wie mit ihrem Alten.
Speaker 0: Am nächsten Tag stand für die dritte Klasse als erstes Fach Wahrsagen auf dem Plan.
Speaker 0: Eigentlich hätte Jean schon in der Woche davor in den zweifelhaften Genuss kommen sollen, Doch Professor Mobsos war aus irgendeinem Grunde verhindert gewesen und die Stunde war ausgefallen.
Speaker 0: Heute jedoch war der Wahrsage-Lehrer zugegen und die Klasse versammelte sich unter der Falltür im Nordturm, die zu dem Turmzimmer hinaufführte, welches Jean nur als das von Professor Trelawney kannte.
Speaker 0: Sie machte sich keine Illusionen darüber, was sie erwartete.
Speaker 0: Während ihrer ersten Woche im Physi-Komplett neuen Hogwarts hatte sie noch überlegt, ob sie das Fach nicht durch ein anderes, interessanteres ersetzen konnte, wusste sie doch, dass sie mit der Materie nichts anzufangen wusste, war dann jedoch zu dem Entschluss gekommen, dass sie eher weniger als mehr Lernstoff brauchte.
Speaker 0: Gewiss reizte es sie, so viel Wissen wie möglich zusammenzutragen, doch die wichtigen Dinge, um die sie sich jetzt kümmern musste, erforderten vor allem eines, Zeit über sie nachzudenken.
Speaker 0: Eine leise Stimme in ihrem Inneren sagte ihr unaufförlich, dass sie sich auch abends um diese wichtigen Dinge kümmern konnte, Doch wann immer Jean diese Stimme hörte, blendete sie sie abrupt aus.
Speaker 0: Abends saß sie nämlich mit ihrer neuen Freundin Lily zusammen im Gemeinschaftsraum und spielte und unterhielt sich mit ihr.
Speaker 0: Das waren die schönsten Stunden des Tages und die mochte sie nicht missen.
Speaker 0: Sicher, es war nicht gut, sich noch enger mit Harrys Mutter zu befreunden, doch machte es wirklich so einen Unterschied.
Speaker 0: Wenn es Jean gelang, in Kürze zurückzukehren, dann wäre Lily Evans Mause tot und käme auch nicht wieder.
Speaker 0: Daran konnte selbst sie, die sie alle Fäden in der Hand hielt und rein theoretisch gesehen etliche Weichen für die Zukunft hätte stellen können, nichts ändern.
Speaker 0: Tod war eben tot.
Speaker 0: Dieser Gedanke deprimierte sie zutiefst.
Speaker 0: Irgendwann tat sich die Falltür auf und die silberne Leiter schwebte durch die Öffnung nach unten.
Speaker 0: Die Rumtreiber, die ganz am Ende der Schlange wartender Schüler standen, stöhnten geräuschvoll.
Speaker 0: Wahrscheinlich hatten sie bis zuletzt gehofft, die Stunde würde wieder nicht stattfinden.
Speaker 0: Auch Jean fügte Seufzen sich in ihr Schicksal und erklomten die Stufen noch vor Lily.
Speaker 0: Sie war Gelinde gesagt überrascht, als sie oben ankam.
Speaker 0: Die Luft war nicht mehr parfümgeschwängert und stickig wie bei Trelawney und die Sitzmöbeln nicht mehr so plüschig.
Speaker 0: Der große Raum lag im Halbdunkeln vor ihr und war eher in schwarz, weiß und grau gehalten.
Speaker 0: Geruchloser weißer Nebel warberte in Wellen über dem Boden, und man musste aufpassen, wohin man seine Füße setzte.
Speaker 0: Hätte man im Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der Jahre in der.
Speaker 0: Die Frage, was zur Zeit auf dem Lehrplan stand, erübrechte sich, denn auf jedem Pult stand eine einzelne glänzende Kristallkugel bereit.
Speaker 0: Jean sah zu Lily hinüber und verzog das Gesicht.
Speaker 0: Sie hatte ihrer Freundin erzählt, dass sie bereits in Box-Bordor mit Kristallkugeln gearbeitet hatte und überzeugt davon war, bei all dem handele es sich um reinsten Humbug.
Speaker 0: Lily erbieter die ihre generfte Mine mit einem wissenden Lächeln.
Speaker 0: Professor Mopsos sah genauso aus, wie Lily in Jean beschrieben hatte.
Speaker 0: Glatzköpfig und Cougar rund.
Speaker 0: Eine kleinere Ausgabe von Harris Luckhorn sozusagen, nur nicht ganz so redselig.
Speaker 0: Dafür schnaufte er umso mehr, denn er war tatsächlich ziemlich kurzatmig.
Speaker 0: Er ließ es sich jedoch nicht nehmen, Jean noch einmal als neue Schülerin willkommen zu heißen.
Speaker 0: Es tut mir sehr leidwerte Klasse, fuhr er mit bedauern der Stimme fort, dass der Unterricht in der vergangenen Woche ausfallen musste, doch ich war unabkömmlich.
Speaker 0: Die Zukunft wirft ihrer Schatten stets voraus.
Speaker 0: Manchmal lang, manchmal weniger lang.
Speaker 0: Jean konnte sehen, wie Sirius, der am äußersten rechten Ende des Halbkreises saß und James, als einen einzigen Nachbar neben sich sitzen hatte, die Augen verdrehte.
Speaker 0: Ja, ja, Mr.
Speaker 0: Black, ich kenne ihre Meinung zu dem Thema.
Speaker 0: zur Genüge.
Speaker 0: Schnaufte Mopsos mit beleidigten Gesichtsausdruck.
Speaker 0: Jean sah dem Professor erstaunt an.
Speaker 0: Serious hatte weder laut seinen Unmut geäußert, noch hatte der Lehrer zu ihm hingesehen, als der Junge seine Krimasse schnitt.
Speaker 0: Im Gegenteil, er hatte noch immer Jean angeschaut, als er dies sagte.
Speaker 0: Hatte er's Serious-Reaktion mehr gespürt als gesehen?
Speaker 0: Wieder warf Jean Lilly einen Seitenblick zu, diesmal einen Ungläubigen.
Speaker 0: Doch diese zuckte nur mit den Schultern, als meinte sie, ich hab's dir ja gesagt.
Speaker 0: Kapitel seventy.
Speaker 0: Neblich wird er herbst.
Speaker 0: keuchte Melchie, Mopsos Murphy und wischte sich mit einem Stofftaschentuch über die schweißnasse Stirn, obwohl die Luft hier oben im Turmzimmer lange nicht so schwül und stickig war wie zu Thulonis Zeiten.
Speaker 0: Wir haben zwei Wochen Stoff aufzuholen von Halloween und letzte Mittwoch.
Speaker 0: In der Stunde davor habe ich die Kristallkugel eingeführt.
Speaker 0: Wollen wir also sehen, was hängen geblieben ist?
Speaker 0: Wie sieht es bei Ihnen aus, Ms.
Speaker 0: Pearlman?
Speaker 0: Durften Sie bereits Erfahrungen mit diesem?
Speaker 0: Edelsten aller Instrumente magischer Weißsagung machen?
Speaker 0: Nein?
Speaker 0: Dann lauschen sie jetzt bitte den Hausführungen von... Na, wer möchte?
Speaker 0: Ah, Misspartil.
Speaker 0: Während Prüher mit verklärtem Blick einige Fakten herunterrasselte, beobachtete Jean gelang bald die Klasse.
Speaker 0: Das Kinn von James Potter sank immer weiter in Richtung seines Pultes und erzugte zusammen, als es seine Oberfläche berührte.
Speaker 0: Remus und Sirius kicherten, doch Peter behielt mit ängstlichen Blick Mopsaus im Auge.
Speaker 0: Da nur Gryffindors Anwesen waren, war die Anzahl an Tischen und den darauf befindlichen Kristallkugeln nicht groß.
Speaker 0: Jean fragte sich, was den Professor dazu bewogen haben mochte, genau wie Trelawney vor bzw.
Speaker 0: nach ihm, die Kristallkugel schon so früh im Lehrplan unterzubringen.
Speaker 0: Dem Lehrbuch, die Entnebelung der Zukunft zufolge, hätte es noch genug andere Dinge gegeben, mit denen sie sich hätten beschäftigen können.
Speaker 0: Nicht, dass Jean besonders scharf auf die Entwierung von Vogel-Eingeweiden gewesen wäre, doch man hätte es vielleicht einmal mit dem Legen von Tarotkarten versuchen können.
Speaker 0: Das hatte sie vor ein paar Jahren mit Roxanne zusammenprobiert und es war zumindest einigermaßen witzig gewesen.
Speaker 0: Stattdessen saß sie jetzt wieder vor so einem von weißen, schlieren, durchzogenen, gläsernen Ball, der zwar hübsch anzuschauen, in Jeans Augen jedoch völlig überflüssig und zwecklos war.
Speaker 0: Nachdem früher ihren begeisterten Sermon beendet hatte, wies Mopsos die Klasse an, in die Kugeln zu blicken und zu analysieren, was sie dort sähen.
Speaker 0: Ohne irgendwelche Erwartungen wohlgemerkt, ganz ohne jeden Zwang.
Speaker 0: Verzeihung, Sir, Jean regte die Hand.
Speaker 0: Sehen in Bezug auf was?
Speaker 0: Wäre es nicht einfacher, wenn sie uns ein bestimmtes Thema vorgeben, nach dessen Gesichtspunkten wir die Kugel erforschen könnten?
Speaker 0: Mopsos wässrige Augen taxierten Jean aufmerksam.
Speaker 0: Das klingt logisch und vor allem einfacher für einen Anfänger, nicht wahr?
Speaker 0: Wenn man das Spektrum an Dingern, die es eventuell zu sehen gäbe, eingrenzen könnte, tja, leider ist das Gegenteil der Fall.
Speaker 0: Wenn man sich zu sehr auf eine bestimmte Sache konzentriert, neigt man dazu, Ereignisse vorherzusagen, die niemals eintreten werden, da sie nie vorhergesehen waren.
Speaker 0: Vorgesehen wie in Vorsehung.
Speaker 0: Denn die Vorsehung, die bei Miss Pearlman, findet sich ganz eindeutig irgendwo da drin.
Speaker 0: Doch sie können sie nicht einfach herauskitzeln, indem sie sie so weit wie möglich einzugrenzen versuchen.
Speaker 0: Nur sehr erfahrene Wahrsagern gelingt seit was.
Speaker 0: Daran erkennen sie auch den Unterschied zwischen Profis und Charlatan.
Speaker 0: Ein Scharlatan, der in einem klaustrophobischen Zelt auf einem Jahrmarkt auf sie und ihre Galeon lauert, wird sie zweifelt ohne Fragen, zu welchem Thema sie der Näheres zu erfahren hoffen.
Speaker 0: Und werden sie beispielsweise antworten, dass sie etwas über die Liebe wissen möchten, wann der Richtige in ihr Leben tritt, nicht wahr?
Speaker 0: Mary MacDonald kicherte und Mobsos warf ihr einen scharfen Blick zu, woraufhin sie wieder verstummte.
Speaker 0: Und schon ist das unhallangerichtet.
Speaker 0: Diese Person wird aufkommende Zeichen ganz in ihrem Sinne deuten, damit sie immer mehr detaillierte Fragen stellen und der Geldfluss nicht versiegt.
Speaker 0: Doch nur wer mit einem reinen Geist einen Blick in die Kugel wirft, wird dort vielleicht, vielleicht etwas Nennenswertes entdecken.
Speaker 0: Leuchtet ihnen das ein, Miss Perlman?
Speaker 0: Jean hatte schon begriffen, worauf Mopsos hinaus wollte, doch sie bezweifelte stark, dass man in einer Kristallkugel außer wirbelnde Nebelschwaden überhaupt irgendetwas sehen konnte, egal ob man sich auf ein bestimmtes Thema konzentrierte oder nicht.
Speaker 0: Außerdem war sie sich sicher, dass so gut wie jeder selbst ernannte Wahrsager, gleichgültig, wo auf der Welt erwirkte, ein Scharlatan war.
Speaker 0: Deshalb nickte sie nur und blieb stumm.
Speaker 0: Lehren Sie also Ihren Geist, Ihren Kopf oder Ihren Verstand, wie auch immer Sie es nennen wollen, bevor Sie ernsthaft in die Kugel sehen.
Speaker 0: Machen Sie sich von allem frei, was Sie vorher beschäftigt hat.
Speaker 0: Vom Streit mit Ihrer besten Freundin, schlechte Schulnoten oder was auch immer es ist, womit sich Ihr Gehirn gerade noch beschäftigt hat.
Speaker 0: Und dann fangen Sie an.
Speaker 0: Mopsos klatschte leicht in die Hände.
Speaker 0: Ich biete Ihnen allen eine kleine Meditationsübung zur Unterstützung an, um Ihren Geist zu reinigen und überflüssigers ziehen zu lassen.
Speaker 0: Konzentrieren Sie sich ganz auf meine Stimme.
Speaker 0: Jean unterdrückte an Seifzen.
Speaker 0: Ihre Mutter hatte schon mal eine Meditationskurs besucht und sie wollte gar nicht bestreiten, dass diese Form der Achtsamkeit vielen Menschen im Alltag helfen konnte, sich besser zu konzentrieren und sich ganz allgemein wohler zu fühlen.
Speaker 0: Doch für sie selbst war das nichts.
Speaker 0: Vielleicht war sie für dergleichen noch zu jung.
Speaker 0: Wenn sie sich auf etwas Bestimmtes konzentrieren wollte, dann tat sie es einfach.
Speaker 0: Es kostete sie keinerlei nennenswerte Anstrengung.
Speaker 0: Gut, mit dem Ganzen zeugt, dass sie seit ihrem Eintritt ins Jahr neunzehntelundseinhalbzig im Kopf hatte, viel auch ihr es in letzter Zeit zunehmend schwerer, sich auf Dinge zu fokussieren.
Speaker 0: Doch das wäre jedem anderen doch auch so gegangen, oder?
Speaker 0: Professor Mobsus wies die Schüler der Klasse an, die Augen zu schließen, sich gerade und gleichzeitig entspannt hinzusetzen, und ihrem Atem nachzuspüren.
Speaker 0: Da sie ohnehin davon ausging, dass ich bei ihr nichts tun würde, ließ Jean die Augen geöffnet und blickte stattdessen im Zimmer umher.
Speaker 0: Die Mädchen saßen ausnahmslos mit geschlossenen Augen da und lauschten Mob-Sauce-Monotoner Stimme.
Speaker 0: Auch Peter, Remus und James schienen ihr Glück versuchen zu wollen.
Speaker 0: Nicht so Serious Black.
Speaker 0: Als Jeans Blick auf ihn fiel, störte der Junge zurück, ohne dabei auch nur einmal zu blinzeln.
Speaker 0: Es war ein ausnehmend unangenehmes Gefühl, dass Jean vor allem im Magen spüren konnte.
Speaker 0: Wäre er sie in diesem Moment irgendwo anders gewesen, auf dem Pausenhof zum Beispiel, oder mitten auf einem der langen Gänge in Hogwarts, hätte sie sehr wahrscheinlich weggesehen.
Speaker 0: Doch in diesem begrenzten Raum, und man als einer anderen Person, der sie sich hätte zuwenden können, wandte Jean den Blick ebenfalls nicht ab.
Speaker 0: In diesem Moment wünschte sie sich, einen Kurs in Gedankenlesen absolviert zu haben, Doch dieses Wahlfach existierte im Hogwarts der neunziger Jahre nur für die oberen Klassen.
Speaker 0: Davon abgesehen, glaubte sie, für diese Kunst ebenso wenig geeignet zu sein wie fürs Vorhersagen der Zukunft.
Speaker 0: Sie konnte lediglich raten, was sich hinter Black's grimmigen Blick verbarg.
Speaker 0: Hatte es mit ihr persönlich zu tun oder war er einfach nur genervt von dem Fach ebenso wie sie selbst?
Speaker 0: Der Junge verzog keine Mene, während sich Jeans Magen immer weiter zusammenzog.
Speaker 0: Und sie fragte sich gerade, wie lange sie so noch würde ausharren können, als Mopsos seine geführte Meditation beendete und alle Schüler noch einmal aufforderte, sich jetzt den vor ihnen auf schwarzen Samtkissen ruhenden Kristallkugeln zuzuwenden.
Speaker 0: Erleichtert kam Jean seine Aufforderung nach.
Speaker 0: Dieser Herbst wird besonders neblich werden, dachte sie, resigniert.
Speaker 0: Die folgenden Tage zogen sich dahin.
Speaker 0: Halloween war vorbei und bis Weihnachten war es noch lange hin.
Speaker 0: Es waren keine Prüfungen in Sicht, und das Wetter wurde in der Tat so nasskalt und dünftig, dass es keinen Spaß machte, draußen spazieren zu gehen.
Speaker 0: Madame Pines behielt Jean während ihrer Strafarbeit die ganze Zeit im Auge, sodass es ihr kein einziges Mal gelang, auch nur in die Nähe der verbotenen Abteilung der Schulbibliothek zu gelangen.
Speaker 0: Wenn das so weiterging, würde sie versuchen müssen, dem Raum des Nachts einen Besuch abzustatten, Doch sie hatte mitbekommen, dass Pins zum Feierabend hin die Türen, sowohl zur, als auch innerhalb der Bibliothek nicht bloß mit einem Schlüsselabschloss, sondern sie zusätzlich noch durch diverse Schüler abschreckende Zauber versiegelte.
Speaker 0: Jean fragte sich einmalig, wie Harry es in seinem ersten Jahr geschafft hatte, spät abends hier hinein zu gelangen.
Speaker 0: Mit einem simplen Allohomora war es für einen nächtlichen Eindringling nämlich nicht getan.
Speaker 0: Durch die eintönige Arbeit mit den zu reparierenden Büchern hatte Jean mehr Zeit nachzudenken, als ihr lieb war.
Speaker 0: Und ihre Sehnsucht nach Ron und Harry walte in unschöner Regelmäßigkeit wieder und wieder in ihr auf.
Speaker 0: Mehrmals fragte Lilly sie, welche dunklen Gedanken sie umtrieben.
Speaker 0: Doch Jean redete sich auf die bösen Gerüchte heraus, die über sie kursierten.
Speaker 0: Vielleicht hatte ihre Freundin auch ihre Finger mit im Spiel, denn am Freitagmittag nach der letzten Schulstunde, eine Einzelstunde Zaubertränke, kam Professor Slakorn persönlich auf sie zu und lud Jean ein, ihn nach dem Abendessen in seinem Büro einen Besuch abzustatten.
Speaker 0: Er sei von der stellvertretenden Schulleiterin angesprochen worden, ob er Jean nicht ein bisschen über die Bedeutung ihres Zauberstabes und wie sie ihn besser beherrschen konnte, belehren konnte, erklärte er mit gewichtiger Mine.
Speaker 0: Hoch erfreut sagte Jean zu.
Speaker 0: Auch diese Woche hatte sie keine guten Ergebnisse mit dem Stab erzielt, weder in Verwandlung noch in Zauberkunst.
Speaker 0: Einzig und allein bei einer einzelnen Praxisübung in Verteidigung gegen die dunklen Künste war sie vom Aushilfslehrer Bezovski aus Durmstrang gelobt worden, doch das reichte ihr als im Herzen noch immer ehrgeiziger Schülerin natürlich nicht.
Speaker 0: Sie brauchte einen gut funktionierenden Zauberstab, wenn sie in diesen Zeiten bestehen wollte.
Speaker 0: Außerdem, und auch das konnte sie Lilly nicht sagen, fürchtete sie sich vor Sirius Black.
Speaker 0: Was, wenn er ein zweiter Tom Riddle war, genial und brandgefährlich?
Speaker 0: Was, wenn er über Leichen ging, so wie Tom billigend den Kauf genommen hatte, dass die maulnde Mürte starb, als er die Kammer des Schreckens öffnete.
Speaker 0: Sie musste sich vor Black hüten, durfte ihm nicht den Rücken zukehren.
Speaker 0: Wie blind sie doch alle waren, Lily, Ramos, James und Peter.
Speaker 0: Über Serious Black schwebte eine unsichtbare schwarze Wolke, die Unheil verhieß.
Speaker 0: Eine Menge Unheil.
Speaker 0: Kapitel seventy.
Speaker 0: Das Kaninchen vor der Schlange.
Speaker 0: Als Jean am Freitagabend unten in den feuchtkühlen Kerkern stand und an die Büro-Tür von Professor Slakorn klopfte, wurde sie sofort eingelassen.
Speaker 0: Wie schon zwei Wochen zuvor durfte sie in dem grün gepolsterten Ohrensessel am Kaminplatz nehmen und bekam von ihrem Gastgeber kandierte Ananasstückchen aus einer Schachtel angeboten, von denen sie sich einen nahm.
Speaker 0: Und genau wie schon vor zwei Wochen fiel ihr Blick auf den Kamin-Sims und die ausgestellten Bilder, die dort standen.
Speaker 0: Auf den jungen Lucius Melphoi und das rotare Gemädchen, das sie so sehr an Jeanie erinnert hatte.
Speaker 0: Doch jetzt erkannte sie sie, natürlich.
Speaker 0: Es handelte sich zweifels ohne um Lily Evans.
Speaker 0: Sie hatte den Arm und das neben ihr stehende Mädchen mit den auffälligen dunklen Augen gelegt.
Speaker 0: Beide grinsten schelmisch in die Kamera und winkten.
Speaker 0: Seltsamerweise erkannte Jean die andere noch immer nicht.
Speaker 0: Sie war ihr noch nie begegnet.
Speaker 0: Dann jedoch fiel der Sickel.
Speaker 0: Bei der braunhaarigen musste es sich um für Behandeln.
Speaker 0: Lilis Knutschfreundin, die nach den Sommerferien nicht an die Schule zurückgekehrt war, ob aus Scham oder sonst welchen Gründen.
Speaker 0: Slughorn, der die Kunst des Small Talks-Form vollendet beherrschte, erklärte Jean ein paar Namen zu den Personen im Raum, allesamt Quidditch-Spieler und oder bekannte Hexen und Zauberer des öffentlichen Lebens.
Speaker 0: Die meisten sagten Jean nichts, trotzdem nickte sie interessiert und versuchte sie sich zu merken.
Speaker 0: Irgendwann fragte der Professor sie, ob sie ihren Zauberstab dabei habe.
Speaker 0: Selbstverständlich, gab Jean zurück, zog den Elderstab aus der Enentasche ihres Umhangs und reichte ihn Slakorn nach kurzem Zögern.
Speaker 0: Er sieht wirklich nach etwas Besonderem aus, nicht wahr?
Speaker 0: Er kratzte sich am Kopf und begutachtete den Stab von der Spitze bis zum Griff.
Speaker 0: Jean zogte die Achseln.
Speaker 0: Kann man einen Zauberstab überhaupt ansehen, ob er mächtig ist?
Speaker 0: Der dicke Zauberer schüttelte den Kopf.
Speaker 0: Rein vom Äußeren her?
Speaker 0: nein!
Speaker 0: Man könnte meinen dunkles Holzmöge sich mehr dazu eignen, dunkle Taten vollbringen, doch da stimmt nicht.
Speaker 0: Dieses verhältnismäßig helle Braun macht einen höchst unauffälligen Eindruck.
Speaker 0: Und doch!
Speaker 0: Seine wurstartigen Finger fuhren über das glatte Holz zum Griff des Stabs, den Teil, in den Oliwender die Verzierungen geschnitzt hatte.
Speaker 0: Können Sie mir sagen, was es mit den Schnitzereien auf sich hat?
Speaker 0: Erkundigte sich Jean höflich.
Speaker 0: Nein, da bin ich leider kein Experte, gab's Lacorn bedauern zu.
Speaker 0: Runen sind es zumindest nicht, hat der Zauberstabmeister ihnen dazu nichts gesagt.
Speaker 0: Nicht zu den Verzierungen, nein, antwortete Jean.
Speaker 0: Er hat nur gesagt, dass er in solcher Stab schwer zu beherrschen sei, und erinnerte sie sich jetzt.
Speaker 0: Ich nicht der Typ Hexe, von der er angenommen habe, in solcher Stab würde sich für sie erwählen.
Speaker 0: Hm, macht es Lacorn.
Speaker 0: Können sie sich vorstellen, was er damit gemeint hat?
Speaker 0: Ja, inzwischen konnte sie das sehr wohl.
Speaker 0: Jean war sich jedoch nicht sicher, ob sie über dieses heikle Thema mit einer Lehrperson noch dazu einer männlichen diskutieren wollte.
Speaker 0: Ich hatte in seinen Augen wohl nicht genug Potenzial, meinte sie deshalb ausweichend und nahm sich noch eine kandierte Ananas.
Speaker 0: Es ist genau wie beim Zauberstab an sich.
Speaker 0: Niemand kann vom Äußeren oder vom Alter einer magischen Person auf deren Potenzial schließen, meinte Professor Slacon.
Speaker 0: Damit kenne ich mich inzwischen aus.
Speaker 0: Ein Irrtum, dem ich nur zu oft aufgesessen bin in meiner Anfangszeit als Lehrer.
Speaker 0: Jeder Mensch ist fehlbar, doch wenn er Glück hat, lernt er mit der Zeit dazu.
Speaker 0: Noch einmal nahm Jean in Kaminsims näher in Augenschein, konnte dort aber das Gesuchte nicht entdecken.
Speaker 0: Sie blickte sich ausgebig in dem düsteren Raum mit der niedrigen Decke um, doch dort gab es keine weiteren Fotos zu sehen.
Speaker 0: Haben sie Tom sein Potenzial angesehen?
Speaker 0: Slakkorns Blick?
Speaker 0: Dennoch immer auf Jeans Zauberstabrute zuckte hoch.
Speaker 0: Wie bitte?
Speaker 0: Wen meinen Sie?
Speaker 0: Tom Riddle, sagt er Jean klar und deutlich.
Speaker 0: Alias Lord Voldemort.
Speaker 0: Sie müssen ihn gekannt haben, nicht wahr?
Speaker 0: Er war ein sehr intelligenter und talentierter Schüler und ein Slytherin dazu.
Speaker 0: Riddle?
Speaker 0: Ja, natürlich kannte ich ihn, sagt das Lackon kurz.
Speaker 0: Zweifelos war er begabt.
Speaker 0: Hatten Sie auch von ihm ein Foto auf Ihrem Kamin stehen?
Speaker 0: Sie sind ziemlich wissbegierig, Miss Pearlman.
Speaker 0: Slakon seufzte.
Speaker 0: Aber ehrlich gestanden, auch wenn es mir heute unangenehm ist, diese Tatsache zuzugeben, ja, auch von ihm stand einst ein gerahmtes Foto auf diesem Kamin.
Speaker 0: Ich habe es vor ein paar Jahren entfernt, als ich abzuzeichnen begann, dass er sich auf einen gefährlichen und vor allem falschen Weg begeben hat.
Speaker 0: Glauben Sie das wohl?
Speaker 0: Tut mir leid, Miss Pearlman.
Speaker 0: Meine Zeit ist sowohl begrenzt als auch kostbar.
Speaker 0: Und ich hab Professor McGonagall versprochen, mich mit ihnen über ihren Zauberstab zu unterhalten.
Speaker 0: Schnittslackhorn ihr ziemlich brüsk das Wort ab.
Speaker 0: Ganz offensichtlich war ihm das Thema unangenehm.
Speaker 0: Äh.
Speaker 0: Ja, sicher doch, mummelte Jean.
Speaker 0: Was können Sie mir dazu sagen?
Speaker 0: Slackhorn begann einen weitschweifigen, wortreichen Monolog zu führen, den er sich Jeans Meinung nach hätte sparen können.
Speaker 0: Er sprach von mittelalterlichen Hexen, die Männer verführt und für ihre Zwecke missbraucht hatten, was ihre rote Ohren bescherte, sie aber nicht im Geringsten weiterbrachte.
Speaker 0: Wie kann ich meinen Zauberstab beherrschen lernen?
Speaker 0: Unterbrach ihn Jean irgendwann ungeduldig, als es ihr zu bunt wurde.
Speaker 0: Ich habe das Gefühl, dass er zu schwierigen Zaubern fähig ist, obwohl ich nur ansatzweise Kenntnis über diese erlangt habe, manchmal nur vom Hörensagen.
Speaker 0: Doch ein simpler Aufrufe oder schwebe Zauber gelingt mir nur mit Mühe, manchmal überhaupt nicht.
Speaker 0: Woran liegt das?
Speaker 0: Slakorn antwortete nicht sofort.
Speaker 0: Vielleicht fühlt er sich zu etwas höherem berufen.
Speaker 0: meinte er irgendwann, wie sie auch.
Speaker 0: Wie bitte?
Speaker 0: Jean lachte laut auf.
Speaker 0: Ich fühle mich zu nichts höheren Berufen.
Speaker 0: Allein der Gedanke ist absurd.
Speaker 0: Ich war schon immer recht ehrgeizig, das stimmt.
Speaker 0: Aber das ist nicht dasselbe.
Speaker 0: Wenn Sie mich fragen, was ich mal werden will, dann wäre die Antwort ganz sicher nicht Zaubereiministerin, sondern, Sie musste kurz nachdenken, allerhöchstens Aktivistin für Elfenrechte.
Speaker 0: Jawohl.
Speaker 0: Sie sind noch sehr jung, Miss Perlman, sagt das Lackhorn nachsichtig.
Speaker 0: Sie haben noch viele Jahre vor sich, die sie formen und ihre wahren Neigungen zutage treten lassen werden.
Speaker 0: Und James und Lily haben gerade noch acht Jahre, in denen sie überhaupt atmen dürfen, dachte Jean verbittert.
Speaker 0: Wenn ich mich tatsächlich zu höheren Berufen fühlte, dann würde ich versuchen, sie vor dem sicheren Tod zu bewahren.
Speaker 0: Ich würde... Sie setzte sich auf und schnappte höher bei nach Luft.
Speaker 0: Wie meinen?
Speaker 0: fragte der Professor höflich und hielt sich eine Hand hinter das Ohr.
Speaker 0: Nichts, stammelte Jean.
Speaker 0: Nein, das stand nicht zur Debatte.
Speaker 0: Sie hatte es Dumbledore versprochen.
Speaker 0: Mit der Zeit spielt man nicht.
Speaker 0: Und ganz sicher verändert man sie nicht nach eigenem Gutdünken.
Speaker 0: Meiner Meinung nach will ihr Zauberstab gefordert werden, sagte Slacorn und sortierte einen Stapel Pergament von der einen Seite seines Schreibtisches auf die andere.
Speaker 0: Leichte Zauber langweilen ihn und älter Holz steht seit jeher für obskure und komplizierte Zauber.
Speaker 0: Schwarze Magie ist schwerer zu beherrschen als weiße.
Speaker 0: Was soll ich ihrer Meinung nach dann tun?
Speaker 0: Jean stemmte beide Feusten in ihre Seiten.
Speaker 0: Sie war aufgebracht und gab sich keine Mühe, das Voslakon zu verbergen.
Speaker 0: Ich bin gerade mal vier, äh, dreizehn Jahre alt, also weit davon entfernt volljährig zu sein.
Speaker 0: Was für komplizierte Zauber, die obendrein legal sind und für eine dreizehnjährige angemessen.
Speaker 0: kennen sie denn.
Speaker 0: Slakorn sah sie lange an.
Speaker 0: Nicht viele, sagte er dann langsam.
Speaker 0: Den Patronus zauber vielleicht.
Speaker 0: Jeder Zauberer sollte ihn beherrschen und das so schnell wie möglich.
Speaker 0: Wie es scheint, steuern wir auf dunkle Zeiten zu.
Speaker 0: Es hat sich jedoch erwiesen.
Speaker 0: dass die wenigsten Schüler, die ihre Volljährigkeit noch nicht erlangt haben, dazu in der Lage sind.
Speaker 0: Wie war, dachte Jean Düster.
Speaker 0: Ihr wisst ja gar nicht, wie dunkel die Zeiten sein werden.
Speaker 0: Dann runzerte sie die Stirn.
Speaker 0: Patronus-Zauber?
Speaker 0: Der gehört in die sparte Verteidigung gegen die dunklen Künste nicht wahr?
Speaker 0: Ich hab davon gelesen.
Speaker 0: Sie dachte einen Augenblick nach.
Speaker 0: Aber ein Patronus-Zauber ist der mächtigste Verteidigungszauber in der magischen Welt, vor allem gegen verbotene Flüche und dunkle Magie.
Speaker 0: Wenn es stimmt, und ein Hollunderholzstab lieber dunkle Zauber ausführt, als welche, die zu ihrer Verteiligung dienen, dann, dann, dann müssen sie wählen, sagte Slacorn mit einem Glitzern in den mehrgrünen Augen.
Speaker 0: Wählen?
Speaker 0: Jean schluckte.
Speaker 0: Welche Auswahlmöglichkeiten habe ich denn?
Speaker 0: Slacorn streicherte leicht über den Schaft von Jean's Zauberstab, eine Geste, die auf sie fast obs Zöhn wirkte.
Speaker 0: Dann bergte er sich vor, mit einer Flinkheit, die sie dem beleibten Mann niemals zugetraut hätte.
Speaker 0: Sie haben genau zwei, Miss Pearlman.
Speaker 0: Die erste lautet, tourgutes und verharre in Machtlosigkeit.
Speaker 0: Er hielt Jean den Zauberstab hin und sie nahm ihn mit Zittern und Fingern wieder an sich.
