V wie ... Völlig unangebracht - Snamione - FanFiction - Harry Potter Hörbuch
Über diese Folge
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Disclaimer: Die Rechte an allen Charakteren, Orten und allem aus den Harry Potter Büchern bekanntem liegen bei J. K. Rowling / Pottermore.
Ihr Lieben, diese wunderbar lustige Geschichte musste ich unbedingt vertuern, sie ist von
der wunderbaren Ellen Zünde und passend dazu gibt es sogar Emojis, und zwar einen Lolli
oder einen Honigtopf.
Ihr dürft euch entscheiden, poste das unten in die Kommentare und freut euch auf eine
sehr, sehr witzige Geschichte.
Viel Spaß.
V wie völlig unangebracht, Ellen Zünde.
Hermine wollte das Kirchen ignorieren, wirklich, seit zehn Minuten schwang sie ihre Feder und
versuchte sich in Zahlen rein und magische Wahrscheinlichkeitskurven zu flüchten, doch
es war sinnlos.
Und dann hat er gesagt, er will mein Honigtüßchen erforschen, ist das nicht süß?
"Meiner nennt es Zuckerschneckchen", kam die schwärmerische Erwiderung.
Terrence hat meine neulich Schnufehöhle genannt, ein neuer Schwallgekicher.
Hermine starte auf ihr Pagament, wo die Formel zur statistischen Wahrscheinlichkeitsberechnung
magische Explosionen plötzlich nur noch aus verschwommenen Strichen zu bestehen schien,
sie rieb sich die Schläfen.
Vielleicht, wenn sie einfach tief durchatmete, aber ehrlich, ich finde es irgendwie romantisch,
so versaut und doch auf eine Art poetisch.
Dabei gibt es für den Gegenpart keine gute Bezeichnung, ist euch das mal aufgefallen?
Wonne, Prügel und Fleischlolly lassen meine Zaubergrotte nicht unbedingt feucht werden.
Stimmt, aber Liebeslanze finde ich eigentlich ganz niedlich.
Das war der Moment, Hermine knallte ihre Feder auf den Tisch und drehte sich zu den Gackertanten
um.
Könntet ihr euch bitte einen anderen Ort für euren Erfahrungsaustausch suchen?
Es gibt hier Menschen, die etwas Sinnvolles lernen wollen.
Die Mädchen starten sie verblüfft an.
"Was?", fragte eine von ihnen, dann weiteten sich ihre Augen.
"Ich meine", erklärte Hermine mit zunehmender Lautstärke, "dass ich versuche, für meine
Abschlussprüfungen zu lernen, während ihr vollkommen sinnfrei sämtliche Synonyme für
weibliche und männliche Genitalien durchdekliniert", sie erhob sich.
Es heißt "Vagina", "Vagina" und "Penis", nicht Honig, Döschen, nicht Zuckerschneckchen
und erst recht nicht Fleischlolly, das sind anatomische Organe und keine Desserts auf
der Speisekarte.
Es herrschte Totenstille und plötzlich erklang ein leises, sehr tiefes Räuspern.
Hermines Augen weiteten sich vor Schreck, "Nein, bitte nicht, nicht jetzt, nicht er!"
ein eisiger Schauer jagte ihr über den Rücken, ihre Kehle wurde trocken, in ihren Ohren rauschte
es.
Viel zu langsam wandte sie sich um, während ihr Magen eine beachtliche Pirouette hinlegte.
Prof. Snape stand nur wenige Schritte hinter ihr, in der einen Hand trug er ein paar Bücher,
in der anderen einen dampfenden Becher, seine Mäne war unergründlich wie immer, Hermines
Herz rutschte in die Hose, Miss Granger sprach er mit jener Ruhe, die alles andere als beruhigend
war.
Prof. Snape erwiderte sie, doch ihre Stimme klang seltsam brüchig, kaum lauter als ein
Flüstern.
Sie hätte sich am liebsten aufgelöst, in Dampf, in Staub, in Nichts, alles wäre besser
gewesen, als weiterhin hier zu sein.
Ich wollte mich heute Abend eigentlich nur den Prüfungsvorbereitungen widmen, begann
er mit seidig glatter Stimme und hatte nicht vor, noch etwas über Dessert-Varianten zu
lernen, aber nun gut, ein diskretes Räuspern.
Ihre klare Ausdrucksweise ist bemerkenswert, wenn auch etwas laut.
Hermine fühlte wie ihr Gesicht vor Hitze brannte, nicht nur die Wangen, alles, vom Haaransatz
bis zum Hals.
Ihre Finger klammerten sich panisch an den Rand des Tisches, als könnte sie sich daran
festhalten, um nicht endgültig in ihrer Palmlichkeit zu versinken.
Es tut mir Leid, Professor, ich, ich wollte nicht, nicht schreien, nicht ausrasten, nicht,
nicht schreien, nicht ausrasten, nicht vaginer Brün, nicht, wenn ausgerechnet eher im Raum
war.
