Forgive me - Albus Dumbledore & Gellert Grindelwald - Harry Potter Hörbuch - Grindeldore FanFiktion
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Speaker 0: Viel Spaß jetzt mit der Grindeldur, forgive me.
Speaker 0: Es ist Mitte April und es wird langsam wieder wärmer.
Speaker 0: Die Vögel beginnen zu zwitschern, die Bäume, Büsche, Blumen und Greiser fangen an zu blühen und ihre Blätter auszutragen.
Speaker 0: Der Himmel ist fast volkenlos und auch die Kinder sind freundlich und lachen und spielen gemeinsam.
Speaker 0: Doch obwohl alles so perfekt erscheinen, ist mir so furchtbar kalt und ich fühle mich einsamer und verlassener denn je.
Speaker 0: Jetzt, wo ich weiß, was sie von mir verlangen, was sie fordern, ich kann es einfach nicht und ich will es auch nicht.
Speaker 0: Nichts auf dieser kaputten Welt hätte mich dazu gebracht, ihnen das zu geben, was sie wollen, nicht diese Informationen und auch nicht diesen Kampfgeist, zumindest nicht gegen ihn.
Speaker 0: Das Ministerium verlangt einfach zu viel von mir.
Speaker 0: Ich will nicht gegen ihn kämpfen, Auch wenn wir uns zerstritten haben und keinen Kontakt mehr zueinander haben, was ich stark bereue.
Speaker 0: Ich vermisse ihn, seine Art und seinen Lächeln.
Speaker 0: Aber ich weiß, dass meine Sehnsucht nach ihm aufhören muss.
Speaker 0: Er hat so vielen unschuldigen Wege getan.
Speaker 0: Ich darf so eine Person nicht lieben.
Speaker 0: Ich stehe nun schon seit Stunden hier vor dem Spiegel der Hagueb und schaue mir meinen tiefsten und seligsten Herzenswunsch an.
Speaker 0: Ich blicke in seiner Augen.
Speaker 0: Sie haben mich schon immer fasziniert.
Speaker 0: Das eine blau, das andere braun.
Speaker 0: Sie sehen mich mit einer Intensität an, die ich nur von ihm kenne, so leidenschaftlich, aber doch so fern.
Speaker 0: Umso länger ich in den Spiegel schaue, sehe ich Momente, die wir zusammen erlebt haben, wie wir gemeinsam in der Bibliothek meiner Familie saßen und stundenlang Bücher gewälzt haben, wie wir gemeinsam am See lagen und zusammen in den Himmel gestarrt haben und uns keine Gedanken gemacht haben, was in der Zukunft geschehen würde, wie wir gemeinsam unsere Weltverbesserungsideen geplant haben, wie wir gelacht haben.
Speaker 0: Und dann sehe ich eine ganz besondere Stelle in unser beider Leben, die uns bis heute hin noch verbindet.
Speaker 0: Dieser Moment hat alles verändert, aber nicht zum Schlechten, sondern zum Guten.
Speaker 0: Vergangenheit.
Speaker 0: Wir standen uns in einer verlassenen Scheune gegenüber und er sah mich wieder mit diesem intensiven Blick an, bei dem ich hinschmelzen könnte.
Speaker 0: Er hielt ein Messer in seiner Hand und deutete mit der anderen auf meine, ich nickte ihm zu.
Speaker 0: Er ergriff meine Hand sanft und schlitzte sie mit der Messer auf.
Speaker 0: Auch wenn meine Hand schmerzte, führte es sich so gut, wie er sie hielt.
Speaker 0: Er blickte mich stumm an und reichte mir das Messer.
Speaker 0: Ich ergriff es und hatte es ihm gleich, indem ich seine Hand ebenfalls aufschlützte.
Speaker 0: Nun zog ein breiter Schnitt über unsere beide Handflächen.
Speaker 0: Wir drückten sie gegeneinander, sodass das Blut des Gegenübers in den Körper des Anderen fließen konnte.
Speaker 0: Wir schlossen unsere Augen fast gleichzeitig, um dieses Gefühl besser zu spüren.
Speaker 0: Ich konnte gar nichts anderes, als meine Finger mit seinen zu verschließen, und er ließ es zu und drückte als Antwort nur stärker gegen meine Hand.