Speaker 0: Und die zweite Möglichkeit flüsterte Jean atemlos.
Speaker 0: Ich glaube nicht, dass ich sie ihnen erklären muss.
Speaker 0: Slakorn lächelte ein träges Lächeln.
Speaker 0: und zum ersten Mal verstand Jean, warum dieser Mann, der die meiste Zeit wie ein genügsamer Teddybär wirkte, der Vorsteher des Hauses Slytherin war.
Speaker 0: Sie selbst fühlte sich wie das berühmte Kaninchen vor besagter Schlange und sie hätte nicht einmal sagen können, aus welchem Hut sie wer auch immer hervorgezaubert hatte, um ihr das hier anzutun.
Speaker 0: Kapitel seventy-fünf Es blüht ein Feilchen ach so blau.
Speaker 0: Nachdem die Tür zu Slakons Büro hinter Jean ins Schloss gefallen war, umfing sie die feuchte Kälte der Kärker wie ein muffig riechender Mantel.
Speaker 0: Sie rümpfte die Nase und wandte sich in Richtung Treppe hinauf zur Eingangshalle, wobei sie den Gang passieren musste, der zum Gemeinschaftsraum des Slytherins führte.
Speaker 0: Bei Merlin, die konnte man sich hier unten bloß wohlfühlen, ganz Hogwarts war ein dunkler Kasten, in dem Hunderte facken Tag und Nacht branden, doch hier war es ganz besonders ungemütlich, das genaue Gegenteil zum luftigen Gryffindor Turm.
Speaker 0: Kein Wunder, dass Haus Lidderin so viele düstere Gestalten hervorbringt, dachte sie schaudernd.
Speaker 0: Dementsprechend schnell wollte sie an der Abzweigung vorbeihuschen, doch plötzlich schoss eine Hand aus dem Halbdunkel hervor und kriegte sie an ihrem Umhang zu fassen.
Speaker 0: Jean stieß einen unterdrückten Schrei aus, wirbelte herum und starte in die schwarzen Käferaugen von Cererus Snape.
Speaker 0: Ein bisschen weit weg von zu Hause, was?
Speaker 0: Seine Stimme war scharf wie ein Rasiermesser.
Speaker 0: Und anstatt Jean loszulassen, zog er sie noch ein Stück näher zu sich heran.
Speaker 0: Was hast du hier unten zu suchen?
Speaker 0: Wüsste nicht, was dich das angeht, Jean versuchte sich loszumachen, doch erst nach einem kleinen Gerangel gab er sie frei.
Speaker 0: Hastig trat sie zwei Schritte zurück, seine aggressive Nähe verunsicherte sie.
Speaker 0: Dann, bei genauerem Hinsehen stellte sie fest, dass sie nur eines von Snaps Augen richtig sehen konnte.
Speaker 0: Das andere, sein Linkes, war zur Hälfte zugeschwollen und von einem dunklen Bluterkuss umrandet.
Speaker 0: Jeans Augen weiteten sich vor Schreck.
Speaker 0: Er grinste freudlos.
Speaker 0: Da guckst du was?
Speaker 0: Das hab ich dir zu verdanken.
Speaker 0: Die lila verfärbte Haut bildete einen scharfen Kontrast zu der Blesse seines spitzen Gesichts.
Speaker 0: Was ist denn mit dir passiert?
Speaker 0: brachte Jean hervor.
Speaker 0: Wer war das?
Speaker 0: Aus einem Reflex heraus hob sie die Hand, als wollte sie seine Wange berühren, Doch der junge Snape wich vor der scheinbar vertrauten Geste zurück.
Speaker 0: Einen kurzen Moment Schiener verwirrt, dann verzog sich seine Lippen vor Verachtung.
Speaker 0: Kannst du dir das nicht denken?
Speaker 0: Du warst es doch, die die Rumtreiber auf mich gehetzt hat, oder nicht?
Speaker 0: Wer sonst hätte es sein sollen?
Speaker 0: Was hast du ihnen erzählt?
Speaker 0: Die ganze Woche lang war Blake schon hinter mir her, und heute Nachmittag haben sie mich dein allein erwischt.
Speaker 0: Vier gegen einen, sehr tapfer.
Speaker 0: Ich wüsste nicht, was ich damit zu tun hätte.
Speaker 0: Diesen Schuh wollte sich Jean Partoon nicht noch anziehen.
Speaker 0: Aber ich.
Speaker 0: Die wollten von mir wissen, ob ich gewisse Flüche kenne.
Speaker 0: Mehr noch, als ob ich sie auch auswendig kenne.
Speaker 0: Ich sagte, das gehe sie einen Scheißträger an.
Speaker 0: Da hat Black zugeschlagen.
Speaker 0: Jean solchste.
Speaker 0: Das tut mir leid.
Speaker 0: Geht es immer noch um Mulszipper und die bescheuerte Feuerkappe?
Speaker 0: Da wäre er schön blöd, wenn er glaubt, du hättest, was damit zu tun.
Speaker 0: Er hätte von der Schule fliegen können.
Speaker 0: Ich hätte keinen Fingerkrumm gemacht, um ihn rauszuhauen, spiel Severus Zorn nicht.
Speaker 0: Aber er sagte, es gehe ihm ums Prinzip.
Speaker 0: Ich solle aufhören, mich für was Besseres zu halten.
Speaker 0: Gerade er, als ob.
Speaker 0: Und ich habe gehört, dass du alles Mögliche tust, um den Jungs am Zeug zu flicken, immer und immer wieder.
Speaker 0: Was kümmert es dich, wenn sie nachts herumherstreifen?
Speaker 0: Warum bist du eine solche Petze?
Speaker 0: Bist du aus dem Alter nicht langsam raus?
Speaker 0: Cerys Wangen verfärbten sich im Licht der Fackeln Rosa.
Speaker 0: Umherstreifen?
Speaker 0: Du hast ja keine Ahnung.
Speaker 0: Was glaubst du, was die da machen?
Speaker 0: Hamlose Nachtwanderungen vielleicht?
Speaker 0: Ehrlich gesagt interessiert es mich nicht, solange das, was sie tun, niemanden schadet.
Speaker 0: Und wenn es das doch tut, wenn einer unter ihnen nicht das ist, was er zu sein vorgibt, Jeans Magen macht einen Hüpfer.
Speaker 0: Hör mal, ich mag Serious Black auch nicht besonders, aber du glaubst also auch nur das offensichtliche, zischt es Serious abfällig.
Speaker 0: Das, was dir vorgegaukelt wird, du bist genauso verblendet wie alle anderen hier.
Speaker 0: Ich dachte, du hättest mehr verstand und würdest mal hinter die freundliche Fassade schauen.
Speaker 0: Was versuchst du mir damit zu sagen?
Speaker 0: Jean war verärgert.
Speaker 0: Sie hasste es, wenn jemand die ganze Zeit Andeutungen über etwas machte, sich dann jedoch weigerte, konkret zu werden.
Speaker 0: Die freundliche Fassade?
Speaker 0: Was sollte das heißen?
Speaker 0: Serious Black hatte ganz bestimmt keine freundliche Fassade, unschwer sich vorzustellen, was in nur wenigen Jahren aus ihm werden würde.
Speaker 0: Doch Snape hatte ebenfalls keine freundliche Fassade, darin waren die beiden sich ziemlich ähnlich.
Speaker 0: Und während Black angeblich eine ehrliche Haut war, was Jean sich standhaft weigerte zu glauben, hatte Cerberus Snape bereits im zarten Alter von dreizehn Länzen etwas Verschlagenes an sich.
Speaker 0: Sowohl Lily als auch Remus hatten ihr schon das eine oder andere über ihn erzählt.
Speaker 0: Black schien auf den ersten Blick der Charakterstärkere von beiden zu sein.
Speaker 0: Doch was wusste sie schon?
Speaker 0: Sie war noch nicht lange genug hier, um das beurteilen zu können.
Speaker 0: Einem Moment lang sah es so aus, als würde Snape endlich mit seinen Ansichten um die Ecke kommen.
Speaker 0: Er öffnete leicht den Mund, beugte sich dabei ein Stück vor, hielt dann jedoch den Atem an und presste die Lippen wieder fest aufeinander.
Speaker 0: An dieser Schule befinden sich Personen, die hier nicht hingehören, knurte er dann lediglich.
Speaker 0: Und wer weiß, vielleicht bist du auch eine von ihnen.
Speaker 0: Das habe ich noch nicht abschließend herausgefunden.
Speaker 0: Aber glaub mir, das werde ich.
Speaker 0: Viel Spaß dabei, meinte Jean Lacanisch, drehte sich um und ließ Snape stehen.
Speaker 0: Lily musste verrückt sein, wenn sie noch weiter an diesem Idioten festhielt.
Speaker 0: Er würde sich in soziale Absatz manövrieren mit seinen Verschwörungstheorien und sie gleich mit.
Speaker 0: Doch Jean konnte nichts weiter tun, als den Dingen ihren Lauf zu lassen.
Speaker 0: Das Serios Cerurus geschlagen hatte, tat ihr Leid.
Speaker 0: Sie hasste Gewalt.
Speaker 0: Doch höchstwahrscheinlich hatte er die Abreibung verdient.
Speaker 0: Warum war Cerurus so versessen, darauf die vier Jungs anzuschwerzen?
Speaker 0: Was hatten sie ihm getan?
Speaker 0: Abgesehen von Blacks selbst, hielt Jean die Rumtreiber verharmlos.
Speaker 0: Treizehnjährige Jungs gingen nun mal gerne auf Erkundungstour und sie taten mit Vorliebe Dinge, die verboten waren.
Speaker 0: Jean war sehr für Regeln und sie mochte es nicht, wenn sie gebrochen wurden.
Speaker 0: Während es Harry und Ron gewesen, die sich nachts rausschlichen, hätte sie ihnen ihre Meinung gegeigt.
Speaker 0: Aber was gingen sie die Rumtreiber an?
Speaker 0: Auf dem gesamten Weg hoch in den Gemeinschaftsraum der Gryffindors dachte Jean über Severus und seine auserkorenen Feinde nach, Und nachdem sie durch das Porträtloch geschlüpft war und Lily allein an einem der wackeligen Tische sitzen vorgefunden hatte, ging sie zu ihr und erzählte ihr von der Begegnung.
Speaker 0: Lily sah daraufhin unglücklich rein.
Speaker 0: Vor ein paar Wochen auch wäre ich jetzt so serious gegangen und hätte ihn gefragt, was das sollte, sagte sie säufzend.
Speaker 0: Das Ganze wird irgendwann eskalieren.
Speaker 0: Ein blaues Auge ist ziemlich unschön, aber inzwischen denke ich, Seth hat sich das selbst zuzuschreiben.
Speaker 0: Die anderen lachen mittlerweile über mich, wenn ich ihn mal wieder verteidige.
Speaker 0: Er kann einfach nicht aufhören, damit denen nachzuspionieren, und das wirkt so kindisch und dämlich auf andere.
Speaker 0: Warum tut er das noch?
Speaker 0: Geht es ihm nur um die gebrochenen Schulregeln?
Speaker 0: Jean erinnerte sich an den Satz von Snape, dass es in Hogwarts Schüler gäbe, die nicht hierhin gehörten.
Speaker 0: Was auch immer das genau heißen mochte.
Speaker 0: Ach, keine Ahnung, sagte Lily Unwirsch.
Speaker 0: Was soll mir einer verstehen?
Speaker 0: Ich weiß gar nicht, wen ihr am meisten hast, Serious oder James oder Remus, über alle drei Rede dergleich schlecht.
Speaker 0: Peter ist nur so was wie ein Anhängsel ein.
Speaker 0: Notwendiges Übel, ihn beachtet er nicht weiter.
Speaker 0: Aber die anderen drei teilen sich anscheinend Platz eins auf seiner Liste der Leute, die am liebsten von der Schule gewesen sehr.
Speaker 0: Bei Serious konnte Jean das durchaus verstehen.
Speaker 0: Und auch bei James.
Speaker 0: Der Junge machte Lilly ganz unverhohlen an.
Speaker 0: Aber ob er sie bloß foppen wollte oder echt verschossen in sie war, hätte Jean nicht sicher sagen können.
Speaker 0: Jean und Sheamus hatten auch auf die Mädchen der anderen Häuser oder eben auch Pavati und Lavenda auf diese nervige Weise geärgert.
Speaker 0: Das schien einfach dazu zu gehören, meist waren da keine romantischen Gefühle im Spiel.
Speaker 0: Jungs loteten gern aus, wie weit sie gehen konnten.
Speaker 0: «Ehrlich gesagt habe ich keine große Lust mehr über Severus zu reden, meinte Lilly irgendwann.
Speaker 0: Ich glaube, ich werde ihn mal eine Zeit lang völlig ignorieren.
Speaker 0: Auch wenn mir das mit seinem Auge leidtut und ich Serious eine Ruhrgewalt übernehme, ich muss aufhören, ständig für Self-Partei zu ergreifen.
Speaker 0: Ich muss mich von ihm lösen.
Speaker 0: Vielleicht bringt ihn das hier zu Vernunft.
Speaker 0: Und wenn nicht, dann sind wir eben die längste Zeitfreunde gewesen.
Speaker 0: So leid es mir tut.
Speaker 0: Ich für meinen Teil wäre mit einem blauen Auge sofort in den Krankenflügel gegangen, aber ich kann mir vorstellen, dass es ihm gefällt, wenn alle Welt sehen kann, dass jemand ihn ernst genug genommen hat, um ihn zu schlagen.
Speaker 0: Am besten ich beachte ihn gar nicht.
Speaker 0: Sie klappte das Buch, an dem sie gelesen hatte, mit einem endgültig klingenden Knall zu.
Speaker 0: Wie war es eigentlich bei Slakorn?
Speaker 0: Eine gute Frage.
Speaker 0: Ehrlich gesagt habe ich nicht so ganz kapiert, was er von mir wollte, begann Jean vorsichtig.
Speaker 0: Jedenfalls scheint er zu denken, dass mein Zauberstab Gruß es mit mir vorhat und ich ihn deshalb mehr fordern soll.
Speaker 0: Sie erzählte Lilly alles, was Slakorn gesagt hatte, bis auf das Ende ihres Gesprächs.
Speaker 0: Das hatte sie so gruselig gefunden, dass sie es selbst erst noch einmal in Ruhe überdenken musste, bevor sie mit jemandem darüber sprach.
Speaker 0: War Jean Dumbledore egal?
Speaker 0: Oder hatte er sie wahrhaftig vergessen?
Speaker 0: Mit Professor Slakorn hatte sie zwar ein privates Gespräch, in dessen Beruf führen dürfen, doch er hatte keinerlei Anstalten gemacht, sie in seinen Illustren-Club aufzunehmen.
Speaker 0: Warum nicht?
Speaker 0: fragte Jean sich enttäuscht.
Speaker 0: War ein machtvoller Zauberstab nicht Grund genug, ihr die Mitgliedschaft anzutragen?
Speaker 0: War sie nichts Besonderes?
Speaker 0: Der Gedanke verwirrte sie.
Speaker 0: Sie hatte sich nie als besonders hervortun wollen, Es sei denn durch Wissen.
Speaker 0: Und bislang war sie damit zufrieden gewesen, einfach nur eine strebsame Schülerin zu sein.
Speaker 0: Sie hatte weder zu den schönsten, noch zu den beliebtesten Schülerinnen ihrer Jahrgangsstufe zählen wollen, wie etwa Prüa und Mary.
Speaker 0: Keine von ihnen.
Speaker 0: beim Slack-Club hatte Jean inzwischen herausgefunden.
Speaker 0: Lily und Severus dafür schon.
Speaker 0: Angeblich waren Sirius Black und Dremus Lupin auch schon einmal eingeladen gewesen, aber nicht erschienen.
Speaker 0: Durch seine Herkunft war Sirius als Mitglied im Club geradezu prädestiniert, stammte er doch aus einer alteingesessenen ehrwürdigen Familie.
Speaker 0: Slakon umgab sich gern mit reinblütern, so viel stand fest.
Speaker 0: James Potter schien dagegen nicht interessant genug zu sein, der junge Lupin jedoch schon.
Speaker 0: Woran der Lehrer dies festmachte, vermochte Jean nicht zu sagen.
Speaker 0: Lupin war schließlich auch nur halb und halb.
Speaker 0: Umso erfreuter war Jean, als sie am Samstagmorgen auf dem Weg zum Frühstück wie immer allein, Lily stief wie immer aus, den Gemeinschaftsraum durchquerte und auf eine Eule aufmerksam wurde, die auf einem Fensterbrett saß und beharlich mit dem Schnabel gegen die Scheibe hackte.
Speaker 0: An einem ihrer Beine war gut sichtbar, ein eng zusammengerolltes Stück Pergament zu erkennen.
Speaker 0: Jean ließ den Vogel ein, damit er in der Wärme auf den Empfänger der Nachricht warten konnte.
Speaker 0: Dann verschloss sie rasch das Fenster wieder, damit nichts von dem Wind und dem Regen hineindrang und wandte sich um, um durch das Porträtloch zum Frühstück in die Große Halle hinunterzugehen.
Speaker 0: Doch die Eule folgte ihr, flog auf ihre Schulter, stieß leise Wuhus aus und streckte permanent das Bein vor, wodurch sie fast umkippte.
Speaker 0: »Für mich?« fragte Jeanie, berascht.
Speaker 0: »Wer sollte ihr eine Eule schicken?«.
Speaker 0: Einen kurzen Moment hoffte sie die Botschaft sei von Dumbledore, der Neuigkeiten für sie hätte.
Speaker 0: Doch schon beim Ausrollen des Pergaments merkte sie enttäuscht, dass es sich nicht um Dumbledore's Handschrift handelte.
Speaker 0: Nein, Slughorn war es, der etwas von ihr wollte.
Speaker 0: Aufmerksam studierte sie den Zettel.
Speaker 0: Es war eine Einladung.
Speaker 0: Der Tränkemeister hatte am heutigen Abend offenbar spontan ein Abendessen für alle Clubmitglieder anberaumt.
Speaker 0: Vielleicht hatte er sie, Jean, aber auch nur nachträglich eingeladen, das war aus dem Text nicht ersichtlich.
Speaker 0: Lilly hatte jedenfalls nichts darüber verlauten lassen, dass sie eingeladen worden war, aber vielleicht hatte sie Jean nur nicht verletzen wollen.
Speaker 0: Wie es China wartet, ist Lackhorn keine Antwort auf die Einladung, doch Jean kritzte dennoch ihren verbindlichsten Dank unter die letzte Zeile, sagte zu und entließ die Eule wieder durch dasselbe Fenster.
Speaker 0: Na wer sagt's denn, dachte sie zufrieden.
Speaker 0: Endlich tat sich etwas.
Speaker 0: Wenn sie es nicht vermasselte und es ihr gelang ein dauerhaftes Mitglied im Slack-Club zu werden, konnte sie den Zaubertrank Lehrer bei Zeiten darum bitten, sich ein Buch aus der verbotenen Abteilung ausleihen zu dürfen.
Speaker 0: Er würde Verständnis dafür haben, dass sie mehr Informationen über den Hollunderholzstab brauchte.
Speaker 0: Und wenn sie dann schon mal da war, konnte sie versuchen, sich noch ein oder zwei andere Bücher zu schnappen, in denen es um Zeitreisen ging.
Speaker 0: Auf legale Weise ausleihen würde sie die nicht können, Sie konnte nur hoffen, dass die verbotenen Bücher nicht auf irgendeine Art und Weise magisch gesichert waren, sodass es auffiel, wenn sie sich mit einem davonmachte.
Speaker 0: Hätte sie bloß nicht Helbys Unsichtbarkeitsumhang in der Vergangenheit zurückgelassen.
Speaker 0: Sie hätte bestimmt früher oder später Verwendung dafür gehabt.
Speaker 0: Zum Frühstück erschien sie ein wenig später als sonst am Wochenende.
Speaker 0: Obwohl der Durchlass zwischen der großen und der Eingangshalle wegen des Schülerstroms, der sich tagtäglich durch ihn hindurch bewegte, mehrere Meter breit war, stieß sie dort fast mit Severus Snape zusammen, der sein Frühstück bereits beendet hatte.
Speaker 0: Als beide wie von der Akromantula gestochen voneinander zurückbreiten, verlor Severus seinen Zauberstab, der in seinem Hosenbund oder in einer Tasche seines Umhangs gesteckt hatte.
Speaker 0: Jean, deren Groll gegen den besten Freund ihrer Freundin nicht halb so groß zu sein schien, als der seine gegen sie selbst, bügte sich automatisch danach genau wie er.
Speaker 0: Sie hatte ihn schon ergriffen, als Severus ihn ihr wegschnappen wollte, wodurch ihr das glatte Holz wieder durch ihre Finger rutschte.
Speaker 0: Als der Junge ihn endlich zu fassen kriegte und beide sich wieder erhoben, war Severus Gesicht sichtlich gerötet und auch Jean führte die Hitze in ihren Wangen.
Speaker 0: Eine peinliche Situation.
Speaker 0: Cerurus Auge schillerte noch mehr als am Abend vorher in allen Farben und Jean fragte sich, warum er damit nicht zu Madame Pomf rigging.
Speaker 0: Sie trat einen Schritt nach rechts, um den Schlanken fast schon hageren Junge links an sich vorbeigehen zu lassen, denn der machte nicht den Eindruck, als wollte er ihr auch noch einen guten Morgen wünschen.
Speaker 0: Dummerweise entschied Cerurus im selben Augenblick, sich von ihm aus gesehen ebenfalls links an ihr vorbeizuschieben, wobei sie selbstredend erneut zusammenschließen.
Speaker 0: Cerberus stöhnte ungeduldig auf, packte Jean mit beiden Händen an den Schultern und hielt sie so fest an ihrem Platz, ging sorgsam um sie herum, ohne etwas zu sagen und hielt mit schnellen Schritten auf den Gang in Richtung der Kerke zu.
Speaker 0: Das ist doch alles Blödsinn, dachte Jean verletzt.
Speaker 0: Hier kam es vor, als würde sie die Mehrheit der Schüler von ganz Hogwarts nichts mit ihr zu tun haben wollen.
Speaker 0: Cerberus warte, rief sie ihm nach, doch das Litterin blieb nicht stehen.
Speaker 0: Im Gegenteil, er beschleunigte seinen Schritt noch, tauchte in den düsteren Gang ein, an dessen rechter Seite sich der Waschraum befand, durch den Jean in diese Zeit gekommen war, und war alsbald ihren Blicken entschwunden.
Speaker 0: Seufzend machte sie kehrt, betrat die große Halle und setzte sich an das hinterste Ende des Gryffindor-Tishes, an dem bis auf drei oder vier ältere Schüler noch niemand Platz genommen hatte.
Speaker 0: Es war, Sarahs gutes Recht, nicht mit ihr reden zu wollen, befand Jean.
Speaker 0: Schließlich hatte sie es gestern Abend genauso gemacht und ihn stehen lassen.
Speaker 0: Nun wünschte sie, sie hätte es nicht getan.
Speaker 0: Sicher, er hatte ihr damit gedroht, ihr Geheimnis herauszufinden, doch sie hätte ihn deswegen beruhigen sollen.
Speaker 0: Seine herumschnüffellei war vielleicht gar nichts anderes, als ein verzweifelter Wunsch, Kontrolle über die Dinge zu behalten.
Speaker 0: Ihr Ecking ist doch im Grunde nicht anders.
Speaker 0: Ihr Wissensdurst war nur eine Form dieser Sehnsucht nach totaler Kontrolle über ihr Leben.
Speaker 0: Diese Gedanken schossen Jean durch den Kopf, als sie in ihr erstes Stück taust bis.
Speaker 0: Sie führte schon seit längerer Zeit nicht mehr so, als hätte sie alles unter Kontrolle.
Speaker 0: Genauer gesagt schon seit der Zeit nicht mehr, als sie zum ersten Mal nach Hogwarts gekommen war.
Speaker 0: Zwar hatte man als Kind bei seinen Eltern auch nicht immer alles unter Kontrolle, eigentlich gar nicht in dem Alter und konnte bloß hoffen, dass man in eine Familie hineingeboren wurde, die einen liebte und gleichzeitig in Lebensbedingungen, die nicht allzu prekär waren.
Speaker 0: Sie hatte mit allem Glück gehabt.
Speaker 0: Und auch in den ersten beiden Jahren auf der Zauberer Schule war, trotz teilweise größter Gefahr, immer noch alles gut ausgegangen.
Speaker 0: Jetzt aber befand sie sich in einer Situation, die sich ausweglos anfühlte und wünschte sich nicht sehnlicher, als wieder Heimkehren und Termine werden zu können.
Speaker 0: Weder einmal schaffte sie nur zwei halbe Toastscheiben.
Speaker 0: Sie brauchte keine Waage, um festzustellen, dass sie in den letzten zweieinhalb Wochen an Gewicht verloren hatte.
Speaker 0: Außerdem wünschte sie sich ihre langen Haare zurück und wenn auch nur, um sich dahinter verstecken zu können.
Speaker 0: Die Brille fehlte ihr noch immer, doch auch nur, weil sie sich ohne so offen vorkam.
Speaker 0: Musste sie sich eigentlich noch tarnen?
Speaker 0: In den ersten Tagen im neuen Hogwarts war ihr nichts wichtiger erschienen.
Speaker 0: Doch was, wenn sie gar nicht zurück konnte?
Speaker 0: Noch nie hatte sie gewagt, diesen Gedanken ganz zu Ende zu denken.
Speaker 0: Wenn sie weiterhin mit Lilly befreundet blieb, würde sie vielleicht auch aktiv gegen Voldemort kämpfen und sich in tödliche Gefahr begeben müssen.
Speaker 0: Sie würde mit James, Serious und Severus und all den anderen hier gemeinsam aufwachsen, dann Harry und einer mehr oder minder im ähnlichen Person seiner selbst beim Aufwachsen zusehen.
Speaker 0: Ron würde sie irgendwann als kleinen Jungen kennenlernen, falls sie dann überhaupt noch lebte.
Speaker 0: Sie konnte nach der Schule auswandern, irgendwo hin.
Speaker 0: wohl Lord Voldemort kein Thema war.
Speaker 0: Er würde geschlagen werden, auch ohne sie.
Speaker 0: Doch er würde auch zurückkommen, und dann würde sie gegen ihn kämpfen müssen.
Speaker 0: Unwirsch hob sie diesen beunruhigenden Gedanken beiseite.
Speaker 0: Ja, sie wollte zurück, und gleichzeitig auch nicht.
Speaker 0: Etwas in ihr sehnte sich vor allem nach Zugehörigkeit.
Speaker 0: Etwas in ihr sehnte sich nach Einzigartigkeit.
Speaker 0: Kurz nach dem Aufstehen noch hatte der Gedanke, dass Lacorne sie als nicht besonders genug eingestuft hatte, sie beunruhigt, und sie hatte sich gefragt, ob sie allmählich arrogant wurde, eine Art Geltungsdrang entwickelte.
Speaker 0: Und eben als sie mit Cerurus zusammengestoßen war, war da wieder dieses Gefühl gewesen.
Speaker 0: Sie hatte gewollt, dass er sie ansah, mehr noch mit ihr redete.
Speaker 0: Jetzt, da sie darüber genauer nachdachte, fiel ihr auf, dass dieses Gefühl viel mehr in ihrem Körper als in ihrem Kopf gewesen war.
Speaker 0: Warum?
Speaker 0: Warum hatte es sie so gewurmt, dass er nicht mit ihr hatte reden wollen, als sie es gewollt hatte?
Speaker 0: Jetzt würde er wieder das ganze Wochenende auf Tauchstation gehen und Lilly schien fest entschlossen, ihnen diesmal nicht aus der Reserve zu locken.
Speaker 0: Ihr Wunsch nach mehr Distanz zwischen ihnen beiden hatte sich erhärtet und sie würde dieses Mal nicht wieder einknicken.
Speaker 0: Das hatte Jeans Freundin sich geschworen.
Speaker 0: Als sie sich eine zweite Tasse Tee einschenkte, fiel Jean plötzlich ein, dass Lilies Versuche, Cerberus aus dem Weg zu gehen, wahrscheinlich schon heute zum Scheitern verurteilt waren.
Speaker 0: Slughorn hatte seine Lieblingsschülerin bestimmt auch zum Abendessen eingeladen und Cerberus als Slytherin würde garantiert nicht fehlen.
Speaker 0: Ein leises Lächeln ließ Jeans Mundwinkel nach oben zucken.
Speaker 0: Sie wusste nicht, warum der Gedanke Cerberus Snape schon am Abend wieder zu sehen, sie zum Lächeln brachte.
Speaker 0: Es schien ein Teil dieses gänzlich neuen Gefühls zu sein, das sie sich nicht erklären konnte.
Speaker 0: In ihrem Körper, nicht in ihrem Kopf.
Speaker 0: Kurze Zeit später schlug auch Remus Lupin zum Frühstück auf.
Speaker 0: Es schien zur Gewohnheit zu werden, dass Jean und er am Wochenende zusammen frühstücken.
Speaker 0: Ihr gefiel die langsame und vorsichtige Art und Weise, in der sie beide sich aneinander annäherten.
Speaker 0: Remus war höflich und sie fand außerdem, dass er gut aussah.
Speaker 0: Nicht mehr so kränklich und erschöpft wie zu der Zeit, als sie im Krankenflügel zum ersten Mal auf ihn gestoßen war.
Speaker 0: Genau wie sie schien erinnerlich älter zu sein, als von außen zu vermuten war.
Speaker 0: Manche Menschen waren im jungen Alter ein Verreifer als andere, einige nur äußerlich gesehen, andere äußerlich wie innerlich.
Speaker 0: Bei Remus schien es jedoch etwas anderes zu sein, was sie in älter Erscheinen ließ, etwas, was Jean nicht so recht begreifen konnte.
Speaker 0: Er war ebenso dünn und feingliedrig wie Severus, seine Stimme noch genauso jungenhaft hell.
Speaker 0: Serious, das hatte Jean bemerkt, war bereits im Stimmbruch.
Speaker 0: Wahrscheinlich redete er deswegen kaum mit anderen, mutmaßte sie, er mochte sicher seine auf- und abkiechsende Stimme nicht und befürchtete vielleicht sogar verspottet zu werden.
Speaker 0: Obwohl Jean noch nie mitgekriegt hatte, wie jemand Serious Black verspottete, außer Mulzipper, Alvary und Wilkes.
Speaker 0: Und deren Sport schien Black ziemlich egal zu sein, denn er ließ sich nur äußerst selten etwas hinreißen.
Speaker 0: Doch ähnlich wie bei der Feuerkrappensache kamen seine Aktionen oft unerwartet, was ihn in Jeans Augen umso gefährlicher machte.
Speaker 0: Meist wirkte er ruhig und ausgeglichen, doch wenn niemand damit rechnete, stellte er diverse seltsame Dinge an.
Speaker 0: Jean war schon öfter aufgefallen, dass nicht wenige Mädchen an ihm interessiert waren, Für die aus einem eigenen Jahrgang schien er sich jedoch nicht erwärmen zu können, auch nicht für Lily, obwohl diese reizend war.
Speaker 0: Vielleicht wollte er seinem Freund James keine Konkurrenz machen, denn dass der Lily von morgens früh bis abends spät zu beeindruckend versuchte, war kaum zu übersehen.
Speaker 0: Lily schien seine Envorsen jedoch gar nicht zu bemerken.
Speaker 0: Wie es schien, kam sie wieder gut mit allen zurecht.
Speaker 0: Die Schärereien wegen Fürböh waren anscheinend vergessen.
Speaker 0: Remus bemerkte Slakons Einladung, als Jean in ihren Taschen nach etwas kramte und dabei den Inhalt vor sich auf dem Tisch ausbreitete.
Speaker 0: Ah, meinte er gedehnt.
Speaker 0: Will unser Tränkemeister dich auch in seine Sammlung aufnehmen?
Speaker 0: Jean warf einen flüchtigen Blick auf das Pergament.
Speaker 0: Sieht so aus, meinte sie knapp.
Speaker 0: Serious und ich haben gestern Abend auch eine erhalten.
Speaker 0: Remus trank einen Schluck Tee.
Speaker 0: Ich denke aber nicht, dass wir hingehen.
Speaker 0: Warum denn nicht?
Speaker 0: Jean hatte gefunden, was sie gesucht hatte, ihr Stofftaschentuch und stopfte nacheinander alle Gegenstände wieder zurück in ihre Taschen.
Speaker 0: Machtere muss ein wenig verächtlich.
Speaker 0: Keine Teresse.
Speaker 0: Da kommen wir mal so komischer Leute hin.
Speaker 0: Mir persönlich reichte es, wenn ich schniefelos mehrmals die Woche beim Unterricht ertragen muss oder hier unten beim Essen.
Speaker 0: Ich will nicht auch noch meine Abende mit ihm verbringen, ganz zu schweigen von noch so ein paar anderen Gestalten.
Speaker 0: Wer zum Beispiel, fragte Jean neugierig.
Speaker 0: Remus war auf Ostentativ einen Blick über ihre Schulter.
Speaker 0: Der da zum Beispiel, sagte er mit einem leichten Nicken zum Tisch des Slytherins hinüber.
Speaker 0: Jean drehte sich um und ersperrte den blonden Schopf des ihr bekannten Slytherins schön links am anderen Ende der Halle.
Speaker 0: Dieser Nilsen, sie verzog das Gesicht.
Speaker 0: Ich geb dir recht, er hat ziemlich schlecht über mich geredet.