Nein, natürlich nicht, seine Stimme klang weich wie samt, aber sie ging ihr trotzdem durch
Mag und Wein, zu einem Mundwenkel zupfen kaum merklich, war das amesumor?
Ich bin mir sicher, sie hatten lediglich das Ziel, zur biologischen Bildung ihrer Mitschülerinnen
beizutragen.
Hermine öffnete den Mund und schloss ihn wieder, kein einziger brauchbarer Gedanke kam
mir in den Sinn, ihr Hirn schien wie leergefegt, ich, eigentlich wollte ich nur meine Ruhe,
preste sie schließlich hervor, eine kindlich klingende Ausrede, die sie augenblicklich
bereute.
Sie wünschte sich, der Boden würde sich auftun, sie wäre mit einem schnellen, schmerzlosen
Höllensturz vollkommen einverstanden gewesen.
Snape hob eine Braue, ein ehrenwertes Ziel, vielleicht beim nächsten Mal mit etwas weniger
Enthusiasmus.
Er drehte sich halb um und hielt inne, als hätte er noch etwas vergessen, Hermine wagte
kaum zu atmen, er sah über die Schulter zurück.
Ach, und Miss Granger, sie zuckte zusammen, ihre Stimme war kaum hörbar, als sie flüsterte
– ja?
Snape ließ sich Zeit, dann hob er gelassen seinen Becher, als würde er ihr zuprosten.
Sollten sie künftig derartige Ausdrücke verwenden wollen, empfehle ich ihnen sich vorher zu
vergewissern, ob jemand in ihrer unmittelbaren Nähe in Gefahr geraten könnte, das zu hören.
Sein amüsiert Tadeln der Blick blieb auf ihrhaften, ich hätte mich beinah an meinem Tee verschluckt.
Er schenkte ihr ein sehr schmales, sehr eindeutiges Flächeln, eines das mit hundertprozentiger
Sicherheit sagte, ich werde das nie vergessen, und sie auch nicht.
Schließlich wandte er sich um und verschwand mit weh in der Robe hinter eine Bücherregal,
als wäre nichts gewesen.
Zurück blieb eine feuerrote Hermine, regungslos, stumm und verglühen vor Scham.
Ihr Herz klopfte wie verrückt, ihr ganzer Körper fühlte sich an, als würde er vor purer
Verlegenheit schmerzen.
Sie hörte wieder gekicher hinter sich, gedämpfter jetzt, mit deutlichen Anflügen von Hämme,
großartig.
Langsam und mechanisch trete sie sich zurück zu ihrem Tisch, setzte sich steif auf ihren
Platz und starte auf ihren Notizen.
Die Zahlen darauf waren für sie endgültig gestorben, und sie überlegte ernsthaft, ob
es mit Magie möglich war, auf den Mond auszuwandern.
Als ihr jedoch kein passender Zauber einfiel, versuchte sie sich wieder auf ihr Lernpensum
zu konzentrieren.
Sie zwang sich, den Blick nicht zur Seite schweifen zu lassen, sondern auf den Formeln
zu halten.
Aber es ging nicht.
Ihr Kopf war leer.
Schlimmer noch.
Gefühlt mit den letzten fünf Minuten in Dauerschleife.
Hermine hatte in Gegenwart ihres Tränke-Professors das Wort "Vagina" ausgesprochen und "Fleischlolly",
die Presse die Lippen zusammen, kämpfte mit sich und verlor.
Nach einem tiefen Atemzug steckte sie ihre Feder und den Notizen zurück in ihre Tasche
und räumte ihre Bücher zurück in die Regale.
Dann trat sie zu dem Tisch, an dem Professor Snape inzwischen Platz genommen hatte.
Er schrieb gerade etwas in ein Notizbuch und seine freie Hand umschloss den Teebecher,
den er ihr vorhin so bedrohlich freundlich entgegen gestreckt hatte.
Sie blieb zögern stehen.
Er hatte sie bemerkt, sie wusste es, doch er sah nicht auf, natürlich nicht.
Professor?
Die Stimme, die ihren Mund verließ, klang zu hoch, zu dünn und eindeutig nicht wie
ihre eigene.
Jetzt hob er den Blick, betont langsam.
Miss Grange, er sprach ihren Namen aus wie eine Zutat, die nicht ganz zur Rezeptur
passte.
Milde irritiert, aber geduldig wartend, weil sie eventuell noch nützlich sein könnte.
Ich wollte mich noch einmal bei ihnen entschuldigen, sprach sie und rang mit ihren Händen.
Wegenvorhin, ich hätte nicht, also nicht so laut und nicht so peinlich wohlgeher öffentlich
entgleist, sie brachte es nicht über die Lippen, ihre wangen Glüten wieder.
Snape betrachte sie einen Moment zu lange, er lehnte sich in seinen Stuhl zurück und
entfaltete die Hände vor sich.
In der Tat, das war eine beachtliche Vorstellung.
Er mich ne Schluckte, ich schärme mich, gab sie leise zu, vielleicht würde das helfen,
wenn sie es einfach gestand.