Speaker 0: Ich fühlte mich in diesem Moment so sicher und geborgen, am liebsten hätte ich mich nie wieder von ihm gelöst.
Speaker 0: Nach einigen Minuten des Stillschweigens lösten wir unsere Hände voneinander und mummelten gemeinsam eine Zauberformel, in der wir uns schworen, uns nicht zu bekämpfen oder zu hintergehen.
Speaker 0: Aus unseren Händen, die immer noch Blut verschmiert waren, bildete sich eine kleine hübsch verzierte Fiole, In der zwei Blutstropfen von uns eingeschlossen wurden.
Speaker 0: Die Fiole schwebte in der Luft, er ergriff sie und legte sie sich um den Hals.
Speaker 0: Realität.
Speaker 0: Ich blicke traurig zur Boden und eine einzige Träne rollte mir über die Wange.
Speaker 0: Mittlerweile bin ich vor dem Spiegel zusammengebrochen.
Speaker 0: Mein leises Schluchzen wird durch eine weise Stimme unterbrochen, die mich zusammenzucken lässt.
Speaker 0: Albus, Sie sind ja schon wieder hier.
Speaker 0: Warte ich Ihnen nicht klar und deutlich gesagt, dass Sie sich von dem Spiegel fernhalten sollen?
Speaker 0: Ich drehte mich zu dem Schulleiter um.
Speaker 0: Natürlich haben sie das, Amanda, aber ich musste noch ein letztes Mal hineinsehen.
Speaker 0: Gut, aber gehen Sie.
Speaker 0: Ich werde den Spiegel in einen anderen Raum bringen lassen, und ich warne Sie, wenn Sie versuchen, ihn zu finden, dann wird dieses Verhalten Konsequenzen haben.
Speaker 0: Alpes, bitte verstehen Sie mich.
Speaker 0: Sie gehören zu meinen besten Leuten hier in Hogwarts, und ich kann es nicht riskieren, dass ich so einen guten Mann wie Sie verliere, nur weil Sie wahnsinnig werden.
Speaker 0: Dippert schaut mich hinter seiner Brille mahnend an.
Speaker 0: Ich erantworte ihm leicht bedrückt.
Speaker 0: Ja, natürlich verstehe ich das.
Speaker 0: Ich wünsche ihnen noch einen schönen Abend.
Speaker 0: Und mit diesen Worten stehe ich auf und verlasse den Raum mit schnellen Schritten.
Speaker 0: An diesem Abend kann ich nur schwer einschlafen.
Speaker 0: Die Gedanken an ihn plagen mich schwer.
Speaker 0: Was wäre, wenn ich ihn wiedersehen würde?
Speaker 0: Würden wir wieder so sein wie damals?
Speaker 0: Oder hat uns der Krieg zu sehr verändert?
Speaker 0: Nach einer Ewigkeit schaffe ich es einzuschlafen.
Speaker 0: Doch das gelingt mir nur mit diesen kleinen Fünkchen Hoffnung in meinem Bauch, das mir verrät, dass ich ihn wiedersehe.
Speaker 0: Am nächsten Morgen wache ich ziemlich spät auf und fühle mich wie gerädet.
Speaker 0: Die letzten Nacht war mit Albträumen geplagt.
Speaker 0: Heute fangen die Osterferien an und die meisten Schüler und Schülerinnen fahren zu ihren Eltern, was bedeutet, dass das Schloss ziemlich leer ist.
Speaker 0: Ich werde meine freie Zeit damit verbringen, meinem Bruder Aberforth mal wieder zu besuchen.
Speaker 0: Ich habe das schon lange nicht mehr getan.
Speaker 0: Ich schrecke leicht zusammen, denn an meinem Fenster klopft es.
Speaker 0: Schnell stehe ich auf und hasse mit einigen Schritten zum Fenster, um es zu öffnen.
Speaker 0: Auf dem Fensterbrett sitzt ein noch sehr jung scheinender Barth kauts.
Speaker 0: Er flattert in mein Zimmer und setzt sich auf die Stange, auf der Forksimmer sitzt.
Speaker 0: Ich gehe zu ihm und binde das graue Pergament von seinem Fuß.
Speaker 0: Danach gebe ich dem Vogel noch einen Eulenkeks, den er dankend annimmt.
Speaker 0: Im nächsten Moment fliegt er auch schon aus meinem Zimmer in die laubarme Frühlingsluft und in die weite Ferne.