Speaker 0: Ein arrogante Arsch von einem Dummstrang, was erwartest du?
Speaker 0: Remus griff nach einem der Brotkarbe.
Speaker 0: Muss ich nicht haben.
Speaker 0: Ich jedenfalls gehe hin, meinte Jean, den letzten Resttee aus ihrer Tasse schlürfend.
Speaker 0: Bei einer solchen Veranstaltung konnte ich jedenfalls nicht so leicht niemand aus dem Weg gehen.
Speaker 0: Bei Mittag und Abendessen saßen sie und Lilly mittlerweile meist allein, mit mehreren freien Plätzen zwischen sich und den übrigen.
Speaker 0: Es hatte nichts mit Lilly zu tun, das war Jean klar.
Speaker 0: Doch auch Prühe und Mary gingen ihr neuerdings aus dem Weg, versuchten zu anderen Zeiten zu essen, damit es nicht auffiel.
Speaker 0: Doch sie hatte es natürlich bemerkt, sie war ja nicht dumm.
Speaker 0: Als sie nach dem Frühstück in den Schlafsad zurückkehrte, um sich ein wärmeres Oberteil anzuziehen, verließen die beiden Schlafsalgenossinnen wieder einmal ziemlich schnell das Zimmer, um ihrerseits zum Frühstück hinunterzugehen.
Speaker 0: Jane seufzt im Stillen, doch sie hatte es längst aufgegeben, Bemerkungen über das Verhalten der beiden zu machen.
Speaker 0: Stattdessen erzählte sie Lily, die sich noch Schlaftrunken in ihrem Bett räkelte, von ihrer Einladung.
Speaker 0: Diese freute sich sichtlich für Jean und teilte ihr mit, dass sie ebenfalls eine erhalten hatte.
Speaker 0: Ich hatte so gehofft, dass er dich auch einladen würde.
Speaker 0: Ihre Kleine noch echt verschlafen wirkenden Augen begangen, sich zu weiten und zu glänzen.
Speaker 0: Das Essen, das er sehr wehren lässt, ist immer superb, was man von den anderen Gästen nicht immer behaupten kann.
Speaker 0: Sie gähnt er herzhaft und ohne sich die Hand vor dem Mund zu halten.
Speaker 0: Deswegen bin ich auch immer so froh, dass Seff ... Sie brach ab.
Speaker 0: Mist, Seff!
Speaker 0: Ich hatte völlig vergessen, dass ich ihm aus dem Weg gehen wollte.
Speaker 0: Ich könnte mich zwischen euch setzen, wo Jean nicht ganz uneignet sich an.
Speaker 0: Sie wurde das Gefühl nicht los, dass er sich bei Lilis Kumpel entschuldigen musste.
Speaker 0: Wofür wusste sie seltsamerweise nicht so richtig?
Speaker 0: Für ihre Schroffheit vielleicht?
Speaker 0: Dann schüttelte sie verärgert den Kopf.
Speaker 0: Warum suchte sie nach einem Grund, sich bei Samorous Snape zu entschuldigen?
Speaker 0: Was ist, wollte Lilie wissen, der ihre momentane Verwirrung nicht entgangen war.
Speaker 0: Ach nichts, werte Jean ab.
Speaker 0: Remus meinte, Norderl Nielsen gehört auch zum Slugclub.
Speaker 0: Ich kann solche Schönlinge irgendwie nicht leiden.
Speaker 0: Ich hab rein gar nichts gegen schöne Jungs, erwiderte Lily Grinsend.
Speaker 0: Aber ich verstehe, was du meinst.
Speaker 0: Er ist oberflächlich und sieht voller Hochmut auf uns Jüngere herab, benimmt sich so, als würde ihm ganz Hogwarts gehören, dabei ist er nur Austauschschüler.
Speaker 0: Bleiben die immer in volles Jahr?
Speaker 0: Lily setzte sich auf ihrem Bett auf, wackelt ihm mit den Zähnen und nickte.
Speaker 0: Für gewöhnlich schon.
Speaker 0: Von Bux Barthor sind schon immer mal welche länger geblieben, doch die aus Doom's Strang haben es nach drei Trimestern immer sehr eilig zurückzukommen, scheint mir.
Speaker 0: Sie versuchte ihr vom Schlafzertshaus das Haar zu glätten, indem sie mit den Fingern hindurch fuhr wie mit einem Kamm.
Speaker 0: Ihnen fehlen die dunklen Künste.
Speaker 0: Ich glaube, sie kommen Dumbledos wegen hierher und auch wegen Flitwick und McGonigal, die auf ihren Gebieten einfach unschlagbar sind.
Speaker 0: Hältst du Besofsky eigentlich für einen guten Lehre?
Speaker 0: Jean kramt in ihrem Schrankoffer herum und zog einen dicken Wollpullover hervor.
Speaker 0: Wie man's nimmt, wiegelte Lily ab.
Speaker 0: Er hat ohne Zweifel ziemlich viel Wissen, sowohl theoretisch als auch praktisch.
Speaker 0: Trotzdem kommt es mir so vor, als wäre er nicht mit dem Herzen bei der Sache.
Speaker 0: Und von Schülern und wie man mit ihnen umgeht, hat er keine Ahnung.
Speaker 0: Die Durmstrengs sind loyal ihm gegenüber.
Speaker 0: Der Rest der Klasse tanzt ihm oft auf der Nase herum.
Speaker 0: Ja, in seinem Unterricht geht es oft unruhig zu, bestätigte Jean.
Speaker 0: Schade, dass Remus und Sirius Schlaghorns Einladungen nie annehmen.
Speaker 0: Willi klang ehrlich enttäuscht.
Speaker 0: Wegen mir könnten sie gerne ein paar Streiches spielen.
Speaker 0: Es geht schon immer ein bisschen steif zu auf diesen Treffen.
Speaker 0: Jedenfalls zu Beginn.
Speaker 0: Na ja, die volljährig sind dürfen immerhin weintrinken während des Essens.
Speaker 0: Wir anderen kriegen nur Kürbessaft.
Speaker 0: Nach dem Dinner ist es immer entspannter und lustiger.
Speaker 0: Ich bin echt neugierig, wer sonst noch alles auftaucht, singete Jean-Laude.
Speaker 0: Nein.
Speaker 0: Sag's nicht, meinte sie schnell, als Lilly zum Sprechen ansetzte.
Speaker 0: Ich werde mich überraschen lassen.
Speaker 0: Die beiden Mädchen waren in der Tat ziemlich überrascht, als ich am Abend herausstellte, dass offenbar nur Schüler der unteren vier Jahrgänge eingeladen waren.
Speaker 0: Es werden langsam zu viele, meinte Professor Slakorn lächend, während sie sich an dem riesigen Kreishundenholztisch in dem Raum hinter seinem Büro versammelten.
Speaker 0: Und ich wollte auch mal ein paar neue Gesichter sehen.
Speaker 0: Aus der ersten sowie der zweiten Klasse waren jeweils zwei Schüler anwesend.
Speaker 0: Fünf aus der dritten und drei aus der vierten.
Speaker 0: Machte zusammen dreizehn den Professor eingeschlossen.
Speaker 0: Eine wahrhaft magische Zahl.
Speaker 0: Jean trug das Kleid, dass sie schon eine Woche zuvor mit ein paar anderen Sachen beim EOS, dem Eulenorder Service bestellt hatte.
Speaker 0: Unaufdringlichen Schick aus der Winkelgasse, ein cremefarbenes Seidengleid, nicht zu tief ausgeschnitten, das ihre schlanke Figur gut zur Geltung brachte.
Speaker 0: Sie hatte mit Erleichterung zur Kenntnis genommen, dass man ihr wöchentlich einen gewissen Betrag auszahlte, wie etwa Kleidergeld und ein paar Sickel für Süßigkeiten oder das Benutzen von Post-Eulen.
Speaker 0: Sie hatte zusammengelegt und zu ihrer großen Freude reichte der Betrag für das von ihr ausgesuchte Kleid.
Speaker 0: Lilly trug selbstverständlich Grün, die Farbe, die ihr Jeans Meinung nach am allerbesten stand, obwohl Lilly ein Mädchen war, das so ziemlich alle Farben und Stoffe tragen konnte.
Speaker 0: Sie hätte sogar in einem alten Kopfkissenbezug noch hinreißend ausgesehen.
Speaker 0: Glücklicherweise gab es keine Platzkarten.
Speaker 0: Als Cerurus sich anschickte, den Platz links neben Lily zu besetzen, mogelte sich Jean in letzter Sekunde dazwischen.
Speaker 0: Du erlaubst?
Speaker 0: fragte sie mit einem kecken Augenaufschlag.
Speaker 0: Cerurus zog wütend die Brauen zusammen, trotzdem rückte er Jean den Stuhl zu Recht wie ein wahrer Gentleman, was Jean vollkommen perplex und auch geschmeichelt zur Kenntnisnamen.
Speaker 0: Bis ihr klar wurde, dass es einzig und allein seine Manieren waren, die Cerrogus bei diesen beinahe offiziell anmutendem Anlass nicht vernachlässigen wollte.
Speaker 0: Alle anderen hatten Hunger und es ebenfalls eilig sich zu setzen und so blieb dem Slytherin am Ende nur noch der Stuhl links von Jean übrig.
Speaker 0: Wenn wunderts, dachte sie ein wenig verbittert, schüttelte das unangenehme Gefühl jedoch schnell ab.
Speaker 0: Sie saß neben Cerrogus und der würde sich während des Essens nicht einfach taubstellen können wie nach dem heutigen Morgen.
Speaker 0: Mit zusammengepressten Lippen ließ Severus sich schließlich an ihrer Seite nieder.
Speaker 0: Er hatte doppelten Grund, mies gelaunt zu sein, stellte Jean fest, oder sogar dreifachen.
Speaker 0: Erstens, als er nicht neben seiner hochgeschätzten Lily, zweitens neben ihr, und drittens, wer hätte das gedacht, waren Sirius und Remus unerwarteterweise doch noch aufgekreuzt.
Speaker 0: Sirius trug sogar ein ziemlich teuer aussehende Krawatte, Und auch Ramos hatte sich alle Mühe gegeben, nicht so schäbig daherzukommen wie sonst.
Speaker 0: Sein leichter Festumhang, den er, wie alle anderen auch, als es ans Essen ging, an der Garderobe aufgehängt hatte, wies weder Risse noch Flecken auf, genauer wie das weiß gestärkte Hemd, das er darunter trug.
Speaker 0: Aber warum hatten die beiden so kurzfristig ihre Meinung geändert?
Speaker 0: Ähnlich wie Ceroros hatte jedoch auch Serious Black sichtlich keinen Grund zur Freude.
Speaker 0: Wahrscheinlich bereute er es schon zutiefst, sich hierauf eingelassen zu haben, vermute der Jean ein wenig hämisch, denn genau ihr Gegenüber, ans Lachhorns rechter Seite platziert, saß ein kleiner, dunkelhaariger, verschüchtert dreien Blicken der Junge, in dem Jean Regulus erkannte, seriös jüngeren Bruder.
Speaker 0: Der kleine schien sich genau wie der älteren nicht sonderlich wohl in seiner Umgebung zu fühlen.
Speaker 0: Prof.
Speaker 0: Lachhorn klatschte zufrieden in die Hände und begrüßte noch einmal jeden einzelnen seiner Gäste.
Speaker 0: Jean, Lily und eine Zweitklässlerin namens Haley aus Hufflepuff, die mit irgendeinem bekannten Quidditch-Spieler verwandt war, dessen Name Jean gleich wieder vergaß, waren die einzigen Mädchen im Raum.
Speaker 0: Der andere Erstklässler, den Slakon wahrscheinlich bloß eingeladen hatte, damit sich Regulus Wohler fühlte, stellte sich als dessen bester Freunde Will heraus.
Speaker 0: Von den Viertklässlern kamen ebenfalls zwei aus Slakons eigenem Haus, der Dritte war der Sucher des Quidditch-Teams von Ravenclaw, einen blonderlocken Kopf, der auf den Namen Brian Hobbs hörte und den Jean schon auf dem Spielfeld gegen Gryffindor hat das Spiel hinsehen.
Speaker 0: Gegen James Potter hatte er keine Chance gehabt, erinnerte sie sich.
Speaker 0: Man begann zu essen.
Speaker 0: Cerurus war so weit, es ging von Jean, wer abgerückt, was sie ärgerte.
Speaker 0: Zumal er Haley sowieso beinah auf dem Schoß saß, die nun ebenfalls mit gekräuselten Lippen vor ihm zurückweg.
Speaker 0: Während des Essens unterhielten sich meist nur Slakon mit einem seiner Schüler, die anderen aßen und hörten zu.
Speaker 0: Serious und Regulus würdigten einander keines Blickes, genauso wenig wie Cerurus und Jean.
Speaker 0: Es war eine seltsame Runde, fand sie.
Speaker 0: Man konnte die Animositäten, die die einen gegen die anderen hegten, förmlich spüren.
Speaker 0: Das konnte ein interessantes Abendessen werden.
Speaker 0: In der Tat wurde es ein kurzweiliger Abend.
Speaker 0: Anfangs vielleicht etwas steif, doch nachdem die erste halbe Stunde vergangen war, lockerte die Essensgesellschaft merklich auf.
Speaker 0: Zumindest alle bis auf die Black Brüder und Cerurus Snape.
Speaker 0: Regulus Black schien durch die schiere Anwesenheit seines älteren Bruders ein Geschüchter zu sein und Cerurus seinerseits ließ keinen Zweifel daran, dass er den Jüngeren nach Transylvanien oder noch weiter weg wünschte.
Speaker 0: Professor Slakorn, der natürlich nicht so dumm war, die beiden gleichzeitig in ein Gespräch zu verwickeln, stellte ihnen nur ein paar kurze Fragen, die sich mit Ja oder Nein beantworten ließen und wandte sich dann den übrigen Gästen zu, von denen einige ziemlich redselig waren und es gar nicht erwarten konnten, in dieser intimen Runde erwähnenswertes über sich und ihre Familie preiszugeben.
Speaker 0: Natürlich war Jean ebenfalls auf der Hut.
Speaker 0: In der ersten Woche hatten Lily, Priya und Mary ihr noch relativ viele Fragen über ihr vermeintliches Leben vor Hogwarts gestellt und sie hatte sich jedes noch so winzige Detail, das sie zur Antwort gab, zu merken versucht.
Speaker 0: Schließlich wollte sie sich nicht irgendwann in Widersprüche verwickeln, die zu ihrer Enttarnung führen konnten.
Speaker 0: Doch außer der Frage nach dem Beruf ihres Vaters kam vom Hauslehrer Slytherins in dieser Richtung nichts und so konnte auch Jean sich nach einer Weile entspannen, und auf den Geschmack und die Konsistenz des Essens konzentrieren.
Speaker 0: Als sie auf Slakons Unterrichtsfach zu sprechen kamen, taute auch Cerurus ein wenig auf und wenn immer die Konversation ins Stocken geriet oder schwierig zu werden drohte, war gleich Lily zur Stelle.
Speaker 0: Das Mädchen hatte ein unglaublich gutes Gespür für Zwischentöne und wie man unverfängliche Konversation betrieb.
Speaker 0: Dasselbe galt übrigens für Remus.
Speaker 0: Noch immer fragte sich Jean, warum Serious sich überhaupt hatte, breitschlagen lassen, an dieser Zusammenkunft teilzunehmen.
Speaker 0: Oder war er gar aus freien Stücken gekommen?
Speaker 0: Das wäre er bestimmt nicht, wenn er gewusst hätte, dass sein Bruder ebenfalls anwesend sein würde, dachte sie.
Speaker 0: Denn mittlerweile hatte auch Jean mitbekommen, dass Serious den kleinen Regulus konsequent ignorierte.
Speaker 0: Und dieser ihn.
Speaker 0: Wenn sie später zum gemütlichen Teil des Abends übergingen, konnte sie vielleicht Remus nach dem Grund für Serious-Anwesenheit fragen, wenn er nicht die ganze Zeit mit Black zusammen gluckte.
Speaker 0: Das Essen selbst war, wie Lily Jean bereits vorgeschwärmt hatte, allererste Sahne.
Speaker 0: Vorspeise, Hauptspeise, ein fürstliches Dessert.
Speaker 0: Das meiste, was davor ihnen auf dem Teller lag, kannte Jean überhaupt nicht, doch es schmeckte ausnahmslos wundervoll.
Speaker 0: Nach dem Essen ließen sich die Gäste auf gemütlichen Plüsch sesseln, Slakon hatte die meisten davon ohne jede Mühe aus der Luft heraufbeschworen, Nieder und kopierten sich mehr oder weniger um den Kamin herum.
Speaker 0: Alle naselang stand jemand auf, holte sich noch etwas zum Naschen oder ließ sich auf der Armlehne des Sessels eines anderen Nieder, um sich mit der Person zu unterhalten.
Speaker 0: Sarah Rus macht einen halbherzigen Versuch, sich zu Lilly vorzuwagen, doch diese hatte ihren Sessel ganz nahe an den von Sirius gerückt und unterhielt sich sehr vertraut mit ihm.
Speaker 0: Wenigstens hatte es den Anschein.
Speaker 0: Jean nahm es der Freunde nicht übel, da sie sich nicht mit ihr beschäftigte.
Speaker 0: Sie, Jean, war ja gerade deswegen hier, um sich auch mal mit anderen Leuten zu unterhalten.
Speaker 0: Hailey mit ihrem berühmten Quidditch-Onkel Cousin, wem auch immer, interessierte sich jedoch nicht die Bohne.
Speaker 0: Und obwohl sie auf Regulus, trotz seines noch jüngeren Alters, neugierig war, wollte sie nicht Serious gegen sich aufbringen, indem sie sich mit ihm unterhielt.
Speaker 0: Also wandte sie sich den Ältesten in der Runde zu, den drei Viertklässlern.
Speaker 0: Zwei davon wollten sich aber Patu nicht mit ihr unterhalten, und die Nummer drei, ein Slytherin namens Baron Keane, interessierte sich zwar für sie, stellte für Jeans Geschmack aber viel zu viele Fragen nach ihrem Zauberstab und dessen Bedeutung für Jean.
Speaker 0: Nach einer Weile empfand sie seinen Blick als gerade zu lüstern, deshalb erhob sie unter dem Vorwand, die Toilette auf dem Gang aufsuchen zu müssen, und verließ den Raum.
Speaker 0: Sie musste gar nicht wirklich, und doch beschloss sie, zur Toilette zu gehen, um ihre Gedanken ein wenig zu ordnen.
Speaker 0: Während des Essens hatte sie ein paar wirklich interessante Dinge über die Zeit, in der sie nun lebte, erfahren, wenn auch nur andeutungsweise.
Speaker 0: Der zweite Slytherin Fjord Klässler hatte an einer Stelle Voldemort erwähnt und hätte vielleicht gerne eine Diskussion über ihn und seinen Streben nach Macht auf den Weg geschickt, doch das hatte Professor Slakorn, aus welchen Gründen auch immer, abgeblockt.
Speaker 0: Während Jean auf dem Klo war, überlegte sie, mit wem sie sich noch gern unterhalten würde und kam auf Serious.
Speaker 0: Warum sollte sie nicht versuchen, sich in Lilis und sein Gespräch mit einzuklinken?
Speaker 0: Das konnte doch interessant werden, oder?
Speaker 0: Schnell wusste sich die Hände und verließ den Waschraum.
Speaker 0: Jetzt hatte sie es eilig, wieder zurückzukommen.
Speaker 0: Vor der Tür rannte sie jedoch fast ins Cerurus hinein und keuchte erschrocken auf.
Speaker 0: Es war das erste Mal am heutigen Abend, dass er ihr ins Gesicht sah und sie ihm.
Speaker 0: Sein Haar war gewaschen und bemerkte sie, es fiel wie eine glänzende schwarze Matte auf seine Schultern herab.
Speaker 0: Warum gab er sich sonst so wenig Mühe mit seinem äußeren Fragte sich Jean?
Speaker 0: Seine Klamotten waren zwar nicht zu zerrissen wie die von Remus, doch er trug immer nur Schwarz, auch in seiner Freizeit, während Remus zum Beispiel auch Blu-Jeans und Hemden in anderen Farben trug.
Speaker 0: Cerurus aufzug deprimierte Jean regelmäßig, es war, als würde der Junge in einer selbstgebählten Einsamkeit oder gar Depression feststecken, an der er sich aber auch noch selbst ergötzte.
Speaker 0: Sicher, es war traurig, dass Slyly dabei war, sich von ihrem ehemals besten Freund abzuwenden.
Speaker 0: Doch so etwas passierte nun mal nicht selten, wenn man in das Alter kam, in dem sie sich jetzt gerade alle befanden.
Speaker 0: Außerdem hatte es zum Großteil mit Severos politischer Gesinnung zu tun.
Speaker 0: Jean vermutete, dass Slyly kein bisschen kratzen würde, hätte sich zum Beispiel erwiesen, dass ihr Kumpel ein gesichtvoller Agnenaben hätte oder Jungen den Vorzug gehabt, was romantische Gefühle betraf.
Speaker 0: Aber mit einem überzeugten Todesser würde sie nie, niemals etwas zu tun haben wollen, und Jean auch nicht.
Speaker 0: Schade, dass Snape anscheinend Zeit seines Lebens diese Aura der dunklen Künste nicht richtig los geworden war.
Speaker 0: Er hatte sich zwar nie offen dazu geäußert, doch Jean hatte da so ein Gefühl.
Speaker 0: Um die Peinlichkeit von morgen zu vermeiden, als die beiden im wahrsten Sinne des Wortes umeinander herumgetanzt waren, trat Cedrus vorsorglich mehrere Schritte zurück, zu das fast der gesamte Gang in seiner Breite zwischen ihnen lag.
Speaker 0: Das von Jean und doch ein wenig übertrieben.
Speaker 0: Hast du Angst von mir, Seth?
Speaker 0: fragte sie feigzend.
Speaker 0: Sie wusste nicht, woher sie die Kühnheit nahm, ihn bei der Abkürzung seines zugegebenermaßen recht langen Namens zu nennen, was sonst nur Lilith hat.
Speaker 0: Nur in deinen Träumen, Pearl-Man, gab Severus hochmütig zurück.
Speaker 0: Und nenn mich nicht so, fügte er prompt hinzu.
Speaker 0: Du und ich, wir sind keine Freunde.
Speaker 0: Wie war dachte Jean.
Speaker 0: Nach zwanzig Jahre später nicht, eher das Gegenteil.
Speaker 0: Freunde, sagte sie langsam.
Speaker 0: Hast du überhaupt welche?
Speaker 0: Ich hab Lilly, schoss es aus dem Jungen heraus, und im nächsten Moment wirkte es so, als hätte er diese Bemerkung am liebsten zurückgenommen.
Speaker 0: Ach ja, fragte Jean gedehnt.
Speaker 0: Diese Annahme scheint mir irgendwie nicht mehr zeitgemäß zu sein.
Speaker 0: Cerberus, ohnehin schon dunkler Augen, schien nur noch schwerzer zu werden.
Speaker 0: Du glaubst wohl, dass du mich ersetzt hast, ja?
Speaker 0: Lilly und ich haben momentan ein paar Meinungsverschiedenheiten, das ist wahr.
Speaker 0: Aber eine richtige, eine ehrliche Freundschaft hält das aus.
Speaker 0: Du kennst sie gerade mal drei Wochen.
Speaker 0: Ich jedoch schon über drei Jahre.
Speaker 0: Bild dir ja nichts ein.
Speaker 0: Mit manchen Dingen, für die ich mich interessiere, kann Lilly halt nichts anfangen.
Speaker 0: Aber was macht das schon?
Speaker 0: Und ich sage dir, sie gibt sich mit den falschen Leuten ab.
Speaker 0: Potter, Black und Lupin, die werden sie noch ins Verderben reißen.
Speaker 0: Dass der Serious mit Aufzählte leuchtete Jean ein.
Speaker 0: Niemand wusste doch besser als sie, dass Serious Black Lilis tot in gerade mal acht Jahren zu verantworten hätte, aber auch den von James.
Speaker 0: James buhlte ebenfalls im Lilis Aufmerksamkeit und sie war sich zum jetzigen Zeitpunkt wahrscheinlich noch nicht mal dessen bewusst, dass sie ihn eines Tages aufrichtig lieben würde.
Speaker 0: Bis jetzt war davon nämlich noch nichts zu spüren.
Speaker 0: Doch wenn Zerrarus schon auf Jean-Alpha süchtig war, dann bestimmt auch auf James Potter.
Speaker 0: Er würde sich jedoch keinen Zacken aus der Krone brechen, indem er etwas in der Richtung verlauten ließ.
Speaker 0: Da war sie sich sicher.
Speaker 0: Lilly kann sich abgeben mit wem sie will, gab Jean-Zane Knirschen zurück.
Speaker 0: Aber du solltest nicht glauben, dass du ihre Nummer eins bist und bleibst.
Speaker 0: Dasselbe gilt für dich, entgegnete Zerrarus mit blitzenden Augen.
Speaker 0: Braust ihr ja nicht einzubilden, dass du jetzt ihre beste Freundin bist.
Speaker 0: Wenn ich was wüsste, fragte Jean in gelangweilten Ton.
Speaker 0: Cerurus war ein Meister, darin Andeutungen zu machen.
Speaker 0: Es machte ihn interessant, ja.
Speaker 0: Doch den Triumph, das sie tausendmal nachfragte, würde sie ihm nicht gönnen.
Speaker 0: Einmal reichte, obwohl sie das Gefühl nicht los wurde, dass sich irgendetwas über ihren Köpfen zusammenbraute.
Speaker 0: Cerurus biss sich auf die Unterlippe.
Speaker 0: Wirst du schon bald sehen?
Speaker 0: Sehr bald.
Speaker 0: Jean holte tief Luft.
Speaker 0: Warum verletzt du dich so, indem du ständig andere Leute vergrenzt?
Speaker 0: Ist es dir wirklich ernst mit deinen Ansichten über du weißt schon wen?
Speaker 0: Dieser Kerl wird irgendwann ganz, ganz schlimme Dinge tun und vielleicht wird es dir dann leidtun, dass du die Freundschaft mit Lilly hast zerbrechen lassen.
Speaker 0: Der dunkelhaarige Junge verzog das Gesicht.
Speaker 0: So Lilly, sie selbst trägt dazu bei, dass unsere Freundschaft gerade leidet und so wollte mort.
Speaker 0: Er geht vielleicht einen ungewöhnlichen Weg und ist nicht gerade zimperlich, wenn es darum geht, die Leute zu überzeugen.
Speaker 0: Aber das, was er sagt, hat in meinen Augen Hand und Fuß.
Speaker 0: Jean stöhnte.
Speaker 0: Sie hätte Cerberus am liebsten aufgezählt, wie viele Leute durch Voldemorts Schreckensherrschaft zu Tode gekommen oder verschwunden waren.
Speaker 0: Manche Schicksale waren auch zwanzig Jahre später noch nicht eindeutig geklärt.
Speaker 0: Aber Snape-Informationen aus erster Hand über die Zukunft zu geben, kam unter keinen Umständen in Frage.
Speaker 0: Ich diskutiere mit dir nicht über solche Dinge, Pearlman, sprach Severus weiter.
Speaker 0: Zumindest nicht, solange du Lily nach dem Mund redest.
Speaker 0: Was willst du damit schon wieder sagen, meinte Jean verärgert.
Speaker 0: Ich habe es nicht nötig, ihr nach dem Mund zu reden.
Speaker 0: Mal nachdenken, erwiderte Severus höhnisch.
Speaker 0: Du bist dem Besitz eines Älderstabes.
Speaker 0: von dem du behauptest, du hättest ihn in der Winkelgasse rechtmäßig erworben.
Speaker 0: Warum solltest du einen mächtigen Zauberstab besitzen, wenn du damit keine Macht ausüben willst?
Speaker 0: Wenn du ganz allgemein keine Macht ausüben willst?
Speaker 0: Was soll das?
Speaker 0: Chichi.
Speaker 0: Chichi?
Speaker 0: Wiederholte Jean irritiert.
Speaker 0: Was heißt das?
Speaker 0: Ja, genau, ereifert der Cerurus sich.
Speaker 0: Chichi ist französisch und bedeutet getour.
Speaker 0: Das solltest du eigentlich wissen, wo du doch in Frankreich gelebt haben willst.
Speaker 0: Ich habe nicht mein Leben lang dort gelebt, rief Jean erboßt, obwohl sie sich fühlte, als hätte Cerurus sie kalt erwischt.
Speaker 0: Hört du doch einfach auf, in Rätseln zu sprechen, du Ogger, ich kapier einfach nicht was?
Speaker 0: Ich glaube einfach nicht, dass du diejenige bist, die du uns alle hier glauben machen willst, zischt es Cerurus.
Speaker 0: Das habe ich schon mal gesagt, und ich werde nicht aufhören, damit es zu behaupten.
Speaker 0: Lili mag gut, glaube ich, sein, aber ich bin sicher, dass du sie für deine Zwecke benutzt.
Speaker 0: Und welche Zwecke sollten das sein?
Speaker 0: fragte Jean Spettisch, obwohl sie sich zunehmend unwohl in ihrer Haut fühlte.
Speaker 0: Cerurus war wie eine Ausgabe von das Monsterbuch der Monster.
Speaker 0: Wenn er sich in irgendwas fest verbissen hatte, ließ er so schnell nicht wieder los.
Speaker 0: Wie gesagt, das weiß ich noch nicht.
Speaker 0: Aber ich werde es schon auch herausfinden.
Speaker 0: Cerurus Snape drehte sich um und ging betont aufrecht davon.
Speaker 0: Kurz bevor er um die Linksbiegung des Gangs verschwand, Stolperte er über eine kleine Unebenheit im Steinboden, was seinen dramatischen Abgang nicht wenig an Würden haben.
Speaker 0: Jean musste kurz grinsen, doch sie wurde schnell wieder ernst.
Speaker 0: Das war jetzt das zweite Mal, dass er ihr ins Gesicht gesagt hatte, sie würde falsch spielen.
Speaker 0: Sie musste etwas tun, um ihn zu besänftigen, damit er ihr nicht genauso nachspioniert ihn wie den Rumtreibern.
Speaker 0: Etwas musste passieren.
Speaker 0: Und es passierte auch etwas.
Speaker 0: Zwei Sachen, um genau zu sein.
Speaker 0: Eine an diesem und eine am nächsten Tag.
Speaker 0: Und ganz ohne, dass Jean etwas hätte dazu tun müssen.
Speaker 0: Doch bei beiden handelte es sich nicht um Gutes.
Speaker 0: Kapitel neunundsebzig.
Speaker 0: Es fehlt ein Stück.
Speaker 0: Mit dieser Begegnung hatte sich Jeans Hoffnungen, sich Cerurus an diesem Abend zumindest ein bisschen wieder anzunähern, kurzfristig erledigt.
Speaker 0: Groß waren sie ohnehin nicht gewesen, Doch wenn es ihr gelungen wäre, ihn wenigstens in ein unbedeutendes Gespräch zu verwickeln, während sie auf plüschigen Sesseln sitzend an Ananaskonfekt knapperten, wäre selbst das ein Fortschritt gewesen.
Speaker 0: Nie war ihr jemand untergekommen, der dermaßen misstrauisch verschlossen und vor allem nachtragend war.
Speaker 0: Oder halt doch, Snape der Älteren natürlich.
Speaker 0: Jean hoffte aus ganzem Herzen, dass sie in zwanzig Jahren anders sein würde als ihr Pubertäres selbst.
Speaker 0: Das Leben war doch dazu da, an ihm zu reifen, zu lernen, sich zu verändern und alte, unpassende heute abzustreifen, wie Schlangen es taten, um den darunter liegenden neuen Glanz zu präsentieren.
Speaker 0: Cerurus jedoch wirkte mit jedem neuen Tag auf sie wie eine kleinere Ausgabe seines Alten selbst, unabänderlich nicht beizukommen.
Speaker 0: Es stimmte sie traurig.
Speaker 0: Cerurus kehrte nach ihr ins Lacons Räumlichkeiten zurück und setzte sich soweit von ihr entfernt hin wie möglich.
Speaker 0: Er machte ebenfalls keinen Versuch mehr, sich an Lilly zu wenden.
Speaker 0: Diese war jedoch noch immer in ein angeregtes Gespräch mit Sirius vertieft.
Speaker 0: Als Remus, der im Sesselleben seinem Freund gesessen hatte, sich erhob und zum Tisch hinüber ging, um sich noch etwas zu essen zu holen, nutzte Jean die Chance und glitt auf seinen Platz.
Speaker 0: Sirius war für einen kurzen, irritierten Blick zu, hörte auf zu reden und augenblicklich fühlte sie sich wie ein Fremdkörper.
Speaker 0: Lilly rettete jedoch die Situation, indem sie unverdrossen weiter plauderte.
Speaker 0: Jean war sich sicher, dass die beiden gerade noch über etwas völlig anderes geredet hatten, war Lilly jedoch dankbar, dass sie in das neue Gespräch mit einwand.
Speaker 0: Wann immer Jean ihre Meinung über etwas kund hat, schien Serious ganz genau zuzuhören.
Speaker 0: Irgendwann landeten sie beim Thema Austauschschüler aus Durmstrang.
Speaker 0: Sie bemühten sich, ihre Stimmen leise zu halten, da ja auch ein paar Slytherins anwesend waren.