Snape hob eine Braue.
Davon gehe ich aus, alles andere wäre beunruhigend, sein Ton war neutral, seine Augen blitzten
allerdings.
Seien sie versichert, fuhr er fort, dass ich mit einer solch ungefilterten Lautstärke
in der Bibliothek nicht gerechnet hatte.
Er schob seinen Teebecher von sich, aber dann fiel das Wort Fleisch, Lolli, und ich erkannte,
dass es sich wohl nur um ihre Vorstellung von Sexualpädagogik handeln konnte.
Hermine startte ihn an, ihre Hände zitterten.
Ich, ich wollte das nicht, ich meine, sie brach ab.
Er genießt das, dieser sadistischer, der Tränkemeister barkte sich etwas vor, seine Stimme wurde
tiefer.
Ich bin beeindruckt, Miss Granger, ich hatte ihnen nicht zugetraut, so unerschrocken über
Elfen, Pferdchen und Zuckerstangen zu dozieren.
Sie holte zu schnell Luft und verschluckte sich beinahe.
Professor Snape, bitte, es war ein Fliehen, eine Bitte um Gnade und das Ende dieser verbalen
Folter.
Und dann geschah etwas Unerwartetes, er lächelte, nicht spöttisch, nicht grausam, eher wie
jemand, der sich über eine gelungene, sehr ungewöhnliche Fußnote freut, ein Moment stiller
Belustigung.
Ich werde es nicht weiter erwähnen, versprach er sanft, fast vertraulich.
Heute.
Hermines Mund klappte auf, und wieder zu, sie innickte mechanisch und wandte sich zum
Gehen.
Seine Stimme folgte ihr leiser, Miss Granger, sie blieb wie angewurzelt stehen, sollten
sie erneut Unterricht im Umgang mit der menschlichen Anatomie geben wollen, suchen sie sich ein
Klassenzimmer.
Oder wenigstens ein Lehrbuch.
Kaum hatte sich die Tür hinter ihr geschlossen, Lee Severus seine Mine in Das entgleiten,
was er in Gesellschaft niemals zugelassen hätte, ein schmales, beinahe für genügtes
Lächeln, das wie ein Schatten über seine Lippen huschte und sich dort für einen Moment
festsänzte.
Zuckerschnäckchen, Fleisch, Lolli, Honigdöschen, er stützte sich mit den Unterarmen auf die
Tischplatte, ließ den Blick über die halb gefüllte Täter zugleiten und schüttelte grinsenden
Kopf.
Granger hatte es nicht erfunden, das wusste er.
Kein Zweifel, diese groteskkindischen Metaphern entsprachen weder ihre Ausdrucksweise noch
ihrem geistigen Anspruch.
Wenn sie über Genitalien sprach, was sie üblicherweise tunnigst vermied, wie er vermutete,
dann töhrt sie das mit der Präzision eines Lehrbuchs und mit der Lautstärke eines protestierenden
Hippogreifs.
Es heißt "Vagina", "Vagina", er unterdrückte ein Lachen, was ihn dennoch stürzte oder
faszinierte je nachdem, wie ehrlich er mit sich selbst sein wollte, war nicht der Inhalt
dieser Eskalation, sondern ihre Reaktion danach.
Diese Mischung aus Aufrichtigkeit scharm- und unbeirbarem Pflichtgefühl, die sie zu
ihm hatte treten lassen, wie ein Soldat, der zu seinem Hauptmann marschierte, um zu bekennen,
dass er sich in der Schlacht unziemlich benommen hatte.
"Ich schäme mich", hatte sie gesagt, und sie hatte es gemeint, in jeder verkrampften
Geste, jedem Atemzug, jedem flüchtigen Blick nach unten war es eingemeißelt.
Er hätte sie verschonen können, hätte ein knappes Nicken geben sie entlassen und den
Vorfall nie wieder erwähnen können, aber wo wäre da der Spaß gewesen?
Granger war seit Wochen unerträglich angespannt, übernächtig, reizbar, bis in die Haarspitzen
von einem absurden Pflichtgefühl durchdrohen.
Sie inhalierte Lehrbücher, als wären sie notwendig zum Überleben, und wenn sie weitermachte,
wie bisher würde sie noch vor dem ersten Examen spontan explodieren.
"Nein, es tat ihr gut aus der Fassung gebracht zu werden, zumindest ein bisschen, und er
war mehr als bereit, diese Aufgabe zu übernehmen."
Severus trank einen Schluck Tee, er war inzwischen kalt, was sollte es?
Sein Blick wanderte zu Tür, durch die sie verschwunden war, und er schwanzete erneut, bevor er sich
wieder seine Arbeit zuwandte.
Hermine hatte geglaubt, schlimmer könne es nicht werden, nicht nach Honigdöschen, nicht
nach Schnuffelhöhle, aber sie hatte sich geirrt.
"Und dann hat er gesagt, er will mit seinem Lustblitz meine Glitzergalaxie erkunden,
ich bin fast gestorben."