Speaker 0: Ein bisschen wundere ich mich, wer mir schreibt, denn eine Eule aus dem Ministerium kann es nicht sein.
Speaker 0: Bevor ich den Brief lese, ziehe ich mich an und mache mich im Bad fertig.
Speaker 0: Langsam ahne ich, von wem der Brief ist, aber ich will es nicht wahrhaben.
Speaker 0: Mit zitternder Hand nehme ich den Brief, den ich zuvor auf meinen Schreibtisch abgelegt hatte, in die Hand und begutachte ihn genau.
Speaker 0: Es steht kein Absender auf dem grauen Umschlag.
Speaker 0: Vorsichtig, um den Inhalt nicht zu zerstören, mache ich den Brief auf und entnehme den Text.
Speaker 0: Ich lasse meine Augen über das Parlament gleiten, und kann nicht glauben, was auf ihm steht.
Speaker 0: Ich muss den Brief mehrmals lesen, um den Zusammenhang zu verstehen.
Speaker 0: Liebe Erbes, ich weiß, es ist schon lange her, dass wir uns gesehen haben, und ich weiß auch, dass wir damals im Streit auseinandergegangen sind, was ich bis heute bereue.
Speaker 0: Doch trotzdem habe ich dich jeden einzelnen Tag in meinem Leben vermisst, auch wenn du andere Ansichten hast, als ich.
Speaker 0: Ich wollte dir schon so lange diesen Brief schreiben, doch ich habe mich nie getraut.
Speaker 0: Ja, ich, der gefürchteste Zauberer, fürchtet sich einen Brief zu schreiben, aber jetzt bin ich soweit.
Speaker 0: Der Mut ist mir erst vor ein paar Tagen gekommen, als ich dort war, an dem Ort, an dem wir stundenlang Zeit miteinander verbracht hatten, an unserem See.
Speaker 0: Ich hatte die Schnitze reingesehen, die wir an einem Baum nahe des Ufers geschnitzt hatten, und in dem Moment wurde mir klar, dass ich dich wiedersehen muss.
Speaker 0: Deswegen bitte ich dich aus ganzem Herzen, dass du dich mit mir triffst, und wir gemeinsam reden, um all jenes aus der Welt zu schaffen, das zwischen uns steht.
Speaker 0: Ich hoffe wirklich, du kommst.
Speaker 0: Wir treffen uns am zweiten Ostertag an unserem See.
Speaker 0: In Hoffnung, geh, geh.
Speaker 0: Ich kann es nicht fassen, dass es ausgerechnet er ist, der mir schreibt.
Speaker 0: Langsam setze ich mich wieder auf mein Bett und lasse den Brief neben mich auf das Laken sinken.
Speaker 0: Ein Windstoß weht durch das noch offen stehende Fenster, Einige Pergamente von meinem Schreibtisch auf dem Boden, unter ihnen auch der graue Briefumschlag.
Speaker 0: Ich bücke mich, um ihn aufzuheben.
Speaker 0: Dabei fällt eine kleine, getrocknete Blume aus dem Umschlag.
Speaker 0: Es ist eine Kirschblüte, meine Lieblingsblumen.
Speaker 0: Und mir wird mal wieder klar, wie viel er doch über mich weiß.
Speaker 0: Mittlerweile ist es Nachmittag und ich gehe über das Schlossgelände in Richtung See, in dem der Krakenhaus, den die Kinder immer mit Brotstücken füttern.
Speaker 0: Außerdem soll er das Schloss beschützen, wenn er es bedroht wird.
Speaker 0: Laut der Legende soll es Gott regriffen, nur persönlich sein, aber meiner Meinung nach kann dies unmöglich stimmen.
Speaker 0: Ich setze meinen Weg fort und bin in meinen Gedanken vertieft.
Speaker 0: Soll ich mich wirklich auf ein Treffen mit ihm einlassen?
Speaker 0: Ist es nicht vielleicht eine Falle, um mich aus der Reserve zu locken?
Speaker 0: Ich weiß es einfach nicht.
Speaker 0: Ich sollte es inzwischen nach all dieser Zeit besser wissen, aber meine Entscheidung steht fest.
Speaker 0: Ich werde mich übermorgen mit ihm treffen und wir werden über alles reden, was zwischen uns steht.