Speaker 0: Ich finde, es prinzipiell gut, dass Dumbledore an den alten Verbindungen zwischen den Schulen festhält, meinte Sirius irgendwann.
Speaker 0: Doch ich habe nun schon es öfteren und aus verschiedenen Quellen erfahren, dass Voldemort seine Finger nach Durmstrang austrägt.
Speaker 0: Ich habe gehört, dass er vor ein paar Jahren hierher zurückgekommen ist, um Dumbledore zu bitten, ihn das Fachverteidigung gegen die dunklen Künste unterrichten zu lassen.
Speaker 0: Ja, das ist allgemein bekannt, stimmte Lily ihm zu.
Speaker 0: Wahrscheinlich hatte er aber nicht darum gebeten, sondern es verlangt.
Speaker 0: Und dass er eine Verbindung zu DOOM-Strang aufbauen will, davon war erst heute Morgen im Tagesproveten wieder die Rede.
Speaker 0: Jean neckte vorsichtig.
Speaker 0: «Mist raus zu den Austauschschülern etwa?« fragte sie an Sirius gewandt.
Speaker 0: Der blickte sie unverholen an.
Speaker 0: «Ich misstraue jeden, dessen Vergangenheit ich nicht nachverziehen kann.» Was eine eindeutige Warnung an Jean selbst implizierte, doch sie beschloss nicht darauf einzugehen.
Speaker 0: Nun, dass jemand wie Prydeka oder Boris Buzowski in ein Spion für Voldemort ist, halte ich nicht für völlig ausgeschlossen, aber für ein bisschen weit hergeholt.
Speaker 0: Trotzdem wäre ich dafür, dass das Austauschprogramm Ende des Schuljahres eingestellt, bzw.
Speaker 0: bis auf Weiteres unterbrochen wird.
Speaker 0: Die diplomatischen Beziehungen zwischen den europäischen Ländern werden immer schlechter, und wenn es Voldemort eines Tages gelingt, seinen Einfluss in Durmstrang gelten zu machen, wird Dumbledore sich zurückziehen müssen.
Speaker 0: Serious redete so eloquent wie immer, wie er es auch im Unterricht hat.
Speaker 0: «Meinst du, er will nur versuchen, Schuldirektor in Doomstrang zu werden?« fragte Lily, als Äquivalenz zu Dumbledore sozusagen.
Speaker 0: Serious lachte ein wenig heimisch auf.
Speaker 0: «Vor zehn Jahren vielleicht.
Speaker 0: Die Idee vom Lehrer da sein, hat der doch längst hinter sich gelassen.
Speaker 0: Als Schüler hat er zu Dumbledore aufgesehen, auch später noch.
Speaker 0: Doch indem der ihn ablehnte, hat er sich ihn zum offenen Feind gemacht.
Speaker 0: Würdest du nicht gern von einem wie Voldemort unterrichtet werden?
Speaker 0: Die Frage, die Jean Anne-Zerys richtete, war als Scherz gemeint gewesen, doch der junge Statte sie nur kalt an und enttielt sich eine Antwort.
Speaker 0: Lilly reusperte sich und versuchte das Gespräch geschickt, wieder in ruhigere Fahrwasser zu lenken.
Speaker 0: Derweil war Remus vom Befehl zurückgekommen und hatte sich in dem Sessel neben Jean, der gerade frei geworden war, niedergelassen.
Speaker 0: Was ist das denn, fragte diese mit leicht angewiderten Blick auf Remus Teller.
Speaker 0: Steak?
Speaker 0: fragte der Besitzer des Tellers mit leicht hochgezogene Augenbraue zurück.
Speaker 0: Gibt's vielleicht noch etwas blutiger?
Speaker 0: Die wässrige rote Flüssigkeit, die sich um das Stück Fleisch herumsammelte, als Remus mit Messer und Gabel hineinsteig, verursachte leicht die Übelkeit in ihr.
Speaker 0: Ja, erwietete Remus schlicht.
Speaker 0: Es geht noch blutiger.
Speaker 0: Er wandte sich demonstrativ ab und bearbeitete sein Essen wüst mit seinem Besteck.
Speaker 0: Remus hat eine Schwäche für kurz gebratenes, sagte Lily Grinsend, doch Serious verzog das Gesicht.
Speaker 0: Das ist so schlimm daran, wenn er es genau so am liebsten mag, fuhr er Jean an, ich kommentiere es ja auch nicht, wenn du dir hoffenweise süßkram auf den Teller letzt.
Speaker 0: Was ich ja wohl auch nicht tue, murmelte Jean ertappt.
Speaker 0: Warum wurde Serious bei einem so belanglosen Thema so unleidlich?
Speaker 0: Tust du wohl, beharte Serious, offenbar hatte er sie beobachtet.
Speaker 0: Und das Stimmte musste sie rückblickend feststellen, In den ersten Tagen, eben für sie neuen Hogwarts, hatte Jean vor Heimweh kaum Essen können und merklich an Gewicht verloren.
Speaker 0: Heute jedoch war so ein Tag, an dem sie vom Nachtisch nicht genug Katte bekommen können und selbst jetzt, da das eigentliche Abendessen beendet war, bediente sie sich noch immer großzügig an den Konfektschachteln, die Professor Slakorn herumreichte.
Speaker 0: Lilith hat wirklich ihr Bestes, um die Situation nicht entgleisen zu lassen.
Speaker 0: Trotzdem, Jean ist für besser, wenn sie sich zurückzog.
Speaker 0: Was hatte sie denn gesagt?
Speaker 0: Überhaupt nichts Schlimmes.
Speaker 0: Und Remus hatte sich doch auch gar nicht angegriffen gefühlt, oder?
Speaker 0: Bis auf die Tatsache, dass er sich weggedreht hatte, um ihr den Anblick, wie er sein blutiges Stück Fleisch verzehrte, zu ersparen.
Speaker 0: Warum hatte Sirius ihm gegenüber diesen seltsamen Beschützer Instinkt?
Speaker 0: Remus war nicht auf den Mund gefallen, das wusste Jean seit dem allerersten Tag im Krankenflügel, als die beiden sich ziemlich gefetzt hatten.
Speaker 0: Sie sah sich nach Severus um, doch der redete mit dem kleinen Regulus seinem Hausgenossen.
Speaker 0: Serious tat so, als wäre es ihm egal, dass sein Bruder sich mit dem von ihm verhassten Schniefeluss unterhielt.
Speaker 0: Er ignorierte den Jungen ohnehin ständig.
Speaker 0: Doch Jean wurde das Gefühl nicht los, dass der Anblick der beiden zusammengesteckten dunklen Haarschöpfe den Gryffindor erboßte.
Speaker 0: Im Gegenzug schien Serious es zu genießen, sozusagen vor Serious NASA auf dessen Bruder einzureden.
Speaker 0: Es würde den älteren Sicher brennend interessieren, was gesprochen wurde.
Speaker 0: oder ob Cerys auf gewisse Art und Weise Einfluss auf den kleinen Jungen nahm.
Speaker 0: Rein äußerlich jedoch war Cerys nichts anzumerken.
Speaker 0: Trotzdem hatte Jean das Gefühl, als würden eisige Schwingungen den Raum von rechts nach links durchziehen.
Speaker 0: Der gesellige Abend neigte sich dem Ende zu.
Speaker 0: Um kurz vor zehn nahmen die Gäste ihre Umhänge von der Garderobe im Büro des Professors und verabschiedeten sich.
Speaker 0: Cerys und Remus waren die Ersten, die nach einer kurzen Dankesbekundung in den Flur hinaus stürmten, und sie warteten auch nicht auf Lily und Jean, um mit ihren Mitschülerinnen gemeinsam hoch in den Gryffindor Turm zu gehen, sondern rannten einfach den Gang entlang und außer Sicht.
Speaker 0: Das selbe galt für Cereals, der nur ein paar Schritte bis zur nächsten Abzweigung brauchte, wo er nach rechts erbog und weiter in die Kerker zum Gemeinschaftsraum des Litteransleaf, der junge Black, ihm auf den Fersen folgend.
Speaker 0: Lily verabschiedete sich ausgesprochen höflich vom Tränkemeister und bedankte sich für den schönen und informativen Abend des gute Essen und so weiter und so fort.
Speaker 0: Jean behauptete ebenfalls, eine gute Zeit gehabt zu haben, was natürlich nicht stimmte, und sie musste wieder an Cerurus' Behauptung von vorhin denken, als er meinte, sie rede Lily nach dem Mund.
Speaker 0: Pch, sollte er das doch ruhig denken.
Speaker 0: Ein Glück ist morgen Sonntag, sagte Lily Gennet, als sie die Eingangshalle durchquerten und auf die breite Marmottreppe zusteuerten.
Speaker 0: Jean war in Gedanken noch immer bei dem Themen des Abends.
Speaker 0: Ist es dir schwergefallen, Cerurus zu ignorieren, wollte sie von ihrer Freundin wissen.
Speaker 0: Lilly säufzte leicht.
Speaker 0: Ein bisschen schon, irgendwie tut er mir immer noch leid.
Speaker 0: Aber ich bin entschlossen, das durchzuziehen, also nicht mit ihm zu reden, bis er zu vernünft kommt, meine ich.
Speaker 0: Da kannst du unter Umständen lange warten, gab Jean zu bedenken.
Speaker 0: Eine politische Gesinnung, die man an sich einmal angelegt hat, legt man nicht so schnell wieder ab, wenn man wirklich von ihr überzeugt ist.
Speaker 0: Das ist es ja eben, meinte Lilly und schüttelte bekümmert den Kopf.
Speaker 0: Was das betrifft, kann ich selbst nicht so ganz ernst nehmen.
Speaker 0: Er ist nämlich Dumbledore noch immer ausgesprochen zugewandt.
Speaker 0: Wie kann das sein, dass er gleichzeitig du weißt, schon wie ihn gut findet?
Speaker 0: Wenn man wirklich auf der Seite des Dunklen Lords steht, dann verbietet es sich, andere neben ihm zu haben, die man, naja, ich sag mal bewundert.
Speaker 0: Bekennt man sich zum Dunklen Lord, schließt man damit Dumbledore aus und umgekehrt.
Speaker 0: Klar, Self kritisiert mittlerweile viele von Dumbledos Entscheidungen, doch ich weiß einfach, dass er ihm noch immer zugenägt ist.
Speaker 0: Ich weiß es!
Speaker 0: Störig und mit eng zusammengezogenen Augenbrauen stapfte Lilly voran, Jean immer zwei Schritte hinter ihr.
Speaker 0: Und glaubst du, Sirius, was er über Voldemort sagt?
Speaker 0: Ich weiß echt nicht, was du gegen ihn hast.
Speaker 0: Lilly war stehen geblieben, hatte sich umgedreht und sah Jean jetzt im Fackelschein direkt in die Augen.
Speaker 0: Sirius hasst Voldemort.
Speaker 0: Er informiert sich über jede seiner Bewegungen.
Speaker 0: Mir hatte anvertraut, dass er sehr beunruhigt ist.
Speaker 0: Das er glaubt, er werde irgendwann zu einem offenen Krieg kommen, wenn es so weitergeht.
Speaker 0: und dass dann jeder seine Seite wählen müsste.
Speaker 0: Stell dir das bloß vor!
Speaker 0: Was, wenn Seth in dem Fall tatsächlich Voldemort wählen würde?
Speaker 0: Das wäre das Ende unserer Freundschaft!
Speaker 0: Lely begann wieder zu laufen, noch schneller jetzt, Jean kam kaum mit ihr mit.
Speaker 0: Tja, das war es wohl gewesen, was letztendlich passiert war, dachte sie.
Speaker 0: Doch nicht nur Cerberus hatte sich für Voldemort entschieden, sondern auch Serious.
Speaker 0: Lely war dabei, einen fatalen Irrtum aufzusetzen, dem Falschen zu vertrauen.
Speaker 0: Und sie, Jean, durfte nichts sagen, keinen einzigen Ton.
Speaker 0: Ich kann mir nicht vorstellen, selbst so zu verlieren, meinte Lilly fast schon ein wenig verzweifelt.
Speaker 0: Und Serious meint, er selbst würde nicht richtig zu James durchdringen, weil der nur Quidditch im Kopf hätte und nichts sonst.
Speaker 0: Wir beide haben uns heute Abend ein wenig unsere Herzen ausgeschüttet.
Speaker 0: Bis ich daherkam, sagte Jean prompt.
Speaker 0: Na ja, gab Lilly zurück, du würdest doch auch nicht über solche sensiblen Dinge reden, wenn... Wenn sich plötzlich jemand dazu setzt, den du nicht leiden kannst, meinst du?
Speaker 0: Sirius ist halt extrem misstrauisch.
Speaker 0: Da ist er nicht der Einzige.
Speaker 0: Dein Freund, Seth.
Speaker 0: Du schenst dich ja sehr, um ihn zu bemühen.
Speaker 0: Lilly klang plötzlich defensiv.
Speaker 0: Na ja, er ist dein bester Freund und man möchte doch schließlich mit den Freunden einer Person, mit der man sich ebenfalls befreundet hat, klarkommen oder etwa nicht.
Speaker 0: Warum klang Lilly plötzlich so komisch?
Speaker 0: Seth und ich sind auf dem Weg auseinander zu driften, stellte Lilly klar.
Speaker 0: Und ich habe das Gefühl, dass Je weiter wir uns voneinander entfernen, du, diejenige bist, die einen Schritt mehr auf ihn zugeht.
Speaker 0: Und du sagst es mir noch nicht mal.
Speaker 0: Was meinst du damit?
Speaker 0: Jean war ehrlich gesagt erschrocken.
Speaker 0: Ihr habt euch doch vorhin wieder miteinander unterhalten oder etwa nicht, fragte Lily Kühl, auf den Gang in Richtung der Toiletten.
Speaker 0: Woher weiß sie das, dachte Jean.
Speaker 0: Und was ist schon dabei, sagte sie verärgert.
Speaker 0: Ich hätte es dir schon erzählt, zumal er wieder nicht sehr nett zu mir war.
Speaker 0: Woher weißt du überhaupt, dass wir miteinander geredet haben?
Speaker 0: Severus selbst konnte es ihr nicht erzählt haben, die zwei hatten kein Wort miteinander geredet an diesem Abend.
Speaker 0: We're leaving to up.
Speaker 0: Ist doch egal.
Speaker 0: Bist du deswegen sauer?
Speaker 0: wollte Jean wissen.
Speaker 0: Und wenn ja, warum genau?
Speaker 0: Die Treppenabschnitte, die stets die Richtung wechselten, hatten es an diesem Abend gut mit ihnen gemeint, und so waren sie mittlerweile im siebten Stock angekommen.
Speaker 0: Das Portrait der fette Dame kam in Sicht.
Speaker 0: Die Frau darin lehnte leise Schnarchen an ihrem Rahmen und schien die beiden Mädchen, die langsam aber sicher in eine Art Streitgespräch hineinrutschen, nicht zu bemerken.
Speaker 0: Zumindest rührte sie sich nicht, außer dass sich ihre Brust sachte, hob und senkte.
Speaker 0: Memento Mori, sagte Lily deutlich in Richtung des Porträts.
Speaker 0: Die fette Dame reagierte nicht.
Speaker 0: Vielleicht fand sie die Konversation viel zu spannend und wollte weiter lauschen.
Speaker 0: Antworte mir, beharte Jean.
Speaker 0: Bist du eifersüchtig, wenn ich mich mit deinem besten Freund Oh, Verzeihung, deinem ehemals besten Freund unterhalte?
Speaker 0: Darf ich dich daran erinnern, dass ich außer dir niemanden habe, der mir wohlgesinnt ist?
Speaker 0: Nicht, seitdem dieses bescheuerte Holunderhexengerücht aufgekommen ist.
Speaker 0: Außer dem mag's Severus mich nicht mal.
Speaker 0: Serious kann mich auch nicht leiden.
Speaker 0: Mary und Prüa haben sich von mir abgewandt und Bredika redet sowieso nur mit ihren Durmstrangkompaninen.
Speaker 0: Abgesehen von Remus und dir hab ich absolut niemanden.
Speaker 0: Und an die fette Dame gewandt, sagte sie Brust, Memento Mori, verdammt, wachen sie endlich auf!
Speaker 0: Jean war wütend und fasste sich unter ihrem Umhang an die Hüfte, wo normalerweise ihr Zauberstab in der Innentasche des Umhangs steckte.
Speaker 0: Doch sie fasste ins Leere.
Speaker 0: Kapitel Achtzig.
Speaker 0: Gleichung mit einer Unbekannten.
Speaker 0: Was ist denn los, fragte Lily Zögand, als Jean hektisch in den Innentaschen ihres Umhangs herumzuwühlen begann.
Speaker 0: Was los ist?
Speaker 0: fauchte Jean und stapfte wütend mit dem Fuß auf.
Speaker 0: Ein Geräusch, das von den Steinwänden ringsum einmal mehr durch den ganzen Flur geworfen wurde, bevor es als Echo weder zu ihnen zurückfand.
Speaker 0: «Jemand hat mir meinen Zauberstab geklaut, das ist los!».
Speaker 0: «Mensch, Chin, jetzt reiß dich mal zusammen!».
Speaker 0: Auch Lilly war mittlerweile ziemlich verärgert.
Speaker 0: «Du bist einfach nur um noch Misstrauisch, da ist es kein Wunder, wenn alle anderen dir skeptisch gegenüberstehen.
Speaker 0: Wahrscheinlich ist er dir einfach nur aus der Tasche gefallen, was mir übrigens dauernd passiert, weil meine Innentasche nicht tief genug für meinen Zauberstab ist.
Speaker 0: Ach interessant, schnaubte Jean.
Speaker 0: Mir wirfst du mein Arkwohn vor und bei Serious findest du das ganz normal und selbstverständlich?
Speaker 0: Und was meinen Zauberstab angeht, kann der eben nicht einfach aus der Tasche rausgefallen sein.
Speaker 0: Ich hatte das Problem mit der Tiefe der Taschen nämlich früher auch und habe deshalb diesmal bei Madame Malkins darauf geachtet, dass mein neuer Zauberstab perfekt hineinpasst.
Speaker 0: Davon abgesehen hing mein Umhang während des Essens die ganze Zeit an der Garderobe von Slakons Büro.
Speaker 0: Und da wir früh angekommen sind, hängen mein und dein Umhang auch ganz unten.
Speaker 0: Die, die später eintrafen, haben ihre Sachen einfach darüber gehängt.
Speaker 0: Du warst aber doch mal auf der Toilette.
Speaker 0: Hast du ihn da nicht übergeworfen?
Speaker 0: Nein, aber angestringt dachte G nach.
Speaker 0: Was aber?
Speaker 0: Cerobus hat was über meinen Zauberstab gesagt, als wir uns auf den Gang begegnet sind.
Speaker 0: Und?
Speaker 0: Meinst du, er hat ihn mitgenommen?
Speaker 0: Lily kaut er auf der Innenseite ihrer Wange herum, an Zeichen, dass sie intensiv nachdachte.
Speaker 0: Du kennst ihn besser als ich.
Speaker 0: Ist es ihm zuzutrauen, dass er sich am Eigentum anderer Leute vergreift?
Speaker 0: Weiß nicht, Lilisa Jean ratlos an.
Speaker 0: Bis vor ein paar Monaten hätte ich gesagt, nein, auf gar keinen Fall.
Speaker 0: Aber manchmal denke ich, ich kenne Seth nicht mehr.
Speaker 0: Die fette Dame regte sich endlich, sie gähnte übertrieben laut, regte und streckte sich.
Speaker 0: Schwer zu sagen, ob sie nur so getan hatte, als ob sie schliefe.
Speaker 0: Ihre Harpracht war auf Lockenwickler gedreht.
Speaker 0: Ich werde wohl Professor McGonig, über ihr zu spät kommen, in Kenntnis setzen müssen.
Speaker 0: Wir haben eine Sondergenehmigung, meinte Lilly gereizt.
Speaker 0: Ich bin im Slug-Club.
Speaker 0: Im Slug-Club, so so?
Speaker 0: Dann sind wir damit wohl was Besseres, entgegnete die fette Dame mit beißendem Spott.
Speaker 0: So, Jung, und schon tragen sie die Nasen so hoch.
Speaker 0: Lassen sie uns einfach nur rein, gab Lilly Augenrollen zurück.
Speaker 0: Mein Bedarf an Drama für heute ist gedeckt.
Speaker 0: Das Portrait schwang zur Seite.
Speaker 0: Offenbar und zu Lilis und Jeans Glück war die fette Dame nicht in der Stimmung zu diskutieren.
Speaker 0: Im Aufenthaltsraum saßen noch immer einige Gryffindors, wenn auch nur aus den höheren Jahrgängen.
Speaker 0: Von den Rumtreibern war keiner zu sehen.
Speaker 0: Wahrscheinlich hatten Sirius und Remus, Peter und James abgeholt und machen schon wieder die Schlossgründe unsicher.
Speaker 0: Sirius könnte ihn genommen haben, blisterte Jean, als sie die Wendeltreppe zu den Schlafzellen der Mädchen empor stiegen.
Speaker 0: Er ist sehr interessiert an meinem Zauberstab, habe ich mehr als einmal gehört.
Speaker 0: Du hast dich ziemlich auf ihn eingeschossen, oder?
Speaker 0: Lily blieb unvermittelt mitten auf der Treppe stehen und sah auf Jean, die hinter ihr ging, herunter.
Speaker 0: Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass er es war.
Speaker 0: Ich habe mich mehr oder weniger den ganzen Abend mit ihm unterhalten und war auch nicht auf der Toilette.
Speaker 0: Er auch nicht.
Speaker 0: Aber hattest du ihn denn auch den ganzen Abend im Blick, hakte Jean nach.
Speaker 0: Du musst dich nur mal einen Augenblick rumgedreht haben und Viree muss noch mal beim Essen bedient haben.
Speaker 0: Kannst du deine Hand dafür ins Feuer legen, dass er den Raum nicht verlassen hat?
Speaker 0: Lilly dachte einen Moment nach, dann drehte sie Jean den Rücken zu und stapfte weiter die Treppe hinauf.
Speaker 0: Nein, kann ich nicht.
Speaker 0: Aber ich wüsste noch jemand anderen, der in Frage käme.
Speaker 0: Wen?
Speaker 0: Und plötzlich fiel es Jean ein.
Speaker 0: Verflucht, dieser Keen!
Speaker 0: Der Idiot hat mich sogar die ganze Zeit wegen des Stabes genervt.
Speaker 0: Er wollte ihn mal sehen, bla bla bla.
Speaker 0: Ich sagte, dass ich keine Lust hätte, ihn zu holen und dass alle ihn bloß immer anglotzen wollen.
Speaker 0: Er sehe auch nicht irgendwie besonders aus, doch der Typ ist immer weiter auf dem Thema herumgeritten und irgendwann hatte ich dann die Nase voll von ihm und bin zu euch rübergekommen.
Speaker 0: Dann hast du ja nun drei Kandidaten, herzlichen Glückwunsch.
Speaker 0: Sie standen jetzt vor der Tür zu ihrem eigenen Schlafsaal.
Speaker 0: Heute Abend kannst du nichts mehr ausrichten und ich bin auch echt erledigt.
Speaker 0: Hier scheint es ja ziemlich egal zu sein, dass einer unserer Mitschüler ein dreiste Dieb ist, sagte Jean Bissig.
Speaker 0: Sie wusste, dass Lily nichts dafür konnte, was passiert war, doch sie war in einer Stimmung, wo sie kein gutes Haar an niemanden lassen konnte.
Speaker 0: Lily stöhnte leise auf.
Speaker 0: Wahrscheinlich will dich nur jemand ärgern oder den Stab genauer unter die Lupe nehmen, ohne dich darum bitten zu müssen, ihn herauszurücken.
Speaker 0: Entschuldige, meine Genärfte hat, aber wir sollten einfach eine Nacht darüber schlafen.
Speaker 0: Vielleicht hast du ihn ja schon morgen wieder zurück.
Speaker 0: Weil ein übereifriger Hauself ihn mir ans Fußende meines Bettes legen wird, brummte Jean jedoch so leise, dass ihre Freundin es nicht hören konnte.
Speaker 0: Lilly öffnete leise die Tür zum Schlafsaal und die beiden Mädchen schlichen sich auf zehn Spitzen zu ihren Betten, wo sie sich im Schein von Lilis erleuchteter Zauberstabspitze auszogen und unter die Decken hüpften.
Speaker 0: An diesem Abend redeten sie nicht mehr miteinander.
Speaker 0: In der Nacht wälzte Jean sich mehr im Bett herum, als dass sie schlief.
Speaker 0: Während draußen die Herbststürmer die letzten Blätter von den Bäumen fegten.
Speaker 0: Sie war sich hundertprozentig sicher, dass ihr Zauberstab nicht während des allgemeinen Aufbruchs aus ihrer Tasche gefallen war und womöglich jetzt noch ins Lakons Büro lag.
Speaker 0: Nichtsdestotrotz würde sie den Professor am folgenden Tag danach fragen.
Speaker 0: Nein, jemand hatte sich das Stabes bemächtigt.
Speaker 0: Ein Feiger Dieb war in einem unbemerken Augenblick, wahrscheinlich, als sie auf dem Klo gewesen war, In den Nebenraum gegangen und hatte die Taschen ihres Umhangs gezielt, danach durchwühlt.
Speaker 0: Jean war nicht die einzige gewesen, die ihr bestes Stück abgegeben hatte.
Speaker 0: Nein, der Hauslehrer des Litterins hatte all seine Gäste dazu aufgefordert, ihre Zaubersterbe in seinem Büro zurückzulassen.
Speaker 0: Bei unseren Diskussionen geht es mitunter ziemlich hoch her, hatte er mit einem Augenzwinkern zu Jean und den anderen Neuankömmlingen gesagt, die zum ersten Mal eingeladen worden waren.
Speaker 0: Und wir wollen doch nicht, dass das im Eifer das Gefechts zu Unfällen
Speaker 0: kommt.".
Speaker 0: Um kurz vor sechs quälte Jean sich schließlich aus dem Bett.
Speaker 0: Sie hielt es dort nicht länger aus, obwohl ihr schwindlich war vor lauter Müdigkeit.
Speaker 0: Gern hätte sie geduscht, doch das Geräusch, das auf sie niederprasselnden Wassers hätte sich am mindestens eines der anderen Mädchen geweckt, also verzichtete sie darauf.
Speaker 0: Da sie keinen Zauberstab hatte, musste sie sich im Dunkeln ankleiden, die Nacht stand noch immer schwarz und still vor den Fenstern.
Speaker 0: Die Sonne würde erst um ca.
Speaker 0: acht Uhr aufgehen.
Speaker 0: Niemand begegnete ihr, als sie die Wendeltreppe herunter und durch den Aufentatzraum ging.
Speaker 0: Und auch auf den Gängen war kein menschliches Wesen in Sicht.
Speaker 0: Ein paar Mal meinte Jean bleulich silbrige Silhouetten in der Ferne wahrzunehmen, Geister, die noch unterwegs waren.
Speaker 0: So früh, weil sie seit ihrer Ankunft im Schlausten nicht mehr umhergewandert.
Speaker 0: Sie hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, samstags und sonntags morgens früh aufzustehen, Doch dies hier war arg an der Schmerzgrenze.
Speaker 0: Jean beschloss, sich einen starken schwarzen Tee zu machen, bevor sie irgendetwas anderes tat.
Speaker 0: Bevor sie sich einen Schlachtplan zurechtlegte, wie sie ihren entwendeten Zauberstab zurückbekommen konnte.
Speaker 0: Doch zu ihrer großen Überraschung war sie nicht die erste in der großen Halle.
Speaker 0: Wenn sie zu dieser frühen Stunde mit jemand anderem gerechnet hätte, dann mit Cervus oder Remus Lupin, die zwei Jungs waren echte Frühaufsteher.
Speaker 0: Doch die Person, die über eine Müsli-Schale gebeugt am dritten Tisch von links Ravenclaw saß, war eindeutig weiblich.
Speaker 0: Sie war von zierlicher Gestalt und hat der mittelbraunes, gewähltes Haar, das je bis auf die Schultern bzw.
Speaker 0: den Schal, der in den Farben ihres Hauses, also Bronze und Blau, gehalten war, viel.
Speaker 0: Soweit Jean das auf die Entfernung beurteilen konnte, hatte sie außergewöhnlich dunkle Augen.
Speaker 0: Und mit diesen startete sie Jean neugierig an, als diese auf dem Weg zum Tisch der Gryffindors an ihr vorbei lief.
Speaker 0: – Guten Morgen, größte Jean.
Speaker 0: höflich, und ihr Gruß wurde ebenso höflich erwidert.
Speaker 0: Seltsam.
Speaker 0: Hatte sie dieses Mädchen nicht schon einmal irgendwo gesehen?
Speaker 0: Jedoch noch nie zuvor hier in der großen Halle, da war sie sich sicher.
Speaker 0: Diese Tatsache erschien ihr mehr als seltsam, denn sie schätzte die braunhaarige als ungefähr gleichaltrig ein, kannte jedoch mittlerweile den gesamten dritten Jahrgang mit Vor- und Zunahmen.
Speaker 0: Dieses Mädchen jedoch Zu ihm war Jean auf Anhieb gar kein Name eingefallen.
Speaker 0: Die unbekannte lächelte sie an.
Speaker 0: Ich hatte gar nicht damit gerechnet, so früh hier schon jemanden zu treffen.
Speaker 0: Ja, sagen wir mal, ich auch nicht.
Speaker 0: Jean lächelte zurück.
Speaker 0: Ich habe schon besser geschlafen.
Speaker 0: Am Vollmond kann es nicht liegen, bis dahin ist es noch über eine Woche hin.
Speaker 0: Das Mädchen hatte wirklich schöne, dunkelbraune Augen, dunkler noch als ihre Haare.
Speaker 0: Und sie blickte Jean mindestens so interessiert an wie Jean sie.
Speaker 0: Tut mir leid, ich stehe vollkommen auf dem Schlauch.
Speaker 0: Ich hab dich hier noch nie gesehen.
Speaker 0: Du musst dich nicht wundern, ich bin relativ neu in Hogwarts, erwiderte Jean.
Speaker 0: Noch keine drei Wochen bin ich hier.
Speaker 0: Und hab schon meinen Ruf weg, fügte sie in Gedanken hinzu.
Speaker 0: Ah, wie gut!
Speaker 0: Das Mädchen legte sich eine Hand auf die Brust und lächelte befreit auf.
Speaker 0: Und ich dachte schon, ich hätte Probleme mit meinem Langzeitgedächtnis.
Speaker 0: Ich bin Ende der Sommerferien ziemlich krank geworden und durfte erst jetzt wieder unter Leute.
Speaker 0: Wenn ich daran denke, wie viel ich verpasst habe, wird mir ganz schlecht.
Speaker 0: Ich werde wahrscheinlich bis Ende des Jahres brauchen, bis ich alles aufgeholt habe.
Speaker 0: Woher kommst du so mitten im Schuljahr, wenn ich fragen darf?
Speaker 0: Jean zögerte.
Speaker 0: Krank geworden?
Speaker 0: Da klingelte etwas irgendwo tief in ihrem Inneren, doch sie kam nicht darauf, um was es genau dabei ging.
Speaker 0: Meine letzte Station, bevor ich hierher kam, war Box Barton, meinte sie zögern.
Speaker 0: Und?
Speaker 0: Kommst du im Unterricht einigermaßen mit, wollte die Dunkelhare gewissen.
Speaker 0: Ja, zum Glück habe ich einiges von dem, was wir in den letzten zwei Wochen gemacht haben, schon einmal woanders gehabt.
Speaker 0: Du Glückliche.
Speaker 0: Du bist also in der dritten Klasse?
Speaker 0: Das bin ich nämlich auch.
Speaker 0: Die andere strahlte sie an.
Speaker 0: Falls du zu viel versäumt hast, kann ich dir empfehlen, dich bei Lily Evans zu erkundigen, meinte Jean.
Speaker 0: Ich weiß ja nicht, ob Ravenclaw auch so viele Überflieger zu bieten hat.
Speaker 0: Wir haben ja kaum etwas mit euch zu tun.
Speaker 0: Aber sie ist wirklich gut immer klären, und ich habe sie immer gefragt, wenn ich etwas nicht sofort verstanden habe.
Speaker 0: Das Gesicht des Mädchens verschloss sich für einen winzigen Moment, dann jedoch nickte sie eifrig.
Speaker 0: Ja, Lilly kann super gut erklären, das stimmt.
Speaker 0: Du bist also bei ihr in Gryffindor?
Speaker 0: Oh, wie unhöflich ich bin, willst du dich nicht vielleicht zu mir setzen?
Speaker 0: Erfreuten am Jean ebenfalls am Ravenclaw-Tisch Platz.
Speaker 0: Es passiert ja nicht mehr oft, dass jemand so unvoreingenommen auf sie zuging, denn jetzt eilte ihr Ruf ihr stets voraus.
Speaker 0: Spätestens morgen früh Wenn der Unterricht wieder begangen, würde jemand diesem netten Mädchen stecken, wer Jean war.
Speaker 0: Eine Holunderhexe, nämlich, und dass man sich besser von ihr fernhielt.
Speaker 0: Noch hatte sie Zeit, ein bisschen schön Wetter zu machen.
Speaker 0: Vielleicht gab ihr gegenüber ja nicht allzu viel auf Gerüchte.
Speaker 0: Mein Name ist Jean Pearlman, sagte Jean, und streckte den Mädchen ihre Hand hin.