"Oh Merlin, das ist nichts, mein Freund nennt es Pflaumenportal."
Hermine erstarrte über ihrem Aufsatz über die Gesetzmäßigkeiten bei der Anwendung arithmantischer
Schutzzauber.
Ihre Feder zuckte, hinterließ einen Tintenklecks, ihr rechtes Augenlied begann zu zucken, nicht
schon wieder.
"Ich schwöre, ich war kurz davor, mit seinem Liebesgebei zu erstechen, gekicher laut schrill."
"Ich find's irgendwie süß, wie ein Kotwort für, na ja, du weißt schon, für Sex, sag
doch einfach Sex, ey, das klingt so klinisch."
Hermine atmete tief durch, zählte bis fünf, weiter bis zehn, aber es half nicht.
Ihre Konzentration war dahin, drei Zehn Prüfungen in sieben Tagen, sie brauchte Ruhe, keine
popatierenden Gänse.
Wie in Zeit Lupe stand sie auf, ihre Schritte halten durch die sonst stille Bibliothek.
"Verzeiht, doch wenn ihr euch schon in einer Schule über Lustblitze, Pflaumenportale und
Liebesgewei unterhalten müsst, tut das bitte entweder im Flüsterton oder in einem abgeschlossenen
Raum, in dem man an solch eine Grausamkeit gewöhnt ist."
Die Mädchen verstummten und starten sie an.
Hermine holte noch einmal Tiefluft, das war zu spät, um sich zurückzuhalten.
"Ich stehe kurz vor den Uzz-Prüfungen und ihr benehmt euch als wer ihr zwölf.
Es heißt 'Wagina' verdammt und 'Penis', wer das zu klinisch findet, darf meinetwegen
auch Vulva, Gliteris, Glied oder Fallos sagen, aber bitte hört auf, anatomische Organe
wie Teilnehmer eines Kindergeburtstags mit Glitzermotto zu behandeln."
Eisige Stille und dann, wie aus einem Albtraum, erklang das inzwischen vertraute Geräusch,
ein leises tiefes Räuspern.
Hermine ist herzsank in die Hose.
"Nein, bitte nicht!"
Langsam wandte sie sich um und da stand er.
"Several Snape, schwarzer Umhang, ein stapel Bücher unter dem Arm, die Augen dunkel
und ein Ausdruck im Gesicht, der irgendwo zwischen strenge, amysomor und kaltem Genuss
pendelte."
"Miss Granger, seine Stimme enttiet einen kaum hörbaren Triumph."
"Sie zwangen sich zu einem Nicken, Professor Snape, er trat näher und sah ihr direkt in
die Augen.
Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, befinden sie sich kurz vor den Abschlussprüfungen."
"Ja, Professor", brachte sie mühsam heraus, "und dennoch haben sie offenbar ausreichend
Zeit, um erneut eine spontane sexualkunde Vorlesung in der Bibliothek zu halten."
"Ich, das war keine ... also nicht wirklich, sie verstummte."
Snape hob eine Braue.
"Ich muss zugeben, Pflaumen, Portal war selbst für meine belastbare Vorstellungskräfte
ein neuer Höhepunkt, man lernt nie aus."
Seine Mundwinkel zuckten.
"Herr Minerang um Kontenors, ich versuche nur Ordnung zu schaffen."
"Ah, er ließ den Blick langsam über die verblüfften Mädchenschweifen, die inzwischen
in ihren Büchern versinken wollten, dann sah er wieder zu ihr.
Ein ehrenwärter Versuch, wenn auch erneut bemerkenswert lautstark."
"Ermine konnte nicht sagen, alles, was ihr einfiel, machte die Situation nur schlimmer."
Plötzlich wurde seine Stimme unerwartet, einen Ton weicher.
"Atmen sie tief durch, Miss Granger, sie werden ihre Prüfungen bestehen, und irgendwann
werden sie auf diese Szene zurückblicken und ... nun ja, vielleicht nicht lachen, aber
sie ist wahrscheinlich schmunzeln."
Sie startte ihn an, war das etwa Mitgefühl?
Snape wandte sich ab, drehte sich allerdings noch einmal spontan um.
"Ach, und lassen sie sich nicht beirren, es ist sehr beruhigend, dass wenigstens eine
Person in diesem Schloss die korrekten anatomischen Begriffe verwendet."
Mit einem letzten dunklen Funkeln in den Augen verschwand er zwischen den Regalen.
Herr Minner stand still, das Gesicht gelöhnt, die hätt'
Hände zitternd. Aber irgendwie ganz tief drin, auch mit einem Funken amesumau.
Sie war müde, müde als je zuvor. Ihre Augen brannten, ihre Finger waren von vielen Schreiben
verkrampft und selbst die scheinbar logischen Abläufe der arithmatischen Verschlüsselungsformen
begannen sich zu verflüchtigen wie Nebel im Sonnenlicht. Hermine hatte nicht wie sich
jemand näherte. Erst als ein Schatten auf ihr Buch fiel, blickte sie auf und stieß beinahe
ihr Tentenfässchen um. Snape stand vor ihr. Oh nein, was jetzt? Miss Granger? Professor,
erwiderte sie automatisch, ihre Stimme klang kratziger als beabsichtigt.