Speaker 0: Natürlich werde ich nicht unbewaffnet gehen und natürlich werde ich Dippel Bescheid geben.
Speaker 0: Ich werde ihm allerdings nur erzählen, dass ich nach Godric's Hollow gehe, mehr nicht.
Speaker 0: Er muss ja nicht wissen, was ich unternehme.
Speaker 0: Trotz meiner Entschlossenheit habe ich diesen einen Gedanken, der mir Schmerzen bereitet.
Speaker 0: Was ist, wenn er es nicht ernst meint und das Ganze nur ein Scherz ist?
Speaker 0: Ich wache leicht blindselnd am zweiten Ostertag auf.
Speaker 0: Die Sonnenstrahlen leuchten durch mein Fenster genau in mein Gesicht.
Speaker 0: Auch wenn ich letzten Abend nicht besonders gut eingeschlafen konnte, fühle ich mich ausgeschlafen.
Speaker 0: Heute ist es endlich soweit.
Speaker 0: Ich werde mich mit ihm treffen.
Speaker 0: Gestern habe ich abermals in den Brief geschaut, um zu lesen, ob er eine genaue Zeit geschrieben hat.
Speaker 0: Allerdings hat er dies nicht getan.
Speaker 0: Ich gehe davon aus, dass wir uns fünfzehn Uhr treffen.
Speaker 0: Um diese Uhrzeit haben wir uns damals auch immer getroffen.
Speaker 0: Also stehe ich auf, ziehe mich an und gehe hinunter in die große Halle, um etwas zu essen.
Speaker 0: Außer einer Professorin für Astronomie sitze ich allein am Tisch.
Speaker 0: Das ist am heutigen Morgen, welcher eigentlich schon fast Mittag ist auch gut so.
Speaker 0: Ich kann in Ruhe meinen Kaffee genießen, ohne dass mich irgendjemand zutextet.
Speaker 0: Nach meinem Frühstück gehe ich wieder in mein Zimmer, um meine Sachen zu packen.
Speaker 0: Es ist nicht viel, aber einiges brauche ich schon.
Speaker 0: Außer meinem Zauberstab packe ich Potters Unsichtbarkeitsumhang mit etwas Trinken in eine kleine Tasche ein.
Speaker 0: Nach einer gefühlten Ewigkeit des Wartens appariere ich endlich nach Godric's Hollow.
Speaker 0: Hier hat sich einiges verändert.
Speaker 0: Es sind mehr Muckel hergezogen und alles ist moderner geworden.
Speaker 0: Ich mache mich auf den Weg aus dem Dorf, auf einen Feldweg, der geradezu in den Wald und zu unserem See führt.
Speaker 0: Umso näher ich meinem Ziel komme, desto aufgeregter werde ich.
Speaker 0: Es müsste nicht mehr weit sein, wenn ich mich richtig erinnere.
Speaker 0: Ich war seit unserem Streit nicht mehr hierher zurückgekommen.
Speaker 0: Zu viel Angst hatte ich vor den vielen Erinnerungen, die auf mich warteten.
Speaker 0: Nach wenigen Minuten erreiche ich die kleine Lichtung mit dem See, an dem wir so viele Stunden Zeit verbracht haben.
Speaker 0: Ich sehe mich um, ob ich ihn irgendwo sehen kann.
Speaker 0: Vielleicht steht er im Schatten oder hinter den Bäumen.
Speaker 0: Nein, nirgendwo.
Speaker 0: Ich schwöre einen Uhrzeitzauber herbei, vielleicht bin ich einfach zu zeitig.
Speaker 0: Es ist fünf nach drei.
Speaker 0: Er würde niemals zu spät kommen.
Speaker 0: Geknickt stelle ich fest, dass es doch nur ein Scherz ist.
Speaker 0: Ich drehe mich um, um zu gehen, doch eine bekannte Stimme lässt mich herumreißen.
Speaker 0: Du dachtest doch wohl nicht, dass ich dich versetzen würde.
Speaker 0: Er lacht gehässig, und ich weiß nun, dass es kein Scherz ist.
Speaker 0: Gelhard steht wirklich vor mir.
Speaker 0: Einige Sekunden stehe ich reaktionslos da.
Speaker 0: Jetzt erst wird mir so richtig bewusst, wie sehe ich sein Lachen, auch wenn es nur gehässig ist, vermisst habe.