Speaker 0: Das Mädchen nahm sie und schüttelte sie überraschend fest.
Speaker 0: Schön dich kennenzulernen, Jean.
Speaker 0: Ich bin für Bö.
Speaker 0: Für Bö Taylor.
Speaker 0: Jean fass die Kindlade herunter.
Speaker 0: Sie musste wirklich völlig vernagelt sein, dass sie nicht gleich geschaltet hatte.
Speaker 0: Krankheit, Ravenclaw.
Speaker 0: Und warum ihr das Mädchen gleich so bekannt vorgekommen war, wusste sie jetzt auch wieder.
Speaker 0: Ihr Bild stand unten auf einer Kommode in Slakons Büro.
Speaker 0: Und sie war armen Arm mit Lilly darauf zu sehen.
Speaker 0: Lilly Evans, ehemals beste Freundin, war nach monatelange Abwesenheit wieder nach Hogwarts zurückgekehrt.
Speaker 0: Kapitel Eighty Plaudereien aus dem Nähkästchen.
Speaker 0: Für Bill musste Jean mit ihren intensiven Augen und meinte dann, nun, weißt du, wer ich bin, nicht wahr?
Speaker 0: Du hast von mir gehört.
Speaker 0: Jean fühlte wie ihre Wangen sich pink färbten.
Speaker 0: Ja, das habe ich, aber wenn es dich beruhigt, es war Lily selbst, die es mir erzählt hat.
Speaker 0: Ich habe nichts, äh, aufgeschnappt.
Speaker 0: Das Mädchen, ihr Gegenüber, nahm seine Tasse und sah lange hinein, so als würden sich Teblätter oder Kaffeeserzer in deren Boden befinden, die ihr die Zukunft weisen sollten.
Speaker 0: Nun, wenn du es eh schon weißt und mit Lilly befreundet bist, andernfalls hätte sie dir die Geschichte bestimmt nicht erzählt, kann ich ja ehrlich sein.
Speaker 0: Für Bö reckte das Kind und Sajin herausfordernd an.
Speaker 0: Ich war krank, das stimmt.
Speaker 0: Aber es war nicht die Grieselkretze.
Speaker 0: Das glaubt einem doch ohnehin keiner mehr.
Speaker 0: Die Leute schieben diese Krankheit seit Jahrzehnten schon vor, wenn sie sich wegen irgendwas aus dem Staub machen müssen.
Speaker 0: So wie ich.
Speaker 0: Jean schwieg und wies das Mädchen reden.
Speaker 0: Währenddessen nahm sie sich von dem warmen Toast, der gerade wie aus dem Nichts vor ihr auf dem Tisch erschienen war, und goss sich eine Tasse Tee ein.
Speaker 0: Sie war gespannt auf fürbös Geschichte und froh, zur Abwechslung mal nicht die Einzige zu sein, die Probleme hatte.
Speaker 0: Lilly hat ihr also erzählt, dass wir mal Küssen geübt haben.
Speaker 0: Vor Bös.
Speaker 0: Thun war verbindlich und keinesfalls beiläufig, während sie das sagte.
Speaker 0: Es war nichts dabei.
Speaker 0: Wir beide mögen Jungs.
Speaker 0: Doch als die anderen es herausgefunden haben, wurden wir beide richtig übel fertig gemacht.
Speaker 0: Ein paar von den Slytherin-Mädchen waren besonders schlimm und leider auch zwei meiner Klassenkameradinnen.
Speaker 0: Lily hatte mehr Glück.
Speaker 0: Mary und Prüa haben mit der Geschichte zwar auch nichts anfangen können, Doch sie sind keine so intoleranten Zicken wie die Mädchen in meinem Schlafsaal.
Speaker 0: Jedenfalls wurde ich nur noch gehänselt.
Speaker 0: Man hat mir Sachen nachgebrüllt, im Unterricht Zettel mit Obszynitäten zugesteckt.
Speaker 0: Normalerweise bin ich immer ein bisschen traurig, wenn die Sommerferien beginnen, denn ich liebe Hogwarts.
Speaker 0: Ich liebe Quidditch und kann es während des Sommers nicht spielen, weil ich allein mit meiner Mutter in einer winzigen Wohnung in Liverpool wohne.
Speaker 0: Dieses Mal jedoch konnte es gar nicht erwarten, von ihr wegzukommen.
Speaker 0: Ich habe Lily auch keines Blickes mehr gewürdigt.
Speaker 0: Sie und ich, wir hatten Zusammenhalten sollen, doch ich habe jeden Gesprächsversuch von ihr abgeblockt, weil ich Angst hatte, dass Gerede würde wieder anfangen.
Speaker 0: Das war Feige von mir, ich weiß, und es tut mir auch wahnsinnig leid.
Speaker 0: Als die Hälfte der Ferien hinter mir lag, musste ich jeden Tag daran denken, wie es wäre, wieder hierher zurückzukehren.
Speaker 0: Zwei Wochen vorher hatte ich dann einen regelrechten Zusammenbruch.
Speaker 0: Meine Mutter, die keine Hexe ist, war ziemlich überfordert.
Speaker 0: Trotzdem hat sie ein Dumbledore geschrieben und darum gebeten, ob ich nicht deine Auszeit nehmen könnte.
Speaker 0: Die hatte mir auch gewährt.
Speaker 0: Obwohl er von vornherein sagte, es sei besser, sich den Dingen zu stellen, dann wäre ich höchstwahrscheinlich schneller durch mit der ganzen Sache.
Speaker 0: Das sei die Bekannte meiner Mutter, hat die mit straffällig gewordenen Jugendlichen arbeitet genauso.
Speaker 0: Sie hat Psychologie studiert und sich intensiv um mich gekümmert.
Speaker 0: Je eher du zurückgehst, desto besser für dich, hat sie oft gesagt.
Speaker 0: Aber ich habe einfach meine Zeit gebraucht.
Speaker 0: Für Böhl goss ich ebenfalls frischen Tee ein.
Speaker 0: Komisch, dass ich mir die erste Person schnappe, die mir hier über den Weg läuft und dir gleich die intimsten Dinge anvertraue, sagte sie mit einem leisen Lachen.
Speaker 0: Doch genau das hat Sarah mir geraten.
Speaker 0: Ich soll er einfach zugeben, was war und mich dafür nicht schämen.
Speaker 0: Ich habe keinen Fehler gemacht, Lilly auch nicht.
Speaker 0: Und ich bewundere sie so sehr dafür, dass sie hier geblieben ist, während ich sie verstummte.
Speaker 0: Du hast das getan, was sich für dich in dem Moment am besten anfühlt.
Speaker 0: Behalte Jean zu sagen.
Speaker 0: Sie fanden für Bösverhalten sehr mutig und wollte ihr zeigen, wie sehr sie das zu schätzen wusste.
Speaker 0: Warte, bis du meine Geschichte hörst, sie ist recht ähnlich.
Speaker 0: Auch ich würde mich am liebsten manchmal verkriechen.
Speaker 0: Ich war immer eine Musterschülerin und wenn man über mich gelästert hat, dann aus dem Grund, dass ich strebehaft war und manche eben neidisch auf mein Wissen.
Speaker 0: Das, was ich seit kurz nach meiner Ankunft hier durchmache, ist mir auch völlig fremd.
Speaker 0: Und das nur, weil ich einen neuen Zauberstab habe und der zufälligerweise aus Hollunda ist.
Speaker 0: Für Bö zog die Stirnkraus.
Speaker 0: Ist das so was Besonderes?
Speaker 0: Ach ja, ich kenne das Märchen von den drei Brüdern.
Speaker 0: Darin spielt ein Zauberstab aus Holunderholz eine Rolle.
Speaker 0: Er soll sehr mächtig sein.
Speaker 0: Entspricht das der Wahrheit?
Speaker 0: Zumindest ist er sehr eigenwillig.
Speaker 0: Mächtig?
Speaker 0: Nun ja, ein paar Zauber sind mir besser gelungen als mit dem alten Stab.
Speaker 0: Aber manchmal tut er einfach nicht das, was ich von ihm will.
Speaker 0: Jean seufzte.
Speaker 0: Jedenfalls kam das Gerücht auf, ich würde alles Mögliche mit Jungs anstellen, weil Hexen, deren Zauberstab aus Hollunda ist, den Ruf einer... nun ja, Schlampe haben.
Speaker 0: Ups!
Speaker 0: Für Bö hit sich die flache Hand vor dem Mund.
Speaker 0: Das ist ja wirklich wie bei mir, sage ich doch.
Speaker 0: Neugierig beugte sich für Bö über den Tisch.
Speaker 0: Hast du ihn jetzt dabei?
Speaker 0: Das ist es ja, er ist weg.
Speaker 0: Jean hieb verzweifelt mit der Faust auf den Tisch, das ihr Tee fast überschwappte.
Speaker 0: Seit gestern Abend.
Speaker 0: Lily meint, er würde mir aus der Umhangtasche gefallen sein, doch ich bin mir ziemlich sicher, dass er gestohlen wurde.
Speaker 0: Warum?
Speaker 0: Für Bö sah sich nach etwas Essbarem um.
Speaker 0: Um ihn genauer zu untersuchen, um mich zu ärgern?
Speaker 0: Aber wie ist derjenige denn überhaupt an ihn herangekommen, fragte für Bö und angelte mit der Hand nach dem Brotkorb.
Speaker 0: Jean erzählte ihr von dem Essen bei Slughorn.
Speaker 0: Dann bist du also auch im Slugclub, wollte für Bö wissen.
Speaker 0: Ich weiß nicht.
Speaker 0: Wahrscheinlich war es nur eine einmalige Einladung und weil Slacorn wusste, dass ich mit Liebefreundet bin.
Speaker 0: Na ja, gut, auch er weiß über den Stabeschalt und war vielleicht auch neugierig.
Speaker 0: Obwohl ich mich gestern so gut wie gar nicht mit ihm unterhalten habe, was habe ich ein schlechtes Gewissen deswegen.
Speaker 0: Er war ein toller Gastgeber und ich habe das gar nicht genug gewürdigt.
Speaker 0: Für Bö drehte unschlüssig ein Stück Toast in der Hand, so als wäre sie sich noch nicht sicher, ob sie wirklich hineinbeißen sollte.
Speaker 0: Professor Slacorn ist nicht leicht einzuschätzen.
Speaker 0: Er redet gern und viel, doch manchmal hätte er einfach nur zu, was die anderen reden.
Speaker 0: Er muss dich zumindest interessant gefunden haben, sonst hätte er dich nicht eingeladen.
Speaker 0: Ja, bei seinen Einladungen müssen Zaubersteppe draußen bleiben, das war immer schon so.
Speaker 0: Und von dort ist dein Staubland verschwunden, aus seinem Büro?
Speaker 0: Jean nickt der Düster.
Speaker 0: Ja, und es gibt leider viel zu viele Anwärte auf den Titel.
Speaker 0: Leute, die Jean Pearlman das Leben schwer machen wollen.
Speaker 0: Schmunzeln bis für Böhne und doch noch in ihren Toast.
Speaker 0: nachdem sie ihn mit einem Klecks Himbeermarmelade bestrichen hatte.
Speaker 0: Lass mich raten.
Speaker 0: Cerurus Snape steht weit oben auf deiner Liste.
Speaker 0: Überrascht so jeansy an.
Speaker 0: Das tut er allerdings.
Speaker 0: Aber warum?
Speaker 0: Cerurus ist ein ziemlich misgünstiger bzw.
Speaker 0: eifersüchtiger Mensch.
Speaker 0: Ich glaube zwar nicht, dass er damals die Gerüchte um mich und Lily mit angeheizt hat, weil er seiner einzigen Freundin nicht schaden wollte, aber mich konnte er nie richtig leiden.
Speaker 0: In der ersten Klasse haben wir ein paar Mal versucht, zusammen etwas zu unternehmen, wie Kobolstein, Quidditch.
Speaker 0: Ich liebe Quidditch und einiges mehr.
Speaker 0: Aber ich fand ihn absolut kindisch.
Speaker 0: Es war ihn sogar unausstehlich.
Speaker 0: Als würde ich ihm Lilly wegnehmen wollen.
Speaker 0: Das ging einige Male gründlich schief.
Speaker 0: Dann wollte ich mit ihm nichts mehr zu tun haben.
Speaker 0: Kann ich voll verstehen, maumelte Jean.
Speaker 0: Und wer steht noch drauf auf deiner Liste?
Speaker 0: Jean wandt sich.
Speaker 0: Ich möchte wirklich keine neuen Gerüchte in die Welt setzen.
Speaker 0: Vielleicht reagiere ich ja über, genau wie Lilly sagt, und der Stab findet sich im Laufe des Tages wieder.
Speaker 0: Sollte das nicht der Fall sein, stelle ich dir die anderen Kandidaten gern auch noch vor.
Speaker 0: Das klingt vernünftig, für Bö grinste.
Speaker 0: Ich helfe dir übrigens gern bei der Suche.
Speaker 0: Dann kann ich gleich vorpreschen und alle möglichen Leute ansprechen, genau wie ich es mir vorgenommen habe, bevor sie die Zeit haben, sich über mich das Maul zu zerreißen.
Speaker 0: Das kannst du gerne tun, meinte Jean.
Speaker 0: Ich wollte heute Vormittag bei Slakon selbst anfangen, falls Lilly recht hat.
Speaker 0: und mir der Stab wirklich bloß aus der Tasche gefallen ist.
Speaker 0: Dann richte dich mal lieber auf morgen ein, beschied ihr für Bö.
Speaker 0: Professor Slakon's Sonntage sind ihm heilig.
Speaker 0: Er ist schon immer sauer, wenn er dann zu den Quidditch spielen muss, von wegen Anwesenheitspflicht.
Speaker 0: Ja, er gilt auch für die Lehrer.
Speaker 0: Apropos Quidditch, deshalb bin ich eigentlich so früh hier, ich habe den Nacht zugenommen.
Speaker 0: Sie kicherte.
Speaker 0: Wusstest du, dass der Hogwarts-Express auch nachts fährt?
Speaker 0: Ich war der einzige Fahrgast.
Speaker 0: Bestimmt hat Dumbledore das für mich arrangiert.
Speaker 0: Ich dachte, heute würde Slytherin gegen Hufflepuff spielen, doch ich habe mich vertan.
Speaker 0: Das Spiel ist erst in zwei Wochen.
Speaker 0: Ich muss es mir falsch aufgeschrieben haben.
Speaker 0: Für Bö machte ein zacknisches Gesicht.
Speaker 0: Aber darauf hat Bumble da mich natürlich nicht aufmerksam gemacht.
Speaker 0: Wahrscheinlich wollte er dich einfach möglichst schnell wieder hier haben, Gabb Jean zu bedenken.
Speaker 0: Spielst du in der Hausmannschaft von Ravenclaw?
Speaker 0: Nein.
Speaker 0: Noch bin ich Ersatzspielerin.
Speaker 0: Ich musste das Besenfliegen hier in Hogwarts ja erst lernen.
Speaker 0: Und da ich unmittelbar nach den Ferien gefehlt habe, Habe ich die interne Qualifikation für die Hausmannschaft verpasst?
Speaker 0: Naja, dann vielleicht nächstes Jahr.
Speaker 0: Die beiden Mädchen wandten sich ihrem Frühstück zu.
Speaker 0: Nach und nach trafen auch andere Schüler in der großen Halle hinein.
Speaker 0: Unter ihnen, wie sollte es auch anders sein, Sarah Snape?
Speaker 0: Er setzte sich an seinen angestammten Platz am Tisch des Litterins und startete zu ihnen herüber, etwas, worüber für Bö, die ihm gegenüber saß, Jean unauffällig hinwies.
Speaker 0: Anscheinend jedoch nickte er ihr zum Gruß zu.
Speaker 0: Jean dagegen konnte sich nicht dazu aufrafen, auch nur den Kopf in seine Richtung zu drehen.
Speaker 0: Sie würde warten, bis er fertig gefrühstückt hatte und ihn dann damit konfrontieren, dass ihr Zauberstab verschwunden war.
Speaker 0: Dass er eine der Hauptverdächtigen war, darauf würde Snapeganz von selbst kommen.
Speaker 0: Sollte er erst mal in Ruhe frühstücken.
Speaker 0: Bevor er etwas zu sich genommen hatte, war einer wie er wahrscheinlich noch ungenießbarer als sonst schon.
Speaker 0: Mit Verbösrückern noch Hogwarts schien niemand mehr gerechnet zu haben.
Speaker 0: Ein paar von den Quiddish-Spielern kamen zu ihr, um sie zu begrüßen, und während sie miteinander redeten, sah sich Jean unauffällig nach Severus um.
Speaker 0: Der schickte sich gerade an, sich von der Bank zu erheben, also stand sie ebenfalls auf, entschuldigte sich bei ihrer Tischnachbarin und eilte zu dem Slytherin hinüber.
Speaker 0: «Tuch schon wieder, empfingert sie nase rümpfend.
Speaker 0: Dich wird man gar nicht mehr los, was?».
Speaker 0: Jean überging den Kommentar.
Speaker 0: Kannst du dir denken, warum wir ich mit dir reden will?
Speaker 0: fragte sie stattdessen.
Speaker 0: Nein, erklärte Severus kurz und bündig.
Speaker 0: Und ich würde es auch vorziehen, wenn du mich in Ruhe liest.
Speaker 0: Das kann ich leider nicht tun, zerstört Jean in übertrieben mit leidigen Ton.
Speaker 0: Mein Zauberstab ist verschwunden.
Speaker 0: Als wir gestern Abend runter in die Keller gingen, hatte ich ihn auch, das weiß ich genau.
Speaker 0: Aha, meinte der schwarzere Junge mit beiß in dem Spott.
Speaker 0: Und da hast du dir gedacht, dass du als Allererstes mich dazu verhören müsstest?
Speaker 0: Du interessierst dich für meinen Stab, hielt Jean ihm vor.
Speaker 0: Die halbe Schule interessiert sich für deinen Stab.
Speaker 0: Aber bei mir fängst du an.
Speaker 0: Severus' Blick war anklagend.
Speaker 0: Du warst als Erster verfügbar.
Speaker 0: Meinte Jean mit einem kurzen Blick auf das Zifferblatt der großen Uhr über der Eingang zur Halle.
Speaker 0: Dann schau doch mal dort drüben, sagte Severus mit einem ätzenden Unterton in der Stimme.
Speaker 0: Dort ist noch jemand verfügbar.
Speaker 0: Jean schaute in die Richtung von Cerrus ausgestrecktem Zeigefinger.
Speaker 0: Remus Lupin hatte gerade am Gryphon-Dortage Platz genommen.
Speaker 0: Ich glaube nicht, dass Remus was damit zu tun hat.
Speaker 0: Er ist einer der wenigen hier, denen nett zu mir ist.
Speaker 0: Du bist so dämlich, Pearlman.
Speaker 0: Cerrus kreuselte die Lippen.
Speaker 0: Er ist ein Rumtreiber.
Speaker 0: Das sollte dir alles sagen, was du wissen musst.
Speaker 0: Remus Lupin ist nicht der, der du denkst, wer er ist.
Speaker 0: Du siehst nur den höflichen, intelligenten, gut erzogenen Jungen in ihm.
Speaker 0: Und was siehst du in ihm, konterte Jean.
Speaker 0: Doch Cerberus zog es vor, nicht auf ihre Frage zu antworten.
Speaker 0: Wie ich gesehen habe, hast du schon Bekanntschaft mit Taylor gemacht, meinte er mit einem kopfnicken in Richtung des Tisches der Ravenclaws hinüber.
Speaker 0: Na, da bin ich gespannt, ob Lily Froh sein wird, sie zu sehen.
Speaker 0: Die blöde Kuh hat sie ganz schön im Stich gelassen, und an mir ist es hängen geblieben, sie wieder aufzubauen während der Sommerferien.
Speaker 0: Und zum Dank dafür ignoriert sie mich jetzt, setzte er beleidigt hinzu.
Speaker 0: Das war dir bestimmt höllisch unangenehm, dass du für sie da sein musstest, meinte Jeans Akastisch und hat dir auch nicht das kleinste bisschen in die Hände gespielt.
Speaker 0: Wütend sah Cerulecy an.
Speaker 0: Viel Glück, Pearlman.
Speaker 0: Wahrscheinlich wirst du bald am eigenen Leib erfahren, wie es ist, das fünfte Rad am Wagen zu sein.
Speaker 0: Er wartete ihre Erwiderung nicht ab, sondern verschwand mit wehendem Umhang in die Eingangshalle, wo er in den Gang einbog, der hinunter zu den Kerkern führte.
Speaker 0: Jean zuckte mit den Schultern und ging zu für Bö zurück, die wieder allein an ihrem Platz saß.
Speaker 0: »Lass mich hatten, er hat angeblich keine Ahnung«, mutmaßte die Ravenclaw.
Speaker 0: »So ist das wohl«, sagte Jean Seufzend und setzte sich wieder.
Speaker 0: »Und mein Gefühl sagt mir, kurioserweise, dass Cerurus die Wahrheit spricht.
Speaker 0: Er ist ein seltsamer Kerl, meinte für Bö nachdenklich.
Speaker 0: Ich würde nicht sagen, dass er viel lügt.
Speaker 0: Ich würde eher sagen, er liegt überhaupt nicht.
Speaker 0: Tatsächlich habe weder ich noch Lilly ihn je bei einer Lüge ertappt.
Speaker 0: Da gibt es hier viel verschlagenere Exemplare, vor allem in seinem Haus.
Speaker 0: Ja, ich glaube, du hast recht, meine Jean.
Speaker 0: Sie dachte an den Erwachsenen Snape, von dem sie sich aber keineswegs sicher war, dass er nicht logg.
Speaker 0: Das Dumbledore ihm vertraute, hieß das wirklich, dass Snape kein falscher Fünfziger sein konnte?
Speaker 0: Dem Erwachsenen Snape sehe es ähnlich, die Schule verwoldemot auszuspionieren.
Speaker 0: Damit das Lilly ihm traut.
Speaker 0: Ich denke, sie hätte eine gute Menschenkenntnis.
Speaker 0: Aber die beiden hatten Stress in letzter Zeit, da Sarah was politische Gesinnung in eine, ähm, naja, ungünstige Richtung zu gehen scheint.
Speaker 0: Ah, mein Lilly, verböschene Alste mitleidig mit der Zunge.
Speaker 0: Dann hat sie ja gar keinen engen Freund mehr in Hogwarts.
Speaker 0: Sie hatten mich, wollte Jean protestieren, bremste sich jedoch gerade noch rechtzeitig.
Speaker 0: Ja, es stimmte.
Speaker 0: Aus ihr und Harrys Mutter waren innerhalb weniger Wochen gute Freundinnen geworden.
Speaker 0: Doch wohin sollte das führen?
Speaker 0: Auch wenn sie immer wieder daran erinnert wurde, Jean wollte noch immer schnellstmöglich herausfinden, wie sie dem Jahre in den Rückenkehren konnte.
Speaker 0: Bevor aus der drei noch eine vier wurde.
Speaker 0: Bis zum Jahresende war es nicht mehr lang hin.
Speaker 0: Doch immer kam irgendwas dazwischen, genau wie jetzt mit ihrem Zauberstab.
Speaker 0: Wie sollte sie herausfinden, was es braucht, um einen neuen Zeitumkehrer oder eine fachkundige Person aufzutreiben, wenn man ihr wichtigstes Zauberotenziel entwendet hatte?
Speaker 0: Ohne ihren Zauberstab konnte sie die einfachsten Dinge nicht machen.
Speaker 0: Jean und Febux saßen sich noch eine Weile gegenüber und redeten, dann wurde das dunkelherrige Mädchen immer nervöser.
Speaker 0: Kann es nicht ewig aufschieben.
Speaker 0: Das verstand Jean, natürlich.
Speaker 0: Sag mir doch die Namen deiner zwei Peinigerinnen.
Speaker 0: Wenn sie dich noch immer nicht in Ruhe lassen, kommt die böse Holunderhexe und verwünscht sie.
Speaker 0: Diana, Didi, Mackenzie war die eine, und Pomona, Green, die andere.
Speaker 0: Aber ich glaube ehrlich gesagt nicht.
Speaker 0: Hoffe nicht, dass ich Hilfe von außen brauchen werde.
Speaker 0: Die bekannte meiner Mutter hat mir allerhand nützliche Dinge mit an die Hand gegeben.
Speaker 0: Mogel, Psycho, keine Zaubertricks.
Speaker 0: Für Bö lächelte.
Speaker 0: Damit werde ich es schon schaffen.
Speaker 0: Und falls doch Bedarf besteht, melde ich mich bei dir.
Speaker 0: Danke fürs Zuhören, Jean.
Speaker 0: Tito für Bill.
Speaker 0: Der Jean nicht wieder hinauf in ihren eigenen Turm wollte, trennten sie sich in der Eingangshalle vor der Mammotreppe.
Speaker 0: Eine Zeitlang stand Jean noch dort herum, nachdem Lilis Freundin längst gegangen war, doch weder Serious Black noch Baron Keane, der es Litterin Fittklässler von Slakons Party ließen sich blicken.
Speaker 0: Es war allerdings gerade erst einmal kurz nach sieben an einem Sonntagmorgen.
Speaker 0: Nein, hier die Zeit zu vertrödeln brachte nichts.
Speaker 0: Slakon zu stören, kam nicht in Frage und vor dem Slytherin-Gemeinschaftsraum im Kerke herumzulungern und zu warten, bis Keen geroutet zu erscheinen, auch nicht.
Speaker 0: Jean stammte eine der schweren Eichenflügel-Türen des Portals auf und spähte hinaus.
Speaker 0: Noch immer war es ziemlich dunkel.
Speaker 0: Die Wipfel der nächstschähenden Bäume wurden von derben Regenschauern hin und her gepeitscht und Bäche von Regenwasser plätscherten die Stufen der Freitreppe hinunter.
Speaker 0: Gut, dass für Bill unrecht gehabt hatte mit dem Quidditch-Spiel am heutigen Vormittag.
Speaker 0: Jean interessierte sich nicht für die Spiele, bei denen Gryffindor nicht mitspielte.
Speaker 0: Und wenn diese bei solchen Witterungsbedingungen stattfanden, war sie jedes Mal versucht, sich selbst einen Fluch auf den Hals zu hetzen und anschließend hinauf in den Krankenflügel zu gehen, um dem Ereignis, das für sie keines war, fernbleiben zu können.
Speaker 0: Sie stöhnte leise.
Speaker 0: Was sollte sie tun?
Speaker 0: hinauf zu Lilly gehen und ihr mitteilen, dass für Bill wieder ein Hogwarts war?
Speaker 0: Aus irgendeinem Grund wünschte sie sich jemand anderes, würde sie sagen.
Speaker 0: Aber entschuldigen musste sie sich trotzdem irgendwann bei ihr.
Speaker 0: Am gestrigen Abend war sie wirklich unausstielig gewesen, während Lilly einfach nur vernünftig agiert hatte, wie es ihre Art war.
Speaker 0: Nachdenklich betrachtete Jean die Edelsteine in den riesigen stunden Gläsern über ihrem Kopf.
Speaker 0: Es befanden sich weit mehr Smaragde im Glas des Litterans als Rubine in dem der Gryffindors.
Speaker 0: Ich wünschte, so etwas würde mich noch immer interessieren, dachte Jean stumpf.
Speaker 0: Ich wünschte, ich wäre so jemand, für den das Streben nach dem Hauspokal das Non-Plus-Ultra wäre.
Speaker 0: Plötzlich fiel er ein, was sie noch tun konnte.
Speaker 0: Das, worauf sie Cerorus bereits hingewiesen hat.
Speaker 0: Remus saß noch immer beim Frühstück.
Speaker 0: Vielleicht war ihm ja am Vorabend etwas aufgefallen.
Speaker 0: Mit hastigen Schritten kehrte sie in die große Halle zurück, diesmal direkt zum Gryffindertisch, wo Remus tatsächlich noch immer saß und frühstückte.
Speaker 0: Sie setzte sich ihm gegenüber und begann ohne Umschweife zu reden.
Speaker 0: Mir hat gestern Abend jemand den Zauberstab geklaut.
Speaker 0: Als der schmal gesichtige Junge aufblickte, wirkt er aufrichtig überrascht.
Speaker 0: Ist das wahr?
Speaker 0: Kein Witz?
Speaker 0: Ziemlich hinterhältig, finde ich.
Speaker 0: Hast du eine Ahnung, wer das war?
Speaker 0: Jean schüttelte den Kopf.
Speaker 0: Ich dachte, vielleicht könntest du Licht ins Dunkel bringen.
Speaker 0: Cerberus habe ich eben schon gefragt und natürlich wird er sich gleich angegriffen.
Speaker 0: Typisch für Schniefeloss, würde ich sagen.
Speaker 0: Remus zuckte mit den Schultern und schnitt ein wenig Blutwurst auf, die er sich ohne Boot in den Mund schob.
Speaker 0: Wie kannst du nur sowas essen?
Speaker 0: Jean führte Egel in sich aufsteigen.
Speaker 0: Obwohl das blutige Steak gestern noch ekliger war.
Speaker 0: Ich glaube, ich werde mir das Fleischessen ganz abgewöhnen.
Speaker 0: Remus schüttelte den Kopf.
Speaker 0: Vegetarier, aha, die ganz neue Mode.
Speaker 0: Ich finde, das Essen in Hogwarts furchtbar schlecht.
Speaker 0: Die Festessen an Halloween vor Weihnachten und am Anfang und Ende des Schuljahres sind immer super.
Speaker 0: Aber der Rest?
Speaker 0: Er blickte auf den letzten Wurz Zipfel auf seinem Teller und säufzte.
Speaker 0: Nun zurück zu meinem Zaberstab, erinnerte Injean.
Speaker 0: Flipp jetzt bitte nicht aus, aber könntest du dir vorstellen, dass Sirius ihn genommen hat?
Speaker 0: Remus Antwort war ähnlich wie Lilis.
Speaker 0: Wann soll er das denn getan haben?
Speaker 0: Soweit ich mich erinnere, hat er den Raum nie verlassen.
Speaker 0: Stiefel lust dagegen schon.
Speaker 0: Mehr mal sogar, glaube ich.
Speaker 0: Wahrscheinlich hat er eine nervöse Blase und musste sie schneller leichtern, bevor er uns wieder hinterher schnüffelte.
Speaker 0: Ich würde eher ihm zutrauen, dass er stielt, als Sirius.
Speaker 0: Er macht ein nachdenkliches Gesicht.
Speaker 0: Ob Lilly sich freut, dass sie ihre ehemals beste Freundin wieder da ist?
Speaker 0: Darüber wollte Jean nicht mit Remus diskutieren.
Speaker 0: Die traute Severus aber auch nicht zu, bekräftigte sie bloß.
Speaker 0: Und ich glaube das irgendwie auch nicht, wenn er was von mir wissen wollte, hat er mich immer direkt darauf angesprochen.
Speaker 0: Nicht unbedingt auf freundliche Art und Weise, aber ich glaube nicht, dass er sich einfach so an meinen Sachen bedient hätte.
Speaker 0: Das ist genau das, was ich über Serious gesagt hätte.
Speaker 0: Remus legte sein Messer auf dem Teller zum Zeichen, dass er fertig gefrühstückt hatte.
Speaker 0: Aber die beiden sind ja wohl kaum die einzigen für den Diebstahl in Frage kommen in Kandidaten, oder?
Speaker 0: Hat nicht Baron Kien dich dazu bewegen wollen, ihn rauszurücken?
Speaker 0: Ich dachte, ich hätte sowas mitgekriegt.
Speaker 0: Jean nickte.
Speaker 0: Stimmt.
Speaker 0: Aber ich hatte keine Lust mehr, einen Zauberstab sofort zu führen.
Speaker 0: Aber Kien war schon ziemlich penetrant.
Speaker 0: Am liebsten würde ich runter in den Kerker gehen und den Aufenthaltsraum und alle Schlafselle der Schlangen durchwühlen.
Speaker 0: Du kämpst nie dort hinein.
Speaker 0: Remus klang, als sei er sich da sehr sicher.
Speaker 0: Kennt ihr denn keinen Geheimgang?
Speaker 0: fragte Jean fast bittend.
Speaker 0: Es heißt, keiner kennt das Schloss so gut wie ihr.
Speaker 0: Selbst wenn wir einen kennen würden, du würdest nie unbeobachtet sein in deren Gemeinschaftsraum.
Speaker 0: Nicht an einem Sonntag.
Speaker 0: Also, wenn mein Stab bis morgen nicht da ist, dann wendest du dich besser an McGonagall.
Speaker 0: Das gibt keinen Ärger für dich.
Speaker 0: Vielleicht hat sie irgendein Zauberspruch in Petto, den wir nicht kennen und kann ihn zurückholen.
Speaker 0: Wenn nur viel Saftrank nicht so lange brauchen würde, mummelte Jean undeutlich, doch Remus hatte sie trotzdem verstanden.
Speaker 0: Viel Söftrank?
Speaker 0: Wiederholt er gluckzend.
Speaker 0: Der ist ziemlich schwer zu brauen.
Speaker 0: Und ich muss neidlos anerkennen, dass ich Schniefel aus am ehesten zutrauen würde, ihn richtig hinzukriegen.
Speaker 0: Aber das Gebräu braucht einiges an Vorlauf.
Speaker 0: Vier Wochen?
Speaker 0: Mindestens.
Speaker 0: Jean musste es wissen.