Er legte Sielen ruhig ein Buch auf den Tisch. Es war alt und in dunkles Leder gebunden. Sie
laste den Titel mit Gironze der Stirn, magische Anatomie und Sexualkunde, ein Umfassen der
Leitfaden für Unterricht und Alltag. Ihr Mund klappte auf. Sie schaute hoch und traf auf den
gewohntregungsschlosen Ausdruck ins Snape's Gesicht, hinter dem jedoch ganz eindeutig
Belustigung lauerte. Ich dachte, sie könnten es für ihre nächste Vorlesung gebrauchen,
erklärte er mit gespieltem Ernst. Ich, das, stammelte sie, das war doch keine richtige,
ich habe nicht. Oh, das bestreite ich nicht. Er tippte mit dem Finger auf den Einband. Aber
sie scheinen einverleinend für pädagogisch untermauerte Zurechtweisungen zu haben. Mit
etwas Vorbereitung könnten sie daraus ein ganzes Seminar entwickeln. Ich will gar
keinen Seminar. Schade, meinte er trocken. Ihr Vokapular war beeindruckend, ebenso ihre Lautstärke.
Sie presste die Lippen aufeinander, doch ein unkontrollierbares Schnauben entwich ihr,
Halbempörung herblachen. Snape hob eine Braue. Sie dürfen das Buch übrigens behalten,
vielleicht könne sie davon abhalten, ihre Umwelt erneut mit. Wie war das noch? Glitzer Galaxien
zu traumatisieren? Hermine startete das Buch an. Dann griff sie danach, hob es an und klappte es
auf. Auf der Innenseite hatte jemand mit spitzer Feder in schöner geneigte Handschrift eine Notiz
geschrieben. Für Miss Granger. Zur Vorbereitung auf die nächste Eskalation. Mit größter
Hochachtung für ihre Klarheit in Wortwahl und Ton. S. Punkt, S. Punkt. Sie blinzerte. Langsam
senkte sie das Buch. Sie machen sich über mich lustig. Offenbar nicht nur ich, sprach er ruhig.
Sie scheinen inzwischen ein Publikum zu haben. Ich hörte, Madame Peans hat beim letzten Mal
bei einer Verlachenden eine Buchstütze gebissen. Es war nur ein Ausrutscher. Zwei Ausrutscher. Ein
wiederholter Ausrutscher. Ein sehr lauter wiederholter Ausrutscher. Sein Ausdruck wurde weicher. Sie
lernen zu viel. Und sie provozieren zu viel, entfuhr ihr. Ein feines Lächeln spielte um seinen Mund.
Vielleicht brauchen sie das eine wie das andere. Er wandte sich ab und verschwand zwischen den Regalen.
Zurück blieb eine Hermine, die immer noch rot war, aber zum ersten Mal seit Tagen wieder lächelte.
Und ein Buch, das sie sich, nach einem letzten verlegenen Blick, schließlich doch in die Tascheschub.
Hermine lag auf dem Bauch und hatte sich tief unter die Decke vergrochen, während nur das sanfte
Licht ihres Zauberstabes auf das aufgeschlagene Buch vor ihr fiel. Magische Anatomie und Sexualkunde,
ein umfossender Leitfaden für Unterricht und Alltag. Schon der Titel war eine Mischung aus trockenem
Fachschirngon und Latente-Optionität, da man ihn schon durch die Brille der letzten Tage
betrachtete. Hermine blätterte weiter und bis sich dabei auf die Unterlippe. Manche
Illustrationen waren detailreich. Einige Kapitel lassen sich wie nüchterne Sachtexte. Das änderte
allerdings nichts an der Tatsache, dass sie rot wurde, sobald sie das Wort "Jung" fahren,
heutchenlas oder sich mit intimen Berührungsformen im zwischenmenschlichen Kontext auseinandersetzte.
Sie musste leise kichern. Dass Snape ihr ausgerechnet dieses Buch geschenkt hatte,
sie verstand es nicht wirklich. Die Wittmung war jedoch eindeutig. Und die Handschrift,
geschwungen, penibel, ironisch respektvoll. Sie blatterte eine Seite weiter. Dort war
eine Skizze eines Zauberers abgebildet, der mit einer Mischung aus technischer Präzision und
absurder Steifheit das weibliche Becken erklärte. Hermine schluckte trocken. Merlin murmelte sie,
dieses Buch hat Snape wirklich mal gelesen. Die Vorstellung, dass er "Zauberer Snape" mit
seinen langen Fingern und seinem finsteren Blick irgendwann genau hier geblättert hatte,
dass er womöglich diese Seiten markiert, kommentiert, vielleicht sogar in der Praxis
getestet hatte, Hermine warf sich auf den Rücken. "Hör auf!" befahrt sie sich selbst halb laut.