Speaker 0: Und wie sehe ich es, Bereue ihm nie geschrieben zu haben.
Speaker 0: Ich merke, wie er mich mustert und sein Lächeln einen Tick wärmer wird, da er meinen Verdutztes, leicht überfordertes, aber trotzdem erleichtertes Gesicht ansieht.
Speaker 0: Ich mustere ihn ebenfalls.
Speaker 0: Er hat sich nicht sonderlich verändert seit unserem letzten Treffen.
Speaker 0: Er ist immer noch größer als ich, hat immer noch diese Augen, die diesen leidenschaftlichen Blick in sich tragen und er trägt seine Klamotten in dem gleichen Kleidungsstil wie damals.
Speaker 0: Allerdings sieht man auch ihm an, dass er älter geworden ist.
Speaker 0: Der Krieg hinterlässt bei uns allen seine Spuren.
Speaker 0: Ich merke, dass er auch eher reifer geworden ist.
Speaker 0: Mir fällt ebenfalls auf, dass er nicht mehr seinen alten Zauberstab bei sich trägt.
Speaker 0: Stattdessen schwingt er den Elderstab in seine Hand.
Speaker 0: Nach einigen Minuten des Stillschweigens reuspere ich mich, um das langsam unangenehm werdende Schweigen zu durchbrechen.
Speaker 0: Du wolltest mit mir reden, also ich lasse die Frage offen.
Speaker 0: Meine Stimme hört sich kratziger an, als ich gewillt bin.
Speaker 0: Ja, ich kann das alles nicht mehr, ohne dich, meint er leicht beschämt.
Speaker 0: Aber wollen wir uns nicht vielleicht erst mal da drüben hinsetzen?
Speaker 0: Es ist ein bisschen persönlicher, als hier zu stehen.
Speaker 0: Wenn ich mit ihm zusammen bin, ist er schon immer anders gewesen als bei anderen Menschen, irgendwie schüchterner.
Speaker 0: Es stört mich aber keineswegs ganz im Gegenteil.
Speaker 0: Ich finde es sogar ein bisschen niedlich.
Speaker 0: Ich antworte ihm leicht abwesend.
Speaker 0: Ja, klar.
Speaker 0: Obwohl ich ihm eigentlich geban zuhören müsste, bin ich noch mit seinen Worten von gerade beschäftigt.
Speaker 0: Ich kann das alles nicht mehr ohne dich, sagte er.
Speaker 0: Gellert merkt, dass ich nicht mehr ganz bei ihm bin und fängt an zu schmunzeln.
Speaker 0: Er stupst mich leicht am Arm.
Speaker 0: Kommst du?
Speaker 0: Er wartet meine Antwort gar nicht erst ab und zieht mich mit sich zu der kleinen Bank, die direkt vor dem See steht und auf der nur zwei Leute Platz haben.
Speaker 0: Diese Situation fühlt sich ein bisschen so an wie früher, als mich schon damals seine Worte durcheinandergebracht hatten.
Speaker 0: Wie meinst du das, frage ich ihn schließlich.
Speaker 0: Er sieht mich an und antwortet mir spielerisch.
Speaker 0: Wie meine ich was?
Speaker 0: Du weißt ganz genau, was ich meine, und jetzt beantworte meine Frage, sage ich leicht gereizt.
Speaker 0: Wenn er immer so mit seinen Worten spielt, macht er mich verrückt.
Speaker 0: Gleib locker, Ernst, du bist viel zu verspannt.
Speaker 0: Falls du immer noch denkst, dass ich dir eine Falle stelle, um dich aus dieser Welt zu schaffen, dann hätte ich das schon längst getan, ohne mit der Wimper zu zucken.
Speaker 0: Aber stattdessen habe ich dich angesehen.
Speaker 0: Ich habe deine Verletzlichkeit gesehen, welche du vor allem zu Verbergen suchst.
Speaker 0: Ich habe dein warmes Lächeln gesehen, das du gezeigt hast, als du mir in die Augen gesehen hast.
Speaker 0: Das sehe ich heute und das habe ich damals schon gesehen.
Speaker 0: Er machte eine kleine Pause beim Sprechen.
Speaker 0: Und ich kann es nicht fassen, dass er genauso an unserer gemeinsame Zeit von damals hängt wie ich selbst.