Speaker 0: Sie hatte das Zeug selbst schon hergestellt.
Speaker 0: Verzweifelt raufte sie sich die ohnehin schon unvorteilhaften Haare.
Speaker 0: Ich gehe durch, wenn morgen der Unterricht anfängt und ich mein Zauberstab nicht habe.
Speaker 0: Er will schon zu dir zurückfinden.
Speaker 0: Versuchte, Reh muss sie zu beruhigen.
Speaker 0: Diesen Keen schnapp ich mir trotzdem, sagte Jean leise, aber im Brustton der Überzeugung.
Speaker 0: Und zwar gleich nach dem Mittagessen, das wird er sich ja wohl hoffentlich nicht entgehen lassen.
Speaker 0: Höst wahrscheinlich nicht, sagte Remus und stand auf.
Speaker 0: Wir glück dabei.
Speaker 0: Und keine krummen Touren.
Speaker 0: Spielere schuppert den Zeigefinger, dann wandte er sich um und ging davon.
Speaker 0: Musst du gerade sagen, brummte Jean, doch das hörte er nicht mehr.
Speaker 0: Hey ihr Lieben, ich bin wieder aus dem Urlaub zurück, entspannt und freue mich, jetzt wieder in der Kabine stehen zu dürfen und neuer Geschichten für euch zu vertun.
Speaker 0: Ich möchte in dieser Folge ganz herzlich Marius danken, der mir mal wieder eine kleine Spende per Paypal hat zukommen lassen.
Speaker 0: Wenn auch du mir so danken möchtest, dann kannst du das gerne über den Link unten in der Infobox tun.
Speaker 0: Ich freue mich sehr.
Speaker 0: Und jetzt viel Spaß mit Kapitel III.
Speaker 0: Das soll wohl ein Witz sein.
Speaker 0: Ich kann es nicht glauben.
Speaker 0: Stimmt es wirklich?
Speaker 0: Dass sie zurück ist?
Speaker 0: Hast du sie gesehen?
Speaker 0: Ach, du kennst sie ja gar nicht.
Speaker 0: Lily lief in dem runden Raum umher wie ein Tiger im Gefangenschaft, immer im Kreis.
Speaker 0: Jean war nach dem fruchtlosen Gespräch mit Remus unverrichteter Dinge wieder in den Gemeinschaftsraum zurückgekehrt und hatte feststellen müssen, dass Lily bereits von für Böse Rückkehr erfahren hatte.
Speaker 0: Mit ihr geredet habe ich trotzdem, sagte Jean zu ihr, woraufhin Tiger Lily ihr aufgeregtes Hin und Her laufen unterbrach und atemlos zu ihr kam.
Speaker 0: Hast du?
Speaker 0: Was hat sie gesagt?
Speaker 0: Wie sieht sie aus?
Speaker 0: Nun, gut, soweit ich das beurteilen kann, meinte Jean vorsichtig.
Speaker 0: Ich glaube, sie freut sich darauf, dich wiederzusehen.
Speaker 0: Lilis beunruhigte Züge hälten sich auf.
Speaker 0: Hat sie das echt gesagt?
Speaker 0: Ich hab immer den Eindruck gehabt, sie würde mich hassen, weil sie sich nie gemeldet hat.
Speaker 0: Da hast du wohl etwas hineininterpretiert, liest Jean sie wissen.
Speaker 0: An deiner Stelle würde ich mich mal in Ruhe mit ihr aussprechen.
Speaker 0: Jetzt gerade ist sie allerdings oben bei sich im Gemeinschaftsraum.
Speaker 0: Lilly nickte heftig.
Speaker 0: Ich rede mit ihr gleich heute Mittag.
Speaker 0: Als Lilly und Jean Seite an Seite die vielen Treppen zum Mittagessen hinabstiegen, die Slytherins und Hufflepuffs hatten es doch viel besser als die Gryffindors und Ravenclaws, die sich mindestens dreimal am Tag aus der obersten Etage zum Essen im Erdgeschoss einfinden mussten, war Lilly sichtlich aufgeregt.
Speaker 0: Für Bö saß am unteren Ende ihrer Tafel und schien bereits nach ihrer ehemals besten Freundin ausschaut zu halten.
Speaker 0: Gab ihr dann aber mit einem kurzen Winken und einer zurückhaltenden Geste zu verstehen, dass sie mit dem Reden bis nach dem Essen warten sollten.
Speaker 0: Lily lächelte ihr zu und nickte Verhalten.
Speaker 0: Jean sah sich derweil nach Baron Keane um, doch der saß noch nicht am Tisch des Litterans.
Speaker 0: Cerurus war wohl auch gerade erst eingetroffen, doch als er die beiden Mädchen ankommen sah, wandte er den Blick so schnell ab, dass sein dunkles Haar wie ein zu schnell zugezogener Vorhang vor sein Gesicht fiel.
Speaker 0: Nach dem Essen sah Jean, Lily und Furbö dabei zu, wie sie sich einander zögernd annäherten.
Speaker 0: Eine Weile standen die zwei unschlüssig nebeneinander und führten einer, wie es aussah, eher schleppende Unterhaltung.
Speaker 0: Dann schlug eine von ihnen wohl vor, woanders hinzugehen und sie verließen die große Halle.
Speaker 0: Jean sah sich erneut nach Baron um und diesmal entdeckte sie ihnen einen pulg lärmenden Slytherins sitzen.
Speaker 0: Sie hatte keine Lust, ihn inmitten seiner Freunde zu konfrontieren, doch was blieb ihr anderes übrig?
Speaker 0: Glücklicherweise verließ in dem Moment ein gutes halbes Dutzend seiner Kumpels den Tisch.
Speaker 0: Sie wartete, bis die Schüler außer Hörweite waren, dann tippte sie dem Älteren von ihnen auf die Schulter.
Speaker 0: Keen fuhr herum und Jean machte schnell einen Schritt rückwärts.
Speaker 0: Pearlman, was willst du denn?
Speaker 0: Seine blauen Augen blickten überrascht, auch dann noch nach dem Jean ihm den Grund ihres Commons mitgeteilt hatte.
Speaker 0: Doch genau wie Severus, wie Sperron, Keen, Jeans und verholene Unterstellungen weit von sich.
Speaker 0: Ja, sicher hätte er sich für ihren Zauberstab interessiert, aber es läge ja wohl ein ziemlicher Unterschied zwischen einfachem Interesse und einem Diebstahl, nicht wahr?
Speaker 0: Warum es denn ausgerechnet ein Slytherin sein müsste, der an dem Verschwinden des Stabes schuld hatte?
Speaker 0: Weil sich das eher anböte als jemand aus einem anderen Haus?
Speaker 0: Ob Jean denn überhaupt vorhin nachgesehen hätte, ob ihr Zauberstab nicht vielleicht einfach unten im Kerker liegen geblieben war?
Speaker 0: Immer mehr anderes Litterans mischten sich mit in das Streitgespräch ein und am Ende scheuchten sie Jean wütend ob der Verdächtigungen davon.
Speaker 0: Na ja, recht hatten sie.
Speaker 0: Fahrt sich herausstellte, dass der Stab beim Gedränge an der Garderobe einfach nur aus der Umhangtasche gefallen und vielleicht unter einen Sessel gerollt war, war sie schön angeschmiert.
Speaker 0: Doch irgendetwas sagte Jean, dass dies hier kein Zufall und dass der Stab gestohlen worden war.
Speaker 0: Trotzdem ging sie schnurstrax aus der großen Halle hinunter zu Slakons Büro.
Speaker 0: Sein heiliger Sonntag-Pabbalapab, das hier war schließlich ein Notfall.
Speaker 0: Doch so sehr sie auch klopfte, der Lehrer öffnete nicht.
Speaker 0: Sie versuchte es noch an ein paar anderen Türen auf derselben Seite des Gangs, der sie nicht genau wusste, ob die Büro-Tür der einzige Zugang zu den Privatgemächern von Slughorn war.
Speaker 0: Doch das Ergebnis blieb dasselbe.
Speaker 0: Sie wurde nirgendwo reingelassen und es war auch kein Laut zu hören.
Speaker 0: Jean fragte sich, wie man Slughorn an einem Sonntag wohl erreichte, wenn etwas wirklich Wichtiges vorgefallen war, Er war als Hauslehrer nun mal dazu verpflichtet, einzuschreiten, wenn beispielsweise zu einem Streit im Gemeinschaftsraum kam und jemand verletzt wurde.
Speaker 0: Jean begann die Sonntage in Hogwarts, langsam aber sicher zu hassen.
Speaker 0: Kein Unterricht, keine geöffnete Bibliothek, kein strukturierter Tagesablauf.
Speaker 0: Sie zog sich in eine Ecke des Gemeinschaftsraums der Gryffindors zurück und las in den wenigen Büchern, die sie sich ausgeliehen hatte, darunter eine recht grobe Abhandlung über Zeit und Kehre, die sie doch noch hatte auftreiben können, die ihr aber viel zu allgemein gehalten war und sie nicht weiterbrachte.
Speaker 0: Lilly kam und kam nicht wieder.
Speaker 0: Sie war bestimmt noch immer mit für Bö unterwegs und natürlich hatten die zwei sich viel zu erzählen.
Speaker 0: Jeans Laune wurde immer schlechter.
Speaker 0: Sie kam einfach in nichts richtig voran und jetzt fehlte auch noch ihr Zauberstab.
Speaker 0: Es war zum Heulen.
Speaker 0: Lilly sah sie erst beim Abendessen wieder, doch die Tafel war voll besetzt und es ließ sich schlecht reden, ohne dass jemand etwas mitbekam.
Speaker 0: Erst auf dem Weg zurück zum Gryffindor Turm erzählte ihre Freundin ihr, dass die Aussprache wohl recht gut gelaufen war.
Speaker 0: Auch in ihrem eigenen Haus war für Böhe anscheinend wieder gut aufgenommen worden, die Lester-Schwestern hielten sich offenbar im Zaum.
Speaker 0: Ist ein Zauberstab wieder aufgetaucht, fragte Lilly am Ende ihres Berichts.
Speaker 0: Nein, gab Jean-Duster zurück.
Speaker 0: Keiner will ihn angerührt haben und ob er vielleicht wirklich noch vergessen und das Slakons Garderobe liegt, konnte ich nicht überprüfen, weil ich den Mann nicht erwischt habe.
Speaker 0: Dann trifft es sich ja gut, dass wir morgen früh als allererstes Zaubertränke haben, stellte Lilly zufriedenfest.
Speaker 0: Ich habe irgendwie ein gutes Gefühl, was das anbetrifft.
Speaker 0: Jean konnte ihren Optimismus nicht teilen.
Speaker 0: Wenn jemand es jetzt darauf abgesehen hätte, den Holunderstab zu zerstören, dann hatte der oder diejenige einen ganzen Tag Zeit dafür gehabt.
Speaker 0: Er konnte ihn im verbodenen Wald vergraben oder gar verbrannt haben.
Speaker 0: Jemand konnte ihn unerlaubterweise nach Hoxmead mitgenommen und dort entsorgt haben.
Speaker 0: Die Liste der Möglichkeiten war lang und auch die der Gründe.
Speaker 0: Dass der Stab mächtig sein sollte, darüber hatte sich während der letzten Woche die ganze Schule das Maul zu rissen.
Speaker 0: Und beliebt war Jean ebenfalls nicht.
Speaker 0: Sie konnte Widersache haben, von denen sie gar nichts wusste.
Speaker 0: älterer Schüler, die mehr Ahnung von Zauberei hatten als die noch immer recht unbedarften Drittklässler.
Speaker 0: Nach den wenigen Wochen in der neuen alten Zeit fehlte es ihr an Wissen zu beurteilen, wer von den Älteren zu so etwas fähig war und wer nicht.
Speaker 0: In der Nacht auf Montag schlief Jean ebenso schlecht wie in der Nacht zuvor.
Speaker 0: Sie lauschte dem noch immer hollenden Herbstwind, der an den Fensterläden rüttelte.
Speaker 0: Ab und zu klatschten Kaskaden kalten Novemberregens ebenfalls dagegen.
Speaker 0: Im Schlafsaal war es kalt.
Speaker 0: Jean hatte sich die dicke Bettecke bis hinauf ans Kinn gezogen.
Speaker 0: Sie vermisste Krumbein, der sie immer gewärmt hatte, bis sie eingeschlafen war.
Speaker 0: Wenn sie bloß wüsste, wie es ihm ergangen war.
Speaker 0: War er in Sicherheit bei Ron und Harry?
Speaker 0: Der rote Karte hatte sich an sie gekreit in dem Moment, als sie so unglücklich durch die Zeit fiel.
Speaker 0: Konnte er in einem ganz anderen Jahr gelandet sein, irgendwo dazwischen?
Speaker 0: Und wenn ja, wie sollte sie dann jemals an ihn herankommen?
Speaker 0: Solche Fragen stellte sie sich jedes Mal vor dem Einschlafen, und die möglichen Antworten plagten sie furchtbar.
Speaker 0: Vordergründig hatte sie sich mit ihrer neuen Gegenwart arrangiert, doch der Schein trug.
Speaker 0: Sie kannte, zumindest in groben Zügen, die Lebensläufe von nicht wenigen ihrer Zeitgenossen im Jahre, und das wäre ihr definitiv lieber gewesen, sie hätte das nicht getan.
Speaker 0: Der schleichende Beginn des ersten Zauberer Krieges war, zumindest für sie, nicht zu ignorieren.
Speaker 0: Und noch mehr als im Jahr nineteenhundertdreundneunzig, wo die Mehrzahl der Schüler und Lehrer noch nicht einmal richtig mitbekommen hatte, dass Voldemort nicht tot war, war hier zu spüren, dass Hogwarts auf einem Pulverfass saß, das in absehbarer Zeit hochgehen würde.
Speaker 0: Jean hatte den Nachmittag damit verbracht, sich im Schloss herumzudrücken, Gespräche der älteren Gryffindors im Gemeinschaftsraum zu belauschen und in Ruhe den Tagespropheten zu lesen.
Speaker 0: dass sich etwas zusammenbraute, war nicht mehr zu übersehen oder zu überhören.
Speaker 0: Und sie wollte nicht dabei sein, wenn es Hogwarts überkam.
Speaker 0: Sie wollte zurück in die Zukunft und sich den schrecklichen Taten des Diktators erinnern, ihn klein halten, solange es ging.
Speaker 0: Das ganze Spektrum seiner Macht, seiner Grausamkeit, wollte sie tunlichst nicht am eigenen Leib miterleben.
Speaker 0: Jean zerdrückte ein paar Tränen und fiel schließlich in einen unruhigen Schlaf.
Speaker 0: Als sie am nächsten Morgen erwartete, tastete ihre Hand wie selbstverständlich nach ihrem Zauberstab, den Jean immer auf ihrem Nachtschränkchen deponiert hatte.
Speaker 0: Doch sie tastete ins Leere.
Speaker 0: Wäre er auch zu schön gewesen, wenn sich ihr Zauberstab über Nacht wie durch Zauberei wieder angefunden hätte.
Speaker 0: In Zaubertränke würde sie ihn nicht unbedingt brauchen, je nachdem, was Professors Lockhorn sich heute für die Klasse vorgenommen hatte.
Speaker 0: In Geschichte der Zauberei schon gar nicht.
Speaker 0: In der dritten Stunde jedoch hatten sie Verwandlung.
Speaker 0: Und wenn das Ding bis dahin nicht aufgetaucht war, würde sie Prof.
Speaker 0: McGonagall ins Vertrauen ziehen müssen.
Speaker 0: Doch dazu kam es nicht.
Speaker 0: Als Jean sich nach einem schnellen Frühstück hinab in die Kerke und somit zum Unterrichtsraum begab, fand sie ihn, der normalerweise abgesperrt war, da sowohl teure als auch gefährliche Ingredienzchen darin lagerten, offen vor.
Speaker 0: Sie betrat ihn als Erste mit Lily im Schlepptau, ging zu ihrem Platz und stellte die Tasche darauf ab.
Speaker 0: Als sie den Stuhl zurückzog und sich hinsetzte, fuhr sie augenblicklich wieder auf.
Speaker 0: Etwas lag auf der Sitzfläche etwas hartes und dünnes wie ein Ast.
Speaker 0: Und als sie sich umdrehte und auf den Stuhl herunterstahte, lag dort ihr Zauberstab.
Speaker 0: Kapitel eighty-four, zwei im selben Boot.
Speaker 0: Jean war völlig baff, während Lily nur lächelnd ihr Haar über die Schulter warf.
Speaker 0: Hab ich's dir doch gesagt, er findet sich schon wieder.
Speaker 0: Ji nahm ihren so schmerzlich vermissten Zauberstab in die Hand und betrachtete ihn kritisch von allen Seiten.
Speaker 0: Er schien jedoch keinerlei Schaden genommen zu haben.
Speaker 0: Das ist ja schön und gut, aber warum hat derjenige, der ihn gefunden hat, ihn mir nicht schon gestern zurückgegeben, und zwar persönlich?
Speaker 0: Warum hat die Person so lange damit gewartet?
Speaker 0: Noch immer war sie fest davon überzeugt, dass der Hollunder Holzstab ihr gestohlen worden war.
Speaker 0: Obgleich Lilly davon ganz offensichtlich sogar nichts wissen wollte.
Speaker 0: Vielleicht wusste diese Person ja nicht, dass es dein Stab ist und hattest erst gestern Abend erfahren, als es zu spät war, ihn dir zurückzubringen.
Speaker 0: Es ist ja nicht unbedingt so, als würde das Ding irgendwie spektakulär aussehen oder hätte deinen Namen eingraviert.
Speaker 0: Damit hatte Lilly recht.
Speaker 0: Jeans Zauberstab war äußerlich relativ unscheinbar.
Speaker 0: Nicht auffallend kurz, nicht zu lang, nicht besonders krumm oder sehr gerade.
Speaker 0: Auch das ziemlich helle Holz machte nicht besonders viel her.
Speaker 0: Einen mächtigen Zauberstab, so dachte zumindest Jean, stellte man sich oft als Dunkel vor.
Speaker 0: Dunkel und schwer.
Speaker 0: Lilly schien froh zu sein, dass das Thema sich erledigt hatte und Jean ließ ihn dem glauben, obwohl es sich für sie noch lange nicht erledigt hatte.
Speaker 0: Irgendwer spielte hier falsch, hatte den Stab entwendet, um ihr entweder einen Streich zu spielen oder selbst mit ihm herumzuzaubern.
Speaker 0: Falls letzteres der Fall gewesen war, hatte es funktioniert.
Speaker 0: Denn obwohl der Stab sich in Oli Wendersladen eindeutig für Jean entschieden hatte, war er nicht leicht zu beherrschen, ganz wie der alte Zauberstabmacher es verkündet hatte.
Speaker 0: Wanklmütig war er, fast ein wenig unzuverlässig.
Speaker 0: Ob sich daran etwas geändert hatte?
Speaker 0: Professors Lacorn erschien ein paar Minuten zu spät zum Unterricht und Jean nutzte die Zeit, unauffällig ein paar einfache Schwebe und Aufrufe zauber zu praktizieren.
Speaker 0: Sie ließ ihr Tintenfass ein paar Mal über den Tisch segeln, sowie die Schreibfedern von Mary und Brüher, die diese gerade ausgepackt hatten.
Speaker 0: Das Tintenfass zitterte heftig und war zum Glück fest verkorkt.
Speaker 0: Mit ihrem alten Stab wäre das Ergebnis besser gewesen, da war Jean sich sicher, also war eigentlich alles wie gehabt.
Speaker 0: Sie musste sich diesen Stab endgültig zu Eigen machen, wie auch immer man das erreichte.
Speaker 0: Gerade wollte sie Lilly bitten, ihr Glück einmal mit dem Hollunder Holzstab zu versuchen, da betrat der Professor den Kerker und der Unterricht begangen.
Speaker 0: In der großen Pause verschwand Lilly mit für Bö.
Speaker 0: Sie hatte Jean zwar gefragt, ob diese mitkommen wollte, doch Jean hatte abgelehnt.
Speaker 0: Sie war noch immer viel zu sehr mit ihrem wiedererlangten Zauberstab beschäftigt, außerdem wollte sie sich nicht als überflüssiges Anhängsel der beiden fühlen.
Speaker 0: Als auch der Nachmittagsunterricht beendet war, begab sich Jean so gleich in die Bibliothek.
Speaker 0: Schließlich hatte sie erst eine Woche ihrer Strafarbeit erledigt und Madame Peans war sich noch nicht sicher, ob sie es bei zweien belassen oder Jean noch eine Dritte aufbrummen sollte.
Speaker 0: Jean war das egal, denn Madame Peans hielt sie nicht mehr so wachsam im Blick wie in der Woche zuvor.
Speaker 0: Wie schon da reparierte Jean meist aus dem Leim gegangener Bücher, fand aber durchaus zwischendrin auch Zeit noch einmal genauestens den Bibliothekskatalog zu durchforsten.
Speaker 0: Sie hatte beschlossen, sich nun voll und ganz auf das Thema Zukunft und Vergangenheit in Zusammenhang mit Zeitumkehrern zu konzentrieren.
Speaker 0: Plötzlich fiel ihr etwas ein.
Speaker 0: In der Stadtbibliothek des Ortes, in dem sie aufgewachsen war, hatte es für Mitglieder die Möglichkeit gegeben, sich Bücher zu wünschen, sprich von der Bibliothek anschaffen zu lassen, wenn es diese dort noch nicht gab.
Speaker 0: Vielleicht hatte sie diese Möglichkeit in Hogwarts ja auch.
Speaker 0: Sie musste bloß herausfinden, welches das neueste und beste Buch der sparte Zeitreisen war und dann am besten jemand anderen bitten, Madame Pines zu überreden, das Buch für die Schulbibliothek anzuschaffen, wenn sie selbst sich noch nicht schon wieder verdächtig machen wollte.
Speaker 0: Doch wen sollte sie darum bitten?
Speaker 0: Lilly?
Speaker 0: Remus?
Speaker 0: Nein, keiner von denen kam in Frage.
Speaker 0: Konnte sie Dumbledore bitten, ihr so ein Buch zu besorgen?
Speaker 0: Für ihn musste es ein leichtes sein, er war wahrscheinlich mit allen möglichen Wissenschaftlern und Alchemisten per Du.
Speaker 0: Aber nein, nicht Dumbledore.
Speaker 0: Der hatte es sich ja quasi verbeten, Jean in der Sache aktiv weiterzuhelfen.
Speaker 0: Der Rest der Woche verging für sie wie im Fluge.
Speaker 0: Von Lily bekam sie nicht allzu viel mit, außer wenn sie im Unterricht neben ihr saß.
Speaker 0: Hätte es bei den Mahlzeiten keine feste Tischordnung gegeben, hätte Lily bestimmt auch während des Essens bei für Böge sessen.
Speaker 0: Jean hätte gelogen, wenn sie behauptet hätte, ihr würde das nichts ausmachen.
Speaker 0: Tatsächlich war sie nicht wenig eifersüchtig auf der Bö.
Speaker 0: Andererseits aber auch erleichtert, dass Lily jetzt von ihren außerschulischen Aktivitäten nichts mehr mitbekam.
Speaker 0: Was sie jedoch verwunderte, war, dass sie ausnahmslos jeden Tag mindestens einen der Rumtreiber in der Bibliothek antraf.
Speaker 0: Am Montag war es Peter Pettigrew, am Dienstag James Potter, am Mittwoch Serious und Dremus und am Donnerstag Serious alleine.
Speaker 0: Natürlich versuchte Jean herauszufinden, womit die vier sich beschäftigten und so schlich sie mehr als einmal um die Jungs herum, die sich in Weiser Voraussicht in eine Ecke des Raumes niedergelassen hatten, soweit es ging immer in derselben, dort nämlich, wo uninteressante Bücher stenden und kaum jemand je vorbei kam.
Speaker 0: Am Montag und Dienstag hatte Jean noch keinen Verdacht geschöpft, auch am Mittwoch nicht so richtig.
Speaker 0: Das kam erst Ende der Woche, genauer gesagt am Freitag, als Peter wieder einmal allein in der Bibliothek saß.
Speaker 0: Diesmal hatte er keinen Platz in der Ecke ergattern können.
Speaker 0: Dieses Mal aber gelang es Jean einen Blick auf den Einband des Buches, in dem er las, zu erhaschen.
Speaker 0: Zaubersprüche für Fortgeschrittene.
Speaker 0: Band Vier, ein Schulbuch für die vierte Klasse.
Speaker 0: So, so.
Speaker 0: Lernten die Rumtreiber also für die Schule?
Speaker 0: Dass James, Remus und Sirius sich in dem Fach unterfordert fühlten, konnte sie gut nachvollziehen.
Speaker 0: Ihr eck ging es zugegebenermaßen genauso.
Speaker 0: Doch sie hatte sich dazu entschlossen, das einfach hinzunehmen und nicht zu murren.
Speaker 0: Sollten die anderen sie doch alle für nur durchschnittlich begabt halten, das war sogar besser für sie.
Speaker 0: Peter jedoch, das war Jean in den vergangenen Wochen klar geworden, hatte schon mit dem Stoff der dritten Klasse zu kämpfen.
Speaker 0: Wenn es ihm aber ums reine Lernen ging, warum lähnte er da nicht mit Serious zusammen und warum taten sie es nicht in dem Gemeinschaftsraum, wo sie sich in normaler Lautstäge unterhalten konnten?
Speaker 0: Lernen in der Schulbibliothek war gut und schön, da man schnell alle wichtigen Bücher bei der Hand hatte, doch sich von jemand anderem Dinge erklären zu lassen, war dort eher schwierig.
Speaker 0: Madam Peans und auch andere Schüler waren schnell genervt von dem ständigen Getuschel.
Speaker 0: Am Wochenende hatte Lilly wieder mehr Zeit für Jean, da für Bö mit den Ravenclaws trotz des immer schlechter werdenden Wetters eifrig Quidditch trainierte.
Speaker 0: Jeans Zauberstab erwähnte sie mit keinem Wort mehr und Jean selbst kam auch nicht mehr darauf zurück.
Speaker 0: Vielleicht würde sie nie herausfinden, was mit dem Ding geschehen war, als es so plötzlich verschwand.
Speaker 0: Da es seit rund einer Woche beinahe ununterbrochen regnete, spürte Jean keine gesteigerte Lust, sich aus dem Schloss zu bewegen.
Speaker 0: Für Mitte Dezember stand einmal mehr ein Hawks-Mietwochenende auf dem Plan, doch würde sie wohl kaum hingehen dürfen, um sich in weihnachtliche Stimmung versetzen zu lassen oder Geschenke zu kaufen.
Speaker 0: Schon jetzt graute sie ihr vor Weihnachten.
Speaker 0: Sie sehnte sich nach ihren Eltern und hätte sie in den Ferien gern besucht.
Speaker 0: Nun jedoch musste sie höchstwahrscheinlich in Hogwarts zurückbleiben.
Speaker 0: Das passierte pro Jahr höchstens eine Handvoll Schüler.
Speaker 0: Harry zum Beispiel blieb jedes Jahr im Schloss und Ron auch, um seinem besten Freund Gesellschaft zu leisten.
Speaker 0: Aber Harry und Ron waren nicht hier.
Speaker 0: Wenn sie Pech hatte, würde sie die einzige im ganzen Internat sein, die nicht heimfuhr.
Speaker 0: Als Madame Peans Jean am Freitagnachmittag verkündete, sie würde ihre Dienste in der kommenden Woche nicht mehr brauchen, hätte diese fast darum gebettelt, ihre Strafarbeit fortführen zu dürfen.
Speaker 0: Jedes Mal, wenn die Bibliothekarin die Haupttür mit ihrem Zauberstab auf oder abschloss, versuchte Jean zu erraten, um welchen Zauberspruch es sich dabei genau handelte.
Speaker 0: Einen Schlüssel gab es nicht.
Speaker 0: Madame Pines schwang jedes Mal nur leicht ihren Zauberstab und dabei bewegten sich stumm ihre Lippen.
Speaker 0: Allerdings war sie dazu übergegangen, Jean dabei konsequent den Rücken zuzuwenden, so als spürte sie, dass Jean begierig darauf war, den richtigen Zauberspruch herauszufinden.
Speaker 0: Die verbotene Abteilung war lediglich durch ein etwas dickeres Seil von der allgemeinen Zugänglichen abgetrennt und lag so, dass Madame Pincey stets im Blick hatte.
Speaker 0: Nein, während der Öffnungszeiten war die Chance, dort noch einen bestimmten Buch zu suchen, gleich null.
Speaker 0: Jean würde höchstens auffallen.
Speaker 0: Nein, sie musste dort hinein, wenn kein anderer anwesend war, vorzugsweise des Nachts.
Speaker 0: Doch dazu brauchte sie den richtigen Zauberspruch.
Speaker 0: der Edithürenöffnete, wie das Sesamöffnete, in dem berühmten Märchen aus Tausend und einer Nacht.
Speaker 0: Am Ende von Jeans dritter Woche in Hogwarts glaubte sie endlich, die richtige Bewegung von Madame Peans Zauberstab nachahmen zu können.
Speaker 0: Sie war nicht sonderlich kompliziert.
Speaker 0: Allerdings fehlte ihr noch immer der richtige Zauberspruch dafür.
Speaker 0: Sie beschloss in der folgenden Woche verstärkt nach einem Seuchen in den Büchern zu suchen, wenn sie sich wieder frei in der Bibliothek bewegen konnte.
Speaker 0: Und natürlich probierte sie die bestimmte Handbewegung mit erhobenen Zauberstab an diversen verschlossenen Türen aus.
Speaker 0: Ein, zweimal bildete sie sich ein, das betreffende Schloss dabei leise knacken zu hören.
Speaker 0: Doch mehr geschah logischerweise nicht.
Speaker 0: Das Wissen um den richtigen Zauberspruch war nun einmal unerlässlich.
Speaker 0: Am letzten Sonntag im November schneite es zum ersten Mal und die Schülerinnen und Schüler strömten zu Hauf in das Schlossgelände.
Speaker 0: Die Flocken waren jedoch nicht besonders groß, außerdem zogen die Temperaturen im Laufe des Tages wieder an, sodass eine Mischung aus Regen und Schnee entstand, der matschig war und einfach nicht am Boden liegen bleiben wollte.
Speaker 0: Und diejenigen, die auf den Bau von Schneemännern und Rodelfahrten gehofft hatten, rasch wieder in das dunkle Gemäuer von Schloss Hogwarts zurücktrieb.
Speaker 0: Lilly und Fürbö gehörten zu denen, die es länger draußen aussieden.
Speaker 0: Doch Jean, die die beiden anfangs begleitet hatte, brach den Spaziergang am Seeufer mit der Begründung ab, sie wolle nicht völlig durchnässt werden und sich die erste Erkältung der Saison einfangen.
Speaker 0: Als sie an den Flügeltüren zur großen Halle vorbeilief, bemerkte sie, dass der sonntagliche Nachmittagstee nicht wenige Schüler an die Haustische gelockt hatte.
Speaker 0: Kommende Woche um diese Zeit würde der riesige Raum bereits weihnachtlich geschmückt sein, denn dann war der erste Advent.
Speaker 0: Der Gedanke stimmte sie wehmütig.
Speaker 0: Na, wie geht's dem fünften Rad am Wagen?
Speaker 0: Jean drehte sich um.
Speaker 0: Cerurus, wer sonst?
Speaker 0: Dasselbe könnte ich dich fragen, erwiderte sie angesäusert.
Speaker 0: Hab ich dir doch prophezeit, dass es so laufen wird.
Speaker 0: Deslyderon grinste, doch es war ein reichlich verbittertes Grinsen, wie Jean fand.
Speaker 0: Ja, das hast du, bestätigte sie.
Speaker 0: Und trotz allem sitzen wir im selben Boot, du und ich.
Speaker 0: Wir beide werden nie im selben Boot setzen.
Speaker 0: Wieder sprach Severus Snape und warf seinen Kopf hochmütig zurück, sodass seine heute ausnahmsweise mal wieder gewaschenen Haare mitschwangen.
Speaker 0: Denn mein Boot heißt Slytherin.
Speaker 0: Gut, dann eben nicht, meinte Jean Leichtin.
Speaker 0: Ich wollte damit auch nur sagen, dass du bei Lilie genauso abgemeldet bist wie ich.
Speaker 0: Noch mehr eigentlich.
Speaker 0: Mich haben sie nämlich nicht ausgestoßen.
Speaker 0: Ich beschäftige mich bloß mit anderen Dingen.
Speaker 0: Wem du mal wieder die Schuld in die Schuhe schieben kannst, wenn was von deinem Zeug verschwindet?
Speaker 0: fragte Lilis Verschmärter bester Freund Helmisch.
Speaker 0: Sag was du willst, jemand hat mir meinen Zauberstab gestohlen und dann wieder zurückgegeben, sagte Jean so laut, dass jeder in Höhe weiter es auch wirklich hören konnte.
Speaker 0: Wer das war weiß ich noch nicht, aber ich bin sicher, dass ich es früher oder später herausfinden werde.
Speaker 0: Da bist du bei Schneevelo sehr tot richtig, sagte eine Stimme hinter ihnen ebenso laut.
Speaker 0: Severus und Jean fuhren gleichzeitig herum und standen vor Sirius Black, der ein unverschämt selbstzufriedenes Lächeln zur Schaut ruck.
Speaker 0: Der sehr viel kleinere und rundlichere Peter begleitete ihn.