Das ist lächerlich und völlig unangemessen. Sie starte an die Decke. Dann lachte sie leise
und verlegen. Wie konnte ihr so etwas jetzt durch den Kopf gehen? Sie musste sich konzentrieren,
Prüfungen, Arithmetic, Zaubertrank, Umkehrformeln. Sie schlug das Buch zu,
preste es auf ihre Brust und atmete tief durch. Ihr fiel Snape-Satz von neulich ein. Es ist sehr
beruhigend, dass wenigstens eine Person in diesem Schloss die korrekten anatomischen Begriffe
verwendet. Langsam, sehr langsam bildete sich ein Grinsen auf ihrem Gesicht. Das heißt,
flüsterte sie zu sich selbst. Er hat sich ebenfalls ausgeschlossen. Ein neuer Gedanke
keimte ihn hier auf. Was, wenn sie einfach mal mit der gleichen ironischen Schärfe konterte,
etwas albernest hat, etwas leerbuchhaftes? Sie bissig auf die Lippen. Er würde mit den
Augenrollen oder die Stirnrunzeln oder beides. Vielleicht schrie er sie sogar an. Der Minusgrinsen
wurde breiter. Vermutlich war sie wirklich überarbeitet. Trotzdem war der Entschluss gefasst.
Ihre Zeit in Hogwarts war bald vorbei. Was hatte sie noch zu verlieren? Snape saß allein am Tisch,
einen Stapel Prüfungen vor sich und sein Tee war längst kalt geworden. Er war gerade dabei,
eine besonders chaotische Arbeit mit einer spitzen Bemerkung zu versehen, als jemand an
die Tür klopfte. "Rhein?" Hermina Granger trat ein. Mit einem irritierend breiten Lächeln
im Gesicht und einer Rolle Pergament in der Hand. Er hob eine Braue. "Ich nehme an,
sie sind nicht gekommen, um mir bei der Korrektur zu assistieren." "Nein", antwortete sie und blieb
vor seinem Tisch stehen. "Ich dachte, ich revangiere mich." Es sah skeptisch auf das
Pergament. "Es explodiert nicht, nehme ich an. Nur metaphorisch. Sie legte es vor ihn hin."
Er betrachtete sie prüfend, dann entrollte er das Pergament und verschluckte sich an
seine eigenen Spucke. Als er nicht mehr husten musste, schaute er insetzt auf und schwieg.
"Sie haben neulich gesagt, es sei beruhigend, dass eine Person in diesem Schloss die korrekten
Begriffe kennt," erklärte Hermine. "Plötzlich doch ein wenig unsicher,
aber nichts, das so trotz entschlossen. Ich bin davon ausgegangen, dass sie sich dabei nicht
mitgemeint haben, also dachte ich, ich bringe ein wenig Licht in ihr offenbar lückenhaftes Wissen."
Er blinzelte. Sie waren in ihrem Leben noch nie so dreist, Miss Granger. Man wächst mit
seinen Herausforderungen, entgegnete sie. Und sie haben es ein bisschen verdient, wenn sie ehrlich
zu sich selbst sind. Jetzt hob er beide braun. "Miss Granger?" Professor Snape.
Ein Moment knistern der Stille, in dem keiner den Blick abwandte. Schließlich legte er das
Pargament mit einem Säufzen zur Seite. "Sie haben so viel Freizeit." "Oder sie zu wenig Humor."
"Oh, glauben Sie mir," entgegnete er leise. "Ich finde das äußerst unterhaltsam."
"In einem vollkommen inakzeptablem Maße." Sie grinste. Dann war es die Mühe wert.
Sie drehte sich auf dem Absatz um und verschwand ohne ein weiteres Wort.
Zurück blieb ein sichtlich amüsierter Severus Snape, der gegen seinen Willen lachen musste.
Er entrollte das Pargament und betrachtete es schmunzelt. Miss Granger hatte ein paar
äußerst korrekte Zeichnungen der weiblichen und männlichen Anatomie erschaffen und sie
mit biologisch schicklichen Begriffen versehen. Grinsen schüttelte er den Kopf, rollte das
Pargament sorgfältig ein und verstaute es in seiner oberen schreibtisch Schublade.
Hermine war schnell in Schrittes auf dem Weg in die Bibliothek. Ihre Stirn glänzte Veranstrengung,
ihr Blick war Stirn nach vorn gerichtet. Noch zwei Prüfungen und sie hatte es überstanden.
Sie lief gerade an einer Gruppe 6-Klässler vorbei, als sie ungewollt Gesprächsfetzen aufschnappte.
Zuerst wollte sie sie ignorieren. Wirklich. Doch dann blieb sie abrupt stehen.
"Ich schwör dir, Bro. Wenn ich sie heute Abend wieder alleine erwischt,
schreiß ich dir die Uniform vom Leib. Die steht total auf meine Lust kolben."