Speaker 0: Gellert erhebt seine Stimme erneut.
Speaker 0: Dieses Lächeln und noch so viel mehr habe ich in den Jahren, die vergangen sind, so vermisst.
Speaker 0: Ich habe dich vermisst.
Speaker 0: Ich brauche dich, um weiterzuleben.
Speaker 0: Er stoppt erneut und ich blicke in seinen Gesicht und in seine Augen, in denen sich die ersten einsamen Tränen sammeln.
Speaker 0: Ich kann ihm im Moment nicht antworten.
Speaker 0: Mein Kopf ist von seinen Worten wie leergefegt.
Speaker 0: Wie schafft er das nur immer wieder und immer wieder?
Speaker 0: Nach einigen Minuten, in denen ich vergeblich versucht habe, eine Antwort auf seinen Geständnis zu formulieren, ergreifte er neuer das Wort.
Speaker 0: Ich kann verstehen, wenn du nichts mit mir zu tun haben willst, aber ich wollte dich einfach wissen lassen, dass mir alles leidtut, was ich getan habe.
Speaker 0: Ich weiß, dass ich Fehler gemacht habe und auch nicht gerade wenige.
Speaker 0: Aber machen wir nicht alle Fehler.
Speaker 0: Ich merke, wenn ich verloren habe.
Speaker 0: Ich werde nicht gegen dich kämpfen, wenn du das vor hast.
Speaker 0: Und alles andere, was ich dir gesagt habe, bleibt unter uns.
Speaker 0: Es muss ja nicht die ganze Welt wissen, dass ich Gefühle für einen Mann habe, der mich so verletzt hat, dass ich fast daran zerbrochen wäre.
Speaker 0: Ihm rollt eine glitzende Träne über sein wunderschönes Gesicht.
Speaker 0: Er erhebt sich und dreht sich von mir weg, um zu gehen.
Speaker 0: Seine letzten Worte höre ich nur schwer, durch seine zittrige leise Stelle.
Speaker 0: Lebe wohl.
Speaker 0: Plötzlich schalt meine Alarmglocken auf Rot.
Speaker 0: Ruckartig springe ich auf und umgreife seinen Arm fest mit meiner Hand.
Speaker 0: Er schrägt leicht auf, wahrscheinlich hat er nicht erwartet, dass ich ihn aufhalte.
Speaker 0: Nein, bitte bleib hier.
Speaker 0: Das sind die einzigen Worte, die aus meiner trockenen Lunge kommen.
Speaker 0: Doch es hilft, Gellert wehrt sich nicht mehr gegen meinen Griff.
Speaker 0: Stattdessen dreht er sich um und umgreift mit seiner Hand meine, die immer noch um seinen Arm geklammert ist und verschließt sie nun mit seiner.
Speaker 0: In meinen Augenblitzen ebenfalls Tränen auf, bei dem Aufschwung unzählige Erinnerungen.
Speaker 0: Ihm scheint es wohl gleich zu gehen, denn er setzt sich wieder auf die Bank und sieht mich an.
Speaker 0: Ich tue es ihm gleich und setze mich ebenfalls.
Speaker 0: Einige endlose Minuten vergehen, bis ich endlich die Worte in meinem Kopf zusammensetzen.
Speaker 0: Ich räusbere mich leicht, um seine Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen.
Speaker 0: Weißt du, setze ich an.
Speaker 0: Für mich kommt das alles hier ziemlich überraschend.
Speaker 0: Er sieht mich von unten hinauf an, da er zusammen gekrümmt auf der Bank sitzt und ich mich aufgerichtet habe, als ich angefangen habe zu sprechen.
Speaker 0: Ohne mich weiter von ihm ablenken zu lassen, spreche ich einfach mit zittriger Stimme weiter.
Speaker 0: Nach all dieser Zeit, die vergangen ist, in der wir uns nicht gesehen haben und in der ich nicht von dir gehört habe, außer was in den Medien stand.
Speaker 0: Ich hoffe, du verstehst, was ich erst mal überfordert war.
Speaker 0: Aber ich glaube, ich bin dir nach diesem Geständnis eine Antwort schuldig.
Speaker 0: Ich unterbreche mich selbst, indem ich kräftig durchatme und gleich darauf weiter spreche.
Speaker 0: Weißt du, ich habe mir schon länger gewünscht, dich wiederzusehen.