Speaker 0: Man hat mir nämlich zugetragen, der gute Schniefelus versuche sich derzeit an Veritasierung.
Speaker 0: Jean schaute sprachlos von Sirius zu Severus, dessen gleiche Wangen sich Rosa verfärbten.
Speaker 0: Verdammt, was wurde hier gespielt?
Speaker 0: Das konnte doch nicht stimmen.
Speaker 0: Trotzdem fühlte sie sich bemüßigt, ihrem eigenen Hausgenossen ordentlich eins vor dem Buch zu geben.
Speaker 0: Mach dich nicht lächerlich, Black.
Speaker 0: Kein Schüler, egal wie intelligent, ist jeder hintergekommen, wie man Veritaserum braut.
Speaker 0: Sie schaute ihn streng an.
Speaker 0: Die Rezeptur ist streng geheim und nur Professor Slakhorn wird sie kennen.
Speaker 0: Vielleicht war es Cerurus ja auch nur deswegen errötet, weil er es schon als eine Ehre empfand von Sirius, einem der besten Schüler des gesamten Jahrgangs, die seit Tat bezichtigt zu werden.
Speaker 0: Für Schmeicheleien ihres Egos waren die meisten Leute anfällig.
Speaker 0: Es wäre aber nicht das erste Mal, dass sich der Professor bei jemandem verplappert, piepste eine helle Stimme und Jean brauchte eine Moment, um zu begreifen, dass es sich dabei um Peters handelte.
Speaker 0: Nachdem er geendet hatte, wurde Peter noch dunkler im Gesicht als Cerurus und versuchte so gut es ging, sich hinter Serious Rücken zu verbergen, der dazu aber nicht breit genug war.
Speaker 0: Ich habe ihn kaum je reden hören, außer wenn er im Unterricht vom Lehrer dran genommen wurde, dachte Jean voller Verwunderung.
Speaker 0: Ach, ist das so, erwiderte sie scheinheilig.
Speaker 0: Slakorn redete gern, das war ich schon an dem Abend klar geworden, als sie durch die Zeit gefallen war.
Speaker 0: Hast du überhaupt schon einmal Erfahrungen mit Veritaserum gemacht?
Speaker 0: fragte Serious sie mit schmalen Augen.
Speaker 0: Ich zumindest kenne das Zeug nur vom Hörensagen, und es wirkt nicht bei jedem.
Speaker 0: Beziehungsweise wirkt es schon, aber nicht im selben Maße bei allen, die es einnehmen müssen.
Speaker 0: Manch einer verräht dir vielleicht sein Düst, das ist Geheimnis.
Speaker 0: Doch das sind nur Leute, die besonders empfänglich dafür und leicht zu beeinflussen sind.
Speaker 0: Mit Slughorns Veritaserum habe ich zwar selbst noch keine Bekanntschaft gemacht, Aber ich glaube auch nicht, dass es besser ist, als das, welches vom Zaubereiministerium zum Verhören verdächtiger Personen verwendet wird.
Speaker 0: Gegen das Veritasieren, das ich kenne, hat niemand auch nur den Hauch einer Chance, Sister Jean ohne nachzudenken.
Speaker 0: Ah, ich vergaß, du kennst wohl nur die Tränke aus Frankreich, meinte Serious Fightsend.
Speaker 0: Ja, die müssen eine ganz andere Qualität haben, als die Unsregen, wie man an Asterix und Oberlix sieht.
Speaker 0: Denn obelix ist ja als Kind den Stärkungstrang gefallen, war es nicht so.
Speaker 0: Und seitdem ist er irre stark.
Speaker 0: Er, sonst immer so ernst, kicherte über seinen eigenen Scherz.
Speaker 0: Natürlich kannte Jean, die als Muggler zogen worden war, die Comicbuchreihe um die beiden mutigen Gallia.
Speaker 0: Und sie wollte auch gerade den Mund öffnen und etwas ähnlich Sarkastisches zum Besten geben, als er plötzlich etwas einfiel.
Speaker 0: Sirius hatte recht mit dem, was er sagte.
Speaker 0: Fast.
Speaker 0: Sie kannte Professor Slakons Veritaserum gar nicht.
Speaker 0: Sie kannte nur das von Professor Severus Snape aus den neunziger Jahren.
Speaker 0: Und das war perfekt.
Speaker 0: Es wirkte bei jedem, zumindest bei jedem Menschen, gleich gut.
Speaker 0: Aber handelte es sich dabei um Snape's ureigenste Rezeptur?
Speaker 0: Darüber hatte Jean sich nie Gedanken gemacht.
Speaker 0: Sie hatte einfach angenommen, dass Veritaserum seit Jahrhunderten auf exakt die gleiche Art und Weise hergestellt wurde, Ein Rezept, das von Generation zu Generation weitergereicht und nie verändert worden war.
Speaker 0: Konnte es sein, dass Cerurus etwas dran veränderte, das Ergebnis sozusagen verbessert hatte?
Speaker 0: Sie wagte nicht, den Slytherin, der noch immer neben ihr stand, anzusehen.
Speaker 0: Oh, hör mir auf mit der Fundenen Geschichten!
Speaker 0: Oh, hör mir auf mit der Fundenen Geschichten, blaffte sie black stattdessen an.
Speaker 0: Und nein, ich habe auch keine Ahnung von Veritaserum, Luke sie ihm ins Gesicht.
Speaker 0: und führte sich keinen Deutsch schlecht dabei.
Speaker 0: Sirius lachte nur und entfernte sich in Richtung Gryffindor-Tisch.
Speaker 0: Peter steuperte ihm nach wie ein junger Hund seinem Herrn.
Speaker 0: Die Tischordnung für den sonntaglichen Nachmittagstee war weniger strikt als zu den normalen Mahlzeiten.
Speaker 0: Man durfte sitzen, an welchem Tisch man wollte.
Speaker 0: Jean fasste Severus grob am Ärmel und zog ihn hinüber zum Tisch der Hufflepuffs.
Speaker 0: Direkt unter der Empore saß kein Mensch.
Speaker 0: Alle knubbelten sich dort, wo sie am weitesten von den Leeren entfernt waren.
Speaker 0: Gerade jetzt saßen am Lehrertisch nur Professor Flitwick, der sich keine Nachmittagstee entgehen ließ, und der Professor in Barsagen, Malachi Murphy, alias Professor Mobsos.
Speaker 0: Stimmt das etwa, was Sirius da sagt?
Speaker 0: flüsterte Jean Atemlos.
Speaker 0: Experimentierst du echt mit Wahrheitsserum?
Speaker 0: Komm, du weißt doch, wie Black ist.
Speaker 0: Der behauptet ständig, irgendwelches Hochtraben des Zeug, das nicht stimmt.
Speaker 0: Severus verzog das Gesicht.
Speaker 0: Er merkte wohl selbst, dass seine Ausflüchte nicht besonders schlüssig waren.
Speaker 0: Dieser bescheuerte Rumtreiber.
Speaker 0: Der bescheuerte Rumtreiber würde dir aber auch nie so einfach ein Kompliment machen, hie Jean dagegen.
Speaker 0: Und mit seiner Annahme macht er dir offen gestanden ein Riesenkompliment.
Speaker 0: Er hält dich für fähig besser zu sein als Slakornmensch.
Speaker 0: Severus brachte ein schiefes Grinsenzustande.
Speaker 0: Ich bin nicht besser als meine eigene Lehre, wiegelte er ab.
Speaker 0: Doch seine Wangen waren noch immer verdächtig gerötet.
Speaker 0: Da bin ich mir nicht so sicher.
Speaker 0: Jean behielt Severus genau im Auge, als sie dies sagte.
Speaker 0: Du bist ein Zaubertränke der Beste von uns allen.
Speaker 0: Das muss man neidlos anerkennen.
Speaker 0: Du bist besser als Serious, besser als James.
Speaker 0: Ja, du bist sogar besser als ... äh, als Lily.
Speaker 0: Severus sauvte auf den Saum seines Umhangs.
Speaker 0: Er öffnete den Mund, doch es kam ihm kein Danke oder irgendetwas anderes über seine Lippen.
Speaker 0: Aber vielleicht war er wirklich geschmeichelt.
Speaker 0: Vielleicht genoss er es, dass man ihm so etwas zutraut.
Speaker 0: Irgendwann murmelte er, ich übe manchmal allein.
Speaker 0: Versuche, meine Ergebnisse noch besser zu machen.
Speaker 0: Slakorn weiß das.
Speaker 0: Er hat mir schon mal den Raum aufgesperrt.
Speaker 0: Also unseren Unterrichtsraum zur Verfügung gestellt.
Speaker 0: Ich musste ihm nur versprechen, niemanden etwas von seiner Vorzugsbehandlung zu verraten.
Speaker 0: Später haben wir uns dann manchmal über die Experimente unterhalten.
Speaker 0: Tut ihr das jetzt denn nicht mehr?
Speaker 0: Doch, ab und zu schon noch.
Speaker 0: Aber ich hatte zwischenzeitlich mal damit aufgehört.
Speaker 0: Weil du lieber anderen Leuten nachschnüffelst, anstatt ständig allein in einem dunklen Kerkert zu sitzen?
Speaker 0: Nachschnüffeln?
Speaker 0: Klar, so nennst du das.
Speaker 0: Cerurus rümpfte die Nase.
Speaker 0: Und ich behaupte, dass Black und Lupin nicht gut für Hogwarts sind.
Speaker 0: Warum ausgerechnet die beiden?
Speaker 0: Und hast du es nicht auch besonders auf James Potter abgesehen?
Speaker 0: Potter, sagt es Severus verächtlich.
Speaker 0: Der ist im Grunde genauso ein Mitläufer wie Pettigrew, nur merkt man's ihm nicht so an, weil er ja so ein achso-toller Quidditch-Spieler ist.
Speaker 0: Jean seufzte.
Speaker 0: Severus' Verbitterung war beinahe greifbar.
Speaker 0: Doch so sehr sie ihn auch bearbeitete, warum er der Ansicht war, dass die beiden anderen Rumtrauber der Schule Schaden zufügen könnten, Severus Snape weigerte sich kategorisch mehr dazu zu sagen.
Speaker 0: Nach dem Abendessen sprach Jean Lilly im Gemeinschaftsraum, wo sie zwei der begehrten Sessel am Kamin occupiert hatten, auf Serious Bemerkung an.
Speaker 0: Nicht jedoch auf Severus kleines Geständnis, das sie nicht ausplaudern wollte, weil er ... nun, weil er es eben nur ihr erzählt hatte.
Speaker 0: Ganz ehrlich, es würde mich nicht wundern, meinte Lilly, steckte einen Finger zwischen die Seiten des Buches, das sie gerade las, und sah Jean nachdenklich an.
Speaker 0: Er sieht, dass die Rumtreiber Geheimnisse haben und will selber auch welche haben, weil ihn das in den Augen der anderen vielleicht aufwertet, weil es ihn interessanter macht.
Speaker 0: Aber kannst du dir vorstellen, dass er was erfunden hat, dass besser ist, als das, was Slakkon zusammen mischt?
Speaker 0: Lily zogte mit den Achseln.
Speaker 0: Seth hat ein Händchen für Zaubertränke, das steht außer Frage.
Speaker 0: Aber besser als sein Mentor?
Speaker 0: Ich weiß nicht.
Speaker 0: Sie schwieg eine Weile.
Speaker 0: Fützt du dich eigentlich zurückgesetzt?
Speaker 0: Jetzt, da für Bill wieder da ist, fragte sie Jean direkt.
Speaker 0: Nein, tu ich nicht, antwortete Jean ein bisschen zu schnell.
Speaker 0: Du fragst mich doch immer, ob ich mit euch was unternehmen will, aber mir ist einfach nicht danach.
Speaker 0: Es ist nicht mein Ding, aber mach dir bitte darüber keine Gedanken.
Speaker 0: Ich mach mir aber schon Gedanken, wenn du neuerdings ständig mit meinen besten Freunden herumhängst.
Speaker 0: Jean stöhnte.
Speaker 0: Nicht das schon wieder.
Speaker 0: Severus und ich hängen nicht herum.
Speaker 0: Wir haben heute zusammen ein Tee getrunken und ich habe versucht herauszufinden, was er mit seiner freien Zeit zu anfängt, die er inzwischen ja im Überfluss hat, seit du dich von ihm distanziert hast.
Speaker 0: Das klingt jetzt so, als würdest du mir die Schuld geben.
Speaker 0: Anklagen soll Lelisi an.
Speaker 0: Hast du mir nicht selber dazu geraten, mich zurückzuziehen?
Speaker 0: Ich setzte Jean an, doch Lelisi ließ sie nicht ausreden.
Speaker 0: Es ist nicht das erste Mal, dass mir das auffällt, weißt du?
Speaker 0: Ich lege ihn ab, du gabelst ihn auf.
Speaker 0: Wenigstens könntest du zugeben, dass du ihn gar nicht so schlimm findest, wie du mal behauptet hast.
Speaker 0: Er tut mir halt irgendwie leid, mummelte Jean ertappt.
Speaker 0: Aber er macht es einem nicht gerade leicht, ihn zu mögen.
Speaker 0: Richtig, so war es bei uns auch, als wir uns kennenlernten damals in Corkworth.
Speaker 0: Aber soll ich mich jetzt schlecht fühlen, weil ich ihm nicht mehr zuhören will, wenn er über seine verqueren Ansichten schwadroniert?
Speaker 0: Nein, natürlich soll zu dich deswegen nicht schlecht fühlen, rief Jean ein wenig zu laut.
Speaker 0: Dämpfte ihre Stimme jedoch sofort wieder, als ein paar Mitschüler, die an den Tischen ringsum saßen, neugierig in ihre Richtung blickten.
Speaker 0: Aber du solltest es auch nicht komisch finden, wenn dafür ich mit ihm rede.
Speaker 0: Es ist schon ein ziemlich blödes Gefühl ausgestoßen zu sein.
Speaker 0: Eins, das ich im Übrigen auch kenne.
Speaker 0: Ja, seit neuestem.
Speaker 0: Glaubst du ich nicht?
Speaker 0: Ich habe dir doch erzählt, wie es mir wegen für Bill ging.
Speaker 0: Lilis Katzen augenschienen, Glut zu sprühen.
Speaker 0: Ja, das hast du.
Speaker 0: Aber trotzdem wirst du immer zu den beliebten Schülern zählen, meinte Jean mit Nachdruck.
Speaker 0: Du bist hübsch und intelligent, entstammst keiner zweifelhaften oder kapoten Familie.
Speaker 0: Du doch auch nicht, fuhr Lilly auf.
Speaker 0: Warum erzählst du mir so einen Quatsch?
Speaker 0: Ich bin nicht hübsch, brummte Jean.
Speaker 0: Meine Haare sind seltsam geschnitten und ich hab Hasenzähne.
Speaker 0: Bist du jetzt auf Mitleid aus?
Speaker 0: Ich glaube, wir kommen irgendwie vom Thema ab.
Speaker 0: Lilly knallte ihr Buch zu.
Speaker 0: Ich weiß ja nicht, was ich eigentlich will, sagte Jean im flehendlichen Ton.
Speaker 0: Jetzt bloß nicht auch noch in handfestem Streit mit Lilly.
Speaker 0: Ich glaub, das kann ich dir sagen, schnappt der Lilly, die sich inzwischen aus ihrem bequemen Sessel erhoben hatte.
Speaker 0: Du bist doch sauer und eifersüchtig wegen für Bö, obwohl du das jedes Mal, wenn ich dich frage, verleugnet ist.
Speaker 0: Und deswegen schmeißt du dich jetzt an Zephran, um mir eins auszuwischen.
Speaker 0: Viel Spaß mit ihm kann ich dir nur wünschen.
Speaker 0: Sie griff nach ihrem Umhang, den sie über die Armlehne geworfen hatte, ging davon und eilte die Stufen zum Schlafstall hoch.
Speaker 0: Jetzt schloss Jean die Augen.
Speaker 0: Dieser Schuss war ja mal so völlig nach hinten losgegangen.
Speaker 0: Kapitel eighty-six, eine ungewöhnliche Beobachtung.
Speaker 0: Die neue Woche begann grau und trostlos.
Speaker 0: Die letzten Laubbäume auf dem Schulgelände verloren ihrer Blätter, Und wenn man nicht gerade Wasser und durch lässiges Schuhwerk trug, wurden einem die Füße bei jedem achso kurzen Aufenthalt im freien Nass und Kalt.
Speaker 0: Pflegemagischer Geschöpfe wurde zum neuen Hassfach erklärt und auch der Unterricht im Schloss wurde immer unangenehmer, weil die einzelnen Feuer in den Kaminen nicht ausreichten, das alte Gemäuer zügig aufzuheizen.
Speaker 0: Einzig und allein Kräuterkunde im beheizten Gewächshaus II war noch einigermaßen zu ertragen.
Speaker 0: Lilly verhielt sich Jean gegenüber mindestens genauso unterkühlt wie das Schloss zu einem Schül entgegenüber.
Speaker 0: In Kräuter Kunde am Dienstag, dem Fach, in dem die Gryffindors von Professor Sprout zusammen mit den Ravenclaws unterrichtet wurden, setzte sie sich sogar mit für Böd zusammen, sodass Jean nichts anderes übrig blieb, als bei der Partneraufgabe mit Bredika zusammenzuarbeiten, was zwar ebenso effektiv, aber nur halb so lustig war.
Speaker 0: Neben ihnen saß Remus über ein paar stinkende Blumenzwiebeln gebeugt.
Speaker 0: Er war ziemlich blass im Gesicht und schien selbst in der feuchten Wärme des Gewächshauses zu frieren.
Speaker 0: Jean konnte es ihm nachempfinden, die Zwiebeln, die sich innerhalb von ein paar Wochen zu ausgewachsenen Plakentinien entwickeln würden, stanken bestialisch und mehr als die Hälfte der Schüler hatte sich Wäscheklammern auf die Nasen gesetzt.
Speaker 0: Auch beim gemeinsamen Mittagessen schien es Remus nicht besser zu gehen.
Speaker 0: Jean, die keinen Sinn darin sah, Lili noch länger am Rockzipfel zu hängen, setzte sich stattdessen neben ihn.
Speaker 0: Allerdings schien der Junge nicht sonderlich interessiert daran, ein Gespräch mit ihr zu führen.
Speaker 0: Er blieb einsilbig, wenn sie ihn etwas fragte und aß auch kaum etwas.
Speaker 0: Hast du noch immer den Plakettin in gestankener Nase?
Speaker 0: fragte Jean als Remus, Messer und Gabel beiseitelegte, obwohl er von den Speckpfannkuchen noch nichts angerührt hatte.
Speaker 0: Ja, gab er zur Antwort.
Speaker 0: Die Dinger waren echt ausgesprochen ekelig.
Speaker 0: Jean wollte noch etwas anderes fragen, doch er winkte ab.
Speaker 0: Nimmst mir nicht übel, aber ich gehe hoch.
Speaker 0: Hoch zu uns in den Turm, wunderte sich Jean.
Speaker 0: Aber in fünf Minuten steht er schon wieder Zauberkunst an.
Speaker 0: Mir ist nicht gut, nur Schulteremos.
Speaker 0: Vielleicht war mit dem Frühstück was nicht in Ordnung.
Speaker 0: James, der das Gespräch mit angehört hatte, drehte sich zu ihm um.
Speaker 0: Sein Blick wirkte wachsam auf Jean.
Speaker 0: In halbe Schule ist er kältet, mein Freund.
Speaker 0: Ich habe auch ein Kratzen im Hals.
Speaker 0: Lass dir doch von Poppy was geben und komm da nachfällst du dich besser
Speaker 0: füllst.".
Speaker 0: Seelius und Peter, die sich gegenüber saßen, warfen sich einen kurzen Blick zu.
Speaker 0: Ja, es geht etwas um, piepste Peter zustimmend.
Speaker 0: Mir ist auch irgendwie knodderig zumute.
Speaker 0: Jean musterte den dicklichen Jungen.
Speaker 0: Seine Wangen waren leicht gerötet, wie immer.
Speaker 0: Er sah eigentlich ganz frisch und unter aus.
Speaker 0: Aber er hatte recht.
Speaker 0: Rings um sie herum schnupften und husteten eine Menge Schüler.
Speaker 0: Es wäre kein Wunder, wenn auch Remus sich mit etwas angesteckt hätte.
Speaker 0: Professor Flitwick verzog keine Mine als Remus, erst eine halbe Stunde nachdem sein Unterricht begonnen hatte, in seinem Klassenzimmer auftauchte.
Speaker 0: Der feingliederige Junge sah nicht unbedingt besser aus als am Vormittag.
Speaker 0: Er war noch immer sehr blass und setzte sich, ohne ein Wort zu verlieren, auf seinem Platz, wo Jean ihn aufmerksam im Auge behielt.
Speaker 0: Remus wirkte nervös und gereizt.
Speaker 0: Als Peter sich vor einen kurzen Moment seine Feder auslie, um damit zu schreiben, reagierte der sonst so ruhige Junge ungehalten und schnappte sich ihm weg.
Speaker 0: Wieder warfen Sirius, James und Peter ineinander Blicke zu.
Speaker 0: Peter zogte mit den Axeln, machte eine entschuldigende Geste und kramte unter seinen Sachen nach seiner eigenen Feder.
Speaker 0: Jean registrierte die nonverbale Interaktion zwischen den drei Jungen mit Interesse, wandte sich danach aber wieder dem Unterricht zu.
Speaker 0: Als es zu Pause läutete, hast du Teremus an allen anderen vorbei und verließ den Raum als Erster.
Speaker 0: Was mag mit ihm sein, wandte sich Jean-Andélie, weil sie vor einen kurzen Moment vergessen hatte, dass sie beide zur Zeit nicht miteinander redeten.
Speaker 0: Er hat kein gutes Immunsystem, gab Lily zur Antwort.
Speaker 0: Sie klang desinteressiert.
Speaker 0: So ist er halt.
Speaker 0: Er nimmt alles mit, was irgendwo in der Luft liegt.
Speaker 0: Da kann man nichts machen, ist wahrscheinlich erblich bedingt.
Speaker 0: Sie warf ihr langes, rotes Haar wie einen blickdichten Vorhang zwischen sich und Jean und stand auf.
Speaker 0: Bis in Arithmatik.
Speaker 0: Während der zehnminütigen Pause, tigerte Jean auf den Fluren auf und ab.
Speaker 0: Irgendetwas lag in der Luft, das fand auch sie.
Speaker 0: Alle schienen unruhig und gereizt zu sein, Lehrer wie Schüler.
Speaker 0: Aber konnte das lediglich ein Erkältungsvirus sein?
Speaker 0: Remus hatte das Fach Arithmatik nicht belegt, also sah sie ihn bis zum Abendessen nicht wieder.
Speaker 0: Als er dort auftauchte, sah er jedoch schlimmer aus denn je.
Speaker 0: Jean, die sich schräg gegenüber von ihm gesetzt hatte, konnte sehen, wie seine Hände zitterten.
Speaker 0: Und nicht nur die Hände.
Speaker 0: Sein ganzer Körper bebte und sie sprach ihn darauf an, ob er unter Schüttelfrost littte.
Speaker 0: Remus schüttelte nur den Kopf und Jean konnte sich davon überzeugen, dass seine Gesichtshaut nicht etwa fiebrig rot, sondern im Gegenteil sehr blass war.
Speaker 0: Sie wollte ihn davon überzeugen, noch einmal auf der Krankenstation vorbei zu schauen, als James sich einmischte.
Speaker 0: Jetzt lass schon gut sein Pearlman.
Speaker 0: Der Junge mit dem unordentlichen braunen Haar, das dem Harrys so ähnlich war, klang genervt.
Speaker 0: Er war heute Nachmittag schon dort und die gute alte Poppy hat ihn wieder gehen lassen.
Speaker 0: Wieso eigentlich?
Speaker 0: fragte Jean.
Speaker 0: Wenn er ansteckend ist, dann ist es doch höchst fahrlässig ihn nicht im Krankenflüge zu belassen, oder?
Speaker 0: Soll er die ganze Schule anstecken?
Speaker 0: Sie sah sich um.
Speaker 0: Bei den Hufflepuffs fehlen mindestens zwei Schüler hab ich erfahren.
Speaker 0: Sie sind bereits im Krankenflügel, weil sie hoch ansteckend sind.
Speaker 0: Warum ist Remus nicht auch dort?
Speaker 0: Remus hob den Kopf und sah Jean an, seine Augen waren gerötet.
Speaker 0: Es ist alles in Ordnung, ja?
Speaker 0: Du brauchst dich nicht, um mich zu kümmern.
Speaker 0: Wenn Poppy sagt, dass ich in Ordnung bin, dann bin ich es auch.
Speaker 0: Wenn du das sagst.
Speaker 0: Trotzdem kam es Jean so vor, als wäre die Stimmung um sie herum weiterhin angespannt.
Speaker 0: Doch vielleicht täuschte sie sich auch.
Speaker 0: Lily saß ein paar Plätze von ihr entfernt bei Bredika, Brüher und Mary, auf die verzauberte Decke der großen Halle prasselte Starkregen.
Speaker 0: Ein typischer Herbstabend trist und ungemütlich.
Speaker 0: Jean glitt von der Bank, da ließ die Halle und begab sich heimlich zur Schulbibliothek, wo sie versuchte, die Eingangstür mithilfe ihrer Erinnerung an Madame Pins Zauberstabbewegungen zu öffnen, soweit sie sich an sie erinnern konnte.
Speaker 0: Doch vergeblich.
Speaker 0: Jean säufzte enttäuscht.
Speaker 0: Sie hatte sich sämtliche Bücher über Zaubersprüche vorgenommen, deren sie hatte Harphaft werden können, doch dieser spezielle Spruch bzw.
Speaker 0: die Stabbewegungen waren nirgendwo erwähnt worden.
Speaker 0: Doch wie sonst sollte sie Zugang zu den Büchern in der verbotenen Abteilung bekommen?
Speaker 0: Hinter dem einen, lose, gespannten Seil, verbargen sich vielleicht die Antworten zu all ihren Fragen und sie kam einfach nicht an sie heran.
Speaker 0: Frustriert wanderte Jean einmal um den gesamten vierten Stock herum.
Speaker 0: Der Wind holte ums Schloss und an einem Fenster konnte Jean einen deutlichen kalten Luftzug spüren und sogar hören.
Speaker 0: Immer wieder pfiffen Windböen durch einen Spalt und sie erkannte, dass das Fenster nicht richtig geschlossen worden war.
Speaker 0: Also trat sie heran und streckte ihre Hand nach dem Griff aus, um es richtig zuzumachen.
Speaker 0: Dabei fiel ihr Blick hinaus auf das dunkle Schlossgelände.
Speaker 0: Zwischen den Rennsalen von Regenwasser, die an der Scheibe herunterflossen, konnte sie deutlich zwei kleine Lichtquellen dort unten ausmachen, zwei bleiche Strahlen wie aus den Spitzen zweier Zauberstäbe.
Speaker 0: Mit der Hand am Fenstergriff lieb Jean dort stehen und starte hinunter.
Speaker 0: Dann öffnete sie vorsichtig das Fenster ein Stück und hielt es fest, damit es ihr nicht vom Sturm aus der Hand gewählt wurde, gegen die Wand schlug und zerbrach.
Speaker 0: Sie blickte in Richtung des verbotenen Waldes, direkt auf die peitschende Weide, um genau zu sein, Die beiden Lichter waren unterdessen stehen geblieben und Jean meinte, eine ungewöhnlich helle Gestalt war zu nehmen.
Speaker 0: Konnte das einer der Geister sein?
Speaker 0: Das erschien ihr jedoch unwahrscheinlich, wusste sie doch, dass die Geister sich meist nur innerhalb der Schlossmauern aufjieten.
Speaker 0: Die zweite Person war nicht zu erkennen, dafür war es zu finster draußen.
Speaker 0: Nun wurde der Stamm der peitschenden Weide vom Schein bei der Lichter angestrahlt, Doch Jean war zu weit entfernt, um genauer sehen zu können, was dann geschah.
Speaker 0: Plötzlich hörte sie hinter sich Schritte und schrag zusammen.
Speaker 0: Der Fenstergriff wurde ihr vom Wind aus der Hand gerissen und der Rahmen schlug hart gegen die Wand, doch zum Glück zersplitterte die Scheibe nicht.
Speaker 0: Rasch schloss Jean das Fenster und wandte sich der Gestalt zu, die durch den Gang auf sie zukam.
Speaker 0: Zu ihrer Überraschung handelte es sich dabei um Malachi Murphy, den Professor für Wahrsagen.
Speaker 0: – Guten Abend, Miss Pearlman!
Speaker 0: begrüßte sie der Lehrer.
Speaker 0: – Was tun sie denn hier so ganz allein?
Speaker 0: Sein breites freundliches Grinsen zeigte keinerlei argwohn.
Speaker 0: – Oh, ich, äh, Jean überlegte schnell.
Speaker 0: Die beweglichen Treppen haben mich per Zufall hergeführt und dann habe ich gemerkt, dass das Fenster hier nicht richtig geschlossen war.
Speaker 0: – Dieser ständige Wind, Murphy trat säufzend neben sie und untersuchte das Fenster.
Speaker 0: Leider verstehe ich mich nicht auf handwerkliche Tätigkeiten.
Speaker 0: Ich werde Mr.
Speaker 0: Films Bescheid geben, dass er sich morgen darum kümmern kann.
Speaker 0: Er beugte sich vor und blickte hinaus.
Speaker 0: Der Mond ist fast voll.
Speaker 0: Wir werden morgen früh einen ziemlich interessanten Unterricht haben, schätze ich.
Speaker 0: Der volle Mond rückt sich günstig auf das Fachwarsagen aus.
Speaker 0: Wussten Sie das?
Speaker 0: Es ist als würde er Licht in den geheimnisvollen Nebel der Vorhersagen bringen.
Speaker 0: Ich nutze ihn gern für meinen Unterricht.
Speaker 0: Jean nickte höflich.
Speaker 0: Sie interessieren sich nicht sonderlich für die hohe Kunst der Weißsagung, nicht warmes Pearlman?
Speaker 0: Murphy schützte seine wulstigen Lippen.
Speaker 0: Jean fühlte sich adept.
Speaker 0: Nun, ich ... ich vertraue eher Fakten, mummelte sie.
Speaker 0: Fakten in der Welt der Zauberei?
Speaker 0: fragte der Mann, den man gemeinhin den Mops nannte, belustigt.
Speaker 0: Verzeihen sie, aber sie müssen eine Muggelgeborene sein.
Speaker 0: Ja, das stimmt, gab Jean zu.
Speaker 0: Das ist nicht schwer zu erraten, denke ich.
Speaker 0: Es war auch keine Weißsagung, meinte Murphy mit einem kleinen Grinsen.
Speaker 0: Dann wurde er ernst.
Speaker 0: Ich werde das Gefühl nicht los, dass ein Geheimnis sie umgibt, Miss Perlman.
Speaker 0: Was?
Speaker 0: Jean erschrak.
Speaker 0: Wie, wie kommen sie denn darauf?
Speaker 0: Murphy runzte die Stirn und sah sie an.
Speaker 0: Sagen wir mal... So, ich verspüre spezielle Schwingungen, was sie betrifft.
Speaker 0: Was für Schwingungen?
Speaker 0: Jean musste an sich halten, um nicht sichtlich wütend zu werden.
Speaker 0: Wahrsagen war doch wirklich das Letzte.
Speaker 0: Ihr Lehrer schien ihre unterschwellige Aggression jedoch zu bemerken und hob beschwichtigend die Hände.
Speaker 0: Verzeihen Sie, ich hätte das vielleicht nicht erwähnen sollen, dass, äh, was sie aussenden ist, wieder positiv noch negativ zu verstehen.
Speaker 0: Es hat doch nichts mit Sympathie oder persönliche Interesse meinerseits zu tun.
Speaker 0: Mir kommt es jedoch so vor, als besäßen Sie, Miss Pullman, eine ganz besondere Seele.
Speaker 0: Ich hätte Lust dazu, Ihnen einen Horoscope zu erstellen, wenn Sie mir ein paar Eckdaten von sich verraten.
Speaker 0: Eine besondere Seele?
Speaker 0: Jean entspannte sich etwas.
Speaker 0: Meine Seele ist ganz bestimmt nicht anders als andere.
Speaker 0: Verschwenden Sie bitte keine Zeit mit Horoskopen.
Speaker 0: Ich glaube nicht daran.
Speaker 0: Aber nur für den Fall, dass sie doch recht haben mit ihrer Vermutung, wie könnte sich das ihrer Meinung nach äußern, Professor?
Speaker 0: Murphy zuckte mit den Schultern.
Speaker 0: Das kann ich noch nicht abschließend sagen.
Speaker 0: Er zwingerte.
Speaker 0: Er weiß, vielleicht erscheint mir die Erkenntnis hier in einer stürmischen Vollmond-Nacht.
Speaker 0: Er wandte sich zum Gehen.
Speaker 0: Gute Nacht, Miss Perlman.
Speaker 0: Wir sehen uns morgen früh im Unterricht.
Speaker 0: Und falls Sie es sich anders überlegen wegen Ihres Horoskopes, kommen Sie einfach auf mich zu.
Speaker 0: Nachdem Professor Murphy in Richtung seines Quartiers verschwunden war, ging Jean nicht unmittelbar in das Ihe zurück.
Speaker 0: Sie wandte sich wieder dem undichten Fenster zu, stieß es weit auf und beugte sich hinaus.