"Alter, das ist gar nichts. Ashley liebt meinen Zauberstab deluxe. Hat gestern gesagt,
der bringt sie jedes Mal dazu Sterne zu sehen." "Ich sag nur fette Fleischrakete und sie ist mein
Landeplatz." Dreckiges Lachen folgte. Hermine drehte sich langsam um. In ihrem Gesicht konnte
man das aufkommende Gewitter sehen. "Was habt ihr da gerade gesagt?"
Die Bängel sahen sie an, wie Rehe im Scheinwerfer licht. "Äh, nichts?"
"Ach ja." Hermine trat einen Schritt näher, ihre Stimme triefte vor Empörung.
"Ihr wollt euch also ernsthaft gegenseitig damit übertrumpfen, wer den größeren Penis hat,
und dabei redet ihr auch noch so abwertend über die Mädchen, mit denen ihr ausgeht?"
Die Jungs zuckten zusammen. "Nennt ihr das Romantik, Zuneigung,
oder ist das eure Art, eure Unsicherheit zu kompensieren, indem ihr eure Partnerinnen auf
die Funktion einer Fleischraketen-Lande-Plattform reduziert?"
"Granger kriegt dich wieder ein." "Einen Teufel werde ich tun," fuhr sie ihn an.
"Habt ihr mal darüber nachgedacht, dass eine gesunde Beziehung davon profitieren würde,
wenn ihr eure Freundinnen als denkende fühlende Wesen behandelt und nicht als
Requisiten für eure popatären Schwanzparaden?"
Peinlich berührte verschüchterte Stille trat ein. Bevor Hermine jedoch weiterschimpfen konnte,
hörte sie ein leises Räuspern. Sie erstarrte. "Was habe ich getan, um das zu verdienen?"
"Nur langsam drehte sie sich um."
Hinter ihr, wie könnte es anders sein, stand Professor Snape.
Die Arme vor der Brust verschränkt, annähernd ausdruckslos.
Nur bei näherem Hinsinn erkannte man die Belustigung in seinen Augen.
"Miss Granger" begann er ruhig. Es ist beeindruckend, wie sie in den letzten Wochen
immer wieder neue Wege finden, öffentliche Redebeiträge zu halten,
die sich dem Themenkreis sexuelle Aufklärung widmen.
Hermine errötete schlagartig vom Haaransatz bis zum Kragen.
"Ich ... Sie ... Das war ... Oh, ich habe alles gehört," unterbrach er sie sehen ruhig.
"Wort für Wort."
Die sechs Klässler hinter ihr kicherten nervös. Snape wandte sich ihnen zu.
Fünf Punkte Abzug für Havelpaffegen, unflähtige Ausdrucksweise auf dem Schulflur
und zehn für die geistige Armut eurer Metaphern.
Dann wandte er sich zurück an Hermine.
Und sie, Miss Granger, zehn Punkte plus für Courage und moralische Klarheit,
wenn auch seine Braue hob sich eindrucksvoll,
erneut mit einem Hang zu Dramatik.
Hermine öffnete den Mund, schloss ihn wieder und konnte sich nur zu einem Schwachen,
dein Körprofessor, durchringen.
Er nickte und ging mit einem Hauch dünnen Lächeln weiter.
Die Lichter tanzten über goldenen, gelandten, magische Sternbilder wirbelten unter der Decke,
irgendwo spielte eine Harfe zu einem schleppenden Walzertakt.
Die meisten tanzten, lachten und schwitzen, Hermine auch, zumindest bis vor ein paar Minuten.
Jetzt war es ihr zu laut, zu heiß und zu eng, sie hatte das Gefühl, nicht mehr atmen zu können.
Also glitt sie zwischen den Tanzen in Paaren hindurch,
murmelte höfliche Entschuldigungen und entkamen Richtung der Tür.
Ihre Füße schmerzten, ihre Schläfen pochten und der süßlich warme Duft in der Halle,
irgendeinetwas zwischen Rosen, Butter, Bier und Schweiß verursachte ihr beinahe Übelkeit.
Sie brauchte ein bisschen frische Luft, nur fünf Minuten.
Als sie um eine Säule buh, hörte sie allerdings stimmen.
Männlich, flach, vertraut.
Wenn sie noch zwei Butterbiere dringtschlagig vorwählten,
könnten noch ein bisschen spazieren gehen, weißt schon, wohin das führt.
Klar, man muss die Stimmung halten und dann schön, naja, ver, er brach ab.
Für, vernaschen oder was, lachte der andere schmutzig, oder für, wie, volles Programm, wenn Du verstehst, was ich meine.
Hermine blieb abrupt stehen, nicht heute, nicht an diesem Abend.
Sie trat aus dem Schatten.
Die beiden Jungen zuckten zusammen, als hätte man sie mit kaltem Wasser übergossen.
Merlin Granger, Du hast uns fast, für, wie, verängstigt?
Ihre Stimme war gefährlich ruhig.
Euch ist hoffentlich klar, dass ihr euch gerade wie zwei wandelnde Klischees benehmt.
Eure Ballbildleitungen sehen wunderschön aus, haben sich zurechtgemacht, sich mühe gegeben und ihr?