Speaker 0: Am Anfang habe ich es ehrlich gesagt, versucht zu verdrängen, aber das hat nicht wirklich funktioniert.
Speaker 0: Ich wollte mir klarmachen, dass ich dich nicht leiden kann und dass du ein verdammter Idiot bist, aber auch das funktionierte nicht.
Speaker 0: Ich saß fast jeden Tag vor dem Spiegelner Hegelb und habe an dich gedacht.
Speaker 0: Ich habe noch nie einen Menschen so sehr vermisst, wie ich dich vermisst habe.
Speaker 0: Gellert, ich liebe dich immer noch, und ich kann es nicht riskieren, dich erneut zu verlieren.
Speaker 0: Bitte vergib mir, dass ich dich habe sitzen lassen, aber ich habe nun einmal meine Ansichten geändert und ich ... Weiter kann ich gar nicht sprechen, denn die weichen Lippen meines Gegenübers pressen sich auf die Meinen.
Speaker 0: Unser Kurs wird immer heißer und intensiviert sich, als Gellert mit seiner Zungen spitze an meinen Lippen stupst, da fange ich an zu stöhnen.
Speaker 0: Meine Gedanken schicken mich in die Vergangenheit, als ich genau hier mit den blonden Stunden lang herumgeknutscht hatte.
Speaker 0: Gellert's Hände bringen mich ins Jetzt zurück.
Speaker 0: Seine Hände streichen über meinen Rücken bis hinab zum einem Hintern, wo sie ruhig liegen bleiben.
Speaker 0: Nach einiger Zeit ist unser Stöhnen- und Keuchen verklungen.
Speaker 0: Wir liegen uns nur noch gegenseitig in den Armen und flüstern uns Entschuldigungen und Versprechen zu.
Speaker 0: Ich will dich nie wieder verlassen, Gellert, flüstere ich.
Speaker 0: Gellert entgegnet mir.
Speaker 0: Und ich werde immer für dich da sein.
Speaker 0: Niemand wird uns auseinanderbringen können.
Speaker 0: Niemals.
Speaker 0: Laute Plop-Geräusche lassen uns zusammenzucken.
Speaker 0: Reflexartig greife ich zu meinem Zauberstab und Gela tut es mir gleich.
Speaker 0: Wir lösen uns voneinander und stellen uns Rücken an Rücken, um zu sehen, von woher die Geräusche kommen.
Speaker 0: Auf einmal beginnt ein Gewitter von Zaubersprüchen, die offenbar von Auroren ausgelöst wurden.
Speaker 0: Ohne viel darüber nachzudenken, wie sie uns gefunden haben, verteidige ich mich.
Speaker 0: Gellert hat wie immer schneller Reflexe als ich und wehrt einige Sprüche ab, die ich nicht habe kommen sehen.
Speaker 0: Wo kommen die alle auf einmal her, rufe ich ihm zu.
Speaker 0: Ich weiß es nicht.
Speaker 0: Ich dachte zuerst, du hast sie gerufen.
Speaker 0: Aber als ich dein verschrecktes Gesicht sah, wusste ich, dass du es nicht gewesen sein kannst.
Speaker 0: Hast du jemanden hier von erzählt?
Speaker 0: fragte der Blonde mit einem leicht aggressiven Unterton.
Speaker 0: Ich antworte ihm schnell, um ihn nicht noch mehr zu verärgern.
Speaker 0: Ich habe nur Dippet gesagt, dass ich nach Godwix hallo gehe.
Speaker 0: Was ich hier mache, habe ich ihm natürlich verschwiegen.
Speaker 0: Du musst mir glauben, Gellert.
Speaker 0: Ich schwöre bei Merlin, dass ich uns nicht verraten habe.
Speaker 0: Dass uns in meinem letzten Satz bringt Gellert dazu, meine Hand zu packen und auf der Stelle wegzuoperieren.
Speaker 0: Ich komme an einem mir unbekannten Ort heraus.
Speaker 0: Gellert hält immer noch meine Hand und zieht mich hinter sich hier in eine kleine Hütte.
Speaker 0: Wo sind wir?
Speaker 0: Frage ich ein bisschen unsicher.
Speaker 0: Wir sind in meiner privaten Rückzugsorte.