Speaker 0: Nichts war mehr zu erkennen, selbst die riesige peitschende Weide nicht.
Speaker 0: Nur direkt unter ihr waren einige helle Rechtecke zu erkennen, dort wo der Lichtschein aus dem beleuchteten Räumen im Untergeschoss auf das Gras fiel.
Speaker 0: Von der weiß gekleideten Person und dem Licht der beiden Zauberstäbe war kein Fönkchen mehr zu sehen.
Speaker 0: Enttäuscht, schloss Jean das Fenster wieder, suchte sich die nächste Treppe und lief hoch in den Gryffindor-Turm, wo sie James, Sirius und Peter lustlos vor einer Partiezauberschach vorfand.
Speaker 0: Wie geht es Remus, fragte sie an keinen bestimmten von ihnen gewandt.
Speaker 0: Hat er sich schon hingelegt?
Speaker 0: Er befindet sich im Krankenflügel.
Speaker 0: sagte Peter, der nicht selbst spielte, sondern nur das Spiel zwischen James und Sirius mit großen, verlangenden Augen verfolgte, reichlich gestellst.
Speaker 0: »Bist du jetzt zufrieden?« James gähnte, ohne sich die Hand vor den Mund zu halten.
Speaker 0: Sirius ignorierte Jeans Auftauchen völlig.
Speaker 0: »Ich finde es gut, dass er noch einmal hingegangen ist«, meinte Jean in belehrendem Ton, von dem sie wusste, dass er andere oft so Weißglut brachte.
Speaker 0: Es war das einzig vernünftige.
Speaker 0: Ich hoffe, es ist noch nicht zu spät und er hat euch alle angesteckt mit seiner Erkältung.
Speaker 0: Und wenn schon, Serious sprach mit Schleppender des interessierter Stimme.
Speaker 0: Für als einer von uns zu nießen anfängt, gehen wir hoch und holen uns eine Erkältungstrunk von ihr ab.
Speaker 0: Oder von Slakon, er kann das auch ganz gut.
Speaker 0: Dein Springer ist gleich völlig, sagte er dann zu James und die drei vertieften sich wieder in das Brettspiel.
Speaker 0: Es blieb Jean nichts anderes übrig, als zu gehen.
Speaker 0: Eine Weile rang sie mit sich, ob sie sich zu Lilly setzen sollte, die am Kamin saß und in einem Buch laß, doch sie liest den Gedanken ziehen.
Speaker 0: Nicht, weil sie Lilly böse war, eher im Gegenteil.
Speaker 0: Es war besser, Abstand zu halten.
Speaker 0: Am nächsten Morgen besuchten die Schüler Gryffindors Malachi Murphy im Nordturm.
Speaker 0: Der Tag begann die, sich und Trübe, von einem volle Mond vor, vor den Fenstern keine Spur zu sehen.
Speaker 0: Trotzdem beharte der Professor darauf, dass besonders die schwachen Schüler dieses Faches Und so Jeans Missvergnügen.
Speaker 0: zählte er sie offenbar dazu, am heutigen Tag genauestens auf ihre Ergebnisse beim Benutzen der Kristallkugel zu achten hatten.
Speaker 0: Jeans sah es wie immer lustlos an einem Zweiertisch mit Lilly, die sie höflich jedoch kühlbehandelte.
Speaker 0: Jeans Gedanken wanderten zu Cerurus.
Speaker 0: Hatte er das Fach Wahrsagen ebenfalls belegt?
Speaker 0: Sie verzweifelte es.
Speaker 0: Cerurus schien ein noch analytischerer Geist zu sein, als sie selbst.
Speaker 0: Mit solch zweifelhaften Hokus-Pokus würde er sich niemals abgeben.
Speaker 0: Warum hatte sie bloß dieses Fach gewählt?
Speaker 0: Beziehungsweise, warum hatte sie keinen Einspruch erhoben, als McGonagall ihr den Stundenplan für dieses Schuljahr gegeben hatte?
Speaker 0: So wie sie es verstanden hatte, war Wahrsagen noch immer ein Wahlfach, oder?
Speaker 0: Sie sollte wirklich noch einmal mit ihrer Hauslehrerin reden.
Speaker 0: Alterunen klang doch einfach viel besser als dieser Mist hier.
Speaker 0: Die Aufgabe für die heutige Stunde lautete, wie wird mein Tag?
Speaker 0: Eine relativ leichte Aufgabe fand Jean.
Speaker 0: Sie erwartete nichts vom heutigen Mittwoch, konnte sich also eine Menge langweiliges Zeug ausdenken.
Speaker 0: Außerdem fragte sie sich, wie der unsichtbare Vollmond ihr bei diesem Unterfangen wohl helfen sollte.
Speaker 0: Nach dem Unterricht würde sie einmal mehr hinab in die Bibliothek stiefeln, wo sie zum X-Tmal versuchen würde, Madame Pines das Geheimnis für das Verschließen der Tür abzuluchsen.
Speaker 0: Gerade war Lily mit der glänzenden Kugel beschäftigt.
Speaker 0: Jean Gante beobachtete Träge die anderen und Professor Murphy, der von einem Tisch zum anderen ging, um die Fortschritte seiner Schüler zu begutachten.
Speaker 0: Ihr kam Professor Dumbledore in den Sinn.
Speaker 0: Während der letzten Wochen hatte sie ihn kaum zu Gesicht bekommen.
Speaker 0: Auch im Jahr nineteenhundertdrehenneunzig hatte sie so gut wie keinen persönlichen Kontakt zu ihm gehabt, doch zumindest hatte sie ihn ab und an in der großen Halle beim Essen gesehen oder im Vorübergehen in der Eingangshalle.
Speaker 0: Zur Zeit jedoch schien der Schulleiter mit wichtigen Dingen beschäftigt, die ihnen sogar daran hinderten, an den alltäglichen Schulritualen wie den Mahlzeiten teilzunehmen.
Speaker 0: Jean, die jeden Morgen aufmerksam den Tagespropheten las, konnte sich vorstellen, dass er viel Zeit im Londoner Zauberallministerium zubrachte, um mit anderen zusammen darüber zu beraten, ob und wie man gegen Lord Voldemort und seine ständig wachsende Gefolgschaft vorgehen sollte.
Speaker 0: Gerade an diesem Morgen hatte Jean mal wieder eine vermissten Anzeige in der Zeitung gefunden.
Speaker 0: Es waren immer erwachsene Zauberer oder Hexen, die urplötzlich verschwanden, ohne bei ihren nahen Angehörigen eine Botschaft zu hinterlassen, wohin sie gegangen waren.
Speaker 0: Man glaubte inzwischen nicht mehr an Zufälle.
Speaker 0: Man zweifelte sogar daran, so hatte zumindest Jean zwischen den Zahlen gelesen, dass die betreffenden Personen noch lebten.
Speaker 0: Sie allein wusste, wie richtig sie damit lag.
Speaker 0: Von denen, die während Voldemorts erster Schreckensherrschaft verschwunden waren, war so gut wie keiner wieder lebend aufgetaucht.
Speaker 0: Mit Ausnahme derer, die verschwunden waren, um sich ihm anzuschließen.
Speaker 0: Doch auch von denen hatten viele nicht überlebt oder saßen heute in Askaban ein.
Speaker 0: Nachdem Lily ihre Aufgabe in die Kristallkugel zu sehen erledigt hatte, schub sie diese Jean mit bedeutungsvollem Blick auf ihrem Samtkissen zu und machte sich daran, ihre Ergebnisse zu Pergament zu bringen.
Speaker 0: Ich werde heute außergewöhnlich viel essen und viel Zeit allein in meinem Bett verbringen, mummelte sie beim Kritzeln.
Speaker 0: Die Farbe rot ist vorherrschend.
Speaker 0: Da ist was Wahres dran.
Speaker 0: Woher weiß dieses Ding, dass ich heute Nacht meine Tage bekommen habe?
Speaker 0: Jean kicherte leise.
Speaker 0: Das selbe gilt für mich.
Speaker 0: Vielleicht sollte ich mir den Humbug sparen und genau das abschreiben, was du gesehen zu haben glaubst.
Speaker 0: Das kannst du wegen mir gerne tun.
Speaker 0: Lilly krimmte sich auf ihrem Stuhl zusammen.
Speaker 0: Ganz offensichtlich hatte sie Bauchkrämpfe.
Speaker 0: Dann erhob sie sich, bleich im Gesicht.
Speaker 0: Professor Maffi, darf ich die Toilette aufsuchen?
Speaker 0: Natürlich durfte sie.
Speaker 0: Während Lilly einen schnellen Abgang machte, starb der Jean weiterhin lustlos in die Kristallkugel vor ihr auf dem Tisch, in der immerwährende Nebelschwaden herumwirbelten, mal langsamer, mal schneller.
Speaker 0: Sie hatte während der Nacht nicht gut geschlafen.
Speaker 0: Wahrscheinlich lag es am Vollmond.
Speaker 0: Ihr waschen öfter aufgefallen, dass sie nicht so schnell wie sonst einschlief, wenn die kreisrunde Scheibe hoch am Himmel stand.
Speaker 0: Eigentlich blickte Jean gar nicht in die Kugel, sondern starte bloß ins Leere.
Speaker 0: So spannend und nervenaufreibend die ersten zwei Wochen im Hogwarts der Siebziger gewesen waren, so sehr langwalte sie sich jetzt.
Speaker 0: Sie kam einfach nicht voran.
Speaker 0: Und sich zurücklehnen und darauf vertrauen, dass irgendwer sie hier abholte, konnte sie nicht.
Speaker 0: Sie musste weiterhin Initiative zeigen.
Speaker 0: Die siebziger Jahre kamen ihr grauer und düsterer vor denn je.
Speaker 0: Sie sehnte sich zurück in eine Zukunft, in der sie nicht wusste, was passieren würde.
Speaker 0: Nun ja, hier und heute wusste sie auch nicht wirklich genau, doch sie konnte sich an bestimmten Ereignissen entlanghangeln und davon war kein einziges gut.
Speaker 0: Ihre Frustration war so greifbar wie der Nebel unter der Glä, seinen Oberfläche der rätselhaften Kugel vor ihr.
Speaker 0: Nichts war darin zu sehen, was sie auch nur einen winzigen Anhaltspunkt dazu geben würde, wie ihr Tag werden mochte.
Speaker 0: Sie konnte genauso gut aufgeben.
Speaker 0: Professor Murphy wusste ohnehin schon, dass sie die Gabe nicht besaß.
Speaker 0: Sie konnte sich einfach in die unergründlichen Nebel hineinfallen lassen.
Speaker 0: Die schweren Lieder schließen, meine Mütze voll Schlaf nehmen.
Speaker 0: Nur ein paar Minuten, bis Lilly zurückkam.
Speaker 0: Dann würde sie sie fragen, ob sie ihr dabei helfen könnte, sich etwas plausibel klingendes auszudenken.
Speaker 0: Sie würde sie fragen, das wirbelnde Weiß verschwand und Jean sank in dämrige Schläfrigkeit.
Speaker 0: Sie sah so viel wie vorher auch, nämlich gar nichts.
Speaker 0: Dafür hörte sie umso mehr.
Speaker 0: Die Schüler redeten untereinander, laut, zu laut.
Speaker 0: Wie unverscherned Professor Murphy gegenüberdachte sie, er wies alle stets an ihre Stimmen gesenkt zu halten.
Speaker 0: Wenn man durch Geräuschquellen abgelenkt wurde, war es sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich, gute Vorhersagen zu machen.
Speaker 0: Einer, der wie üblich besonders laut redete, war James.
Speaker 0: Es kam oft vor, dass er mit irgendwelchem Schabernack den Unterricht störte, vor allem in diesem Fach.
Speaker 0: Erschien die Aufmerksamkeit zu brauchen, das ergerte Jean.
Speaker 0: Sie wollte ihn am liebsten zurechtweisen, konnte sich jedoch nicht aufraffen, so müde, wie sie sich fühlte.
Speaker 0: Er ist.
Speaker 0: nach einiger Zeit fiel hier auf, dass James Stimme nicht ihren lustigen, vorlauten Klang wie sonst hatte.
Speaker 0: Im Gegenteil, er klang sehr aufgeregt.
Speaker 0: War er etwa wütend?
Speaker 0: Nein.
Speaker 0: Nein, er war ... er hörte sich ängstlich an.
Speaker 0: Seltsam.
Speaker 0: Sa er womöglich etwas in seiner Kristallkugel, das ihm bestürzte?
Speaker 0: Aber nein, das war bestimmt alles eine Show.
Speaker 0: Er wollte mal wieder Lilly beeindrucken.
Speaker 0: Vergeben er Liebesmüh, dachte Jean abwesend.
Speaker 0: Dilly war noch gar nicht wieder aus dem Waschrahmen zurückgekehrt.
Speaker 0: Dich nicht durchlassen, hörte sie James schreien.
Speaker 0: Ja, wirklich, er schrie aus vollem Halse.
Speaker 0: Was er zu sagen hatte, musste wichtig sein.
Speaker 0: Kein Schritt weiter!
Speaker 0: Du begibst dich in Lebensgefahr, Mann!
Speaker 0: Warum glaubst du mir nicht?
Speaker 0: Kehr um, solange du noch kannst!
Speaker 0: Jean vernahm lautes Keuchen.
Speaker 0: Ihr Interesse war milde geweckt.
Speaker 0: James und Sirius saßen einander ein paar Tische von ihr und Lily ein Fan gegenüber.
Speaker 0: Der kreisrunde Raum im Nordturm war wie immer abgedunkelt, doch jetzt war es so finster, dass Jean kaum die Hand vor den Augen sehen konnte.
Speaker 0: Blitze tanzen vor ihren Augen, bohrten sich in Wände, Wände aus Fels und Erde.
Speaker 0: Erde?
Speaker 0: Wieso Erde?
Speaker 0: Und warum standen sie auf zwei Seiten so eng beieinander?
Speaker 0: Weil du immer nur lügst, Potter!
Speaker 0: schrie Sirius zurück.
Speaker 0: Komisch wunderte sich Jean.
Speaker 0: Worüber mochten die beiden besten Freunde nur in Streit geraten sein?
Speaker 0: Doch halt, das war gar nicht zebels.
Speaker 0: Stimme, die sich hier war heller und sie klang wirklich bohshaft.
Speaker 0: Seit Monaten weiß ich, dass hier was ganz und gar nicht stimmt.
Speaker 0: Und heute Nacht werde ich dem Ganzen auf den Grund gehen.
Speaker 0: Nein wirst du nicht, heute Nacht wirst du sterben, wenn du nicht sofort von hier verschwindest.
Speaker 0: Wir beide sind in Lebensgefahr verflucht.
Speaker 0: nochmal.
Speaker 0: Wenn es wirklich so schlimm ist, sagte die zweite Stimme mit einem höhnischen Lachen.
Speaker 0: Dann renne doch auf zu McGonagall oder jemand anderen, der dich beschützt.
Speaker 0: Ich gehe weiter.
Speaker 0: Ich lass mich von dir nicht mehr verarschen.
Speaker 0: Die Zeit, um Hilfe zu holen, haben wir nicht.
Speaker 0: James Stimme war jetzt bloß noch entzischen.
Speaker 0: Er wird uns schon gehört haben.
Speaker 0: Wir sind schon zu nah dran.
Speaker 0: Du kannst nicht vor ihm davon laufen.
Speaker 0: Er ist hundertmal schneller als ... In der Ferne erklang ein Heulen.
Speaker 0: Nein, besser gesagt ein Brüllen.
Speaker 0: Weit weg.
Speaker 0: Und dann erklang das Trappeln von schweren Pfoten von irgendwo weit her.
Speaker 0: Nicht mehr ganz so weit weg.
Speaker 0: Jean stellten sich unwillkürlich die Nackenhaare auf.
Speaker 0: Plötzlich tauchte wie aus dem Nicht-Semurus-Gesicht-Feuer auf, beleuchtet von einem Zauberstab.
Speaker 0: Obwohl er gerade noch so mutige Dinge gesagt hatte, straffte sein Gesichtsausdruck ihn lügen.
Speaker 0: Lauf!
Speaker 0: schrie James irgendwo im Hintergrund unsichtbar.
Speaker 0: Lauf!
Speaker 0: Sonst stirbst du!
Speaker 0: Lelys Stimme irritiert von weit her.
Speaker 0: Jean schragt zusammen, sammelte sich.
Speaker 0: Im ersten Moment wusste sie nicht, wo sie war.
Speaker 0: Alles wirkte so düster und verschwommen.
Speaker 0: Wie zwischen zwei Welten zu stehen.
Speaker 0: Unheimlich.
Speaker 0: Mystisch.
Speaker 0: Hätte sie dieses Wort eigentlich jemals selbst benutzt, es passte so gar nicht zu ihr.
Speaker 0: Tut mir Leid.
Speaker 0: Sie musste herzhaft gähnen.
Speaker 0: Ich muss eingeschlafen sein.
Speaker 0: Seit wann schläftst du mit offenen Augen?
Speaker 0: Lele betrachtete sie aufmerksam, war ganz eindeutig beunruhigt.
Speaker 0: Hab ich das?
Speaker 0: fragte Jean überrascht.
Speaker 0: Ja, das hast du.
Speaker 0: Sie waren weit aufgerissen, als ob du etwas Schreckliches verfolgen würdest.
Speaker 0: Es war gruselig.
Speaker 0: Komisch, Jean rieb sich die Augen.
Speaker 0: Dabei konnte ich gar nicht sehen.
Speaker 0: Warum jedoch hatte sie auf einmal dieses schreckliche Gefühl, ein Gefühl der Angst, wenn nicht gar Panik?
Speaker 0: Es kostete sie alle Kraft, ihrer Freundin gegenüber die Gleichgötige zu spielen.
Speaker 0: Vom anderen Ende des Raumes kam Prof.
Speaker 0: Mafi auf sie zugealt.
Speaker 0: Ich habe sie beobachtet, Miss Perlman, sagte erbegierig.
Speaker 0: Haben sie etwas gesehen?
Speaker 0: Können sie ihrer Klasse etwas prophezeien?
Speaker 0: Ich könnte schwören.
Speaker 0: Es tut mir leid, aber ich bin bloß für einen Moment weggedämmert.
Speaker 0: Unterbrach Jean sein aufgeregtes Geplapper, bevor er den Rest der Klasse mit seinen Vermutungen in Aufruf versetzte.
Speaker 0: Ich bin so müde, dass ich mit offenen Augen eingeschlafen bin.
Speaker 0: Das ist das, was der Vollmond mit mir macht, nicht
Speaker 0: mehr.".
Speaker 0: Murphy schien enttäuscht, aber auch wachsam.
Speaker 0: Für den Rest der Stunde beobachtete er Jean genau.
Speaker 0: Diese versuchte sich so normal wie möglich zu verhalten, doch innerlich war sie in höchster Alarmbereitschaft.
Speaker 0: War sie wirklich bloß weggenickt?
Speaker 0: Sie hatte von James und Severus geträumt.
Speaker 0: Das war nicht weiter verwunderlich, schließlich hatte sie kurz vorher noch über Severus nachgedacht.
Speaker 0: Aber war das eben ein simpler Traum, beziehungsweise Tagtraum gewesen?
Speaker 0: Wo hatten die beiden sich befunden?
Speaker 0: Sie hatte lediglich die Stimmen der zwei Jungen gehört, oder nein?
Speaker 0: Halt!
Speaker 0: Am Ende hatte sie Seths Gesicht von Namen gesehen.
Speaker 0: Es hatte ängstlich gewirkt.
Speaker 0: James Gesicht hatte sie zu keiner Zeit gesehen, nur seine Stimme hatte sie gehört, seine Angst erfüllte, sich überschlagende Stimme, dann nur noch ein Flüstern.
Speaker 0: Er wird uns schon gehört haben, wir sind schon zu nah dran.
Speaker 0: Wer war er?
Speaker 0: Jean saß zu dem Tisch hinüber, an dem James Potter saß.
Speaker 0: Im Gegensatz zu Mary und Prüa, die Jean mit runden Augen beobachteten, unterhielt er sich leise mit Serious.
Speaker 0: Er schien keinerlei Sorgen zu haben, machte gerade irgendeinen Witz, über den sein Freund müde grinste und der Peter am Nebentisch zum Lachen brachte.
Speaker 0: Sie schüttelte leicht den Kopf, wie um die Vorstellung von eben aus ihrem Kopf zu vertreiben.
Speaker 0: Es war ein gruseliges Kammerspiel gewesen.
Speaker 0: Sie hatte die Gefahr, was mit Händen greifen können.
Speaker 0: War sie eigentlich ebenfalls da gewesen?
Speaker 0: Und falls ja, wo war das genau gewesen?
Speaker 0: Nur mal angenommen, wenn sie glaubte keine Sekunde daran, dass Murphy mit seiner Vermutung recht haben könnte, sie hatte eine reale Begebenheit in der Zukunft gesehen, eine, die sich innerhalb der nächsten vierundzwanzig Stunden tatsächlich ereignen würde, wo war sie selbst dann gewesen?
Speaker 0: Die Aufgabe hatte schließlich gelauter zu Prophezeien, wie ihr Tag werden würde, nicht der eines anderen.
Speaker 0: Wahrscheinlich hatte sie es mal wieder nicht richtig gemacht.
Speaker 0: Zu viele über Severus nachgedacht, warum auch immer.
Speaker 0: Immerhin bei Wahr sagen ganz einfach nicht ihr Fach.
Speaker 0: Es leutete zur Pause, alle packten ihre Sachen zusammen und stiegen die ausziehbare Leiter hinab.
Speaker 0: Als Nächstes stand eine Doppelstunde Zaubertränke auf dem Plan, danach Mittagessen.
Speaker 0: Auf dem Weg vom Nordtum hinab in die tiefsten Kerke lief Lilly voraus und traf sich in der Eingangshalle mit für Bö, die Jeanschüchtern zuwingte.
Speaker 0: Jean erwiderte den Gruß, blieb aber nicht stehen.
Speaker 0: Er wollte so schnell wie möglich hinunter in den Raum, in dem Slakon seinen Unterricht abzuhalten pflegte.
Speaker 0: Wahrscheinlich war er schon da.
Speaker 0: Nicht Slakon, sondern er, Cerurus.
Speaker 0: Er war meistens schon vor Ort, wenn Jean den langgezogenen Kacker betrat.
Speaker 0: So auch diesmal.
Speaker 0: Cerurus stand allein dort im Raum und wandte ihr den Rücken zu.
Speaker 0: Seine noch immer jungenhaft schmalen Schultern wirkten schon jetzt gebeugt.
Speaker 0: als trüge er schwer an einer unsichtbaren Last.
Speaker 0: Plötzlich und ganz unerwartet meinte Jean zu spüren, dass er sich in Gefahr befand.
Speaker 0: Ihr Herz begann schneller zu schlagen.
Speaker 0: Sie wollte auf ihn zugehen, doch was sollte sie sagen?
Speaker 0: Stattdessen blieb sie im Türrahmen stehen und beobachtete den Jungen.
Speaker 0: Sein Haar fiel ihm glatt und glänzend bis über beide Schultern.
Speaker 0: Was hat er damit gemacht?
Speaker 0: Ist einfach nur gewaschen?
Speaker 0: Mit seiner unbewussten Geste striche er erst zurück und wandte den Kopf ein wenig nach rechts, so dass Jean ihn jetzt im Profil sehen konnte.
Speaker 0: Selbst seine Bleiche, sonst immer so ungesund wirkender Haut, hatte an den weichen Schimmer.
Speaker 0: Vielleicht lag es nur an dem Licht der Fackeln entlang der Wände, denn in diesen Kerker fielen niemals Tageslicht.
Speaker 0: Im Gegensatz zu so vielen anderen Jungs im dritten Schuljahr, war Zero's Haut noch immer rein und nicht voller Pickle und Mid-Esser, wie zum Beispiel Mulsibas.
Speaker 0: Es lag ihr lediglich an der Blesse, dass sie immer ein wenig kränklich wirkte.
Speaker 0: Er sollte mehr rausgehen, dachte Jean, mit Freunden um den See spazieren und dabei lachen, wie alle anderen auch.
Speaker 0: Aber mit wem, fragte sie sich dann.
Speaker 0: Bestimmt war er früher mit Lilly über das weite Gelände gelaufen, doch jetzt nicht mehr.
Speaker 0: Tat er es mit jemand anderem?
Speaker 0: Mit Mulzibbe?
Speaker 0: Sicher nicht.
Speaker 0: Mit Wilkes vielleicht?
Speaker 0: Na ja, da war er auch nicht so besonders sympathisch, ebenso wenig wie Avery.
Speaker 0: Sollte sie vielleicht?
Speaker 0: Nein, nein, tausendmal nein!
Speaker 0: Lily würde nie wieder ein Wort mit ihr reden, wenn sie das tat.
Speaker 0: Andererseits, Lily hatte sich für Bö zugewandt und Jean stehen gelassen, oder etwa nicht.
Speaker 0: Was hinderte Jean jetzt daran, sich jemand anderen zu suchen, mit dem sie ihre Freizeit verbringen konnte?
Speaker 0: Vorsichtig trat sie von hinten an ihn heran, räusperte sich leise.
Speaker 0: Severus fuhr herum.
Speaker 0: Ach, du bist es nur.
Speaker 0: Ja, ich bin es.
Speaker 0: Nur.
Speaker 0: Hallo, Severus, brachte Jean mühsam heraus.
Speaker 0: Er beäugte sie misstrauisch.
Speaker 0: Perlman, was willst du jetzt schon wieder?
Speaker 0: Dich warnen.
Speaker 0: Ich hab Angst um dich und weiß noch nicht mal genau weshalb.
Speaker 0: Ich weiß auch gar nicht, warum er das plötzlich so etwas ausmacht.
Speaker 0: Ich ... gar nichts.
Speaker 0: Äh ... Wenn du mich wieder wegen des Wahrheitsserumslöchern willst, dann kannst du das vergessen.
Speaker 0: Severus sah über ihre Schultern hinweg zur Tür.
Speaker 0: Im Gang dahinter waren die lernenden Stimmen heran an der Schule zu hören.
Speaker 0: Es geht um Wahrheit, nicht um Wahrheit sehrum, meinte Jean schnell.
Speaker 0: Oder besser gesagt um ... wahrsagen.
Speaker 0: Hast du heute schon was vor?
Speaker 0: Sie hatte verschiedene Gründe, ihn das zu fragen.
Speaker 0: Warum fragst du das?
Speaker 0: Willst du einen Mondscheinspaziergang mit mir machen?
Speaker 0: Die Frage war reine Ironie gewesen, das war Jean klar.
Speaker 0: Trotzdem führte sie, wie sie vom Hals bis zu den Haarwurzeln errötete.
Speaker 0: Und was ihr noch seltsamer erschien, sofort nachdem er die Worte ausgesprochen hatte, wurde Sarurus ebenfalls rot.
Speaker 0: Er erschien seine Worte am liebsten zurücknehmen zu wollen und drehte sich verärgert weg, da das nicht möglich war.
Speaker 0: Lachende und schwarzende Mitschüler traten durch die Tür, allen voran der schreckliche Mulzipper.
Speaker 0: Nach dem Unterricht hörte Jean sich flüstern.
Speaker 0: Am Fuße der Marmottreppe in der Eingangshalle, es ist wichtig.
Speaker 0: Damit drehte sie sich oben und ging schnell zu ihrem Platz.
Speaker 0: Sie spürte Mulsippas kalte, neugierige Augen auf sich und praktisch schnell ihre Unterrichtsmaterialien aus.
Speaker 0: Hoffentlich machte der Arsch jetzt nicht irgendeine dumme Bemerkung.
Speaker 0: Doch nichts geschah und sie atmete erleichtert auf.
Speaker 0: Weitere Schüler strömten in den Raum, darunter Lily und die Rumtreiber.
Speaker 0: Remus fehte, wie auch schon in Wahrsagen.
Speaker 0: Zum Schluss wälzte Professor Slakorn seinen massigen Körper durch den Türrahmen, schloss die Kerkertür und der Unterricht begangen.
Speaker 0: Die Doppelstunde zog sich für Jean wie Trubel's bester Blascaugummi.
Speaker 0: In der Mittagspause saß sie dem Tisch der Slytherins zugewandt, genau wie Cerurus, sodass sie ihn beobachten konnte.
Speaker 0: Er tat dies jedoch kein einziges Mal.
Speaker 0: Während des gesamten Mittagsessens redete er entweder mit seinen Tischnachbarn oder sah auf seinen Teller.
Speaker 0: Jean saß auf der anderen Seite der großen Halle und hasste sich selbst dafür, dass sie dem Drang Cerurus-Nape alle paar Sekunden Blicke zuzuwerfen, nicht widerstehen konnte.
Speaker 0: Er wusste es.
Speaker 0: Er sah sie aus dem Augenpinkl, da war sie sich sicher.
Speaker 0: Sie selbst merkte es ja auch, wenn jemand sie ständig mit Blicken verfolgte.
Speaker 0: Dazu musste sie gar nicht unbedingt in die Richtung des Starrenden sehen.
Speaker 0: Trotzdem konnte sie es nicht lassen.
Speaker 0: War sie mit einem Fluch belegt?
Speaker 0: Er musste sie für verrückt halten.
Speaker 0: Oder schmeicherte sie ihm am Ende gar.
Speaker 0: Die Antwort auf diese Frage erhebt sie kurz nach dem Nachmittagsunterricht einer Doppelstunde Zauberkunst.
Speaker 0: Jeans Herz tat einen kleinen Hüpfer Als sie die Marmottreppe herunterkam und Severus an deren Ende stehen sah.
Speaker 0: Hallo, sagte sie ein wenig atemlos.
Speaker 0: Es hat aufgehört zu regnen, habe ich eben gemerkt.
Speaker 0: Kommst du?
Speaker 0: Sie ging ein paar Schritte in Richtung der Eichentüren, blieb jedoch stehender, als Severus sich nicht von der Stelle rührte.
Speaker 0: Lieber nicht.
Speaker 0: Severus Stimme war unterkühlt wie so oft.
Speaker 0: Es machte sie verrückt.
Speaker 0: Enttäuschung machte sich in ihr Breit, doch sie versuchte sie zu überspielen.
Speaker 0: Ging zurück zu ihm, damit niemand mitbekam, was sie zu ihm sagte.
Speaker 0: Es ist aber echt wichtig.
Speaker 0: Ich will in Ruhe mit dir reden.
Speaker 0: Dann lass uns irgendwo hingehen, wo uns keiner sieht.
Speaker 0: Aber da draußen, da draußen, fallen wir auf wie zwei bunte Hypogreife.
Speaker 0: Ich will nicht mit dir gesehen werden.
Speaker 0: Punkt.
Speaker 0: Severus Stimme Kiekste.
Speaker 0: Eindeutig der Einsetzen der Stimmbruh.
Speaker 0: Seine Worte trafen Jean jedoch schwer und gleichzeitig ärgerte sie das Maßlos.
Speaker 0: Was war bloß mit ihr geschehen?
Speaker 0: Several Snape war ein hässlicher, kautziger Außenseiter und bei seinen Mitschülern sicher nicht besser angesehen, als sie selbst die Hasen zähnige Besserwisserin mit den verhunsten Haaren.
Speaker 0: Warum also hatte sie ihn auf ein unsichtbares Podest gestellt?
Speaker 0: Es sollte ihr wohl kommen, egal sein, was er von ihr hielt und wie er sie behandelte.
Speaker 0: Warum war sie nur plötzlich so dünn heute?
Speaker 0: Hier im Schloss fallen wir erst recht auf, hielt sie dagegen.
Speaker 0: Sie brauchte einen Kompromiss.
Speaker 0: Komm mit mir in eines der Gewächshäuser, schlug sie vor.
Speaker 0: Da können wir reden, ohne dass uns jemand sieht.
Speaker 0: Severus Blick war abweisend.
Speaker 0: Was soll mir das bringen, hm?
Speaker 0: Gespräche mit dir bringen mir nichts.
Speaker 0: Sie machen mich bloß wütend und wir drehen uns ständig nur um Kreis.
Speaker 0: Wegen dir hat Lilly sich von mir abgewandt.
Speaker 0: Wegen dir machen sich mulzbar und Konsorten neuerdings über mich lustig.
Speaker 0: Ich habe ohnehin keinen leichten Stand an dieser Schule.
Speaker 0: Aber ich will nicht noch tiefer sinken, indem man mir irgendwelche zweifelhaften Verbindungen mit dir nachsagt.
Speaker 0: Bam!
Speaker 0: Das hatte gesessen.
Speaker 0: Am liebsten hätte Jean dem arroganten Kerl einen Tritt gegen seinem mageren Knüchel versetzt.
Speaker 0: Doch das Gefühl von Gefahr, dass sie seit dem Wahrsageunterricht mit sich herumschleppte, war nicht abgeklungen, ganz im Gegenteil.
Speaker 0: Es war stärker denn je und verlangte nach ihrer Aufmerksamkeit.
Speaker 0: Nox.
Speaker 0: Ich hoffe, die hat ihr heutige Geschichte gefallen.
Speaker 0: Schreibt mir das super gerne in die Kommentare und unterstützt so die Reichweite.
Speaker 0: Falls du eine Geschichte hast, die ich lesen soll, kannst du mir auch das sehr gerne schreiben.
Speaker 0: Ich freue mich auf jeden Fall von dir zu hören.
Speaker 0: Und jetzt bis zur nächsten Geschichte, deine Jana.
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