Ihr redet über sie, als wären sie freiwillt.
Die Jungen sahen sich betreten an.
VW verarscht, falls ihr denkt, dass das hier in irgendeiner Weise charmant oder originell ist, fuhr Hermine fort.
Wie wäre es stattdessen mit VW verantwortungsvoll, verbindlich oder verdient euch Respekt?
Der eine wollte den Mund öffnen, aber Hermine kam ihm zuvor.
Und jetzt verschwindet, eh mir noch VW Vergeltung einfällt.
Sie sah zu, wie die beiden sich trollten, mit hängenden Schultern und roten Ohren.
Als sie sich umdrehte, atmete sie tief durch.
Ein Teil von ihr wütete noch, der andere sehnte sich nach Ruhe.
Doch dann blieb sie wie versteinert stehen.
An der Säule gegenüber, halb im Schatten lehnend die Arme vor der Brust verschränkt, stand er.
Professor Severus Snape.
Er hatte den gesamten Wortwechsel gehört.
Natürlich hatte er das.
Aber er sagte nichts.
Er musterte sie stattdessen mit einem Ausdruck, der schwer zu deuten war.
Einen Hauchbelustigung, einen Funken Anerkennung, vielleicht sogar so etwas wie Stolz.
Hermines Herz klopfte schneller.
Nicht vor Angst, nicht wegen der peinlichen Situation.
Es führte sich seit Wochen anders an.
Sie hob das Kinn und trat einen Schritt auf ihn zu.
"Ich weiß", meinte sie trocken, "VW völlig unangebracht."
Snape hob eine Braube.
Dann erschien an Lächeln auf seinen Lippen.
Im Gegente, Miss Granger, er richtete sich auf und trat aus dem Schatten.
"VW verdammt angemessen."
Hermine wusste nicht, was sie mehr aus dem Gleichgewicht brachte, dass Snape ihr Recht gegeben hatte
oder dass sein Ton dabei so unerwartet warm gewesen war.
Er trat näher und der dunkle Stoff seiner Robe raschelte leise.
Sein Blick war prüfend, aber nicht kalt.
"Sie werden mir fehlen, Miss Granger", sprach er leise.
Hermine blinzte.
"Wie bitte?"
Ihre leidenschaftlichen Vorträge, die flammenden Play-Doyees für Präzision und Würde im
zwischenmenschlichen Umgang, ihre Skizzen passen zu dem Thema.
Einzucken an seine Mundwinkel.
Es ist selten, dass man intellektuell herausgefordert wird, während man versucht Tee zu trinken.
Sie lachte leise.
"Ich kann Ihnen versichern, dass ich keinerlei Absicht hatte, Ihnen ständig eine Show
zu liefern."
Und doch waren sie erstaunlich erfolgreich damit.
Ein halber Schritt näher, jetzt standen sie sich fast gegenüber.
Hermine sah auf, die Nervosität war da, ja, aber sie wich nicht zurück, nicht heute.
Und sie, Professor, waren erstaunlich konsequent darin, mich aus dem Konzept zu bringen, auf
sehr diskrete Weise.
"Diskretion ist meine Stärke, er macht eine kleine Pause, nicht so verwechseln mit Distanz."
Hermine blinzerte, seine Stimme war weicher als sonst, tiefer, wärmer, war das Flöten?
"Dann sollten Sie wissen," erwiderte sie, "dass ich aufrichtige Anerkennung bevorzuge,
auch wenn sie unangemessen ist."
Unangemessen, wiederholte Snape, eine interessante Wortwahl, dehnbar, interpretierbar, ein fernes
Lächeln spielte um seine Lippen.
Passt so wie fle, "Wenn Sie dieses Wort jetzt sagen, bringe ich Sie persönlich zum Schweigen,"
flüsterte sie eindringlich und grinste.
Seine Mundwinkel hoben sich, "Eine Drohung, Miss Granger, ein Versprechen," haute sie.
Ihre Blicke verhacken sich ineinander, einen Moment lang sagten sie nichts, nur das entfernte
Rauschen des Balls drang bis zu ihnen, Musik, Stimmen, Lachen.
Sie sehen bezorbernd aus in diesem Kleid.
Snape wirkte von sich selbst überrascht, als hätte er das gar nicht laut aussprechen
wollen.
Ermine errötete, aber ihr Lächeln wurde sicherer.
"Danke."
Und sie sehen weniger bedrohlich aus als sonst, fast charmant.
"V wie verwegen charmant?" fragte er zwingkant.
"Oder V wie verführerisch," konntete sie mutiger als sie sich fühlte, Snape blinzelte
und lachte leiser.
Ein seltenes, dunkles, warmes Geräusch, dann bot er ihr seinen Arm.
"Meuchten sie einen Spaziergang machen, weg von Glitzer, Gekicher und diesen unangebrachten
Bezeichnungen?"
"Gerne doch."
Hermine hakte sich ohne Zögern bei ihm ein und lächerte zu ihm auf, während sie gemeinsam
in die laue Sommernacht verschwanden.
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