Speaker 0: Ich komme hier zwar nur selten hin, aber immer, wenn ich hier bin, entspanne ich komplett.
Speaker 0: Hier leben weder Hexen und Zauberer noch irgendwelche Muggel.
Speaker 0: Der Ort ist vollkommen verlassen.
Speaker 0: Hier wird uns so schnell niemand finden.
Speaker 0: Hier sind wir sicher.
Speaker 0: Seine Stimme ist deutlich ruhiger als noch vor ein paar Minuten am See.
Speaker 0: Gerlert spricht mit so ungewohnt zittriger Stimme weiter.
Speaker 0: Wir können jetzt nicht zusammen sein.
Speaker 0: Es gibt viel zu viele Leute, die etwas dagegen haben werden und sie werden uns nie in Ruhe lassen, solange ich der berüchtigte Gerlert Grindelwald bin.
Speaker 0: Hör zu, ich kann und will dich jetzt nicht verlieren.
Speaker 0: Ich will dich nur schützen, hörst du?
Speaker 0: Sie würden dich sonst umbringen.
Speaker 0: Bevor du was sagst, ich weiß, dass du auf dich selbst aufpassen kannst, aber ich liebe dich.
Speaker 0: Und dass mehr als ich je jemanden geliebt habe oder lieben werde.
Speaker 0: Also, kannst du mir verzeihen, dass es noch nicht geht?
Speaker 0: Ich habe angefangen zu weinen.
Speaker 0: Aber wie naiv musste ich gewesen sein, um zu glauben, dass wir ein ungeschwertes Leben zu zweit führen können.
Speaker 0: Er hat recht, wir würden nicht glücklich sein können.
Speaker 0: Noch nicht zumindest, vielleicht irgendwann, wenn der Krieg vorbei ist.
Speaker 0: Ich antworte ihm trotzdem mit kratziger Stimme.
Speaker 0: Ja, ich verstehe dich.
Speaker 0: Ich werde dann besser mal gehen.
Speaker 0: Ich habe bereits die Tür erreicht und sie leicht geöffnet, da greift Gerlett nach meiner Hand und zieht mich in seine Arme.
Speaker 0: Wir sehen uns für einen Augenblick tief in die Augen.
Speaker 0: In der nächsten Sekunde liegen seine Lippen erneut an diesem Tag auf meinen und der Kuss fühlt sich genauso atemberaubend an wie der Erste.
Speaker 0: Er streichelt mir über den Rücken, leckt über meine Unterlippe und presst mich eng gegen sich.
Speaker 0: Ich werfe den Kopf in den Nacken, um ihm mehr Freiraum zu geben, denn er legt und knappert meinen Hals bis hin zu meinem Ohr entlang.
Speaker 0: Ich stöhne leicht, bis er rauern meinem Ohr flüstert.
Speaker 0: Ich liebe dich.
Speaker 0: Und mich anschließend in eine lange Umarmung zieht.
Speaker 0: Nach einer gefühlten Ewigkeit lösen wir uns voneinander und er lässt mich los.
Speaker 0: Ich werde dich finden, haucht er.
Speaker 0: Ich lächle ihn an und hauche ihm einen letzten Kuss auf die Lippen.
Speaker 0: Ich öffne meine Augen und blicke in sein gerötetes Gesicht.
Speaker 0: Ich werde das so vermissen.
Speaker 0: Trotzdem, oder genau deswegen, weil dieser Moment so schön ist, muss ich gehen.
Speaker 0: Mit schweren Herzen drehe ich mich um und verlasse die kleine einsame Hütte.
Speaker 0: Ich schließe die Tür hinter mir und appariere an die Grenze von Hogwarts, um in meinen vertrauten Alltag einzutauchen und um auf Geller zu warten.
Speaker 0: Ich blicke in die Ferne.
Speaker 0: Ich sitze auf einer Bank nahe des Sees und blicke über ihn in die weite Ferne und in den Sonnenuntergang, der sich über den Himmel erstreckt.
Speaker 0: Für den Moment scheint alles glücklich.
Speaker 0: Ich wünschte, es könnte für immer so bleiben.
Speaker 0: Wenn du meine Arbeit unterstützen möchtest, kannst du das per PayPal oder mit der Wischlist machen.
Speaker 0: Ich danke dir herzlich und bis zur nächsten Geschichte.
Speaker 0: Deine Jana.
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